Donnerstag, 29. Oktober 2009

Das Auge Gottes

Oft fragen mich Menschen, ob ich Anthroposoph sei – ich antworte mit Freude „Ja“. Wenn ich im Ausland bin, fragen mich Menschen, ob ich Deutscher sei und ich antworte mit Freude „Ja“. Immer wieder sprechen mich Menschen an und fragen, ob ich "dieser Sebastian Gronbach" sei und ich antworte mit Freude „Ja“. So sehr meine Antworten wahr und stimmig sind, so sehr sind sie auch nicht wahr – oder anders gesagt: Sie sind ein Teil des Spiels.

Die meiste Zeit unseres Lebens identifizieren wir uns mit irgendetwas.
gott
Wir identifizieren uns – je nach Bewusstsein-, und Entwicklungsgrad – mit unserem Fußballverein, unserem Land, einer Religion, unserem Sternzeichen, unserem Geschlecht, einer spirituellen Bewegung oder Weltanschauung.

Sich mit etwas zu identifizieren bedeutet Sätze zu sagen, die so anfangen:
„Ich bin...“.
„Ich bin Deutscher.“ „Ich bin eine Frau.“ „Ich bin ein Mann“ „Ich bin Anthroposoph.“ „Ich bin Fan vom 1. FC Köln.“ „Ich bin Schüler.“ „Ich bin Lehrer.“

Identifikation ist ein lateinisches Wort und es bedeutet wörtlich übersetzt „gleichsetzen“.

Je höher unser Bewusstsein-, und Entwicklungsgrad ist, desto seltsamer erscheinen uns diese völligen Identifikation mit Dingen wie einer Weltanschauung, einer Partei, einer Religion oder spirituellen Tradition.

Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass diese Gleichsetzung nicht mehr zu ihnen und zu ihrer Zeit passt.

Gut so.


Aber von einer Identifikation können sich die allerwenigsten Menschen lösen. Es ist die Identifikation mit ihrer Person.

Selbst wenn sie aufgehört haben sich mit ihrem Land, einer Partei oder einer Weltanschauung zu identifizieren, selbst dann identifizieren sie sich mit ihrer Person, ihrer Biografie, und mit ihrem Namen.

Sie sagen am Ende immer noch „Ich bin Claudia“. „Ich bin Peter“.
Den meisten Menschen ist es eine nie in Frage gestellte Selbstverständlichkeit, solche Sätze zu sagen.

In allen Weisheitstraditionen – zu denen auch die Anthroposophie gehört – gibt es einen Punkt, in der spirituellen Entwicklung, wo es darum geht, diese Identifikation aufzubrechen und sich von der gedanklichen und emotionalen Gleichsetzung mit seiner Person zu befreien.

Menschen, die zutiefst erfahren haben, was damit gemeint ist, die sagen solche Sätze wie „Ich bin Deutscher“, „Ich bin Anthroposoph“ und „Ich bin Sebastian“ immer mit einem inneren Lächeln.

Es kann eine große Befreiung sein, an dieser Stelle des Lebens zu stehen und sich von seiner engen Persönlichkeit befreit zu haben.

Es ist eine Befreiung von der Identifikation mit unserem Körper, mit unsere Gedanken und Gefühle. Das tut gut. Richtig gut.

Doch die große Freiheit wartet erst jenseits dieser Stelle.

Die große Freiheit ist die Freiheit vom trennenden „Ich“ frei zu sein.

Auch weit entwickelte Menschen retten sich in den Gedanken ein einzigartiges Individuum mit einer einzigartigen Identität zu sein. Etwas daran ist wahr und heilig und ein Grund zur Freude.

Doch etwas daran ist leider verkehrt und der Grund für alles Leiden.

Was bedeutet das Wort „Individuum“?
Es bedeutet „unteilbar“.

Was bedeutet das Wort „Identität“?
Es bedeutet „der selbe“.

Stelle Dir vor, es gäbe eine Möglichkeit, die Welt so zu sehen, wie Gott sie sieht. Wenn ich „Gott“ sage, dann meine ich damit nicht den alten Mann mit dem Bart, sondern eine nicht konditionierte Sichtweise, eine nicht-duale Perspektive, eine Perspektive, die nicht als „Zwei“ schaut, sondern EINE Perspektive des EINEN Auge Gottes.

Eine Nicht-Perspektive. Eine „unteilbare“ Perspektive.

Eine göttliche Perspektive wäre eine, in der Gott das Selbe ist, was er wahrnimmt.

Wenn wir diese Perspektiv einnehmen (die wir in Wirklichkeit nicht einnehmen können, weil es niemanden gibt, der etwas einnehmen kann und es nichts gibt was eingenommen werden kann) – dann machen wir Gott nackt.

Denn „Gott hat sich einige Gewänder zugelegt, um sich als Mensche verkleidet in seinem eigenen Garten die Zeit zu vertreiben.
Gott
Er möchte in der Trennung, sprich als Wesen, die Erfahrung machen, zu spielen und zu experimentieren.
Gott
Doch sobald er sich ein Gewand anzieht, vergisst er meist seine Göttlichkeit und wird zu einem identifizierten Menschen. All die Empfindungen des Körper-Geist-Systems, werden auf einmal sehr wichtig und ernst, all die Gedanken, die wir denken, werden sehr schnell unüberwindbare Tatsachen.
Gott
Die Filter durch die wir schauen, sind plötzlich sehr real. Somit sind wir zu einer Person geworden. Wir haben den Kosmos auf eine Person limitiert.“ (Thomas Hübl).

Gott nackt zu machen bedeutet, sich dieses Einkleidens bewusst zu werden und alle Gewänder loszulassen und abzulegen.

Es bedeutet, ganz bewusst in einen Zustand zu gehen in dem man das „Unteilbare“ und „der Selbe“ ist.

Jetzt können wir uns von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Tier, von Mensch zu Baum, von Mensch zu Kosmos begegnen und immer lächelnd sagen:

„Grüß Gott – ich bin der Selbe - die Unteilbare“

Früher war es die vornehmste Aufgabe der Religion diesen Prozess nach vorne zu bringen. „Religion“ bedeutet, die verstreuten Teile „wieder auflesen, wieder aufsammeln“.

Gott
Neue Zeiten sind angebrochen.
Gott
"Alle freie Religiosität, die sich in der Zukunft innerhalb der Menschheit entwickeln wird, wird darauf beruhen, dass in jedem Menschen das Ebenbild der Gottheit wirklich in unmittelbarer Lebenspraxis, nicht bloß in der Theorie, anerkannt werde. Dann wird die Begegnung jedes Menschen mit jedem Menschen von vornherein eine religiöse Handlung, ein Sakrament sein.“ (Rudolf Steiner)

Wir erkennen im wahren Du unser Gegenübers unser wahres Ich. Dasjenige was (sich selbst) erkennt, ist Gott.
Gott
So ist die Summe aller menschlichen ICHe - ja aller Wesen und Dinge - 1!

Unser getrenntes „Ich“ ist die Kreation des Schöpfers – das jedoch, was dieses getrennte „Ich“ wahrnimmt, ist der Schöpfer selber.

Unser getrenntes Ich ist, wie es Thomas Hübl sagen würde, eine „kosmische Adresse“. Das Auge Gottes selber hat keine Adresse. Oder anders gesagt: Gott wohnt überall und nirgendwo.

Rudolf Steiner nennt das die „Wiederverkörperung des Geistes“. Und in jedem Einzelmenschen verkörpert sich nach Steiner „seine Gattung“, also die Gattung des EINEN, UNTEILBAREN und SELBEN.
Gott
Dies bewusst zu erfahren ist eine Initiation. Eine Initiation ist die Erfahrung einer unmöglichen Erfahrung.
Gott
Wenn Du Dich nicht mit dieser unmöglichen Erfahrung zufrieden gibst, sondern diese göttliche Erfahrung der EINHEIT bewusst in Dein persönliches Ich und das ganze Leben integrierst und damit die ganze Kultur nach vorne bringst, dann erschaffst Du das in Dir, was Andrew Cohen das "authentische Selbst" nennt. Du wirst zum Evolutionär.

Im religiösen Kontext nennen Menschen den allgemeinen Gott, der bewusst im Einzelmenschen aufersteht, "den Christus." Hier beginnt die MISSION MENSCH.

Ein Leben aus dieser befreiten Perspektive zu führen bedeutet in der Welt zu sein, aber nicht von dieser Welt zu sein.

Es bedeutet völlig frei zu sein und im selben Moment die volle Verantwortung zu übernehmen. Es bedeutet sein endliches Leben zu leben und dabei in der Unendlichkeit zu ruhen.

Du kannst jetzt das Spiel des Lebens spielen und alles sein - denn Du bist nichts davon.

„Erkennst Du, zutiefst, zutiefst, zutiefst, dass derjenige, der diese Seite liest, auch derjenige ist, der sie geschrieben hat?

Du und Sebastian und diese Seite, alles erscheint im Zeugen dieser Seite, nicht wahr? Das Selbst ist nicht schwer zu finden, sondern es ist unmöglich, ihm zu entkommen. Lass also all diesen Unfug von Finden und Verlieren los, und siehe einfach das EINE, in dem alle Welten jetzt erscheinen.

Gehe hinaus, und schaue Dir die wunderschöne Welt an, welche in deiner gefühlten Bewusstheit erscheint, welche in Deinem eigenen Wesen erscheint. Und dann, na ja, geh ein Bier trinken, oder etwas in der Art ...“ (Ken Wilber)

Wenn Du diese befreiende Perspektive einnehmen willst, um mit Freude unsere Kultur nach vorne zu bringen, dann kann Meditation ein Weg sein: Ich lade Dich herzlich ein zu der kostenlosen und ubverbindlichen Veranstaltung "Meditation für ALLE".

Im Rahmen des von sieben Kinder- u- Jugendtheatern und der Ruhr 2010 gemeinsam vorgetragenen Zukunftsgestaltungsprojekts pottfiction, welches von der Stiftung Mercator getragen wird.

Am 30. Oktober 2009 in GELSENKIRCHEN um 16.00 Uhr, Consol Theater. Bismarckstraße 240, 45889 Gelsenkirchen (Weitere Seminare & Events sind in dieser Reihe geplant).

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Immer wieder das selbe Klopfen von Gronbach, wie von allen initierten. Und immer wieder schön, wahr und gut. Solche Texte sind das Klopfen an unserer Herz-Tür. Er klopft immer wieder an und hört wohl erst auf, wenn alle geöffnet haben. Danke sehr.

Screech hat gesagt…

Hallo Sebastian,

vielen dank fürs nackig machen...
da steh ich drauf... vieles gibts da ja nicht mehr zu zu sagen :)

ich empfehle dennoch folgendes dazu :

Stephen Wolinsky - Nirvana bedeutet erlöschen...

http://www.amazon.de/Nirvana-bedeutet-erl%C3%B6schen-Stephen-Wolinsky/dp/B002DKRYWM/ref=sr_1_12?ie=UTF8&s=dvd&qid=1256815298&sr=8-12

einen lieben gruß,
helmut / klartraum

manroe hat gesagt…

In mir gibt es eine Instanz, eine Ebene, jenseits meiner Erfahrungen, meiner Leiden, meiner Freuden. Schaue, wahrnehme ich von dieser Quelle aus, dann ist es für mich mein ICH.

So wie auf dem Bild das Auge in dem Dreieck. Diese drei Seiten des Dreiecks sind für mich meine drei Grundwerkzeuge, aus denen ich alle weiteren und jemals benötigten weiteren "Hilfsmittel" hervorzubringen imstande bin. DENKEN, FÜHLEN, WOLLEN, geleitet, eingesetzt, verwaltet von dem in der Quelle sitzenden "Auge", von MIR.

Wenn ich aufhöre mich zu identifizieren, dann identifiziere ich mich nicht mit ALLEM DEM was ich durch dieses Auge wahrzunehmen in der Lage bin: Also nicht "ich heisse oder bin Manfred", sondern ich habe Manfred, in dieser Inkarnation, der Hülle für meine Werkzeuge, meinen Leib.

Ich finde es extrem wichtig zu sagen und es auch so zu benennen, dass mein ICH göttlich, aber nicht identisch mit Gott ist, sondern wenn schon identisch, dann PRINZIPIELL identisch insofern, als dass ich von und mit meinem Sosein noch Äonen von den Fähigkeiten des "alten Herrn" entfernt bin.

Bin ich also im Zustand der Nichtidentifikation göttlich, dann nur in dem Sinne, als dass ich die göttliche Quelle in mir gefunden habe, durch und aus ihr stellenweise zu handeln in der Lage bin und ich mir nicht einbilde Gott spielen zu müssen.

Und dieses mir "zur Verfügung stehende ICH BIN" in Form jenes "Auges", der göttlichen Quelle, erlebe ich absolut NICHT als trennend!! Ein trennendes ICH kenne ich nicht, ist mir nicht vorstellbar, trennend nur dann, wenn ich einer Identifikation anhafte und nacheile, wenn ich die Quelle aus dem Auge verloren habe.

Ich bin nicht du, ich habe etwas von dem, was du auch hast.
Ich bin nicht Gott, in mir wohnt etwas, was auch Gott hat.


Oder wo ist der Unterschied zu dem trennenden EGO mit all seinen Anhaftungen und einem angeblich trennenden ICH?
Mit der Bitte um Nachhilfe.
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Initiierter und Eingeweihter sind nicht identisch!

Manfred

entschüssel selbst hat gesagt…

1+0=1
1+1=1

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Alles zusammen ist 1! Auch ein Teil von Alles ist ein Teil von Alles und 1.

MonikaMaria hat gesagt…

Bin ich also im Zustand der Nichtidentifikation göttlich, dann nur in dem Sinne, als dass ich die göttliche Quelle in mir gefunden habe, durch und aus ihr stellenweise zu handeln in der Lage bin und ich mir nicht einbilde Gott spielen zu müssen.

Und dieses mir "zur Verfügung stehende ICH BIN" in Form jenes "Auges", der göttlichen Quelle, erlebe ich absolut NICHT als trennend!! Ein trennendes ICH kenne ich nicht, ist mir nicht vorstellbar, trennend nur dann, wenn ich einer Identifikation anhafte und nacheile, wenn ich die Quelle aus dem Auge verloren habe.

Die Träne, die mein Herz berührt!!!!!

Siehe die Vier Elemente bei mir!
Das war´s Manfred!
Riiiiiiiiiiiiiiiiiiesiger Kuss.

MonikaMaria hat gesagt…

Die 1 ist das Schwert des Mannes.
Die 0 ist die Scheide der Frau.
Füge sie zusammen und ein WIRD eins.

Füge sie zusammen mystisch und Du erlebst Himmelfahrt.

manroe hat gesagt…

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JANET hat gesagt…

’ÆÐ@äÊÆÐÜÊ@ÒÚÚÊä@ÚÒè@fzb\ˆÊÜÖÊÜX@øÐØÊÜX@®ÞØØÊÜ@æÒÜÈ@êÜÂÄÈÒÜÎÄÂä@Íøä@¦ÆÑìàÌêÜÎ\@ªÜÈ@¦ÆÑìàÌêÜÎ@Òæè@ÈÂÜÜ@ÒÚÚÊä@bÐÊÒè@êÜÈ@ÒÜ@ÈÊä@˜ÂÎÊ@êÜÊäæÆÑìàÌØÒÆÐ@ÐÊäìÞäôêÄäÒÜÎÊÜ\@”Êèôè@Úêææ@ÒÆÐ@Üêä@ÜÞÆÐ@ÚÊÒÜÊ@´ÊØØÊÜ@êÚàäÞÎäÂÚÚÒÊäÊÜ@ZZ@êÜèÊäæéøèôè@ˆê@ÚÒÆÐ@ÈÂÄÊÒ~

das kommt raus wenn man eine O vergisst..

Nene hat gesagt…

@Manfred

"In mir gibt es eine Instanz, eine Ebene, jenseits meiner Erfahrungen, meiner Leiden, meiner Freuden. Schaue, wahrnehme ich von dieser Quelle aus, dann ist es für mich mein ICH."

danke für diese klärende Definition. :)

Diese Instanz nenne ich nach meinem Verstehen nicht mein ICH, sondern mit Paulus: Den Anderen, der wachsen muss und wachsen kann in dem Maße wie das EGO weniger wird. Oder ich nenne es: Das in einem Involutionsprozess in die Materie eingebundene göttliche Prinzip, es ist nach meinem Verständnis jedem Menschen immanent, aber solange latent und lediglich als ein im Herzen anklopfendes Prinzip wirksam, bis der Mensch die Türe öffnet und das EGO zugunsten dieses Prinzips aufgibt.


"Wenn ich aufhöre mich zu identifizieren, dann identifiziere ich mich nicht mit ALLEM DEM was ich durch dieses Auge wahrzunehmen in der Lage bin: Also nicht "ich heisse oder bin Manfred", sondern ich habe Manfred, in dieser Inkarnation, der Hülle für meine Werkzeuge, meinen Leib."

Der Moment, in dem die Persönlichkeit so sprechen kann, wäre für mich dann eingetreten, wenn das EGO zurückgelassen oder abgelegt ist und das Ewigkeitsprinzip in ihr vollkommen entfaltet und wirksam ist, wenn aus dem Jesus der Christus geworden ist durch das: "Es ist vollbracht" und die Auferstehung

Zwischen der Erkenntnis, dass es diese Instanz, diese Quelle im Inneren gibt und der Auferstehung des ursprünglichen Ewigkeitsprinzips, liegt für mich eine Entwicklung, ein Prozess, der mit der Hinwendung der Person Nene zu diesem Prinzip beginnt, der weiter führt zur Erkenntnis der Verhaftung im EGOsysthem und über das Loslassen und Überwinden aller EGOwirksamkeiten zum "NichtICH" wird. Das bedeutet für mich die Entstehung eines vollkommen neuen Innenraums in der Person Nene, eines Innenraumes, der aus der Entfaltung des Ewigkeitsprinzips entsteht.
Das ist die erste Sprosse der Evolutionsleiter, die aus der gewohnten Materie hinausführt.

In der "Stimme der Stille" heisst es:
Wenn deine Seele auf den Wogen des Raumes ihr eigenes Bild erblickt und flüstert: "Dies bin ich," - dann oh Schüler, bekenne, dass deine Seele in den Netzen der Verblendung gefangen ist....
Das Große Gesetz sagt: "Um Erkenner des ALL-SELBSTES zu werden, mußt du zuerst Erkenner deines Selbstes sein. Um Kenntnis dieses Selbstes zu erlangen, muss du dein Selbst dem Nicht-Selbst opfern, dein Sein dem Nicht-Sein....
Süß ist die Ruhe zwischen den Schwingen dessen, das weder geboren ist, noch sterben wird, sondern das AUM durch ewige Zeiten ist."

Wilber spricht von der Vereinigung der aufsteigenden und der absteigenden Strömung.
In den Apokryphen ist es die Vereinigung von Seele und Geist.
Wo dies stattfindet, ist Ursprung, wird kein EGO mehr gefunden.
Es ist -so Wilber- die äußerste Leerheit, in der alles ungeschehen gemacht wird.

Keine Involution und keine Evolution mehr, nur SEIN.
Und obwohl es dem Ursprung gleicht, ist es nicht der Ursprung, denn dazwischen liegt der Erfahrungsweg der Schöpfung.

Nene hat gesagt…

@Janet
Janetlogik?
große Klasse

manroe hat gesagt…

Janet, ich glaube Du interpretierst das falsch :)

manroe hat gesagt…

@Nene

"Diese Instanz nenne ich nach meinem Verstehen nicht mein ICH, sondern mit Paulus: Den Anderen, der wachsen muss und wachsen kann in dem Maße wie das EGO weniger wird."

Ich sehe das eher so, dass ein jeder Mensch am Menschen schafft und "das" wodurch er das vermag, denke ich ist mein (Anteils)-ICH. Ich kann doch auch "ausserhalb" meines Ego tun?!

Ansonsten erlebe ich dann drei Prinzipien in mir: Ego, ICH, Universal-ICH oder "Ziel" an dem ICH mitschaffe, in Deinem obigen Verständnis.

manroe hat gesagt…

Sorry Janet, stimmt doch :))

’ÆÐ@äÊÆÐÜÊ@ÒÚÚÊä@ÚÒè@fzb\ˆÊÜÖÊÜX@�øÐØÊÜX@®ÞØØÊÜ@æÒÜÈ@êÜÂÄÈÒÜÎÄÂä@Íøä@¦ÆÑìàÌêÜÎ\@ªÜÈ@¦ÆÑìàÌêÜÎ@Òæè@ÈÂÜÜ@ÒÚÚÊä@bÐÊÒè@êÜÈ@ÒÜ@ÈÊä@˜ÂÎÊ@êÜÊäæÆÑìàÌØÒÆÐ@ÐÊäìÞäôêÄäÒÜÎÊÜ\@”Êèôè@Úêææ@ÒÆÐ@Üêä@ÜÞÆÐ@ÚÊÒÜÊ@´ÊØØÊÜ@êÚàäÞÎäÂÚÚÒÊäÊÜ@ZZ@êÜèÊäæéøèôè@ˆê@ÚÒÆÐ@ÈÂÄÊÒ~

JANET hat gesagt…

[url=http://www.ben-newman.de][img]http://www.ben-newman.de/smilie/music/choral2cj.gif[/img][/url]

MonikaMaria hat gesagt…

Da sieht man´s wieder Mann spricht so:
01101101 01110101 01110011 01110011 00100000 01101001 01100011 01101000 00100000 01101110 01110101 01110010 00100000 01101110 01101111 01100011 01101000 00100000 01101101 01100101 01101001 01101110 01100101 00100000 01011010 01100101 01101100 01101100 01100101 01101110

Frau spricht so:
’ÆÐ@äÊÆÐÜÊ@ÒÚÚÊä@ÚÒè@fzb\ˆÊÜÖÊÜX@�øÐØÊÜX@®ÞØØÊÜ@æÒÜÈ@êÜÂÄÈÒÜÎÄÂä@Íøä@¦ÆÑìàÌêÜÎ\@ªÜÈ@¦ÆÑìàÌêÜÎ@Òæè@ÈÂÜÜ@ÒÚÚÊä@bÐÊÒè@êÜÈ@ÒÜ@ÈÊä@˜ÂÎÊ@êÜÊäæÆÑìàÌØÒÆÐ@ÐÊäìÞäôêÄäÒÜÎÊÜ\@”Êèôè@Úêææ@ÒÆÐ@Üêä@ÜÞÆÐ@ÚÊÒÜÊ@´ÊØØÊÜ@êÚàäÞÎäÂÚÚÒÊäÊÜ@ZZ@êÜèÊäæéøèôè@ˆê@ÚÒÆÐ@ÈÂÄÊÒ~


Wie kommt dieses Babylon durchs Nadelöhr?

Im Herzen können wir uns berühren lassen!

:-)))))))))

JANET hat gesagt…

Also nöööö, ich sprech beides!

Nene hat gesagt…

@Manfred

"Ansonsten erlebe ich dann drei Prinzipien in mir: Ego, ICH, Universal-ICH oder "Ziel" an dem ICH mitschaffe, in Deinem obigen Verständnis."

und wo soll es hingehen? Und wie denkst du über EGO?

MonikaMaria hat gesagt…

Das Dreieck nach oben zeigt das Vaterprinzip und das Element des Feuers.

Das Dreieck nach unten gehört zum Mutterprinzip und das Element Wasser.

Wenn beide Dreiecke zusammen kommen, die Spitzen sich in der Mitte treffen, um danach sich wahrlich zu vereinen ist das Ziel erreicht.

Aufwachen bedeutet opfern. Vereinen geht nicht, ohne dass aufgegeben wird.

Schön ist, dass das Auge einer Frau im inneren des Dreiecks des Vaters zu sehen ist. :-)

Sebastian, typisch Mann. :-)

Im Dreieck nach unten schaut dann der Vater durch. :-)

Ich stelle mir das jetzt einfach vor. :-)))))

MonikaMaria hat gesagt…

Übrigens, eine schöne Geste:
Wenn ich sage: Ich bin MonikaMaria und mit meiner Hand zum Herzen hinweise, so deutet das wunderbar darauf hin: Herzinnenraum: Da BIN ICH und das ist mehr als MonikaMaria. :-)

Ja, Nene
Der alte Adam muss kleiner werden. Ab Johanni nimmt die Sonne wieder ab. Sonnen-Wende im Krebs.

Das Licht scheint in die Finsternis ....
Die Sonne um Mitternacht sehen ....

:-)

Thomas hat gesagt…

Bitte, sage mir doch jemand, wo in diesem post Anthroposophie zu finden ist.

Herr Gronbach will es einfach nicht tun und ich selbst kann nichts finden.

Nene hat gesagt…

@Thomas
Antroposophie - die Weisheit vom Menschen wird Rudolf Steiner zugeschrieben, aber sie ist nicht seine Erfindung, sie ist niemandes Erfindung, sondern ein Strahl, der aus dem Göttlichen kommt. In diesem Sinne verstehe ich, dass du mehr Steinersche Terminologie hier finden möchtest. Aber Steiners Lehre kam aus seinem Herzen, aus seinem Bewusstsein und aus seiner Erkenntnisfähigkeit in seiner Zeit.
Ihr Kern ist zeitlos und universell und trotzdem müssen wir uns immer wieder aufmachen, diese Lehre in uns selbst zu finden und aus uns selbst heraus zu formulieren, weil sie in uns selbst leben muss.
Meine Erfahrung sagt, dass jede Lehre, die im Kern die Universelle Weisheit trägt, lebendig bleiben muss und nicht in ihrer eigenen Terminologie erstarren darf.

ist lieb gemeint aus meinem Verständnis.

namen sind schall und rauch hat gesagt…

@Nene; ganz wunderbar !!! Dafür vielen herz-lichen Dank !
Genau, das ist es !!!!!!!!! Das ist der KERN, der so einfach und kompliziert, so fließend und so ... ist, sein kann, sein (dein, unser) wird, sein soll !
Nicht mehr und nicht w e n i g e r
und so konventionell und so un-konventionell und so bekannt und so neu .. Wirklich phastzinierend, wie Sebastian Gronbach mit seinen zeit-gemäßen Worten für diese Wahrheit ein Weg-bezeiger ist ! Sie sollen allen Respekt erhalten, Sie sollen schwelgen in materiellem Vergnügen; weil Sie TUN, worüber andere Menschen 'nur' faulieren ! Z.B. durch PIZZA FÜR PENNER, ÖKOMED und Co - und das ist echt, das ist aut... Be ! And love and stay in real contact to the people, that love you, without needing you ... ist das alles eine unzugegebene Sucht ? ich meine jeden Abend 'dabei' zu sein, wobei eigentlich ? Bei Menschen, die nicht wirklich REAL sind, die keine ECHTEN Widerworte geben ? Und dennoch bewirken die Worte so Vieles !
P.S. chi empfehle Anselm Grün !!! z.B. seinen Vortrag zum Thema: Die inneren Quellen' In Liebe Chr.B.G.R.

manroe hat gesagt…

@Nene

"und wo soll es hingehen? Und wie denkst du über EGO?

29.10.09 18:09"


Ich interpretiere das jetzt mal als Fangfrage, Nene. ...dann bin ich eben trizophen! Über EGO denke ich so wie es sich damit wohl verhält, das kleine Ich, dessen ich hier in einer Inkarnation bedarf, mit allen Beigaben wie man sie so kennt. Ich kann dem Ego auch positive Eigenschaften abgewinnen, wenn ICH aufpasse, mich seinen Zuflüsterungen und "Ablagerungen" nicht zu verfallen. Das Ego ist für mich der schicke Ausgehanzug für die Welt der Erfahrungen, die ich aber einordnen und "gesäubert" dem Auftraggeber, also MIR "einverleibe".

MIR bin ICH, mein eigener Auftraggeber und Lernender und Wachsender. Ich filtere meine Ego-Erfahrungen und baue sie MIR ein. Und dieses MIR wiederum gebe ich ab an die nächst höhere Instanz, dem Bau des MENSCHEN, wenn ich denn dazu beitragen darf. ICH löse mich nicht gleich nach dem EGO auf oder "schmeisse" mich weg, oder gebe MIR keinen Wert, das sind für MICH übernommene alte Weisheiten, ich verlasse mich auf meine eigenen Wahrnehmungen und die sehen aus wie von mir beschrieben, selbst wenn es jetzt Buhrufe gibt.

Alles was nach der Läuterung in die wachsenden Fähigkeiten meines ICH einfliesst, erkenne ich dankbar an, dass ich das erleben durfte, masse mir aber nicht an, deshalb schon im AllerAllesten zu sein, wenngleich diese "Substanz" gleicher Natur zu sein scheint wie die ganz GROSSE, die es bereits weiter gebracht hat als ICH.

Solange ich noch nicht in der Lage bin Hühner mit Eselsohren zu "machen", bin ich zwar dankbar teilhaftig sein zu dürfen in der Erfahrung des göttlichen Prinzips, Seins, dieser Stille, Leere, eines schöpferischen Prinzips, aber ich bin nur ein kleiner Wurm und masse mir nichts an. Und in diesem "Meister Proper" erblicke ich ein armseliges Würstchen ohne jegliche Existenz.

In dieser meiner "Trizophenie" erblicke und erlebe ich die drei Grundbausteine dessen, was zur Zeit für mich GOTT ist. Anders kann ich es mir aufgrund meiner Anschauungen nicht geben.

Ich bin wirklich lernfähig, aber den wirklich entscheidenden Part auf dem Weg zur Menschwerdung löse ich NICHT vorschnell auf. Für meinen Stand wäre es ein Frevel.

Ego-Identifikationen lösen - sofort, aber doch nicht die einer Identifikation meines Lebenskerns!!! Wer soll denn dann am Menschen bauen?

Und SEIN ist keine Identifikation, sondern ein Zustand und das ist erheblich was anderes!! Und ICH erlebe SEIN als ein WOZU. Und ein solches WOZU gibt es für mich und nicht nur für mich, sondern für jeden genau Wahr-Nehmenden. Das Paradies wird erbaut und ist nicht bereits, wenn ich mein Ego hinter mich gelassen habe. Das erlebe ich als einen egoistischen Wunsch-Traum.

Die Früchte meines ICH gebe ich hin, DAS ist für mich Hingabe und Aufgabe und dies nicht bereits nach der Lösung meiner Ego-Identifikationen.

Manfred

G o T t hat gesagt…

"So ist die Summe aller menschlichen ICHe - ja aller Wesen und Dinge - 1!"

-1 oder 1?

Und warum nicht 42?

Bitte um Klärung!

manroe hat gesagt…

"So ist die Summe aller menschlichen ICHe - ja aller Wesen und Dinge - 1!"

NEIN - nicht die Summe aller ICHe, sondern ihr innewohnendes "Prinzip" ist gleich 1. Prinzip und Vielfalt, wäre das was? Oder Fülle aus 1 (dem Prinzip)

manroe hat gesagt…

@GotT

"Und warum nicht 42?"

Weil NUR aus der/einer Einheit alles hervorgebracht werden kann - und die 1 würde ich auch noch weglassen, sie dient hier lediglich als "Platzhalter".

42 ist zusammengesetzt und da eine 37 draus zu machen würde erhebliche "Bastelei" erfordern und Teile von 42 enthalten und wäre demnach nicht "sauber" und nebenbei ein "schwachsinniges" Schöpfungsprinzip :))

JANET hat gesagt…

GoTt will ne Erklärung warum er nicht 42 ist. Von mir aus ist er auch 42. Er ist ja ALLES UND NICHTS. Im Grunde ist er nicht mal 1 oder -1 Er ist ne NULL! OWEIA! ER IST (man kanns nicht aussprechen) etwas was da ist und nicht da ist! ER ist Raum für die Form! ER IST IM GLAS UND UM DAS GLAS UND GLAS SELBST! mich schüttelt es gerade...

SCHÖNEN TAG EUCH!

G o T t hat gesagt…

Danke, Ihr habr mir sehr

weitergeholfen.
In der 42 ist die 1 und die -1 und alles und nichts und so.

Und Glas
und Scherben
und was drum rum
und was drin

Und Raum
und Form
und Zeit
und Focus

Und Komlexität
und Prinzip
und Vielfalt
und Einfalt

MonikaMaria hat gesagt…

In der Zahl 42 ist die 6 und wenn die verstanden worden ist, wird auch der Rest verstanden. Dann macht ES Sinn.

Nene hat gesagt…

@Manfred
es war keine Fangfrage, komm ich schon rüber,als wollte ich Fangfragen stellen, um meine vorgefertigte Iddee zu beschreiben?
wie gruuuuuuselig wäre das denn in einem solchen Austausch?
Mir geht es um das Finden von gemeinsamen Nennern. Mir geht es darum, zu entdecken auf welche Weise wir alle auf einem geistigen Weg sind. Da helfen Fangfragen doch herzlich wenig. Wenn ich mich bestätigen will, gehe ich als "Nicht Steinerfest" doch nicht in einen solchen blog.

Ja,ich wollte es wirklich wissen.
Und ich möchte ein Missverständnis aufklären. Mein Verständnis vom Aufgeben des EGO ist nicht, dass es in einer Minute zugunsten eines großen nichts verschwindet.
Das "Der Andere muss wachsen und ICH weniger werden" beschreibt es recht gut. Wachsen ist nicht das Ergebnis eines Sekundenknalles, genauso wie weniger werden nicht im Nu passiert. Du hast recht, wenn du sagst:

"Ich bin wirklich lernfähig, aber den wirklich entscheidenden Part auf dem Weg zur Menschwerdung löse ich NICHT vorschnell auf. Für meinen Stand wäre es ein Frevel.
Ego-Identifikationen lösen - sofort, aber doch nicht die einer Identifikation meines Lebenskerns!!! Wer soll denn dann am Menschen bauen?"

Mir ist das EGO nicht der wirklich entscheidende Part auf dem Weg der Menschwerdung, wenn auch eine dazugehörige Entwicklung. Ich nehme an, du beziehst dich auf die Phase der Entwicklung des menschlichen Selbstbewusstseins gegenüber dem Allbewusstsein und auf die Entwicklung der Verstandeskräfte.

"aber doch nicht die einer Identifikation meines Lebenskerns!!! Wer soll denn dann am Menschen bauen?"

da scheint ein gemeinsamer Nenner aufzuleuchten.
Was verstehst du unter dem Lebenskern?

Was nach meinem Erleben im Nu passieren kann ist so ein kurzes Aufblitzen des "Nicht EGO Seins", wo ich hinterher den Kopf schüttele und frage: "Was war das jetzt".

"Das Paradies wird erbaut und ist nicht bereits, wenn ich mein Ego hinter mich gelassen habe. Das erlebe ich als einen egoistischen Wunsch-Traum."

was verstehst du unter "Paradies"?
Und wer baut daran?
Meinst du damit das Reich, das nicht von dieser Welt ist?

Wie kann man ohne Ego noch einen egoistischen Traum träumen?
Es stimmt natürlich, dass das EGO gerne so tut, als wäre es schon weg.
Undwas sind für dich die Früchte deines Ichs, ganz konkret?


"ICH löse mich nicht gleich nach dem EGO auf oder "schmeisse" mich weg, oder gebe MIR keinen Wert, das sind für MICH übernommene alte Weisheiten, ich verlasse mich auf meine eigenen Wahrnehmungen und die sehen aus wie von mir beschrieben, selbst wenn es jetzt Buhrufe gibt."

Warum sollte es überhaupt Buhrufe geben? Ich gehe davon aus, dass hier jeder versucht einen Stein ins gemeinsame Haus einzufügen, jeder nach seinem Verständnis.

Ich muss vielleicht meine Frage aus dem letzten Posting noch nmal differenzieren.
Was meinst du, wenn du vom EGO sprichst? Wie ist es nach deinem Verständnis entstanden? Was ist seine Aufgabe? Wie steht für dich das EGO im Verhältnis zum Göttlichen?

Echt jetzt,ich will es immer noch wirklich wissen.
:))

Nene hat gesagt…

@ GoTt hat gesagt

ich verneige mich vor der Einfalt

so jetzt ran tausend Origami-Kraniche falten.. *grins* hat gesagt…

Vielfalten wäre Origami, ist auch schön!

Ach ich bin sonst auch noch nicht schlauer Nene. Das Mysterium des Bösen macht mich fertig!

MonikaMaria hat gesagt…

Und es ist aus EINEM Stück Papier ...... :-)

MonikaMaria hat gesagt…

Und es ist dem Blatt EGAL, WIE es gefaltet wird. :-)))

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Für mich ist Rudolf Steiner nicht der Er-finder der Anthroposophie. Aber er hat sie ge-funden, so wie jeder sie finden kann, und er hat sie beschrieben oder übersetzt, wenn man so sagen will.

Die Interpretation als "Weisheit vom Menschen" gibt dem Ganzen bereits etwas "enges". Ebenso sehe ich es bei dem bildhaften Begriff "Strahl".
Rudolf Steiner selbst hat Anthroposophie auch als geistig Wesenhaftes oder als geistige Wesenheit bezeichnet oder als im Geistigen erlebbar beschrieben. Wirklich definiert hat er sie nie. Das war auch nie sein Anliegen. Charakterisieren fand er für passender, geeigneter als definieren.

Es geht mir gar nicht so sehr darum, hier Begriffe zu suchen oder zu installieren die Rudolf Steiner benutzt oder geprägt hat.
Der Inhalt der Worte, der Begriffe ist wichtig. Hier brauchen wir die Suche nach dem gemeinsamen "Nenner".

Das was er geschrieben und gesprochen hat, das kam aus dem Geistigen. Ich würde vielleicht noch sagen, es ging DURCH sein Herz und sein Bewusstsein.
Zeitbedingte Erkenntnisfähigkeit sehe ich hier keine Rolle spielen. In ihm sehe ich die Wesenheit eines Eingeweihten verkörpert. Und da spielt doch die Zeit keine Rolle. Nur die Lehre, das heißt die Worte und Begriffe, die müssen so sein, dass sie von Menschen der jeweiligen Zeit und Kultur verstanden werden.

In uns selbst muss eine Lehre wie sie uns als Anthroposophie vorliegt lebendig gemacht werden. Das sehe ich auch so.
Aber wenn ich sie aus mir heraus formulieren will, dann habe ich den selben Inhalt zu formulieren, den Rudolf Steiner auch hatte.
Das mit anderen Worten zu tun als er, ist aber nur notwendig, wenn die "Zeit" andere Worte "braucht". Dadurch wird aber nichts von dem grundlegenden Inhalt geändert. Hier meine ich jetzt solche Dinge, die in der "Geheimwissenschaft", in der "Theosophie" oder in "Wie erlangt man Erkenntnisse ... " usw. zu finden sind.
Anders sehe ich es z.B.bei dem "Dreigliederungsgedanken". Das ist zeitbedingt und ortsgebunden. Da kann man nicht einfach sagen: Das was da drinnen steht nehme ich und wende es jetzt und hier an. Das funktioniert nicht. Hier müsste, so wie ich es verstehe, völlig neu aus dem jetzigen Geistigen heraus die Idee gefunden werden und "transzendiert" werden. Aus dem Geistigen ins Physische. Denn das Geistige ist ja auch in Entwicklung.

Erstarren wäre Tod.

Aber:

Neue, modern sich gebende Interpretationen alter Weisheit (so wie ich es hier bei Sebastian Gronbach sehe), die nicht aus dem Geistigen geschöpft sind, die töten so, wie erstarrte Begriffe das tun.

Die Weisheit muss vom Menschen lebendig geistig im Geistigen erfasst werden.

Danke (ehrlich gemeint) für das lieb Gemeinte ...

(Das Denken ist immer noch Thema!)

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas :-)

..... Nur die Lehre, das heißt die Worte und Begriffe, die müssen so sein, dass sie von Menschen der jeweiligen Zeit und Kultur verstanden werden. ....

Gerade da sagt Steiner, dass eben nicht so gesprochen werden soll. Sondern: sprecht immer etwas «voraus».

Oder interessieren dich nur alte Witze? :-))


... In uns selbst muss eine Lehre wie sie uns als Anthroposophie vorliegt lebendig gemacht werden. Das sehe ich auch so. ....

Das sehe ich auch so. :-)))

.... Aber wenn ich sie aus mir heraus formulieren will, dann habe ich den selben Inhalt zu formulieren, den Rudolf Steiner auch hatte. .....

Das sehe ich ganz und gar nicht so. Zu dem Inhalt kann auch hinzufügen oder weglassen. ES muss einfach SINN machen. WAHR sein.

.... Anders sehe ich es z.B.bei dem "Dreigliederungsgedanken". Das ist zeitbedingt und ortsgebunden. ....

HA! RUMMS!
Und da sind wir bei meinem Lieblingsgebiet gelandet! Dieser Gedanke ist dermaßen ultrarevolutionär, das wir noch das ganze Jahrhundert damit zu tun haben werden, wenn nicht noch zwei – sollten wir aus dem Schlamassel raus wollen. Das wird kapiert werden müssen – wer will .... :-)

Die genannten Firmen von Sebastian arbeiten schon in diese Richtung. Hat über 80 Jahre dazu gebraucht.

Nene hat gesagt…

@Thomas
danke für die Antwort, die mir ins Herz spricht.

"Hier meine ich jetzt solche Dinge, die in der "Geheimwissenschaft", in der "Theosophie" oder in "Wie erlangt man Erkenntnisse ... " usw. zu finden sind.
Anders sehe ich es z.B.bei dem "Dreigliederungsgedanken". Das ist zeitbedingt und ortsgebunden. Da kann man nicht einfach sagen: Das was da drinnen steht nehme ich und wende es jetzt und hier an. Das funktioniert nicht. Hier müsste, so wie ich es verstehe, völlig neu aus dem jetzigen Geistigen heraus die Idee gefunden werden und "transzendiert" werden. Aus dem Geistigen ins Physische. Denn das Geistige ist ja auch in Entwicklung."

das kann ich natürlich als nicht Steiner vertraut auch nicht wissen.

"Die Weisheit muss vom Menschen lebendig geistig im Geistigen erfasst werden."

das unterschreibe ich
X X X

aber ich achte jeden Versuch, die Wahrheit, die weder alt noch neu, sondern universell ist, in neue Worte zu fassen. Das Ringen darum, mal aus dem Geist geschöpft, mal nicht, ist eine wichtige und vorantreibende Erfahrung und hilft die Erstarrung von Systemen zu durchbrechen.

das Geistige ist in Entwicklung und es geht mit uns bei unserer Entwicklung, egal wohin. Das ist zumindestens meine Erfahrung.


ja, das Denken ist immer noch Thema ;)

MonikaMaria hat gesagt…

Danke Nene
Das kommt nämlich noch dazu: Ob das, was universell ist – was es ja sowieso ist – zusammenfügbar ist, hängt lediglich davon ab, wie mein Ego die Teile zusammenfügt. Tatsache ist: sie passen zusammen – so oder so und immer und restlos. Ob das Ego mogelt kannst Du an folgenden Beispielen erkennen.

Das Bild des Puzzles ist genau so leerreich, wie das Blatt Papier für ein Origami.

Aus einem Blatt Papier kannst Du alles machen. Öffne es und es ist wieder das gleiche Blatt.

Ein Bild, kannst Du in 100 Teile zerschneiden, füge es richtig zusammen und Du hast das ganze Bild wieder beisammen.

Nun, das Leben ist etwas komplizierter .... :-)

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
schön, mit dir Origami Kraniche zu falten.
:))

MonikaMaria hat gesagt…

Aber nich moooooooogeln.

Sonst haben wir wieder UPS

und das Karussell von vorne. :-))))))))))))

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria

"Das Bild des Puzzles ist genau so leerreich, wie das Blatt Papier für ein Origami."


"Aus einem Blatt Papier kannst Du alles machen. Öffne es und es ist wieder das gleiche Blatt."

ABER es sind Spuren des Faltens zu entdecken. Also kann man davon ausgehen, dass da jemand war, der daran gearbeitet hat. - Das Blatt war es nicht.
Und: Auch durch bügeln sind die Falten nicht wieder heraus zu bekommen.

"Ein Bild, kannst Du in 100 Teile zerschneiden, füge es richtig zusammen und Du hast das ganze Bild wieder beisammen."

ABER es muss jemand da sein, der das Bild wieder zusammenfügt. Von alleine geht das nicht.

Ich stelle mir vor:
Das Blatt hat die Möglichkeit sich selbst zu teilen.
Jedes Teil, als Teil vom Ganzen, besitzt die gleichen Bestandteile wie dieses Ganze.
Schaut ein Blatt-Teil in sich und um sich, sieht es außen, was auch in seinem Innern ist.
Selbständig geworden kann es andere Teile in Liebe umfassen. Denn es weiß: Das ist mein Bruder, das ist meine Schwester. Wir haben den selben Vater.

Ich stelle mir vor:
Jedes Puzzle-Teil hat in sich die Möglichkeit ein Ganzes zu werden. Es kann sich zu EINEM ganzen Bild bilden.
Dann würden viele ganze Bilder entstehen und da sein. Und die Bilder müssten sogar etwas neues bilden. Nämlich eine Verbindung untereinander. Sonst wären sie ja nur jeweils einsam nebeneinander.

"Nun, das Leben ist etwas komplizierter .... :-)"

... noch viel komplizierter ...

Origami und puzzeln sind so Gedanken-anregend und schön!

Und gemeinsam kann man es auch
tun ...

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas

Solange Du die Unperfektheit des EINEN gefalteten Blattes siehst,

Solange Du die Schnitte siehst und für die Tatsache hältst

Solange bist Du nicht angekommen.
DIES kannst Du nicht denken, weil denken NEVER perfekt ist. Dies kannst DU aber WAHRNEHMEN und BEOBACHTEN.

Noch schmeißt Du dieses Geschenk hin.

Ankommen heißt zu ERKENNEN, das ES ist wie es IST.


Thomas, schau in mein Herz, Du kannst es.
Beobachte, was Du dabei tust und was dabei geschieht.

manroe hat gesagt…

da scheint ein gemeinsamer Nenner aufzuleuchten.
Was verstehst du unter dem Lebenskern?


Mein Lebenskern ist das, was "übrigbleibt", wenn ich in einer guten Meditation wirklich allein mit mir und nicht eingeschlafen bin. Reiner Geist als ruhendes Leben, der Beginn jeglichen Tuns meinen Fähigkeiten entsprechend. Und den Zustand, Kern, nenne ich mein ICH, das bin ich selbst und damit identifiziere ich mich auch, womit denn sonst!!??

So gesehen bin ich Verfechter der ICH-Identifikation. Opfern und hingeben kann ich doch nicht diesen "Kern", sondern lediglich - für mich selbst - die Identifikationen meiner Ego-Produkte und - andererseits - was ich aus meinem gereinigten Kern hervorzubringen in der Lage bin.
--------------

was verstehst du unter "Paradies"?
Und wer baut daran?
Meinst du damit das Reich, das nicht von dieser Welt ist?


Eigentlich ja, allerdings insofern fein abgewandelt, dass dies "nicht von dieser Welt", jene "Substanz" ist, die, wenn irgendetwas überhaupt zu bringen in der Lage ist, es nur aus jener kommen kann. Ich glaube, wirklich genau hingeschaut, kann man hier in dieser materiellen Welt absolut gar nichts hervorbringen, hier kann man nur verwesen.
-----------------

Wie kann man ohne Ego noch einen egoistischen Traum träumen?

Das habe ich so nicht gesagt, sondern:"Das Paradies wird erbaut und ist nicht bereits, wenn ich mein Ego hinter mich gelassen habe. Das erlebe ich als einen egoistischen Wunsch-Traum."

Das Ego verspricht sich das Paradies, ähnlich den Selbstmord-Attentätern, wenn es sich wegschaffen lässt, so meint das Ego. Das Ego glaubt es für seine eigenen Egowünsche, weil es denen auf den Leim geht, die einfach so locker davon reden. "Wirf Dein Ego weg und Du bist frei"..., oder so ähnlich.
------------


Es stimmt natürlich, dass das EGO gerne so tut, als wäre es schon weg.

Ja, leider!!
-----------

Und was sind für dich die Früchte deines Ichs, ganz konkret?

Zum Beispiel, dass ich wirklich BEGRIFFEN habe, was Anhaftung ist, was alles bei meinen Wünschen so mitspielt und mitflüstert beim Erbauen von sonstwas, dass ich gelernt habe, wie ich auseinanderhalten kann, was man auseinanderhalten sollte, wie man da wahrnehmen muss und bewerten muss, JA, BEWERTEN!! gaanz wichtig, so werden für mich Weichenstellungen geboren, erleben können, was ürsprüngliches, kreatives DENKEN ist und woran man es erkennt, wie es sich "anfühlt", die Kraft und das Wesen von Zuhören, Fragen stellen, Lauschen, Spielen, Freisein erkennen können ...
-----------

Was meinst du, wenn du vom EGO sprichst? Wie ist es nach deinem Verständnis entstanden? Was ist seine Aufgabe? Wie steht für dich das EGO im Verhältnis zum Göttlichen?

Ich sehe das Ego als meine "Arbeitshülle" hier in meiner Inkarnation. Ich habe Manfred, bin der Sohn, dem man in diesem Körper diesen Namen gegeben hat.

In ihn schlüpfe ich hinein und schaue wie von innen, aber auch von aussen durch seine Löcher, seine Sinne. Mein Ego ist mein Werkzeug, so genial geformt, dass es mir so ziemlich alles "geben" kann, was ich anstrebe, entdecken und erkennen und begreifen will.

Das "blöde" ist bloss, dass dieses "Gefährt" so derart schöne und tolle Erfahrungen machen kann, dass ICH, also der Bewohner dieses Werkzeugs, sich vergessen kann und auch seinen eigentlichen Auftrag - seine Mission würde Sebastian sagen - vergisst und sich sich so ziemlich komplett damit indentifiziert. Schwupps, und das wars dann, bis zur grossen Aufwachmöglichkeit durch den grossen Schlaf; es sei denn, man beginnt bereits hier das "Sterben" zu üben und seine heilende Kraft zu erleben.

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Manfred :-)

In ihn schlüpfe ich hinein und schaue wie von innen, Wer schaut da?
Wer schaut raus?
Was ist draußen zu sehen durch diese Löcher?


....aber auch von (?) aussen durch seine Löcher, seine Sinne. Mein Ego ist mein Werkzeug (Jaaaaaa!), so genial geformt, dass es mir so ziemlich alles "geben" kann, was ich anstrebe, entdecken und erkennen und begreifen will.

...Das "blöde" ist bloss, dass dieses "Gefährt" (meint!) so derart schöne und tolle Erfahrungen machen kann, dass ICH, also der Bewohner dieses Werkzeugs, sich vergessen kann (???????) und auch seinen eigentlichen Auftrag (?????) ...

Wie nennt sich denn dieses Gefährt? Manfred
Und wer fährt dieses Gefährt? ICH!!!!!

>M<

Thomas hat gesagt…

@ Nene

X X X

Nene hat gesagt…

@Manfred
so schwingt es auf einen Nenner zu.
:))

damit kann ich etwas anfangen. Wenn du vom inneren Kern sprichst, ist in diesem Kern nach deinem Verständnis ein göttliches Element enthalten?

MonikaMaria hat gesagt…

Hier möchte ich noch etwas deutlicher werden.
Wenn wir von der Individualität sprechen, so sprechen wir von dem Menschen, der dieses Gefährt so gereinigt hat, dass es aus den ICH BIN Kräften heraus benutzt werden kann. Die Individualität erkennt sich als ein «kleines» Universum, so wie eine gesunde Zelle alle Informationen des Ganzen in sich trägt.

Das Gefährt, die Persönlichkeit, die Maske kann sich nicht als dieses kleine Universum wahrnehmen.
Die Sinnesorgane sind Spiegelungorgane! Die ganze Materie ist so aufgebaut. Die Persönlichkeit sucht und findet in der Materie Löcher im Kleinen wie im Großen. Sie sieht immer wieder neue Löcher im Universum, aber nicht, was das Ganze ist. Sie sieht die Schatten, aber nicht den Schattenwerfer. Sie sieht das Licht, aber nicht den Lichtwerfer, die wiederum Spiegelbild sind.

Die Individualität vereint, die Persönlichkeit trennt und auch da muss das Ganze ineinander fließend wahrgenommen werden.

>M<

manroe hat gesagt…

@Nene

"damit kann ich etwas anfangen. Wenn du vom inneren Kern sprichst, ist in diesem Kern nach deinem Verständnis ein göttliches Element enthalten?"

JA!!

manroe hat gesagt…

@Monika

"In ihn schlüpfe ich hinein und schaue wie von innen, Wer schaut da?
Wer schaut raus?
Was ist draußen zu sehen durch diese Löcher?"

ich und ICH. vom ich aus, das was wir so sehen, vom ICH aus, das was wir erkannt haben, Ideen, kreative Anregungen... -- und insgesamt dann deren Mischungen.
-------------

"....aber auch von (?) aussen durch seine Löcher, seine Sinne."

Zum Beispiel in der Meditation, wenn ich mich betrachte und dann das was ich zuvor betrachtete. Oder generell wenn ich kreativ bin, weil mein eigentliches/wirkliches Sein nict im Körper steckt, daher "von aussen" oder wie von aussen.
-----------

"...Das "blöde" ist bloss, dass dieses "Gefährt" (meint!) so derart schöne und tolle Erfahrungen machen kann, dass ICH, also der Bewohner dieses Werkzeugs, sich vergessen kann (???????) und auch seinen eigentlichen Auftrag (?????) ..."

Weil ICH, als Nutzer meines Gefährts und den damit machenden Erlebnissen MICH derart in ihnen verfangen kann - und es zumeist ja auch so ist, deswegen schreiben wir ja hier auch miteinander - und mich daher mit selbigen Inhalten identifiziere, zu sehr. So eine Art ICH-Austausch oder -Verwechslung.
------------
"Wie nennt sich denn dieses Gefährt? Manfred
Und wer fährt dieses Gefährt? ICH!!!!!"

Ja klar, ICH!!! Ich fahre meinen Körper.

Nene hat gesagt…

@Manfred
Hey, wir hams fürs Erste.
:))

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred + Nene :-)
So sehe ich das auch.
Und das schöne daran war, wir waren uns Lehrer und Schüler zugleich.

Danke Euch von ganzem Herzen!

nerone hat gesagt…

Wir verstehen nicht wie wir so etwas schreiben konnten. Wir würden so nie denken. Wir brauchen gar keine Religion. Wir brauchen keinen Menschling der uns erklärt wer wir sind. Wir brauchen keine Traditionen, denn diese sind selbst schon Identifikationen. Wenn wir mit uns sprechen brauchen wir kein Du. Wenn wir keine Perspektive haben, dann haben wir auch kein Gegenüber. Wenn wir keine Perspektive haben, kein Ziel, also auch keine Grenze die es zu überschreiten gebe und somit kein richtig oder falsch, vor allem aber keine Initiation. Wozu also der ganze Kokolores?

gez. GOTT

MonikaMaria hat gesagt…

Nerone und Gott erkennen

Nene hat gesagt…

Hallo lieber Gott,
richtig, falsch, nicht richtig, nicht falsch,
Onkel Nitzsche hat übrigens gesagt, du wärst tot.
richtig? falsch? nicht richtig? nicht falsch?

nerone hat gesagt…

Nitzsche kannte Gronbach nicht. Wir kennen aber Gronbach und erkennen in Ihm uns, womit wir deutlich lesen was wir schreiben. Denn wir sind Gott. Oder so...

Ich tue mich schwer mit diesen Reinterpretationen die hier stattfinden. Ich finde ausserdem den Strudel der Ergüsse Gronbachs gefährlich. Er hebelt an Traditionen um andere zu installieren, die weniger machtvoll für ihre Anhänger sind, dafür aber umso mächtiger für jene die sie installieren. Ich bin mir nicht sicher ob er sich dessen bewusst ist. Er ist ja irgendwie ein netter Kerl.

Warum nur sind Sinnsucher so anfällig für Querverweise? Warum betrachtet man nicht einfach die Tradition aus der man kommt und beleiht sich direkt bei dieser um sich eine Aufgabe und ein Ziel und eine Wertigkeit zu geben? Warum dieses scheinbar komplexe Spiel des um die Ecke blinzeln, bis einem das Schielen den geraden Blick verstellt? Zudem immer dieser Impetus derer die sich dem (einen oder anderen) Ziel näher wänen als andere.

Der ganze Diskurs ist streng hierachisch gegliedert, kein Dialog sondern, das Du ein Imperativ, immer eine Forderung an die unreife Leserschaft. So etwas sollte man nicht ganz einfach widerspruchlos laufen lassen.

Nene hat gesagt…

@nerone
"Warum betrachtet man nicht einfach die Tradition aus der man kommt und beleiht sich direkt bei dieser um sich eine Aufgabe und ein Ziel und eine Wertigkeit zu geben? Warum dieses scheinbar komplexe Spiel des um die Ecke blinzeln, bis einem das Schielen den geraden Blick verstellt? Zudem immer dieser Impetus derer die sich dem (einen oder anderen) Ziel näher wänen als andere."

weil es nicht zur Einheit führt, wenn jeder in seiner Schublade hockt und seine eigene Tradition streichelt. Ihr Bewahrer der Traditionen, wir brauchen euch, denn es ist nicht alles falsch, was tradiert ist.
Ihr Erneuerer und Aufbrecher von Tarditionen, wir brauchen euch auch, denn das Erstarren in der eigenen Schulade tötet die Wahrheit, die im Kern der Tradition liegt. Es ist doch gar nicht schwer, alle diese sind wichtig für das, worum es geht.

"Der ganze Diskurs ist streng hierachisch gegliedert, kein Dialog sondern, das Du ein Imperativ, immer eine Forderung an die unreife Leserschaft."

unreif bin ich nicht, wenn irgendwer mich dazu machen will, sondern wenn ich mich dazu mache.
Es geht doch nicht um Gronbach, es geht um Alle und Alles.

"Er hebelt an Traditionen um andere zu installieren, die weniger machtvoll für ihre Anhänger sind, dafür aber umso mächtiger für jene die sie installieren."

kannst du das präzisieren?
Eine Tradition hat immer so viel Macht, wie die Menschen ihr geben.
Lässt sich gut am Beispiel der kath. Kirche sehen. Vor der Aufklärung wurde ihr uneingeschränkte Macht eingeräumt. Die Menschen hatten Angst vor ewiger Verdammnis. Und heute?
herzlich
Nene

MonikaMaria hat gesagt…

@nerone
Ich bin auch der Meinung, dass alte Traditionen nicht über Bord geworfen werden dürfen. In ihnen erlebe ich mehr Inhalt, der aber immer schlechter wahrgenommen wird.

Und doch gilt es, das Neue mit einzubeziehen. Wird es nicht mit einbezogen, verselbständigt es sich wie ein Krebsgeschwür. Krebs ist wahrlich im Kommen. Es ist das Ausbrechen einer Zelle, die ihren eigenen Weg gehen will. Wer die Essenzen (des Gefüges) des Alten nicht mitnimmt, schneidet sich selber von der Entwicklung des Ganzen ab. Entweder wird das frühzeitig erkannt und der Erkenntnisprozess wird gegangen oder die Natur (auch der Körper) schlägt entsprechend zurück.

Wilber hat die alten Traditionen, wie mir scheint, studiert. Die Frage ist, ob seine Anhänger sie auch studiert haben oder ob sie nur das jeweilige Endprodukt übernehmen.

Die äußeren Bilder werden immer abstrakter, angepasst dem intellektuellen Geist der vermeintlichen klaren Durchsicht. Nicht alle. Wer im Bilderbewusstsein leben kann, kann mit Abstraktionen auch umgehen. Wem aber gehaltvolle, innere Bilder fehlen, verliert sich in den Abstraktheiten des Intellektuellen. Da kommt das große Gähnen auf.

Beziehungen eingehen wird immer schwieriger, weil das Intellektuelle eine Beziehung regelrecht verunmöglicht. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt und ein Dialogos wird nicht mehr möglich. Der andere wird nicht mehr erkannt – er passt nicht mehr ins neue Konzept. Das ist die Gefahr jeder Erneuerung.



...



Stille

nerone hat gesagt…

@monika

M.E. gibt es das Neue nicht wirklich. Es gibt wohl eine Übersetzung von Altem oder mal eine eklektizistische Verformung dessen was ist. Da Nene das Beispiel der Kirchen aufbrachte will ich kurz darauf eingehen. Die urtümliche Kraft der Kirchen (auch der Reformierten), des orthodoxen und auch des jüdischen Glaubens, sowie die Kraft der Aufklärung haben gemeinsame Wurzeln und Bezugspunkte. Die Wirkung auf die Gesellschaft sind enorm und umfassend - wie Nene ja feststellte (Wirkungen, die auch auf die reformierten Kirchen, dem Glauben als Ganzes ausdehnten). Hinzu kommt noch die echten Entdeckung: die der Psychologie, die Relativitätstheorie, der Naturalismus, der Materialismus - das gesamte Spannungsfeld von Traditionen also, die uns als Gesellschaft und als Individuen umfassend berühren. Es liegen alle Chancen und Gefahren, Fragen und Antworten offen, wenn wir bereit sind uns ihnen zu stellen. (Wozu muss ich mich da Mysterien zuwenden die mir andere auch noch erklären wollen?)

Monika du sagst:"Wem aber gehaltvolle, innere Bilder fehlen, verliert sich in den Abstraktheiten des Intellektuellen. Da kommt das große Gähnen auf." Da gebe ich dir recht. So nehme ich diesen ganzen Gronbachschen Diskurs letztlich wahr: Als ein sich in Abstraktheiten verirrenden intellektuellen Geist - einer der um die Schwächen seiner Anschauungen weis und sie deshalb "aufpeppt". Die inneren Bilder werden ja gar nicht bemüht. Die großen Mythen ersetzt durch banale literarische, cineastische und musikalische Bezüge die letztlich immer dem eigene Argument dienen. Das ist mir zu wenig. Wo wir Gott entmachten, weil wir Gott sind stirbt ein Mythe - aber was setzen wir an deren stelle? Nitzsche immerhin war konsequent. Aber so ein plattes Wir-Wesen. Also ich will nicht Wir sein. Das Gott überwunden sei, das mag ich gelten lassen. Ich den Ort aus dem ich komme kennen und ihn benennen können. Ich will meine Perspektiven wahren.

Auch weil ich fest daran glaube, dass nur dieser feste Standort wirkliche Begegnung mit Anderem und Anderen zulässt. Das Erkennen von dem Monika spricht ist nur von mir aus möglich und von allem dem, was mich prägt. Es ist der Blick auf etwas was mir Fremd ist, der sich weiten mag oder eben nicht - die Veränderbarkeit in Bezug auf mein Gegenüber liegt also in der Summe meiner Erfahrungen die ich mache oder machen werde, nie aber in der Aufgabe meiner Person.

Das "Intellektuelle" kenne ich nicht. Ich verstehe nicht wie hier an diesem Ort des fluiden Geistes unstoffliches derart materialisiert oder auch personalisiert wird. Wenn es das "Intellektuelle" nicht gibt, dann behindert dieses auch nicht Beziehungen. Aus meiner Erfahrung heraus behindern Lebensgeschichten und Biographien Beziehungen und Psychologie ist ein gutes Mittel Krisen zu überwinden. Eine Beziehung muss wohl aber auch unterschiedliche Standpunkte ertragen können - ich würde das Toleranz nennen - eine vortreffliche Übung die Balance fordert zwischen Demut und Anspruch.

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Nerone
Dein Beigefügtes zum Strauß finde ich eine schöne Umschreibung dessen, wie ich es ebenfalls sehe.

Die Mysterien möchte ich für mich schon gerne einbeziehen, denn woraus sind denn die verschiedenen Glaubensrichtungen entstanden, wo sie doch in der Essenz immer wieder auf das Gleiche hinweisen mit anderen Worten? Deswegen muss ich den alten Mysterien ja nicht nachhängen. Zum Verständnis des Heute sind sie für mich aber nicht einfach zu streichen. Denn das Heute ist die Folge daraus. Aus dem Götterboten Hermes ist Merkur geworden. Das zu verstehen macht schon Sinn. Dann kann ich vielleicht auch besser verstehen, wo wir heute gelandet sind: Bei den Händlern und Dieben, welche die Weisheit des Himmels als ihr eigenes Gedankengut patentieren lassen. Merkur trägt einen geflügelten Hut. Abgeschlossen von der geistigen Welt ist sein Kopf.

Wenn Herzliebe fehlt, muss man wohl zum Psychologen gehen – dabei wäre das ja so einfach und viel günstiger. :-))

Ich ziehe ersteres vor, weil es zudem ECHT HEILSAM ist.

Danke für Deine Erläuterungen. :-)