Sonntag, 8. März 2009

Die Anthroposophen und der Sex

„Sebastian Gronbach ist eine Gefahr für die Anthroposophie“. Dieser Ansicht sind einige Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland und das Mitteilungsblatt dieses und unseres Vereins druckt diese Ansicht in ihrer aktuellen Ausgabe ab. Nun denn – was passt meinen anthroposophischen Freunden nicht? Sicherlich sehr viel und am Ende wird wohl immer wieder mein Buch und meine Kritik an der fundamentalistischen Christlamisierung der Anthroposophischen Gesellschaft angeführt werden. Verbunden mit der Tatsache, dass ich trotzdem an verantwortlicher Stelle dieser Gesellschaft tätig bin und an vielen Orten als Anthroposoph eingeladen werde. Kritik an mir gibt es immer schon – das ist ok. Aber was hat meine Freunde jetzt so im Pentagondodekaeder springen lassen? (Anthroposophen springen nicht im Dreieck, sondern eben im Pentagondodekaeder).

Was hat sie jetzt so erregt, dass sie mich anrufen und mir am Telefon aus der Bibel vorlesen wollen, warum beschimpfen sie mich als Zerstörer der Anthroposophie, warum schicken sie mir Hass-Briefe und bezeichnen mich als Feind und Gegner? Warum drohen sie mit Boykott von allem wo „Gronbach“ drauf steht? Was bringt sie dazu, in mir einen Menschen zu sehen, der vom Teufel besessen ist? (Und nein, sie sagen solche Dinge nicht im übertragen Sinne und als Metapher – sie glauben das tatsächlich so. Ganz magisch und auf dem geistigen Niveau des katholischen Exorzismus.) Warum springen sie von ihren Stühlen hoch und schreien laut im Saal herum „Wer sich mit Gronbach solidarisiert, ist ein Feind der Anthroposophie“?

Was treibt diese Anthroposophen an, was erregt diese Anthroposophen, was bringt diese Anthroposophen, abgesehen von meiner Kritik an der Christlamisierung, so in Wallungen?

Die Antwort lautet: Dasselbe, was jeden Menschen erregt und in Wallungen bringt und antreibt. S E X.

Schaut Euch bitte mal diese beiden Links an. Diesen und diesen. Diese Beiträge (zwei von über 300) haben sie sich x-fach kopiert und nun reichen sie die Blätter mit bebender Stimme in ihren Kreisen und Wohnstuben herum.

Das ist also der Grund für dieses Affäre, mit – wie es neulich eine besonders erregte Dame ausdrücke – „internationalem Ausmaß“.

Für viele mag das im Jahre 2009 nur schwer vorstellbar sein, aber ihr solltet wissen, dass sehr viele Anthroposophen der Zeitgeschichte so ungefähr 20 bis 50 Jahre hinterherhinken.
Für diese Freunde – und das ist nicht nur eine Frage des Alters – gehen jetzt also die 50er Jahre zuende und dieser Blog und meine sonstigen Aktivitäten müssen ihnen vorkommen, wie den Menschen damals die freie Liebe und der Rock´n Roll vorgekommen ist.

Für uns hat Sex heute längst diese revolutionäre Kraft eingebüßt, deshalb regen Euch solche Beiträge auch nicht weiter auf – ihr findet sie gut oder nicht, oder egal, aber es ist einfach kein großes Thema. Doch für diese Damen und Herrn ist Oswalt Kolle nicht, wie für uns, eine liebenswerte Figur aus der Vergangenheit – für einige erregte Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft ist Oswalt Kolle ein dunkler Prophet aus ferner Zukunft, wo Sodom und Gomorrha sich „Guten Morgen“ sagen. So ungefähr muss man sich das vorstellen.

Die Anthroposophische Gesellschaft hat die sexuelle Revolution noch vor sich. Die sexuelle Revolution wird ein paar Fragen stellen:

Warum ist es ein Problem von „internationalem Ausmaß“, wenn man Gott und Orgasmus in einem Atemzug nennt? Wo ist das Drama, wenn Rudolf Steiner und Menschen in sexueller Vereinigung in einen Zusammenhang gestellt werden? Warum ist es „Anti-Anthroposophie“, wenn man Anthroposophie als ein Mittel zur Steigerung der geistigen Potenz bezeichnet?

Etwas an diesem ganzen Aufstand ist ein bisschen lustig und etwas ist auch ein bisschen traurig. Denn eigentlich hat der liebe Gott sich das so gedacht. Sex ist die einfachste, grundlegendste und sicherste Methode an der Freude der Schöpfung teilzunehmen. Wenn Sex einen erregt, dann könnte man mit der Erregung einfach so umgehen, dass man Sex im Kontext seiner eigenen Persönlichkeit, seiner Kultur und Beziehungen lebt. Einfach so. Wir haben Sex, was zur Folge hat, dass Sex nicht uns hat. Bei anderen ist das umgekehrt.

Menschen haben Sex. So machen Menschen das eigentlich seit es Menschen gibt und wenn ich mich so umsehe, ist das bisher doch eigentlich ganz gut gelaufen. Also: Goethe, Mutter Teresa, Rudolf Steiner... ohne Sex wären sie nicht.

Aber Sex ist ja nicht nur eine Reproduktionsmethode. Sex ist ja mehr. Wie kommen wir zu diesem Mehr? Ich denke, wir kommen über eine Frage dahin, der sich eine zweite Frage anschließt. Die Fragen gehen so:

Was weckt Dein sexuelles Verlangen? Und wenn Du eine Antwort hast: Wie tief reicht diese Antwort?

Bei aller medialen und spirituellen Überbewertung von Sex war ist und bleibt Sex eine Quelle, die uns auf eine essentielle Weise mit der Schöpfung in Verbindung bringt.

Sex kann uns an den Anfang zurückbringen. Bewusster und mit aller Hingabe praktizierter Sex transzendiert die reine Erfüllung animalischer Gelüste (gegen die nichts zu sagen ist) und Sex offenbart die in uns wohnende Göttlichkeit des Schöpfers. Sex bringt uns an den Ort, wo die Liebe ihre erste Blüte geöffnet hat.

Wenn ich mir manche erregten Anthroposophinnen und Anthroposophen so anschaue, dann sehe ich einsame, verschlossene Seelen, die nicht zugeben können, dass sie sich auch nach dieser Liebesblüte sehnen.

Als Anthroposoph habe ich von Steiner gelernt, wie ich die Schönheit und das Heilige in der Unvollkommenheit des Lebens entdecke. Das geht so: Ich sage mir, dass alle Dinge vom Göttlichen künden und so besitzen sie auch alle eine ihnen innewohnende göttliche Schönheit. Ob ich in Pornografie, Sex und in ekstatischen Orgien diese göttliche Schönheit sehen kann, hängt weniger von dem Objekt meiner Betrachtung ab, sondern mehr vom Bewusstseinsgrad meiner Entwicklung.

Alles, was wir intensiv beobachten öffnet mit der Zeit eine Tür, hinter der das Licht der ewigen Göttlichkeit erscheint. James Joyce hat es einmal so gesagt:Jedes intensiv betrachtete Objekt könnte ein Tor zum unvergänglichen Äon der Götter sein“.

Wer intensiv Menschen bei Sex und in der Ekstase beobachtet, wir mit der Zeit erleben können, wie das LICHT des LEBENS aus dieser Fleischeslust heraus scheint. Weniger bombastisch ausgedrückt: Es ist nichts unreines am, im und hinter dem Sex: Nur Glück.

In Ihnen. In uns. Dasselbe Licht. Dasselbe Leben. Sich gegenseitig erfreuend und steigernd.

Gerade der Sex im Kreis mit anderen Menschen zeigt, wie stark Deine Anhaftungen noch sind. Die Anhaftung an das Ego, an den vermeintlichen Besitz, den Partner, diese Welt, an das Leben selbst. Die Auflösung und Nichtanhaftung, alles das symbolisiert der Orgasmus als Höhepunkt, wenn Liebende loslassen und das Gefühl der Transzendenz erleben.

Und das soll ich nicht mit Gott in Verbindung bringen?

Anthroposophie ist kein Programm. Anthroposophie soll Dir helfen, das zu werden, was Du bist: Der eine evolutionäre Impuls, der sich in der Vielheit ewig selber übersteigt, um schließlich am Höhepunkt dort anzukommen, wo er immer schon war: In der Einheit. Diese Einheit ist aber nun kein göttliches Geschenk mehr, sondern Menschenwerk.

Es fällt mir tatsächlich schwer, da nicht an Orgasmen zu denken.

Neulich gab es wieder eine Versammlung wo ein großer Kreis von Anthroposophen über mich Gericht hielt. Ich sah wie sie redeten, wie sie kämpften, wie sie gegen info3, Ramon Brüll und Jens Heisterkamp und gegen mich anritten und eine Salve nach der anderen abschossen. In den Kopf, ins Herz und unter die Gürtellinie.

Sie trafen mich, aber nach einer Phase der Empörung, nach einer Phase der Traurigkeit und nach einer Phase der Belustigung, passierte etwas sehr Bewegendes: Ich hörte nicht mehr die Stimmen, nicht mehr die Worte. Ich sah nicht mehr den Kampf, den Hass und die traurige Verzweiflung. Ich sah nur noch ekstatisches Liebeslicht. Ich verstand in diesem Moment, dass dieses Liebeslicht gar nicht anders kann, als immerzu auszubrechen und zu leuchten. Die Wut, der Frust, die erregten Diskussionen, die Forderungen nach Ausschluss und die bebenden Stimmen, die am Telefon aus der Bibel gegen Orgasmen und Pornografie predigen wollen – das alles ist Liebeslicht, welches sich Bahn bricht.

Ich verstand, dass man sich niemals gegen dieses Liebeslicht wehren kann - man kann sich nur entscheiden, eine Form für dieses Liebe zu werden. Das LIcht erscheint einfach so in Dir - Du entscheidest nicht OB, sondern nur WIE.
Anstrengungslos durchbricht und manifestiert es sich immerzu und immerzu und ohne Rücksicht auf die anwesende Form. Das absolute Licht nutzt jede relative Form. Liebeslicht als Freude, als Kritik, als Dogma oder als Freiheit, als Frust und als Lust, als Terrorismus oder als Orgasmus.
Es ist wie Rudolf Steiner in seinem Grundsteinspruch sagt: „In der Zeiten Wende, trat das Welten-Geistes-Licht in den irdischen Wesensstrom. Nacht-Dunkel hatte ausgewaltet; taghelles Licht erstrahlte in Menschenseelen“.

So sah ich das in diesem Moment. Überall Licht. „Göttliches Licht, Christus-Sonne, erwärme unsere Herzen; erleuchte unsere Häupter“, so Steiner – ich finde zwar, er hätte das Becken ruhig auch noch erwähnen dürfen, aber ansonsten fühle ich mich zutiefst verstanden.

Göttliches Licht, welches als nörgelnde Kritik, als Dogma oder Terrorismus erscheint, gefällt mir persönlich gar nicht. Ich mag Göttliches Licht als Orgasmus besonders gerne. Und als Anthroposophie.

Ist es so unverständlich, wenn in beiden Fällen immer dieser eine Satz in mir leuchtet: Oh mein Gott! ICH komme!

Übrigens: Einer Studie zufolge, wird im deutschsprachigen Raum „Ich komme“ beim Orgasmus gerufen – im asiatischen Raum stöhnt man „Ich gehe“.
Ist das nicht großartig, wie sich in diesen beiden Sätzen die Qualitäten der westlichen und östlichen Spiritualität begreifen lassen? Und wenn sich Ost und West verbinden und sich Kommen und Gehen transzendieren und eine sich selbst übersteigende Bewegung werden, dann bleibt Ich-Bin.

„Der wahre einzige Name des Christus ist ICH-BIN; wer das nicht weiß, nicht versteht und ihn anders kennt, der weiß überhaupt nichts von ihm. ICH-BIN ist sein einziger Name:“
(Rudolf Steiner – Aus dem Inhalt der esoterischen Stunden, GA 266, 1909)

P.S.:
Am Samstag hat Hartwig Schiller, der Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland zugesagt, mit mir ein öffentliches Gespräch auf der Buchmesse in Leipzig zu führen. Ob er wohl kommt.? Also ich meine, zum Gespräch. Ich würde mich sehr freuen.

Kommentare:

Cornelius hat gesagt…

Lieber Sebastian

Du bist ja ein richtiger Staubwedel !
Sackstark, was Du da geschrieben hast:-)

Herzlich Cornelius

you know me hat gesagt…

Ken Wilbers politisch höchst unkorrekte Lieblingsdefinition eines Pioniers: Der Bursche, bei dem alle Pfeile im Rücken stecken.

Der heilige Sebastian!

JANET hat gesagt…

Ach herrje und heliger BIMBAM... Die Aufruhr erinnert mich an den Spruch mancher Eltern: Solange du deine Füsse unter meinen Tisch hast, machst du was wir dir sagen...

Heute zum Tag der Frau hab ich einen Staubwedel bekommen... freche Geste *grins* ich wisch die Verstaubten gleich mit ab..

Kennste den Spruch wer den Ball hat brauch sich nicht wundern wenn er angegriffen wird... Ich gebe auch zu, das das Thema Sex offen ausgesprochen peinlich berührt.. und versteinerte Anthros wohl noch mehr? Es ist wie Döner essen in der U-Bahn, es passt an bestimmten Orten nicht hin, weil es einem stinkt...

..lass dich nicht zerbrechen und fürchte dich nicht vor dem was da kommt vor dem was du fühlst...

JANET

suscha hat gesagt…

hey

irgendwie lustig, schreibst du, irgendwie traurig...

ich hab sehr gelacht, und es war ein lachen aus dem herzen, das ich bis in die augen spürte

komm in meine arme - und denk dir, wenn du willst, die 2 fehlenden n's dazu

love

suscha

Anonym hat gesagt…

Sei vorsichtig, mein Freund, die Schattenwelt bemerkt das Licht und bemüht sich diese zu löschen in dem sie deine Doppelgängern provozieren. Lass dich in dieser Wüste nicht verführen. Die Wiederstandsmächte wachsen auch, überall und auch in dir.
Lass das Licht in die Finsterniss scheinen, doch wenn es zu grell wird und das Dunkle nicht mehr sichtbar ist, dann könnte so was wie Luziefer am Werk sein oder was auch immer, mit der Funktion Evolutionsschritte zu verzögern.
Gott segne dein Tun und Denken!
soniah

KlausMaria hat gesagt…

Lieber Sebastian,

Du weißt doch, das mit dem Sex ist wie mit dem Fleisch.
Wie sagte schon unser Meister:

'Lieber Fleisch essen, als Fleisch denken'.

Herzlich
KlausMaria

Anonym hat gesagt…

ick gloobe ick tret in den laden ein. det is ja saukomisch. :-)
Jetzt ma echt Herr Gronbach: Trotz aller Anfeindung: es gelingt ihnen wahre Tiefe in das Thema zu bringen und auch dafür meinen Respekt.

Anak hat gesagt…

ja lieber sebastian, jetzt wird es schwer...was mir im kleinen passiert, passiert dir im grossen: verurteilung und schubladendenken aus angst. aus angst vor der liebe und der spaltung von liebe und sex. tiefe blockaden zeigen sich dort auf. im einzelnen und in der gesellschaft. tiefe energieblockaden, die im becken beginnen und die kundalinienergie/lebensenergie festhalten/blockieren: alle reaktionen die nun geschehen, sind genauer betrachtet tiefe hilferufe, schreie nach liebe. aber die sicht ist so dermassen verzerrt, das es nicht wahrgenommen werden kann: denn die ganze gesellschaft, ja menschheit leidet darunter. die minderheiten, die eine innere freiheit erreicht haben, verstaerken diese angstreaktionen nur noch mehr.
diese minderheiten muessen nun aufstehen und sich verbinden, sonst werden sie einzeln verbannt, wie es schon vielen ergangen ist.
die lebensgemeinschaft ZEGG
http://www.zegg.de/
(zentrum fuer experimentelle gesellschafts gestaltung)gibt ein wundervolles beispiel fuer eine neue gemeinschaft: die liebe ist ihr zentraler punkt, der slogan lautet: bewusstsein in der liebe.
gedankenverbunden und viel durchsetzungskraft wuensche ich dir
anka

soilix hat gesagt…

Fundamentalistisch können doch eigentlich nur Leute sein, die noch in dualistischen Konzepten denken und die Ego-Illusion nicht durchschaut haben. Die brauchen dann eben immer Feindbilder, um die eigenen Schatten nicht sehen zu müssen.

Anonym hat gesagt…

hallo sebsastian,
ich sagte dir ja schon mal, dass es v.a. von leuten wie dir abhängt, ob es mit der anthroposophie mal gesellschaftlich weitergehen kann. du bist zwar ziemlich narzisstisch (womit ich persönlich gut klarkomme, und ich hoffe, dass du nicht irgendwann "dr. Steiner" durch "ken wilber hat gesagt" ersetzt, aber der witz deiner artikel reizt mich immer wieder, so auch hier. dabei meinst du auch, was du schreibst. selten trifft man anthroposophen, die ihre spezielle zugangsweise so geistesgegenwärtig und bis zum zähneputzen konsequent leben wie dich.

Anonym hat gesagt…

:-)))))))))) Wenn ich DAS hier von Hernn Niederhausen über Herrn Gronbach lesen, dann kann ich nur sagen: WIR BRAUCHEN VIELE, VIELE GRONBACHS!!!!!!!!!!!!!

Holger Niederhausen: Gronbach und der Sex
http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=523

PRUUUUUUUUUSTTT :-)))))))))))))

Andreas Lichte hat gesagt…

Das finde ich für die Zukunft der Anthroposophie interessanter:

Eine Gefahr für die Anthroposophie ist Lorenzo Ravagli, Chefideologe und rechte Hand von Dr. Walter Kugler, AAG.

Ravagli versucht mit juristischen Mitteln zu verhindern, dass seine Zusammenarbeit mit Andreas Molau, NPD, in der Öffentlichkeit bekannt wird. Diese Zusammenarbeit ist Thema meines Artikels:

“NPD und Waldorfschule: Über eine Zusammenarbeit, die nicht publik werden durfte”

Aus der von mir NICHT unterzeichneten Unterlassungserklärung:

“Herr Andreas Lichte verpflichtet sich gegenüber Lorenzo Ravagli (…) es zu unterlassen, aus dem Manuskript des Buches mit dem Titel

»Falsche Propheten - Anthroposophie und völkisches Denken - Eine Abgrenzung in Form eines Briefwechsels«

(…) wörtlich oder sinngemäß zu zitieren.”

“Falsche Propheten” ist das gemeinsame Buch von Lorenzo Ravagli, Bund der Freien Waldorfschulen, mit Andreas Molau, NPD. Von einer “Abgrenzung” kann keine Rede sein …

Anonym hat gesagt…

Wirklich interessant, was Andreas Lichte zum Thema Sex zu sagen hat. Ob das alles ist?

Andreas Lichte hat gesagt…

wenn ich was zu "Sex" sagen wollte, würde ich es auch tun ... brauchte ich noch nicht mal selber schreiben, könnte auch nur mal Briefe meiner Ex posten ... "etwas" peppiger als alles, was hier dazu zu finden ist.

Will ich aber nicht.

Eine Gefahr für die Anthroposophie ist Lorenzo Ravagli, Chefideologe und rechte Hand von Dr. Walter Kugler, AAG.

Ravagli versucht mit juristischen Mitteln zu verhindern, dass seine Zusammenarbeit mit Andreas Molau, NPD, in der Öffentlichkeit bekannt wird. Diese Zusammenarbeit ist Thema meines Artikels:

“NPD und Waldorfschule: Über eine Zusammenarbeit, die nicht publik werden durfte”

Aus der von mir NICHT unterzeichneten Unterlassungserklärung:

“Herr Andreas Lichte verpflichtet sich gegenüber Lorenzo Ravagli (…) es zu unterlassen, aus dem Manuskript des Buches mit dem Titel

»Falsche Propheten - Anthroposophie und völkisches Denken - Eine Abgrenzung in Form eines Briefwechsels«

(…) wörtlich oder sinngemäß zu zitieren.”

“Falsche Propheten” ist das gemeinsame Buch von Lorenzo Ravagli, Bund der Freien Waldorfschulen, mit Andreas Molau, NPD. Von einer “Abgrenzung” kann keine Rede sein …

Anonym hat gesagt…

"...könnte auch nur mal Briefe meiner Ex posten ... "etwas" peppiger als alles, was hier dazu zu finden ist."
Also das ist jetzt fies! Auch wenn's nur 'ne Ex ist, wir würden das viel lieber lesen als schon wieder deine ollen Kamellen.

Andreas Lichte hat gesagt…

Die "ollen Kamellen" würde ich mal richtig lesen:

Mit seiner Kamikaze-Aktion startet Ravagli einen Frontal-Angriff auf die eigenen Reihen.

Du wirst doch nicht durch ein bisschen Gronbach-"Sex" völlig weggetreten sein?

Eine Gefahr für die Anthroposophie ist Lorenzo Ravagli, Chefideologe und rechte Hand von Dr. Walter Kugler, AAG.

Ravagli versucht mit juristischen Mitteln zu verhindern, dass seine Zusammenarbeit mit Andreas Molau, NPD, in der Öffentlichkeit bekannt wird. Diese Zusammenarbeit ist Thema meines Artikels:

“NPD und Waldorfschule: Über eine Zusammenarbeit, die nicht publik werden durfte”

Aus der von mir NICHT unterzeichneten Unterlassungserklärung:

“Herr Andreas Lichte verpflichtet sich gegenüber Lorenzo Ravagli (…) es zu unterlassen, aus dem Manuskript des Buches mit dem Titel

»Falsche Propheten - Anthroposophie und völkisches Denken - Eine Abgrenzung in Form eines Briefwechsels«

(…) wörtlich oder sinngemäß zu zitieren.”

“Falsche Propheten” ist das gemeinsame Buch von Lorenzo Ravagli, Bund der Freien Waldorfschulen, mit Andreas Molau, NPD. Von einer “Abgrenzung” kann keine Rede sein …

Anonym hat gesagt…

He, das is' ja interessant. Da geht's in einem Thread mal um Sex und dem Andi fall'n als erstes die Nazis ein. Sach' mal, kneifst du? Gibt's am Ende gar keine Freundin? Wie lang is' das schon her mit den Briefchen? Ist Anthroposophie jetz' für dich am Ende so'ne Art SM-Sublimierung?

Anonym hat gesagt…

Hallo,

sexuelle Revolution unter den Anthroposophen? Dazu sage ich bravo und stimme einigen Punkten des Beitrags zu.
Allerdings bin ich eher atheistisch und buddhistisch geschult (zumindest ansatzweise) an eine Art Erleuchtungspunkt geraten, was aber keinen großen Unterschied machen dürfte solange Anthroposophie eine von vielen Möglichkeiten ist und kein Dogma mit Anspruch auf die höchste und einzige Wahrheit und der einzige Weg Gott oder dem Kosmos ein stückweit näher zu kommen?

Die Idee beim Orgasmus und in sexueller Ekstase sich selbst, Gott oder dem Kosmos, dem Gefühl des Einsseins, der Teilhabe an einer Art Vollkommenheitsgefühl ein stückweit näher zu kommen ist ja bereits jahrtausendealt und weise...

In einigen Punkten bin ich gewiss auch ein stückweit Anthroposophin...aber eher frei orientiert und recht weitgehend japanzenschlicht, esoterikentschlackt auf Kernpunkte konzentriert....auch Steiner war ja nur ein Mensch, Subjekt und weiss Gott kein rein geistige Wahrheit aussprechender Gott und hat so einige Kritikpunkte in seiner Lehre hinterlassen. Liest man das Konzept unscharf und streicht hie und da einige Dualismen und kleine Eitelkeiten, reflektiert man Steiners Vita/Subjektivität mit, modernisiert den Duktus der Lehre etc. so kann/könnte man schon einiges mit der Anthroposophie anfangen.
Ich bin mir nicht sicher ob es klug ist die anthroposophische Lehre (insbesondere in der alten Form) als das Nonplusultra zu sehen...oder ob es nicht auch gut wäre synthetisch vor zu gehen und mal etwas mehr Wind und Befruchtung auch aus anderen Lehren, auch des neuen Zeitgeists mit in die Anthroposophie fließen zu lassen.
Viele die Veränderung fürchten oder fürchten eine mit ihrer Rolle in der Anthroposophie verbundene Machtposition zu verlieren fürchten dass gewiss und denken oder behaupten damit löst sich die gesamte Anthroposophie auf...was natürlich Unsinn ist...generell ändert sich ja ohnehin ständig alles und ändert sich eine Lehre nicht ausreichend mit, bleibt sie zu statisch in einer dynamischen Welt, so stirbt sie meiner Meinung nach recht rasch aus. Ich fände das schade.
Ich denke Herr Gronbachs Ansatz stellt einen Modernisierungs-Versuch dar, der bereits längst überfällig war.

Gruß
Marla M.