Montag, 10. August 2009

Danke für den Kuchen

Ja, ich bin jedem dankbar der hier schreibt. Ich freue mich ganz besonders über Zustimmung und es macht mich glücklich, wenn Menschen durch meine Arbeit wachsen. Kritik inspiriert mich und manchmal muss ich sehr lachen, weil viele Kommentare wirklich witzig sind. Ich habe nie das Gefühl, verlieren zu können. Denn das Leben ist kein Nullsummenspiel, bei dem ich verliere, wenn der andere gewinnt.

Rudolf Steiner hat mich gelehrt, nicht darum zu streiten, wer das größere Stück Kuchen bekommt. Stattdessen lehrte er mich, ebenfalls einen Kuchen zu backen. So groß und schön, wie ich eben kann. Nach meiner Art. Ein anthroposophischer Kuchen ist ein Kuchen, der so schmeckt wie kein anderer Kuchen - der immer besser schmeckt und immer neu und frisch und bekömlich ist. Wenn ein Kuchen anthroposophisch schmeckt, dann ist es kein anthroposophischer Kuchen.

Rudolf Steiner lehrte mich, den Kuchen zu teilen. Und wenn der Kuchen gegessen ist, dann backe ich einen neuen Kuchen. Es ist genug für alle da - niemand muss ihn essen, aber jeder ist eingeladen.

Denn das Universum ist nicht endlich - es ist grenzenlos. Es ist wie die Liebe. Mütter und Väter wissen das. Wenn sie ihr erstes Kind bekommen, sind sie davon überzeugt, dass ihr Herz und ihre Liebe nicht größer sein könnte.

Doch wenn das zweite, dritte Kind kommt, dann öffnet sich einfach das Herz, die Liebe wächst und wir umarmen die Welt ein Stück mehr.

Darum freue ich mich über jeden Kommentar - ich gehe davon aus, dass er ein Kuchen für mich und andere ist. In bester Absicht gebacken. Mit bestem Wissen und Gewissen und edlen Zutaten. Gebacken um ihn zu teilen - nicht um anderen das Maul zu stopfen.

Wer hier schreibt, schreibe aus seiner innersten Süße. In Dir ist die Süße des Universums. Aus Licht und aus Liebe, aus Wahrheit und Frieden, aus Weisheit und aus Stille.

Lass uns heute von dieser Süße kosten und uns stärken. Einfach so. Heute soll es Kuchen geben. Es ist genug für alle da. Bediene Dich - ich diene Dir.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

wunderschöner text! danke
christoph

Maurulam hat gesagt…

Yam! Leckerleckerlecker! Vielen Dank!

Anonym hat gesagt…

Herr Gronbach,

Gerne lasse ich mich einladen und bin dabei. Essen mögen den Kuchen aber andere. Ich kriege ihn einfach nicht runter. Denn er ist für mich ungenießbar. Ich habe mich nämlich mit dem Rezept beschäftigt. Für mich ist es so, als ob man in eine Sachertorte Curry und Kümmel hinein tut. Schmeckt das anderen, dann ist das deren Sache - Geschmackssache.

Ich verstehe nicht, weshalb Sie immer noch solche fremden Zutaten benutzen. Bleiben Sie doch beim Originalrezept des Bäckermeisters. Dann bekommen Sie einen Kuchen, der so schmeckt wie kein anderer, nämlich echt anthroposophisch. Der für Sie und für andere bekömmlich ist und der alle sättigen kann. Mit reinsten Gedanken, selbstlos und mit Liebe gebacken. Und aus feinsten Zutaten hergestellt. Der nur darauf wartet gegessen zu werden.

Einen solchen Kuchen würde ich gerne mit Ihnen essen. Einen frisch gebackenen, mit frischen Zutaten, nach einem alten, jedoch immer noch jungen, Rezept des erfahrenen Bäckermeisters.

Anonym hat gesagt…

Das Bäckerhandwerk wäre ausgestorben, hätten die Bäckerlehrlinge nur immer stur nach Rezept des alten Patriarchen gehandelt. Ob das gereicht hätte dem Phänomen Kuchen gerecht zu werden, ob es geholfen hätte, die Vision zu verwirklichen? Der Inhalt erstarrt, wenn er sich allzu starrer Form beugen muss, wenn alte Tradition dem neuen Leben Schranken setzt, anstatt es orientierend zu begleiten.
Ob es vor allem im Sinne des Schöpfers all der edlen, frischen Zutaten gewesen wäre, so viel schöpferisches Potential unausgeschöpft zu lassen?

Barbara

Christine G.B. Rau hat gesagt…

Also, ich finde das sehr sehr spannend und interessant, wenn man auf dem 'Groß-Markt'für das Back- und Konditorhandwerk Zutaten mit bestem Geschmack, Wissen und Gewissen sorgfältig auswählt; dazu noch so 'mutig' ist, neue Zutaten zu einer bekannten und sich als gut herausgestellen Back-Mischung hinzuzugeben, in der guten Hoffnung, dass das (Zwischen-?)Ergebnis dann mehr und noch vorzüglicher mundet, als der schon 'bekannte'. Und nicht in der Hauptmotivation, als noch berühmterer Konditor gefeiert zu werden (das ist ein schöner Nebeneffekt :)), sondern weil man davon überzeugt ist, das der jeztt entstandene Kuchen noooooch köstlicher schmeckt !
Veränderung ist manchmal zunächst auf-wühlend, wenn sich das Neue (was ja so neu gar nicht ist, da die grundlegenden Zutaten ja die gleichen bleiben) dann aber als positiv erweist und erst mal gesezt hat - oder um im Bild zu bleiben; wenn man sieht und schmeckt, dass der Kuchen sich zu einer Torte verfeinert hat, dann fühlt sich das guuuuut an ! Leben ist Veränderung, Erweiterung, Erneuerung und Torte mit Verzierung !!!
liebe Grüße an den Konditor :) und an alle lieben Menschen :)
... toll, wie alle an dem Bild des Kuchens in deren Antworten malen - das muss sich doch für den Konditor einfach gut anfühlen - Öl, Öl und vor allem, der Ansporn, an dieser Torte weiter zu verzieren :)
Christine

der Korrekturleser von CBGrau hat gesagt…

... hoppla, da sind doch wirklich ein paar Rechtschreibfehler hineingeraten ... kürzlich las ich in einer Obdachlosenzeitung dazu eine witzige Aufforderung: "Sollten Sie Rechtschreibfehler entdecken ... dürfen Sie diese gerne behalten" :) Klasse, oder ! so long und viel Spaß beim Backen, Genießen, Weiterentwickeln des Rezepts ....

der Korrekturleser von CBGrau hat gesagt…

... hoppla, da sind doch wirklich ein paar Rechtschreibfehler hineingeraten ... kürzlich las ich in einer Obdachlosenzeitung dazu eine witzige Aufforderung: "Sollten Sie Rechtschreibfehler entdecken ... dürfen Sie diese gerne behalten" :) Klasse, oder ! so long und viel Spaß beim Backen, Genießen, Weiterentwickeln des Rezepts ....

Anonym hat gesagt…

@ Barbara

Das Bäcker- oder Konditorhandwerk hat sich ja weiter entwickelt. Aber doch nur, weil die Lehrlinge das Handwerk von den Patriarchen gelernt haben und als die Jungen über die Lehrlingsstufe hinaus gingen haben einige Begabte das Handwerk erweitert. Wurden selbst Meister des Handwerks und haben neue Rezepte entwickelt. Haben feinere Brote und Kuchen gebacken und so ihre Visionen verwirklicht.
Und das ist ja auch gut so.

Bei Sebastian Gronbachs Rezept sehe ich es so (um nicht wieder Curry und Kümmel zu nehmen), dass er einen feinen Pfirsichkuchen mit Fischsoße verfeinert. Und das ist eben nicht mein Geschmack. Vielleicht bäckt er ja irgendwann etwas, das mir schmeckt. Dann lasse ich mich gerne einladen und nehme mir auch gerne ein Stück (oder auch zwei). So lange schaue ich eben zu und sage ab und zu was ich denke.

Ich probiere auch gerne Kuchen, wenn z. B. meine Frau sich mal wieder an einem neuen (oder auch einem alten) Rezept versucht hat. Da bin ich ganz offen.

Übrigens halte ich es für erstrebenswert, das jedem vorliegende Potenzial zu erkennen, schöpferisch zu nutzen und dieses nicht in archaische Formen zu gießen, hineinzuzwingen.

lametta hat gesagt…

Sooo schön dieser Blogeintrag!

Nicht nur teilen lernen sondern selbst "backen".
Wenn mir jemand etwas vor meiner Nase backt, es duftet so köstlich und ich merke, dass ich das so nicht kann, wenn ich neidisch bin darauf, weiß ich, was ich wieder neu lernen kann...das geht aber immer erst, wenn ich meinen Kopf (er)hebe und mich würdig fühle, es zu probieren.
So viele gibt es, die sich das nicht trauen...Scham? Angst?
Es gibt so viele, die nicht selber backen, nicht einmal danken, wenn sie empfangen, weil sie sich schämen und fürchten...ich will sie heraus locken aus ihren "Löchern" und schenke...
All denen von hier aus eine Dattel im Speckmantel...die duften hier gerade im Ofen...mit Speck fängt man Mäuse=)

manroe hat gesagt…

Sind wir hier grade im Sommerloch oder habe ich mich in einem Seminar über luziferische Geistigkeit verirrt??

Überlege grade, ob ich mal auf allen Vieren fähnchenschwenkend bei meinem Bäcker vorbeischaue und ihn mit süßen Wattebäuschchen beglücke, aber ich trau mich noch nicht so recht, weil ich noch glaube, der hält mich für ein wenig verrückt, obgleich ich ja weiß, daß es nur seine eigene Beschränkung ist. Was meint ihr, soll ich das trotzdem mal versuchen um ein positives Signal zu setzen?

Manfred

lametta hat gesagt…

Du, manroe scheinst ja keiner von denen zu sein, denen Selbstachtung fehlt. Mir fehlt sie auch nicht. Aber um mich herum sind Menschen...viele...die das Leben so gedrückt hat, dass sie nicht einmal mehr zynisch sind...so wie dein Feedback gerade...ich meine die, die vor lauter Sorge keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen und leider auch nicht beigebracht bekommen haben, darüber nach zu denken, was mit ihnen geschieht.
Zu denen geh und schwing dein Fähnchen, damit sie sehen wo es lang geht. Mach sie neugierig.
Und roll sie bloß nicht in Bisquitteig ein.
Schönen Tag wünscht
Stefanie

Joy hat gesagt…

Lieber Manfred, wenn das dein Impuls ist und dir entspricht, warum nicht;-)
Ich möchte jetzt auch noch mal was sagen zu deiner Art. Deine Worte sind manchmal sehr abfällig, wertend, ablehnend. Ich weiß nicht in wie weit das berechtigt ist, dafür habe ich mich nicht gründlich genug damit beschäftigt, als dass ich urteilen könnte. Ich weiß nur, dass ich es nicht leiden kann, wenn etwas von mir oder anderen verurteilt wird und in Vortellungen gepresst wird, weil ich die Dinge dann nicht sehen kann, wie sie wirklich sind. Ich mache das wie schon gesagt auch immer wieder, aber seit einiger Zeit hinterfrage ich das viel stärker und sehe jede Ablehnung in mir als Prüfung. Ein Beispiel von vielen: Ich hatte immer was gegen Xavier Naidoo, seit ich mal das Lied "Was wir alleine nicht schaffen" durch Simone bei missionwir gehört hab, denk ich mir, oh ist ja auch ein Mensch, mit den selben Sehnsüchten wie ich, der macht sich auch Gedanken, und bringt diese auf seine Art in die Welt, auf Wegen, die ich so niemals gehen kann und will....
Noch ein Beispiel: Mir fällt es schwer, deine Worte frei von eigenen Urteilen und Ablehnung zu lesen, wenn sie so schnell verurteilend, verletzend, zerstörend klingen. Aber ich verstehe meine Außenwelt immer mehr als Spiegel und sehe dann, dass ich ebenfalls noch oft herablassend, ablehnend, verurteilend, verärgert... handel und denke.
Dieser Blog war und ist für mich ein Raum, wo ich mich voller Liebe, Angenommen sein und Geborgenheit, auch mit ein paar Arschtritten entwickeln kann und konnte, und ich möchte, dass das auch für andere möglich ist. Ich versuche das, was ich die letzten Monate erkannt habe, wo ich mir sicherer werde in meinem Leben mit meiner Mitwelt umzusetzen. Zuletzt möchte ich noch einmal alle dazu einladen ebenfalls bei missionwir zu lesen und zu schreiben, auch Posts! Momentan ist dort scheinbar nicht mehr soviel los (alles am reifen und Früchte entwickeln), aber es lohnt sich mal intuitiv was zu stöbern und selber zu schreiben. In Liebe Joy

Joy hat gesagt…

Danke Stefanie, bist dazwischen gerutscht.

manroe hat gesagt…

Hallo Joy,

aber Du bemerkst doch auch, dass ich nicht immer, ja meist, nicht so bin??

Danke.

Und wenn Du dann darauf schaust, solltest Du empfinden, warum ich heute so war. Ich denke eine solche Betrachtungsweise wäre besser, als alles partout auf eine seichte Ebene zu trimmen. Die Tücke der Seichtheit besteht darin, dass sie einlullt, weil man sich so gut fühlt, was jetzt nicht heißen soll, daß ich was gegen das Gute habe, bleibt halt noch die Frage, wie man zum Guten gelangt.

Und diese Sache mit dem Spiegel, ist nicht schlecht, wenn man da öfters mal reinschaut. Und man schaut doch da rein, weil man was erkennen will, oder nicht? Und wenn man was erkannt hat, im Spiegel, was macht man dann?? Schau ich dann wieder in den Spiegel??

Mir ist wirklich klar und einsichtig, daß man Gefühle möglichst nicht verletzen sollte, aber mir ist auch klar, daß es eine trügerische Ebene ist. Und da fängts für mich an, weh zu tun. Oder vielleicht, wie unterscheide ich blosse Gefühle von wahrnehmenden Empfindungen? Deren Laufrichtungen sind gegenläufig.

Manfred

lametta hat gesagt…

"Es ist genug für alle da" schreibt Sebastian. Das finde ich auch. Aber...darauf wollte ich mit meinem offensichtlich nicht klaren Bild hinaus: Was, wenn sich zu wenige "trauen" davon zu kosten? Wenn zu viele ihn gar nicht sehen?

Wo stehen unsere "Kuchen"? Auf dem Fensterbrett der Trinkhalle neben der Bildzeitung? Oder doch eher in luftiger Höhe eines Elfenbeinturmes?
Ich bin da für den Bauchladen...gefüllt mit Anregungen für jeden Appetit.

C.G.B.Rau hat gesagt…

... sehr sehr wert-voll ist dieser Beitrag von 'lametta', der/ die sicher zurecht seinen/ ihren Namen trägt :)
denn, wie sicherlich so einigen Menschen, die sich den Luxus Zeit und Muße erlauben (können) hier mit zu sinieren, diskutieren, ent-wickeln, geht es mir auch so, dass ich mir über genau diese Not-Wendigkeiten einige Gedanken gemacht habe: Meine derzeitige Folgerung lautet: es ist doch wunder-voll und bereichernd für die 'Menschen an der Trinkhalle, neben der BILDzeitung, dass Menschen, wie Sie, 'lametta' und Menschen, wie Sie ____________, sich darüber Gedanken machen und deren positive Ergebnisse in die Tat umsetzen !!!!!! Indem sooooo viel 'übrige', grenzenlose, unendliche Liebe auf die Menschen überschwappt, die eben mit ganz grund-legenden Angelegenheiten befasst sind (oder sein müssen ...) Wer, und dies meine ich mit vollstem Respekt !, würde denn den Müll wegfegen, die Kanäle reinigen, die Platinen zusammenschweißen, wenn .... ja, wie fühlt sich die Welt an, ja, wie IST SIE GESTALTET, wenn 'dieses' freigeistige Leben alle Menschen erfasst und mitspült ? Und wie konkret sind schon solche Aktionen in diese Richtung, wie z.B. die KRÖNUNGSWELLE !?! Dafür und für viele weitere Aktionen ist die ZEIT REIF ! :) Also, auf geht's, nehme ein Jeder und eine Jede so viele Menschen auf diesen Weg mit, wie er oder sie die Kraft und das beste Gewissen dazu zur Verfügung hat und sei er/ sie damit glücklich und mit sich im REINEN !!! Dann kann ja alles WEITERE und HÖHERE immer näher kommen ! Keiner hat das ZIEL nur noch rosa Torten zu backen oder zu essen, wie laannggweilig wäre das ! ... aber Kuchen, die schmecken, die dann erst schmecken, wenn man sie mit möglichst Vielen teilt ! Davon können Sie und Sie und Sie ab sofort jeden Tag mindestens einen backen und essen und backen und verschenken und und und .... alleine Ihr Gewissen möge Ihr Chefeinkäufer sein !!!
liebste Grüße CGBRAU

Anonym hat gesagt…

Lassen wirs mal damit gut sein.