Montag, 22. Juni 2009

Stille & Musik


Die eine unmanifestierte STILLE ist perfekte Schönheit und jeder Versuch, diese unmanifestierte Schönheit zu manifestieren muss scheitern, denn sie übertrifft niemals die STILLE. Darum erfüllt wahre Musik uns immer auch mit einer unerklärlichen Sehnsucht. Wir ahnen die ewige STILLE in der vergänglichen Musik.
Musik
Nirgendwo anders, als im schönen verklingenden Ton, sind wir der endlosen STILLE näher. Es gehört zum Paradox des Menschseins, dass sich die STILLE nur durch Musik manifestieren kann. Zwar nur als Bruchstück, aber dieses Bruchstück ist in sich vollkommen. Es ist wie eine Liebeserklärung.
LIEBE
Wenn ich sage: „Ich liebe Dich“, drückt es immer weniger aus, als ich wirklich sagen könnte, aber erst dadurch, dass ich es ausspreche, wird es zur sinnlichen Wirklichkeit. Wir sind ja übersinnliche und sinnliche Wesen in EINEM.
MUSIK
Musik ist die Kunst, der Stille einen Klang zu geben – sie muss vorläufig bleiben.
Musik ist alles was in sich das Geheimnis der STILLE gleichzeitig anspricht und verschweigt. Musik kannn ein Wort sein, ein Kuchen, ein Bild, eine Berührung, ein Blick oder das Öffnen einer Bierflasche.
MUSIK
Musik verspricht, die Sehnsucht nach STILLE zu stillen und muss dieses Versprechen doch immer brechen.
SCHÖNHEIT

Gerade in diesem gebrochenen Versprechen liegt auch eine Schönheit. Genieße alle diese gebrochenen Versprechen des Lebens. Singe das Lied des Lebens. Steigere jeden Ton zur STILLE hin und aus STILLE heraus.
STILLE
Doch vergiss nicht, das die wahre Schönheit nicht in, sondern hinter der Musik erscheint. In der STILLE.
STILLE
Umarme jeden Ton als inkarnierte Stille, doch lass ihn auch wieder verklingen und erkenne die STILLE als Dein unvergängliches Wesen und jedes Geräusch (jedes Gefühl, jeder Gedanke, jedes Ereignis) - so bedeutsam es auch erscheint - wird zu einem Ton in DIR.
TON
Du bist ein Ton...Du klingst an - Du klingst - Du verklingst...in Deiner eigenen STILLE.
STEINER
"Wer die notwendige innere Ruhe und Stille findet, dessen Seele wird dadurch eine große Verwandlung durchmachen"
Rudolf Steiner, GA 10

Kommentare:

Popeye hat gesagt…

Endlich mal wieder ein Titelbild mit Frau! Gehts auch noch etwas textilfreier? Sex sells...

Rübezahl hat gesagt…

Die Bereitschaft zu lesen und über das Gelesene auch nachzudenken, nimmt bedauerlicherweise immer mehr ab. Neuerdings kann man sogar das durch das Internet begünstigte Phänomen beobachten, dass es Leute gibt, die schreiben können, ohne dabei zu denken. In Abwandlung eines Satzes von Kleist könnte man von einer progressiven Inhibierung des Denkens während des Schreibens sprechen.

Anonym hat gesagt…

Hallo Rübezahl, wie kommen Sie zu Ihrer Behauptung:"....Die Bereitschaft zu lesen und über das Gelesene auch nachzudenken, nimmt bedauerlicherweise immer mehr ab."
Statistiken erhoben, 10.000 Menschen befragt, recherchiert,...?

Das ist genauso ein subjektiver Nonsens wie: Früher war alles besser, die Jugend von heute,....

Meinem emfinden nach ist es genau umgekehrt, es wird mehr gelesen und das gelesene anhand der größeren Vielzahl an analytischen Möglichkeiten auch besser reflektiert. Aber das ist meine subjektive Meinung.
Was ich dagegen tasächlich feststelle -wie auch in Ihrem Fall- ist, das subjektie Meinungen gerne zur Allgemeingültigkeit erhoben werden.

Anonym hat gesagt…

Nun, das gedankenlose Schreiben ansich wäre ja als notwendiges Zeitphänomen hinnehmbar.

Es würde dann auch die Fixierung von Leuten, die angeblich für die Anthroposophie agitieren, auf hundert Jahre alte Zitate nachvollziehbarer sein.

Enthalten diese hundert Jahre alten Zitate aber irgendwelche Aussagen über mich? Ich lasse mich doch nicht durch Äußerungen eines Autors definieren, der vor hundert Jahren gelebt hat, ich definiere mich selbst. Und ich definiere auch mein Verständnis von Anthroposophie selbst. Etwas anderes bleibt uns doch gar nicht übrig, gerade, wenn wir Steiner ernst nehmen.

Anonym hat gesagt…

Taten sind Früchte, Worte nur Blätter (Griechisches Sprichwort)

Anonym hat gesagt…

Vielleicht verstehst Du, dass die Antwort auf diese Frage nicht nur davon abhängt, ob Du zu dieser Wirklichkeit erwacht bist, sondern auch auf welchem moralischen & kulturellen & willentlichen Niveau Du zu dieser Wirklichkeit erwacht bist.

Thomas von Aquin hat gesagt…

"Die Frau ist ein Missgriff der Natur...mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuss und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger...eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann... die volle Verwirlichung der menschlichen Art ist nur der Mann"