Montag, 29. Juni 2009

Ruhe und Bewegung - Form und Leerheit

Unser weites und sehnsüchtiges Herz will wissen: Ist es möglich, gleichzeitig in sich zu ruhen und engagiert in der Welt zu sein? Gemeinsam mit Matthias Ruff und Dir, will ich die Ursachen für den Zwiespalt zwischen Sein und Werden erforschen. Begleitend möchten wir praktische Übungen und vertiefende Antwortbausteine vorstellen, wie diese beiden Aspekte im täglichen Leben integriert werden können. Im Geist - in der Seele und in unserem Körper.
berlin
Nach vielen Jahren anthroposophischer Lebenspraxis, will ich - als Steiner-Schüler - immer effektiver & menschlicher, die Inspirationen u. a. von Ken Wilber, Andrew Cohen oder Eckhart Tolle in meine spirituelle Lebenspraxis integrieren und mit anderen Menschen teilen und entwickeln.

Ich wünsche mir, dass dieses Wochenende in Berlin auch eine Möglichkeit wird, die vielfältigen, spannenden und auch spannungsreichen Gespräche dieses Blogs, in eine neue Dimension zu führen. In eine Dimension, in der "die Herzen beginnen Gedanken zu haben" (Steiner)

Bring Dich ein - so wie Du wirklich bist. Mit allem Leid und aller Hoffnung. Mit allen Fähigkeiten und mit allen Wunden.

Bring Dich vor allem so ein, wie Du noch nicht bist. Mit Deinem ganzen unerkannten Potential. Ganz und gar.

Wenn Du Anthroposph bist, weisst Du, dass Anthroposophie nicht in der Lage ist, die spirituellen Herausforderungen dieser Zeit im Alleingang zu lösen. Aber wenn Du Anthroposoph bist, weisst Du auch, dass Anthroposophie unschätzbare Erfahrungen, praktische Hinweise und einen bedeutsamen geistigen Strom des Abendlandes mitbringt. Das sind unschätzbare Perlen der Weisheit.

Egal ob Du mit Steiners Weg vertraut bist oder nicht: Lerne die schönsten Perlen der integralen Anthroposophie kennen.

Diese Perlen werden wir in Berlin teilen. Und wir werden erfahrbar machen, wo die tiefen Wahrheiten anderen spiritueller Traditionen liegen und welchen Beitrag sie zu Deiner Entwicklung und zu Deinem Glück beitragen können. Damit Du das hoch entwickelte Glück der Welt wirst. Zum Wohle aller Wesen. In der peferktest möglichen Weise.

Ziere die kosmische Perlenkette der Menschheitsgeschichte. Bringe DU Deine Perlen mit.

Es ist egal woher Du kommst. Wir erwarten ungeduldig DEINEN besten, Deinen authentischen Beitrag. Die EVOLUTION kennt keine Weltanschauungen & keine Anthroposophie & keine Integrale Bewegung & keinen Zen & kein Christentum & kein Islam. Die EVOLUTION kennt nur Entwicklung....In grundloser Leerheit.

Deine persönliche Entwicklung ist identisch mit der Weltentwicklung. Und die Weltenentwicklung ist die Entwicklung Gottes in Dir. Wir denken: Du bist auserwählt.

Friedliche ruhend und rastlos engagiert.

Freitag, 10. Juli
Vortrag und Yoga Praxis
19–20 h Körper- und Atemübungen aus dem Yoga & Meditation
20–21 h Vortrag

Samstag, 11. Juli
Seminar Seminar
10–13 h und 15–18 h


Sonntag, 12. Juli
10–13 h

Teilnahmegebühren:
Nur Freitag: 10 Euro
Wochenendseminar (inkl. Vortrag) 150 Euro
Anmeldung und weitere Informationen unter:

http://www.integralesforum-berlin.de/

Freitag, 26. Juni 2009

In Memoriam - King of Pop

Michael Jackson: 29. August 1958 - 25. Juni 2009
MJ
Heal the world make it a better place for you and for me and the entire human race there are people dying if you care enough for the living.
Make a better place for you and for me.
MJ
Unsere Liebe folge dir,
Seele, die da lebt im Geist,
die ihr Erdenleben schaut,
schauend sich als Geist erkennt.
Und was dir im Seelenland
denkend als dein Selbst erscheint,
nehme unsre Liebe hin,
auf dass wir in Dir uns fühlen,
du in unsrer Seele findest,
was mit Dir in Treue lebet.
MJ
Gebet für Verstorbene von Rudolf Steiner - besonders in den ersten Stunden und Tagen nach dem Tod zu sprechen.
MJ
Vor einigen Jahren schrieb ich einen Artikel, indem ich meine Begeisterung für Michael Jackson mit Eurythmie in Verbindung brachte:Warum ich gern mit Else Klink und Michael Jackson tanze...
MJ
Und wenn der populärste spirituelle Leherer der Gegenwart, Deepak Chopra, solche Worte für den "King of Pop" findet, dann ist die Welt auf einem guten Weg.
DC
Chopra kannte den Popstar seit mehr als 20 Jahren persönlich und war oft sein Begleiter. Sein Nachruf erzählt von den Widersprüchen Michael Jacksons, der gerne Rabindrath Tagore las und mit seinem letzten, unveröffentlichten Song der bedrohten Erde helfen wollte...Der Song liegt auf dem Nachttisch von Chopra...
DCMJ
MJ
Madonna: "Ich kann bei dieser traurigen Nachricht nicht aufhören zu heulen. Ich habe Michael Jackson immer bewundert. Die Welt hat einen ihrer Großen verloren, aber seine Musik wird immer weiterleben."
MJ
Sean Diddy: "Michael Jackson zeigte mir, dass man den Beat wirklich sehen kann. Er hat die Musik zum Leben erweckt! Er hat mich dazu gebracht, an die Magie zu glauben."
MJ
Lisa Marie Presley: "Ich bin so sehr traurig und verwirrt, erfüllt mit allen möglichen Emotionen. Ich bin untröstlich wegen seiner Kinder, die alles für ihn waren. Das ist ein so massiver Verlust in so vieler Hinsicht."
MJ
Ashton Kutcher: "Ich schicke Liebe und Licht an die Familie und Freunde und vor allem an seine Kinder.“
MJ
Und welche Gedanken, Gefühle, Erfahrungen und Erlebnisse verbindest Du mit Michael Jackson? Wie tief reicht Deine Antwort?
Rudolf Steiner
Aus der Perspektive der Toten ("Der Tote spricht") schrieb
Rudolf Steiner diesen Text.
Heute können wir den Text so überschreiben:
steinerJackson
Michael Jackson spricht:
MJRS
Im Leuchtenden,
Da fühle ich
Die Lebenskraft.
Der Tod hat mich
Vom Schlaf erweckt,
Vom Geisteschlaf.
TOD wird LEBEN
Ich werde sein.
Und aus mir tun,
Was Leuchtekraft
In mir erstrahlt.

Mittwoch, 24. Juni 2009

GAU-Golgatha

Kennst Du den biografischen GAU? Den "Größt Anzunehmenden Unfall? In den letzten Tagen habe ich viel Zeit mit vielen Menschen verbracht - in Seminaren, Vorträgen, Meditationen und Gesprächen. Dabei habe ich wieder erfahren dürfen, dass jede Biografie den GAU kennt und wie bedeutsam es ist, dass man Werzeuge zur Hand hat, damit umnzugehen - gerade heute steht wieder so ein Vortrag an.

Werzeuge sind gut und in meiner Arbeit beschäftige ich mich permanent mit der Forschung und Lehre dieser biografischen Istrumente und Werzeuge. Sie helfen Dir, Dich immer weiter zu entwickeln und zu wachsen und verhindern den biografischen Tod.

Andererseits und in spiritueller Hinischt, ist dieser Tod allerdings genau das, für was ich Dich öffnen möchte - auch das will ich heute Abend ansprechen. Denn erst danach beginnt das wahre Leben. Diese Todesmomente kennst Du. Im Kleinen und vielleicht auch im Großen.

Rudolf Steiner hatte auch so einen Todesmoment. Er nannte ihn das "innere Gestanden-Haben vor Golgatha". Damit meinte er kein mysthisch-religiöses Erleben, sondern den biografischen GAU. Dieses Erleben hatte auch nichts mit dem Christentum zu tun - das Christentum ist allerdings die Religion, welche in ganz besonders intensiver, authentischer und oft auch heilsamer Weise diesem Moment fokussiert (und oft genug und leider auch in dieser Leidens-Geschichte stecken blieb.)

Steiner beschreibt damit, was jeder von uns kennt und immer mehr Menschen auch in dieser absoluten Dimension erfahren: Den Zusammenbruch aller Vorstellungen über unser bisheriges Leben. Das Wegbrechen aller scheinbaren Sicherheiten, Werte, Wahrheiten und Werkzeugen. Das ist dann der GAU des Egos. GAU-Golgatha.

Wie damit umgehen? In der Christus-Story folgt nach dem Tod die Auferstehung.

Wie kannst Du den Tod und die Auferstehung im Zeitalter der bewussten Seelen nicht nur passiv erleben, sondern aktiv gestalten? Wie kannst Du Dein Bio-GAU zum GAU-Golgatha machen? Wie also kannst Du Dich kreuzigen lassen und dann wieder auferstehen? Wie kannst Du frewillig auf diese Schädelhöhe steigen - um dann wirklich aufzusteigen?

Ich will dazu heute Dennis Wittrock zu Wort kommen lassen. Ein wunderbarer Mann und Freund. Ließ einmal, die Schritte, die er in seinem Blog über das Katastrophen-Management im Moment des GAU schreibt:

Was tun, wenn die Geschehnisse überhand nehmen? Was tun, wenn man in kollektiver oder individueller Hinsicht mit dem konfrontiert ist, das
a) einen zutiefst verletzt und demütigt
b) alles Vertrauen, das man gegeben hat, ad absurdum führt
c) der GAU schlechthin ist
d) das Selbst in eine Erfahrung des Todes stürzt
e) einem völlig den Boden unter den Füßen wegzieht
f) unausweichlich das Herz zerreißt?

Was kann man da tun?
Simpel: nichts.

Mit anderen Worten:
sich dem Leben selber anvertrauen. Mit der Angst sein, mit der Verzweiflung sein, mit der Trauer sein – mit allem sein, was Wirklichkeit ist.

Wach, aber ohne Kampf, ohne Jammern, ohne Bedingungen, ohne Erwartungen, ohne Konzepte, ohne Weglaufen. Bei dem bleiben, was die Wahrheit ist - ganz gleich ob diese Wahrheit erfreulich oder grauenvoll ist.

Eine bedingungslose Haltung zur Ist-heit aufrechterhalten. Immer wieder liebevoll hinsehen und alles mit gleichem Dank akzeptieren. Alle Emotionen umarmen.

Nicht jeden und alles lieben – sondern so sehr man eben kann.

Sterben. Seinen Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen, Begierden friedvoll und offen in die Augen blicken und sie sterben lassen. Nackt und verletzlich, die Rüstung abgelegt, mit offenen Händen liegen bleiben. Sich ganz auf den Grund des Leidens sinken lassen und still bleiben. Und dann...

FREUDE! Schallendes Gelächter! ICH BIN ja immer noch da!

Sei dir bewußt: Das ist die Chance Zeugnis darüber abzulegen wer du bist. Wer bist du in Beziehung zu dieser Katastrophe?

Die Grandiosität der Katastrophe ist der Hintergrund auf dem sich deine Grandiosität erst abbilden kann. Sei dankbar für dieses Feuer, das so heiß ist, dass es im Nu alles Falsche und Jämmerliche an dir verbrennen kann.

You cannot control the waves-but you can learn to surf.

"Und so lang du das nicht hast,
Dieses: stirb und werde,
Bist du nur ein trüber Gast
auf der dunklen Erde."
J.W.v.Goethe, West-östlicher Diwan

(Das Bild ist eine moderne Interpretation des berühmten Grünewald-Altars.)

Montag, 22. Juni 2009

Du bist der einzige Mensch

Die Wahrheit von der ich rede "ist niemals eine ideelle Abspiegelung von irgendeinem Realen, sondern ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das überhaupt nirgends existierte, wenn wir es nicht selbst hervorbrächten", so Steiner in "Wahrheit und Wissenschaft".

Der gesamte Inhalt der Anthroposophie existiert nicht an sich und für sich unabhängig von einem schöpferischen Bewusstsein. Er verdankt sich dem "freien Erbilden der geistigen Welten", wie Steiner es nennt.

Der ganze Inhalt der Welt existiert nicht an und für sich. Alles erscheint im Bewusstsein des Menschen.

Menschen sind Engelmacher, Menschen sind Gott-Macher, Menschen sind Christus-Macher. Unsere Demut vor Gott und dem jedem Lebewesen, ist ein Erzeugnis unseres Bewusstsein. Ein hohes und wertvolles Erzeugnis. Demut vor Gott, das ist vielleicht eines der höchsten Erzeugnisse des menschlichen Bewusstseins.
NICHTS
Nichts erscheint ausserhalb des menschlichen Bewusstseins.
bewusstsein
Ich sage nicht, dass Gott oder Christus nicht existierten - sie existieren in Deinem Bewusstsein. Weil Du Dich dafür entscheidest. Es ist keine Bankrotterklärung der Religion - es ist ein heiliges Loblied auf das menschliches Bewusstsein, in dem so etwas schönes wie eine Religion aufblühen durfte.

Es gibt nichts, auch keine geistige Welt, ausserhalb des Bewusstseins. Wenn Dir dieser Gedanke Angst macht, dann hast Du Angst vor der Tatsache, dass Du für alles, für wirklich alles verantwortlich bist. Nicht nur für Deine Biografie, nicht nur für die Menschheit, sondern letztlich auch dafür wie sich die Schöpfung entwickelt.

Und mehr noch. Du bist nicht nur für Gottes Schöpfung verantwortlich. Du bist für Gott selber verantwortlich. Das ist weniger eine moralische Forderung und mehr eine mystische Tatsache.

Darum ist es richtig, wenn wir sagen, dass wir für die "Geistige Welt" verantwortlich sind. Denn dieser Gott und die Welt, sind Kreationen des einzigen bestehenden Bewusstseins.

Es gibt nur EIN Bewusstsein indem alles erscheint. Sobald Du das in DEINEM Bewusstsein erkennst, wirst Du feststellen, dass dieses EINZIGE Bewusstsein DEIN Bewusstsein ist. (Bitte: Denke "Bewusstsein" nicht neon-kühl und nicht dunkel-mysthisch. Empfinde "Bewusstsein" als einen Raum von "gedankengetragener Seelenklarheit.")
SEELE
Darum sagen wir immer: Wir sind alle EINS. Dieses EINE WIR ist in der Summe 1.

Du bist der einzige MENSCH. Ecco Homo. Und jetzt?

Vielleicht verstehst Du, dass die Antwort auf diese Frage nicht nur davon abhängt, ob Du zu dieser Wirklichkeit erwacht bist, sondern auch auf welchem moralischen & kulturellen & willentlichen Niveau Du zu dieser Wirklichkeit erwacht bist.

So wird alles was der Mensch über sich selber lernt, der ganzen Welt eine Lehre sein....Lerne und lehre und sei Dir dabei bewusst: Alle Fülle erscheint in der Leere Deines eigenen und des einzigen Bewusstseins.
FÜLLE
Feier die Fülle. Ehre die Leere.
LEERE
..."So sagte ich mir auch: die ganze Welt, außer dem Menschen, ist ein Rätsel, das eigentliche Welträtsel; und der Mensch ist selbst die Lösung.

Dadurch konnte ich denken: der Mensch vermag in jedem Augenblick etwas über das Welträtsel zu sagen. Was er sagt, kann aber stets nur so viel an Inhalt über die Lösung geben, als er selbst über sich als Mensch erkannt hat.." (Rudolf Steiner in Mein Lebensgang)

Oh...yea...!

I see trees of green, red roses too - I see them bloom, for me and you. And I think to myself... what a wonderful world.

Ich schaue in die Welt,
In der die Sonne leuchtet,
In der die Sterne funkeln;
In der die Steine lagern,
Die Pflanzen lebend wachsen,
Die Tiere fühlend leben,
In der der Mensch beseelt,
Dem Geiste Wohnung gibt;

I see skies of blue, and clouds of white
The bright blessed day, the dark sacred night.
And I think to myself... what a wonderful world.

Ich schaue in die Seele,
Die mir im Innern lebet.
Der Gottesgeist, er webt
Im Sonn'- und Seelenlicht,
Im Weltenraum, da draußen,
In Seelentiefen, drinnen.

The colors of the rainbow, so pretty in the sky
Are also on the faces, of people going by.
I see friends, shaking hands, saying how do you do
They're really saying, "I love you."

Zu Dir, o Gottesgeist,
Will ich bittend mich wenden,
Dass Kraft und Segen mir
Zum Lernen und zur Arbeit
In meinem Innern wachse.

I hear babies cry, I watch them grow;
They'll learn much more than I'll never know
And I think to myself... what a wonderful world
Yes I think to myself..... what a wonderful world.
Im Weltenraum, da draussen,
In Seelentiefen drinnen
Oh..... yea...
oh jea
(Luis Steiner und Rudolf Armstrong)

Stille & Musik


Die eine unmanifestierte STILLE ist perfekte Schönheit und jeder Versuch, diese unmanifestierte Schönheit zu manifestieren muss scheitern, denn sie übertrifft niemals die STILLE. Darum erfüllt wahre Musik uns immer auch mit einer unerklärlichen Sehnsucht. Wir ahnen die ewige STILLE in der vergänglichen Musik.
Musik
Nirgendwo anders, als im schönen verklingenden Ton, sind wir der endlosen STILLE näher. Es gehört zum Paradox des Menschseins, dass sich die STILLE nur durch Musik manifestieren kann. Zwar nur als Bruchstück, aber dieses Bruchstück ist in sich vollkommen. Es ist wie eine Liebeserklärung.
LIEBE
Wenn ich sage: „Ich liebe Dich“, drückt es immer weniger aus, als ich wirklich sagen könnte, aber erst dadurch, dass ich es ausspreche, wird es zur sinnlichen Wirklichkeit. Wir sind ja übersinnliche und sinnliche Wesen in EINEM.
MUSIK
Musik ist die Kunst, der Stille einen Klang zu geben – sie muss vorläufig bleiben.
Musik ist alles was in sich das Geheimnis der STILLE gleichzeitig anspricht und verschweigt. Musik kannn ein Wort sein, ein Kuchen, ein Bild, eine Berührung, ein Blick oder das Öffnen einer Bierflasche.
MUSIK
Musik verspricht, die Sehnsucht nach STILLE zu stillen und muss dieses Versprechen doch immer brechen.
SCHÖNHEIT

Gerade in diesem gebrochenen Versprechen liegt auch eine Schönheit. Genieße alle diese gebrochenen Versprechen des Lebens. Singe das Lied des Lebens. Steigere jeden Ton zur STILLE hin und aus STILLE heraus.
STILLE
Doch vergiss nicht, das die wahre Schönheit nicht in, sondern hinter der Musik erscheint. In der STILLE.
STILLE
Umarme jeden Ton als inkarnierte Stille, doch lass ihn auch wieder verklingen und erkenne die STILLE als Dein unvergängliches Wesen und jedes Geräusch (jedes Gefühl, jeder Gedanke, jedes Ereignis) - so bedeutsam es auch erscheint - wird zu einem Ton in DIR.
TON
Du bist ein Ton...Du klingst an - Du klingst - Du verklingst...in Deiner eigenen STILLE.
STEINER
"Wer die notwendige innere Ruhe und Stille findet, dessen Seele wird dadurch eine große Verwandlung durchmachen"
Rudolf Steiner, GA 10

Sonntag, 21. Juni 2009

Der überlegene Mann...

Die Heimat des überlegenen Mannes ist die Ewigkeit - ihrer versichert er sich durch Meditation. Der Weg des überlegenen Mannes ist sein Mission - alles bringt er in Einklang mit diesem höchsten Ziel. Der überlegene Mann sucht nicht Erfüllung und Lob. Er löst sich auf in der Glückseligkeit des Gebens...
Das Leben Rudolf Steiners war ein Spiegel dieser Art von Männlichkeit.
liebe
Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark!
1.Korinther, 16/13

Freitag, 19. Juni 2009

Handeln im Glück

Gerade schrauben wir an der neuen Ausgabe der Zeitschrift info3 - gleichzeitig starten wir das Tagesseminar "Von den vielen Stimmen zum stillen Ich". Das Seminar ist restlos ausgebucht und ich kann es kaum erwarten, mit meinen Kollegen und allen Teilnehmern diesen Tag anzugehen. Ich selber werde vor allem die Verantwortung dafür übernehmen, den maskulinen Weg frei zu halten.

Ich habe mein Leben so eingerichtet, dass meine höchsten Ziele stets Mittelpunkt meines Lebens sind. Alles in meinem Leben - ob es Ernährung, Ehe oder mein Beruf ist - steht mit diesem höchsten Ziel im Einklang.

Ich nenne es meine Mission. Sie ist das Ergebnis einer Erfahrung. Der Erfahrung nämlich, dass alles perfekt ist und, dass alles besser werden muss.

Mein Ziel ist es, zwei Gesichter der Erleuchtung, möglichst viele Menschen, auf die möglichst eindringlichste und beste Weise mit diesen zwei Gesichtern bekannt zu machen.

Mein Ziel ist es nicht ihnen zu sagen, wie sie ihr Leben leben sollen. Mein Ziel ist es, sie in die Lage zu bringen, ihr Leben tatsächlich zu leben wie sie es wollen - in der perfektest möglichen Weise und zum Wohle aller Wesen.

Viele Menschen sind abgeschnitten von ihrer Mitte. Die reinen Strahlen des Lichts - die in der Mitte eines jeden Wesens anstrengungslos und unablässig leuchten - dringen zwar noch nach draussen (manche können das sehen), aber nur wenigen Menschen gelingt es, dieses Licht in Tatendrang, Willenskraft und konkretes Handeln zu transformieren. Nicht dieses Handeln aus Getriebenheit und schlechtem Gewissen. Das Handeln aus überfließender Glückseligekeit.

Das einfache und authentische Handeln im Glück. Das will ich multiplizieren. Weil ich will, dass WIR im Glück handeln.

Integrale Anthroposophie ist eine Dienstleistung, damit Menschen diesen entscheidenden Sprung auf den nächsten Level der Evolution gelingt.

Die reinen Strahlen des Lichts sind da. In den reinen Strahlen des Lichts, will Gott strahlen - sich selber immer wieder überstrahlen. Wir alle ruhen in dieser Gottheit der Welt und ich gehöre zu dem Team, welches sich dafür verantwortlich fühlt, dass Menschen ihr eigenes Strahlen erfahren...damit sie dann aufstehen und Fackelträger dieses Lichtes sind...Selber Licht werden

Und wer dieses Licht in die Welt trägt, emfindet was Madonna in "Ray of light" singt: "Und ich fühle mich, als sei ich gerade erst heimgekehrt."
DEMETer
Übrigens: Das neue DEMETER-JOURNAL zum Schwerpunkt biologisch-dynamische Milch, empfiehlt: "Mehr zu Spiritualität und Anthroposophie – auch mit Anmerkungen zur Kuh – unter „Mission Mensch“ von Sebastian Gronbach."

Donnerstag, 18. Juni 2009

Klotür & Sternentor

Heute Nacht wurde ich wach - nichts besonderes...Ich musste einfach pissen. Ich ging ins Bad... kam zurück. Ich öffnete das schräge Dachfenster um ein wenig frische Luft in das Zimmer zu lassen. Über mir breitete sich der Sternenhimmel aus. Über mir? Nein, es war kein "über-mir" und auch kein unter mir. Es war der Sternenhimmel in mir.

Und jeder Stern war ein inneres leuchten und dieses Leuchten hatte gar nichts mit mir zu tun, es war einfach ein unpersonales Leuchten. Keine Person, kein Ich-Gefühl, sondern ein Leuchten aus allen Zeiten, über alle Zeiten, durch alle Zeiten. ICH-BIN das Licht der Welt.

Ein Leuchten, welches Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit seinem Licht in das einzige JETZT transzendiert.

Heute morgen, beim Studium meiner Steiner-Abschriften, finde ich diesen Sternenhimmel wieder. Steiner fasst dieses Erleben in die großen christlichen Symbolwörter:

"Christus gibt mir mein Menschenwesen, das wird als Grundgefühl die Seele durchwehen und durchwellen. Und ist erst dieses Gefühl vorhanden, so kommt auch das andere, in dem der Mensch durch Christus sich hinausgehoben fühlt über das bloße Erdendasein, indem er sich mit der Sternen-Umgebung der Erde eins fühlt und mit allem, was in dieser Sternen-Umgebung zu erkennen ist, als Göttlich-Geistiges."

Mein nächtliches Erwachen (weil ich pissen musste!) ist ein schönes Bild für das ERWACHEN überhaupt. Man erwacht aus scheinbar nichtigen Gründen. Plötzlich und unerwartet. Man öffnet eine Tür oder ein Fenster und dann ist man zwar noch in dieser Welt, aber nicht mehr von dieser Welt. Man erwacht als erkennender Zeuge dieser Welt und die Welt ist in mir und ich bin frei von dieser Welt.

"In der konstanten Zeugenschaft erreicht man seine erste wirkliche Befreiung von der Welt...Im Einen Geschmack erkennt man eine tiefe Befreiung, die darin besteht, dass man von der ganzen Welt frei ist, weil man die ganze Welt ist. Man atmet mit jedem Atemzug Galaxien ein, schläft die ganze Nacht als die Sterne. Sonne und Mond und herrliche Novä rasen und rauschen durch deine Adern, und dein Herz wird im Rhythmus mit dem ganzen liebenden Universum pochen." (Wilber)

Dasjenige Wesen, welches als Rudolf Steiner sprach, dasjenige Wesen, welches als Ken Wilber spricht, dasjenige Wesen, welches sich Deiner bewusst ist und jetzt und diesen Text liest, und dasjenige Wesen, welches diese Text schreibt, sind alle integraler Bestandteil derselben inneren Ichheit.

Wir alle sind als WIR aufgehoben und sind als ICHe ein ES, mitten in dieser Sternen-Umgebung. Wir alle sind integrale Teilhaber des einen Göttlich-Geistigen. Wir sind alle dieses EINE.

Und wenn Du das nächste mal wach wirst weil Du pissen musst, dann bedenke, dass dies der wichtigste Moment Deines Lebens sein könnte könnte. Manchmal sind scheinbar profane Dinge der Weg zum Heiligsten. Das Universum unterschiedet nicht zwischen Klotür und Sterntor. Wenn Du jedoch diesen Unterschied machst, entgehen Dir vielleicht die größten Geheimnisse.

Das Universum übersetzt WC einfach mit WelCome.

Ken Wilber: "Erkenne deinen eigenen Geist als in Ewigkeit eins mit dem universalem Geist"

Rudolf Steiner: "In mir ist Gott - ich bin in Gott."

Mittwoch, 17. Juni 2009

Ich bin die Ewigkeit


Meine Heimat ist die Ewigkeit. In diesem Augenblick, in diesem Augenblick, in diesem Augenblick. Tatsächlich denke ich, dass sich das Lebensgefühl eines Mannes von dem einer Frau vor allem in diesem Heimatgefühl unterscheidet.Die Frauen die ich kenne, haben ihre Heimat im Leben. In diesem verrückten, unberechenbaren und immer wieder neuen und aufwühlenden Leben. Als Mann ist mir dieses Leben auf immer ein Rätsel - ich verstehe alleine die Ewigkeit.

Ich verstehe weder das Leben, noch die Frauen. Und wenn ich es richtig verstehe, geht es weder darum das Leben zu verstehen, noch die Frauen. Weder das Leben, noch die Frauen sollte man zu sehr analysieren. Es geht viel mehr darum, das Leben zu nehmen wie es ist - so wie man auch die Frauen nehmen sollte wie sie sind. Nehmen heisst lieben. Lieben mit ganzem Herzen. Lieben bis es weh tut. Und darüber hinaus.

Immer wenn mir etwas am Leben oder meiner Frau nicht gefällt, dann gewöhne ich mir an, gerade diesen Aspekt besonders zu lieben. Mein Verstand hat Grenzen. Die Liebe ist grenzenlos.

Es scheint mir immer mehr so, dass "Frau" und "Leben" ein Synonym ist. Gerade wenn ich denke, dass ich etwas verstanden habe, kommt ein neues Drama um die Ecke.

Mein Verstand reicht niemals aus und wird immer dem Leben und meiner Frau hinterherhinken.

Was aber reicht, das ist meine Liebe. Diese Liebe geht immer weiter, sie gibt sich niemals zufrieden opder sagt "ich habe das Leben verstanden". Sie sagt auch nicht "das Leben ist langweilig" und sie sagt auch nicht "alles wiederholt sich".

Diese Liebe, von der ich spreche, kann immer weiter überfließen. Wenn das Leben oder meine Frau ein neues Rätsel öffnen, dann sollen sie es in meiner liebenden Ewigkeit öffnen dürfen. Ich finde., das ist mein Job: Die Ewigkeit im Leben zu stabilisieren. Mehr Ewigkeit, das bedeutet mehr Liebe. Diese ewige und feste und strahlene Liebe. Diese Liebe die nie wankt.

Ein Fels in der Brandung.

Und ich gebe mich nicht damit zufrieden ein wenig Lust zu wecken. Ich gebe mich nicht damit zufrieden ein bisschen zu Fumnmeln und hier und da für ein bisschen emotionale Wallungen zu sorgen.

Ich will, dass die Liebe sich in dieses Chaos stürzt und ich will mich so sehr einbringen und ich will so sehr eindringen, dass es meine Möglichkeiten übersteigt. Ich will das ES durch mich durchbircht. Ich bin nicht - die Ewigkeit ist in mir.

Ich will die heilige Ewigkeit, die meine einfachste und tiefste Ebene ist, in jedem Moment meines Lebens spüren.

Und ich will, dass andere sie spüren und sich in dieser Heimat geborgen und aufgehoben fühlen - auch wenn sie aufgewühlt und verstört sind.

Meine Heimat ist die Ewigkeit und ich will mich so weiten, dass das ganze pulsierende Leben darin seinen Frieden findet.

Ich muss das Leben nicht verstehen. Ich muss meine Frau nicht verstehen. Meine Frau ist die Fülle des endliche Leben. Ich bin die leere der endlosen Ewigkeit. WIR sind zusammen das EINE. Was wären wir ohnen einander?

Ich kann das Leben nicht verstehen und auch nicht meine Frau.

Aber ich kann Heimat sein. Ich bin die Ewigkeit. In mir findest Du Frieden. Mitten im Leben.
URSELBST
Und der Friede des Herrn, der höher ist als alle Vernunft, sei mit Euch.

Es lebe der Unterschied der Einheit

Jeder kann in die Welt des einenden Gottes eintreten – jeder kann in Welt des entzweienden Teufels eintreten. Doch nur wenigen gelingt es, gleichzeitig in beiden Welten zu leben. Erleuchtung steht jedem offen – sie tritt spontan durch plötzliche Erfahrung, ohne Übung und ohne Vorwarnung in Dein Leben. Die wahre Arbeit beginnt auch nicht nur dort, wo Du das Licht der Erleuchtung in die Finsternis trägst. Die wahre Arbeit hat damit zu tun, die Begierden zu bewahren – ohne ihnen zu verfallen.

Die Quelle der Begierden ist der Unterschied. Unterschiedliche Pole ziehen sich an, stoßen sich ab. Maskuline und Feminine Pole sind beide gleich stark – jedoch auf unterschiedliche Weise. Sex, das ist das lustvollste, grundlegenste und offensichtlichste Spiel mit diesen Unterschieden. Doch diese Pole leben in jeder Beziehung mit Menschen. Das spirituelle Ziel, welches ich leben will, ist meine leidenschaftliche und begehrende Beziehung auf allen Ebenen der Unterschiede zu leben - ohne Karma zu erzeugen!
Du kannst die Unterschiede leugnen, sie einebene oder sie für irrelevant erklären – das alles haben spirituelle Menschen seit jeher getan. Du kannst vor diesen grundlegenden Polen fliehen und die Gegensätze auf einer höheren Ebene transzendieren. Das alles ist ok.

Ich halte allerdings nichts davon. Ein erleuchtetes Leben wie ich es will, vergrößert die Unterschiede und den Abstand der Pole. Warum? Weil so das Abenteuer der Anziehung erhöht wird. Die Anziehung bringt uns zusammen, lässt uns nacheinander greifen, lässt uns durchdringen und vereint uns. Wir erkennen einander in der Vereinigung der Pole als die ewige Einheit. Wir gehen durch die Unterschiede durch - nicht aussen herum.
GOTT
Das EINE hat sich aufgeteilt in Millionen "Saug- und Drängwesen", um sich SELBST in allen Aspekten zu erkennen, zu lieben – ob in heterosexuellen, oder in homosexuellen Beziehungen. Im Maskulinen und im Femininen (wo immer es sich manifestiert) soll Gottes evolutionärer Traum erwachen und wachsen. Gott will die Vereinigung mit sich nicht nur schnell, schnell....er will dieses Ziel mit Lust und Liebe erreichen. Gott ist ein Genießer.

Der Weg der Weisheit & des Glücks & der Spiritualität wie ich ihn gehe, und im Alltag lebe, arbeitet die Unterschiede heraus, definiert sie, beleuchtet sie, dehnt sich aus, erfreut sich an ihnen... und dann lasse ich los. Die Vereinigung die sich dann ereignet, ist kein Brei. Es ist die Explosion der Sinne. Ich mag die explosive Vereinigungen der Sinne lieber als den neutralen Einheitsbreibrei.

Ich mag Ereignisse. Wahre Ereignisse sind Erfahrungen der radikalen Dualität, die sich gerade dadurch zum EINEN transzendieren, dass sie ausgelebt werden und nicht verdrängt.
ereignisse sind gut
Das ist auch der anthroposophische Ansatz Rudolf Steiners. Immer wieder propagierte Steiner "die Begegnung mit dem Bösen" - dabei war für ihn "das Böse" nur die begriffliche Zusammenfassung von einseitigen Unterschieden. Sein ganzes Leben versuchte er die energetischen Unterschiede herauszuarbeiten. So fasste er alle Eigenschaften, die wir heute mit dem Femininen in Verbindung bringen als "luziferisch". Die als maskulinen Eigenarten bekannten Energien, nannte er "ahrimanisch". Steiner schärfte unsere Sinne für diese diese unterschiedlichen Profile.
Mensch
Ich widme mich also dem Unterschied zwischen ihrem und meinem Mund. Ich widme mich dem Unterscheide zwischen ihrem Geschlecht und meinem Geschlecht. Widme mich dem Unterschied zwischen meinem Orgasmus und ihrem Orgasmus. Widme mich dem Unterschied zwischen der femininen Energie und der maskulinen Energie.

Widme Du Dich mit aller Entschiedenheit, aller Intelligenz und aller Freude den sagenhaften Unterschieden & Gegensätzen. Dasjenige was sich entschieden, intelligent & freudvoll den Unterschieden widmet, ist selber ohne Unterschied und ohne Gegensatz. Bewahre immer diese Präsenz des EINEN - bei allen Unterschieden.

Spielt gemeinsam das wahre Spiel der Unterschiede und begleitet es mit der göttlichen Präsenz. Es ist das Ereignis des Lebens. Nehmt und erkennt jeden Unterschied als Geschenk des Universum an – dann erst löst Euch aus der Mann/Frau-Identifikation und tretet über in das WIR. Und dann erhebt Euch aus diesem WIR und geht gemeinsam ein und über in die maßlos freie Dimension des ICH BIN.

Folgt dabei dem Tao Te King: „Nur jene, die wissen wann genug ist, werden je genug haben.“

Küsse den Mund deines Partners während der gesamten Vereinigung. Spüre wie der Kreis sich schließt. Wo beginnt er? Wo endet er?



In einer entsprechenden esoterischen Übung, regt Rudolf Steiner (GA267) dazu an, acht Tage folgenden Satz zu meditieren:
„Ich bin: Sie fühlt“
Weitere acht Tage:
„Ich bin: Er will“.
Dann als nächsten Schritt diese Meditation:
„ES ist Weltendenken.
SIE ist Weltenseele.
ER ist Weltenwillen“

Dienstag, 16. Juni 2009

Rückgrat und Herz

Lieber Stefan, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag! Ich wünsche Dir, was uns Männer heute auszeichnen muss: Die Einheit von Rückgrat und Herz. Ein Rückgrat zu haben bedeutet, dass Du aufrecht gehen und stehen kannst, dass Du Deinen Freunden und Feinden ins Gesicht blicken kannst, dass Du den Widerständen des Lebens standhalten kannst – und ein Rückgrat ist gleichzeitig niemals starr - es ist Statik & Dynamik. Wirbel & Säule.

Du kannst es beugen und die Last der Welt auf Dich laden. Du kannst Dich drehen und wenden um den Pfeilen auszuweichen und Dich immer neu und immer richtig zu verhalten. Mit einem starken Rückgrat wirst Du aufrecht in Deiner eigenen Mission stehen. Du kannst Dich krumm machen und dabei aufrichtig bleiben. Das Rückgrat ist Deine Achse zwischen Mutter Erde und Vater Gott.

Sei das Rückgrat des Universums – es baut auf Deine Muskeln, auf jeden Wirbel, auf Deine Beweglichkeit, auf Deine Aufrechte und auf Deinen Willen, den Weg der Freiheit zu gehen.

Ich bewundere an Dir, dass Du so früh im Leben eine kraftvolle und gleichzeitig lässige Beziehung zu Deiner Mission hast – ich hatte das nicht so früh. Und ohne Mission sind wir Männer verloren. Ich sehe diese verlorenen Männer überall. Ich sehe, wie sie sich treiben lassen, wie sie sich anpassen und wie sie langsam aber stetig ihre Energie verlieren und ein impotentes Leben führen...seelisch & geistig & physisch. Ihr Gravitationspunkt ist nicht das Rückgrat oder das Herz, sondern der Nabel. Wir sind nicht der Nabel der Welt - wir sind das Rückgrat der Welt.

Letztlich brauchen wir auch ein starkes Rückgrat um unseren Frauen so zu begegnen wie es angemessen ist. Etwas in unseren Frauen, sehnt sich auf besondere Weise nach diesem Rückgrat. Die Heimat der Kundalinienergie. Sie sagen es nicht immer so, aber in der Tiefe ihrer femininen Essenz fordern sie genau das von uns. Und instinktiv prüfen sie uns ständig, ob wir das Rückgrat besitzen (wir sagen dazu manchmal auch „Eier“ oder „Arsch“) unserer Mission treu zu sein.

Dieses Rückgrat hast Du und ich wünsche Dir, lieber Stefan, dass Du es jeden neuen Morgen beim aufwachen spürst. Geh in diese Aufrechte, steh in dieser Mitte, spanne die Brust und geh dann in die Welt. Dringe in die Welt ein...sie erwartet Dich! Die Welt ist unsere Braut.

Und dringe mit einem offenen Herzen in die Welt ein. Denn das ist der zweite Wunsch: Dieses offene und große Herz. Das starke Rückgrat braucht unser offenes Herz – sonst werden wir Machos. Und das offene Herz braucht unser Rückrat, sonst werden wir Softies. David Deida nennt das den „Weg des wahren Mannes“.

Es ist das Herz das Leiden kann. Ein Herz das jeden Schmerz aushält und selbst blutendend noch lieben kann. Dieses Herz wünsche ich Dir, dass immer dann aufgeht, wenn andere Herzen sich verschließen. Verwandle alles in seinen ursprünglichen Zustand der Freude.
Das Herz, dass nicht nur seinen eigenen Schmerz fühlt, sondern Weltschmerz. Dieses Herz, dass ich Dir wünsche – das Du längst schon hast – das schlägt trotz des Weltschmerzes unerschütterlich und verlässlich weiter. Niemals hört es auf zu lieben. Höre Du niemals auf zu lieben – und verwechsele nicht das liebende Herz mit dem aufrechten Rückgrat. Es sind zwei Dinge - vereine sie.

Zu lieben bedeutet nicht, das Eindringen in die Welt aufzugeben. Es bedeutet liebend in die Welt einzudringen. Zu lieben bedeutet nicht, dem Kampf auszuweichen. Wenn Du wahrhaft liebst, dann liebst Du auch noch im Kampf.

Unser Rückgrat dringt aufrecht in die Welt ein. Unser Herz umarmt liebend die Welt.
So wünsche ich Dir, lieber Stefan, das starke Rückgrat und das weite Herz. Besser sollte ich sagen, dass ich Dir wünsche, dass Du beides immer behältst, trainierst und nutzt. Zum Wohle aller Wesen in der perfektest möglichen Weise.
An einem Tag in der Zukunft, wird dann auch Dein starkes Rückgrat sich für immer in die Waagerechte legen und zu Staub zerfallen. Dein weites Herz wird aufhören zu schlagen und verbluten. Dann wünsche ich uns allen, dass Frauen und Männer um Dich weinen, deren Rückgrat Du gestärkt und deren Herzen Du erfüllt hast. Mit Deiner Kraft und Deiner Liebe.

Dieser Tag ist bereits JETZT.
Sei umarmt. In Freundschaft. Sebastian.
n Steiner für Stefan
Standhaft stelle ich mich ins Dasein
Sicher schreite ich in die Lebensbahn
Liebe heg ich im Wesenskern
Hoffnung leg ich in jedes Tun
Vertrauen präg ich in alles Denken
Diese Fünf führen mich ans Ziel
Diese Fünf gaben mir mein Dasein.
(Rudolf Steiner)

"Entweder bist du eine Triebkraft für Evolution
oder du bist es nicht.
Doch wenn du feststellst, dass du es nicht bist, es aber sein willst, ist es nicht schwer herauszufinden, warum du es nicht bist und wie du dich dazu entwickeln kannst — wenn du ernsthaft in Erwägung ziehst, die belanglosen Ängste und Wünsche deines eigenen Egos zu überwinden und die Evolution des Bewusstseins und der Kultur zu deinem eigenen Lebensziel zu machen."
(Andrew Cohen)

Samstag, 6. Juni 2009

Der Ruf der Berge

Zum Leben gehören Hindernisse und Herausforderungen. Entweder tauchen sie unerwartet auf, oder Du suchst sie bewusst auf. Ich bin für bewusst aufsuchen - so gehts jetzt in die Alpen. Sieben Tag. Von Deutschland nach Italien. Von Berghütte zu Berghütte – und herrlich: Auch zweimal ein Wellness-Hotel. Mit einer kleinen Gruppe von Menschen wollen wir uns diese Abenteuer gönnen - als Hochzeitsreise. Ich freue mich auf die körperlichen Herausforderung, auch auf das Erlebnis, eng mit fremden Menschen Tage und Nächte zu teilen und darauf, die Natur in ihrer göttlichen Fülle erwandern zu können.

Bevor wir fahren, pflanzten meine Frau und ich noch unseren „Was-ist-Liebe-Mammut-Baum“. Als Guerilla Gärtner kaperten wir ein populäres, öffentliches Gelände und pflanzten in einem kraftvollen Ritual unseren Baum. Wer findet den Baum...irgendwo in Deutschland. Wer findet Antworten...irgendwo in seiner Seele?

Trauzeuge Stefan Stark spielte auf dem selbst gebauten Didgeridoo, während aus unserem Baum UNSER Baum wurde. Denn dieser Mammut Baum, mit seiner Mammut Frage „Was ist Liebe“ gehört nicht uns alleine. Er ist ein Geschenk und soll diese Frage an alle Liebesfrager geben, die sich nicht mit den alten Antworten begnügen, sondern immer wieder neue Antworten formulieren und feiern wollen: WAS IST LIEBE?

Ach ja...Ich wünsche mir noch etwas: Wie wäre es, wenn die Menschen, die es nicht ertragen können, dass wir öffentlich meditieren, dass ich mir erlaube, Steiner nicht nur zu verehren und zu verstehen, sondern weiter zu entwickeln und zu transzendieren – wie wäre es, wenn alle diejenigen mit Schaum vor dem Mund, einfach ihrer Mission folgten, anstatt meine und unsere Mission zu verfolgen!

Ok, vielleicht findet Ihr es scheiss, dass ich mich öffentlich inszeniere – ich jedoch habe nie das Gefühl, dass ich „Sebastian“ inszeniere. Ich inszeniere das Wahre & Gute & Schöne und ich habe nichts anderes zur Hand als diesen Sebastian. Wen soll ich denn sonst dazu nehmen? Dich vielleicht? Musst Du schon selber machen!

Niemand sonst steht so dienend zu meiner Verfügung wie dieser Typ. Alle anderen haben keine Zeit, es ist ihnen zu peinlich, oder sie verwechseln alles mit allem, oder sie sind mit anderen großen Dingen beschäftigt, oder ich kann sie nicht erreichen....also nehme ich den, der macht was ich will: Ich nehme "Sebastian" und lasse ihn Dinge tun, die ich als wahr & gut & und schön & göttlich erkannt habe.

Dieses Universum ist so groß und so schön – und so viel Arbeit wartet auf jeden von uns. Wie wäre es, wenn jeder produktiv, bejahend mit einem liebenden und weit offenen Herzen seiner Arbeit nachgeht. Voller Glück, mit exstatischer Innerlichkeit und explodierender Stille.

Es ist doch so, so, so viel Raum für gute, freie und ehrliche Taten – muss man da wirklich stänkern, und nörgeln und alles mies machen, was andere tun? Bringt doch eh nix – ich mach meine Mission. Und ich bin sehr froh, dass so viele tolle Menschen ihre Mission zu einer WIR-MIssion verbinden – ist doch schön.

Geht raus in diese Welt und steigert das Glück! Dankt Gott, verneigt Euch in Demut vor allem was ist und erfüllt dieses einzelne Leben mit dem EWIGEN LEBEN. .

Tut es energisch und mit unaufhaltsamern Willen und freudig strahlenden Gesicht und in dem Wissen, dass bereits alles perfekt ist, bevor ihr überhaupt nur einen Gedanken gedacht habt.

Manchmal muss ich weinen vor Glück – weil Gott mich so tief und unvergesslich berührt hat. Und manchmal muss ich aus dem selben Grund lachen, doch immer ist da dieser tiefe Friede – ein Friede, gegen den selbst die Alpen wie zitterndes Gras im Wind wirken. Das ist mein wahres SELBST.

Auf diesen Frieden baue ich. Auf diesem Frieden stehe ich. Auf diesem Frieden kämpfe ich. Und auf diesem friedlichen Urgrund des Seins wandere ich – solange bis ich Tod umfalle und selber wieder ganz Frieden bin – sonst nichts.

Dafür ist der Friede da – dass man ihn nutzt um sich zu bewegen. Er ist der Urgrund, warum alles da ist und WIR bestimmen jetzt wohin wir gehen...Es gibt einen impulsiven GRUND warum wir alle hier sind - es gibt aber kein vorgegebenen Sinn & Zweck wie es weitergeht. Sinn verleihst nur DU dieser Welt.

Der Weg entsteht beim GEHEN. Gehe energisch und mit aller Kraft und gehe in Frieden und in der Liebe zu allen Wesen.

Bis bald - Sebastian

Donnerstag, 4. Juni 2009

Die Guru-Frage



Haben Sie einen Guru? Verrückte Frage, oder? "Auf einer Party zu erwähnen, man habe einen Guru, ist so, als würde man sagen: Ich bin heroinabhängig." Ich mag dieses Zitat von Mariana Capla - kaum eine andere Frage illustrativ so plakativ unser westliches Verhältnis zur Spiritualität: Darf es eine spirituelle Autorität geben, wenn wir uns auf die Suche nach Weisheit und geistigem Wachstum begeben? Im Kontext der Anthroposophie lautet die Antwort kategorisch "Nein" - und zwar deswegen, weil die anthroposophische Autorität, Rudolf Steiner, gesagt hat, dass wir keine Autorität haben sollen. Mein Guru sagt: „No Guru“. Nun ja.
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Neben diesen bekannten Positionen gibt es auch Aussagen Steiners, welche diese Angabe kontakarieren:

„Ein Lehrer muss bei der Einweihung immer dabei sein: Eine ernsthafte Einweihung ohne Lehrer gibt es nicht. Wer das behaupten wollte, würde etwas ebenso törichtes sagen, wie jemand der die Geburt eines Kindes ohne das Zusammenwirken der beiden Geschlechter als Möglich erachtete. Die Einweihung ist ein geistiger Befruchtungsprozess. Wenn dieser nicht in dem Dualverhältnis zwischen Lehrer und Schüler herbeigeführt würde, so wäre das sogar ein schädlicher Vorgang.“ (RS, GA97).

Abgesehen von dieser Position, ist mir in diesen Tagen noch ein anderer Gedanke gekommen. Ich lass den Bericht von Natalie Turgenieff-Pozzo, die zwölf Jahre am Bau des ersten Goetheanum mitgearbeitet hat. Diese Anthroposophin der ersten Stunde, berichtet intensiv über den Alltag mit Rudolf Steiner - und da ging mir ein inneres Licht auf, welches ich lange verdrängt hatte: Anthroposophie ist nicht zuletzt deshalb die bekannteste westliche esoterische Strömung, weil sie einen herausragenden Guru hatte.

Der Schwung der ersten Jahrzehnte, der die Anthroposophie bis heute angetrieben hat und nun ausläuft, ist auch der Schwung der aus tausendfachen persönlichen Begegnungen mit diesem Lehrer mitgenommen wurde. Wie immer man heute zu diesem schwierigen Motiv steht, wenn ich heute über Gurus spreche, will nicht mehr vergessen, dass Anthroposophie ganz wesentlich durch die transmissionarische Kraft eines einzigen Lehrers das geworden ist, was sie heute ist.

Was mich beim Lesen des Berichtes von Turgenieff-Pozzo noch bewegte, war die Frage, ob wir in wenigen Jahrzehnten tatsächlich alle und ausnahmslos so gereift sind, dass wir von null auf hundert, alle Schritte zur Weisheit und innerem Wachstum ganz alleine gehen können - ohne strenge & liebevolle & weise Führung? Für alles akzeptieren wir Lehrer: Sport, Sprache Fitness - nur nicht für das, was uns am wichtigsten ist? Oder ist es uns vielleicht gar nicht so wichtig?

Ist die Einweihung ohne Lehrer wirklich für alle der wahre Weg? Welche Potentiale liegen in der Schülerschaft? War Jesus ein Guru? Was bestimmt unsere Bedenken oder unser Befürworten bei Thema Guru? Woher nehmen wir die Sicherheit heutige Gurus und Schüler als unzeitgemäß zu qualifizieren?

Vielleicht kommen Ihnen bei Lesen der Worte Turgenieff-Pozzos ähnliche, vielleicht andere Gedanken:

"Das Staunen wuchs gleichzeitig mit dem Vertrauen zu ihm, bei jedem, der in seiner Nähe lebte...Da kommt er auf das Gelände mit jenem leichten und bestimmten Gang, gleich als ob jeder Schritt schon eine sichere Tat wäre; in Schwarz gekleidet, Mappe und Regenschirm unterm Arm. Unbefangen und munter wird die Stimmung unserer Arbeit durch ihn.

Die unbegrenzte Achtung, beinah Andacht, die Herrn Dr. Steiner von uns entgegengebracht wird, wird nicht geäussert. Doch wissen wir: Zwischen uns geht ein Mensch von unfassbarer Größe, wie ihn Jahrhunderte nicht gesehen haben. Wir empfinden uns ganz konkret in der Kette der Weltgeschichte und.

Dr. Steiner nahm auch Klöppel und Messer, stellte sich wie wir, auf eine umgeworfene Kiste, statt Gerüst und beginnt zu arbeiten. Auch er arbeitet zum erstenmal, aber nach einigen Schlägen ist er schon ganz in der Arbeit orientiert und schneidet einen kleinen Span nach dem anderen ab. So klopft er zehn Minuten, eine Stunde...ohne aufzuhören. Ohne von der Kiste wegzugehen, arbeite er beinah zwei Stunden. Wir standen herum, in einiger Entfernung, waren blass vor Ermüdung, machten immer größere Augen und staunten in unbeweglichem Schweigen; wir hatten ja selbst schon erfahren, wie anstrengend es ist. Diesen Tag wird sicherlich keiner von uns vergessen - Dr. Steiner lehrte uns durch Beispiel...".

Könnte es sein - im Sinne des Heroin-Eingangzitats - dass diejenigen die sich der Frage nach einer spirituellen Autorität ganz neu öffnen, gerade diejenigen sind, die gerade nicht abhängig sind? Suchen sich vielleicht nur die stärksten einen Guru? Ist das "JA" zu einem spirituellen Lehrer vielleicht ein "JA" zu dem tiefsten Ruf in mir - trotz aller postmodernen Zwischenrufe? 

Könnte es sein, dass die Guru-Frage am Ende mit der Ausrede Nr.1 zu tun hat?

Spannende Fragen tun sich auf – kennen Sie eindeutige Antworten?

Niemand kann sich höhere Erkenntnis aneignen, der sie nicht empfängt! Höhe des Geistes kann nur erklommen werden, wenn durch das Tor der Demut geschritten wird.“ (Rudolf Steiner)

Mittwoch, 3. Juni 2009

Danke, Gott.

"Gott, du bist der heilige Raum, in dem wir uns bewegen.
 Lass uns jeden Moment unseres Lebens bewusst sein,
 dass wir in dir wandeln, in dir gehen, und dass jede Begegnung und jedes Leben heilig ist. 
Danke, Gott.
Bei Interesse: Bilder zur Hochzeit

Dienstag, 2. Juni 2009

Welche Werte teilen WIR?

Das neue WIR hat schmerzvolle und lustvolle Aspekte. Denn Du wirst Dir sehr präzise darüber Rechenschaft ablegen müssen in welchen Beziehungen Du lebst und in welchen nicht. Vielleicht wird es Trennungen geben - dabei geht es nicht nur um Dein Opfer. Du wirst Dir klar machen müssen, dass Du auch andere zu Opfern machst - bist Du wirklich so restlos bereit diese beiden Opfer auf Dich zu nehmen? Dein eigenes und das der Nächsten? Wirst Du soviel in die Waagschale werfen können, dass es diese Opfer aufwiegt? Das sind schwierige Fragen.

Gleichzeitig wirst Du erleben, dass Deine innere Bereitschaft, wirklich an der Spitze einer neuen Entwicklung mitarbeiten zu wollen, dass diese Bereitschaft neue Freundschaften ermöglicht - ja erschafft. 

Du wirst es wie ein Wunder erleben - denn plötzlich stehen Menschen neben Dir, die Du bisher nur aus Heldensagen kanntest. Freudvolle, tiefsinnige und heroische Freunde. Sie verkörpern den EROS, der notwendig ist, um die Zukunft zu zeugen. 

Du kannst mit ihnen feiern und fröhlich sein - extatisch oder chillig...und doch werdet Ihr niemals nur Freunde für Euch sein. Ihr seid nie unter Euch - ES ist unter Euch. 

Wie kommt es zu diesem Wandel? Nicht nur unsere spirituellen Erfahrungen wandeln unser Leben. Sondern letztlich die Bereitschaft & der Wille, uns dem hinzugeben, was WIR dort entdeckt haben. Was wir entdeckt haben, dem verpflichten wir uns – können wir dieser Entdeckung treu sein? Können wir den kleinen und großen Erfahrungen des EINS-SEINS immer die Treue halten?

Die Kraft des neuen WIR wird entsprechend unserer Bereitschaft wachsen, wie wir unseren gemeinsamen Werten treu sind. In guten wie in schlechten Zeiten. Nüchtern oder besoffen. 

Weniger entscheidend ist zum Beispiel, welche Erfahrungen Du mit Jesus Christus gemacht hast - weitaus entscheidender sind die Werte, die Du damit verbindest. 

Deine spirituellen Erfahrung sind wichtig - die Entscheidung über die Zukunft steht oder fällt aber dadurch, wie Du diese Erfahrungen interpretierst und welche WERTE Du aus diesen Erfahrungen schöpfst. Mit anderen Worten: Dein Charakter entscheidet. 

Am Anfang wird es reiner Wille und Ausdauer sein. Dann geschieht das Wunder der Charakterbildung: Ein guter Vorsatz wird zu einem Wesenzug umgewandelt. Ihr erlangt Seelenstärke und "Ausdauer wird zu Treue" (Rudolf Steiner)

Die Evolution des WIR wird ebenso von unseren aussergewöhnlichen spirituellen Erfahrungen abhängen, wie auch von unserem eisernen Willen, den Wert dieser Erfahrungen unablässig zu leben und zu neuen, tieferen und höheren Erfahrungen vorzustoßen - um diese wieder als Wert zu verinnerlichen und zu leben....usw.

Denn, so Andrew Cohen in einer aktuellen Message: "Alle Beziehungen basieren auf Werten, die wir miteinander teilen. Wenn du interessiert bist, an der Evolution des Bewusstseins und der Kultur mitzuwirken, musst du dir folgende Fragen stellen: Welche Werte teile ich mit den Menschen, mit denen ich verbunden bin? Mit wem teile ich die höchsten philosophischen und spirituellen Werte? Und wie wichtig sind mir solche Beziehungen?

Wenn du herausfinden willst, wie sehr dir wirklich an der Erschaffung der Zukunft liegt und wie evolutionär deine eigenen Werte sind, musst du dir alle deine engen Beziehungen auf der sexuellen, freundschaftlichen, familiären und professionellen Ebene sehr genau anschauen.

Die Beziehungen, auf die wir uns einlassen, und die Werte, die wir miteinander teilen, erschaffen die Struktur der intersubjektiven Dimension, aus der Kultur besteht. Die Kultur entwickelt sich durch menschliche Beziehungen, deren Grundlage höhere und tiefere Werte sind.

Wenn du wirklich an der Erschaffung einer weiter entwickelten Welt mitwirkst, dann ist die Zukunft kein entferntes Fantasiereich mehr, sondern etwas, das du JETZT in und durch deine Beziehungen zu anderen Menschen formst. 

Der intersubjektive Raum des Wir zwischen solch inspirierten Menschen wird zu einem kreativen Kraftfeld, in dem aus der spirituellen, moralischen, intellektuellen und philosophischen Reibung immer etwas Neues entsteht. Eine ständige, von Natur aus kreative Vibration erfüllt den Wir-Raum zwischen Menschen, die sich leidenschaftlich dafür entscheiden, die Zukunft in der Gegenwart zu erschaffen.

Zusammen mit anderen wirst du zu einem Kraftfeld, durch das sich Entwicklung vollzieht." 

Welche Werte teilen WIR?

Welche Werte teilt die MISSION WIR?

Antwortetn auf diese Frage aus dem Kommentarfeld: 

Janet: "Freiheit und Würde für die Entfaltung des Menschen und allem Lebenden nach seinem Wesen. Ein gesellschaftlicher Wert: Vertrauen in die Menschen. Die Kasse des Vertrauens ist meine Lieblingserrungenschaft unserer Zeit."

Anka: "Der wert, der sich fuer mich als absolut gezeigt hat, ist der der liebe."

Monika: "Vertrauen: Die neue Währung des tätigen MENSCHEN im WIR."

Manfred: "Die neue Form eines WIR, so verstehe ich es, kann nur auf der Freiheit erwachsen, in Liebe und Vertrauen, wenn darunter nicht die körperliche Liebe verstanden wird."

Manfred: Die neue Form eines WIR, so verstehe ich es, kann nur auf der Freiheit erwachsen, in Liebe und Vertrauen, wenn darunter nicht die körperliche Liebe verstanden wird.