Dienstag, 29. September 2009

Erstrebe NICHTS

Am Donnerstag ein Arbeitsbesuch beim Verlag Freies Geistesleben in Stuttgart, wo wir mit weiteren befreundeten anthroposophischen Verlagen die nächste Buchmesse in Leipzig vorbereiten, am gleichen Tag das Web-Live-Radio-Interview in Frankfurt. Am Freitag die Arbeitssitzung des Verantwortungsgremiums der Anthroposophischen Gesellschaft NRW in Bochum und später am Abend dann die Einführung in die Meditation in Bochum und am darauf folgenden Samstag eine künstlerische Probe für den „Deep Time Cosmic Dance“ (pdf) in Vorbereitung der Spirituellen Herbstakademie – dazwischen noch die Arbeit für info3 und verschiedene andere Termine, wo es im wahrsten Sinne an mein Eingemachtes geht...Autsch...puh...

Jeder Mensch hat solche Tag. Aber manchmal graut mir vor solchen Tagen. Besonders im Blick nach vorne. Was ich gelernt habe, das ist allerdings, dass eben nur dieser Blick nach vorne das Grauenhafte ist.

Der Augenblick selber ist frei.

Auf einer bestimmten Ebene gibt es dieses Morgen-Übermorgen-Zeit-Druck-Ding natürlich. Ich bin wie hineingepresst in diese Zeit. Ja, das kann ich als Wirklichkeit erleiden...
licht
Es ist ein STRESSSCHMERZ. (Eckart Tolle nennt es den "Schmerzkörper")
STRESS
Körperlich bindet er mich an meine enge Gegenwart - ich kann dann nicht mehr das weite Sein wahrnehmen und den Horizont sehen. Nur noch meinen engen Herzschlag und meine eigene Nasenspitze. Seelisch kann mich dieser StressSchmerz an die Vergangenheit binden - wie an eine verflossene Liebe aus alten Zeiten. Ich "hänge" ihr dann "hinterher".
SONNE
Alles das ist eine Wirklichkeit.
Aber es ist auch eine Illusion. Es ist einfach nicht da.

Alles was ich dort beschrieben habe, das kann kommen, oder kann nicht kommen, das ist völlig ungewiss. Das einzige was jetzt wirklich mit Gewissheit ist, dass ist JETZT.
frei
Ein JETZT in alle Richtungen. Es umfasst alle Zeit und hebt sie auf in diesen Augenblick der Wahrheit. 99% Prozent aller Sorgen weiten sich zu einem einfachen So-Sein, wenn diese GeistesGEGENWART mein Zustand ist.

Ich empfinde immer noch die "psychologische Zeit". Ich benutze auch immer noch die "Uhr-Zeit". Aber meine innere Mitte - mein seelischer Fokus, der geht über diesen Wahn der psychologischen Zeit hinaus.

Ich bin ein Bürger der Ewigkeit.

"Der Mensch ist ein Bürger der Ewigkeit, weil er in sich selbst etwas Ewiges trägt. Der Mensch würde nur das Vergängliche in der Welt erkennen, wenn er nicht selbst ein Bleibender wäre." Rudolf Steiner

In diesem Emfinde atme ich tief und anstregungslos aus.A

Ich atme aus und bin in Weltenweiten. Ich atme ein und weit ist das eigene Sein. Waren meine Nerven gerade noch zittrige Fäden die einen elektrischen Käfig des sorgenvollen Egoismus um mich bildeten, so fühle ich jetzt das dieses Nervenenden die Sterne im Kosmos zum leuchten bringen.

So will ich mir auch nichts VORnehmen. Ich habe in den Vorbereitungen schon mein Äusserstes getan...jetzt ist das Innerlichste dran. So verinnerliche ich einen kleinen Satz Rudolf Steiners.

In diesem Satz bin ich die Offenheit und die Erwartung. Diese Erwartung erwartet nicht Dieses oder Jenes. Und sie wartet auch nicht auf etwas. Sie ist seelenruhige ERWARTUNG.

Diese ERWARTUNG ist eine Blume, die der Sonne ihre schönsten Blüten entgegenstreckt.

Öffnet die Sonne die Blume? Oder öffnet die Blume die Sonne? Oder ist das eine ganz unsinnige Frage, weil beides der EINE TANZ ist?

Alles eine SONNENBLUME...

Das ist meine Verinnerlichung:

"Erstreben NICHTS – nur friedsam sein,
Der Seele Innenwesen ganz Erwartung."
(Rudolf Steiner)



"Aus der Perspektive des Verstandes ist das menschliche Leben ein lineares, beschränktes Ereignis, das durch den Lauf der Zeit bestimmt wird.

Wenn du jedoch durch ernsthafte Meditationspraxis in den Bereich jenseits des Verstandes vorstößt, bekommst du Einblicke in ein Geheimnis, das sofort die Zeit transzendiert.

Du siehst, weißt und fühlst unmittelbar, dass der tiefste Teil in dir nicht der individuelle Körper, der Verstand und die Persönlichkeit ist, die geboren sind und die sterben werden, sondern der Urgrund des Seins, der niemals geboren wurde.

Das Maß, wie du erkannt hast, dass du auf der tiefsten Ebene dieser zeit- und raumlose Urgrund bist, wird sich darin zeigen, inwieweit du in der Lage bist, durch deine menschliche Persönlichkeit diese spontane Freiheit in Zeit und Raum zu manifestieren.

Wenn deine Meditation kraftvoll und tief ist, wird die Weise, in der du dich auf das Leben beziehst, ständig eine Freiheit zeigen, die weit über die Ängste und Wünsche deines Egos hinausgeht.

Dein eigenes Wesen wird ein Tor für diese unsterbliche Tiefe sein, die Leben und Tod transzendiert. Andrew Cohen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Manfred, wie wars denn in eurem Privatzweig gestern? Was macht Ihr denn da? Und vor allem, was macht Ihr denn anders als die "schlimmen Dornacher" ? Könnt Ihr da offen über eure persönlichen Probleme quatschen? Oder liest etwa einer was vor? Oder tut ihr was, was praktisches vielleicht?

Ich bin neugierig, ich weiß.

Uschi

Sich entwickelndes hat gesagt…

Lieber Herr Gronbach,
oft passt ihr Blogthema genau in die Qualität meines Tages.So auch heute.

Ihr Beitrag hat mich entwirrt und mich in den Moment zurückgeholt,wo die Vergangenheit gewesen und die Zukunft noch nicht geschehen ist.

Herzlichen Dank!

MonikaMaria hat gesagt…

So ging es mir auch.
Dies war ebenfalls Thema beim Gespräch mit der Freundin meines Sohnes heute Vormittag.

Was bedeutet das? Sehr oft erlebe ich die gleichen Themen, wie Sebastian sie dann zeitgleich veröffentlicht und freue mich einfach.

Ich bezeichne dies für mich als «zusammen in der Präsenz verweilend».

«In der Präsenz verweilend» bedeutet für mich die Energien wahrzunehmen in ihrer «gleichzeitigen» Verschiedenheit.

Andere nennen dies die Sterne deuten in ihrer Zeitqualität.

Wiederum andere sprechen von Zeitgeistern – von Wesenheiten, welche am Wirken sind.

Das also kommt sozusagen von Außen/Innen. Was bringe ich von Innen dem Außen und umgekehrt entgegen? ..... Eine in die Stille hineinhorchende Wachheit und Präsenz ... den Zeitgeist wahrnehmend, «so» und «so».

Er fragt nicht, ob er wirken darf. Er ist und «ich bin» und verschmelze in die Stille hinein und dann wiederum durchdenke ich, durchfühle und werde ich tätig in seinem Zeitenstrom, der ich gleichzeitig bin.

Was gibt es zu erstreben? NICHTS. Was für eine vielfältige Aussage. :-)

Ein schöner Schlusssatz!
Danke Rudolf Steiner und danke Sebastian.

Anonym hat gesagt…

... und danke MonikaMaria.
Schön gesagt.

Vielleicht sind wir sogesehen nicht "Im" RaumDazwischen, sondern vielleicht werden wir dann selbst D E R R A U M D A Z W I S C H E N ?

InLiebe...

Gabriela hat gesagt…

Danke, dass ich hier mitlesen darf, auch wenn ich vieles (noch?) nicht wirklich verstehe. Auch mir geht es oft so, dass mir ein Beitrag wie eine Antwort auf meinen Tag erscheint.
Ich gehe nie unbewegt weiter, wenn ich hier war.
Gabriela

MonikaMaria hat gesagt…

@anonym
«im Raum dazwischen» .... Das ist so ein Bild für mich, tatsächlich bin ich ganz verschmolzen mit diesem «Energielevel» oder «so sein». An der «Schwelle» da hinein überkommt mich tiefes Mitgefühl für alles, was um mich ist. Das ergießt sich dann in ein grenzenloses Vertrauen und Liebe, wenn ICH DA BIN. EINS und HEIL. Ort der Heilung, nenne ich diesen «Raum dazwischen» auch.

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für diesen Beitrag!
Ich bin gerade in genau der gleichen Situation und das tut gut zu lesen!

Ja es ist der Blick nach vorne der grauenhaft ist, nicht der Augenblick selber.

Danke für die Klarheit

manroe hat gesagt…

Hallo Uschi,

...in "unserem Privat-Zweig", was machen wir da? Es hat sich vor einem Jahr ergeben, daß sich einige Wenige trafen, weil sie unzufrieden waren mit dem traditionellen Zweig-Abend. Wir begannen damit uns ersteinmal auszu... sprich uns zu befreien durch Schilderungen was wir vermissen, was uns fehlt bei einer typischen anthroposophischen Zusammenkunft.

Wir sind nun seit einem Jahr (sechs Frauen, zwei Männer) dabei OHNE jegliches Buch - wir sind das Buch - in zumeist wirklich tiefe meditative Gespräche zu kommen. Sie ergeben sich aus dem puren Interesse. Wir lachen auch sehr viel und halten das Vertrauen zueinander sehr hoch. Wir lassen uns aufeinander ein, weil ja auch ansonsten kein Vertrauen enstehen kann.

Wir sind streckenweise dem Begriff Anthroposophie nachgegangen um herauszufinden, was sie ist und was sie für uns ist und wir sind darüber zu obigem Vertrauen zueinander gelangt. Und wir freuen uns nach wie vor jede Woche aufeinander! Es macht wirklich Freude!! Aus purem Interesse am Miteinander und der Freude selbst zu denken und uns zuzuhören...

Kann ich nur weiterempfehlen!!

Gruß
Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Oh, Sebastian, Du hast noch eine ganz wesentliche Ergänzung gemacht. :-)

... tiefste Ebene ... tiefster Teil ... ja, kann ich nachvollziehen ... nenne ich z.B. den «Raum dazwischen» ... aber es bleiben Umschreibungen.

Denn, wo soll ICH hingehen, wenn ICH schon DA BIN und lediglich darauf warte, bis «ich» auch da ist? :-)))

Also, ICH hat unwahrscheinlich viel Geduld mit «mir».
:-)))))))

freudig-freundlicher Geist hat gesagt…

... und ich finde es an dieser Stelle passend, zu erwähnen, wieeeee viiiiieeeel Heilung auch darinnen ist, wenn wir zusätzlich zu der 'Nicht-Erstrebungs-Haltung' auch noch eine 'Nicht-Erwartungs-Haltung' in uns kultivieren :) Denn, vieeeele Schieflagen in Sachen Beziehungen (vor allem in Ehen) gehen von dieser Erwartungshaltung dem/r PartnerIn gegenüber aus ... Nehmen Sie sich einmal wenige Minuten Ihrer kostbaren Zeit und erhellen Sie dieses 'Feld' in sich; z.B. mit dem Willen zur Beantwortung folgender Frage: Was erwarte ich alles von ___________ ? Also, zu der Nichterstrebung können Sie gerne und mit erstaunlichen Folgen auch gleich noch die Nichterwartung hinzufügen :) In Respekt und bester Hoffnung - und mit viel Spaß !

MonikaMaria hat gesagt…

Nicht-Erwartungs-Haltung :-)))

Hui!
Wie viel Freiheit habe ich dadurch erlangt! Ständig werde ich reich beschenkt, von außen, von innen. ALLES ist voller Überraschung. Ständig Geburts-Tag.
:-))))

Aber wehe «ich» (oder der «andere») erwarte etwas und schon bin ich im Hamsterrad. Da wird «das Rad» echt anstrengend und «ich» zum Hamster im Korsett. :-(
Das «Universum» hat mir dann ständig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Autsch! Danke.
SELBST ist die Frau. :-)))))

MonikaMaria hat gesagt…

... Auf einer bestimmten Ebene gibt es dieses Morgen-Übermorgen-Zeit-Druck-Ding natürlich. Ich bin wie hineingepresst in diese Zeit. Ja, das kann ich als Wirklichkeit erleiden ...

Ja, wenn ich meine Vorstellungen der Vergangenheit und Zukunft daran «nähre».

Nein, wenn ich in «Präsenz» verbleibe, erlebe ich, dass ich oft vorher schon fertig bin, weil ich ständig «am Faden» bleibe, der mich zum Ziel führt.

manroe hat gesagt…

Ja, ich denke auch es sind die anderen mit ihren Erwartungen, Urteilen, Vorstellungen, die mir in der auf mich bezogenen Zukunft einen "Strich durch mein Sein" machen können, zumeist bevor ich mich darstellen kann. So eine Art Selbst-Verdrehung durch andere und ich mich wieder zurechterklären muss.

In einer wirklich freien Begegnung sieht es dann ganz anders aus.

Wie der Entlassene einer Anstalt wieder beim Anblick eines Hundes auf den nächsten Baum springt, weil er ehemals dachte eine Katze zu sein. Und auf die Beruhigung seines Freundes, daß er doch keine Katze mehr sei, antwortet, daß er es schon wüßte, aber der Hund ja nicht.

Anonym hat gesagt…

Na, Manfred, jetzt ist es raus. Was in deinen Kommentaren zwischen den Zeilen mich schon immer angeweht hat: die anderen sind irgendwie, salopp gesagt, doch mehr schuld als du. Ich empfehle Schattenarbeit.
Jürgen

manroe hat gesagt…

Hallo Jürgen, es geht doch hier absolut nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, sondern um Erlebnisse, die es objektiv gibt.

Ich finde es abstrus, daß bei irgendwelchen Psychos man immer selbst die Quelle zu sein hat. Das ist ein Schattenarbeits-Diktat. In diesem Sinne würde ich auch Dir mal was empfehlen, obgleich ich weiss, dass ich mich genau dadurch wieder in Deinen Augen "verrate". Seis drum.

manroe hat gesagt…

Lieber Sebastian, ich habe soeben im 1. den Film "Jenseits der Mauer" gesehen. Wenn da 89 uns keine Wesen geholfen oder zumindest schützend "ihre Hand" über uns gehalten haben, dan "fresse" ich öffentlich auf einer Bühne einen Baumstamm. Oder wie würden Integralisten das erklären?

Gruß Manfred

Anonym hat gesagt…

Hallo Manfred, bleibt die Frage, wen Du als "Psycho" bezeichnest. Meinst Du wirklich kranke Menschen oder welche, die anders auf Dich reagieren als Du es Dir vorstellst?
Jürgen

MonikaMaria hat gesagt…

Wie viel Zeit verbringt «ich» in:

Zeit denken
Zeit fühlen
Zeit wollen

.... Der Mensch würde nur das Vergängliche in der Welt erkennen, wenn er nicht selbst ein Bleibender wäre....

«SELBST ein Bleibender sein» ist verweilen in der Gegenwart mit «ich», das zum Werkzeug für SELBST geworden ist.

So erlebe «ich» DAS, weil es so bei mir «funkt»-«ionisiert».

Komme mir jetzt keiner mit dem Duden ..... :-)))))))

manroe hat gesagt…

Hallo Jürgen,

zunächst vielen Dank, daß Du nachhakst, das finde ich aufrichtig gut, weil es Chancen eröffnet.
---
Eigentlich wollte ich nur eine Gegenfrage stellen: Warum glaubst Du, dass Deine Wahrnehmung stimmt? Also wer bedürfte der Schattenarbeit? Das müsste man doch erstmal klären, oder? Schon hier beginnt dieses, in meinen Augen, Psycho-Diktat.

Es gibt ein Wahrnehmungszentrum in mir, das seinen Namen zurecht trägt, WahrNehmung. Womit ich jetzt natürlich niemals sagen würde, dass man immer richtig liegt, daher auch ein gegenseitiges Fragen als Weg.

"Psycho" ist für mich der selbstgesetzte "Teufelskreis" aus dem es kein Entrinnen geben kann, wenn man davon ausgeht, dass eine jegliche Wahrnehmung immer nur etwas mit mir selbst zu tun hat. Das ist in meinen Augen fehlendes echtes Selbst-Bewusstsein.

Zu behaupten jegliches meiner Urteile seien nur Spiegelungen meiner unentdeckten Seeleninhalte. Es mag ja eine nette Geste sein, meinem Gegenüber in einer solchen Gesinnung zu begegnen, aber endet meiner Erfahrung nach erst recht im Sumpf produzierter Vorstellungen. Den einzigen Ausweg den ich mir "vorstellen" kann, ist der des Nachfragens, alles andere ist für mich "Psycho".

Also ich versuche mir (fast) keine Vorstellungen zu machen darüber, wie man auf mich reagiert. Würde ich das versuchen, ich denke dann würde und könnte ich niemals zu einem befriedigenden Resultat kommen, weil ich gar nicht weiss, wer hier alles liest, wen ich "berücksichtigen" müsste etc. ...

Und, ich kann mir zwar Vorstellungen davon machen, wie man über mich denkt, aber das werden meine Vostellungen bleiben, das fände ich abstrus.

Soll ich mir Vorstellungen davon machen, was für Vorstellungen andere sich machen?

Damit könnte man niemals ans Ende gelangen, dabei käme heraus ein mittelmässiger, angepasster "Freundlichkeitsbrei", gezeugt aus meinen Vorstellungen in der Annahme sie seien "gut". Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Und ein solcher "Gesprächskreis" dann rotiert um eine angenommene Mitte von Höflichkeiten, die, so denke ich, niemanden auf Dauer wirklich in den Frieden bringen kann.

aufrichtig
Manfred

manroe hat gesagt…

@Monika

also ich hätte das "t" noch mit rübergenommen :))

«funkt»-«ionisiert». -- "funk"-"tioniert"

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
Eben nicht.
Ha, aber ich habe noch was anderes entdeckt. Danke:

funkt"-"ionisiert.

Alles klar?
:-)))))

manroe hat gesagt…

es funkt :)))

manroe hat gesagt…

oder: funkt"-"äonisiert ??

MonikaMaria hat gesagt…

Und: Danke für den erhellenden Kommentar zu Schattenarbeit. :-)

Wenn ich ehrlich bin, wie soll Schattenarbeit funktionieren? Also, müsste doch Lichtarbeit heißen.

MonikaMaria hat gesagt…

Na ja, geht auch, aber steht nicht im Duden :-))))))))))

und, hast das Gesicht dazwischen gesehen?
OMmmmmmmMO

ICH funkt, ich ionisiert.
:-)))))

manroe hat gesagt…

Na ja, geht auch, aber steht nicht im Duden :-))))))))))

Ja, leider. Wollte immer schon mal den Duden auf den neuesten Stand bringen

"-"

manroe hat gesagt…

"Wenn ich ehrlich bin, wie soll Schattenarbeit funktionieren? Also, müsste doch Lichtarbeit heißen."

Ja, ähnlich wie bei Kranken-Kasse

MonikaMaria hat gesagt…

Das wäre doch mal eine erhellende Tat. (((:-)))

MonikaMaria hat gesagt…

Muss nur noch Kasse dann wegfallen. :-))))))))

MonikaMaria hat gesagt…

Ich meine bei Gesundheits-Kasse

Ingrid hat gesagt…

Lieber Manfred,
nach langer Zeit melde ich mich mal wieder und möchte aufmerksam machen auf Goethes Gesang der Geister über den Wassern.

Ich verstehe Deine "Psycho"-Aversionen - und auch ich halte nicht viel vom "Diktat der Schattenarbeit" (selbst wenn man sie "Lichtarbeit" nennt ;-)).
Natürlich gibt es "Klippen" in unserem Leben. Und selbstverständlich veranlassen sie das "Wasser", unsere Seele, die "Form" (Strömungsgeschwindigkeit, Gischt, Klarheit, Ausdehnung...) zu verändern, der jeweiligen Herausforderung anzupassen...
Und das ist doch auch kein Problem, jedenfalls nicht, solange wir diese "Form" nicht beibehalten, sondern frei bleiben, damit die Seele es am Ende dieses Erdenlebens nicht versäumt hat, auch der See zu sein, in dem alle Gestirne ihr Antlitz weiden können...
(Und natürlich wäre auch noch die Frage spannend, wer denn die "Landschaft" gestaltet hat für das "Wasser" der Seele...)
Herzlichen Gruß.

MonikaMaria hat gesagt…

ICH BIN GANZ
Wasser.

Ströme aus dem «Himmel»
begegne der Erde
finde mich auf der Klippe wieder
stürze, sprudle, schäume hinab
in den Abgrund.
Zwinge mich durch Schluchten,
lande im Sumpf.
Fließe langsam weiter
oder verdampfe.
Sinke tiefer
und sprudle als Quelle
wieder empor.
Suche den Bach,
den Fluss, den Strom
und finde den Ozean wieder.

Verdampfe, war Wasser .....
und komme wieder als ....

JANET hat gesagt…

"-" super, bald verstehe wir uns wortlos...

Jasna Caluk hat gesagt…

Vor kurzer Zeit musste ich mit den Kindern öfters ins Krankenhaus, weil ihr Vater dort lag mit Herzrhythmusstörungen und meine Tochter mochte dort nicht hingehen, weil sie sich vor "Kranken"-häusern fürchtet.

Da es aber eigentlich Häuser sind, in denen Menschen geheilt werden und das eine wirklich gute Sache ist, haben wir es einfach umbenannt in HEILUNGSHAUS.

Ich verstehe die Schattenarbeit als einen Teil der Persönlichkeitsentwicklung.

Selbst-Bewusstsein verstehe ich als Bewusstsein meiner Selbst, welches ALLES ist, was war, was ist und was sein wird. Mein Selbst war Hitler, mein Selbst war Mutter Theresa, mein Selbst ist Bin Laden, mein Selbst ist Obama...

Nichts ist außerhalb von mir.

Deshalb kann Heilung auch mE nur aus diesem Selbstbewusstsein entstehen.

Es ist ein Unterschied, sich die Wesenheiten Gegenüberzustellen und sie aus meinem Selbst herauszustellen bzw. zu verdrängen. Bei letzterem verselbstständigen sie sich, weil ICH die Verantwortung aus mir herausstelle und dann werden sie sehr konkret und meiner Erfahrung nach auch in der Begegnung eben zu diesen Wesenheiten außerhalb von mir.

Die Dinge kann ich nur in mir verändern, nicht im anderen, jedenfalls nicht unmittelbar, indem ich auf mein Gegenüber eindresche.

Ich weiß nicht, ob das ganz genau so ist. Es ist nur mein Empfinden.

Lieben Gruss
Jasna

JANET hat gesagt…

Liebe Jasna,

ich denke, so ist es...Ich finde es schön wenn man immer wieder positivere Wörter erfindet..als sie Gegenwärtig gibt.

Was sagte Gabriel: Unser Sein formt unser Bewusstsein..Meine Frage: Und WAS erweitert unser Bewusstsein? Ich bin irgendwie nie zufrieden mit dem, was ist...Da gibt sicher immer noch eine Erweiterung.. NICHTS BlEIBT!

ERWARTE NICHTS, ABER WISSE NICHTS BLEIBT! ....WIE ES IST! Es ist wie es ist! OOOh man! ich stolpere gerade wieder über meine eigenen Füsse!

JASNA alles Liebe für dich und deine Kinder und beste Genehsung für deinen "Ehemaligen"

JANET

Thomas hat gesagt…

@ Jasna

Wenn es so wäre, wie Sie hier schreiben: "Selbst-Bewusstsein verstehe ich als Bewusstsein meiner Selbst, welches ALLES ist, was war, was ist und was sein wird. Mein Selbst war Hitler, mein Selbst war Mutter Theresa, mein Selbst ist Bin Laden, mein Selbst ist Obama..."

Dann gäbe es keine wirkliche Entwicklung.
Wenn ALLES bereits ist, war und sein wird, dann kann sich ja nichts entwickeln. Das wäre für mich wie ein Küken, das lieber in seinem Ei bleiben will um sich dort zu entwickeln.(Es muss aber die Schale zerbrechen, wenn es sich zu dem entwickeln will, was aus ihm werden kann.)

Dann gäbe es keine Individualität. Die 6,7 (!?) Milliarden Menschen wären alle nur unselbständige Teile des EINEN Bewusstseins. Jasna Caluk gäbe es nicht. Sie wäre nur wie ein Finger einer Hand. Ohne eigenes Bewusstsein.

Dann wäre Freiheit eine Illusion.

Wozu dann Persönlichkeitsentwicklung? Wozu Schatten- oder Lichtarbeit? Wozu die Schmerzen, die Qual, das Leiden der einzelnen Menschen?
Wozu die Freude, das Glück, das Lachen der einzelnen Menschen, wenn alles doch nur EINS ist.

Wozu die vielen schweren Gedanken die sich so viele Menschen (Sie ja auch) machen, wenn am Ende doch alles in EINS fließt. Wenn doch nur EINS immer war, ist und sein wird.

Und wenn Sie Ihre Definition von Selbstbewusstsein so stehen lassen, dann müssen Sie sich fragen lassen: Wieso haben Sie ein ganzes Land in den Krieg geführt? Wieso haben Sie es zugelassen, dass Millionen von Menschen getötet wurden? Warum haben Sie so viel Leid über die Welt gebracht? Wieso haben Sie nur so wenig Liebe gezeigt? ...

Jasna Caluk hat gesagt…

(Vorweg: Das hier ist nur meine Sicht und Schlussfolgerung, die sich aus vielem zusammensetzt, was ich bisher an Wissen und Erfahrungen von anderen Menschen gelesen oder gehört habe bzw. selber erfahren und erlebt habe.)

"...wenn am Ende doch alles in EINS fließt."

Damit sich das EINE in den VIELEN erlebt, ganz individuelle und immer wieder Neu und anders, weiter und besser, ausgerichtet auf das Wohl aller Wesen.
Der Sinn ist das Leben!

"Wieso haben Sie ein ganzes Land in den Krieg geführt?"

Weil ich nicht wußte, was ich tat.

"Wieso haben Sie es zugelassen, dass Millionen von Menschen getötet wurden?"

Ich habe es nicht nur zugelassen, ich habe es sogar angeordnet. Ich habe das getan und ich kann es nicht ungeschehen machen. Aber die anderen, die ICH sind, können Jetzt Verantwortung übernehmen und die Dinge heilen. Nicht gestern, nicht morgen, sonder JETZT. In jedem Moment JETZT...

Warum haben Sie so viel Leid über die Welt gebracht?"

Weil ich den Unterschied nicht kannte zwischen Liebe und Leid. Weil ich nicht verstanden habe, dass Ich und Du ein und dasselbe sind, EINS SIND, verbunden sind.

Und weil ich, nein weil WÌR es jetzt wissen, zerfrisst mich die Traurigkeit und sie zerfrisst alles in mir, was mich daran hindert zu erkennen, dass ICH DU bin...

"Wieso haben Sie nur so wenig Liebe gezeigt? ..."

Weil ich sie nicht fühlte INMIR.

...

Thomas hat gesagt…

@ Jasna

Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass in allen Menschen das gleiche Bewusstsein vorhanden sein soll. Es erscheint mit einfach unlogisch und sinnlos. Ich denke, das wissen Sie bereits.
Wozu sollte das EINE Bewusstsein GLEICHZEITIG töten und lieben - Leben zeugen und Leben nehmen. Auf der einen Straßenseite Freude und Glück erleben und genau gegenüber Trauer, Leid und Tod. - Das EINE Bewusstsein.
Glück und Unglück liegen ja manchmal nah beieinander. Aber EIN Bewusstsein kann doch entweder nur das eine oder das andere zur gleichen Zeit erfahren oder empfinden.
Und wenn jeder Mensch sein eigenes Bewusstsein hat, dann ist auch jeder Mensch für seine Taten verantwortlich.

Sie schreiben: "Und weil ich, nein weil WÌR es jetzt wissen, zerfrisst mich die Traurigkeit und sie zerfrisst alles in mir, was mich daran hindert zu erkennen, dass ICH DU bin..."

Könnte die Traurigkeit nicht verfliegen, wenn
Ich ein ich wäre
und Du wäre ein Du

Hier folgt ein Gedicht, das ich einmal in Englisch irgendwo gelesen habe:

Ich bin Ich
und Du bist Du
in Gedanken

Du bist mein
und ich bin dein
In der Liebe

Unabhängig voneinander
leben wir
unsere Leben miteinander


Es soll natürlich keine Liebeserklärung sein. Aber ich finde, es beschreibt eine Lösung für die von Ihnen empfundene und beschriebene Traurigkeit.
(Wenn es auch genau das Gegenteil von dem beinhaltet, was Sie für richtig erachten.)

Jasna Caluk hat gesagt…

Lieber Thomas,

"Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass in allen Menschen das gleiche Bewusstsein vorhanden sein soll."

So empfinde ich das auch nicht. Sondern eher so:

Alle Menschen erscheinen IN dem EINEN Bewusstsein als Individuen und sind (oder) sollten sich sogesehen einander BEWUSST-SEIN.


"Ich bin Ich
und Du bist Du
in Gedanken"

Ja, IN Gedanken, auf der Ebene des Verstandes.

"Du bist mein
und ich bin dein
In der Liebe"

Ja, IN der Liebe, auf der Ebene des Herzens, der Verbundenheit mit ALLEM.

"Unabhängig voneinander
leben wir
unsere Leben miteinander"

Und JA, das Paradoxon, dass Verstand und Herz verbindet, weil ALLES auf und mit ALLEM wirkt.

Ich nehme es sogesehen als Liebeserklärung an, auch wenn ich sie nicht persönlich nehme :-))

Lieben Gruss
Jasna

Jasna Caluk hat gesagt…

"...was Sie für richtig erachten."

Neale Donald Walsch hat mal geschrieben, dass die Welt daran zugrunde geht, dass die Menschen meinen im Recht zu sein.

Dem schließe ich mich an.

manroe hat gesagt…

Liebe Jasna, lieber Thomas,

ein schöbes Gespräch, macht Freude.

Könnte man es so ausdrücken, dass wir alle von der gleichen "Substanz" leben, vom gleichen "Prinzip", ABER als Individualität?

Jai Guru Dev

manroe hat gesagt…

Liebe Jasna, lieber Thomas,

ein schöbes Gespräch, macht Freude.

Könnte man es so ausdrücken, dass wir alle von der gleichen "Substanz" leben, vom gleichen "Prinzip", ABER als Individualität?

Jai Guru Dev

Jasna Caluk hat gesagt…

Thema:
Ehrfurcht - Ironie
Mitleid - Mitgefühl

Ich bin so so so dankbar für diesen gestrigen Webcast und das Thema der "Ehrfurcht" und "Ironie", gerade und besonders auch im Zusammenhang mit unserem Gespräch, lieber Thomas, hier.

Heute morgen hatte ich wieder eine Sitzung bei meinem Psycho-Doc und dort konnte ich diese Thematik nochmal Revue passieren lassen.

Wir sprachen über das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen und besonders über den Unterschied von der Verbundenheit in Liebe und der Verbundenheit in Leid.

Und ich meine, dass das auch diesen feinen Unterschied zwischen Mit-Gefühl und Mit-leid ausmacht, wie er im Buddhismus bekannt ist.

Ich empfinde es so, dass Mit-leid die Menschen aneinander bindet. Ich würde es fast als karmische Verbindung bezeichnen. Das Leid (ver)bindet uns miteinander. Ich glaube, dass diese Art der Verbindung durch ein Gefühl von Ehrfurcht entsteht. Ehrfurcht dem Leid gegeüber, was ja auch durchaus gerechtfertigt.

Manchmal verfällt man dann vielleicht in das andere Extrem, in die Ironie, die schon keine Coolness mehr ist, sonder vielmehr Verdrängung.

Dennoch glaube ich, dass Ehrfurcht dem Leid gegenüber einfach nur eine Seite der Wahrheit ist. Die andere Seite der Ehrfurcht könnte sich beziehen auf die Freude.

Kann es sein, dass eine von extremer Ehrfurcht getragene Gesinnung es nicht leicht hat, auch der Freude, dem Spass, der Größe der Liebe gegenüber ehrfürchtig zu sein und paradoxerweise auch der Ironie selbst gegenüber ehrfürchtig zu sein, weil sie ja oft hilfreich ist, um das Leid zu lindern?

Das Wort Ehrfurcht beinhaltet ja schon die "Furcht". Ich erlebe diese Furcht oder dieses Herzklopfen vom Gefühl her ebenso bei Freude, wie auch bei Leid. Und ich frage mich dann immer, was da gerade passiert? Was lässt mein Herz zittern, als hätte ich Lampfenfieber? Und vielleicht könnte man es umbenenne in Licht-fieber. Wie jetzt, wenn ich das hier schreibe.

Ich bin so voller Freude über das, was ich fühle und ich weis, dass so sehr ich mich bemühe, es trotzdem nicht schaffen kann, alles in Worte zu fassen. Ich weis, da ist noch mehr. Es sind, wie Tom Steiniger meinte, all diese Möglichkeiten, all das große Potential, all diese Kraft, die in dieses Gefühl der Ehrfurcht hineinfließen wollen.

Vielleicht folgt nach der "Ehr-Furcht" die DeMUT. Die DeMut beinhaltet den Mut, der auf die Furcht folgt, trotz der Ehrfurcht mutig im Schaffen (bzw. hier im Schreiben) zu sein mit der nötigen Selbst-Ironie, die mir gerade sagt: "Jasna, entspann dich mal und geh ne Runde meditieren."

...

Jasna Caluk hat gesagt…

Mein Psychodoc fragte mich welcher Ort für mich der geborgendste und schönste Ort sei und dorthin sollte ich mich hineinfühlen. Der schönste und geborgendste Ort war ist für mich das Universum, der Kosmos und die Sterne, die Weite, die Unendlichkeit, die Schwerelosigkeit in der absoluten Stille des Friedens.

Er fragte mich, was mich dort wärmt und trägt. Ich sagte, dass die Sonne mich wärmt. Und nichts trägt mich. Ich verlasse mich auf nichts und weil ich mich auf nichts verlasse, kann mich auch nichts verlassen. In diesem Gefühl ist keine Angst, sondern in diesem Gefühl ist einfach nur tiefer Friede und in diesem Gefühl bin ich nicht erdflüchtig, sondern dieses Gefühl trägt mich auf der Erde. Es trägt mich nicht immer, weil ich es manchmal vergesse.

Aber weil ich jetzt regelmäßig meditiere, komme ich immer wieder an diesen Ort. Die Regelmäßigkeit ist der Schlüssel für mich zur Verankerung in diesem Selbst.

Ich hab zwei kleine Kinder und kann mich nicht den ganzen Tag zum meditieren hinsetzen. Aber zwei mal am Tag tanke ich die Straheln der Sonne, zum Frühstück und zum Abendbrot und da fällt mir der Text der Gruppe "Fettes Brot" aus dem Lied "An Tagen, wie diesen" ein:

"Absolute Wahnsinnsshow
Im Fernsehen und im Radio
Die Sonne lacht so schadenfroh
An Tagen wie diesen
Niemand der mir sagt, wieso
Beim Frühstück oder Abendbrot
Die Fragen bohren so gnadenlos
An Tagen wie diesen"

Danke für den wunderbaren Dialog gestern, lieber Sebastian Gronbach, lieber Tom Steiniger, und allen anderen, die dort mit-gewirkt haben.

Lieben Gruss
Jasna

Thomas hat gesagt…

@ Manfred

Ja, so könnte man es ausdrücken.

manroe hat gesagt…

@Thomas

Tja, kürzer gings nicht ;))

Anonym hat gesagt…

"Erstreben NICHTS – nur friedsam sein,Der Seele Innenwesen ganz Erwartung."

ist etwas anders als

"Erstrebe Nichts."