Montag, 4. Mai 2009

Eine Kerze für Ken

"Ken - wir wollen Dir sagen, dass im Kölner Dom eine Kerze für Dich brennt". Das ist einer von drei meiner Lieblingsstze die auf der Integralen Tagung ausgesprochen wurde. Ich hatte dieses Satz zu den Fragen an Ken Wilber gestellt, denn es war mir mein Wunsch als Schüler Rudolf Steiners, nicht nur zu fragen, nicht nur an diesem Menschen zu saugen, sondern einen Moment zu zeigen, dass viele Menschen bereit sind, tatsächlich etwas zu geben. Unser offenes Herz - unseren klaren Geist. Und eine Kerze, die brennt. Dankbarkeit

Die Helden unserer Zeit, stehen manchmal einsam an der Spitze - sie sollen wissen, dass wir nicht nur immer Neues von ihnen fordern, nicht nur ein Verlangen nach ihrer Kraft und ihrem Genius haben. Es gibt auch diese Momente, wo nichts anderes zählt, als die Kerze, die Menschen für Menschen entzünden. Diese Brennen der Vergänglichkeit. In der Ewigkeit für die Ewigkeit. Aus der Ewigkeit. Eine Kerze für Ken. 




Alle anderen Bildern von Stefan Stark.

Personen auf den Fotos der Podiumsbilder. 
Von rechts nach links: Dennis Wittrock (stehend) Tom Steininger, Sebastian Gronbach, Thomas Hübl, Michael Habecker, John Dupuy, bezw. Terry Patten. Die Ökomed Bilder sind ebenfalls aus Bremen. 


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Die Helden unserer Zeit, stehen manchmal einsam an der Spitze..."

Auch ich sah so einen Helden einsam und allein vor einem Fenster stehen, in einem Eurythmiesaal eines kleinen Waldorfkindergartens. Er stand da und beobachtete die hereinströmende Menge, die sich wie ein Lindwurm in den Raum wand, bereit diesen Helden mit Haut und Haaren zu verschlingen...

Er tat mir so leid in diesem Moment, dass ich ihn am liebsten in den Arm genommen, mich neben ihn gestellt hätte - als Beistand sozusagen. Doch das Empfinden einer gewaltigen Kraft hielt mich zurück. Eine Kraft, die bis in die hinterste Ecke des Raumes zu spüren war.
Dieser Held dort am Fenster wusste genau, auf was er sich einließ und er war derjenige, der die Situation kontrollierte - von Anfang an. Er schaffte ein imaginäres Niemandsland zwischen sich und den Besuchern, das niemand ohne seine Erlaubnis wagte zu übertreten - nicht körperlich, nicht verbal.

Und das Mitleid wich einer tiefen Empfindung von Respekt und Bewunderung. Ja, dort am Fenster stand ein Meister, ein wahrer Mensch und Meister. Für ihn habe ich in meinem Herzen eine Kerze angezündet - eine, die niemals verlöschen wird.


Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anonym hat gesagt…

Menschen die meditieren sind schön! Schönheit die von innen kommt. Danke - auch an den Fotografen.