Dienstag, 31. März 2009

Du bist auserwählt

Was hatte Gott vor, als er Dich erschuf? Ich meine, Gott, das Eine, Allah, die Liebe, der evolutionäre Impuls... – wie auch immer Du dasjenige nennst, was vor vielen Milliarden Jahren aufgebrochen ist und seit dem jeden Tag von neuem aufbricht – es hat Dich erschaffen. Exakt so wie Du jetzt bist. Mehr noch: Es hat Dich als lebendigen Ausdrucks seines eigenen intelligenten und kreativen Impulses erschaffen. Was hatte also Gott vor, als er DU wurde?

Ich denke, diese Frage ist identisch mit der Frage nach der eigenen Mission. Es ist ja nicht die Frage, ob man eine Mission hat oder eine ist, es ist bloß die Frage, wie man die unweigerlich vorhanden eigene Göttlichkeit manifestiert – wie man seine Mission lebt.

Auf dem Weg dahin steht aber unabwendbar fest, dass DU, so wie Du jetzt bist, da bist. Natürlich bist Du unvollkommen, aber nach was strebst Du denn? Nur nach einem: Nach Vollkommenheit. Ist das utopisch? Ja, ist es. Deshalb nennt Andrew Cohen diesen „Drang nach Vollkommenheit“ den „utopischer Impuls.
Wenn wir mit allen Sinnen diesen Impuls in uns fühlen und realisieren, dann fühlen wir „Gott als die Energie, die Intelligenz, die den kreativen Prozess in Bewegung setzte und die Begeisterung, die wir spüren, ist nicht von dem Impuls getrennt, der vor 14 Milliarden Jahren den gesamten kreativen Prozess aus dem Nichts entstehen ließ.“ (Andrew Cohen)

Diese, die ganze Persönlichkeit ergreifende Ereignis, wird im Christentum mit dem Pfingstereignis beschrieben und Steiner fasst dieses GeistErleben so zusammen: „Der wahre Geist, in dem wir uns finden können, ist der allgemeine Menschengeist, den wir als einziehende Kraft des heiligen Geistes erkennen, den wir in uns selbst gebären müssen...“(R.Steiner: Das Erscheinen der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, GA 118)

Nun kann es zwar sein, dass DU nicht das persönliche Empfinden hast, dass dieses epochale Ereignis auch in Deiner Biografie stattgefunden habe, dass ändert allerdings nichts an der einfachen Tatsache DASS es stattgefunden hat.
leuchten
Ausserdem hast Du vielleicht einfach eine falsche Vorstellungen von GEIST. Du kennst doch Begeisterung, oder? Und "wenn der evolutionäre Impuls in dir erwacht, fühlst du eine unglaubliche Inspiration und Begeisterung für das Leben. Warum? Weil du dir bewusst wirst, dass du wirklich etwas kreativ verändern kannst. Was uns dann inspiriert, was uns motiviert, was uns mit Leben erfüllt, was unsere Herzen und unser Denken erhellt, ist das evolutionäre oder kreative Potenzial des gegenwärtigen Moments, unsere gemeinsame Zukunft zu erschaffen." (Andrew Cohen)
leuchten
Wenn Du dieses Gefühl schon einmal gefühlt hast, dann hast Du Gott als den großen kreativen Impuls gespürt.

Der allgemeine Menschengeist ist in Dir zu einem persönlichen Menschengeist geworden. Und nun? Bringe ihn zur Geltung. Gebäre, was Du immer schon bist. Entfalte diesen Menschengeist – nicht durch die Verkleinerung der Persönlichkeit, sondern durch die Ausdehnung Deiner Persönlichkeit.

Mache Dir klar, dass dieser Geist, dass die göttliche Energie, dass die Schöpfung darauf verzichtet hat, einen zweiten Jesus oder einen nächsten Buddha zu erschaffen. Denkst Du die große Schöpfung wusste nicht was sie tat, als sie DICH erschuf?

Ist Dir klar, dass dieses Universum in der Lage wäre einen zweiten Buddha oder einen zweiten Jesus zu erschaffen – stattdessen hat das Universum sich für DICH entschieden.

Darum stimmt es eben, wenn Osho sagt: „Du bist auserwählt – nicht Buddha, nicht Christus, nicht Krishna. Du wirst im Moment mehr gebraucht – das ist der Grund.“

Buddha hat geleuchtet. Jesus hat geleuchtet. Die nächste Leuchte bist DU.

Statt Jesus, Buddha oder Krishna bist jetzt DU da. Die Frage ist nicht, ob Du auserwählt bist. Die Frage ist: Wie gehst Du mit dieser Würdigung um? Was hatte Gott vor, als er Dich auserwählte?

Ob Deine Antwort richtig oder falsch ist, wirst Du absolut sicher an einer einfachen Frage feststellen: „Bringt es mich zum Blühen oder zum Welken?“

Du bist auserwählt - Blüh im Glanze dieses Glückes.

Montag, 30. März 2009

Du erweckst Dich selbst

Wie kannst Du zu Deinem wirklichen Selbst erwachen? Wer bist Du wirklich? Wer bist Du, wenn Du von allem absiehst was vergänglich ist. Wenn Du also alles fort lässt, wo Du sagen würdest "Ich bin dies - ich bin das - ich bin jenes". Wenn alles weg fällt, was Du nicht wirklich bist, was bleibt dann? Wenn alle Ergänzungen des Satzes "Ich bin..." fortfallen, was bleibt dann? Es bleibt am Ende nur eine Gewissheit als Tatsache zurück: DU BIST!

Das "ICH BIN" ist sicher, das "ich bin dies" ist es nicht. Bemühe dich herauszufinden, was du in Wirklichkeit bist. Gehe dabei in die Welt, gehe auf andere Menschen zu und spreche sie mit dieser Haltung an, die Ken Wilber so formuliert:
"Ja, ICH bin DU, dein SELBST, der Teil von dir, der ICH BIN sagt und ICH BIN ist. Dieser transzendente, innerste Teil von dir, der sich im Inneren regt, während du liest, der auf dieses mein Wort antwortet, der seine Wahrheit versteht, der alle Wahrheit erkennt und allen Irrtum ablegt, wo er ihn auch findet, - nicht jener Teil, der all diese Jahre von Irrtum genährt wurde. Denn ICH bin dein wahrer Lehrer, der einzig wirkliche, den du je kennen wirst, und der einzige Meister. ICH, DEIN göttliches SELBST."
sonne
Tue dies bei jeder Begegnung. Dies führt zum "Erwachen des Menschen am Geistig-Seelischen des anderen Menschen" (Rudolf Steiner, Anthroposophische Gemeinschaftsbildung GA 257). Du erwachst zu Deinem wirklichen Selbst - mein Ich.
Es ist Du.
Unser Wir.

Die selbe SONNE in uns allen. Die SONNE in der Sonne. Das bist Du, wenn Du Dich gefunden hast. Und Du bist es bereits jetzt.

Diese Sonnenerfahrung transzendiert jede sonstige Lebenserfahrung. Jedes Glück. Jeden Schmerz. Über und durch jedes "ich bin dies" leuchtet sonnenhaft dieses ICH BIN.
sonne
Aus diesem Grund lernen Waldorfschüler in der Schule den folgenden Text des Steiner Schülers Christian Morgenstern. Sie lernen ihn, weil die Waldorfschule eine Schule ist, die ihren Schülern neben allen anderen Anforderungen dieses Bewusstsein schenken will:

Noch bevor Du hier angefangen hast, warst Du die Sonne. Egal was Du lernst oder nicht lernst - Du bleibst diese Sonne. Was Du auch immer bist - Du bist! Niemand kann Dir das Sonnenhafte geben, niemand kann Dir das Sonnenhafte nehmen.

Ich bin die Mutter Sonne und trage
die Erde bei Nacht, die Erde bei Tage.
Ich halte sie fest und strahle sie an,
dass alles auf ihr wachsen kann.
Stein und Blume, Mensch und Tier,
alles empfängt sein Licht von mir.
Tu auf dein Herz wie ein Becherlein,
denn ich will leuchten auch dort hinein!
Tu auf dein Herzlein, liebes Kind,
ass wir e i n Licht zusammen sind!

sonne

Wenn die Sonne Dich morgens weckt, dann sage
anstrengungslos
&
freundlich
&
dankbar:

"I c h

e r w e c k e

m i c h

s e l b s t."

Wenn Dir das zu seltsam klingt, dann wende Dich wie betend an die Kraft der Sonne, die selbst einen wolkenverhangenen Tag erhellt - vielleicht mit diesen Worten Steiners:

Der Wolkendurchleuchter:

Er durchleuchte
Er durchsonne
Er durchglühe
Er durchwärme
Auch mich.

sonne
Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich Rudolf Steiner nun genau mit Angaben zur Quelle zitiere - ich kann damit endlich einem vielfach geäusserten Wunsch nachkommen und Euch ermöglichen, die Stelle genau einzuordnen oder weiter zu forschen. Das ist nun einfach möglich, weil ich glücklicher Besitzer der Rudolf Steiner Gesamtausgabe auf HDD bin. Endloser Dank an den freundschaftlichen Schenker!)

Sonntag, 29. März 2009

Weise Worte

Die Weisen dieser Welt reden immer über die selbe Sache – aber sie reden unterschiedlich darüber. Die Weisen versuchen immer aus der eindimensionalen Perspektive auszubrechen. Sie tun dies, weil sie wissen, dass es unterschiedlichste Menschen gibt. Sie tun dies, weil sie sich verpflichtet haben, niemals in einer Dimension zu verharren. Sie tun dies, weil sie ihre Wachheit stärken müssen. Sie tun dies, weil jeder etwas anderes braucht.

Der eine braucht einen Arschtritt um zu wachsen, der andere die sanfte Geborgenheit um zu erkennen, der nächste erst einmal einen Orgasmus oder Brot und Wein um den großen Sprung zu machen. Der Weise kann nicht alles auf einmal liefern. Aber jeden Tag etwas anderes – und vor allem: Er vertraut seinen weisen Schwestern und Brüdern. Jeder von ihnen nimmt voller Bewusstheit eine einseitige Perspektive ein. Diese Fähigkeit nennt man MINDFULNESS.

Auch das ABSOLUTE will eine immer neue Perspektive auf das RELATIVE. Der Weise dient also auch dem EINEN ABSOLUTEN, in dem er sich als eine bestimmte, subjektive Sichtweise auf das RELATIVE anbietet. Die neue Perspektive soll nicht nur einfach eine andere auf der Horizontalen sein - sie soll eine immer neue Perspektive auf der Vertikalen sein. Immer höhere Perspektiven will der Weise einnehmen.

Das ganze Leben Rudolf Steiners verlief so. Am Ende bot er eine extrem einseitig christliche Sicht an. So verstanden die VIELEN das EINE aus ihrer christlichen Perspektive. Und das EINE verstand, was die VIELEN unter dem Christentum verstehen.

Wenn der Weise wieder einmal angegiftet wird, weil er eine bestimmte Perspektive eingenommen hat und wenn er dann wieder angegiftet wird, weil er am nächsten Tag eine weitere und völlig andere Perspektive eingenommen, dann sagt der Weise: „Ja seit ihr denn völlig behämmert? Merkt ihr nicht, dass es immer das SELBE ist – nur eben durch andere Augen gesehen?“

Die Weisheit des Weisen besteht nämlich darin, dass er permanent die Perspektiven wechseln kann, weil er niemals aus den Augen verlieren kann, was er ohne Zweifel als Wahrheit erkannt hat: DAS EINE ohne ein Zweites. Und die zahllosen VIELEN als das EINE.

Der Weise hat den freudvollen Kampf gegen das „das machen aber alle so“ und gegen das „das haben wir schon immer so gemacht“ aufgenommen. Wer immer dem selben Denken und den selben Vokabeln folgt, wer meint Liebe sei so und Gott so und Geist anders und ein Mann dies und eine Frau jenes, wer nach Rezepten lebt und automatisch handelt, der befindet sich im Status von MINDLESSNESS.

Und wenn jemand dann aufspringt und gegen eine bestimmte Sichtweise eines Weisen protestiert, sich verausgabt und in großen Worten erklärt, warum diese Perspektive die falsche, fatale und böse ist – dann ist dieser eifernde Mensch entweder ein wenig einseitig und etwas einfältig...oder er ist sehr wachsam und sehr weise.

Weise erkennen sich am inneren Lächeln - mitten im Kampf. Selbst dann, wenn sie gegeneinander kämpfen. Kannst Du lächeln, wenn Du kämpfst?
weise
Weise reden manchmal gerne daher wie Weise - aber darüber lächeln sie nur. Weise natürlich.

Samstag, 28. März 2009

Du bist super - und jetzt?



Ist es wichtig, dass Du Dich ausgeglichen fühlst? Ich denke "Nein."
Denn da, "wo die Gegensätze als ausgeglichen erlebt werden, da herrscht das Lebenslose, das Tote. Wo Leben ist, da wirkt der unausgeglichene Gegensatz; und das Leben selbst ist die fortdauernde Überwindung, aber zugleich Neuschöpfung von Gegensätzen.“ (Rudolf Steiner, in: Mein Lebensgang).

Du fühlst Dich unausgeglichen? Glückwunsch - Du lebst!
Und wenn Du jetzt fragst: „Wie soll ich denn meine Mission leben, wenn ich noch nicht mal weiss, was und wer ich bin.“ Dann sage ich Dir in Anlehnung an meinen großen Bruder Larry Winget: „Es ist mir absolut piepegal, was Dein ´ich bin´ ausmacht. Das einzig Wichtige ist, was Dein ´ich kann´ ausmacht. Deine Einstellung zu Deinem Selbstbild ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die Deine Einstellung zu Deinem Selbstkönnen.

Und wenn Du in Deinem bisherigen Leben so weit gekommen bist, dass Du jetzt vor diesem Bildschirm sitzt, dann kannst Du mehr als die überwältigende Mehrheit der Menschheit. Du hast ganz eindeutig die Fähigkeit, auf unglaubliche intellektuelle, finanzielle und informative Ressourcen zugreifen zu können.
Du gehörst – in dem Du jetzt hier vor diesem Bildschirm sitzt und Zeit und Hirnschmalz für solche Fragen hast – zu einer finanziellen Elite, einer Bildungs-Elite und einer Könner-Elite. Auf was wartest Du?
Du musst nicht wissen was oder wer Du bist, bevor Du alles veränderst. Du musst nur wissen, dass Du tatsächlich in der Lage bist, erstaunliches und überwältigendes zu leisten. Und mit diesem Wissen kannst Du Dich selber infizieren – einfach in dem Du das tust, von dem Du so genau weißt, dass es das Richtige ist.

Je mehr Du Dein KÖNNEN Schritt für Schritt unter Beweis stellst, desto größer wird Dein Wissen von Deinem Können und desto umfassender werden die Transformationen sein.

Und dann fragst Du nicht mehr nach Deiner Mission – Du lebst sie.

Freitag, 27. März 2009

Diese Liebe

Die Art Liebe von der ich spreche, bedroht alles, was nicht wirklich ist. Diese Liebe ist unpersönlich und kümmert sich nicht um persönliches. Sie ist entwaffnend. Wer in ihrer Nähe ist, hält es nicht aus, weniger zu sein als frei. Entweder lässt er sich dann von dieser Liebe überwältigen oder er flüchtet.   
 
"Wenn die Kraft dieser Art von Liebe für die Uneingeweihten so entwaffnend ist, so liegt das daran, dass ihre Nähe Unehrlichkeit nicht überleben kann. Die schnellste Art und Weise, diejenigen zu verlieren, die man vermeintlich am meisten liebt ist, indem man die wirkliche Liebe entdeckt. Das ist die höchste Form der Liebe." (Andrew Cohen)
 
Von dieser Liebe spreche ich. Diese Liebe gibt Dir NICHTS und "eine Seele muss schon weit vorgeschritten sein in ihrer Entwickelung, wenn sie Gefallen hat an Handlungen der Liebe, von denen sie selbst nichts hat." (Rudolf Steiner).
 
Diese Liebe bedroht alle Vorstellungen, die Vorstellung die wir vom Selbst, vom Leben und von der Realität insgesamt haben.

Diese Liebe bedroht einfach alles. Wirkliche Liebe hat mehr Feinde als Freunde. Sie durchbricht die Schallmauer des Egos.

Donnerstag, 26. März 2009

Liebe Deine Feinde

"Liebe Deine Feinde", sagt Jesus. Er sagt nicht "Mache Freunde aus Deinen Feinden". Feinde sind Feinde, aber der Krieger des Lichts heisst jeden Feind mit erhobenen Haupt willkommen. Der Krieger der Lichts blickt der Dunkelheit ins Gesicht. Er atmet die Dunkelheit ein und atmet Licht aus. Sein Herz umfasst auf seine Feinde.


Der Krieger des Lichts weiss, dass er Feinde hat. Er weicht keinen Zentimeter zurück und bleibt auch im Angesicht einer Übermacht standhaft.

Der Krieger des Lichts hat zahllose Feinde. Und er redet sich seine Feinde nicht gut. Er erlöst sie durch seine Liebe. Leid zerstört er durch Mitleid. Mehr Feindschaft, gibt dem Krieger des Lichts mehr LichtKraft.


Er vereinnamt die Dunkelheit und transformiert sie furchtlos, machtvoll und auf stolze Weise in reines Licht. Der Schmerz wird sein Freund - was kann man dem Krieger des Lichts also noch anhaben? Für diese maßlose Macht, wird der Krieger des Lichts maßlos gehasst. Und er wird maßlos geliebt.

Aber das alles ist nicht sein Thema. Und vor allem: Niemals, niemals, niemals, lässt der Krieger des Lichts sich in einem Kampf ziehen - Er allein entscheidet, wer mit ihm kämpfen darf und wer nicht. Und er wählt nur die Gegner, die zu tiefer Liebe fähig sind.

Er liebt seine Feinde - und seine Feinde lieben ihn. Darum kämpfen sie ja auch miteinander.

Mittwoch, 25. März 2009

Eyes Wide Shut

Was bedeutet es einen erwachten Standpunkt einzunehmen? Es bedeutet die Perspektive zu wechseln. Unsere normale menschlich-westlich-postmoderne Werkseinstellung sieht diese erwachte Perspektive nicht vor. Unsere heutige Perspektive, ist die Perspektive des Individuums. Es ist eine von milliarden verschiedener Blickrichtungen. Milliarden Menschenaugen blicken auf das eine Auge Gottes. Die Vielen sehen zum EINEN. Dieser Blick war menschheitsgeschichtlich notwendig.

Doch die Zeiten entwickeln sich. Einen erwachten Standpunkt einzunehmen bedeutet heute, dass Du bewusst die Blickrichtung änderst. Du musst die Vielheit der Schöpfung durch das eine Auge Gottes sehen. Wenn Du das tust, dann ändert sich alles.

Denn in Wirklichkeit schaust Du dann nicht mit einem Auge AUF die Menschen, sondern Du blickst mit diesem einem Augenlicht DURCH alles hindurch. Dein eines Augenlicht strahlt durch jedes Auges. Durch das Auge Deiner Mutter, durch das Auge Deiner Katze, durch das Auge der Kuh, durch das Auge des Blattes, durch das Auge des Windes, durch das Auge des Berges und durch das Auge der Sonne.

Diese Blickrichtung führt dazu, dass Dein Verhältnis zu Deiner Person, die Deinen Namen trägt, sich grundlegend ändert. Du kannst Deine persönliche Sicht auf Dein persönliches Schicksal immer noch sehen, fühlen und erleben, aber Du siehst & fühlst & erlebst es in Relation zu allen anderen Schicksalen. Jedes Schicksal ist ein Schicksal – aber eben nur eines von unendlich vielen Schicksalen im ewigen Zeitenstrom.

Du brauchst keine Angst zu haben, dass diese Perspektive Dir etwas nimmt. Das einzige was Abnimmt, ist die Gefahr, sich in der persönlichen Perspektive zu verrennen. Die Frage „Warum gerade ich?“, wirst Du mit einem lapidaren „Warum nicht?!“ beantworten. Warum sollte gerade ich so Leiden? Warum nicht? Warum sollte gerade ich erwachen? Warum nicht?

Keines Deiner Gefühle wird geringer werden – Du bekommst aber mehr und mehr ein Verhältnis zu Deinen Gefühlen und Gedanken und erkennst so, dass Du nicht an Gefühle, Gedanken oder Deine Person gefesselt bist. Darum macht diese Perspektive Dich immer freier und in Wirklichkeit auch besser.

Es wird Dir wie einer guten Krankenschwester gehen. Wäre eine Krankenschwester eine bessere Krankenschwester, wenn alle ihre Patienten aus engen Familienangehörigen bestünden, zu denen sie ein heftige Bindung hätte? Sicherlich nicht. Eine gute Krankenschwester wird sich besser, ausdauernder und intensiver um ihre Patienten kümmern können, wenn sie eine gesunde Distanz zu ihren Patienten hat.

Wenn Du die Perspektive des einen Auges Gottes einnimmst, dann wirst Du noch eine Veränderung spüren. Du wirst einen unnachgiebigen Drang danach verspüren, tatsächlich durch alle Augen blicken zu wollen, denn der Mono-Blick reicht Dir nicht und Stereo auch nicht. Denn der Grund, warum Gott unendlich viele und unterschiedliche Wesen geschaffen hat, liegt ja gerade darin, dass er unendlich viele verschiedene Perspektiven einnehmen will.

Aber immer wieder wirst Du durch Menschenaugen blicken, die geschlossen sind – obwohl sie weit aufgerissen scheinen. Eyes Wide Shut.

Nichts treibt Dich mehr an, als diese weit geöffneten Augen von ihrer offenen Blindheit zu befreien. Du brichst ein durch die „die Türen der Nacht“ mit Deinen „Worten Wunden reissend in die Felder der Gewohnheit“ (Nelly Sachs).

Gott will sehen. Gott will erwachen. Dabei ist er voll und ganz darauf angewiesen, das alle Menschen erwachen und sehen. Am Ende wird dieses Erwachen auch auf die Katze, die Kuh, die Palme und den Stein und die Sonne übergehen.
GOTT
Rudolf Steiner nennt das Erwachen in den Bereichen des energetischen Wachsens und Werdens das "Erscheinen des Christus im Ätherischen". Das bedeutet, dass alles was wächst, strömt, fließt, steigt und sich verändert, alles was LEBT, sich mehr und mehr dieser Selbst-Veränderung bewusst wird. Und es geht dabei darum, dass wir diese Gesetze des Lebens als Ausdruck des EINEN LEBENS begreifen. Die Natur als ein tatsächlich lebendiger Organismus.
GOTT
"Dies ist mein Leib."
GOTT
So ist die biologisch-dynamische Landwirtschaft nicht bloß gesünder und schmeckt besser - DEMETER will der lebendigen Natur helfen, wach zu werden. DEMETER will dem KOSMOS in der KUH dienen. Schau einer DEMETER Kuh in die Augen. Sie wird Dir tiefer in Dein Gewissen blicken, als eine Kuh im Maschinen-Stall. Mach den Test! Frag Demeter - vielleicht über das neue Kundenmagazin. (Mach den Test auch mit der Möhre und stell Dir die Frage: "Wie kann die Möhre zu Dir sprechen? - Was ist die Sprache der Möhre?" - Aber stell Dich nicht dumm an, sonst kommst Du Dir blöd vor. :-)
Gott
Im tiefsten Sinne geht es nicht darum, was Du für Dich von Gott, vom Universum, dem Kosmos oder dem GEIST wünschst oder forderst. Im tiefsten Sinne geht es darum, was Gott, das Universum, der Kosmos und der GEIST sich von Dir wünschen und von Dir fordern.
Gott
Bete nicht zu Gott (oder wie immer Du ES nennst) mit der Bitte, was er für Dich tun kann. Bete zu Gott, (oder wie auch immer Du es nennst) mit der Frage, was Du für ihn tun kannst. Wenn Du diese neue Gebets-Perspektive einnimmst, wirst Du unweigerlich zu der Perspektive des einen Auges geführt. Dies ist letztlich der erwachte Standpunkt. So befreist Du Dich selbst. Das macht Dich göttlich. Nochmal: Dieser Blick ist nicht mehr von unten herauf und niemals von oben herab. Er ist durch alles hindurch. Anthroposophen nennen das den Blick der "Intuition".

Denkst Du, aus dieser erwachten Perspektive gäbe es irgendetwas, was Dich schocken oder beleidigen könnte? Irgendetwas? Ausser diese weit geschlossene Augen?

Dienstag, 24. März 2009

Was für ein Gott bist Du, Mensch?

Bitte versetze Dich einmal in folgende Lage: Du erkennst auf eine fundamentale Weise, was Dein wahres Selbst ist. Stell Dir vor Du stellst fest, dass Dein tiefstes Selbst die Gegenwart Gottes ist. Stell Dir vor, der Gedanke, dass dies wirklich, wirklich so ist, bleibt nicht länger ein Gedanke. Der Gedanke beginnt sich auszudehnen, bis nur noch diese göttliche Gegenwart übrigbleibt.

Was denkst Du, wirst Du tun, wenn Du Dich als die Gegenwart Gottes erkannt hast? Ich denke, die Antwort lautet: Du beginnst die Welt zu erschaffen. Und wie wird das jetzt wohl sein?

Wirst Du Dich griesgrämig auf den Weg machen und lustlos hier und da ein paar graue und laue Blume in die Ecke setzen? Oder wirst Du Deinen kreativen Urimpuls, den Du gerade erst beginnst zu verstehen, als üppiges urwaldgrün mit fantastischen Blumenformen sprießen lassen?
Gott
Wirst Du träge ein paar flache Tiere erschaffen, die müde in der Ecke hocken und sehnsuchtsvoll ihren eigenen Tod herbeisehnen?

Oder wirst Du begeistert ein paradiesisches Chaos von wilden, gierigen, lüsternen, zärtlichen und kraftvollen Tieren in allen Größen und Formen erschaffen?

Wirst Du genervt irgend so einen Zweibeiner zusammenschrauben, der sich ständig um sich Sorgen macht, ernst und betroffen und mit schwere Miene durchs Leben stolpert? Oder wirst Du – der Du gerade erkannt hast, dass alle Schöpfung in Deiner Hand liegt – wirst Du einen potenten Menschen nach Deinem Bilde erschaffen? Einen der Glück suchen und Leid meiden soll?

Ein Wesen, welches sich mit allen Sinnen in dieses Leben stürzt. Ein Wesen, welches dieses Leben erfahren will. Als ein instinktives, als fühlendes, als essendes, als sexuelles, als gemeinschaftliches, als tanzendes, als moralisches, als gemeinschaftliches, als intelligentes, integres,spirituelles und gewissenhaftes Wesen. Als ein Wesen, welches „beseelt dem Geiste Wohnung gibt“ (Steiner) . Ein Wesen, welches Gott als sein eigenes Selbst erkennt? Welches Bewusstsein vom Bewusstsein hat? Würdest Du – wenn Du alle Macht Gottes hättest – den Menschen als ein Wesen der überschäumenden Freude erschaffen?
Gott
Oder würdest Du den Menschen als ein egozentrisches & einsames & trübsalblasendes Etwas erschaffen? Ein Wesen, welches in dunklen Kirchen und alten Versammlungsräumen nach Dir sucht, anstatt zu verstehen, dass Du Gott näher bist als Deine eigene Hand? Immer. An jedem Ort.

Würdest Du am siebten Tage sagen: "Och nööö...is das langweilig". Oder würdest Du sagen: "Gott, ist das gut geworden!" Wenn Du Gott wärst, wäre Deine Credo die Freude oder das Leiden? Und hättest Du nach sieben Tagen tatsächlich genug? Oder würdest Du einfach immer weiter machen? Im Stein ruhend schlafen. In der Pflanze lebend wachsen. Im Tier fühlend leben. Im menschlichen Ich erwachend?

Würdest Du sagen: „Und ich sage Dir Mensch – die Orgie sei Dir verboten. Der Alkohol sei Dir verboten. Dies ist Sünde und jenes ist Sünde“ Oder würdest Du sagen: „Bediene Dich an meiner Schöpfung, die Du selber bist. Die Schöpfung ist nicht die Sünde – Sünde allein ist das SICH-verlieren in der Schöpfung. SICH-Finden in der Schöpfung ist Religion“

Würdest Du, eine Menschen erschaffen, der Dich nur auf schmerzhaften und komplizierten Wegen findet? Oder würdest Du ihn so schaffen, dass er einfach aufschauen müsste und alles wäre gut? Würdest Du – Gott – den Menschen als einen spontane Ausdruck Deines schöpferischen Impulses gestalten, der aus der Tiefe des immerwährenden Urgrund des Seins kommt und nie genug vom Leben bekommt. Dieses „Nie genug“ wäre kein Mangel – es wäre Deine Lebensversicherung. "Nie genug" ist Gottes Unendlichkeit.

Was ist Deine Entscheidung? Wie sieht Dein Schöpfung aus? Schau Dein Leben an. Schau Deine Umgebung an. Schau Dich an, dann weißt Du, zu was Du Dich entschieden hast.

Was hast Du aus Dir gemacht, Gott? Was für ein Gott bist Du, Mensch?

Montag, 23. März 2009

Brief an einen Freund

Lieber Joachim,
zwar habe ich Dir schon geantwortet, aber meine Antwort an Dich reicht mir nicht aus. Etwas in Deiner Mail ließ mich nicht schlafen. Heute Nacht wurde ich wach und wusste was dieses „etwas“ ist. Du sagst, bestimmte Dinge die ich täte & sagte & veröffentlichte, würden bei anderen Menschen „Ärger und Blockaden aufbauen“. Damit würde ich das Gegenteil von dem erreichen, was ich beabsichtigte. Als ich heute Nacht aufwachte, war es dieser Gedanke der in meiner Brust schlug: „Ich will nichts erreichen und ich beabsichtige nichts. Ich bin“.


Dieser Gedanke knallte wie eine Explosion durch mich hindurch und kann gar nicht radikal genug beschrieben werden. Nie empfand ich tiefer, schmerzvoller und gleichzeitig strahlender, was es für mich bedeutet, ein spiritueller Mensch, ein Anthroposoph zu sein: Nämlich, die fanatische Ablehnung des indirekten Lebens und die frenetische Begrüßung des direkten Lebens.

Heute morgen wurde ich bei einem ehemaligen Schüler von Osho fündig. Ich fand ich bei Peter Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“, die Formulierung, die beschreibt was in mir vibriert: „Man hat, bevor man ´eigentlich lebt´, immer noch etwas anderes zu erledigen, noch eine Voraussetzung zu erfüllen, noch einen vorläufig wichtigeren Wunsch zu befriedigen, noch eine Rechnung zu begleichen. Und mit diesem Noch, Noch und Noch, entsteht jene Struktur des Aufschubs und des indirekten Lebens, welche das System der maßlosen Produktion in Gang hält.

Ich kann Dir gar nicht aufzählen, an wie vielen maßlosen Veranstaltungen ich bereits gesprochen habe, die das Thema „Die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft“ produzierten. Solche Veranstaltungen gibt es auch bei vielen anderen gesellschaftlichen Gruppen. Alles was dort gesprochen, an Papieren produziert und an Arbeitskreisen gegründet wird, ist – wie Heidegger es sagen würde – eine „Verfallenheit an den Betrieb“. Ich bin es leid.

Unser spirituelles Selbst, der Geist, das Eigentliche, wird in die Zukunft verdrängt und die Gegenwart kollabiert. Dabei ist die Gegenwart das Einzige, was wir je hatten und haben werden. Die Gegenwart muss unser Ideal sein. Es geht mir nicht um Absichten oder um das Erreichen – ich bin. JETZT. Meine Erfahrung ist, dass Menschen sich nicht von noch so klugen Strategien und ausgedachten Visionen begeistern lassen, sondern von der unmittelbaren Erfahrung, dass sich tatsächlich JETZT etwas ereignet.

Ja, wir dürfen über die Zukunft reden. Wir dürfen die Zukunft planen und kluge Strategien entwickeln – aber jedes heutige Gespräch über diese ideale Zukunft, muss bereits von diesem Ideal erfüllt, durchdrungen und erleuchtet sein. Wer bereits JETZT so ist, der ist ein starker Mensch.

Was aber ist der Mensch, der nach dem zukünftigen Ideal sucht? „Der Mensch ist in dem Augenblicke schon schwach, in dem er nach Gesetzen und Regeln sucht, nach denen er denken und handeln soll. Der Starke bestimmt die Art seines Denkens und Handelns aus seinem eigenen Werke heraus, so Rudolf Steiner.

Lieber Joachim, wenn ich sage, „ich will nichts erreichen und ich beabsichtige nichts. Ich bin“, dann ist das nichts anderes als die Essenz dessen, was Religionen, spirituelle Bewegungen – und somit auch die Anthroposophen – sagen wollen.

Wir propagieren ständige den zukünftigen Individualisten, wir feiern auch den verstorbenen Individualisten, aber wenn uns dann ein lebendiger Hier-Und-Jetzt-Individualist mit seinem So-Sein in der Gegenwart konfrontiert, dann zucken alle zusammen, fahren ihre Stacheln aus, verschanzen sich in der Wagenburg, um dort einen klugen Kongress über die Zukunft abzuhalten. Ich denke übrigens, dass die Panik vor dem Thema SEX damit zu tun hat. Denn nirgendwo sonst wir deutlicher, ob Du gegenwärtig bist oder eben nicht. Impotenz und Frigidität sind in der letzten Instanz nichts anderes als ein Mangel an hingebungsvoller Gegenwärtigkeit. Ist es nicht gerade diese geistige Impotenz und Frigidität, welche wir erleben?

Enttäusche ich Menschen? Verrate ich irgendwelche Ideale? Eine Stimme in mir fragt mich immer dies: „Ich will wissen, ob Du einen Anderen enttäuschen kannst, um Dir selbst treu zu bleiben; ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.“ (Oriah Mountain Dream, Einladung, pdf)
TOD wird Leben
Gestern schrieb ich über den Tod und in letzter Zeit ist der Tod für mich Gegenwart geworden. Ich erlebe diesen Engel des Todes jeden Tag. In jedem Augenblick. Er steht neben mir und blickt mich aus leeren Augen an. Er fragt mich nicht nach meinen Plänen, er fragt mich nicht nach meiner Zukunft, er fragt mich nicht nach meinen moralischen Idealen. Er fragt nach dem direkten Leben. Selbst der Tod will keine Antwort auf das, was ich vorhabe oder beabsichtige. Er will auch keine Erklärung über meine Vergangenheit.

Der Tod will wissen, ob ICH BIN. Im Anblick seiner Leere. Wenn ICH BIN, dann füllen sich die Augen des Todes mit Licht und der Tod wird Leben. Der Tod ist der Alltag. Hier will ich gegenwärtig sein.

Das, lieber Joachim, will ich leben. Das ist für mich die spirituelle Essenz der Anthroposophie. Ich bin nicht verantwortlich für „Ärger und Blockaden“ in anderen Menschen. Andere Menschen sind nicht verantwortlich für Ärger und Blockaden in mir. Ich bin verantwortlich dafür, dass ICH BIN. Ich bin für DAS ICH BIN verantwortlich.

Wer den ICH-BIN-Banner des direkten Lebens trägt, der wird von allen Seiten angegriffen. „Von innen wirst du von deinem eigenen Denken angegriffen, von aussen vom Denken der anderen“, so Andrew Cohen. Jeder der es wagt, als ICH erfolgreich zu sein, stellt automatisch eine Bedrohung an das System da. Wenn aber diese wahre Freiheit in mir überleben soll, dann muss ich bereit sein, dafür zu kämpfen.

„Du musst zu allen Zeiten in jeder Hand ein Schwert halten. Ein Schwert ist für dein eigenes Denken, das andere Schwert für das Denken aller anderen. Du musst bereit sein, die Schwerter zu gebrauchen. Jeder, der wahrhaft frei sein möchte, muss bereit sein, alleine in der Wahrheit zu stehen.“ (Andrew Cohen).

Lieber Joachim, ich weiss: Heroismus ist in der Postmoderne ein Objekt der Satire und der Belustigung. Das ist völlig ok so. Aber ich habe erfahren, wo Satire und Belustigung enden. Da wo dich die leeren Augen anblicken. Da muss ich die Frage beantworten, was mich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
ICH
Und, lieber Freund, wenn Du mich anschaust und fragst, "Was trägt Dich?" Dann blicke ich Dich an und sehe in Deinen Augen die Antwort leuchten:
ich bin
Mich trägt nichts. ICH BIN.

Sonntag, 22. März 2009

Der traurigste Satz der Welt

Alte Menschen berichten erstaunlich übereinstimmend, dass sie Entscheidungen die sie gelebt haben, niemals bereuen. Selbst die Taten bereuen sie nicht, die zu eigenem Schmerz geführt haben. Wichtiger als alles andere sei eine Erfahrung, nämlich die, dass es IMMER weiter geht - egal was man macht. Selbst die verkehrtesten Entscheidungen und Wege, öffneten immer wieder nur eine weitere Tür zum Leben. Manche wissen schon auf dem Sterbebett, dass auch die Tür mit der Aufschrift „Tod“, eine weitere Tür ins LEBEN ist.

Das, was alte und sterbende Menschen allerdings oftmals bereuen ist etwas anderes. Das was wirklich am Ende als Versagen, als biografisches Loch erlebt wird: Das, was man NICHT getan hat. Für viele bleibt am Ende nur ein Sünde. Die Sünde der Unterlassung.

Für viele Menschen, ist dies am Ende der traurigste Satz der Welt: "Ich hätte es tun können - es wäre möglich gewesen. Es wäre wirklich möglich gewesen."

Wenn ich für immer die Augen schließe, werde ich diesen Satz nicht sagen.

Samstag, 21. März 2009

Feuer & Flamme

„Was können wir konkret dafür tun?“ Nach jedem Vortrag den ich halte – egal ob vor zehn oder mehreren hundert Menschen – am Ende kommt immer wieder diese Frage. Auch auf diesem Blog kommt diese Frage und sie löst in mir etwas aus, was ich versuchen will, zu beantworten.

Ich habe ungemein vom anthroposophischen Schulungsweg profitiert. Bis zu dem Moment, wo dieser anthroposophische Schulungsweg dort mündete, wo es keine Anthroposophie, keine Religion und auch sonst keinen spezifischen spirituellen Weg mehr gibt. Wo will man noch hingehen, wenn sich alles erfüllt hat? Mein spiritueller Lehrer – Rudolf Steiner – beendet die Beschreibungen des Schulungsweg an dieser Stelle.

Die Frage, „was können wir konkret dafür tun?“, kann ich mit dem Hinweis auf den anthroposophischen Schulungsweg und der vorhanden Literatur beantworten. Ich könnte diese verschiedensten Hinweise und verstreuten Andeutungen und Übungen auch erneut und in moderner Sprache zu einem Leitfaden zusammenfassen – so wie es x-fach und in großartige spirituelle Bücher getan wird.

Muss ich etwas neues sagen? Es ist doch bereits alles da. Jeder sucht und findet seinen Weg. Jedes Buch findet seinen Leser, jeder Leser sein Buch, jede Methode zum Erwachen ist exakt die richtige Methode und jeder Schritt, den Du tust, ist der richtige Schritt. Es gibt religiöse Wege, es gibt philosophische Wege, östliche, westliche, leidvolle oder glückliche. Mein Vertrauen darauf, dass jeder seinen Weg macht und geht, ist grenzenlos. Es kann gar nicht anders sein - auch den Weg nicht zu finden ist ein Weg.

Was soll ich noch dazu tun? Eine Antwort finde ich nur, wenn ich wieder zurückgehe. Weit zurück. In Rudolf Steiners wichtigsten Buch zur Einweihung („Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“) treffe ich dann auf diese Worte: „Bisher hast Du Dich selbst erlöst, nun kannst Du als ein Befreiter alle deine Genossen in der Sinnenwelt befreien“.

An dieser Stelle des Weges spüre ich auch wieder das Leiden und den Schmerz und wenn ich auf dieses Leiden schaue, wenn ich mich frage, worunter leide ich noch, dann lautet die Antwort: Ich leide weil Du leidest. „Ich kann kein Seliger sein, solange es noch Unselige gibt“, beschreibt Steiner in dem erwähnten Buch diesen Zustand.

Und dann verstehe ich, dass es zwar östliche und westliche Wege, religiöse und philosophische Wege und alle möglichen wunderbaren Wege gibt. Aber einen Weg gibt es noch nicht. Den Sebastian-Gronbach-Weg.

Natürlich klingt das mal wieder alles andere als bescheiden – aber vielleicht ist genau das mein Weg für Dich. Denn der "Sebastian-Gronbach-Weg" mündet unmittelbar in den Weg, der Deinen Namen trägt!
Auf dem Sebastian-Gronbach-Weg, wird ohne Rücksicht auf anerzogene und postmoderne Bescheidenheit geleuchtet. Es ist der Weg, der nicht nur nach konkreten kleinen Schritten fragt, sondern danach, ob wir den großen Sprung wagen. Der Weg, der nicht nach Lampen am Wegesrand fragt, nicht danach, was andere für die Beleuchtung des Weges tun. Sondern der Weg, der nur nach dem Leuchten in unseren eigenen Augen fragt.

Der Weg, der nicht den einen Moment des Anfangs hat, sondern den Aufbruch ohne Ende. Nicht der Weg, der nach Mitteln und Übungen fragt, um später einmal etwas zu erreichen. Sondern der Weg, der unverschämten Liebeskraft im hier und jetzt. Kein Weg, sondern eine brennende Leidenschaft.

Diesen „Weg“ ist eher eine Gnade: Diese Gnade, kann ich Dir anbieten – aber nur, weil ich weiss, dass andere ihre Gnaden, Wege und Methoden anbieten. Ich kann nicht alles, aber WIR können alles. Mein Gnade ist von Deiner Gnade abhängig.

„Nicht jeder muss dasselbe können und dasselbe tun. Aber jeder muss sein persönliches Feuerwerk - seine Gnade - jeden Tag neu entzünden und abbrennen. Das Leben wird zu einem wunderbaren Abenteuer, wenn man seine Gaben bewusst zum Wohle aller anwendet. Dann verteilt man jeden Tag nicht nur Gnade, man erfährt sie im selben Moment auch. Denn das Gefühl des Reichtums und wirklicher Zufriedenheit stellt sich letztlich nie dadurch ein, dass man etwas bekommt oder nimmt - nein, das Reichtumsgefühl, das wirklich zufrieden macht, kommt daher, dass man das teilt oder "austeilt", was einem - als Gnade - gegeben ist.“ So mein spiritueller Coach, Dr. Klaus Wolff.

Du musst alles tun, damit ich alles tun kann.

Meine Gnade liegt darin, Dich spürbar an der Ewigkeit teilhaben zu lassen. Meine Gnade liegt darin, dass ich es nicht zulassen will, dass Du mit weniger als mit ALLEM zufrieden bist. Meine Gnade liegt darin, dass ich Dein Ego nerve, es anspucke, anbrülle und trete. Und meine Gnade liegt darin, dass ich es mir gefallen lasse, von Deinem Ego angespuckt, angebrüllt und getreten zu werden. (Sie hat da ihre Grenzen, wo sie Leid erzeugt. In meine Familie.).
Meine Gnade besteht darin, Dich daran zu erinnern, dass Du in jedem Moment wach bist, dass in Dir ein Feuer brennt, dass Du LEBST! Das Du selber Flamme bist.
kosmos
„Ich möchte jeden Menschen
Aus Kosmos´Geist entzünden,
Dass er Flamme werde
Und feurig seines Wesens
Wesen entfalte. –
Die anderen, sie möchten
Aus des Kosmos´ Wasser nehmen,
Was die Flamme verlöscht
Und wäss´rig alles Wesen
Im Inneren lähmt. –
O Freude, wenn die Menschenflamme
Lodert auch da, wo sie ruht! –
O Bitternis, wenn das Menschending
Gebunden wird da, wo es regsam
sein möchte“.
Rudolf Steiner

Ich will, dass Du erlebst, dass Du eine Mission bist. Und ich will von Dir wissen, was Du damit anfängst!

Meine Gnade hat damit zu tun, dass ich Dir mit absoluter und unzweifelhafter Klarheit und aus tiefster Erfahrung versichern kann: Du bist geborgen. Du bist bereits jetzt gerettet. Die unversiegbare Quelle Deines eigenen Daseins, Glückes und Lebens, ist untrennbar mit Dir verbunden. Du bist grenzenlos.
Du bist flammende Seligkeit. Brenne in Seligkeit. Du bist tiefster Friede. Leuchte in Frieden.

Donnerstag, 19. März 2009

Die Passion Christi

Wenn Du mehr Zeit verlangst, bevor Du dem Ruf Gottes folgst, dann verlangst Du mehr Leid. Das gesamte Christentum ist eine Antwort auf das Rufen nach mehr Zeit. Die Menschen riefen: "Wir können noch nicht erwachen, wir brauchen mehr Zeit, wir sind noch nicht soweit." Der Ruf wurde erhört. Der Preis ist das Leiden.

Das Christentum ist ein Weg zur Erleuchtung, der durch das geistige Leiden führt. Er wird Dich zum Ziel und zur Erleuchtung führen, aber eben über den Leidensweg. Das geistige Leiden und der seelische Schmerz haben nur diesen einzigen und großen Sinn: Sie wollen Dir zeigen, dass sie keinen Sinn haben. Das Christentum ist der Folterweg zur Erleuchtung. Die schlechte Nachricht: Es ist Folter. Die gute Nachricht: Sie führt zur Erleuchtung. Manche Menschen können einfach nur diesen Weg gehen. 
gott
Aber je früher Du Dich vollkommen hingibst und alles annimmst, (selbst das, was Du nicht annehmen kannst) desto früher werden die Schmerzen verschwinden. Erleuchtung wird sich einstellen. "Erleuchtung ist das Ende des Leidens", sagt Buddha. (Auch wenn die Phantomschmerzen noch eine Weile andauern können.)

Gottes Ruf an Dich ist immer gegenwärtig. Was antwortest Du? "Ähhh, morgen, Gott - ich brauche mehr Zeit - ich bin noch nicht soweit!" Und verkaufst Du das dann noch als Bescheidenheit?

Aber Gott will Dich genau jetzt lieben und vereinnahmen. So wie Du jetzt bist. Je mehr Du wirst und bist, desto schwerer kommst Du zu Gott.

"Denn eher kommt ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Himmelreich kommt", sagt Jesus.

Darum lautet das giftigste Lob, was du einem wahren spiritueller Lehrer machen kannst, so: „Sie geben mir sehr viel.“

Das heiligste Lob, was Du einem spiritueller Lehrer machen kannst, lautet so: „Sie haben mir absolut alles genommen.“.

Der wahre spirituelle Lehrer unterscheidet sich von allen anderen Lehrern dadurch, dass er uns nichts gibt und uns alles nimmt. (Und wenn er uns gibt, dann nur um es wieder zu nehmen.)

Wenn Du fort bist, ist Gott da. Da, wo Du schon immer gewesen bist.
"Verliere Dich selbst, um Dich im Weltgeiste wiederzufinden" (Rudolf Steiner)

Dann ist der Weg des Kreuzes beendet und Du erkennst, Dein Wesen ist das Wesen Gottes und es hat nie nach Leid und Schmerz verlangt. Es wollte einfach nur leuchten - aber Du hast auf eine andere Stimme gehört und hast das Licht nicht angenommen und die Stimme hat gesagt: "Ach, dann doch lieber morgen".

"Wie ein Nebel lagert sich die christliche Lehre vor das Licht, von dem die Erkenntnis des eigenen Wesens hätte ausgehen sollen.“ (Rudolf Steiner)
Gott
Die Passion Christi, ist die Antwort Gottes, auf unseren Ruf: "Wir brauchen mehr Zeit"
gott
Was denkst Du - wer ruft da?
erleuchtung
"Erleuchtung durch Leiden - der Weg des Kreuzes - bedeutet,
unter heftigem Protest ins himmlische Königreich
hineingezwungen zu werden.
Der Weg des Kreuzes ist
der alte Weg zur Erleuchtung
und bis vor kurzem war er der Einzige."
(Eckhart Tolle)

Dienstag, 17. März 2009

Hedonistische Idealisten

Wenn ich gleich in den Zug steige um in das schöne Allgäu zu fahren und dort einen Vortrag zu halten, dann muss ich mich schon ehrlich fragen, warum ich das alles tue. Das Thema heute Abend lautet: „Leuchte und zeige Deine Schatten" - Wie man mit authentischer Pädagogik gewinnt“. Ich werde also etwas von mir erzählen müssen, von meinen inneren Motiven, warum ich von einem Event zum nächsten surfe. Wie dunkel, wie hell sind meine Motive? Wie heilig oder banal? Wie hält man einen authentischen Vortrag über authentische Pädagogik?

Ich habe mir vorgenommen, nur den ersten Teil als Vortrag vorzubereiten. Für den zweiten Teil, will ich mich ausschließlich auf die Inspiration durch die Menschen in Wangen verlassen. Ich werde mein Surfbrett mitnehmen und darauf vertrauen, dass die Wellen im Allgäu kräftig und wild sind. Und erfrischend.

Das Bild des Surfers hat mich immer schon berührt. Rudolf Steiner war für mich ein Surfer, wenn er sagt: „Statt in die Welt hineinzustarren, die in Glück und Unglück das Ich auf seinen Wellen trägt, findet man das Ich, das wollend das eigene Schicksal gestaltet“.

Steiner war das, was Wilber als Siddah bezeichnet: „Der Siddah holt sich ein Surfbrett und reitet die Wellen“.

Rudolf Steiner wollte die Wellen des Lebens nie los werden. Er wollte die Welle surfen. Für ihn war die Welle kein Feind. Er kannte das Meer und die Wellen waren der immer neue, immer einzigartige Ausdruck des einen Ozeans. Er wollte nicht im Einen versinken, er wollte die immer neuen Entfaltungen des Einen reiten.

„Surfen macht Freude, erfrischt und belebt, auch wenn es sehr schmerzvoll, schwierig und angsterfüllt sein kann“, so Ken Wilber zu dieser Metapher.

Die Welle und der Surfer – ein Bild für BeGeisterung.

Dazu passt ein Buch, welches in diesem Monat im Murmann Verlag erscheint. Es heisst: "Ab jetzt: Begeisterung. "

Der Autor, Dominic Veken, ist Chefstratege und geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur Kolle Rebbe in Hamburg, die zu den kreativsten Agenturen Deutschlands gehört. Er arbeitet hier für Kunden wie Bionade, die CDU, OTTO, Google oder das ZDF.

Im Klappentext seines Buches erscheint auch die Anthroposophie. Zwischen dem „Club der toten Dichter" und der Mafia.

"Nichts kann Menschen so beflügeln wie Begeisterung. Dominic Veken ist ein kluger Deuter gesellschaftlicher Phänomene und ein Pionier des Perspektivenwechsels. Seine Diagnose: In der aktuell verfahrenen Situation sind Sehnsucht und Begeisterung der Schlüssel zu Aufbruch und tiefgreifendem Wandel. Ob Fußball, Surfen, Bionade, Barack Obama, Apple oder Yale, der Club der toten Dichter, die Anthroposophie, die Mafia oder Jesus Christus – Begeisterung schafft Visionen und Geistesgemeinschaften setzen sie in soziale Bewegung um. Dominic Veken zeigt, wie die Grundgesetze der Begeisterung funktionieren. Er setzt für die Zukunft unserer Gesellschaft auf das Individuum und seinen starken Charakter, auf Gemeinschaften und ihre Idole."

So reiten wir heute die Welle. Als hedonistische Idealisten.

Wie wird man zu einem hedonistischen Idealisten - was ist das überhaupt?
Dominic Veken erzählt uns in seinem Buch diese Geschichte, die ich hier etwas abkürze:

"Mit der eigenen Begeisterung bekommt man ein Instrument in die Hand, das Zaudern und Zögern überspringt, an das glauben lässt, was erreichbar erscheint, und das überwinden hilft, was einem auf dem Weg dahin entgegensteht.

Ich hatte so ein Erlebnis im Spätsommer 1991. Dieser Moment brachte mich zwar nicht zum Wellenreiten, obwohl es darum ging, aber er eröffnete mir eine völlig neue Perspektive – die mich letztlich motiviert hat, dieses Buch zu schreiben. Ich machte mit meinem Freund Martin einen Trip durch Kalifornien.

Da wir beide erst 20 Jahre alt waren und man in den USA erst mit 21 einen fahrbaren Untersatz mieten darf, waren wir auf eine Transportmixtur aus Kurzflügen, Bussen und Taxis sowie unsere eigenen Füße angewiesen.

Am Strand angekommen, sackten wir entkräftet auf die ausrangierten Koffer unserer Eltern. Umgeben von braun gebrannten Schönheiten und anmutig Frisbee spielenden Muskelmännern, müssen wir ein höchst bedauernswertes Bild abgegeben haben. Zwei schmale, blasse Typen mit Schweißrändern unter den Armen hockten auf prall gefüllten Gepäckstücken und starrten vollkommen entkräftet in die Weite.

Von der Seite näherte sich eine Gruppe von Surfern, vier Typen mit drei Grazien. Alle mit mokkabrauner Haut und sonnengebleichten Haaren, perfekten Körpern, Surferstyle und lässigem Gang.
Während die anderen mit sich selbst beschäftigt an uns vorbeizogen, blieb einer von ihnen bei uns stehen und fragte, ob er eine Zigarette haben könnte. Martin zog mürrisch eine Packung aus den Tiefen seines Rucksacks und hielt sie dem Surfer sichtlich genervt vor die Nase.

Der ließ sich alle Zeit der Welt, öffnete die Schachtel, nahm eine Zigarette heraus und fragte seelenruhig nach Feuer. Mit zunehmender Wut kramte Martin in seinem Rucksack und reichte dem Mann brüsk die Streichhölzer. Was fiel dem eigentlich ein? Als ob wir nicht gerade anderen Probleme hatten . . . Der Surfer steckte sich seine Zigarette an, völlig unbeeindruckt von unserer schlechten Laune, zog genüsslich an ihr, blies den Rauch in die Luft und sagte mit entwaffnend sanfter Stimme:

„Welcome to the New World, brothers.“
Brothers! Sprach’s, schlenderte weiter und ließ uns verdutzt zurück.

Noch heute, fast 20 Jahre später, erzählen wir uns diese Episode, wenn wir uns sehen.

Der Surfertyp ging uns beiden nicht aus dem Kopf. Er stand auf eine Weise im Einklang mit sich selbst, wie ich es bis dahin nicht erlebt hatte, und er strahlte das geradezu unwiderstehlich aus. In wenigen Sekunden schaffte er es, unsere Stimmung von Vollkatastrophe auf Gelöstheit zu drehen. Auf uns wirkte er ansteckend beseelt, gleichzeitig sanft und voller Kraft.

Er vermittelte den Eindruck, dass er nicht mehr brauchte als sich selbst und sein Surfboard. Er war von seinem Tun erfüllt und begeistert: ein hedonistischer Idealist.

Die Frage nach echter, in Lebensart umgesetzter Begeisterung hat mich seitdem nicht mehr losgelassen."

Welcome in Wangen. Zum Wellenreiten:

„Leuchte und zeige Deine Schatten" -

Wie man mit authentischer Pädagogik gewinnt“

Freie Waldorfschule Wangen, Rudolf-Steiner-Straße 4,88239

Wangen im Allgäu,

20 Uhr.

Montag, 16. März 2009

Anthroposophie ist...wenn Bilder sprechen.

Anthroposophie ist...wenn die Leiterin eines Waldorfkindergartens, Fedelma Schenk, mit Gästen der Leipziger Buchmesse filzt, philosophiert und über Waldorfpädagogik spricht.



Anthroposophie ist...wenn der Chef des Urachhausverlages, Frank Berger mit der bekannten Autorin Lisette Thooft, dem Mann vom Goetheanum Wolfgang Held und Sebastian Gronbach darüber spricht, wie es ist wenn eine Paarbeziehung zum Erwachen führt, warum die ewigen Gesetze der Sterne mitten in unserem Herz leben, was Rudolf Steiner uns heute zu sagen hat...und was nicht.







Anthroposophie ist...wenn Menschen gemeinsam die Stille im Lärm sind. Anthroposophie ist...wenn Mediation da ist, wo Meditation auch hingehört. Mitten im Leben.


















Anthroposophie ist...wenn der Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, Hartwig Schiller, mit Sebastian Gronbach so über Anthroposophie, Rudolf Steiner und das neue Menschenbild spricht, dass Menschen stehen, staunen, sich setzen und sich wundern und anders gehen als sie kamen.




Anthroposophie ist...wenn der Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, Hartwig Schiller, mit dem Öffentlichkeitsarbeiter der Anthroposophischen Gesellschaft am Goetheanum, Wolfgang Held, und Sebastian Gronbach darüber spricht, warum uns ein neues Denken, aus alten Sackgassen führt.


Anthroposophie ist...wenn Menschen Vertrauen fassen und sich in die Hände von anderen Menschen fallen lassen. Wenn sie sich berühren, massieren, bewegen lassen. Und wenn sich das mit einem Produkt verbindet, welches ohne Rudolf Steiner nicht wäre.


















Anthroposophie ist,...wenn der Geschäftsführer der einzigen unabhängigen und populärsten anthroposophischen Zeitschrift - Ramon Brüll von info3 - mit den Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland - Hartwig Schiller - lachen kann. Und Anthroposophie ist,...wenn der Geschäftsführer von info3 (Ramon Brüll, links hinten) mit dem Leiter der Medienstelle Anthroposophie (Richard Everett, links vorne), dem Regisseur des Filmes "Abenteuer Anthroposophie" (Rüdiger Sünner, rechts vorne), gemeinsam mit dem Chefredakteur der Zeitschrift info3 (Dr. Jens Heisterkamp, rechts mitte) und Sebastian Gronbach, rechts hinten) vor einem Bild Rudolf Steiners miteinander sprechen...und es ist Anthropoosphie ist,...wenn alle immer wieder davon fasziniert sind, wie vielseitig Anthroposophie doch sein darf.

Anthroposophie ist... wenn der Regisseur des modernsten Steiner Filmes (Rüdiger Sünner), mit dem Autor der modernsten Steiner Biografie (Garry Lachmann) und dem Chefredakteur der modernsten anthroposophischen Zeitschrift (Dr. Jens Heisterkamp) über die Modernität Rudolf Steiners sprechen.


Anthroposophie ist...wenn diese Gespräch in Auerbachs Keller weitergehen...

Anthroposophie ist...wenn der Regisseur Rüdiger Sünner mit Sebastian Gronbach darüber spricht, warum Rudolf Steiner auch ein Filmheld ist.






























Anthroposophie ist...wenn begeisterte Menschen, Menschen begeistern.

Anthroposophie ist...was DU daraus machst.