Donnerstag, 5. November 2009

Knie nieder, Mensch

Es gibt ein großes Dilemma auf dem modernen spirituellen Weg. Die meisten Menschen durchschauen heute ihre egozentrischen Reaktionen. Manche ansatzweise, andere bereits sehr klar. Und das Dilemma besteht darin, dass sie trotzdem nicht fähig sind sich zu ändern.

Wie kann man das ändern? Die schlechte Nachricht ist, dass wir ein Leben lang trainieren müssen um in unsere persönlich Bestform zu kommen. Die gute Nachricht ist, das wir heute über hervorragende Trainingsmethoden verfügen. Ich selber durfte durch das Trainingsprogramm der Anthroposophie gehen und nutze bis heute verschiedene Module und Techniken dieser Tradition – neben diversen anderen Techniken einer integralen Lebenspraxis.

Immer wenn ich diese „Anthropotechniken“ (Peter Sloterdijk) in Seminaren oder Vorträgen darstelle, kommen wir an einen Punkt, wo fast alle Teilnehmer sich eingestehen müssen, dass sie eigentlich alle wüssten was sie zu tun haben, aber eben den Arsch nicht hoch bekommen.

Und hier kommen wir zu dem Dilemma.

Denn die Postmoderne hat – neben ihren großen Errungenschaften – auch etwas fatales mitgebracht. Sie hat uns eingeredet, dass wir auf diesem Weg zwar Hilfe annehmen dürfen – sogar von einem spirituellen "Coach" – aber dann kommt schon das große postmoderne Credo, was viele hoffnungsvolle Ansätze zunichte macht und das ganze schreckliche Dilemma hervorbringt.

Wir bestehen nämlich darauf, auf gleicher Augenhöhe mit unserem "Coach" zu sein.
LICHT
Die Postmoderne hat uns zu aufrechten Menschen gemacht – und das ist gut so. Aber die Postmoderne hat das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Sie hat uns der Fähigkeit beraubt, den Blick zu senken.
Wir müssen wieder mühsam lernen, die Potenz in dem Satz "Knie nieder, Mensch" zu erkennen.

Wir senken zwar noch den Blick – aber letztlich nur vor den Dingen, die unserm Ego nicht zu nahe kommen. Wer und was dem Ego zu nahe kommt, das wird (mit dem Verweis auf Autonomie) auf gleiche Augenhöhe gestutzt.

Irgendwann kommen wir in den Seminaren oder Gesprächen an den Punkt, der zum Wendepunkt werden kann.
Es ist die demutsvolle Selbsterkenntnis des stolzen Egos, dass es Instanzen über ihm gibt, die ihm etwas zu sagen haben. Von oben herab.

Von Gott als mahnende DU-Instanz haben sich viele spirituelle Sinnsucher bereits völlig entfernt. Wenn diese Instanz als ein konkreter Mensch erscheint, dann läuft das postmoderne Ego Amok.
licht
Es wendet seine gesamte Intelligenz auf, um zu beweisen, warum die Zeit der Lehrer, Meister und Gurus abgelaufen ist, oder warum man zumindest selber keinen braucht und warum wir alle gleichermaßen Lehrer sind...

Beobachte Dich selber. Schau einmal ehrlich auf diese intelligente Stimme in Dir. Wie spricht sie in diesem Moment, wenn Du diese Zeilen liest?

Hör einmal, wie diese Stimme es hasst, wenn jemand „von oben herab“ redet, anstatt auf gleicher Augenhöhe zu reden.

Ist es wirklich Deine wahre Würde die dort spricht?

Das natürliche und absolute Recht eines jeden Menschen auf die Respektierung seiner Würde und darauf, dass er sich von niemandem etwas sagen lassen muss, hat eine Pervertierung erfahren, die unsere wahre Würde gefährdet und uns in das erwähnte Dilemma führt.

In Wirklichkeit zählen wir Kinder des 21.Jahrhunderts alles zu unserer Würde, was mit Würde rein gar nichts zu tun hat.

Selbstverliebte Neurosen, egomanische Triebe oder einfach nur asoziale Tyrannei. Das ist nicht unsere Würde, das ist unter unserer Würde.

Wie befreiend können da Menschen wirken, die dieser Pervertierung Einhalt gebieten. Die uns helfen können eine Beziehung zu unserer wahren Würde zu bekommen. Dies geht im wahrsten Sinne des Wortes nur von oben herab.

Sicherlich: Das ist ein vermintes Gebiet - aber anstatt es zu meiden, könnten wir modernen Menschen die Minen räumen. Denn es ist auch heiliges Land - wenn wir es segnen.

Bei Kindern bilden wir als Eltern einen gesunden Egoismus zu einem Altruismus um, der sich niemals gegen die Persönlichkeit richtet, sondern die ganze Welt in die Persönlichkeit einbezieht - dann ist Altruismus ein transzendierter Egoismus.

Ich durfte als Kind die Gnade erfahren, was ich heute als Vater vermittele und was Rudolf Steiner so formuliert:
Steiner
„Wer in der richtigen Weise hat beten gelernt, bei dem wandelt sich das, was er innerlich an dem Verehren lernte, im Alter in segnende Kräfte, in die Kräfte, durch die er eine Wohltat für seine Umgebung sein kann. Und ich möchte sagen, um es möglichst bildlich-persönlich auszudrücken: Derjenige, der nie gelernt hat, die Hände zu falten als Kind, um zu beten, der kann auch niemals in seinem Leben die Kraft entwickeln, die Hände zum Segnen auszubreiten. (GA 218)

Um mir die grundsätzlichen hierarchischen Beschaffenheit des Kosmos immer im Bewusstsein zu bewahren, schlafe ich bis heute nie ein, ohne mich in die große Du-Meditation (die ohne Ich-Perspektive auskommt) des Christentums zu versenken.
Gott
Das Vater-Unser, gelehrt vom Ich-Bin (Christus), ist für mich eine erstklassiges Modul, um die Hierarchie von ALLEM zu akzeptieren. Ich schlafe in dem Vertrauen ein, dass ein unerreichbar Großes über mir ist.

Nur in der Anerkenntnis von Hierarchie ist Entwicklung möglich. (Ja, es ist auch Unterdrückung möglich. Aber wenn wir wieder lernen, dass Hierarchie neben dieser kranken Seite der Unterdrückung auch die gesunde Seite des Wachstums hat, dann erst sind wir wirklich von der Unterdrückung erlöst.)

Höhere Erkenntnisse und wahre Würde lassen sich nur aus dieser hierarchischen Perspektive erwerben.

Es gibt eine Geste, die wir als Bürger des 21. Jahrhunderts neu und ganz anders als bisher erfinden müssen.

Die ehrliche Geste der Demut. Diese Demut ist uns abhanden gekommen. Und unser Ego tut alles, damit dies so bleibt. Und wenn es so bleibt, wird dies unser größtes Hindernis sein, den großen Sprung zur nächsten Höhe zu machen.

Ich weiss: Das sind ein paar unangenehmen Wahrheiten, die zu entsprechenden Reaktionen führen werden. Aber als Schüler Rudolf Steiners fühle ich mich nicht nur den angenehmen Seiten dieser Tradition verpflichtet. So einfach ist das.

Denn, wie Steiner sagt, „niemand kann sich höhere Erkenntnis aneignen, der sie nicht empfängt... Höhe des Geistes kann nur erklommen werden, wenn durch das Tor der Demut geschritten wird.“ (GA 10)

Das größte Wachstumspotenzial liegt da, wo Du Dein Ego in die Knie zwingst.
geist
Schau einfach hin und frage was Dein Ego wirklich, wirklich niemals zulassen würde. Was kommt Deinem Ego so nahe, dass es Amok läuft?
geist
„Wenn wir eine Ich/Du-Beziehung mit dem Geist eingehen, hat das Ego plötzlich keine andere Wahl als auf die Knie zu fallen.“ Andrew Cohen


Vater unser, der Du bist im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Kommentare:

Maurulam hat gesagt…

Lieber Sebastian,
also wie du auf dieses Hierarchieverständnis kommen konntest, ist mir schleierhaft. Steckt da ein bestimmtes Erlebnis dahinter?
Ich meine, die Hierarchien sind etwas vorwiegend geistiges, und dort sollten sie auch bleiben: in der geistigen Welt. Hier auf Erden sollen Hierarchien vor allem flach sein. Deshalb sind die Sitzreihen im Bundestag und im Kulturworkshop daheim als Kreis oder Halbkreis angeordnet. Die Himmelsleitern sind für die Engel, glaub mir. So stehen säkulare Macht und religiöse Persönlichkeitsarbeit zueinanden. Horizontale und Vertikale Kräfte!
Meinst du vielleicht, dass Menschen manchmal dazu gebracht werden müssen, MITEINANDER zu wirken, oder dass man schauen muss, dass Abmachungen auch eingehalten werden?

Darüber hinaus glaube ich auch, dass spirituelle Arbeit nicht dasselbe ist, wie einen Job zu erledigen. Wenn man den Stress im täglichen Überlebenskampf hinter sich gelassen hat, ist die meditative Phase danach auch ein Stück weit dafür da, einen Ausgleich zu bieten. Ich mag mir jedenfalls nicht auch noch in meiner Freizeit sagen lassen müssen, wer ich bin.

Und wenn schon, wäre das Ergebnis selbstverständlich doch genau das, dass ich als Mensch auf Augenhöhe mit jedem anderen Menschen stehe.

Maurulam hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
lametta hat gesagt…

Das Drama der Postmoderne...der Gottesverlust...ich mag nie beten im Sinne von bitten...im Sinne von danken aber schon.

Es gibt ein wunderbares Kammerspiel dazu: Gott besucht Dr. Freud...
musste mehrfach heulen, als ich es das erste Mal sah...so viel haben wir Menschen gewonnen und dabei verloren...

(siehe Link oben zu "Der Besucher" von E.E. Schmitt)

Anonym hat gesagt…

Hi Maurulam,

reden Obama und Bush auf gleicher Augenhöhe, oder gibt es eine Entwicklungshierarchie zwischen beiden?

Stehen Steiner und Goebbels auf einer Stufe?

Wie ist es mit der flachen Hierarchie zwischen dem Neandertaler und Dir?

Frag nur mal so. Peter II

MonikaMaria hat gesagt…

Für Dich Maurulam wiederholt, aus meinem Kommentar vom vorherigen Post. Hatte die Seite nicht aktiviert und so Sebastians neuen Post nicht gesehen.

..... "Eros“ ist die kreative Energie und Intelligenz, die den evolutionären Prozess auf allen Ebenen der Existenz antreibt. ....



Wenn dieser Satz wahr ist, was umschreibt er denn noch?



Ekstase: Das Außersichgeraten, die Verzückung; von εξíστασθαι, exhistasthai = aus sich heraus treten, außer sich sein.



Exhistasthai?¿

Exusiai = Geister der Form!



Was heißt Eros?¿

Überbringer der Idee, die sich an der Pforte (im Beobachter verweilend) zur Materie manifestiert und tätig wird. Eros, der innere Beobachter. Resonanzkörper und Magnet in einem.



KREATIVITÄT im wahrsten Sinne des Wortes!


Hauptsache der Kopf wird nicht weggepustet. Zur Umsetzung des «Äpfelpflückens» braucht der Mensch sein Fahrzeug «ich».


Die Gnade, diese Äpfel pflücken zu dürfen: Die zwingt mich WAHRLICH in die Knie. Vielen Dank!

***

Danke Sebastian für Deine Blumen. :-)
Und so folgt jeder seinem Weg.

Mein Weg? Meinem inneren Lehrer immer Folge zu leisten, der ihr alle seid.

Das Vater unser
und das Johannes-Evangelium
sind nach wie vor
«meine» Türöffner zur Welt
des Vaters und des Sohnes,
die Mutter und Tochter
alle zugleich sind.

>M<

JANET hat gesagt…

Ganz schön eisig der Wind da oben.
Einerseits sind unter "Gottes" Auge alle gleich andererseits gibt es wieder Hierachien...Einerseits sollen wir lieben andererseits wieder aber Herzen brechen.. Und irgendwie gehört doch alles zusammen und doch wieder nicht. Jede kleinste Zelle ist ein eigener Gott die zu größeren Zelle "aufsieht"...und sich mit ihr verbindet. Ich verstehe dieses Hierachiedenken... aber was wäre für mich zu tun? Ich kann das nicht begreifen. Mein innerstes hasst Hierachien und erkennt die immensen Unterschiede..
Man kann dabei leicht verrückt werden und es vielleicht einfach mit "gespielter Fröhlichkeit" überziehen..aber herzhaft über etwas Lachen können, warum ist da falsch? Ich ziehe das allemal vor.

Ich fühle Ehrfurcht oder Demut besonders, wenn ich sehe was es an menschlichen Talenten gibt... Ich sehe dann mein eigenes kleines Licht und lässt mich aufschauen und verbinden.

Ich kann mit Mythologischen Namen und Ereignissen nichts anfangen..ich muss da immer erstmal googlen aber mit meinen inneren spontanen Reaktionen darauf wenn ich damit konfrontiert werde.

Einen schönen
DONNERstag, Euch!

MonikaMaria hat gesagt…

Eisig wird da oben, wenn esES mich nicht mehr in die Knie zwingt und ich meine, dass ich der Erzeuger bin, der ich «selbst»
«ver-ständlich» auch bin, allerdings als Teilchenservicespiegelbild. :-)

Google im Inneren: Wow! Weihnachten, Ostern und Pfingsten zugleich! Geschenke über Geschenke. Fehlen bloß noch die passenden Worte.

Die kann ich ja bei Google suchen und schauen, ob sie passen. Viele Worte verstehe «ich» eben noch nicht, wenn sie aus dem Teilchenservice kommen. :-)))))))

JANET hat gesagt…

oach Monika ich versteh deine Sätze in letzer Zeit nicht richtig.. die klingen immer so abgehoben... *Kopfkratz* ich würde dich liebend gern in Hamburg besuchen auch wenn es nur einen Augenblick ist... ehrlich... manchmal bin ich richtig doof und gemein und das tut eigentlich mir selbst weh...

manroe hat gesagt…

@Anonym

"Hi Maurulam,

reden Obama und Bush auf gleicher Augenhöhe, oder gibt es eine Entwicklungshierarchie zwischen beiden?

Stehen Steiner und Goebbels auf einer Stufe?

Wie ist es mit der flachen Hierarchie zwischen dem Neandertaler und Dir?

Frag nur mal so. Peter II"


In dieser versteckten Scheinfrage erblicke ich, dass Du auch sagen willst, wir sollten auch unter uns Menschen eine Hierarchie anerkennen??

Also ich glaube dass der in der Gegenwart oder für de Gegenwart erwachte Mensch glasklar erkennt, dass eine Hierarchie IMMER eine geistige ist und darstellt. Dass es NIEMENDEN gibt, der geistige Inhalte als Eigentum zu betrachten hat und ein MENSCH das auch niemals täte. Hier beginnt die wahre Demut, nämlich vor dem Geiste, der aus einem Menschen spricht, aber NIEMALS vor dem menschlichen Träger eines solchen. Wirkliche KÜNSTLER zum Beispiel, das kann man erleben, sind IMMER bescheiden. WARUM?? Weil sie es begriffen haben, ihren Anteil an etwas, was ihnen eben nicht gehört. Sie werden IMMER jegliche noch so gut gemeinte "Anbetung" oder was auch immer in dieser Richtung sofort durchreichen an die von ihnen in sich wahrgenommene Urheberinstanz. In allem anderen erblicke ich Hochmut und Arroganz gegenüber dem wahren Inhaber von "Quellsubstanzen".

In diesem Gesagten erblicke ich ebenfalls, dass ein jeder, der dagegen "verstösst", kein Mitglied der wahren Ebene sein kann, sagt er auch noch so hohe "Wahrheiten". Die wirklichen Lehrer in der Gegenwart geben sich dem Austausch eines Gesprächs hin, begreifen, was Beratung im Gegensatz zu Belehrung heisst. Alle "Gegenwarts-Gurus" mit einer anderen Gesinnung sind in meinen Augen Diebe, und ich glaube, dass ich mich da nicht täusche!!

manroe hat gesagt…

@Andrew Cohen

"Das größte Wachstumspotenzial liegt da, wo Du Dein Ego in die Knie zwingst. A.C."

Das Ego sollte man NIE in die Knie zwingen (oder der Übersetzer hat was nicht verstanden), sondern es erkennen und sich nicht damit identifizieren, damit man durch die Lehren seines guten anvertrauten Freundes wahre Früchte einträgt.

Das Ego ist keine Sadistenbeigabe, sondern eine Frage an mein wahres ICH - "wie soll es weitergehen, das hier, kann ich Dir bislang bieten..." In meinem Ego, wenn ich es erkannt habe, erblicke ich meinen besten Meister, schon allein deshalb, weil es meinen Stand absolut wahrheitsgemäss abbildet, ich danke Dir dafür, Du mein treuer Begleiter!! Ich liebe Dich, weil Du mir meine Augen zu öffnen vermagst, MIR. Lasst uns gute Freunde sein, Du leitest mich, ICH befreie Dich von Deinem aktuellen Sein. Das ist Religion!!

Zwinge ich mein Ego in die Knie, beraube ich mich meines Meisters und mache mich abhängig von Äusserungen und Richtungen Anderer, die es scheinbar anstreben. Eine Selbst-Erkenntnis wäre so nicht mehr möglich.

In diesem Sinne
Manfred

MonikaMaria hat gesagt…

Manfred :-)
Bist bestimmt nicht katholisch erzogen worden.
:-)))))

Daran ist nichts schlechtes und nichts gutes. Also nicht wertend gemeint.

Knien: Im Knien kann der Mind nicht so schnell laufen. Den Schmerz aus den Knien fühle ich nicht im Kopf und habe Kopfweh, sondern im Herzen fühle ich diesen Schmerz und De-Mut.

Also, bei mir funktioniert das jedenfalls so, wenn ich mich hinknie.

***

Denjenigen, die mit Jesus gekreuzigt wurden, wurden die Beine gebrochen. Jesus nicht.

Nene hat gesagt…

@Sebastian,

Demut dem Ewigen, dem Göttlichen, den Licht gegenüber? Ja.
Demut dem Gott in dir, in mir, in jedem Menschen gegenüber? Auch ja.

Ego verlieren, überwinden? Auch ja.

Doch der Christus ist auf Augenhöhe, weil er sich zu uns herabgeneigt hat im sehr realen Sinn.
Hierarchie kann in ihrer Wirklichkeit nur göttlich sein. Alle menschlichen Versuche einer Hierarchie haben die Neigung bestenfalls in Dogmatismus, schlimmstenfalls in Tyrannei zu enden.
Ich achte alle spirituellen Lehrer, aber sie sind für mich auf Augenhöhe. Sie tragen wie ich einen Teil des Göttlichen in sich. Sie stehen an einem anderen Punkt ihres Weges als ich. Sie können mir Hinweis und Handreicher sein. So wie ich dies wieder einem anderen sein kann. Wir können so Hand in Hand in einer Kette stehen.
Sie sind mir Brüder und Schwestern, vielleicht auch Coach, aber nicht Vater.
Vater ist nur einer, kein Cohen, Steiner, Wilber, Krishnamurti oder Osho.
Vater ist der, den du im "Vater Unser" ansprichst, oder besser gesagt das, was du im Vater Unser ansprichst. Ursprung, Urlicht, Urquell, Urgrund und Ewiges Licht, das in der Finsternis strahlt. Die geistigen Lehrer sind seine Boten.
Sie sprechen nicht von oben. Sie empfangen von oben, sprechen aber auf Augenhöhe.
Das "Knie nieder Mensch" fordert auf zu der Erkenntnis, dass der Mensch sich vom göttlichen Ursprung unglaublich weit entfernt hat. Wenn der verlorene Sohn zurück kommt, kniet er nieder vor dem Vater und der zieht ihn hinauf und umarmt ihn voller Freude.
Das ist Demut und Augenhöhe.

ich grüße den Gott in dir.

manroe hat gesagt…

Monika, damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe ABSOLUT nichts gegen Demut und ich will mich auch nicht in mein Ego verlieben, sondern es so verstehen, wie es meiner Ansicht nach genommen werden sollte jenseits einer Identifikation mit selbigem. Es gibt es halt und es hat auch seinen Grund und seine Berechtigung - und, vor allem, man sollte es auch erst dann überwinden, wenn man begriffen hat, was Selbsterkenntnis bedeutet und tut. Ich glaube z.B. dass praktizierte Selbsterkenntnis das Ego eh in dem Masse auflöst wie die Früchte ihrer sich zeigen.

MonikaMaria hat gesagt…

@Nene :-)
Schön umschrieben. Danke.
Genau so erlebe ich es auch.

MonikaMaria hat gesagt…

Manfred :-)
Hab Dich schon verstanden. Du mich ja auch. :-)))

>M+M<

Anonym hat gesagt…

Ach, Herr Gronbach, wollen Sie sich wieder mal bei den Anthros eischmeicheln? Sich wissen es doch längst: Es ist alles schon immer perfekt gewesen, Erstrebe nichts, Ernst macht Spaß, starte damit ein sorgenfreier Mensch zu werden, und so weiter und so weiter.

Und jetzt auf einmal Arsch hochkriegen? Dilemma?

Sie sind natürlich so erwacht, und fähig sich zu ändern: Sie haben jeden Moment das passende Update: Sie drehen ihr Fähnchen nach dem Wind.

Vielleicht hilft Ihnen Diese Meditation weiter, die ich mal irgendwo gelesen habe:

Der Krieger des Lichts bemerkt Gedanken – aber er nimmt keine Beziehung zu ihnen auf. Er bemerkt Gefühle, aber nimmt keine Beziehung zu ihnen auf. Er nimmt alles in seinem So-Sein an. Auch das Unannehmbare. Er lässt alles in seinem So-Sein los. Auch das Loslassen.

manroe hat gesagt…

Danke, Nene !!

nerone hat gesagt…

Die Frage nach der Hierarchie hatte ich ja unlängst kritisch bemerkt und jetzt bin ich froh noch einmal deutlicher den Anspruch Gronbachs nach lesen zu können.

Sie ist Bestandteil eines Systems, welches unser Leben, unsere Persönlichkeit und Sein, unsere Entwicklung pathologisiert.

Esoterische Workshops, Seminare, Therapien - das alles sind doch die Exorzitien der Moderne, das Ego der moderne Satan, den es auszutreiben gilt und die Wilbers, Cohens und Gronbachs bauen mit ihrer esoterischen Literatur die neuen Kirchen (so wie es auch der Steiner tat, sogar ganz materiell in einem Ort bei Basel), denen wir uns heute unterwerfen. Was ist daran frei? Anhängerschaft - die eine wie die andere - ist wohl kaum eine feinstoffliche Manifestation, sondern ein Akt des Handelns, also von dieser Welt und damit eine recht materielle Angelegnheit. So ist das doch auch mit Führerschaft und Gefolgschaft. Im übrigen dachte ich, folgten solche Modelle alt-hergebrachten dualistischen Weltanschauungen, die hier doch als überwunden behauptet werden. Ist doch alles Eins?

In jedem Fall wird der Erleuchtete sich keine Sorgen machen müssen: auch in Zukunft werden Menschen in die Knie gehen. Und der Erleuchtete wird dafür sorgen, dass sie dort verharren.

Ich hoffe Sebastian erhält sich die Demut gegenüber der letzten Instanz, wie er es glücklicherweise am Ende seines Aufsatzes beschreibt.

Eins rechts, eins links, eins fallenlassen... hat gesagt…

Wieso?

Es ist doch ei konsequentes Strickmuster erkennbar:

Am einen tag triebe und Instinkte lobpreisen,
Am nächsten Tag Hierarchienlehre und Vaterunser beten,
Am dritten Tag Wilbers intellektuaslistisches Prepetuum Mobile verherrlichen.

Und dann wieder von vorne beginnen.

Ist doch kreativ irgendwie, oder nicht?

nerone hat gesagt…

Sicherlich, das ist ein gute Art sich schließlich einer Kritik entwinden zu können, man hat schließlich kurz vorher noch etwas anderes gesagt. Es ist ein Prinzip nach dem der ganze Steiner zu erschließen ist. Jeder kann da seinen Claim um seinen Lieblingssatz abstecken...

MonikaMaria hat gesagt…

..... Und der Erleuchtete wird dafür sorgen, dass sie dort verharren.......


Neroneeeee :-)
Auch wenn es November ist .....
Der wahre Erleuchte wird nicht dafür sorgen, dass er dort verharrt. Da wäre ja keine Entwicklung drin sondern Knechtschaft. Und ob wir geknechtet werden, das können wir wahrnehmen mit unseren Herzen. Der Verstand spricht oft eine andere Sprache. So oder so, trägt jeder Verantwortung für sein tun. Da kann das Aufwachen auch mal ganz schön hart werden. .....

Kann Dich gut verstehen. Pfeiffe ja auch auf die Exorzisten. Bin lieber mein eigener ..... aber die «Draußen» tun ja auch ihr Werk. Funktioniert so und so. :-)))))

Grüß Dich herzlich, Du schwärzender Lieber :-)

Barbara hat gesagt…

Komisch,
ich empfinde die Beiträge hier alles andere als wahllos aneinander gereiht, sondern von einer weiten Warte aus inspirativ, assoziativ als sehr folgerichtig... Aber ich sehe ja auch sonst vieles anders als anscheinend die meisten hier...

Ich verstehe, was du sagst, Sebastian. Das rührt an das Wissen um Wahrheit in mir, eine Erkenntnis, die wie viele andere nicht so gern gesehen ist in dieser Welt, die von daher gerne herunter gedrückt wird, kleingehalten, auch von mir (viel zu oft).

Wir, mit unserer emanzipierten Pseudoaufgeklärtheit. Die wir die Ebenen verwechseln, den Blick für Tiefe verlernt haben, alles herunter brechen auf die Logik von 1 und 0. Die wir unser Herz abgegeben haben, verkauft, verraten, und es jetzt glauben irgendwie wieder zurück kaufen zu können, in die 1und0-Logik hinein. Bauklötzchenmentalität.

Ein Rettungsversuch: diese Durchpsychologisierung aller Lebensbereiche. Auflärerisches Potential, ganz klar, lässt uns vieles erkennen und hält uns doch fest. Nagelt uns an Ort und Stelle, hält uns im alltäglichen Kleinklein gefangen (nur eben jetzt mit geschraubteren, pseudoweisen Worten). Vernebelt den Blick für die tiefe Wahrheit hinter allem, für den Blick, der durchs Herz gehen muss.

Ewiges Hamsterrad im persönlichen Bereich, gefährliche Entwicklungsstufe -wenn sie nicht als Zwischenstufe erkannt wird- auch auf gesellschaftlicher Ebene. (siehe die Gefahr durch neuen Faschismus/ Fundamentalismus/ Islamismus aufgrund unseres ewigen gutmenschigen Kulturrelativismus', - Blindheit = Feigheit)

So funktioniert das nicht. Wir armen Geschöpfe! Und die Tragik daran ist wirklich, dass wir die Tragik unserer Situation nicht erkennen können. Wir sind ja so klug, - die wirkliche Wahrheit ist mit Denken nicht zu erfassen.

Demut befreit. Demut ist not-wendig. Nicht für den anderen, sondern für mich selbst. Klärt meinen Blick, öffnet mein Herz, macht den Weg frei. Verpflichtet mich auf mein Ziel. Bringt freudige Leichtigkeit.

Und Hierarchie, dem Glaubensbekenntnis aller Psychokreise zum Trotz: Ja, es gibt ein Besser und ein Schlechter, es gibt Oben und Unten es gibt Wahr und Falsch. Das blinde, taube obrigkeitshörige (Be-)Folgen aus Angst haben wir abgelegt, - und das ist gut so. Die wache, klargeistige, hellhörige, offenherzige Demut, die sich kleinmacht vor der Größe, - die "müssen" wir noch lernen. "Müssen", wenn wir uns befreien wollen, und eintreten in.....

Ich "weiß" es nicht, aber ich ahne es, - in mir...

Barbara

Anonym hat gesagt…

danke, liebe barbara,

es braucht schon mut, sich hier, zwischen den amoklaufenden intelligenzbestien, so auszusprechen. danke dafür.

JANET hat gesagt…

zwischen den amoklaufenden intelligenzbestien

Danke für diese Bezeichnung das trifft tief. . . zumal einiges in Barabras Text mich anspricht... Vieleicht kann man das auch mal denjenigen die gemeint sind direkt sagen..so als Mutaufgabe! Danke nochmal..man muss schon wissen woran man ist. nicht wahr. sonst ist alles scheinheilig...Wo sind wir eigentlich angekommen, wenn wir Zensur bekomen darüber was und wie wir etwas "sagen"?

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach

Vielen Dank für die kurze Quellenangabe. Die Seitenangabe wäre auch noch hilfreich. Vielleicht beim nächsten Zitat.

Lesen Sie doch einmal den Vortrag vom 28.1.1907, "Das Vaterunser", gehalten in Berlin vor Mitgliedern der T.G. Dieser Vortrag birgt gefährlichen Zundstoff für Ihre gesamte Anschauung.

Sie werden unter anderem sehen, dass bei diesem Gebet, oder dieser Meditation von Ich-Freiheit nicht die Rede sein kann.

"Diese Selbständigkeit, zu der der Mensch sich entwickeln muss und die erst ihre volle Bedeutung dann haben wird, wenn die Grundeigenschaft der Selbständigkeit die Selbslosigkeit ist, würde niemals entstehen können, wenn sie nicht ausgegangen wäre von der Selbstsucht.

Die Selbstsucht zog ein in den menschlichen Leib und dadurch wurde der Mensch ein selbstsüchtiges, egoistisches Wesen. So sehen wir, wie das Ich allen Trieben und Neigungen des Leibes folgt. Der Mensch frisst seinen Nebenmenschen auf, er folgt allen möglichen Trieben und Begierden,(z.B. Erektion, feuchte Haut etc.; von mir eingefügt) er ist ganz verstrickt in das irdische Gefäß wie der Tropfen Wasser in das Schwämmchen." (dies ist daselbst zu lesen)
(Vor kurzem hatte ich hier bereits auf diesen Vortrag aufmerksam gemacht.)

Lesen Sie den Vortrag und Sie werden verstehen, was dieser zitierte Text mit Ihrer "Ich-Freiheit" zu tun hat.
Wenn Sie den gesamten Inhalt dann auch noch wirklich verstehen, dann werden wir hier bald eine Revolution bei Mission Mensch erleben.

Ich finde es persönlich erfreulich, dass Sie hier von Hierarchien schreiben. Jetzt müssen Sie die Hierarchien nur noch aus der Horizontalen in die Vertikale bekommen. Und dann noch als ineinandergreifend und aufeinander aufbauend verstehen. Und als reale geistig-göttliche Wesenheiten erkennen.
Dann werden Sie vielleicht doch noch Anthroposoph.

Ich würde mich freuen.

Thomas hat gesagt…

@ Anonym 05.11.09 19:04

Muss man denn jemanden, dessen Gedanken man nicht gleich erfassen kann als "amoklaufende Intelligenzbestie" bezeichnen.

Wenn jetzt so jemand Sie als "unterbelichtet" bezeichnen würde, wäre das doch erstens nicht schön und zweitens vielleicht auch nicht der Wahrheit entsprechend. Und drittens nicht förderlich für einen Dialog.

Thomas hat gesagt…

Übrigens:
Den Vortrag "Das Vaterunser" findet man auf "www.steinerquellen.de". Dort unter Vorträge per E-Mail.

Vielleicht wäre dieser Vortrag ein Thema, das man hier diskutieren könnte.

Anonym hat gesagt…

schön, diese Internetseite und den Vortrag habe ich vor kurzem auch gefunden.. gelesen und wieder vergessen was drin steht..mmh..
Vielleicht liegts daran was man nicht braucht vergisst man wieder.
Das ist ein Gedanke und keine Wertung für "das Vaterunser" "Das Vaterunser" ist mir eingebrannt das kommt wieder zum Vorschein sobald ich es innig brauche..

sonnigst
J A n E.T.

Thomas hat gesagt…

@ J A n E.T.

"Vielleicht liegts daran was man nicht braucht vergisst man wieder."

Für manches stimmt das bestimmt, für manches bestimmt aber nicht.

Dann wünsch ich Ihnen, dass es wieder kommt, wenn Sie es brauchen.

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach und "alle"

Ich möchte jedem selbst überlassen, die folgenden Texte miteinander zu vergleichen.
Offensichtlicher kann es doch nicht mehr gehen. Hier wird unverschämt entstellt. Nur um eine persönliche Sichtweise zu untermauern.

"Egal ob man bei Plato oder modernen Forschern nachfragt, immer wird EROS als etwas drängendes, verlangendes und sehnsüchtig-dynamisches beschreiben. Dem schloss sich auch Rudolf Steiner an, der EROS das „Verlangen nach dem Schönen und Guten“ nannte. Und weiter: „Er steht zwischen dem Mensch und Gott.“ (GA8)"

GA 8, Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums; S.70f)
Hier geht es um das Platonische "Gespräch über die Liebe", das "Symposion". Das Kapitel ist überschrieben mit "Plato als Mystiker".
"...Nachdem die Menschen verschiedenster Reifestufen ihre Gedanken von Liebe dargelegt haben, ergreift Sokrates das Wort. Er betrachtet als Erkenntnismensch die Liebe. Für ihn ist sie kein Gott. Aber sie ist etwas, das den Menschen zu Gott hinführt. EROS, die Liebe, ist ihm kein Gott. Denn dre Gott ist vollkommen, also hat er das Schöne und Gute. Aber EROS ist nur das Verlangen nach dem Schönen und Guten. Er steht also zwischen dem Menschen und Gott. Er ist ein "Dämon", ein Mittler zwischen Irdischem und Göttlichem. - Es ist bedeutsam, dass Sokrates nicht seine Gedanken zu geben behauptet, da wo er über die Liebe spricht. Er sagt, er erzähle nur, was ihm eine Frau als Offenbarung darüber gegeben habe."

Wort von Sokrates sind es, nicht von Rudolf Steiner.

Dieser "mehr.EROS.!"-post ist ...

Anonym hat gesagt…

"Wort von Sokrates sind es, nicht von Rudolf Steiner."

@thomas:

Steiner interpretiert Sokrates. Gronbach intepretiert daraufhin Steiner und jetzt kommt Thomas und interpretiert auch Steiner, aber anders als Gronbach. Aber Thomas sagt: Wer meiner Interpretation nicht folgt, ist kein Anthroposoph. Ich für meinen Teil kann alles mitmachen, nur dieses "wer das so sieht und nicht anders, der darf von Amts wegen kein Anthroposoph" sein.

Anonym hat gesagt…

"Wort von Sokrates sind es, nicht von Rudolf Steiner."

Ach nochwat:
Aber Steiner widerspricht dem alten Sokrates nicht. Ach ja, und wenn er es täte, na da wäre ich aber eher auf der Seite vom Mann aus Griechenland anstatt beim Herrn aus Dornach und in beiden Fällen bei Gronbach.

Nene hat gesagt…

@Barbara
"So funktioniert das nicht. Wir armen Geschöpfe! Und die Tragik daran ist wirklich, dass wir die Tragik unserer Situation nicht erkennen können. Wir sind ja so klug, - die wirkliche Wahrheit ist mit Denken nicht zu erfassen."

ja, es ist wahr und doch haben wir zunächst nichts, als unser Ego und unseren Verstand, mit denen wir uns dem Ewigen nähern. Während wir mit Denken und weissne Worten beschäftigt sind, schleicht sich das Ewige zur Hintertür, zum Herzen hinein. "Ich komme wie ein Dieb in der Nacht", sagt Jesus. Und dann passiert ein Wunder. Das Ego ist so beschäftigt, dass im Herzen eine neue Qualität heranreifen kann, eine Qualität, die dem Kopf und dem selbstgefälligen Ego irgendwann Dampf macht. Und dann, ganz langsam entsteht Demut. Demut lässt sich weder verordnen, noch einfordern.
Aber sie ist wie du sagst Not-wendig.

@Manfred
hmmm...? Bitte. :)

@MonikaMaria
wie meistens JA
der wahrhaft Erleuchtete will keine Knechtschaft.

manroe hat gesagt…

Also ich finde bezüglich des Eros, insbesondere was man sich von ihm wünscht oder dort hineininterpretiert, würde es doch eigentlich reichen sich aufrichtig selbst anzuschauen, innerlich, um zu bemerken, welchen Stellenwert er hat, wirklich. Wunsch und Wert, zum Beispiel?? Und heute, ist dieser Begriff nicht total kontaminiert und verzerrt worden??

Die andere Seite, wie man ihm frönt, mag jeder selbst entscheiden, für sich. Ich glaube, Eros ist heutzutage eine rein persönliche Geschichte geworden und keine Leitlinie mehr für große Ziele.

manroe hat gesagt…

@Nene

"@Manfred
hmmm...? Bitte. :)"

Für Deine schönen Worte von: 05.11.09 16:23

Anonym hat gesagt…

ist doch schön, wenn einer den Sinn seines Lebens gefunden hat und nebenbei noch die Zeit findet es so exakt zu formulieren und hier zu posten.

BURGHARD hat gesagt…

„E ros ros E“

Und, so Rudolf Steiner,
es ist allein künstlerisches
Handeln, in dem seine
Philosophie d. Freiheit urständet.
Jeder wirkliche Philosoph
ist ein Begriffskünstler.

Begriffskunst ist eine,
im sich selbst tragenden Denken,
gebildete Gedankengestalt.

Dadurch ist es eine, sich,
aus sich Selbst,
bestimmende Gestalt,
wie es auch
ein gutes Gemälde ist.

Ein gutes Gemälde
ist ein schönes Gemälde.

Das heißt, ab wann jemand
„wirklich“ philosophiert,
dass bestimmt die Schönheit.

Eine schöne Handlung
ist die Handlung, die
das Subjekt der Handlung
mit dem Objekt erschafft.

So ist es ein Handeln
im Sinnlichen und Übersinnlichen
des Weltgeschehens.
Oder, das künstlerische Handeln
in seiner Weltmission.

authentisch hat gesagt…

Zu Beginn seines Blogs schrieb gronbach im ersten Beitrag das Folgende und ich finde es konsequent und authentisch, wie er bei dieser Linie bleibt. Schön zu erleben, dass er seiner "Mission" treu bliebt. Das wünschen wir uns doch immer. Hier mach einer ernst. Äh. Spaß. :-))

"Du wirst gleich ein paar Wörter lesen, die moralisch und ernst klingen. Du liest vom „Dienen“, der „Mission“, vom „Anspruch“ und der „Leistung“. Vielleicht fragst Du Dich, warum so ernst und moralisch? Weil der Ernst mir Spaß macht. Und moralische Integrität ist die neue Lust am Leben. Selbst das postmoderne Gefühl, dass wir uns hin und hergerissen fühlen, heimatlos, angetrieben und voller Gegensätze, selbst diese negativen Gefühle kann man in einem schöpferischen Akt als Lust erleben. Seine Leben als Mission zu leben, bedeutet für mich, dass man sich bei den Gefühlen der unausgeglichen Gegensätze, nicht länger schlecht, unreif und dumm fühlt, sondern gut, kraftvoll und zutiefst als glücklicher Mensch. „Du fühlst Dich unausgeglichen und voller Gegensätze? – Willkommen im Leben und herzlichen Glückwunsch! Du bist auf dem besten Weg, Deiner Mission zu entfalten!"

damit auch das Gesagt ist hat gesagt…

... das ist eine sehr unhöfliche Anmaßung ! und nicht, weil ich mich nicht unterordnen könnte, sondern weil ich das für einen Rück-Schritt und nicht für Evolution halte, wenn Menschen wieder menschliche FÜHRER anHIMMELN sollten ... das ist doch sehr schade, dass solch' etwas von Ihnen geschrieben wird, Herr Gronbach :( es ent-täuscht mich sehr und es macht sie ein wenig UNn-glaub-WÜRDIGER ! Nicht alles, was geschieht und gedacht und gesagt wird, ist rechtens, aber ich brauche keinen MENSCHLICHEN FÜHRER, der mir so etwas vermitteln will - das kommt meines Empfindens nach der Vorbereitung auf einen neuen FÜHRER vor - und davon hatten wir ja bereits ein sehr negatives Beispiel ! Und dabei zählen gar nicht die negativen oder positiven Inhalte: sondern es zählt das WIE der HIER-ARSCH-IE ... Tja, das ist schade ! Oder alles nur ein Miss-Verstehen ? Also auf Sektenquatsch und Eiermatsch habe ICH keine Lust - auch nicht in der PostPostPost Moderne

Anak hat gesagt…

"Die Postmoderne hat uns zu aufrechten Menschen gemacht – und das ist gut so. Aber die Postmoderne hat das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Sie hat uns der Fähigkeit beraubt, den Blick zu senken."
das leben selber wird uns in die knie zwingen aber mit nach oben gerichteten augen!
die augen senken hat mit demut nichts mehr zu tun sondern mit dem selbstwert! ich kann demuetig nach oben schauen, mit einen steten streben in mir zur tiefen wahrheit. augen senken bedeutet letztendlich wieder selbstbetrug und bringt mich nicht in die wahre freiheit! und diese geht mit einen staendigen wachstum der liebe und selbstliebe gepaart!
aber vorsicht, denn wann ist der zeitpunkt gekommen: wo ich der fuehrenden hand eines spirituellen begleiters/lehrers/gurus nicht mehr bedarf? die strukturen des ego sind selbst fuer diese schwer durchschaubar!
ich finde es eine schwierige frage, die des gurus/lehrers/coach... eben genau wegen der strukturen des egos.
haende falten im gebet mit dem goettlichen (in mir): ja. aufschauen zu einem gott da oben: nein.
genau das enthebt mich aus meinem streben ins wachstum und verhindert meine freiheit!
es geht ja darum: das goettliche in mir zu verwirklichen.
aber wichtig: ohne mich ueber gott zu erheben.
zur def. gottes: gott steht fuer mich gleich mit der allumfassenden bedingungslosen liebe.
und mein streben und sehnen bringt mich dorthin: diese liebe zu leben und zu sein, und zwar authentisch.
das bedeutet glechzeitig: verantwortung zu uebernehmen. diese verantwortungsbewusstheit lehrt uns gleichzeitig die demut. das leben hier auf erden lehrt uns demut!
dieser weg fuehrt zu wissen und macht in barmherzigkeit. und immer in die freiheit eines jeden einzelnen.
thomas huebl hat diesen prozess so schoen genannt: radikale transzendenz einer egozentrischen weltanschauung!
ich meine diese worte sollte man sich mal wirklich auf der zunge zergehen lassen...ist schon hammer...
damit ergibt sich einfach eindeutig: das leben selber ist unser lehrmeister. wir brauchen nur jede wirkliche tatsache in unserem leben zu nehmen uns sie nutzen zur selbtstentfaltung!
da gehoert natuerlich eine gehoerige portion streben nach wahrheit zu!
ein staendig sich in frage stellen, sebstzweifel, auseinandersetzung...sonst verfallen wir dem selbstbetrug.
das leben ist unser spiegel und die fruechte geben uns auskunft ueber unser sein!
herzliche gruesse
anka

Anak hat gesagt…

habe gerade die kommentare durchgelesen...schoene resonanz hier...und applaus liebe/r authentisch: wir sind alle auf dem wege auch sebastian...selbsterkenntnis ist ein ewiger prozess...auf das das leben uns in die kniee zwingt...lasst und die haende reichen brueder und schwestern und nicht einander beurteilen/verurteilen!
geruettelt, geschuettelt, gewaschen und gesiebt, bis auf die knochen...da brauchen wir einander!
herzlich
anka

MonikaMaria hat gesagt…

Ein neuer Duft strömt mir entgegen Anka. :-)

Nene hat gesagt…

@Anka
absolut und von Herzen Ja.
@Manfred
:D

oder hat gesagt…

"Derjenige, der nie gelernt hat, die Hände zu falten als Kind, um zu beten, der kann auch niemals in seinem Leben die Kraft entwickeln, die Hände zum Segnen auszubreiten.“ (GA 218)"

tja, das heißt doch, dass der, der nicht als kind beten gelernt hat, superpech hat. kann nix mehr aus ihm werden, kann vergammeln, kann weg hier.

man muss erst einen weg finden, mit so wenig worten die menschliche würde mit füßen zu treten, wie es unser rudi hier getan hat.
und das ist eben auch ein wichtiger charakterzug der anthroposophie sowie des sektenwesens allgemein (im unterschied zur religion):
es gibt immer leute, auf die man herunterblicken kann, weil sie in ihrem leben das pech gehabt haben, dieses oder jenes nicht zu erleben oder zu lernen.
aber zum glück hat sebastian in seiner kindheit beten gelernt. so kann jetzt für ihn jetzt in dieser richtung nichts mehr schief gehen, im gegensatz zu anderen, auf die er nun mildtätig herunter blicken kann.

Maurulam hat gesagt…

Liebes Lametta,

ich hoffe doch sehr, dass es Richter unter den Menschen gibt, und dass wir alle von ihnen gleich behandelt werden, je nachdem wir gut oder weniger gut gehandelt haben.

Die geistigen Ebenen sind, da bin ich sicher, bereits so hoch, dass es dort kein richten gibt. Es ist wichtig, es sich in der Meditation, und auch im Gebet, vor Augen zu halten. Der Mensch als Geistwesen ist nicht mehr gut oder schlecht. Das steht vielmehr Engeln und Dämonen an. Sie sind es, die solche Schlachten abmachen.

Der Mensch als solcher wogt im Geistmeer. Diese Vorstellungen machen mich demütig, aber wohin mit meiner Demut? Wo wollen wir denn hinknieen? Damals in der katholischen Kirche war es praktisch, da habe ich oft vor dem Altar gekniet, aber in der CG gibt es keine Bänke zum knieen. Es würde nicht gern gesehen. Auch in der Kunstgalerie habe ich nur Bänke zum Ausruhen gesehen, nie zum niederknieen, obwohl ich schon oft genug Inbrunst dem Künstler oder den Götterbildern gegenüber verspürt habe.

Es blieb mir nicht übrig, als meine Gefühle umzuwandeln in reine Andacht, und es auszuhalten...

Barbara hat gesagt…

Auch so ein Missverständnis, dass Demut unwürdig und mit Stolz nicht vereinbar ist.. Das kann das Denken, die Ratio nicht verstehen, nicht akzeptieren, klar. Aber im Gegenteil: Demut ist ein Ausdruck von Würde und Vorbedingung für Stolz. Richtig verstanden und nicht mit der Ratio, und nicht mit dem Baukastensatz unserer eingeübten Begriffs- und Denksysteme...

Barbara hat gesagt…

Und was ich in meinem ersten Posting vergessen habe zu erwähnen, ist neben der Durchpsychologisierung aller Lebensbereiche ein in den Alltag vorgedrungenes Verständnis von Spiritualität/ Religiosität. Eingeebnet und durchgecheckt. Alle lernen und wissen und reden und wissen und reden. Auch so ein Rettungsversuch aus der Beklemmung unserer abgeschnittenen Wurzeln, ein Weg, der scheinbar Befreiung verheißt, aber das Hamsterrad immer nur noch weiter dreht.

Was früher privat war, oder "geheim", Eingeweihten vorbehalten, Aufnahmeprüfungen verlangte (wie ernst ist es dir wirklich?!), öffnet sich nun der ganzen Welt. Unterschiedslos, ohne Auswahlkriterium. Aufklärung: Alles Wissen soll allen zur Verfügung stehen, soll helfen, den Einzelnen aus seiner aufgezwungenen Unmündigkeit zu befreien. Ist gut, erst einmal.

Und doch ein Riesentrugschluss, weil Spiritualität so nicht zu erfassen ist, nicht zu erlernen. Auch wenn wir ehrlich berührt sind, von dem, was wir hören/ lesen: Eigene Erfahrung ist das nocht nicht, es kann vielleicht der Anstoß sein, sich selber auf den Weg zu machen... Das was bei Wissen funktioniert "ich habe, was ich weiß", das funktioniert im spirituellen Bereich nicht. Wir wollen das nicht sehen, das widerspricht dem, was wir derzeit unter Stolz verstehen.

Wir sind ja alle so gebildet. Auch im spirituellen Bereich. Haben -zig, hunderte Bücher gelesen, wissen, wie das mit der Erleuchtung funktioniert. Was die Fallstricke sind, wie es richtig ist, wie es sich anfühlen muss. Das, dieses Wissen ist unsere Diskussionsgrundlage. Von der wir uns nie herunter begeben auf die Erfahrungsebene hinab. Wir schauen nicht mehr nach unten (das ist böse, haben wir gelernt) und nicht nach oben (das verbietet uns unser "Stolz"), nur eben immer noch stur gerade aus, "der Wahrheit" (richtiger: dem, was sich so zeigt, wie wir es erwarten) fest ins Auge. Und fühlen uns noch mutig dabei, - es ist so feige...!

Selbst wenn wir mal erfahren, wertet das Wissen, kategorisiert, deutet. Wir sehen nur, was wir (zu) wissen (glauben), und jede Erfahrung wird uns wieder zur Bestätigung unseres Wissens, welches gelehrt klingt, aber keine Weisheit ist.

Ewiges, endloses Geplapper, Worthülsen, Esophrasengekloppe, Zitat-Hinundher-Geschiebe, Argumentefechterei.Plapperplapperplapper. Auch hier.

Und wenn dann mal etwas "anders" daher kommt, provoziert: "Ja, aber..". JaAber ist Segen und Fluch unserer Zeit. Nötige Emanzipation zum Widerspruch, erster Schritt in ein würdiges, stolzes Leben. Aber auch fehlende Bereitschaft Größeres anzuerkennen (nicht nur mit dem Kopf!) mangelnde Fähigkeit zur Demut. Und da hört es schon auf mit unserem Befreiungsweg. Den Käfig aus dem wir uns gerade noch befreit haben, bauen wir uns jetzt wieder selbst. Sieht ein bisschen schicker aus, cooler irgendwie... Stolz, Würde, Freiheit erleben wir so nicht.

Wir sind ja so klug. Wir glauben uns zu nahe an der Weisheit / Wahrheit, um den demütigen, offenen "nichtwissenden" Blick aus der Ferne zu wagen. "Distanz", die ein vollständiges Erkennen möglich machen würde. Im ganzen Ausmaß. Mit allen Sinnen. Demut ist Hingabe, Bereitschaft erschüttert zu werden, alles aufzugeben, zu hinterfragen, der Mut neu zu sehen, - hellsichtig.

Wer bist du, wenn du nackt bist und pur? Wenn du dein ganzes Wissen, auch das psychologische, spirituelle mal vergisst, die ganzen schlauen Bücher beiseite legst und dich aufmachst auf deinen Weg, wenn du nur deiner inneren Stimme zuhorchst (und gehorchst). Und nicht wieder alles zuredest, schnell wieder zuschiebst innerlich, mit der äußerlichen Stimme die innere überdeckt? Wer bist du dann und wohin ruft, führt es dich dann? Und was be-eindruck-t dich wirklich, vor was beugen sich deine Knie, was öffnet dein Herz, welchem Licht möchtest/ musst du folgen?

Barbara

MonikaMaria hat gesagt…

Barbara :-)

Ja. Ja. Ja. ..... :-)

Wiki: Stolz [von mnd..: stolt = prächtig, stattlich] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“.

Barbara hat gesagt…

@MonikaMaria

Lustig:
..wenn du mir in geglaubter Zustimmung Wikipedia zitierst, hast du mein Anliegen nicht verstanden.. !

-> Ja, aber!

;-)

MonikaMaria hat gesagt…

Was hast DU denn verstanden?

Ja, aber ?

;-)

MonikaMaria hat gesagt…

Um Trennen kann es ja nicht gehen, was Du da sagst.
;-)

Nene hat gesagt…

Der Ausdruck Demut kommt aus dem mittelhochdeutschen diomuoti („dienstwillig“, also eigentlich „Gesinnung eines Dienenden“) und wurde von Luther zur Übersetzung der biblischen Ausdrücke tapeinophrosyne (griechisch) bzw. der lateinischen Übersetzung humilitas benutzt. Im christlichen Kontext bezeichnet es die Haltung des Geschöpfes zum Schöpfer analog des Verhältnisses von Knecht zum Herrn, allgemeiner die „Tugend, die aus dem Bewusstsein unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit (Gottheit, sittliches Ideal, erhabenes Vorbild) hervorgehen kann“

Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.

In Abhängigkeitssituationen kann Demut jedoch bis zur unfreien oder erzwungenen Selbstunterwerfung gehen. Vor allem hier ist zu unterscheiden zwischen innerer Einstellung und bloß äußerlichem Verhalten: Man spricht von falscher Demut, wenn es nur darum geht, den Eindruck der Demut zu erwecken; von unechter Demut, wenn Demut mit sklavischer Gesinnung einhergeht


Tante Wiki über Demut
;)

Belinda hat gesagt…

……“Das Ego sollte man NIE in die Knie zwingen (oder der Übersetzer hat was nicht verstanden), sondern es erkennen und sich nicht damit identifizieren, damit man durch die Lehren seines guten anvertrauten Freundes wahre Früchte einträgt.

Das Ego ist keine Sadistenbeigabe, sondern eine Frage an mein wahres ICH - "wie soll es weitergehen, das hier, kann ich Dir bislang bieten..." In meinem Ego, wenn ich es erkannt habe, erblicke ich meinen besten Meister, schon allein deshalb, weil es meinen Stand absolut wahrheitsgemäss abbildet, ich danke Dir dafür, Du mein treuer Begleiter!! Ich liebe Dich, weil Du mir meine Augen zu öffnen vermagst, MIR. Lasst uns gute Freunde sein, Du leitest mich, ICH befreie Dich von Deinem aktuellen Sein“……….

Danke Manfred! „Meine Rede“!

Zum Glück haben wir keine Macht das Ego zu bezwingen, von uns abzuspalten oder gar zu töten (ich habe das schon mal irgendwo geschrieben).

Denn, wenn wir denken dass das Ego weg ist, dann grinst es uns ins Gesicht und es „sagt“: „So, du willst mich nicht haben, von innen?, dann komme ich dir sooooo lange von aussen entgegen, wo möglich aus den Gesichtern deinen Nächsten (oder Lieben) bis du mich erkennst (kennenlernst, meinetwegen), und in Liebe annimmst, freiwillig.

Und je mehr du mich los werden willst, umso fester bindest du dich an mich und ich verpasse dir auch noch den so genanten „blinden Fleck“, d.h. alle sehen mich (deinen Ego), nur du nicht.

Nur deine WAHRE Liebe zu mir kann mich verwandeln“.

So ungefähr habe ich das erfahren und auch immer wieder beobachtet.

Herzlichst Belinda

Belinda hat gesagt…

Liebe Monika,

Du schreibst: “Denjenigen, die mit Jesus gekreuzigt wurden, wurden die Beine gebrochen. Jesus nicht“.

Aber das hat NICHT Jesus getan…

Hmmm… vielleicht habe ich die Aussage nicht richtig verstanden…

Herzlichst Belinda

Belinda hat gesagt…

Liebe Monika,

Du schreibst: “Denjenigen, die mit Jesus gekreuzigt wurden, wurden die Beine gebrochen. Jesus nicht“.

Aber das hat NICHT Jesus getan…

Hmmm… vielleicht habe ich die Aussage nicht richtig verstanden…

Herzlichst Belinda

Belinda hat gesagt…

…….“"Das Vaterunser", gehalten in Berlin vor Mitgliedern der T.G…….

……dass bei diesem Gebet, oder dieser Meditation von Ich-Freiheit nicht die Rede sein kann“……………..

Apropos Ich-Freiheit

Ich habe vor langer Zeit (noch in meiner Eso-Szene-Zeit) mal in einem Vortrag etwas Seltsames gehört.
Die Entwicklung der Menschen wurde mit der Seerose und dem Schlamm erklärt.

Also, die Seerose ist wie ein Individuum aber damit sie so werden kann, müssen ihre Wurzeln im Schlamm wurzeln.

Das soll heißen, das die Menschen die keinen Erkenntnisweg gehen wollen (freiwillig verzichten oder aus Bequemlichkeitsgründen), sich NICHT individualisieren wollen oder können, die werden „Schlamm“ (eine Art Grundboden) bilden für die, die den anstrengenden und steinigen Weg der Erkenntnis gehen und zu Individuen werden wollen und können.

So gesehen, brauchen vielleicht die Iche, die sich individualisieren wollen und zum ICH werden wollen, solche Menschen die auf ihre Ich verzichten und zu einem „Nichts“ (Grun-Boden, Alle-Gleich) werden…

Schwerer Weg = Seerose (Individuum)

Leichter Weg = Schlamm (Ich-frei)………hmm???

Gibt es ein Mittelweg (ein bisschen Seerose oder ein bisschen Schlamm)???
Seltsamer Vergleich………..



Herzlichst Belinda

PS. Heute ist nichts mit „stiller Leser“……*lach*

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Belinda
Schön wieder mal von Dir zu hören.

Habe da aus dem Johannes-Evangelium zitiert. Sie stachen statt dessen in Jesu Seite.

***

Seerose:
Schön sie in meinem Teich zu beobachten. Sie gründen im Schlamm und machen einen sehr langen Stiel, um der Sonne entgegen zu wachsen. Ganz am Schluss legt sie ihren Kopf auf das Wasser und erblüht in ihrer Schönheit. Fest verwurzelt im Schlamm.

Der Vergleich mit dem Ich passt da meiner Meinung wunderbar. ...

BURGHARD hat gesagt…

Hallo Belinda

dein Hinweis auf Schlamm,
der führt dazu, dass ich hier
etwas einbringe, was ich
aus meinem heutigem Kommentar
zu "Deine Aufgabe" gestrichen habe.

---------------------

Treibend im Strom
bin ich Gedanke Gottes.
Im Gedankenstrom des
Weltgeschehens.

Innerlich erlebt man das
als Triebe.

Denker des Gedankens
wäre wer?
Gott.
Na, Gott?
Komm, das ist kein Grund
sich zu Schämen.

Ein Grund wäre,
an Gottes Gedankenweben
sich zu verheben.

Aber, der Scham sei genüge
getan, rät man an, sich nicht
zu beschweren.

Womit nicht beschweren?
Mit gewichtigem Empfindungsleben.
Der Ansicht nach eh wertloses Zeug
Benannt mit dem Wort Ego.

Über Bord damit. Hinein in den
Strom des Weltgeschehens.
Den Fluss ohne Ufer.
GO EGO!
Weg frei für Erleuchtung.

Zeugs in einen Fluss schmeißen,
der Volksmund nennt das wie?
Umweltweltverschmutzung.

Ich will weiter.

Was tue ich?

Ich werde mit diesem Text,
den Strom abdrehen!

Wem?
Den Armleuchtern
in Gottes Strom des Weltgeschehens.
in den sie, ihrer Ansicht nach,
wertloses Zeug schmeißen können.

Na gut. Schlammbaden.
Warum nicht.

Belinda hat gesagt…

Liebe Alle,

weiß jemand ob Jesus jemals öffentlich gekniet hat….????

Das frage ich liebevoll und ernst.


Herzlichst Belinda

Nene hat gesagt…

@Belinda
im Johannesevangelium wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße. Es steht nich ausdrücklich da, aber dafür musste er veremutlich niederknien.
Herzlich
Nene

Belinda hat gesagt…

Liebe Nene,

danke herzlichst!

Belinda

PS. Ich versuche gerade den Vortrag "das Vaterunser" von Rudolf Steiner zu finden...

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Belinda :-)
Hier findest Du die Stellen:

Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, daß die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. (Markus 14,35)

Und er entfernte sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit. Und er beugte die Knie und betete: Vater, kann es dein Wille sein, so bleibe mir dieser Kelch erspart. Aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. (Lukas 22 41-43

Belinda hat gesagt…

Liebe MonikaMaria,

ich danke Dir. Ich werde das noch mal in der Bibel zusammenhängend nachlesen...

Nach den zwei Zitaten von Dir verstehe ich das so, dass er nur dann kniete und betete, wenn er in dem (menschlichen) Ego war und Angst hatte um sein Leben....???

Herzlichst Belinda

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Belinda

Gut beobachtet :-)

Es gibt eine Stelle im Johannes-Evangelium 11.35 wo Jesus weinte. Und danach eine Interpretation dieses Weinens folgt.

Im ganzen Johannes-Evangelium «lese» ich keine Ego-Regungen von Jesus.

Herzlich
MonikaMaria