Freitag, 16. Oktober 2009

GEIST goes YouTube

Der faszinierende Künstler Axel Malik, schreibt: "Sehen wir am Horizont die Konturen einer neuen Kultur? In dieser Zeit tiefer Krisen zeigt sich vielerorts ein zunehmendes Engagement für Bewusstseinswandel.

Doch wie werden die neuen Denkformen aussehen? Was muss aus der Tradition, der Moderne und Postmoderne integriert oder transformiert werden? Was müssen wir schlicht hinter uns lassen? Und vor allem, wie können wir die Beliebigkeit und die moralische Indifferenz unseres Zeitalters überwinden, ohne ihre Errungenschaften - die Vielfalt und Toleranz verlieren?

Auf der 4.Herbstakademie Frankfurt 2009 stellen sich Dr. Tom Steininger und Sebastian Gronbach diesem Thema." Das Abschlussgespräch gibt es jetzt als Video on
YouTube. Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6.

Kommentare:

MonikaMaria hat gesagt…

Mich berührt tief vor allem das, was nicht gesagt worden ist. Dieses Ringen nach Worten, um das, was eigentlich nicht in Worte gefasst werden kann.

Dieser «Innenraum» ist für mich intensiv spürbar.

Vielen Dank Sebastian.

Anonym hat gesagt…

Wow! Minute ab 4:12 bei Teil 1 ist großartig.

Anonym hat gesagt…

...und dann in Teil 1 ab 7:22...

Gummi geben hat gesagt…

Ha! Ich finde den letzten Teil 5 sääähr cool: "Gott gibt Gummi" :-))

Gib Stoff hat gesagt…

Ein lächeln im Wind ....
(*!*)

BURGHARD hat gesagt…

Verstand ausrenken wird Aufmerksamkeit schenken


Dem Verstandesträger, den Verstand
mal beiseite stellend, dem werden, in der Fremde, jenseits des Verstandes, alle Worte zu Fremdworten.

Jegliches zu Sehendes, zu Lesendes, zu Hörendes, es ist dann erst einmal Bild, Wortgebilde.
Jenseits des Verstandes findet dessen Träger sich in Regionen, in denen Anspruch sich als Bild erhebt.

Der Träger, er empfindet, dass er es ist, der, in soweit Anspruch sich erhebt, sich frei
angesprochen empfinden will.

Den Anspruch der Freiheit empfindend, findet er sich in der Weise eines Sprechens, in die er
sich hinein sehen, lesen, hören kann. Eben bei Vorgängen, die ihn, als Gast, im Jenseits des
Verstandes, aus Gastfreundschaft zu sich hinein bitten.

Das Wort, das dem Träger, jenseits des Verstandes,zu Fremdworten wurde, diese Fremdworte, sie werden dabei wiederum einander Wort.

Die, aus dem anderen Wort, sich erhebenden weiteren Worte, sie sind Worte der Gastfreundschaft.
Worte, die sich, als Anspruch der Gastfreundschaft,aus dem anderen Wort erheben, die wollen erarbeitet werden.

In der Fremde, jenseits des Verstandes, da ist das Land der Gastarbeiter.

BURGHARD hat gesagt…

Anhang:

Das hebräische Wort für Gast setzt sich zusammen aus gèr, Fremder, und tosàb, Einheimischer, und zeigt an, dass dem Gast beides zukommt. Das lateinische Wort hostis, der Feind, und das deutsche Wort Gast entstanden aus derselben Sprachwurzel. Als Gast bezeichnete man noch bis zum Ende des Mittelalters den reisenden Krieger. ( zu Krieger, s. 26.9.09 Beitrag v. Sebastian Gronbach „ Krieger des Lichts“)

Robert hat gesagt…

Hallo Sebastian,

schade, dass die Kamera so oft ausgefallen ist. Noch schader, dass Herr Hilfinger so viel geredet hat. Aber das, was Du gesagt hast, hat mich tief berührt, auch wenn ich eine etwas andere Weltsicht habe.

Du hast eine intellektuelle, persönliche und lebendige Art des Ausdrucke, während Herr Hilfingers Art höchstens eine intellketuelle ist.

Und: Du kannst wesentlich besser reden als schreiben.

Und: Ich wünsche Dir, dass Du nicht nur mit solchen Laberern wie Herrn Hilfinger zu tun hast (oder noch größeren).

Herzliche Grüße
Robert

Ich antworte mit youtube hat gesagt…

..wie ich finde gut gemacht mit tollen Bildern. Ich hätte auch nichts antworten können aber das ist mir irgendwie ein Bedürfniss. etwas NACHZUWÜRZEN!
und ich empfinde es auch so wie es besungen wird. 8:43 da arbeitet ES sichtlich körpersprachlich bei S. ES geht um Sünde. Es geht um Schattenarbeit. Es geht immer um ES. Und ES kommt wie ES kommt ohne nachzudenken...Spricht DA ES? SPRICHT ES VON SICH?

Ich will nicht ins Paradies wenn der Weg dorthin so schwierig ist, meinetwegen bleib ich hier...

SCHÖNES WOCHENENDE!

manroe hat gesagt…

Lieber Sebastian,

... was ich herausgehört habe aus Deinen Selbst-Betrachtungen und das meine ich jetzt SEHR positiv: "...wie es eigentlich gemeint ist ..." Das scheint mir eine der wichtigsten Grundbedingungen zu sein, dies zu verstehen, weil man ansonsten aneinander vorbeiredet und - noch schlimmer - aneinander vorbeidenkt.

Und damit "verbunden" der "Große Zeuge" wie Du ihn genannt hast, für mich ist jener "Herr" das eigentliche innere Auge, aber identisch mit dem Zeugen oder "Auftraggeber" oder jenseits der Matrix, der Neo in uns.

Und es war schön mitzuerleben, wie Du wirklich aus innerem Erleben heraus gesprochen hast und nicht nur aus einer Wissensbetrachtung, was ich allerdings auch Deinen Texten entnehme.

Schade, dass solche Treffen immer nur so weit im Süden sind und ich hoffe, ihr sitzt nicht immer nur auf der Bühne, das finde ich nämlich nicht gerade postmodern ;))

Monika, organisier mal was :))

von Herzen
Manfred

der nervös-mit-dem-Fuß-wippende-Geist hat gesagt…

... ja big heart in Person von Sebastian Gronbach meets big mind in Person von Tom Steininger - coole performance !!!
Weiter so ... !?! in gespannter Zu-Neigung ... in Freude und Respekt

manroe hat gesagt…

... na den Tom würde ich nicht als "big mind" bezeichnen, nur weil er viel weiß. ;)

ich-kann-mich-nicht-zurückhalten-aus-Zuneigung hat gesagt…

Nach einer kleinen 'Studie' der Mimik habe ich folgenden Hinweis in Respekt: Ein Nicht-Anschauen der Zuhörer- und -schauerInnen wirkt einerseits erotisch-verletzlich und andererseits auch nicht-inter-essiert ... Positiv gesprochen: Eine noch stärkere-männliche Wirkung hat der Blick-Kontakt zu den Menschen, die man anspricht und erreichen möchte ! :) Auch wenn dieser Blick-Kontakt sehr energiegeladen und manchmal kaum aushaltbar ist - für mich beweist er Ehrlichkeit, Mut, Authentizität und Stärke ! liebe Grüße ...

manroe hat gesagt…

"Nach einer kleinen Studie der Mimik..."

Ein Blickkkontakt ist demnach "wertvoller" als das, was ein zuhörendes Ohr vernimmt? Was ist das für eine Psychologie? Wer partout angeschaut werden will, sollte zu einem Psychiater gehen. Ich würde das ständige Angeschaut-werden eher als lästig empfinden, weil dann da jemend etwas in mich hineinverpflanzen möchte und mir dadurch den freiheitlichen Pflanzprozess abnimmt. Ich kann bei den beiden sehen, dass sie wirklich schauen und denken. Für mich schade nur dieser Frontalkontakt, aber er ist wohl noch vonnöten. Aber ich war nicht dabei und kenne daher nicht den Rest des Treffens.

MonikaMaria hat gesagt…

Diese Bühne gab es in Bremen auch. Darüber könnte ruhig mal nachgedacht werden. Dann kommt weniger Hierarchien denken auf. Aber das, meine Meinung, ist das aller Unwichtigste!

«Eine noch stärkere-männliche Wirkung hat der Blick-Kontakt zu den Menschen, die man anspricht und erreichen möchte !»

Eine Art Vampirismus gibt es auch als Zuschauer. Das «Erotische» als Magnet (!). Typisch Frau.
Mir scheint, da ist eine Verwechslung mit dem vorherigen Post.

Sebastian spricht fasst durchgehend aus diesem «Innenraum» und es fällt ihm manchmal nicht leicht, Worte «dafür» zu finden, obwohl er mit jeder Garantie sehr gut Worten könnte. :-))

Der «Anziehungspunkt» ist dieser Innenraum, der ich selber bin. Einander erkennen tue ich gerade nicht über die Augen.

@ Manfred
Selber organisieren bringt Freude. ;-)
Übrigens gibt es schon Organisatoren.


Aber noch etwas, was mir aufgefallen ist. Es ist wichtig, dass Sebastian an diesen Treffen ist. Wichtig, dass Matthias Ruff, Michael Habecker, Thomas Hübl an diesen Treffen sind (konnte nicht alle Namen in Bremen behalten). Sie sind für mich ausgesprochene «Innenraum»-Sprecher und gleichen «manche» Kopflastigkeit aus. Hier fühle ich mich erkannt.

Innenraum-Sprecher leisten in der heutigen Zeit Priesterersatz, weil Priester selber oft keine Innenraum-Sprecher mehr sind. «Innenraum» findet Sonntags in der Kirche statt und die Innenräume sind schrecklich leer.

Der «brillante» Verstand hat den Innenraum zugemauert und glänzt im Wissen. Aber der Brillant glänzt nur, weil Wissens-Luxus die innere Sonne verdrängt hat.

manroe hat gesagt…

Monika, ein zarter Hinweis vielleicht, seit etlichen Tagen "benimmst" Du Dich anders, ganz generell - hast Du eine "Stelle" bekommen? ;)))

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
bekommen?
Nach Hause kommen. Wieder einmal, es war einmal ...

Kennst die Geschichte vom verlorenen Sohn?
Oder Schneewittchen?
Oder die Vertreibung aus dem Paradies?
Alles Geschichten.

Der EINE Ton.
Das EINE Wort
und beides losgelassen.
Stille.

Und jetzt könnte ich davon ein Buch, eine weitere Geschichte schreiben.
:-))))))


Die Antwort lautet JA.
Die Antwort lautet NEIN.
Beides nicht korrekt.
Die Antwort lautet auch nicht JEIN.
Die Antwort lautet auch nicht «kommt ganz darauf an».

Die Antwort lautet
















Dazwischen ist ES.
:-)))))))))

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach

"Doch wie werden die neuen Denkformen aussehen?"

Die neuen Denkformen müssen nicht neu sein, sie müssen durchlässig und beweglich sein. Wenn Sie nur neue Formen aus Altem kreieren wollen, haben Sie doch wieder nur abgeschlossene und somit tote Formen. Und die führen dahin, wo wir bereits sind.

"Was muss aus der Tradition, der Moderne und Postmoderne integriert oder transformiert werden? Was müssen wir schlicht hinter uns lassen?"

Wenn Sie nur das Vergangene nehmen und dieses Vergangene bearbeiten, filtern, neu zusammenstellen, trennen oder aussortieren, bekommen Sie nichts wirklich Neues. Es ist, als ob Sie aus einem alten Bild Teile ausschneiden und mit diesen Teilen ein neues Bild machen wollen.
Das Neue muss aus dem Geistigen kommen. Nicht aus dem Denken über Altes, Vergangenes. Die geistige Welt ist immer in Bewegung, in Entwicklung. Und aus der geistigen Welt entsteht, bildet sich unsere Welt.
Deshalb können nur Impulse aus der geistigen Welt, die vom Menschen intuitiv erfasst werden wirklich zukunftsorientierend sein. Das funktioniert jedoch nicht im Dialog, so wie Sie sich das vorstellen.

"Und vor allem, wie können wir die Beliebigkeit und die moralische Indifferenz unseres Zeitalters überwinden, ohne ihre Errungenschaften - die Vielfalt und Toleranz verlieren?"

Indem der Mensch erkennt, indem Sie erkennen, dass der Ursprung des Moralischen in der geistigen Wirklichkeit zu suchen ist und von dem Menschen individuell erfasst werden muss. Dafür müssen Sie aber auch den Menschen als Individuum bestehen lassen und ihn nicht auflösen, wie Sie es tun.

Wenn das Denken, die Freiheit, der ethische Individualismus, so wie Rudolf Steiner das in der "Philosophie der Freiheit" beschrieben hat, erfasst werden, dann kommen wir als Menschen in dieser Beziehung weiter.

Orientieren Sie sich daran Herr Gronbach, dann kommen Sie wirklich weiter mit Ihren Fragen.
Anders werden Sie nicht zu Neuem kommen. Anders werden Sie zu überhaupt nichts Wirklichem kommen.

Unterstellung hat gesagt…

@Thomas
«Glaubst» DU tatsächlich, dass Sebastian die Antworten nicht weiß??

Anonym hat gesagt…

@ MonikaMaria...

du nervst langsam mit denen wischi waschi äußerungen ;)

eine kurzform wie ja oder nein ist für dich wohl nicht drin ?? :)

dabei hast du doch jetzt schon das neue agressive bild und deine neue art endlos aufsätze zu verfassen angenommen löl... ;)))

Thomas hat gesagt…

@ Unterstellung

Ich weiß, dass er die Antworten nicht weiß.

Aber wie kommen Sie darauf, dass Sie meinen, er würde die Antworten kennen?

Würde er verstehen, was in der "Philosophie der Freiheit" (PdF) steht,dann würde er diese Fragen so nicht stellen.

Meine Empfehlung: Herr Gronbach soll jedem, der mit ihm an diesen Fragen arbeiten will, eine Ausgabe der PdF schenken. Dann wird es eine interessante Bearbeitung der Fragen geben, mit der Aussicht, tragende Antworten zu finden.

Thomas hat gesagt…

@ Unterstellung

(Zusatz zu meinem obigem Kommentar)

Und wenn er Antworten weiß, dann sind es "seine" Antworten und die sind sicher nicht intuitiv aus dem Geistigen erfasst.

Mag er auch in seinen Meditationen für ihn angenehme und erhebende Gefühle erleben. Das trägt aber nichts zur Lösung von solchen Fragen bei.
Ich empfehle ihm lieber noch etwas für die Ausbildung seines Denkens zu tun. Da sehe ich noch einiges an Nachholbedarf.

MonikaMaria hat gesagt…

@Code 19.58









:-)

Anonym hat gesagt…

@Code 22.26




mag deine transformation ..und deine beiträge ..anyway :)

Nene hat gesagt…

@Thomas

ich habe die "Philosophie der Freiheit" von Steiner nicht gelesen, bin nicht einmal Antroposophin, aber ich spüre, dass die Philosophie der Freiheit in mir verborgen ist, wie in jedem Menschen. Jeder kann zu ihr vordringen. Das ist aber eine Sache des Herzens und nicht des Intellekts mit seinem zweifeln, katalogisieren, sezieren und in Frage stellen.
Ich kenne Sebastian Gronbach nicht und ich vermute, dass er wie jeder von uns hier oder da irren kann. Aber macht das nicht den spirituellen Weg aus, dass man geht, irrt, fällt, wieder aufsteht, weiter geht? Und im Weitergehen wird neues Bewusstsein aus dem Erfahrenen geboren.

Wenn wir Achtung voreinander haben und das: "Ich grüße den Gott in dir" unseren Umgang miteinander prägt, dann kommen wir alle weiter.
Der Geist ist einigend.
Wir brauchen dabei keine Angst vor dem Verlust der Individualität zu haben. Das wäre so, als hätte der Wassertropfen Angst, kein Wasser mehr zu sein, wenn er im Meer aufgeht.
Ich achte jeden, der ringt, der versucht seinen spirituellen Weg aus seinem eigenen inneren Erleben und Erkennen zu gehen und versucht die Masken und Mauern abzureissen, die das Ego um sich herum schafft.
Sebastian Gronbach scheint so einer zu sein.
Ich grüße das Ewige ihn ihm und ihn dir.

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene
;-)

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Die "Philosophie der Freiheit" kann doch nur DENKEND erfasst werden. Und wenn Sie sie in sich entdecken, müssen Sie sie zuerst denkend erfassen. Wenn dann noch das Herz dabei ist, dann kann sie auch innerlich, individuell ERLEBT werden.
DENKEND kann jeder die Gedanken erfassen die dort zu finden sind. Wenn ich dabei Gefühle erlebe, wenn mein Herz dabei ist, dann bin ich als Individuum dabei. Dann habe ich Herz und Verstand miteinander verbunden.

Die Gedanken sind für jeden die selben.

Die Gefühle sind individuell.

Philosophie bedeutet ja Liebe zum Wort, Liebe zur Weisheit. Durch das Gefühl stelle ich eine individuelle Beziehung zu den Gedanken her.
So verbinde ich als INDIVIDUALITÄT Gefühl und Denken. Und selbst das Gefühl habe ich erst wirklich erfasst, wenn ich es nach dem Fühlen durch das Denken begriffen habe.

Irren auf dem Weg zur Wahrheit kann jeder. Sebastian Gronbach ist aber ja nach seiner eigenen Aussage bereits vom ALLEINS erfasst. Ihn gibt es nicht mehr. So hat er es hier SELBST geschrieben. Das ALLEINS spricht aus ihm. Er kann also nicht mehr irren. Die Individualität Sebastian Gronbach existiert für ihn nicht mehr. Das ALLEINS schaut sich selbst durch ihn an. Er ist nur noch Durchgangskanal. Das sage nicht ich, das sagt er selbst.

Würde er selbst darüber nachdenken, was er von Andersdenkenden gesagt bekommt, dann würde er erfahren können, dass er irrt.
Seine von ihm selbst erbauten Mauern, macht er immer nur fester und höher und erkennt nicht, dass er um sich selbst ein Gefängnis baut.

Auch ich, so wie Sie, achte jeden, der um Erkenntnis ringt. Jeder muss seinen INDIVIDUELLEN Weg gehen.


@ Nene (und MonikaMaria und Sebastian Gronbach und ...) - eine kleine Geschichte

Ein Wassertropfen

Von hoch oben fällt ein Wassertropfen zur Erde. Immer mehr nähert er sich dem Erdboden. Er will aber nicht auf die Erde fallen und sterben. Er wehrt sich dagegen. Plötzlich wird er von einem Windstoß erfasst un wieder ein Stück in die Höhe getrieben. Erleichtert atmet er auf. Er sieht die Wolke, aus der er geboren wurde ein Stück näher kommen. Fast kann er sie greifen. Aber da fällt er wieder tiefer. Immer tiefer geht es. Jetzt fliegt er über dem Meer. Hohe Wellen sieht er dort. Näher und näher kommt er dem Wasser. Wieder wehrt er sich. Er will nicht in dem Meer ertrinken und aufgelöst
werden. Er will leben. Hier zwischen Himmel und Erde. Hier mit seinen Artgenossen. Er will nicht sterben. Wiederum wird er vom Sturm erfasst und hoch hinaus geflogen. Als er wieder fast oben ist, wird er, ohne dass er erkennt was mit ihm geschieht, nach unten gedrückt. Ganz schnell schießt er auf das Meer zu. Er wehrt sich mit allen Kräften. Er will nicht sterben. Er schreit und weint. Er weint so heftig, dass er ganz auszufließen scheint. Ganz leer fühlt er sich. Er hat sich ganz aufgegeben und ergibt sich seinem Schicksal.

Dann stürzt er ins Wasser.

Ist er jetzt - tot? Er kann noch fühlen. Er kann noch denken.
- Er erkennt: Er lebt!

Um ihn herum erkennt er andere Tropfen. Frei bewegen sie sich im Meer. Frei, eigenständig und lebendig bewegt er sich mit dem Meer, in dem Meer, neben anderen Tropfen. Ein wahres Glücksgefühl empfindet er und er fühlt sich, wie er sich noch nie im Leben gefühlt hat.

Das Meer ist unendich. Und jeder Tropfen kann immer mehr von dieser Unendlichkeit aufnehmen. Er kann immer mehr und mehr ein unendliches Meer werden -------- Das weiß er jetzt.

Seitdem bereitet dem Tropfen aber immmer noch etwas Sorgen. Er weiß, dass es außerhab des Meeres noch etwas anderes gibt. Und da MUSS er wieder hin. Das weiß er ...

manroe hat gesagt…

Lieber Thomas, ich danke Dir/Ihnen fiür Ihre Gedanken, genau so sehe und erlebe ich es auch.

Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
Wunderbar beschrieben, was «Karma» umschreibt. Danke.
:-)

Nene hat gesagt…

@Thomas
die Geschichte vom Wassertropfen ist sehr schön und berührend.

Nun ist es so, wie in der Geschichte von den Blinden und den Elefanten. Jeder Blinde fast den Elefanten an einer anderen Stelle an, der eine am Kopf, der andere am Fuß, einer am Schwanz und so weiter. Und jeder beschreibt, was er erkennt. Keiner erkennt den Elefanten in seiner Ganzheit, doch jeder meint die Wahrheit zu erkennen in dem Stück, das er fühlt und beschreibt. Jeder hat auch tatsächlich einen Teil der Wahrheit erfasst, für das Ganze müssen die Augen sehend werden, oder sie müssen alle ihre Wahrheiten zusammenfügen, ohne die eine höher zu stellen als die andere.
Mein Wassertropfen hatte seinen Ursprung im Meer, wohin er zurückgekehrt ist. Dein Wassertropfen hatte seinen Ursprung in den Wolken und das Meer ist nur eine Zwischenstation.
Egal, wie wir den Ursprung nennen, unsere Situation als Mensch ist, dass wir dorthin gehen.

Noch mal zu der Sache mit dem Blick in den Spiegel und der Selbstverlorenheit:
Es gibt diese Selbstverlorenheit und es gibt auch Menschen, die davon berichten, Krishnamurti zum Beispiel, Eckhard Tolle, Richard Sylvester, oder Andrew Cohen. Das ist dieser Moment, wo es irgendwie kein Ich gibt, sondern nur ein Sein. Der eine beschreibt dies eher als ein persönliches Erleben, während es einem anderen gelingt, das unpersönliche Element daran zum Ausdruck zu bringen.
Sie alle haben nur Worte, um sich mitzuteilen. Worte sind Krücken. Immer wird gerungen um den Ausdruck des Unausdrückbaren. Das Denken ist dabei nur eine Hilfe, wenn es im Herzen wurzelt.

Der Moment der Ichverlorenheit geschieht nicht nur einmal für immer auf dem spirituellen Weg. Genauso habe ich es in dem Dialog auch verstanden.
Es gibt oft so ein Zurückschrecken davor, solche Momente anderen mitzuteilen, weil die Tücke des Egos bekannt ist und daraus die Angst entstehen kann, dem Ego auf den Leim zu gehen. Das ist so eine Angst vor möglicher Eitelkeit und Selbsterhebung. Diese Angst kann auch in einem Menschen angerührt werden, wenn ein anderer den Moment der Ichverlorenheit aus dem eigenen Erleben beschreibt.
Aber die Angst schafft Misstrauen, und daraus entstehen trennende Mauern.
Die Mauern entstehen nicht aus der Beschreibung eines eigenen Erlebens der Selbstverlorenheit.

Was können wir über einen anderen Menschen und seinen Seinszustand schon wirklich sagen?
Letztendlich bleibt jede tiefgreifende Korrektur dem Karma überlassen.

Ich habe es immer so verstanden, dass Philosophie nicht einfach nur Liebe zum Wort und zur Weisheit ist, sondern die Liebe zur Sophia, der göttlichen Weisheit und dem göttlichen Wort des Anfangs meint.
Nicht nur Sebastian Gronbach ist vom ALLEINS umfangen. Alles ist davon umfasst.
Das ist ein Glück, eine Gnade und eine Aufgabe.

@MonikaMaria
:)

Anonym hat gesagt…

Nein, das ist nicht wahr. Wenn einer erwacht ist, dem Hüter der Schwelle begenet ist, greift das Karma nicht mehr ein. Dann wird alle Verantwortung übertragen.

Daher ist klar, dass Herr Gronbach nicht wirklich erwacht sein kann, wie könnte er das hier sonst verantworten?

Nene hat gesagt…

@anonym
ist das so?
:)

Anonym hat gesagt…

Der Wassertropfen ist im Original eine Schneeflocke du toller geschichtenerzähler löl

manroe hat gesagt…

@Monika

Und ich dachte immer wir hätten hier immer unterschieden zwischen EGO und ICH. ICHVERLORENHEIT?? Geht das überhaupt?!! Verwechselt man da nicht Begriffe, bzw. verwendet sie falsch? Wenn man wirklich aufwacht, dann hat man nichts verloren, sondern etwas gefunden, einen neuen Zustand.

Wenn ich z.B. irgendeinen "Vorgang" "verstanden" habe, dann habe ich etwas erfasst, bzw. bin davon erfasst und habe den Zustand der Unwissenheit "verloren". ABER, doch mal genau hinschauen, ich habe gar nichts verloren, ich habe was gewonnen!! Ich bin in einer Antwort erwacht -- BAFFFF, ich stehe im Licht der Antwort -- I C H, ich habe da gar nichts verloren, absolut nichts, bis auf die Dunkelheit der Unwissenheit.

In diesem Sinne
Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
Hast Du mich gerade verwechselt??? :-)



Trotzdem hier eine Antwort:
Ich habe mich lange in den Begriffen außerhalb der Anthroposophie nicht zurecht gefunden, weil die Anthroposophie mein Verständigungssystem geworden war. Als ich aufgehört habe nur in diesen Terminologien zu denken – weil sich mir dadurch Weisheit aus anderen Systemen verschloss – und mich geöffnet habe zum generellen Wort-Verständnis, «lichteten» sich für mich die anderen Wort-Verständnis-Systeme.

manroe hat gesagt…

@Monika

Nein, ich denke eigentlich nicht, oder was habe ich falsch gelesen? Mir geht es ums Verlieren des ICH, was ich für unmöglich halte, allerdings kann es aus dem Bewusstsein rutschen, wenn man denn vom NEUEN gebannt ist, ähnlich wie von mir beschrieben.
Und ich war der Ansicht, wenn Du mich richtig liest, müsstest Du mir zustimmen, oder nicht?

"Der Moment der Ichverlorenheit..."

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
Wo habe ich von ICH-Verlorenheit gesprochen???

Nene hat «Selbstverlorenheit» erwähnt:
«Es gibt diese Selbstverlorenheit und es gibt auch Menschen, die davon berichten, Krishnamurti zum Beispiel, Eckhard Tolle, Richard Sylvester, oder Andrew Cohen. Das ist dieser Moment, wo es irgendwie kein Ich gibt, sondern nur ein Sein. Der eine beschreibt dies eher als ein persönliches Erleben, während es einem anderen gelingt, das unpersönliche Element daran zum Ausdruck zu bringen.»


Mit dieser Aussage von Nene kann ich sehr viel anfangen.



***


Oder bezieht sich Deine Frage auf «ICH+ich», die ich in «Mission ICH BIN» umbenannt habe? Das ist doch ein und dasselbe, bloß andere Worte. :-))

Gerade in Bezug auf ICH+ich, respektive
«Christus-Verständnis» erlebe ich im Moment eine ausgesprochene weitere «Wandlung/Vertiefung».

Allein schon, was heißt er-leben? Was heißt Leben?
Was da an Antworten kommt ist unbeschreiblich, wunderbar. Es wortet in mir nicht nur, sondern es bildert in mir – intuitiv. Ganze Menschheitsepochen zeigen mir ihr GEHEIMNIS des ICH BIN.

Das Worten wiederum wird zum Wort, das Bildern wird zum Bild und intuitiv verstehe ich, was damit gemeint ist. DIA...LOGOS.

DAS ist ALLES.
DAS ist NICHTS.
IN EINEM.

Die Taube fliegt. Die Schlangen sind gekrönt.





Stille




Deshalb heißt ab jetzt mein Blog
Mission ICH BIN im DIA-LOGOS.
D a r ü b e r kann der Mensch sprechen und so sind ihm Worte gegeben worden.

Babylon für das EINE WORT.

Ich stehe am Anfang des Wortens.

manroe hat gesagt…

Zitat - @Manfred
Wo habe ich von ICH-Verlorenheit gesprochen??? --18.10.09 22:19 --

"Der Moment der Ichverlorenheit geschieht nicht nur einmal für immer auf dem spirituellen Weg. --- ... --- Diese Angst kann auch in einem Menschen angerührt werden, wenn ein anderer den Moment der Ichverlorenheit aus dem eigenen Erleben beschreibt.
... --- ..."


Mir geht es nur um den Begriff, Monika, um seine Verwendung.

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
AM 18.10.09 22:19 hat NENE geschrieben!

Zitat NENE:
"Der Moment der Ichverlorenheit geschieht nicht nur einmal für immer auf dem spirituellen Weg. --- ... --- Diese Angst kann auch in einem Menschen angerührt werden, wenn ein anderer den Moment der Ichverlorenheit aus dem eigenen Erleben beschreibt.
... --- ..."

Auch dieses Zitat von Nene kann «ich» mit dem Herzen erleben, bis in die Fussspitzen und darüber hinaus, weil ich dann Nene bin. Auch wenn ich ihren Text nicht geschrieben habe. Auch Deine Frage kann ich «verstehen», weil ich dann Manfred bin.

Dir geht es dabei noch um Begriffe?
Welchen Begriff möchtest Du denn gern, damit er für Dich passt?

Ich habe Dir die Antwort in vielen Begriffen schon gegeben. :-)

Für jedes Worten dafür, kommt neues Babylon, wenn Du/Ich nicht im DIA-LOGOS BIST/BIN.


Mein Worten ist lieb gemeint, Manfred, aus dem Herzen. :-)

manroe hat gesagt…

Aber Monika, wir müssen hier doch Worte gebrauchen, andernfalls finden wir uns überhaupt nicht mehr zurecht - und man sollte sich an der/einer Bedeutung eines Begriffes schon halten. Das, wovon Du sprichst, ist komplett austauschbar, weil das was Du meinst keiner Worte mehr bedarf, ABER, was soll das!??

... meins auch, aber ich denke hier können wir aufhören

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Manfred

Wenn ich mich an einen Begriff halte, werde ich entweder den Schwanz des Elefanten oder seinen Rüssel beschreiben.

Du wirst mich schon noch kriegen ... :-)

Vertrau.

Namaste
(ist ein zweischneidiges Schwert. Aber das ist nicht das Wesentliche).

Nene hat gesagt…

Selbstverlorenheit
Ichverlorenheit

alles nur Begriffe.
aus dem Herzen verstanden dem Denken vermittelt: Einheit.
mit dem Verstand zerlegt und ins Herz nicht eingelassen: Vielheit, Zweifel, Uneinheit.

Sich in Begriffsklärungen verlieren, heisst verlieren.

Das Ego möchte nicht aufgegeben werden.
Kann es Einheit geben wo Egos um Begriffe feilschen? Wo suchende Einheit Menschen sich abgrenzen in Terminologien.

@MonikaMaria
so geht verstehen über die Grenzen von Gruppenbildung hinaus.
Die Schubladen geben uns eine Sicherheit, die wie nicht brauchen, die uns sogar hinderlich werden kann.
Für mich ist es in Abwandlung eines Gandhi Zitates so:
"Ich bin dem Göttlichen, dem Ursprung, dem Alleinen verpflichtet, wie ich es jeden Tag
erkenne, wie es sich mir jeden Tag erschließt und nicht der Beständigkeit.

Das Ich verlieren heisst: das "Ich bin" gewinnen. Das "Ich bin" gewinnen ist Selbstverlorenheit.

:)

@Manroe
sorry ich vergaß Babylon
wenn ich Ichverlorenheit" sage, meine ich "das Ego verloren haben"
vermutlich ist das, was du unverlierbares "ich" nennst, mein "Ich bin"

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene
mein «ICH BIN» ....
:-)

@Manfred
..... das keinen Namen besitzt und trotzdem alles ist.

«ich» als MENSCH, kann dafür Worte verwenden und sagen: ICH BIN ein Ich.

Damit trenne «ich» mich wortend vom reinen ICH BIN und werde ICH+ich+ich+ich ..... :-) obwohl ICH(+)ich EINS bin.

ICH BIN kann hier nur mit einem «ich» ant-worten.

Das Johannes-Evangelium ist z.B. ein Weg. Ab Kapitel 13. geht «es» da-hin, so Rudolf Steiner.

Thomas hat gesagt…

@ Nene, MonikaMaria, Manfred

"Das ist dieser Moment, wo es irgendwie kein Ich gibt, sondern nur ein Sein."

Das ist hier der Knackpunkt. Wenn man hier nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, wird man immer aneinander vorbei reden.


Wenn ich in die Lage komme, dass ich das Gefühl habe, mich zu verlieren und das Sein zu finden, weiß ich doch hinterher, wenn ich mich wiederfinde von diesem Erleben im Sein.
Das heißt doch, dass ich mit meinem "Ich" bewusst dabei war. Sonst könnte das Sein doch nicht in MEIN Bewusstsein kommen. "Ich" muss dann (in irgendeiner Weise) als Individuum bestehend "sein", auch im "SEIN".

Nach meiner Vorstellung gibt es ein "Ich", bzw. "Iche" und ein SEIN. Es gibt eine (Seins-)Welt die von diesen "Ichen" wahrgenommen wird.

Im anderen Falle, den ja auch Sebastian Gronbach hier vertritt, gibt es nur ein EINS UND ALLES ("ein" ICH) das alles ist. Für ein "Ich" oder für "Iche", die dieses EINS wahrnehmen gibt es da keinen Platz.

Dass dadurch aber ALLE Menschen als Einzelwesen ausgelöscht werden ist bei dieser Vorstellung die unumgängliche Folge.

Was denken Sie zu diesen Gedanken?

Nene hat gesagt…

Wenn das "Ich" aber nun nur ein kleiner Teil des Individuums wäre, ein Teil, der sich auf den Platz des "Ich Bin" geschwungen hat, eine Projektion, die den Menschen glauben lässt, sie wäre das ganze Individuum?
Wenn sich diese Projektion dann auflöste, verschwände nicht der Mensch, sondern er erhielte die Gelegenheit, im EINS und ALLES aufzugehen.
Kann das Aufgehen darin ein "Wahrnehmen" im herkömmlichen Sinne sein?
Welche Sinnesorgane bräuchte es für diese Wahrnehmung? Dass es schwer ist, darüber zu sprechen, ist auch in dem Dialog zwischen Tom Steininger und Sebastian Gronbach zu spüren.

Auflösung ist ein Prozess, der je nachdem langsam oder schnell ablaufen kann. Das ist abhängig von der Beschaffenheit dessen, was sich auflöst und dessen, worin es aufgelöst wird.
Welche Beschaffenheit hat das Ego?
Kann das für jedes Individuum gleich sein?

Wo wir wahrhaftig auf einem Nenner kommen, ist das Ende der Worte und der Anfang des "Wortes"

"Ich bin der ich bin" sind nicht die Worte eines Egos, es ist das Wort des "Einen"
Unser tiefstes Wesen schweigt miteinander und ist auf einem Nenner, während wir um Begriffe ringen müssen, um Bewusstsein zu schaffen für das, was unsere Aufgabe als Mensch erfordert.

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Nimmt man an, dass das "Ich" nur eine Projektion wäre und diese Projektion würde sich auflösen, dann hätte man noch das Projektierende - das ALLEINS.
(Was wäre der Projektor?)

Würde diese Auflösung bei allen Menschen geschehen, so würde nur noch das ALLEINS übrig bleiben. EIN ALLEINS. Einzelne Menschen mit eigenem Bewusstsein würde es nicht mehr geben.
Wenn man unter diesen Voraussetzungen noch einzelne Menschen existieren lassen würde, dann wären diese nur Marionetten des EINEN Bewusstseins.

Das EINE Bewusstsein des ALLEINS würde Kasperle-Theater spielen mit sich selbst und für sich selbst.

Dem Menschen, der dann ja nur eine Projektion wäre, diesem Menschen unter diesen Voraussetzungen eine Aufgabe, eine Mission beizulegen ist doch einfach nur Unsinn.

Und die Selbstauflösung als Mission des Menschen hinzustellen ist doch schon krankhaft zu nennen - von allen guten Geistern verlassen.
- Und darauf arbeitet die "Mission" des Sebastian Gronbach hin.

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
«Das EINE Bewusstsein des ALLEINS würde Kasperle-Theater spielen mit sich selbst und für sich selbst.»

Geht gar nicht, weil ES sich dann nicht erkennen könnte.

Das Kasperle-Theater-Spielen geht nur in der Projektion. Da aber ein jeder dieses ICH BIN in sich trägt, hat er/sie die Möglichkeit, dieses Spiel zu erkennen.

Dann identifiziert er/sie sich nicht mehr mit einer der Kasperle-Rollen, sondern er/sie weiß, dass er/sie die «Geschichte» dazu selber schreibt und auch, dass er eine bestimmte Rolle spielt.

Nicht zu wissen, dass ich als MonikaMaria lediglich eine Rolle in diesem Spiel übernommen habe, die ich auch noch selbst geschrieben habe: heißt im Karma gefangen zu sein.

ICH BIN ist der Weg ins Leben. Diesen Weg kann «ich» als Wahrheit in allem sich manifestierenden erkennen.

Erkennt ich diese Wahrheit geschieht zugleich dies: «Ich» verbindet sich mit ihr wird eins. Wahrheit und ich werden eins = sie erkennen sich.

Nene hat gesagt…

Nicht zu wissen, dass ich als MonikaMaria lediglich eine Rolle in diesem Spiel übernommen habe, die ich auch noch selbst geschrieben habe: heißt im Karma gefangen zu sein.

ja :)

@Thomas
in dem Film "Revolver" gibt es am Schluss eine Stelle, wo gesagt wird:
Der größte Schachzug des "Ich", ist, dich glauben zu lassen, es wäre Du."

Ein Mensch kann mehr sein, als das "ich". Er kann das "Ich bin" sein, das Teil des ALLEINEN ist.

Thomas sagt: "Und die Selbstauflösung als Mission des Menschen hinzustellen ist doch schon krankhaft zu nennen - von allen guten Geistern verlassen."

Da ist kommt so eine Angst rüber. Wovor?
Und wer ist es, der Angst hat?
Dein Ringen ehrt dich.

manroe hat gesagt…

"Würde diese Auflösung bei allen Menschen geschehen, so würde nur noch das ALLEINS übrig bleiben. EIN "ALLEINS. Einzelne Menschen mit eigenem Bewusstsein würde es nicht mehr geben.
Wenn man unter diesen Voraussetzungen noch einzelne Menschen existieren lassen würde, dann wären diese nur Marionetten des EINEN Bewusstseins.


Das EINE Bewusstsein des ALLEINS würde Kasperle-Theater spielen mit sich selbst und für sich selbst."

Also, liebe Monika, wenn Du schon zitierst und daraufhin eine "Beweisführung" folgen laässt, dann bitte auch den entsprechenden Prolog mit einbeziehen, ansonsten gehen irgendwelche "Denk"-Resultate unwweigerlich in die Irre, man nennt es auch unfair.
-----------

"Da ist kommt so eine Angst rüber. Wovor?
Und wer ist es, der Angst hat?
Dein Ringen ehrt dich."


Hallo Nene
das sind absolute Projektionen, dreh Dich mal um in Dir, damit Du sie sehen könntest und bemerkst, wer da spricht.
----------

Ansonsten, ich von meiner Seite sehe es ebenso wie Thomas, alles andere kommt mir vor, als würde man sein eigenes Ersaufen feiern. Und Ertrinkende zu retten galt schon immer als schwer.

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Manfred

Gerne kannst Du das für Dich Wesentliche zu meinem Kommentar hinzufügen.

Mir geht es nicht ums Bewerten einer Aussage und auch nicht um Beweisführung. Mein Bemühen ist, die Aussage so zu formulieren, dass wir EINGANG zu unserem INNENRAUM finden. Zum, wo zwei oder drei in meinem Namen .... Ich nenne dies Dienstleistung aus Liebe zum Menschen. Du darfst das gerne anders benennen.

Was ist fair, Manfred?
Was sind Denk-Resultate und wem gehören sie?

Ich selber bin die Beobachterin des Ganzen. Indem ich tätig werde, spalte ICH ich ab und der Kreuzweg beginnt.

Ganz herzlich
MM

manroe hat gesagt…

Unter "fair" würde ich, vertehe ich, das wirkliche Ernst-nehmen des anderen.

Denk-Resultate sind für mich, was das Wort sagt, die Ergebnisse eines Denkvorgangs, der sich erfüllt in einem erzielten und erworbenen Begriff.

Und z.B. fair wäre es, wenn man einen solchen erworbenen Inhalt, der dann nicht von mir stammt, in einem entsprechenden Sinne durchaus "benutzt", nämlich als ein entliehenes "Eigentum". Denn die Arbeit bis hin zu einem Ergebnis habe nicht ich geleistet, sondern ein Anderer. Nutze ich fertige Denk-Resultate, kann ich mich freuen und auch dankbar sein, weil es mir hilft und vielleicht anregt, weiter hinein vordringen zu können und vielleicht ebenfalls Resultate weiterschenken zu können.

"Wem gehören sie" ist eigentlich nur durch eine moralische Antwort zu beantworten, letztlich Allen und Niemandem. Aber nicht dass irgendwann jemand darauf kommt, wie MONSANTO, solcherlei Inhalte patentieren zu lassen. Und ein indirektes "Patent" erlebe ich z.B. darin, wenn man Personenkult betreibt, das ist zumindest "freiwillige" Selbst-Enthauptung.

Sei gegrüsst
Manfred (((-:)))

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria,

"Mir geht es nicht ums Bewerten einer Aussage und auch nicht um Beweisführung. Mein Bemühen ist, die Aussage so zu formulieren, dass wir EINGANG zu unserem INNENRAUM finden. Zum, wo zwei oder drei in meinem Namen .... Ich nenne dies Dienstleistung aus Liebe zum Menschen. Du darfst das gerne anders benennen."

"in meinem Namen" sind die entscheidenden Worte.
Nicht: "Wo zwei oder drei im Namen ihres Egos zusammen sind......"

Zwischen beiden Aussagen liegt die Welt.

"Indem ich tätig werde, spalte ICH ich ab und der Kreuzweg beginnt."

besteht der Kreuzweg nicht im Erdulden?
In dem "WU Wei", dem "NichtSein, NichtTun" des neutralen Beobachtens, liegt darin nicht der Kreuzweg?
das Beobachten und Erkennen der Zusammenhänge, des Leidens, der Fehler, der Irrtümer?
Und im Erkennen das Annehmen des Problems, das nicht die Welt ist, nicht die Anderen, sondern ich selber bin?
Dieses Problem in der Neutralität des "Nichttun" sich lösen zu lassen.

@Manfred,

"Wer sich viel umsieht
verliert an Einsicht.
Darum erkennt der Weise,
ohne fortzugehen.
Er begreift,
ohne hinzusehen
und vollendet,
ohne zu handeln."
Lao Tse

Ich muss nicht vor dem Ertrinken gerettet werden.

Es gab mal einen, der hat den Kopf freiwillig auf den Richtklotz gelegt und ließ sich enthaupten, weil ein anderer gekommen war, einer, auf den er gewartet hatte. Bevor er seinen Kopf abschlagen ließ fragte er den Anderen: "Bist du der, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten"?

Der Andere stieg später freiwillig ans Kreuz, und er tut es heute noch immer wieder in jedem von uns.

ja, ich bin ver-rückt, zur Seite tretend der Wahrheit verpflichtet.

ich danke für diesen Austausch, er wirft ein Licht auf meinen Weg.
:)

manroe hat gesagt…

Möge es Licht sein, Nene.

"Stehst Du im Licht
So prüfe zuvor
Bevor Deine Freude
Kommt vorschnell empor
Was Dein Auge Dir sagt..."

Sing Tan

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene
«Besteht der Kreuzweg nicht im Erdulden?»
... und Geduld in meinem Fall :-)))

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria und Manfred
Ja ((:))

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria (und Nene)

Der Knackpunkt:
"Das ist dieser Moment, wo es irgendwie kein Ich gibt, sondern nur ein Sein."

Gibt es so einen Moment?

Kein "Ich" - nur "Sein" - keine individuellen, eigenständigen Wesen - nur EIN "Seins-Wesen".

Für mich wäre das sinnlosestes Leben.
Es ist für mich das Produkt eines raffinierten egoistischen Denkens. Man löst sich zwar auf und nennt das dann Selbstaufgabe oder Selbstlosigkeit.
Gleichzeitig macht man sich aber damit zum ALLEINEN Bewusstsein. Alles andere wird ausgelöscht. Nur das ALLEINE Bewusstsein, das man dann SELBST ist - das bleibt.
EIN mächtigster Egoist bleibt übrig und der ist dann in allem.

Gibt es so einen Moment für Sie?

Nene hat gesagt…

@Thomas
in der indischen Philosophie gibt es ja den Begriff des Atman und des Brahman.
Atman und Brahman sind eins. Brahman, das universelle Prinzip, das Alleine, der Urgrund und Atman, das dem Menschen innewohnende Selbst, die unzerstörbare geistige Essenz im Menschen, das Ewigkeitsprinzip.
Würdest du Atman mit Ego gleichsetzen und Brahman mit dem mächtigen Egoisten, der überbleibt?

Brahman, das ewige ALLEINE ist immer auf Sendung. Der Empfänger ist Atman, die Offenbarung des Ewigen ALLEINEN im individuellen Sein.
Das Ego ist das, was den Empfang stört, was eine destruktive Interferenz erzeugt.
Durch das Verlieren des Egos, wird konstruktive Interferenz möglich,
also die ungestörte Einheit von Atman und Brahman in einem nicht abreissenden Energiefluss.

Nicht der Mensch, das Individuum löst sich dabei auf, sondern das Ego löst sich auf.
Solche Momente gibt es nicht nur einmal, weil Auflösung nicht zwangsläufig in einem Moment passiert.

Wo Ego ist, ist kein Fluss zwischen Atman und Brahman, Ego baut dicke Mauern.
Wo lebendiger Austausch zwischen Atman und Brahman wieder neu entsteht, schwindet Ego bis es nicht mehr ist.
Das Geheimnis des wahren "Seins" ist das "Nicht-Ich", ist Atman.

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Was ist nach diesem Verständnis das "Ego"?

Was bleibt von mir, wenn dieses Ego aufgelöst ist?

Was ist nach diesem Verständnis "der Mensch", das "Individuum"?

Wenn das wahre Sein das Nicht-Ich ist, wozu dient dann das "Ich" des Menschen, das ja dann das unwahre Sein sein müßte?

Und wozu dient die Auflösung des Ego?

Vielleicht können wir uns ja so einem Nenner nähern.

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas
Mein jahrelanges Meditieren des Johannes-Evangeliums hat mich zu anderen Schlussfolgerungen geführt. Die Offenbarungen haben direkt meinen eigenen Heilprozess ausgelöst. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

MonikaMaria hat gesagt…

Das war der Kommentar zu Thomas 19.43

Was bleibt von mir, wenn dieses Ego aufgelöst ist?
Ganz einfach: Thomas :-)
Aber er fühlt, denkt und handelt anders als vorher.


Wozu dient die Auflösung des Egos?
Um den Durchblick zu haben. Das «Nadelöhr» ist das Fühlen, wo Denken und Wollen hin und herfließen. Dazu betrittst Du das, was ich den Herzinnenraum (das Nadelöhr) betreten nenne.

Das Ego-Denken schweigt.
Das Ego-Wollen schweigt.
Das Ego-Fühlen schweigt.
Du verweilt im Zeugen oder Beobachter des Ganzen.
Stille.
Aus dieser Stille heraus kannst Du die «eine» Stimme wahrnehmen lernen.
Christus sagt da: Ich bin der gute Hirte, ich erkenne und liebe die, die zu mir gehören, eine mich mit ihnen. Sie erkennen mich, so wie der Vatergott mich erkennt und liebt, eins ist mit mir und ich in der Einheit bin mit ihm.

Wenn ich da wieder mal als «verlorene» Tochter ankomme, heule ich erst mal, weil ich da mein Ego-Verhalten erkennen kann. Liebe strömt durch mich durch.
Stille tritt ein. Der Heilprozess beginnt = ganz werden/eins werden.

Thomas, denkst Du, dass Du mit Deinem Ego da ankommen kannst?

Vielleicht ist das jetzt verständlicher. Jedenfalls danke ich Dir für Deine Geduld.

MonikaMaria hat gesagt…

Christus sagt dazu im Johannes-Evangelium (also Zitat)

Nene hat gesagt…

Das Ego:

„Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,
ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar,
das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
und doch gelingts ihm nicht, da es soviel es strebt,
verhaftet an den Körpern klebt.“
sagt Mephisto im Faust.

Das Ego ist nach meinem
Verständnis der Teil der menschlichen Persönlichkeit, der an der Form klebt, in die Form verliebt ist, der das Formlose in die Form zwingen will.
Es ist die Mauer, die sich zwischen Atman und Brahman schieben will. Es ist der Teil der Persönlichkeit, der flüstert: "Lass Atman schlafen, stör ihn nicht, wir brauchen ihn nicht, wir wenden uns Brahman ohne ihn zu und sind erleuchtet."
Aber das Ego kann nicht erleuchtet sein. Das,was im Licht stehen kann, in der Verbindung mit Brahman, ist das wahre "ich", das tiefe "Ich", das "Ich Bin " des Christus.

Wenn das Ego aufgelöst ist, bleibt ein atmanisches Individuum übrig, eines das gleichzeitig im ALLEINEN lebt. Es ist nicht mehr dieses oder jenes, sondern es IST. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist höchste Gegenwärtigkeit.

Der Mensch ist formgewordene Urenergie, ein Mischprodukt aus Licht und Titanenkraft, das Licht, dass an den Körpern klebt und zurück strebt ins Formlose. Und er ist die Schnittstelle zwischen Gott und Schöpfung.

Das Ego dient der Form, es ist ein Aspekt titanischer Kräfte und dient sich selbst.

Die Auflösung des Ego dient der Einheit von Atman und Brahman, dem Ewigkeitsprinzip im Menschen wie in der Schöpfung. Es dient dem Ganzen.

Wir müssen nicht auf einen Nenner kommen. In Wahrheit sind wir auf einem Nenner. Die Inhalte, die wir in den Raum stellen, sind Impulse, die beleben, befruchten und tragen, Bausteine eines gemeinsamen Hauses.



Der eine Nenner zwischen uns allen ist immer da, er besteht nicht in Worten, wir können ihn zulassen oder nicht.

dies gemeinsame Bauen ist Freude
:)

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
Namaste
von einer verlorenen Tochter an die andere. :)

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria

Ich denke nicht, dass ich MIT meinem Ego da ankommen kann. Aber DURCH mein Ego. Durch die Überwindung des Ego, d.h. durch Selbst-losigkeit oder Ego-losigkeit. Durch Erkenntnis, durch Erfahrung des wahren Selbst.

Das wahre Selbst ist das Ewige an mir. Es ist aber nicht statisch oder abgeschlossen, sondern nach meiner Vorstellung unbegrenzt entwicklungsfähig.

Als Zeuge oder Beobachter, als Vernehmer der "einen" Stimme BIN ICH doch in irgendeiner Form da und stehe dem gegenüber.
Und das Gefühl, die Wahrnehmung der Einheit, ist das für Sie EINE Einheit oder ist das eher eine Geborgenheit, Sicherheit, die EINER (als Individuum) in dem EINEN fühlt?

Noch eine Frage: Den Aspekt der Entwicklung von Welt und Mensch kann ich in Ihren Beschreibungen nicht erkennen. Wenn Das "ALL_EINE" war, ist und sein wird, kann es ja bestenfalls Offenbarung bzw. Erkenntnis geben. Wenn alles bereits da ist, kann es ja keine Evolution geben.
Was für eine Rolle spielt Entwicklung/Evolution in Ihrer Vorstellung/Erfahrung?

@ Nene

Bei dem gemeinsamen Nenner dachte ich nur an die Inhalte von Begriffen. Nur wenn wir uns hier annähern, können wir uns auch irgendwann wirklich verstehen (Denke ich). Wir können beide z.B. „Karma“ sagen und uns darüber freuen, dass wir etwas Gemeinsames gefunden haben. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass wir völlig unterschiedliche Vorstellungen von diesem Begriff haben. Auch wenn wir von Herzdenken sprechen, muss ja jeder wissen, was der andere sich darunter vorstellt, was es für den anderen ist.

In welcher Form strebt der Mensch nach Ihrer Vorstellung zurück ins Formlose. Bleibt er in irgendeiner Weise bestehen? Oder löst er sich im Formlosen auf?

Auch an Sie habe ich die Frage nach der Vorstellung von „Entwicklung“. Wie sehen Sie das?




Nochmals die "Knackpunkt"-Frage:
Gibt es nach eurer Vorstellung für Sie, für mich, für jeden Menschen ein individuelles "Ich", das IM Sein bestehen bleibt, oder gibt es NUR das eine "ICH BIN"?


Zum Thema Bauen:

Gemeinsam bauen ist Freude und der Baustoff auf der Erde ist Liebe :)

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
Wir nähern uns immer mehr an. Das freut mich wirklich sehr.

«Ich denke nicht, dass ich MIT meinem Ego da ankommen kann. Aber DURCH mein Ego. Durch die Überwindung des Ego, d.h. durch Selbst-losigkeit oder Ego-losigkeit. Durch Erkenntnis, durch Erfahrung des wahren Selbst.»

Ja, so erlebe ich das.

«Das wahre Selbst ist das Ewige an mir. Es ist aber nicht statisch oder abgeschlossen, sondern nach meiner Vorstellung unbegrenzt entwicklungsfähig.»
Ja, sofern es in die Manifestation geht, z.B. als MonikaMaria

«Als Zeuge oder Beobachter, als Vernehmer der "einen" Stimme BIN ICH doch in irgendeiner Form da und stehe dem gegenüber.»
Ja, ICH BIN der ZEUGE und BEOBACHTER in EINEM und stehe dem Ganzen gegenüber: 1. Der materiellen Welt, 2. der geistigen Welt.

«Und das Gefühl, die Wahrnehmung der Einheit, ist das für Sie EINE Einheit oder ist das eher eine Geborgenheit, Sicherheit, die EINER (als Individuum) in dem EINEN fühlt?»

Ich wiederhole den Satz, so wie er für «mich» stimmig ist:
Die Wahrnehmung der Einheit, ist für mich EINE Einheit (ICH BIN der ZEUGE und BEOBACHTER in EINEM). DA zu sein vermittelt mir ebenfalls Geborgenheit und Sicherheit, weil in VERTRAUEN und LIEBE hingegeben, die EINER (als Individuum) in dem EINEN «fühlt». Denn, ich bin ja physisch immer noch manifestiert als MonikaMaria.

«Noch eine Frage: Den Aspekt der Entwicklung von Welt und Mensch kann ich in Ihren Beschreibungen nicht erkennen. Wenn Das "ALL_EINE" war, ist und sein wird, kann es ja bestenfalls Offenbarung bzw. Erkenntnis geben. Wenn alles bereits da ist, kann es ja keine Evolution geben.
Was für eine Rolle spielt Entwicklung/Evolution in Ihrer Vorstellung/Erfahrung?»

Nun, ich glaube diese Antwort würden wir alle gerne wissen. Für meinen Teil kann ich nur sagen, ich werde hier sein, bis meine Mission erfüllt ist. Und wenn ich noch ein paar Runden drehe, dann ist das eben so. Die Chance von hier abzuhauen, habe ich ja diverse Male schon gehabt. Aber diese meine innere Stimme hat mir jedes Mal gesagt: Erkenne, was Deine Mission ist. Wähle. Ich habe das «hier» gewählt.

Ich hoffe nur, dass ich bei der nächsten Runde nicht so lange schnarche bis ich aufwache. Und: rückblickend kann ich sagen: hat alles perfekt gepasst. :-)))

Gleich folgt der 2. Teil

MonikaMaria hat gesagt…

@Thoma
GA13, Die Geheimwissenschaft im Umriss

Hier beschreibt Steiner, was ich meine
im Kapitel: Erkenntnis der höheren Welten
Ganz am Schluss macht er diese Zusammenfassung, was auf den Geistesschüler zukommt, respektive, was er tun soll:

1. Das Studium der Geisteswissenschaft, wobei man sich zunächst der Urteilskraft bedient, welche man in der physisch-sinnlichen Welt gewonnen hat.
2. Die Erwerbung der imaginativen Erkenntnis.
3. Das Lesen der verborgenen Schrift (entsprechend der Inspiration).
4. Das Sicheinleben in die geistige Umgebung (entsprechend der Intuition).
5. Die Erkenntnis der Verhältnisse von Mikrokosmos und Makrokosmos.
6. Das Einswerden mit dem Makrokosmos.
7. Das Gesamterleben der vorherigen Erfahrungen als eine Grundseelenstimmung.

Nene hat gesagt…

@Thomas

Wie lässt sich das beantworten aus der Sicht von einer, die in der Dualität der Welt steht?

Die Sehnsucht nach der Einheit ist nicht die Einheit selbst.
Kann die ursprüngliche Einheit wieder Zustande kommen, solange es noch ein Ich gegenüber dem Einen gibt?

In den Apokryphen steht über das ALLEINE, den ALLEINEN, den GEIST:

"Er existiert als ein Unsichtbarer, der ihnen allen unbegreiflich ist. Er enthält sie alle in sich selbst, denn sie alle existieren nur dank ihm.
Er ist vollkommen,
ja, er ist noch größer als vollkommen,
und er ist gesegnet.
Er ist eine fortdauernde Einheit
und existiert doch in allen.
Er ist unaussprechlich,unbenennbar,
eine Einheit, die doch durch sie alle existiert.
Würden die, die Existenz besitzen, ihn erkennen können,
so würde sich doch keiner etwas wünschen, was vor diesem existiert.
Denn er ist die Quelle,
aus der sie alle entspringen.
Er ist vor jeder Segnung,
da er für jede Kraft Sorge trägt.
Und er ist eine nicht substanzielle Substanz,
ein Gott, über dem keine Gottheit ist.

Wieviele mehr oder weniger gestammelte, um Worte ringende Beispiele gibt es für den Versuch von Menschen, das Unfassbare, das Unnennbare, in Worte zu fassen und zu benennen?
Ein urmenschliches Problem.
Der Name, der sich nennen lässt ist nicht der ewige Name.

"In welcher Form strebt der Mensch nach Ihrer Vorstellung zurück ins Formlose."

ein Paradoxon ist die Frage.
Gibt es eine Form, in der es sich ins Formlose streben lässt?

Was strebt ins Formlose?
Die Identifikation mit dem Ego ist menschlicher Standard.
Ich bin nicht mein Ego. Mein Ego ist ein Teil von mir.
Das tiefe Sein, das "Ich bin" ist weder Ego, noch Mensch, der ich bin.
Ich bin Materie, bin Fleisch und Blut, Äther und Fühlen und Denken.
Das ALLEINE, das Formlose Sein, der Brahman, ist nichts von alldem, obwohl es alles durchströmt.

Das tiefe Sein in mir, Atman, ist das Licht, das an den Körpern klebt.
Nicht der Körper, ( im weitesten Sinne) nicht ich gehe auf im Formlosen, sondern das Ewige in mir.
Aber weil es in mir ist, geht etwas von mir mit.
Der Christus am Kreuz nimmt einen der Sünder mit.

Doch das, was mitgeht, ist so anders, so verwandelt. Wie kann das beschrieben werden?

Wie kann diese Welt der Ursprung sein? Wenn der Ursprung, das ALLEINE formlos ist?

Lao Tse nennt das Nichtsein den Anfang von Himmel und Erde.
Durch das Schauen auf das Sein, durch die Entwicklung in das Geformte, erfahren wir die räumlichen Begrenztheiten, es entstand eine Form schaffende, Form erhärtende Bewegung , eine Involution in die Form hinein.

Ein Wechsel der Richtung auf das Nichtsein führt zum Schauen des wunderbaren Wesens, des ALLEINEN. Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass eine Bewegung aus der Form hinaus, eine Evolution in das Formlose passiert.

In seiner Einheit heisst es das Geheimnis sagt Lao Tse.

Wie kann ich über das Geheimnis sprechen, Ichgelenktes Menschenwesen, das ich bin?

In den Sekunden, in denen das Licht mal angeht in meinem Wesen, ist da Staunen und Sein und Jetzt und Ewigkeit, solange, bis das Greifen danach und das Erklären wollen den Moment beendet.

Und es bleibt eine Sehnsucht und ein "Was war das jetzt?"
Und schon beim Schreiben fragt es in mir: Wo ist dies "Inmeinem Wesen" und was ist es?

Der Verstand, der Hirngott ist ein großer Killer, er wirkt sezierend, wo nicht die Liebe über ihm steht und einigend die Richtung vorgibt.

Die Häuser die Verstand ohne Liebe baut, sind Sandburgen. Sie sehen stark aus, aber die Gezeiten des Lebensmeeres spülen sie weg.

Liebe ist der Baustoff, der Architekt und der Baumeister.
:)

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria

"Ich hoffe nur, dass ich bei der nächsten Runde nicht so lange schnarche bis ich aufwache. Und: rückblickend kann ich sagen: hat alles perfekt gepasst. :-)))"

Das ist immer das Schöne am Rückblick ;))
und manchmal das Schwierige am Vorwärtsleben.

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene
Bei Deinen Worten fängt mein Teppich an zu fliegen.
:-)))))

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
nimmst du mich mit auf deinem Teppich?

Ich habe eine Ahnung wohin die Reise gehen könnte, in das Grenzenlose, zu uns zurück?

:))

MonikaMaria hat gesagt…

Na ja, Du weißt:

ICH BIN
egal wo ich hingehe
an derselben Stelle.
:-)))


Mein Teppich ist jedenfalls groß genug!

manroe hat gesagt…

Ein Krug ist das ALL-EINS. Wenn ich ihn zerschlage, sind die Teile zwar kein Krug mehr, aber identisch mit dem ALL-EINEN - prinzipiell. Jeder Splitter sieht anders aus und hat auch andere Eigenschaften und ist dennoch von gleicher "Substanz" des ALL-EINS.

Und wer hat den Krug geschaffen?? Und ihn dann im Paradies "zerschlagen"?

Die ganzen "Splitter" dann erringen sich ein Selbstbewusstsein, aus dem dann das Bild eines Kruges wiedererstehen kann und soll. Man wird die passenden Stücke finden und sich zueinander gesellen, das Bild wächst, bis man erkennt, dass wir alle im gleichen "Krug" sitzen.

Das ist die Schule Gottes.

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred
Und deshalb sollen wir keine Götter «neben ihm» haben, denn sich mit den «Göttern» = den Teilen zu identifizieren würde bedeuten, nie zu sich selber zu finden, respektive die KOOPERATION untereinander anzugehen.

Nun ist dieses EINE (was in der manifestierten Welt immer dieses DAZWISCHEN ist) in den vielen Teilen (die wiederum das Ganze manifestieren).

Was ich nun interessant finde, egal welcher Religion/System einer angehört, wenn der Mensch dieses DAZWISCHEN im HERZRAUM gefunden hat, wird es auf einmal möglich, eine gemeinsame Sprache zu finden und Babylon hört augenblicklich auf zu wirken.

***

Sitzen wir nun wieder im gleichen Boot Brüderchen? :-) Ich hab nie von was anderem gesprochen. Aber, mir ist einiges bewusster geworden in Bezug auf Fragen und Antworten und auch, wie stelle ich etwas dar, damit mich der andere verstehen kann.

Und: Es geht nur mit dem Herzen. Mit dem Kopf bin ich im Zersplitterer, der wichtig ist, aber der muss durchs Nadelöhr und ins Herz und vorher durchs FEGEFEUER. :-)))))

Nene hat gesagt…

"Was ich nun interessant finde, egal welcher Religion/System einer angehört, wenn der Mensch dieses DAZWISCHEN im HERZRAUM gefunden hat, wird es auf einmal möglich, eine gemeinsame Sprache zu finden und Babylon hört augenblicklich auf zu wirken."

das genau ist die Erfahrung, die immer wieder fehlt.
Immer wieder regiert Babylon.
Das Herz, das Sprechen aus dem Herzinnenraum ist eine wunderbare Simultanübersetzung.
Im Pfingstgeschehen hört jede Übersetzung auf und Herzen sprechen schweigend, flammend im einen, einigenden Geist.

Babylon hört dann nicht nur auf zu Wirken, Babylon hört auf zu bestehen.

Aus Brüdern und Schwestern im Herzen werden Brüder und Schwestern im Geist
:)))

MonikaMaria hat gesagt…

Ich sehe schon «Pfingsten» bist Du auch schon begegnet! :-))))))))

Genau da liegt das Geheimnis des Herzinnenraumes.

Nene, magst nicht mal einen Blog eröffnen oder zu uns auf MissionWir kommen? Da kannst Du dann nämlich auch Beiträge schreiben wie wir. Rechts unten auf diesem Blog auf die nackten Menschen klicken.

Wenn Du auf MissionWIR wieder auf die nackten Menschen klickst, sagt Dir Sebastian, was Du tun brauchst.

Würde mich echt freuen.

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
bin ich Pfingsten begegnet?
Ich wage nicht das zu sagen, kenn ich doch den schlauen E.G.O. der sich in allem gerne sonnen möchte, was doch nicht seines werden kann.
ja, ich klicke mal auf die nackten Menschen, obs viel zu blogen gibt, wird das Jetzt zeigen.
((:))

Thomas hat gesagt…

Nene,

ich fand Ihre Ausführungen sehr interessant und anschaulich. Vieles konnte ich sehr gut gedanklich nachvollziehen. Hier nun einiges von mir zu Ihren Worten.


Wer sagt, dass Sie EINE sind, die in der Dualität stehen bleiben muss?

Der Mensch hat sich das Weltbild des Dualismus geschaffen, genauso wie er das Weltbild des Monismus geschaffen hat. Beide gibt es mit unterschiedlichen Ansätzen. Es sind Gedankengebäude. Der Mensch hat sie gedacht. Der Mensch kann sie auch auflösen. Der Mensch kann sich selbst als materiell (Körper) und als Geist ("Ich") erkennen. Denkend kann er erkennen, dass dies kein Gegensatz ist, sondern nur die selbe Sache von zwei Seiten angeschaut.
Die Welt IST eine Einheit. Es gibt nichts außer ihr. Nur für den Menschen und durch den Menschen erscheint sie dual. Und er kann denkend zusammenfügen, was er selbst, bedingt durch seine Organisation, getrennt hat. In der "Philosophie der Freiheit" von Rudolf Steiner finden Sie die Gedanken, durch die das zu erkennen ist - Gedanken zum selber denken.

Weshalb denken Sie: Es soll eine ursprüngliche Einheit wieder hergestellt werden? Wäre das für Sie in irgendeiner Weise befriedigend, wenn alles wieder in einen Ursprungszustand versetzt wird? In einen Zustand, in dem es keine Form gibt. Nichts ist getrennt vom anderen. Individualitäten gibt es da nicht. Nur EIN ALL-EINS.

Ein Satz aus den Apokryphen von Ihnen zitiert:
"Er ist eine fortdauernde Einheit und existiert doch in allen."

Er existiert IN ALLEN. Einer IN ALLEN. Nicht: alle aufgelöst im ALL-EINS.
Er existiert individualisiert in Individualitäten.

"Der Name, der sich nennen läßt ist nicht der ewige Name."
Aber er ist der Name, der auf das Ewige deutet.
Wir Menschen brauchen Namen für die Dinge, um uns zu verständigen. Nur Menschen, die in das Ewige schauen können brauchen "diese" Namen nicht.

Thomas hat gesagt…

Das ist heute ein bisschen viel Text. Deshalb hier der Teil II:

Im Folgenden ist ein Text aus einem Vortrag von Rudolf Steiner mit der Überschrift: "Das Vaterunser". Ich finde er passt sehr gut zu dem Thema "Ewiges im Menschen", "Entwicklung" und "Form - Formlosigkeit" und er gibt Antworten auf einige Fragen.

Den ganzen Vortrag finden Sie auf www.steinerquellen.de (Vorträge perE-Mail)

"Dasjenige, was die höhere menschliche Wesenheit ist, das, was ewig ist in der menschlichen Natur, was sich durch die drei Anlagen: Manas, Budhi, Atma in Zukunft weiter und weiter entwickeln wird, das ruhte bis dahin im Schoß der Gottheit. Wollen Sie sich jene Tatsache vorstellen, wie sie sich zu jener Zeit zutrug, wenn auch in etwas trivialer, so doch anschaulicher Weise, dann stellen Sie sich vor, dass alle die Menschen, die heute in der ganzen Menschheit leben, bis zu jenem Moment sich Leiber aufgebaut hatten, die es ihnen ermöglichten, die menschliche Seele aufzunehmen, vergleichbar dem Schwamm, der das Wasser aufzunehmen vermag.
Denken Sie sich ein Gefäß mit Wasser. In diesem Wasser können Sie nimmermehr unterscheiden, wo der eine Tropfen aufhört und der andere anfängt. Denken Sie sich nun aber eine Anzahl kleiner Schwämmchen in diese Wassermasse hineingetaucht, so wird jedes dieser Schwämmchen einen Teil der Wassermasse aufsaugen. Was vorher in dem Gefäß als einheitliche Wassermasse war, ist jetzt auf viele Schwämmchen verteilt. So war es damals mit den menschlichen Seelen, wenn wir diesen trivialen Vergleich gebrauchen dürfen. Vorher ruhten sie unselbständig in dem Schoß des göttlichen Urgeistes, ohne Individualität, wurden dann aber aufgesaugt von den Menschenleibern und dadurch individualisiert wie das Wasser durch die Schwämmchen.

...

Was damals von den einzelnen Leibern, den vier unteren Gliedern, aufgesaugt wurde, ging weiter bis in unsere Zeit, immer weiter sich entwickelnd, geht auch noch weiter in die Zukunft hinein und wird sich immer weiter und weiter entwickeln."


Der Verstand ist ein Killer, schreiben Sie. Der Verstand tötet. Der Verstand kann aber auch zum Lebendigen hin-führen. Und gerade weil er tot ist, zwingt er zu nichts. Der Mensch ist dadurch FREI ihm zu folgen. Es liegt an dem Menschen, wohin er mit dem Verstand geht.

"Liebe ist der Baustoff, der Architekt und der Baumeister."

Was wäre das für ein Architekt und Baumeister, der eine von ihm erbaute Welt, von ihm erschaffene Menschen, nur erschaffen hat um sie nachher wieder in sich aufzulösen.

Ein liebender Baumeister, ein liebender Gott würde doch alles tun, damit seine von ihm in Liebe erschaffenen Wesen sich selbständig und frei in die Welt hinein entfalten können.

Denken Sie nicht auch so?

Thomas hat gesagt…

@ Manfred

Die Geschichte mit dem Krug gefällt mir.

"... dass wir alle im gleichen "Krug" sitzen."

... und dass jeder die Anlagen dazu hat, aus sich einen ganzen Krug zu machen.

Die Schüler müssen nur auf ihren Lehrer vertrauen.

Thomas hat gesagt…

Ich sehe schon noch einige Berge und Schluchten zwischen uns, aber wenn Sie das so meinen, wie Sie es in den 7 Punkten zusammengefasst haben, dann fangen wir wirklich an uns zu nähern.

Zum Be-Denken:

Ahriman ist derjenige, der die Macht haben will über den Menschen. Er will EINE Macht herstellen. Er duldet niemanden, keinen Menschen, gleichwertig neben sich. Er WILL die Macht. Er will alles gleich machen und alles für sich haben.

Christus, der Menschensohn, er will freie und eigenständige Brüder und Schwestern NEBEN sich haben. Menschen, individuelle Wesen, die aus sich heraus zu ihm streben. Er übt dabei keine Macht aus. Nur die Liebe ist bei ihm Macht.

Der Mensch hat die Möglichkeit beide zu erkennen - sie sind da - und sich zwischen Beiden zu entscheiden ...

Thomas hat gesagt…

Der letzte Kommentar ist für MonikaMaria.

MonikaMaria hat gesagt…

Thomas :-)
Die 7 Punkte hat Steiner zusammengefasst, nicht ich.

Ahriman und Luzifer erkennen heißt, sie zu erlösen. Aber sie zu erkennen, davor haben die meisten Angst. Wo Angst genährt wird, ist Liebe nicht anwesend. Aufwachen bedeutet, dass Du erkennst, dass Du niemals Furcht zu haben brauchst. Das ist das Geheimnis des Johannes-Evangeliums: liebe und vertraue.

...«Der Mensch hat die Möglichkeit beide zu erkennen - sie sind da - und sich zwischen Beiden zu entscheiden» ...

So lange Du Dich entscheidest, so lange kommen die Geister zur Hintertür rein. Alles, was geschieden wird, ist nicht in der Liebe. Liebe macht keine Unterschiede.

Du schreibst: Liebe ist die größte Macht. Wende sie an. Sie löst jede Furcht auf.

Gute Nacht Thomas :-)

Nene hat gesagt…

@Thomas

"Wer sagt, dass Sie EINE sind, die in der Dualität stehen bleiben muss?"

das sagt niemand, mein Lebensweg wird darüber entscheiden.


"Der Mensch hat sich das Weltbild des Dualismus geschaffen,"

kann es sein, dass der Mensch Leben und Tod, Tag und Nacht, Hass und Liebe und alle weiteren Elemente dieser dualen Welt geschaffen hat?
Wenn Du das meinst, dann definiere
"der Mensch" nach deinem Verständnis


"Die Welt IST eine Einheit. Es gibt nichts außer ihr."

bitte dann definiere "die Welt" nach deinem Verständnis.


"Was wäre das für ein Architekt und Baumeister, der eine von ihm erbaute Welt, von ihm erschaffene Menschen, nur erschaffen hat um sie nachher wieder in sich aufzulösen."

wer ist nach deinem Verständnis dieser Architekt und Baumeister?
Das Göttliche, Ewige?

nach meinem Verständnis ist diese Welt die Schöpfung des Demiurgen, des Jadabaoth wie er in den Apokryphen heisst, eine Welt des Guten und des Bösen, die göttliche Atem in sich trägt, weil Jaldabaoth göttlichen Atem in sich trug, Odem, den er an seine Schöpfung gab. Jaldabaoth ist ein aus dem Ewigen gefallenes hohes geistiges Prinzip, aber es ist nicht das Ewige selbst.

"Was wäre das für ein Architekt und Baumeister, der eine von ihm erbaute Welt, von ihm erschaffene Menschen, nur erschaffen hat um sie nachher wieder in sich aufzulösen."

Ja, nur dass ich diese Welt nicht für die Schöpfung des Ewigen halte.
Das Ewige, das als Atman im Menschen ruht, kann sich entfalten und sich mit dem Ewigen, das der Ursprung ist vereinen.

Der Abrund, der zwischen der Welt und dem Ewigen liegt, kann tief und unüberwindlich erscheinen aus der Sicht des Ego.
Aus der Perspektive des Atman ist er nichts als ein hauchdünner Schleier.

Warum kam Moses nicht ins gelobte Land?
Und warum sagt der Christus: "Mein Königreich ist nicht von dieser Welt" ?

Nene hat gesagt…

@Thomas

"Wer sagt, dass Sie EINE sind, die in der Dualität stehen bleiben muss?"

das sagt niemand, mein Lebensweg wird darüber entscheiden.


"Der Mensch hat sich das Weltbild des Dualismus geschaffen,"

kann es sein, dass der Mensch Leben und Tod, Tag und Nacht, Hass und Liebe und alle weiteren Elemente dieser dualen Welt geschaffen hat?
Wenn Du das meinst, dann definiere
"der Mensch" nach deinem Verständnis


"Die Welt IST eine Einheit. Es gibt nichts außer ihr."

bitte dann definiere "die Welt" nach deinem Verständnis.


"Was wäre das für ein Architekt und Baumeister, der eine von ihm erbaute Welt, von ihm erschaffene Menschen, nur erschaffen hat um sie nachher wieder in sich aufzulösen."

wer ist nach deinem Verständnis dieser Architekt und Baumeister?
Das Göttliche, Ewige?

nach meinem Verständnis ist diese Welt die Schöpfung des Demiurgen, des Jadabaoth wie er in den Apokryphen heisst, eine Welt des Guten und des Bösen, die göttliche Atem in sich trägt, weil Jaldabaoth göttlichen Atem in sich trug, Odem, den er an seine Schöpfung gab. Jaldabaoth ist ein aus dem Ewigen gefallenes hohes geistiges Prinzip, aber es ist nicht das Ewige selbst.

"Was wäre das für ein Architekt und Baumeister, der eine von ihm erbaute Welt, von ihm erschaffene Menschen, nur erschaffen hat um sie nachher wieder in sich aufzulösen."

Ja, nur dass ich diese Welt nicht für die Schöpfung des Ewigen halte.
Das Ewige, das als Atman im Menschen ruht, kann sich entfalten und sich mit dem Ewigen, das der Ursprung ist vereinen.

Der Abrund, der zwischen der Welt und dem Ewigen liegt, kann tief und unüberwindlich erscheinen aus der Sicht des Ego.
Aus der Perspektive des Atman ist er nichts als ein hauchdünner Schleier.

Warum kam Moses nicht ins gelobte Land?
Und warum sagt der Christus: "Mein Königreich ist nicht von dieser Welt" ?

Nene hat gesagt…

warum steht das jetzt zweimal da und wie kann man eins löschen?

Anonym hat gesagt…

@MonikaMaria
ich kenne dich nicht länger, als diese postings reichen und trotzdem bist du in meinem Herzen angekommen.
es liegt tatsächlich ein großes Geheimnis im menschlichen Herzen, das große Geheimnis.
ich wünsche deiner Seele eine gute Reise durch diese Nacht und viele reiche Impulse für den Tag.

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Nene

Kommentare, die Du ohne «Google-Konto» schreibst kannst Du, so meine Erfahrung, nicht mehr löschen. Löschen kannst Du, wenn links unten auf Deinem Rechner, unter Deinem Kommentar, ein kleiner Mülleimer erscheint.

Du wirst also bei Deinen Kommentaren keinen Eimer finden.

Manchmal braucht der Rechner länger nach dem Speichern, deshalb ist es gut, etwas länger zu warten. Sebastian kann ihn aber löschen, wenn er will.

PS. Deine Texte dürfen sich ruhig wiederholen.
:-))))

MonikaMaria hat gesagt…

@Anonymus


Meine Worte dazu:


Als Jesus nun seine Mutter sah
und neben ihr
den Jünger, den er so innig liebte,
da sprach er zu seiner Mutter:
«Frau, Siehe, er ist dein Sohn!»
Und darauf sagte er zu dem Jünger:
«Siehe, das ist deine Mutter!»

Und von dieser Stunde an
nahm der Jünger sie zu sich. ...

.... «Es ist vollendet»
Er neigte sein Haupt
und überließ Gott seinen Geist.

Amen

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
das anonym posting von 01:05, war ein gute Nacht Gruß von mir zu einer Zeit, wo ich schon hätte schlafen sollen, statt anonym zu posten, weil ich die Kästchen nicht mehr so richtig differenziert wahrgenommen hab.
Nene

Nene hat gesagt…

@Thomas
ich habe noch eine Frage, was geschieht nach dem Tod?
Wer wirst du danach sein und wo wirst Du sein?
Denkst du, dass du der bist, der als Thomas postet und über Steiners "Philosophie der Freiheit spricht"?
Hast du Angst vor dem Tod?

Was glaubst du, geschieht nach deinem Tod mit all dem Denken und Fragen?


@MonikaMaria
danke für den Hinweis.

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene 11.07

Weiß ich doch, wie könnte ich sonst da ankommen? :-)

Du kommst ja auch bei mir an. :-)



Ich stelle noch was ganz anderes fest:
Ankommen zeigt mir sein Gesicht in dem, dass – egal welche Gesichter sich zeigen mögen – ein Herzensgleichklang entsteht, der bis ins Physische die Parallelen zieht.

Beispiel: Der andere erzählt was und parallel läuft eine ganz ähnliche «Geschichte» bei mir. Fast wortwörtlich.

Die große Angst des Egos ist ja, dass es meint, dass es ab bestimmten Erlebnissen keine Gleichgesinnten mehr findet.

In dem Moment, wo ich im ICH BIN «bewusst» bin, ziehe ich alles an, was «ich» noch für das Weiter-sich-öffnen braucht. Jedes Nicht-annehmen-können dieses «ichs» lässt es im Hamsterkäfig weiter rotieren. Es bleibt in seinem sich selbst gezimmerten Käfig gefangen.

Nene hat gesagt…

Ja, MonikaMaria,
es bleibt in seinem Käfig gefangen und zieht von dort aus alles an, was es braucht, um diese Gefangenschaft aufrecht zu erhalten, oder genauer, es ist ein Teil des Käfigs. Es ist das Rad, in dem der Hamster läuft.

Wir sind der Hamster, der weiter läuft und läuft, auch wenn sich ab und zu die Tür öffnet. Er muss die offene Tüt wahrnehmen lernen. Der Hamster, der seine Sicherheit liebt, läuft oft bis zum Tod.

Dann steht das Rad still.

Love Is Our Restistance hat gesagt…

@Nene
Klinke mal in die Verlinkung. Mein Name erscheint jetzt nicht mehr.

Love
MonikaMaria

@Thomas
Betrachte dieses Video mal aus dem inneren Beobachter.

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
ja :))

Love
is
the
certain
survival.

1984 ist immer
BB ist im Menschen
die Liebe ist auch im Menschen
wir haben die Wahl jede Minute neu.


"und eine solche Seele, die ein Nichts geworden ist, hat dann alles und hat doch nichts, will alles und will nichts, weiß alles und weiß nichts"
Marguerite Porête "Der Spiegel der einfachen Seelen"

Love
Nene

Nessun dorma hat gesagt…

Il Principe:

Nessun dorma!... Nessun dorma!...
Tu pure, o Principessa,
nella tua fredda stanza
guardi le stelle che tremano
d'amore e di speranza!
Ma il mio mistero
è chiuso in me,
il nome mio nessun saprà!
No, no, sulla tua bocca lo dirò,
quando la luce splenderà!
Ed il mio bacio scoglierà
il silenzio che ti fa mia!
Coro donne:

Il nome suo nessun saprà...
E noi dovrem ahimè, morir, morir!...
Il Principe:

Dilegua, o notte! tramontate, stelle!
Tramontate, stelle! All'alba vincerò!
Vincerò! Vincerò!


***

Der Prinz:

Keiner schläft! Keiner schläft!
Auch du, Prinzessin, schläfst nicht,
in deinen kalten Räumen
blickst auf die Sterne, die flimmern
von Liebe und Hoffnung!
Doch mein Geheimnis
ist verschlossen in mir,
mein wahrer Name wird keiner wissen!
Nein, nein, auf deinen Lippen werd ich ihn dir sagen,
Sobald das Licht erscheinen wird!
Mein Kuss allein soll dieses Schweigen lösen,
durch das du mein wirst!

Chor der Untertanen:
Seinen Namen wird keiner wissen,
und wir, ach, müssen sterben!

Der Prinz:
entweiche Nacht, geht unter Sterne!
geht unter Sterne, bei Sonnenaufgang
werde ich siegen!


MM

Nene hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Nene hat gesagt…

wenn das Licht erwacht ist Liebe
und die Seele begegnet dem Geist

http://www.youtube.com/watch?v=Z_W9Z17igzk

When the dark wood fell before me
And all the paths were overgrown
When the priests of pride say there is no other way
I tilled the sorrows of stone

I did not believe because I could not see
Though you came to me in the night
When the dawn seemed forever lost
You showed me your love in the light of the stars

Chorus:
Cast your eyes on the ocean
Cast your soul to the sea
When the dark night seems endless
Please remember me

Then the mountain rose before me
By the deep well of desire
From the fountain of forgiveness
Beyond the ice and the fire

Chorus

Though we share this humble path, alone
How fragile is the heart
Oh give these clay feet wings to fly
To touch the face of the stars

Breathe life into this feeble heart
Lift this mortal veil of fear
Take these crumbled hopes, etched with tears
We'll rise above these earthly cares

Chorus

Please remember me
Please remember me, ...

MonikaMaria hat gesagt…

Oh wie wunderbar .... auch andere Lieder von ihr. Bin gespannt, was meine Tochter sagt.

Schöne Wiegelieder....Gute Nacht ..... I remember ... :-)

Anonym hat gesagt…

Falsch, ihr habt alles völlig falsch verstanden! Ihr habt alle keinen blassen Schimmer von der Wahrheit.

Ich hab jetzt keine Zeit, euch das zu erklären. Irgendwann kommt ihr selbst drauf.

Tschö

MonikaMaria hat gesagt…

Die eine Sprache braucht man zum Äpfel pflücken und die andere kann man nicht gebrauchen, um die Geschichte der Äpfel zu erklären.

:-))))))

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Thomas hat gesagt…

@ Nene

Da hat sich ja einiges an Fragen an mich und Themen angesammelt. Ich versuche mal etwas dazu zu schreiben.


""Der Mensch hat sich das Weltbild des Dualismus geschaffen,"

kann es sein, dass der Mensch Leben und Tod, Tag und Nacht, Hass und Liebe und alle weiteren Elemente dieser dualen Welt geschaffen hat?
Wenn Du das meinst, dann definiere
"der Mensch" nach deinem Verständnis"

Ich meine nicht, dass der hier auf der Erde lebende Mensch die Dinge geschaffen hat. Er hat nur die toten Worte und seine Vorstellungen geschaffen. Er hat die Vorstellung geschaffen, dass die Welt dual ist. So wie er auch die Vorstellung geschaffen hat, dass die Welt eine Einheit bildet.
Der Mensch ist jetzt und hier in erster Linie ein erkennendes Wesen und kein erschaffendes Wesen.

__________

""Die Welt IST eine Einheit. Es gibt nichts außer ihr."

bitte dann definiere "die Welt" nach deinem Verständnis."

Das soll jetzt keine Definition sein, vielleicht eine Beschreibung.

"Physisch-sinnliche und geistig-übersinnliche Welt sind EINS. Der Mensch kann diese eine Welt jeweils in einem anderen Bewusstseinszustand wahrnehmen. Er schaut sie mit seinem physischen Auge an - dann erkennt er die Welt als sinnlich-physisch. Er kann sie mit dem geistigen Auge anschauen - dann erkennt er die selbe Welt als geistig-übersinnlich. Einmal betrachtet er sie sozusagen von außen und einmal von innen.

Ein bildhaftes Beispiel dazu. Jemand beschreibt Ihnen den Kölner Dom von außen - er tut dies detailgenau, wahr.
Ein anderer beschreibt Ihnen den Dom von innen. Ebenfalls detailtreu und wahrheitsgemäß.
Sie werden nie anhand einer Beschreibung die jeweils andere erkennen können. Trotzdem sie das selbe, das EINE Bauwerk beschreiben. Sie werden immer an eine Grenze stoßen, die sie überspringen müssen, wenn Sie zum jeweils anderen kommen wollen. Selbst bei den "hauchdünnsten" Teilen, den Fenstern ist das der Fall. Wie dunkel, matt und unschön erscheinen diese von außen betrachtet. Und wie leuchtend sind sie innen, wenn von außen die Sonne hindurch scheint.
Außerdem werden Sie so immer "außen" bleiben. Auch wenn Sie im Innern des Doms sind. Wenn Sie sich mit dem Dom vereinen wollten, EINS werden mit ihm, müssten Sie Ihre Seele so gestalten können, dass sie sich mit dem Dom vereinen kann. Und so stelle ich es mir vor mit dem Menschen und der EINEN Welt.

__________________

Thomas hat gesagt…

@ Nene (TeilII)

"wer ist nach deinem Verständnis dieser Architekt und Baumeister?
Das Göttliche, Ewige?"

Ja! Der Gottvater, das Ewige, der Schöpfer, ...
Daneben gibt es noch andere Wesenheiten, die auch, wie der Mensch eine Entwicklung durchmachen und an der Schöpfung der Welt beteiligt sind - S-EINEM Willen folgend.
Sie sehen "Jaldabaoth als Schöpfer der Welt an. Wer hat aber ihn geschaffen. Er ist doch nicht das Ewige, sagen Sie. Und das Ewige gehört doch auch zur EINEN Welt.


___________________

"Das Ewige, das als Atman im Menschen ruht, kann sich entfalten und sich mit dem Ewigen, das der Ursprung ist vereinen."

Das Ewige im Menschen und das Ewige
der Welt sind vom göttlichen Standpunkt aus gesehen das Selbe. Sie SIND bereits vereint. Nur als Sinnen-Mensch können wir das nicht erkennen, da unsere irdischen Sinne das übersinnliche nicht wahrnehmen können.

______________

"Der Abrund, der zwischen der Welt und dem Ewigen liegt, kann tief und unüberwindlich erscheinen aus der Sicht des Ego.
Aus der Perspektive des Atman ist er nichts als ein hauchdünner Schleier."

Aber nur aus der Sicht des Ego, das nicht weiß, was das Denken in Wirklichkeit ist.
Und auch ein hauchdünner Schleier bildet eine Grenze.

_______________

"Warum kam Moses nicht ins gelobte Land?"

Weil Moses am Ende einer Entwicklungsepoche wirkte. Der Gott erscheint als Offenbarung von AUSSEN.
Und im gelobten Land erscheint der Gott IM Körper eines Menschen, real anwesend unter Menschen. Dazu musste die Entwicklung erst weiter schreiten.

______________

"Und warum sagt der Christus: "Mein Königreich ist nicht von dieser Welt" ?"

Weil sein Königreich im übersinnlich-geistigen Reich liegt und nicht in dem sinnlich-materiellen Reich.

Zu beachten ist: Das sagt er als geistiges Wesen, das im physischen Leib ist zu Menschen, die die EINE Welt nur physisch und nicht geistig wahrnehmen können.

_______________

"Ich habe noch eine Frage, was geschieht nach dem Tod?"

Die Geburt im Geistigen.

________________

"Wer wirst du danach sein und wo wirst Du sein?"

Ein geistiges Wesen in der geistigen Welt.

________________

"Denkst du, dass du der bist, der als Thomas postet und über Steiners "Philosophie der Freiheit spricht"?"

Dass ich das sein werde, was ich als meine höhere Wesenheit in mir ansehe. Also, dass ich in diesem Sinne der sein werde, der ich jetzt bin.

______________

"Hast du Angst vor dem Tod?"

" - "

______________

"Was glaubst du, geschieht nach deinem Tod mit all dem Denken und Fragen?"

Ich hoffe, dass dann Früchte daraus geworden sind.

______________

Kennen Sie die "Geheimwissenschaft" und die "Theosophie" von Rudolf Steiner?
Ich habe den Eindruck, dass Sie sie nicht kennen. Ich denke Sie könnten etwas damit anfangen.

Nene hat gesagt…

Manchmal geh ich lieber Äpfel pflücken, ohne große Worte. Im Duft der Äpfel, in ihrem satten,glänzenden Rot, in ihrem sauersüßen Saft, der jeden Geschmacksnerv gleichzeitig zusammenzieht und öffnet, erfahren meine Sinne die Wahrheit der Äpfel. Und ich spüre, dass ich ein zweigeteiltes Wesen bin, zu einem Teil ganz mit dieser Natur verbunden, Fleisch von ihrem Fleisch, ganz in den Sinnen meines Körpers verhaftet.
Der andere Teil strebt zum Geistigen, sehnt sich, sucht das innere Licht, entwickelt fremde Sinne, deren Impressionen sich wie ein Traum dem Wesen mitteilen.

Einst träumte Dschuang Dschou er sei ein Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und wusste nichts von Dschoung Dschou. Plötztlich wachte er auf und war wirklich und wahrhaftig Dschoung Dschou. Seitdem weiss er nicht, ob Dschoung Dschou geträumt hat, er sei ein Schmetterling, oder ob der Schmetterling geträumt hat, er sei Dschoung Dschou.


@anonym
natürlich ist alles ganz anders mit der Wahrheit, genauso wie mit Dschoung Dschou.
:))

Nene hat gesagt…

@Thomas

„ Ich möchte jeden Menschen aus des Kosmos Geist entzünden,
daß er Flamme werde und feurig seines Wesens Wesen entfalte.“

das ist das Einzige, was ich von Steiner in mich aufgenommen habe. Ich glaube gelesen zu haben, dass er es kurz vor seinem körperlichen Tod gesagt hat.
Ich verstehe darunter eine Aufgabe für jeden Menschen. Seines Wesens Wesen zu entfalten, wie kann ein menschliches Ego damit gemeint sein?

Die jenseitige Welt, in die wir nach unserem Tod gehen, hat nach meinem Verständnis nichts gemeinsam mit der ursprünglichen Welt des Geistes. Sie ist nur die unsichtbare Seite dieser Welt.


"Und im gelobten Land erscheint der Gott IM Körper eines Menschen, real anwesend unter Menschen. Dazu musste die Entwicklung erst weiter schreiten."

das würde ja bedeuten, dass diese Welt seit Christus das Gelobte Land ist. So kommt sie mir nicht vor.
Ich fühle dass etwas Ewiges in mir ist, aber ich bin nicht dies Ewige. Ich fühle, dass die Welt von etwas Ewigem durchdrungen ist, trotz all der Vergänglichkeit, aber sie ist nicht dieses Ewige. Sie ist nicht die Welt des Geistes, die Welt der reinen Idee. Menschen sind gemischte Wesen , die im Inneren ein geistiges Prinzip tragen und geformt sind aus der Materie der Welt, auch die feinen Körper.
Die Idee, dass nach dem Tod zwangsläufig ein Erwachen in der geistigen Welt kommt, erscheint so ähnlich wie die Idee der Kirchen, die über den Himmel sprechen, in den die Gläubigen aufsteigen, wenn sie ein der jeweiligen Kirche wohlgefälliges Leben führen.

Was denkst du, kannst du tun, um nach deinem Tod im Geistigen zu erwachen und was erwacht im Geistigen?
Der, der du bist?
Aber wer ist das?

Ich kenne die Werke von Steiner nicht, die du mir empfiehlst. Ich glaube jedoch, dass Steiner einer der wegweisenden Eingeweihten war.
Den geistigen Weg gehen muss aber jeder selber. Meine Beobachtung und Erfahrung ist, dass Menschen dazu neigen, sich am Wegweiser festzuhalten und so nie ans Ziel kommen können. Ich habe viele Wegweiser in meinem Leben gefunden und an dem einen oder anderen verharrt, aber ab einem bestimmten Punkt hilft nach meinem Verständnis nur das, was Andrew Cohen (auch ein Wegweiser) den Sprung über den Abgrund nennt.
Beim Sprung bleibt alles zurück, auch der Wegweiser, aber vor allem das Ego.
Es lässt sich vielleicht auch sanfter als ein Gang über eine Brücke beschreiben, auf der alle Teile vergehen bis auf das Ewige unsterbliche Prinzip im Inneren.
Der Verstand liebt alle Wegweiser,
aber das Sehen von Angesicht zu Angegsicht ist eine Angelegenheit des Herzens.

Nene hat gesagt…

@Monika Maria
one day my place will be the placeless
love
N

http://www.youtube.com/watch?v=CINLONC97as

MonikaMaria hat gesagt…

One day?
:-))))

Ich reich Dir die Hand .... :-)

Nene hat gesagt…

Guten Morgen @all,
MonikaMaria, ja, one day :))

ich hab mal irgendwo gelesen, wenn wir ebensoviel hinabsteigen, wie wir hinaufgehen, verlieren wir nicht so schnell das Gleichgewicht.
ich nehm deine Hand und tanze.
:))

MonikaMaria hat gesagt…

Wow Baby, jetzt hast Du schon wieder soooooo viel gesagt. :-)))))

:-) Love (-:
MM

Nene hat gesagt…

Bei MM muss ich immer an diese bunten Dinger denken, die innen Schokolade haben.
:)

Blablabla hat gesagt…

Siehste, die sind im großen Elefanten drin :-)

Schau mal auf MissionWir oder klick blablabla :-)))

Ich lache mich sooooooo Freudentränenschlapp.
MonikaMaria

Thomas hat gesagt…

@ Nene

„ Ich möchte jeden Menschen aus des Kosmos Geist entzünden,
daß er Flamme werde und feurig seines Wesens Wesen entfalte.“

Ein schöner Satz.

Rudolf Steiner ist für mich nicht nur Wegweiser. Er ist auch Beschreiber des Weges und Beschreiber von dem, was man an diesem Weg finden kann.
Seine Hinweise und Beschreibungen zwingen mich nicht. Mir wird überlassen, was ich damit tue. Ich weiß von keinem, der Beschreibungen des Geistigen, das er als Eingeweihter schauen konnte, so gut beschrieben hat wie er. Wenn ich von einem erfahre, der hier tiefer und überblickender hat schauen und beschreiben können als er, dann würde ich auch dort nach Wegweisern für mich suchen.
______________

"Ich verstehe darunter eine Aufgabe für jeden Menschen. Seines Wesens Wesen zu entfalten, wie kann ein menschliches Ego damit gemeint sein?"

Das menschliche Ego ist da. Ohne das Ego, wäre ich nie eine eigenständige Persönlichkeit geworden. Überwindung oder Verwandlung des egoistischen Teils von mir ist für mich hier eine Aufgabe. Je mehr ich das schaffe, in einem Entwicklungsprozess, desto mehr entfalte ich meines Wesens Wesen. Das selbstsüchtige Ego verschwindet immer mehr und mehr.
______________

"Die jenseitige Welt, in die wir nach unserem Tod gehen, hat nach meinem Verständnis nichts gemeinsam mit der ursprünglichen Welt des Geistes. Sie ist nur die unsichtbare Seite dieser Welt."

Dann wäre doch die Welt wirklich eine Zweiheit, die nirgends eine Verbindung hätte. Also nie eine wirkliche Einheit bilden könnte.
________________

""Und im gelobten Land erscheint der Gott IM Körper eines Menschen, real anwesend unter Menschen. Dazu musste die Entwicklung erst weiter schreiten."

das würde ja bedeuten, dass diese Welt seit Christus das Gelobte Land ist....""

Das gelobte Land ist ja dort, wo der Christus geboren wurde, lebte und starb.

Die Entwicklung ging weiter. Jetzt müssen wir den Christus nicht mehr hier auf der physisch-sinnlichen Erde suchen, sondern im übersinnlich-geistigen. Wenn jemand das will. Denn hier auf der Erde ist er nicht mehr.

____________

"... So kommt sie mir nicht vor."

Mir auch nicht! Aber manchmal schon ...
____________

Thomas hat gesagt…

@ Nene (Teil II)

"Ich fühle dass etwas Ewiges in mir ist, aber ich bin nicht dies Ewige."

Wieso nicht?

"Ich fühle, dass die Welt von etwas Ewigem durchdrungen ist, trotz all der Vergänglichkeit, aber sie ist nicht dieses Ewige. Sie ist nicht die Welt des Geistes, die Welt der reinen Idee."

Die physische, die Sinnenwelt wohl nicht.
Aber was ist mit dem Denken?
Sie können denken. Aber sie können keinen Gedanken physisch sichtbar machen. Trotzdem haben Sie Gedanken. Wie erklären Sie sich das?
_______________

"Menschen sind gemischte Wesen , die im Inneren ein geistiges Prinzip tragen und geformt sind aus der Materie der Welt, auch die feinen Körper."

Mich führt das Denken zu diesem geistigen Prinzip. Und dieses Prinzip gehört doch auch zu dem Menschen.
Durch das Denken und nur durch das Denken kann ich etwas über "Materie" erfahren und über "Geist".
Das Denken ist für mich das verbindende Prinzip. Denn Gedanken sind in mir, in Ihnen, in jedem Menschen zu finden. Und nur dadurch können wir uns auch verstehen. Selbst wenn Gefühle dabei sind, sind es die Gedanken, die uns das Gefühl verstehen lassen.
________________

"Die Idee, dass nach dem Tod zwangsläufig ein Erwachen in der geistigen Welt kommt, erscheint so ähnlich wie die Idee der Kirchen, die über den Himmel sprechen, in den die Gläubigen aufsteigen, wenn sie ein der jeweiligen Kirche wohlgefälliges Leben führen."

Denken Sie, dass der Tod wirklich das Ende des Lebens sein kann?
____________

"Was denkst du, kannst du tun, um nach deinem Tod im Geistigen zu erwachen und was erwacht im Geistigen?
Der, der du bist?
Aber wer ist das?"

Erwachen wird das, was geistig ist an mir. Das was ich in Wahrheit bin. Und das wird zwangsläufig geschehen. Dazu muss ich nichts tun.
Wenn ich jedoch z. B. Beschreibungen eines Eingeweihten lese über das Geistige, dann kann ich mir eine Vorstellung machen von diesem Geistigen, ich kann mir Wissen aneignen, Gedanken. Das, was daran wahr ist, wird mir helfen mich in der geistigen Welt zurecht zu finden. So, wie ein Reisebericht mir helfen kann, mich über ein mir fremdes Land zu informieren, das ich besuchen möchte. Mit der Beschreibung werde ich hier und dort leichter finden, was ich suche, ich werde mich leichter orientieren können.
______________

Zu dem Beispiel mit den Wegweisern:

Ich orientiere mich an Wegweisern. Aber ich bleibe nicht bei ihnen stehen. Höchstens so lange, bis ich erkannt habe, wie es weiter geht.
________________

"..Es lässt sich vielleicht auch sanfter als ein Gang über eine Brücke beschreiben, auf der alle Teile vergehen bis auf das Ewige unsterbliche Prinzip im Inneren.
Der Verstand liebt alle Wegweiser,
aber das Sehen von Angesicht zu Angegsicht ist eine Angelegenheit des Herzens."

Die Brücke ist für mich das Denken. Das Denken, das realer ist als das, was wir als sinnliche Wahrnehmungen haben.

Wenn Angesicht und Angesicht sich gegenüber stehen, dann stehen sich auch Seele und Seele gegenüber. Dann kann man auch sagen, dass das Herz, bzw. die Herzen dabei sind.
Hier am Computer ist es leider nur der Bildschirm, der dem Angesicht gegenüber steht.

MonikaMaria hat gesagt…

@ Thomas :-)
Ich würde mir so sehr wünschen, diese Antworten einfach mal einzeln bearbeiten zu können. Mir kommt immer vor, wie wenn ein Ochse zum Abendessen gegessen werden soll. Entschuldige der Vergleich. Das was Dich bewegt, berührt mich. Wie wollen wir weiter miteinander einander bewegen?

Ganz herzlich
Monika

Nene hat gesagt…

@Thomas
ein großes Danke.
ich schließe mich MonikaMaria an
Vieles in deinen Worten berührt mich. Ich spüre ein echtes Ringen um den gemeinsamen Nenner, um die Seelenebene.
Manches ist in meinem Verständnis nach wie vor anders.
Die Antwort wird wohl etwas dauern

Der Dreh und Angelpunkt ist für mich die Idee vom Denken.
Das gewöhnliche menschliche Denken ist von so vielen ich wage mal vorsichtig luziferischen und ahrimanischen Kräften zu sagen, gelenkt.
Ein ganzes Karma, ein Millionenjahre altes Drehen im Rad der Wiedergeburt ohne Durchchristung der Seele bestimmen das Denken.
Der Mensch ist in seinem Intellekt gefangen, solange er nicht das in sich vollziehen kann, was man das Umstellen der Lichter nennt.
Das Denken in einem wieder reinen Herzen sich vollziehen lassen kann.
Das ist kein persönlicher Verdienst und entsteht nicht aus einer persönlichen Willens-Anstrengung, sondern ist nach meinem Verstehen eine Folge des Pfingstgeschehens, auf das der Mensch sich vorbereiten kann, indem er loslässt, in die Leere geht, der Stimme der Stille folgt,
das Ego überwindet und die Seele dem Christus zur Verfügung stellt.

Was meinst du, wenn du vom Denken sprichst?

MonikaMaria hat gesagt…

Nene
Aus meiner tiefsten Seele gesprochene Worte.
Kennst Du die Klassenstunden von Steiner?
Darin beschreibt er dies auf andere Weise und noch viel genauer. :-)

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
klick mal auf Mission Wir
da steht alles, was ich von Steiner kenne.
:)

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria

"Wie wollen wir weiter miteinander einander bewegen?"

Indem wir uns den "Ochsen" Stück für Stück vornehmen!?

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Wenn Ihnen das Denken so wichtig erscheint, dann wäre es ganz sicher vorteilhaft für Sie, wenn Sie sich die Philosophie der Freiheit erarbeiteten.
Selbst-denkend kann man dort an ein Verständnis des Denkens herankommen.
Auch das "Wahrnehmen", was ja in Kommentaren zu dem neuesten post Thema ist, wird dort behandelt und verständlich gemacht.

Was Denken für mich persönlich ist, finden Sie dort beschrieben.

Obwohl das Buch die Themen logisch-sachlich mit dem Verstandesdenken behandelt, können Sie in diesem Buch doch auch Wärme finden.
Für mich ist es von dem Autoren Selbst-los-liebevoll geschrieben.

Auch @ MonikaMaria

Vielleicht wäre das sogar ein guter Anfang, um sich gemeinsam dem "Ochsen" zu nähern.

MonikaMaria hat gesagt…

@Thomas
Die Philosophie der Freiheit?
Uff. Schon wieder? :-)))))))

Nene hat gesagt…

@Thomas

"Was Denken für mich persönlich ist, finden Sie dort beschrieben."

ich würde es sehr schätzen, es in deinen eigenen Worten aus deinem eigenen Erleben zu verstehen.

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria

Warum nicht?


@ Nene

Danke für die Frage.
Ich arbeite an einer Antwort.

Auch mich würde es interessieren, was für Sie "Denken" ist.

Nene hat gesagt…

@Thomas
:)
jetzt hast du mich gekriegt
ich arbeite auch an der Antwort.