Freitag, 8. Mai 2009

Offen & frei & würdig

Was ich will, ist offen sein. Offen und frei und würdig. Ich will so offen sein, dass die Wirklichkeit, die ich nicht bin, anwesend ist. Ich will so frei sein, dass dasjenige, was nicht meine Freiheit ist, leuchten kann. Ich will so würdig sein, dass die unverletzbare Würde, die ich nicht bin, präsent ist. Manchmal hat diese Offenheit ihren Preis und manchmal bekomme ich dafür ein Geschenk.

Es scheint so zu sein, dass meine Entscheidung zur Offenheit, zur Freiheit und zur Würde, in anderen Menschen manchmal ebenfalls zu einer Entscheidung führt. Neulich entschied sich jemand zur Offenheit – einen winzigen Moment zögerte er, dann erzählte er die Geschichte seines Todes.

Vor wenigen Wochen war er gestorben. Er hatte in die Dunkelheit geschaut, war in die Dunkelheit gegangen, hatte sich fallen lassen, immer tiefer und immer schneller und immer tödlicher...Bis nichts mehr von den Bildern da war, die er für seine Person gehalten hatte.

Er war fort. Und da war er. Und er war immer da. Und jetzt lächelte er mich an. Und ich lächelte zurück. Und es war EIN Lächeln.

Manchmal hat meine Offenheit ihren Preis und manchmal bekomme ich dafür ein Geschenk. Ich erkenne mich dann selbst. Im Spiegel Deiner Seele.

Darum will ich offen und frei und würdige sein. Damit Du Dich in meiner Seele Spiegel erkennst. 

Hab keine Angst vor der Dunkelheit meiner und Deiner Seele. In ihr entsteht Licht, einfach dadurch, dass Du in diese Dunkelheit blickst. Das was blickt, ist frei von Dunkelheit. Das was Angst hat, ist frei von Angst. Geh einfach los und halte den Blick offen & frei & und würdig. 

Denn das bist Du. 

Ich schaue in die Finsternis:

In ihr ersteht Licht —

Lebendes Licht.

Wer ist dies Licht in der Finsternis?

Ich bin es selbst in meiner Wirklichkeit!

Diese Wirklichkeit des Ich

Tritt nicht ein in mein Erdendasein.

Ich bin nur Bild davon.

Ich werde es aber wieder finden,

Wenn ich,

Guten Willens für den Geist,

Durch des Todes Pforte gegangen.

(Rudolf Steiner)

Du musst nicht sterben, um zu sterben. Aber Du musst sterben, um zu leben. Ich wünsche Dir einen schnellen Tod. 

Kommentare:

manroe hat gesagt…

... damit bin ich einverstanden! Um in der Erkenntnis zu leben und zu wachsen um des/der Meinet-Selbst willen und neue Namen zu finden, wie Steine, über die ich springen kann, die mir beim Springen behilflich sind.

Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Wieder mitten ins Herz Sebastian.

Und jetzt lächelte er/sie mich an. Und ich lächelte zurück. Und es war EIN Lächeln.Und daran können wir uns erkennen. (*o*)

Es braucht keine Worte mehr. Das Wort wird geboren in diesem Moment.

(*!*)

Anonym hat gesagt…

Jede Unterscheidung kann paradoxiert werden, die Folge ist Lähmung des Denkens und Entscheidens.

Doch das Leben muss weitergehen und es geht weiter.

Der Trick jeder sozialen Praxis ist das Verstecken des Paradoxes.

manroe hat gesagt…

... bei einer Unterscheidung auf Basis von mehr oder weniger Willkür schon, aber die Unterscheidung daselbst ist/sollte doch eine basierend auf der/einer Fähigkeit sein und dann paradoxiert man nicht mehr, oder?

Und eine wirkliche Unterscheidung bedarf doch grad des lebendig anschauenden Denkens vor einer vermeintlichen "Lähmung". Vielleicht verwechselt man auch eine vermeintliche Lähmung mit einem/dem Zustand in der Erkenntnis, also dann, wenn sie geboren wurde, da denkt man dann nicht mehr, weil das Ziel des Denkens sich verwirklicht hat. Und dann erlebt man die Wirkung einer Entscheidung.

Und mit Tricks sollte man nun wirklich nicht arbeiten, schon allein um sich selbst zu schützen. :)) Oder habe ich was übersehen??

Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Dieses Paradoxe beschäftigt mich im Moment genauso wie der Raum Dazwischen.

Wenn ich mich in den Raum dazwischen setze, kann ich dieses Paradoxe erleben. Und erleben tue ich da, dass es nicht paradox ist, sondern zusammengehört. Sozusagen zwei Seiten einer Medaille werden sichtbar.

Eben alles und nichts in Einem. Das verwirrte mich erst mal und danach musste ich so lachen.

Bewusst im Denken, Fühlen und Wollen zu verweilen erzeugt für mich nicht Lähmung (obwohl ich sie gut kenne, denn ich muss mich hier ja entscheiden).

Hier erlebe ich FREIHEIT im Denken, Fühlen und Wollen.

Das Paradoxe existiert gleichzeitig – solange ich unterscheide und mir dessen nicht bewusst bin, füge ich das Paradoxe nicht zusammen. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

(*!*)

Anonym hat gesagt…

Offen sein ist gut. Offen sein ist böse. Offen sein für was?!

Offen sein für Freiheit und Würde? Was wird mit den Worten verbunden?

Wenn es um Spiritualität geht, geht es um geistige Wesen, die man beim Namen nennen sollte. Das hat Rudolf Steiner wie kein anderer getan. Er hat sie unterschieden. Lichtwesen und Dunkelwesen. Erst wenn die Begriffe gebildet sind, kann Erkennen als Gnade kommen, erst dann kann Paradoxie transzendiert werden.

Hier hat man scheinbar noch überhaupt keine Begriffe gebildet.

Das ist extrem gefährlich in apokalyptischen Zeiten!


Worte wie Freiheit und Würde können auch dem Geist der Unwahrheit entspringen. Auch Monsanto gibt vor, den Menschen Gutes zu bringen. Auch Hitler versprach Freiheit und Würde.

Diese ungenauen Begriffe, mit denen hier hantiert wird scheinen mir auch zu den verworrenen Dialogen zu führen, die hier nachzulesen sind.

Wenn man alles integrieren will braucht man auch integrierte Brgiffe. Und wie bildet man Begriffe, welcher Meister kennt die Antwort?

burghard schildt hat gesagt…

Die Anthroposophische Gesellschaft ist veranlagt als eine Erkenntnis und Weltgesellschaft.

Mir geht es nicht darum, Steiner auf einen Sockel zu stellen,
er kann durchaus selbst mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Aber, noch wird Allerorts, nach wie vor, die Meßlatte angelegt, an wem man sich Hochhangeln kann, an wem auch immer, Hauptsache er steht höher.

Hat man dann die entsprechende Höhe ergattert, heißt der nächste Schritt dann, sich einhaken und ranhängen.

Jedoch, es könnte auch darum gehen, durch das Studium der Steinerschriften, sich eine Menschenkunde zu erwerben.

So eine Menschenkunde,anhand
derer man dann jeden Mitmenschen,
so, wie er sich darlebt, auf Augenhöhe anerkennen lernt.

Das verstehe ich jedenfalls unter Erkenntnis und Weltgesellschaft.

Wählen Sie eine Identität aus hat gesagt…

Wie alles überwunden werden muss, so muss auch der Gronbach überwunden werden...

PEACE

manroe hat gesagt…

"Ich will so offen sein, dass die Wirklichkeit, die ich nicht bin, anwesend ist. Ich will so frei sein, dass dasjenige, was nicht meine Freiheit ist, leuchten kann. Ich will so würdig sein, dass die unverletzbare Würde, die ich nicht bin, präsent ist. Manchmal hat diese Offenheit ihren Preis und manchmal bekomme ich dafür ein Geschenk."

Diese Aussagen kommen hier viel zu kurz, sie erscheinen vielleicht auch paradox, sind es aber nicht, sondern bilden die Wirklichkeit ab. Und diese "Paradoxien" ergeben eine Einheit, die Einheit, die wir vergessen haben. Dies erscheint nur dann paradox, wenn man im Selbstverständnis, dem beschränkten, das noch dazugehörige erst richtig "Ganz-Machende" nicht als zu sich zugehörig erleben kann.

Und in einem solchen Zustand, Sein bekommt das Denken einen völlig anderen "Geschmack", es zeigt sich dann als die die Energie lenkende Kraft, mühelos -- und nicht gelähmt!!

Manfred

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Gronbach, darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Halten Sie sich selbst neuerdings für "erwacht"?
Liebe Grüße
Christoph

manroe hat gesagt…

@Christoph

... ich würds fair finden, wenn Sie wirklich eine Frage stellen würden!

Täten Sie´s mich fragen, würde ich sagen "na klar Mann"

ganz liebe Grüsse
Manfred

Anonym hat gesagt…

Lieber Sebastian,
die Frage ist an dich gerichtet...
Christoph

Mitten ins Herz hat gesagt…

Sebastian,

mein Herz trägt Trauer, tiefen Schmerz, wenn ich auf das Blicke, was hier geäußert wird, was sich auf Rudolf Steiner bezieht. Das Leid erhebt sich, wenn ich mir vergegenwärtige diese Individualiät in Ihrer Größe, in Ihrer Zärtlichkeit , in ihrer Verletzlichkeit in dem was sie schon zu Lebzeitern tragen musste, auf sich nahm, opferte für die Menschheit.
Damals schon wurde sein Werk von seinen zerstrittenen Anhängern zersetzt, und nun scheint es, dass das, was Kritikern über Jahrzehnte nicht gelang, ihn der Lächerlichkeit preiszugeben, hier im Handumdrehen geschieht! Wie kann man diese hohe Individualität in einem Atemzug mit solchen Hobby-Gurus nennen? Keinerlei Ehrfurchtsempfindungen kann ich hier erkennen. Meinst Du Rudolf Steiner hat es nötig, von Dir kommentiert zu werden? Oder meinst Du gar, dich mit ihm schmücken zu dürfen?

Hat er nicht schon genug zu tragen? Musst Du Ihm auch noch Dein Karma aufbürden?

Trage Dein Kreuz selber!

Dein Verhalten erinnert mich an ein Kleinind, das der Waldorfkindergärtnerin am Rockzipfel hängt, wenn ich sehe, wie Du abhängig bist von den Zitaten Deiner Gurus! Scheinbar kannst Du nicht selber Laufen. Werde erwachsen, trage selbst die verantwortung Deiner Aussagen und zitiere Dich selbst! Oder suche Dir andere Hilfe. Nur so wirst du der Anthroposophie wahrhaft dienen können!

Andererseits, wenn ich hineinfühle, hineindenke in Deine Äußerungen, tust auch Du mir leid: Deine Assoziationen belegen das Gegenteil des Zustandes, der übersinnliches Erkennen ermöglicht. Dies kann man in jeder halbwegs seriösen Meditationsanleitung nachlesen. Was treibt Dich zu Deinem missionarischen Exhibitionismus? Meinst Du, ein Suchender wird Geschmack haben an einem pürierten Brei aus allerlei Halbwahrheiten? Da sind die Zeugen Jehovas sicher erfolgreicher. Was meditierst Du eigentlich, und vor allem wie? Welchen Weg gehst Du und Welchen Weg kannst Du denn weisen? Kommst du überhaupt darüber hinaus, Dich selbst wahrzunehmen?

Besser man trifft Falsche Entscheidungen als keine, denn das irdische Leben besteht aus Entscheidungen, und es ist eine Illusion zu glauben, im Geiste würden keine Entscheidungen ausgetragen, dem kann keiner entfliehen.

Dein klener Bruder

Anonym hat gesagt…

Zitat: "...Das Leid erhebt sich, wenn ich mir vergegenwärtige diese Individualiät in Ihrer Größe, in Ihrer Zärtlichkeit , in ihrer Verletzlichkeit in dem was sie schon zu Lebzeitern tragen musste, auf sich nahm, opferte für die Menschheit.
Damals schon wurde sein Werk von seinen zerstrittenen Anhängern zersetzt, und nun scheint es, dass das, was Kritikern über Jahrzehnte nicht gelang, ihn der Lächerlichkeit preiszugeben, hier im Handumdrehen geschieht! Wie kann man diese hohe Individualität in einem Atemzug mit solchen Hobby-Gurus nennen?..."

Johannes der Täufer kniete vor Jesus nieder, als Jesus ihn darum bat, auch ihn zu taufen - so wie alle anderen. Nicht Johannes sollte Jesus taufen, sondern umgedreht.
Was sagt uns das?

Ich kann hier nur für meine Wenigkeit schreiben. Ich weiß nicht, wie Herr Gronbach meditiert. Auf seinen Fotos, die er hier zur Verfügung stellt, sieht diese Art von Meditation immer sehr hingebungsvoll und einladend aus. Man möchte sich einfach daneben setzen und in sich versinken.

Aber ich weiß und habe erlebt, was Herr Gronbach bewegen kann. Das genügt mir. Ich kann Steiner lesen und nochmals lesen, dann wird es vermutlich noch sehr lange dauern, bis ich ihn mir erschließe. Und ich kann auf weitere Quellen zurückgreifen, um danach Steiner noch einmal mit erweitertem Wissen zu lesen.
Herrn Gronbach erlebte ich zu keinem Zeitpunkt als Kind. Ganz im Gegenteil - ich war das Kind, das den Vater in ihm suchte, weil ich in meinem eigenen zu wenig davon fand. Und das, obwohl er einige Jahre jünger ist als ich.

Und ich danke hier an dieser Stelle noch einmal Jasna für ihren so offenen Beitrag zum Thema "Guru". Es war ein heilsamer Schock für mich, festzustellen, wie nah ich bereits an den von ihr beschriebenen Weg war - einen fehlinterpretierten Weg.

Es hat Schülern noch nie geschadet, bis zu einem gewissen Punkt einem guten Lehrer zu folgen. Und ich persönlich kenne keinen Lehrer (einschließlich Rudolf Steiner), der nicht selbst einmal fehlgegangen wäre. Gerade das ist es ja, was uns Menschen ausmacht, die Irrwege, welche unsere Weiterentwicklung kreuzen. Dafür liebe ich Steiner und alle anderen, die in seinem Sinne denken und handeln.

Zitat: "...Meinst Du, ein Suchender wird Geschmack haben an einem pürierten Brei aus allerlei Halbwahrheiten? Da sind die Zeugen Jehovas sicher erfolgreicher..."

Ich bin eine Suchende und ich bin bereits eingeweiht in seherische Geheimnisse. Wer solche Aussagen trifft, sollte in sein eigenes Inneres schauen. Was fehlt dort noch oder ist gar schon zuviel?

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anonym hat gesagt…

Schön gesagt, liebe Kerstin,
also in diesem ganzen Text finde ich bezüglich dieser "Guru-Diskussion" eigentlich diesen Satz sehr einschlägig:

"Hab keine Angst vor der Dunkelheit meiner und Deiner Seele. In ihr entsteht Licht, einfach dadurch, dass Du in diese Dunkelheit blickst. Das was blickt, ist frei von Dunkelheit. Das was Angst hat, ist frei von Angst."

Und er bezeichnet für mich eine TIEFE DEMUT IN UND AUS ALLEN RICHTUNGEN einer Schüler- bzw. Lehrerschaft.

Etwas oder Jemandem der im leiblichen Sinne aus dem LEBEN getreten ist (also Tod, Begraben, unter der Erde liegend) meine Demut zu bekunden ist EINE ART DER WÜRDIGUNG und der Tod ist zu würdigen, denn er ist ja Teil des Lebens, ABER auch das LEBEN ist Teil des LEBENS und somit ist es zur Abwechslung auch FUNKTIONAL einem LEBENDIGEN Auf der Erde wandelden Wesen DEMUT zu bekunden.

In meiner eigenen Tiefen Abneigung, einen spirituellen Lehrer in LEIBHAFTIGER FORM anzunehmen, anzuerkennen IN DEMUT, erkenne ich bis zu einem gewissen Grad auch die Ablehnung dieses LEHRERS IM LEBEN IN MIR. Aber das ist nur meine Ansicht.

Sicher geht es um Entscheidungen und inzwischen habe ich gelernt, dass es KEIN SCHICKSAL gibt,

ES GIBT NUR ENTSCHEIDUNGEN!

ABER manche Entscheidungen funktionieren besser und andere Anders, und in jeder ENTSCHEIDUNG (ob Annahme oder Ablehnung) gibt es ein kleines ENDE und einen großen ANFANG und es ist wie in Shakespears

"VIEL LÄRM UM NICHTS"

... am Ende leuchtet die Freude und es werden Hochzeiten gefeiert :-)!

In diesem Sinne
Von Herzen
Jasna

Anonym hat gesagt…

Danke Jasna.

Doch manchmal habe ich eben noch Angst vor der Dunkelheit. Das gestehe ich mir genauso zu wie anderen. Und wie ich bereits schrieb, ist es nicht verkehrt, einem guten Lehrer bis zu einem bestimmten Punkt zu folgen.

Doch irgendwann muss das Gelernte seine Anwendung finden. Dann trennen sich die Wege von Lehrer und Schüler. Dann muss man selbst Entscheidungen treffen und auch die Verantwortung dafür übernehmen.
Kann ich das immer? Was ist, wenn eine Entscheidung zu einem tragischen Ergebnis führt? Bis zu welcher Grenze kann ich Verantwortung tragen? Darf ich die mit jemandem teilen?

Auch ich blickte schon in die besagte Dunkelheit, trat schon tief in ihr ein. Doch ich wagte noch nie die Vollendung, noch nie. Zu groß ist die Angst vor dem Sich-Verlieren. Ich erfuhr in meinem Leben zu wenig Halt, als dass ich nun einfach loslassen könnte.
Noch nicht.

Doch ich erfahre nunmehr immense Unterstützung von Steiner, von Gronbach, von Köhler, von der Info3, den anthroposophischen Mitteilungen, von den Menschen bei mir hier daheim, von wem auch immer.

Wie schreibt es Rudolf Steiner?

"...Diese Wirklichkeit des Ich

Tritt nicht ein in mein Erdendasein.

Ich bin nur Bild davon.

Ich werde es aber wieder finden,

Wenn ich,

Guten Willens für den Geist,

Durch des Todes Pforte gegangen..."

Genau so ist es - wenn ich hindurch gegangen bin. Und bis mein guter Wille soweit ist, nutze ich die Möglichkeiten zur Stärkung, die mir geboten werden.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anonym hat gesagt…

Liebe Kerstin,

Ja, Dein vorheriger Kommentar hat mich inspiriert zu meinen Gedanken.

"Doch irgendwann muss das Gelernte seine Anwendung finden. Dann trennen sich die Wege von Lehrer und Schüler. Dann muss man selbst Entscheidungen treffen und auch die Verantwortung dafür übernehmen."

Ich sehe einen äußeren spirituellen Lehrer als PERSONIFIZIERTES WACHES ICH meiner Selbst.

Ich glaube, dass diese Wege zwischen Lehrer und Schüler sich eine Zeitlang immer wieder trennen müssen und wieder finden müssen.

Und vielleicht hängt es auch vom Grade der WACHHEIT an sich ab, WO UND IN WEM ich jeweils LEHRER erkenne.

Ich denke, dass irgendwann diese Trennung dahingehend sich vollzieht, dass diese Lehrer-Schülerschaft nicht mehr PERSONEN-GEBUNDEN ist, aber immernoch Personen-BEZOGEN (bzw. Diesseits-Bezogen) sein darf und kann.

Ich glaube den LEHRER IN SICH zu finden und IN DEMUT ANZUERKENNEN bedeutet, dass man die Dinge im AUSSEN durch ACHTSAMKEIT erkennt, die einem etwas mitzuteilen haben. Das kann ein jemand sein, der einem eine wichtige Information gibt oder das kann ein Buch sein, das einem "zufällig" in die Hände fällt.

Ich glaube das VERTRAUEN zu meinem INNEREN SCHÜLER geht Hand in Hand mit der Übernahme der VERANTWORTUNG meines INNEREN LEHRERS. Die Übernahme von Verantwortung drückt sich meines Erachtens immer dahingehend aus, inwieweit ich die Dinge wiederum aus dem Hier und Jetzt bestrebt bin, zum Funktionieren zu bringen.

Das Wort "Zufall" verwende ich in diesem Zusammenhang immer noch sehr gerne, auch wenn es sehr unbeliebt ist. Aber für mich bezeichnet es das Gebet, das Nichts und dann den "zufall". Etwas fällt mir zu, das ich erbeten habe, geschöpft habe aus dem Nichts. Loslassen und Ergreifen auf ein und derselben Ebene und derselben Intensität.

...

Ich habe vor kurzem gelesen, dass aus psychologischer Sicht es als UNFÄHIGKEIT angesehen wird, dass manche Menschen sich nicht abgrenzen können, aufgrund traumatischer Erlebnisse.

Eigenartigerweise denke ich, dass diese Unfähigkeit auf psychischer Ebene, wiederum auf spiritueller Ebene eine große Fähigkeit darstellt.

Ich emfpinde in diesem Zusammenhang das TONGELN, das ich hier als Werkzeug erhalben habe, als ein großes Geschenk zur Hilfe zur Selbst-Hilfe in Alle Richtungen, auch im Umgang mit den Dunkelheiten.

Von Herzen
Jasna

Nicht Verstehen hat gesagt…

Mein Leid dass Deine Aussagen hervorrufen,
verstehe ich als Ausdruck meines Dich nicht verstehens.
Viellecht verstehst Du mich, dann wirst Du an mir nicht leiden.
Ansonsten tut es mir Leid, Dir Leid zu tun.

Häuptling Kleiner Bruder

manroe hat gesagt…

@Sebastian ... - ...

"...jetzt erkennst Du, dass der Affenzirkus selber das größte Wunder ist. Du selbst, ein wundervolles Geschöpf Deiner eigenen Phantasie."Ich habe und verspüre keine lust in den Affenzoo zu gehen, ich weiss wie das geht und wohin das führt.

Die Produkte meiner Phantasie haben mir gedient als ein Spiegel, ich "werfe mal was hinaus aus der Stille ins Werden", um zu sehen was dadurch geht und wie... Experiment - ex per mente - da draussen für den Geist.

Die Affen im Zoo behindern die klare Sicht und verzerren, wenn ich nicht aufpasse, meine Ergebnisse nach dem Wurf aus der Stille ins Da-sein.

Das grosse Wunder liegt für mich darin, aus der Stille überhaupt etwas "zum Werfen" zu haben und wie ich da rankomme. Also praktizierendes Meditationsergebnis.

Dort, wo ich vermeine ganz allein in der Stille zu sein, bin ich mittendrin als ICH im Nicht-ICH. Es gibt hier eine "Substanz", die sich durch meinen Geist befruchten und gestalten lässt.

Und wie wollen wir das tun? Wir brauchen als erstes eine Intention, eine Frage, ein Ziel.

Manfred