Dienstag, 24. November 2009

Dein JA-WORT

Gestern saß ich mit dem Geschäftsführer der von MINDJAZZ-PICTURES in Köln und besprach die Kinopremiere von „Zwischen Himmel und Erde“. Holger Recktenwald plant ein Podiumsgespräch zum Film und wir überlegten, wie das am besten auf die Bühne zu bringen sei. Als wir da in der „Szenelocation ohne Verfallsdatum“ saßen, meine Schwester mit ihrem Kind vorbeischaute und wir uns einig wahren, dass wir Rheinländer „Spass an der Freude“ habe, da dankte ich dem Universum mal wieder für sein JA-WORT.

Schon auf dem Rückweg vom erfolgreichen Abschluss des Männerkongresses in Hannover war ich von großer Dankbarkeit erfüllt und dachte:

„Wie erstaunlich schön, dass ich in einem so säkularen Umfeld über Gott, Nirvana, die Mission des Maskulinen und die spirituelle Perspektive sprechen durfte – und die Namen Rudolf Steiner, Ken Wilber, David Deida und Eckhart Tolle werden mit Offenheit und Freude begrüßt.“

Trotz aller harter Arbeit, trotz Opfer und trotz Begeisterung – am Ende muss das Universum sein JA-WORT geben.

Dieses JA-WORT höre ich immer dann, wenn ich aufstehe und mein Bestes gebe – und es bleibt immer ein unverdientes Geschenk, für das ich tiefe Dankbarkeit fühle.

Und bei alle dem, ist dieses verrückte Gefühl, was einfach nicht aufhören will: Denn wie ich es auch drehe und wende. Seit dem Sommer 2006 habe ich restlos das Gefühl verloren, dass es jemanden gibt, dem diese Dinge passieren. Eine Frage ist einfach so aus meinem Leben verschwunden: „Warum ich?“

Diese Frage gibt es nicht mehr – nicht im Positiven und nicht im Negativen. Nie mehr: „Was habe ich damit zu tun?“ Nie mehr „Warum passiert das gerade mir?“. Keine Vergangenheit mehr und keine Zukunft und keinen Grund mehr zu fragen: „Warum gerade ich?“ Egal wie toll oder schrecklich alles ist, die "Warum-ich-Frage" ist einfach futsch...
love
Diese Frage ist ausgelöscht. Es gibt niemanden mehr, der diese Frage stellen könnte. Das Rennen ist beendet.

Was es gibt sind Schmerzen die mir die Lungenflügel zerfetzen, Liebe die meine Adern zum Glühen bringt, Schwäche die meine Muskeln lähmt, Orgasmen die sich durch meine Glieder peitschen, Trauer die mir den Hals zuschnürt, dankbare Freude die in Tränen aus den Augen fällt, Gedanken die Menschen zum Guten bringen sollen und die tägliche Entscheidung die Welt zu einem besseren Ort zu machen...und geile Musik, & Filme & Becks & Tanzen & Ethik & jeden Moment berührt sein, Dramen – alles passiert. Die Göttin der Fülle. Mother Laxmi, tiefe Berührung: 100 Prozent Leben...immer weiter...
love
Gleichzeitig: Dasjenige, was das alles fühlt, erlebt, denkt und wahr nimmt, ist nichts von allem. Kein Problem muss gelöst werden, weil kein Problem existiert. Nichts ist zu tun. Kein Gefühl. Kein Gedanke. Kein Körper. Keine Person, kein Ego, kein Ich. Nicht dies, nicht das. Unberührt. Der Gott der Leerheit.

Die Welt geht auf. Die Welt geht unter. Alles erscheint im stillen Zeugen dieses ewigen Jetzt.

Alles erscheint, verweilt und vergeht in der einen uferlosen Bewusstheit. Ein Universum der Leerheit. 100 Prozent Nirvana.

Ein Universum aus Leerheit.
Ein Universum aus Fülle.
Dazwischen ein JA-WORT.
Love
Für Dich gegeben. Mensch.

Kommentare:

Nene hat gesagt…

Ein Universum aus Leerheit.
Ein Universum aus Fülle.
Dazwischen ein JA-WORT.
Für Dich. Mensch.


versteh ich gut und bin auf die Diskussion gespannt, manches kann ich jetzt schon fast vor mir sehen.
;)

Anonym hat gesagt…

jaja.

Anonym hat gesagt…

Eine Frage ist:„Warum BIN ich einfach so aus meinem Leben verschwunden?“

Anonym hat gesagt…

Warum nicht? Wenn es dir wirklich, wirklich wirklich gut geht damit: "Ride the Snake, the Snake is long, seven miles..."

Am Ende muss das Universum sein JA-WORT geben?
Ist das Gnade?
100 Prozent Nirvana?

Keine Vergangenheit mehr und keine Zukunft und keinen Grund mehr zu fragen: „Warum gerade ich?“ Diese Frage ist ausgelöscht? Es gibt niemanden mehr, der diese Frage stellen könnte?

Kein Karma?

Wenn das wahr wäre, wärst Du kein Mensch mehr. Ein Schluck Becks würde aus Dir einen Haufen Asche machen.

Krass.

Wie konnte das denn passieren mit Dir? Mich interessiert das. Ich will nicht so werden. Ich hätte wohl auch Angst davor, aber ich würde es auch einfach nicht wollen so. Nicht, dass es einem passiert, ohne dass man es will!

Wolltest Du das so?
Willst Du das immer noch?
Kommst Du da wieder raus, wen Du willst?

Gabriela hat gesagt…

Danke, dass du Worte hast, wo ich keine mehr oder noch keine finde.

lametta hat gesagt…

Ich bin sicher, er will Mensch WERDEN!
Denke, gemeint ist tiefstes, sinnlichstes Fühlen aber (im Gegensatz zum "Tier") ohne Identifikation damit. Kenne das. Max Lüscher spricht in dem Zusammenhang vom "Inneren Kern"; in seinen Büchern veranschaulicht durch einen Kreis, der eben keine Dellen bekommt durch Glück oder Leid sondern immer seine ruhige runde Form behält.

JA! ist schön :)

Ich fühle mich unsicher ... hat gesagt…

Oh ja, und wie ich das nachvollziehen kann! :-)

JANET hat gesagt…

Wo kein Anfang und kein Ende und wo ist dann die Mitte..Immer vorwärts Schritt um Schritt..es gibt kein Weg zurück.. Meine Grenzen überschreiten und die Mitte immer wieder neu finden.
Ein Stück Ver-rückt!

Liebe Grüße

BURGHARD hat gesagt…

Wo geht`s zum Bahnhof?

Lieber Leser, möchtest Du
einen Fragesatz als deinen
Namen tragen?

Ich nicht! Meine Meinung dazu.
Wozu?

Dazu, das ich der Meinung bin,
selbst ein Engel will das nicht.
Wer will das schon!

Nun kenne ich einen Wer,
dem hat man ein Fragezeichen
rangehängt.

Jeder kennt diesen Wer,
den Wer, den ich auch kenne.

Who is who?

Engel Michael, zu meinem
Schmerz ein Erzengel.
Ein Erzengel mit Fragezeichen.
Ja, so ist das.

Schau selbst nach!
Michael, das soll sagen,
Wer ist wie Gott?

Meiner Meinung nach muss
so etwas richtig gestellt werden,
jetzt.

Wie? Ich nehme ihm die Frage ab.
Was bleibt? Das bleibt:

Wer ist wie Gott.

Das Fragezeichen hänge ich
statt dessen mir um, so um,
das ich dabei Sätze bilde:

Wie ist so ein Wer?
Was ist so ein Wer?
Wer ist so ein Wer?
Bin ich so ein Wer?

Wer fragt das hier?
Ich frage das.

Wer?

Ich, ein Wer.

Wer ist hier ein Wer?

Ein Wer ist hier der,
der ist wie Gott.

Warum?

Wer ist wie Gott.

Es grüßt von Wolke „Sieben“

Michael

Nene hat gesagt…

auf den Film freue ich mich sehr. Gab es keine Fotos daraus? Das Bild zum Film 2012 ist zwar schön, aber die Eurythmiebilder aus dem Film "Zwischen Himmel und Erde" waren auch so wunderschön.
Na ja, vielleicht muss man "Nichtantroposophin" sein, um das so zu sehen.

Susanne hat gesagt…

Ich kann dich so gut verstehen, Sebastian.

Du bist nicht der einzige, dem es so er-geht.

Er-gehen
Zer-Gehen
Ver-Wehen

im Sein.

Anonym hat gesagt…

Aber glücklicherweise ALL-EIN...

manroe hat gesagt…

@Burghard

:))

JANET hat gesagt…

Nene hat gesagt...
..versteh ich gut und bin auf die Diskussion gespannt..

ich glaube, es gibt nichts zu diskutieren, alles ist eindeutig mit JA zu beanWORTen... es gibt kein NEIN, weil ich es sowieso machen muss, vielleicht nicht gleich, weil ich mir Aufschub gewähre aber wie groß soll der Berg denn werden. Wie groß ist eigendlich der Schuldenberg und wie groß ist der Wunschberg? mmh?
Ich hab keinen Schuldenberg..ich bin keinem was schuldig und mein Wunschberg ist kein Monte Everest aber immer noch ne Ladung rauf!
momentemong kein NEIN!

noch ein Stück..

Nene hat gesagt…

@Janet
Danke
JA
:o)