Sonntag, 20. September 2009

Schattenwelt

Wir Menschen verfügen über eine der erstaunlichsten Fähigkeiten, welche die Evolution hervorgebracht hat. Wir können Teile unseres eigene Selbstes verdrängen. Wir schaffen das Kunststück, Seelenanteile, psychologische Muster und Bedürfnisse, so weit von uns zu schieben, bis sie uns von aussen wieder entgegegen kommen.

Dann erscheinen unsere eigenen, verdrängten Anteile, mit einem fremden Gesicht wieder vor unseren Augen und wir können mit gutem Gewissen und tiefer moralischer Überzeugung mit dem Finger auf dieses Wesen zeigen und schreien: "EIN DÄMON!".

Manche nennen diese Dämonen auch "das Tier in Dir"...
Nun, wie meine Oma immer sagte: "Wenn Du mit einem Finger auf andere Leute zeigst, dann zeigen drei auf Dich zurück.

Was machen, um es mythologisch auszudrücken, die Dämonen der Unterwelt, wenn wir sie nicht in unsere heile Welt lassen? Sie handeln ausserhalb unserer Mauern. Ausserhalb unseres Bewusstseins.

Das könnte man das «Essenerproblem» nennen. Das Problem jener vorchristlichen Sekte, die für sich in Anspruch nahm, nur den höchsten und reinsten moralisch-ethischen Ansprüchen zu genügen. Sie wollten die Reinsten der Reinen sein, nichts Böses oder Frevelhaftes sollte in ihren Reihen Platz haben.
Sie hatten alle beschlossen, die Frage von C. G. Jung, ob man lieber gut oder ganz sein wolle, mit «gut» zu beantworten.
SCHATTEN
Und tatsächlich: Sie schafften es, das Böse aus ihrer Mitte zu entfernen. Aber wo waren die Dämonen jetzt? Sie saßen draußen vor dem Stadttor. Hungriger als je zuvor.

Rudolf Steiner fasst die Erkenntnis und Erfahrung, dass man das Böse nicht vor die Tore des eigenen Selbst verdrängen kann, in ein Bild, eine wirkungsmächteige Imagination zusammen. Er nennt die nicht ins Bewusstsein und das tägliche Leben integrierten Kräfte «Ahriman» und «Luzifer».

Diese beiden «Wesen» stehen als kraftvolles Symbol für die beiden Fliehkräfte, die unser Gleichgewicht bedrohen. Der eine, Ahriman, steht für die Kraft, die an die Materie fesselt, für die Erdsucht. Der andere, Luzifer, steht sinnbildhaft für die Erdflucht, also für alles, was einen aus der Verantwortung, die mit dem Menschsein verbunden ist, in den Rausch und die Realitätsflucht zieht.

Steiner beschreibt nun in seinem sogenannten «Fünften Evangelium», wie Jesus an den Toren der Essener vorbeikommt. Dort sieht er Luzifer und Ahriman sitzen, er sieht, wie sie aus der Stadt fliehen müssen, und ist schockiert über diese Flucht. BILD

Lange fragt Jesus sich, warum ihn dieses Bild der beiden Dämonen vor den Toren so erschüttert, immerhin haben es die Essener geschafft, dass das Böse keine Macht mehr über sie hat. Schatten

"Diese Frage brachte er nicht mehr los aus seiner Seele, diese Frage brannte wie Feuer in seiner Seele; mit dieser Frage ging er, stündlich, ja minütlich sie erlebend, in den nächsten Wochen umher: Wohin fliehen Luzifer und Ahriman … ?"

Jesus sah, dass wir durch unser Leben im Bemühen um das Gute, Wahre und Schöne die Dämonen zur Flucht trieben. Und er erschrak, als er erkannte, wohin die Dämonen flohen. "Sie schicken dadurch Luzifer und Ahriman hin zu den anderen Menschen, um selber glücklich zu sein."

"Die anderen Menschen" - das ist das große Bild für den Teil, den wir von unserem Tagesbewusstsein abgetrennt haben.
GEIST
"Die anderen Menschen" - das ist das Wort für den anderen Menschen". Ein Bild für den Schattenmenschen. Ein Bild für den Menschen, der wir sind, der wir aber nicht sein wollen....Und der dennoch existiert.
LICHT
Die UNTERWELT ist genau da, wo die GEISTIGE WELT auch ist. In uns und in allen lebendigen Wesen.
geist
Menschen, die sich dagegen entschlossen haben, «ganz» zu sein, haben sich dazu entschlossen, «Nein» zu einem bestimmten Teil ihrer Persönlichkeit zu sagen.

An dieser Stelle beginnen die Spannung und Herausforderung, die wir allen spüren, wenn wir über das Thema "Schattenarbeit", "Doppelgänger" oder "verdrängtes Selbst" sprechen.

Wie geht die Anthroposophie mit dieser "Ganz oder Gut" Frage um? Gibt es einen spezifisch anthroposophsichen Weg der Schattenarbeit und welche ist das? Was können wir von den starken und positiven Errungenschaften der anthroposophischen Schattenarbeit lernen und welche großen Irrtümer haben sich mit der Zeit eingeschlichen?
GEIST
Inwiefern kann die integrale Spiritualität Ken Wilbers, im Dialog mit der Anthroposophie Rudolf Steiners etwas neues für uns alle kreieren, damit das TIER in UNS seine guten Kräfte entfalten kann und nicht länger als Dämon gejagt wird?
geist
Ich freue mich sehr über die Einladung des Integralen Salons in Frankfurt und über die Gelegenheit über dieses so brutal wichtige Thema sprechen zu können. Im Dialog mit allen die da sind.
DIALOG
MONTAG, 21. SEPTEMBER, 19:00 bis 21:00 Uhr, Teescheune in Frankfurt Niederursel, Alt-Niederursel 42

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Herr Gronbach,

Rudolf Steiner beschreibt Luzifer und Ahriman als reale Wesenheiten, geistige Wesenheiten die in der geistigen Welt leben und wirken. In der Anthroposophie sind es keine "Kräfte" oder "Symbole" wie bei Ihnen. Oder gar eine "wirkungsmächtige Imagination". Diese Wesen haben in der Anthoposophie eine Existenz als reale Wesen. Und Sie HABEN Kräfte, aber sie SIND keine Kräfte.

Sie zeigen wieder ganz deutlich, dass Sie nicht verstehen, was Inhalt der Anthroposophie ist. Sie verbiegen den Inhalt so lange, bis er in Ihr Weltbild passt.


Sie machen eine seltsame Wortreise in Ihrem post.
Zu Beginn des Textes nennen Sie Seelenanteile, psychologische Muster und Bedürfnisse: "Dämonen" und "das Tier in Dir".
Später werden daraus Luzifer und Ahriman.
Etwas weiter schicken Sie Luzifer und Ahriman, zu "den anderen Menschen".
Dann machen Sie aus diesen "anderen Menschen", vereint mit Luzifer und Ahriman, ein "Bild".
Im nächsten Satz machen Sie aus dem Bild "die anderen Menschen" das Wort für "den anderen Menschen".
Und gleich darauf wird dieses "Wort" zum "Bild" für den "Schattenmenschen".
Und der "Schattenmensch", das sind ja wohl die Seelenanteile, psychologischen Muster und Bedürfnisse. Wobei wir wieder am Anfang wären.

Wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht. Und dann noch so verwirrend unsinnig. Integral eben.


Sie schreiben, dass Sie daraufhin arbeiten wollen, dass das TIER in UNS seine guten Kräfte entfalten kann und nicht länger als Dämon gejagt wird.

Das "Tier" soll in UNS seine Kräfte entfalten.

Ahriman und Luzifer wollen Sie in sich und in anderen arbeiten lassen?

Wissen Sie, was Sie als Anthroposoph damit sagen?
Nein, das wissen Sie nicht. Sonst würden Sie es nicht sagen.

Barbarapapa hat gesagt…

Moment, Herr Thomas, nicht ganz so schnell, bitte.

Als ich gerade den neuen Beitrag las, war ich sehr verwundert und überrascht darüber!

Ich hatte den Eindruck, als hätte sich etwas getan bei Herrn Gronbach.

Dieser Beitrag erklärt durchaus anthroposophische Inhalte individuell-durchlebt in klarer Sprache! Dieser Artikel ist also vom Standpunkt der Anthroposophie formuliert. Es taucht sogar kein Steinerzitat auf, und zum Ende hin werden als Krönung Fragen gestellt!

In mir keimt Hoffnung, dass sich hier etwas entwickelt!

Noch vor einigen Wochen, hat Herr Gronbach die "Wesen" in den Zoo verbannt! Jetzt sind sie ihm brutal wichtig geworden!

Ich finde, Herr Gronbach ist auf einer heißen Spur, wenn er das Essenerproblem (meditativ) bearbeitet!!

Er lässt es offen, wie weit Ken Wilbers Anschauung weiterhilft!

Einige Beiträge hier verwiesen schon auf die Mitteilungen über das (bisher ungeschriebene) fünfte Evangelium, und ich vermute, dass es ein Schlüssel für vieles sein könnte, was hier angeklungen ist!

Die Mitteilungen darüber sind zweifelsohne für unsere Zeit gemacht worden.

Herr Thomas, einfach nur blind draufhauen hilft gar nicht. Sehen sie auch auf das Positive! Ich jedenfalls sehe hier einen Lichtblick!

Anonym hat gesagt…

Als er das Gespräch mit der Mutter geführt hatte, da fühlte er sich vom Geiste getrieben nach dem Jordan zu Johannes. Auf dem Wege traf er zwei Essäer, mit denen er oft Gespräche geführt hatte. Und er kannte sie nicht. Sie aber erkannten ihn gut.
"Wohin geht dein Weg?"
"Dahin, wohin noch Seelen eurer Art nicht blicken wollen –
Wo der Schmerz der Menschheit die Strahlen des vergessenen lichtes finden kann."

Seine Augen - sie waren liebevoll, doch seine Liebe wirkte wie wenn sie durch sie auf einem Unrecht ertappt wären -

"Was seid ihr für Seelen? Wo ist eure Welt? –
Warum umhüllt ihr euch mit täuschenden Hüllen? Warum brennt in eurem Innern ein Feuer, das in meines Vaters Hause nicht entfacht ist." -

Jesus von Nazareth sprachen sie, kennst du uns nicht? "Ihr seid wie verirrte Lämmer; ich aber war des Hirten Sohn, dem ihr entlaufen seid. Wenn ihr mich recht erkennet, werdet ihr alsbald von neuem entlaufen. Es ist so lange her, dass ihr von mir in die Welt entflohen seid."

Und sie wussten nicht, was sie von ihm halten sollten.

Und er sprach weiter: "Ihr habt des Versuchers Mal an Euch. Er hat mit seinem Feuer eure Wolle glänzend gemacht -
die Haare dieser Wolle stechen meinen Blick. –
Der traf euch nach eurer Flucht. Er hat eure Seelen mit Hochmut durchtränkt."

Da nahm einer der Essäer das Wort und sagte: "Haben wir nicht dem Versucher die Türe gewiesen. Er hat keinen Teil mehr an uns."

Und Jesus sprach:
"Wohl wieset ihr ihm die Türe; doch er lief hin und kam zu den anderen Menschen. So grinst er euch an von allen Seiten. Ihr erhöht euch nicht, wenn ihr die anderen erniedrigt. Ihr kommt euch nur hoch vor, weil ihr die anderen verkleinert."

Da erschraken sie, in dem Augenblicke aber war es ihnen, als ob er vor ihren Augen verschwand: in der Ferne aber erblickten sie sein riesenmäßig vergrößertes Antlitz –
und hörten die Worte:

"Eitel ist euer Streben; weil leer ist euer Herz, die ihr euch erfüllet habt mit dem Geiste, der den Stolz in der Hülle der Demut täuschend birgt."

Und sie sahen dann längere Zeit nichts; als sie wieder zu sich gekommen waren, da war er des Weges weiter gegangen –
von ihnen. Sie überbrachten, was sie vernommen hatten, den anderen Essäern nicht, sondern schwiegen darüber zeit ihres Lebens. -

Anonym hat gesagt…

GA 148

Anonym hat gesagt…

Möglicherweise spricht Steiner mit der Benennung der Wesenheiten außerhalb von uns auch einfach nur unser Bewusstsein an. Ich meine vielleicht geht es in seinen Beschreibungen und Erklärungen einfach darum, dem Leser zu vermitteln, dass diese sog. Wesenheiten von der Mitte, vom Christus in uns bzw. vom (namen- und wesenlosem) Ich-Bewusstsein zu transformieren sind.

Wenn ich selbst Schatten bin, kann ich Schatten nicht transformieren.

Wenn ICH mir aber des Schattens bewusst bin, kann ich Schatten transformieren.

Also ich schätze, dass Steiner in seinen Schriften und Hinzuziehungen der Mythen einfach nur unser innewohnendes BEWUSSTSEIN (die Klarheit, das Nichts, die Leere) als Ansprechpartner gesucht hat, aus welcher heraus der Schatten (Ahriman, Luzi oder wie auch immer...) transformiert werden kann.

Vermute ich zumindest.

K_F

Thorsten hat gesagt…

Moin Sebastian,

das Thema klingt sehr interessant. Aber warum dürfen nur die Leute etwas darüber erfahren, die nach Niederursel kommen? Nicht jeder Fischkopp hat zufällig Zeit für diese lange Reise.

Mich würde zum Beispiel interessieren, wie man seinen Schatten transformoieren kann, wenn man denkt, die dazu vorgesehenen Chancen in seinem Leben allesamt verpasst zu haben. Oder sind sowieso wieder nur die jungen Leute angesprochen?

Viele Grüße,
Thorsten

Elena Rand hat gesagt…

Hallo Thorsten,

danke für Ihren Kommentar. Sebastian Gronbach kommt an jeden Ort und bietet jedem und überall seine spirituellen Dienstleistungen an - man muss ihn nur einladen. :-)

Herzliche Grüße
Elena Rand

Thorsten hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Rand,

danke für Ihre Nachricht. Sind Sie die Sprecherin von Herrn Gronbach?

Mit freundlcihen Grüßen
Thorsten Tillmann

E.R. hat gesagt…

Hallo lieber Thorsten Tillmann,

:-) "Sprecherin" würde ich mich nicht nennen. Ich arbeite für Sebastian Gronbach im MissionMenschManagement.

Bei Bedarf können Sie sich gerne an mich wenden:

Sekretariat.gronbach@gmx.net

Herzlich Grüße
Elena Rand

Thorsten Tillmann hat gesagt…

Und ich dachte, dass sei der Blog von Sebastian!

Anonym hat gesagt…

Samma Thorsten! Sooooo komplifiziert is das doch nich, oder? Daß is der Blog von Sebastian Gronbach un daß sin seine Beiträge. Und Elena Rand hilft ihm wohl ein wenig seine Arbeit zu koordinieren, Termine zu machen und Anfragen zu beantworten und organisatorische Dinge zu übanehmen. Oda? So jedenfall versteh ich das. Ich mein, is doch völlig normal alles. Oda wie?

Helge

Steiners Mission hat gesagt…

Ja ich glaube auch, dass dieses Thema brutal wichtig ist.

Die eigenen Schatten, die "Doppelgänger" Kräfte/Wesen, sie verwüsten die Welt mehr denn je, und es berührt dies unmittelbar das, worum es Rudolf Seiner im innersten seines Wirkens ging: Karma erkennen.

Hat jemand schon dieses Buch gelesen?

Rudolf Steiners "eigenste Mission"

Ist es zu empfehlen?

Müsste es nicht so sein, dass jeder wahre "Schüler" Rudolf Steiners dieses Anliegen weiter trägt? Soweit eben die eigenen Möglichkeiten es zulassen?

Thorsten hat gesagt…

Hallo Helge,

klar, hass wohl recht.
Aba ich dachte in meinem ersten Schreck, datt sei der Doppelgänger von Sebastian. und dem will ich nich überm Weg laufen.

Thorsten

Anonym hat gesagt…

@SteinersMission

Süß, wie sie (KlausMaria?, Holger Niederhausen? oder Mieke selber??) hier versuchen für diesen Mösenmüller-Schwachsinn Werbung zu machen. Süüüßßßßß!!!!!!!!!! :-)))))

BURGHARD hat gesagt…

@Thomas

Man kann den Text von S. Gronbach auch anders lesen.

Vielleicht ist Dir folgendes v. R. Steiner bekannt.

Ich
Empfinde
Mich
Denkend
Eins
Mit dem Strom
Des Weltgeschehens

Eine Denkbewegung in sieben Schritten im Denken und Handeln.

Zu Schritt EINS

R. Steiner Vortrag, 1911 in Bologna: «Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Geisteswissenschaft

«Man wird . . . zu einer . . . Vorstellung über das ,Ich' erkenntnistheoretisch gelangen, wenn man es (das Ich) nicht innerhalb der Leibesorganisation befindlich vorstellt und die Eindrücke ihm ,von außen‘ geben läßt, sondern wenn man dieses ,Ich' in die Gesetzmäßigkeit der Dinge selbst verlegt und in der Leibesorganisation nur etwas wie einen Spiegel sieht, welcher das außer dem Leibe liegende Weben des Ich im wahren Weltwesen diesem durch die organische Leibestätigkeit zurückspiegelt.»

S.G. schreibt: Wir schaffen das Kunststück, Seelenanteile, psychologische Muster und Bedürfnisse, so weit von uns zu schieben, bis sie uns von außen wieder entgegen kommen.

Zu Schritt ZWEI
S.G. schreibt: Dann erscheinen unsere eigenen, verdrängten Anteile, mit einem fremden Gesicht wieder vor unseren Augen.


Zu Schritt DREI
S.G. schreibt: "Die anderen Menschen" - das ist das Wort für den anderen Menschen". Ein Bild für den Schattenmenschen. Ein Bild für den Menschen, der wir sind, der wir aber nicht sein wollen....Und der dennoch existiert.


Zu Schritt VIER
S.G. schreibt: Die UNTERWELT ist genau da, wo die GEISTIGE WELT auch ist. In uns und in allen lebendigen Wesen.


:

Zu Schritt FÜNF
S.G. schreibt:…. kann die integrale Spiritualität Ken Wilbers, im Dialog mit der Anthroposophie Rudolf Steiners etwas neues für uns alle kreieren,….

Zu Schritt SECHS
S.G. schreibt: damit das TIER in UNS seine guten Kräfte entfalten kann..

Zu Schritt SIEBEN
S.G. schreibt: Ich freue mich sehr über die Einladung des Integralen Salons in Frankfurt und über die Gelegenheit über dieses so brutal wichtige Thema sprechen zu können. Im Dialog mit allen die da sind.

@Thomas,"Wobei wir wieder am Anfang wären."
Stimmt,jedoch,ANDERS gesehen,ist so immer wieder erneuert im Anfang
und im Ende das ganze GESCHEHEN,
als ein Geschehen von Welt und Selbstbewußtsein

Es grüßt Dich Burghard

Anonym hat gesagt…

Was haltet Ihr von ihm:
http://www.sirous-paramatman.de/

Er behauptet von sich tatsächlich er sei ein Guru, im Gegensatz zu Sebastian Gronbach den ich sowohl gegenüber der Anthroposophie als auch der Spiritualität gegenüber authentisch empfinde.

Herzliche Grüße

Thomas hat gesagt…

@ Barbarapapa und auch für Herrn Gronbach und auch für Anonym 21.09.09 17:49

Wie kommen Sie darauf, dass sich bei Herrn Gronbach etwas getan habe?

Das was da bei ihm hier zu lesen ist hat nirgend etwas zu tun mit der Behandlung anthroposophischer Inhalte. Und es ist in sich einfach Unsinn. Er vermengt hier Psychologie und Anthroposophie und heraus kommt quadrierter Unsinn. Und dann kommt noch Ken Wilber dazu, oh je, oh je ...

Er will Luzifer und Ahriman, die es für ihn eigentlich gar nicht gibt, aber dann doch wieder gibt (ja was denn nun?) gesellschaftsfähig machen.

Lesen Sie den Text doch bitte noch einmal. Vielleicht auch mal ganz langsam. Dann können Sie nämlich auch ein Steinerzitat finden, das Sie beim ersten Lesen wohl übersehen haben.

Es würde mich interessieren, wo Sie hier konkrete anthroposophische Inhalte "individiuell-durchlebt" in "klarer Sprache" gefunden haben.

Nochmal: In der Anthroposophie sind Luzifer und Ahriman REALE geistige Wesenheiten. So wie der Mensch ein REALES geistiges Wesen ist.
Luzifer und Ahriman sind nicht "bildhaft" und sind auch kein "Symbol", wie Sie von Herrn Gronbach aufgefasst werden. Also: Ein eindeutiger Widerspruch.

Diese Wesen leben in der geistigen Welt und wollen den Menschen an sich binden. Sie wollen ihm seine Möglichkeit der freien Entwicklung nehmen. So stellt die Anthroposophie das dar.

Und diese Wesen soll ich bewusst in mir wirken lassen?

Der Mensch muss zwischen Luzifer und Ahriman das Gleichgewicht finden und halten (siehe: der Menschheitsrepräsentant in Dornach, wie er in der Mitte steht zwischen Luzifer und Ahriman). Der Mensch braucht sie für seine Entwicklung. Aber er darf sich nicht ihnen überlassen und ihnen folgen. So stellt die Anthroposophie das dar.

Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass Sie es als etwas Besonderes finden, dass Herr Gronbach hier Fragen stellt. Fragen stellen ist doch nun wirklich nicht schwer.

Ich hätte in der Vergangenheit viel lieber hier einmal ein paar Antworten auf meine an Ihn gestellten Fragen gelesen. Aber dazu hat sich der Erleuchtete bisher noch nicht herab gelassen. Es muss ein weiter Weg für ihn sein - von so weit oben.

Und dann diese Fragestellung: "Ganz ODER Gut". Das ist für mich keine Frage. Gibt es nur das Eine ODER das Andere.
Für mich würde es Sinn machen zu fragen: "Ganz UND Gut" - ist das eine mögliche erstrebenswerte Entwicklung für den Menschen?

Überhaupt scheint mir dieser post lediglich aufgezogen als Werbung für dieses Seminar in der Teescheune.
So gesehen würde die ganze Sache wenigstens eine Sinn machen.

Thomas hat gesagt…

@ Burghard

Ich
Empfinde
Mich
Denkend
Eins
Mit dem Strom
Des Weltgeschehens

Dieser Spruch ist mir bekannt aus "Die Schwelle der geistigen Welt".
Er steht im ersten Kapitel, das die Überschrift trägt: "Von dem Vertrauen, das man zu dem Denken haben kann, und von dem Wesen der denkenden Seele vom Meditieren"

Mit diesem Satz hat Rudolf Steiner dort eine Seelenstimmung beschrieben. Eine Zergliederung, so wie hier vorgenommen entstellt für mich den eigentlichen Sinn. Der innere Zusammenhang des Spruches geht verloren. Und ich kann keine logische und auch keine inhaltliche Verbindung zu dem Text von Herrn Gronbach herstellen.

Der Vergleich der Texte ist für mich wie der Vergleich eines Hühnereis mit einem Kieselstein.

Den "Strom" des Weltgeschehens, mit dem ich mich denkend eins empfinden kann, kann ich mir nur fließend vorstellen, nicht zerhackt und zergliedert, wie hier geschehen.

Aus welchem Zusammenhang haben Sie den Spruch?

Dieses Kapitel aus "Die Schwelle der geistigen Welt" wäre etwas für Herrn Gronbach. Da könnte er viel Lernen über die anthroposophische Methode des Meditierens.

Anonym hat gesagt…

Ja, Thomas, ich habe es noch einmal gelesen. Du hast recht, es hat sich nichts bewegt, es ist der Artikel nur raffinierter strukturiert, als manch andere.

Es ist schon fragwürdig, ob das überhaupt so stimmt mit dem Verdrängen und veräußerlichen. Meine eigene Erfahrung ist, dass ich erst durch das Erkennen der Widersacher in mir der Widersacher im Außen gewahr werde. Beides läuft gleichzeitig ab. "Erwachen" innen und "erwachen" außen.

Mit eigenen Worten wiedergegeben ist der Inhalt des Essenerproblems schon. Doch stimmt es, dass Jesus "lange überlegte?" Nein, es ergriff ihn unmittelbar Mitleid! Hier könnte man ja noch ein Auge zudrücken.

Er geht wirklich lang und breit auf anthroposophische Inhalte ein. Doch was schimmert zum Schluss durch?:

welche großen Irrtümer haben sich mit der Zeit (in die Anthroposophie) eingeschlichen?

...kann die integrale Spiritualität Ken Wilbers, im Dialog mit der Anthroposophie Rudolf Steiners etwas neues für uns alle kreieren...

damit das TIER in UNS ... nicht länger als Dämon gejagt wird...

Einladung des Integralen Salons



Ja, Du hast recht, ich bin ihm auf den Leim gegangen,

raus kommt duch nur der Integrale Salong und keine Anthroposophie.

Er will irgendwas neues kreieren.

Warum eigentlich? Ist ihm Anthroposophie zu schwierig?

Anonym hat gesagt…

Leute, wie wär´s mal an dieser Stelle wirklich zu einer Michaelimagination überzugehen? Michael hat jedenfalls Erfahrung mit dem Tier!

Anonym hat gesagt…

In Bezug auf Gronbach haben Viele gehofft, dass seine extremen Ansichten und sein etwas kindlicher missionarischer Drang sich mit der Zeit mildern, so dass eine innere und äußere Balance möglich wird. Das ist leider bisher nicht erkennbar. In seinen schriftlichen Ergüssen können sich Anthroposophen meist nicht wieder erkennen und lehnen daher einen solchen Repräsentanten für sich ab.

Thomas hat gesagt…

@ Anonym 21.09.09 21:04

Herr Gronbach hat etwas mit eigenen Worten wiedergegeben. Er hat aber auch zitiert. Nur hat er es nicht deutlich genug gekennzeichnet. Das gehört aber zu seinem ganzen Schreibstil. Das Zitat steht in GA 148 "Aus der Akasha Forschung Das fünfte Evangelium". Dort Seite 71 unten. Den Text hat er nicht genau so wiedergegeben, wie er dort steht. Es ist aber dadurch nicht sinnentstellt.

Das Zitat bei ihm ist:
"Diese Frage brachte er nicht mehr los aus seiner Seele, diese Frage brannte wie Feuer in seiner Seele; mit dieser Frage ging er, stündlich, ja minütlich sie erlebend, in den nächsten Wochen umher: Wohin fliehen Luzifer und Ahriman … ?"

In meiner Ausgabe steht da:

"- Und diese Frage brachte er nicht mehr los aus seiner Seele; mit dieser Frage ging er stündlich, ja minütlich sie erlebend in den nächsten Wochen umher. Als er nach dem geistigen Gespräch, das er geführt hatte, die Tore des Hauptgebäudes der Essäer verlassen hatte, da brannte in seiner Seele die Frage: Wohin fliehen Luzifer und Ahriman."

Nur der Vollständigkeit halber.

Thomas hat gesagt…

Zusatz zu meinem letzten Kommentar:

zu dem Zitat gehört noch in die zweite Zeile, nach: "... Seele": ",diese Frage brannte wie Feuer in seiner Seele".

BURGHARD hat gesagt…

@Thomas

Der Text v. S. Gronbach, er ist anders, als er durch Deine Analyse erscheint.
Er ist EIN Bild. Vor Bildern und in deren Betrachtung hat man aber nicht zu analysieren. Vor Bilder kann man erüben, solche Fragen zu bilden, auf die das Bild die Antwort ist. Die Antwort, sie ist dabei der Erzieher zu einem anderen Fragen, als man das aus Sehgewohnheiten heraus bislang eben so machte. Und, Gewohnheit bleibt Gewohnheit, solange man, auf welcher Höhe auch immer, sich lediglich auf seinen Stand beruft.

Es grüßt Dich Burghard

Anonym hat gesagt…

@ Thomas

wieso schreiben Sie hier lange Beiträge und investieren Zeit, wo Sie doch S. G. grundsätzlich ablehnen?! Einfach nicht mehr anklicken. Es wird Sie keiner vermissen. Tschüssss

BURGHARD hat gesagt…

@Thomas

Mal ein anderes Bild. S. Gronbachs Text, er ist Dir ein Gewässer, in dem Du dir unheimliche Lebewesen vermutest. Daher bleibst Du am Ufer. Von dort aus greifst Du dann zu Deiner Angel, um zu prüfen, was wohl in dem Gewässer sich so tummelt. Du ziehst auch hier und da was an Land. Aber, bedenke wohl, den Köder, den hast Du am Haken befestigt. Und, die
Auswahl des Köders, sie ist dafür entscheidend, was dann anbeißt.

Es grüßt Dich Burghard

Anonym hat gesagt…

gut gesagt BURGHARD...

najama hat gesagt…

Hat jemand mal diese buch gelesen?
Es scheint mir unabhängig vom persönlichen glaubenssystem lesbar zu sein...

Anonym hat gesagt…

Die Antwort, sie ist dabei der Erzieher zu einem anderen Fragen, als man das aus Sehgewohnheiten heraus bislang eben so machte.

Hei, das klingt ja transzendental! Wenns denn mal so wäre!

Ich sehe es anders:

Herr Gronbach zitiert aus Steiners Mitteilungen, und das ist der Köder.

Die Fragen die er stellt sind aber keine offenen Fragen. Wer genau liest, erkennt, dass Gronbach die Angelschnur ist, und Ken an der Angel zieht: Er weiß die Antwort schon: In die Anthroposophie haben sich Irrtümer eingeschlichen, Ken Wilbers Weltanschauung wird die Anthroposophie "updaten".

Vermutlich ist es aber auch so, dass Ken Wilber die Anthroposophie schnurz piep egal ist, dass Herr Gronbach den Angelhaken auswirft, weil er einfach noch Angst hat, sich ganz im Integral zu verlieren.

Udo Krummbiegel

Anonym hat gesagt…

die blogzpolizei, dieses mal in der gestalt des goys tritt auf und beruhigt die gemüter. der goy: 'sebastian gronbach ist ein mündungsmensch!' mündungsmensch? haben Sie das wort schon einmal gehört? wir noch nie. 'mündungsfeuer' kennen wir, in englisch: muzzle flash. sebastian gronbach ist also ein mündungs-mensch, a muzzle-man! ein muselman, der es nicht lassen kann?? war das eine geheime botschaft? haben wir es hier mit muslim-unterwanderung zu tun? ausgerechnet vom gronbach und dem goy? wo wird das enden? eine moschee auf dem dornacher hügel? und was ist mit diesem herrn geiss? nachdem er mit regina die galerie kurz und klein geschlagen hat, lobt er den egoisten noch für dessen bilder! was ist mit regina: sie besaß 38 jahre lang die rosa karte, besaß auch eine blaue karte - wenn regina jetzt die mutter von gronbach ist, die ihn mit der milch die basis-demokratie eingeflößt hat?? kann das alles wahr sein, liebe leser?

C.G.B.Rau :) hat gesagt…

Worin sehen Sie die Gefährdungen für 'die' Anthroposophie, liebe Mit-Menschen ? Besteht hier bei Ihnen Angst davor, dass Herr Gronbach am Fundament Ihrer Weltanschauung hämmert ? Hat er Böses im Sinne ? Wer von Ihnen kann wirklich wirklich sagen und von sich behaupten, er WISSE, was Herr Steiner mit 'der' Anthroposophie GEMEINT hat ? Was er damit erreichen wollte ? Warum es ihm so wichtig war, seine IDEEN möglichst vielen Menschen verständlich zu machen ? Wer von Ihnen ist ein Zeitgenosse von Rudolf Steiner ? Wer hat mit ihm seinen Zugangsweg zu den Ideen 'der' Anthroposophie diskutiert ? Sind wir nicht alle INTERPRETIERER einer (durchaus großartigen !)Idee und Verwirklichung derselben ? Was würde Dr. Rudolf Steiner Ihrer Meinung nach auf die Frage antworten: "Was halten Sie, sehr verehrter Herr Steiner von den Ideen und Taten Sebastian Gronbachs, die er im Namen der von ihm so verstandenen und umsetzbaren und erweiterbaren Anthroposophie vertritt ? Würden Sie sich gerne und interessiert mit ihm unterhalten ? Würden Sie ihn bei seinem Weg unterstützen ? Halten auch Sie 'ihre' Anthroposophie für erweiterbar ?"
Also, wer von Ihnen kann wirklich wirklich behaupten, dass er/ sie die Antworten darauf kennt, die Antworten, wie sie Herr Steiner persönlich geben würde ? Derjenige möge sich bitte hier zu Wort melden ! Frage: Gibt es Wirklichkeiten und Theorien als TATSACHEN ? mit höflich-offen-fragend-interessierten Grüßen Christine G.B.Rau

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen, an alle hier!
eher zufällig war ich gestern bei dem Vortrag vom Herrn Gronbach in Frankfurt. Ich muß sagen, ich war/bin doch beeindruckt. Und ich versteh jetzt auch, warum Anthroposophen (ich rechne mich selber zum Umfeld) so hysterisch reagieren,wie dies auch hier im Blog ist. Gronbach macht aus der alten Tante Anthroposophie wirklich wieder eine junge Dame. Und dann ist ja schon klar, daß alle schreien "das ist ja gar nicht die alte Tante". Stimmt, weil sie sich in eine schöne,moderne und witzige und sehr, sehr, sehr tiefsinnige junge Frau verwandelt hat, die unglaublich sexy ist. So, jetzt weiss ich nicht genau was ihr so dazu sagt,oder der Herr Grombach, aber für mich war das so und ich habe das sehr gut gefunden und wünsche allen die da mitmachen viel Spaß. Ja, ich denke: Das kann man da wirklich haben. :-)

Grüssle
S.

Anonym hat gesagt…

Anthroposophie kann nicht gefährdet werden.

Und Anthroposophie kann nicht sexy sein.

Anthroposophie lebt in einem anderen Kontext (potenziell in uns):

Sie kann in Seelen auftreten, die jungfräulich rein sind, wie die Mutter Gottes.

Es könnte alles so einfach sein.

Udo

Anonym hat gesagt…

.
"Ihr habt des Versuchers Mal an Euch.

Er hat mit seinem Feuer eure Wolle glänzend gemacht -"

Pssst: hat gesagt…

Was Du so attraktiv findest ist das Integral, das sich als Anthroposophie tarnt, um dich zu verführen. Du bist ein Leckerbissen für ES, besonders, wenn Du aus dem Umfeld kommst...

manroe hat gesagt…

Nur das jeweils Höhere vermag zu integrieren.

Wohinein könnte Anthroposophie denn integriert werden?

Was fehlt einem an der Anthroposophie? (nicht die Anthroposophen sind gemeint!!)

Leben ist "von Haus aus " integral. Anthroposophie durchlichtet einsehbar das Leben. Sie ist der Integrator.

Wer einen Integrator integrieren will ist entweder umnachtet oder ein Dieb.

Ich seh das so!

JANET hat gesagt…

Grüssle
S.

22.09.09 11:40

...das ist der einzigste Kommentar der mich anspricht.

"Grüssle" ist wohl schwäbisch?


@Manfred...sach mal, warum ist Anthroposophie das Höchste???*ungläubigkuck* Ich glaube eher nicht..beweisen kann ich das aber auch nicht!

Moin Moin
sagen die Ostfriesen, auch am Nachmittag
JANET

Anonym hat gesagt…

Is ja auch klar, Janet, du stehst halt auf ES - Erotik.

Anonym hat gesagt…

"Je mehr der Mensch spricht von allgemeiner Bruderliebe und Menschlichkeit in dem Sinne, dass er sich daran berauscht, um so egoistischer werden die Menschen. Denn geradeso wie es eine sinnliche Wollust gibt, gibt es eine Wollust der Seele; und es ist sogar eine raffiniertere Wollust." GA 99

JANET hat gesagt…

ES - Erotik? Mannoman

hättest du ES nicht gesagt hätte ich ES nicht gewusst. Ist ES SO? ES ist SO, SO ES ist! SO ist ES!
haben wir alles..

*nuffnuff*

Anonym hat gesagt…

Ich find das eigentlich mal ganz nett, wass Herr Gronbach hier so schreibt, kann ich schon mal drüber nachdenken.

Warum aber reden hier eigentlich alle von irgendwelchen anderen Leuten ? Steiner, Wilber und so?
Das was diese Philosophen so sagen ist doch so schwer zu lesen. Mal ehrlich, wer von euch hat denn mehr als zwei Seiten von dem Zeug gelesen? Ist doch eigentlich völlig egal, oder?

Ich würde Herrn Gronbach raten, einfach seine eigenen Bücher zu schreiben ohne diese ganzen Welterklärungsgeschichten.

Dann fänd ich ihn noch cooler.

Eckehart

Bernhard Albrecht hat gesagt…

Das Einzige dem ein i n t e g r a l e s Tun, Denken und Fühlen gelten kann, bist Du selbst!!!

Nicht Rudolf Steiner, nicht Ken Wilber, kein Mix aus beiden oder ein Aufmischen zu etwas Neuem.
Das Nadelöhr der Ich-Werdung ist nicht zu umgehen!
Neu kann nur Ich werden und das von Tag zu Tag erneut und immer wieder.
Wo und in wie fern bin ich also heute ein Anderer gewesen als gestern? Unter welcher Achtsamkeit habe ich diese Schrittverlagerung zu meiner veränderten Haltung von Heute ausgelöst und von welcher Beobachtungsintensität begleitet, eingelöst.
Wo bin ich gewachsen, wo eingebrochen und wieder aufgestanden?
Wo bin ich in und mit der Liebe zum Kleinen getanzt!? Wo ist es mir gelungen um etwas ganz Kleines einen Hauch von Zufriedenheit zu weben? Wann habe ich zum letzten Mal aus vollem Herzen einem Mitmenschen gesagt, ich danke Dir für „diesen Augenblick“ der Verbundenheit mit Dir, war das heute oder kann ich mich etwa nicht mehr genau erinnern, wann dies zuletzt geschah?!

Der nachfolgende bildhafte Logbuch Vermerk mag den einen oder anderen Leser hier vielleicht dazu stimmen, sich darüber klar zu werden, worum es wirklich geht. Für ihn und niemanden sonst.

Dämonen

Von allen Seiten fallen Dämonen
über Dich her,
blutrünstig und geil -
jeden Augenblick nutzend,
in dem die innere Aufmerkasmkeit
abspannt -
beissen sich fest
an den Rüstbalken des Selbst,
biegen unmerklich
jede Bemühung -
in ihr Gegenteil,
poppig leuchtende,
flirrende Ausbremser des Werdens.


Alleskönner sind sie,
ekstatische Tänzer
auf dem Tableau unbegrenzter
Möglichkeiten,
Schmeichler -
der Genusssucht
und des Grössenwahns.
Als Meister der Selbstinszenierung
und des Kulissenschiebens
kennen sie keine Grenzen,
sie -
die Bildschöpfer
des schönen Scheins.

Sinnlos
der Wettlauf mit ihnen,
denn immer
sind sie schon da,
die listenreichen Karikaturisten
selbstüberheblichen Verlangens
im eitlen Vollkommenheitsrausch,
die Kollaborateure in den zeitlosen
Slums
neonfarbener Opferhaltungen -
die Gaukler
im grossen Spiel
alles durchdringender Fata Morganen.

Nichts scheint sie aufhalten,
die Strudel ihrer virulenten
Eskapaden
eindämmenzu können,
es sei denn -
du begegnest ihnen auf Augenhöhe
und -
beugst in innerer Demut
das Knie vor ihnen -
in Anerkennung
ihrer Werktätigkeit als Modulatoren
in der Aufrichtung
der Ich - Kathedrale.

Bernhard Albrecht Hartmann (11.07.2005)

ist ES hat gesagt…

DÄMONISCH?

poppig leuchtende,
flirrende Ausbremser des Werdens.

Dämonen--Ich verstehs nicht...EGAL!

Zitat Gronbach: hat gesagt…

Du bist Dir selbst einfach nur belanglos – selbst wenn Du weißt, dass Du objektiv so spannend bist wie jeder Mensch.

Nichts erscheint Dir irrelevanter als Deine eigene Persönlichkeit. Du hast Probleme, Gelüste und Schatten und Du schillerst – aber tief in Dir weißt Du: Es gibt nichts was schillert, es gibt keinen Schatten, keine Probleme und keine Lösungen und vor allem: Dich gibt es nicht.

und hat gesagt…

Ich bin ein vergängliches Projekt der Evolution. Aus diesem Empfinden heraus starte ich auch meine spirituellen Projekte, in denen ich selber die Hauptrolle spiele.

Thomas (der es immer noch WISSEN will) hat gesagt…

@ Bernhard Albrecht Hartmann

Wer ist größer als diese Dämonen?

Vor dem beuge ich meine Knie.

Wer ist es?

Anonym hat gesagt…

...da irrte ich Nachts durch einen Wald;

ein leuchtender Baum zog mich an -

ich trat auf ihn zu;

da stand in Gerippeform der Tod vor mir -

der sagte: ich bin du; ich zehre an dir -

da fürchtete ich mich;

er aber sprach: warum fürchtest du dich;

hast du mich nicht einst geliebt;

und ich wußte, daß ich ihn nie geliebt hatte,

da verwandelte er sich in den schönsten Erzengel -

und verschwand -

ich verfiel in Schlaf und fand mich an dem Baum erwachend -

da wurde mein Aussatz immer schlimmer -

GA 148

Anonym hat gesagt…

@ Thomas (der es immer noch WISSEN will)

du hast hier nichts zu WOLLEN

oder meintest du du möchtest gerne etwas LERNEN ??

dann komm mal von deinem trip runter

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Thomas

Haben sie sich schon einmal gefragt, ob das was Sie gerade im Sinn haben zu sagen „plump“ sein könnte?!
Sich so als Fremder zu betrachten, dazu gehört zweifellos einiger Mut!
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und daselbst einen reichen Zugang zu dem, was manchmal zwischen den Zeilen des Sagens eines Mitmenschen als zentral Wesentliches steht. Manches will, muss und kann nur zwischen den Zeilen seinen ihm angemessenen Platz finden.
Das unterscheidet eben Verstandes Denken von Bewusstseinsseelen Denken, das Letzteres sich ein inneres Organ auszubilden vermag, das diese Hintergrund Töne und Oberton Musik empfangen kann. Das Tor zur Bewusstseinsseele aber ist die Demut.

Bernhard Albrecht

schön ! hat gesagt…

... also, wie auch immer ? ! Herr Albrecht hat sich in diesem Mit-Schreiben und Weben zum ersten Mal 'geöffnet' und siehe da, er ist sympathisch, er ist ein ebenso Suchender, ein Selbst-Kritiker und MENSCH ! Das ist fein !!!

Transformationsarbeit hat gesagt…

also ich finde diese diskussion hier gut, das thema schliesst an bei dem, was mir "zugefallen" ist (siehe artikel aus meinem blog).
moechte dann gerne auch einen kommentar dazu hier kopieren:
"liebe maurulam, tja, das ist nicht einfach: dann ist man immer noch in resonanz mit dem ereignis, auch wenn man denkt, man haette es ueberwunden.
dran bleiben, immer weiter, immer tiefer in das eigene herz: selbsterkenntnis bis zum urgrund.
ein hammer-weg.
aber die transformation der dinge. die da kommen, transformieren wir dann nicht nur noch fuer uns: sondern fuer das kollektiv, fuer die neuinformation der matrix.
vielleicht erscheint es uns pers. als eine last und dann als eine lust, als eine freude."

und damit wird doch auch deutlich, wie wichtig dieses thema ist, denn wenn wir entdecken, das wir an allem, das uns entgegenkommt einen anteil haben, eine verantwortlichkeit tragen, bekommen wir damit die gelegenheit, diese weltlichen schattenseiten aufzuloesen.
letztendlich geht es doch einzig und allein darum: unsere seelenanteile zusammenzufuehren. heil zu werden: ganz zu sein: weltenseele (ohne anthro-hintergrund), sondern wirklich in dem wort: weltenseele.
diese gerne so lapidar genannte: wir sind alle eins!
und es ist wahr...
gruesse in die runde
anka

Thomas ( . . . ) hat gesagt…

@ Anonym 22.09.09 22:04

"Du hast hier nichts zu WOLLEN"

Oh, bin ich da auf die Chef-Etage vorgestoßen?

"oder meintest du du möchtest gerne etwas LERNEN ?"

Natürlich Chef! Ich meinte: Ich möchte gerne etwas lernen. In aller Demut." - Ist es recht so?

Thomas hat gesagt…

"Haben sie sich schon einmal gefragt, ob das was Sie gerade im Sinn haben zu sagen „plump“ sein könnte?!"
@ Bernhard Albrecht

Nein, hab ich noch nicht. Ich werde es aber mal tun.
Aber, was meinen Sie dazu?

Noch etwas:
Sie brauchen bei mir nichts zwischen den Zeilen zu lesen. Das, was ich sagen WILL, das steht in Worten da.

Aber Sie können mir gerne schreiben, was Sie zwischen den Zeilen zu erkennen glauben.

Thomas hat gesagt…

@ Bernhard Albrecht

Wer ist größer als diese Dämonen?

Anak hat gesagt…

hmmm, dann vergessen wir das mal mit der guten diskussion und schauen, ob man nicht doch etwas innere freiheit entwickeln kann um sich aus dem netz der persoehnlichen befindlichkeiten zu befreien...
herzlichst
anka

Ikkyu hat gesagt…

Formschreiben ans Amt für interne Angelegenheiten, Zucht und Ordnung:

"In Bezug auf ... haben Viele gehofft, dass seine extremen Ansichten und sein etwas kindlicher missionarischer Drang sich mit der Zeit mildern, so dass eine innere und äußere Balance möglich wird. Das ist leider bisher nicht erkennbar. In seinen schriftlichen Ergüssen können sich Anthroposophen meist nicht wieder erkennen und lehnen daher einen solchen Repräsentanten für sich ab."