Montag, 27. Juli 2009

Utopia

Viele spirituelle Sinnsucher gehen heute viele gute Wege – die Auswahl und Qualität war nie größer. Mein Erkenntnisweg ist ein relativ moderner. Es ist der anthroposophische Erkenntnisweg, der von Rudolf Steiner auf der westlich-philosophischen Kultur aufbaut und gleichzeitig die Weisheit des Ostens integriert. Es ist die Gleichzeitigkeit von spiritueller Weisheit und tiefer Menschlichkeit.

Wie auf jedem guten geistigen Weg gibt es zwei völlig unterschiedliche Stationen. Die erste Station ist der Start. Zum Start werden wir durch ein Gefühl getrieben: unsere brennende Sehnsucht des seelischen Unbefriedigtseins. Mick Jagger konnte ein Lied davon singen: I Can’t Get No Satisfaction.

Geistige Sinnsucher werden immer von Sehnsucht getrieben. Bis sie eines Tages ankommen.

Tiefer, umfassender und nicht zu beschreibender Friede dehnt sich dann aus – in alle Richtungen. Man steht dann in der Erfüllung aller Sehnsüchte. Das ist die zweite Station – manche bleiben dort, denn es ist im wirklichen Sinne das Paradies.

Andere gehen weiter und schöpfen dabei aus dem Vollen - hier beginnt eine völlig neue Phase.

Ein radikales Bekenntnis zur Evolution - dazu, dass man selber das Zentrum dieser Evolution ist.

Bis zu dieser Station hatte man eine Million schmerzliche Fragen in sich und musste leidvoll die Antwort suchen – jetzt hat man zehn Millionen enthusiastische Fragen in sich, aber die Antworten kann man nicht mehr suchen.

Man muss sie geben. Hier beginnt Co-Kreation.

Es ist wie mit dem Sinn. Ich habe aufgehört ihn zu suchen. Es gibt ihn nicht - jedenfalls nicht unabhängig von mir. Ich bin kein Sinnsucher mehr. Ich bin jetzt ein Sinngeber.

Es ist im Grunde nichts besonderes - es ist einfach nur die schönste Sache der Welt: Der immer perfektere und radikalste Ausdruck dessen zu werden, was wir bereits immer & in jedem Augenblick sind: Vollkommen. Glücklich.

Ist das utopisch? Definitiv. Das ist ja das schönste an Utopia. Es hört nie auf, will immer mehr - und es ist gleichzeitig vollkommen vollendet.
Utopia
Utopia - aus Dir komme ich.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Saure-Gurken-Zeit...

JANET hat gesagt…

Sommerloch..

nee also was soll man dazu auch sagen....Ich war noch nie im Nirwana... und im Dauerzustand schon gar nicht und die Wahl Bleiben oder nicht kenne ich auch nicht. Und bevor ich wieder ausgelacht werde... ***KERSTIN scharf anschaue, im Geiste und in die Wüstenrose schicke..*** *lach*
sage ich lieber NÜSCHT! und nun ja doch!

Co-Kreation? pphhhh COCO oder was?

JANET hat gesagt…

übrigens ich schaue gerade aus dem Fenster und sehe genau diesen Regenbogen in voller Pracht...Ich weis nicht mehr was ich sagen soll.

8o)

Christine G.B. Rau hat gesagt…

Genau so fühlt es sich an: "tiefer, umfassender Friede !" ... dieses Kribbeln im Bauch, kennst du das auch ? Einfach überzuschäumen vor Glück ! Ja, ES ist wunder-voll, dieses Glücksgefühl ! Und es ist ab dann immer immer und ewig teil-bar, da sich dieses 'Gefäß' immer wieder füllt ! Mit dem 'Bild',dass Antroposophie eine 'glänzende Perle' an einer Kette sei, an der noch weitere 'glänzende Perlen' hingen, (zu lesen in einer der vergangenen Ausgaben von info 3 :) ) beschreibt Sebastian Gronbach, in welcher Weise er Antroposophie als Erkenntnis-Weg bzw. Erkenntnis-Möglichkeit eingereiht sieht ! Das hat mir ein tolles und glaub-würdiges Argument dafür geliefert, wenn ich einmal mehr von Mit-Menschen vor die Be-Antwort-ung der Frage gestellt werde, warum Antroposophie so ausschließlich sein möchte ! Danke dafür Sebastian Gronbach ! Ja, Fragen (am besten begleitet durch positiv motivierte Handlungen) zu beantworten ist die Aufforderung der Stunde, der Zeit, der Epoche, in der wir leben und lieben und suchen und finden ! Und es ist sehr ratsam, dass wir uns diese bedeutsamen Fragen zunächst SELBST stellen, diese für uns beantworten und auch wach-offen für die Antworten der vielen DUs bleiben !!! Ich liebe das Leben ! Und ihr ? Sie ? mit herzlichen Grüßen Christine :)

Anonym hat gesagt…

also ich liebe auch das leben und bei mir kribbelts auch überall und ich bin auch ganz geil und haldle voll positiv motiviert und brauche nichts sonst noch nichma perlenketten oder so, kein gronbach, kein erkenntnisweg, keine utopie - das ist viiel geiler als ihr euch vorstellen könnt.

horst

Anonym hat gesagt…

Erzähl mal, Horst,
von dir und deiner Liebe, deinem Kribbeln, deiner Geilheit! Wo kommt das her, wie fühlt es sich an, wo geht es hin? Und du "brauchst nichts sonst" ...außer...?
Gespannt:
Barbara

manroe hat gesagt…

@Janet

Co-Kreation ist völlig harmlos, wenn DU kreativ bist und ich auch, dann sind wir zusammen kreativ. Genau so wie dieses Sharing the presence von dem Hübl, wenn Du gegenwärtig bist und ich auch, dann teilen wir die Gegenwart. Also ganz einfach vom Verständnis her.

Ich finds immer sehr schade, wenn man Grundwahrheiten meint, immer gleich in dicke Bücher packen zu müssen. Da arbeitet man dann, bzw. erhält diese Autorität statt sie mal endlich in Co-Kreation miteinander zu teilen, aufzulösen, diese von aussen kommende Schein-Autorität endlich einmal dort anzusprechen, wo sie auch ist, nämlich in einem jeden MIR. Das wäre modern!!

Manfred

Anonym hat gesagt…

genau Manfred, Utopia ist naheliegender als wir denken..
UND jede Utopie ist morgen schon Gegenwart. Vor 100 Jahren konnte sich doch keiner vorstellen das wir tatsächlich auf dem Mond fliegen DAS WAR UTOPISCH. Was wir heute kreieren, kann morgen wahr werden.

HERZGRUß
JANET

Anonym hat gesagt…

Die Mondlandung war ein Fake. Kein Mensch war jemals dort. Ich dachte das wäre längst klar. Wann erwacht Ihr endlich aus euren Träumen?

Anonym hat gesagt…

HAch wieder jemand hervorgelockt..Verschwörungen uuuaaaah. Ich steh auf sowas! Erzähl mal! Ich hab noch mehr Verschwörungen auf Lager

HERZ Gruß
JANET

Anonym hat gesagt…

Diese Atmosphäre hier gefällt mir überhaupt nicht.
Da schreibt der Sebastian so einen großartigen Text und Euch fällt nichts anderes als sentimentales Geschwafel dazu ein.
Ich finde, das hat er nicht verdient.

Anonym hat gesagt…

Weißt Du Barbara,
ich kann nicht viel darüber erzählen, weshalb ich einfach nur glücklich bin. Es gibt keinen äußeren Grund dafür, oder doch: Die äußere Welt ist einfach nur ein Jubel, wenn du siehst die Steine, Menschen, Pflanzen, Tiere... Sicher, die Menschen verursachen unendlich viel Leid. Durch alles, was in Dekadenz befangen ist, ermöglicht erst die Erkenntnis der Freude! Und so stimmt letztlich auch das Böse untergehend in den Jubel ein. Reine Freude, reiner kribbelnder Jubel über das Leben - einfach so. Ohne spirituelles Streben, ohne Sicherheitsnetz, ja, die Freude, die immer auch über dem Leid sieghaft anwesend ist. Das einzige, was ich dafür tue ist: Keine Drogen und Demeternahrung mit Lichtwurzelpulver (vielleicht auch eine Droge???). Wobei ich keine Drogen sehr genau nehme: Alles, was mit Mutterbrust zu tun hat im übertragenen Sinne zähle ich dazu. Es kann sogar auch Spiritualität Drogencharakter haben. Die drogenfreien Schichten von Sex, Elektromusik, spirituellen Lehrern, Internet, Konsumgütern ist natürlich sehr, sehr, sehr, sehr dünn, weshalb ich darin nichts suche. Es kann aber vorkommen, dass soetwas in den Jubel einstimmt. Also: glaubt nicht, was Onkel Gronbach so alles erzählt. Macht selbst die Augen auf! Ihr wisst auch wie es geht, denn euer spiritueller Lehrer spricht in eurem Herzen.

Onkel Horst

Anonym hat gesagt…

Diese Atmosphäre hier gefällt mir überhaupt nicht.
Da schreibt der Sebastian so einen großartigen Text und Euch fällt nichts anderes als sentimentales Geschwafel dazu ein.
Ich finde, das hat er nicht verdient.

Dieses Rumgezetter aber auch nicht.. SO! ;O)

Anonym hat gesagt…

so,
lieber Friedefreudeeierkuchen-Harmonie?
Geplänkel oder Schwärmerei, - alles derselbe Mist: Angst vor Tiefe.
"Rumgezeter" hat oder hatte zumindest mal eine Vision, eine eigene! Damit kann man schon mal was anfangen, - wenn man sie auszugraben versteht.
Ich jedenfalls find die Zeternden meist spannender als die Groupies. Wenn sie sich nur mehr einbringen/ zeigen würden, - nicht nur mit ihrem Contra, sondern auch mit dem Pro, welches dahinter steckt...

Barbara

manroe hat gesagt…

... ich denke daß Sinn suchen schon eine Berechtigung hat. Insbesondere für diejenigen sollte es einen Wert haben, die bereits "tiefer" und "freier" sind und aus diesem Fundus oder dieser Basis heraus ganz Anderes ans Licht bringen können.

Beim Sinn-Suchen sehe ich das so, daß man selbigen für Andere und eine bessere Gemeinschaft "generieren" sollte. Sinn als lichtsprühende "Laterne". Wenn man selbst nur strahlt finde ich es eigentlich ziemlich nutzlos, es kann die anderen auch recht leicht abhängig machen, siehe Barbaras Groupies.

Manfred

Anonym hat gesagt…

Werde mal Konkret! "Gezeter" hat nur Großartig als Vision und DU?

Träume hat gesagt…

erfriern...

Anonym hat gesagt…

Warum?

Christine G.B. Rau hat gesagt…

Hallo liebe LeserInnen, habt ihr Lust zu berichten, wie ihr eure 'eigenen' Laternen zum Wohle der Gemeinschaft zum Leuchten bringt ? Die Handlung zählt - und die beginnt bei den 'reinen' Gedanken ! Die Kraft der Gedanken ist schon sooo wichtig und wert-voll und erst die aus ihr abgeleiteten positiven Handlungen ! Also, was tragt ihr durch eure eigene Mission/ Berufung ? zum Wohle der Menschheit bei ? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten !
Dazu habe ich für euch/ Sie eine kleine Anekdote: Ein Rabbi trat am Ende seines Vortrages vor die ZuhörerInnen und sagte zu ihnen: "Ich habe heute Nacht eine Menge Antworten geträumt, also, wie lauten Ihre Fragen ?!?
Alles Gute und Liebe wünscht euch und damit der GesamtMenschheit (hoffentlich ! :) christinebgrau

Anonym hat gesagt…

...tja und das ist dann letztlich immer das Niveau, auf dem solche Blog-Beiträge ankommen: 08/15 und schlimmer, wo wir bei Zahlen sind. Willkommen im Irrenhaus der angeblich Erleuchteten!

Judith hat gesagt…

Hallo Sebastian,

klasse Text.

Ich habe gerade noch was interessantes gefunden:

http://esoreikundanthroposophie.wordpress.com/2009/07/15/korrosionen-des-seins-oder-die-entdeckung-der-quastola/

Vielleicht interessiert es euch auch. Mir war das vollkommen neu und es ist wohl hierzulande auch noch völlig unbekannt.

Liebe Grüße, Judith

Barbara hat gesagt…

@ Horst
Hey,
danke für deine Antwort!

Ich glaube ich weiß was du mit dem "Jubel über das Leben" meinst. Diese reine Freude als unerschöpfliche Kraftquelle, die pure Lust am Sein. Lust am und im Wahrnehmen, Erkennen, Verbundensein. Ein Zauber, der hinter allem liegt, oder auch ganz tief drin, eingewebt in die tieferen Schichten. Nicht immer sofort spürbar, manchmal muss man erst durch den Schmerz durch. Mittendurch, sonst lässt sich auch der Zauber nicht spüren.

Und da fängt es auch schon an: Ich kenne starke Zeiten der Verbundenheit, ganz erfüllt von Erkenntnis, Frieden, Wahrheit, Freude, Weite, Glück.. und dann wieder Durststrecken. Zeiten in denen mich dann aber die Sehnsucht trägt und führt. Ein Ruf, der über allem liegt, mein roter Faden zu mir selbst. Dann heißt es Vertrauen, wahrhaftig sein mit mir selbst ... bis "es " sich wieder neu, erneuert, entfalten kann.

Und ja, "Drogenfreiheit" ist natürlich wichtig, absolute Grundbedingung. Der rote Faden ist sonst ganz schnell weg, die Vision wird zum Trugbild, die Sehnsucht (der Ruf des Inneren, welches sich verwirklichen will) wird zum Verlangen (welches Erlösung im Außen sucht). Ist aber nicht immer so einfach, alle Süchte und Suchtmuster sofort zu erkennen. Das ist ähnlich wie mit den Zwängen, Neurosen, - alles Ver(w)irrungen, alles Lebensängste. Angst hemmt das Leben, Angst ist das Gegenteil von Liebe.

Und natürlich, klar, sind Religionen oft Drogenersatz, hat Wohlfühlesoterik mit Erkenntnis oder Befreiung nichts zu tun, im Gegenteil. Aber das soll wohl so sein: Wer "an" etwas glaubt, braucht sich der eigenen Wahrheit nicht mehr zu stellen. Freiheit erfordert Mut, auch den Mut alleine zu stehen, den Mut zur eigenen Wahrheit. Gefängnisse sind wenigstens schön kuschelig und die kargen Wände kann man sich ja mit Starpostern zukleistern. Auch Gurus sind Popstars: wer sich mit Heldenverehrung begnügt, muss nicht selber zu einem werden. Praktisch! ;-)

Was mich ein wenig verwundert: Kennst du keine Zeiten der Verlorenheit? Zeiten der Angst oder Verwirrung? Oder auch das Bedürfnis, dich auszutauschen, von anderen und ihrem Weg zu hören? Kennst du die Bereicherung der Inspiration, das Er-innert-Werden, wer man eigentlich ist oder sein sollte? Und siehst du wirklich - bei allem Spüren der bereits bestehenden Verwirklichung - keinen weiteren Weg mehr vor dir, hast du keine Sehnsucht, keine Vision, spürst du nicht so etwas wie einen Drang zur Befreiung?

Fragen über Fragen ;-) Alles mal einfach so runtergeschrieben. Mal sehen, ob du was damit anfangen kannst. Mal sehen, ob du antwortest.

->Mach mal, erzähl mal einfach noch etwas mehr!

Barbara

2012 hat gesagt…

Ich habe gerade noch was interessantes gefunden:

http://esoreikundanthroposophie.wordpress.com/category/esoterik/

Vielleicht interessiert es euch auch, wie es möglich ist,dass so viele Erleuchtete da sind. Mir war das vollkommen neu und es ist wohl hierzulande auch noch völlig unbekannt.

Liebe Grüße, Jürgen

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Also wenn das zu meiner Erleuchtung beitragen soll, dann warte ich gerne damit noch bis 9022... oder noch länger, wenn es sein muss.

In meinem ganzen Leben las ich noch nie so einen zusammenhanglosen, von falsch geschriebenen, völlig sinnlosen Wörtern gekenntzeichneten Text.
Doch wer weiß, wenn ich ihn nur lange genug lese und immer wieder wie ein Matra wiederhole, vielleicht erschließt sich mir ja noch der Sinn.
Im Moment fehlt mir allerdings die Zeit und die Muße, mich tiefergehend mit diesem Text von Dr. Ici Wenn auseinanderzusetzen.

Jessas Herr Gronbach, was sich so alles zu Ihnen hingezogen fühlt...

Anonym hat gesagt…

ich finde sie so witzig Hr. Gronbach, manchmal zumindest!