Samstag, 23. Mai 2009

Wege zum WIR

Ich saß an den letzten Seiten meines ersten Buches und wusste plötzlich, welches das letzte Wort sein musste. Kein anderes Wort, als das Wort WIR durfte am Ende dort stehen. Und tatsächlich steht am Ende des Buches dieses WIR – mehrere Zentimeter ist dieses WIR groß. Überdimensional. Ich wusste in diesem Moment, als ich das Wort schrieb: Mein Buch ist nur ein Vorwort.. 

So endet MissionenIst es auch ein Anfang? Ein Anfang vielleicht, der etwas mit der dritten Freiheit zu tun hat? Der Freiheit, die sich nicht nur zwischen links oder rechts entscheiden kann, sondern die sich aus dem Gewordenen heraus entscheidet, eine völlig neue Geschichte zu schreiben. Diese Geschichte wird auch ein Kampf sein. Und ein Lieben. Das entscheiden Sie. Und ich. Wir.

Nun – während des ersten Wedding-Retreats – hat sich hier ja einiges getan. (Wow!!!) Wenn ich die Beiträge richtig verstehe, dann ging es immer wieder und ganz zentral um dieses neue WIR.

Was ich dabei wohl ausserdem verstanden habe ist dies: Das Thema des WIR ist ein harter Brocken. „Der Reichtum und die Komplexität dieses WIR ist einfach umwerfend...und doch existiert es. Und wir können uns verstehen – Sie und ich, wir können uns gegenseitig verstehen! Wie immer das passiert, es ist ein Wunder, ein absolut erstaunliches, umwerfendes Wunder...Und doch existiert es tatsächlich...“

Wenn Ken Wilber so über dieses WIR spricht, dann versetzt mich das in eine Demut. Und aus dieser Demut heraus pulst etwas...etwas, ohne das die WIR-Revolution im Sand verlaufen würde...Etwas, was ich Gott Sei Dank, seit meiner Kindheit erfahren durfte. Etwas, was auch Teil der Anthroposophie ist. 

Vielleicht zucken gleich einige von Euch ärgerlich zusammen, wenn sie von diesem Puls berührt werden. Er scheint so wenig zu der Ich-Bin-Vision zu passen, die wir hier oft (und zu recht) feiern. Diese Vision des ersten Gesichts Gottes, wo wir alle Gott in uns spüren, als eine exstatische Erfahrung der eigenen Göttlichkeit. Dieser Puls, von dem ich gleich spreche, scheint auf den ersten Blick nicht zu dem beliebten und auch wunderbaren Naturglauben zu passen, wo die Göttin und Gott sich in der Natur und allem Sein des Lebens entfalten – wir nennen dies das dritte Gesicht Gottes. In Wirklichkeit gehören alle drei GesichterGottes zusammen. 

Dieser Puls, der in der Demut und Devotion pocht und dort gleichzeitig seinen würdigsten Ausdruck findet, ist der GEIST in der zweiten Person.

Es ist das zweite Gesicht der Göttin, es ist der Gott, es ist das große DU, vor dem ich die Augen niederschlage und demütig auf die Knie sinke – es ist Vater-Unser-im-Himmel. Es ist Herr-vergib-uns-unsere-Schuld. Es ist der große Horizont-Gott, die ewig ferne Horizont Göttin.

Ein Horizont-Gott hält, wie der Horizont, immer Abstand zu uns. Er kümmert sich nicht um unser Tempo, er bleibt immer vor uns, immer VorBild.

Es ist der große GEIST, der ich nie war, nie sein werde und nie bin. Der große Gleichmacher durch Andacht, der Zerstörer des Egos, vor dem das Ego sich in Demut in den Staub wirft und sich auflöst in Leerheit.

Für mich – und ich werde das, sobald ich dazu Zeit finde, Stück für Stück und mit Euch zusammen entwickeln - hängt viel davon ab, wie reif wir uns diesem Thema stellen. 

Wenn wir diesen Knoten lösen, wird uns auch die herrschende Guru-Phobie, wie ein albernes Kapitel aus unserer Jugend vorkommen. 

Wir werden dann alle diese furchtbaren und verderblichen Schatten und alle Problme und Sünden eines spirituellen Lehrer beleuchten und dann doch die Wahrheit in diesen Worten Steiners begreifen: "Ein Lehrer muss bei der Einweihung immer dabei sein: Eine ernsthafte Einweihung ohne Lehrer gibt es nicht. Wer das behaupten wollte, würde etwas ebenso törichtes sagen, wie jemand der die Geburt eines Kindes ohne das Zusammenwirken der beiden Geschlechter als Möglich erachtete. Die Einweihung ist ein geistiger Befruchtungprozess. Wenn dieser nicht in dem Dualverhältnis zwischen Lehrer und Schüler herbeigeführt würde, so wäre das sogar ein schädlicher Vorgang." (Rudolf Steiner GA97) 

Wir müssen tatsächlich einmal in Ruhe und mit aller Anstrengung auf diese Rolle schauen...Blicken wir doch vorher einmal GEMEINSAM auf das HÖCHSTE - jenseits von uns. Meine Seminare und Workshops zu diesem Thema des WIR, hätten immer die Andacht an das externe Du. 

Dieses Du ist das große und göttliche DU, aber auch das kleine Du in jedem Mitmenschen, der uns immer auch ein unfassbares Rätsel ist, welches wir niemals ganz verstehen. WIR brauchen immer diesen Rest-Respekt vor dem Geheimnis des Lebens im Gegenüber. WIR sind angewiesen auf die Gnade und die Vergebung durch unseren Nächsten. Auch Dir gegenüber will ich Andächtig sein.

Das neue WIR braucht den Moment der Andacht und der absoluten Würdigung der Autorität ausserhalb von mir. Den Augenblick der demütigen Devotion. Diese Devotion ist alles was wir noch haben - "Devotion wird zu Opferkraft". (Rudolf Steiner). Was haben wir zu opfern? Unser mühsam erworbenes Ego! Und nur wer es erworben hat, soll davon sprechen, dass er es opfern kann...Man muss erstmal was haben, bevor man was loslassen kann...Und nur wer gelernt hat die Hände zum Gebet zu falten, wird in der Lage sein, die Hände zum Segen zu erheben...

Das Wunder WIR – es beginnt mit restloser Hingabe an das große Du, das große Ihr. An den leuchtenden, ewig gebenden Gott. Die unerschöpfliche Göttin, der ich mich in Liebe, Andacht Opfer und Erlösung hingebe.

DU unerreichbarer Horizont-Gott, DU ewig ferne Horizont Göttin: Ich bin NICHTS. DU bist ALLES. 

Es erfüllt mich immer wieder mit einer großen Ehrfurcht, wenn ich im täglich gebeteten Vater-Unser, diesen Aspekt würdigen darf. Ich halte mir stets vor Augen, dass in der großen Ich-Bin-Mythologie des Christentums, das Ich-Bin-Symbol-Christus, diesen Text gesprochen und gelehrt hat. (Übrigens ist von Rudolf Steiner bekannt, dass er abendlich diesen Text als große Du-Meditation gesprochen hat). 

Das einzige was ich im Anblick dieser lichtvollen GUTEN DU tun kann, ist dieses GUTE lieben bis es schmerzt. ES lieben bis über alle Ewigkeit hinaus. SIE lieben bis diese Liebe mich verzehrt hat, IHN lieben bis diese Liebe nichts mehr von mir übrig gelassen hat.

Das neue WIR – das ist meine tiefe Überzeugung – beginnt mit dieser Hingabe an das himmlische Antlitz, welches immer über mir steht.

„Dieser Große Gott, diese Große Göttin, die mir in diesem Augenblick ihr Antlitz zeigen, die in diesem Augenblick zu mir sprechen, die sich mir in diesem Augenblick offenbaren als Kommunion mit einem Du im heiligen Wir, ist GEIST in der Seinsform seiner zweiten Person.“ Ken Wilber 

Knie nieder Mensch...Was denkt Ihr, was passiert, wenn sich nicht jeder für sich niederkniet - was denkt Ihr mag passieren, wenn WIR UNS GEMEINSAM niederknien

WIR in Demut...Die Ego-Massenvernichtung. 

Kommentare:

manroe hat gesagt…

Hallo Sebastian, schön dass Du wieder da bist!

Ich sehe immer eine Gruppe starker Individuen vor mir, die es praktisch "geschafft" haben und sich jetzt fast ratlos anblicken mit der Frage was nun? Wozu haben wir unsere Individualität so weit entwickelt? Wir können uns jetzt entscheiden den "größten" oder "stärksten" zu ermitteln oder zu erkämpfen -- oder wir geben uns ins WIR, unserem eigentlichen Ziel.

Und vor allem, jede Persönlichkeit hat seine speziellen Fähigkeiten erworben und "mitgebracht", welch ein Jammer sie verkommen zu lassen!, sie in einem Kampf womöglich zu zerstören. Wir sind angetreten uns gegenseitig zu beschenken und gemeinsam wirklich Mensch zu werden.


Manfred

in Ewigkeit enter.. hat gesagt…

Gebet?

Anak hat gesagt…

"jede Persönlichkeit hat seine speziellen Fähigkeiten erworben und "mitgebracht", welch ein Jammer sie verkommen zu lassen!,"
diese entwickelte persoehnlichkeit nenne ich das individuen: sie geht nicht unter in der gruppe: hier liegt die kunst: durch die erweiterung unseres wahrnehmens (schattenarbeit: der schleier faellt weg) koennen diese einzelnen individuen miteinander wirken ohne in ego-kaempfe zu verfallen. ego=selbstbehauptung/selbstverwirklichung im konstanten wechsel mit der hingabe zum anderen (ein pendelschlag zwischen minderwertigkeit und ueberheblichkeit, der eben staendig hin und her pendelt, da wir an der leiter nach oben klettern (im besten falle...); hieraus ensteht eine wahre authentizitaet in einer grundstimmung der liebe
liebe guesse
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Willkommen Sebastian!
Freue mich, dass Du wieder DA bist. : )

Ja, J.Ch. ist immer, immer dabei und das Vater unser auch und das Johannes-Evangelium auch und durchdringendes, machtvolles Vertrauen auch.

***

Danke für Deine Worte Manfred.

Freue mich auf das WIR.

MM

Hallo Anka, bist grad dazwischen gerutscht. : )

Anonym hat gesagt…

WIR-in-Demut-EGO-Massenvernichtung-TAG

Wie wär es dienstags um 11:00 Uhr alles fallen zu lassen und auf die Knie gehen...kann man auch "Schweigeminute" nennen und geht so auch unauffälliger.

Anonym hat gesagt…

ICH

I-CH

I-eushuo Ch-ristos (hebräisch-griechisch Jesus Christus)

Heißt das ICH deshalb so? Ist das die Verbindung?

Wo ist dann das WIR angesiedelt?

Ich habe mein ganz persönliches Problem mit diesem WIR, nämlich dann, wenn der Zwischenraum eben nicht nur erfüllt ist von Freude, Lust oder Partystimmung.
Sondern wenn sich die dunklen Seiten dazumischen.
Denn wenn in diesen WIR-Raum plötzlich Leid, unvorstellbares Leid getragen wird, weicht der Rest vom WIR zurück und man steht allein da - inmitten einer Gruppe.

Erst kürzlich sah ich auf Youtube wieder einmal den Vortrag von Herrn Gronbach zum Thema Geld. Und er sagte dort, dass er mit nur ein wenig Münzgeld in der Tasche plötzlich außen vor war. Diese ganze Scheinwelt des Konsums, mit all ihren Shoppingtempeln war weit weg. Er war draußen, nicht mehr zugehörig, ausgeschlossen - so fühlte er sich auch.

Ich sah mir dieses Video wieder und wieder an, wusste nicht genau, was mich dabei hielt.
Dann fiel es mir auf. Genau das war es - dieses Ausgeschlossensein.
Genauso fühle ich mich, wenn ich meine Erlebnisse mit niemanden in der Gruppe teilen kann.
Wenn niemand erfassen kann, wie es mir geht oder warum ich so und nicht anders reagiere, dann bin ich draußen. Obwohl ich mitten unter Menschen sitze.

Und dennoch frage ich mich: Warum sitze ich unter diesen Menschen, von denen keiner meine Erlebnisse teilen kann, weil er sie so nicht erlebt hat? Und warum sind jene, die es mit mir teilen können, immer weit weg?

Ist das das neue WIR - Gleiches an unterschiedlichen Orten udn Unterschiedliches am gleichen Ort?

Warum?


Herzlichst

Kerstin Zahariev.


PS: Lieber Herr Gronbach, wunderschöne Momentaufnahmen zeigen Sie uns da von Ihrer Hochzeit. Bin gespannt auf den zweiten Teil.
Alles Liebe und Gute auch von mir.

Anak hat gesagt…

liebe kerstin,
darin liegt ja genau das wunderbare an einem entwickeln des "wir".
wir lassen jeder fuer sich, die persoehnliche ebene hinter uns und koennen somit dem anderen entgegetreten und ihn in seinem ganzen wesen umfassen ohne diese verbindung wieder zu "ueberschatten" mit unseren eigenen emotionen. (siehe artikel bei jaenet: die roten knoepfe druecken/ dreucken lassen oder dreimal tief durchatmen...andere singen ohm...)
dies ist aber nicht gleichbedeutend damit, das wir alle in einer gleichheit untergehen, sonder das jeder seine individualitaet mitbringt auf seiner jeweiligen entwicklungsebene/stufe.
osho hat sich einmal so ausgdrueckt (ungefaehr...): ich bin gerne dein freund, aber ziehe mich bitte nicht runter auf deine stufe. damit nimmst du mir/dir die chance, dich mit hinauf zunehmen auf meine.
es braucht in diesem "wir" keiner draussen zu stehen, sobald sich jeder darueber im klaren ist: das der andere eben auch ich bin. dann kann man in mitgefuehl und liebe alles "umarmen".
im wege steht immer unsere eigene entwicklung ins christus-dasein und damit machen wir auf fest, ob der andere bei mir ist, oder eben eine wand dazwischen steht.
diese entwicklung ins: ich bin goettlich ist eine schwere, stehen wir uns doch selber immer selber wege, und damit bleibt eben gott auf der strecke...
liebe grueese
anka

ICH+ich hat gesagt…

ICH

I-CH

I-eushuo Ch-ristos (hebräisch-griechisch Jesus Christus)

Heißt das ICH deshalb so? Ist das die Verbindung?

***

Liebe Kerstin

Meine Verbindung ist es. Ja. Deswegen heißt mein Blog auch so. Aber, dahinter steht noch sehr viel mehr.

Ich kann Dir übrigens sehr empfehlen die GA97. Rudolf Steiner beschreibt da einiges, was auf dem Weg der Einweihung geschieht. Ich bin ja immer wieder von Steiner deswegen angetan: Ich mache eine Erfahrung und er bestätigt mir diese.

Was ich oben beschrieben habe, ist mein roter Leitfaden seit Ende 2004.

Herzlich
MonikaMaria

Anak hat gesagt…

liebe mm,
wunderbar...virtuelle umarmung...(bin vorsichtig geworden :-))...
sonnige gruesse
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Und schon wieder dazwischen. : )

Liebe Anka
So sehe ich das auch.
Ganz herzlich
Monika

Eine Frage habe ich noch: Meinst Du, dass Gott auf der Strecke bleibt? ;-)

Ha! Schon wieder dazwischen.
Liebe Anka, ich lasse mich IMMER umarmen. Virtuell und in echt!! : )

Anak hat gesagt…

nein liebe mm, "wir" wachsen ja...und springen ueber "unsere" schatten...und nehmen dabei alles mit...was sich anheftet...
bewusstsein als virus: dies geht aber nur, wenn "wir" die liebe zulassen bis in die tiefsten winkel unseres seins...
umarme dich und du mich...
in liebe
anka

Anonym hat gesagt…

Danke euch für eure Antworten. Bitte, bitte werdet nicht müde darin, mir immer wieder zu zeigen, was ich längst weiß und womit ich dennoch so große Probleme habe.

anka - die Worte von Osho gefallen mir gut, ausgesprochen gut.

MonikaMaria - ich durfte bereits eine Einweihung erleben. Und ich danke Gott auf Knien, dass mir dabei eine ganze Gruppe von Lehrern mir zur Seite stand. Ich hätte es sonst nicht überlebt - und das meine ich wörtlich.
Niemand nahm mich in den Arm, niemand tröstete mich - sie waren alle einfach nur da und hielten das aus, was ich selbst nicht mehr tragen konnte.


Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anak hat gesagt…

liebe kerstin,
auch das ist ein "in die arme nehmen":
Niemand nahm mich in den Arm, niemand tröstete mich - sie waren alle einfach nur da und hielten das aus, was ich selbst nicht mehr tragen konnte.
das ist reine an-nahme und akzeptanz ohne wertung sondern nur im mitgefuehl
einen wundervollen tag wuensche ich
anka

MonikaMaria hat gesagt…

«««MonikaMaria - ich durfte bereits eine Einweihung erleben. Und ich danke Gott auf Knien, dass mir dabei eine ganze Gruppe von Lehrern mir zur Seite stand. Ich hätte es sonst nicht überlebt - und das meine ich wörtlich.
Niemand nahm mich in den Arm, niemand tröstete mich - sie waren alle einfach nur da und hielten das aus, was ich selbst nicht mehr tragen konnte.»»»

Liebe Kerstin
Eine Gruppe von Lehrern hatte ich nicht – nur meinen Mann. Wir sind uns Lehrer und Heiler zu gleichen Teilen. Mal mehr ich, mal mehr er. Ich hätte es auch nicht überlebt und er wiederum hätte es auch nicht überlebt. Er hat über mich und ich habe über ihn erfahren, wie heilen geht.

Den roten Leitfaden hat mir übrigens meine «innere» Stimme gegeben. Ich hatte keine andere Wahl mehr.

Ganz herzlich
MonikaMaria

PS. «Draußen» sein ist übrigens eine weitere Stufe der Prüfung.

Simone hat gesagt…

Ihr Lieben,

nun ist hier schon wieder so viel anders passiert.

Trozdem oder damit auch will ich euch hier noch reinstellen, was sich bei mir in Richtung Anbetung zuerst bewegt hat.

Zuerst war da sowas wie eine Unterscheidung zwischen

Anerkennen/ Ehren
Staunen
Bewundern/Freuen/Lobpreisen/Danken

dann wie eine Mauer ;
und erst danach:

Anbeten.

So, als läge das außerhalb der mir gegenwärtig zugänglichen Begrifflichkeiten.

Oder: Wenn alles Göttlich ist, wie kann das EINE sich durch sich selbst anbeten?

Oder: Wie kann Anbeten gehen, wenn alles Bitten in mir direkt in Danken übergeht, indem "meine Seele sich damit eint"?

Oder: Wenn alles da ist, was gebraucht wird, überall und jederzeit, wie kann ich anbeten?
Wer betet an?
Wen?
Anbetung wofür?
Warum?
Warum Anbetung "machen", wenn sie nicht von selbst da ist?
Warum um Anbetung ringen?
Wofür Anbetung sich zur Frage machen?

Für eine gesündere Einsicht der realen Größenverhältnisse vielleicht?

Aber: wenn ich sowohl größer als das Größte als auch kleiner als das Kleinste bin, lebe ich dann nicht in permaneter Hingegebenheit und Anbetung?
Bloß eine Hingegebenheit und Anbetung und Verherrlichung ohne Worte oder jenseits von Worten.
LIEBE lebend wird so zur nichtwortenden Hingegebenheit und nichtanbetenden Anbetung.

Anbetende Anbetung - wie geht das?
Wofür?
Warum?
Wozu?

Anbeten mit Worten und Gesten ...

so, wie damals, als wir Hitler angebetet haben,
oder
Stalin,
oder Musolini,
oder Parteiführer und Bosse überhaupt
oder ...

alle Macht und Verantwortung abgegeben,
bloß blinde Schafe,
Herde,
den Führer anbetend,
falschen Versprechungen blind folgend und glaubend.

Ebenen und Wirklichkeiten verwechselnd.

Solche Anbetung jedenfalls nicht wieder.
Nein danke!
Tut mir leid, dass mich die erste Annäherung ans Thema gleich wieder an diesen Punkt geführt hat.
Möglicherweise ist ja manchmal was wir Schattenarbeit nennen und machen wollen auch nur sowas wie eine Ausrede, ein Umweg, um den wir nicht drumrum kommen, weil wir zuerst und immer wieder auf das stoßen, womit wir oder jedenfalls ich anscheinend immer noch nicht durch sind/bin.

Weiter gehts jetzt in MissionWir, weil das hier sonst jeden Rahmen sprengen würde.

Danke, Janet, für diesen wirklich guten Vorschlag in meinen Augen: dieses Kommentarfeld in MissionMensch hier als unseren Begegnungsraum zu nehmen und dorthin nur auszulagern, " ... ein bischen wie 'ne Strafbank für Kommentare die über das Ziel hinausgehen könnten ... wenn man es selbst einsehen kann, ..."

Anonym hat gesagt…

Zum einen.

Anonym hat gesagt…

Und zum anderen.
Simone

Anbetung hat gesagt…

Das hat nicht geklappt.
Hier Versuch Nummer 2.
Simone

Anak hat gesagt…

anbeten=wir geben unsere verantwortung in die haende anderer...erst dann kann soetwas wie hitler geschehen...wir wollen nicht wissen und sind froh, das jemand fuer uns die "welt rettet"...
schuld=nicht wissen=unwissenheit (wenn wir schon von schuld sprechen wollen, denn in meinen augen gibt es keine schuld...)
liebe gruesse
anka

Tun-Erfahrung-Verständnis ... und umgekehrt! hat gesagt…

Und nun dasselbe noch mit Teil 3, bzw. Teil 2 in MissionWir.


Und jetzt erlebe ich mich frei, mich hier wieder mit euch gemeinsam zu bewegen und zu sehen, wo entlang es weitergeht.

Liebe Grüße Simone.

Anak hat gesagt…

ohhhh, liebe simone...lesestoff...da hab ich was zu tun heute nacht...alles liebe
anka

Simone hat gesagt…

Liebe MonikaMaria,

wie machst du das, dass du vor dem Versenden deines Kommentares siehst, was inzwischen noch für Kommentare dazu gekommen sind?

Simone hat gesagt…

Und nach diesem ewig langen Exkurs, was denn Anbetung heute sein könnte, da lese ich erst das Ende von Sebastians Beitrag:

"„Dieser Große Gott, diese Große Göttin, die mir in diesem Augenblick ihr Antlitz zeigen, die in diesem Augenblick zu mir sprechen, die sich mir in diesem Augenblick offenbaren als Kommunion mit einem Du im heiligen Wir, ist GEIST in der Seinsform seiner zweiten Person.“ Ken Wilber "

und ich frage mich:
Ja spinne ich denn?
Wieso mache ich mich denn dann so heiß mit diesem Thema?
So habe ich das doch die letzte Zeit immer gesehen.

Nur hat die Frage von Terry patten und die hier von Sebastian mich völlig aufgescheucht. So, als müßte, könnte, sollte da noch ganz was anderes sein außer genau DEM, was Ken Wilber da sagt.

Also: mal so gesprochen: DAS auf jeden Fall.
Aber vielleicht ist ja das in "Anbetung" und in "Tun, Erleben, Verstehen ..." irgendwie auch nicht ganz falsch.

Danke jedenfalls Monika schonmal für deinen Kommentar dort.

Meint ihr, das macht Sinn, mit den Kommentaren zu den "Exilanten" lieber auch hier zu bleiben, um das Feld nicht zu zerfleddern, sondern in solcher Dichte wie die letzte Woche hatte, miteinander in Austausch zu treten?

Simone hat gesagt…

Warum ich mich damit so heiß mache?
Eben, weil es um Anbetung geht.

Simone hat gesagt…

Diesen Gott oder GEIST in der zweiten Person nicht nur zu sehen - sondern ihn auch noch anzubeten!
Anbeten?
Wozu?
...
Hilfe, jetzt geht die ganze Leier wieder von vorn los.

...

Simone hat gesagt…

Dann schon lieber dieser neue GOTT mit Namen: DAS-WAS-WERDEN-WILL .
Da empfinde ich echte Anbetungsfähigkeit.
Und Anbetungswilligkeit.
Und Anbetungswürdigkeit.
Das fühlt sich stimmig an.
Einen Mit-Menschen oder ein anderes Mit-Wesen anzubeten, das fühlt sich absolut nicht stimmig an!

Simone hat gesagt…

So ist das bei mir.
Und was bewegt euch so bei dem, was ihr im Beitrag oder hier in den Kommentaren oder drüben bei den "Exilanten" lest?

Jelle hat gesagt…

Lest doch mal bitte auch noch hier nach (siehe Link)
ich glaube, ich komme gerade so richtig in Fahrt.
Kann mich vielleicht mal jemand ein bißchen bremsen?!

Ich vielleicht.

Ich gehe jetzt hier raus.
War lange genug im Internet.
Lasse mich über mein Postfach informieren, falls hier heute noch was stattfindet.

Ansonsten wartet meine aktuelle Lektüre in gebundener Form.

Anak hat gesagt…

von absoluter wichtigkeit ist mir immer das gewesen, was mich in die innere freiheit fuehrt und mich eben nicht abhaengig macht, sondern mir hilfe und stuetze gibt, meine eigene freiheit zu finden.
in diesem sinne bleibt mir ein satz: nur die liebe die befreit, freimacht, ist wahre liebe.
in dieser entwicklung der inneren freiheit muss gleichzeitig unsere faehigkeit der demut und hingabe geschult werden.
so pendeln wir hin und her liebe simone (faengt das ganze wieder von vorne an...)
kranker narzissmus (hochmut und minderwertigkeit) faengt immer da wo eben keine selbstliebe da ist.
jedoch diese hilfe und stuetze auf dem weg in die freiheit kommt nicht immer in schoenen worten, wahrheit kann so richtig weh tun und laesst uns brennen (in der seele).
wichtig bleibt ein fuer allemal: selber denken und sich immer wieder die dinge hinterfragen, antworten finden, wachsen...und die eigenen schattenseiten aufloesen. somit komme ich immer tiefer in das weltgeschehen und loese irgendwann sogar an den kollektiven schattenseiten...ob das irgendwann mal endet???
wenn wir uns "gemeinsam niederknien" machen wir vielleicht einen anfang vom "ende" und ermoeglichen damit eine "neugeburt".
liebe gruesse
anka

Simone hat gesagt…

Mir scheint, dass möglicherweise jeder Mensch, der einen anderen anbetet oder ver-ehrt statt ehrt
(der Unterschied ist genauso wie bei ver-liebt statt liebt, dass dieser Mensch möglicherweise auch auf nichts anderes schaut als auf das, was er ersehnt oder erahnt, was WERDEN soll und will - entweder, was er bzw. in ihm werden will, oder was er will, was in der Welt werden soll. Wenn er also - bewußt oder unbewußt - eigentlich dorthin schaut und ich ihn nicht dorthin verweise, sondern ihn darin noch bestärke, dass er den Menschen verwechselt mit DEM-DER-WERDEN-WILL, beschränke, fessele, verkleinere ich ihn dann nicht in dem, wessen er sich mittels seiner Empfindung oder Haltung von Anbetung gewahr werden will oder bewußt zu werden versucht?

Ist hier irgend jemand mit einem Gefühl oder der Haltung von Anbetung einem anderen Menschen gegenüber, der hier auch mal was dazu sagen will oder kann?

Mir fehlt da möglicherweise der eigene Erfahrungsraum völlig.
Ich komme mir vor wie ein Analphabeth vielleicht an dieser Stelle oder wie taub-blind-stummm in einem.

Simone hat gesagt…

Okay,
vielleicht habe ich meine Großväter verehrt und meine erste Grundschullehrerin und noch einige danach. Aber irgendwann hat es dann damit echt aufgehört.
Selbst "Erleuchtete", oder Menschen, die auf ihrem Gebiet echte Meister waren und die mir später wichtige Lehrer gewesen sind - für keinen von ihnen habe ich wieder dieses Gefühl der Verehrung oder ganz und gar "Anbetung" empfunden wie in meinen Kindertagen.
Oh ja, da fällt mir noch was ein.
Da gab es einen Schauspieler, den habe ich - jedenfalls innerlich und mit lauter Fotos von ihm an den Wänden meines Zimmers, echt angebetet. Ich wollte am Liebsten so werden und so sein wie er oder die Rollen, die er gespielt hat. So zwischen 12 und 14 Jahren vielleicht.

Und dann war Feierabend damit.

Fehlt mir da nun irgendwas, was zum gesunden Menschsein unbedingt gehört?
Oder gehören solche Haltungen oder Empfindungen wie Anbetung und Verehrung tatsächlich vielleicht in die Kindertage eines heutigen Menschen?

Simone hat gesagt…

... wenn Anbetung sich auf ein anderes (möglicherweise auch menschliches)Wesen richtet, statt auf den gerade neu begriffenen DAS-WAS-WERDEN-WILL

Anak hat gesagt…

irrwege, irrlichter usw. sind doch noetig fuer uns...anders koennten wir uns doch nicht erkennen?
alles ist gut und richtig so, wie es ist...anderen auf etwas hinzu-weisen fuehrt zu problemen, es sei denn, der andere hat danach gefragt oder man ist im gespraech miteinander.
diese sache im zwischenmenschlichen bereich ist aeusserst schwierig...jedoch gehoert es zur frei-lassenden liebe, den anderen seine eigenen wege suchen und finden zu lassen...auch wenn es weh tut...und man es "besser weiss" oder denkt zu wissen...ich nenne es dann immer so: loslassen in liebe und bei mir selber transformieren was durch das thema eben angeschnitten wird.
damit "erschaffe" ich eine neue grundlage.
und somit komme ich immer naeher an das was werden will...auf ewig...und immer wieder...
weiter ins goettliche selbst...
liebe gruesse
anka

manroe hat gesagt…

Also ich denke, dass ein Mensch, der anbetet letztendlich etwas sucht.

Wenn er dieses Suchen auf einen Menschen richtet, scheint er vergessen oder noch nicht richtig bemerkt zu haben, dass er selbst auch ein Mensch ist.!.

Versteht man das richtig, dann sollten sich Menschen nicht anbeten, sondern sich helfen.

Und ich glaube sogar, dass sich das auch auf "Götter" übertragen lässt, übertragen werden sollte.

Wenn man anbetet, schaut man immer woanders hin, wendet seinen Blick weg von sich.

Wer schaut und vor allem warum??

Bevor ich nicht weiss, wer schaut und warum, sollte ich nicht anbeten, denn dann verliere ich mich weiterhin, bevor ich mich gefunden habe.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Götter angebetet werden wollen.

Hingabe ist etwas anderes, da habe ich zumindest ein Gefühl von dem, was ich hingebe, was ich hingeben sollte.

Manfred

Sebastian Gronbach hat gesagt…

@ Simone

"Ist hier irgend jemand mit einem Gefühl oder der Haltung von Anbetung einem anderen Menschen gegenüber, der hier auch mal was dazu sagen will oder kann?"

Ja, ich. Früher als normale kindliche Haltung (Lehrer, Eltern, Künstler) - wir durften das auf wunderbare Weise leben.

Heute als bewusste Entscheidung. Es gibt immer Menschen, zu denen ich eine absolut kritikfreie und devote Anbetungshaltung einnehme. Dazu gibt es Abstufungen...

Deine Fragen nehme ich in mich und werde sie demnächst auf meine Weise fortführen...Danke einstweilen.

Herzlich
Sebastian

Simone hat gesagt…

Danke, Manfred, für deine Worte.
Die holen mich ziehmlich genau da ab, wo ich gerade stehe.

Und Danke, Sebastian, dafür, dass du dich hier mit deinen Erfahrungen bzw. deiner Haltung zur Verfügung stellst.

Ich warte gespannt entspannt auf deine weiteren Worte dazu in den nächsten Tagen.

Ich habe jetzt nochmal in in deinem Beitrag nachgeschaut...
Du sprichst da von Devotion (Aufopferung, Andacht auch Ehrfurcht?)und Demut, Hingabe. Mit denen allen kann ich auch was anfangen. Auch und gerade im menschlichen Miteinander und in meiner Haltung den menschen gegenüber.
Das Wort Anbetung kommt gar nicht vor.
Aber vielleicht kann ich da ja noch was lernen von dir in den nächten Tagen.

Ich habe jetzt mal alle 12 Monatstugenden rausgesucht:

Devotion (Ehrfurcht) - wird zu Opferkraft;
(Inneres) Gleichgewicht - wird zu Fortschritt;
Ausdauer (Durchhaltekraft, Standhaftigkeit)- wird zu Treue;
Selbstlosigkeit - wird zu Katharsis;
Mitleid - wird zu Freiheit;
Höflichkeit - wird zu Herzenstakt;
Zufriedenheit - wird zu Gelassenheit;
Geduld - wird zu Einsicht;
Gedankenkontrolle (Kontrolle der Sprache - wird zu Beherrschung der Zunge «Hüte deine Zunge») - wird zu Wahrheitsempfinden;
Mut - wird zu Erlöserkraft;
Diskretion (Verschwiegenheit) - wird zu Meditationskraft;
Großmut - wird zu Liebe.

Das sind sie alle 12, so ich keine übersehen habe.
Anbetung sehe ich darin nicht.

Aber was anderes taucht da noch auf.
Bei manchem von dem auf der linken Seite, weiß ich ganz genau, dass ich es früher einmal hatte. Heute scheint solches wie Verschwiegenheit z.B. sich völlig in Luft aufgelöst zu haben.
Kann oder will einer von euch dazu vielleicht was sagen?

Anonym hat gesagt…

Hallo ALLE,

ich habe hier noch garnicht mitgelesen, möchte nur schnell eine kleine Geschichte loswerden.

Ich soll für meine Tochter einen Hasen Sticken für ihren Eurhythmiebeutel und hab dieses Ding heute fast in die Ecke geschmissen, weil sich diese Dünnen Fäden immer wieder auseinerandergefedelt haben, sodass der GANZE FADEN nicht durchs Loch passte.

Ich musste gleichzeitig meinen Blick ÜBER dem Loch und UNTER dem Loch behalten, damit sich weder auf der Einen noch auf der Anderen Seite ein Knäuel bildet und jeweils auch immer diesen EINEN FADEN an beiden Seiten glattstreichen, damit ER UNBESCHADET DURCHKAM.

Ich habe dabei an die Verschiedenen Entwicklungsebenen denken müssen und das Durchdringen der nächsten Ebene und die verschiedenen Linien, die sich zu einem Knäuel bilden, wenn sie nicht in diesem EINEN FADEN integriert sind. Das kann man sowohl auf die Verschiedenen Teil-Selbste IN EINEM MENSCHEN beziehen, wie auch auf die Mitglieder einer Gruppe, die den Sprung bzw. das Durchdringen in die nächste Ebene GEMEINSAM gehen.

Da ist es GUT, wenn da jemand ist, der diesen FADEN SACHGEMÄSS zu ziehen vermag, damit ALLES und ALLE unbeschadet durchkommen, denke ich.

Ich hoffe mal, dass ich irgendwie unbeschadet aus dem Plattensee in den Fluss schwimmen kann. :-)

Jasna

Simone hat gesagt…

Oh, Jasna,
danke erstmal für deine Faden-Beobachtungen. Was ist das, was da nicht so einfach und problemlos durchs Nadelör passt. Interessante Frage.

Zu sehr Vielem oder jedenfalls Einigem von dem, was du in "Zwei Gesichter ..." gesagt hast, würde ich auch gern noch was schreiben.

Zuallererst, dass so viele fallen gelassene Gespärchs- oder Problemfäden wie dort uns sicher nicht gut tun können.

Das, was noch nicht gut ist und weiterarbeitet in dir oder in mir oder in einem im WIR, muss wieder aufgegriffen werden.
Scheint mir fürs Ganze jedenfalls gesünder, als da unter den Tisch fallen zu lassen, was auf den Tisch und angesprochen gehört.

Ich weiß nicht, ob ich das heute noch anfangen werde.

Zunächst noch ein Nachtrag zu meiner Kette von Kommentaren eben.

Offensichtlich stresse ich da ziehmlich ab auf das Wort Anbetung. So als wäre das ein rotes Tuch und ich ein Pferd mit Scheuklappen auf den Augen, dass weder rechts noch links schauen, sondern nur eben dieses rote Tuch sehen kann.

Und wißt ihr was: wenn ich da einsteige und ganz dorthin und dem ganz Raum geben will ... dann lande ich doch tatsächlich sofort wieder bei solcher Szene, wie Menschen im Dritten Reich Adolf Hitler angebetet und zugejubelt haben, kritiklos, blind, euphorisch usw.

Ich komme da einfach nicht dran vorbei oder drum herum.

Also gehe ich jetzt mal vorerst innerlich damit um so gut ich eben kann.
Ich schalte jetzt also mal um von "Anbetung" auf "Anbetung und Verehrung und Verherrlichung im Dritten Reich".

Und mal sehen. wenns dazu noch irgendwas zu sagen gibt: ich halte euch auf dem Laufenden - und bin gespannt, ob oder wie mich vielleicht einer von euch von diesem Wahnsinnsdampfer wieder runter holt.

Anonym hat gesagt…

Zitat:
"...Der Begriff Anbetung hat sowohl im AT als auch im NT die Grundbedeutung von „sich beugen, niederfallen, sich niederwerfen, sich verneigen, huldigen“.
· Damit ist zuerst die innere Haltung gemeint, die aber auch in der Körperhaltung zum Ausdruck kommen kann. Anbetung ist freiwillig und soll einer ehrlichen, wahrhaftigen
Herzenshaltung entspringen..."

Quelle: http://www.ewaldkeck.de/Bibelstudien/Was%20ist%20Anbetung.pdf


Also ich sehe es sehr ähnlich. Für mich hat Anbetung nichts damit zu tun, dass ich jemandem hörig bin. Oder jemandem folge, ohne nach dem Wohin und Weshalb zu fragen.
Es geht allein darum, dass ich anerkenne, dass der andere größer ist als ich und dass er mir gestattet, von seiner Größe zu nehmen, damit ich wachsen kann.


MonikaMaria - ich weiß nicht, woran es liegt. Doch schon immer standen mir, wenn es darauf ankam, mehrere Menschen gleichzeitig zur Verfügung, um mich zu halten, zu begleiten - was auch immer. Anscheinend genügt einer nicht...


Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Simone hat gesagt…

Liebe Kerstin,

danke für die Quelle: http://www.ewaldkeck.de/Bibelstudien/Was%20ist%20Anbetung.pdf!

Jetzt füllt sich mir der Begriff "Anbetung" von der Seite her und schließt sich zusammen mit dem Bild, das Sebastian für seinen Beitrag ausgesucht hat.

Und irgendwie glaube ich, da liegt etwas von dem drinnen, was ich lernen kann und will, möglicherweise.
Denn in der Form habe ich Anbetung nie kennengelernt.

Danke also.

Simone hat gesagt…

Liebe Jasna,
ich habe mir drei oder vier von deinen Kommentaren der letzten Tage markiert um sie im Blick zu behalten.

Ich will mal wenigstens anfangen damit.


Da hst du z.B. geschrieben:
" ... Es gibt für mich keinen anderen Ausweg als denjenigen, den Sinn im Sinnlosen wieder zu finden und lieben zu lernen. Und glaub mir bitte, das ist ganz harte Arbeit und es verlangt jeden Tag wirklich ALLES von mir ab.... den Sinn zunächst einmal im Sinnlosen zu finden, ganz unten anzufangen und wieder Freude an den kleinen Dingen zu haben."

Was du da schreibst, würdigt mir großen Respekt ab. (Sagt man das so? Liest sich merkwürdig - aber stimmig.)Dass du alles gibst auf dem Weg, den du gehst. Auch wenn du, wie du sagst, gar nicht anders kannst. Allem und jedem einen Sinn zu geben. Das liest sich für mich sehr anstrengend oder äußerst mühselig. Wie machst du das?

Mit dem "ganz unten anzufangen und wieder Freude an den kleinen Dingen zu haben.", da kann ich schon eher was mit anfangen.

Aber vor allem klingt mir nach das, was du über Sinn und Sinnlosigkeiten gesagt hast.

Und ich sehe da diese alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern - und mit ganz vielen Visionen und wundervollen Ideen, mit denen raus und in die Wirksamkeit zu kommen unter deinen Bedingungen ja vielleicht wirklich auch gar nicht leicht sein kann.

Allen Sinnlosigkeiten einen Sinn geben - das gefällt mir gut.
Damit muss ich die nächsten Tage mal noch weiter umgehen.

Simone hat gesagt…

Weiter Jasna,

dein Bild mit dem im Regen stehen gelassen werden, habe ich verarbeitet in MissionWir:
Tun-Erfahrung-Verständnis ... und umgekehrt! Da war irgendwann auch die Frage nach "männlich" und "weiblicher" Herangehensweise aufgetaucht.
Ich hoffe, dass ich den gemeinten Unterschied mit der Unterscheidung zwischen Erfahrung und Verständnis auf ein einigermaßen neutrales Terain gehoben habe, so dass wir von da aus vielleicht weiter damit umgehen können und Erfahrung und Sprechen in Bildern und Geschichten hier ebenso Würdigung oder jedenfalls Akzeptanz findet wie klares Denken und Begriffe haben.
Vieles an deiner Art zu schreiben erreicht gerade mich jedenfalls auf nahezu direktem Wege, ohne irgendwelche Umwege.
Danke dafür, dass du schreibst, wie du schreibst.

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Simone
Erst oben auf Deine Frage:
Wenn ich auf Vorschau gehe, kann ich manchmal sehen, wenn sich jemand dazwischen geschoben hat. Aber nicht immer.

***

Ehrfurcht ist etwas, was mich eigentlich immer begleitet. Tiefe Ehrfurcht und Hochachtung bei außerordentlichen Menschen. Hier erlebe ich klar, dass der andere etwas hat, was ich noch nicht habe und so geht mein Interesse dann dahin.

Verehrt habe ich als Kind.

Angebetet? Gottvater, Christus und Maria, als ehemalige Katholikin fiel mir das nicht schwer.

Aber heute ist es ein Dialog und ich habe keine Mühe auf die Knie zu gehen dabei.

Ansonsten sehe ich das eher wie Manfred.

Liebe Kerstin: wie wunderbar. : )
Und sonst kommst hier rein. Wir sind für einander da und wenn es geht, auch physisch.

Herzlich
MonikaMaria

Simone hat gesagt…

Auch was du über die Stille sagst, gehört in meinen Augen weiter betrachtet:
"... Es gibt die Stille zwischen Menschen, aus der sich eine absolute EINIGKEIT und EINHEIT erschließt und es gibt die Stille zwischen Menschen, aus der sich ein STILLSTAND erschließt. Und ich bin der Ansicht, dass man immer wieder von dieser Stillstand-Stille über den Austausch zu der Einheits-Stille gelangen muss. IMMER WIEDER! Das hat kein Ende. ..."
ich glaube, mit meinem Raum-geben und -halten gestern tagsüber und mit dem, was ich dann beim Nachhausekommen hier gelesen habe, bin ich sehr in Kontakt gekommen mit dem, was du die Stillstand-Stille nennst.
Schwierigkeiten, die fallen gelassen werden, statt Beantwortung zu finden. Wortlosigkieten, Sprachlosigkeiten die entstehen an Stellen, wo man oder ich einfach nicht mehr weiter weiß oder einfach im Moment keine Worte habe.

Laßt uns doch bitte dann später noch mal darauf zurückkommen, wenn wir wieder neuen Mut zu Worten haben.
Kontaktabbrüche jedenfalls sammeln nur an, was uns bisher nicht gelungen ist zu verarbeiten.
So scheint mir das.

Anonym hat gesagt…

Ich kenne niemanden, der fragt:
“Welchen Tag habe i c h heute?"

Aber, welchen T a g haben WIR heute? Das kennt jeder.

Zusammenhang?

B.

Simone hat gesagt…

Weiter von dir, Jasna:
"... weder Antipathie noch Sympathie spielen für mich eine Rolle, sondern Empathie und die Tatsache, dass eine Ethnozentrische (WIR= Ich zu Du) oder Weltzentrische (WIR ALLE = ICH zu WIR ALLE) Sicht nicht eingenommen werden kann, wenn nicht die Egozentrische Sicht (ICH = ICH zu ICH) mit UMHÜLLT, INTEGRIERT und somit transformiert ist. Dass ich selbst eine Mission BIN ist eine Wahrheit, die aber nur Sinn macht, wenn sie mir den Weg ebnet für das Umschließen der nächsten Ebene.
..."

Ja genau. Danke für die erneute und unermüdliche und aus allen möglichen Blickwinkeln formulierte Einladung!

Nur: möglicherweise geht nicht jedes und nicht gleich zu klären oder zu integrieren oder zu transzendieren.
Und das immer weiter auszuhalten ist sicher nicht leicht.

Später habe ich Revue passieren lassen die Wortwechsel zwische dir und Manfred.

Ich gewann einen bildhaften Eindruck:
Mir schien, als ständet ihr beide am jeweils anderen Ende einer Brücke über einen Abgrund.
Und mir schien, als ständest du da und würdest sagen "Ich kann da nicht rüber. Ich komme da nicht hin." und als stünde Manfred an der anderen Seite - wie ein oder DER Vater und ganz und ausschließlich WEISHEIT eben - und würde sagen: Was du nur hast. Komm doch einfach rüber. Nein, ich muss hier nicht weg. Wenn du was von mir willst, dann komm einfach her."
Am sich in der Mitte der Brücke begegenen oder sich treffen schien keiner auch nur im geringsten interessiert oder fähig dazu. Das schien überhaupt keine Role zu spielen.

Darin bildete sich mir schon ab, wie das vielleicht dein ganzes Leben lang gewesen ist, den Vater nicht zu haben.
Und auch klang für mich darin mit an, welche Rolle das Denken und die Freiheit besonders liebende "Väter" oder Menschen wohl öfter einnehmen oder inne haben.
Die Frage nach dem Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip war also in meinen Augen gar nicht so abwegig.

Zum anderen schien dieses Bild aber auch eine gute Überseztung von Suchendem und Gesuchten, persönlich-unpersönlich umgesetzt sozusagen. Das muss gar nichts weiter mit euch sonst zu tun haben.

Nur dieses: da steht der eine an der Brücke und sagt: Ich kann nicht.
Und der andere steht da und sagt: Ich will nicht oder ich brauche nicht.
Das kann 'ne Weile dauern, oder?

Für heute war das alles zusammen genommen wohl erstmal überreichlich Input.

Vielleicht geht's die nächsten Tage weiter damit.

Vielleicht hatte ich auch die Befürchtung, dass ich ab morgen, wenn die Ferien hier wieder vorbei sind, nur noch sehr viel weniger zum Schreiben hier kommen werde.

Ich werde mein Bestes tun, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Simone hat gesagt…

Liebe Monika,

auf Vorschau gehen also, danke.

Und Dialog also, aber auf Knieen?

Ich glaube, ich muss das mal ausprobieren. Sicher mehrmals. Mal sehen.

Gute Nacht in die Runde

JANET hat gesagt…

Hallo B.

das ist interessant...Ein Arzt sagt auch... Wo tuts uns denn weh?

Ansonsten um was gehts denn nun? Anbetung? mmh..ich kann keine Person anbeten.. Vor manch selbstgewählter Autorität habe ich respekt aber mir ist noch niemand begegnet der anbetungswürdig wäre... kann ich mir auch schwer vorstellen. Vielleicht einige Taten..die ich als Vorbild nehmen könnte...Bitten ist ja auch sowas wie anbeten. Ich bitte jemanden etwas zu tun, das fällt mir meist schwer ich mach es denn lieber selbst...

Gute Nacht
JANET

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Simone
Ich meine, wenn ich trotzdem mal in die Kirche gehe. Da habe ich kein Problem mich hinzuknien.

Wenn Sebastian meint, statt öffentlich zu meditieren, öffentlich sich hinzuknien, auch da habe ich kein Problem damit. Es ist eine Geste, die ein starkes Energiefeld der Demut erzeugt. Jedenfalls sehe ich das so. Die Frage ist für mich: Welcher Inhalt wird verfolgt?

Bis Morgen
MM

Anonym hat gesagt…

das Bild ist gewaltig und neu.

eine Menschenmenge aus unseren zivilen Leben, die öffentlich auf die Knie geht und betet. Ja, für was ist die Frage!

Macht Gänsehaut.

MonikaMaria hat gesagt…

Und keine Kirche dahinter ....

Nur für den Menschen und die Welt. Wunderbar.
Und dann gemeinsam wieder aufstehen, Hand in Hand stehen. Was für eine Botschaft. Wow!

(*o*)

Jasna Caluk hat gesagt…

Hallo Alle,

ich bin heute sehr müde und hier jetzt alles zu lesen überfordert mich grad. Spontan möchte ich aber hierauf (MonikaMaria) was sagen:

"Welcher Inhalt wird verfolgt?"

Ich glaube es geht dabei einfach darum, ein "menschliches" Bedürfnis einer bestimmten Ebene BEWUSST zu leben und zu ER-LEBEN, damit es nicht auf einer anderen Ebene oder einem völlig anderem Lebensbereich bzw. Kontext UNKONTROLLIERT aus dem Raum des Unbewussten herausbricht, wo es völlig destruktiv dann wirkt.

Ich kann nur ÜBER etwas hinauswachsen, wenn ich mich selbst Vorher daneben DARUNTER erlebt habe, ansonsten Wachse ich nicht, sondern ZERTRETE Das, worüber ich hinauswachsen will, ob das nun ein Mutter-Bild, ein Vater-Bild, oder auch ein GottesBild ist.

Ich glaube jeder von uns hat das Bedürfnis danach Etwas oder Jemanden in Demut anzubeten. Wenn aber diesem Bedürfnis entweder durch eine erlebte Unterwerfung (bzw. Unterdrückung) oder durch eine erlebte Überbewertung nie ein konstruktiver Raum geboten wurde, dann halte ich es durchaus für Sinnvoll dieses im sogenannten Erwachsenenalter nachzuholen.
ABER BEWUSST!

Ich glaube man sollte DAS, was in einer Gruppe sich durch unsere Emotionen entladen will, nicht als etwas ansehen, das WegZuSchieben oder zu unterdrücken ist. Ich denke, wir sollte uns unsere Emotionen und das Was der andere in MIR bewegt und berührt zu nutze machen und damit arbeiten. Dahinter stecken schließlich unglaublich schöpferische Kräfte.

Alle Ebenen des Seins erscheinen wie ein Regenbogen jeden Tag von Neuem. Jeden Morgen werde ich neu geboren, bin wieder Kind, mit meinen Emotionen und Ängsten darüber, was der Tag bringt, suche nach Begleitung, nach Aufgaben, werde zu Mittag Jugendlich und Energetisch, kommme in die Mid-DAY-Crises und werde Abends müde, fühl mich alt.

Diese Nicht-Integration der Anbetung auf dieser sehr weit unten angesiedelten Ebene ist nur ein einziger Faden der durch die Ebene (das war nicht das Nadelloch, sondern der Stick-Stoff :-)) zu ziehen ist. Wenn dieser Faden aber nicht mitzieht, dann bildet sich unterhalb des Stoffes ein Knoten und der Ganze Faden kommt nicht durch. Das Gesamtbild kann nicht fertiggestellt werden.

Die Anbetung gehört zum Gebet, wie der Tag zur Nacht gehört und wie die Farben zum Regenbogen gehören


...

Neulich meinte eine Freundin zu mir, dass sich die Offenbarung für das Jahr 2012 um 4 Jahre verschieben wird.
Also mir fiel da echt nichts zu ein, als laut los zu lachen, weil es nämlich kein Schicksal geben wird, wenn WIR nicht ALLE FÄDEN durch dieses Loch ziehen, IMMER WIEDER, JETZT!

Jasna

Anak hat gesagt…

namaste...ich gruesse/bete das goettlich in dir an...die heilige begegnung, der sakrale moment in jeder begegnung mit dem anderen kann nur stattfinden, wenn ich mir kein bild mache vom anderen, sondern versuche das goetllich in ihm zu sehen...
oh ja...hier sind wieder widersprueche zuhauf...denk denk denk...und gute nacht...
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Anka
Ne, ne, darin sehe ich keinen Widerspruch. Das Göttliche im anderen wahrnehmen, auf jeden Fall.

Aber nicht das drumherum anbeten, also das Bild, das ich mir mache oder mir geliefert wird. Wahrnehmen schon.

Grüß Gott oder
Namaste : )
MM

Anak hat gesagt…

ach liebe, recht hast du ja, aber ich meinte den widerspruch im anbeten...der sich in den texten zeigt...
namaste
anka

Lektion in Demut... hat gesagt…

Namaste

Was bewegt mich bei Tag und bei Nacht? hat gesagt…

Zwischenstand:

"Kniee nieder, Nichts, und danke der Welt, dass sie dir ein zu Hause gibt und dich am Leben hält, und dann erhebe dich, und nutze deine Macht gut, nimm die Lektionen des Lebens in Demut..."

Wie kriegen wir alle Fäden durch den Stoff für das Bild oder den Namen, an dem wir mit-ein-ander sticken?

Oder: "Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir" ...
und ich verneige mich vor dir ...
und betrete Jetzt und immer wieder die Brücke zwischen dir und mir, gebe meinen Standpunkt immer neu und immer weiter auf und erlebe mit, wie die Welt aus deiner Perspektive aussieht.

Oder: was bewegt die Erde, sich den Himmeln zu öffnen und was bewegt die Himmel, sich der Erde anzunehmen - und zu fragen: wofür bist du hier?

Oder: was bewegt die Weisheit in dir und mir sich für uns oder für den anderen zu verwandeln in Mitgefühl? Wie sieht das aus, wenn Weisheit sich in Mitgefühl erkennt, und sich Mitgefühl in Weisheit wiederfindet?

Oder: was läßt die Himmel sich öffnen und den Heiligen GEIST zu den Menschen herniedersteigen?

MissionMensch auf dem Weg zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.

Das Bild ist gewaltig und neu.
Eine Menschenmenge im zivilen Leben, die öffentlich auf die Knie geht und betet. Und dann gemeinsam wieder aufstehen, Hand in Hand stehen. Für was ist die Frage!

Kann ich das, was ich alleine nicht kann, dann mit anderen zusammen?

Peng hat gesagt…

"DU unerreichbarer Horizont-Gott, DU ewig ferne Horizont Göttin:..."
Wenn ich NICHTS bin, bist du ALLES.
Wenn ich ALLES BIN, bist du NICHTS.

Himmel und Erde.
Prakriti und Purusha.

Und die EINE LIEBE kann beidem gelten.

JANET hat gesagt…

Das Bild ist gewaltig und neu.
Eine Menschenmenge im zivilen Leben, die öffentlich auf die Knie geht und betet. Und dann gemeinsam wieder aufstehen, Hand in Hand stehen. Für was ist die Frage!

Kann ich das, was ich alleine nicht kann, dann mit anderen zusammen?

SISCHER DATT! ;) Nadelöhrprinzip..wenn du nicht durchkommst zieht auf der anderen Seite dich jemand rüber...Du wirst sicher nicht stehen bleiben wollen, wenn die Masse um dich rum niederkniet...ich denke man sollte dann nicht der Freude des Massenphänomens folgen sondern immer noch bei sich und dem Gebet...Ist ja auch wieder so ein zwischneidiges Schwert.

Guten Morgen

31grad heiss, die Sonne gibt alles!

MonikaMaria hat gesagt…

Guten Morgen alle : )
Sebastian?

Danke für die beiden anonymen Beiträge heute Morgen!!!

Und die EINE LIEBE kann beidem gelten. ....
weil sie die perfekte Symmetrie von ICH BIN ist.

Und bitte ihr Lieben, schaut mal bei Jelle rein. Da ist ein toller Beitrag drin.

Meine Zusammenfassung für «Wand und Tür», jetzt mal aus dem Johannes-Evangelium:

Ende Kapitel 13: Jesus entweicht auf den Berg.
14. Kapitel: Jesus kommt nicht zurück. Die Jünger besteigen ein Boot und wollen nach Kafarnaum. Starker Sturm kommt auf. Plötzlich sehen sie Jesus auf dem See wandelnd auf sie zukommen. Furchtbare Angst überfällt sie. Er sagt: ICH BIN. Fürchtet euch nicht! Sie wollen ihn ins Boot nehmen und im selben Augenblick befinden sie sich am Ufersand der Küste, wo sie hinfahren wollten.

Das Bild ist so gewaltig. Da gehe ich automatisch auf die Knie.

Herzlich
MonikaMaria

MonikaMaria hat gesagt…

Und nun noch Steiner GA 97 (Sebastian, dicker Kuss für diesen Tipp! Ist doch zu schön, das eigene Heil-werde-Rezept darin wieder zu finden. Ich gehe echt auf die Knie – ich sage jetzt nicht weswegen).

«So wird unsere fünfte Wurzelrasse zugrunde gehen durch den aufs Höchste gesteigerten Egoismus. Zugleich wird sich aber eine kleine Gruppe von Menschen bilden, die von der Kraft des Gedankens aus die Kraft der Buddhi, des Lebensgeistes entwickelt, um sie dann mit hinüberzunehmen in die neue Kultur. Alles Produktive im strebenden Menschen wird immer größer und größer werden, bis seine Persönlichkeit so hoch gekommen ist, dass sie den Gipfel der Freiheit erreicht hat. In unserer Zeit wird jede einzelne Individualität in sich finden müssen eine Art von führendem Geist im inneren der Seele, die Buddhi, die Kraft des Lebensgeistes. Würden wir der Zukunft so entgegengehen, dass wir die Kulturimpulse nur so aufnehmen könnten wie in früheren Zeiten, so würden wir einer Zersplitterung der Menschheit entgegen gehen.

Was haben wir für die Gegenwart? Ein jeder will sein eigener Herr sein: der Egoismus, die Selbstsucht, ist auf die Spitze getrieben. Es kommt die Zeit, da überhaupt keine andere Autorität anerkannt werden wird als diejenige, welche die Menschen freiwillig anerkennen, deren Macht auf dem freien Vertrauen basiert. Jene Mysterien, die auf der Macht des Geistes aufgebaut waren, nennt man die Mysterien des Geistes. Diejenigen, die in der Zukunft aufgebaut sein werden auf der Grundlage des Vertrauens, auf der Macht des Vertrauens, nennt man die Mysterien des Vaters. Mit denen schließen wir unsere Kultur ab. Dieser neue Impuls der Macht des Vertrauens muss kommen, sonst gehen wir einer Zersplitterung entgegen, einem allgemeinen Ich- und Egoismuskultus.»

In den Zeiten der Mysterien des Geistes, die auf der allerdings berechtigten Macht, Autorität und Gewalt des Geistes gebaut waren, gab es einzelne große Weise. Sie waren im Besitz der Weisheit, und nur wer die harten Proben durchmachte, konnte durch sie eingeweiht werden. Nun gehen wir in die Zukunft den Mysterien des Vaters entgegen und müssen immer mehr darauf hinarbeiten, dass jeder einzelne weise wird. Wird dies gegen den Egoismus und die Zersplitterung helfen? – Ja! Denn nur, wenn die Menschen höchste Weisheit bekommen, in der sie nicht variieren können, in der es keine eigene Meinung, keinen Standpunkt der Persönlichkeit gibt, sondern nur eine Ansicht, können sie einig werden. Bleiben die Menschen so, wie sie sonst verschieden sind, Standpunkte haben und so weiter, so würden sie sich immer wieder trennen. Die höchste Weisheit erzeugt aber stets bei allen Menschen die gleiche Ansicht. Die wirkliche Weisheit ist eine einzige, welche die Menschen wieder zusammenbringt bei größtmöglicher Freiheit, ohne jegliche Zwangsautorität. Wie die Mitglieder der großen weißen Bruderschaft immer in Harmonie miteinander und mit der Menschheit sind, so werden einst durch diese Weisheit die Menschen alle eins werden.....»

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Sebastian
Ich habe eine Bitte, da die Kommentare keine Nummerierung haben:

Könntest Du die Uhrzeit aktivieren. So kann besser Bezug genommen werden. Vielen Dank. : )
MM

JANET hat gesagt…

Verstehe ich aber nicht... zieh mich mal durchs Nadelöhr.

Wenn man seine furchtbare Angst also seine Angst vor der Angst überwindet...kommt das kleien ich zum großen ICH also ani ich kommt zum anoki Ich. Fällst du vor jemanden in die Knie der die Angst wegnehmen kann? Einfach so schwupp weg..also jemanden den man vertraut..weil die Person so eine Erscheinung hat..mmh ja kommt mir bekannt vor. Aber auf die Knie gehen? Ich hab diese Erscheinung erkannt..was ein anderer neben mir vielleicht nicht kann. Ich gehe dann eher aufgrund der Tatsache in die Knie...aber auch dann nicht und Füsse waschen auch nicht. ..ich verstehe das nicht!

Muss ich auch nicht.
ich kann nicht Briefe tüten und nachdenken gleichzeitig..ist zu heiss. puuhhh..

SEE YOU
JANET

Anak hat gesagt…

die wirkliche weisheit liegt im weiblichen, in der frau verborgen...
vom ich zum du... tod des egos... von der hingabe des mannes an die frau...der kleine tod...
vom ich zum du...vom kleinen zum grossen...es kann nur frieden entstehen, wenn friede in der liebe ist...partnerschaft&gesellschaft...vom ich zum du zum wir...ich sehe das goettliche in dir...wo licht auf schatten trifft, entstehen wunder...ich sehe das goettliche in dir und kann dich daran erinnern, das du goettlich bist...selbstliebe...ego...wachstum...hingabe an etwas = ego-vernichtung...selbstliebe...ego...wachstum...hingabe...
...

manroe hat gesagt…

"die wirkliche weisheit liegt im weiblichen, in der frau verborgen..."


... im weiblichen, geistig vielleicht, wenn/weil man Begriffe benutzen muss, aber absolut nicht in der Frau, das ist !! absoluter NONSENS !!

M

Anak hat gesagt…

sophia...mutter maria...die heilige mutter erde...urwunde: die angst...und ansonsten tschuess, nen schoenen tag wuensche ich...

Anak hat gesagt…

ach ja, nicht zu vergessen: macht, machtspiele, opfer, zum opfer machen, die leere die sich in die form ergiesst...den anderen schuldig sprechen...vom ich zum du...daemonischer cirkel, wird zeit, das wir hier hinaus preschen: das sind wir unserer erde schuldig (wenn es denn schuld gibt :-))...

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

Anka,

... in der Schöpfung befinden wir uns in der Dualität und um uns hier zurechtfinden zu können, hat der werdende Mensch die Bgriffe ersonnen, damit sie dem werdenden Geist eine Orientierung geben können.

Was Du aufgeführt hast sind mythologische Bildworte im obigen Sinne. Aber wenn wir nicht einmal hier in diesem blog endlich mal mit diesem männlich-weiblich Gedöns aufhören können und versuchten den Menschen zu entdecken, dann wirds wirklich nichts mit dem WIR.

Ich als Mann dachte wenigstens immer, das Frauen auch Menschen sind :))))

Manfred

Anak hat gesagt…

wir koennen nur den einen schritt nach dem anderen machen. was hier angesprochen wird ist das androgyne, und das ist absolut richtig so. doch bevor wir diesen zustand erreichen, muessen die geschlechter geheilt sein. und das sind sie eben noch nicht. pendel-auschlag von der einen zur anderen seite...schau in die geschichte und schau in die beziehungsverhaeltnisse heute...schau dir die nachrichten an...krieg...krieger...heiliger krieger...das was hier verborgen liegt, heilt unsere menschheit und bringt uns ins wir...macht der liebe und des vertrauens...
liebe mm, ich grabe und grabe und muss erst mal alles ausgegrabene sortieren :-)
bin jetzt weg...das leben ruft...
liebe gruesse
anka

Jasna Caluk hat gesagt…

Hingeben kann ich nur das was ich habe und ich habe mich, ich habe mein Ego, das ich Dir geben kann, ich habe meinen Schmerz, mein Leid, meinen Minderwert, meinen Hochmut, mein Neid und meine Eifersucht, meine Wollust, meine Angst, meine Weiblichkeit, meine Männlichkeit.

Zunächst einmal habe ich nichts als EBEN DAS zu geben! Mein Ego!

Hast Du ES verursacht?
Warst Du mir Spiegel?
Ein Mensch oder das Nichts?
Wer war mir Spiegel?
Das Alles oder das Nichts?
Oder das ALLES IM NICHTS?

ES ist da und ich kann ES
HIN-geben

DIR, Gott im Himmel, auf Erden und meinem Nächsten,
der Du VERURSACHER BIST

DIR, Gott im Himmel, auf Erden und meinem Nächsten,
der DU URSACHE bist

MIR, Gott im Himmel, auf Erden und meiner Nächsten,
die ich WIRKENDE bin

MIR, Gott im Himmel, auf Erden und meiner Nächsten,
die ich die WIRKUNG BIN.


Hier bist Du,
DAS hast Du ver-ursacht,
HIER ist ES,
Ich gebe es HIN
und HIER bin

I C H JETZT!

...und Jetzt


...und wieder Jetzt


...und Jetzt


... ... .....




Möge die Macht mit Euch sein...
:-)

In Ewigkeit

Amen

So, jetzt ist Platz für FRIEDEN
und LIEBE, die ich NICHT geben kann.

Ich glaube nicht, dass ich jemandem LIEBE GEBEN kann.

Ich kann aber ZU-LASSEN, dass Sie GENOMMEN WIRD. Das ist ALLES!

Glaub ich jedenfalls :-).

Jasna

MonikaMaria hat gesagt…

@ Manfred
@ Anka

Den Kommentar habe ich gelöscht vorhin. Meine Frage ging auch dahin. Aber ich habe sie als Frage an Dich Anka gegeben, damit Du sie uns deutlicher formulieren kannst. Da ihr beide aber reingerutscht ward, wäre meine Frage «dazwischen» möglicherweise als eine Provokation angesehen geworden.

Zwei Sätze aus GA53 zum Thema:
«In aller Mystik ist das höchste Seelische ein Weibliches; die Erkenntnis ist ein Befruchtungsprozess.»

Eine Seite weiter:
In aller Mystik wird die strebende menschliche Seele als etwas Weibliches bezeichnet. Die Vereinigung der Seele mit dem Weltgeheimnis: die geistige Vereinigung ist bei den Mystikern ausgedrückt als Hochzeit des Lammes.»

Sehr abstrakt formuliert: Form und Seele = Weiblich Seele und Geist = Männlich.

Ätherleib der Frau männlich, Ätherleib des Mannes weiblich. Deswegen zieht beim Manne das Weibliche «hinauf». Und bei der Frau das Männliche.
Anderes Wort dafür: Aufstieg der Kundalini.

Das Studium des Faustes kann da Einblick verschaffen. Auch Goethes Märchen und vor allem das Johannes-Evangelium.

Das mal sehr kurz.

Herzlich in die Runde : )
MM

PS. Schon wieder einiges dazwischen. Ich bin einfach zu langsam. Tja, Frau wird älter. .... Lach.

manroe hat gesagt…

@Monika

... kann man Kommentare wieder löschen?? Wie geht das??

M

MonikaMaria hat gesagt…

@ Manfred
Unter dem Datum ist eine Art Mülleimer (leider nicht immer) dann kannst Du den Kommentar löschen. : )
Wie ich den aktivieren kann, weiß ich leider nicht.

MonikaMaria hat gesagt…

Ihr Lieben
Bitte das, was ich sehr abstrakt formuliert habe, jetzt nicht untereinander mischen. Da gehört ganz viel noch dazwischen.

kzahariev hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
kzahariev hat gesagt…

So, nun erscheine ich hier hoffentlich so, wie ich mir das vorstelle.

Manfred - ärgert dich, dass hier mitunter in männlich-weiblich Kategorien gedacht wird? Warum eigentlich?

Ich bin nun einmal hier und jetzt in einem weiblichen Körper, lebe in einer Gesellschaft, die weder hinreichend die weibliche Arbeitskraft wirklich würdigt, noch die Mutterschaft oder die Kindererziehung, wenn sie denn hauptsächlich von den Frauen getragen wird (es gibt ja auch Hausmänner, die das übernehmen!)

Ich würde hier auch gern mit Steiner-Wissen aufwarten, doch ich habe zwei kleine Kinder daheim, bin in Ausbildung zur Heilpraktikerin und der Tag hat nun einmal nur 24 Std. von denen ich gerne auch noch 6 schlafe (wenn es mir denn vergönnt ist). Ich engagiere mich gerne, soweit ich es kann. Dennoch bin ich Frau, nicht geistig oder astralisch, sondern ganz spürbar.

Klar alles ist nur Gefäss und wenn ich mich genügend anstrenge, bekomme ich das irgendwann auch gebacken - sprich: verinnerlicht. Zumindest wird mir das immer wieder so herübergebracht.

Auch Rudolf Steiner hat sich als Mann inkarniert, wohl wissend, dass er als Frau mit diesen revolutionären Gedankengut zu seiner Zeit (und auch heute) keine Chance gehabt hätte, auch nur bemerkt zu werden.
Soviel von meiner Seite zum Thema.

Zitat: "So wird unsere fünfte Wurzelrasse zugrunde gehen durch den aufs Höchste gesteigerten Egoismus. Zugleich wird sich aber eine kleine Gruppe von Menschen bilden, die von der Kraft des Gedankens aus die Kraft der Buddhi, des Lebensgeistes entwickelt, um sie dann mit hinüberzunehmen in die neue Kultur. Alles Produktive im strebenden Menschen wird immer größer und größer werden, bis seine Persönlichkeit so hoch gekommen ist, dass sie den Gipfel der Freiheit erreicht hat. In unserer Zeit wird jede einzelne Individualität in sich finden müssen eine Art von führendem Geist im inneren der Seele, die Buddhi, die Kraft des Lebensgeistes. Würden wir der Zukunft so entgegengehen, dass wir die Kulturimpulse nur so aufnehmen könnten wie in früheren Zeiten, so würden wir einer Zersplitterung der Menschheit entgegen gehen."

Was für weise Worte. Ein Schauer geht über meine haut, wenn ich sie wirklich lese, mit allen Sinnen sozusagen. Genie!!!!

kzahariev hat gesagt…

MonikaMaria - stimmt, dieser Mülleimer unter dem datum erscheint nicht immer. Unter meinen Beiträgen erscheint er.

Was sagt mir das?

Wenn ich genau darüber nachdenke, sind meine Beiträge anscheinend Müll und dieses kleine Ding weist mich dezent darauf hin.
Nun gut, ich werde darüber nachdenken.

manroe hat gesagt…

@kazaha...


... schwieriger Name, hab ihn mal abgekürzt.

Ich habe doch NIRGENDS was gegen Frauen gesagt, wie komme ich dazu ...

Ich hatte mich dagegen gewehrt, unterschieden zwischen weiblich und Frau bezüglich Weisheit.

Bitte nochmals genau nachzulesen, damit man mir hier nichts anhängt.
--------------------------

"...dieser Mülleimer unter dem datum erscheint nicht immer. Unter meinen Beiträgen erscheint er.

Was sagt mir das?"
---------------------------
:))))

Manfred

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ok. Hast du, Manfred. Und ich verstieg mich mal wieder in meinen eigenen Spiegeln... sorry.

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Uhrzeit ist eingefügt. Der Mülleimer erscheint, wenn man angemeldet online ist...Anonyme können nichts löschen....

Anonym hat gesagt…

"Anonyme können nichts löschen...."



...wo nix is, kann auch nix gelöscht werden :-)

JANET hat gesagt…

Siehste, Siehste!

Alles klärt sich auf, wenn man weis warum und weshalb es so ist..ansonsten wirds zum Aberglauben..Wissen ist Macht nichts wissen macht auch nichts..macht nur manchmal irre unser ganzes programmiertes Leben.

ich schmelze dahin..
keine Tage derzeit für Schneemännerfrauen

MonikaMaria hat gesagt…

Ja, aber : )

Was ich festgestellt habe: wenn ich mit meinem Blognamen reingehe, kann ich eben auch nicht löschen. Also: Ich setze ICH+ich, sowie meine blogger-Adresse und dann kommt kein Mülleimer! obwohl ich zu identifizieren bin. :-(

Das gleiche geschieht, wenn ich z.B. von you-tube was reinsetze, dann geht das auch nicht. Da leuchtet mir ein.

manroe hat gesagt…

Monika, Deine Beiträge sind halt zu wertvoll um gelöscht zu werden, dass merkt ja sogar schon das System :)))

M

JANET hat gesagt…

machs wie im richtigen Leben kein Mülleimer zur Hand, dann einfach liegen lassen...uuuaaah....Ja ganz schlampig sowas! Aber was soll mann tun? *lach* Aua!

Wozu wollt ihr überhaupt wieder löschen? Wenns da steht stehts da..UND? Ihr habts ja auch gedacht..dann kanns ja auch stehen bleiben...Würde ich mal so sagen.

Ich hab Hitze frei ich geh jetzt Eis essen.

CIAO Bellas und Bellos

JANET hat gesagt…

ooaaah Manfred du ziehst ne Spur.....*glitsch* *schlapplach*

MonikaMaria hat gesagt…

Gleichfalls, trotz dem Eimer. (*o*)
MM

PS 1: Ich lach mich schon wieder schlapp. Hab meinen Satz in verschiedenen Beobachter-Variationen gelesen.

PS 2: Bin aber nur das Instrument zum Schreiben, heißt grad MonikaMaria. Wenn ich die Frage nach innen richte, kommt prompt die Antwort. Letzte Nacht hatte ich bis fast 3 Uhr geschrieben. Dann hatte ich beschlossen, den Text nicht zu schicken und den Tag abzuwarten. Ich stand auf, meditierte und danach flog MonikaMaria im Raum dazwischen wieder alles zu. Da gehe ich auf die Knie, wenn «Weisheit» zu mir spricht, auch wenn ich (MonikaMaria) das dann niederschreibe. Das, was zu mir spricht, ist eben nicht MonikaMaria, die würde mit dem Verstand alles kaputt machen.

MonikaMaria hat gesagt…

Janet : )
Ich lach mich schlapp. Machst Dich gut als Leib-Wächterin!

manroe hat gesagt…

Ich hab mal aus Monikas post die meines Erachtens wichtigsten Passagen herauskopiert mit der Frage, ob sich hieraus vielleicht erkennen lässt, wie denn nun mit der/einer Anbetung umzugehen sei oder ob überhaupt.


"In unserer Zeit wird jede einzelne Individualität in sich finden müssen eine Art von führendem Geist im inneren der Seele,..."

"Diejenigen, die in der Zukunft aufgebaut sein werden auf der Grundlage des Vertrauens, auf der Macht des Vertrauens, nennt man die Mysterien des Vaters."

"Nun gehen wir in die Zukunft den Mysterien des Vaters entgegen und müssen immer mehr darauf hinarbeiten, dass jeder einzelne weise wird."

"Die wirkliche Weisheit ist eine einzige, welche die Menschen wieder zusammenbringt bei größtmöglicher Freiheit, ohne jegliche Zwangsautorität."
Manfred

Simone hat gesagt…

Ihr Lieben,

da bin ich wieder.

Und ich will mal sehen, ob ich zunächst was aufgreifen will von dem bisher heute Gesagten.

Zuletzt Manfred: "...die in der Zukunft aufgebaut sein werden auf der Grundlage des Vertrauens, auf der Macht des Vertrauens, nennt man die Mysterien des Vaters."Im Sinne von "Der VATER und Ich sind eins" - das Vertrauen von daher, oder verstehst du, Manfred, oder du, Monika, oder sonst jemand hier ein anderes Vertrauen an dieser Textstelle?

Davor: Monika, was, du hast auch die Nacht zum Tage! Willkommen im Club. Dann hat doch gut gepasst dieses "Was mich bewegt bei Tag und Nacht". Lassen wir uns weiter bewegen.

Davor: Jasna, sehr interessant die Frage, was ich überhaupt zu geben habe, bzw. was erlaubt, dass Empfangen möglich ist oder wird.

Danke, Sebastian und Monika, vielleicht hilft ja die Uhrzeit im Bezugnehmen. Mal sehen.

Monika aus GA 96: " ... den Gipfel der Freiheit erreicht ..." - genau, und immer wieder die spannende Frage: und wie jetzt weiter? Und jetzt. Und jetzt. Und jetzt.

" ... Es kommt die Zeit, da überhaupt keine andere Autorität anerkannt werden wird als diejenige, welche die Menschen freiwillig anerkennen, deren Macht auf dem freien Vertrauen basiert. ..." Genau: das habe ich gerade im Kommentar zu Manfreds Zitat hieraus gemeint.
Versteht ihr das, wie ich das eingangs gesagt habe?

Dass die EINE Wahrheit immer wieder helfen wird " ... gegen den Egoismus und die Zersplitterung ...", davon bin ich überzeugt, das ist meine ganze Hoffnung.
Dass wir den Himmel oder Purusha immer wieder auch anerkennen und ehren genauso wie die Erde und die Schatten, die das Licht wirft, das hatte ich gemeint, als ich geschrieben habe:
"Wenn ich NICHTS bin, bist du ALLES.
Wenn ich ALLES BIN, bist du NICHTS.
Himmel und Erde.
Prakriti und Purusha.
Und die EINE LIEBE kann beidem gelten. "
Vielleicht können wir wieder und wieder an den Stellen, wo es hier schwierig wird, wegen welcher Unterschiedlichkeiten auch immer, innerlich Bezug dorthin nehmen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Für Momente immer wieder die Standpunkte loslassen und dann neu von da aus gehen und sehen, was sich dann vielleicht auch noch anders formuliert, als es zuvor der Fall gewesen ist.

So, wie Jasna das möglicherweise getan hat um mit dieser ganz neuen Art mit den Schwierigkeiten umzugehen, sozusagen mit einer hilfreichen,wegweisenden Intuition begabt von da zurückgekehrt ist.

Und sicher sowieso ist DAS das, wohin jeder hier sich immer wieder bezieht und besinnt. Davon gehe ich aus. Irre ich mich?
Soviele Worte dazu sicher überflüssig.
Ich mache sie trotzdem.

Und du, Monika, heute früh kurz vor 10 Uhr laut Kommentar-Uhr:

" ... Jesus auf dem See wandelnd ..." Ist doch echt erstaunlich, was noch alles WERDEN kann und werden will, oder nicht. Mit den kleinen Fähigkeiten dieses Lebens bin jedenfalls ich da noch lange nicht, auch wenn ICH noch so sehr BIN. Wer weiß, ob nicht heute einfach alles nur überwältigend normal bleibt bis in alle Ewigkeit.

So. Jetzt habe ich so eine kleine Rückschau gehalten, weil mir manches Gesagtes einfach zu schade wäre, es unkommentiert zu lassen.
Bloß: sehr tief bin ich auf diese Art und Weise nicht gekommen.
Ich übe weiter, welches hier die besten Wege sind und die gangbarsten.

Ich melde mich gleich wieder.

Und versprochen: heute nicht mit so viel, wie gestern.

Simone hat gesagt…

Nach Kerstins Hinweis gestern 20:47 habe ich dann heute Nacht versucht, mich weiter mit der Frage der Anbetung zu beschäftigen.

Ich wollte etwas von dem Wort wegkommen, denn wie sich gestern gezeigt hat, ist dieses Wort ja nicht das Einzige, das in Frage kommt.
Also habe ich mal die Haltung - als Geste (Danke, Monika, für diesen Hinweis)- angenommen und verschiedene Versionen versucht.

Ja, ganz sicher ist Anbetung eine Geste, die ich einnehmen kann.

Habt ihr in den letzten Stunden, seit das hier Thema ist, auch schon mal damit gespielt, diese Haltung auszuprobieren?
Im Kontext mit "Kniee nieder, Nichts, und danke der Welt, dass sie dir ein zu Hause gibt und dich am Leben hält, und dann erhebe dich, und nutze deine Macht gut, nimm die Lektionen des Lebens in Demut..." ... habe ich nicht nur verschiedene Haltungen eingenommen, sondern auch verschiedene Relationen erlebt.

Auch das Namaste war hilfreich.

Knieend bei geradem Rücken die Hände betend vor der Brust:
"Vollständig zum Kelch werden."__________________________________________________
Bezüglich der Haltung auf dem Foto waren da Eindrücke wie:

"Ein mich ausliefern,
komme was da wolle
und sei es selbst das Schlimmste.

Mich DIR vollständig unterwerfen,
hingeben,
anvertrauen.

Mich aufgeben, damit DU mit mir nach Belieben verfährst.
Mich aufzugeben, meine einzige Verantwortung um mich vollständig hinzugeben.
Erwartend, was auch immer da kommt.
Entgegennehmend, was auch immer da kommt.
Sich dem vollständig ausliefern, was auch immer da kommt.
Still sein. Leer werden. Die Welt anhalten.
Mich leeren lassen immer wieder nur durch DICH.
DU - jede Fülle vollständig leerend.
DU - jede Leere erfüllend.
Nimm mich ganz in DEINE Hand.
Ich übergebe mich DIR völlig.
Ich liefere mich DIR aus.
DIR allein will ich folgen.
Kein anderer sonst.
Nichts außer DIR."
Wenn ich das jetzt so lese, dann will mir scheinen, das habe ich echt lange und intensiv genug und wiederholt auch geübt. Da ist absolut, aber auch absolut alles satt geworden, was da vielleicht mal irgendwann dran und "hungrig" war. Jedenfalls bei mir.
Und bestimmt nicht unbedingt in diesem Leben.

Außerdem: Ich sehe nicht, dass das heute Sinn machen würde in diesem und mit diesem "Der VATER und Ich sind eins".
Geht das euch anders, wenn ihr anfangt, mal mit der Haltung zu experimentieren, oder wenn ihr euch darin auskennt und lebt in dieser Haltung vom Foto?
Außerdem:
Wenn ich nur mal auf dieses Leben jetzt schaue:
Da scheint mir, dass ich früher (sagen wir als Kind bis vielleicht noch ins 14. Lebensjahr hinein) sozusagen ganz innerlich in einer anbetenden Geste gelebt habe, ganz diese Geste innerlich war - nur ohne Bewußtheit darüber. Ich konnte gar nicht anders, sozusagen.
Dann später (sagen wir zwischen 20. und 44.Lebensjahr) habe ich diese Geste häufig auch äußerlich gemacht und gezeigt. (Ich bin vollkommen atheistisch augewachsen und mußte erstmal erwachsen werden, um mich dann der Frage nach dem Göttlichen zuwenden zu können.)
Schon länger aber mache ich diese Geste nun nicht mehr.
Und mir will scheinen: heute BIN ICH diese Haltung oder Geste. Ich will nicht mehr anders als so. Heute mache ich sie nicht mehr, weder innerlich noch äußerlich.
Und: bis eben noch war ich mir dessen so nicht bewußt, habe mir darüber gar keine Begriffe gemacht, daran gar keine Frage gehabt.

Danke also für jede Frage in dieser Richtung.
Echt erhellend, was da sich so zeigt.
Genug davon.
Das wollte ich mit (euch) - teilen.

manroe hat gesagt…

@Simone

Das mit dem Vertrauen verstehe ich ganz direkt von Mensch zu Mensch, dass das aufgebaut wird. Denn ein solches Vertrauen hilft auch abbauen die Klüfte die durch den Egoismus aufgebaut wurden.

Und für das WIR, da stünden dann doch diese Klüfte und Gräben dazwischen.

Vertrauen statt Glauben. Ich denke der Glaube in diesem Sinne ist etwas blinder, das Vertrauen sehender. Und wenn man sich im Vertrauen etwas erwirbt, ich habe den EIndruck, das bindet anders als der Glaube, wenngleich ich ihn nicht "abschaffen" würde, ich sehe es zunächst mal nur fürs Werden eines WIR.


Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Manfred : )
Danke für die Essenzen. Mir war wichtig, erst mal den Text im Zusammenhang reinzusetzen. Im Grunde beinhalten sie ganz vieles, was wir hier bewegt haben. Ich würde sie sehr gerne weiter bewegen.

Liebe Simone : )
Deinem Zwischenstand von 2.31 Uhr von oben kann ich ziemlich viel abgewinnen. Allein die Tag- und Nachtkräfte wahrzunehmen hat schon Bedeutung genug. Hoch interessant für mich, dass sie anonym waren!

:-)
MM

PS. Hatte grad Schwierigkeiten reinzukommen.

manroe hat gesagt…

"PS. Hatte grad Schwierigkeiten reinzukommen."

Vielleicht hast Du vergessen anzuklopfen?? :))

M

Simone hat gesagt…

Lieber Manfred,

siehst du, das ist wieder so eine merkwürdige Sache: ich kann überhaupt nichts mehr anfangen mit dem, was du nennst "das Vertrauen direkt von Mensch zu Mensch".
ich höre Menschen immer wieder davon sprechen - und ich kann das erinnern. Ja das kenne ich. Früher war das so auch bei mir. Aber heute verstehe ich das einfach nicht mehr im Erleben, bloß noch rein intellektuell weiß ich was gemeint ist. Für mich gibt es EIN einziges Vertrauen und in dieses EINE sind sozusagen alle mit eingeschlossen. Das hat sehr viel mit dem zu tun, was ich gestern nannte, dass "Verschwiegenheit" mir früher sozusagen immanteste Qualität war. Was Verschwiegeneres als mich gab es wohl kaum auf der Erde. Und heute: alles weg.

Am besten alles nur noch im öffentlichen Begegnungsraum. Vertrauen IST. Aber das bezieht sich nicht mehr auf das "Kennen" oder Nichtkennen oder "Vertrauen" in Einzelne und auch nicht auf deren Verhalten oder Handeln, sondern lediglich noch auf dieses Vertrauen in das EINE in allem und jedem - selbst wenn der überhaupt nichts davon weiß, dass das bei mir so ist und selbst auch gar nichts damit anfangen kann und möglicherweise auch zutiefst verletzt reagiert, weil ich irgendwelches "Stillschweigen" nicht gewahrt habe.

Ungefähr so.
Kennt das hier sonst noch wer?

MonikaMaria hat gesagt…

So, jetzt habe ich beiden letzten Kommentare gelesen.
Liebe Simone,
ehrlich, mich haut es um. Unter Deinen Text könnte ich meinen Namen setzen, was den so genannten Inhalt angelangt. Genau mit dieser inneren Haltung bin ich seit 4 1/2 Jahren unterwegs. Genau dahin, hatte mein berühmter Crash mich gebracht.
Meditiere vielleicht noch einmal das 14. Kapitel. Vielleicht kommst Du auf den Zusammenhang mit dem Text von Steiner. : )

Lieber Manfred
Das mit dem Vertrauen geht für mich noch viel weiter. Der Mensch ist da die Krönung.

Das Vertrauen ist für mich fast nicht mehr zu beschreiben, so gewaltig ist es. Es durchdringt für mich Mineral, Pflanze, Tier, Mensch und weit mehr.
Simone hat eine Andeutung davon beschrieben.

MM

manroe hat gesagt…

Ich meinte mehr ein schaffendes Vertrauen, ein neu zu erwerbendes, dieses sich gegenseitig wirklich Schenken im Vertrauen, anvertrauen. Nicht gutgläubig oder einfach so.

Also nicht einfach Vertrauen schon haben, sondern Vertrauen als Werdekraft, Substanz mit der man arbeitet, immer neu Vertrauen als Basis nehmend. Ähnlich dem was ich meinte in meinem Text "Frieden schaffen - nicht erhalten".

Beim Vertrauen lebt in mir schon etwas vom Anderen in mir auf das ich setze, innerlich schaue, was ich anspreche, was sich tauschen möchte... -- aber nicht so bereits gemachte Bilder von jemandem, sondern eher sowas wie den Werdekeim im Anderen fühlend sehend spürend.

So in etwa in diesem Sinne, Vertrauen als neu entdeckte Kraft im Miteinander... und vor allem von Mensch zu Mensch.

Manfred

Die Goettliche Sophia hat gesagt…

ihr lieben, was mein "thema" betrifft...hier geht es weiter und fuer mich natuerlich im leben...graben tue ich durch erfahren, durch tranzendieren meiner erfahrenen werte immer weiter...immer tiefer...
liebe gruesse
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Simone
erst Ja. : )
Dann nein, das 14. Kapitel braucht Du nach Deinem letzten Kommentar wirklich nicht zu meditieren. Lach.
Wir zwei sollten vielleicht mal einen Crashkurs im Wasserwandeln machen. – Scherz beiseite.

Leider kann ich jetzt nicht weiter schreiben. Ich muss zur Schule. Mitgliederversammlung. Bin um 22 Uhr zurück.

MM

Anonym hat gesagt…

Zum Thema Vertrauen hat Sebastian mal was erhellendes geschrieben:

http://anthronrw.blogspot.com/2009/01/die-radikale-kultur-der-herzen.html

Gruss, Mr.Tom

Simone hat gesagt…

Liebe Jasna,

ich mache mal doch noch weiter bei dem, was ich mir von dir aufgehoben habe:

"Ich glaube man sollte DAS, was in einer Gruppe sich durch unsere Emotionen entladen will, nicht als etwas ansehen, das WegZuSchieben oder zu unterdrücken ist. Ich denke, wir sollte uns unsere Emotionen und das Was der andere in MIR bewegt und berührt zu nutze machen und damit arbeiten. Dahinter stecken schließlich unglaublich schöpferische Kräfte.
Alle Ebenen des Seins erscheinen wie ein Regenbogen jeden Tag von Neuem."
Ja genau.
Und so wie ich das sehe, geht auch sowieso nichts verloren.
Und ich wünsche mir sehr, dass wir hier dran und am Ball bleiben, so, wie es für den Einzelnen - innerhalb dieser Gruppe - stimmig und dran und möglich und nötig ist.

Und dennoch habe ich vorhin geschrieben:
"Dass die EINE Wahrheit immer wieder helfen wird " ... gegen den Egoismus und die Zersplitterung ...", davon bin ich überzeugt, das ist meine ganze Hoffnung.
Dass wir den Himmel oder Purusha immer wieder auch anerkennen und ehren genauso wie die Erde und die Schatten, die das Licht wirft, das hatte ich gemeint, als ich geschrieben habe:
"Wenn ich NICHTS bin, bist du ALLES.
Wenn ich ALLES BIN, bist du NICHTS.
Himmel und Erde.
Prakriti und Purusha.
Und die EINE LIEBE kann beidem gelten. "Vielleicht können wir wieder und wieder an den Stellen, wo es hier schwierig wird, wegen welcher Unterschiedlichkeiten auch immer, innerlich Bezug dorthin nehmen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Für Momente immer wieder die Standpunkte loslassen und dann neu von da aus gehen und sehen, was sich dann vielleicht auch noch anders formuliert, als es zuvor der Fall gewesen ist.

So, wie Jasna das möglicherweise getan hat um mit dieser ganz neuen Art mit den Schwierigkeiten umzugehen, sozusagen mit einer hilfreichen,wegweisenden Intuition begabt von da zurückgekehrt ist."
Dann kommen bend vielleicht auch immer wieder neue Ideen oder Wege umzugehen mit dem was da ist - und immer wieder auch die Möglichkeit, Abstand zu nehmen, zu ver-schnaufen, selbst zu durchfühlen usw.
Denn: erzwingen läßt sich eh nichts.

So in etwa.
Das gehörte von mir noch zu dieser Textstelle von dir.

manroe hat gesagt…

Ich meine hier nicht das Vertrauen an sich sondern dass man damit arbeiten lernt im Sinne des untenstehenden Zitats von Steiner:


"Diejenigen, die in der Zukunft aufgebaut sein werden auf der Grundlage des Vertrauens, auf der Macht des Vertrauens, nennt man die Mysterien des Vaters."Mnafred

Simone hat gesagt…

Danke, Mr Tom, für diesen Link zu "Die radikale Kultur der Herzen"

Sebastian schreibt da:
"Es gibt nur eine Sache, die größer ist als ... (Vorbehalte, SH) etwas aus einer radikalen Perspektive in die Welt zu setzen. Das ist Vertrauen. ... Ohne diese radikale Vertrauen in die Autonomie und Selbstverantwortung von Menschen, könnte ich auch keine Vorträge halten oder Artikel schreiben. ...

Wenn Du an die Kultur der Herzen glaubst – glaubst Du, an eine schwache Weicheier-Kultur? Oder glaubst Du an eine starke, authentische, ewige und gleichzeitig evolutionäre Kultur, die stärker, weiser und lustvoller sein wird als alles, was Menschen bisher hervorgebracht haben?..."
Genau so. Das kann ich unterschreiben.
Das meine ich, Manfred.

Immer wieder schön, wen andere manches so viel schöner und besser und tiefer sagen können als man selbst.
Herrlich.
Wundervoll.
Danke.

Mr.Tom.
Sebastian.
Manfred.
Monika.
Und wer hier sonst noch gerade alles mit dabei ist am Thema Vertrauen.

Simone hat gesagt…

So Jasna,

und nun noch das Letzte, das ich mir von dir aufgehoben hatte:

"... der Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Spiritualität." - ja, diese Frage interessiert mich auch wirklich!

Und irgendwie immer mehr, wenn Manfred diesen möglicherweise vorhandenen Unterschied immer wieder wegmachen und aufgehen lassen will im "Androgynen".

Jedenfalls bei mir habe ich den Eindruck: seit das Männliche und Weibliche in mir Hochzeit gehalten haben - bin ich erst ganz und sehr tief da wirklich und vollständig und gern auch als Frau, z:B gern den Hintergrund und dei Stille bildens oder repräsentierend. Das ist sowas in der Richtung. (Auch wenn das äußerlich oft nicht unbedingt so aussehen mag.)

Ich kommuniziere wie ich kommuniziere. Und ich lebe, wie ich lebe. Und ich arbeite, wie ich arbeite. Und ich habe schon sehr stark den Eindruck, dass die Art, wie ich das tue jedenfalls von der inneren Bewegung oder der Vorliebe oder Geneigtheit her eher "weiblich" oder eben erfahrungsorientiert ist oder sagen wir eher zirkulär oder um die Sachen auch geistig herumgehend und von allen Seiten betrachtend und möglich alles mit einbeziehend eben.

Und diese Art des Unterwegsseins wird dann, jedenfalls aus meiner Perspektive betrachtet, wundervoll ergänzt oder ausgeglichen oder korrigiert oder gemäßigt usw. überall da, wo sich dem lieneares, gradliniges, durchdringendes Denken, Erkennen, Fragen, Duchleben, Bewegen an die Seite stellt.

Die Frage, wer denn nun benachteiligt ist, die Frauen oder die Männer, die hat sich mir im Persönlichen echt erledigt in Richtung: jeder nach seiner eigen Fasson und Seeligkeit - und da gibt es sehr wohl das eher Weibliche - oder wie jemand hier vor Kurzem gesagt hat: das Mystische - was manchmal auch von Menschen in männlichen Körpern bevorzugt gelebt wird, genauso, wie es das Männliche - oder dann also vielleicht das Chymische - gibt, das sich sehr wohl auch durch manche Menschen in weiblichen Körpern sehr gut lebt und manifestiert.

Allerdings gehört sicher auf einer gesellschaftlichen Ebene der Frage nach dem Umgang zwischen den Geschlechtern Raum gewidmet.
Nur habe ich fast ausschließlich bloß Qualitäten im oberen linken Quadranten anzubieten - in der Hoffnung, dass diese vielleicht was dazu beitragen können, Qualitäten im linken unteren Quadranten nach Wilber, also im WIR, zu entwickeln. Andere können anderes beitragen. Oder ich an anderer Stelle.

Noch weitere oder ergänzende oder korrigierende Aspekte zu der Frage nach dem Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Spiritualität? Ich bin sehr interessiert.

Allerdings sage ich jetzt vorerst mal genug für heute.

Ich schaue später, möglicherweise erst morgen wieder rein.

Liebe Grüße in die Runde an alle.

Anak hat gesagt…

dieses ur-vertrauen druecke ich auch damit aus: das ich in dir das goettliche sehe: namaste
somit auch in mir...aber das haben wir ja durch...
dieses vertrauen, das alles so richtig ist wie es ist...auch wenn es gerade mal nicht angenehm ist...siehe zum beispie: der einsame christus von christian morgenstern. dieser schmerz, der entsteht wenn das vertrauen "gebrochen" wird, wenn die seele brennt...welcher schmerz ist groesser, als der: wenn tiefstes vertrauen im anderen menschen gebrochen wird? und man dennoch vertraut, da man in sich vertraut und weiss, das es gut so ist...
herzlich
anka

Simone hat gesagt…

Okay, tut mir leid, da bin ich doch noch mal.

Wir können ja auch mal anders versuchen zu schauen:
statt bloß nach "männlich" und "weiblich" oder "Mars" und "Venus" zu differenzieren, könnten wir ja auch mal versuchen: wenn wir die unterschiedlichen Schreibstile ansehen, gibt es dann irgendeine Möglichkeit, vielleicht den Planeten zuzuordnen oder den Tierkreiszeichen, wie Menschen sich äußern, mitteilen, beteiligen?Aber ich glaube, das führt echt zu weit.
Ich wollte nur gerade mal diese kleine Zweiheit in eine größere Vielheit hinein erweitern.
Den Versuch war's wert, finde ich.
Ich spiele gerade recht extensiv, offensichtlich.

In all der Disziplin kann ich echt undizipliniert sein.
Das ist, weil mir diese Art des Austausches mit euch hier nicht nur Anstrengung sondern im Moment echt auch Spaß macht.

Und nun: wirklich Gute Nacht.

Nurmalso hat gesagt…

Kann es sein, dass jemand von Euch Entzugserscheinungen kriegt, wenn Sebastian nicht mehr bloggt?

Warnung hat gesagt…

wieso???
wir bloggen hier doch munter weiter...aber eins ist klar: blogschokolade macht suechtig...
liebe gruesse
anka

Anak hat gesagt…

ihr lieben,
hier noch etwas, das ich vor einiger zeit zum thema gefunden habe:
ken wilber (zitat aus: http://if.integralesforum.org/Sex-in-den-drei-Koerpern.633.0.html?&L=http%3A%2Fwww.005flower.co)(link funktioniert nicht mehr...vielleicht findet ja einer dieses...)
"Es gibt also eine Menge beziehungsorientierten Yoga, welcher den subtilen Körper mit einbezieht, ebenso Sex. Viele der tantrischen Traditionen arbeiten damit, sie setzen dazu einen entsprechend geschulten Partner ein, und bringen subtile Energien und subtile Gefühle im Sexualakt zur Anwendung, unter Einbeziehen einiger der höheren Dimensionen und Bereiche. Wir könnten auch darüber sprechen. Aber das ist es, was Sex im subtilen Körper bedeutet – es kann auch dem Normalbürger passieren, wenn er/sie sich in einer sexuellen Beziehungssituation befindet.

Kausal oder universell - der dritte Zustand – bedeutet: Viele Menschen hatten sexuelle Erfahrungen, bei denen sie plötzlich nicht mehr sie selbst und auch nicht in Beziehung mit ihrem Partner waren. Sie waren eins mit allem, in kleinste Teilchen explodiert, aus ihrem Körper-Geist [bodymind] herausgeschleudert, in diese unendlichen, gewaltigen Bewusstheitszustände von Wahrnehmung, Wonne und Liebe - und dies ähnelt sehr dem Kausalen oder Selbst, oder der Einheit mit allen Erscheinungen. Und das bedeutet es, im kausalen Körper zu lieben - der kausale Körper dehnt sich über alle Manifestation hinaus. Es ist eine subtile Energie, eine sehr subtile Energie, die sich ausdehnt, und auch dafür gibt es Praktiken, welche man ausüben kann, einschließlich spiritueller, tantrischer, religiöser Praktiken.

Es gibt eine maskuline und eine feminine Form in den drei Stufen, und ich kann sie schnell skizzieren, und – noch einmal – Männer und Frauen können beide Formen haben, aber sie tendieren generell zu einem der beiden Pole. Das maskuline Prinzip ist das Prinzip von Autonomie, Agenz und des Schauens – das Schauen ist klassischerweise ein männlicher Anteil. Als maskuliner Typ hält man auf jeder dieser Stufen Distanz, hält sich zurück, es ist ein Schauen, eine Art des Betrachtens.

Das Feminine möchte nicht sehen, es möchte gesehen werden. Das Feminine ist strahlende Schönheit, sie leuchtet. Sie möchte nicht Abstand nehmen und schauen, sie möchte betrachtet werden, sie möchte strahlen, tanzen, und wir schätzen eine Frau nach ihrer Ausstrahlung ein, ihrer Schönheit, ihrem Leuchten, wohingegen wir Männer nach ihrer Tiefe einschätzen, nach ihrer Fähigkeit einer unbewegten Tiefe und Gegenwärtigkeit. Wenn man das also tut, als ein Spiel unterschiedlicher Energien, dann bedeutet das für den maskulinen Pol Tiefe, Gegenwärtigkeit und diese Intensität des Betrachtens. Und auf der femininen Seite gibt es Bewegung, Fluss und Leuchten, und eine Frau möchte in diesem Fließen sein, fühlen und strahlend – dies spielt sich alles auf den verschiedenen Stufen ab, je nachdem, ob man es einfach nur für sich selbst tut oder in einem in-Beziehung-Sein, oder in einer Einheit mit Allem.

Anak hat gesagt…

Für die Frau also, selbst wenn sie make-up trägt, sich modisch angezogen hat und im femininen Modus ist – wenn sie das auf der Stufe 1 macht, dann ist es etwas nur für sie selbst – sie ist selbstorientiert, sie möchte, dass jeder sie anschaut, und das ist auch schon alles. Auf der Stufe 2 ist es mehr beziehungsorientiert und sie tut es, um andere Menschen glücklich zu machen, sie möchte zu anderen Menschen in Beziehung treten, sie möchte für die Menschen strahlen, die ihr etwas bedeuten, sie möchte denen, die ihr etwas bedeuten, dieses Geschenk machen, und es ist eine leuchtende Fürsorge, die sie verschenkt, welche sich als eine strahlende Schönheit manifestiert, selbst wenn jemand rein „physisch“ nicht schön ist. Wir alle wissen, was geschieht, wenn ein Mensch – ob Mann oder Frau – zu strahlen beginnt – diese Menschen werden ungemein attraktiv, wunderschön, ein wunderbares Leuchten scheint durch sie hindurch, die Haut leuchtet, wird schimmernd und weich - das ist das Feminine der Stufe 2.

Und auf Stufe 3 ... beginnen das Maskuline und das Feminine zusammenzukommen. Sie nähern sich einer Einheit. Und es gibt sowohl das Bezeugen wie auch das Strahlen, und es wird zu einer Art nicht-dualen Einssein.

Anak hat gesagt…

Aber auf der maskulinen Seite ist es immer noch eindeutig das Bezeugen, und Männer erfahren sich selbst als Bewusstheit, als Leere, als Freiheit, und sie wollen Freiheit - wohingegen Frauen sich als strahlend erfahren, als Fließen, als Leuchten, und sie wollen Fülle. Sie möchten erfüllt sein.

Das drückt sich sogar biologisch aus – Männer tendieren beim Orgasmus dazu sich zu entleeren und sich erschöpft zu fühlen, und Frauen tendieren zur Fülle und Erfülltheit. Die Hauptbeschwerde einer Frau ist die der Unerfülltheit, sie hat z.B. Essstörungen. Die Hauptbeschwerde eine Mannes ist: „Ich bin nicht frei, ich möchte hier raus, ich möchte autonom sein.“

Man erkennt dieses Spiel von männlicher Freiheit und femininer Fülle auf diesen drei Stufen. Die eine Form ist das bezeugende Bewusstsein, die maskuline Freiheit - und Fülle, Strahlen, Leuchten, Schönheit ist das Feminine – und diese Spiel findet im Sex statt, in Beziehungen, in der Welt insgesamt, durch diese drei Stufen hindurch. Wir sollten aber auch die pathologischen Varianten erwähnen, kranker Junge, krankes Mädchen, auf jeder dieser drei Ebene."
so, das war es fuer heute...
liebe gruesse
anka

manroe hat gesagt…

@Simone


"... der Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Spiritualität." - ja, diese Frage interessiert mich auch wirklich!

Und irgendwie immer mehr, wenn Manfred diesen möglicherweise vorhandenen Unterschied immer wieder wegmachen und aufgehen lassen will im "Androgynen".
Liebe Simone, was ist denn das für eine Fehldarstellung !!! Und dann auch noch behauptend.
Ich habe mich dafür eingesetzt die Weisheit NICHT mit der F R A U gleichzusetzen, sondern das Weibliche an sich von ihr zu unterscheiden. Ich habe absolut nichts gegen das Weibliche!!

ZITAT: "die wirkliche weisheit liegt im weiblichen, in der frau verborgen..."-------------------------

Ich finde die letzten Darstellungen von Anka hier z.B. sehr gut und aufschlussreich, vielen Dank dafür von meiner Seite.

Manfred

Ich rufe alle Superhelden, alle Highlander, alle Krieger, alle guten Geister... hat gesagt…

"ich werde die Tests besteh`n die mir das Leben stellt
weitergeh`n suchend nach dem was mich am Leben hält

bin damit nicht allein -

und werd`es nie mehr sein
weil mich zum erstem Mal seit langer Zeit Verbundenheit befreit
bin ich sowiet fließ`in den Äther

in den Kreis ohne Verräter

früher Schüler streck`ich mehr und mehr meine Fühler nach dir aus
komm hierher komm hierher
herzlich willkommen zuhaus

ich bin für dich da
nein ich bin wegen dir hier

und für uns beide ist klar ham`wir ein Ziel im Visir
dann setz ich alles auf dich mein Schweiß mein Blut
meine Tränen mein Mut bishin zu Trauer und Wut

ich werde dir mein Leben geben weil`s nicht anders geht
forder`dich heraus mein Einsatz steht

und DU findest in mir mit was ich mich verbunden hab`

deinen Schatz den ich mein Leben lang gefunden hab`
und mit jedem Satz bitt`ich

benütz mich

und stütz dich auf mich
mit dem Wissen aller Weisen dieser Welt beschütz ich dich

und wo ich bin stehen sie und wo
ich geh gehen sie
ich hab sie hergebeten doch die wenigsten sehen sie

erst wenn wir erwachen werden wir zu Propheten

um als Kinder dieser Erde unser Erbe anzutreten

und ich rufe alle Superhelden alle großen Meister
alle Highlander alle Krieger alle guten Geister
alle Superfreaks und Auserwählte zu mir ins hier

ich hab Millionen Legionen hinter mir

du hast Millionen Legionen hinter dir...



Von Herzen
Jasna

JANET hat gesagt…

Nurmalso hat gesagt…
Kann es sein, dass jemand von Euch Entzugserscheinungen kriegt, wenn Sebastian nicht mehr bloggt?


Wie könnte eine Entzugerscheinung in diesem Fall aussehen? Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm? Ich hoffe er bloggt nicht mehr und lässts fliessen...!

Gute NACHT
JANET

MonikaMaria hat gesagt…

Freue mich über die Beiträge und bleibe jetzt mal beim Thema. Ich erlebe es ähnlich wie Simone.

Seit dem, was bei mir als Vereinigung von Männlichem und Weiblichem geschehen ist, erlebe ich mich tatsächlich im «Grundgefühl androgyn». Wenn ich heraus trete aus diesem inneren Raum, so kann ich frei wählen. Je nachdem, was mir für den Moment geeigneter erscheint. Ich meine, was das Handeln oder Aussehen betrifft.

Aber schon vom äußeren Körperlichen her, bin ich eben ziemlich androgyn. In der Pubertät hatte ich natürlich darunter gelitten.

So, wie Anka schön beschreibt, muss ich sagen, orientierte ich mich eher männlich. Wer mich kennt, würde sagen: Die Frau ist ausgesprochen freiheitsliebend, die schaut raus, hält Distanz, ist autonom usw.. Das hatte sich durch mein ganz Muttersein immer mehr geändert.

Bezeichnender Weise war das erste Buch auf einem großen Büchertisch mit anthroposophischer Literatur, das ich vor 25 Jahren kaufte: was wohl? Die Philosophie der Freiheit. : )

Also, ich für mich kann nur sagen: weibliche Spiritualität? Männliche Spiritualität? Scheint es offenbar zu geben. Muss bei mir irgendwie schief gelaufen sein. Ich erlebe intensiv beides. Lach.

Wahrscheinlich habe ich deswegen aber auch nicht Mühe, beide Seiten zu verstehen.

Anka, vielen Dank für Deinen Beitrag.

Gute Nacht : )
MM

Simone hat gesagt…

Liebe Anak,

hätte ich deinen Beitrag über das von Wilber Gesagte vor dem Einschlafen noch gelesen, hätte mir das möglicherweise die 1,5 Stunden Schlaflosigkeit, auf die es diese Nacht für mich nun schon wieder gebracht hat, erspart.
Nun lese ich also erst jetzt, was du 21:47 geschrieben hast - und danke von Herzen.
In dieser Klarheit könnte ich es wohl immer noch nicht sagen, wie sehr ich mich auch bemühe und wie sehr auch immer ich das meine, was er da so treffend sagt.

Herzlichen Dank also für diesen Beitrag von dir, Anka.

Und ja Manfred, ich erinnere, dass du genau um solch eine Unterscheidung bemüht warst und die hier schon versucht hast einzubringen, und ich danke dir dafür.
Und doch war gerade in dieser Reibung zwischen dir und Jasna für mich deutlich noch etwas von dieser Frage ungeklärt und hat sich in mir weiterbewegt. Und ich war dessen Zeuge und Berichterstatter, so wie du es anderem oder auch demselben gewesen bist.
So treffen wir uns hier und in Wilbers Worten wieder. Mir gefällts jedenfalls genau so und manchmal auch anders. Und dabei geht es hier nicht um Vorlieben oder Abneigungen, sondern um das, was sich in uns bewegt und wohin das mit uns will und kommen kann.
Und immer in dem Raum, den wir dem geben oder lassen oder nicht.

Und dir Jasna danke ich ebenso sehr von Herzen dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, Thomas D. und den Text zu "Legionen" hier(wieder)reinzustellen. Auch das triffts für mich im Moment wie auf den Punkt genau nur eben drumherum getanzt. Kann gar nicht oft genug wiederholt werden. Herrlich.

Und Janet, ich kann dir nur zustimmen: ich hoffe, Sebastian fließt weiter mit uns hier und kriegt seine Posts jetzt angepasst an das, was sich im Kommentarfeld so neuartig jedenfalls in meinen Augen bewegt.

Oh ja, und da kann der Rhythmus entstehen, nach dem ich mich so lange hier schon gefragt habe, wie der hier entstehen könnte oder reinzubringen wäre.
Der Rhythmus zwischen Aus- und Einatmen. Den hätte ich hier gern mehr hier.
Und in dem, wie Posts von Sebastian hier zusammengehen mit dem, was im Kommentarfeld hier anfängt zu leben und umgekehrt und wie beides sich mehr und mehr aufeinander einschwingt und doch sich voneinander unterscheidet, darauf könnte die Frage des Rhythmus hier unter anderem in meinen Augen hinauslaufen. Und, dass irgendwie auch immer wieder für jeden von uns die Lücken oder die Leere oder die Stille zwischendurch Raum kriegt und mitwirkt hier, das gehört auch noch wesentlich dazu.

Und jetzt schreibe ich euch mal eben noch ab, was mich hat aus dem Träumen rauskommen und nicht wieder einschlafen lassen. Ob das mit Sucht zu tun hat, weiß ich noch nicht so recht. Mit Sehnen aber jedenfalls hat das hier auf jeden Fall was zu tun für mich. Und mit überströmen und entgegennehmen und beitragen und immer weiter gewahren wollen.

Joy hat gesagt…

ne,ne, da ist man einmal eine Woche in Urlaub, und dann so was, dabei hab ich unter "wedding retreat" Rückzug verstanden, machen, Tun, Hingabe,(und nicht tausende von Kommentaren schreiben, wo will ich weitermachen?-aber schön, es wird und ich kann meiner Lesesucht ablegen!) hab ich auch gemacht und hatte viele heftige Erfahrungen mit Du's, ich bin nicht nur dankbar über euch, ich bete euch und diesen Raum(und tatsächlich immer mehr Räume) nicht (nur) an, ich freue mich, weil ich sehe, dass wirklich was wird!!!!!!!!!!! kein aufrechterhalten stehenbleiben, nach hintengucken, Aber auch!!!!!!Das DU gibt mir ständig die Bestätigung! und! die Frage nach dem Neuen, bzw,Ich muss/will/werde? auch noch soviel lesen heute nacht, hab das Gefühl gehetzt zu sein, bei sovielen Kommentaren,
und genau dieses Sehnsuchtsgefühl passt zu deinen Anmerkungen, Simone, bin total voll mit worten, aber, und das wollte ich eigentlich nur mal schnell sagen, bevor ich weiter die nacht zum tag mache: Ich freue mich!?häh? und auch zu deinen Worten manfred. Man such in dem anderen das anbetungswürdige, manchmal oder auch dauerhaft findet man es dann, sucht weiter, sobald der andere irgendwas hat, was man nicht versteht, was einen abstößt. wenn ich aber sehe alles und jeder moment ist schon und immer vollkommen, dann kommt ein Moment der stille, bzw eine Phase von Leere und Annehmen, Hingeben, und ich bin auch immer wieder an so momente gekommen wie äh, wenn alles vollkommen ist, wozu dann noch mehr?aber es ist und wird!? aber ich muss jetzt erstmal in mir und hier ordnen, wollte nur sagen, dass ich wieder voller liebe und freude da bin und auch mit integriertem ärger über die Menge, das ausgeschlossen fühlen, alles gleichzeitig ist wahrscheinlich alles schwer zu lesen, deshalb mach ich mal schluss und arbeite weiter zwiegespaltene einheit, vereinte Zwietracht äh eins ah ihr seid dazwischengerutscht ich habs gesehen während der Vorschau ich freu mich ihr lieben, schick jetzt mal ab und les von hinten bzw. vorne zurück schön, dass ihr da seid bis gleich

Joy hat gesagt…

schön simone,stimme dir voll zu, hab ich auch für mich und hier so die letzten wochen, monate erlebt ist halt ein prozess! der steigert sich zwangs-/bzw. logischerweise.deshalb freu ich mich ja auch nur noch

Simone hat gesagt…

Okay, das Ganze also nochmal in ganz anderen Worten jetzt:

Dass wir von der Tagseite her was anderes gemeinsam arbeiten als von der Nachtseite her, damit haben die schlaflosen Anteile meiner Nächte sehr wesentlich zu tun genauso wie das, was wir hier gerade bewegen bezüglich unserer unterschiedlichen Herangehens - oder Ausdrucksweisen.

Mit diesem einen satz ist eigentlich alles schon gesagt, was mir dazu von dorther mitzubringen möglich war, aber ich versuche es nochmal etwas auszuweiten.

Und, Manfred, irgendwie ist mir im Moment die Differenzierung zwischen den Begriffen "frau" und "weiblich" und "feminin" überhaupt nicht wichtig und ich setzte sie gleich, wie du hier auch schon an manchen Stellen (auch wenn du an anderen Stellen auch schon versucht hast sie genauer zu trennen oder zu unterscheiden voneinander). Und ich hoffen, dass nochmal klarer wird, dass das "Androgyne" des Menschen mir hier wie auch dir ier ohne Frage ist. Und Unterscheidung doch manchmal Not tut, um überhaupt irgendwelche Worte zum Sprechen zu haben.

Also:
So, als ginge das weibliche (jetzt mal hier extra kleingeschrieben, um damit auszusagen, dass das weibliche auch im Mann gemeint ist) von jedem von uns in die Nachtseite und arbeite eher von dorther oder auch dorthin. Und als ginge das männliche in jedem von uns in die Tagseite und arbeite von dorther oder auch dorthin.

Und: erstaunlicherweise scheint das Prinzip Sonne und Mond hier nicht wirklich gut zu greifen oder zu funktionieren. Denn wenn ich manches hier Geschriebene ansehe, dann sieht das für mich so aus, als ob das "von der Tagseite aus oder dorthin" Gesprochene sehr wohl oft eher dem Mond als der Sonne anzugehören scheint.
Ud als ob manches, was arbeitet in die Nachtseite oder von dort aus oder dorthin sehr wohl mit der Sonne zu tun hat statt nur mit dem Mond.

Es sei hier also nichts gesagt gegen den Unterschied zwischen Sonne und Mond oder zwischen Tag und Nacht oder zwischen männlich und weiblich.
Nur scheint mir mitunter, wir - oder jedenfalls ich - müßten erst noch viel klarere Begriffe und Erfahrungen bilden um klarer und deutlicher sprechen zu können über das, was gemeint ist und worum es uns oder mir gerade geht.

Auch sowas, dass eben manches Worte bilden eher geht in der Richtung von der Erfahrung zum Begriff und anderes eher vom Begriff zur Erfahrung. Wo ja auch wohl echt nichts dagegen spricht und absolut und auch relativ beide gleichberechtigt sind (außer, wenn ich Denken oder Erkennen über alles stelle und zum allein gültigen und zulässigen Ausgangspunkt erkläre).

Und dann scheint es da auch noch das zu gebe, was sich am besten in der Kategorie der "Obertöne" formulieren läßt.

Also z.B. in der Nachtsphäre vom Mond her oder dorthin mit einem Mond-Oberton oder mit einem Sonnen-Oberton (abgesehen von all den anderen möglichen Planeten z.B.). Oder auch von der Tagseite aus vom Mond her oder dorthin mit einem Mond-Oberton oder mit einem Sonnen-Oberton.
Oder auch von der Tagseite her von der Sonne aus mit einem Mond-Oberton. Ich glaube, das Prinzip, das ich meine, ist schon deutlich und jeder kann noch all die anderen möglichen Varianten bilden, ohne dass ich sie jetzt alle aufzählen müßte.

Und immer so, als hätte jeder beides oder alles. Und zuletzt immer so, als sei es der blanke Wahnsinn das alles voneinander unterscheiden oder gar trennen zu wollen, weil eh immer alles in allem enthalten und einander durchdringend oder auch miteinander tanzend ist.

Jedenfalls hat mir die Unterscheidung der Begriffe "Tagsphäre" und "Nachtspähre" da doch nochmal deutlichere Unterscheidungen und klareres oder jedenfalls anderes Verstehen erlaubt, als sie mir bis dahin möglich gewesen sind.

Da danke ich immer noch für den Hinweis auf das Buch "Über den Traum" aus dem Studienmaterial zu Gesamtwerk Rudolf Steiners. Das dort Gelesene mir hat so manches nochmal ganz anders beleuchtet und in klarerem Licht erscheinen lassen als bisher.

Soweit dazu.

Joy hat gesagt…

meine sehnsucht und sucht und suche war gleichzeitig da und weg, eben, als ich die vielen kommentare sah, ich hatte angst und Freude,-gleichzeitig, warum?, weil ich mich in die sichtweise des beobachters bringe? annehmen und verwandeln, hm ich will endlich mit meinem mund reden, ich hasse diese tastatur;) Sebastian, kannst du nicht endlich mal ein Treffen "anberaumen", wo sich die hier miteinander gewachsenen und immer weiter wachsenden treffen können? wie schon mal gesagt, ich nehme einige Qualitäten und vorzüge des bloggens war, aber ich glaube, wenn wir uns begegnen wird ES noch sichtbarer. es wird irgendwann, dann wenn es richtig ist, aber ich glaube es ist richtig jetzt, ich will übers DU, ICH, WIR reden, erleben und neue erschaffen, bitte, bitte, wann ist der richtige Zeitpunkt? Ach ja Zeit ist auch noch so ein Thema. Alles hier gelesene bitte so lesen wie mal eben schnell geschrieben, um es loszuwerden. kommt irgendwie alles aus mir raus
ich war die letzten Wochen in prüfung: ich will mein leben lieben, damit ich mich, dich, uns liebe und aus und mit liebe handel, schade, dass ich euch hier scheinbar knapp verpasst hab, aber vernünftig, ich les noch ein bisschen und bin gepannt was draus wird

Joy hat gesagt…

ach ps, bevor ichs vergesse, seid ihr Jasna, Kerstin und Jelle auch irgendwann offiziell beim Freundeskreis mission wir? Ich würde mich freuen

Simone hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Simone hat gesagt…

Ich glaube wirklich es liegt an der Länge oder der Unmäßigkeit mancher meiner Kommentare.
Da scheint selbst die Technik nicht mitspielen zu wollen oder zu können.

Hallo Joy,

ich freue mich, wieder von dir zu hören.

Was waren denn das für Prüfungen in der letzten Zeit durch die du gegangen ist?
Falls du davon was hier erzählen willst.

Liebe Grüße.
Simone

Simone hat gesagt…

Oh nein, ich laufe so auf Hochtouren, an Schlaf ist aktuell nicht zu denken.
Nach zwei Stunden echter Nachtruhe bin ich nun schon wieder 5 Stunden wach und in zwei Stunden klingelt der Wecker.
Sei's drum.

Ich lag eben im Bett und ließ nachklingen und wollte eigentlich ausklingen lassen, das von zuvor.

Da trat mir das durch Anka von Wilber Zitierte innerlich auf einmal erst so richtig in den Blick.
Und jetzt bin ich wieder um jeden Schlaf gebracht und zwar aus folgendem Grund.

Da sagt doch dieser Ken Wilber:
" ... Es gibt eine maskuline und eine feminine Form in den drei Stufen, und ich kann sie schnell skizzieren, und – noch einmal – Männer und Frauen können beide Formen haben, aber sie tendieren generell zu einem der beiden Pole.

Das maskuline Prinzip ist das Prinzip von Autonomie, Agenz und des Schauens – das Schauen ist klassischerweise ein männlicher Anteil. Als maskuliner Typ hält man auf jeder dieser Stufen Distanz, hält sich zurück, es ist ein Schauen, eine Art des Betrachtens.

Das Feminine möchte nicht sehen, es möchte gesehen werden. Das Feminine ist strahlende Schönheit, sie leuchtet. Sie möchte nicht Abstand nehmen und schauen, sie möchte betrachtet werden, sie möchte strahlen, tanzen, und wir schätzen eine Frau nach ihrer Ausstrahlung ein, ihrer Schönheit, ihrem Leuchten, wohingegen wir Männer nach ihrer Tiefe einschätzen, nach ihrer Fähigkeit einer unbewegten Tiefe und Gegenwärtigkeit. Wenn man das also tut, als ein Spiel unterschiedlicher Energien, dann bedeutet das für den maskulinen Pol Tiefe, Gegenwärtigkeit und diese Intensität des Betrachtens. Und auf der femininen Seite gibt es Bewegung, Fluss und Leuchten, und eine Frau möchte in diesem Fließen sein, fühlen und strahlend – dies spielt sich alles auf den verschiedenen Stufen ab, je nachdem, ob man es einfach nur für sich selbst tut oder in einem in-Beziehung-Sein, oder in einer Einheit mit Allem.

Simone hat gesagt…

Für die Frau also, selbst wenn sie make-up trägt, sich modisch angezogen hat und im femininen Modus ist – wenn sie das auf der Stufe 1 macht, dann ist es etwas nur für sie selbst – sie ist selbstorientiert, sie möchte, dass jeder sie anschaut, und das ist auch schon alles. Auf der Stufe 2 ist es mehr beziehungsorientiert und sie tut es, um andere Menschen glücklich zu machen, sie möchte zu anderen Menschen in Beziehung treten, sie möchte für die Menschen strahlen, die ihr etwas bedeuten, sie möchte denen, die ihr etwas bedeuten, dieses Geschenk machen, und es ist eine leuchtende Fürsorge, die sie verschenkt, welche sich als eine strahlende Schönheit manifestiert, selbst wenn jemand rein „physisch“ nicht schön ist. Wir alle wissen, was geschieht, wenn ein Mensch – ob Mann oder Frau – zu strahlen beginnt – diese Menschen werden ungemein attraktiv, wunderschön, ein wunderbares Leuchten scheint durch sie hindurch, die Haut leuchtet, wird schimmernd und weich - das ist das Feminine der Stufe 2.

Und auf Stufe 3 ... beginnen das Maskuline und das Feminine zusammenzukommen. Sie nähern sich einer Einheit. Und es gibt sowohl das Bezeugen wie auch das Strahlen, und es wird zu einer Art nicht-dualen Einssein.

Aber auf der maskulinen Seite ist es immer noch eindeutig das Bezeugen, und Männer erfahren sich selbst als Bewusstheit, als Leere, als Freiheit, und sie wollen Freiheit - wohingegen Frauen sich als strahlend erfahren, als Fließen, als Leuchten, und sie wollen Fülle. Sie möchten erfüllt sein.

Das drückt sich sogar biologisch aus – Männer tendieren beim Orgasmus dazu sich zu entleeren und sich erschöpft zu fühlen, und Frauen tendieren zur Fülle und Erfülltheit. Die Hauptbeschwerde einer Frau ist die der Unerfülltheit, sie hat z.B. Essstörungen. Die Hauptbeschwerde eine Mannes ist: „Ich bin nicht frei, ich möchte hier raus, ich möchte autonom sein.“

Man erkennt dieses Spiel von männlicher Freiheit und femininer Fülle auf diesen drei Stufen. Die eine Form ist das bezeugende Bewusstsein, die maskuline Freiheit - und Fülle, Strahlen, Leuchten, Schönheit ist das Feminine – und diese Spiel findet im Sex statt, in Beziehungen, in der Welt insgesamt, durch diese drei Stufen hindurch. Wir sollten aber auch die pathologischen Varianten erwähnen, kranker Junge, krankes Mädchen, auf jeder dieser drei Ebene."

Und das was Wilber da sagt entspricht genau dem, was ich unter Prakriti und Purusha verstehe.

Simone hat gesagt…

Und jetzt kommt's:

Soweit ich das recht erinnere, sagt das Ganze David Daida genau umgekehrt!

Hat den vielleicht einer zu Hause im Bücherregal stehen und kann das mal nachschauen und uns hier reinstellen, was er dazu findet?Und dessen Begriffe entsprechen denen von Yin und Yang, jedenfalls so, wie ich das Ganze bisher verstehe.

Und das entspricht tatsächlich auch dem, dass ich bisher eher die Sonne und also das Männliche als strahlend, leuchtend, bewegend, agierend, scheinend, Fülle verteilend usw. angesehen habe.
In wessen Kontext dem Mond oder dem Weiblichen eher Qualitäten wie Stille, Tiefe, Freiheit, Reflexion, Bezeugen, Leere zukäme.

So meine ich sagt das Daida auch in etwa: die Frau, die gefüllt werden will, weil sie die ewige Leere ist und am Gefüllt werden Frieden erfährt und der Mann der seine Fülle verströmen will, weil er eben die ewige Fülle und empfangen werden will auf dass ihn das in seine Freude hinein führt oder kommen läßt.

Und tatsächlich habe ich mich im Kontext mit "weiblich" jetzt die ganzen Jahre über eher als still, tief, empänglich, Leere und all das empfunden und das als weiblich definiert oder als Yin.

Während ich das selbe nun in Wilbers Begriffen genausogut als männlich und als Purusha definieren kann.

Und auch damit kann ich sehr viel anfangen, weil mir Purusha und Prakriti so (und vielleicht viel besser noch) vertraut sind.
Nur habe ich bisher nie soweit gedacht, das ganze mal in Bezug zu männlich und weiblich zu setzten.

Tut mir leid, wenn euch jetzt der Kopf schwirrt.
Für mich bewegt sich das Ganze gerade zu genau dem Grad von Komplexität, der gerade an den Punkt kommen will, wo das Ganze in völlige Einfachheit implodiern kann.

Simone hat gesagt…

Und warum mich das Alles so elektrisiert?

Weil ich versucht habe zu verstehen, wie denn solcher Machtwechsel vom Patriarchat zum Matriarchat vollzogen werden soll, wie ich ihn gerade in "Die Blume des Lebens" lesend, angedeutet finde.

Dort gibt es die Behauptung, dass wir am Ende einer 13.000 jährigen Vorherrschaft des männlichen Pinzips angelangt sind und nun der Wechsel hin zur ebenso 13.000 Jahre währenden Vorherrschaft des Weiblichen gehen soll.
(Im Kontext mit dem Weltenjahr oder dem Platonischen Jahr:2. Siehe auch unter: http://www.mgf-kulmbach.de/material/gk/anfang/platon.htm. Und Steiner ist also auch mit dabei. Und die Yugas der Inder und was nicht noch alles.)

Und wie mir scheint, kann genau das nun stattfinden.

Wenn wir die Zweiheit als Vierheit auffassen. Und wenn wir dann einfach einen Wechsel unserer Bezugspunkte vollziehen. Schwups, schon ist das Ganze neu definiert und funktioniert genau anders herum als vorher, ohne dass auch nur irgend was Umständliches gemacht oder veranstaltet werden müßte, dass das gehen kann. Ich galube, meine Worte reichen jetzt nicht, das genauer zu sprechen.
Das müßte ich jetzt aufzeichnen, dann könnte ich das besser.

Das lasse ich jetzt aber, das auch nur in Erwägung zu ziehen.

Vielleicht genügt der Hinweis, dass eben auch im Gehirn des Menschen nicht nur die zwei Gehirnhälften existieren, wobei die rechte dem eher Weiblichen, Chaotischen, Erfahrungsmäßigen, Beziehungsmäßigen zugeordnet wird und die linke Gehirnhälfte eher dem Männlichen, Logischen, Linearen, Begrifflichen Denken usw.

Sondern jede dieser Hälften hat sozusagen wieder zwei Schwerpunkte:

Die linke Gehirnhälfte vorn eher männlich und hinten eher weiblich und die rechte Gehirnhälfte vorn eher weiblich und hinten eher männlich.

So haben wir also diese Vierheit schon immer auch in uns.
Und vielleicht fangen wir an, damit umzugehen und damit zu arbeiten.
Dann könnte Vieles, was aktuell noch unmöglich oder schwierig erscheint beinahe wei ein Kinderspiel werden.
Nur noch zum Schluss:
Es gibt ein Satsang-Paar, auf deren Namen ich jetzt nicht komme.
Da spricht und agiert nur er (als Prakriti und Yang und Erscheinung und Vordergrund also) und sie sitzt dabei und repräsentiert die Stille, die Leere, Hintegrund, Raum usw.- Purusha bzw. Yin also.

Das hat mir so gefallen, als ich das gesehen habe.
Da war mein Eindruck: wenn ich je auf eine Bühne ginge, dann nur in dieser Funktion, die sie da einnimmt.

Wenn ich aber jetzt anfange zu kapieren, dass ihr-mir-frau genauso gut entspricht, Yang bzw. Prakriti zu repräsentieren, dann geht mit einem Mal einfach alles.

(Was letztlich auch zuvor schon in den Begriffen von erfüllter Leere oder dynamischer Stille und stiller Dynamik ging, weil die beiden einander nie ausschlossen sondern immer Hand in Hand gehen konnten und beide gegenwärtig waren. Nur in dieser Männlich-Weiblich-Diskussion, da ändert sich für mich gerade was.)

Dann muss auch niemand mehr sich in irgend einer Form benachteiligt oder zurückgesetzt fühlen, weil eben jeder diese Vierheit in sich hat und also jederzeit Zugriff darauf, jedes, was ansteht ohne Schwierigkeiten einzunehmen.

Oh, ich liebe es!

Und ich habe gerade keine Ahnung, wie ich wieder runter kommen soll von diesem Flow oder Energieflash.

Nur weiß ich sicher, dass ich um so länger darauf hänge, wie ich gegen ihn ankämpfe oder das so nicht haben will.

Also lasse ich hier Raum greifen, was Raum greifen kann und will.
Nehme nichts davon nur für mich persönlich in Besitz oder behalte irgdenwas davon für mich. Sondern teile einfach nur aus an alle Beteiligten oder an alle, die es haben wollen, alles, was duch mich durch will.

Meine einzige Chance, damit überhaupt irgend wie umzugehen.

1 Stunde noch bis zum Aufstehen oder jedenfalls bis zum Weckerklingeln jetzt.

Mal sehen, wie dieser Tag wird.

Joy hat gesagt…

wie schön simone, danke, ich denke ich werde zu richtiger zeit etwas mehr noch teilen
Amelie, meine erste Tochter meinte gerade, als sie dein Bild Simone sah, wer ist das? ich meinte das ist die simone,und sie:und was für eine mutter ist das, ich wusste nicht, was ich antworten soll und meinte nur, ja sie ist auch eine mutter. ich sehe schon länger, das das muttersein eine prüfung ist, und eine Form, die ich noch weiter betrachten und erfassen will,wollte schon an muttertag was dazu schreiben, mal schaun, ich mache erstmal weiter, bis nachher
ps nochmal zu prüfungen, es kommt mir komisch vor etwas herauszuheben, ich will am liebsten alles oder nichts schreiben/teilen. argh

Anak hat gesagt…

guten morgen ihr lieben,
ach was war hier los...ich habe echt unruhig geschlafen (normal hab ich das nie)...nun weiss ich warum...
ich wuerd sogerne hier weiterschreiben...aber die arbeit ruft: kann denn mal nicht einer den stall misten hier???
wir sind am ball und viellicht koennen wir ja mit pfingsten symbolisch virtuell weisse tauben fliegen lassen...in diesm sinne: frohes schaffen und schoepfen
anka

Jasna Caluk hat gesagt…

Zusammenfassung und Erkenntnisse, die ich aus Selbst-Beobachtung gemacht habe, aus Beobachtung anderer gemacht habe und anhand folgender Bücher verbunden habe:

BigMind
Spiral Dynamic
Enneagramm
Integrale Vision
Film: Illuminati

Ich möchte noch mal einen anderen Blick auf Mann und Frau werfen und zwar in Bezug auf die Unterscheidung des Ausdrucks des jeweiligen Mitgefühls, wie es im Buch BiGMind beschrieben ist:

Es ist nicht DER Mann oder DIE Frau, sondern es sind zwei verschiedene Qualitäten.

Weibliches Mitgefühl
=Alles Umarmende, Geborgenheit und Halt gebende
=JA!

Männliches Mitgefühl
= Grenzen setzendes, Richtung vorgebendes, Dummheit zerschlagendes, Arschtritt gebendes
= NEIN!

Geprägt sind wir vom Erleben in jeder Ebene der Spirale.
Was also männlich/weiblich in der Egozentrischen Ebene (rot) war, überträgt sich auf die Blaue Ebene, wo es um die absolute Macht geht, hinein in die Orange Ebene, wo es um das Streben geht bis hin zur Grünen EBENE, wo nun das Weibliche Mitgefühl herrscht und das Männliche Mitgefühl, dass den Übergang zu Gelb aber erst möglich macht völlig untergräbt bzw. ZERTRITT.

Es ist so, als ob sich das Weibliche Selbst dogmatisieren will, oder so ähnlich, manchmal im konkreten Mann oder auch in der konkreten Frau.

Also ich sag nicht, dass das alles so ist. Es ist bloß grad meine Wahrnehmung, sowohl HIER in den Blogs, also auch im LEBEN selbst, wo ich mit Menschen zu tun habe, die so gar nichts mit Evolution, Gott oder Spiritualität zu tun haben.

Aber es ist doch so, dass ja wirklich ALLES zusammenhängt.

Wenn ich also als konkrete FRAU diese annehmliche Seite der Freiheit und Autonomie integriert habe auf der egozentrischen Ebene, (also ICH BIN FREI) kann es passieren, dass ich nach Außen gerichtet diese männliche Seite auch stark lebe, jedoch im Ausdruck der ALLES Be”JA”enden und umarmenden Freiheit und somit ein Ungleichgewicht entsteht zwischen Innen und Außen. Das heißt, die Disziplin und diesen Kämpfergeist, den ich mir selbst zugemutet habe, um zu wachsen, erdrücke (zertrete ich) ich in meinem Gegenüber, in dem ich ihn unentwegt BeJAe, annehme und umarme.

So verstehe ich die New-Age-Bewegung und alle sonstigen Beziehungen und geistigen Konstrukte, die im Grünen MEM herumgeistern.

Wie ich das verstanden habe, wird der Sprung von Grün zu Gelb erst durch ein Kollaps passieren, nämlich dann, wenn die Umarmungen und Gleichheiten in Grün ausgebrannt sind und kraftlos, am Boden und Tod. Dann kommt der Sprung zu Gelb, wo immer noch Orientierungslosigkeit und Kraftlosigkeit herrschen. Und ich glaube hier ist dann WIEDER nötig, NEUE Strukturen und auch alte funktionierende Ebenen der sogenannten ALTEN Traditionen wieder zu erheben, ABER aus einer Freiheit heraus. Diese Freiheit zeigt sich in Gelb zunächst als Erkenntnis, dass wir ja bereits alle Frei sind und im Grunde absolut nichts mehr zu tun ist. Alles unterliegt einem göttlichen Plan und wir brauchen nichts zu tun.

Von Gelb zu Türkis werden wir aber erkennen, dass diese Art der Freiheit keinen Fortschritt bringt und werden dann zu Türkis übergehen, das dieses MÄNNLICHE MITGEFÜHL Vollkommen integriert. Also das JA UND das NEIN werden von Mann und Frau als gleichermaßen MITFÜHLEND und LIEBEND sowohl AUSGEDRÜCKT als auch selbst Empfunden.

Deshalb ist die Wiederaufnahme der TUGENDEN bei diesem Sprung so notwendig.
Sowohl gesellschaftlich als auch in der eigenen Inneren Entwicklung sind wir vom Dogmatismus in die Freiheit zur Sinnlosigkeit, ins Chaos gelangt, um nun in entschiedener Selbst-WAHL mit der Integrierten Männlichen UND der integrierten Weiblichen Kraft und des Mitgefühl GEMEINSAM im Großen WIR nebeneinander NIEDERKNIEN zu können, uns anbeten können, beten können und dann die Fäden durch den Stick-Stoff ziehen können, um das Bild fertig zu stellen, weil niemand da ist, der das von uns verlangt, sondern einfach aus LIEBE ZUR TAT!


Jasna

MonikaMaria hat gesagt…

«Jetzt lebt die Menschenseele in Kamamanas (Kama-Manas entspricht dem, was wir als Ego bezeichnen oder als das (niedere) Ich des Menschen, wie es in der Verstandesseele lebt. Indem sich Manas, das höhere Selbst mit Kama, der astralen Wunsch- oder Begierdensubstanz, umhüllt, entsteht durch Kama-Manas das Ich des Menschen, aus www.anthroposohie.net), das heißt in einer Geistigkeit, die zwar noch verwendet wird, um die Triebe und Leidenschaften des Menschen zu befriedigen. Aber immer mehr ersteht auch in der Seele des Menschen die Sehnsucht, zu einer höheren Geistigkeit aufzusteigen. Dieser Seelenzustand wird im Okkultismus bezeichnet durch die Farbe Rot, die von innen durchlichtet ist – also kein dumpfes Rot –, ein lichtes, von innen strahlendes Rot; Rot bedeutet in der Initiationserkenntnis das Bewusstsein für die astrale Welt. Wenn der Mensch dann immer mehr seinen Seeleninhalt, das innere Leben seiner Seele, nicht aus dem nimmt, was ihm die physische Umwelt gibt, wenn er immer mehr ein inneres, spirituelles Leben in seiner Seele entfacht, so wird dies Leben der Menschenseele durch die Farbe Gelb gekennzeichnet, wiederum ein lichtes, strahlendes Gelb.

Wenn der Mensch dann dazu gelangt ist, nicht mehr in seinem engen Eigensinn nur zu leben, wenn er sich in Sympathie mit der ganzen Welt verbunden fühlt, wenn er sich fühlt wie aufgehend im All, so wird dieser Zustand der Menschenseele im Okkultismus durch eine Nuance von Grün, mit einem lichten Grün bezeichnet. Das ist die Farbe, die die Menschenseele in der Aura zeigt, wenn das einzelne Bewusstsein sich in die ganze Welt ausgießt.»

Aus GA53

Jemand, der Aurasichtig ist, sieht demnach, wo der einzelne Mensch in seiner Entwicklung ungefähr steht.

Joy hat gesagt…

ich meine eher, dass ich alles als offenbarung erlebe als als Prüfung, aber auch prüfung
ich bewege worte wie Antipathie und sympathie: immer wenn ich etwas gut finde im außen ist das, weil ich es in mir wiedererkenne, wiederfinde, wiedersehe, wenn mich etwas abstößt und fremd erscheint, sehe ih es noch nicht genügend bewusst, um es wieder zu erkennen, deshalb muss ich besonders hingucken, wo mich etwas abstößt, stört, um es zu integrieren hm geh weiter im leben und im Computer weiterlesen(ist nämlich beides Leben ;))sorry, aber zu was anderem als solche gedankenstöße, hab ich keine lust und zeit heute (aber auf schlafen hab ich echt keine lust mehr und will es trotzdem ständig, obwohl ich doch sehe, dass es auch ohne gehen kann, oder?, was meint ihr?), sonne will auch gesehen werden, luft geatmet, kinder bereichert und wahrgenommen werden naja eben immer gleiches und doch anders, neu
also ich bin euch im herzen nur noch am knuddeln, lieben, umarmen, küssen und zujubeln und hab da kein problem mit, manfred und simone, seid wann lest ihr sebastian und uns? ich seit Januar(vortrag sebastian) bzw.märz(artikel a tempo und buch, und ganz viel blog) das hat bei uns scheint mir schon ein bisschen mehr gelassenheit, zumindest bei mir gebracht) 2008. ihr beide seid da noch nicht so lange und gelassen dabei, oder?- nur ne these oder theorie? aber das was ihr spiegelt ist auf jeden fall auch in mir und passt zu den worten, mit denen simone hier zuerst rein kam- schattenarbeit- ausgeschlossen sein, fühlen... bis nachher
super, ihr seid dazwischengerutscht,mal gucken, wenn nur nicht immer die unterbrechungen wären, wobei die auch immer richtig sind. ich muss mich immer noch mit dieser computer mama anfreunden, aber ich glaub, das ist ganz gut im gleichgewicht bla bla, erst mal weiterlesen, bis nachher
lg joy

Pranger hat gesagt…

Zum Thema Strafbank.

Jeder, der sich hier reinstellt als Kommentator, stellt sich der Öffentlichkeit dar für jeden sichtbar und trägt dafür 100% Verantwortung, ob er will oder nicht, ob bewusst oder nicht, ob anonym oder nicht.

Ich wünsche allen ein gutes Gelingen in der Übernahme der 100% Verantwortung als freier Mensch.

Brauchen wir dann Ankläger und Wächter?

MM

Jasna Caluk hat gesagt…

Hallo liebe Alle,

Die Dinge in sich zu bewegen, finde ich immer seh schön ausgedrückt.

Statt zu sagen "ich denke darüber nach" oder "ich versuche DAS zu verstehen"

ES einfach in sich zu bewegen.

Ich muss da immer an das Trennen von Eiweiß und Eigelb denken, beim Kuchen backen.

Das Eigelb wird solange HIN- und HER bewegt, bis es getrennt ist vom Eiweiss.

Die Dinge bewege ich in mir, HIN- und HER, bis sie getrennt sind.

Die Eierschale werfe ich dann weg.

In der Ansehung der Getrennten Dinge fällt meine Form weg.

Das Eiweiss und das Eigelb wird dann getrennt voneinander bearbeitet.

Also bei meinem Rezept eines Käsekuchens muss ich das geschlagene Eiweiss UNTER den Teig heben, damit er LOCKERER wird.

Ich trenne quasi das Eine (w) vom Anderen (m).

ICH bearbeite ES getrennt voneinander, um dann das Eine (w) UNTER das Andere (m) zu HEBEN.

Unter-Heben finde ich Gut. Es ist Paradox und doch logisch.
Die Ebenen erheben sich im getrennten Zustand UNTER-ein-ANDER.

Ergeben tut es aber am Ende doch wieder ein Gesamt-Bild, nämlich den Kuchen, indem sowohl Eiweiss und Eigelb integriert ist. Den Dingen wurde eine NEUE Form gegeben.

EIN Ei, das vorher in Form einer Schale erschien, erscheint nun in Form eines KUCHENS.



Jasna

JANET hat gesagt…

EI EI Hausfrauenweisheiten, neee wirklich das ist gut.... Besonders aus Eiern kann man ne Menge machen und kombinieren...

Man kann wirklich aus Allem Weiheiten entnehmen. Und aus Erfahrung wird man klug und nicht nur aus Bücher lesen.

Es gibt heute keine Ausbildung mehr wie werde ich ein gute Hausfrau und gehe meine MAnn zu Seite... *lach* klingt wie aus dem Weg gehen..

MonikaMaria hat gesagt…

So ging es mir gestern beim Rosenschneiden. Fand ich richtig super. So ein bisschen oben abschneiden geht nicht, wenn die Knospen nicht wollen. Der Blick in die Tiefe verrät einem schnell, dass das Übel unten liegt, sprich: erfroren. Oben kam nur raus, was an Kräften noch im Stamm, rep. Stiel lag.

Das Lebensprinzip an der Pflanze zu beobachten finde ich sehr lehrreich. Schließlich ist in uns auch ein «Pflanzendasein» integriert. Was ich in mir nicht pflege, damit es wächst, stirbt ab oder muss abgeschnitten werden. Entweder tue ich das selber oder es wird nachgeholfen. Die Frucht nimmt da auch ihre Rolle ein. Die Wurzel auch. : )

Gehe jetzt zur Wurzelpflege in den Schulführungsrat.

Anonym hat gesagt…

Zitat: "...das heißt in einer Geistigkeit, die zwar noch verwendet wird, um die Triebe und Leidenschaften des Menschen zu befriedigen. Aber immer mehr ersteht auch in der Seele des Menschen die Sehnsucht, zu einer höheren Geistigkeit aufzusteigen. Dieser Seelenzustand wird im Okkultismus bezeichnet durch die Farbe Rot, die von innen durchlichtet ist – also kein dumpfes Rot –, ein lichtes, von innen strahlendes Rot; Rot bedeutet in der Initiationserkenntnis das Bewusstsein für die astrale Welt..."


Na, dann weiß ich ja wenigstens, wo ich stehe. Ist ja schon mal was.
Danke für die Erklärung der Farben, bei Jasna konnte ich das nicht so herauslesen, obwohl ich ihren Beitrag sehr spannend fand.

:)


Herzlichst

Kerstin Zahariev

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ich finde es ja interessant, wie sich die Inhalte der Kommentare innerhalb kürzester Zeit sehr verändert haben.
Oder veränderte ich mich?
Oder beide?

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus und mit dem Lesen kaum noch hinterher.

:)

Simone hat gesagt…

Ihr Lieben,

Monikas Kommentar hat mir gezeigt, dass hier jemand oder etwas sich angeklagt, verurteilt, an den Pranger gestellt oder zum Sündenbock gemacht sieht.
Gerade solche Wirkung war und ist hier nicht und nirgends meine Absicht.

Ich beziehe den Pranger jetzt also mal auf den von mir wegen Überlänge in MissionWir ausgelagerten Beitrag von heute früh 3:00, zu dem es hier auch einen kurzen Kommentar als Hinweis von mir dorthin gegeben hatte.

Beide lösche ich jetzt, aber nicht, um damit das dort angesprochene Thema vom Tisch zu wischen, sondern ich werde versuchen das ganze nochmal Namenlos zu thematisieren und dann hier als Kommentar erneut reinzutragen.

Bis dahin.
Liebe Grüße in die Runde.

Hat jemand von denen, die das bis jetzt schon gelesen haben, noch Anmerkungen oder Bitten zu meinem in MissionWir Geschriebenen dann ist jetzt noch die gelegenheiten, diese kritiken odr Wünsche hier als Kommentar reinzustellen, auf dass ich das vielleicht gleich bei meiner Neufassung oder Überarbeitung mit berücksichtigen kann.
Ich habe und nehme die volle Verantwortung, für das, was hier duch mich getan wird. Und ich betone meine Ansicht, dass innerhalb einen wirklichen WIR nie nur der Einzelne die Verantwortung für die Prozesse der Gruppe haben kann, sondern dass immer alle Beteiligten mitverantworten, was in der Gruppe Raum kriegt und was nicht.

Jedenfalls ist das mein Verständnis von Gruppe oder von Gemeinschaft oder von WIR.

Also.
Mal sehen, ob der zweite Anlauf besser wird.

Anak hat gesagt…

liebe simone, bitte lasse deine beitraege drin...ich hab sie ueberflogen und fand sie gut...muss sie nochmal studieren spaeter...
hab gerade die weisse taub genaeht (walldorfschule und pfingstfest): die himmlische botschafterin...unser thema ist gut (ja welches meinst du denn jetzt wird manche/r fragen... :-))
herzlich gruesse in die runde...
anka

Simone hat gesagt…

So. Wenn alles klappt, dann werden das jetzt vier Teile.

Teil 1:

Ihr Lieben,

gestern um 13.07 war hier die Frage aufgetaucht, wie man Kommentare löschen kann.
Inzwischen ist diese neue Möglichkeit gleich mehrere Male zum Einsatz gekommen, so dass für das, was ich gleich schreiben will sozusagen keine Nachvollziebarkeit mehr vorhanden ist.
Da hat der Papierkorb ganze Arbeit geleistet.
So wie ich das sehe, macht das aber nichts.

Gerade die Papierkorbaktion verstärkt in mir nochmal viererlei Beobachtung:
Erstens gibt es hier Worte, die gesagt werden bzw. Haltungen, die eingenommen werden, die möglicherweise Störungen bei manchem Leser auslösen.
Und es gibt Versuche, diese Störungen anzusprechen oder zu lösen.
Und an mancher Stelle fehlt die Bereitschaft, sich Geäußertem wirklich ganz und gar oder überhaupt zuzuwenden und sich auseinanderzusetzen.
Und manches verschwindet einfach im Papierkorb oder wird vom Tisch gewischt oder beiseite gedrängt.

Und gegen nichts von diesen Vieren ist irgendwas einzuwenden.
Nur sie zu bemerken und sich dieser Mechanismen bewußt zu sein und ihnen ins Auge zu sehn, statt sie wegzudrücken, das ist mir hier erstes Anliegen.

Denn wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, bin ich mir bewußt, dass nichts sich erzwingen läßt. Und wird dennoch forciert, dann gereicht das oft eher zum Schaden als zum Nutzen.

Gibt es da eine Bitte, ein Anliegen, ein Thema, dann muss ich immer auch damit rechnen, auf mein bitten hin ein Nein zu bekommen und ich muss in der Lage sein, auch mit dem Nein zu leben.

Und bewegt sich mein Anliegen weiter bei mir und hindert mich das sogar, am sonstigen Geschehen in den Kommentaren nah dran und beteiligt und interessiert zu bleiben, dann liegt die Verantwortung bei mir, dieses Anliegen weiter zu äußern und von möglichste vielen Seiten aus mich dem Thema zu nähern und mich innerlich wir im Blog damit weiter auseinanderzusetzen.

Mir ging das so, dass mir hier ein Thema aufgefallen ist, was ich mehrere Male als Störung erlebt habe und was jedenfalls in meinen Augen bisher noch nicht offiziell an sein Ziel gekommen ist, trotz mehrerer Versuche der Beteiligten darüber zu kommunizieren und sich mitzuteilen und zu klären, was wie angekommen ist oder gemeint war.

Ich habe das miterlebt, wollte aber weder für den einen noch für den anderen Partei ergreifen. Und habe mich also nicht direkt eingemischt sondern nur sozusagen von draußen her draufschauend an der Diskussion dieses Themas beteiligt. Jedenfalls war das mein Bemühen, aber mir schien, dass dennoch die Störung weiter bestanden hat. Wenn ich sowas wahrnehme, bin ich an genau dieser Stelle sehr wach und warte auf die Gelegenheit, anzusprechen, was ich sehe.

Und dann hat sich mir genau solche Gelgenheit ergeben. ...

Simone hat gesagt…

Teil 2:

Und dann hat sich mir genau solche Gelegenheit ergeben.

Und wie ich 15.39 schon geschrieben habe, werde ich jetzt versuchen das ganze nochmal Namenlos zu thematisieren und hier als Kommentar erneut reinzutragen.

Ob das gelingen kann, da bin ich nicht so sicher.
Jedenfalls ist mir das Thema ein Anliegen.
Und als ich nach dem Lesen bei Wikipedia zum Wort "an den Pranger stellen" mich gefragt habe, ob mein Beitrag gelöscht gehört, in dem ich versucht hatte ganz von Ich zu Ich das Thema anzusprechen, da schien mir sehr klar: das Thema werde ich nicht vom Tisch wischen, auch wenn die Art, wie ich das ganz persönlich gemacht habe, was als Gruppenthema mir erscheint, offensichtlich manche Knöpfe gedrückt haben könnte, die dem eigentlichen Anliegen nicht zuträglich sondern abträglich sind.
Mir scheint, dass das Persönliche ein wunderbares Instrument sein kann, in der Welt zu agieren und Themen zu bearbeiten. Bleibe ich im Unpersönlichen, dann beteilige ich mich nicht mehr wirklich, stehe immer irgendwie draußen oder über allem und komme immer nur von oben herunter.
Viel lieber steige ich ganz in die Dinge ein, am besten so tief ich nur kann und durchdringe soweit es geht mehr von innen her alles das, was mich überhaupt zum Agieren bewegt.

Jetzt also genug der Vorrede.

Ich lasse möglichst viel von dem gelöschten Beitrag stehen und richte den einfach jetzt an "das Anonyme".
Oha, das ist ja eine interessante Wendung.
Das Anonyme ist mir tasächlich auch immer noch eine Frage, bloß ist die etwas in den Hintergrund getreten, seit der Himmelfahrtswoche und dem drastisch erhöhten Kommentaraufkommen.
Also, mal sehen, ob das geht.

Simone hat gesagt…

Teil 3

Liebes Anonyme,

ich habe es echt schwer mit dir, wenn du in deine Kommentaren oft so sehr fokussierst darauf, wie manchmal die Dinge hier einseitig, nicht allseitig beleuchtet oder formuliert gesagt werden.
Du schreibst als Antwort auf etwas von mir Geschriebenes:
" ... was ist denn das für eine Fehldarstellung !!! Und dann auch noch behauptend. ..."
So langsam beginne ich an solchen Stellen das Interesse zu verlieren und das finde ich echt fragwürdig!!!

Ich tue wirklich mein Bestes und verwende unglaublich oft sowas wie "in meinen Augen", "aus meiner Sicht" usw., auch und gerade um nicht immer wieder diese betroffenen Reaktionen bei dir auszulösen. Und sobald ich solche Wendung mal nicht verwende, weil ich sonst kaum noch dazu käme überhaupt was anderes zu schreiben, schwups, schon springst du wieder darauf an, kritisierst, dass etwas "behauptet" statt als relative Meinung geäußert würde oder dass etwas "fehlgedeutet" oder falsch dargestellt würde, weil in der aktuellen Betrachtung mal eben der natürlich auch dazu gehörende und das Ganze erst vervollständigende gegenüberliegende Standpunkt in dem Moment keine Erwähnung findet.

Ich finde jedenfalls, mir wird das Schreiben ungeheuer mühsam, wenn ich permanent so supersorgfältig formulieren muss, weil da permanent wie ein Schießhund einer darüber wacht, dass ja an keiner einzigen Stelle die Relativierung oder der Hinweis auf das andere auch noch dazu Gehörende fehlen darf oder soll, damit du oder wer auch sonst nicht so persönlich nehmen muss, was vielmehr in MIR-DIR-UNS oder innerhalb des EINEN zu DIR und von DIR aus gesprochen ist, als dass es nur zu dir oder nur von mir aus gesprochen wäre.

Sei sicher, ich bin immer mir auch der jeweils anderen Seite gewahr, auch und gerade wenn und weil ich sie im Moment nicht formuliere.
Und dass ich, was ich sage, sowieso nur als die Beschreibung aus (m)einer Perspektive betrachte, das will ich nun wirklich nicht immer wieder hier betonen müssen. Das ist so eine Selbst-Verständlichkeit für mich, dass mir schon beinahe peinlich oder jedenfalls fragwürdig oder echt umständlich erscheint, das immer wieder zu betonen oder betonen zu sollen um nur ja "richtig" und "korrekt" und "umfassend" und "selbst und klar denkend" und "verständlich" genug zu formulieren.

Ja, dieser Wächter ist auch und gerade bei allen mentalen oder intellektuellen Disskussionen wesentlich oder wichtig um nicht in irgendwelchem Geschwafel oder Gedöns zu landen, wo klare Begriffe überhaupt nicht mehr mitspielen und klares Verstehen völlig verunmöglicht wird. Behalte diese Rolle also gern oder unbedingt bei - aus meiner Sicht. Denn du kannst das gut.Nur würdest du mir jedenfalls das Ganze echt erleichtern können, wenn du deine Wächterfunktion mit etwas mehr Gelassenheit oder Humor rüberbringen könntest, so dass ich weiß, dass du nicht persönlich dich oder die WAHRHEIT oder die Wahrheit oder die Wirklichkeit betroffen oder angegriffen oder verunglimpft oder gefährdet erlebst , sondern nur gerade wieder deines Amtes waltest. Falls das geht und falls du überhaupt daran interessiert bist, was mir aus meiner Sicht den Umgang mit deinen Kommentaren etwas erleichten könnte.

Simone hat gesagt…

Teil 4:

Dann jedenfalls würde das, was hier für mich auch immer wieder als Spielverderber fungiert, eher in die Rolle eines Wächters innerhalb des Spiels kommen können, statt permanent nur von draußen oder aus dem Spiel rauskickend darauf zu gucken und zu kritisieren.
Und jeder von uns könnte diese Wächter-Rolle innehaben oder sich gewahr sein, dass klare Begrifflichkeiten und Unterscheidungen und auch das rechts und links daneben Liegende wesentlich für ein echtes Verstehen oder durchlichtetes Miteinander sind und dass die Verantwortung, darüber zu wachen, nie bei nur einem von uns liegen kann und liegen darf, sondern immer auch Anliegen oder Verantwortung aller Beteiligten sein muss oder werden kann, wenn wir dorthin miteinander mehr und mehr Bewußtheit lenken.

Vielleicht oder mit Sicherheit gehören ja auch solche Funktionen (z.B.: des Spielverderbers, des Kritikers, des Distanzierten, des Draußenstehenden, des sich Rausstellenden, des Freien; dessen, der alles ewig schon inne hat oder inne zu haben meint, des einzig Wahren, des Einzigen überhaupt, des Unverstandenen; dessen, der sich nur umgeben sieht von lauter Unbewußtheit und Unfähigkeiten und gefählich Bösem vielleicht sogar ... ) mit ins Spiel und werden uns da ewig oder jedenfalls noch sehr lange Zeit unerlässlich sein wie dessen Gegenteile auch.
Je heller das Licht, desto deutlicher der Schatten. Und weißt du was: mir sind sie alle beide lieb und wichtig. Und ich gehe davon aus, dass wir eingehen, sobald wir glauben nur im Licht und ohne jede Dunkelheit hier als Menschen leben zu können.

Weißt du eigentlich, wie die Engel die Farben in die Welt gebracht haben? Zuerst war da nur Licht, dann kam der Schatten des Lichtes dazu, das war das, was uns die Luft zum Atmen gegeben hat.
Und dann kamen die Engel an die Reihe und die haben die Farben ins Leben gebracht, indem sie anfingen, Licht und Dunkelheit miteinander tanzen und einander durchdringen zu lassen.

Ist das nicht ein herrliches Bild: Licht, dass sich ein wenig hinschenkt, opfert, damit aus Licht und Dunkelheit Farben bzw. das Wässrige auf der Erde werden kann. Leben eben. Und ich liebe es.

Und ich bin jederzeit bereit, jede nur nötige Rolle zu spielen, die hellen genauso wie die dunklen, wenn damit die Chance, weiterzukommenn und neu und anders zu WERDEN sich erhöht für UNS.

Androgyn sind wir ja schon genug und werden wir ja auch lt. Steiner immer noch mehr werden.
Also lass uns ruhig noch ein wenig mehr darauf rumreiten auf den Unterschieden zwischen männlichem und weiblichem - in seinen Schatten- und in seinen Lichtseiten, die beides bzw. jedes von ihnen hat.Habe ich dich hiermit wieder ins Boot holen können oder nicht?
Oder warst du gar nicht draußen und ich träume sowieso die ganze Zeit nur lauter Träume im anscheinenden Wachzustand. So ist das Leben. Offensichtlich in der Nacht genauso wie am Tag. Manchmal jedenfalls.

Offensichtlich scheint jedenfalls mir innerhalb dieses WIR manchmal auch Beziehung sklärung und nicht nur Begriff sklärung nötig zu sein.

Gute Nacht jetzt, hoffe ich.
Oder auch Guten Morgen oder guten Tag, wann auch immer du das hier lesen wirst.

Simone

Simone hat gesagt…

Ich bin begeistert!!!

Im selben Moment, wo ich hier den 4.Teil versendet habe, bricht draußen ein heftigstes Gewitter los mit Sturm und Regen und allem was dazu gehört.

Reingende Gewitter können aus meiner Sicht manchmal recht heilsam sein.
Und jedenfalls sind sie immer ein Äußerung, eine Beteiligung, eine Nachricht an uns.

Und jetzt interessiert mich echt: ist da jetzt noch irgendwas in diesem Beitrag drinnen, wodurch irgendjemand hier sich an den Pranger gestellt oder zum Sündenbock gemacht sieht?

Übrigens: Der Beitrag ist so gut wie gar nicht überarbeitet abgesehen von einigen kleinen Ergänzungen vielleicht und der sehr langen Einleitung.

Das Ganze hat nun also doppelt so viel Raum bekommen, als es ursprünglich einnehmen wollte.
Auch nicht schlecht.
Ich kann nur hoffen und wünschen und vertrauen, dass das Ganze für irgendwas gut ist.

Anak hat gesagt…

liebe simone,
hatte jetzt gerade zeit nochmal zu lesen was du in der "unruhigen nacht" geschrieben hast. ich denke wir sollten diese stellen mal irgendwo aufheben und dann beizeiten weiter dran arbeiten...es liegt soviel in diesen dingen verborgen, ich habe david deida gerade hier aus der bibliothek...
frohes pfingstfest wuensche ich
anka