Freitag, 15. Mai 2009

No Fate

Das nämlich ist die Antwort auf die größte Frage. Die Frage nach dem Warum, nach dem Ziel, nach dem, worauf wir hinwirken. Das große Wieso? Weshalb? Warum? Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Und die Antwort ist das schönste, wertvollste und größte geschenkte Abenteuer, welches uns gegeben ist. Die Antwort ist: Es gibt keine Antwort.

„No Fate“ – kein Schicksal“ ritzt Sarah Connor in "Terminator" ins Holz und macht sich auf den Weg, das unabwendbare Schicksal zu wenden. So wie sie es will und mithilfe des Terminators. Der Maschine, die Mensch wird. Das starre System, welches sich selbst überwindet.

No Fate, aber eine Philosophie der Freiheit, als ein radikales Bekenntnis zum Monismus, als ein Plädoyer für die Individualität, einen Wegweiser zum Gottsein des Menschen; und als die Aufzeichnung der Selbsterkenntnis Gottes.

Die Mensch-Maschine hört auf, nach Gesetzen und Normen zu funktionieren, sie hört auf, einem externen Programmierer zu gehorchen, die Mensch-Maschine will nun selbst sein – der Terminator wird Mensch:

„Der Mensch hat nicht den Willen eines außer ihm liegenden Wesens in der Welt, sondern seinen eigenen durchzusetzen; er verwirklicht nicht die Ratschlüsse und Intentionen eines andern Wesens, sondern seine eigenen.“ (Rudolf Steiner, Philosophie der Freiheit)

Das Menschenleben „hat nur den Zweck und die Bestimmung, die der Mensch ihm gibt. Auf die Frage: Was hat der Mensch für eine Aufgabe im Leben?, kann der Monismus nur antworten: Die, die er sich selbst setzt. Meine Sendung in der Welt ist keine vorherbestimmte, sondern sie ist jeweilig die, die ich mir erwähle. Ich trete nicht mit gebundener Marschroute meinen Lebensweg an.“ (Ebd.)

Der Lebensweg ist auch keine Entdeckungsreise, auf der ich mal schaue, was der Tag so bringt, sondern ein Schöpfungsakt.

Was treibt mich an? Was soll ich tun? Was soll ich schöpfen? Das was ich liebe. Das was mir Freude macht. Es ist die „Liebe zur Tat“, die Steiner als einziges Motiv des freien Menschen gelten lässt...

Es ist die überschwängliche Freude daran zu werden

„Warum?“ „Warum nicht? – Weil ich es liebe!“ 

"I'll be back – Ich komme wieder " (Jesus Terminator)

Kommentare:

Anak hat gesagt…

wunderschoen: "Es ist die „Liebe zur Tat“, die Steiner als einziges Motiv des freien Menschen gelten lässt...

Es ist die überschwängliche Freude daran zu werden."
es ist die frau, die nur ein streben hat: zu lieben, zu schoepfen (gebaeren) und zu teilen.
im paradies zu leben und diese fuelle zu teilen...
herzliche gruesse
anka

Anonym hat gesagt…

Sebastian, ich mag Deine Beiträge. Sie sind männlich und wahr und das bedeutet in einem Satz:

Die Wahrheit wird dich frei machen, aber erst wird sie dich anpissen!
Go Ahead!

Anak hat gesagt…

und genau dieses anpissen macht noch freier...denn man fragt sich warum?
und kommt somit immer tiefer in dieses "Mysterium Leben" an.
habe gerade heute die engelkarte gezogen: die wahrheit kommt uns entgegen wie das unschuldige lachen eines kindes.
herzliche gruesse
anka

manroe hat gesagt…

Ihr habt mich immer noch nicht verstanden.

Nehmen wir mal die Liebe zur Tat. So. Jetzt habe ich sie und erfülle mich mit ihr, mit der Liebe.

Ich nehme jetzt einen Pinsel, weil ich malen will, mit Liebe zur Tat - und die Leinwand schaut mich an, einfach so und wartet auf den input von mir, damit sie mir spiegeln kann, was ich gerade suche.

Und ob ich nun male, oder ähnliches im Geiste tu bleibt prinzipiell das gleiche!

Ja und nun?? Wenn ich nicht malen will, was ich sonstwo gelernt habe, ich eine Landschaft kopiere oder interpretiere. Sondern einfach nur Ich, mein Pinsel und die Leinwand nebst Farben natürlich.

Ich möchte nur mal die geschätzte Aufmerksamkeit der Mitlesenden auf diesen Startpunkt lenken, wenn mein durch mich geführter Pinsel das Reich der Transzendenz durchstösst und im Reich der Schöpfung seinen von mir eingeflössten geistigen Inhalt dort draussen verwirklicht.

Das war jetzt alles nur ein Beispiel !!

Nehmen wir jetzt mal Begriffe wie z.B. Ernsthaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Moral, also begleitende Begriffe in ihrer Realität, die mein Tätigsein begleiten, damit Sinnvolles entsteht. Ich nehm jetzt ganz bewusst mal nicht diese vielgeliebte Freude oder Spass gar, das läuft ja einfach so raus --.

Die lenkende Energie, die Aufmerksamkeit, die erfüllt sein muss, damit sie Sinn ergibt. Man kann es auch Denken nennen.

Und jetzt nehmen wir mal alles weg, ALLES, übrig bleibt nur mein wachendes Bewusstsein, ansonsten tue ich gar nichts. Und jetzt sind wir wieder beim Ausgangspunkt der Liebe zum Handeln, oder? SO.

Den Punkt, jetzt mache ich das Tor zur Schöpfung auf - wie entsteht Sinn, wenn ich mich nicht nur an mir selbst ergötzen will!!??! Nennen wirs Warten auf Intuition? Intuitiere ich mich selbst? Na klar, wer denn sonst!?!

Und hier möchte ich die Frage offen lassen, sie braucht auch nicht beantwortet zu werden, ich möchte halt nur, dass unser inneres Auge hier mal hinschaut und nicht gleich mit Begriffen um sich wirft oder nach ihnen schreit. NEIN !!

Danke

Manfred

Anonym hat gesagt…

Ich erlaube mir trotzdem einen Satz:

"wie entsteht Sinn?"

In dem ich Sinn verleihe. Bedeutsam ist, wem oder was ich Bedeutung verleihe. Sonst is nix. Das wars. Wenn Dir das nicht reicht - muttu ini Kirche gehn. !Anstelle Gottes der freie Mensch" STEINER.

grüssle
Der Hulk

manroe hat gesagt…

@Anonym (welche Nummer?)

Tja Mensch, eigentlich müsste ich darauf ja antworten, wer lesen kann ist klar im Vorteil, aber lassen wirs mal.

Piet Klocke sprach mal in einem seiner Sketche von "betreutem Denken", vielleicht triffts das besser?

Manfred

fullMoon hat gesagt…

RUDOLPH STEINER WAS A GREAT MIND, but mind you, I say 'a great mind', and mind as such has nothing to do with religion. He was tremendously talented. In fact, it is very rare to find another mind to compare with Rudolph Steiner. He was so talented in so many directions and dimensions; it looks almost super-human: a great logical thinker, a great philosopher, a great architect, a great educator, and so on and so forth. And whatsoever he touched, he brought very novel ideas to that subject. Wherever he moved his eyes, he created new patterns of thought. He was a great man, a great mind, but mind as such, small or great, has nothing to do with religion.

Religion comes out of no-mind. Religion is not a talent, it is your nature. If you want to be a great painter, you have to be talented; if you want to be a great poet, you have to be talented; if you want to be a scientist, of course, you have to be talented; but if you want to be religious, no special talent is needed. Anybody, small or great, who is willing to drop his mind, enters into the dimension of the divine. And of course, great talented men find it very difficult to drop their minds; their investment is bigger. For an ordinary man who has no talent, it is very easy to drop the mind. Even then it seems so difficult. He has nothing to lose; still he goes on clinging. Of course, the difficulty is multiplied when you have a talented mind, when you are a genius. Then your whole ego is invested in your mind. You cannot drop it.

Rudolph Steiner founded a new movement called anthroposophy, against theosophy. He was a theosophist in the beginning, then his ego started fighting other egos in the movement. He wanted to become the very head, the supreme-most of the theosophical movement in the world, the world head. That was not possible; there were many other egos. And the greatest problem was coming from J. Krishnamurti, who is not an ego at all. And of course, theosophists were thinking more and more towards Krishnamurti. He was becoming, by and by, the messiah. That created trouble in Rudolph Steiner's mind. He broke off from the movement. The whole German section of theosophy broke with him. He was really a very, very convincing orator, a convincing writer; he convinced people. He destroyed theosophy very badly, he divided it. And since then theosophy could never become whole and healthy.

Rudolph Steiner has an appeal for the Western mind, and that is the danger -- because the Western mind is basically logic-oriented: reason, thinking, logos. He talks about it, and he says, "This is the way for the Western mind." No, Eastern or Western, mind is mind; and the way is no-mind. If you are Eastern, you will have to drop the Eastern mind. If you are Western, you will have to drop the Western mind. To move into meditation, mind, as such, has to be dropped. If you are a Christian you will have to drop a Christian mind. If you are a Hindu, you will have to drop the Hindu mind. Meditation is not concerned with Christian, Hindu, Eastern, Western, Indian or German, no.

Osho, Yoga: The Alpha and the Omega Vol. 10 #6

SINN hat gesagt…

Jeden Tag um 12.00 Uhr Mittags drehe ich meinen Ring drei mal um meinen Finger.

Der Sinn liegt in der Liebe zur Sinnlosigkeit...

JC

manroe hat gesagt…

@Sinn

"Jeden Tag um 12.00 Uhr Mittags drehe ich meinen Ring drei mal um meinen Finger."

Und wozu machst Du das, das ist doch eine Übung - und wozu dient eine Übung? Und wenn Du das kannst, wozu die Übung hilfreich war?

Irgendwann beginnst Du immer neue Übungen der Sinnlosigkeit? Addierst eine an die andere? Und vergisst zu fragen wozu?? Beginnst einen neuen Kreis der Sinnlosigkeiten? Das befriedigt Dich?? Wirklich? Grandios !!

Manfred

Anonym hat gesagt…

Der Weg zu Michael ist ein klarer Weg der wachen Menschen. Deshalb ist es eine Tragödie, daß jene ICH-Kräfte, d.h. die Erfah­rung des höheren ICHs, um nicht zu sagen: die Entwicklung der Chakren als Zentren des höheren ICHs nicht angegangen wurde so, wie dies Rudolf Steiner ab 1904 vorgesehen hatte.

Anonym hat gesagt…

Es steht Herrn Gronbach frei zu meinen "Es gibt keine Antwort". Jeder gibt sich seine Antwort...

Anonym hat gesagt…

„In einer persönlichen Unterredung gelegentlich eines gemeinsamen Ganges hat Rudolf Steiner in der ernstesten Weise darauf hingewiesen, wie ganz un­mittelbar vieles davon abhängt, wie die Menschen auf einen aus höheren Wel­ten ergangenen Ruf antworten.

Es war dies im Jahre 1923, als die Vorgänge in der Anthroposophischen Ge­sellschaft ihm Sorge bereiteten. Er frug mich:

,Wissen Sie, woher die Schwierigkeiten in der Gesellschaft kommen?' Da ich begreiflicherweise keine Antwort geben konnte, fuhr er fort:

,Sie kommen daher, daß nicht eine genügend große Zahl von Menschen die Stufen der höheren Erkenntnis erreicht hat, die in dem Buche ,Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?' beschrieben sind. Als die geistige Welt mir den Auftrag erteilt hatte, dieses Werk zu schreiben, da hatte sie er­wartet, daß viele Menschen so weit voranschreiten würden. So hatte ich Weisung, einen zweiten Band zu schreiben.'

Nach einer Zeit ernstesten Schweigens fuhr er fort:

,Es ist das Erwartete nicht eingetreten. Die geistige Welt wirft von Zeit zu Zeit die Angel aus. Es ist diesmal nichts daran hängen geblieben.

Anonym hat gesagt…

@Manfred

"Und wozu machst Du das, das ist doch eine Übung - und wozu dient eine Übung?"

Sie dient dem Nichts!

Irgendwann beginnst Du immer neue Übungen der Sinnlosigkeit?

Ja, zB Malen, Putzen, Schreiben, Geschichten erzählen, Singen, Tanzen, Essen, Spielen, Trinken, Lachen, Weinen, Sex haben, Lieben, Leiden, Kämpfen, Ruhen, Freude treffen, nette Gespräche führen, Arbeiten gehen...
L E B E N !!!

"Addierst eine an die andere?"

JAAA! :-)

"Und vergisst zu fragen wozu??"

"Ich denke, also BIN ICH!" (Schelling)

Denken ist SINNVOLL!

"Nur eine noch nicht vorhandene Natur könnte man SCHAFFEN, ohne sie vorher zu erkennen. Was bei der Natur unmöglich ist: DAS SCHAFFEN vor dem Erkennen; beim DENKEN vollbringen wir es.
WOLLTEN WIR MIT DEM DENKEN WARTEN, BIS WIR ES ERKANNT HABEN, DANN KÄMEN WIR NIE DAZU.(...) Wir können auch mit dem Verdauen nicht warten, bis wir den Vorgang des Verdauens beobachtet haben."
(Rudolf Steiner, Philosophie der Freiheit)

"Beginnst einen neuen Kreis der Sinnlosigkeiten?"

Ja!

"Das befriedigt Dich??"

JA!

"Wirklich?"

JAA!

"Grandios !!"

JAAA!!!


"Der SINN erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle und streben nach dem Licht, und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie"
(Laotse, Tao Te King)

Von Herzen
Jasna C.

manroe hat gesagt…

@Jasna

Ich weiss nicht mit wem Du redest. Da kenne ich eine ganz andere Welt und die gefällt mir erheblich besser.

Manfred

Anonym hat gesagt…

Lieber Manfred!

Was verstehst Du unter Welt?

Jasna Caluk

Anonym hat gesagt…

...und warum fragst Du MICH, mit wem ich rede?? DEIN Name ist doch Manfred??

Jasna Caluk
(keine Sorge: ich halt mich nicht für Jesus Christus, meine Initialen sind bloß die gleichen :-))