Sonntag, 2. August 2009

Was ist Liebe, Herr Steiner?

"Die Liebe tritt zuerst als Geschlechtsliebe auf und entwickelt sich hinaus zur höchsten geistigen Liebe.
ABER ALLE LIEBE IST GÖTTERATEM.
So wie alle Weisheit aus Irrtum geboren wird, ringt sich alle Liebe nur aus Kämpfen zur Höhe empor"
Rudolf Steiner, GA55
love
Danke, Herr Steiner. Dann kämpft und liebt Euch immer höher und höher...in wachsenden Ringen. Und spürt in jedem Lieben und in jedem Kämpfen diesen ewigen Götteratem - und irgendwann werdet Ihr nicht mehr höher oder niedriger lieben.
liebe
Sondern es wird ein bewusster und ekstatischer Atemzug sein - durch alle Hierarchien, als dieser EINE Atem, der sich aller unterschiedlichen Ebenen gleichermaßen liebend bewusst ist.
liebe
Liebt Euch. Alle. Immer. In jeder Weise. Überall.
LIEBE
Alle Liebe ist Götteratem.

Kommentare:

Erich Fried hat gesagt…

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Gronbach Fan hat gesagt…

...da ist ja wieder was für meine Sammlung!

Christine G.B. Rau hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Jemand hat gesagt…

Wenn die Seele, das »mikrokosmische Organ zur Verdoppelung des Seienden«, lediglich als das Symptom einer »Überreizung« durch das unausweichliche Paradox entsteht, »dass sich das Begehren an unmöglich nachzuahmenden Beispielen ausrichten soll«, wenn das Subjekt letztlich nur ein »Träger von Aktivitätsserien« ist, das Selbst nichts als ein »Gewitter aus Wiederholungen unter einem Schädeldach«, die personale Identität nicht Ausdruck einer psychischen Essenz, sondern lediglich die »tätige Überwindung einer Zerfallswahrscheinlichkeit«, ein »funktionierendes Expertensystem, das auf fortlaufende Selbstwiederherstellung« spezialisiert ist, dann frägt sich, wer eigentlich vom neuen Ethos der »Ko-Immunität«, das Sloterdijk allein für zukunftsfähig hält, noch angesprochen werden soll.

Doch welche Subjekte werden zu Trägern der neuen Übungsprogramme, die die bevorstehenden Katastrophen abwenden, wenn es solche Subjekte in Wahrheit gar nicht gibt? Was hindert uns daran, auf dem Meer der symbolischen Schäume dahinzutreiben, bis der Untergang uns ereilt?

Anonym hat gesagt…

"In der LIEBE kann nur NICHTS bestehen."

Anonym hat gesagt…

Ich sage nein, und rufe alle Mütter dieser Welt auf: Erhebt eure Mütterbrüste und stillt, stillt, stillt!

Christa hat gesagt…

Da kommt mir eine Idee: Wie wäre es, wenn wir uns gegenseitig berichten, welche positiven Handlungen wir - angeregt durch die 'schriftlichen Gedanken' von Sebastian Gronbach - vollbracht haben ?

Fred hat gesagt…

Fieses tropfendes Wortgewurschtel nervt. Ich brauch dringend mal ne Anti-Therapie.

Weise hat gesagt…

Sone un sone Liebe...Für manche sind es Widersprüche. Für den Weisen sind es Perspektiven. :-)

Anonym hat gesagt…

Weise, Du musst das mal präziser formulieren, mehr beschreiben als benennen.

Gundolf hat gesagt…

Sebastian, ich mag Deine Beiträge. Sie sind männlich und wahr und das bedeutet in einem Satz:

Die Wahrheit wird dich frei machen, aber erst wird sie dich anpissen!
Go Ahead!

MariaMona hat gesagt…

Ich sage nein, und rufe alle Mütter dieser Welt auf: Erhebt eure Mütterbrüste und stillt, stillt, stillt!

Anonym hat gesagt…

lieber sebastian, gratuliere dir zu diesem wirklich gut gelungenem artikel, da es schon schwer genug ist, dies ueberhaupt in worte auszudruecken. auf in die wahre glueckskultur...
in liebe,

manni

Kommentar gelöscht hat gesagt…

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Universum hat gesagt…

Es ist der Befehl des Universums an Dich und der lautet: Entertain Me!

Chris hat gesagt…

... dafür und für viele liebe-volle An-Regungen mehr liebe ich Sie - Herr Gronbach - mit allem nötigen Respekt !

Anonym hat gesagt…

selber denken macht schlau ! :)

Anonym hat gesagt…

Versuche, jeden Tag einen Beitrag zu schreiben. Die Leute werden daran merken, wie einfach Erleuchtung ist und wie schöpferisch man dadurch wird (auch wenn du immer wieder das gleiche sagst).

Anonym hat gesagt…

Für mich ist der gewöhnliche Anonyme so eine Art persönliches und lebendiges Tamagotchi. Ich stelle was zu Fressen hin und manchmal wedelt es mit dem Schwanz und bellt...

Erleuchteter Anonymer

christine hat gesagt…

... wie schön ist es, dass einige sehr wert-volle Beiträge in den Blogs stehen ! :) und alleine die sind es wert ! Die Liebe ist stärker als Alles, da sie alles umfasst - auch die D...heit ! So wird jeder Mensch zur passenden Zeit mit seinem Herzen verstehen, worum es wirklich geht ! Und 'dies' ist so einfach wie komliziert ! :) Und deshalb ziehen Menschen, die wert-voll sind und von Liebe überströmen in einem Maße, dass sie gaaanz unbegrenzt viel davon abgeben können und wollen, Menschen an, die (leider noch) nicht zugeben können, dass sie davon auch bräuchten ! Von dieser Liebe - allumfassend und unendlich bereichernd :) Und deshalb holen sie sich ihre Aufmerksamkeit und Liebe von denen, die sie sonst sehr bewundern würden/ müssten !
Sie sind ein sehr charismatischer und weiser Mensch ! Meine Hochachtung haben Sie und meinen tiefen Respekt für Ihren Mut und Ihren Weg und Ihre Mission :) In tiefer Verbundenheit Christine (auch wenn jemand meine Identität benutzt ... wie un-originell)

congenital hat gesagt…

ich finde auch, man sollte niemals geizen mit seinen talenten.

Beate B. hat gesagt…

Ich muss gestehen, dass ich diese Fixierung der Leute, die gegen die Anthroposophie agitieren, auf hundert Jahre alte Zitate nicht nachvollziehen kann. Was hat er nur gegen Steiner?

Anonym hat gesagt…

warum sagt ken wilber nich mal was dazu?

Kommentar gelöscht hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

... schön, dass wir mal drüber gesprochen haben -- mein gruss gilt der kleinen dicken Unke :-)

manroe hat gesagt…

Ich kann mir Liebe, die nicht auf Erkenntnis fußt, zwar vorstellen und ich kenne sie auch, aber für mich ist sie ohne Erkenntnis unvollkommen und nicht lebensfähig. Sie scheint dem weiblichen Teil der Schöpfung zwar sehr zu liegen, wie man so sieht, aber mich persönlich schwemmt sie lediglich zu, sie erscheint mir den Schwaden wie in einem türkischen Dampfbad gleich und erdrückt eher, als daß sie mich erleuchtet oder gar führt. Und wo man ohne echte Gedanken landet, sieht man ja in so manchen Kommentaren. Oh Gott, beschütze mich vor der massiven weiblichen Energie, lass mich Anteil haben an einer frischen Klarheit, damit ich den Menschen erblicke, in dem wir uns vereinen können, weil wir es dann sind.

Manfred

Christine G. B. Rau hat gesagt…

Wer hat etwas gegen Rudolf Steiner ? Sicher nicht Sebastian Gronbach ! Im Gegenteil ! Aber es liest ja eh jeder das heraus, was er/ sie für sich zum jeweils gegenwärtigen Zeitpunkt für 'richtig', das heißt für sein gegenwärtiges 'Glaubens- und Bewusstseins-System' für am passendsten hält ...
Ich bin davon überzeugt, dass Sebastian Gronbach die damals bereits bahnbrechenden Gedanken und An-Regungen von Herrn Steiner 'nur' (!) auf die heutige Zeit und unsere heutige Verständnis-Möglichkeit überträgt/ übersetzt ! In allem Respekt und nach seinem besten Vermögen ! Und wer neidisch ist und/ oder es auch so gut kann, der kann dies ja tun ! Jeder kann das tun, wenn er es möchte, für richtig hält und vor allem dabei seine/ ihre Mitmenschen und Umwelt respektiert :)
P.S. Der Beitrag/ das Gedicht, das zu Beginn dieses Blogs steht, gefällt mir sehr gut !
Alle, die keine geistigen Barrieren geltend machen, können ja auch mal das Hohelied der Liebe lesen (in einem Buch namens Bibel) - dies ist mein positiv motivierter Beitrag zu Sebastian Gronbachs aktuellem Kommentar :)

Anonym hat gesagt…

Bei allem Respekt,

lesen Sie bitte, was Gronbach schriebt und sie werden erkennen, dass Gronbach Steiner längst überwunden hat, dass er seinen veralteten Schulungsweg transzendiert hat und Ken Wilber für den evolutionär fortschrittlicheren hält, wobei er sich selbst für die Spitze der Evolution hält.

Gronbach zitiert Steiner nur aus Nostalgie, und weil er die versteinerten Anthroposophen ärgern will. Er meint vielleicht auch, einige Anthroposophen von ihrem zwanghaften Irrweg erretten zu können (und vor allem, um von seinem Glanz zu profitieren).

Wenn Sie sich mit der Charakteristik von Geistwesen befasst haben, werden Sie unschwer erkennen, unter welchem Einfluss Gronbach steht. Er hat die Polarität überwunden. Soviel dürfte klar sein.

Dr. U. R. Gummersbach

manroe hat gesagt…

Aber Herr Dr. Gummersbach

"lesen Sie bitte, was Gronbach schriebt und sie werden erkennen, dass Gronbach Steiner längst überwunden hat..."

... und das von einem Dr. - da kann man sehen, das selbst ein eigentlich geschätzter Titel nicht viel nutzt.

Wenn überhaupt, dann sollte eine solche Behauptung von S. Gronbach selbst dargestellt werden, was er ja vielleicht indirekt tut, aber nicht auf diese Art von Ihnen!!

Und wer glaubt Steiner überwunden!! zu haben, sollte schleunigst sich in eine tiefe Selbsterkenntnis-Meditation begeben, um zu erkennen, daß er ihn vielleicht verstanden hat, aber das ist dann etwas erheblich anderes!!!

Und dieser Wilber sollte sich glücklich schätzen, wenn er Steiner das Wasser reichen dürfte.

Und wenn ich Ihren Text so lese, vermag ich eigentlich nicht mit Bestimmtheit sagen zu können, ob Sie ihn wirklich ernst meinen, oder hier einen schlechten, verwirrenden Witz dargeboten haben.

Gruß
Manfred

Anonym hat gesagt…

Aber Herr Manfred,

haben Sie ein Problem mit Äußerlichkeiten wie Namenstiteln?

Meine Schlussfolgerungen auf Grundlage von Gronbachs Texten kann ich mit Leichtigkeit mit Quellenangaben belegen: Blättern sie einfach diesen Blog durch, da finden Sie genügend Aussagen, die diesen Schluss nachelegen.

Ich habe Sie nicht nach Ihrer persönlichen Meinung über Steiner gefragt, sondern wollte klar stellen, was sich mir aus Gronbachs Mitteilungen für ein Bild über seine Geistesart ergibt.

Ich vermag nicht mit Bestimmtheit zu sagen, was Sie eigentlich mit derartigen Scheinargumentationen bezwecken. Sie vernebeln allerdings die Tatsachen.

Dr. U. R. Gummersbach

Anonym hat gesagt…

Der wahre Gronbach zeigt sich in einer Mail an die so genannte Rudolf-Steiner-Liste von seinem Freund Christian Grauer:

Er schreibt:

"Ein wunderschöner Satz von Sloterdijk über Stirner, diesem Patriarchen
des Egoismus":

"In seiner Eigenschaft als Trainer der eigenen Einzigartigkeit, war
Stirner als einem der ersten klar geworden, dass man mit metaphysischem
Übergewicht auf dem Rasen der Existenz eine schlechte Fifur macht.

Die Entfernung der ideologischen Sparen im Kopf, die er in seinem Buch empfahl, war bereits nichts anderes als ein explizites mentales
Fitnessprogramm."

Gronbach dazu:

"Im Bezug auf die heutige Anthroposophie könnte man sagen, dass es gerade dieses "metaphysische Übergewicht" ist, welches aus der alten Dame
Anthroposophie, eine alte Dame mit Adipositas macht. Meine eigenen Versuche gehen dahin, dass ich die Metaphysik so nutzte, dass diese nicht als Fett an mir hängt, sondern das auswechselbare Gewicht an den Hanteln des mentalen Fitnessprogramms ist."

Noch Fragen?

manroe hat gesagt…

Hier wird immer noch nicht unterschieden zwischen Anthroposophen und Anthroposophie, was allerdings eine absolute Grundbeingung wäre, wenn man wirklich etwas erkennen möchte. Bevor man überhaupt anfängt!!

manroe hat gesagt…

Herr Gummersbach,

Titel interessieren mich überhaupt nicht, zumeist führen sie eh in die Irre, wenn man sich von ihnen führen läßt, an sie glaubt.

... was sollen denn Quellenangaben...-- ??

...lesen kann ich auch und Meinungen vertrete ich überhaupt nicht, sondern stelle Ansichten dar.

Lassen wirs mal damit gut sein.

Manfred

Anonym hat gesagt…

Metaphysik bedeutet ja letztlich Geist, oder? Also ist in der Anthroposophie zuviel Geist für Gronbach.

Noch Fragen?

Bud Spencer hat gesagt…

Danke euch sehr für diese erhellenden Überlegungen, endlich mal ein paar klare Gedanken!

Anonym hat gesagt…

Ich sage nein, und rufe alle Mütter dieser Welt auf: Erhebt eure Mütterbrüste und stillt, stillt, stillt!

Anonym hat gesagt…

***Was ist Liebe, Herr Steiner? ***
Steiner hat gesagt… LIEBE ist…

„Mit Bezug auf die Liebe unterliegt der Mensch im allereminentesten Sinne einer großen Täuschung und bedarf noch mehr der Korrektur, als mit Bezug auf die gewöhnlichen Gefühlssympathien und -antipathien. Denn, so sonderbar das klingt für das gewöhnliche Bewußtsein, es ist durchaus wahr, daß die Liebe, die sich von einem Menschen zum anderen geltend macht, wenn sie nicht vergeistigt ist - im gewöhnlichen Leben ist ja die Liebe nur im seltensten Maße vergeistigt, und ich rede jetzt nicht etwa bloß von geschlechtlicher oder auf geschlechtlicher Unterlage ruhender Liebe, sondern überhaupt von der Liebe von Mensch zu Mensch -, daß diese nichtvergeistigte Liebe eigentlich nicht die Liebe als solche, sondern das Bild ist, das man sich von ihr macht, daß sie zumeist nichts weiter ist als eine furchtbare Illusion. Denn die Liebe, die ein Mensch zum andern zu entwickeln glaubt, ist - so wie die Menschen einmal sind im Leben - zumeist nichts anderes als Selbstliebe. Der Mensch glaubt, den andern zu lieben, liebt sich aber eigentlich in der Liebe nur selbst. Sie sehen hier einen Quell von antisozialem Wesen, der noch dazu die Quelle einer furchtbaren Selbsttäuschung sein muß. Man kann nämlich in überströmender Liebe zu einem Menschen aufzugehen meinen, aber man liebt nicht in Wirklichkeit diesen anderen Menschen, sondern man liebt das Verbundensein mit dem anderen Menschen in der eigenen Seele. Was man da als Beseligung in der eigenen Seele empfindet am andern Menschen, was man in sich empfindet dadurch, daß man mit dem andern Menschen zusammen ist, daß man dem andern Menschen meinetwillen Liebeserklärungen macht, das ist es, was man eigentlich liebt. Man liebt im ganzen sich selber, indem man diese Selbstliebe in dem Verkehre mit dem andern entzündet.

Dies ist ein wichtiges Lebensgeheimnis. Das ist von ganz immenser Wichtigkeit. Denn in der Täuschung über diese Liebe, von der man glaubt, daß sie Liebe sei, die aber eigentlich nur Selbstliebe, Selbstsucht, Egoismus, maskierter Egoismus ist - und die weitaus meiste Liebe, die von Mensch zu Mensch spielt und Liebe genannt wird, ist nur maskierter Egoismus -, in dieser Täuschung ist die Quelle der denkbar größten und weitesten antisozialen Impulse. Durch diese Selbstliebe, die sich in Liebe maskiert, wird der Mensch im eminentesten Sinne zu einem antisozialen Wesen. Der Mensch ist ja dadurch eben ein antisoziales Wesen, daß er sich in sich vergräbt. Und er vergräbt sich am allermeisten in sich, wenn er von diesem In-sich-vergraben-Sein nichts weiß oder nichts wissen will….
(GA 186)