Freitag, 28. August 2009

Geistiges Fremdgehen oder freies Geistesleben?

Wie lange brauchst Du, um einen begrenzenden, negativen Gedanken zu denken, der Dir schwer im Magen liegt? Vermutlich exakt so lange, wie Du für einen freien, motivierenden und Dich völlig verzaubernden Gedanken brauchst. Wenn ich mir überlege, dass ich bald vierzig Jahre alt werde, dann bin ich froh, dass ich meine bisherige Lebenszeit nicht mit den Gedanken erster Art verplempert habe. Ich habe auch nicht vor das zu ändern und ich verdanke diese Grundhaltung auch meiner anthroposophischen Sozialisation – das zumindest dachte ich bis vor einer Weile.

Ganz ehrlich: Ich bin mir nicht mehr so sicher. Eine kleine Geschichte steht für diese Unsicherheit. Neulich erzählte mir eine Freundin davon, dass sie sich intensiv mit einer zeitgenössischen spirituellen Bewegung beschäftige. Die Begegnung mit dieser spirituellen Strömung hat diese Freundin aufblühen lassen, sie wirkt motiviert und inspiriert, und freier.

Diese Freundin ist ein engagiertes Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft und weißt Du, wie sie schuldbewusst die Beziehung zu dieser Nicht-anthroposophischen Spiritualität bezeichnet? Als „geistiges Fremdgehen“.

Für mich drückt diese kleine Geschichte meine Unsicherheit darüber aus, ob Anthroposophie eine Zukunft hat.
geist
Muss ich als Anthroposoph ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein freies Geistesleben führe? Muss ich meine „neue spirituelle Beziehung“ weitgehend geheim halten, damit ich nicht von der Anthroposophischen Gesellschaft geschieden werde?

Ist es vielleicht ein typisches anthroposophisches Symptom, dass freie, motivierenden und verzaubernden Gedanken (die nicht von Steiner stammen) in der Regel mit begrenzenden, negativen Gedanken beantwortet werden? Früher war ich mir sicher, dass dies absolut nichts mit Anthroposophie zu tun hat. Ich werde unsicher.

Dazu noch eine kurze Geschichte. Für das angekündigte Seminar „GEIST bewegt alles - Mit Rudolf Steiner und Ken Wilber Dein ganzes Leben (r)evolutionieren“, habe ich ja zusätzlich (und ohne Mehrkosten für die Teilnehmer) einen Tai Chi Lehrer gewinnen können.

Ich hatte meinem Kollegen Michael Habecker, mit dem ich dieses Seminar in Bochum leite, nichts davon erzählt. Als ich ihm mitteilte, dass dies so sein wird, schrieb er mir, dass er zwar keinerlei Erfahrung damit habe, wie Steiner, Wilber und Tai Chi zusammenpasse, er wisse wirklich nicht was da auf uns alle zukommen, „aber ich bin total gespannt und freue mich auf das *Wunder Wir*“. Ich schäme mich nicht zu sagen wie meine Reaktion war: Ich habe geheult.

Denn da erst bemerkte ich, was ich allen Jahren meines Engagements in der Anthroposophie nie erfahren habe – und so sehr vermisste:
freiheit
Die bedingungslose Freude an freien, motivierende und alles verzaubernde Gedanken, die n i c h t aus dem Hause Anthroposophie kommen. Die innere Gespanntheit, mit der man dem entgegen geht, was neu, anders und vielleicht weitgehender ist, als alles, was man als Anthroposoph zu kennen glaubt.
FREE
Die Lust und Freude an der geistigen Expansion – statt ängstliche Stacheldrahtzäune um alte Grenzen.

Philosophie der Freiheit – oder esoterischer Gefangenschaft?
FreeStyle – oder Standard?
Freie Liebe – oder geistige Inzucht?


Ist die Beziehung zu anderen spirituellen Freunden geistiges fremdgehen, oder freies Geistesleben?
Die Zukunft der Anthroposophie hängt an dieser Frage und die Antwort will ich leben – mit Dir! Und alles hängt davon ab, ob WIR sie tatsächlich & ganz konkret und gemeinsam leben. Nicht in hundert Jahren. Jetzt.

"GEIST bewegt. Alles. – Mit Rudolf Steiner und Ken Wilber Dein ganzes Leben (r)evolutionieren.“ Michael Habecker (Integrale Spiritualität) Sebastian Gronbach (Anthroposophie), Stefan Stark (Tai Chi).

Von Freitag, 04.09, 16.00 Uhr, bis Samstag, 05.09. 13.00 Uhr. Ort: Haus der Anthroposophischen Gesellschaft - Kulturhaus OSKAR, Oskar-Hoffmann-Str. 25, 44789 Bochum.

Teilnahmegebühr: 150,- Euro. Ermäßigt 125,- Euro. Anmeldung:
geist
Hat Anthroposophie eine lebendige Zukunft? Danke, dass ich meine Unsicherheit mit Dir teilen darf. Vielleicht ist ja dieses Teilen der Unsicherheit ein Lebenszeichen...
GEIST
GEIST
geist „"Und wir müssen nicht Feiglinge sein, die glauben, dass sie nur dann arbeiten können, wenn sie auf so genannte sichere Ideen bauen können,
wobei sie immer diejenigen Ideen meinen, die von alters her überliefert sind, die einmal da sind.
Wir müssen den Mut haben lernend zu arbeiten, arbeitend zu lernen. Anders kommt der Mensch in die Zukunft und ihre Forderungen nicht hinein."
(Rudolf Steiner)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Einleitung ispiriert von LifeTrust? :)

Nein du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du ein freies Geistesleben führst!

Alles was dir auf deinem Weg gerade gut tut und Spaß macht, alles wozu du dich gerade hingezogen fühlst ist dein Weg.
Ob positives Denken, Meditation oder Party.

Alles hat seine gleichwertige Berechtigung solange es dich anzieht.

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Oh Yes - vom Twitter!! Sehr gut - danke! Habs verlinkt!

Herzlich
Sebastian

Anonym hat gesagt…

Herzliche Grüße

manroe hat gesagt…

Ich wünsche Dir aufrichtigen Erfolg und viel Freude, auch wenn vielleicht so mancher jetzt meint, was sagt der denn da...

Gute Geschichte, ging mir auch mal so, daß ich meinte fremd zu gehen. Aber das war das Bad der "Anthroposophen" in dem ich stand und deren Ausdeutung. ABER Anthroposophie wird eine Zukunft haben, allerdings ANTHROPOSOPHIE!! Bitte "glaube" mir -- und das mit dem Heulen kenne ich nur zu gut, das sind dann sicherlich spirituelle Tränen und die haben eine andere Substanz.

ich grüße Dich
Manfred

JANET hat gesagt…

Vielleicht sind die "richtigen" Anthroposophen, Archiv-Wesen!?

Vielleicht muss es in der Anthroposophischen Gesellschaft ein Outsourcing geben..

Vielleicht...bist du ...(eine Wahrheit, die ich nicht ausspreche)

Ich hab überhaupt keine Ahnung von der Arbeit der Gesellschaft..Aber was Menschen lähmt, scheint doch nicht gut zu sein!

Und ich hab nach der Erfahrung deiner Freundin da auch nichts verloren...

Vielelicht wird alles nicht so heiss wie es gekocht wird. DAs geschriebene scheint mir wirklich gewaltiger als das gesprochene Wort.

Es werde LICHT!

lametta hat gesagt…

Es ist doch alles nur ein Suchen...die Religionen, die Philosophien, etc...
Der Trick ist, stets zu wissen, dass man nie ankommt...man macht Pause irgendwo, ruht sich aus in weichen Kissen...aber nur um wieder aufzubrechen...immer gibt es welche, die sagen "Bleib da, hier ist es doch gut für dich." Aber du gehst trotzdem weiter...nimmst vielleicht aus jedem Kissen eine Feder mit.

Anonym hat gesagt…

Ja, und mir kommen die Tränen, wenn ich das nun lese, denn seit Jahren versuche ich mich als Eurythmistin frei zu strampeln von den eingebläuten "Sanktionen". Immer steckt einem die Furcht im Nacken, die Eurythmie könnte einem irgendwie verloren gehen, wenn man tanzt, twittert, Yoga oder sonstwas macht. So ein Blödsinn. Ich werde reicher und weiter, aber dann bin ich als Eurythmistin in Hardliner -Kreisen schon fast suspekt.
Aber es geht los, überall ist Aufbruch in die Freiheit zu spüren. Nachdem ich nur noch ausserhalb der Anthro-Szene atmen konnte, kriegt man nun auch drinnen schon wieder ein bischen Luft.

JANET hat gesagt…

ihr tut mir richtig leid...ich kann mir dieses Gefängnis richtig vorstellen....Ihr kuckt durch dickes Panzerglas in die Welt, der ein oder andere hat ein Ausgang gefunden durch den er entschlüpft und wieder kommt als wenn nichts war..der andere sticht hinein ins Nest. Und was brennt ist die Sehnsucht nach mehr.. und das sich dieses Panzerglashaus dehnt..es dehnt sich nicht..und es wird immer enger in Euch um Euch...Ihr liebt die Anthroposophie ihr wollt nicht, dass sie stirbt aber festhalten ist nicht lieben. Gehen lassen ist lieben. Aber sicher wisst ihr das und ich bin albern.

Die Anthroposophie lebt weiter wenn ihr nicht an ihr festhält...wie ein Kind am Mutters Rockzipfel..Das Kind muss in den Kindergarten, die Mutter zur Arbeit. Manchmal müssen sogar beide in den Kindergarten *lach*

NA? Ich geh sehr gern zu den anthroposophischen Lesekreisen. Bisher habe ich noch nichts von einem Gefängnis erlebt. Ich hab auch die Freiheit es zu lassen, wenn ich merke es wird mir zu eng.
Aber wenn die Luft dünn wird, sich nicht innerlich die Freiheit eingesteht ich kann auch ohne, hat man wohl nicht mehr viel Möglichkeiten einen anderen wegsamen Pfad zu gehen...

Ich habe die innere Gewissheit ich kann auch ohne all dies und das. Das ist wohl dieses Urvertrauen. Und sicher sind auch die Ängste da, es nicht zu können...

Ein "Millionär" der es selbst geschafft hat und alles verliert, wird wieder "Millionär". Er kennt ja den Weg.

Ich verausgabe mich heute..
Also, yes Weekend !! äh yes we can!

Anonym hat gesagt…

Lieber Sebastian (ich erlaube mir mal diese Anrede), wie gut kann ich nachvollziehen was sie schreiben. Ich war Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft und ich konnte dies nicht länger sein, weil ich in meinem Zweig sowohl Osho als auch buddhistische Erfahrungen und Lehren mit einfließen lassen wollte. Es war nun gar nicht so, dass diese dislutiert wurden - sie wurden einfach nicht registriert. Jeder Gedanke an eine geistige Impuliserung aus einer anderen Richtung als aus Steiners, wurde als "Gegnerisch" eingestuft. Eine Ausnahme bildete die Bibel. Ich finde ihre Schilderungen noch sehr milde und ausgeglichen. Ich kenne viel heftigere Sachen. Mir ist durch einen Freund durchaus bekannt, was da aus mancher NRW Ecke gegen sie geschossen wird. Es grenzt für mich an ein Wunder, daß sie a) noch da sind und b) noch so offen und mitfühlend schreiben können.
Mein Mann musste vor sechs Jahren seinen Beruf als Klassenlehrer einer Waldorfschule beenden, weil er seine Liebe zum Buddhismus nicht verbergen wollte und ich ich könnte ihnen zahlreiche Geschichten erzählen, von Menschen, die der Anthroposophie (nicht Steiner!) den Rücken gekehrt haben, weil sie mehr als nur eine einzige Quelle für ihre geistige Erbauung genutzt haben.
Vielleicht kennen sie sich in der Lehrerbildung aus. Wissen sie wieviele Quellen mein Mann nutzte -ausser Steiner? Keine.
Es gibt eine fast bösartig zu nennende Stimmung der Besserwisserei gegen alls und jeden, was nicht mit Anthro anfängt und sophie aufhört und so kann ich doch sehr ihre Tränen mitfühlen, als sie auf einen Menschen trafen, der der geistigen Welt einfach mit großer Freude und Offenheit gegenüberstand.
Man muss ja nicht alles toll finden, was auf dem Esoterikmarkt so angeboten wird, aber Anthroposophie ist eben nur so lange der geistige Horizont, wie man sich nicht von der Stelle bewegt.
Ich erlaube mir eine Umarmung und wünsche ihnen sehr viel Ausdauer.
Ihre Sophia (so heisse ich wirklich :-))

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Gronbach,
..heute habe ich mich mal wieder noch mehr als eh sonst immer über Ihre
einführenden Worte gefreut. Und zwar weil Sie als Einstieg das Thema
Gedankenfreiheit auch für Anthroposophen wählten. Vor einigen Monaten
war ich auf einer anthroposophischen Veranstaltung die mich als
Psychologin sehr interessierte. Leider weiß ich den Titel nicht mehr -
wohl verdrängt. Aber es ging um Körper ,Psyche, Eurythmie, einfach toll.
Leider habe ich die Veranstaltung verfrüht verlassen, weil ich einfach
nicht mehr aushielt, wie der Referent mit Verve Freud - teilweise völlig
falsch - zitierte und kritisierte, dafür C.G.Jung in den Himmel hob, so
als seien die beiden in völlig verschiedenen Bereichen tätig gewesen.
Auch dass Freud mit seinem Fokus auf die Verdrängung des Sexuellen
einfach auch ein Kind seiner Zeit war und sich auch das Auto Mercedes,
fast genau so alt, ja auch in den letzten 100 Jahren weiter entwickelt
hat, ließ er völlig unter den Tisch fallen. Dabei gibt es so viele
hilfreiche Berührungspunkte von Freud zu Steiner, auch heute. Wir
Menschen scharen uns einfach gerne in Gruppen und schöpfen unsere
Identität durch die Abgrenzung von anderen, schwer, dies zu unterlassen.
Und schön, dass Sie auch gegen diesen Strom schwimmen.
Ich grüße Sie herzlich aus der Münchner Abendsonne

Anonym hat gesagt…

hallo HERR GRONBACH;


manchmal fragt man sich ja, woher die kraft kommt, bestimmte dinge
nicht nur zu ertragen, sondern ihnen eine innere kraft
entgegenzusetzen.

Thomas (der es immer noch WISSEN will) hat gesagt…

Von Anonym ist oben geschrieben:

"manchmal fragt man sich ja, woher die kraft kommt, bestimmte dinge
nicht nur zu ertragen, sondern ihnen eine innere kraft entgegenzusetzen."

Dieses ist eine berechtigte Frage, die ich mir bei jedem post von Sebastian Gronbach stellen kann.

Zum Beispiel bei dem Satz von ihm: "Muss ich als Anthroposoph ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein freies Geistesleben führe?"

Anthroposophie IST freies Geistesleben. Das versteht Herr Gronbach aber nicht, da "frei" für ihn anscheinend lediglich bedeutet: ich kann denken was ich WILL. - Und nur das ist Wahrheit.

Dann der Satz:
"Die Lust und Freude an der geistigen Expansion – statt ängstliche Stacheldrahtzäune um alte Grenzen."

In der Anthroposophie können Sie unendlich expandieren. Die Stacheldrahtzäune sind lediglich von Menschen gemacht, die ängstlich sind. Meist von in der Anthroposopphischen Gesellschaft tätigen Menschen, die dies lediglich zu ihrem eigenen (egoistischen) Schutz gemacht haben. Und das seit fast 100 Jahren.

Lassen Sie, liebe/r Leser/in doch einmal ihre Gedanken in die Anthroposophie einfließen. Versuchen Sie es doch einmal. Sie können ein Gefühl von Weite, von Freiheit und Geborgenheit spüren. Und von noch mehr. Sie können da Licht und Liebe wahrnehmen. Und Erkenntnisprozesse.

Es gibt keine Grenzen in der wahren Anthroposophie. Sie ist ein Ausdruck, ein Begriff für unendlich erweiterbares.

In der wahren Anthroposophie geht es NIE darum irgend etwas auszugrenzen. Es geht da um Erkennen und Sie können alles in ihr finden.

Menschen in der Anthroposophischen Gesellschaft haben ausgegrenzt, aber niemals hat Anthroposophie das getan.

Menschen können Anthtroposophie in das Leben einfließen lassen. Sie müssen es nur tun. In der Tat.

Menschen, die sich Anthroposophen nennen haben Anthroposophie in Schnürstiefel eingezwängt. Haben ein Dogma daraus gemacht. Haben ihren Inhalt verzerrt, entstellt, verfälscht. Haben andere dadurch von der wahren, echten Anthroposophie weggedrängt.
Herrn Gronbach sehe ich als ein Opfer eines solchen Prozesses. Er war niemals wirklich an der Anthroposophie, obwohl oder gerade weil er so viel Umgang hatte und immer noch hat, mit solchen Menschen, die sich Anthroposophen nennen, aber keine sind. Und so ist er selbst ein solcher geworden. Und jetzt wird es ihm immmer unmöglicher zur wahren Anthroposophie sich durchzuringen. Er zweifelt und entfernt sich immer mehr von ihr. Er entwickelte dabei seine persönliche, für ihn "freie" (integrale) Vorstellung von Anthroposophie, ohne die Inhalte der ursprünglichen Anthroposophie zu berücksichtigen.

Meine Empfehlung ist: Man beschäftge sich nicht nur mit Sebastians Aussagen über Anthroposophie, sondern man beschäftige sich einmal unvoreingenommen mit Rudolf Steiners Werk in seiner Ursprünglichkeit. Vorher versuche man zu erkennen, wie wenig/wie viel unvoreingenommen man selbst ist.

Thomas hat gesagt…

Ich habe unter "Steiner & Wilber PLUS: Thai Chi" noch einen Kommentar für "Anonym" geschrieben.
(Würde mich über eine Antwort freuen)

Freundlichst

Thomas

soniah hat gesagt…

Die ganze "Weisheit der Menschen" sollte nicht verurteilt werden, weil sie, nach meine Erfahrung, eine unter vielen, aber doch die umfangreichste Quelle für die gegenwärtige Entwicklung der Menschheit ist. Sie beleuchtet einen sichern Pfad der uns einen Einblick in die geistige Welt verschafft damit wir, die noch durch die Materie so eingeschränkt sind, in die makrokosmische Varhältnisse nicht ganz verloren gehen.

Bitte nicht verwechseln Antroposophie mit Antroposophen!

Alle Menschen die sich in diese umfagreichte Leere vertiefen, auch wenn sie daran "versteinern" haben eine Existenzberechtigung auch wenn sie nur Wiederstand setzen. Am Wiederstand kann das Ich wachsen, sich stärken und sich für die Zukunftforderungen vorbereiten. Es ist schon ein heißes, doch eher ein Übfeld. Der wahre Feind ist woanders.

Anonym hat gesagt…

Hallo,

ich gehe derzeit auch geistig fremd, was mich sehr inspiriert und trotzdem nicht von meinem commitment zur Anthroposophie zweifeln lässt. Super Beitrag, das ist unsere Richtung. Wir sind die größte spirituelle Bewegung in Deutschland und das zu Recht. Wir haben ein in sich geschlossenes gedankliches Gebäude, eine lange Tradition und schaffen jetzt mal wieder den Generationenwechsel.

manroe hat gesagt…

Janet ...

"Aber sicher wisst ihr das und ich bin albern."

Du bist nicht albern!!!! Zieh den Zahn und schmeiss ihn weg !!

Manfred

manroe hat gesagt…

Früher nannte man es Ehebett, inzwischen sagt man dazu Doppelbett - ist auch so ein Fortschritt, ich finde irgendwie triffts das.

manroe hat gesagt…

Aber eins sollte man nicht tun, zu Beginn nannten sie es, die Politiker, merkwürdigerweise richtig und ungelogen, Abwrackprämie - gestern hörte ich im DLF, daß man inzwischen dazu Umweltprämie sagt, das ist der absolute Lügenhammer. Und derartige Motive sollten sich bei uns NICHT einschleichen, das wird sich irgendwann rächen!!

Manfred

Anonym hat gesagt…

@ manroe

Ehebett und Doppelbett. Ist Doppelbett fortschrittlicher als Ehebett? Hat beides für Sie den selben Gedankeninhalt?

Also ich differenziere hier erheblich.

Thomas hat gesagt…

soniah, Sie schreiben:

"Der wahre Feind ist woanders."

Wo ist für Sie der wahre Feind. Können/wollen Sie das in Worte fassen?

Thomas hat gesagt…

Zur Diskussion:

"Ist die Beziehung zu anderen spirituellen Freunden geistiges fremdgehen, oder freies Geistesleben?
Die Zukunft der Anthroposophie hängt an dieser Frage und die Antwort will ich leben – mit Dir! Und alles hängt davon ab, ob WIR sie tatsächlich & ganz konkret und gemeinsam leben. Nicht in hundert Jahren. Jetzt."
So schreibt Herr Gronbach hier.

Die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft mag an dieser Frage hängen. Aber nicht die Zukunft der Anthroposophie.

Sehen Sie Herr Gronbach, außerdem haben Sie DIE Antwort schon. Sie wollen IHRE Antwort mit anderen leben. Eine andere Antwort als die IHRIGE akzeptieren Sie ja nicht.

Wie vereinbart sich das mit dem von Ihnen genannten "freiem Geistesleben", wenn die Antwort bereits von Ihnen gegeben wird. Wenn Sie andere nur zu dieser Antwort leiten/lenken/führen wollen.
Da sehe ich ein äußerst intelligent verstecktes Dogma wirken.

manroe hat gesagt…

Das mit dem Ehebett und dem Doppelbett war vor allem als ein Gleichnis gedacht und nicht wortwörtlich - natürlich. Rein vom Werdegang her. Es gab ja auch Zeiten da sagte man zur 45jährigen Sekretärin, wenn sie denn noch immer nicht ... - "Fräulein Meier, könnten Sie mal..."

Es gibt so etwas wie Fortschritt und wenn er nur zeitlich gemeint ist.

Und gegen ein Differenzieren habe ich wirklich nichts, im Gegenteil! Aber das da oben hat etwas zu tun mit Gattungsdenken versus Menschendenken oder Menschsein. Und das wäre dann ein positiver Fortschritt.

Manfred

manroe hat gesagt…

"Die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft mag an dieser Frage hängen. Aber nicht die Zukunft der Anthroposophie."

GENAU!!

manroe hat gesagt…


"Der wahre Feind ist woanders."


Da muß unbedingt drüber denkend gesprochen werden!!

Hallo Thomas !! Sei gegrüßt !!

MonikaMaria hat gesagt…

Welche Instanz in mir macht mir ein «schlechtes» Gewissen, wenn «ich» freies Geistesleben nicht praktizieren kann?

Welche Instanz außer mir, macht «mir» ein schlechtes Gewissen, wenn ich freies Geistesleben nicht «leben» kann.

Wo stehe «ich», wenn «mir» das etwas ausmacht?
Welches BEDÜRFNIS habe «ich», wenn «ich» unbedingt dabei sein will. Woran «klebe ich», um mich ganz zu fühlen.

ICH BIN immer dabei – «ich» vergisst das manchmal.

Vor-Teil-Denken, Nach-Teil-Denken .... Vergangenheit, Zukunft ...

Pilger Mu: Die Vergangenheit bedrückt mich, die Zukunft macht mir Angst. IN DER ZWISCHENZEIT GEHT ES MIR GUT!

Anthroposophie praktizieren ist nicht das Gleiche wie Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft zu sein. Auf letzteres kann «ich» gegebenenfalls verzichten.

Kann Anthroposophie eine Lehre sein?

Ich höre «MICH» und folge dieser Stimme.

Anthroposophie ist «mir» eine Anregung wie alles andere auch.

Noch einmal: Auch die «Anthroposophie» muss sich REST-LOS aufgeben, soll ich bei ICH ankommen.

manroe hat gesagt…

"Noch einmal: Auch die «Anthroposophie» muss sich REST-LOS aufgeben, soll ich bei ICH ankommen."

In dem Sinne aber, daß ich ANTHROPOSOPHIE wirklich eingeatmet habe, sie sich in mir zu mir verwandelt hat - SIE sich in MIR durch MICH.

-------

"Kann Anthroposophie eine Lehre sein?"

Anthroposophie wohl leider ja, aber ANTHROPOSOPHIE niemals!, sondern Nahrung.

allalalalalong hat gesagt…

MAAAAANfred du Geist...inner circle *grins*

Anthroposophie ist Illusion, die Menschen sind Wirklichkeit!

Illusion ist aber auch prima um anzuecken..sonst verliert man sich im Nichts.

Take it easy *smile*

REAGGiiiiiiiiiiiiiieyeeeessssssssss!

Anonym hat gesagt…

tipp an manfred:
anstatt um deine eigene kleine welt der ungerechtigkeiten zu kreisen und dich mit dem verfall des wortes ehebett und mit Abwrackprämien zu beschäftigen, lass die ganzen geschichten fallen

Thomas hat gesagt…

Hallo allalalalalong!

Was ist: der Mensch?

Thomas hat gesagt…

@ monikamaria und manroe

Anthroposophie, so wie sie in schriftlicher Form vorliegt kann man doch als die Beschreibung des Weges, der Wahrheit und des Lebens auffassen. Also als eine Lehre. Eine Lehre, die so auch als Nahrung angesehen werden kann. (so wie, denke ich, manroe das gemeint hat)

Jeder Mensch der will, kann sie aufnehmen und in sich lebendig werden lassen und sich daran/dadurch entwickeln.

Bestehen bleibt sie trotzdem (für andere!) . Aufgeben muss sie sich deshalb nicht.

Anonym hat gesagt…

manfred ich mag dich

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
(ˆ•ˆ)

Anonym hat gesagt…

ihr seid alle süss !.. ;)

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
«Eine Lehre, die so auch als Nahrung angesehen werden kann».

Wenn sie zur Leere wird ... : )
Auch Nahrung ist Illusion ... geht nämlich auch ohne.

Eine Lehre ist wie Nahrung zu sich nehmen – sie ist ein und dasselbe.

Ich mag Dein Ringen. : )

M. Steiner hat gesagt…

Er sprach zu mir über die Zeit, wo er nicht mehr da sein werde...davon auch, dass dieses sein Menschheitswerk mit seinem Namen verbunden bleibe. Denn wenige würden ihm treu bleiben, und es bestünde die Gefahr, dass, wenn sein Werk von seinem Namen losgerissen würde, es seinen ursprünglichen Intentionen entfremdet werde. Dann würden gegnerische Gewalten sich der darin enthaltenen Kräfte bemächtigen können und sie für ihre Absichten gebrauchen.

Benedictus hat gesagt…


Du kannst mir Treue halten

Bis in den Weltentod,

Du wirst durch deine Treue

Dich und die Welten

Beleben durch weisheitsfülle.

Und was du schaffen darfst,

Die Brüder werden es bewahren.

Es steht vor dir,

Der dir nehmen musste,

Was ich dir gab.

Doch ist sein Nehmen Geben.

Er fordert Opfer,

Doch Opfer,

Die Weltenwerdens

Keime sind.

MonikaMaria hat gesagt…

Und???

Die Frage ist nicht zynisch gemeint.

Anonym hat gesagt…

Ist die Beziehung zu anderen spirituellen Freunden geistiges Fremdgehen, oder freies Geistesleben?

Die Frage ist, wes geistes Kind Deine Freunde sind, und wie Du Deine Beziehung zu ihnen gestaltest.

Anonym hat gesagt…

Worin besteht die neue Esoterik, die die Gegenmächte so massiv auf den Plan ruft?

Zwei aufgaben eines jeden Anthroposophen wurden von Rudolf Steiner eindringlich hervorgehoben: Die Bewußtseinsbildung über die großen Entscheidungen, in denen die Menschheit in der Gegenwart steht, und die Wiederherstellung der wahrheit des Karma:

>>Was vereinigt die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft? Das vereinigt sie, dass sie ihr Karma in Ordnung bringen.<<

Deshalb sprach Rudolf Steiner nach der Weihnachtstagung unverhüllt über karmische Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung. Er zeigte, dass die Menschen, die sich heute in der Anthroposophischen gesellschaft finden, in der Vergangenheit in verschiedenen geistigen Strömungen standen, deren Anhänger sich auch in Anschauungen und Handlungen als Gegner betrachtet haben können, Der Impuls, trotz der Gegensätze jetzt für eine gemeinsame Sache einzutreten, entstand in diesen Menschen in der Zeit zwischen Tod und Geburt, in der übersinnlichen Michaelschule. Dort wurden die gewaltigen Imaginationen der Mysteriengeheimnisse der Vergangenheit enthüllt und ein Zukunftsausblick gegeben, der zeigte, wie alle Seelen zusammenwirken müssen, um die Kultur in den großen Auseinandersetzungen nach Ende des 20. Jahrhunderts vor dem endgültigen Zerfall retten zu können.

Anonym hat gesagt…

Karma gilt nur innerhalb der Samsara-Matrix. Ein anderes Wort für Samsara-Matrix ist Hamsterrad. Erwachen ist, wenn Du gemeinsam mit Deinem Hamsterrad explodierst...

Dann verliert Karmaforschung total und absolut ihre Bedeutung.
Ihre Bedeutung besteht jetzt nur noch darin, die Träume der Schlafenden besser zu verstehen und darin, den Träumern helfen zu können.

Karma ist Maya.

Anonym hat gesagt…

"übersinnlichen Michaelschule"

WASN DAS?

MonikaMaria hat gesagt…

..... Karma gilt nur innerhalb der Samsara-Matrix. Ein anderes Wort für Samsara-Matrix ist Hamsterrad. Erwachen ist, wenn Du gemeinsam mit Deinem Hamsterrad explodierst...

Dann verliert Karmaforschung total und absolut ihre Bedeutung.
Ihre Bedeutung besteht jetzt nur noch darin, die Träume der Schlafenden besser zu verstehen und darin, den Träumern helfen zu können.

Karma ist Maya. ....




DAAAAAANKE.
Ist das denn so schwer zu verstehen?
Noch einmal: Auch die Anthroposophie kann zum Hamsterrad werden, wenn sie nicht .... explodiert/implodiert. : )

Der Erleuchtung ist es egal wie Du erleuchtet wirst. Die Frage ist, wie Dein «ich» weiter damit weiter umgeht.

Thomas hat gesagt…

Wie kann ich jetzt die Gleichungen:

Karma = Maya

und

Karma = Realität

unter einen Hut bringen. Das heißt ein INTEGRAL bilden.
Können Sie da vielleicht helfen Herr Gronbach? Ich glaub es ja nicht, aber man kann ja mal fragen. Vielleicht kann es ja ein anderer. Würde ja keine Rolle spielen wer eine Antwort findet.

@ MM

Sie schreiben:
"Auch Nahrung ist Illusion ... geht nämlich auch ohne."

Wenn es auch ohne geht (wie lange?) dann ist die Nahrung trotzdem eine physische Realität und keine Illusion.

Und dann noch:
"Eine Lehre ist wie Nahrung zu sich nehmen – sie ist ein und dasselbe."

Wenn Sie damit meinen: Nahrung zu sich nehmen ist dasselbe wie eine Lehre zu sich nehmen, dann würde ich dem zustimmen. Anders nicht.

Thomas hat gesagt…

@ MM

Explodieren/implodieren. Muss es denn so schnell und unkontrolliert gehen.
Wäre "auflösen" nicht irgendwie passender, da langsamer/geordneter/ überschaubarer.

Anonym hat gesagt…

"In der wahren Anthroposophie geht es NIE darum irgend etwas auszugrenzen."

Offenbar doch. Sie zeigen ja schon durch die Unterscheidung zwischen "wahrer" und "falscher" Anthroposophie und nur wenige Zeilen später durch ihren "Hinweis", dass Herr Gronbach nie an der wahren Anthroposophei dran gewesen sei, wie wunderbar das geht.

Das ist reiner, sattsam bekannter Fundamentalismus. Schieres sektiererisches Geschwafel.
Ich werde in diesem Leben nicht mehr begreifen, wie man das tun kann ohne es zu bemerken und sogar noch, während man das genaue Gegenteil behaupten will.

manroe hat gesagt…

Das wird man auch nur dann begreifen, in diesem Leben, wenn man versucht zu verstehen und ein solcher Versuch wiederum wird nur dann von Erfolg gekrönt sein - falls man es überhaupt will - wenn man in einer aufrichtigen Selbstbetrachtung zu bemerken sich bestrebt, wer, bzw. was da so alles mitdenkt bei einer Formulierung von irgendwelchen Aussagen.

Friede auf Erden denen, die eines guten Willens sind.

In der Hoffnung, daß jene sich auch äußern werden!

manroe hat gesagt…

Ich denke -- wehe denen, die VOR echter und erfolgter Selbsterkenntnis vermeinen Karma sei Maya. Das finde ich ziemlich unverantwortlich dies so absolut hinzustellen. Erzähl mal einem HartzIV-Empfänger, Geld sei Maya - wenn Du Glück hast, dann schlägt er nicht zu, aber vielleicht wird er Dich angrinsend dann sagen, dieser Schlag sei doch nur Maya.

Nimmt man eine solche Denke buchstäblich ernst, denkt man sie zum Ende, dann wäre die menschliche Entwicklung für abgeschlossen zu erklären, weil das ohnehin alles eine riesige Maya sei, DAS IST MAYA !! Und die uns begleitenden Widersacher reiben sich schon ihre klebrigen Hände.

Manfred

manroe hat gesagt…

"In der wahren Anthroposophie geht es NIE darum irgend etwas auszugrenzen."

Das wird man nur dann richtig verstehen können, wenn man richtig zu erfassen gelernt und angenommen hat, was sich hinter ERKENTNIS so alles verbirgt. Denn dem Wesen der oder einer ERKENNTNIS liegt die Tatsache zu Grunde, daß sie nicht ausgrenzen, aber differenzieren und unterscheiden will und muß, sonst bringt es nämlich nichts. Und Wissen und Erkenntnis wären da auch noch zu unterscheiden.

Unterscheiden kann man auch noch zwischen richtig-stellen und ausgrenzen.

Manfred

manroe hat gesagt…

"Das ist reiner, sattsam bekannter Fundamentalismus. Schieres sektiererisches Geschwafel."

Hierin erlebe ich sprechendes Wissen beauftragt von einer ziemlich kompakten Emotion durch eine bereits vollzogene Entscheidung auf dieser Ebene. Kann man ja mal machen, aber behauptend?? Und ist das dann freies Geistesleben, wenn man sich solche Reaktionen anhören muß? Das kann doch nicht in Ihrem Interesse liegen, sich so tief hineinblicken zu lassen?

Ich denke schon, daß der Thomas auch aufhören wird mit seinen Anschuldigungen gegen Sebastian und Argumente bringen wird ;))

Manfred

Thomas hat gesagt…

Felix,

nicht ich grenze aus, oder die Anthroposophie. Herr Gronbach ist es selbst, der SICH ausgrenzt.

Und: Differenzierte Darstellung IST NICHT Ausgrenzung.

Unterscheiden Sie nicht bei den Anthroposophen? Sind für Sie alle Anthroposophen gleich? - Doch wohl nicht.
Sie sprechen hier von Fundamentalisten. Das sind ja dann für Sie nicht die "echten" Anthroposophen. Die "integral" denkenden, wie Herr Gronbach, die sind doch für Sie die "wahren" Anthroposophen.
In dem, was Sie schreiben, steckt genau das drin, das Sie bei mir erkennen und nicht verstehen können/wollen.


Halten Sie es für möglich, dass es etwas gibt, das Sie nicht verstehen können?

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
Explodieren/implodieren. Muss es denn so schnell und unkontrolliert gehen.
Wäre "auflösen" nicht irgendwie passender, da langsamer/geordneter/ überschaubarer.

Puh. Willst Du immer noch alles kontrollieren?
Wenn Du die Übungen machst, wird es nicht so hart. Aber wenn Du angefangen hast, Tipp, höre nicht mehr auf damit. Der EINE SCHLAG fragt nicht, wann er kommen soll. Er meldet sich vielfach an, aber «ich» ignoriert «ihn» fröhlich weiter.

Anonym hat gesagt…

"Herr Gronbach ist es selbst, der SICH ausgrenzt."

Natürlich, natürlich. Das kennen wir auch auswendig.
Merken Sie wirklich nicht, wie selbstentlarvend Sie sich äußern?

Herr Gronbach tut genau das, was Sie als das Wesen der Anthroposophie behaupten: Er lebt in und mit ihr und er erweitert sie entlang seiner Erkenntnis - und das schrankenlos.
Sie hingegen hauen hier einen Jägerzaun nach dem anderen raus, um Ihren mickrigen Schrebergarten nicht antasten zu müssen - und was das Schlimmste ist: Sie tun es in diesem entsetzlich salbungsvollen Ton!

"Differenzierte Darstellung IST NICHT Ausgrenzung"

Da haben Sie Recht.
Aber wo wäre bei Ihnen irgendwo eine differenzierte Darstellung?
Sie belegen doch mit jedem Post aufs Neue, dass Sie genau dazu überhaupt nicht in der Lage sind.
Sie schreiben in diesem Thread hier ausnahmslos anmaßend-langweiliges Sektenzeugs der Marke "Phrase, drisch mich, denn ich bin der Heilige Petrus".
Oder machen Sie einen Doppelblindversuch?

"Unterscheiden Sie nicht bei den Anthroposophen?"

Doch. Aber nicht in wahre und falsche, sondern, beispielsweise, in verstockte und aufgeschlossene, dumme und intelligente, sympathische und unsympathische.

Ein Anthroposoph ist jemand, der sein Leben zum Werk Rudolf Steiners in eine solche Beziehung setzt, dass er sich selbst als Anthroposoph bezeichnet.
Ihr Zonengrenzen-Wärterhäuschen können Sie abreißen; es ist lächerlich zu glauben, Sie könnten jenseits einer solchen Selbstermächtigung bestimmen, wer Anthroposoph ist. Und es ist ebenso lächerlich eine von vielen real vorhandenen Deutungen über die Frage, was Anthroposophie ist - nämlich Ihre -, so zu verkaufen, als wohne ihr irgendein objektiver Erkenntniszwang inne, dem man sich dann "in Freiheit" auszuliefern habe.
Sie sehen doch, dass es nicht der Fall ist. Sie wollen's nur nicht sehen und machen daraus eine "Wahrheitsfrage". Weil Sie die Vielfalt nicht akzeptieren können, kreieren Sie Abweichler, die *Sie* ausgrenzen wollen, weil diese sich in Distanz zu demjenigen bewegen, was *Sie* als Wahrheit behaupten. Das ist der typische Klappzu-Mechanismus, der jedwedes System erst in den Totalitarismus und dann in den Untergang führt.


"Sie sprechen hier von Fundamentalisten. Das sind ja dann für Sie nicht die "echten" Anthroposophen."

Doch. Und wenn Sie so weiter machen, sind es irgendwann sogar die einzigen. Denn lange werden die anderen diese dummdreiste Beleidigung jeden Geistes nicht mehr aushalten.

MonikaMaria hat gesagt…

Hui. Herzlich willkommen! : )

Thomas hat gesagt…

Felix,

Sie schreiben "wir" kennen das auswendig. Wer ist dieses wir?

"Ein Anthroposoph ist jemand, der sein Leben zum Werk Rudolf Steiners in eine solche Beziehung setzt, dass er sich selbst als Anthroposoph bezeichnet." schreiben Sie.

Ich setze mein Leben zu Rudolf Steiners Werk in eine Beziehung.

Da nehme ich also dieses Werk. Arbeite mich hindurch. Nehme auf, was darin steht. So gut ich kann.
Jetzt setze ich das, was ich erkannt habe in eine Beziehung zu meinem Leben. Ich schaue in meinem Leben umher. Ich entdecke Sebastian Gronbach. Er sagt, dass er Anthroposoph ist. Dass er also das Werk Rudolf Steiners zu seinem Leben in eine Beziehung gesetzt hat.
Ich erkenne, dass er ein völlig anderes Verständnis von Anthroposophie hat als ich.

Das ist jetzt ein Problem.

Wenn ich frage, wo sind die anthroposophischen Inhalte in seiner Lehre zu finden, erhalte ich keine Antwort.
Wenn ich sage, dass eine Aussage von ihm meiner Auffassung von Anthroposophie widerspricht, erhalte ich keine Antwort.
Er geht dann immer beten, wie mir jemand hier mitgeteilt hat.

Ich nehme jetzt einmal ein konkretes Beispiel: Rudolf Steiner war der Auffassung, dass die Menschheit Geisteswissenschaft braucht um sich im positiven weiterzuentwickeln. Die Menschen müssen geisteswissenschaftliche Erkenntnisse aufnehmen, sagt er.

Frage: Wo vermittelt Herr Gronbach geisteswissenschaftliche Erkenntnisse? Erkenntnisse, die Sebastian Gronbachs Lehrer/Meister als so unendlich wichtig erachtet hat.
Ich kann sie nicht finden. Nur Licht und Liebe sehe ich bei ihm.

Sagen Sie es mir, oder Sie Herr Gronbach. GANZ KONKRET.

Diese Geisterkenntnis hat Rudolf Steiner für eine GRUNDBEDINGUNG erachtet. Eine Bedingung, auf der ALLES weitere erst wirklich aufbauen kann.

BITTE, zeigen Sie mir wo konkrete geisteswissenschaftliche Erkenntnisse, wie die Inhalte der "Geheimwissenschaft", der "Theosophie" "Wie erlangt man Erkenntnisse ... ", usw. bei Herrn Gronbach vermittelt werden, in seine Lehre eingeflossen sind.

Es geht mir überhaupt nicht um "meine" Anthroposophie. Es geht mir um Anthroposophie.

Von Erkenntniszwang ist überhaupt keine Rede. Da haben Sie wohl etwas missverstehen wollen.


Sie schreiben:"Denn lange werden die anderen diese dummdreiste Beleidigung jeden Geistes nicht mehr aushalten."

Welche anderen?
Welche dummdreiste Beleidigung?
Was steckt denn in dieser Aussage?

Sebastian Gronbach sagt (oft):
"Ich will, dass Du..."

Ist das nicht sehr nahe an "Klapp-zu Mechanismus" und "Totalitarismus"?

Ich will, dass Du ... - was steckt da anderes drin als:
was Du willst interessiert mich nicht ...

Ich kreiere keine Abweichler und möchte auch niemanden ausgrenzen.
Auch das haben Sie sehr missverstanden.

MonikaMaria hat gesagt…

«Jetzt setze ich das, was ich erkannt habe in eine Beziehung zu meinem Leben. Ich schaue in meinem Leben umher. Ich entdecke Sebastian Gronbach. Er sagt, dass er Anthroposoph ist. Dass er also das Werk Rudolf Steiners zu seinem Leben in eine Beziehung gesetzt hat.
Ich erkenne, dass er ein völlig anderes Verständnis von Anthroposophie hat als ich.»



Anthroposophie von «INNEN» heraus zu leben, ist etwas anderes, als ihre «Buchstaben» zu verstehen, sich darin zu erkennen und «anzuwenden».

Ein «verwirklichter» Anthroposoph braucht keine Bücher mehr. Er wird sich nicht einmal mehr als Anthroposoph bezeichnen. Und wenn er es tut, dann nur, um dem «Schüler» einen Namen zu geben, damit er sich orientieren kann.

Die Philosophie der Freiheit ist ein leeres Buch!
Noch einmal, die LEHRE der Anthroposophie muss zur LEERE werden. Das ist ihr Ziel.

manroe hat gesagt…

Lieber Thomas,

ich habe Sympathie für Sie, erhalten Sie sich Ihre Hartnäckigkeit - ABER - nicht auf Kosten einer Ein-Sichts-Fähigkeit im Sinne Steiners "im Denken sehend werden, davon hängt unermesslich viel ab..."

Sehen und Verstehen sind schon zwei verschiedene "Dinge", und man drückt sie auch anders aus. Ist es nicht auch schon eine riesige Erkenntnis-Einlösung, wenn man im Denken sehend wird?

Ich sehe dies schwelende Problem hier in etwa so, dass die Gaben Steiners doch eine "Substanz" sind und haben, die auf etwas einwirken, etwas be-wirken will, wollte, sollte, soll. Und jenseits allen verstandenen Wissens liegt, zumindest für mich, dessen Ein- und Auflösung in eine Erlebenssphäre hinein, ein gewahr werden, ein hineinsehen und dadurch anders verstehen, ich sage ab hier immer erfassen, weil das plastischer ist und wirklicher als blosses Verstehen.

Und ich sage damit absolut nicht, dass dann Schluss ist und wir uns hinlegen können zum Abhängen, aber ich sage damit, dass ab hier eben die Welt anders aussieht, das ist so. Und ich kann mich doch dennoch recht klar ausdrücken oder? Scheine ich irgendwie verwirrt? Und dann ist es auch noch so, dass ein jeder eben sein spezifisches Talent hat und andere Schwerpunkte setzt. Und vom wirklich Absoluten sind wir noch Äonen entfernt, zumindest für mich und ich sehe darin sogar einen Vorteil, das so zu sehen und zu erleben.

Wie könnte z.B. unser anthroposophisches "michaelischer Mut" aussehen? Wie und wo wäre er anwendbar? Lasst uns doch mal gemeinsam etwas mutig sein ohne überheblich zu werden! Und schimpfendes Anklagen bringt nicht viel, eher bestärkt es noch. Es sei denn, die eigene Seele befreit sich da von etwas.

Ich setze sehr viel auf Vertrauen, dass ich vorher geprüft habe, möglichst immer erlebend und das ist dann auch so eine heilige Substanz, die man gerne weiterreicht. Vertrauen spricht, auf einer anderen Ebene. Bleiben Sie uns treu!

Gruss
Manfred

Anonym hat gesagt…

Du bist ja ganz schön belesen, Manfred!

Anonym hat gesagt…

"Ich erkenne, dass er ein völlig anderes Verständnis von Anthroposophie hat als ich.

Das ist jetzt ein Problem."

Warum?


"Es geht mir überhaupt nicht um 'meine' Anthroposophie. Es geht mir um Anthroposophie."

Womit Sie sagen, dass Ihre Anthroposophie die einzig wahre ist.
Es hat vor diesem Hintergrund schlicht keinen Sinn hier weiterzuschreiben.

manroe hat gesagt…

"Es geht mir überhaupt nicht um 'meine' Anthroposophie. Es geht mir um Anthroposophie."

Womit Sie sagen, dass Ihre Anthroposophie die einzig wahre ist.


Häähhh? - Was ist denn das für eine Logik??? Anthroposophie eben, steht da doch!! Anthroposophie durch sich selbst natürlich, welche denn da sonst?? Die Wahrheit der Anthroposophie liegt in ihr selbst begründet und eine solche gilt es zu entdecken.

BURGHARD hat gesagt…

Treiben wir es doch einmal auf die Spitze zu.

Laut Steiner fühlt sich im Besitze der "Wahrheit" der Anthroposophie jeweils derjenige, der sich dahin durchgerungen hat, daß er den Gedankenkosmos der Anthroposophie, in vollkommener, innerer Übereinstimmung und durchgängigen Zusammenstimmung all ihrer Begriffe, in sich trägt.

Na, denn mal los!!!!

Für Skeptiker, siehe > Grundlinien
einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung < von
Rudolf Steiner, hierfür, im Besonderen, Kapitel 1o.

Burghard

Anonym hat gesagt…

Lieber Manfred!

"Die Wahrheit der Anthroposophie liegt in ihr selbst begründet und eine solche gilt es zu entdecken."

Und wer entscheidet darüber, wer sie entdeckt hat?

Also - ich hab jedenfalls den Längsten.

manroe hat gesagt…

Lieber -----

"Und wer entscheidet darüber, wer sie entdeckt hat?"

Na niemand natürlich, was hast Du da immer mit entscheiden, wer ist der erste, wer hat recht oder sonstwie.

Rudolf Steiner hats so gut und zeitgemäß und zeitweisend als möglich beschrieben. Du mußt Dich mal zu der Erkenntnis aufschwingen, daß es für die individuelle Entwicklung eines Unpersönlichen bedarf, weil es ansonsten nicht geht, eine Entwicklung. Es gibt "etwas" woran man ... und was durch niemanden in irgendeiner Form besessen oder sonstwie, sondern nur selbstbefruchtend heutzutage erkannt werden kann. Hast Du was erkannt, steht es Dir zur Verfügung, es gehört Dir aber nicht, als Besitz, sollte man zumindest so nicht anschauen, weil man da dann doch leicht überschnappt und dann nützt es Dir auch nicht wenn Du noch so lang bist, so ist das nun mal.

Anonym hat gesagt…

"Na niemand natürlich"

Doch. Thomas.
Sie können's in sämtlichen posts von ihm hier nachlesen.

Kommentar gelöscht hat gesagt…

Ich finde es unwahrhaftig,

wenn Herr Gronbach so tut, als wäre das hier ein öffnetliches Forum, und dann täglich Kommetare lösch, die ihm nicht in sein Weltbild passen. Dann soll er doch gleich ein privates Forum machen, mit Clubmitgliedern.

Kein deut besser als die "Anthroposophen", auf die er so schimpft.

Thomas hat gesagt…

@ Felix
(Anonym ist doch so anonym und hier soll es doch menschlich zu gehen - Mission Mensch heißt es doch auch)

Sehen Sie, jetzt haben Sie es verstanden.
Mal schauen, wann Herr Gronbach das auch endlich versteht. Vielleicht sagen Sie es ihm mal.

Thomas hat gesagt…

Noch etwas, anonymer Felix:

"Und wer entscheidet darüber, wer sie entdeckt hat?"

Die Wahrheit entscheidet! - Wer sie entdeckt hat, der weiß es eben.
(Da ist ein "Gedanken"-strich dazwischen.)

Und Herr Gronbach hat Sie wohl anscheinendn noch nicht entdeckt. Er ist sich ja auch immer mal wieder so unsicher. Und tut dann Dinge, von denen er nicht weiß, ob die jetzt richtig sind oder nicht.
Eigentlich tut "er" ja gar nichts mehr. Er ist eigentlich nicht mehr bewusst in sich. Ihm fehlt doch das Selbstgefühl. Gefühle hat er ja, weinen tut er, hassen, lieben tut er. Aber alles ohn Selbstgefühl. Und was ist ein Mensch ohne Gefühl für das eigene Selbst? - ferngesteuert! (noch ein Gedankenstrich) (siehe post: Persönlichkeitsgefühl & Narzissmuns; 18. Juli 2009).

Oder hat er mittlerweile sein Selbstgefühl wieder entdeckt? Oder ist er sich etwa noch unsicher diesbezüglich?

Oder hat er da nicht die Wahrheit gesagt? Und wenn nicht, wer hat gelogen?

Was ist hier die Wahrheit anonymer Felix?

Kriton hat gesagt…

Jede beliebige Institutionalisierung einer originären lebendigen Idee wird nichts sein als etwas Totes, sich gar noch ins Gegenteil des Ursprünglichen verkehrendes Hindernis.

Deshalb ist "Anthroposophie" eben typischerweise niemals *DAS* was Steiner intendierte - ein Prinzip individueller intuitiver und aus dem Absoluten schöpfender wahrhaftiger Erkenntnis.

Und zwar genau so wenig wie eine beliebige "christliche" Kirche das ist was Jesus - sofern er wirklich lebte - gemeint hat, an was er erinnern wollte.

Was Sie brauchen ist keine ..-ogie, ..-sophie und keinen ...-ismus etc.

Was Sie brauchen ist Originalität, Authentizität und zwar naturgemäss ohne Gehorsam, Ausrichtung auf Vorgegebenes, Hörigkeit, Anlehnung, Nachahmung.

Eben dies ist das Schwierige - es ist nichts anderes im Geistigen als das körperlich "frei stehen" eines kleines Kindes - ohne Hilfe, Anlehung an Äusseres.

Wenn Sie das verstehen können Sie Ihre Bücher endlich wegwerfen.

Wenn ich Steiner höre denke ich an ethischen Individualismus womit ich glaube sehr, sehr genau verstanden zu haben was Steiner meinte - sehr genau.

Sie sollen lernen selbständig ethisch zu handeln - ohne Gehorsam, Hörigkeit, selbständig und so wie es Ihnen hier und jetzt sinnvoll erscheint und mit Ihren Mitteln und Fähigkeitn.

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