Sonntag, 16. August 2009

Das Normale sprengen

Die nächsten Wochen werden spannend! Es stehen Entscheidungen an, es werden Weichen gestellt, ich habe spannende Projekte vor der Brust und ich bin fest entschlossen das Beste zu geben – und ich schaffe das nicht ohne Dich. Ich bin voller enthusiastischem Vertrauen, dass alles gut geht. Ich vertraue auf Kollegen, ich vertraue auf Freunde, auf Fremde und darauf, dass Menschen sich entschließen mit mir zusammen das Richtige zu tun. Das Richtige – nicht das Normale.

Gestern war ich in Köln und wurde Zeuge der „normalen“ Menschen. Doch wenn ich ihnen genau zuschaute, wie sie da saßen und aßen, dann tickte hinter dieser „Normalität“ ein evolutionärer Sprengkörper. Es tickt das positive Gegenbild des Terrors. Etwas will sich selber geistig entzünden.

Ich sah die verborgene Sprengkraft der Träumer, Visionäre, Idealisten, Utopisten und Evolutionäre. Aber wo war die explosive Kraft dieser evolutionären Sprengkörper, die in jeder Zelle unseres Seins darauf warten, scharf gemacht zu werden? Ich sah Menschen, die im elitären Luxus dieser Stadt des Westens leben, und die ihre Lebenszeit absitzen.

Offensichtlich so reich – reicher als alle anderen Menschen auf der Welt. Reicher, als jemals Menschen waren...und doch offensichtlich so missvergnügt, so spannungslos, so NORMAL.

Ok – niemand wird über sie sagen, sie seien Spinner. Niemals müssen sie sich anschimpfen lassen, dass ihr Lebensentwurf unrealistisch sei. Sie müssen nicht für ihren individualistischen Standpunkt gerade stehen. Sie müssen sich nicht beschimpfen lassen, weil sie versuchen, die extaktische und uferlose Freiheit ihres Herzens zu leben.

Ich lege die Maske der Normalität ab – im Kontext der Anthroposophie bedeutet das etwas völlig anderes als im Kontext eines Fußballvereins. In beiden Fällen führt es zum Aufstand der Normalen. Das ist ganz normal.

Ich habe Träume, Visionen, und völlig übertriebene Wünsch an mich und an die Welt – und ich werde sie niemals erfüllen. Ich bin bereit, für unerfüllbare Wünschen und Visionen zu kämpfen. Ich möchte dem Gott dienen der mehr von mir fordert, als ich zu leisten bereit bin.

Ich will „vor Energie zu Grunde gehen“, wie Rudolf Steiner es einmal nannte, als man ihn fragte, welcher Beruf ihm der schönste sei: „Jeder bei dem man vor Energie zu Grunde gehen kann“.

Einmal wurde ich bei einem Podiumsgespräch als „Umtriebiger“ bezeichnet. Ich bin lieber ein Umtriebiger als ein Unbeweglicher.

Also – was treibt mich um in nächster Zeit?

Heute und morgen haben mich die Kollegen von Aventerra mal wieder beauftragt – im Namen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners – eine Trainingseinheit für junge Männer zu absolvieren.

Junge Männer, die zu einem freiwilligen sozialen Jahr ins Ausland gehen und dort in eine anthroposophische Einrichtung.
Sie werden mit mir Einsichten in das Leben und Werk Steiners nehmen. Wie lebte jemand, der bis heute die Menschen in Spannung versetzt? Es wird Lektionen zur Entfaltung einer spirituellen Lebenspraxis geben und natürlich Meditation als Angebot für alle Freien.

Ich bin absolut darauf angewiesen, dass meine Worte offene Herzen finden und wenn uns diese Tage gelingen, kann das ein wichtiger Mosaikstein in der Biografie dieser jungen Männer sein. Sie gehen in die Welt und in diesen Tagen haben wir die Chance, ihnen etwas Richtiges auf dieser Reise mitzugeben.

Ein Woche später wird es eine interne und zweitätige Klausur der Anthroposophischen Gesellschaft NRW geben. Ich bin nicht sicher, inwiefern es mir erlaubt ist, hier inhaltlich davon zu erzählen. Deshalb nur so viel: Wir werden u.a. den Blick auf einige bedeutsame, spirituelle Strömungen der Gegenwart fokussieren und wir werden uns dem Thema widmen, welche spezifische Kraft und Aufgabe die Anthroposophie in diesem Kontext spielt.

Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich hier sage, dass ich zutiefst davon überzeugt bin, dass Anthroposophie ein bedeutsamer Faktor der Spiritualität ist – aber sicherlich nicht der einzige Faktor. Wohl aber einer mit einer stolzen Tradition – die Frage ist für mich: Was & wer führt über diese Tradition hinaus? Hoffentlich kann ich dort angemessen meinen Beitrag leisten und hoffentlich entsteht ein Klima der Freude und des lustvollen Willens, den nächsten Sprung zu wagen.

Dann ein weiterer Höhepunkt am 4. und 5. September: GEIST bewegt alles - Mit Rudolf Steiner und Ken Wilber Dein ganzes Leben (r)evolutionieren. So lautet das Motto des Seminars, welches ich gemeinsam mit Michael Habecker in Bochum im Haus der Anthroposophischen Gesellschaft anbieten werde.

Michael Habecker ist der deutsche Ken Wilber Experte. Wenn Ken Wilber und Rudolf Steiner sich begegnen, dann grüßen sie sich im Geiste des ewig, evolutionären Gleichgewichtes. Wenn Michael Habecker spricht, dann ist es, als würden alle sichtbaren und unsichtbaren Elemente des Raumes in ein Gleichgewicht kommen – in ein spannungsgeladenes Gleichgewicht.

Ohne Eure Teilnahme, ohne Eure Erfahrungen, ohne Eure kraftvolle Begeisterung, würde dieses Wochenende im All zerstäuben.

Hier könnt ihr Euch über alles weitere Erkundigen und Eure Plätze sichern. Wir wollen nicht viel – nur mit Rudolf Steiner und Ken Wilber unser ganzes Leben (r)evolutionieren: Sekretariat.Gronbach@gmx.net

Ich bleibe mal in Bochum – denn am 12. September findet dort die Jahrestagung der Anthroposophischen Gesellschaft in NRW statt.
Und es geht ums Eingemachte. Wir haben den Geschäftsführer von info3Ramon Brüll – eingeladen. Brüll, sieht in der Existenz der Anthroposophischen Gesellschaft eine Hemmschwelle für die Wirksamkeit der Anthroposophie.
Er wird in einen diskursiven Dialog mit dem Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland , Hartwig Schiller, einsteigen. Schiller spricht sich für eine „situative Anthroposophische Gesellschaft“ (pdf) aus.

Ich bin mir sicher, dass es wirklich um das „Eingemachte“ gehen wird – und das ist in jedem Fall eine enorme Herausforderung für uns alle.

Eine solche Herausforderung bin ich selber – was nützt alles reden um den heissen Brei.
An diesem Tag kann es sein, dass mich die anwesenden Mitglieder, nicht für das Kollegium der Anthroposophischen Gesellschaft in NRW bestätigen werden. Dann endet mein ehrenamtlasches Engagement für diese Anthroposophische Gesellschaft.

Ich weiss, dass Form und Inhalt meines Engagements nicht der anthroposophischen Normalität entsprechen (ja, es gibt diese anthroposophische Normalität – siehe Fußnote: „Die sieben(!) Grundgesetze der anthroposophischen Normalität“).

Es ist ein normaler Vorgang, dass diejenigen, die sich nicht im Rahmen der Gruppennormalität verhalten, es ikn dieser Gruppe schwer haben.
Ich werde – sollte es dazu kommen – diesen normalen Vorgang der Abwahl einfach akzeptieren. Ich bin jedoch (bis in die verbliebenen Haarspitzen) davon überzeugt, dass die Anthroposophische Gesellschaft ein Ort sein will, wo der Sprung über die verordnete und gewohnte Norm hinaus, der innerste Eigenwille ist.

Ob ich mich weiter – und es ist mein brennender Wunsch – für diese Anthroposophische Gesellschaft engagieren darf, das hängt nicht vom Schicksal ab. Es hängt davon ab, wer an diesem Tag die Mehrheit hat – und das ist nicht das Schicksal. Es sind die Menschen die da sind und die Menschen die nicht da sind. Ich vertraue restlos darauf, dass die richtigen Menschen die richtigen Entscheidungen treffen werden.
Denn in den letzten Jahren, durfte ich von vielen unterschiedlichen und oft überraschenden Seiten, so viel herzliche Unterstützung und Mitwirkung erfahren, dass ich sehr optimistisch bin, dass wir am Ende in einer guten Gemeinsamkeit weitergehen werden.

Ich bin auch deswegen optimistisch, weil die Anthroposophische Gesellschaft in NRW, zu den ganz wenigen Landesverbände in Deutschland zäht, deren Mitgliederzahlen stiegen – ich hoffe, weiter zu diesem Aufwärtstrend beitragen zu können.

Ich denke, dass eine gesunde Streitkultur diesem Aufwärtstrend unterstütz. Manchmal machen wir Anthroposophen sehr ernste Gesichter...Glück – das ist manchmal ein kämpfender Mensch mit ernstem Gesicht.

Ich empfinde eine nervöse, aufgeregte und gewaltige Spannung, auch wenn ich an diesen 12. September denke. Doch das, was diese Nervosität, Aufgeregtheit und Spannung fühlt, ist selber ohne Nervosität, Aufgeregtheit oder Spannung. Dasjenige was die Steigerung und den Sturm des Fortschritts für die Anthroposophie will, ist selber ohne Steigung – es ist die Ruhe im Sturm.
Das, was sich nach Anthroposophie sehnt, ist selber keine Anthroposophie. Was sich sehnt, ist ohne Sehnsucht. Es IST – das ist ALLES.

In diesem Sinne geht es weiter: Am 18. September startet mein attraktivste Projekt des Jahres – ich habe keine Ahnung was passieren wird und fühle mich mit Freiheit beschenkt:

Der Musiker, Komponist und Theatergründer Michael Gees hat mich für ein Jahr engagiert, mit Jugendlichen öffentlich zu meditieren – bis zu einem Schlussprojekt im Herbst 2010.

Diese ÖKOMEDs werden im erweiterten Rahmen der Aktion „pottfiction Ruhr2010“ im öffentlichen Raum des Ruhrgebietes starten.
Junge Menschen – sicherlich nicht aus den bürgerlichsten Häusern – werden öffentlich Repräsentanten der Stille, der Innerlichkeit und der reinen Aufmerksamkeit sein. Jeden dritten Freitag im Monat – irgendwo im Pott.

Ich werde diese Termine hier bekannt geben und es wird für uns alle enorm hilfreich sein, wenn wir viele weitere Gefährten der öffentlichen Meditation dabei haben.
Darum freue ich mich, dass ich zwei Vertraute für diese Arbeit gewinnen konnte, die mir helfen werden, dass dieses Jahr ein Erfolg wird. Danke, Stefan Stark. Danke, Michael Heidekorn.

Das Riff der Stille, das muss im Pott besonders kraftvoll sein – denn der Pott kocht und in der Hitze, der Großstadt, da meditieren wir.

Guerilla-Meditation überlässt den öffentlichen Raum nicht dem Terror des normalen Lärms. Guerilla-Meditation setzt sich mit der ganzen Persönlichkeit dafür ein, was über jede Persönlichkeit hinausgeht: Stille. Friede. Einfach – da – sein. Der große Zeuge des Lebens, dessen Herz das Leben selber ist.

Meditation öffnet unser Herz für den Schmerz – ohne selber Schmerz zu sein.
Meditation lädt Einsamkeit ein, die in der Masse der Großstadt besonders intensiv zu fühlen ist.
In der gemeinsamen und öffentlichen Meditation werden wir so erfahren, was wir sind & wer wir sind & und was die tiefe und positive Bedeutung der Einsamkeit ist: Wir sind alleine. ALLeine.

Sei dabei wo Du nur kannst! Lege die Maske der Gewohnheit und der Normalität ab. Zeige, das darunter ein Held leben will. Zünde den Sprengkörper der Evolution in Dir – was dort explodiert und die Welt nach vorne reisst, das ist der beste Teil von Dir selbst. Lebe Deine Mission, Mensch!


Die sieben(!) Grundgesetze der anthroposophischen Normalität:
1. Wir sind so unglaublich individuell, dass es uns als Gruppe gar nicht gibt.
3. Wer uns als Gruppe wahrnimmt, der irrt.
4. Wir haben als Anthroposophen keine gemeinsame Meinung.
5. Niemand kann uns und unsere Weltanschauung beurteilen, der nicht zu uns gehört.
6. Wir können jeden Menschen in eine Weltanschauungsschublade einordnen, sobald er nur den Mund aufmacht.
6. Wer uns kritisiert, hat sich nur noch nicht richtig mit Anthroposophie befasst.
7. Selbstverständlich ist vernünftige Kritik an Steiner gerechtfertigt – man wird aber, wenn man vorurteilslos und vernünftig an die Sache herangeht, nichts Kritikwürdiges finden können.

Kommentare:

CGBRAU hat gesagt…

Lieber Sebastian Gronbach, liebe LeserInnen :)
Das ist ja eine ganze Menge an Einsatz - vor allem in der Öffentlichkeit !!! Ich persönlich unterstütze Ihre 'Vorhaben' sehr gerne mit sehr viel geistiger Energie, die wie auch immer ? zu Ihnen und Ihrer Mission fließt ! Gerne würde ich noch häufiger auch vor Ort sein, doch Bochum et al ist doch etwas weit entfernt von meinem Wohnort (rein physisch gesehen :)
Ich wünsche ganz vielen Menschen, die Sie und Ihre ansteckende Riesenleuchteenergie erleben werden, dass sie diese Impulse in ihr tägliches Leben einbinden werden und liebe-volle Taten daraus backen ! Könnte ich Segen verteilen, dann sagte ich an dieser Stelle: "Meinen haben Sie" für Ihre Projekte.
Ich freue mich riesig für 'die' anthroposophisch impulsierte 'Gesellschaft' von INDIVIDUEN :), wenn Ihre Erneuerungswelle sehr sehr viele Menschen erfasst !
Also, nochmals, aus Weinheim fließt sehr viel leuchtende Energie in die Richtung Ihrer Missionen ! Danke herzlichst, dass Sie das alles TUN, dass Sie 'gegen den main-Strom schwimmen und sooooo offensichtlich GUTES im Sinne und in Ihren Taten haben !

in bester beschwingter Laune sendet allen, die auch die Steigerung und den Sturm des Fortschritts der Antroposophie möchten, liebe Grüße, C.G.B.Rau :)

manroe hat gesagt…

Diese normalen Menschen, von denen Du sprichst, die sehe und erlebe ich ähnlich. Sie scheinen mir wie gefangen in einer von ihnen zwar bemerkbaren aber selbst nicht recht erlebbaren, erfassbaren Hülle zu stecken. Sie finden ihre Zündschnur nicht und suchen sie zumeist auch gar nicht mehr, denn sie wird von allem Anderen zugedeckt, bewusst so denke ich, durch die Schule, den Beruf, diese ganze Medienflut, all diese Schwätzer von da draußen, die nichts anderes im Sinn zu haben scheinen, als den werdenden Menschen in die Irre zu führen, indem sie sie einschließen in obige Hülle. "Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit", das ist der letzte Rest von Anstand, allerdings zumeist verlogen. Und ihr eigener Glaube, der der in den Hüllen gefangenen, reicht zumeist nicht mehr aus, sinnvoll betätigt zu werden. Es ist ein Riesenjammer.

Ich möchte Dir hiermit viel Erfolg wünschen bei Deiner Arbeit, insbesondere beim Eingemachten und Ökomed,

mit kriegerischen Grüßen :))

Manfred

Anonym hat gesagt…

MAN SIEHT IMMER DAS WAS MAN NACH AUSSEN PROJEZIERT. DIE "NORMALEN MENSCHEN" DIE SIE SEHEN SIND SO UNNORMAL WIE SIE.
WENN SIE IHREN GERADE AUFGEPUTSCHTEN FOKUS AUF DRAMA UND REVOLUTION AUSRICHTEN HEISST DAS NOCH LANE NICHT DASS DAS AUCH WIRKLICH DA IST. COOL DOWN. NICHT ABHEBEN. SONST WIRD DAS FEUER ZU STROHFEUER DAS SICH NUR SEINER SELBST WILLEN VERBRENNT !

manroe hat gesagt…

Häää?

Wollen Herr/Frau Anonym wirklich behaupten, daß das menschliche Wesen über einen Projektionszustand nicht in der Lage ist hinaus zu kommen?? Daß der Mensch gefangen ist in seinem Projektordasein?? Dazu verdammt ist, ein Leben zu führen im Kino seines eigenen Gefängnisses?

15 Sekunden wirklich nachsehendes Denken würde ergeben, daß wir Ihrer Theorie gemäß allesamt im Irrenhaus säßen. Denn das wäre es nämlich, ein großes Irrenhaus, eine Ansammlung von Projektoren, gefangen in ihrem eigenen subjektiven Saft, den sie permanent vor sich hinplappernd von sich gäben, ohne Sinn und Verstand, weil es keinen Sinn machen würde, wenn die Existenz des Menschen nicht aus der Projektion herauskäme.

Ich halte eine solche Anschauung für einen der größten fauxpas vermeintlicher Seelenkenner oder auf diesem Gebiet arbeitender, wahrscheinlich. Allerdings will ich nicht bestreiten, daß dem wohl in den meisten Fällen so ist, verwerflich allerdings die Schlussfolgerung, daß alles so sei!!!

Übrigends, der Protest kämme noch besser rüber, wäre er auch noch fett gesetzt.

Manfred

Anonym hat gesagt…

Es geht ums Eingemachte,

in diesem Punkt gebe ich Herrn Gronbach recht. Wenn man seine Agenda liest, kann einem das kalte Grausen überkommen (passend zum Titelbild).

Dem anonymen Beitrag von letzten Blogeintrag bezüglich Keimeyer möchte ich zustimmen, und den Gronbach-Anhängern, falls es die wirklich gibt, dringend empfehlen, sich mit der Anti-Anthroposophie von Tomberg & Co auseinander zu setzten. Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen, wobei Gronbach eine wesentlich subtilere, populistischere Variante der Anthroposophiezersetzung betreibt.

Gemeinsam haben diese Propheten, dass sie sich als Schüler Rudolf Steiners bezeichnen, seine Anthroposophie auf den neusten Stand bringen wollen, und im gleichen Atemzug Rudolf Steiners Vermächtnis relativieren und mit anderen fragwürdigen Inspirationsquellen gleichsetzen (Gronbach geht hierbei sogar so weit, Steiner mit Osho gleich zu machen, siehe letzter Blogtext). Diese Gleichmacherei führt sicher nicht zu Wissenschaftlichkeit. Und so zeigt sich, dass letztlich diese anderen Inspirationsquellen der eigentliche Standpunkt dieser Missionare sind, die wie hier auch nachzulesen ist, die Auslöschung oder Korrumpierung des höchsten Wesensgliedes des Menschen zum Ziele haben.

Es sind wirklich spannende Zeiten für die Anthroposophie angebrochen, denn die Anthroposophiegegner um Info3 fordern von jedem, der sich für die wahre Anthroposophie interessiert, gesteigerte Wachheit heraus. Die Evolution schreitet voran, die Spreu wird vom Weizen getrennt. Ohne Geisteskämpfe geht es wohl nicht.

Wird Gronbach eines Tages freiwillig aus der AAG austreten? Oder die Anthroposophen?

Detlef Baader

barbara2 hat gesagt…

lieber sebastian,
"zweitätige" eine nette freud`sche fehlleistung.
da bin ich mal gespannt, ob die agnrw deine progressivität weiter aus hält oder ab ins alte fahrwasser.
aber wesentlich, wie sich die mv entscheidet kann es nur für die mv sein nicht für dich.
herzlich
barbara

Anonym hat gesagt…

Jetzt verstehe ich weshalb S. Gronbach sich so hartnäckig auffällig als Anthroposoph bezeichnet.
Er hat Angst, dass er abgewählt wird. Schau an, eine menschlich allzumenschliche Regung eines Erleuchteten. Ich denke, das ist der längste post von Ihnen hier. Die Sache scheint Ihnen wichtig und die Angst so groß wie der post.
Und wünschen tun Sie hier auch, obwohl Sie einmal an anderer Stelle schrieben, dass Sie NICHTS mehr wünschen würden, niemandem.

Sie wollen in der Gesellschaft bleiben. Sie wollen diese von innen heraus erneuern. Es wird aber keine neue Anthroposphische Gesellschaft sein die da heraus kommen soll.
Sie wissen was richtig ist und die anderen sollen Ihnen folgen. Sie sind dogmatisch - das, was Sie anderen vorhalten. Und von nichts und niemandem werden Sie sich bremsen lassen. Sie werden Wege und Mittel suchen um anderen zu zeigen, zu sagen, was richtig und wahr ist - denn Sie wissen es ja.

Und wenn Sie hundert Mal sagen, dass Sie Anthroposoph sind - Sie sind keiner. Die Inhalte der Anthroposphie interessieren Sie doch überhaupt nicht. Sie benutzen Ihre Möglichkeiten, Fähigkeiten, Beziehungen um Ihr EGO auszuleben. Andersdenkende ignorieren Sie. Von diesem Standpunkt aus sind Sie GANZ NORMAL.
Können Sie, Herr Gronbach, das verstehen? - Natürlich können Sie das. Ich bin ja schließlich einer der Bremser. Einer, der einfach nicht akzeptueren will, dass Sie erleuchtet sind und sich bereits im All-Eins-Sein aufhalten.

weltweit erstes Steiner Channeling hat gesagt…

übrigens: Gronbach soll direkt von dem dritten Jesusknaben, der noch nie inkarniert war, ispiriert sein, stand letztens in einem Channeling in dem es um Wilber ging, oder so...

barbara24.de

Anonym hat gesagt…

LACH
Die ganze Menschheit ist einfach nicht in der Lage Gronbachs Erleuchtung gerecht zu werden - aber er wird es uns allen noch zeigen!!!
Denn - er ist soooo wichtig und wird noch sooo viel erreichen, auch wenn ein Erleuchteter eigentlich gar nichts mehr erreichen wollen sollen müsste.........
hahahahahahahahaha

manroe hat gesagt…

@barbara24

... mensch Barbara, Du solltest mal darauf aufpassen, was Du in Dein Denken hereinläßt, falls Du dafür Interesse haben solltest!! Diese weibliche Leichtgläubigkeit ist eines der Einfallstore für die Widersacher in der Gegenwart.

Wann, oh wann haben die Menschen zumindest Interesse daran, ihr eigenes Denken zu entwickeln und zu entdecken?? Auf das dieses Jahrmarktsbewusstsein endlich verdorrt und zum Humus werden kann.

Manfred

ans Eingemachte hat gesagt…

@Detlef Baader

Ich denke Sie haben wirklich recht mit Ihren Darstellungen. Ich denke aber auch, dass hier zwei Widersacher aufeinander treffen, die alte Anthroposophen-Anthroposophie und eine neue falsche Anthroposophie. Aber ich glaube auch noch, daß man nicht viel wird bewirken können, wenn man Herrn Gronbach schlecht darstellt, das bestärkt eher die Fangemeinde. Woran mangelt es denn zur Zeit? Das sollte man einsichtiger darzustellen versuchen.

E.A.

evelien nijeboer hat gesagt…

Hallo
Ich stelle mir so vor, der dritte Jesusknabe ist einsam und auch wesentlich demokratisch, fuer ihn sind alle Menschen gleich. Er ist bestimmt froh wenn einer sich meldet - je mehr menschen, je besser. Ob es gut ist was einer damit macht oder nicht, stellt sich erst nach dem Tun heraus. Von vorne herein wissen wollen ob die Wille gut oder schlecht is, is nicht produktiv und auch nicht kreativ. Denn, im Tun trifft man immer wieder Entscheidungen, im Moment selber. Da kann man sogar noch gerettet werden wenn man die Seele an den Teufel verkauft hat (wie etwa der Faust - wer immer strebend sich bemueht…)

Wenn menschen reden von nicht-menschliche Wesen, eigene oder andere vorige Leben, Engel oder Christus, siehe es als eine Denkart. Man setzt damit erstmals ein Weltbild auseinander (und dann damit eingeschlossen, eine Wille zur Verbindung.)
Bevor es Anthroposophie gab war dies in z.b. der Gnosis die uebliche Denkart. Ich glaube, die Anthroposophie is nicht gemeint als unbedingten Ersatz von diese Denkart, eher aber als Werkzeug um diese wesentliche Denkart als Individuum neu aufgeifen zu koennen.
Unter den Level der Erkenntnis liegt dass der Religion. Religare heisst: sich-verbinden (zum Hoeheren oder Anderen). In diesen Level werden die Entscheidungen getroffen - Erkenntnis is davon immer nur eine bessere oder schlechtere Auswirkung.
So resolut (ja oder nein Verbinden) muss es gar nicht sein. Man kann sich eine eventuelle Verbindung ja abtasten. Bewusstsein einbringen. Gleichgewicht.

Sebastian, vielen Dank dass du dich neben deine arbeit die Muhe machst, in Verbindung mit die AG zu bleiben. Ob du gut oder schlecht seist, kann ich so im Abstand nicht beurteilen.:) Erneuerung der anthroposophie ist aber dringend noetig. Ich finde du stellst relevante Themen und Fragen. Es ist bestimmt auch mutig, sich von anderen Anthroposophen beurteilen zu lassen. Bin gespannt was die AG sich waehlt. Ich wuensch dir Kraft, waerme und Gelassenheit, und was du sonst noch brauchst. Herzlichen Gruss, Evelien Nijeboer

JANET hat gesagt…

Ich will nur sagen..Ich mag Sebastian als Mensch, nicht als Anhänger von irgendwas! Alles was drumherum ist, sind irgendwelche Anzüge die man anzieht und wieder auszieht hoffentlich lieber anprobiert und sich wieder und wieder umzieht bis man sagt..alles Dreck ich bleib nackt...weisst wie schön das ist? Die AG, ich kenne sie auch nicht, kann froh sein über Menschen mit Ecken und Kanten..Irgenwie haben die auch Knaatsch mit Archiati, dabei ist das auch so ein toller Mensch. Ich liebe Menschen mit Ecken und Kanten und Wunden Sie sollen doch froh sein herausgefordert zu werden um zu wachsen daran!

Ich kenne auch Sebastian nicht wirklich...Ich kenne vieles nicht wirklich. Wie auch, ich erkenne mich ja selbst nicht. Aber was wahr und schön ist kann man immer wieder erkennen...Auch durch den ganzen Kakao... und wie das man musst du selbst herausfinden...Ich würde es schön finden, wenn Anthroposophen ein warmes Lächeln im Gesicht haben...und auch eine kampfesernste Miene zeigen.

Lieben frischen Gruß an alle die sich verbunden fühlen...hab noch Ostseeluft im Gepäck...*pfeif*
JANET :)

soniah hat gesagt…

Lieber Sebastian,
du bist weder der erste noch der letzte der wegen sein Glaube leiden muss. Steiner selber hat sehr viel Hass gekostet. Du zeigst dein Gesicht und deine Wunden, hast nichts zu verstecken und Widerstand macht dich nur stärker. Schade nur für die AG wenn sie diese Kraft vernachlässigt, weil sie ist da und beeinflusst besonders viele junge Suchende die in der AG nicht das finden was ihre Geister gegenwärtig brauchen.
Dir wünsche ich Gelassenheit, Klarheit, Innigkeit und Besonnenheit für deine nächsten guten und sicheren Lebensschritten.
Herzlich,
soniah

lametta hat gesagt…

Vielleicht braucht ein Sebastian Gronbach "die" Antroposophie ja schlicht nicht mehr...ist darüber hinaus gewachsen und steht längst auf eigenen starken Beinen?
Und vielleicht ist eine Gesellschaft, die auf derartige Neuerungen verzichten will schlicht eine leere Institution?

Freue mich darauf, wenn er im Pott "kocht"...der kann es brauchen... ich auch...

Weiterhin Mut und die Ruhe wünscht
Stefanie

Wir sind verrückt hat gesagt…

ich weiss wir sind verrückt!

Verrückt heißt eigentlich man ist nicht mehr dort zu finden wo man vorher war
Und mal geschieht es plötztich und mal war der Wunsch längst vorher da
Egal wie es kommt, es ist wie es ist, Verrückt ist doch nur der der nicht mehr aufzuhalten ist
Und nicht mehr auszuhalten ist für den angepassten Rest, doch der angepasste Rest ist doch auch nur verhext
Und verkorkst vor Komplexen, Kreditkarte, Schecks
Arrogante deutsche Banker ham sich schwer überschätzt
Brauch kein Plan fur mein Leben, keine Navigation, kein rat von falschen Propheten, denn das hatten wir schon
Wir reden heute von Kriegen die wir seit tausend Jahren hatten, lassen uns nur beruhigen von satten Deutschen beim spacken
Wir packen dieses Leben nur durch Integration, besiegen diese Schwierigkeiten unserer Generation
Wenn wir den Mut wieder finden ferne Revolution, wir ham den Feind im Visier und wir beackern ihn schon

Neue Medizin hat gesagt…

Lieber Sebastian,

danke für diese Formulierung der "sieben(!) Grundgesetze der anthroposophischen Normalität".

Mal sehen, was die athroposophische Normalität damit anfängt.
Ich jedenfalls bin gewiß, dass es vollauf stimmig sein wird, wie die Dinge sich entwickeln werden.

Dass ganz offensichtlich über all mehr und mehr "die verborgene Sprengkraft der Träumer, Visionäre, Idealisten, Utopisten und Evolutionäre" am Durchbrechen ist, das hat mir das diesjährige Celebrate Life Festival erlebbar gemacht.

Und wie diese Sprengkraft bei mir aktuell am Durchbrechen ist, das habe ich hierher für diesen Kommentar verlinkt.

Weiter frohes Schaffen und liebe, rückenstärkende Grüße.
Simone

JANET hat gesagt…

Liebe Simone er hat doch schon das Kreuz im Rücken..rückenstärkender gehts nimmer..*grins* Vielleicht können wir das Kreuz mittragen helfen.. ;)

Rainer hat gesagt…

Herr Gronbach, wie kommen Sie dazu, sich über die sog. "normalen" Menschen arrogant zu erheben?? Welch eine traurige Oberflächlichkeit spricht aus Ihren exaltierten Worten. Kann es nicht sein, dass der oder die "Normalo"-person vielleicht nur einen schlechten und/oder harten Tag hinter sich hatte, vielleicht schwer gearbeitet hat und sich in seiner/ihrer Erschöpfung einfach etwas entspannen wollte (statt,wie Sie es wahrscheinlich vorgezogen hätten, nochmal in die GA von Wilber hineinzuschauen). Nicht jeder, der sich nicht für so genial hält wie Sie, muss deshalb weniger wichtig für die Evolution dieser Welt sein. Ein bisschen Mitgefühl für andere täte Ihnen gut.

Anonym hat gesagt…

Herr Reiner, wie kommen Sie dazu, sich über Herrn Gronbach so arrogant zu erheben?? Welch eine traurige Oberflächlichkeit spricht aus Ihren exaltierten Worten... Nicht jeder, der sich nicht für so genial hält wie Sie, muss deshalb weniger wichtig für die Evolution dieser Welt sein. Ein bisschen Mitgefühl für andere täte Ihnen gut.

evelien nijeboer hat gesagt…

Ai - weltweit erstes steiner channeling, ich dachte ernsthaft, diese Name sei ein Witz! Entschuldige.....

Anonym hat gesagt…

@ Anonym

Schön, dass Sie sich so beeindruckt zeigen von meinen klugen Worten, dass Sie sie fast vollständig zitieren.

"ich wurde Zeuge der "normalen" Menschen...wie sie da saßen und aßen...Ich sah Menschen, die ihre Lebenszeit absitzen..."

Wurden je boshaftere Worte von einem Anthroposophen gesprochen??

Ich nehme an, Herr Gronbach hat diese "normalen" Menschen eine Zeit lang stumm beobachtet (wahrscheinlich sich nicht so sehr erniedrigt, mit diesen Lebenszeitabsitzern etwa in ein Gespräch zu kommen), daraufhin stellte sich ziemlich sicher eine Art Überlegenheitsgefühl ein. War es so, Herr Gronbach??

"wie sie da saßen und aßen..." Meine Güte...

Rainer hat gesagt…

Also, der letzte Beitrag ist von mir gewesen

Anschauende Urteilskraft hat gesagt…

Guten Abend lieber Reiner,

ich kann sehr gut nachvollziehen, was Sebastian Gronbach da schreibt. Er praktiziert in diesem beobachten der Menschen sicherlich nicht nur ein oberflächliches Darüberschauen.

Wie ich seine Artikel kenne, schaut er sehr, sehr genau hin - sozusagen durch die Oberfläche hindurch.

er praktiziert das, was Goethe die "Anschauende Urteilskraft" nennt - es ist eine Praxis, die tief in der Anthroposophie verankert ist und mit boshaftigkeit nichts gemein hat.

Steiner hat dieses Beobachten sehr empfohlen. Für Lehrer und Erzieher, aber auch für andere Menschen - und Gronbach hat sehr genau beschrieben, dass er das Feuer und die innere SprengkraftKraft gesehen hat - aber nicht die Explosion.

Ich finde das eine sehr gute Beschreibung.

Soweit meine Ansicht.

Robert

Anonym hat gesagt…

Reiner:

"Wurden je boshaftere Worte von einem Anthroposophen gesprochen??"

Ach kommen Sie, Reiner. Das ist jetzt albern.

Und auf ihre dümmliche Frage ernsthaft zu Antworten:
"Wurden je boshaftere Worte von einem Anthroposophen gesprochen??"

Ja, er hieß Steiner und sagte dies:

"Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hineinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können - wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistigs Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden."
(Rudolf Steiner; GA 348, S. 185)

Herr Gronbach nennt diese Worte "Bullshit" und das ist das erste wahre und somit auch das erste versöhnliche Wort aus dem Munde eines Anthroposophen.

H. Waagemann

Anonym hat gesagt…

Noch was von mir, dem Herrn Waagemann an Reiner: Ich empfinde es als infam, wie sie Herrn Gronbach ansprechen und was sie ihm vorwerfen. Lesen sie mal er für Jugendliche tut (diese Ökomed Geschichte). Er zeigt gerade denen, die NICHT aus einem bürgerlichen Verhältnis kommen (ich nehme mal an, das ist nett gesagt von Sebastian Gronbach, aber in Wirklichkeit sind diese Jugendlichen im sozialen Sinne "ganz unten"), er zeigt jenen Kindern und Jugendlichen gerade die SONNE in ihren Herzen.

Woher kommt ihre unmittelbare Negativität?

Rainer hat gesagt…

@ Herr Waagemann

Ich habe nicht geleugnet, dass Herr Gronbach auch positive Dinge für Jugendliche tut, oder dass er ansonsten eine interessante und engagierte Arbeit für die Anthroposophie abliefert. Ich beziehe mich nur auf den obigen Artikel von ihm und, sorry, ich finde seine Worte, über die, wie er es abfällig nennt, "normalen Menschen", wirklich boshaft und arrogant.

@ Robert

Mit "anschauender Urteilskraft" im Sinne Goethes hat Gronbachs Artikel m.E. nicht viel am Hut, denn diese setzt voraus, dass man im ruhigen Anschauen, im Beobachten der Phänomene,die Dinge still zu sich sprechen lässt und nicht etwa, dass man den Dingen ein Urteil (eine Meinung, einen Gedanken, ein Vorurteil) überstülpt

Anonym hat gesagt…

@ Alle

Zitat von H H. Waagemann:

"Herr Gronbach nennt diese Worte "Bullshit" und das ist das erste wahre und somit auch das erste versöhnliche Wort aus dem Munde eines Anthroposophen."

Sebastian Gronbach ist kein Anthroposoph! Folglich kann er auch nicht als Anthroposoph versöhnlich sprechen. Er kann überhaupt nicht für die Anthroposophie sprechen. Ihm sind die anthroposophischen Inhalte nämlich gleichgültig oder unbekannt. Die gehören nicht zu seinem Weltbild.
Die Vorstellungen von Meditation, Karma, Reinkarnation, vielgliedriger Mensch, die Evolution vom anthroposophischen Standpunkt, all das und anderes ist bei ihm nicht zu finden. Was da ist, ist eine selbstgezimmerte Idee, die er "integral" nennt. Dann soll er sich doch bitte "Integralist" nennen, wäre doch O.K., aber nicht Anthroposoph. Es geht mir hier nicht darum, die Anthroposophie über alles zu stellen, und anderes als minderwertig hinzustellen. Das steht hier gar nicht zur Debatte.

Aber, zeig mir doch bitte einer der hier Lesenden/Schreibenden, weshalb man Herrn Gronbach als Anthroposophen bezeichnen kann. Aber bitte mit Bezug auf die Anthroposophie, wie sie uns in der GA vorliegt. Einen Katholiken oder Protestanten kann man ja auch nur als übereinstimmend mit seiner Glaubensrichtung bezeichnen, wenn man weiß, was die Inhalte dieses Glaubens sind und sein Auftreten mit dem vergleicht, was die Inhalte seines Glaubens sind. Auf die gleiche Weise kann man ja auch vorgehen, wenn man z. B. einen Politiker einordnen will.

Also, ich stelle die Behauptung auf:
Herr Gronbach ist kein Anthroposoph.

Zeigt mir vielleicht bitte jemand, wo seine Inhalte mit den anthroposophischen übereinstimmen, dann ändere ich auch gerne meine Meinung. Herr Gronbach, Sie können das auch gerne selbst tun.

Das wäre doch ein paar Gedanken wert - finde ich.

Vielleicht kann dadurch ein Verirrter auf einen anderen Weg gebracht werden. (Das kann natürlich Herr Gronbach sein, oder ich.) Wäre es das nicht wert, wenn dadurch ein verirrtes Schaf den richtigen Weg findet?

Anonym hat gesagt…

Gronbach sollte mal die sieben Gesetze der gronbachschen Erleuchtung auflisten, bevor es einer seiner Doppelgänger tut...

Barbarapapa

Anonym hat gesagt…

An den Herrn der anthroposophischen Glaubenskongregation:

Ach - !? Es gibt also einen anthroposophsichen Glaubenskanon an dem man, mit einer Strichliste feststellen kann, wer Anthroposoph ist oder nicht?

Und ich dachte, Anthroposophie sei gerade eine spirituelle Strömung, die sich dadurch definiert, dass sie einen LEBENDIGEN Menschen will und kein Strichmännchen.

Wer von Schäfchen redet, sollte dann vielleicht doch lieber wieder zur katholischen Kirche gehen...da hat er dann auch wieder seine Glaubenskongregation...man nannte es früher: Inquisition.

Anonym hat gesagt…

An den anonymen Kollegen mit dem Argument der Glaubenskongregation.

Lesen Sie doch bitte genau, bevor Sie kommentieren.
Es geht hier doch nicht um Glauben. Es geht mir darum, herauszufinden an was man erkennt, ob Herr Gronbach Anthroposoph ist oder nicht.
Ich habe Argumente angeführt, weshalb ich Herrn Gronbach NICHT für einen Anthroposophen halte. Nennen Sie doch ihrerseits einige Dinge weshalb Sie ihn für einen Anthroposophen halten (wenn Sie auf meinen Kommentar antworten wollen).

Bei Herrn Gronbach habe ich den Eindruck, dass für ihn Anthroposoph sein gleichbedeutend ist mit: Ich kann machen was ich will.
Er als Schüler wählt bei seinem (selbserwählten wohlgemerkt) Meister aus, was er für das richtige hält. Was er nicht versteht, was nicht in sein Weltbild passt, das ist "bullshit". Ist das nicht Überheblichkeit, wenn der Schüler sich über seinen Meister stellt?

Und schauen Sie, es ist doch Herr Gronbach, der Schäfchen um sich versammelt. Das hat ER doch mit der katholischen Kirche gemeinsam.

Und wenn Sie sagen, die Anthroposophie wolle den LEBENDIGEN Menschen, dann ist das konträr zu Herrn Gronbachs Weltbild. Er will nicht einen lebendigen Menschen. Er lässt den Menschen verschwinden und nur den All-Einigen Gott bestehen. Den, der alles durchdringt. Einen lebendigen individuellen Menschen gibt es in seinem Weltbild überhaupt nicht. Das ist alles hier in seinen posts zu lesen - wenn man es denn lesen will.

Herr Anonym-Kollege, gehen Sie doch auf meine Frage ein, wenn Sie meinen Kommentar kommentiern wollen. Oder seien Sie einfach still - still gemeinsam mit Sebastian Gronbach.

Also, was ist er: Ist er Antroposoph? Oder vielleicht doch Wilberianer, Cohenianer, Chopraner oder Integraler?

Wer hat die Fähigkeit und den Mut zu antworten?

JANET hat gesagt…

wenn ich die Fähigkeit hätte, hätte ich nicht den Mut. Bei dem Verein wird man ja gleich zerfleischt!

Eine Horde Anthros sind ja schlimmer als ne Horde Wildschweine!

Also, was ist er: Ist er Antroposoph? Oder vielleicht doch Wilberianer, Cohenianer, Chopraner oder Integraler?

für mich wäre das alles WURSCHT was ein Mensch gerade isst und wird!

Anonym hat gesagt…

@ Janet

Es gibt so viel WURSCHT. Für mich ist es aber nicht gleichgültig, ob da eine Wurscht sagt, sie sei eine Bratwurst, wo ich doch sehe, dass sie eine Wiener Wurst ist. Diese Unwahrheit die hier dabei ist, die ist es die mich stört.

Aber, wenn es Ihnen egal ist, soll mir das egal sein.

Bernhard Albrecht hat gesagt…

Teil 1
Ich frage mich ob es in einem gelebten Freien Geistesleben wirklich Ziel führend sein kann einen etwas anders Denkenden und Handelnden sogleich als „Anthroposoph,“ bzw. „Nicht-Anthroposoph“ kategorisieren zu wollen. Ist das nicht letztlich Ausdruck eines mittelalterlichen L a g e r d e n k e n s. Wo bleibt da die Begegnung und Auseinandersetzung auf sachlichem Felde?
Ist es nicht gerade die respektvolle Auseinandersetzung, die Wertschätzung über alle Unterscheidungen hinweg, welche die wechselnden Kontrahenten innerlich wachsen und ihr ganz individuelles Menschwerden profilieren lassen?
Gibt es denn unter den Kommentatoren dieses Blogs wirklich Niemanden, der im Rückblick auf eine eigene längere Auseinandersetzung, auch und gerade mit einer bleibenden Unterscheidung im vorläufigen Endergebnis nicht schon einmal bei sich feststellen konnte, dass er an den Reibeflächen in diesen Auseinandersetzungen innerlich für sein Bewusstwerden viel lernen konnte und durfte?
Ist Schwarz/Weis – Denken mit der Achtung der Menschenwürde unter Erwachsenen wirklich vereinbar?
Ist es denn so schwer das autoritäre und klein bügelnde Kanzelgehabe, das, wenn ich einmal ehrlich in mich hinein lausche, ein jeder irgendwo in einer Ecke sitzend, als Erbe der Vergangenheit bei sich feststellen kann, ist es denn wirklich so schwer, bevor dieses uns entschlüpft, innerlich an die Kandare zu nehmen?
Auf dem Wege in die Bewusstseinsseele stellt uns das Verstandesdenken so manche Falle, bis wir uns zu mehr innerlichem Erwachen durchringen können.
Erwachen aneinander!
Was geschieht, wenn Herr Gronbach hier als Surfbrett Fahrer in die A l l - E i n h e i t hinein, wenn seine „Erleuchtung“ so einfach abgetan wird? Wird da Herrn Gronbach nicht etwas angelastet, was leider allzu viele Anthroposophen über ein Jahrhundert hinweg mehr und mehr kultiviert haben, dass sie Rudolf Steiner als nicht hinterfragbaren All-Vater aufgebaut haben? Dösen hier viele so genannte Anthroposophen nicht auch in einem All - Einheit – Traum im Blick auf die unfehlbare selbst erschaffene Autorität Rudolf Steiners vor sich hin und meiden das Erwachen. Wer schaut da wem in den Spiegel und ist anscheinend nicht bereit zu erwachen?
Herr Gronbach ist nach seinen eigenen Worten in einer persönlichen Befreiungsbewegung aus einer dogmatischen Anthroposophie Vergangenheit begriffen. Dass in einer solchen Bewegung das Ruder innerlich extrem auch nach der anderen Seite ausschlagen kann, das ist für einen spirituell Arbeitenden nicht weiter verwunderlich. Nur über das innerliche Erfahren von Extremen kann die eigene Mitte immer wieder neu gefunden werden. Unkendes Gekreische von den Strassenrändern her ist hier nicht förderlich.
Was tut Herr Gronbach bisher anderes, schaue ich auf das Wesentliche, als dass er die Fenster weit aufreisst und damit dem Aufruf Rudolf Steiners im Pädagogischen Jugendkurs Folge leistet. Was tut er weiter. Er setzt sich, für manche Anthroposophen vielleicht zu umtriebig und äusserst unkonventionell dafür ein, dass alle Vorstellungen, die ein jeder so mit sich herum trägt, fallen müssen, verbrannt werden müssen, damit Anthroposophie für das neue Jahrtausend zum Leben kommen könne.
Beschäftige ich mich auch nur ein wenig mit dem Umkreis der Weihnachtstagung von 1923/24, so hat Rudolf Steiner dies in diesem Zusammenhang geradezu Herz erschütternd immer wieder angemahnt. Wenn dieser Aufruf dazumal die Herzen wirklich nachhaltig erreicht hätte, dann hätten sich Anthroposophen bis heute nicht immer wieder so ineinander verbeissen können. Freies Geistesleben!

Bernhard Albrecht ... Hartmann

Bernhard Albrecht hat gesagt…

Teil 2
Was tut Not?!!! Vorrücken zu den eigentlichen Fragen auf sachlichem Felde im Wechselspiel zwischen Ken Wilber und Rudolf Steiner, zum Beispiel dahin gehend: Wohin gelange ich, wenn ich in eine innere Erfahrung mit dem von Ken Wilber geprägten Begriff „Soheit“ einzutreten versuche? Die doppelte einwickelnde und auswickelnde dynamische Spiralbewegung, die sich da vor dem inneren Auge auftun kann, wohin führt sie mich?
Ich denke, dass Diejenigen, die mehr von Ken Wilber her ihr eigenes Denken begründen und weiter entwickeln wollen und Diejenigen, die aus dem Gedankengut Rudolf Steiners schöpfend zu einem eigenständigen Denken hinstreben, dass die Vertreter beider Geistesströmungen nur aneinander wachsen können, solange sie Ihre Auseinandersetzungen streng auf sachlichem Felde führen. Mir scheint es, dass es in der Begegnung dieser beiden Geistesströmungen um sehr viel mehr geht, als um eine Profilierung jeweils auf Kosten der anderen Seite. Könnte es sein, dass unter gemeinsamer Anstrengung und Bemühung die Neubegründung eines wissenschaftlichen Aristotelismus ansteht?
Angesichts einer so grossen und anspruchsvollen Herausforderung scheint mir „das sich selber als Fremder dem eigenen Denken gegenüber treten Können,“ um es auf den Punkt einer Grundübung Rudolf Steiners zu bringen, dass eine derartige Übung und fortlaufend gelebte Haltung zu jeder Zeit von allen Beteiligten in einem derartigen Prozess mehr als geboten ist. Verschiedene Geistesströmungen können nur wirklich fruchtbar, auch und gerade über bleibende Unterscheidungen hinweg respektvoll zusammen arbeiten, wenn sie das Erwachen aneinander praktizieren wollen und auch durch Stürme des Ringens miteinander hindurch zu tragen bereit sein werden. Heckenschützen von beiden Seiten her können nur aus einer solchen Haltung heraus in ihre Schranken verwiesen werden.

Bernhard Albrecht ... Hartmann

Bernhard Albrecht hat gesagt…

Teil 3
Öffnen wir also den Blick auf das Wesentliche! Und das könnte auch für Sie Herr Gronbach eine Neubesinnung gewisser Einstellungen bedeuten. Spiritueller Dienstleister ist ein Unding für ein modernes Geistesleben. Das haben Jahrhunderte lang die Pfaffen getan. Diese Zeit ist abgelaufen und zwar endgültig, wenn Sie das einmal ohne wenn und aber für sich innerlich abklären wollen.
Und ein Weiteres! Sie kennen die griechische Mythologie aus ihrer Schulzeit. Da ist Ihnen sicherlich noch das Reiseerlebnis des Odysseus mit den Sirenen erinnerbar!
Vielleicht nehmen Sie sich diese Geschichte gelegentlich als inneren Filter zur Hand um ihr Erleuchtungserlebnis weiter zu bearbeiten.
Ich kann es auch noch anders sagen: In der Zen Tradition war und ist es da und dort immer noch Praxis, dass der Zen Meister, wenn sich bei einem seiner Schüler eine derartige Erleuchtung andeutete dieser ihm mit dem Stock hart ins Kreuz schlug, nicht um ihn zu demütigen, sondern um ihm den Blick für das Wesentliche offen zu halten und zu weiten. Und das Wesentliche scheint mir noch vor Ihnen zu liegen Herr Gronbach.
Und wenn jetzt der eine oder andere Anthroposoph unter den Blog Teilnehmern hier glaubt schon hämisch grinsen zu können, dann täusche er sich bitte nur ja nicht. Wer so mit dem Herz in der Hand unterwegs ist wie Herr Gronbach, der ist näher am Wesentlichen als so mancher Anthroposoph, der in ihm lieber einen Spinner sehen möchte.
Können Sie das als eine Bemerkung auf sachlichem Felde hinnehmen Herr Gronbach?!
Zeigen Sie es uns allen hier, indem Sie etwas mehr als Sebastian Gronbach im persönlichen Gespräch mit Ihren Blog Kommentatoren in Erscheinung treten und etwas weniger als Blog Animator.
Ihr Bangen und Ihren verhaltenen Schmerz bezüglich der möglichen Abwahl als Delegierter der Anthroposophischen Gesellschaft in NRW spüre ich. Bleiben Sie sich treu und es wird sich schon richten. Davon bin ich überzeugt.
Und zum Letzten ein Wesentliches an alle, die hier schreiben und mitlesen. Hat Rudolf Steiner nicht davon gesprochen, dass in geistigen Belangen ein jeder mit seinem Namen dafür einzutreten habe? Begründen wir also eine Kultur des Miteinanders, indem wir hier nicht mehr als Anonymus 1, 2, 3 auftreten, sondern mit unserm wahren Namen für das eintreten, was wir hier schreiben.
In diesem Sinne freue ich mich auf hoffentlich noch viele Gesprächsbeiträge von Ihnen Herr Gronbach und von allen Anderen, die hier schreiben oder in Zukunft noch schreiben werden.

Bernhard Albrecht ... Hartmann

evelien nijeboer hat gesagt…

Ich stimme ein. Wir anthoposophen sollten uns nuetzlicht machen zu alles, was an neues hochkommt an spirituellen Inhalte. Nicht sofort ablehnen, sondern forschen. In der Forschung wird dann auch klar was gut oder nicht gut daran ist.
Rudolf Steiner posthum von seine aussagen heraus urteilen zu lassen, reicht da nicht aus.

Die AG sollte sich vielleicht entscheiden, ob sie nur konservieren will was Rudolf Steiner gebracht hat, oder vielleicht auch, aus der impuls von Steiner heraus, ihre dienstliche Rolle spielen wil in das Geistesleben der Gegenwart.

Anonym hat gesagt…

gronbach ist ein twitter, hah,ha, ha...