Montag, 2. März 2009

Über eine neue Ego-Kultur

Das Ego ist trickreich. Du kannst Dir das Ego gar nicht trickreich genug vorstellen. Es hat eine eigene Kultur entwickelt und Du begegnest ihr jeden Tag. Wenn ich von Ego-Kultur spreche, an was denkst Du dann?Gierige Bankmanager? Aufgeblasene Deutschland-sucht-den-Superstar-Kandidaten? Grelle Selbstdarsteller im Internet? Ellenbogengesellschaft?Wenn Du denkst, dass sei Ego-Kultur, dann würde ich Dir gerne eine andere, eine mordsgefährliche Seite des Egos vorstellen.

Die wirklich gefährliche Ego-Kultur ist heute da, wo wir sie nicht vermuten. Sie ist leise, still und heimlich.

Sie kommt im Kleide der Bescheidenheit und Zurückhaltung daher. Sie gibt sich uneitel, selbstlos objektiv und überpersönlich.

Die Ego-Kultur sagt solche Dinge: „Wer wirklich tiefe spirituelle Erfahrungen hat, wird diese niemals mit lauter Stimme auf dem Marktplatz verkünden“.

Der Top-Nr-1-Schlachtruf der gefährlichen Ego-Kultur lautet so: „Ich bin noch nicht so weit. Ich brauche mehr Zeit“. Klingt doch schön, oder? Völlig undramatisch. Wer hätte nicht Verständnis dafür? Wer würde nicht sagen, dass dies von selbstkritischer Zurückhaltung zeugte?

Und doch ist es eben ein Schlachtruf des Egos. Es ist der Satz, eine feste Mauer um unser Innerstes legt – und unser Innerstes ist nichts anderes als Gott selbst.

Der Satz, „Ich bin noch nicht so weit. Ich brauche mehr Zeit“ setzt dem ABSOLUTEN in uns die Pistole auf die bebende Brust: „Schhhh....“. Etwas in uns will ausbrechen, will frei sein, will erwachen, will ins Licht und selber Licht sein und die lustvoll in die Welt eindringen. Und dann: "Schhhhhhh". Wie ein giftiger Schleier legt sich dieses Ego um uns und flößt uns gleichzeitig wohltuende Wärme ein...

In uns selber erzeugt dieser Satz ein gutes Gefühl und wir können weiter herablassend (aber natürlich bescheiden und zurückhaltend und objektiv) über diejenigen lächelnd, die sich in das Licht wagen und dort ihren Mann stehen.
DEMUT und STÄRKE sind jenseits des Egos EINS.

"Wahre Größe lebt im Verborgenen" ist auch so ein Satz der neuen Ego-Kultur. Warum soll Größe nur im Verborgenen leiten. Ich meine: Was soll der Schwachsinn??? Hätte Mozart nicht veröffentlichen sollen? Jesus im Keller predigen und Mandela lieber im Knast bleiben sollen?

Diese Ego-Kultur erinnert mich an ein bekanntes Bild, wo ein Mensch aus dem hellen Tageslicht in einen finsteren Kellerraum kommt und ob der plötzlichen Finsternis nichts sehen kann.

„Mach dir keine Sorgen,“ sagte ein anderer Mann, der bereits einige Zeit im Keller saß, „es ist ganz normal, dass man nichts sieht, wenn man, so wie du, aus dem Licht ins Dunkel tritt.

Wenn du etwas wartest, gewöhnen sich deine Augen an die Dunkelheit und du merkst kaum mehr, dass du im Finstern bist.“

Der Mann, der gerade den Keller betreten hatte, antwortete: „Guter Freund, das ist es ja gerade, was mir Angst macht. Finsternis ist Finsternis; die Gefahr besteht darin, dass du, wenn du an das Dunkel gewöhnt bist und ein klein wenig sehen kannst, dir einredest, dass es Licht ist.“

Finsternis ist Finsternis. Sie sagt: „Du kannst Dich an mich gewöhnen, ich bin still und, zurückhaltend und habe es nicht nötig zu leuchten. Denn wenn Du auch ganz, ganz, still, bescheiden und zurückhaltend bist und wenn Du alle Türen zum Markt feste zumachst, wenn Du Dich nicht vom grellen Licht da draussen blenden lässt, weißt Du, dann wirke ich sogar wie Licht“.

Licht ist Licht. Es sagt: Wach auf. Mach die Augen auf. Stell Dich nicht nur in das Licht. Sei das Licht. Wer sich dem Licht verweigert, ist wie ein Mann, der auf den sehnsuchtsvoll verführerischen Körper seiner Frau blickt und sagt: "Äh, weisst Du Schatz...ich bin noch nicht so weit." Na dann - Gute Nacht - und auf zum Liebhaber.

Dem giftigen Schlachtruf der Ego-Kultur: „Ich bin noch nicht so weit. Ich brauche mehr Zeit“ – schmettert das Licht des Absoluten seinen eigenen Schlachtruf entgegen:

Mach mich an und nimm mich. JETZT!

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Wenn man auf der Leitung steht, ist das mit dem Schalter umkippen nicht ganz einfach. : )
Oder: Gott sprach, es werde Licht!
Leider fand «ich» den Schalter nicht.

Lieber Sebastian
Berührt wieder mal sehr, was Du schreibst. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass, wenn das eigene System noch nicht richtig hochgefahren ist, durchaus einige Sicherungen durchbrennen können. Die langsam wieder zu ersetzen, braucht tatsächlich Zeit. Sonst dreht «ich» nämlich durch und landet in der Klapse oder von Arzt zu Arzt. Vorallem muss «ich» erst mal wissen, wo die (Ego-)Schalter zu kippen sind. Sonst gleichen wir den Faltern, die, wenn sie Licht sehen, sofort darauf zufliegen und im gleichen Moment verbrennen, weil das Licht z.B. Feuer ist. Steiner u.a. weisen auf diese Gefahren hin. Manchmal befindet man sich in der Rolle des Zauberlehrlings und weiß es selber aber nicht.
Dem Eremiten mit der Lampe zu folgen mag zwar der längere Weg sein, führt aber genauso zum Ziel.
«Folge dem Licht und lass nie locker diesem Licht zu folgen», wäre mein Schlachtruf. «Sei der Lichtträger für andere!» – Aber Achtung, welchem Licht folge ich? Auch da gibt es extreme Unterschiede. Nach Steiner: Luzifers Licht oder Ahrimans Licht? Oder beiden zusammen mitten durch? Oder: mal eher da, mal eher da? – Irgendwie die Waage haltend und diese, über die Macht der Liebe und die Kräfte der Erkenntnis, mir zu Dienern zu machen. So sehe ich das jedenfalls. –
Deine Ungeduld kann ich gut verstehen und fühle sie am ganzen Leib. Das macht Dich ja auch sympathisch.
Deinen Schlachtruf verstehe ich eher so: Mensch, wach auf, folge dem Licht, bald wird es Tag.
Ansonsten brauchen wir einige Sanatorien, um all die Erweckten zu pflegen, weil sie nicht wissen, dass sie «wach» sind. Und die Zeit wird kommen, wo das passiert. Angst ist aber völlig fehl am Platz. Angst ist Opium für das Ego, damit es dumpf bleibt.

In Deinem Abschnitt: ... Die wirklich gefährliche Ego-Kultur ....
Und wie ich sie kenne. Sie kommen leicht schwebend daher, den Boden kaum berührend. : )
Das Traurige ist, dass sie «sanft» abspalten, was trotzdem zu ihnen gehört. Jede Abspaltung egal ob sanft oder wütend ist Abspaltung. Was abgespalten wird, landet in der Finsternis. Solange wir in diesem Körper sind, sind wir vom Virus des (Pseudo-)Todes infisziert. (Sehr schönes Bild von Dir).

Interessant finde ich diese Beobachtung: Ego sagt: «Ich bin noch nicht soweit. Ich brauche noch Zeit».
Ego scheint ein sehr intelligentes Bewusstsein dafür zu haben! Jetzt müsste es nur noch den Willen aufbringen, die Zeit «aufzubrauchen», damit es soweit ist. Im Willen schläft der Mensch noch am meisten. Das muss doch mal ins Bewusstsein getragen werden. Wissen und fühlen kann er das doch schon ordentlich.

Herzlich
Monika

Anak hat gesagt…

hallo ihr lieben, es ist ja wunderbar, diese resonanz...in einer anderen verbindung kommt dieser satz: "Wo ist der Mut, der die Angst des einzelnen überwindet? Wo ist die Leidenschaft, die das Erkannte auch erleben und mit anderen teilen will?"
nun dein beitrag lieber sebastian, die erfahrungen im leben...das sind schon riesen-wellen...mein schlachtruf ist: es werde licht, und zwar jetzt
aber ich habe zuwenig haende, zuwenig zeit...upps: das ist wohl auch das ego :-)...die ungeduld und der wille...es bleibt das sein mit geist und seele...und die arbeit an dem WIR...
lichtvolle gruesse
anka

JANET hat gesagt…

Ich hab gerade unserem Praktikant mit meiner herb charmanten Art gefragt: "brauchst keen Licht" und das Licht angeknipst. Er sas im Dunkeln und hats nicht gemerkt und sich schüchtern bedankt...nächstes mal werde ich mal mit Licht in der Frage das Licht anknipsen..Ich trampliger Zombie!

Kann man mit Worten Licht machen? JA das geht! und man kann mit Worten das Licht wieder löschen und zwar für ne ganze lange Zeit...Worte sind auch Ohrfeigen für die leuchtende Seele.

Dämmerlicht
JANET

Simone hat gesagt…

Liebe Monika,

in deinem Kommentar stolpere ich über eine Stelle:
"... Mensch, wach auf, folge dem Licht, bald wird es Tag.
Ansonsten brauchen wir einige Sanatorien, um all die Erweckten zu pflegen, weil sie nicht wissen, dass sie «wach» sind. Und die Zeit wird kommen, wo das passiert...."

Kannst du dazu mehr sagen?
Liebe Grüße.
Simone

JANET hat gesagt…

jetzt bin ich nch mal hin und hab ihm einen Kaffee angeboten.... mmhh
mein Licht ist angegangen dabei!

JANET hat gesagt…

@Monika ich schliesse mich Simones Frage an... obwohl?! ja, ich bin gespannt auf die Antwort vielleicht ist sie ja identisch mit meiner...

Barbara hat gesagt…

Zeit ist genug da, jeder Augenblick ist unendlich und jetzt. Bevor die Arbeit am Wir beginnen kann, muss erstmal Ich sein. Ganz stark und lebendig. Bevor es hinüberschreiten kann, sich transzendieren, muss es sich verwirklicht haben, mit allen unbequemen, herausfordernden Ecken und Kanten.

Wir haben verkehrte Vorstellungen vom "spirituellen Weg". Allein das Wort schon, als wäre das irgendwas Besonderes, Exquisites. Diese pastellfarbene, schwebende, räucherstäbchen-umwölkte Aura mit der wir uns gerne umgeben ... und dann meinen "spirituell" zu sein. Als gäbe es da ein Anders und ein Anderswo, welches uns erlösen könnte vom Hier und Jetzt: laut, dreckig, mühsam. So viel Flucht, wo doch eigentlich Erkenntnis sein will...!

Licht, das ist immer nur in einem selbst. Und das hören wir erst gerne, weil es uns schmeichelt, und dann schieben wir es ganz schnell von uns, weil das nämlich Ver-antwortung birgt. Wie schön einfach ist es dagegen doch, irgendwelchen Lichtfiguren hinterher rennen zu können...!

Herausgefordert, die eigene Antwort zu geben, das eigene Ich zu gebären. Das freizusetzen, was brodelt, hinausbrechen will, den Flammen Raum zu geben, ... und sie dann auch verantwortungsbewusst zu tragen. Das ist anstrengend, und schmutzig machen kann man sich dabei auch!

Und verirren kann man sich dabei, auf die schiefe Bahn geraten, kläglich versachen, sich lächerlich machen, zum Gespött der Leute werden. Und deshalb bleiben wir lieber in der Menge verborgen, bleiben Teil "der Leute" und begutachten, bewundern, beneiden ... und dann wieder verspotten, verhöhnen, belächeln.. wir die, die sich auf "den Markt" trauen. Wie viel Zeit vergeuden wir doch mit "Fernseherei" dieser Art, schale Unterhaltung, Pseudolebendigkeit.

"Auf dem Markt" dagegen: Die, die es wagen, sich darzubieten, ungeschützt. Die, die das was sie haben ans Licht bringen, Fehler und Verirrungen inbegriffen. Die sich der Welt schenken uneingeschränkt. Die das darreichen, opfern vielleicht, was jeder Einzelne darzubieten hat, ganz einzigartig.

Die, die ihrer eigenen Wahrheit gemäß leben, die "true" sind: ehrlich, wahrhaftig, treu. Die, die sich selbst vertrauen und daher vertrauenswürdig sind. Die Mutigen, die die schiefe Bahn in Kauf nehmen, weil nur das der eigene Weg ist und nur der zum Ziel führen kann und wird. Das Ziel, das schon (und nur?) im Weg liegt, welcher nicht bequemerweise ausgelassen werden kann.

Da wo das Gerede von Licht und Erleuchtung am größten ist, herrscht meistens die tiefste, schwerste Dunkelheit. Lähmende Feigheit, Atemlosigkeit, Enge. Und weil man sich selbst nicht traut, Angst hat vor dem eigenen Licht, wird munter drauflosprojiziert, gegen die Angst. Und sich trotzdem weiter mit schillernden Bildchen umgeben, die die aufbrechenden Wunden salben sollen (ein Wettlauf, der nie gelingen kann...).

Esotanten: igitt. Kokettieren mit Erweiterung und halten die Ganzheit nicht mal ansatzweise aus. Schmücken sich -in in Grüppchen, Foren, Gleichgesinntentreffen- mit für sie klangvoll klingenden Namen/szusätzen (da finden sich dann lauter "Durgas, Kalis, Hekates") umgeben sich mit kraftvollen Attributen ("Geier-,Adler- Schlangenkraft") und kriegen das große Flattern, wenn wirklich Adlerkraft gefragt ist, oder Kali wirklich mal ein klein wenig um die Ecke lugt. Möglichst noch in Gestalt einer "Schwester", die es wagte, den trauten Kreis zu verlassen, die auf den Bannspruch gemeinsamer Schwäche, gemeinsamen Schweigens pfeift und sich traut, sich ins Licht und in die eigene Kraft zu stellen.

Ich kenne dieses Verhalten so gut, und verachte es so sehr! Igitt!! So wenig wirkliches Schwesterntum, so wenig wirkliche Bereicherung, Wertschätzung, Rückendeckung!

Und dabei will ich doch weder die Bewunderung, den Neid, noch die anmaßende Be- oder Verurteilung der Anderen. Sehen sollen sie mich, wahr-nehmen, mit denselben klaren, wahrhaftigen Augen, mit denen sie auch auf sich selbst blicken...
Das wäre schön...!

...

Schön auch, sich in diesen Empfindungen resonant fühlen zu können. Danke daher für deine - diese und andere - Worte, immer (meistens) mutig, offen, ungeschützt.

Alles Liebe
Barbara

Monika hat gesagt…

http://www.nuoviso.tv/index.php?option=com_content&view=article&id=389:was-kommt-2012&catid=69:vortraege&Itemid=84

Liebe Janet
Liebe Simone
Der Film handelt um 2012. Interessant. (Ist ganz und gar kein Angstmacherfilm). Jasna hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Deckt sich in vielen Punkten mit meinen Erfahrungen, ohne dass ich mich mit dem Thema 2012 vorher beschäftigt hätte.
Wichtig ist, dass wir um die «Symptome» der «Erleuchtung» wissen. Sonst drehen viele Menschen durch, weil sie meinen, dass sie krank sind. Statt dessen sind es «Reinigungsprozesse».
Interessant ist auch das hinzu zu nehmen von R. Steiner: «Was tut der Engel in unserem Astralleib» GA182, 9.10.1918 und «Wie finde ich den Christus». GA182, 16.10.1918.

Elf-Wellen studieren (Googlen lohnt sich). Du hast das Thema schon gestreift Janet. Beim Untergang von Sebastians altem Blog habe ich auf diese Kombination (Elf-Wellen und 2012) hingewiesen.

Heilmittel dafür? Meditieren und Bewusstseinsöffnung der Persönlichkeit. : )
Kostet nichts, nur Zeit. Aber: Die Zeit wird extrem schnell eingeholt! Wir werden dadurch nämlich kreativer, auch z.B. bei Aufgaben, die schwierig zu lösen sind. Aus der Position des inneren Beobachters lernen wir den Überblick zu haben. Jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Herzlich
Monika

lametta hat gesagt…

Bin gerade dabei einen offenen Brief zu schreiben an alle "Kellerasseln".
Er heißt "Funkelsucht"
Ich liebe es, zu funkeln...immer schon...deshalb nenne ich mein schreibendes ICH auch lametta...ich provoziere auch damit...einige fühlen sich wegen mir unter Druck gesetzt...ich funkle weiter vor mich hin...und immer bleibt mir das Zitat von Marianne Williamson im Ohr:
"...Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun..."

Danke sehr für so viele Spiegelungen und neue Lichter!!!

JANET hat gesagt…

"Kellerasseln" ist herabwürdigend ohne Kellerasseln könntest du gar nicht funkeln... NUR LICHT im Licht erkennt sich nicht..also sei dankbar den Kellerkindern.. Licht geb der Dunkelheit die Hand!

Anonym hat gesagt…

Liebe Monika mit den Elf Wellen und Tesla habe ich mich schon vor dem Bloggerdasein beschäftigt und weis was damit eigentlich machbar ist...

MANIPULATION UND entgegensetzen kann man dann MEDITATION wenn man sich die Frequenzstufen nochmal anschaut...ich bin da aber nicht sonderlich Wissend aber ich denke viele wissen nicht was die "Elite" unserer Welt so einiges im Bunker hat.. oder vielleicht spinne ich nur? Das Sonnenlicht wird verdeckt von sogenannten Chemtrails hab ihr das mal beobachtet? Und wie wichtig ist Sonnenlicht für unser Immunsystem? Wie wichtig ist gesunde saubere Luft?

Einen Frosch den man ins kalte Wasser setzt und dann langsam das Wasser erhitzt bleibt sitzen..Einen Frosch ins heisse Waser setzen geht nicht er springt gleich wieder raus. Langsam wird man weich gekocht...gaaaanz laaaangsam!

JANET

Anonym hat gesagt…

Lieber Sebastian Gronbach, dass Sie den Mut haben, sich in Ihrer Individualität vor diese Mauern zu stellen, sie versuchen diese anzurühren, aufzurütteln und zu bewässern, das lässt mich denken an das, was Joseph Boyes sich doch so sehr wünschte. "Jeder Mensch ist ein Künstler" und alle gemeinsam könnten eine soziale Plastik mitgestalten, daran innig beteiligt sein. Mit unserer einfachen Individualität. Ob nun der Bäcker, die Landwirtin, der Arzt oder die Toiletten-Dame. Jeder Mensch hat das Recht darauf in seinem Menschsein wahr und ernst genommen zu werden. Und der eine ist von Haus aus eher zurückhaltend, der andere eher forsch oder gar aufbrausend, eben ganz individuell, nach seiner Strömung. Und genau das ist es, was ich bereit sein muss mit geöffneten Armen zu umschließen, ich will es ein- und ausatmen, die Vielseitigkeit, die Farbenfreude, die Lebendigkeit und ich will Neues kreieren und dies aussprechen, ohne einen Schleier um mein Gesicht, in Demut und auch in Würde, in der Erwartung, dass mir dies auch entgegengebracht wird. Die Mauer um mich herum, die ist da, aber ich bin wie eine Nadel, die doch berührt und hindurchkommt.
Ja, alles Gute für Ihre Neue Präsenz!! C. Jülich

Maurulam hat gesagt…

Monika,
deine Kommentare sind z.Zt. sehr stark. Sie treffen mich im Kern. Man muss erstmal wissen, wo man ansetzen will! Der Keller des Hauses, in dem ich sitze, muss ersteinmal vorhanden sein. Dann kann man weitersehen (es werde Licht!)
Natürlich kommt es sehr, sehr auf die Weggefährten an. Kennen sie mich eigentlich in meinem Wesenskern? Das Temperament, die Veranlagung, die Lebenserfahrung. Das sind die Steine, die ein Haus bauen.
Den größten Gefallen tue ich der Gesellschaft, den Freunden, in dem ich selbst wachse. Sie wollen gar nichts anderes, als sich an mir zu erfreuen.

Der neue Blog ist schön geworden, und ganz offensichtlich wird er ode rist schon so erfolgreich wie der Vorgänger.

Grüße Maurulam

Anonym hat gesagt…

Liebe Maurulam auch mit dir wird der neue Blog erfolgreich... irgendwie hängt man hier ehrfürchtig davor rum... Eigentlich hat der Kaiser doch nur andere Kleider an...Aber es gibt ein Trick, wenn man zu ehrfürchtig ist dann stelle man sich sein gegenüber nackt vor...hihi kuck mal wie da oben! ALLE NACKIG! ES lebe die Freikörperkultur.

WARUM stehst eigentlich nicht auch DU unter Du? ...frage ich mich.

JANET :)

lametta hat gesagt…

@Janet:
Ich weiß Kellerasseln durchaus zu schätzen...habe einen großen Garten.
Das Wort steht ganz bewusst in Anführungszeichen, soll nur bildlich genommen werden und es mag für die von Sebastian angesprochenen Menschen stehen, deren Ego soooo groß ist, das sie sich selbst damit immer wieder in den Schatten stellen...da es viele davon gibt, suchte ich ein Wort für "im Dunkeln lebend" und "viele".

Mein Licht habe ich, so dachte ich, aus meinem eigenen Dunkel geholt...nicht aus dem der anderen...aber du bringst mich zum Nachdenken...
Danke dir.

JANET hat gesagt…

Liebe Lametta,

Kellerasseln hab ich schon so verstanden was du meinst, klang in meinen Ohren aber so hart, dass ich mich vor die "Kellerkinder" vertretend gestellt habe. Schliesslich haben wir alle so eine Phase des Tiefs und wieder des Hochs..Und die Energien geben den Anderen die Klinke in die Hand Also wir klettern an der Stange hoch zum Licht ohne Stange und benutzen immer den Anderen dafür..
Innen wie Aussen, im Kleinen wie im Großen... Ein Geben und Nehmen also. So sehe ich das gerade bildlich vor mir. Und was sagst Du dazu..Handschlag!

Danke fürs Feedback!
JANET