Donnerstag, 26. November 2009

Wozu der Advent Dich einladen kann


Die Sonne hat sich zurückgezogen. Licht und Wärme sinken immer tiefer. In den Pflanzen haben sich die Sonnenkräfte von den Spitzen in die Wurzeln umgewendet, von den Feldern und Wiesen, weicht die Vitalität nach unten aus und selbst der Beton scheint grauer zu werden...Die Nachtkräfte wachsen.

Die Adventzeit kann für unsere Seele zu einer Zeit der Prüfung werden – die Natur schenkt uns wieder eine Chance zu wachsen. 
Wenn wir diese äusseren Entwicklungsprozesse im Inneren mitgehen – in fühlender Bewusstheit – dann kann das Naturerleben zu einem Seelenwachstum werden. Was in der äusseren Natur geschieht, kannst Du Dir im Inneren aneignen, als Deine EIGENschaft.
advent
Wer die Erfahrungen im Laufe des Advent mit anderen Menschen austauscht, wird eine Potenzierung der Energien auf allen Ebenen erfahren.
Advent
Dennoch wird jeder merken, dass er in den nächsten Wochen in der Einsamkeit stehen wird. Einsamkeit wird nun nicht weniger. Sie wird mehr. Ein waches und aufrechtes Stehen & Sterben in der Einsamkeit, macht uns im besten Sinne menschlicher.
Aus der spirituellen Tradition der Anthroposophie heraus, kann der Advent als Einladung verstanden werden. So wird die Zeit des Wartens zur Zeit des Wachsens.
Advent
Die eine und umfassende Einladung für die ganze Adventzeit: Bleib wach und bewusst.Was auch geschieht: Gehe bewusst durch die Einsamkeit, gehe bewusst durch den Schmerz, gehe bewusst durch jeden Moment des Sterbens. Schmecke die Einsamkeit.
Advent
Kaue die Einsamkeit. Schlucke die Einsamkeit. Fühle, wie Einsamkeit in Dir wächst. Verdaue Einsamkeit. Scheide aus, was selbstverliebte, tote Einsamkeit ist und lass fruchtbar in Dir werden, was gut ist an Einsamkeit:
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Erkenne in dieser seelischen Nacktheit Dein wahres Selbst. Weiche der Einsamkeit nicht aus.
Advent
Lass Dich von der Einsamkeit bewusst herabziehen – auf den Grund von allem. Wenn Du die letzte Einsamkeit kennst, kennst Du die letzten Dinge.
Advent
Einladung für die erste Adventwoche:
Sei achtsam und erlebe die kosmische Gerechtigkeit.
In der ersten Adventwoche wirken die Nachtkräfte besonders auf unseren Körper, den physischen Leib.
Advent
Als wollten diese Nachtkräfte uns beweisen, dass sie uns fest im Griff haben. Schnell haben wir das Gefühl: „Warum gerade jetzt und warum gerade ich?“. Verbinde Dich - auch wenn Du krank bist - so gut es geht mit dem Gedanken, dass Deine scheinbar ungerechte Lebenslage (auch wenn Du jetzt nicht alles verstehest) in einer Weltengerechtigkeit aufgehoben ist. Schaue achtsam auf Deinen Körper.
ADVENT
Fühle, dass zum Beispiel Dein Unwohlsein, ein Ausgleich sein könnte. Er kann Dir helfen, etwas von Dir zu verstehen. Erlebe immer wieder Momente, dass die scheinbare Ungerechtigkeit in einer großen Gerechtigkeit ausgeglichen wird.
Advent
Übe Dich geduldig in dem Empfinden, dass diese Weltengerechtigkeit auch Dir gerecht werden wird und das dies bereits in einem höheren Sinn genau jetzt so ist. Vertraue darauf: Du bist Teil einer umfassenden Gerechtigkeit.

Advent
Einladung für die zweite Adventwoche:
Halte Maß und erlebe Harmonie.

In der zweiten Adventwoche wirken die Nachtkräfte besonders auf unsere subtilen Vitalkräfte – im anthroposophischen Sprachgebrauch auch als „Ätherleib“ bezeichnet.
Advent
Du wirst das in dieser Zeit dadurch bemerken, dass sich beim Sprechen der Zynismus und die scharfer Kritik in Dir aufsteigen. Vielleicht wirst Du den Weihnachtskonsum besonders feurig verurteilen – übe Dich auch in diesem Urteil in Besonnenheit.
Advent
Erlebe in jedem verurteilenden Wort auch die andere Seite der Geschichte – das Kind was sich über ein Geschenk freut oder die Verkäufer, denen das Weihnachtsgeschäft ihren Lebensunterhalt sichert.
Advent
Halte in allen Wünschen, Gedanken und vor allem Worten das Maß und erlebe, wie sich gesundende Harmonie in Dir ausbreitet.
Advent
Einladung für die dritte Adventwoche:
Sei mutig und erlebe Geistesgegenwart.
In der dritten Adventwoche wirken die Nachtkräfte besonders auf das Reich unserer Gefühle, die emotionale Seite unserer Seele - unser Astralleib.
Advent
Je näher wir zum Eigentlichen kommen, desto größer kann die Angst werden. Ich ermutige Dich zu dem zweifachen Mut:
Advent
Der erste Mut betrifft Dein persönliches Leben. Gehe Deinen eigenen Weg. Lebe in allen Bereichen das Leben, was sich für Dich gut anfühlt und stehe mutig zu dazu: Ob es Deine politische Orientierung, Deine sexuelle Ausrichtung, Deine Meinung oder ein ausgefallenes Hobby ist: Triff Deine Entscheidungen und steh dazu.
Advent
Der zweite Mut betrifft das, was über Dich hinaus geht – ich nenne es Deine Mission. Mut, das bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut, das bedeutet, durch die Angst zu gehen.
Advent
Wenn Du eine Mission hast, dann gibt immer einen Grund mehr, weiter zu gehen, als die Angst es zulassen will.
Advent
Mut zur Mission, bedeutet das zu tun, was die Mission verlangt.

Angst entsteht aus Identifikation mit der Endlichkeit. Mut führt Dich dahin wo Ewigkeit lebt – in die Geistesgegenwart.
Advent
Einladung für die vierte Adventwoche:
Sei Du selbst und erlebe Weisheit

In der vierten Adventwoche wirken die Nachtkräfte besonders auf Deine Ich. Wie in vielen großen Weisheitstraditionen, so ist auch im anthroposophischen Kontext das Ich des Menschen eine Art inneres Organ. Durch dieses spricht sich das aus, was man Weltgeist, Universum, kosmische Energie oder Gott nennen kann.
Advent
Das Ich ist somit nichts, was vom Kosmos unabhängig oder getrennt wäre. Dein Ich ist ein einmaliger und sterblicher Ausdruck des EINEN und UNSTERBLICHEN.
Advent
Dein Ich ist eine spezifische Manifestation des Unspezifischen. Der Ort, an dem sich Gott seiner selbst bewusst wird. Deine Evolution ist Gottes Evolution.
Advent
Anthroposophie ist einer von vielen Wegen, um zu erfahren, dass jedes Menschen-Ich eins mit dem Welten-Ich ist.
Advent
Somit ist Deine eigene Weisheit immer auch Weltenweisheit. Wenn Du ganz Du selbst bist, dann bist Du ganz Kosmos.
Advent
Ich kann es auch anders sagen: Je weniger Du Dich auf Dein Ego beziehst, je weniger Du Dich als etwas persönliches, abgetrenntes, spezielles und besonderes fühlst, desto mehr fühlt Gott sich in Dir.
Advent
Je ausgedehnter die Leerheit in Deinem Ich, desto mehr kann sich Gott als Ich ausdehnen. Früher fasst man das in dem Bild des "Grals" zusammen. Der "Gral" ist leer - so soll Dein Ich sein. Dein Ich sei still, demütig und aus Vertrauen.

Dein stilles und demütiges Vertrauen, klingt im Kosmos wie eine einladende Melodie aus vollem Herzen.Advent
In diesem Sinne kannst Du Weisheit erleben, die über Wissen hinausgeht: Deine Leerheit dient der Fülle. Die Fülle ergießt sich aus Dir – weil Du bereit bist, Dich für etwas zu leeren, was größer ist als Du selber.
Advent
In der tiefsten Demut, in der stillen Einsamkeit, da erlebst Du Deine wahre Würde. Wenn Du diese Weisheit erlebst, erlebst Du das Ende des Widerspruches von Fülle & Leerheit, von Demut & Würde, von Individualität & All-Eins.
Advent
Erlebe so die umfassende Weisheit dieses Satzen:
Der Gottesgeist, er webt.
Im Sonn´- und Seelenlicht.
„Im Weltenall, da draussen.
In Seelentiefen, drinnen.“
Rudolf Steiner Advent
Advent
Wenn Du so durch alle Aspekte Deines Wesens mit Wachheit & Bewusstheit, in Gerechtigkeit & Harmonie, mit Mut & Weisheit durch den Advent gehst, dann wirst Du die tiefe Bedeutung des Wortes „Advent“ nicht nur verstehen, sondern selber etwas dazu beigetragen haben, dass es an Weihnachten so kommt, wie es kommen soll.
Advent
Es kommt auf Dich an, wie ES kommt.

Sei ein Segen.
Denn das bist Du.
Als Quelle kannst Du u.a. bei Rudolf Steiner in den folgenden GA (Gesamt Ausgabe) Nummern dazu etwas lesen: 10, 13, 137, 223, 232

Kommentare:

MonikaMaria hat gesagt…

Das nenne ich angewandte Anthroposophie. Wunderbar. Vielen Dank.

Hast du einen GA Tipp?
Wenn nicht, auch gut, macht Sinn.

Nene hat gesagt…

Danke für diese aufbauenden Worte zum Advent. Alles, was dort für den Advent des Jahres angeregt wird, gilt auch für den Advent jedes Menschenlebens, die Zeit bevor das Licht im Herzen geboren wird. Von Eleusis bis Bethlehem gibt es eine Einweihung, die darauf hinweist, dass das Licht in jedem Menschen geboren werden und sich entfalten kann.

Alles kann "nur" besser werden hat gesagt…

Danke.. Das wird eine schöne Adventszeit!

wir haben alles Gute vor uns
halte durch bis dorthin
auf dieser Route vor uns
macht das Leben wieder Sinn. X. N.


JANET

manroe hat gesagt…

Jetzt kommts, das, was mich schon immer gruselig berührt hat. Ein Irgendwer - wo und wer auch immer - und dann auch noch selbsternannt, schenkt uns großmütig seine Erlebnisse, zelebriert sie. Gleich vier Angebote, geliehen und umformuliert, damit sie einen eigenen Stempel tragen.

Wenn ich wirklich frei heraus ehrlich bin, dann berührt es mich peinlich, oder, bei Popstars habe ich den Begriff des Fremdschämens vernehmen können, das passt irgendwie. Dies gurueske Verhalten, da frage ich mich, was in einem, in Dir dies so deutlich herausstellen möchte? WARUM? Wofür soll es ein Ersatz sein?

Du schreibst nicht, in den Adventwochen könnte man weil, da ist es mit dem so und so und dann kann es hilfreich sein, wenn etc., nein, Du gibst ganz "zurückhaltend" irgendwie persönlich vorbereitete ... te.

Selbst in der Menschenweihehandlung wird bis auf zwei Handlungen immer nur versucht mit höheren Geistwesen zu kommunizieren. Ich erlebe es so, dass man in dem Masse wie man vordringt, zurückhaltender wird und zumeist nur dann wirklich antwortet, wenn durch eine Frage einem eine Öffnung entgegengebracht wird. Ich würde mich geistig umdrehen, um erlauschen zu können, wer mich hier so puscht. Man ist mit Sicherheit nicht allein im "All-ein-Sein"!
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Und dann dieses freiwillige Weihrauch -Schwenken -- booaahhh

Anonym hat gesagt…

nabend manroe. wärscht gern selbst ein bischen guru. oder? so ein klein wenig, klitziklitz klein bisschen? und vin wegen "geliehen" und "umformuliert". wir werden alle voneinander inspiriert, formulieren die eine wahrheit immer um und neu. manroe, bist du am ende vielleicht selber lehrer? klassenlehrer anner waldorfschule vielleicht? jedenfalls gibt es hier keinen anderen kommentator, der sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo lehrhaft auftritt wie du. mein kleiner guru, mhmm?

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred :-)
Kann Dich gut verstehen, was Du meinst.

Hab den Text versucht mal aus Deiner Sicht der Dinge zu lesen. Uahh. Finde ich auch gruselig. Ehrlich. :-)

Also, ich höre gerne zu, was der andere zu sagen hat. Selbst wenn er sagen würde: Du musst, würde ich einfach weiter lesen und schauen, was er noch so zu sagen hat.

Die Essenz des Textes ist für mich:
1. Adventwoche = physischer Leib, kosmische Gerechtigeit
2. Adventwoche = Ätherleib, Harmonie
3. Adventwoche = Astralleib, Geistesgegenwart
4. Adventwoche = «ICH», Weisheit

Das war's. Jetzt bin ich gespannt, wie ich das für mich vernetze – falls ich es vernetze.

Jeder bekommt den Guru, den er braucht. Guru = aus dem Sanskrit, dt. schwer, gewichtig und auch Lehrer.

Also, solange ich Interesse einer Sache entgegenbringe, brauche ich noch «Gewicht» und damit guru.

Und da mich Dein Kommentar interessiert, hast Du guru mit mir gemacht.


Herzlich
Dein Täubchen
gurr :-)

Anonym hat gesagt…

"Die Essenz des Textes ist für mich:
1. Adventwoche = physischer Leib, kosmische Gerechtigeit
2. Adventwoche = Ätherleib, Harmonie
3. Adventwoche = Astralleib, Geistesgegenwart
4. Adventwoche = «ICH», Weisheit"

Das habe ich auch schon in der anthroposophischen Literatur gelesen und es geht ja auf Steiner zurück und genau das sagt Sebastian ja auch hier:

"Aus der spirituellen Tradition der Anthroposophie heraus, kann ich dazu ein paar Angebote geben."

Ich finde toll, wie Sebastian diese ansonsten Seitenlangen und kaum verständlichen und völlig überladenen Beschreibungen hier auf den Punkt bringt. Dass er die Sachen verstanden hat, das bemerke ich und das ich sie darum verstehen kann, dafür bedanke ich mich.

Und Guru? Ich habe nichts gegen Gurus. Wenn sie gut sind und nützlich. Tolle Tradition vor der nur einer Angst hat: Mr. Ego.
gez.
Branko

Anonym hat gesagt…

Sonderangebote sozusagen.

Anonym hat gesagt…

Hallo,

bei uns in der Wohngemeinschaft stehen während der Adventzeit in der ersten Woche die Steine, Kristalle auf dem Jahrzeitentisch, in der zweiten die Pflanzen , dann die Schafe ( Tiere ) und in der vierten die Hirten (Menschen). Als Bild (nicht als Dogma ) kann man sich da ja inspirieren lassen.
Zum Beispiel: Was habe ich im letzten Jahr in der materiellen Welt Zustande gebracht. Wie bin ich mit dem Milieu umgegangen usw??? In der zweiten Woche kann man sich vielleicht mit den Lebenskräften beschäftigen.Wodurch habe ich im letzten Jahr Energie bekommen ? und so weiter...

Herzliche Grüsse
Guru Ulrich

Anonym hat gesagt…

Toller Text. Echt und original anthro. Sehr gute Anregung. @manroe: Du sollst keinen Guru haben. (Ausser Steiner). Nä? ;-)
Danke Groni says Norbert

Susanne hat gesagt…

An Ulrich, Sebastian und alle anderen!

Hallo, Anonymus Ulrich, schön, dass du dich endlich entpuppst. Ich mache meinen Jahreszeitentisch jedes Jahr anders, ohne nachzudenken, wieso erst die Kristalle? Weißt du, für mich ist das Licht die Quelle des Ganzen, ich hebe es diesmal auf verschiedene Ebenen auf der Grundlage schönen irdischen Mooses, welches ich letzten Samstag einem uralten Baumstumpf entrissen habe, unter dem elemantarisches Wirken sich breit machte. Ich habe die Erlaubnis bekommen, es zu nehmen, für meine Zwerge, die sind nämlich gerade umgezogen und dürsten nach Natur!!


Lieber Sebastian, danke für deine Einstimmung auf den Advent.

Danke für dein Licht im Dunkel.

Je weiter man fortschreitet, desto angreifbarer wird man. Die Dunkelheit schmeckt immer schwärzer.
Es gibt keinen Weg daran vorbei.

Mittendrin und Mittendurch.

Die Welt ist klein.

An die anderen:
Na klar werd ich mich weiter vorstellen.
Geduld.......

Anonym hat gesagt…

Guten Abend Hr. Manroe, mein Name ich Reinstein! Ich denke, ich kann sie in einem Punkt beruhigen und Hr. Gronbach im selben Punkt entlasten. Ich hatte ihm ein paar mal Fragen per Mail geschickt. Er hat diese Fragen nicht privat und per Mail beantwortet, aber eben auf diesem Blog hier. Allerdings ohne zu sagen, dass es Antworten seien. Meine Vermutung geht somit dahin, dass manche (alle?) Beiträge indirekte Antworten sind, die ihm hier oder da gestellt werden. Ich finde, dass ist eine sehr freie und der Bewusstseinsseele angemessene Art (und das Gegenteil von guruhaft) mit persönlichen Fragen umzugehen, nämlich, diese in einen überpersönlichen Zusammenhang zu stellen.

Relativiert das ihre Kritik?

Anonym hat gesagt…

Hallo Susanne,

danke für den Tip.
Werde dieses Jahr probieren die Adventzeit auch ganz individuel Form zu geben und mein eigner Guru sein. Wenn man 30 Jahre in einer Anthroeinrichtung arbeitet, färbt sich das schon ein bisschen auf einen ab.

Herzlich, Ulrich

BURGHARD hat gesagt…

Wir schreiben das Jahr Anno 1654.

Es ist Winter.

Er sitzt mit am Tisch.

Eingehüllt in seinen ihm so vertrauten Pelz.

Unvermittelt, ihn lockernd,
kommt es zur Sprache.
Anwesende erinnerten diesen Satz:

< Ich strebe stets so zu arbeiten, dass der Andere bei sich ist, indem er meine Handlung vollzieht >

Er zog den Pelz wieder enger,
sich erhebend noch den
Kragen aufschlagend, trat
er in Amsterdams eisige Nacht.

Ein wohl alter Meister hat gesagt…

@Burghard

< Ich strebe stets so zu arbeiten, dass der Andere bei sich ist, indem er meine Handlung vollzieht >

Was willst Du damit zum Ausdruck bringen? soll das ein Aufruf sein zu einer freiwilligen Unterwerfung an die Willensimpulse eines Anderen?

ein schon alter Meister hat gesagt…

@ Burghard

< Ich strebe stets so zu arbeiten, dass der Andere bei sich ist, indem er meine Handlung vollzieht >

Was willst Du damit zum Ausdruck bringen? Einen Aufruf an die freiwillige Unterwerfung an die Willensimpulse eines Anderen?

MonikaMaria hat gesagt…

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe ...

Einfach genau hinhören ... die Verantwortung liegt bei Dir. Die Welt trägst Du auf Deinen Schultern. :-)

Sich entwickelndes hat gesagt…

..Die Nachtkräfte wachsen.

Ich bin immer wieder erstaunt wie einfach und doch präzise Dinge ausgedrückt werden,die ich wahrnehme.

Sich entwickelndes hat gesagt…

und:
Danke für das Angebot.

:-)
Liebe Grüsse

manroe hat gesagt…

Das Was bedenke, mehr bedenke Wie

Anonym hat gesagt…

Eben, manroe, eben. Witzbold.
Peter Spiegel

Thomas hat gesagt…

Herr Gronbach, wieder ein Beweis, wie weit Sie von der Anthroposphie entfernt sind.

Sie schreiben:
"Dein Ich ist ein einmaliger und sterblicher Ausdruck des EINEN und UNSTERBLICHEN."

Das "Ich" als viertes Glied des Menschen ist Träger des unsterblichen am Menschen.
Es ist nicht "STERBLICHER Ausdruck des Unsterblichen".


Sie schreiben:
"Ich kann es auch anders sagen: Je weniger Du Dich auf Dein Ego beziehst, je weniger Du Dich alsetwas persönliches, abgetrenntes, spezielles und besonderes fühlst, desto mehr fühlt Gott sich in Dir."

In der Anthroposophie geht es für den Menschen nicht darum, dass sich der Gott in mir fühlt, sondern dass der Mensch den Gott in sich fühlt und in sich weiß.


"Und wird der Christus tausend Mal zu Betlehem geboren und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren."

Dieses Zitat von Angelus Silesius findet sich an mehreren Stellen bei Rudolf Steiner.
Das heißt: Ich bleibe noch ewiglich verloren, wird nicht der Christus IN MIR geboren.
Dazu muss "Ich" aber SEIN. Sterblichkeit des "Ich", wie von Ihnen geschreiben, würde das aber ausschließen.

Das "Ich" als viertes Glied des Menschen (Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch), als geistiger Teil, ist der Teil am Menschen, der wachsen soll/kann - immer mehr und mehr und nicht wie Sie schreiben: "sterben".

- Und Weihnachten steht für die Zeit, dass der Mensch zum wahren Leben kommt dadurch, dass der Christus, der Gott IN dem Menschen geboren wird, erweckt wird und nicht dafür, dass der Mensch stirbt, damit ein Gott leben kann.

Thomas hat gesagt…

Noch etwas:

Advent bedeutet ja so viel wie "Ankunft".

Der Christus IST auf der Erde angekommen.
Er ist auf die Erde gekommen, um den Menschen das Leben zu geben und nicht den Tod.
Er will, dass die Menschen leben, in Ewigkeit. Und nicht dass die Menschen sterben und nur EIN Gott ewig bleibt, so wie Sie das verkünden.

Nene hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

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Nene hat gesagt…

@Thomas
sorry, aber du verwechselst irgendwie immer die Ebenen. Das Ich ist sterblich. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Das, was ewig ist, das, was ewig lebt,ist der "Gott", der im Menschen geboren wird, der Schläfer, der erwacht.
Das, was erwacht, das, was wiedergeboren wird aus Christus, ist nicht mehr dein altes Ich. Es ist etwas völlig anderes, auch wenn es in deinem Körper lebt.
Meine Güte, jetzt höre ich mich schon an, wie ein Science Fiction Autor. Aber so ist es. in deinem Körper kann das wahre Wesen erwachen, ein neues Ich, also eine neue Seele. Das ist auch der Kern von Silesius Aussage.
Angelus Silesius hat es mit seinen schlichten Worten erfasst:

"Gott ist ein lauter Nichts, ihn rührt kein Nun noch Hier.Je mehr du nach ihm greifst, je mehr entwird er dir"

"Wer ist, als wär er nicht und wär er nie geworden, der ist oh Seligkeit zu lauter Gott geworden"

"Gott ist so viel an mir, als mir an ihm gelegen. Sein Wesen helf ich ihm, wie er das meine hegen"

"Tod ist ein selig Ding. Je kräftiger er ist, je herrlicher daraus das Leben wird erkiest".


"Freund, es ist genug. Im Fall du mehr willst lesen, so geh und werde selbst die Schrift und selbst das Wesen".
A. Silesisus

Thomas hat gesagt…

Nene, die Ebenen verwechsle nicht ich, sondern Herr Gronbach.
Ich war bei meinem Kommentar auf der Ebene der Anthroposophie. Herr Gronbach ist dort nicht. Er sagt nur, er sei dort.

Und Sie wollen sich ja auch nicht auf diese Ebene begeben. Sie sagen dies aber offen. Herr Gronbach tut das nicht. Er behauptet das Gegenteil. Und dann kommt eben eine Lüge heraus.

Das "Ich", das ich oben beschrieben habe, das ist unsterblich.
Sterben tut kein "Ich". Der Körper stirbt. Das "Ich" geht in die geistige Welt und inkarniert sich wieder, entwickelt sich weiter.

Lesen Sie es doch einmal selbst nach. Vergleichen Sie es mit dem, was Sie jetzt für richtig halten.
Und dann können wir uns darüber unterhalten und uns vielleicht auch der Wahrheit nähern.


Mir geht es jetzt nicht darum irgendwie zu behaupten, dass die Anthroposophie die reine Wahrheit ist.
Aber ich WEISS, dass auf dem durch Herrn Gronbach dogmatisch vorgegebenen Weg Anthroposophpie nicht zu finden ist.

Für ihn ist es eine Tatsache: Er hat die Wahrheit gefunden. Er sucht sie nicht mehr.


Sie zitieren A. Silesius:
"Freund, es ist genug. Im Fall du mehr willst lesen, so geh und werde selbst die Schrift und selbst das Wesen".

Das sagen Sie doch mal Herrn Gronbach. Er will da überhaupt nicht lesen. Er will nur fühlen.

Stimmts Herr Gronbach?

Wissen tut er ja schon alles.

Stimmts Herr Gronbach?

Gute Nacht

Anonym hat gesagt…

Hallo Thomas, ich hab jetzt auch schon einiges gelesen, was Gronbach so schreibt. Vor meinem Erfahrungshintergrund würde ich das differenziert einordnen.

Es gibt die Erfahrung, aus der Herr Gronbach schreibt auch in der Anthroposophie. Es ist dies das stehen auf der Schwelle. Dort gibt es NICHTS und zugleich nur ICH. Ja, es gibt das! Du kannst es ansatzweise nachfühlen, wenn Deine Frau sich terennt, Du Deinen Job verlierst, etc. Wenn Diene Welt an der Du Dich orientiert hast versinkt... Dann ist Schock - NICHTS. Nur noch Deine reine Existenz. Du stehst voll auf Deinem Ich (wenn Du stark genug bist...) Und Deine Schatten haben sich von Dir getrennt, sie können nicht über die Schwelle. Auch Dein Verhältnis zu Deinem Seelenleben ist so, wie er es beschreibt, beobachtend, distanziert und zugleich intensiv.

Was ich merkwürdig finde ist allerdings, dass er von dort aus berichtet und scheinbar permanent dort ist. Er beschreibt nicht den Weg aus der Schattenwelt, nicht den Hüter der Schwelle und vor allem nicht die Lichtwelt, die hinter der Schwelle ist. Wenn er dem Hüter begegnet sein sollte, ist es merkwürdig, warum er nicht auf dem Weg ist, seine Schatten weiter zu erlösen.

Wenn er sie erlöst hätte, würde er seine "Erleuchtung" nicht wie eine Monstranz vor sich her tragen.

Mir scheint, er ist eingeklemmt in der Schwelle und kommt nicht vor und nicht zurück...

Gottlob Reed

Susanne hat gesagt…

Gott ist Freude, Liebe und Kraft.

Ich spüre bei euch Polemik und Macht.

Wer weiß besser über Anthroposophie Bescheid?
Geht es euch darum?

Wer nicht mit dem Herzen denkt, wird Steiner nie verstehen.

Ich spüre keine Herzenswärme bei Thomas.
Bei Sebastian Gronbach flutet sie mir nur so entgegen.

DAS IST DER UNTERSCHIED.

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder....
Kinder zerpflücken keine Worte und verbiegen sie mit dem Instrument Gehirn.
Kinder fühlen und drücken es aus.

Einen schönen 1. Advent.

manroe hat gesagt…

Weisst Du, liebe Susanne, der Thomas ist ja auch nicht hier, damit Du Dich einfach nur wohl fühlst, es gibt Menschen, die sich zum Beispiel dafür einsetzen, dass das Auto, mit dem Du einfach nur in den Urlaub fahren möchtest, auch möglichst lange seinen Dienst tun kann und Dir auf diese Art Deine Freude - ohne Kenntnis eines Motors - schenkt.

DAS IST DER UNTERSCHIED -, tja --

"Kinder zerpflücken keine Worte und verbiegen sie mit dem Instrument Gehirn."

Stimmt, sie fragen und bohren ohne Unterlass.

Susanne hat gesagt…
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Susanne hat gesagt…

Lieber manroe,

ich habe gar kein Auto.

Danke übrigens, ich weiß jetzt durch dich, warum ich 5 Minuten zu spät gekommen bin.

Hoffentlich hören die Kinder nie auf zu bohren. Sie tun es doch nur, weil wir sie nicht daran erinnern, wo sie herkommen. Im Gegenteil, sie sollen alles vergessen. Weil wir es auch vergessen haben.

Hoffentlich zerstören sie unser Netz der Lügen und lassen uns ein neues spinnen.
Mit ihren Augen betrachtet.
Mit ihrem Herzen gefühlt.
Mit ihren Händen geformt.

manroe hat gesagt…

@Susanne

"Danke übrigens, ich weiß jetzt durch dich, warum ich 5 Minuten zu spät gekommen bin."

Na? Magst Du sagen warum?

Gruß
Manfred

Anonym hat gesagt…

"Ich war bei meinem Kommentar auf der Ebene der Anthroposophie."

Anthroposophie ist keine Ebene.

Anthroposophie erklärt und integriert Ebenen, so wie Gronbach dies auch weiter tut, auf seine Weise...

MonikaMaria hat gesagt…

@Susanne
Du kommst nie zu spät sondern immer zum richtigen Zeitpunkt an.

Gefühlt mit dem Herzen ...

MonikaMaria hat gesagt…

So erlebt jeder den anderen Menschen auf seine Weise. Da wir alle einzigartig sind und doch den gleichen Kern der Liebe haben, möchte ich meine einzigartige Art neben Eure einzigartige Art hinstellen, ohne sie zu schmälern und zu verurteilen. Das Einzigartige ist die Hülle unserer Körper, die unseren wahren Kern verdeckt:

Reine, allesumfassende Liebe ...

Susanne hat gesagt…

Es war noch nicht an der Zeit.

Ich war nicht in der richtigen Begleitung und bin deswegen aufgehalten worden, Manfred.
Welcher Manfred?

Danke, liebe MonikaMaria, ja so ist es.

Alles kommt wie es kommen muss.

Thomas hat gesagt…

Sie schreiben:
"Anthroposophie erklärt und integriert Ebenen."

Da stimme ich Ihnen zu.

Ich sage:
Gronbach integiert Ebenen, aber er erklärt sie nicht.

Bemerken Sie den Unterschied? Ich bezweifle es.

Und von Anthroposophie finden Sie bei ihm nur willkürlich herausgegriffene Zitate. Er Interpretiert und verbiegt diese, bis sie zu seinem Bild passen.

Das haben Sie noch nicht verstanden. Dabei ist es so einfach zu erkennen. Probieren Sie es mal. Ganz unbefangen.

Anonym hat gesagt…

Grüß dich Manfred,

Du blähst deine persönlichen Geschmacksfragen zu allgemeingültigen Wahrheiten auf. Die Heftigkeit mit der du auf einen bestimmten Stil (es ist ja wirklich nur eine Stilfrage an der du dich aufhängst) reagierst, lässt darauf schließen, dass du da einen blinden Fleck hast. So sehe ich das aus meiner (ebenfalls begrenzten) Sicht.

Und Thomas:
Sie werden damit leben müssen, dass nach der jahrzehntelangen und einseitigen Interpretation der Anthroposophie als eine quasi neu-christlichen Weltanschauung, nun eine weitere Interpretation dazu kommt. Anthroposophie als etwas, was sich neben (und nicht über) andere geistige Strömungen stellt und diese integriert und transzendiert UND (!) die sich ebenfalls integrieren und transzendieren lässt. Ja, das geht. Anthroposophie ist nicht das Ende der Geshichte. Nänä. Is es nich. Anthropsoophie is trotzdem (gerade deswegen) ne tolle Sache. Bin selber integraler Anthroposoph und grüße alle als solcher und besonders Sebastian, ohne dessen Einsatz diese neue Beziehung und das Beziehen aufeinander gar nicht oder sehr viel schlechter passieren würde. Hat nix mit Personenkult zu tun, sondern mit der Würdigung von TAT-sachen. Denn neben aller Gleicher-Augenhöhe, sind es doch eben immer ein paar wenige, die es aushalten an der Front zu stehen. Und was sie brauchen, dass ist unsere Unterstützung, an unserer (tschuldigung) "Heimatfront". Allet jute. (Charles)

Anonym hat gesagt…

Thomas sagt: "Ganz unbefangen".
Klingt wie wenn Berlusconi sagt: "Ganz ehrlich."

:-)))

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas
Ich würde mich riesig freuen, Dich als neues Mitglied auf MissionWir begrüßen zu dürfen. Dann kannst Du da mal einen Post schreiben, ganz wie Dir danach ist. Ganz wie Du eben bist. Dann brauchst Du Dich nicht an Sebastian zu halten .... der ist eh keine Stütze ....
:-)))))

.... sondern Wegbegleiter wie Du und ich und wir alle.

Ganz herzlich
MonikaMaria

manroe hat gesagt…

Hallo Charles, vielen Dank für Deine Charakterisierung meiner Beweggründe. Zunächst einmal bin ja nicht nur ich heftig, sondern auch Sebastian, was würdest Du ihm da bescheinigen? Und weiterhin erlebe ich Geschmacksfragen schon als sehr wesentlich. Würde ich im Werbefernsehen nur auf das sehen, was mir gezeigt wird, dann ist es einfach nur unterhaltsam, ein "Schelm" wer anders darüber denkt?

Interpretation hat gesagt…

@Charles

"Sie werden damit leben müssen, dass nach der jahrzehntelangen und einseitigen Interpretation der Anthroposophie als eine quasi neu-christlichen Weltanschauung, nun eine weitere Interpretation dazu kommt."

Läßt sich die Strecke von Würzburg nach München einfach nur interpretieren?

Hat man in der/einer Interpretation das Ende der Fahnenstange zu erblicken?

Nene hat gesagt…

Lieber Thomas,
wenn ich von verschiedenen Ebenen spreche, dann meine ich damit verschiedene Ebenen der Antroposophie. Sebastian Gronbach spricht auf einer universellen Ebene der Antroposophie. Das ist die einzige Ebene, die alles andere integriert und darum im Grunde gar keine Ebene mehr ist. Dein Standpunkt ist die Antroposophie. Sebastians Standpunkt ist nach meiner Einschätzung das Universelle Sein. Dahin kommt man aus allen Richtungen, nicht nur aus der Richtung der Antroposophie. Von diesem Standpunkt aus hat auch Steiner gesprochen und dabei versucht für die Menschen seiner Zeit einen vorbereitenden, gangbaren Weg ins Licht zu formulieren und zu ebnen. Solch ein Weg ist dazu da, gegangen zu werden. Was du hier immer wieder tust, ist das Verweisen auf die Landkarte. Glaubst du im Ernst es gäbe nur eine Karte? Die Antroposophie ist eine von vielen und für unsere Zeit vielleicht nicht einmal die Beste. Das kann und will ich nicht beurteilen, Nach meinem Verständnis ist es am Hilfreichsten, wenn man sich alle diese Karten betrachtet und dabei das Fortbewegen nicht vergisst.
In Dein Herz muss die Karte geschrieben sein mit universellen Zeichen, du selber musst der Weg werden und kannst dann Landkarte für andere sein. Das hat Steiner gemacht. Dabei hat er die Sprache seiner Zeit benutzt und die Sprache, die seinem eigenen Wesen am nächsten lag. Begriffe wie "Der Hüter der Schwelle", "die Schattenwelt","die Lichtwelt", sind einfach nur Worte, Worte, die erst durch das Leben mit Kraft versehen werden. Man kann die Dinge so nennen, aber sie können auch mit völlig anderen Begriffen benannt werden. So wie es hier rüberkommt, würdest du durch die Tür aus der Schattenwelt in die Lichtwelt, vorbei am Hüter der Schwelle nicht gehen, weil möglicherweise andere Namen dran stehen,
wie Z.B. Erwachen aus dem Traum des Scheinlebens im Licht der Wahrheit vorbei am Ego, dass im Traum zurückbleibt und stirbt.
Ich glaube fast, du kannst oder willst nicht verstehen, genau wie du mein Silesius Zitat nicht verstanden hast.

"Freund, es ist genug. Im Fall du mehr willst lesen, so geh und werde selbst die Schrift und selbst das Wesen".

Das bedeutet doch nichts anderes als das, was Sebastian tut. Irgendwann reicht es mit dem Bücherwissen. Es nutzt dir an einem bestimmten Punkt nichts mehr. Werde dann selbst die Philosophie der Freiheit, werde die Freiheit. Dann ist es dir völlig egal, ob Gronbach erleuchtet ist oder nicht. Ich weiss nicht, warum er das propagiert. Der Grund dafür liegt vielleicht in der Antroposophie, darin wie sie von Menschen angewandt und gelebt wird.

Einer, der sich hinstellt und sagt er sei erleuchtet, rüttelt Euch durch, kratzt an euren festen Vorstellungen und das, mit verlaub gesagt, hat die Antroposophie möglicherweise nötig, um ihren lebendigen Kern nicht zu verlieren, der nicht im Bücherwissen liegt, auch wenn die Schriften ein großer Schatz sind.
Ich wünsche dir, dass du selber die Philosophie der Freiheit wirst und dass du danach deinen Steiner aus dem Regal nimmst und sagen kannst: "Es stimmt, es ist alles so wie er es gesagt hat und doch ganz anders, wenn man es erlebt".
herzlich
Nene, die es immer noch nicht aufgegeben hat :o)

Thomas hat gesagt…

@ Gottlob Reed

Ich kann Ihre Gedanken nachvollziehen und habe es hier zuvor an anderen Stellen so geschrieben, wie Sie hier. Auch ich sehe ihn feststecken.
Seine Aussagen sehe auch ich differenziert. Und versuche diese nachzuvollziehen, einzuordnen und zu verstehen.

Was mich an der Sache stört, ist "sein" "modernes" Verständnis von Anthroposophie, das er als das einzig wahre versteht.
Und das verkauft er anderen als wahre Anthroposphie. Dabei sehe ich Anthroposophie in seinem Weltbild von ihm völlig verkehrt dargestellt.

Er kann ja von mir aus tun was er für richtig hält. Er kann seine Lehrer lehren. Er kann so intensiv fühlen und leben wie er es will. Aber er soll es eben nicht unter dem Namen Anthroposophie tun. Da es nicht Anthroposophie ist. Hier lügt er. Und das müßte er sogar selbst wissen.

So sehe ich das.

Ich habe ihm hier schon viele Fragen gestellt. Vieles kommentiert. Antworten habe ich von ihm noch keine erhalten.

manroe hat gesagt…

@Nene
Wie würdest Du Beliebigkeit beschreiben, nach Möglichkeit definieren in einem Sinne von dem ich meine, dass Du weißt was ich darunter verstehe.

Thomas hat gesagt…

Ach, Nene!

Sehen Sie, ich möchte unter anderem etwas wissen von der geistigen Welt. Lesen kann ich die geistige Schrift selbst nicht. Aber Rudolf Steiner konnte es (und andere).
Er beschreibt, was er da sehen konnte. Ausführlichst und detailliert, logisch für den Verstand nachvollziehbar. Und dabei kann ich vor allem in vielen, vielen Vorträgen deutlich eine Herzenswärme spüren. Die aber auch den Verstand leben läßt.

Sebastian Gronbach bezeichnet sich als "erleuchtet". Er schreibt nur von Gefühlen. Von dem was "er" gefühlsmäßig erlebt. Immer das Selbe. Da gibt es keine Beschreibungen von Welten. Da gibt es keine Herstellung von nachvollziehbaren Beziehungen zu dem, was in der sinnlichen Welt erlebt wird.
Es heißt nur: Alles ist Eins. Und das wars.

Da orientiere ich mich doch lieber an dem, was von Rudolf Steiner als Anthroposophie geschrieben ist und nicht an dem, was von Sebastian Gronbach als INTERPRETATION der Anthroposophie gepredigt wird.

Habe ich mir Anthroposophie selbst erarbeitet, dann kann ich mir auch eine eigene Meinung einer "Interpreation der Anthroposophie" bilden.

Und das habe ich hier in diesem Falle getan. Tun Sie es doch einfach auch.

Thomas, der es hoffentlich nie aufgeben wird.

Thomas hat gesagt…

Und: Vielen Dank für die Wünsche, Nene.

Von Herzen

Thomas

(Ich hoffe, dass Sie es auch nie aufgeben werden)

Thomas hat gesagt…

@ Susanne

Sie schreiben:
"Ich spüre keine Herzenswärme bei Thomas."

Das klingt aber hart und kalt.

Nur wenn einer nicht von seinen Gefühlen spricht, heißt das nicht, dass er keine hat.

Beurteilen Sie doch nicht einen Menschen nach dem, was Sie von ihm auf einem Monitor lesen können.
Es könnte nämlich das alles gelogen sein - sogar die allerschönsten Worte.

Auch Ihnen einen schönen Ersten Advent.

Susanne hat gesagt…

Wenn unsere Zeilen nicht durchtränkt sind von unserer Seele, dann ist Mission WIR eine Farce.

Wieder eine Maske.

Vielleicht sogar eine Maske über einer Maske.

Mir wird schlecht.

Wo soll man denn noch hin gehen, wenn nicht hierher?

Nennt mir einen Ort hier auf der Erde, wo es sich echt anfühlt.

Auf der Erde, die nicht die Heimat meines Selbst ist. Sie ist die Heimat von Susanne.

Susanne friert.
Ich selbst hab damit gar nichts zu tun. Es hat keine Bedeutung für mich.

Im Crowley-Tarot hab ich die 5 der Kelche gezogen.

Es gibt keine größere Schmerz- und Verlust-Karte.
Für das Ich.

Doch mein Humor, den ich so an Walsch schätzen gelernt habe, kommt immer wieder hoch.

Also dann,

auf in den echten und friedlichen Kampf.

MonikaMaria hat gesagt…

Ich fühle an jedem Ort Echtheit, wenn ich DA bin.
Ich bin da ... auch bei Crowley. Bin die 5 der Kelche.

Verlust ist Illusion. Es gibt nichts zu verlieren.

Es gibt auch keinen echten und friedlichen Kampf außer der Illusion, die ich damit nähre. Auch das spirituelle Ego will erkannt werden.

Das Übel werden kenne ich. Bin darob fast eingegangen .... vom Übel ..... das meines war .... der Teil, jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft ....
:-)

Es zu erkennen, was mir Übelkeit bereitet, hat mich heile werden lassen. Heile werden lassen hat mich Liebe erkennen lassen in jedem um mich herum.

IN JEDEM UM MICH HERUM.
Sie kann ich ansprechen.
IN JEDEM ...

weil ich sie fühlen kann in allem .... auch in einem bissigen Hund .... in der Pflanze, in der Natur .... weil sie gibt, gibt, gibt ....

Thomas hat gesagt…

@ Susanne

"Nennt mir einen Ort hier auf der Erde, wo es sich echt anfühlt."

Ich habe als Antwort auf diese Frage "Die Herrscherin" gezogen.

Nur zur Klarstellung:
Ich bin in keinster Weise abergläubisch. Ein Tarot-Spiel ist in unserem Haus, da sich jemand aus meiner Familie einmal intensiv mit Tarot befasst hat. Ich ließ mich durch Ihren Kommentar anregen eine Karte zu ziehen.
Vielleicht können Sie ja etwas mit der gezogenen Karte anfangen. Ich finde sie gut.


Sie schreiben: "Wo soll man denn noch hin gehen, wenn nicht hierher?"

Also, die Bremer Stadtmusikanten haben auch einen Weg gefunden.
Und die Bedeutung der Karte weist ja auch in eine Richtung.


Und noch etwas: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Nene hat gesagt…

Lieber Thomas,
die Antroposophie ist hilfreich und wertvoll, aber sie ist doch nicht die einzige Möglichkeit, etwas von der geistigen Welt zu erfahren.
Die geistigen Welten sind sogar für den Verstand nachvollziehbar, aber die Welt des Geistes, die Welt des Lichtes, die dahinter liegt, ist nicht mit dem Verstand zu erfassen. ich bin sicher, dass Steiner das wusste. Aber er hat auch gewusst, dass er in seiner Zeit die Menschen dort abholen musste, wo er ihnen gehörig Nahrung für ihren Verstand geben konnte. Ich finde seine Sprache kompliziert und sehr verstandesorientiert. Dazwischen schimmert immer etwas von seiner Erkenntnis der Wahrheit. Das ist für mich das eigentlich spannende.
Die Dinge sind in Wahrheit nicht so groß und kompliziert wie unser routierender Verstand, unser endloses Denken es braucht. Dennoch ist die Entwicklung der Verstandeskräfte eine wesentliche Entwicklung der Menschheit, nur, dass es damit nicht getan ist. Eine neue Mentalität muss und kann sich entwickeln, eine , die aus dem Urlicht lebt, dem Seelenlicht, dem Urprana, keine Ahnung wie ich es noch nennen soll.
Ich sage nicht, dass du falsch liegst Thomas, ich sage nur, lass deine Vorstellung von Steiner und der Antroposophie mal eine Zeit lang los und sieh, was passiert. Lass sie nicht nur los, sonderm hinterfrage sie, trau dich, sie anzuzweifeln. Geh darin immer weiter und weiter. Das wird einen Prozess in dir in Gang setzen, der dich auf ganz neue Wege führt. Das hat Steiner getan. Er hat doch nicht irgendein System glaubend übernommen oder?
herzlich
Nene

Nene hat gesagt…

Mensch Manfred,
ich verstehe deine Frage nicht. Soll ich dir erzählen, was ich unter Beliebigkeit verstehe?

manroe hat gesagt…

@Nene

"Mensch Manfred,
ich verstehe deine Frage nicht. Soll ich dir erzählen, was ich unter Beliebigkeit verstehe?"


Mensch Nene, solltest Du zunächst auch gar nicht, so genau, verstehst Du?? Deine Gespräche zwischen Dir und Thomas pendeln, könnte man das so sagen, irgendwie zwischen so zwei entscheidenden "Polen". Der eine wills ganz genau wissen, der andere, Du wirst an das "Genau" nur herankommen, wenn Du es NICHT so genau wissen willst, zumindest in der Art nicht, wie man in der Regel da rankommen möchte. Und für mich habt ihr beide "recht", und, wie drückt man aus, wenn beides "richtig" ist und sich dennoch komplett voneinander unterscheidet?

Ich habe mal im Zitat unten fett hervorgehoben, wo man z.B. einhaken könnte und aus dem hervorgehen könnte, warum ich Dir obige Frage habe stellen wollen. Vielleicht kann man auch fragen: Liegt in dem Postmodernen ein ähnlich fauler Kern wie in der Demokratie?? Wenn einfach so jeder kann wie er meint, dass es richtig ist? Das Niedrigste noch oben hievt? Und bei einer entsprechenden Frage dann antwortet: "Warum denn nicht?" Oder womöglich gar den Gipfel eines solchen Schwachsinns: "Entertain me!" Das scheint mir persönlich der Initialsong des Untergangs zu sein. Und hier irgendwo mal den Begriff Beliebigkeit einpflanzen und unausgesprochen im Hinterkopf den Gegenbegriff zusehen lassen.

Ansonsten, ich mag Deinen klaren durchherzten Geist ..
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vom: 28.11.09 11:26
"Das bedeutet doch nichts anderes als das, was Sebastian tut. Irgendwann reicht es mit dem Bücherwissen. Es nutzt dir an einem bestimmten Punkt nichts mehr. Werde dann selbst die Philosophie der Freiheit, werde die Freiheit. Dann ist es dir völlig egal, ob Gronbach erleuchtet ist oder nicht. Ich weiss nicht, warum er das propagiert. Der Grund dafür liegt vielleicht in der Antroposophie, darin wie sie von Menschen angewandt und gelebt wird.

Einer, der sich hinstellt und sagt er sei erleuchtet, rüttelt Euch durch, kratzt an euren festen Vorstellungen und das, mit verlaub gesagt, hat die Antroposophie möglicherweise nötig, um ihren lebendigen Kern nicht zu verlieren, der nicht im Bücherwissen liegt, auch wenn die Schriften ein großer Schatz sind."


Gruß
Manfred

Nene hat gesagt…

Yo Manfred,
mit deiner Einschätzung, was die Gespräche zwischen Thomas und mir angeht, liegst du glaube ich ganz richtig. Es ist aber eigentlich kein individuelles Ding zwischen Thomas und Nene, sondern eine zentrale Frage innerhalb jeder Lehre: "Wie weit muss ich mich von dem Gewand der Lehre befreien, um ihren tiefsten Inhalt in mir selber zu entdecken? Wieviel vom Gewand der Lehre, von ihrer Form ist notwendig erhalten zu bleiben, um bestimmten universellen Energiestrukturen noch zu entsprechen, also nicht beliebig zu werden?
Also: welche Struktur gibt das Ewige vor, und welche Form und Struktur muss in jeder Zeit in jedem Leben neu geschaffen und gelebt werden?"
Das ist für mich die entscheidende Frage jeder Lehre, jedes Erwachens, jeder Suche nach dem Ewigen und All Einen.
Wenn diese Frage nicht tief erlebt und wahrheitsgetreu beantwortet wird im eigenen Inneren , aber auch manchmal im Aussen, dann entsteht schnell Beliebigkeit und das Niederste wird nach oben gekehrt. Aber fürchten muss man sich davor auch nicht. Die Ewigkeit hat Zeit auf uns zu warten.
Für mein bescheidenes Empfinden als Randfigur, als antroposophisch nicht versierte, hat sich die Antroposophie verfahren in einer auf die Spitze getriebenen Kultur und äußeren Form und verliert dabei ihren Inhalt. Das könnte mir egal sein, aber ich sehe darin ein Abbild jeder ursprünglich tiefen und befreienden Lehre, die sich in der Form verloren hat.
Einer wie Gronbach legt den Finger auf die Wunde. Er durchbricht das Tabu, dass schon Lao Tse formuliert hat, dass nämlich ein ganz Großer sich immer niedrig zeigt und weiss. Klartext: "Man spricht nicht darüber, erleuchtet zu sein, weil man es dann nicht ist".
Ob er es ist? Keine Ahnung. Aber er lebt und ringt und versucht ganz offensichtlich den tiefen Inhalt der Antroposophie aus der verkrusteten Form zu befreien,in die neue Zeit zu übertragen und ihn neben andere Lehren zu stellen und zu integrieren.
Ich weiss, dass in ihnen allen die Wahrheit ist, und ich weiss, dass Menschen sich an die Hand nehmen können und sich gegenseitig beim Erwachen helfen können. Dabei sind die schönen Worte nicht unbedingt die wahren.

Die Antros können froh sein, einen wie Sebastian Gronbach und wie Felix Hau zu haben. Und ich bin sicher, dass er, wenn er nicht über die eigene internalisierte Antrokultur stolpert oder über das luziferische, dass zum "Glänzen wollen" verführen will, noch viel mehr zum Stein des Anstoßes werden wird.
Warum mich das überhaupt interessiert?
Was einer von der Wahrheit frei machen kann, macht er nicht nur für sich frei, sondern für jeden, der nach der Wahrheit strebt. Wir alle sind in einem großen Netz verbunden, ob wir wollen oder nicht.
von Herzen
Nene

Susanne hat gesagt…

A D V E N T

"Es ist der 1. Advent. Die Menschen schlendern gemütlich durch die
Einkaufsstraße. An den Seiten stehen Buden, vor denen Junge und Alte zusammen musizieren. Instrumente liegen überall ausgebreitet, und jeder, der möchte, kann dazu kommen und spielen. Es sind alles pentatonische Instrumente, da kann jeder spielen, wie und was er will, es ist immer in Harmonie eingebettet. Geld braucht man nicht auf diesem wundersamen Weihnachtsmarkt. In den Körben der Menschen sind Gaben zum Verschenken, und somit wird dort der eine vom anderen beschenkt. Sie sind ganz leicht, die Körbe. Ihr Material ist aus Liebe, und darin befinden sich Freundlichkeit, nette Worte, ein Lächeln und Aufmerksamkeit. Alles ist in ein zart gewebtes farbenprächtiges Tuch gewickelt. Dieses Tuch trägt die Inschrift: ZEIT. Die Menschen wickeln es auseinander und beschenken sich. Mit ihren Gaben. Das ist der Platz, zu dem sich die Engel zu dieser Zeit ganz besonders hingezogen fühlen. Er ist ihrer Heimat so ähnlich, und darum fliegen sie auch gaz tief und sind gar nicht mehr so scheu wie sonst auf der Erde bei all diesem lauten Treiben. Und wer scheu ist, der zeigt sich nicht gerne. Das ist der Grund, warum der Mensch so selten einen Engel sieht. Weil dieser sich versteckt vor ihm. Ganz anders ist es an diesem märchenhaften Adventsnachmittag. Die Menschen haben ihre Herzen geöffnet, in denen die wahren Geschenke verborgen liegen. Sie beschenken sich so reich, dass es eine wahre Freude ist. Und alle Engel, die nicht auf die Erde gekommen sind, wohnen diesem wunderbaren Ereignis bei."

(Ausschnitt aus "Das Buch")

Nene hat gesagt…

nachsatz an Thomas
warum sollte ich mir das erarbeiten, was du Antroposophie nennst?
Um mein Gehirn mit weiteren Vorstellungen, Regeln und Dogmen zu füllen? Glaubst du im Ernst, in mir wäre weniger Licht als in einem, der sich durch den ganzen Steiner geackert hat und immer die Nebenübungen macht und die Hauptübungen (die möglicherweise anders heissen). Für dich bin ich vielleicht ein Zöllner oder eine arme Witwe, weil ich die Philosophie der Freiheit nicht gelesen habe. Glaubst du im Ernst, ich könnte darin etaws finden, was mir neue und fremde Inspiration ist?
Thomas, der Geist weht wo er will, und die Philosophie der Freiheit will gelebt werden. Niemand kann dich zwingen, dass zu tun.
Es bedeutet in letzter Konsequenz zu erkennen, dass es keinen Tisch gibt. Steiner bereitet mit seiner Schrift den Menschen darauf vor, sein ganzes Sein zu entfalten bis zur höchsten Kultur des Denkens und zur Beherrschung der Ideenwelt. Die höchste Kultur ist aber immer noch ein Schlaf, ein Traum, wenn auch ein sehr hochwertiger. Wenn der wahre Mensch erwacht, ist aber der Traum vorbei und das alte Denkleben.
"Es gibt keinen Tisch", ist dann erlebte Realität. Um dort anzukommen, braucht es eines, mehrere, alle Bücher, oder aber gar keines. Das hängt ganz vom Einzelnen ab.
Steiner sagt auch nichts anderes, wenn er sagt:
Nur das Wissen befriedigt uns, das sich keiner äußeren Norm unterwirft, sondern aus dem Innenleben der Persönlichkeit entspringt. Wir wollen auch kein solches Wissen, das in eingefrorenen Schulregeln sich ein für allemal ausgestaltet hat, und in für alle Zeiten gültigen Kompendien aufbewahrt wird. Wir halten uns jeder berechtigt, von seinen nächsten Erfahrungen, seinen unmittelbaren Erlebnissen auszugehen, und von da aus zur Erkenntnis des ganzen Universums aufzusteigen.

Und was habt ihr daraus gemacht, als seine nachfolgenden Generationen?
Ein festes System. Regeln, Dogmen, starre Formen. Auch wenn es schöne und hochkultivierte, seelenvolle Formen sind.

Ewwoluhschn hat gesagt…

Advent, Advent, ein Kerzken brennt.
Ers ein, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht datt Chriskind vorer Tür.

Anonym hat gesagt…

@Nene


…………..“Für mein bescheidenes Empfinden als Randfigur, als antroposophisch nicht versierte, hat sich die Antroposophie verfahren in einer auf die Spitze getriebenen Kultur und äußeren Form und verliert dabei ihren Inhalt“……………


Ihre Urteile über die Anthroposophie lesen sich wie handfeste Vorurteile, „Nachurteile“, Urteile aus zweiter, dritter (fremder) Hand (Mund)…



………“warum sollte ich mir das erarbeiten, was du Antroposophie nennst?“………


Vielleicht um besser beurteilen zu können was Anthroposophie ist. Man urteilt „gesünder“, wenn man es kennt. Ansonsten bleibt es Vorurteil…

Der Kleine PrinZ

Nene hat gesagt…

@kleiner Prinz
warum schaust du nicht mit dem Herzen? Was du Vorurteile und Nachurteile nennst, sind Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit der Umsetzung der Antroposophie, die durchaus aus erster Hand sind und nicht vom Hören-Sagen stammen.

Was Antroposophie ist, kam mir dabei selten entgegen, ausser in dem wenigen, was ich von Steiner gelesen habe. Dafür kam mir all das entgegen, was aus der Antroposophie gemacht wird, all das, was behauptet, Antroposophie zu sein. Ich glaube auch nicht, dass die katholische Kirche christlich ist, obwohl sie sich selber so bezeichnet und der Papst ist für mich auch nicht der Stellvertreter Gottes auf Erden, zumindestens nicht mehr als ich oder du.
In diesem Sinn habe ich gefragt, warum ich mir all das erarbeiten sollte, was hier Antroposophie genannt wird und nicht, warum ich mir die Antroposophie erarbeiten sollte. Da sehe ich oft einen Unterschied. Was Antroposophie ist, finde ich ausser bei Steiner am ehesten bei Gronbach, bei Vandermeullen und bei Christian Grauer, auf dessen Seite "Schachtelhalm" ich kürzlich noch einen Artikel über das rote Fenster in Dornach lesen konnte, in dem er sehr klar über Steiner spricht.
Und was ist für dich Antroposophie? Das allein selig machende, das keine Lehre neben sich haben kann? Und alle, die es anders leben und wohlmöglich integrierend eine offene Hand und ein erkennendes Herz für jede universelle Lehre haben, gehören geteert und gefedert und dürfen das, was sie leben nicht Antroposophie nennen?
Bin ich in deinen Augen verloren, weil ich keinen Jahreszeitentisch habe?
herzlich
Nene

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Du schon viele Bücher über Anthroposophie gelesen hast .... :-)

Zu 99% waren mir die Interpretationen von Steiners Anthroposophie ein echter Greuel. Ich halte mich an das, was er schreibt und lebe «meine» eigene Anthroposophie.

Für mich hat es Sinn gemacht, sie zu studieren und wenn es was anderes gewesen wäre, auch gut.

Jetzt, wo ich auch andere, ältere Systeme lese, denke ich manchmal: Er hat sie gut studiert und sein eigenes draus gemacht und einen neuen Überblick geschaffen.

***

So halte ich es auch. Wenn etwas außen vor bleibt, ist für mich ein Haken dran, den es zu integrieren gilt. Auf meine Weise – auch dann, wenn der Rest der Welt das Gegenteil behauptet oder eine andere Überzeugung hat. Meine Erfahrung zeigt, dass es eine ganz bestimmte Art des Erlebens ist, das mir zeigt: Das ist es, egal, was andere denken.

Als ich vor 25 Jahren in einem Buddhistischen Tempel war und Buddhas Leben studiert habe aufgrund der Bilder, die an den Wänden waren, wurde mir schlagartig klar: Christus und Buddha gehören zusammen! Das wagte ich keinem zu erzählen. Dann fand ich die genaue Schilderung meines Erlebnisses zwei Jahre später im Buch: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums. Darauf bin ich in die Anthro Gesellschaft eingetreten, ich fühlte mich, als wäre ich nach Hause gekommen, denn auch die Erfahrungen, die ich beim Sterben meines Vaters machen konnte, fand ich da wieder. Das war mein Weg.

Mein Mann folgt einem anderen Weg und wir verstehen uns prächtig!

Anonym hat gesagt…

@Ewwoluhschn:

... und wenn die fünfte Leuchte brennt, dann haste Weihnachten verpennt!

Lady Diana

Anonym hat gesagt…

Ja, Thomas,

Gronbach kämpft an der Front, schreibt hier jamand (er sagt sowas ja auch gerne selbst über sich). Du kämpfst auch, wie man sieht.

Der Geist der Wahrheit ist die Anthroposophie. Du hast sicher einmal die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn jemand aus dem Geist der Wahrheit spricht. Sonst hättest Du keinen Maßstab. Es klingt anders, weil es in den Leser oder Hörer eine gewisse Seelenstimmung erzeugt, (die auch für den Sprecher Vorraussetzung ist (die nur mit der Reinheit der Jungfrau Maria vergleichbar ist)).

Wir müssen aber damit leben, dass auch Figuren wie Gronbach, Tomberg, Powell und von Halle Wahrheiten sagen. Wirklich, es sind Wahrheitsstücke, die sie bringen, zerstückelte Wahrheiten, sie zitieren ja nicht umsonst so viel Steiner etc.

Aber weißt Du, es kann nur jeder seinen eigenen Weg gehen, besonders in der Anthroposophie. Ich finde es schon schwer genug, selber aus dem Geist der Wahrheit sprechen zu üben. Da muss ich nicht auch noch anderen das abverlangen, die das gar nicht wollen. Die gar nicht sehen, was sie wollen könnten. Wenn es Dir aber ab und zu gelingt, dann wird es gleich die größte Freude. Und die zieht wiederum andere an, und bringt sie weiter auf ihrem Weg, setzt neue Maßstäbe.

Und diese Überzeugung hat nichts mit Kampf und Front und Krieger, und was hier sonst noch für mythische Bilder aufgeboten werden, zu tun, das ist ja wohl klar. Sieh Dir nur Steiner und Christus und Buddaha an - sie waren keine Krieger, sie waren einfach nur der Wahrheit treu.

Ich muss sagen, ich bin richtig froh über die AAG, dass sie endlich mal soweit gekommen sind, Gronbach und von Halle nicht einfach in die Wüste zu schicken. Sie dürfen weiter reden und bekommen die einmalige Chance sich zu entwickeln und wirklich auch Verantwortung zu übernehmen für Ihre Aktionen. So kommen wir doch alle weiter. Denn wie gesagt: Versuch Du es besser! Undich auch.... die Wahrheit wird "siegen"...

So long, peace,

Gottlob R.

Der Fuchs hat gesagt…

Liebe Nene,

ich meinte dass Sie sich die Anthroposophie VERTRAUT machen.

Nur wer sich die Anthroposophie VERTRAUT macht sieht (mit dem Herzen) dass sie NICHT wie alle anderen spirituellen Wege ist…



…………..“Bin ich in deinen Augen verloren, weil ich keinen Jahreszeitentisch habe?“…….


Neeeeeeeeiiiiiiin, es ist nur schööööööööööön, so ein Tischlein…


Der kleine PrinZ

Nene hat gesagt…

ach kleiner Prinz
hast du dir denn alle anderen spirituellen Wege vertraut gemacht?
Ich glaube fast nicht, denn dann wüsstest du um ihren gemeinsamen Kern.
Hast du gelesen, dass ich nicht die Antroposophie, wie sie von Steiner dargelegt wird, als erstarrt benannt habe, sondern das, was daraus gemacht wurde.
ich glaube dir, dass ein Jahreszeitentischlein schön sein kann, ist alles Geschmackssache. Ich hab auch Dinge in meinen Räumen, die ich schön finde, aber ich halte sie deswegen nicht für spirituell. Und selbst, wenn sie eine bestimmte geistige Symbolik beinhalten, sind sie nicht der Geist. Ich kann mir in jedem Raum ein Kreuzlein aufhängen, aber das macht mich nicht zum Nachfolger Christi. Ich könnte dabei über all den schönen Kreuzlein vergessen, dass ich mich innerlich bewegen und jenseits aller Symbole erwachen kann. Ich bin dann selber das Symbol geworden.
Na ja, aber ich will hier auch keinen in seinem Weg stören. Es hat ja jeder seinen eigenen Rythmus und sein eigenes Tempo. Und so ein Jahreszeitentisch schadet ja nicht und all die Elementargeisterchen und Wichtelein und was weiss ich noch alles, haben vielleicht etwas tröstlich nettes und helles in der Nacht.
herzlich
das Traumfresserchen