Dienstag, 7. April 2009

Hier bin ich Mensch


Es bedeutet für mich eine große Herausforderung, Erleuchtung immer wieder neu zu hinterfragen und zu verstehen. Ohne meine menschlichen Beziehungen innerhalb der Anthroposophie, ohne die neuen Bande zu den Schwestern und Brüdern um Ken Wilber und ohne die Freunde um Andrew Cohen, wäre ich mit meinen geistigen Todes-Auferstehungs-Erfahrungen vielleicht einsam und physisch gestorben. Zutiefst glücklich. Und Tod. Erwacht und am Ende. 
Ich hatte Glück, dass alles sprengende Glück des Erwachens, in einem avantgardistischen, kulturell-menschlichen Kontext zu erfahren, der diese nicht einzuordnende Erfahrung, mit mir einzuordnen wusste – sonst hätte ich vielleicht Pech gehabt.
Meine spirituellen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass die seelische Not der Gegenwart in Wirklichkeit keine Not ist. Die seelische Not der Gegenwart wird erst zu einer Not, weil die Gegenwart diese Seelenerlebnise nicht als Stufen des Erwachens begreift, sondern als ein Problem, welches man beseitigen müsste. 
Die Anthroposophische Gesellschaft präge ich so, dass sie in der Zukunft zu einem Ort wird, wo Menschen die "seelische Not der Gegenwart" (Steiner)  dadurch transformieren, dass ihre geistig-seelischen Erfahrungen in aller konfrontativen Klarheit & aller mitfühlenden Geborgenheit& und aller authentischen Weisheit angeschaut werden können. Nicht alles wäre heilig, vieles, vieles wäre Seelenmüll, aber man fände das glitzernde Gold - und manchmal würde man sogar Müll...zu Gold machen. Die Alchemie der Liebe. 
Bereits heute könnte die Anthroposophische Gesellschaft dieser Ort sein - sie ist es vor allem deswegen nicht, weil sie von den Bildern, Worten und Figuren des Christentums hypnotisiert ist. Es geht mir niemals um Anti-Religion, oder um Anti-Christentum. Mir geht es um Transchristentum. Wie alles überwunden werden muss, so muss auch das Christentum überwunden werden. Wenn die Anthroposophische Gesellschaft in die Phase der transchristlichen Spiritualität eintritt, wird ihr es ihr wunderbar und ohne Anstrengung gelingen, die Dienstleistungen für die seelische Not der Gegenwart zu erfüllen. 
Mit Menschen, die selber und unumstößlich, aus der Tiefe, der Weite und der uferlos geheimnisvollen Klarheit heraus Worte finden. Worte, die wahr sind. Worte, die klar sind. Worte, die neu sind. Worte, die Wunden reissen. Worte, die Wunden heilen. Worte die leben.
Worte, die von Gott zu Gott sprechen – also von Mensch zu Mensch.  Worte, die nicht länger Religionsersatz sind, sondern freies Geistesleben. 
So gestalte ich mit meinen Freunden die Anthroposophische Gesellschaft gestalten. Wer sich uns nähert, den soll ein Gefühl wie ein heissen Schauer überkommen: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein - die höchste, heiligste, freudvollste und erwachte Version meiner selbst. 
„Möge unsere Seele vom heiligen Ehrgeiz ergriffen werden, nichts Mittelmäßiges anzustreben, sondern das Höchste zu ersehnen und mit aller Kraft uns anzustrengen, dies zu erreichen. Denn wir können es, wenn wir es nur wollen!“
Denn wir haben es ja längst ALLES erreicht - weil wir dies ALLES niemals verlieren können. Das Höchste. ES ist ICH. Und immer da. In Dir. In diesem Augenblick...in diesem Augenblick.

Kommentare:

JANET hat gesagt…

und ohne die Freunde um Andrew Cohen, wäre ich mit meinen geistigen Todes-Auferstehungs-Erfahrungen vielleicht einsam und physisch gestorben. Zutiefst glücklich. Und Tod. Erwacht und am Ende.


DAS kann ich total nach vollziehen auf meine Art gings mir genauso bis ich Sebastian Gronbach begegnet bin auf seiner Lesung Missionen Geist bewegt alles!

Ich habe gemerkt man muss nicht allein und einsam in seinem erleuchteten Brei schwimmen bis man absäuft... Es gibt Dimmer, die kann man drehen und es wird immer heller, wenn man will. Kippschalter sind von gestern!

Liebe Grüße
JANET

Anak hat gesagt…

lieber sebastian, schoen:
"Nicht alles wäre heilig, vieles, vieles wäre Seelenmüll, aber man fände das glitzernde Gold - und manchmal würde man sogar Müll...zu Gold machen. Die Alchemie der Liebe"
hier (Worte, die wahr sind. Worte, die klar sind. Worte, die neu sind. Worte, die Wunden reissen. Worte, die Wunden heilen. Worte die leben.) wuerde ich noch gerne hinzufuegen: worte die lieben.
(kleine anmerkung:kann den letzten link nicht oeffnen...)
liebe gruesse
anka

Anonym hat gesagt…

Liebe Anka ich unterstreiche mit einem großen Pinsel ... Aber ich glaube der link ist so schon OK. Er gilt wohl als Aufforderung..so sehe ich das! Oder?

Sind eigentlich Echthaar-Pinsel ethisch korrekt? *grübel*

O*
JANET

manroe hat gesagt…

"Bereits heute könnte die Anthroposophische Gesellschaft dieser Ort sein - sie ist es vor allem deswegen nicht, weil sie von den Bildern, Worten und Figuren des Christentums hypnotisiert ist."

Ein aus meinem Erleben entscheidender Punkt ist auch noch dieses Verhalten, dass von den Sekretären der anthroposophischen Gesellschaft, oder wie sie sich nennen, vom "Vor"-Stand, mindestens seit über 30 Jahren die Meditation elitär unter Verschluss gehalten wurde, (nur hinter verschlossenen Türen und jeder für sich allein) während der Rest der Welt meditierend an ihr vorbeigerauscht ist.

Diese Haltung, die beansprucht zu wissen, was gut für uns ist und nur freigibt, was in ihren Augen erzieherisch förderlich für uns zu sein scheint. Diese vertikale Arroganz, um es mal kurz zu umreissen.

Als zweites, dass man noch viel zu sehr die Anthroposophie als Lehrstoff vermittelt, von aussen nach innen, sich viel zu sehr an den Verstand wendet, der an das physische Gehirn gebunden ist. -- Nach wieviel Minuten ist man Hirntot? --

Und wenn ich mir dann beide Punkte anschaue und den von Dir genannten, kann ich auch verstehen, warum man die Anthroposophie schützen will, vor Menschen wie Du einer bist.

Ändert Euren Sinn !!

Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Das Korsett Anthroposophie wird mir langsam zu eng. Ich überlege mir ernsthaft den Austritt. Wenn der Geist ausgetrieben wird, bleibt nur noch die Hülle und die zerfällt bekanntlich sehr schnell. Anthroposoph kann ich auch ohne Stempel sein.

Ostern steht als Mittelereignis zwischen Weihnachten und Pfingsten. Und was ist das Pfingstereignis?

Mit dem Verstand ist das Pfingstereignis nicht zu begreifen und verstehen werden wir es solange nicht, wie wir die Finger in die Wunde legen wollen!

Der Verstand ist tot, es lebe der Geist!

(*!*)

Anak hat gesagt…

liebe janet, danke fuer den hinweiss, dachte schon es laege an meinem pc, der streikt eh schon die letzten tage...und was den pinsel angeht, tja, es wird langsam schwierig: was ist ethisch korrekt? vielleicht doch einfach sich hinsetzen und meditierend dahingehen in dieses ich bin ewig und es kommt wie es kommt...
liebe gruesse
anka

Anonym hat gesagt…

Liebe MonikaMaria, lieber Manfred,

ich glaube euch gerne, dass ihr müde seid und es euch überdrüssig ist, immer und immer wieder das Gleiche wiederholen zu müssen. Auch mir sind hier zum Teil genau jene von euch beschriebenen Einstellungen begegnet.
Dennoch kann ich Menschen wie euch nur bitten, herzlichst und auf Knien - bleibt!!! Bleibt um meiner willen und der Menschen willen, die wie ich sind.
Wir brauchen euch.
Es muss einen Ort geben, der zur Quelle führt, einen Ort, der für Menschen wie ich erkennbar ist - schon von weitem, sozusagen.
Das ist für mich die Anthroposophische Gesellschaft.

Warum ist es denn so schwer, Menschen von der Richtigkeit ihres Tuns oder eben auch von ihrem Fehlgehen zu überzeugen?
Weil sie es selbst nicht erkennen können oder wollen.
Ich bin nicht nur bekennende Steiner-Verehrerin, sondern auch Dethlefsen/ Dahlke-Fan.
Dort kann man es nachlesen, warum Menschen manchmal so handeln, wie sie eben handeln.

Warum wird ein Pastor Pastor? Weil er seinen Glauben noch nicht gefunden hat, weil er Gott noch nicht gefunden hat. Über seine Berufung versucht er, zu ihm zu kommen.
Warum bin ich Anthroposophin geworden? Weil ich Anthroposophie verstehen und leben lernen will.
Sicher kann ich das auch ganz allein für mich - irgendwann. Doch es geht eben um ein Vielfaches besser und schneller, wenn ich auf Menschen und ihre Erfahrungen zurückgreifen kann - auf Menschen wie ihr.

Bitte bleibt mir erhalten, hier und in der Anthroposophischen Gesellschaft. Habt Vertrauen in die Zeit, die aus sich selbst heraus Altes und Überholtes zurücklässt. Auch jenes, über das ihr euch im Moment noch so ärgert.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

JANET hat gesagt…

Das Korsett Anthroposophie wird mir langsam zu eng...

Ich höre Alcatraz?

Ich empfinde alles als Korsett wo man sich hineinbegibt und sich nicht bewegen kann nach seiner Art obwohl man doch die gleichen Ziele hat. Gesellschaften sind so was! Verträge, Gesetze blabla und schon immer gewesen irgendwann sind sie zu eng für die Menschen und dann muss was neues her. Und letztendlich sind diese Gesellschaften auch nur vom Menschen gemacht und warum sollen sie nicht änderbar sein? Wegen einem Guru, Rudolf Steiner hätte diese Korsett sicher nicht gewollt, also wenn ich das schon nicht will, er erst recht nicht. Bewegung kommt wieder rein wenn man das Korsett auszieht und ein anderes passenderes Korsett anzieht...oder einfach mal die Schnürungen lockert. Geht auch!

MonikaMaria und Manfred ich schliesse mich Kerstin an.. Bleibt! ..ich meine ihr habt doch nicht vor irgendwo hinzugehen wo ich nicht hinterherkomme? *lach*

und wenn doch wäre ich todunglücklich..Gibts nicht bald ein Event zum Abzappeln, dass lösst Anspannungen und man muss nicht ständig an seine Erleuchtungen oder geistige Höhenflüge denken.

Wippen Monika hoch runter auf und ab das wallende weisse Haar fliegt..

O*
JANET

Werner hat gesagt…

@ Alle Kommentierenden

Es ist in dem neuen Beitrag zu lesen: "Mir geht es um Transchristentum. Wie alles überwunden werden muss, so muss auch das Christentum überwunden werden."

Sebastian Gronbach ruft dazu auf, das Christentum zu überwinden und etwas Neues an dessen Stelle zu setzen. Weg mit dem Christentum, sagt er. Ist das nicht schrecklich.
Nicht Katholizismus oder Protestantismus, nein, das Christentum soll weg.
Mit welcher Liebe und mit welcher Kraft hat Rudolf Steiner versucht ein Verständnis des wahren Christentums zu ermöglichen. Das alles soll überwunden werden? Bevor es richtig verstanden wurde?

Nein, ein Schüler von Rudolf Steiner würde so nicht sprechen wie Sebastian Gronbach das tut.

Er schreibt: "Worte, die von Gott zu Gott sprechen – also von Mensch zu Mensch."

Das heißt:
Sebastian Gronbach ist ein Mensch.
Ein Mensch ist Gott.
Also ist Sebastian Gronbach ein Gott - nicht nur: Gott ist in ihm.

Nein - er ist von allen guten Geistern verlassen und ein Werkzeug von bösen Geistern geworden.

Das ist die Gefahr die ich hier für die Anthroposophie sehe. Viele Menschen werden sagen: Nein, das ist vollkommener Unsinn. Wenn das ein Anthroposoph sagt, kann Anthroposophie nichts taugen. Andere, die Sebastian Gronbach vertrauen und ihm folgen, werden von der wahren Anthroposophie weggeführt. Und wieder andere werden irgendwann von Anthroposophie überhaupt nichts mehr hören wollen, weil es ihnen einfach zu viel Unsinn wird.

@ Kerstin Zahariev

Würden Sie irgendwo den Satz des Pythagoras im Original finden. Und würden Sie entdecken, dass er nicht mit dem übereinstimmt was Ihre Lehrer Sie gelehrt haben. Was würden Sie denken? Würden Sie denken: Pythagoras muss wohl falsch gedacht haben, oder würden Sie denken: meine Lehrer müssen wohl etwas falsch verstanden haben und ich selbst muss umdenken.

So geht es mir mit der Anthroposophie und Sebastian Gronbach. Und ich habe mich für Rudolf Steiner entschieden. Nicht weil ich subjektiv deute, sondern weil die Fakten so sprechen. Dabei will ich ich stets offen für neue Fakten bleiben(von beiden Seiten).

@ manroe

Sie haben mir das "Du" angeboten. Bitte verstehen Sie es nicht falsch, aber ich würde weiter gerne beim "Sie" bleiben. Vielleicht haben wir ja noch Gelegenheit uns besser kennenzulernen und uns dem "Du" zu nähern. Denn das gehört für mich dazu. Vielleicht klingt es etwas altmodisch, aber es ist eben so. Nehmen Sie es bitte nicht persönlich.

Wirklich herzlichst

Werner

JANET hat gesagt…

@Werner

was heisst denn Christentum? Und was soll es bedeuten? Ich bin nicht getauft nicht ev. od. Kat. erzogen, ich habe von all den Dingen nichts groß gelesen und ich bin aber tief in meinem Herzen überzeugt von dem großen Ganzen as uns zusammenhält an eine bsondere große Energie. Das nennt man sicher nicht Christentum.. Oder doch?

mich kann man doch auch nicht einfach übergehen, weil ich nicht das antrainierte Wissen aus den großen Büchern vor mir herkaue. Bin ich weniger wert als eine Kopie? Ja so aber nicht, weil die Fragen da sind und auch meine Sehnsucht und die Bilder im Kopf. Und mein Weg war eben dieser und nicht jener. Ich habs so genau gewollt diesen meinen Weg zu gehen. Und Wege gleichen sich nicht, ganz normal.
Wer will als Kopie der Kopie leben?

Hab gerade einen passenden Spruch gefunden. Der passt wie im Kleinen so im Großen.

WENN ES DIR NICHT GELINGT, DEINEN PARTNER ZU DIR HOCHZUHEBEN, WIRD ER DICH ZU SICH RUNTERZIEHEN.

Nagut das war mein Seelenmüll
was ihr daraus macht, ist eure Sache. Und mal sehen was ich dann daraus mache.. eigentlich imer ganz harmlos! *lach*

O*
JANET

manroe hat gesagt…

Was könnte denn nun Transchristentum sein, so sollte doch die Frage lauten. Oder?

Das Neue sieht immer anders aus als das Alte, das ist halt das Wesen des Neuen.

Treffen beide aufeinander, dann hört man sich entweder zu in gegenseitiger Achtung und versucht - statt zu verstehen - lieber zu erfassen, der höheren Oktave des Verstehens, oder - einerseits - man drischt aufeinander ein oder geht sich aus dem Weg.

Der beste Weg scheint mir zu sein, wirklich das neue Fragen zu entdecken, da würde man sich viel Zeit ersparen.

Wie Herr Werner nun den Sebastian erlebt ist hinreichend bekannt, wir haben es gehört, lasst uns doch lieber herausbekommen, welches Fragen weiterführen könnte.

Um mich hier mal ganz behutsam auszudrücken, liegt hier lediglich ein Ein-Sichts-Problem vor. Da muss man doch was machen können, bei etwas gutem Willen.

@ Werner
Das mit dem "Nicht-Du" ist ok, ich nehme es nicht persönlich ;-)

Manfred

manroe hat gesagt…

@ Kerstin

... was ich anfangs geschrieben habe, habe ich ja um der Anthroposophie willen gesagt und gegen das (z.B.) was aus meiner Sicht der Anthroposophie nicht förderlich ist.

Ich werde mich ja niemals von dem, was in mir als Anthroposophie lebt trennen, liebe Kerstin.
Ansonsten verstehe ich Sie sehr gut, die Liebe bleibt !!

Manfred

Anak hat gesagt…

lieber manfred
du schreibst so lieb: "Um mich hier mal ganz behutsam auszudrücken, liegt hier lediglich ein Ein-Sichts-Problem vor. Da muss man doch was machen können, bei etwas gutem Willen."
es ist ein ein-sichtsproblem, aber das einer sehr grossen mehrzahl von menschen, und da laesst sich so leicht nichts dran aendern, ausser: das wir uns aendern, und zwar in vollkommener demut und liebe. dann bleibt kein raum mehr fuer verurteilungen, dann werden die "heissen schauer" (lebenseneregie) blockaden loesen und sie nicht nur noch staerker manifestieren.
liebe gruesse
anka

JANET hat gesagt…

Meines Erachtens lässt sich was ändern, nämlich indem man Menschen in ihrer Entwicklung lässt in der sie sich gerade befinden ...bis sie selbst die Mauern merken und durchbrechen wollen... UND dann darf man hoffentlich alles fragen was einem auf dem Herzen liegt und auf Antworten hoffen von den Menschen die bereits "weiter" sind. Sehe ich das etwa falsch? Ich kann doch nicht Antworten vor der Frage haben? Ich meinte schon, dass es gehen könnte aber um die Frage aller Fage zu stellen bedarf es einiger Fragen zur Frage aller Fragen! Ich kann mir auch vorstellen, dass man nicht zum 100sten mal ein und die selben Fragen beantworten will...nervt ja auch!

Vielleicht muss man sich dann als kluger Schüler eingestehen sich einen anderen Lehrer zu suchen?

O*
JANET

MonikaMaria hat gesagt…

@ O*
«Bewegung kommt wieder rein, wenn man das Korsett auszieht und ein anderes passenderes Korsett anzieht...oder einfach mal die Schnürungen lockert. Geht auch!» ....

Das ist es ja gerade. Ich will überhaupt kein Korsett anziehen, auch kein neues und auch nicht lockern.

@ allgemein
Als ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin habe ich bewusst den Weg der Anthroposophie gewählt, weil sie keine Religion war. Die Weisheit, die mich zum Menschen führt, die hatte mich interessiert und wie!

An Gottes Stelle den freien Menschen! Diese Ungeheuerlichkeit stammt aus dem Munde Rudolf Steiners. Nicht nur aus dem Munde, er hat das schriftlich abgegeben!

Nicht desto trotz hat er in wunderbarer Weise Verschiedenes aus dem Christentum so interpretiert, dass ich das Christentum endlich mal verstehen konnte, jedenfalls sah ich das damals so. Er hat zutiefst mit sich gerungen, diese Erneuerung des Kultus für das Christentum zu tun, weil er befürchtete, dass die Anthroposophie schnell in den Topf der Christengemeinschaft geworfen wird.

Er sagte deutlich: Anthroposophie, das ist die Weisheit vom Menschen, Menschenweisheit – und damit keine weitere Weisheit VON Gott, denn aus «der» Gesellschaft war er ja gerade ausgestiegen = bei den Theosophen. Die Weisheit von Gott ist dann nämlich immer noch «außerhalb» vom Menschen, nämlich von Gott weg. Tatsache ist, dass sie aber drinnen ist und zwar in jedem Einzelnen. Das weiß ich, weil das meine Erfahrung ist und jeder darf eine andere haben.

Alles Liebe
(*!*)

PS1. Das Pfingstereignis auf heute übersetzt heißt: Anthroposophie : )
Ich kann es jetzt doch nicht lassen das zu sagen. Das Johannesevangelium ist dazu ein wichtiger Schlüssel, wenn man noch Worte gebrauchen will.

PS2. Transchristentum kann ich nur so verstehen, dass der Tod am Kreuz nicht das Ende war, sondern der Beginn von Mission Mensch = Pfingstereignis in jedem Einzelnen erfahrbar machen. Ich meine das nicht spöttisch, sondern in tiefer, tiefer Demut. Unsere Aufgabe ist es, von «unten» herauf oder wie immer wir dem sagen sollen, der schlafenden Weisheit in uns den Weg «zurück» zu ermöglichen. Mir fällt hier die Beschreibung wirklich schwer, denn es sind nur noch «mehr» Worte.

Der Anthroposophie werde ich treu bleiben. Geht gar nicht anders. Wie soll ich Geist vertreiben, da ich aus Geist bestehe. Die Schwingungsebene oder Energieebene oder was gibt es noch für Bezeichnungen? – ist noch nicht ganz angepasst. Ich erlebe uns alle hier noch am Üben. Schön, dass es Euch gibt. Ich lach schon wieder über mich. Molto rumore per nulla. : )

manroe hat gesagt…

Nocheinmal an Werner und jene die in seinem Sinne hier reinlesen.

Zunächst einmal erlebe ich im Werner ein wirklich aufrichtiges Bemühen zu verstehen und erlebe ihn daher für uns nicht als "gefährlich", ich glaube er will es wirklich wissen und das finde ich ok.

Ich würde ihm nur empfehlen mit seinen Aussagen -- "Nein - er ist von allen guten Geistern verlassen und ein Werkzeug von bösen Geistern geworden." -- vorsichtiger umzugehen und dies zumindest als sein persönliches Glaubensbekenntnis und nicht als Urteil zu gebrauchen. Auch für sein persönliches Weiterkommen und auch für das eines jeden ist es absolut hinderlich, sich derartige Urteile als Ziel zu setzen. Allein schon vor sich selbst, was wäre, wenn Sie sich, Werner, täuschen???? Schade um den unnötigen Urteils-Weg, bitte mal wirklich durch-DENKEN!!!

Es ist ja wichtig sich Ziele zu setzen, damit man sich ausrichten kann, aber BITTE BITTE, KEINE URTEILE !!! FRAGEN, FRAGEN, FRAGEN, bis man was sieht und dem dann bitte auch nicht gleich glauben !!! Sondern dann mit dem anschauenden Denken betrachten, anfassen, mal drauf klopfen, wie klingt das, wie fühlt es sichan, wie heisst Du, bist Du ein ... und dann auf eine Antwort lauschen .... Aber bitte NICHT UR-TEILEN, das wäre Mord auf dieser Ebene und auch schon vorher.

Manfred

Monika Maria hat gesagt…

Fragen? ist das weitere Teilen auf die andere Seite hin. Werner hat ja gerade die Fragen und die Ur-teile in seiner Hand. Mit Goethe: fehlt leider nur das geistige Band. Und was ist geistig? Ein weiteres Ur-teil? Eine weitere Frage? Genau dies ist doch unser Dilemma, weil ES mit Worten nicht umschrieben werden kann, weil jedes Wort zu viel oder zu wenig ist.

Das Nicht-Vorhandene kann nur am so genannt physischen Resultat «abgelesen» werden. Anschauen. Erkennen. Das ist ALLES was wir für NICHTS tun können. Anschauen oder ES lassen und für jeden der das Angeschaute erkannt hat, wird die «Form» durchsichtig. Durchsichtig sein in den Bildern = hellsichtig; durchhörig sein in den Worten = hellhörig. Dafür wurden diese beiden Wörter geschaffen.

(*!*)

PS. Den «eigenen Film» anschauen ohne zu fragen oder zu urteilen.

Karmakonsument hat gesagt…

"Ohne meine menschlichen Beziehungen innerhalb der Anthroposophie, ohne die neuen Bande zu den Schwestern und Brüdern um Ken Wilber und ohne die Freunde um Andrew Cohen, wäre ich mit meinen geistigen Todes-Auferstehungs-Erfahrungen vielleicht einsam und physisch gestorben. Zutiefst glücklich. Und Tod. Erwacht und am Ende.

Ich hatte Glück, dass alles sprengende Glück des Erwachens, in einem avantgardistischen, kulturell-menschlichen Kontext zu erfahren, der diese nicht einzuordnende Erfahrung, mit mir einzuordnen wusste – sonst hätte ich vielleicht Pech gehabt."

sagt Herr G. Vielleicht ist sein vermeintliches Glück in Wirklichkeit sein großes Pech? Erwachen kann man ja wohl nur, wenn man (alleine) durch das Ende hindurchgeht, oder?

Monika Maria hat gesagt…

@ Karmakonsument
Lach mit mir um die Wette. : )
Der Name sagt ALLES, worum ES geht. Konsum ist anhaften. Was könnte Ihr Anhaften sein?

Also mein Anhaften ist hier zu schreiben z.B.. Denn: alles ist gesagt, NICHTS ist getan. Nichts ist gesagt und ALLES ist getan.

Der Satz gefällt mir! Ich lach schon wieder über mich selber. Mein Mann würde den ersten Satz für mich voll unterschreiben. Ich tendiere im Moment zum zweiten hin. : )

Mein Mann ist sehr großzügig! Er lässt mich NICHTS tun. Eine Gratwanderung! Spätestens wenn er Hunger und keine Wäsche mehr hat, ist es aus mit lustig. Das Haus und der Garten schreit auch nach Arbeit. Seine Aufträge an mich für die Firma will er auch zeitgerecht abgeliefert sehen. Huch, ich seh schon wieder KARMA auf mich zukommen. Er hat nämlich diese Woche von seinen Mitarbeitern Ferien verschrieben bekommen. Jetzt geht´s mir an den Kragen. – Ja, ich komme schon. Lach : ))))

(*!*)

Anonym hat gesagt…

Zitat Werner:
"Würden Sie irgendwo den Satz des Pythagoras im Original finden. Und würden Sie entdecken, dass er nicht mit dem übereinstimmt was Ihre Lehrer Sie gelehrt haben. Was würden Sie denken? Würden Sie denken: Pythagoras muss wohl falsch gedacht haben, oder würden Sie denken: meine Lehrer müssen wohl etwas falsch verstanden haben und ich selbst muss umdenken."


Lieber Werner,

ja, ich würde meine Lehrer darauf ansprechen. Vielleicht nicht sofort, weil die Enttäuschung mich wohl erst einmal zutiefst handlungsunfähig machen würde. Doch dann würde ich ganz sicher reagieren.
Und ich müsste mich selbst fragen, warum ich solange so voller Vertrauen den Ausführungen meiner Lehrer gefolgt bin, anstatt mir das Original zu Gemüte zu führen und mich mit eigenen Augen zu überzeugen, was geschrieben steht.

Doch ich merke gerade, wie unpassend mein Beispiel ist. Denn ich kann jederzeit überprüfen, ob das, was mir meine Mathematiklehrer beigebracht haben wahr ist oder nicht. Ich muss dafür nur ein paar Gleichungen aufstellen und ihre Lösungen erarbeiten. Dann sehe ich es.

Mit Steiner ist das nicht so einfach. Es war mir bis vor kurzem nahezu unmöglich, mir auch nur annähernd eine Vorstellung z. B. von Astral- und Ätherleib zu machen. Ich las, andere erklärten, ich selbst versuchte, Erklärungen zu finden und dennoch konnte ich mir kein Bild davon machen und blieb unbefriedigt. Was um Gottes willen meinte Steiner nur?
Das war die Frage, die mich bei vielen seiner Texte verfolgte - teilweise bis in den Schlaf. Auch wenn ich mir einiges erarbeiten konnte, diese eine Frage blieb.

Dann wurde mir etwas zuteil, was man wohl ein Einweihungungserlebnis nennt und schlagartig bekam ich die Antworten, sogar zu Fragen, die ich noch gar nicht gestellt hatte. Ja, so möchte ich das mal nennen.
Nichts, aber auch gar nichts zweifle ich mittlerweile an, was Rudolf Steiner jemals geschrieben hat, selbst wenn ich es noch nicht ganz erfassen kann. Dieser begnadete Mann hat versucht, etwas in Worte zu kleiden, was das menschliche Sprachvermögen um unendliche Ausmaße übersteigt. Und es ist ihm in einem Maße gelungen, dass Menschen, die sich bemühen, teilhaben können an uralten, kosmischen Gesetzen und Wahrheiten.

Und Herr Gronbach hat den Intellekt und die Befähigung, jenseits der Sprache Rudolf Steiners, eben dieselben Ausagen in einer etwas anderen Sprache zu wiederholen - wie ein guter Lehrer.
So dass auch andere Menschen, Zugang zu den Weisheiten Rudolf Steiners bekommen. Und dennoch bleibt die Möglichkeit, Rudolf Steiner im Originl zu lesen.

Das Christentum, so wie es heute von vielen Menschen noch verstanden wird, entspricht meiner Meinung nach, nicht einmal annähernd dem, was Steiner darüber aussagt. Man möge dazu einmal sein Werk - Von Jesus zu Christus - durcharbeiten oder vielleicht auch - Das fünfte Evangelium.
Wenn also von Erneuerung des Christentum gesprochen wird, kann es sich dabei nur um eine Annäherung an das handeln, was Steiner dazu geschrieben hat.

Lieber Werner, bleiben Sie bei Ihren Fragen, dass zeugt von wirklichem Bemühen, sich Rudolf Steiner und die Anthroposophie zu erschließen. Ich kann sie nur ermuntern, nicht nachzulassen in Ihrem Wissensdrang.


Herzlichst

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

... in der Christengemeinschaft heisst es "Menschen-Weihe-Handlung" und nicht mehr "Gottes-Dienst" !!

Manfred

JANET hat gesagt…

Ich schenke euch mal was.... : )

und zwar meine herzliche Anteilnahme. Mehr ist zu viel!

ALLES LIEBE
JANET

Werner hat gesagt…

@ Janet

Sie haben gefragt, was Christentum heißt und was es bedeutet. Dazu gibt es ja bekanntlich die unterschiedlichsten und die widersprüchlichsten Auffassungen.

Für mich bedeutet Christentum alles, was mit dem Christus zu tun hat. Der Christus ist für mich der Geist oder der Gott, das Wesen, das alle Menschen verbindet. Aus einem Gedicht von Christian Morgensterm sind die Zeilen:

Ihr alle seid in mir,
aber in wem bin ich.
(Der einsame Christus)

Und damit die zweite Zeile mit "in mir" beantworten werden kann, sind wir hier auf der Erde. Und dahin muss jeder seinen Weg gehen. (Wenn er "will") Das ist für mich Christentum. Und dabei kann die Anthroposophie helfen. Wenn man "will".
Ich meine damit aber auf keinen Fall, dass Anthroposophie das neue Transchristliche ist. Man findet dort aber das Christliche geisteswissenschaftlich beschrieben finden.

Jacky hat gesagt…

Was habt ihr nur alle gegen Groni? Wieso erleuchtet? Er ist doch einfach nur ein dufte Typ! Ich hab mir schon ein Bild von ihm aufs Händi geladen, mit einem Bild wo er so süß lächet, Endgeil!

Anonym hat gesagt…

*lach*

Jacky der war klasse.... stimmt, süss ist er obendrein!!!


Kerstin Zahariev.

MonikaMaria hat gesagt…

@ Werner
Ich habe mir erlaubt eine kleine Änderung im Gedicht zu machen. Damit wird es für mich zu einem Aufruf, der mich tief berührt: Erwachet.


Der einsame Christus

Erwachet und betet mit mir!
Meine Seele ist traurig
bis an den Tod.
Erwachet und betet!
mit mir!
Eure Augen
sind voll Schlafes, –
könnt ihr nicht erwachen?
Ich gehe,
euch mein Letztes zu geben –
und ihr schlaft ...
Einsam stehe ich
unter Schlafenden,
einsam vollbring ich
das Werk meiner schwersten Stunde.
Erwachet und betet mit mir!
Könnt ihr nicht erwachen?
Ihr alle seid in mir,
aber in wem bin ich?
Was wisst ihr
von meiner Liebe,
was wisst ihr
vom Schmerz meiner Seele!
O einsam!
einsam! Ich sterbe für euch –
und ihr schlaft!
Ihr schlaft!

Ein Same : )
ER ist in mir und ich in IHM

(*!*)

JANET hat gesagt…

Achherje...soweit geht die Liebe aber nun nicht..Bildchenkult auf dem Handy watt einem noch die Birne verstrahlt und das letzte bisschen Licht ausbläst. Nagut jedem das seine..mir der Meister! äh, das Meiste.


Ah mir kam gerade ein einleuchtender Gedanke.


@Werner

die zwei Zeilen von Morgenstern sind herzzerreissend schön.

"...alle Menschen verbindet.."
was ist mit anderen Religionen? Schliesst das Christentum alle anderen Religionen mit ein, heisst alle anders gläubige Menschen? Kann das Christentum nicht eine Entwicklungsstufe sein, nachdem eine nächste folgt. Wenn man sich das Christ sein so einerleibt hat und nun sind ja schon 2000 Jahre vergangen, könnte da nicht etwas Neues kommen? Oder müsste da nicht logischer Weise was folgen...

Ich hab die Erfahrung gemacht vor allem Neuem wird erstmal zurückgeschreckt und sich aufgebäumt damit alles bleibt wie es ist aber das ist schon der erste Schritt der Annahme und langsam muss man sich dann doch dem Neuen beugen sonst bleibt man ganz einfach zurück. Aussen wie Innen.

O*
JANET

JANET hat gesagt…

Monika deine Signatur sieht aus wie ne Eule!

~j~
U

Scheibenhonig hat gesagt…

Diese Atmosphäre hier gefällt mir überhaupt nicht.
Da schreibt der Sebastian so einen großartigen Text und Euch fällt nichts anderes als sentimentales Geschwafel dazu ein.
Ich finde, das hat er nicht verdient.
Ich finde, das habt Ihr nicht verdient.

(°o°)

MonikaMaria hat gesagt…

Gut nä.
Falls ich mal nichts mehr sage, hier die Übersetzungen vorab. Lach!


(º!º) sehr erstaunt

(º!*) blaues Auge

( ¯!¯ ) skeptisch

(˙!˙) Erbsenzähler

( º¿º ) Naseweis

(´!`) Schnüff

(’!') Huch!

( ¯o¯ ) OOOOOOMMMM

( º∆º ) Schnee von gestern

(°o°) Bärchen

(ˆoˆ) Freude und Lachen

(ˆ•ˆ) Bussi

(ˇ•ˇ) Tja

Old Shatterhand hat gesagt…

Spass beiseite:
Was haltet ihr davon, ein Pc-Spiel als "Mission" zu machen? So eine Art Ego-Shooter, aber wo dann alle erleuchtet werden. Statt Schießen einfach meditieren und im letzten Level bleibt dann einfach nur ICH BIN übrig? Wär doch cool oder?

Was haltet ihr eigentlich von UFOs?

MonikaMaria hat gesagt…

@ Scheibenhonig
Das war jetzt nicht der Kommentar für Dich.
Aber ganz ehrlich, wir sind hier sehr ernst, auch beim Lachen! Verwirrung und «irritiert sein» kann zur Erleuchtung führen. Lachen übrigens auch. Ich hab im Prozess schon einige Varianten erlebt. Manche waren fast tödlich. Nicht gelogen. Lachen ist mir lieber. Tut weniger weh!

(*!*)

Werner hat gesagt…

@ Janet

"Das WAHRE Christentum beinhaltet Religionsfreiheit."

Aber auch: "Keine Religion höher als die Wahrheit."

Die genaue Quelle kann ich leider nicht angeben. Aber ich habe es so bei Rudolf Steiner gelesen.

Das bedeutet ein neues Denken, ein Umdenken. Eine völlig neue Sichtweise. Alles umfassend - grenzenlos.

Werner hat gesagt…

@ Janet

Wenn es eine Wahrheit gibt, dann ist sie heute so wahr, wie sie es gestern war und morgen sein wird. Der Kirschbaum ist im Frühling mit seinen Blüten genau so wahr Kirschbaum wie im Sommer mit seinen Früchten. Obwohl er jeweils völlig anders aussieht. Es ist der selbe Baum - er ist nicht NEU. Man sieht ihn und beschreibt ihn aber jeweils anders.
Was ist das wahre am Kirschbaum?

Gronbach bittet zu Tisch... hat gesagt…

Mahlzeit!

Anonym hat gesagt…

Das Christentum ist noch nicht einmal am Beginn seiner Entwicklung – das hat so ähnlich auch mal jemand gesagt. Er hat damit aber etwas ganz an-deres gemeint als Janet, die nach 2000 Jahren langsam aber logischerweise mal „was Neues“ erwartet – ein typisches hochmütiges Geurteile der Ex-und-Hopp-Gesellschaft, auch wenn man ganz auf erleuchtet macht! Das Christentum und auch Rudolf Steiner – beide sind noch immer überhaupt nicht verstanden. Hoffnungslos wird es allerdings, wenn man einen Gronbach aufs Handy lädt, äh, als neuen Lehrer und Übersetzer von Steiner ver-göttert. Gronbach im Kopf = von allen guten Geistern verlassen. NICHTS im Kopf = ebenso = Steiner völlig missverstanden. Bekanntlich wird ein Vakuum ja von allerlei anderen Ungeistern gefüllt. Das Gronbach-Wilber-Cohen-NICHTS ist ein völlig anderes Nichts als das, was Steiner erwähnt, wenn er z.B. von der Schöpfung aus dem Nichts spricht. Manroe schreibt: Was wäre, wenn Sie sich, Werner, täuschen???? Antwort: Was wäre, wenn er sich NICHT getäuscht hat? Bitte mal wirklich durch-DENKEN!!!

MonikaMaria hat gesagt…

... Das Christentum und auch Rudolf Steiner – beide sind noch immer überhaupt nicht verstanden ....

Dem kann ich zutiefst und von ganzem Herzen zustimmen!

Aber mit dem Verstand können beide nicht verstanden werden. Sonst wären wir weiter. : )

(*!*)

Anonym hat gesagt…

Richtig - aber so wie es Gronbach macht, geht es ebensowenig - siehe oben.

ICH+ich hat gesagt…

Was ist richtig, wenn ES bis heute die Herzen noch nicht ergriffen hat?

Zu der Zeit, wo ES ohne Kompromisse mehr für mich erfahrbar geworden war, ES traf mich wie der Blitz, kann ich nicht gerade behaupten, dass ich das Christentum, geschweige denn Steiner wirklich begriffen hätte, trotz intensiven Studiums von 24 Jahren. Zum Erleben von Christentum oder Rudolf Steiner war ich erst nachher fähig und zwar so intesiv, dass es mich beinahe das so genannte Leben gekostet hätte. Bei Rudolf Steiner fand ich nur wenige Hinweise, wie man mit diesem Zustand umgehen kann: Aushalten!

Vertrauen und Liebe wären aber die Zauberworte gewesen. Bis ich das bis in die letzte Konsequenz hinein begriffen hatte, brauchte ich aber weitere vier Jahre.

Ich kann wirklich nur eines sagen, der Mechanismus von Verstand muss absolut ausgeschaltet sein, sonst wird das, was wirkliches Christentum ist, nicht erlebbar. Nie und nimmer. Never! Der Begriff Christentum bleibt als Hülle zurück. Ab da zählt nur noch der Inhalt und der kann mit gewöhnlichen Worten nicht beschrieben werden, weil ständig der Verstand etwas begreifen will, was nur erlebt werden kann.

Im 27. Kapitel sagt Jesus Christus:
Und dies ist das Leben
in aller kommenden Zeit,
das sie erwachen
in der EINENDEN Erkenntnis des Geistes,
in der Du bist
der einzig allumfassende und wahre Gott
in der wirkt
der, den Du gesandt hast:
Jesus Christus.

Das Pfingstereignis wird bis heute nicht verstanden!
Diverse Male weist Christus immer wieder auf dieses Ereignis vor seinem Tod hin.

Ich möchte Sie fragen: Was bedeutet dieser Tod am Kreuz für Sie? Nicht vom Verstand her, vom unwiderruflichen Erleben her?

Der Verstand lebt von der Angst, vom Bewerten und Urteilen.

Ich freue mich auf weitere Gespräche mit Ihnen und vielleicht hat dieses Anonym irgendwann einen Namen. : )

Herzlich
MonikaMaria

Jacky hat gesagt…

Hilfe, ich hatte einen Gronbach-Alptraum! Es saß in einem Waldorfkindergarten und viele Kindergärtnerinnen wollten Sex mit ihm. Er saß vor seinem Laptop und sagte: Ihr seid doch schon längst INTEGRIERT, erkennt ES! Da ging Dr. S. draußen vorbei, er sah G. nicht und G. erkannte ihn nicht! Tragisch!

manroe hat gesagt…

Ich muss mal kurz erwähnen, dass ich mit meiner Variante des NICHTS sehr gut klarkomme und es für mich soetwas wie ein Geburtskanal meines Seins erlebe. Zur Zeit kann ich mir schwer vorstellen und ich bekomme es auch nicht in mein Erleben herein, dass es zwei NICHTSe geben könne, vom Prinzip her!! Vielleicht gehts nur um den Namen?

So und dann gehts von da aus ins Transchristentum.

Aus GA 107 S.313/314
"Derjenige, der nur von Evolution und Involution spricht, der wird von der Entwicklung so sprechen, als wenn sich alles nur wiederholen würde wie ein Kreislauf. Solche Kreisläufe aber können nimmermehr die Weltenentwicke-lung wirklich erklären. Nur wenn wir zur Evolution und Involution diese Schöpfung aus dem Nichts hinzunehmen, die den Verhältnissen, die da sind, Neues einfugt, dann kommen wir zu einem wirklichen Verständnis der Welt."

"Der Mensch aber ist selber imstande, sich einzufügen diese Schöpfung aus dem Nichts. Der Mensch wird aber erst dadurch dazu imstande, daß er sich zu dieser Freiheit des Selbstschaffens durch die freieste Tat, die sein Vorbild werden kann, hinauferhebt."

"Es ist ein schwerer Gedanke, aber die christliche Esoterik wird das niemals außer acht lassen, und alles beruht darauf, daß man den Gedanken der Schöpfung aus dem Nichts zu Evolution und Involution hinzuzufügen vermag."

GA210 S. 248
"Versuchen Sie einmal, recht besonnen in Ihre Seele hineinzuschauen, dann finden Sie etwas, das an der Seele des modernen Menschen zehrt und nagt: Was da zehrt und nagt, das ist, daß durch die moderne Naturwissenschaft eine Austilgung des Sittlichen aus dem Bereich der Realitäten festgestellt wird. Anthroposophie zeigt, wie durch den Menschen das Naturgesetz durchbrochen wird, zeigt, wie durch das Sittliche die Materialität vernichtet wird, um dann neu wieder aufzubauen als Materie, aber nun als solche die Träger einer sittlichen Weltordnung werden kann. Die Materie entschwindet, aus einem Nichts entsteht die neue Schöpfung. Das, was in unserer Haut steckt, das hängt zusammen mit den absterbenden Kräften der Materie, aber das, was die Welt wieder aufbaut, das haben die Naturwissenschaften vergessen."

Manfred

ICH+ich hat gesagt…

Liebe Jacky

Träume sagen viel aus und wie Dr. Steiner meint, vor allem über sich selber. Das hat unmittelbar mit den eigenen Wünschen und Interpretationen von angenehmen oder unangenehmen Begebenheiten zu tun. Das Träumen ist meist ein Spiegel der eigenen Befindlichkeiten. Jung und Freud würden aus dem Gesagten noch viel mehr ziehen. Das meine ich liebevoll und nicht diskreditierend.

MonikaMaria

PS. Als Tip, die eigenen Anhaftungen können sich sehr unangenehm bemerkbar machen, weil sie sofort Resonanz aufnehmen. Was wäre, wenn dieses Anhaften sich im tiefsten Kern einfach als Liebe zeigen täte. Ich habe viel geweint bei dieser Erkenntnis.

MonikaMaria hat gesagt…

Noch ein Nachtrag:
Dr. Steiner hat übrigens auch gesagt, dass sich in der geistigen Welt immer dass Gegenteil zeigt. Das mache dann die Interpretation mit dem Verstand so schwierig. Bitte auch nachlesen. Könnte im Band Theosophie der Rosenkreutzer stehen. Ein Buch, was mich damals vom Saulus zum Paulus werden ließ. Wenn´s wichtig ist schaue ich gerne nach und stelle es dann rein. Geht aber erst heute Abend dann.

Viel Liebe
MonikaMaria

Jacky hat gesagt…

Danke, MonikaMaria, ich glaube auch, dass es mit mir zu tun hat, ich glaube ich mach den PC jetzt über Ostern besser aus, und das Handy auch, ich muss mal wieder auf andere Gedanken kommen...

JANET hat gesagt…

also hier ist ja ein heilloses Durcheinander..*lach*

Ich hab gestern erfahren beim Booch lesen..Es gibt alles schon die Zukunft ist schon genau wie die Vergangenheit da. NUR mein Bewusstsein ist noch nicht groß genug alles zu überblicken... Es ist alles schon vorhanden..Wir Leben in -zig paralellen Bewusstseinswelten..so glaube ich.

Und was könnte Bewusstsein erweitern?

Spass beiseite:
Was haltet ihr davon, ein Pc-Spiel als "Mission" zu machen? So eine Art Ego-Shooter, aber wo dann alle erleuchtet werden. Statt Schießen einfach meditieren und im letzten Level bleibt dann einfach nur ICH BIN übrig? Wär doch cool oder?


Also ist diese PC Spiel nicht schon am Laufen.. GENAU HIER?


Was haltet ihr eigentlich von UFOs?


Was soll ich davon halten? Ich hab noch keins gesehen? Aber Erich v. Däniken kennt sich da ganz gut aus. Der MysteryPark in Interlaken macht am 15. Mai wieder auf.

(º!º)
(ˆ•ˆ)

thats great, Monika! : )

KUSS
JANET

Werner hat gesagt…

Zum Verstand, Denken

Der Verstand ist doch für mich, für den Menschen allgemein im Moment das Wichtigste im zwischenmwnschlichen Bereich. Nur wenn ich meinen Verstand benutze kann ich der Diskussion hier folgen. Nur wenn ich über etwas nachdenke, über ein Objekt oder eine Handlung, kann ich das, was ich wahrnehme auch verstehen. Auch wenn ich z.B. bei der Meditation Wahrnehmungen habe, kann ich erst hinterher das Wahrgenommene verstehen. Nur mit dem Denken kann ich doch alles Erleben erst richtig einordnen. Und wenn ich es falsch eingeordnet habe, kann ich es auch selbst wieder durch das Denken berichtigen. Auch das was Liebe ist kann ich doch erst verstehen, wenn ich den Gedanken "Das ist Liebe" in meinem Bewusstsein erfasst habe. Das Gefühl nehme ich wahr, erlebe es. Empfinde es als erhebend als beseligend. Aber ohne den dazugehörigen Gedanken bleibt das Gefühl für mich ein momentanes Erlebnis, das in meinem Bewusstsein keine Spuren hinterlässt.
in der "Philosophie der Freiheit" ist das sehr ausführlich ausgeführt.
Das Denken ist das Verbindende. Meine Gefühle sind für mich wichtig; sind innerhalb meiner Seele. Wir können uns ja nicht direkt mit Gefühlen verständigen. Wir müssen handeln. Den anderen in den Arm nehmen (auf die Stirn küssen), ihm eine runter hauen, weinen, lachen, darüber reden, um Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Wir können Gefühle nicht als Gefühl vermitteln. Selbst wenn wir jemandem liebevolle Gedanken schicken wollen, benutzen wir den Verstand, das Denken um ein Gefühl zu übermitteln.
Durch das Denken kann ich (auch) das Gefühl erst wirklich verstehen.

Das war jetz viel Verstand - aber mit Gefühl.

@ MonikaMaria

Ich denke, man muss aufpassen, dass man das Christliche, das Religiöse nicht zu eng mit Anthroposophie verbindet. Anthroposophie ist Geisteswissenschaft und Christentum ist Religion. Geisteswissenschaft erklärt das Christentum, ist aber in seinen Grundzügen (Geistes-)Wissenschaft. Rudolf Steiner hat auch darauf hingewiesen Christengemeinschaft und Anthroposophische Gesellschaft klar voneinander zu trennen.

Zum Einsamen Christus
Wachet und betet mit mir -
Damit ihr Er-wachet. (und wach bleibt)

Zum Pfingstereignis (etwas verfrüht!?)
Deshalb erst mal Ostern.
Das Erwachen von Maria von Magdala. Sie erkennt den Christus nicht. Erst als sie sich um-dreht ERwacht sie und sieht den Christus da, wo er jetzt noch für uns zu finden ist.(beschrieben im Johannes Evangelium von Rudolf Steiner)

@ Manfred

Bezugnehmend auf Ihren Beitrag (Mittendrin) bei "Mission Wir".
Wie "hart" ist für Sie diese Wahrheit.

Ernsthaft und herzlichst

Werner

Ich wünsche erkenntnisreiche, gefühlsreiche und Frohe Ostern

manroe hat gesagt…

@ Werner

... bezüglich Ihrer Darlegungen zum Verstand.
Kann ich alles so gelten lassen und sehe es ebenfalls so, alles ok.

ABER: meine Lieblingsstelle aus den "Leitsätzen": (Anthroposophische Leitsätze GA26 Seite 68) "...davon, dass die Ideen des Menschen nicht nur denkend bleiben, sondern im Denken sehend werden, hängt unermesslich viel ab."

Da sind zweierlei Denken angesprochen, das erstere ist für mich dasjenige vom bloss reinen/normalen Verstand aus, das zweite das vom sehenden Denken aus. Das zweite Denken urständet mehr im Inneren, das erstere kommt mehr von aussen. Es gibt ein schattenhaftes Denken und ein gesehenes und man sollte heutzutage beide zu trennen versuchen.

Ausgehend vom Sprachgebrauch dasjenige, was man sofort assoziert mit "typisch Verstand" und das andere, was man gerne als Herzdenken bezeichnet, wo halt mehr mitspielt, um es nur mal kurz zu umreissen.

Da gibt es halt zwei Vorgehensweisen mit dem Verstand umzugehen und der typische Verstand wirkt heute zunehmend tötend und den meine ich.
----------------------
"Wie "hart" ist für Sie diese Wahrheit."

Eigentlich nicht besonders, aber sie tut schon weh, wenn man so zusieht, zusehen muss was da so geschieht, insbesondere vonseiten der Wissenschaft, wenn sie den Menschen beschreibt in unserem Sinne hier.

Ich freue mich aufrichtig über Ihre Beiträge und schliesse mich Ihren Wünschen an

Manfred

Individualität+Persönlichkeit hat gesagt…

Lieber Werner
Hier noch diese Variante, die Manfreds Aussagen auf anderer Ebene beleuchten:

Verstandes-Denken
Leibfreies Denken

Diese Begriffe verwendet Rudolf Steiner immer wieder. Ich hatte sie lange nicht verstanden.

Nach meinem intensiven Studium von GA53 «Ursprung und Ziel des Menschen» bin ich auf Folgendes gekommen.

Das Verstandes-Bewusstsein ist eng mit der Persönlichkeit (dem Ego) verbunden. Hier ist der Pragmatiker zu finden, sagt Steiner: «... dass es niemals die Pragmatiker sind, welche den wirklichen Fortschritt der Menschheit bringen. Die Pragmatiker haben kein Urteil über das, was der Zukunft gehört. Sie sind die eigentlichen Konservativen, die jedem Gedanken, der in die Zukunft geht, alle möglichen Hindernisse entgegensetzen. Es ist eine gewisse Betonung ihres ausschließlichen Könnens und ihres Autoritätsgefühls so leicht bei den Pragmatikern herauszufühlen.»

Das leibfreie Denken, ist kein «gesteuertes» Denken. ES geschieht und ES werden keine Schranken gesetzt. ES wird wahrgenommen, wenn jegliches eigenes Verstandesdenken schweigt. Das «Phänomen» wird nur betrachtet und das geht praktisch nur über einen meditativen Zustand. Menschen, welche viele Ideen haben, können diesen Zustand sozusagen blitzartig herstellen.

Interessant wäre durchaus mal zu beschreiben, wie sich energetisch das Verstandesdenken vom leibfreien Denken unterscheidet. Also: wie fühlt sich das körperlich an.

Einen deutlichen Unterschied erlebe ich z.B.:
Im Verstandesdenken ermüde ich außerordentlich schnell, der Kopf raucht. Der Verstand hat unglaublich viel zu tun mit einordnen, vergleichen, bewerten usw.. Der Körper will sich schlafen legen.

Im leibfreien Denken fühle ich mich so, wie wenn «ich wach geschlafen hat» (was das Persönlichkeits-Ich auch tut, denn der Verstand ist praktisch abgestellt) und bin topfit. Ich kann die Phänomene (neue Gedanken, Ideen) vernetzen und es macht richtig Spaß. Ich fühle mich ausgeruht, wie nach einem Mittagsschlaf. Danach erst tritt der Verstand in Aktion.

In meinem Blog habe ich einen Post über
«Individualität und Persönlichkeit»
geschrieben. Hier kann sich vielleicht einiges erhellen. Ist nur ein Tipp.

Herzlich : )
MonikaMaria

manroe hat gesagt…

Liebe Monika, spannend
ich wünsche mir von Dir noch ein paar Ausführungen über das Pfingstereignis !!!!

... im leibfreien Denken ists wie im Kino, ich verfolge mit spielerischem, feurigen Interesse, was dort geschieht, mit ner Tüte Popcorn in der Hand --- und ich bin in der Lage mir meine Filme selbst einzulegen. Man ist eigentlich vollkommen entspannt, aber ausgerichtet und wach. Man bekommt Energie und verbraucht sie nicht (wie Du sagst).

Extrem spannend auch, welchen Film der andere einlegt, dass Filme sprechen können, weil sie sich durchdringen und Neues schaffen, der Begriff BILDUNG bekommt hier seine eigentliche Bedeutung zurück, HD-TV !! als Kopie der Wirklichkeit.

Und das allergrösste Wunder, wenn man sich das mal WIRKlich anschaut, ist, das das geht. DAS DAS GEHT, das hört sich so simpel an --- diese "Schöpfungsinstanz" in uns, sie sieht, sie hört, sie versteht, sie bringt hervor und löscht wieder aus, dieses Werden-Sein-Und-Machen macht mich immer grösser, sie bildet mich, weil ich mich bilde, bis ich im "Bilde bin". DAS DAS GEHT, ich bin immer wieder staunend fassungslos, Gott sei Dank, das wäre dann auch eine tiefe Verneigung vor dem heutigen Tage.

Manfred

Werner hat gesagt…

@ MonikaMaria (In Metamorphose)

Das Denken beschäftigt mich bereits lange Zeit. Immer wieder kommt eine neue Erkenntnis hinzu. Ich versuche es schon eine Weile mit der "Philosophie der Freiheit" zu erfassen, erlebend zu erfassen.

Ein schöner Satz, der zu Ihrem Kommentar passt: Nicht ich denke bloß, es denkt in mir.

Sie schreiben: "Interessant wäre durchaus mal zu beschreiben, wie sich energetisch das Verstandesdenken vom leibfreien Denken unterscheidet. Also: wie fühlt sich das körperlich an."

Ist da nicht ein Widerspruch: LEIBFREIES denken KÖRPERLICH fühlen zu wollen. Und wenn es dann beschrieben werden soll, kann das ja wiederum nur über den Umweg des Denkens geschehen.

Ich versuche das Denken frei von allem körperlichen als eine Realität an sich zu vrstehen, zu erfassen. Eine Kraft, eine Energie kann ich nur wahrnehmen. Wenn es auch eine ÜBERsinnliche Wahrnehmung ist. Nach dem Wahrnehmen kann ich sie dann mit dem Denken erfassen. Das Denken kann ich als Denken erfassen(wahrnehmen) und durch SICH SELBST begreifen.

Sie beschreiben ja die eigene Erfahrung eines leibfreien Denkens.
Wenn Sie sich in so einem Moment als Beobachter empfinden, stehen Sie ja über diesem beobachteten Denken und doch mittendrin. Wenn Sie jetzt etwas anderes suchen das hinter diesem Denken ist (eine Energie) und das beschreiben wollen, müssen Sie doch wieder zu dem Denken zurück um diese Energie im Bewusstsein zu erfassen.

Wenn das Denken als Realität "verstanden" wird, brauche ich nichts als das Denken um das Denken zu erfassen, zu verstehen, zu begreifen. Ich brauche keinerlei Form von Energie zu suchen um das Denken zu erklären. Das Denken "IST"!

Denkgewohnheiten sind hier ein großes Hindernis (eigene Erfahrung! - täglich erlebt - ICH arbeitet dran)

Herzlichst persönlich

Werner

manroe hat gesagt…

@ Werner -- ich schieb mich mal dazwischen, sorry

Ich erlebe das Denken als eine Art UR-Werkzeug mittels dessen ich an ein jedes herantreten kann, um selbiges zu erfassen (ich sage hier NICHT mehr VER-stehen !!).

Man kann einer solchen denkerischen Tätigkeit zusehen, weil das Denken in meinem Auftrag tut, wonach ich strebe.

Dem Denken übergeordnet ist die Wahrnehmung oder welch Objekt auch immer, in meinem Bewusstsein. Wahrlich, lebendig, schöpferisch und ursprünglich DENKEN geht nur, wenn überhaupt etwas da ist, was es zu bedenken und als Resultat zu e r f a s s e n gilt.

Das DENKEN will gelenkt sein !!! ICH DENKE -- ICH!! ICH stehe über dem Denken, obgleich eine jede Tätigkeit, die ICH dann lenke, ein DENKEN ist. TUN ist DENKEN, aber ICH bin es, der TUT.

Manfred

ICH+ich hat gesagt…

@ Werner (auf dem Weg vom Saulus zu Paulus) : )
Danke. Sehr schöner Beitrag.

@ Manfred: Wunderbar Deine Beschreibung über den «Film», denn ich erlebe ES genauso.

«Nicht ich denke bloß, ES denkt in mir.»

Hier beschreibt Steiner wunderbar genau diesen Unterschied zwischen Verstandesdenken und leibfreiem Denken.

Nicht ich denke bloß = ich als Persönlichkeit mit all meinen Anhaftungen = Verstandesdenken.
ES denkt in mir = ICH als Individualität, welche die Anhaftungen der Persönlichkeit in sich gekreuzigt hat! = leibfreies Denken. Ich bin der Beobachter des/meines Denkens, wenn ICH mit ich diese Position einnehmen will.

Auch dieses Wollen ist aufgeteilt.
Das Wollen in die Tat umsetzen, dafür brauche ich die Persönlichkeit.
Als Beobachter des GANZEN nehme ich wahr, was in die Manifestation gehen will. Mit anderen Worten: Mein persönliches Wollen mit all seinen Anhaftungen kreuzige ich zu Gunsten dessen, was dem GANZEN DIENT und damit geschieht das: Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe. ICH+ich sehen die NOT-WENIGKEIT zu handeln, damit die Not den anderen gelindert wird.

Und nun noch zum Dritten, denn auch das ist aufgeteilt: das Fühlen.
Wenn ich das konditionierte Fühlen meiner Persönlichkeit kreuzige und zum Fühlen des GANZEN komme, den Unterschied kann ich als Beobachter meiner Selber wieder feststellen am Muster meiner Anhaftungen, kann ich bewusst DAS steuern und werde zum Schöpfer.

Ich kreiere dann nicht das, was den Bedürfnissen meiner Persönlichkeit mit ihren Anhaftungen dient, sondern ich kreiere das, was dem GANZEN dient. –

ES hat immer zwei Seiten. ES führt zu einem DRITTEN oder ES führt zu dem EINEN. DAS kann ich als BEOBACHTER steuern. Noch einmal ICH KANN, wenn ICH WILL. ICH BIN ES. Die Frage ist lediglich: wohin «es» führt, respektive wohin *ES* führt.

***

In der Position des Beobachters kann ich zweifaches wieder wahrnehmen. Lineares Denken und vernetztes Denken. Beides brauche ich, wenn meine Persönlichkeit mit ihrem Verstand danach wieder tätig sein will.

Hier hat Du, Manfred Denken und Wahrnehmung sehr schön beschrieben!

DAS SYMBOL für den TOD AM KREUZ ist der TOD der PERSÖNLICHEN ANHAFTUNGEN! Um nichts anderes geht es da und heute. JEDEN TAG!

In tiefer Verbundenheit mit Euch und dem heutigen Tag.
MonikaMaria

Jelena hat gesagt…

Lieber Sebastian!
Danke für deinen netten Kommentar zu meinem Blog!
Mit Interesse lese ich auch deinen und kann hier und da Gedankenanstöße finden, mich inspirieren lassen und für mich weiterdenken.
Ich denke, dies ist der "mediale"-Gedankenaustausch von heute...
Besten Gruß,
Jelena