Mittwoch, 6. Mai 2009

Ken Wilbers Segen für ÖKOMED

Vielen Menschen ist die Verbindung von tiefster Innerlichkeit und einem starken und populärem Auftreten, eine ungewohnte Sache. Aber ich finde, es ist an der Zeit, dass wir dem Hässlichen, Zynischen und Gewalttätigen nicht länger ängstlich das Feld überlassen. 

Hat der Friede, das Gute und die Kraft der Stille nicht auch ein starkes und zeitgemäßes Profil verdient? Soll nur der Schrott cool auftreten? Und was sagt Ken Wilber dazu?

Spiritualität hat mehr chic verdient als ausgeblichene lila Tücher. Spiritualität bekommt jetzt einen neuen, einen urbanen Duft!

Wo steht, dass Geist und Innerlichkeit langweilig und zurückgezogen leben sollen? Ist wahre Innerlichkeit nicht unabhängig von Orten und Zeiten? Sollen wir uns wirklich immer weiter in das Private, in die Kirch

en und Meditationsräume zurückdrängen lassen?

Ich bin der Ansicht, dass wir den öffentlichen Raum im ursprünglichsten Sinne wieder besetzen sollten. Mit dem Frieden, der Stille, der Innerlichkeit und dem ganzheitlichen Bewusstsein, welche im meditierenden Menschen einen edlen Ausdruck finden.

Dort wo es wehtut, wo es lärmt und kracht, da ist die Sehnsucht nach Stille, Friede und Innerlichkeit am größten. Da geht ÖKOMED hin. Wie zuletzt in Berlin und Bremen und wie jetzt in Freiburg.

ÖKOMED in Freiburg: Am Samstag, 09. Mai, 12:30 Uhr am Bertoldsbrunnen, dem Zentrum Freiburgs. Vor der WMF-Filiale. Verantwortet wird diese ÖKOMED von der Waldorfschülerin Aglaja Blankenhorn, die ihre Jahresschularbeit zum Thema des stillen und friedlichen Protestes schreibt und ÖKOMED als beispielhaft erlebt. Mit einem starken Team wird sie in Freiburg sein und zeigen, was PROTEST bedeutet. Das Wort kommt aus dem lateinischen und bedeutet u.a., öffentlich als Zeuge aufzutreten.

Kann es einen bessern Wahlspruch gegen?

„In der konstanten Zeugenschaft erreicht man seine erste wirkliche Befreiung von der Welt...Im Einen Geschmack erkennt man eine tiefe Befreiung, die darin besteht, dass man von der ganzen Welt frei ist, weil man die ganze Welt ist. Man atmet mit jedem Atemzug Galaxien ein, schläft die ganze Nacht als die Sterne. Sonne und Mond und herrliche Novä rasen und rausc

hen durch deine Adern, und dein Herz wird im Rhythmus mit dem ganzen liebenden Universum pochen.“ So Ken Wilber

Rudolf Steiner beschreibt es als das Gefühl, sich mit der „Sternen-Umgebung der Erde eins“ zu fühlen.

Wie genau man sich mitten im Lärm, im Zentrum einer Stadt als den Zeugen erleben kann, dessen Herz im Rhythmus mit dem ganzen liebenden Universum pocht, habe ich hier beschrieben.

So – und was sagt Ken Wilber zu ÖKOMED? Ich habe ihn beim Telefoninterview um seinen Segen gebeten (und mir schlug der Puls bis zum Hals, als Monika Frühwirth die Frage vorbrachte) und was ich bekam, war ein „Wenn-dann-Segen“, der mir im guten Sinne das Herz brach.

Er sagte, er wisse nicht exakt was wir machen und bat darum aufzupassen, dass Meditation und die Erfahrung des Absoluten nichts absolutistisches wird. „Es scheint mir, dass das was wir vermeiden wollen verschiedene Arten von Absolutismus sind. Es gibt Quadranten-Absolutismus, wo jemand darauf besteht dass nur ein Quadrant oder eine Perspektive gültig ist.“

Dann sagte Wilber zu ÖKOMED: „Wenn ihr darauf aufpasst, dann habt ihr meinen Segen. Absolut“. (Puhh)

Es brach mir deshalb positiv das Herz, weil es zeigte, dass Ken Wilber gründlich verstanden hat, worum es mir bei der öffentlichen Meditation geht. Es ist einfach die Erweiterung der Möglichkeiten. Die Etablierung einer funktionierenden Kulturtechnik der Innerlichkeit, ein zusätzliches und wirksames Modul zur Transformation der Welt. Und die urbane, öffentliche Umgebung bei einer ÖKOMED, ist ein wirksamer Schutz, vor der Flucht in den Absolutismus der Meditation. 

Wenn Du die Augen öffnest wird Dir klar: Deine Hände Arbeit wird gebraucht - und Du nutzt die Hände jetzt als der klare Geist, mit dem offenen Herz. 

Meditation sollte so alltäglich werden, wie es das Beten einmal war – aber niemals so absolutistisch, wie es das Beten auch einmal war und manchmal noch heute ist.

Eine heilige Praxis – kein heiliger Krieg. Meditation als Modul der praktizierten Freiheit.

Rudolf Steiner - von dem ich mich auch für ÖKOMED inspiriert fühle - sagt es in fast den gleichen Worten wie Wilber und warnt ebenso vor einer Mystifizierung der Meditation. 

Mit Gruß in die USA - hier einmal Steiner in der englischen Übersetzung:

"You should not have any mystical ideas about meditation, nor should you think it is easy. Meditation must be completely clear, in the modern sense. Patience and inner soul energy are needed, and, above all, it depends on an act that no one else can do for you: it requires an inner resolve that you stick to. When you begin to meditate, you are performing the only completely free activity there is in human life.”

Wenn ihr darauf aufpasst, dann habt ihr meinen Segen. Absolut“.

Tiefsten Dank für diesen weisen Segen für ÖKOMED, Ken Wilber.

Auf dem Foto (im Hintergrund: Thomas Hübl) überreicht der Chef vom MissionMenschKreativTeam, Stefan Stark, unser Gastgeschenk an die Ausrichter der Integralen Tagung: Das ÖKOMED STARTER KID ist demnächst erhältlich. Du kannst Dich bereits jetzt vormerken lassen, um später ein Vorkaufsrecht für die limitierte Erstauflage zu haben: Sekretariat.gronbach@gmx.net

Foto unten: Öffentliche Meditation in Berlin - zeitglich mit Bremen. Ganz links: Susanne Wiest (hier bei Sandra Meischberger). 

Kommentare:

buy or die hat gesagt…

Das ANTICHRIST STARTER KID ist demnächst erhältlich. Du kannst Dich bereits jetzt vormerken lassen, um später ein Vorkaufsrecht für die limitierte Erstauflage zu haben....

JANET hat gesagt…

Was beinhaltet denn das ÖKOMED STARTER KID.. wieso nun Antichrist, Schild und Postkarte?.. und diverse Merchandising? Vielleicht ein gelber Ökomed-Radiergummi? oder ein Ökomed T-Shirt :)?

Und was wird es kosten?

buy or die hat gesagt…

Er glaubte auch an das Gute, doch das Auge der Ewigkeit, dem nichts verborgen bleibt, sah, daß dieser Mensch sich vor der Macht des Bösen beugen würde, wenn diese ihn nur zu verführen wüßte – nicht durch Befriedigung von Gefühlen und niederen Leidenschaften, nicht einmal durch die gefährliche Versuchung der Macht – sondern allein dadurch, daß sie seiner maßlosen Selbstliebe schmeicheln würde.

Diese Selbstliebe war aber weder ein instinktiver Drang, noch eine sinnlose Anmaßung. Denn seine außerordentlichen Gaben, seine Schönheit, sein vornehmes Wesen schienen zusammen mit zahlreichen Beweisen von Enthaltsamkeit, Uneigennützigkeit und Wohltätigkeit genügend die ungeheure Selbstliebe zu rechtfertigen, die den Charakter dieses großen Spiritualisten, Asketen und Menschenfreundes bestimmte. Wer hätte ihn anklagen dürfen, daß er in der Fülle dieser Gottesgaben ein sichtbares Zeichen der Auserwählung von oben her erblickte und sich als den Zweiten nach Gott, als den in seiner Art einzigen Sohn Gottes ansah? Mit einem Wort, er hielt sich für Jenen, der in Wahrheit Christus allein ist.

Doch das Bewußtsein seiner hohen Würde war für ihn nicht eine sittliche Verpflichtung gegenüber Gott und der Welt, vielmehr ein Vorrecht gegenüber seinen Nächsten und vor allem gegenüber Christus. Nicht, daß er von Anfang an Jesus gehaßt hätte, nein, er anerkannte dessen messianische Berufung und Würde. In gutem Glauben sah er in Ihm nur seinen großen Vorläufer. Diesem von der Selbstliebe trunkenen Verstand blieb die sittliche Sendung und die einzigartige Erscheinung Christi unfaßbar.

Er urteilte so: "Christus ist vor mir gekommen, ich komme als zweiter. Was aber in der Zeit nachfolgt, ist seinem Wesen nach übergeordnet. Ich komme am Ende der Geschichte, weil ich der vollkommene und endgültige Erlöser bin. Der erste Christus ist mein Vorläufer. Seine Aufgabe war, mir vorauszugehen und meine Erscheinung vorzubereiten."

Daher bezog der große Mann des einundzwanzigsten Jahrhunderts alles auf sich, was im Evangelium von der Wiederkunft des Herrn gesagt wird. Er erklärte diese Wiederkunft nicht als die Rückkehr des ersten Christus, sondern so, daß nunmehr der Vorläufer durch den wahren Christus ersetzt würde, nämlich durch ihn selbst.

Auf dieser Stufe des Selbstbewußtseins war der kommende Mann noch wenig originell und charakterist­isch. Auch Mohammed hatte sein Verhältnis zu Christus ähnlich aufgefaßt. Und Mohammed war gerecht und konnte keiner bösen Absicht bezichtigt werden.

Im übrigen suchte dieser Mensch seine Selbsteinschätzung, mit der er sich über Christus erhob, noch durch folgende Überlegung zu rechtfertigen: "Christus hat durch Predigt und lebendiges Beispiel des Sittengesetzes die Menschheit gebessert. Ich aber bin ausersehen, der Beglücker aller Menschen zu sein, seien sie schon gebessert, seien sie unverbesserlich.

Jesus Christ hat gesagt…

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