Donnerstag, 23. April 2009

Schockwellen


Ein bisschen schäme ich mich für die folgenden Sätze. Sie klingen wie von einem Politiker, dem man ein Mikrofon unter die Nase hält – ich sag sie trotzdem: Ich bin tief betroffen von der Krebserkrankung Christoph Schlingensiefs. Ich bin tief getroffen davon, wie Schlingensief damit umgeht und ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Wie geht Christopf Schlingensief damit um? Er nimmt den Krebs persönlich.

Und er bleibt nicht dabei stehen, er lebt diese Krankheit öffentlich – so wie neulich das junge Mädchen in England, die bis zu ihrem Tod diese letzten Momente öffentlich inszenierte. Auch ein wenig wie damals Papst Johannes Paul II – er brachte den Tod ins Leben. Die bisher größte Leistung eines Papstes, die sonst immer das Leben in den Tod bringen wollen. Das LEBEN inszenierte den Tod. 

Sofort merke ich, wie mich die Ideologien der guten Erziehung packt und mich fragt, ob dieses „sich zur Schau stellen“, nicht widerwärtig sei oder zumindest moralisch fragwürdig.

Das öffentliche Leben von zutiefst persönlichen Fragen, Schmerzen und Leidenschaften hebt diese Fragen ins öffentliche Bewusstsein. Das ist ein Fakt. Ist es schlecht, wenn etwas im öffentlichen Bewusstsein ist? Gibt es Dinge, die wir lieber nicht im Bewusstsein haben sollten? Und ist die mediale Präsenz nicht eine legitime Form von gesellschaftlichem Bewusstsein?

Ich denke, der tiefere Grund, warum viele Menschen – mich eingeschlossen – öffentlich leben, ist der, dass wir das Gefühl haben, dass wir unsere existenziellen Geheimnisse nicht mehr alleine lösen können, sondern in die Welt tragen müssen, wo sie als ein Menschheitsereignis von allen Menschen gelöst werden. In einem Akt der Nächstenlieb. Und der Selbstliebe. Und der Gottesliebe. Spürst Du, wie dies in EINS zusammenfällt und gleichzeitig das unbedingte Engagement des Einzelnen verlangt?

Ist das nicht die Aufgabe des Individuums, so fragen manche, seine persönlichen Angelegenheiten selber zu regeln, anstatt sie an die Welt weiter zu reichen? Rudolf Steiner lehrte, was viele lehren: „Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.“ Und so haben wir modernen spirituellen Menschen aufgehört, diese strikte Trennung zwischen innen und Aussen, zwischen Ich und Welt zu vollziehen. „Nichts ist innen, nichts ist aussen, denn was drinnen ist ist draussen“, so beschrieb Goethe die Grenzenlosigkeit des Seins.

Ich muss einen Beitrag zur Lösung meiner persönlichen Probleme leisten – aber weder das Problem, noch die Lösung gehören mir. Ich habe tatsächlich Weltschmerzen - löse ich sie, sö erlöse ich die Welt. Darum ist es enorm wichtig sie zu lösen. Löse Du Deine Proble für die ganze Welt. Du bist der Erlöser - es kommt kein anderer. Und genau genommen, war auch nie ein anderer da. 

Deine Sorgen sind ein Menschheitsereignis - das macht sie gleichzeitig größer und kleiner. Das Universum hat eine universelle Frage und diese Frage erscheint als mein persönliches Problem. Löse ich mein Problem, so beantworte ich damit die Frage des Universums. Die heftige Betroffenheit, mit denen unsere persönliche Probleme in uns erscheinen, sind ein Hinweis auf den Absender der Frage: Das Universum.

Schlingensief ist nicht nur „betroffen“ von seiner Krankheit. Er ist „schockiert“ und diesen Schock gibt er an uns weiter, mit dem Satz von Joseph Beuys: „Zeige Deine Wunde“. Denn ohne unsere Wunde – wo wäre unsere Kraft? Die Schockwellen die von Schlingensief ausgehen, krachen gehen meine Tür und sie verlangen von mir, dass ich die Türe öffne – oder soll ich mich lieber verschließen? Was würdest Du tun? 

Ich kann damit nur so angemessen oder unangemessen umgehen, wie ich damit umgehe und dies ist was ich tue. Nicht mehr und nicht weniger. So kläglich, wie heilig. Wie kann man autonom bleiben, wenn einen der Schock umbläst? Wie kann man im Schock überleben?

Der Schock, so würden es Anthroposophen sagen, reisst den Ätherleib und den physischen Leib für einen Moment blitzartig auseinander. Nicht nur unsere gesamte Vitalität und frischen Lebenskräfte, sondern auch die Erinnerungen an alle Lebensmomente sind mit einem Augenblick aus uns rausgerissen. Denn diese Erinnerungen sind ebenfalls in diesem „Ätherleib“, in diesem „Lebensleib“ einprogrammiert. Wir stehen dann wie ein Fremder vor unserer eigenen vitalen Lebenskraft und wir stehen wie ein Fremder vor unserem eigenen Lebensplan. Vor dem Vergangenen und vor dem Zukünftigen. Alles bricht weg.

Im Schock erleben wir unser Leben als irreal. Wir sagen dann: „Ich fasse das nicht – das kann nicht sein – das ist nicht wahr.“ Wir sind uns selber ein Fremder – und gleichzeitig sind wir es selber, der sich fremd ist.

In diesem Schock lassen wir auch Dinge von fremden Menschen an uns zu, die wir sonst nie zulassen würden. Wir scheinen unsere Autonomie zu verlieren. Stehen neben uns. Und jetzt kommt Christoph Schlingensief und sagt diese drei Wort:

„Krank UND Autonom.“ 

Das ist ein magischer Satz. Denn plötzlich bin ich nicht nur dieser Mensch im Schock, ich bin nicht mehr nur dieser Mensch, aus dem das Leben rausgerissen wird. Ich bin nicht nur schockiert – ich bin derjenige, der sich seines Schockes bewusst ist. 

Ich bin nicht meine Wunde. Ich zeige meine Wunde. Sie gehört zu mir – sie macht mich ganz, aber sie ist nicht alles. Ich bin der Zweifel und ICH BIN der Trost. Und alles, alles ist in MIR. Ich bin Betroffener und gleichzeitig Zeuge des Schocks und erlebe die Macht, die von diesen Worten ausgeht: Ich bin krank und:

Ich -  Bin - Autonom.

Was ist Autonomie? Autonomie ist ein griechisches Wort und es bedeutet das, was Christoph Schlingensief meint: „Sich selbst Gesetze gebend“.

Gestern habe ich mich diesen Schockwellen ausgesetzt, die von Schlingensief ausgingen  – ich habe mich der Lähmung hingegeben. Furchtbare Ängste stiegen in mir auf. Ich stand in einer Kirche der Angst.

Kirche heisst "dem Herrn gehörig."

Ängste steigen in Sebastian auf. Sie schockieren Sebastian. Der Schock ist ein Ereignis, wie die Geburt von Sebastian ein Ereignis ist. Und sein Lachen und sein Leben und sein Sterben. Sebastian muss sich allem stellen – er kommt nicht an seinem Leben vorbei, auch nicht an seinem Sterben. Sebastian ist in diesen Gesetzen. 

Etwas ist nicht gesetzt. Etwas ist Autonom. Etwas ist Gesetzgeber. Meine Autonomie - ich kann sie immer fühlen. Sie hat mich nie verlassen, denn sie ist ICH. ICH BIN bei Sebastian. Bis ans Ende seiner gesetzten Tage. ICH war, bevor er gesetzt wurde. ICH werde sein, wenn er nicht ist. Meine Ängste gehören dem Herrn, der ICH BIN. 

"ICH BIN nicht gekommen, um Gesetze aufzuheben, sondern um zu erfüllen" (Math. 5.17)

Wie kannst Du autonom im Schock sein? Wie kannst Du Deine Gesetze erfüllen, anstatt in ihnen unterzugehen? Wie kannst Du im Frieden ruhen, wenn Du inmitten der Schockwellen stehst?

Anerkenne den Schock. So sehr, so lange, bis alles Schock ist. Schrei!!!

Dann verstehe was das bedeutet. DU lässt den Schock zu – DU bist nicht der Schock. Du bist dasjenige, was dem Schock erlaubt seine Schockwellen auszusenden. 

Was passiert mit den Schockwellen? Sie verlaufen sich in der Weite Deines Seins. Ja, ich gebe zu, dass kann eine scheinbar unendliche, schmerzvolle, tränenreiche und bitterböse Zeit sein und Du wirst Freunde brauchen, die Dir beistehen.

Einer dieser Freunde soll Dir versichern, was ich erfahren habe und Dir versichere: Die tobenden Schockwellen werden sich in der Weite Deines wahren Sein verlaufen und Du wirst sie als das erkennen, was sie bereits in diesem Augenblick sind: Die selbe Substanz, die Dein wahres Sein ist:

Ruhe & Frieden & Sicherheit. In der leuchtender Stille Deiner Autonomie.

Bereits heute solltest Du beginnen, ein Schüler dieser Stille zu werden – sie wird Deine wahre Autonomie sein. Durch alle Schockwellen hindurch. Übe Versenkung und Meditation – ziehe Dich dabei nicht aus dem Leben zurück. Übe Versunkung und Meditation inmitten der Schockwellen.

„Durch die Versenkung und Meditation kommt dann über den Schüler ein Gefühl von Sicherheit, Ruhe und Frieden.

Nicht ein Frieden, der nur in Ruhe besteht, sondern ein Friede, wie er eben nur in den höheren Welten zu finden ist und der hier nur erreichbar wäre, wenn wir ihn uns so vorstellen könnten: tosende, brandende, stürmende See, deren Substanz ja dieselbe ist, als wenn sie ruhig und glatt da läge.

Stände nun ein Mensch inmitten dieser brandenden tosenden See auf einem Wrack und könnte er sich da so weit selbst vergessen, keine Todesfurcht und Angst um sein persönliches Leben zu haben, sondern inmitten dieses Aufruhrs und der Todesgefahr nur in den erhabenen, großartigen Anblick des brausenden, tosenden Meeres versunken sein könnte und nur die Schönheit und Erhabenheit dieses Anblicks empfände, dann hätte er in diesem Moment den Frieden, wie er in der geistigen Welt zu finden ist.

In der geistigen Welt ist dieser Friede möglich, hier ist er nicht möglich, ausser wenn der  Mensch vollkommen sich selbst vergessen könnte in der Extase, um seine Seele so weit zu öffnen, dass der Frieden der geistigen Welt in ihn einströmt.“ (Rudolf Steiner, GA 266a) 

In "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" thematisiert Autor Christoph Schlingensief seine Krebserkrankung. Samstag, 02.05.09, 3sat, 20:15-21:55 Uh

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Halleluja" schrieben sie unter ihren letzten Artikel, den ich so-so-la-la fand. HALLELUJA schreibe ich unter diesen. Thanx!

(....und das alles kostenlos....Schuhe aus Plastik - Chrocks - die kosten 100 Euro oder so. Und das hier, kostet nix. Verrückte Welt).

Simone hat gesagt…

Lieber Anonym,

unter missiondienstleistung.blogspot.com habe ich gefunden:
"Wenn Du Gronbach und MissionMensch finanziell unterstützen willst, schreib eine Mail an: sekretariat.gronbach@gmx.net"

Vielleicht wollen Sie ja gern was zurückgeben.

Alles Gute.
Simone

Anak hat gesagt…

schock...schocktherapie...schockwelle...schockwellen...that's live bei aller spiritualitaet, wo sind die loesungen? wie ist heilung moeglich? warum passiert das? warum passiert das mir?
warum wieso weshalb und wieder warum wieso weshalb ??? warum?????????????????????????????????????????????????????????????????

selbstliebe; selbstakzeptanz; vergebung; schuld; scham; fehler; liebe; selbstverwirklichung; ich bin nichts; ich bin alles; hochmut; minderwertigkeit; ego; narzist; demut; mitgefuehl

wachstum
bewusstsein
irrgarten
schmerz
leid
freude
glueck
gluecklich sein
friede finden
.
.
.
getroffen
danke
anka

Thomas D hat gesagt…

Und obwohl du sie kennst, die Zeit
und ihre Regeln,
steht das dem Leid dem Moment
nicht entgegen.
Also lässt du es zu,
und es dringt in dich ein.
Du wehrst dich nicht mehr,
du lässt es herein.

Und dann begreifst du,
wenn du daran nicht zerbrichst,
dann reifst du.
Und dann entdeckst du,
wenn du das überstehst,
dann wächst du.

JANET hat gesagt…

Liebe ANKA..

jedes Wort was ich sagen wollte wäre kein Trost für dein Schock.
Ich weis, nun in allem muss man Sinn sehen auch im tiefsten Schmerz und Leid und größten Schock. Es rüttelt an einem "aufwachen". Irgendwie bekommt man den Adrenalinshock auch bewusst mit.. WACH! UND JETZT? welche Richtung?

your chance to change..
Unglaublich diesen Slogan hatte ein Auto auf der Heckschutzscheibe..gestern, ich musste mich nur kurz umdrehen obwohl ich mich nicht umdrehen musste, ich hätte ja auch scheuklappenmässig durch die Gegend laufen können, habe ich die Botschaft erhalten...Ich weis auch nicht was ich damit machen soll.. ist mir aber in dem Moment zugedacht worden. Welche Richtung soll ich nur wechseln? Ich leide aber ich weis nicht an was? Weltschmerz? phhh ist ja gar nichts gemessen an den Schmerz den ich bei dir gerade erlebe durch die Worte die du schreibst.

Jeder hat sein Säcklein zu tragen keiner will den Sack des anderen haben...Kuck mal wer noch größere Säcke als du schleppt, vielleicht hilfts..

Ich drück dich virtuell und schiesse ganz viel Bits rüber...
EIN BITFEUERWERK!

JANET

JANET hat gesagt…

Thomas D diese Zeilen höre ich oft...Wenns schlimm wird, einfach fallen lassen alles anstrengungslos über sich ergehen lassen..so eine gewisse Leckarschstimmung muss man sich mal angewöhnen...Kampflos kämpfend sich ergeben.

ICH+ich hat gesagt…

Diesen Satz sagte der weise, indische Arzt während der Ayurveda-Kur liebevoll zu meinem Mann, als er fragte, was er tun könne:

Change your mind!

Genau. Deswegen bin ich noch hier und habe den «Schock» überlebt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren. Meditation hatte ich mir selber verschrieben und auch dieses Geheimnis: Change your mind.

Herzlich
MonikaMaria

Schönes Tabuthema. Danke.
Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Erkenne die Liebe! Gebe dich ihr hin. Das war meine Lektion.

Der morganatische Maurer hat gesagt…

sehr gut: die frage inwieweit man seine probleme veröffenltlichen darf vom moralischen gesichtspunkt her! sehr gut: gronbach mit schlingensief mal vergleichen. bei schlingensief entsteht spontanes mitleid und christliche nächsstenliebe in seinem ringen um kontakt zu gott - er spricht menschheitliches bewußtsein vor der schwelle aus. bei gronbach nicht da entsteht bei mir nur spontane verwirrung - er hat ja schon die integrale sexyspontan erleuchtung. danke für die klarheit gronbach und schlingsief und mir selbst. jetzt verstand ich mich für sekunden - mich in der welt.

bis morgen auf der baustelle.

Anonym hat gesagt…

Und weil Du da bist, liebe MM und Sebastian weiss, dass Du das alles erlebt hast, darum kann Sebastian das hier schreiben. Weil Menschen wie Du ihn durch ihre Anwesenheit die Erlaubnis dazu geben. Das empfindet Sebastian so. In tiefer Dankbarkeit für Dein Dasein.

Auch Sebastian hast das alles so erlebt. Aber eben anders.

Das alles gehört zum Projekt WIR.

Herzlich

Anonym hat gesagt…

Ich glaube dieser Anonym hat den Maurer überhaupt nicht verstanden. Die Frage ist: War Rudolf Steiner etwa auch so ein Exhibitionist, der mit seiner Krankheit hausieren ging? Meine Güte Gronbach! Was wäre denn, wenn jeder Mensch mit seinem Leiden plötzlich rausginge und sagen würde: Hier leidet das Universum!

Anonym II hat gesagt…

Hallo Anonym I – dem Gronbach ist doch völlig egal, was er nimmt, Hauptsache er kann an dem Thema wieder beweisen, was Erleuchtung ist. Dann ist selbst das Persönlichste das Göttliche, was plötzlich alle angeht. Dann ist alles ICH – der Sex mit der Göttin, der Mercedes Benz (den Gronbach hoffentlich bald gespendet bekommt) oder auch der eigene Narzissmus. Nenn mir drei Laster oder drei Unwesentlichkeiten – Gronbach macht was draus...

Medienfrosch hat gesagt…

Der Vorteil von Schlingensief und Gronbach ist, dass sie überhaupt die Medien verfügbar haben, um ihr persönliches Leid bzw. ihre persönliche Erleuchtungsbotschaft und ihr (angebliches) Mitleid (O-Ton Gronbach: „Kirche der Angst“, immerhin: einen ganzen Tag lang!) in die Welt zu schicken. Großartig Gronbach! Wie mitfühlend. Und ein Glück hast du deinen Zeugen nicht verloren, sondern bist am Ende wieder da gelandet, wo der „Friede“ wächst. Was fürn Zufall! Aber was ich sagen will: Was ist denn mit all den namenlosen Menschen in Ruanda oder weiß ich wo? Was ist mit Tausenden von Kindern, die Tag für Tag verhungern? Stellt Euch mal vor, wir hätten eine Internet Community, in der sich plötzlich Milliarden Leute mit ihrem persönlichen Krebsleiden, Hungertod, ICH-Geplapper oder was auch immer medial inszenieren. Schöne neue Welt! Und es hätte sich auch so viel geändert – Mannomann. Also nur weiter hin zu einer milliardenfachen Selbstinszenierung, hin zur Illusion, dass dann das Universum plötzlich Milliarden Fragen hat. Klar doch... Soll man dann hin- und herzappen, um von all den Fragen was mitzukriegen? Könnte man jetzt auch schon haben. Und trotzdem bleiben die Kinder in Ruanda nicht so wirksam im Hirn kleben wie Schlingensief oder Gronbachs täglichem „Post zum Sonntag“. Tja, Pech gehabt...

Anonym hat gesagt…

Und warum bist Du nicht in Ruanda lieber Anonym. Der Schock wartet da auf Dich, wenn Du das so lieber hast. Geh hin!!!!! Schwatz nicht arrogant darüber! Geh hin und schau es Dir an!!!! Es ist ein massiver Unterschied, darüber so zu schwatzen oder diesen Schock selber erlebt zu haben.

MM

Anak hat gesagt…

wenn ich all diese dinge lese, wird mir oft schlecht vor unglaeubigkeit.
diese verdraengungsmechanismen wirken so tiefgreifend, jegliche sicht ist verbaut.
ich meine, die frage ist ja: was mache ich, wenn ich die diagnose krebs bekomme? wie gehe ich damit um. bleibe ich autonom, uebernehme ich die verantwortung fuer meine krankheit? bin bereit, andere wege zu gehen als die, gebotenen durch die allopathie?
vertraue ich auf die heilkraft in mir? vertraue ich auf die liebe?
bin ich bereit zu sterben (denn anders lebe ich auch nicht richtig)?
kann ich dem tod wirklich in die augen schauen?
kann ich es mit meiner selbstliebe vereinbaren, durch meinen koerper allergiftigstes gift laufen zu lassen und mich der radioaktiven strahlung auszusetzen?
was ist liebe?
ich meine, wir koennen nur froh darum sein, das solche menschen ihr schicksal oeffentlich leben, uns an ihren dilemmas teilnehmen lassen und vielleicht andere wege gehen. damit koennen nur wiederrum andere bestaerkt werden.
mit diesen fragestellungen komme ich zu mir, selbsterkenntnis.
und ueber diesen weg komme ich dann auch zur gemeinschaft, zu natur und umwelt. und auch zu ruanda und zu allem anderen. denn dann kann ich meine augen nicht mehr verschliessen. ich fuehle mich verantwortlich und werde mein moeglichstes tun, etwas zu veraendern. jeder fuer sich und vielleicht auch viele gemeinsam...
heilung, heilig: das ist ein ergreifendes thema. und wir werden uns meist erst der dinge bewusst, wenn wir mit der nase drauf gestossen werden.
danke. danke schicksal. danke tragoedie. das du mich erinnerst.

Medienfrosch hat gesagt…

Ich meine auch, es geht um die Verantwortung für sich selbst, seinen Körper, sein Leben, seinen Tod. Aber dafür kann man die Kirche im Dorf lassen. Wenn Gronbach erleuchtet ist, wieso hat er dann plötzlich einen Tag (oder eine Nacht) wieder solche „Angst“? Und warum lässt er medienwirksam die Angst der Schlingensiefschen Krebskrankheit in sich ein? Warum nicht die von Millionen Menschen, die tagtäglich anonym an Krebs sterben oder verhungern oder oder? Ich glaube, Gronbach weiß überhaupt nicht, WIE narzisstisch er seine angebliche Erleuchtung darstellt (natürlich immer im Dienste aller, klar, das auch noch...). Jeder, der still und leise und anonym Verantwortung für sein Schicksal übernimmt, ist großartiger!

MonikaMaria hat gesagt…

Es geht um Bewusstsein und es geht um Erkennen. Der eine tut dies laut, der andere lautlos. Gibt es daran was Falsches?

Erkennen heißt zusammenführen, annehmen, sich verbinden und sonst ist es kein Erkennen. Sonst habe ich die Teile in der Hand, fehlt leider nur das geistige Band.

Aber das geistige Band ist so ungnädig, denn es bindet auch das, womit ich mich ganz und gar nicht verbinden will. Es bindet mich sogar heftigst an das, worüber ich gerade gnadenlos am herziehen (!) bin.

Jede Form ist Geist, ausnahmslos. Hassen heißt nicht erkennen, (weil der Spiegel blind ist). Jeder hasserfüllte Gedanke kommt als Bumerang zurück. Er klebt wie Pech am Aussender. Jeder liebevolle Gedanke lässt heile werden. Wir sind frei in der Wahl, aber wir tragen immer die Ver-antwort-ung

Herzlich
MonikaMaria

PS. Jede Krankheit ist eine Antwort. Die Antwort heißt: Erkenne Dich! Nur darum geht es. Leider wird hier noch nicht verstanden, wenn Sebastian über Sebastian schreibt. Er kann ja nicht sagen: Nichts/Alles schreibt über Sebastian. Diese Art ist ja noch nicht geläufig. Korrekt müsste es allerdings so stehen. Aber wir haben ein anderes Wort dafür, was auch wieder falsch verstanden wird. Es heißt: ICH BIN.

Auch aus einem Medienfrosch wird ein Prinz, wenn er wachgeküsst wird. Ich meine das nicht zynisch. Ehrlich.
: )

Dem einen sein Narziss ist dem andern sein Goldmund.

Anonym hat gesagt…

@Medienfrosch

Du meinst Gronbach soll so still und leise sein wie Jesus - Bergpredigt, Jünger, Widerstand gegen die Staatsgewalt und so?...Oder so zurückgezogen in sein Haus wie Gandhi? Oder so wie dieser leise Ermit aus den USA, dieser Martin Luther King? So leise? Oder so leise wie dieser Steiner, der eine Konzertagentur beauftrage die größten Säle Deutschland zu füllen, wo er dann zwei Stunden einen Vortrag - ja- gebrüllt hat. Begründung: Das Böse muss auch mal etwas lauter angesprochen werden. Oder so leise wie Gott - dieser Meerteiler, Sturmstiller und Wundermacher?
Oder wie leise soll er denn sein, damit DU ihn für würdig erachtest von Erleuchtung zu sprechen?
Willkommen in Deutschland - leben wo der Neid Zuhause ist....naja. Wie sagt man: Der Neid ist ein Schatten des Erfolges....dann ists auch kein Wunder, daß er aus Deutschland kommt ;-))
Schlaf schön weiter. Die Revolution rollt auch ohne dich und erlaubt dir später ihre Freiheiten zu benutzen. Gnade vor Recht.
Gruß, Maartje

Der morganatische Maurer hat gesagt…

Als Antroposoph kann man sich selber nie mit reinem Gewissen bezeichnen - man kann von anderen eventuell so genannt werden, wenn man überzeugt.

Steiner hat fast nur Antworten auf Fragen gegeben, die ihm gestellt wurden. In sofern hat Gronbach nullkommanichts von Steiner gelernt.

Viel schockierender als Schlingsief finde ich Gronbach, da er schon alles Leid überwunden glaubt. Wie soll er da noch Mitleidsfähig sein?

Aber ich sag das hier nur, weil ich seber einen kleinen Gronbach in mir habe. Ich wurde ja auch nicht gefragt.

Feierabend. Morgen wird geschafft.

Anonym hat gesagt…

"...Stände nun ein Mensch inmitten dieser brandenden tosenden See auf einem Wrack und könnte er sich da so weit selbst vergessen, keine Todesfurcht und Angst um sein persönliches Leben zu haben, sondern inmitten dieses Aufruhrs und der Todesgefahr nur in den erhabenen, großartigen Anblick des brausenden, tosenden Meeres versunken sein könnte und nur die Schönheit und Erhabenheit dieses Anblicks empfände, dann hätte er in diesem Moment den Frieden, wie er in der geistigen Welt zu finden ist."


Wie gern hätte ich dies damals gekonnt, wie sehr wünsche ich mir heute, damals diese Befähigung gehabt zu haben, als dieser junge Mann, nur wenige Jahre älter als ich, auf mir lag und zu mir sagte: "Wenn du schreist, schlag ich dich tot."
Ich konnte nichts dergleichen. Ich war damals erst 12 Jahre alt. Mein Körper war erstarrt in Todesangst.
Und dennoch - wenn ich heute diesen Menschen wiedertreffen würde, ich würde ihn in die Arme nehmen, ich würde ihn trösten und er mich- und wir würden beide zusammen weinen - mit all dem Wissen, was ich heute habe.

Das mag hier jemand verstehen oder nicht.


Lieber Herr Gronbach, was würde ich nur ohne Sie machen. Danke, unendlichen Dank, dass es Sie gibt.


Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anonym hat gesagt…

Das hier ist das Leben in all seinen Facetten.

Und wenn ich mir hier die täglichen Posts anschaue, dann sehe ich jemanden, der einfach einen Weg zeigt, mit Leid und Schönheit mit Geist und Körper einen Umgang zu finden. Das bedeutet Verantwortung zu übernehmen.

Es bedeutet nicht ein Evangelium aus dem Leid zu machen und auch nicht es zu verdrängen.

Ehrlich gesagt empfinde ich es als sehr anstrengend vorgestern mich an der Schönheit dieser SEXY SPIRITUALITÄT zu freuen und völlig darin aufzugehen und kurz darauf wieder dem tiefen LEID zu begegnen und auch hiermit einen Umgang zu finden.

Einfacher und leichter wäre es, weiterhin beim Sex und bei der Liebe und bei dem Licht zu bleiben und alles andere AUSSEN VOR ZU STELLEN!

BEWUSSTSEIN IST EINE EINHEIT, die des ETWAS bedarf, um sich zu erweitern und dieses ETWAS ist nich etwas das ich suchen muss, sondern dieses ETWAS IST IMMER UND GENAU JETZT DASJENIGE, WAS MIR BEGEGNET.

Ich muss nicht die Gesamtausgabe von Steiner gelesen haben, um zu verstehen, dass Anthroposophie ein ERKENNTNISWEG IST und darüf genügen mir diese zwei Sätze:

„Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.“

WO SONST SOLL ICH ERKENNTNIS ERLANGEN, WENN NICHT IN DER WELT und die WELT ist SO VIELFÄLTIG mit all ihrer Schönheit und all ihrem Leid.

Mein 4-jähriger Sohn sagte neulich zu mir als wir kuschelten, dass jemand in seiner Brust klopft und das tut ihm ein bisschen weh. Dann sagte er, dass sei die Freude.

Herrgott im Himmel und auf Erden: JAAA. Auch Freude tut weh und es ist ein süsser Schmerz, der sich durch uns erfahren will.

Aus der Sicht des ABSOLUTEN gibt es kein GUT und BÖSE, es gibt nur das RELATIVE, das sich durch uns erfahren will.

Wie anstrengend ist es das zuzulassen? Welch harte Arbeit ist es sich zu freuen, wenn ich gerade noch geweint habe?

Was wollt Ihr Anthroposophen eigentlich, wenn Ihr es als Ziel anseht, Einsicht zu nehmen in die geistige Welt?

Wo ist denn diese Geistige Welt?

Sie ist HIER UND JETZT, MITTEN IM LEBEN. IM UNTER-BEWUSSTEN UND IM ÜBER-BEWUSSTEN! Immer wieder OBEN und dann auch immer wieder UNTEN.

Die GEISTIGE WELT IST IM KÖRPER und in der MATERIE UND IN DER SEELE UND IM GEISTE UND IM MIKROKOSMOS UND IM MAKROKOSMOS UND DAZWISCHEN!!!

Herrgott im Himmel und auf Erden!
LEEEEBT DOCH ENDLICH MAL!
ALLES: SCHWERE UND LEICHTIGKEIT

Und DANN IMMER WIEDER DEN FRIEDEN

PEACE
Jasna

Ralf C Maucher hat gesagt…

Schlingensief stellt sich nicht - er fragt nicht wirklich, was sein Krebs zu ihm und über ihn sagt.

Er fürchtet sich und ruft nach Publikum.
Er berührt nur leicht die Angst und flieht.

Schlingensief inszeniert, aber er lebt nicht in der Wahrheit.

Unabhänig von meiner Bewertung, hat er aus der Chance seines Leidens vor Gott nichts gemacht. Vor Gott ist Christoph ein Versager.

Wahrheit? Hier ist Wahrheit... hat gesagt…

...jeder wie er kann, nä..?!

Peace
Jasna

MonikaMaria hat gesagt…

Was ist abartig daran öffentlich über den Tod zu sprechen? Hat nicht Christus dies für die ganze Menschheit genauso getan mit den Mitteln, die er damals zur Verfügung hatte? Sein Tod am Kreuz wühlt heute noch die Gemüter auf, denn seine Botschaft wird immer noch nicht verstanden.

Leid und Schmerzen sind Quellen für Weisheit und Besonnenheit und führen zu einem Überschauen der Dinge. Das habe ich bei allen Menschen erlebt, an deren Tod ich teilhaben durfte. Tod kann für mich, aus meiner jetzigen Sicht, nicht öffentlich genug werden!

Wir haben heute ein krankes Verhältnis zum Schmerz und genauso ein krankes Verständnis von Freude. Je größer und elender der Schmerz, desto unharmonischer die Energien in meinem Inneren, die aufeinander prallen! Diese unharmonischen Energien können wir, wenn wir in die Stille gehen, ganz genau wahrnehmen. Wenn wir in die Stille gehen, können wir diese unharmonischen Energien zulassen und annehmen, anstatt gegen sie weiter zu kämpfen. Dann tritt das ein, was Sebastian mit Ruhe, Frieden und Sicherheit umschreibt.

Von meiner inneren Stimmung hängt es ab, wie ich den Zugang zu Ruhe, Frieden und Sicherheit finde. Die innere Stimmung entscheidet darüber, wie ich reagiere.

Alles Leid kommt aus der Angst, sagt Ashtavakra.

Jegliche Aggression (z.B. Habgier, Eifersucht usw.) ist ein Symptom, die aus der Angst kommt. Aber auch Glück ohne Stille, Freude ohne Stille, Seligkeit ohne Stille ist genauso trennend wie Angst, sagt Manuel Schoch. (Buch: Das Tao des Glücks).

Die innere Stimmung entscheidet darüber, wie ich mit Glück oder Leid und Schmerz umgehe. Darüber können wir öffentlich nicht genug darüber reden. Aber das darüber reden reicht nicht. Erst wenn wir in die Stille eintauchen, können wir den Faden zu unserer inneren Stimmung wieder aufnehmen. Denn meine innere Stimmung bewusst oder unbewusst, ist das, was ich der Öffentlichkeit präsentiere.

Herzlich
MonikaMaria

PS. @ RAlf
Vor Gott ist Christoph ein Suchender und er wird ihn freudig empfangen.
Für Dein Empfinden mag er ein Versager sein. Entschuldige, wenn ich das so deutlich sage. Es gibt keinen strafenden Gott. Den strafenden Gott haben wir uns zugelegt, um erkennen zu können.

.... Unabhängig von meiner Bewertung ...
die ist nie unabhängig, sondern mein PERSÖNLICHER Spiegel, in den «ich» gerade nicht schauen will, weil «ich» die Teile noch nicht zusammenfügen kann.
Das ist meine Erfahrung und jeder darf eine andere haben. : )

Jacky hat gesagt…

Ralf C Mauche sagt:

Die sichtbare Welt verbirgt es weitgehend. Das Netz, das viele von uns miteinander verbindet. Einige spirituelle Lehren haben es erkannt und transportieren die Aussage: Dieses Netz verbinde uns alle und sei gottgewollt.

Das stimmt aber nicht: Es gibt Menschen, die auf die seelischen Energien von anderen zugreifen. Nur durch diesen Diebstahl sind sie überhaupt lebensfähig. Dabei handelt es sich nicht um eine Randerscheinung. Es ist eine große Anzahl Menschen, die mit den Energien anderer lebt. Dies ist nicht gottgewollt, sondern Teufelswerk.

http://gebser.eu/wordpress/2009/04/menschen-die-sich-an-menschen-nahren/

Interessant!

Der morganatische Maurer hat gesagt…

Mein kleiner Dämon, ich werde dich jetzt verlassen, ich werde Dich nicht mehr füttern mit meinen Gedanken und Empfindungen. Mein Wille löst nun die Anhaftung an Dich. Hättest du nicht den Namen Anthroposophie genannt hättest Du überhaupt keine Bedeutung für mich erlangt. So aber empfand ich Schmerz, kosmischen Jammer, weil Du keine Ehrfurcht und Demut zeigtest, in der denkbar dramatischsten Zeit der Menschheitsgeschichte. Ich schicke dich in die Wüste und lade die Engel ein, in meinem Hause zu wohnen, so dass Du Rückkehr nicht finden wirst.

Ihnen, Herr Gronbach, wünsche ich, dass sie bald den Ernst der Lage erkennen und den Michael, in seinem Zeitalter.

Viele falsche Christusse werden kommen.

Ernst des Lebens hat gesagt…

...wer soll mich erkennen?

...OhGottOhGott...

Liebe Grüße
"Ernst des Lebens"

Anonym hat gesagt…

@Jacky

"Dies ist nicht gottgewollt, sondern Teufelswerk."

Derartige Aussagen halte ich für sehr gefährlich, denn sie verursachen, dass sich in den mystisch und religiös geprägten Menschen Vor-Stellungen bilden. Und niemand, der das liest, wird sich sagen "oh?? Stimmt. Deshalb fühlen sich vielleicht andere Menschen in meiner Gegenwart so unwohl!" Ha Ha!!!

Sonder jeder wird sagen: "Oooohhhh jaaaaa. Stimmt! Diese bösen bösen Menschen da draußen, die mir immer meine Energie nehmen."

HALLLOOO?!?!

Mal erhlich... niemand sieht ja sich selbst als Energie-Vampier, oder?

Ich will damit garnicht behaupten, dass diese Energienährung grundsätzlich falsch ist oder nicht passiert. Das nicht. Aber ich möchte in diesem Zusammenhang nur mal ganz dolle darauf hinweisen, dass sich eine derartige Energieentziehung und Ernährung in so ziemlich JEDER BEGEGNUNG kaum vermeiden lässt.

Es geht also primär NICHT um Gut oder Böse, sondern es geht darum einen UMGANG mit dem Austausch dieser Energien zu finden.

Und vor allem ist in diesem Zusammenhang die Betrachtung auf DIE UNENDLICHKEIT des Universums zu achten, die in uns lebt und aus der wir immer und zu jeder Zeit schöpfen können, wenn wir denn wollen, was meiner Wahrnehmung nach eben DAS ist, was Sebastian hier in seinem Blog tut.

Meine Energie ist ja kein Kuchen, von dem, wenn jemand davon isst, unwiederbringlich weniger wird.

In Anbetracht der Unendlichkeit hat jeder von uns und zu jeder Zeit IMMER ZUGRIFF AUF DIE UNERSCHÖPFLICHE ENERGIE DER UNENDLICHKEIT!!!

Und dieser Kuchen erschafft sich aus der unerschöpflichen Unendlichkeit immer wieder neu.

DAS nur so als Wahrnehmung meinerseits!

Von Herzen und immer wieder
Peace
Jasna

MonikaMaria hat gesagt…

@ Jacky
@ und an die Maurer

Was ist Teufels Werk?

GA 99: Alles, was Sie unwillkürlich tun, alles, wozu Sie gedrängt werden, geschieht durch die Wirkung anderer Wesenheiten. Es geschieht nicht aus dem Nichts heraus. Die verschiedenen Glieder der Menschennatur sind fortwährend wirklich durchdrungen und angefüllt von anderen Wesenheiten, und er eingeweihte Lehrer lässt ein gut Teil der Übungen machen, um dieselben herauszutreiben, damit der Mensch immer freier wird.
Man nennt diese Wesenheiten, die den Astralleib durchsetzen und ihn unfrei machen, Dämonen. Fortwährend sind Sie in Ihrem Astralleib von solchen Dämonen durchdrungen, und die Wesenheiten, die Sie selbst durch Ihre wahren und unwahren Gedanken erzeugen, sind solche, die sich nach und nach zu Dämonen auswachsen. Es gibt gute Dämonen, die von guten Gedanken ausgehen. Schlimme Gedanken aber, vor allem unwahre, lügnerische, erzeugen dämonische Gestalten der furchtbarsten und gräßlichsten Art, die der Astralleib, wenn man sich so ausdrücken darf, durchspicken. Ebenso durchsetzen den Ätherleib Wesenheiten, von denen sich der Mensch frei machen mus, dass sind die Spektren und Gespenster, und endlich gibt es solche, die den physischen Leib durchsetzen, das sind die Phantome. Außer diesen dreien gibt es noch andere Wesenheiten, die das Ich hin- und hertreiben, das sind die Geister, wie das Ich ja auch selbst Geist ist. Tatsächlich ist der Mensch der Hervorrufer von solchen Wesenheiten, die dann, wenn er auf die Erde herunterkommt, das innere und äußere Schicksal bestimmen. Dieselben beleben den Lebensgang so, dass Sie alles spüren, was Ihr Astralleib an Dämonen, Ihr Ätherleib an Gespenstern und Ihr physischer Leib an Phantomen hervorgebracht hat. Alles das hat eine Verwandtschaft zu Ihnen, es strebt zu Ihnen hin, wenn Sie wiederverkörpert werden. ....

Deutlicher geht es nicht !!!!
Das ist auch meine Erfahrung aber, ich heiße ja nur MonikaMaria. Dazu brauche ich nicht einmal hellsichtig zu sein, um das in der Stille wahrnehmen zu können.


Dieser Satz ist und bleibt wahr. Ashtavakra:

Du bist der eine Beobachter
und als solcher warst Du
in der Tat immer frei.
Die einzige Bindung war,
dass Du jemand anderen
für den Beobachter hieltest.


Von den Energien anderer lebe ich ausnahmslos immer dann, wenn ich nicht in der Liebe bin. Unterhalte ich einen Gedanken, der aus der Angst kommt, nähre ich diese Dämonen.

Ja, es gibt Menschen, die sich davon ernähren und solche, die dies bewusst tun, nennt man Schwarzmagier. Und Liebe hat darüber noch immer gesiegt und wenn «ich» das noch nicht bedingungslos kann, schützen andere «Symbole» davor. Ansonsten: Aufwachen ist der beste Schutz.
: )

Herzlich
MonikaMaria

Ralf C Maucher hat gesagt…

@MonikaMaria:
Sie halten sich an einem Geländer fest,
dessen Treppe bereits abgestürzt ist.

Natürlich gibt es einen strafenden Gott.
Oder Karma. Oder das Gesetz (von Ursache und Wirkung).

Ich bitte Sie, nicht mit mir zu diskutieren, sondern ganz alleine für sich die Frage zu stellen und zu beantworten:

Welcher Schwäche in Ihnen dient es, wenn Sie behaupten, es gäbe keine Gerechtigkeit bzw. keine Strafe. Sie werden fündig werden.

Wissen Sie: Ich finde es richtig, wenn jemand bestraft wird, der ein fünfjähriges Mädchen mißbraucht - und ich hielte den Gott, der dies lächelnd durchgehen läßt für einen Teufel.

MonikaMaria hat gesagt…

@ «Ralf»

«««Sie halten sich an einem Geländer fest,
dessen Treppe bereits abgestürzt ist.»»»

Dem kann ich nur hinzufügen, dass das Geländer ebenfalls nicht mehr existiert!!!

Aus der Sicht des Karmas ist das, was Sie sagen richtig.
Der Text von Steiner aus GA99 kann zum Verständnis davon, muss aber nicht, weiterhelfen.

«««Ich bitte Sie, nicht mit mir zu diskutieren, sondern ganz alleine für sich die Frage zu stellen und zu beantworten:
Welcher Schwäche in Ihnen dient es, wenn Sie behaupten, es gäbe keine Gerechtigkeit bzw. keine Strafe. Sie werden fündig werden.»»»

Habe ich auch nur mit einem Satz das so gesagt? Das sind nicht meine Worte.

Nicht besser als ich selber weiß, was das bedeutet! Denn niemand kann Erkenntnis für mich tun! Ich kann mich ihr öffnen oder weiter meine Gespenster und Dämonen nähren! Geht aber leider nicht mehr. Der Tod blickt mir ständig ins Gesicht !!!


Ihr Kommentar: .... Unabhängig von meiner Bewertung ...
Mein Kommentar: «die ist nie unabhängig, sondern mein PERSÖNLICHER Spiegel, in den «ich» gerade nicht schauen will, weil «ich» die Teile noch nicht zusammenfügen kann.»

Vielleicht war dieser Kommentar für Sie irreführend.

Noch einmal dieser Teilsatz von Ihnen:
.... Unabhängig von meiner Bewertung ...

Meine Antwort: Die ist nie unabhängig, sondern DER PERSÖNLICHE SPIEGEL, in den das Ego (was ich heißt) gerade nicht schauen will (wenn es sagt: unabhängig von meiner Bewertung oder auch: ich bitte sie, nicht mit mir zu diskutieren), weil das Ego die Teile noch nicht zusammenfügen kann.

An einem Dialog darüber, bin ich echt interessiert.

Zu dem fünfjährigen Kind:
Dass dem fünfjährigen Kind so etwas passiert, hat mit Karma zu tun. Das ist die riesige, große, elende Tragik, denn Opfer und Täter gehören immer zusammen. Das zu erkennen, ist das ungeheuerlichste, was einem «persönlich» passieren kann. Wird dies erkannt, kann das Band durchschnitten werden. Alles andere bindet die nicht enden wollende Tragik weiter.

Mich hat der Bericht einer krebskranken Frau zutiefst erschüttert als sie erzählte, dass sie als Neugeborenes Baby von ihrer Mutter in die Mülltonne geworfen wurde. Sie wurde gefunden und überlebte. Als sie ihrer Mutter zutiefst verzeihen konnte, hat sie sich selber von ihrem schweren Krebs heilen können.

Erst wenn wir lernen, was es bedeutet: verzeihen zu können, lösen wir die karmischen Bänder der Vergangenheit!

Verzeihen ist der größte Akt der bedingungslosen Liebe. Tiefes, erkennendes, mitfühlendes Verzeihen bedeutet Freiheit.

Was immer «ich» als Täter definiere, dem Täter kann ich die Strafe nicht ersparen! Wer das erkennt, weiß, was Karma ist und bedeutet.

Zu erschütternden Erfahrungen kamen übrigens Täter, denen experimentell LSD verabreicht wurde.

Das Studium von Nietzsche finde ich in Bezug auf Täter und Opfer empfehlenswert und Kafka kann auch die Augen öffnen.

Die Gesetzgebung bedarf einer gründlichen Revision. Das hatte Nietzsche erkannt!

Herzlich
MonikaMaria

Anonym hat gesagt…

@Ralf

Sind Sie missbraucht worden mit 5 Jahren??

Ich schon!

Und das Schlimme daran war, dass es eben nicht "gewaltsam" passiert ist, sondern im Namen der "Liebe". Deshalb fühle ich im Namen der Liebe oder In DER LiEbe zu sein, keine Erlösung.

FRIEDE steht für mich über der LIEBE!

Aber das ist nur meine Sichtweise.

Sicher kann ich mit damit beschäftigen, warum das passiert ist und karmisch darüber nachsinne. Aber erlösen wird mich das nicht.

Ich habe NIE vergessen, was mir passiert ist aber ich habe die Emotionen dazu vergessen. Und diese leben sich in jeder Begegnung aus.

Es mag sein, dass ich mit meinen Annahmen völlig falsch liege, aber wenn vergeben muss ich MIR selbst, was geschehen ist. Denn es verschafft mir keine Genugtuung, wenn derjenige, der mir das angetan hat bestraft wird. DIESER Jenige interessiert mich nicht im Geringsten.

Dumm an der ganzen Geschichte ist aber, dass sie mein Leben und meine Beziehungen bestimmt hat. Und MIR selbst zu verzeihen erlebe ich NICHT als eine EINMALIGE HANDLUNG, sondern eine, die ich in jeder Begegnung immer und immer wieder NUR JETZT üben kann.

Und FRIEDEN fühle ich ausschließlich in der Identifizierung meiner Selbst mit der UNENDLICHKEIT DES SEINS.

Und ich muss mir immer wieder VERGEBEN, dass ich projiziere, dass ich mich von der Energie der Anderen nähre, dass diese sich von meiner Energie nähren und genährt haben.

Der FRIEDE der UNENDLICHKEIT ist für mich keine FLUCHT aber ein ZU-FLUCHT, aus der ich immer wieder hervorkomme und in die ich mich immer wieder zurückziehe.

Deshalb steht für mich FRIEDE ÜBER der LIEBE!

Aber es mag sein, dass ich falsch liege.

Von Herzen und immer wieder
PEACE
Jasna

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Jasna

Du spricht sehr, sehr wahre Worte aus. Auch über das Vergeben. Dahinter liegt noch viel mehr verborgen.

Vielleicht meinen wir dasselbe, wenn ich zu «Frieden» Stille sage. In der Stille erlebe ich diesen Frieden. Dieser Frieden beinhaltet kein Wollen mehr.

Herzlich und lieb drücken : )
MonikaMaria

Anak hat gesagt…

liebe jasna, liebe mm,
genau so meine ich es auch, als ich die worte von jasna las. hinter der vergebung liegt noch mehr vergraben...und es ist unbeschreiblich schwer, dies in worte zu fassen. es wird nur verstanden von denen, die es am eigenen leib erfahren haben. dort hoert die verurteilung auf, das urteil sprechen; dort gibt es kein licht oder dunkel mehr oder gut und falsch. dort ist stille, jenseits des verstandes.
umarme euch
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Danke liebe Anka

Ich erlebe jedes Mal diesen unendlichen Schmerz als MM, wenn ich in Worten nicht das ausdrücken kann und darf, was «dahinter» ist, weil ich dann noch weniger verstanden werde. Aber das Schöne und wunderbare ist, dass ihr hier seid. : )

Umarme Dich und Euch
MonikaMaria

Die Gruene Tara hat gesagt…

ihr lieben, dann lasst uns verbinden und staerker werden, lasst uns wachsen in demut und liebe
herzverbunden
anka

Die unsichtbare Sonne hat gesagt…

@ „Dass dem fünfjährigen Kind so etwas passiert, hat mit Karma zu tun. Das ist die riesige, große, elende Tragik, denn Opfer und Täter gehören immer zusammen.“
Nein... (Stille) ... Täter und Opfer gehörten keineswegs immer zusammen. Karma existiert nicht nur. Karma wird auch immer neu geschaffen. Die Tat des Täters kann ebenso gut neues Karma in die Welt tragen, wie altes Karma fortsetzen...
Mit Sicherheit kann man erst NACH einer Tat davon sprechen, dass Opfer und Täter zusammengehören – nämlich spätestens von NUN an...
In unserer Zeit verwirrt sich das Karma immer mehr – und so gibt es auch immer mehr „schuldlose Opfer“... Ein wichtiger Grund dafür ist der zunehmende, ein qualitativ neuer Einbruch des Bösen in unsere Welt, das heißt in die Seelenwelt der Menschen. Dieses Böse beginnt sich auszuleben auch dort, wo kein früheres Karma dazu zwang...

Anonym hat gesagt…

Was mir zu diesen Energie-Vampiren-Ding nochmal einfällt ist, dass ich irgendwo mal gehört habe, dass aus anthroposophischer Sicht die Kinder bis 3 Jahren von der Energie ihrer Mutter sich nähren.

Also selbst als Nicht-Anthroposoph kann das wohl jede Mutter bestätigen, oder? :-)

Das ist dann wohl laut der obigen Aussage auch "Teufelsgewollt"???


Wie gut, dass das Nichts überall ist.

SCHÖPFEN AUS DEM NICHTS existiert als Aussage so oder ähnlich in so ziemlich jedem religiösen Kontext, wenn man bewusst hinhört, denke ich.


Mal ganz logisch gedacht...

DAS HAT DOCH AUCH SCHON GOTT mit dem Urknall GEMACHT, oder???
Ich meine das Schöpfen aus dem NICHTS, hhhmmmmm??

Also welches Geschenk könnte GRÖSSER SEIN als das NICHTS?

D A N K E
F Ü R
N I C H T S

Geil...
und das gibts auch noch GRATIS!

SCHÖPFUNG IST PARADOX, NICHT Wahr?

Von Herzen und immer wieder
PEACE
Jasna