Mittwoch, 11. März 2009

Denn Geist macht vor nichts halt!

"Großer Bruder – kleine Schwester: Diese Verbindung ist nicht immer einfach, aber immer besonders! Wenn dann auch noch die kleine Schwester sich ins Haifischbecken der Modebranche wagt und dort mehr als unbeschadet schwimmen lernt, ist es interessant, wenn der große Bruder über sie und ihre Arbeit nachdenkt …"

So bewirbt das Magazin a tempo - welches auch in allen dm Filialen als Beilage zum Kundenmagazin Alverde erhältlich ist - für einen Artikel über Eva Gronbach.

Yep - den Artikel habe ich geschrieben. Ich, der große Bruder.

Zugegeben: Ich war als Bruder befangen. Aber vielleicht war ich nicht nur befangen, sondern auch befähigt, ein paar Dinge über meine Schwester zu erzählen, die auf den ersten Blick nicht in das gängig Bild einer populären, erfolgreichen und aufsehenregenden Modedesignerin passen.

Wie passen zum Beispiel Mode, Fashion, Beauty und Rudolf Steiner und Spiritualität zusammen? Das Profane und das Heilige?

Ob etwas profan oder sakral ist, entscheidet nicht die Sache, sondern die Einstellung welche wir zu dieser Sache haben.

Die Trennung von Äusserlichkeit und Innerlichkeit ist eine Illusion:

„Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.“. (Rudolf Steiner)

Die Welt ist nicht heilig oder profan - allein unser Bewusstsein entscheidet, wie tief wir in die Dinge, Ereignisse und Menschen blicken können. Wenn wir tief genug blicken, sehen wir uns immer selber in die Augen. Begegnung ist Selbstbegegnung.

Ob das profan ist oder heilig, wenn Du Dir in die Augen schaust - das entscheidest DU.

Der GEIST macht vor nichts halt!

Für mich atmet Evas Mode etwas von einer Zeit, in der wir nichts mehr selbstverständlich nehmen können. Alles wird zu einer existenziellen Frage und wir wissen mittlerweile, dass dies im wahrsten Sinne so ist.

Darum ist ihre Mode zur Zeit auch en vogue. Weil immer mehr Menschen Kleidung suchen, die nicht nur zu ihrer mentalen Verfassung passt, sondern sie auch in ihrem bewussten Streben nach einer besseren, einer bewussteren Welt unterstützt. Wer Gronbachs Kleider trägt, kann nicht so tun, als gäbe es ein Leben von der Stange.

Unsere Taten haben Folgen – das wird uns heute deutlich bewusst gemacht. Eva Gronbach macht den nächsten Schritt und zeigt, dass auch unser Denken und unser Fühlen folgen hat.

Unsere Gedanken und Gefühle bestimmen uns. Also bedeutet es einen Fortschritt, wenn wir die weite und unermessliche Mitte in uns stärken, die wiederum prägend auf Gefühle und Gedanken wirken kann.

Mode fürs Bewusstsein erhöht unsere Chance die ewigen Kräfte in uns zu stärken, die unsere täglichen Gedanken und Gefühle überdauern. Dasjenige in uns, was nicht Gefühl oder Gedanke ist, sondern dasjenige, was sich aller Gefühle und Gedanken bewusst ist.

Eva Gronbach schafft durch ihre Kollektion ein Bewusstsein für unsere Seele. Sie hebt ans Licht, was sonst eher im mystischen Dunkel des Unbewussten lebte – aber nicht wie bisher üblich, in schweren Büchern, sondern mitten in den Alltag.

Da wo das Leben lebt, da leben Evas Fragen. Und sie sehen wirklich gut dabei aus.

Vielleicht hab Ihr Lust mal in das Magazin zu schauen und nehmt es Euch beim nächsten dm-Einkauf mit. Oder Ihr besucht Eva in Köln.

Ich selber bin am anderen Ende Deutschlands zu finden. In Leipzig auf der Buchmesse.

Hier gib es alle Infos zur Buchmesse in Leipzig.

Mal sehen, ob ich mir Zeit nehme zwischendurch zu berichten. Von spannenden Gesprächen, von ÖKOMED oder starken Begegnungen. Besonders freue ich mich, dass Fedelma Schenk am Stand der Anthroposophie zeigen und erklären wird, wie im Waldorfkindergarten gearbeitet wird.
steiner
Von Donnerstag bis Sonntag begrüße ich Euch hier:
Halle 5, Stand E 316

Gerne will ich Euch auf diese Veranstaltung aufmerksam machen.

«Weil der Geist vor nichts haltmacht.
Rudolf Steiner zwischen Weltall und Alltag.»

Wer heute den Namen Rudolf Steiner hört, denkt an praktische
Initiativen wie Waldorfschulen, alternative Medizin,
Demeter-Landwirtschaft oder Banken, die ihr Geld ethisch anlegen.
Andererseits verbindet man mit Steiners Anthroposophie Mitteilungen
über höchste kosmische Tatsachen, geistige Wesen
und okkulte Zusammenhänge.
Wie geht das zusammen?

Wie wird Geist ganz konkret, bis in
den prosaischen Alltag hinein?

Drei Autoren, die zugleich bekannte Vertreter der Anthroposophie
sind, sprechen darüber, wie sie in ihrem Leben immer
wieder versuchen, eine Brücke zu schlagen zwischen hohen
Ideen und deren praktischer Umsetzung.

Samstag, 14. März 2009, 20.15 Uhr
Saal im Gartenhaus – Mendelssohn-Haus
Sebastian Gronbach
Gemeinsame Abendveranstaltung der anthroposophischen
Verlage
Moderation: Frank Berger
In diesem Sinne: Glück auf Geist!

Kommentare:

JANET hat gesagt…

Ich wünsche euch schöne Tage in Leipzig.. Erfolg auf allen Wegen.

und morgen mache ich bewusst einen "Abstecher" zu dm.

Ich bin auch stolz auf meinen Bruder egal welche Erfolge er hat.

Lieben Gruß
JANET

Simone hat gesagt…

Einen Dank als große Schwester an den kleinen Bruder sende ich dir für deine Worte:

"...Die Trennung von Äusserlichkeit und Innerlichkeit ist eine Illusion:

'Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.' (Rudolf Steiner)

Die Welt ist nicht heilig oder profan - allein unser Bewusstsein entscheidet, wie tief wir in die Dinge, Ereignisse und Menschen blicken können. Wenn wir tief genug blicken, sehen wir uns immer selber in die Augen. Begegnung ist Selbstbegegnung.

Ob das profan ist oder heilig, wenn Du Dir in die Augen schaust - das entscheidest DU.

Der GEIST macht vor nichts halt!..."

Gute Tage in Leipzig.
Simone

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Gronbach,

ich habe das Glück, sowohl kleine als auch große Schwester sein zu dürfen. Es gibt ein gutes Gefühl, sich beschützt und behütet zu wissen und selbst schützen und behüten zu können.
Wenn Eltern da behutsam führen und erfahren lassen, sind diese Erfahrungen von unschätzbarem Wert für das ganze spätere Leben.
Sich als kleine Schwester klein fühlen dürfen, Verantwortung abgeben können und wenn es gar nicht anders geht, auch mal erfahren wie es ist, dem großen Bruder nichts entgegensetzen zu können - auf der anderen Seite als große Schwester Verantwortung übernehmen zu können, sich groß fühlen zu dürfen und voller Stolz mitzubekommen, wie man vom kleineren Geschister mit großen Augen bewundernd angeschaut wird - das kann durch nichts ersetzt werden.

Danke für diesen Artikel.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Maurulam hat gesagt…

Liebe Kerstin,

wie hätte ich mich gefreut, wenn meine kleine Schwester mich mit großen bewundernden Augen angeblickt hätte, damals. Aber sie ist lieber ihrer eigenen Wege gegangen und für sie ist das auch gut. Heute hat sie Geburtstag und feiert ihn mit ihrer Familie.

Ich dagegen feiere Selbstlosigkeit

Belinda hat gesagt…

Lieber Sebastian,

es ist schön dass Sie wider da sind.

Herzliche Grüße

Belinda

Glückauf

Du sollst von neuem wagen,
sollst wissen, wer du bist!
Das ist ein eitles Klagen,
wenn man so jung noch ist.

Du sollst dir selbst vertrauen,
sollst wissen, wer du bist.
Der hat das beste Bauen,
wer selbst der Meister ist.

Du sollst dich selber trösten,
sollst wissen, wer du bist.
Die Schmerzen sind die größten,
wenn man sich selbst vergisst.

A. H. H. von Fallersleben