Dienstag, 10. November 2009

Kraftwerk Freiheit

„Wir sind ein Volk, und einig wollen wir handeln.“ Es passt, dass Friedrich Schillers 250. Geburtstag und der 20. Geburtstag des vereinten Deutschlands nahezu in einen Moment fallen. Den 9. und der 10. November feiere ich in diesem Sinne. Im Sinne der Freiheit. „Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd' er in Ketten geboren.“

Gerechtigkeit? Klar, wollen alle! Gleichheit und Solidarität? Natürlich, ohne geht gar nichts! Aber Freiheit? Der heroische, stolze Ruf Schillers – wer kann ihn noch fühlen? „Ich fühle eine Armee in meiner Faust – Tod oder Freiheit!“

Tod oder Freiheit? Das klingt nach Taliban. Zwar nicht inhaltlich, doch der energetischen Habitus „Tod oder...?“ passt scheinbar nicht mehr in unsere Zeit. Wir leben in einer friedfertigen Gesellschaft und das gefällt uns allen. Mir auch.

Aber dieser Pazifismus hat seinen Preis: Es gibt keine Idee mehr, für die zu sterben sich lohnt.

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als nur politisch Rechte das Wort „Deutschland“ benutzen – die anderen Deutschen sagten „Bundesrepublik“. Es ist gut, dass sich die Deutschen wieder dieses Wort zurückerobert haben – einhergehend mit einem gesunden Patriotismus. (Wer ganz politisch korrekt sein möchte nennt es den „fröhlichen Patriotismus“). Deutschland könnte jetzt ein spirituelles Kraftwerk werden.

So wie damals die politisch Rechten manche Wörter und Gefühle missbrauchten und vereinnahmten, so geschieht das heute vornehmlich durch den Islamismus. Stolz, Ehre, Opfer, Zorn...das sind besetzte, missbrauchte Wörter. Besetzt und missbraucht von kranken Aspekten des Maskulinen.

Das dumme ist, dass sich das gesunden Maskuline davon anstecken lässt.
Im spirituellen Kontext werden diese harten und maskulinen Wörter allesamt mit einem einzigen Begriff gleichgesetzt: EGO. Stolz, Ehre, Zorn, das sind böse, böse Ego-Wörter.

Diese harten Wörter sollen nun durch weiche und egofreie Wörter transformiert werden: Mitgefühl, Gemeinsamkeit, Zärtlichkeit, Herzdenken und natürlich Liebe.

Oh was für eine Heuchelei! Was für eine Ego-Falle! Als wären diese Werte und Wörter davor gefeit vom Ego vereinnahmt zu werden.
freiheit
Das Ego im Wassermannzeitalter ist ein schmeichelndes Ego. Es fühlt sich so weich und warm und kuschelig an, ein einfühlsamer Mensch zu sein, oder?

Nichts gegen diese Werte und Wörter – im Gegenteil. Aber der Gordische Knoten der geistigen Gefangenschaft, kann nicht immer sanft gelöst werden – von Zeit zu Zeit braucht es das kalte Schwert um Freiheit zu gewinnen.

Schiller: „Sagt, wo soll das enden? Wer den Knäul entwirren, der sich endlos selbst vermehrend wächst? – Er muss zerhauen werden.“

Wer spricht von Freiheit? Wer von Zorn, von Ehre, gar von Stolz?

Stolz, abgeleitet von prächtig und stattlich, sei das Gefühl „einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten Ganzen,“ so die treffende Wiki-Definition.

Ist das weniger spirituell als einfühlsam zu sein? Kennen wir nur noch die kranke Version von Stolz?
freiheit
Der gesunde Stolz ist das Gefühl, welches aus freier Autonomie erwächst. Mitgefühl wächst aus liebender Kommunion. Beides zusammen ist das GANZE.

Wer fühlt denn noch Zorn in seinem Herz?
freiheit
Rudolf Steiner sprach von der „Mission des Zorns“: „Der Zorn hat die Mission, des Menschen ICH herauszuheben in die höheren Gebiete. Das ist seine Mission. Er ist ein Lehrer in uns selber.“

Ist das weniger spirituell als Mitgefühl?
frei
Das, was Peter Sloterijk die freie thymotische Dimension nennt, das fehlt uns. Der Zorn ist eine freie, eine heilge Triebkraft der Geistesgeschichte.

Ist nur Heilung wahr? Liegt nicht auch im Verletzen eine spirituelle Mission? Ist das Symbol des Erzengel Michael nur ein Bild für einen Drachenversteher, oder auch ein Zeichen für einen Drachenkämpfer?

Ist der Riss im Ego nur durch gutes Zureden zu erzeugen?


Das Ego ist ein geschlossener Kreis. In der Mitte will eine Kraftwerk der Freiheit ausbrechen. Wer das Ego kleiner macht, macht das Kraftwerk kleiner. Das Ego darf nicht kleiner werden – es muss aufgerissen werden, durchstoßen.

Dann kann das lebendige Nichts der Freiheit strahlen.

Die spirituelle und die anthroposophische Szene, ist in weiten Teilen eine spirituell korrekte Szene. Wir unterscheiden uns darin nicht von unserer
massendemokratischen Gesellschaft, die der Soziologe Bolz so beschreibt:

„Massendemokratische Gesellschaften werden durch die Furcht vor der Meinung der anderen zusammengehalten.
freiheit
Je weniger sich die Meinungen der Einzelnen in der massendemokratischen Öffentlichkeit zur Geltung bringen können, desto stärker wird der Druck der öffentlichen Meinung auf den Einzelnen und sein Meinen.
freiheit
Und da es auf Dauer zu anstrengend ist, anders zu denken als man redet, denken die meisten auch schon politisch korrekt. Heute dürfen die meisten Menschen sagen und schreiben, was sie wollen, weil sie ohnehin alle das Gleiche denken.
freiheit
Luther predigte spirituelle Freiheit in politischer Knechtschaft; wir haben heute spirituelle Knechtschaft in politischer Freiheit.“

Wer das Thema Erleuchtung und Erwachen aus dem spirituellen Leben ausklammern will, der klammert die Freiheit aus.

Wer daran glaubt, dass diese Freiheit ohne Verletzung, ohne Opfer und ohne Tod zu erringen ist – der glaubt ein liebvolles, zärtliches und emphatisches....Ego.

Das Thema Erleuchtung und Erwachen in den Mittelpunkt der geistigen Diskussion zu stellen ist ein Akt spiritueller Reformation.

Diese spirituelle Reformation des geistigen Erwachens, fordert jedes geistige Opfer.
freiheit
Am Ende bleibt kein geistiges Wesen übrig, keine spirituelle Strömung und keine Anthroposophie und keine Person, kein Ich-Gefühl. Nichts bleibt in dieser „übergeistigen Welt“, nichts als die absolute Freiheit dessen, was Steiner dort das „wahre Ich“ nennt. (GA 17)
freiheit
Erwachen & Erleuchtung soll die letzte Mythologie sein. Sie reisst als Anti-Mythologie alle anderen Mythologien mit den Abgrund und einfaches, kraftvolles & glückliches So-Sein erscheint.

Erwachen & Erleuchtung ist das Kraftwerk der Spiritualität. Ohne diese Wörter und alle Aspekte die damit zu tun haben, ohne die Würdigung dieser alles befreienden Erfahrung, wird Spiritualität herzlos. Ehrlos. Sinnlos. Geist ohne Eier.

Manchmal reicht es, jemanden freundlich die Hand zu reichen und er tritt aus dem Ego in die Freiheit. Und manchmal muss man die Hand zur Faust ballen, um einen Riss in das Ego zu schlagen. „Ich fühle eine Armee in meiner Faust – Tod oder Freiheit!“

Erwachen & Erleuchtung schaffen vor allem eines: FREIE SICHT! Die Freiheit davon, jemand sein zu müssen der schaut. Das ist die freie Perspektive: A-Perspektive!
Geist
Wir brauchen eine spirituelle Piratenpartei. Ein paar Rebellen, die vor allem eines auf ihren Fahnen stehen haben: FREIHEIT statt Angst!

Wenn ich sage, dass Du nichts tun musst um Freiheit zu verwirklichen, wenn ich sage, dass Freiheit anstrengungslos in Deiner Mitte leuchtet, und Dein persönliches Ich eine flüchtige Erscheinung von Freiheit ist, wenn ich sage, dass alles bereits vollkommen ist und nie etwas anderes war als Freiheit, wenn ich sage, dass Freiheit einfach so sichtbar wird, wenn Du vollkommen aufhörst Dich zu bewegen, wenn ich sage, dass Du in jedem Augenblick frei bist und Du absolut nichts zu tun hast, wenn ich sage, dass Freiheit Dich küsst, wo Du Dich aufgibst, wenn ich das alles so sage, dann war das nie eine Liebeserklärung an das Ego. Es war eine Kriegserklärung.

Jean-Claude Lin, mein Verleger vom Verlag FREIES Geistesleben, eröffnet das neue Buch „Kraftwerk Schiller“, mit diesem Schillerzitat:

„Pfui über das schlappe Kastraten-Jahrhundert
“.

(Foto: Che Wilber, by Dennis Wittrock)

Kommentare:

MonikaMaria hat gesagt…

!!!

:-))))))))))))

lametta hat gesagt…

Kastrieren ist doof..."männliche" Energie ist gefragt wie nie...die "weibliche" auch...dumm nur, wenn`s unter Mann und Frau getrennt ist...
Heute mein Thema: Her mit dem Genus(s). Nicht beschränken auf Definition von männlich ODER weiblich...sanft ODER kraftvoll, provokant ODER empathisch...sondern alles entwickeln...dass wäre Renaissance! In Krisenzeiten, während großer Umbrüche, zieht Androgynie durch die Kultur...ist zur Zeit wieder spürbar...

Anonym hat gesagt…

Ja, Lametta und so lese ichs auch bei Sebastian:

"Beides zusammen ist das GANZE."

Petra

BURGHARD hat gesagt…

So Manches, dass in den vergangenen Wochen
in diesem Blog gehaltvoll auftauchte,
dass trug mit dazu bei, dass Du, lieber Leser,
so Du es willst, in den gleich folgenden
Beitrag, eintauchen kannst.

Dem Blog gemäß ist es ein Textbeitrag.
Dem Blog ungemäß dessen Ausmaß.
Aus technischen Gründen in 3 Abschnitten.
Was dabei die Länge betrifft, sie ergab sich
geradezu da heraus, angemessen Beitragen zu wollen.



MEMORANDUM
zum

250. Geburtstag
von Friedrich Schiller

10. November 1759 - 9. Mai 1805




Ein Triptychon


ERSTES BILD

Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel.
Zum einen erlebt er sich als begrenzt im Unbegrenzten.
Er erlebt sich als eine Person im Weltgeschehen.

Zum anderen erlebt er sich als unbegrenzt im Begrenzten.
Er erlebt sich als freie Individualität, jedoch in Begrenztheit
durch seine Person und deren Gesichtspunkte..

So ist ihm die Frage des Zusammenhanges
der Unbegrenztheit seiner Individualität,
mit der Unbegrenztheit des
Weltgeschehens, Lebensrätsel.

Allein, ein innerstes Selbstempfinden sagt ihm,
zwei Unbegrenztheiten, sie würden das Wesen dessen,
das Unbegrenztheit ausmacht, aufheben.
Gäbe es Zwei, dann gäbe es Keine.

Eigentlich ist damit das Rätsel gelöst, aber für wen?
Für den Menschen o d e r das Weltgeschehen?

Somit ist die Frage entfacht, welche der beiden
Unbegrenztheiten denn nun die Alleinige sei.

Die eine Lösung begrenzt den Menschen
auf ein Mitwirken im Weltgeschehen.
Die Allmacht des Unendlichen,
sie macht Menschenwerk, in einer den
menschlichen Horizont übersteigenden Weise,
immer wieder zu Nichte. Diese Lösung bestätigt
sich in der menschlichen Erfahrung.
Die Andere macht ihn zum Ursprung der Welt.
Alles ist sein Wirken und sein Werk.
Er selbst bestimmt, was besteht und was vergeht.
Jedoch, das kann seine Erfahrung nicht bestätigen.

Aber, der Erfahrung trotzend, sich selbst
berufend aus der Unbegrenztheit der Individualität,
erhebt sich der freie Mensch.

Aus Freiheit anerkennt und begrüßt er
die Unbegrenztheit des Weltgeschehens.
Dessen Unbegrenztheit, sie eröffnet den
Raum, der dem freien, unbegrenztem Handeln
des Menschen keine Grenzen setzt.

Das Wesen der Unbegrenztheit
des Weltgeschehens, es entspricht
so dem Wesen der Unbegrenztheit
der freien Individualität des Menschen,
wie diese der Unbegrenztheit
des Weltgeschehens entspricht.

Durch den freien Menschen hegt sich
das unbegrenzte Weltgeschehen
in Hoffnung auf ein, mehr und mehr
freies Weltgeschehen aus Gegenseitigkeit.

So wird aus obigem Entweder – Oder,
nun ein anderes Oder.
Für den Menschen o d e r das Weltgeschehen?
ODER für Mensch UND Weltgeschehen in Einem.

Kraftwerk hat gesagt…

Klasse! Und ich finde ja, dass dieser Blog INKLUSIVE der Kommentare bereits ein Ausdruck dieses thymotischen Kraftwerks ist.

Gerade dadurch, dass hier nicht einseitig die maskuline, oder die feminine Energie strömt, sondern je nach Tag und Blobbeitrag eine andere Energie fließen darf.

Sein & Werden.
Ruhen & Drängen
usw...

Der Blog ist nach meinem Gefühl ein Gesantkunstwerk. Dazu zähle ich auch die Kommentare. Danke an Sebastian und alle anderen.

BURGHARD hat gesagt…

MEMORANDUM
zum

250. Geburtstag
von Friedrich Schiller

10. November 1759 - 9. Mai 1805




Zweites Bild


Der Mensch, er bedarf des rechten Maßes
durch seine äußere Natur,
auf das seine Innere sich ihrem Wesen gemäß betätigen kann.
Ebenso ist auch seine innere Natur Maß dafür, wie und was
in der äußeren Natur zu gestalten ist,
auf das der Mensch in dieser, seiner inneren Natur nach, leben kann.
Allgemein nennt man dies Kultur.

Das rechte Maß, es ist kein Gegebenes.
Es ist ein zu Erwägendes.

Durch Erwägung entstehen andere Gewichtungen.
Jede Waage hat einen Punkt an
dem sie nicht Waage ist.
Jedoch, durch diesen Punkt wird es erst zur Waage.
Und! Wer hockt eigentlich in diesem Punkt?

Im Spiel des Kindes ist er offenbar tätig.
Im Spielen entfaltet und entwickelt sich der Zusammenhang
der inneren und äußeren Natur des Menschen.
Als Zusammenklang.

So kann der gegenwärtige Mensch
unmittelbar das Spielen als kindgemäß erleben.
Spielen ist die Erwägung der Kindheit

Jeder kennt sie, die Liebe des Kindes zur Handlung.
Dessen gewichtige Liebe wiederum, sie
ist getragen durch das gewichtlose, da sich selbst tragende Weltgeschehen.

Das Weltgeschehen, sich selbst tragend,
trägt es die Kindheit in sich.
Spielend erwägt es sich, in sich Selbst, zu immer neuem Zusammenhang
und schönem Zusammenklang.

JANET hat gesagt…

"Kraftwerk Schiller" zog mich gerade magisch bei dm an ich bin nur wegen den zwei Worten da rein nach dem leckeren Suppenmeeting... das war eine SUPERSUPPE! IngwerLinse mit Koriander..Mahlzeit! weiter frisch ans Werkeln.. oder meisseln?

eigentlich hab ich keine Lust rumzukommentieren.. aber das fand ich ebend wieder lustig..

Novemberbluesgruß

BURGHARD hat gesagt…

MEMORANDUM
zum

250. Geburtstag
von Friedrich Schiller

10. November 1759 - 9. Mai 1805


Drittes Bild

Der Mensch ist die Wesenskraft,
die erwägend sich selbst erschafft.
Das sich selbst tragende Weltgeschehen,
es trägt den Menschen in sich.
Wer nach dem Träger fragt, erfragt
eine geistige Kraft.

Diese Kraft kann man,
im Gegensatz dazu, wie man das von Gott sagt,
mit einem Namen benennen.

Das Weltgeschehen, es trägt den Menschen in sich.
Welchen Namen trägt es?
Der Name lautet, DER MENSCH

Der Mensch, er trägt das Kind in sich.
Welchen Namen trägt der Mensch?
Der Name lautet Kind.

Das Kind, es trägt das Spiel in sich.
Welchen Namen trägt das Kind?
Der Name lautet Spiel.

Das Spiel, es trägt den Zusammenhang und Zusammenklang
der Welt in sich.
Welchen Namen trägt das Spiel?
Der Name lautet Weltgeschehen.

Das Weltgeschehen, es trägt den Menschen in sich,
der Mensch, er trägt das Kind in sich.
das Kind, es trägt das Spiel in sich.
Das Spiel, es trägt den Zusammenhang
und Zusammenklang von Mensch und Welt in sich.

Herr Rossi hat gesagt…

Mich überzeugt Herr Hau keineswegs. Mich überzeugt meine eigene Lebenserfahrung. Was liegt denn einem Helfersyndrom wirklich zu Grunde? Wo begegnet man denn sonst noch dem Missionsdrang? Jeder Süchtige meint, den Mitmenschen mit seinem Suchtmittel das Leben versüßen zu müssen. Der Raucher, bietet ständig Zigaretten an, Der Trinker, lädt Dich zum Bierchen oder Wein ein, die Kifferin, reicht Dir den Joint, der Worcoholic beginnt zu mobben. Alle diese Charaktere versprechen Dir, dass Du Dein Leid und Deine Einsamkeit einfach „umswitchen“ kannst. Sie wollen dadurch eine Bestätigung ihres Handelns. Sie übertragen ihre Krankheit auf Dich um zu vergessen, dass sie krank sind. Und auf einer anderen Stufe haben es auch die katholischen Eiferer getan und die Muslimischen. Sie alle haben ihr ICH und irgendwo abgegeben und als Folge davon exportieren und vervielfältigen Sie ihren ICHersatz. Das Verhalten von Gronbach und Co ist dieser Handlungsgeste jedenfalls äußerst ähnlich.

Wenn sie wirklich einen spirituellen Heilimpuls hätten und Leute von ihrem existentiellen Leid befreien könnten, dann müssten sie einblicke ins individuelle Karma haben und würden niemals so pauschal vorgehen. Doch dieser Gedanke fällt hier komplett unter den Tisch (lässt sich ja auch nicht einfach so als Mythos abstempeln). Sie würden helfen, ja, aber nur wenn sie gefragt worden wären. Sie wüssten dass niemand geheilt werden kann, der nicht geheilt werden will - und - als Gnade - geheilt werden darf. So hat es auch Steiner getan. Das ist der feine Unterschied.

Ich erlebe in Lebensfreude und in Lebensleid meine Freiheit, indem ich beides annehme. Ich erlebe mein Erwachen, wenn ich beides mit meinem Nächsten teile. So einfach ist das.

Mission Party hat gesagt…

@Burghard et al
Wenn ich es richtig sehe, dann sind es im februar zwölf monate, daß es diesen blog gibt. wärs nicht mal zeit eine blog-mission-party zu feiern? ganz echt jetzt. ihr macht ein datum, an dem in jedem fall sebastian gronbach kann und dann macht ihr ein echtes fest. wie LAMETTA schon sagt: MIT GENUSS. fänd ich schön, versöhnlich und aufregend. vielleicht mit einem gespräch und so weiter. und tanz und musik und was auch immer. sone sachen find ick jut. schaut doch mal, wo sebastian eh gerade unterwegs ist, und dann könnte man das ja auch verbinden. oder?

MonikaMaria hat gesagt…

.... Sie würden helfen, ja, aber nur wenn sie gefragt worden wären. Sie wüssten, dass niemand geheilt werden kann, der nicht geheilt werden will - und - als Gnade - geheilt werden darf. So hat es auch Steiner getan. Das ist der feine Unterschied. ...

Auf diesen Ausschnitt möchte ich gerne näher eingehen, denn er enthält das, worüber ich immer wieder berichte, aber offenbar nicht verstanden werde.

Wenn ich in diesem Herzinnenraum ständig verweilen kann, der ja nicht «drinnen» sondern Raumgreifend geschieht und für mich ein annehmen des Soseins ist, den ich auch Liebe oder auch im Herzen berührt werden nenne, so «geschieht» Heilung.

Ich habe dies auch an der Onkologie-Tagung in Dornach deutlich formuliert: Nur ich selber kann mich heilen. Der Rest ist Angebot und Wegbegleitung dahin.

Jeder «wahre» Arzt weiß, dass er nicht selber heilt. Es gibt Menschen, welche magische Kräfte besitzen und heilen können, aber auch da sagt Steiner, dass diese mit der Zeit nachlassen, wie ein Aku der leer läuft.

Ja, ich habe mich genau so (mich einlassen, hingeben, verschmelzen im Liebesraum, nennt es wie ihr wollt) selber geheilt und ich empfinde es als Gnade, dass das mit mir geschehen durfte und ich werde auch nicht davor zurück schrecken, dies auch deutlich zu formulieren.

Nach meinem Bericht sagte Dr. Fintelmann in die versammelte Runde von ca. 80 Teilnehmern (Ärzte, Heilpraktiker usw..): Merken sie sich, sie sind nicht diejenigen, die heilen. Jeder der das meint, wirkt magisch.

Ich brauche nicht gefragt zu werden, um heilsam wirken zu können. Ich tue es, ungefragt und so, wie mir danach ist!

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Felix Hau hat gesagt…

Lieber Herr Rossi!

Sie wüssten, dass niemand geheilt werden kann, der nicht geheilt werden will
Entschuldigung - das ist eine Binse!
Wie kommen Sie denn bloß darauf, dass hier "Zwangsheilung" stattfinden soll?
Es ging in meinem vorigen post im anderen Thread um Motive für den missionarischen Drang, den Menschen empfinden, die eine Erleuchtunsgerfahrung hatten. Und wenn Sie das sorgsam gelesen haben, werden Sie feststellen, dass ich alle drei mir relevant erscheinenden Motive - auch das erste - in der Persönlichkeit verorte und eben nicht in einer "Weltnotwendigkeit", mit der - auch in Anthroposophistan - für gewöhnlich Proselyten gemacht werden.

Im Übrigen halte ich die geforderte Rücksichtnahme auf "Verfänglichkeiten" und "Instabilitäten" von suchenden Individuen für absurd. Ich empfinde sie - im Gegensatz zu beispielsweise McKennas Krankenstationsgedicht - als wirklich anmaßend und überheblich.

Herzlich,
die Nachtschwester

Felix Hau hat gesagt…

Nachsatz:
Freiheit ist nichts, das gewährt werden kann. Freiheit muss man sich nehmen.

Überheblich ist nicht, wer klar sagt, dass viele dazu offenbar nicht in der Lage sind. Überheblich ist, wer über die Eignung anderer entscheiden und sie vor sich selbst schützen will.

Herzlich,
die Nachtschwester

Wohin mit dem Hass den ich in mir spür.. hat gesagt…

vielleicht ist das ..was..er schickte mich heute Morgen mit wunderschönen "Regen" in den Tag..
dieses Gesicht, diese verquollenen Augen, dieser schmale Mund, diese Hände, diese Gitarre..

http://www.jochendistelmeyer.de/

Herr Rossi hat gesagt…

Im „Akutzustand“ von Erleuchtung stellen sich alle fühlenden und denkenden, aber im Erleuchtungssinn unbewussten Wesen als „schwarze Löcher“ des Alleinseins dar, als existentieller Selbstzweifel, als Unvollständigkeit. Es drängt einen förmlich dazu zu missionieren, weil die eigene Existenz davon abhängt.

Das haben Sie gesagt. Der Selbstzweifel, den sie akut erleben ist dann projeziert auf die Mitmenschen. Sie wollen sich vervollständigen, indem Sie anderen Ihrern "erleuchteten" Bewusststeinszustand überstülpen.

Warum lehnen Sie sich nicht einfach in Ihren Sessel, und nehmen alles in seinem So-Sein an? Sie können Ihre Vesion von Freiheit anscheinend nur voll genießen, wenn es keine schwarzen Flecken mehr auf Ihrer Weltkarte mehr gibt, wenn Sie alles Kolonialisiert haben. Das ist dann aber alles andere als Freiheit. Das hat bei den Römern noch funktioniert, bei Hitler schon nicht mehr.

Binse hat gesagt: Freiheit ist immer die Freiheit des Anderen (oder so).

Versuchen Sie mal sich mit Ihrem Selbstzweifel anzufreunden, mit den Menschen, die so frei sind, eine andere Erleuchtung oder auch keine Erleuchtung leben zu wollen. Vielleicht entdecken sie noch ein Update von Freiheit.

Oder auch nicht.

Felix Hau hat gesagt…

Herr Rossi,

sind Sie in der Lage einem nicht allzu langen Text zu folgen - auch wenn er an der Stelle, an der Sie gerne aufhören würden zu lesen, noch weitergeht?
Sie könnten's jetzt - dritte Chance - beweisen.

Herzlich,
die Nachtschwester

Anonym hat gesagt…

GUUUTER SATZ, DAS:

"Und da es auf Dauer zu anstrengend ist, anders zu denken als man redet, denken die meisten auch schon politisch korrekt. Heute dürfen die meisten Menschen sagen und schreiben, was sie wollen, weil sie ohnehin alle das Gleiche denken.

Luther predigte spirituelle Freiheit in politischer Knechtschaft; wir haben heute spirituelle Knechtschaft in politischer Freiheit.“

Wenn ich bedenke, was hier über den Blog_Autor schon ausgegossen wurde, dann erinnerte mich das auch an die Vor-Luther-Zeit.

Ich wünsche ne Portion Durchhaltevermögen, Herr Gronbach.

Hans-Peter K.

Thomas (der es immer noch WISSEN will) hat gesagt…

@ Alle

Sebastian Gronbach schreibt hier:

"Am Ende bleibt kein geistiges Wesen übrig, keine spirituelle Strömung und keine Anthroposophie und keine Person, kein Ich-Gefühl. Nichts bleibt in dieser „übergeistigen Welt“, nichts als die absolute Freiheit dessen, was Steiner dort das „wahre Ich“ nennt. (GA 17)"

Nach Sebastian Gronbachs Worten bleibt also am Ende

- KEIN geistiges Wesen übrig.

- KEIN Ich-Gefühl.

Nur die absolute Freiheit dessen, was von Rudolf Steiner dort das "wahre Ich" genannt wird.

Was wird von Rudolf Steiner dort das "wahre Ich" genannt?

Zusammengefasst von Rudolf Steiner, ist in GA 17, "Die Schwelle der geistigen Welt", zu finden:

"Das "wahre Ich" in einer übergeistigen Umwelt.
In diesem findet der Mensch sich als geistiges Wesen selbst dann, wenn alle Erlebnisse der Sinnes-. der elementarischen und der geistigen Welt , also alle Erlebnisse der Sinne, des Denkens, Fühlens und Wollens der Vergangenheit anheimfallen."

In dem "wahren Ich" findet sich der Mensch als geistiges Wesen.

Der Mensch, JEDER Mensch, findet sich als geistige Wesenheit in dem "wahren Ich". In SEINEM wahren Ich.

Das heißt, der Mensch bleibt auch in der übergeistigen Welt existent.


Die Interpretation hier von Sebastian Gronbach von dem, was Rudolf Steiner in GA 17 das "wahre Ich" nennt ist also eindeutig falsch. Das ergibt sich, wenn man die Inhalte der Texte vergleicht.

Der Mensch, alle Menschen leben dort als geistige Wesen und erleben sich in ihrem "wahren Ich", so wie jeder Mensch sich hier und jetzt auf der Erde in seinem physischen Leib erlebt.

Der Mensch ist also nicht dieses "wahre Ich".
Er erlebt sich nur da drinnen. So wie er sich hier in seinem Körper erlebt.


Und um die Kraft zu haben, in diese geistige Welt schauend zu kommen, muss der Mensch, nach dem was Rudolf Steiner sagt, alle vorherigen Stufen der übersinnlichen Welt durchleben. Nur dadurch kann er die Kraft erlangen, in der übergeistigen Welt erleben zu können. Tut er das nicht, wird er dort sein Bewusstsein verlieren.
Und genau das sehe ich in den Worten Sebastian Gronbachs.
Nichts bleibt. Es bleibt für ihn NICHTS, weil er sich nicht stark genug gemacht hat. Er kommt mit seinem Bewusstsein überhaupt nicht in diese geistige Welt. Er meint nur, er wäre dort. Er erlebt etwas übersinnliches, aber nicht die übergeistige Welt.

Anonym hat gesagt…

Lieber Thomas, sie bemühen sich redlich, aber sie kommen irgendwie nicht weiter. Ich mache ihnen mal einen ganz ernst gemeinten Vorschlag. Kommen sie aus ihrer anonymen Ecke, organisieren sie ein Treffen mit Hr. Gronbach und erläutern sie dann (vielleicht im Anschluß an einen Vortrag) ihre Fragen. Vieleicht kommen sie dank einer individuellen transmissionarischen Begegnung in eine neue Phase. Sie stecken echt fest und es wäre doch schön, wenn´s weiterginge.

Oder: Sie laden ihn zu einem öffentlichen Disput ein. Er käme bestimmte (sie müssten ihn dafür mit hoher Warscheinlichkeit allerdings ein Honorar bezahlen, aber sie könnten ja auch eines für sich nehmen). Das wäre doch mal spannend. Dann müssten sie sich allerdings zeigen.

Und noch was: FALLS der Hr. Gronbach Steiner falsch und sie ihn richtig interpretieren (wer soll das überprüfen?) was wäre dann? Leben Sie doch IHRE Interpretation und Hr. Gronbach lebt sein. Schreiben SIE auch ein Buch, machen nen Film und halten Vorträge und dann wird das Freie Geistesleben schon seine Wege gehen. Was meinen sie?

H.-P. K.

Herr Rossi hat gesagt…

Schön, dass Du es so genau wissen willst und Texte in den Kontext stellst, aus dem sie stammen. Ich würde Deine Sicht noch etwas erweitern durch den Gedanken, dass er kein Sinnliches gibt ohne Über- oder auch Untersinnliches. Das ist es ja, wieso man sich forschend an die Arbeit machen muss, um etwas zu erkennen, um sich Begriffe zu bilden. Es ist durchaus so, dass die Info-3-Leuchten etwas übersinnliches erleben, glaube ich, - nur was? Das merkwürdige an ihren Beschreibungen finde ich, dass das, was sie beschreiben als radikal, absolut und total beschreiben, dass es irgendwie ihr Ichgefühl verändert, und dass es keine Auswirkungen auf ihre Handlungsimpulse hat und den Alltag der Menschheit, außer dass sie andere missionieren wollen. Vielleicht kommen wir gemeinsam darauf, was sie bewegt...?

Herr Rossi hat gesagt…

Hallo H P K,
wissen Sie wovon Sie schreiben? Haben Sie das erlebt, das mit der transmissionarischen Begegnung? Geht es Ihnen jetzt besser? Tun Sie etwas anderes als vorher? Hält die Wirkung von Gronbach lange an? Wie oft sind Sie ihm begegnet? Haben Sie ihm dabei in die Augen geschaut? Erzählen Sie doch mal!

Nene hat gesagt…

@Herr Rossi
Wer die Intention eines Steiner oder z.B. eines Krishnamurti mit einem Helfersyndrom gleichsetzt, hat entweder nicht viel verstanden, oder ist bewusst zynisch und boshaft. Wer dann noch den Vergleich mit Süchtigen bemüht, für den scheint das eigene Ego noch ein großer blinder Fleck zu sein.
Was treibt dir so den Zorn in die Tasten, dass du dann auch vor Vergleichen mit Hitler nicht zurückschreckst. Das ist wirklich jenseits jeder Argumentation und peinlich unter der Gürtellinie.
Es ist anscheinend so, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als dein Verstand und dein Gefühl sich vorzustellen vermögen.
Niemand wird dich daran hindern ein schwarzes Loch zu bleiben. Und wenn du das nicht mehr sein willst, wird dir niemand die Arbeit abnehmen, es zu ändern.
Da entspricht deine Erkenntnis nämlich den Tatsachen. Es gibt keinen Zwang zur Freiheit.
Also bleib doch einfach locker und vergiß diese Angst, dass Sebastian Gronbach oder Felix Hau, dich missionieren könnten. Ich nehme doch an, dass du ganz freiwillig hier bist.

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
Ja.
ich habe heute Morgen die Seite von Maria gelesen und verstehe deshalb besser, was du meinst. Trotz aller Resonanz ist ein Abgleichen der Begrifflichkeiten manchmal Gold wert.
:))

Nene hat gesagt…

@Thomas
Lieber Thomas,
du wirst es in den Büchern nicht finden. kannst du dir vorstellen, dass Steiner, wenn er heute noch lebte, alles exakt so noch einmal darlegen würde? Was nach meiner Erfahrung Menschen wie ihn auszeichnet ist nicht nur der Versuch, anderen einen geistigen Weg zu vermitteln, sondern besonders eine hohe Flexibilität und Bereitschaft, alles immer wieder neu zu sehen und zu erfahren und heilige Kartenhäuser zur Not wieder einzureißen. Denn es geht in letzter Instanz immer um Wahrheit und Freiheit.
Beides erschließt sich nicht, wenn man an Methoden und Formen hängt, sondern im Loslassen von all dem. Es ist in dir selber, du musst es nur zulassen. Steiner hat gesagt er möchte jedes Menschenherz entflammen. Menschenherzen entflammen nicht in Buchstaben, sondern im Leben, im immer wieder neu sein, im neu geboren werden.
einen schönen Abend
Nene

JANET hat gesagt…

Was heisst eigentlich mit allen Wassern gewaschen sein? Der ist gerissen?

Gute Nacht..Schwestern!

Nene hat gesagt…

Gerissen trifft es wohl recht genau
liebe Janet
schlaf schön.

Felix Hau hat gesagt…

Lieber Herr Rossi!

Es ist durchaus so, dass die Info-3-Leuchten etwas übersinnliches erleben, glaube ich, - nur was?
Hmm. Ich will Sie nicht irritieren, aber Sie rennen hier nicht nur gegen zwei info3-Mitarbeiter, sondern u.a. gegen die Initiatoren sämtlicher Weltreligionen und spiritueller Strömungen an. Das soll Sie keineswegs entmutigen; rennen Sie gerne weiter. Aber so ein bisschen Realitässinn und proportionales Empfinden kann auch beim Joggen nicht schaden.


… und dass es keine Auswirkungen auf ihre Handlungsimpulse hat und den Alltag der Menschheit, außer dass sie andere missionieren wollen.
Ich hatte die ersten 27 Jahre meines Lebens und dann, nach ca. sechswöchiger Unterbrechung, wiederum zwölf Jahre lang, bis heute gegen 23:30 Uhr nicht das geringste Bedürfnis jemanden zu missionieren. Sie haben’s jetzt allerdings geschafft. Ich brenne dafür, Sie zum verständnisvollen Lesen zu bringen. Es kann doch nicht sein, dass Sie schon von 30 Zeilen und einem ganz einfachen Kontext überfordert sind.

Herzlich,
die Nachtschwester

Herr Rossi hat gesagt…

Hallo Nene,
ich sehe da schon gewaltige Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von "Erleuchtung". Und die kann man an den Taten gut erkennen. Hass und Angst sehen sie? Seltsam...

Zorba the Greek hat gesagt…

Lieber Herr Rossi,
von Hass habe ich nicht gesprochen, sondern von "bewusst zynisch und boshaft oder einem blinden Fleck namens Ego"
Und von Zorn habe ich gesprochen.
Zorn und Hass haben zwar dieselben Eltern, aber sie sind keine eineiigen Zwillinge.

Es gibt keine verschiedenen Arten von Erleuchtung, nur verschiedene Arten von "Nicht erleuchtet sein"
Das, was du als verschiedene Arten wahrnimmst, sind möglicherweise die unterschiedlichen Beschreibungen. Dazu kommen die Vorstellungen, die du dir von Erleuchtung machst und die so gar nicht zu bestimmten Menschen passen wollen.
Um Erleuchtung wird ein unglaublicher Hype veranstaltet. Deshalb ziehe ich ohnehin vor, von "Erwachen" zu sprechen.
Ja, und Angst sehe ich nach wie vor. Lass dein Kartenhaus doch mal einstürzen. Das kann ein äusserst befreiendes Gefühl sein. Ich erinnere mich an den Film "Zorba the Greek".
Man kann fragen: "Hast du jemals etwas so schön einstürzen sehn" und dann tanzen.
Nene

JANET hat gesagt…

Man kann fragen: "Hast du jemals etwas so schön einstürzen sehn" und dann tanzen.


lass uns einstürzen..
was ist überhaupt das Problem? Es gibt Menschen denen berührt das Thema Erwachen, Erleuchtung whatever ÜBERhaupt nicht..Warum zerbrechen wir uns darüber den Kopf, was es ist? und wie man dazu kommt...usw..Bestimmt weil es uns Spass macht.. Oder warum? WARUUHUUUHUM? Nicht mit Vielen wirst du dir einig sein, doch das Leben bietet soviel mehr...

Guten Morgen..Allerzeitens!

WARUM hat gesagt…

Aber dieser Pazifismus hat seinen Preis: Es gibt keine Idee mehr, für die zu sterben sich lohnt.

Robert Enke?

Herr Rossi hat gesagt…

Nene: Ich verstehe vielleicht nicht, was Du meinst. Ja, Geist ist niemals behindert. Jeder mensch ist mehr oder weniger durchlässig für Geist. Jeder Mensch, der in der sinnlichen Welt lebt kann nur als Individuum existieren. Daher ist jeder "Erwachte" individuell.

So gibt es die verschiedensten Farben des Erwachtseins - bis hin zu Individuen, die aus Licht Nebel oder gar Finsternis machen und das wierderum mit Irrlicht einkleiden.

So ist das nun mal hier. und soweit ich es begriffen habe, gibt es in der Übersinnlichen Welt ebenso differenzierte Abstufungen.

Ich komme mit meinem Kartenhaus, meinem Begriffsgebilde gut zurecht.

Es ist für mich allerdings ein Rätsel, wieso die Integralisten das individuelle ausgelöscht sehen wollen und permanent Christus, Steiner, Krishnamurti, Osho, Michael Jackson, Wilber und sich selbst gleich machen wollen. Ja, wenn ich mein Begriffsgebäude einebne, und aufhöre zu denken, dann kann ich mir vorstellen, wie es sich anfühlt, mit Christus und Steiner auf Augenhöhe, oder gar noch darüber zu sitzen. Da kommt in mir ein tiefer Ekel vor mir selbst auf, ich spüre Irrsinn - keine Angst.

Ich will mein Ego nicht einfach paralysiert haben. Ich will individuell erleuchten.

Nene hat gesagt…

@Herr Rossi,
ich bin keine Integralistin, dehalb kann ich dir nur aus meiner Sicht antworten.
Aus meiner Sicht gibt es keine individuelle Erleuchtung. Es gibt ein Individuum, dass eine bestimme Erfahrung des Erwachens macht, aber dann ist es eben nicht mehr dieses Individuum. Ein erwachter Peter Müller ist nach außen immer noch Peter Müller. Er kann sich anders oder gleich verhalten wie vorher, aber den alten Peter Müller gibt es so nicht mehr. Da findet so etwas wie ein Persönlichkeitswechsel statt. Da höre ich schon den Aufschrei, aber ich hab leider nur Worte.

Das, was du die übersinnliche Welt nennst, ist für mich nicht die Welt des Geistes, des Logos, des Ursprungs oder wie immer man es nennen will. Sie ist für mich einfach ein Teil der normalen Welt. Das Erwachen hat überhaupt gar nichts mit Erlebnissen in der übersinnlichen Welt zu tun. Dann wären so gut wie alle erwacht. Nach meinem Verständnis können übersinnliche Erlebnisse ein Hindernis sein. Egal in welchem Teil der Matrix wir uns bewegen, es bleibt die Matrix in ihrem sinnlichen oder übersinnlichen Teil.
Warum ekelt es dich vor dir selbst, wenn du daran denkst, mit Steiner oder Christus auf Augenhöhe zu sein? Der, der auf Augenhöhe ist, ist doch gar nicht der, der du vorher bist. Für mich ist es eine echte Freude, dass Christus nicht irgendwo hoch oben ist, eine weit entfernte Person, wie die Kirche es darstellt, sondern dass er ein Prinzip ist, eine Kraft, die auf Augenhöhe sein kann, wenn ich es zulassen kann, wenn ich alle meine Vorstellungen und mein aktuelles Ego loslassen kann und wenn das alte Ego die EgoEssenz aller Inkarnationen keinen Enfluss mehr auf mich hat.
Ich bin sicher, dass es dies ist, was ein Steiner, ein Krishnmurti, ein Cohen und all jene Rufer in der Wüste angestrebt haben für jeden Menschen. Damit die Zahl Mensch wieder vollendet ist, oder wie Felix Hau es genannt hat, das Puzzle vollständig wird.
Wenn du mit deinem Begriffsgebilde gut zurecht kommst, was stört dich dann daran, dass andere es anders sehen und erleben?
Das letzte, was wir brauchen können, ist eine Konmkurrenz, eine Rivalität in diesen Dingen.
Nach meinem Verständnis gibt es nicht nur mein aktuelles Ego, das mich behindert, sondern es gibt noch das Inkarnationsalte Ego, das kollektive Ego und das Weltego, die mich behindern beim Erwachen.
Angesichts dieser Situation ist mir egal, ob einer seinen Weg nach Steiner definiert oder nach Wilber, Cohen, Krishnamurti und sonstwem. Es gibt nur einen Weg, "ERWACHEN" ganz oder gar nicht. Das mag brutal klingen, aber Menschsein ist ein Lebenszustand zwischen Polaritäten. Erwacht sein hebt jede Polarität auf, auch wenn das Leben hier weiter geht. Das ist ein Zustand von Freiheit, der nichts mit der gewöhnlichen Idee von Freiheit zu tun hat. In dieser Freiheit ist der Erwachte eingebunden in das Große Ganze, er ist es selber mit allen anderen (Oh Herr schenk mir neue Wörter, nagel mich nicht auf diesem Wort fest, ich weiss grad kein besseres) Aus dieser Eingebundenheit entsteht das, was du Missionieren oder Helfersyndrom nennst.
Das beschriebene dreifache Ego ist
der größte Feind. Es muss nicht nur paralysiert werden, sondern enthauptet. Danach spürst du, dass das Individuum Herr Rossi und das Ego nie deckungsgleich waren.
Ich kann es nicht besser sagen.
Es zu verstehen ist nicht nur eine Sache von Begrifflichkeiten, sondern von Be-greifen, also fühlen in einem sehr komplexen Sinn. Der Verstand hilft dabei nicht. "Der Verstand ist der große Zerstörer des Wirklichen", steht in der Stimme der Stille.
So ist meine aktuelle Sicht der Dinge.
Nene

Volle Kraft voraus hat gesagt…

@Janet
"Volle Kraft voraus wir sollten uns beeilen
Volle Kraft voraus zu den Tagen die uns heilen
Sag nicht dass Du nicht sicher bist
sondern sag Du steigst mit ein
Bis das Mass der Zeit vollendet ist
Sollten wir startklar sein"


Danke für die wunderschönen Pusteblumen :o))))
Nene

MonikaMaria hat gesagt…

Nascita-Nene :-)))))))
Klack!

Felix Hau hat gesagt…

@Nene,

danke! Super!

Herzlich,
die Nachtschwester

Thomas, redlich bemüht hat gesagt…

@ Felix Hau

Hier noch einmal mein Kommentar von weiter oben für Sie.
Was sagen Sie dazu?

Sebastian Gronbach schreibt hier:

"Am Ende bleibt kein geistiges Wesen übrig, keine spirituelle Strömung und keine Anthroposophie und keine Person, kein Ich-Gefühl. Nichts bleibt in dieser „übergeistigen Welt“, nichts als die absolute Freiheit dessen, was Steiner dort das „wahre Ich“ nennt. (GA 17)"

Nach Sebastian Gronbachs Worten bleibt also am Ende

- KEIN geistiges Wesen übrig.

- KEIN Ich-Gefühl.

Nur die absolute Freiheit dessen, was von Rudolf Steiner dort das "wahre Ich" genannt wird.

Was wird von Rudolf Steiner dort das "wahre Ich" genannt?

Zusammengefasst von Rudolf Steiner, ist in GA 17, "Die Schwelle der geistigen Welt", zu finden:

"Das "wahre Ich" in einer übergeistigen Umwelt.
In diesem findet der Mensch sich als geistiges Wesen selbst dann, wenn alle Erlebnisse der Sinnes-. der elementarischen und der geistigen Welt , also alle Erlebnisse der Sinne, des Denkens, Fühlens und Wollens der Vergangenheit anheimfallen."

In dem "wahren Ich" findet sich der Mensch als geistiges Wesen.

Der Mensch, JEDER Mensch, findet sich als geistige Wesenheit in dem "wahren Ich". In SEINEM wahren Ich.

Das heißt, der Mensch bleibt auch in der übergeistigen Welt existent.


Die Interpretation hier von Sebastian Gronbach von dem, was Rudolf Steiner in GA 17 das "wahre Ich" nennt ist also eindeutig falsch. Das ergibt sich, wenn man die Inhalte der Texte vergleicht.

Der Mensch, alle Menschen leben dort als geistige Wesen und erleben sich in ihrem "wahren Ich", so wie jeder Mensch sich hier und jetzt auf der Erde in seinem physischen Leib erlebt.

Der Mensch ist also nicht dieses "wahre Ich".
Er erlebt sich nur da drinnen. So wie er sich hier in seinem Körper erlebt.


Und um die Kraft zu haben, in diese geistige Welt schauend zu kommen, muss der Mensch, nach dem was Rudolf Steiner sagt, alle vorherigen Stufen der übersinnlichen Welt durchleben. Nur dadurch kann er die Kraft erlangen, in der übergeistigen Welt erleben zu können. Tut er das nicht, wird er dort sein Bewusstsein verlieren.
Und genau das sehe ich in den Worten Sebastian Gronbachs.
Nichts bleibt. Es bleibt für ihn NICHTS, weil er sich nicht stark genug gemacht hat. Er kommt mit seinem Bewusstsein überhaupt nicht in diese geistige Welt. Er meint nur, er wäre dort. Er erlebt etwas übersinnliches, aber nicht die übergeistige Welt.

Freundlichst und gespannt auf Antwort

Thomas

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Teil I

Eine Reaktion auf den Inhalt Ihres Kommentars für Herrn Rossi.

Nicht nur Sie, auch ein Integralist kann nur aus seiner Sicht antworten. Auch wenn das vielleicht mancher anders sieht.

Wenn Sie meinen, wie Sie hier sagen, dass es keine individuelle Erleuchtung gibt, dann befinden Sie sich nicht in Übereinstimmung mit Sebastian Gronbach und Felix Hau. Natürlich auch nicht mit Rudolf Steiner.
Weshalb ich auch das Lob von Herrn Hau für Sie nicht recht nachvollziehen kann.

Wenn Sie sagen, dass es ein Individuum gibt, dann ist das auch nicht übereinstimmend mit Sebastian Gronbachs Lehre. Das ALLEINS ist, war und wird immer sein - sonst nichts - immer.
Wenn bei dem erwachten Peter Müller ein Persönlichkeitswechsel stattfindet: Welche Persönlichkeit ist dann in dem Peter Müller, der für sein Umfeld immer noch der Peter Müller ist.
Und wenn es für Sie keine individuelle Erleuchtung gibt, was für eine gibt es dann für Sie? Und was für ein Unterschied besteht zu dem von Ihnen genannten Begriff "Erwachen" und dem Begriff "Erleuchtung"? Mit was hat das "Erwachen" zu tun, wenn nicht mit der übersinnlichen Welt?
Was meinen Sie mit "Matrix"?

Wer oder was bin ich Ihrer Ansicht nach, wenn ich nach dem "Erwachen" in Augenhöhe mit dem Christus sein kann?
Und wie kann ich mit einem Prinzip auf Augenhöhe sein?
Bin ich dann vielleicht auch ein "Prinzip?

Was meinen Sie mit "Vollendung der Zahl Mensch"?
Was macht Sie so sicher, dass Rudolf Steiner so etwas angestrebt hat wie ein Krishnamurti oder ein Cohen?
Von Steiner haben Sie ja so gut wie nichts gelesen, könne sich also zumindest davon keine umfassende Vorstellung gebildet haben, die Sie in dierser Beziehung so sicher machen könnte. Sie wissen auch nicht, was Rudolf Steiner für eine Vorstellung von "Ego" hatte.

Das mit Konkurenz und Rivalität, sehe ich wie Sie. Das wird in diesen Dingen, denke ich, nicht gebraucht und schadet nur.
Ein "sich nähern" ist hier viel mehr nötig. Aber ich sehe nur, wie schwierig, ja wie unmöglich es manchmal ist, sich wirklich zu nähern.

Sie schreiben hier von "aktuellem Ego", "inkarnationsaltem Ego", von "kollektivem Ego" und von "Weltego". (Also vier, nicht drei!)
Was meinen Sie damit? Und wie meinen Sie, können die überwunden werden? Sagen Sie jetzt bitte nicht nur: durch "Erwachen" oder durch "Enthaupten".
Und wie kommen diese ganzen "Egos" zustande?

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Teil II

Für mich macht es schon einen Unterschied, welches Vorbild sich jemand wählt für seinen Weg. Denn Andrew Cohens Weg führt nicht dorthin, wo Ken Wilbers Weg hinführt. Und Rudolf Steiners Weg führt woanders hin als Sebastian Gronbachs Weg. Das kann man an den Zielbeschreibungen erkennen. Und da kann man so lange und so viel interpretieren wie man will. Es bleiben Unterschiede.
Wobei ich niemandem jemals sagen werde, er soll diesen oder jenen Weg gehen. Diese Entscheidung muss jeder für sich treffen.

Was ist für Sie die wahre Freiheit?

Sie schreiben, dass der Erwachte selber das große Ganze ist, mit allen anderen.
Also der Erwachte ist ein Teil des großen Ganzen. Das große Ganze ist dann ein zersplittertes, ein gegliedertes Ganzes, bestehend aus Erwachten Individuen?
Und die "Egos" der Erwachten leben noch auf der Erde mit den anderen "Egos" der Erwachten und Nichterwachten?

Und woher kommt dort der Impuls zum missionieren, zum helfen?

Sie schreiben gegen Ende Ihres Kommentars:
"Der Verstand ist der große Zerstörer des Wirklichen"

Der Verstand, oder durch den Verstand kann man sicher zerstören.
Mit Hilfe des Verstandes kann man aber auch aufbauen. Zum Beispiel eine Annäherung.
Und hierbei kann der Verstand eine große Hilfe sein. Wenn dann noch auf beiden Seiten das entsprechende Gefühl dabei ist, sind meiner Ansicht nach die Möglichkeiten für eine wirkliche Annäherung gegeben.

Ohne den Verstand zu benutzen, kommen wir hier überhaupt nicht weiter. Auch die höchsten und schönsten Gefühle sind doch nur wirklich erfassbar mit dem entsprechenden Gedanken und vermittelbar mit den entsprechenden Worten.

Mit einer (scheinbar!?) etwas anderen Sichtweise

Freundlichst

Thomas

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
no lo so signora, si? non? po essere si. clickety clack.
:-)))


@Felix
glaub mir, ich habe zu danken.
:)

Uschi hat gesagt…

Mein Respekt geht an Thomas und Rossi und Manfred. Ich sehe euch ringen darum zu erkennen, was sich euch gegenüberstellt. Meiner Meinung nach ist das sehr richtig und wichtig, selbst wenn ihr in diesem Leben nicht ein „radikales Erwachenserlebnis“ haben solltet, denn: Es geht darum die Schwelle bewusst zu überschreiten. Bewusst geht es nur selbsttätig denkend und individuell. Die Abkürzungen, die so oft angeboten werden, führen zu Einbußen in der Erwachensqualität, bzw. an den Fähigkeiten, damit evolutionsfördernd umzugehen.

Eine Messlatte, die natürlich sehr hoch hängt, möchte ich noch hinzufügen:

Wenn mehr Leute Rudolf Steiner wirklich ernst nehmen würden, käm es nicht zu so viel hässlichem Missionieren, wie es hier von allen Seiten aufeinanderprallt. Dieser Ausspruch ist geradezu Aniti-Missionarisch:

"Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine als
der andere, sondern darauf, dass der andere das Richtige aus
Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage."
- GA 10,

MonikaMaria hat gesagt…

Vielleicht bin ich ja blind in meinen Wahrnehmungen. Ich erlebe hier niemanden, der missioniert. Die Frage ist doch, was ich selber für eine Vorstellung davon habe, was mich denn missionieren soll.

Jeder nimmt das, was das Richtige für ihn selber ist. Dass damit ein paar ihre Probleme haben, kann ich auch wahrnehmen.

Das gehört für mich eben auch dazu beim Erlernen der Philosophie der Freiheit: Aushalten, dass der andere was anderes für richtig findet, was ich für richtig halte.

Dass man mit dieser Einstellung wohl eher weniger schnell in ein gemeinsames Tun kommt, liegt auf der Hand. Darum geht es aber gerade nicht. So funktioniert Entwicklung. Gleichklingend kann ich mich ausruhen oder schlafen legen.

Nene hat gesagt…

@Thomas
teil 1

Nicht nur Sie, auch ein Integralist kann nur aus seiner Sicht antworten. Auch wenn das vielleicht mancher anders sieht.

Ja.

Wenn Sie meinen, wie Sie hier sagen, dass es keine individuelle Erleuchtung gibt, dann befinden Sie sich nicht in Übereinstimmung mit Sebastian Gronbach und Felix Hau.
Dann muss einer von uns die beiden falsch verstanden haben. Es spielt aber für mich auch keine Rolle, ob ich in Übereinstimmung mit Felix oder Sebastian spreche. Das ändert ja nichts an dem, was in mir ist. Es gibt keine Erleuchtung mit dem und für das Ego. Eigentlich habe ich es schon geschrieben, aber ich schreibe es noch mal: Der nach dem Erwachen ist nicht der vor dem Erwachen. Er ist ein neues Individuum, das sich auf eine neue Art eingebunden in einen neuen Kontext erlebt. Ich kann es nicht deutlicher sagen. Felix Hau hat es für mein Empfinden schon vorher völlig klar beschrieben, was ich sehr zu schätzen weiss.

Und was für ein Unterschied besteht zu dem von Ihnen genannten Begriff "Erwachen" und dem Begriff "Erleuchtung"?
Es besteht kein Unterschied, nur das der Begriff Erleuchtung so großartig klingt und so oft bemüht wird. Es ist eigentlich nicht so großartig, es ist eigentlich simpel und schlicht. Dazu passt das Wort erwachen recht gut. Wenn ich morgens aufwache denke ich nicht
„Wow“ wie irre ist das denn? Ich bin aufgewacht.
Mit was hat das "Erwachen" zu tun, wenn nicht mit der übersinnlichen Welt?
Das habe ich schon versucht zu beschreiben. Die sinnliche Welt ist die Welt hier, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Die übersinnliche Welt nenne ich die andere Seite der Welt, die Seite, in der wir uns auch in unseren Träumen aufhalten, das Jenseits. Dort bereiten sich die Seelen auf eine neue Inkarnation vor. Menschen können sich durch bestimmte Übungen und Methoden okkulter Art für diese Seite der Welt öffnen und sensibilisieren. Ich nehme an, dass dabei auch eine Art Hellsichtigkeit entsteht.

Was meinen Sie mit "Matrix"?
Mit Matrix meine ich diese beiden Seiten der Welt zusammen genommen.

Wer oder was bin ich Ihrer Ansicht nach, wenn ich nach dem "Erwachen" in Augenhöhe mit dem Christus sein kann?
Du bist dann einer, der dem Christus, dem Urprinzip, dem Lichtkeim oder wie du es nennen willst in dir gefolgt ist.

Und wie kann ich mit einem Prinzip auf Augenhöhe sein?
Es ist in dir, wie in jedem Menschen. Wie könnten wir nicht damit auf Augenhöhe sein? Das ist letztendlich die Liebe, die allen Verstand übersteigt, die nichts mit unserem gewöhnlichen Verständnis von Liebe zu tun hat.

Bin ich dann vielleicht auch ein "Prinzip?
Du bist das Prinzip „Mensch“, ein zweigeteiltes Wesen aus irdischer Materie und Licht.
Faust: „Das Licht, das an den Körpern klebt“

Nene hat gesagt…

@Thomas
Teil 2

Was meinen Sie mit "Vollendung der Zahl Mensch"?
Damit meine ich Offenbarung 7

Was macht Sie so sicher, dass Rudolf Steiner so etwas angestrebt hat wie ein Krishnamurti oder ein Cohen?
Von Steiner haben Sie ja so gut wie nichts gelesen, könne sich also zumindest davon keine umfassende Vorstellung gebildet haben, die Sie in dierser Beziehung so sicher machen könnte. Ja, was macht mich so sicher? Das eine Buch, das ich von Steiner gelesen habe. Es steht im Prinzip alles drin. Aber eigentlich ist es vielmehr sein Satz, den ich hier auch schon zitiert habe: „ Ich möchte jedes Menschenherz entflammen......“
Für das innere Erkennen und das innere Wissen braucht man keine Bücher. Wie soll ich dir das erklären? Zuerst geben dir die Bücher Sicherheit, gibt dir eine Lehre Sicherheit.
Das Ziel aller Weisheitslehrer ist es aber, dass du an einen Punkt kommst, wo du die Sicherheit der Bücher und der Lehre verlässt und in deinem eigenen Inneren den Kern jeder wahre befreienden Lehre frei machst. Danach liest du vieles neu und findest Bestätigung i n den Büchern.

Sie wissen auch nicht, was Rudolf Steiner für eine Vorstellung von "Ego" hatte.
Das muss ich auch nicht wissen, kenne ich doch die Wirkungsweise meines eigenen Egos.
Ich weiss, dass Steiner mit dem Wort „ich“ etwas bezeichnet, was ich selber die Seele nenne.

Sie schreiben hier von "aktuellem Ego", "inkarnationsaltem Ego", von "kollektivem Ego" und von "Weltego". (Also vier, nicht drei!)
Ein Schreibfehler die drei.
Das aktuelle Ego ist das Ego, das du in diesem Leben aufgebaut hast.
Das inkarnationsalte Ego ist die Essenz aller Egos aus allen Inkarnationen einer Seele.
Das kollektive Ego ist das aktuelle kollektive Ego aller Menschen.
Das Weltego ist das inkarnationsalte Ego, also die Essenz aller menschlichen Inkarnationen seit je.

Nene hat gesagt…

@Thomas

Teil 3

Und wie meinen Sie, können die überwunden werden? Sagen Sie jetzt bitte nicht nur: durch "Erwachen" oder durch "Enthaupten".
Sag ich nicht, obwohl es im Prinzip stimmt.
Ein Mensch kann nach meinem Verständnis nur sein aktuelles Ego überw inden durch loslassen aller seiner Vorstellungen, aller seiner Wünsche, seiner Ideale, seiner Überzeugungen alles dessen, was er meint zu sein.
Dadurch entsteht ei n Raum in ihm, der das Urprinzip in seinem Wesen weckt, entzündet, wie auch immer. Dadurch wird die Überwindung des inkarnationsalten Egos möglich. Paulus sagt: „Nicht ich, sondern der andere in mir“.
Die beiden anderen Egos Kollektives und Weltego kann nicht einer alleine überwinden, obwohl er sich durch die Eliminierung der individuellen Egos daraus gelöst hat und in den Zustand des Erwachens kommt. Aber die Aufgabe ist eine Menschheitsaufgabe.
Das hat Sebastian im Grunde beschrieben.

Und wie kommen diese ganzen "Egos" zustande?
Denk nach. Du kannst die Antwort finden

Nene hat gesagt…

@Thomas
Teil 4

Für mich macht es schon einen Unterschied, welches Vorbild sich jemand wählt für seinen Weg. Denn Andrew Cohens Weg führt nicht dorthin, wo Ken Wilbers Weg hinführt. Und Rudolf Steiners Weg führt woanders hin als Sebastian Gronbachs Weg. Das kann man an den Zielbeschreibungen erkennen. Und da kann man so lange und so viel interpretieren wie man will. Es bleiben Unterschiede.

Es gibt nur einen Weg zur Befreiung. Den kannst du überall herauslesen.
Würdest du sagen, dass Buddhas achtfacher Pfad nicht zur Befreiung führt, weil er so anders klingt als der Weg, den Christus aufzeigt?

Was ist für Sie die wahre Freiheit?
Die Befreiung, Freiheit, das Erwachen des Urprinzips, des Gottes im Menschen. Und jetzt vergiss dabei nicht die Sache mit den Egos.

Sie schreiben, dass der Erwachte selber das große Ganze ist, mit allen anderen.
Also der Erwachte ist ein Teil des großen Ganzen. Das große Ganze ist dann ein zersplittertes, ein gegliedertes Ganzes, bestehend aus Erwachten Individuen?
Und die "Egos" der Erwachten leben noch auf der Erde mit den anderen "Egos" der Erwachten und Nichterwachten?
Das ist ein Knoten im Kopf, eine Kopfgeburt. Es erinnert mich an das Gespräch zwischen Jesus und dem reichen Jüngling.

Und woher kommt dort der Impuls zum missionieren, zum helfen?
Meinst du den normalen Humanismus? Der kommt aus dem Versuch, die Einheit zu leben. Alle Ideale kommen aus dem Urwissen um ihre göttliche Wahrheit.


Der Verstand, oder durch den Verstand kann man sicher zerstören.
Mit Hilfe des Verstandes kann man aber auch aufbauen. Zum Beispiel eine Annäherung.
Und hierbei kann der Verstand eine große Hilfe sein. Wenn dann noch auf beiden Seiten das entsprechende Gefühl dabei ist, sind meiner Ansicht nach die Möglichkeiten für eine wirkliche Annäherung gegeben.
Im Sinne ganz alltäglicher menschlicher Zusammenhänge ja, aber davon sprechen wir hier ja jetzt nicht. Bei dem Versuch, sich dem .....zu nähern, nutzt uns der normale Verstand nichts. Wir brauchen einen Verstand, der aus den Impulsen eines entflammten Herzens wirkt.

Ohne den Verstand zu benutzen, kommen wir hier überhaupt nicht weiter.
Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als der beschränkte menschliche Verstand sich vorzustellen vermag. Hast du dich mal gefragt, ob das noch etwas anderes meinen könnte, als die übersinnliche Welt?

Auch die höchsten und schönsten Gefühle sind doch nur wirklich erfassbar mit dem entsprechenden Gedanken und vermittelbar mit den entsprechenden Worten.

Die höchsten Gefühle sind fassbar im Schweigen.

Von Herzen
Nene

Herr Rossi hat gesagt…

Es gibt keine Erleuchtung mit dem und für das Ego. ...Der nach dem Erwachen ist nicht der vor dem Erwachen. Er ist ein neues Individuum, das sich auf eine neue Art eingebunden in einen neuen Kontext erlebt.

Ja, Herr Nene, da kommen wir an den Kern der Sache. Für Sie sind das unerschütterliche Glaubenssätze Ihres Kartenhauses.
Meine Ansicht ist anders: Es gibt seit Christus eine individuelle Erleuchtung. Er hat es als erster geschafft, als komplett Erleuchteter, als Gottessohn in einer individuellen Menschenhülle zu existieren. Diese Menschenhülle wurde unter schwierigsten Umständen so rein wie nur irgend möglich vorbereitet. Und das gelang ihm gerade mal drei Jahre lang. Und auch er zweifelte in seiner letzten Stunde: mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Mensch sein heißt im Dualen sein, selbst für ihn.

Eine Kompletterleuchtung, die Dich mit "Gott/Allem/Nichts" total vereint, wie sie hier von Ihnen und anderen beschrieben wird, einfach so - ist schon von der physischen Grundlage unserer Körper her nicht vorstellbar. Die Reinheit des Absoluten Lichts würde Euch innerhalb von Sekunden physisch töten.

Es kann nur stufenweises individuelles, Ichbewusstes, Erwachen geben, oder man erwacht woanders als man vermutet...

Mission und Transmission deuten in diese Richtung...

Nene hat gesagt…

@Uschi
"Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine als
der andere, sondern darauf, dass der andere das Richtige aus
Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage." - GA

Das ist exakt das, was Sebastian Gronbach hier tut.

Und mein Respekt und mein Dank gehen nicht nur an Manfred, Herrn Rossi und Thomas, sondern an alle, die hier beitragen.
Es ist ein gemeinsames Ringen und Erschaffen und gemeinsames Tun, gerade weil nicht alle sich immer nur lächelnd "Ja" zunicken, wie MonikaMaria schon geschrieben hat.

Wenn ich die Gedanken der anderen ernst nehme, und das tue ich und das spüre ich auch bei allen anderen hier, dann muss ich in meine Tiefe gehen, und sie dort in mir bewegen.
Auch das scheinen hier alle zu tun.
Was hier passiert nennt man nach meinem Verständnis "Bauen".
Wo gebaut wird, das kracht es schon mal und da werden Konstruktionen wieder eingerissen und es wird gehobelt, dass Späne fallen.
:)

Lassie hat gesagt…

Es hängt davon ab, ob man Christus als (mystische) Tatsache anerkennt, oder ob man ihn einfach als einen Propheten betrachtet, oder als Mythos, wie es viele gab - so sieht man ihn ja im Islam. Warum kompliziert, wenns auch einfach geht...nicht wahr?

(Buchtipp: Arabeske von Mosmuller über Ken Wilbers Integral)

Nene hat gesagt…

@Herr Rossi

Ja, Herr Nene,
nein Herr Rossi,
mit Frau Nene fühle ich mich angesprochen, ( ist dir irgendwie entgangen?) auch wenn ich meine männlichen Anteile nicht leugnen möchte.

Für Sie sind das unerschütterliche Glaubenssätze Ihres Kartenhauses.
Ich habe schon so viele heilige Kartenhäuser umgeworfen. Es bleibt zum Schluss nichts übrig und auch das, was du Glaubenssätze nennst, sind Worte, die vor dem Wissen in die Knie gehen. Leider brauchen wir zur zwischenmenschlichen Kommunikation oft Worte.

Dieses verkrampfte Festhalten an einem persönlichen Jesus ist mir schon bei der Kirche suspekt. Es spielt für den Weh des Erwachens keine Rolle, ob es die Person Jesus gegeben hat, weil ein wirklich Erwachter vom Jesus bis zum Christus gegangen ist. Das kann in sehr kurzer oder langer Zeit geschehn.

Und auch er zweifelte in seiner letzten Stunde: mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Mensch sein heißt im Dualen sein, selbst für ihn.

Die Bibel ist in aramäisch geschrieben und es gibt Stimmen, die es nicht so wie Luther übersetzen, sondern mit „Mein Gott, wie hast du mich erleuchtet“ Im aramäischen ähneln sich die Worte für verlassen und erleuchtet.

Eine Kompletterleuchtung, die Dich mit "Gott/Allem/Nichts" total vereint, wie sie hier von Ihnen und anderen beschrieben wird, einfach so - ist schon von der physischen Grundlage unserer Körper her nicht vorstellbar. Die Reinheit des Absoluten Lichts würde Euch innerhalb von Sekunden physisch töten.
Das ist doch nicht der Krieg der Sterne.

Von „einfach so“ war nicht die Rede. Paulus ist vor dem Licht zu Boden gegangen und erblindet. Was in der Reinheit des Lichtes stirbt ist nicht die physische Persönlichkeit, sondern alles unreine, ungöttliche in dieser Persönlichkeit.
Und nicht ich werde mit .....vereint, sondern das, was dorthin gehört von mir, das was Licht ist im Menschen.
Wie oft man es auch sagt, in welchen Worten auch immer. Es kommt offensichtlich nicht an.

Es kann nur stufenweises individuelles, Ichbewusstes, Erwachen geben, oder man erwacht woanders als man vermutet...
Ja, man erwacht oft woanders, als man vermutet, bis man jede Vermutung aufgibt.
Es ist ein Laufen, Fallen wieder aufstehn......

Nene

MonikaMaria hat gesagt…

Danke Nene. :-)
Lass Dir mal Deine Füsse waschen.

Nene hat gesagt…

Lass uns ein kollektives Fußwaschbecken aufstellen.
:o)))

MonikaMaria hat gesagt…

Der Ganges wartet überall. Er ist geduldig. :-)

Rumi hat gesagt…

ja, bis dahin gute Nacht.
:o)

JANET hat gesagt…

:o) DANKE! Nene..schönes Lied.
stimmt Füsse waschen bevor ich ins Bett gehe..

Gute Nacht!

Felix Hau hat gesagt…

Es hängt davon ab, ob man Christus als (mystische) Tatsache anerkennt

Neinein, mein Bester - zumindest nicht in Anlehnung an Rudolf Steiner. Mit ihm lässt sich die Frage stellen, ob man das Christentum als mystische Tatsache begreifen will. Das ist etwas ganz anderes.
Mit dieser letzteren, richtigen Wendung fragt man nach einem Stück realer menschheitlicher Bewusstseinsgeschichte. Mit Ihrer ersteren, falschen Frage extrapolieren Sie lediglich einen in den Kontext eben jener Bewusstseinsgeschichte eingebetteten Glaubensinhalt.
Das Interessante ist nicht, wer oder was Christus "tatsächlich" ist, sondern wie und als was "Christus" im Bewusstsein der Menschheit in den vergangenen 2000 Jahren aufgenommen worden ist und wie es dieses Bewusstsein verändert hat.

"Dass er gelebt hat, und dass seine Bekenner zu ihm gehörten: dieser Glaube trat an die Stelle dessen, was man vorher mit den Mysterien hatte erreichen wollen." (Steiner, Christentum als mystische Tatsache, Hervorh. von mir)

Herzlich,
die Nachtschwester

MonikaMaria hat gesagt…

Danke Felix, kann ich ganz und gar unterstreichen.

Da fließen sie die zwei Ströme (Euphrat und Tigris)
des Christentums in dieses Eine Bewusstsein, vereint fließen sie zum Meer.

Und dann ist es egal auf welchem Bewusstseinsstrom ich geschwommen bin. Er muss sich vereinen. Eins werden.

Vertrauen + Liebe sind die Schlüssel dazu.
Vertrauen im Sinne von: egal, was geschieht und wie es mich verwirren mag: Ich bin aufgehoben.
Liebe im Sinne von Religio. Egal wie äußerlich mich das, was ich unter Liebe verstehe und mich verwirren mag: Ich bin auf-gehoben, angenommen, angekommen, Eins mit dem Urgrund.

Felix Hau hat gesagt…

@ Thomas:

"Das "wahre Ich" in einer übergeistigen Umwelt.
In diesem findet der Mensch sich als geistiges Wesen selbst dann, wenn alle Erlebnisse der Sinnes-, der elementarischen und der geistigen Welt, also alle Erlebnisse der Sinne, des Denkens, Fühlens und Wollens der Vergangenheit anheimfallen.


Nun überlegen Sie doch mal - was könnte es denn sein, das „bleibt“, wenn es sich weder um Erlebnisse der physischen, noch um solche der „elementaren“ und auch nicht um jene handelt, die man in der geistigen Welt haben kann? Was könnte es sein, das all dem vorangeht, was sich auf diesen Ebenen erleben lässt? Wie hat man sich ein „geistiges Wesen“ jenseits von geistigen Wesen zu denken? Ein „Wesen“, das Steiner „wahres Ich“ nennt, dessen Bewusstsein erst aus dem Vergessen all des in der Sinnes-, der elementarischen und der geistigen Welt Erlebten auftaucht, das explizit nicht in einer geistigen Umwelt verortet ist und das auch explizit nicht identisch ist mit jenem „höheren Ich“, das durch wiederholte Erdenleben schreitet?
Was, meinen Sie, könnte eine „übergeistige Umwelt“ sein, der sämtliche Eigenschaften mangeln, die in der physischen und der geistigen Welt konstitutiv sind?

Und: selbstverständlich geht der Mensch der Welt voran, Thomas. Genau das wird ja unmittelbares Erleben in der Erleuchtung. Aber nicht der Mensch in seiner wesenhaften und körperlichen Vielfalt, nicht, wie der Anthroposoph Karl Ballmer es ausdrückt, "die Meier-Müller-Hubers", sondern DER MENSCH als ort- und zeitloser, alleiniger Einziger, als Quelle und Bühne des Seins, als Unteilbarer: als INDIVIDUUM.

Herzlich,
die Nachtschwester

manroe hat gesagt…

@Nene

Das beschriebene dreifache Ego ist
der größte Feind. Es muss nicht nur paralysiert werden, sondern enthauptet. Danach spürst du, dass das Individuum Herr Rossi und das Ego nie deckungsgleich waren.


Enthaupten und paralysieren kann man doch NUR, wenn man es kennt!!?? Und wenn man es kennt, sieht, erkennt man es durch mich.

In dem Masse wie ich mein Ego erkenne, wandelt es sich, löst es sich von selbst auf, WENN ICH darauf bestehe, mich nicht mit ihm zu identifizieren. Ist das richtig??

Ich lege deshalb Wert darauf, weil ich davon überzeugt bin, dass man "richtig" nur dann "vorwärts" kommt, wenn man die richtige Reihenfolge, dem innewohnenden Gesetz gemäß, folgt.

BURGHARD hat gesagt…

Vollkommene Welt?
Die Welt, die das wünscht,
die spinnt.

Vollkommenheit, das ist
unter des Menschen Würde.

Der Mensch, er hat
keinen Bock darauf,
Hampelmann in
Sinneswirkung zu sein.

Jegliche Welt ist Bildung,
des Bildners Bildung.

Des Bildners Bildung,
bildet den Bildner.

Im Geist der Handlung,
die handelnd
Handlungsspielraum verschenkt.

Und, aus Einheit und Verschenkungskraft,
sich neu,
in Verschiedenheit erschafft.

manroe hat gesagt…

Also ich wäre dafür, nach all dem ganzen Einreissen, Aufbauen, Zementieren und wieder Einweichen ein kleines Pralaya einzulegen, um dann mit der intensiven Frage danach, wie man kreativ wird oder was Kreativität eigentlich wirklich ist, wieder zu erscheinen.

Wenn wir das Ego erkannt und verwandelt haben, die in ihm verfangene Energie für neue Gestaltungen befreit haben, dann stehen wir doch da und suchen nach Impulsen, mit der Frage wie das geht und wie man sie formt, oder??

Felix Hau hat gesagt…

Hallo Manfred!

Wenn wir das Ego erkannt und verwandelt haben, die in ihm verfangene Energie für neue Gestaltungen befreit haben, dann stehen wir doch da und suchen nach Impulsen, mit der Frage wie das geht und wie man sie formt, oder??

Kann, muss nicht.
Möglicherweise erkennt man auch, dass es "das Ego" ist, das einen ständig irgendwohin treibt und insofern gezwungenermaßen kreativ sein lässt (oder, in Anlehnung an die Psychoanalyse: ob nun "Es" oder "Über-Ich" Zwang ausüben: Aus der Mitte jedenfalls entspringt der Fluss dann nicht).

Letztlich geht es einfach um Freiheit. Und um "Freiheit wozu?" - um Nietzsches berühmte Frage - nur unter der dann gültigen Bedingung, dass es keinerlei objektive Notwendigkeiten gibt, die das Handeln bestimmen. Sinn muss selbst erfunden, Ziele können nur selbst gesetzt werden - so man sie setzen will.

Übrigens liegt in diesem Potential vollkommener Unbestimmtheit sowohl der einzig vertretbare Grund, aus dem sich "Menschenwürde" herleiten lässt als auch die einzig begründbare Hoffnung darauf, dass der Mensch dem Menschen kein Wolf ist. Sie liegen nicht in der Formung - ob durch andere oder durch sich selbst - des Menschen zu einem ethischen Wesen!

Würde Mensch nicht in seinem innersten Kern von nichts geleitet - von nichts als sich selbst - und gäbe es keine Möglichkeit zu diesem Kern vorzustoßen, müsste man ihn von jeder Verantwortung freisprechen - denn ganz gleich, was er tut: solange der Grund seiner Handlung nicht ausschließlich er selbst ist, fügt er sich als Rädchen in bestehende Kausalitäten - und könnte alle "erzieherische Hoffnung" fahren lassen. Ganz abgesehen von der Frage, wie sich dann überhaupt jemals jemand aus dem geschlossenen System "natürlicher Kausalität" hätte befreien können, um ihre Wirksamkeit festzustellen.

Herzlich,
die Nachtschwester

BURGHARD hat gesagt…

Wer fotografiert, der kennt das.
Ein Fluss, bei verlängerter
Belichtungszeit, wird Schleier.

Schleier?

Wir schalten die Belichtungszeit
auf unendlich.

Was ist zu sehen?

Nichts.

Fotografierende nennen das
Überbelichtung.

Spiritualisierende „Erleuchtung“.

Wir gehen auf Tuchfühlung.


Paul, der Schäferhund von meinem
Sohn, sagt: „Der Sage nach ist der
Sager derjenige, der beides zugleich
und somit keins von beiden ist.

Er ist Nullpunkt des Thermometers,
der überall und nirgends ist,
und er ist Empfindung im
Empfindungsstrom.

Im Empfindungsstrom sage ich,
hier ist es so und dort ist es so.
Wandere ich weiter,
wird aus hier ein dort
und dort ein hier.
Ich sage, dort ist es etwas
anders als hier.

Manche von euch, sie stehen,
wie sie sagen, mitten im Leben.
Sie messen lediglich an einem Punkt.
Die Mischungsverhältnisse durch
Gegenseitigkeit, sie werden so
zu einem „Ding an sich“.

Es entsteht das, was ihr Ich nennt.
Den übrigen Rest, den nennt
ihr Umwelt. Statt um die
Sonne dreht sich dann
die Welt um sonne Typen.

Anders wird alles,
indem man das,
was ihr Umwelt nennt,
beim Namen ruft.

Von daher sage ich
„Allerwerteste Empfindungsseele,
du Tiegel der Alchemie.“

Nene hat gesagt…

@Manfred
"In dem Masse wie ich mein Ego erkenne, wandelt es sich, löst es sich von selbst auf, WENN ICH darauf bestehe, mich nicht mit ihm zu identifizieren. Ist das richtig??"

Es erkennen, alle seine Wirksamkeiten, ist ein wichtiger Aspekt. Es löst sich allergings nicht von selbst. Nicht Identifikation ist ein wesentlicher Teil, aber gleichzeitig muss die Verbindung mit dem inneren Licht entstehen. Das befähigt zum Sprung oder wie es in der Baghavatgita beschrieben ist, zum Krieg im eigenen Inneren. Arjuna muss gegen seine eigene Familie antreten. Das sind seine gesammelten Egoaspekte. Aber er kann nur siegen, wenn er Krishna im Wagen hat.


"Ich lege deshalb Wert darauf, weil ich davon überzeugt bin, dass man "richtig" nur dann "vorwärts" kommt, wenn man die richtige Reihenfolge, dem innewohnenden Gesetz gemäß, folgt."

Es geht nicht anders, der Untergang des Ego ist die erste Voraussetzung. Aber das kannst du nicht erzwingen, also mit dem Ego, dem Ego an den Kragen gehen. Das kannst du nur in Zusammenarbeit mit dem Licht. Wenn das mit dem "innewohnenden Gesetz" meinst, dann:
JA.

manroe hat gesagt…

Hallo Felix -- so ist es --

...nur unter der dann gültigen Bedingung, dass es keinerlei objektive Notwendigkeiten gibt, die das Handeln bestimmen. Sinn muss selbst erfunden, Ziele können nur selbst gesetzt werden - so man sie setzen will.

Über das selbst "erfinden", das selbst setzen würde ich gern sprechen.

Letztlich, bzw. hier am/im Beginn kann ich nur durch mich selbst lernen. Ex-per-mentieren mit meinem Geist, durch mich, für meinen Geist, für mich, Stück um Stück. Höre ich anderen zu , dann muss ich es nachbauen, in mein Wesen giessen, damit es für mich "gangbar" wird. Ich stehe vor dem Vorhang meines eigenen Theaters und schreibe mein Stück selbst. Ich bin mein eigener Regisseur und führe mich dann selbst auf, um einen Schritt weiter zu kommen. Ich spiele durch mich selbst.

Aber genau hier setzen meine Fragen an, mein teilweise mich verwirrender Unglaube, dass das so geht!?!? Dass dem so ist??

Ich denke eigentlich dann so, um mich zu befragen und zu "testen": das ist also mein individueller Zustand, ich kann nur in dem Masse meines SoSeins meine Stücke schreiben, ich bin abhängig vom Grad meiner Kreativität, die ich zu unterscheiden mich bemühe von blosser Phantasie, blosser, nicht dass ich sie kleinreden will. Ich möchte da dann auch nicht mein Alleinunterhalter sein, das nervt auf Dauer. Und einfach nur Beine hochlegen auf dem Sofa, wenn mans wirklich kann aufgrund innerer Sattheit aufgrund von von..., dann verdaut man Inhalte, lässt sie wirken, für eine nächste Runde. --

Glaubst Du wirklich, dass wir "hier" allein sind??

manroe hat gesagt…

Hallo Nene,

"Das kannst du nur in Zusammenarbeit mit dem Licht. Wenn das mit dem "innewohnenden Gesetz" meinst, dann:
JA."


Ja, eben nur mit "dem" Licht. Aber dieses Licht ist "strukturiert", da ist (ein) "Gesetz" enthalten, innewohnend..., Vieles "geht" parallel, gleichzeitig, manch Anderes bedarf der rechten Reihenfolge. Da haben wir dann auch gleich mal wieder das Wirken von Hierarchie, das Höchste zuerst.

Und wenn ich dann mit jenem Licht in meinen Augen, meinem inneren Auge, das Ego anschaue, dann erkennt auch das Ego seinen Meister und lügt nicht, es freut sich, endlich wirklich angeschaut zu werden, damit es sich hingeben kann, seiner Bestimmung gemäss. Religion in sich selbst. Licht-Erkenntnis löst das Ego, bitte erschlagt es nicht, köpft es nicht, vertreibt es nicht, liebe Deinen Nächsten!! wie Dich selbst, denn die Wahrheit liegt so nah, wenn Du zu unterscheiden Dich bemühst.

Anonym hat gesagt…

Ihr seid mir hier alle viel zu verkopft. Wie wollt ihr denn euer Ego durch Denken umwandeln? Gedanken sind doch niemals falsch - so wie Geist niemals behindert sein kann!

Der einzige weg, das Ego zu vergessen ist die selbstlose Tat.Handeln aus Notwendigkeit, aus Pflicht. Und auf geistiger Ebene ist Handeln eben Glauben. Der Wille ist von Natur aus im Chaos. Und Seinen Willen in Einklang mit dem Weltenwillen zu bringen ist der Weg zur Erleuchtung. Ein Willensakt. Darauf kommet es an bei der verwandlung des Ego. Deshalb nervt es mich hier an, weil die integralen Tipps einfach völlig unpraktische Konstrukte sind. Kopfgeburt.

Dass man - einfach nur so - umswitchen soll zum Erleuchtetsein glaube ich nicht. Und auch nicht dass ein erleuchteter sowas auslösen kann. Höchstens ein Magier. Und bei denen gibt es vor allem Schattenhaftes, das sie Selbstentwicklung untergraben.

Paula

Felix Hau hat gesagt…

@ Paula:

Der einzige weg, das Ego zu vergessen ist die selbstlose Tat.
Dann wäre jede Maschine der bessere Mensch, denn letzterer kann gar nicht selbstlos handeln.

Handeln aus Notwendigkeit, aus Pflicht.
Grässlich!

Und Seinen Willen in Einklang mit dem Weltenwillen zu bringen ist der Weg zur Erleuchtung.
Weltenwille?
Wer will denn da?

Herzlich,
die Nachtschwester

Nene hat gesagt…

@Manfred
"Ja, eben nur mit "dem" Licht. Aber dieses Licht ist "strukturiert", da ist (ein) "Gesetz" enthalten, innewohnend...,

sehe ich genauso.


"Und wenn ich dann mit jenem Licht in meinen Augen, meinem inneren Auge, das Ego anschaue, dann erkennt auch das Ego seinen Meister und lügt nicht, es freut sich, endlich wirklich angeschaut zu werden, damit es sich hingeben kann, seiner Bestimmung gemäss. Religion in sich selbst. Licht-Erkenntnis löst das Ego, bitte erschlagt es nicht, köpft es nicht, vertreibt es nicht, liebe Deinen Nächsten!! wie Dich selbst, denn die Wahrheit liegt so nah, wenn Du zu unterscheiden Dich bemühst"

eine Frage dazu:

"Was ist für dich das Ego, woraus besteht und entsteht es und woraus lebt es nach deiner Meinung?"

Nene hat gesagt…

@Paula
bitte erklär mir selbstlose Tat und Handeln aus Notwendigkeit und Pflicht.

und wie bringst du "deinen" Willen in Einklang mit dem, was du Weltenwillen nennst? Und was ist für dich der Weltenwille?

Nene

Anonym hat gesagt…

Tja, wie soll ich das erklären? Ich sehe Ihr versteht mich nicht. Ich könnte es euch nur zeigen, wie das geht. Wie man so tut, dass es selbstlos ist. Wir könnten Spielen.

Kinder können das. die sind durchlässig für den Einklang mit dem kosmischen Tun. Sie tun das ganz selbstverständlich. Erwachsene haben das verlernt. Die stecken im Kopf fest. Musiker können es manchmal - wenn sie ganz Musik sind. Mancher Künstler kommt nah daran. Arbeiter konnten es, Handwerker, die ganz in ihrem Tun aufgelöst waren. Der Eigenwille ist dann ganz zart und der Kosmische Wille macht den rest. Dann ist es wirklich fast anstrengungslos, das Leben, Spiel, Freude!Es passiert, wenn du beim Tun die Zeit vergisst. Es passiert, wenn Du denZwischenraum zu deinem Mitmenschen entstehen lässt und nicht immer gleich auf alles eine Antwort weißt. Dann geschieht Erleuchtung für Momente. Das ist nicht einfach, aber simpel.

Es ist eine völlig Lebenspraktische Erleuchtung. Meditieren und sonstige Anstrengungen, irgendwie Erleuchtung zu erlangen sind völlig sinnlos, wei sie im Ego stechken bleiben. Bewegt eure Hintern, dann werdet ihr wirklich erleuchtet! Es ist der einzige Weg! Werft eure Begriffe einfach mal über Bord und sucht euch eine praktische Arbeit! Z.B. Bauer oder Schiffsjunge oder so. Glaubt mir. Diese Menschen leuchten (oft)!

Paula

manroe hat gesagt…

@Nene

"Was ist für dich das Ego, woraus besteht und entsteht es und woraus lebt es nach deiner Meinung?"

Wenn ein Gegenstand sich im Wasser spiegelt, dann merkt er es nicht. Wenn ich mich auf die Wasseroberfläche schauend erblicke, dann weiss ich, dass ich es bin, der sich da spiegelt und ich gefalle mir? oder auch nicht, ich mag mein Bildnis nicht, ich verliebe mich in mich? Mich in mich!!!

Das Ganze dann ebenso komplett mit all meinen Handlungen, die ich aus mir herausgesetzt habe und wiedererkenne als von mir stammend. "Das war ich". Stimmt. Und/Aber man versinkt dann geistig leicht in diesen Werken, wenn ich sie dergestalt auf mich beziehe und mich in meine Werke "ver"liebe. Wenn ich mich "ver"liebe rutsche ich irgndwie aus meinem "Zentrum" raus, auch durch Identifikationen.

Ja, wie kommen Identifikationen zustande? Ich würd jetzt spontan sagen durch ein Vergessen des Handelnden in mir in jene Werke hinein, die von mir sind, da werden "Identifikationsenergien" abgesaugt und der Urheber wird immer blasser. Anhaftung.

Aber jetzt beginne ich darüber nachzudenken, es mir anzuschauen, mir Fragen zu stellen, das mal zu prüfen etc. Dadurch entsteht eine Trennung von mir selbst. Und übrig bleibt, wenn ich hinschaue, der der hinschaut und all dies sehen und erkennen kann.

Und hier jetzt erkenne ich aber auch, dass ich das jetzt erkannt habe und erlebe, was Erkennen bewirkt. Wie soll ich beschreiben, was man erlebt, wenn man was erkannt hat? Freiheit? Wer ist frei geworden? Wer hat sich frei-erkannt? Und dieser Freie da, der kann das alles machen! Er hat aber nur wirklich dann was davon, wenn er sich als Schöpfer erleben kann, als "getrennt-Vereiner", als Erkennender im Vereinenkönnen durch Nichtidentifikation und dadurch Wachsender (oh Herr, schenk mir Wörter (Zitat Nene)).

SO, und mein "lieber" Freund, wenn ich das so erleben kann, weil ich das erkannt habe, ja wer war das im rechten Umgang mit ihm? Ich und mein Ego, mein kleiner Bruder und ich kann den, so glaube ich, schon auseinanderhalten von dem, den man den Doppelgänger nennt.

Weil ich in diesem Sinne mein Ego kennengelernt habe in seinen Wünschen und Süchten und Trieben, in seiner Energie, seinem Geschwätz und Bezirze, bin ich ihm dankbar, ähnlich dem, wenn ich einen Tank leergefahren habe auf einer schönen Reise, ich liebe auch mein Auto und alle Diener.

Und leben tut es durch mich, oder wegen mir, vielleicht sogar um meinetwillen? Zum Handeln gehören immer Zwei, aber nur Einer gibt die Richtung an. Siehe Arjuna.

Nene hat gesagt…

@Paula
danke dir, ich habe gefragt, weil ich mir unsicher über deine Definition war. Selbstlos wird ja oft mit bestimmten humanistischen Verhaltensweisen assoziiert, die ich auch wichtig finde, die aber nicht zwangsläufig zum Erwachen führen.
Die Selbstverlorenheit und Selbstvergessenheit, die du beschreibst, ist für mich wie ein Spiegel oder ein Hinweis, auf das, was "Erwacht Sein" bedeutet und ich halte sie auch für eine tolle Sache, und selbstvergessene Menschen haben etwas absolut bezauberndes.

Du schreibst "wir" sollten uns eine praktische Arbeit suchen. Und vorher sagst du diese integralen Tips wären völlig unpraktische Konstrukte.
Wen meinst du mit "ihr"? Ich sitze zum Beispiel hier in meinem Zimmer und habe noch nie einen von denen, die hier mitreden getroffen und bin mit keinem in einem Kloster oder so. Ich lebe ein ganz normales Leben, ohne Bauernhof, aber mit allen möglichen praktischen Tätigkeiten. Ein bißchen davon findet sich in meinem Blog. Einheit ist für mich keine Kumpanei,sondern so eine Art Seelenqualität, die mich mit allen möglichen Menschen verbinden kann, egal was jeder tut.
Also lass die Intergralen-Uniform, die du astral schon für einige hier genäht hast lieber in der Tasche.

Es wundert mich irgendwie, dass ich jetzt schon zum zweiten Mal in der Schublade "Integrale" lande. mein Anliegen wäre das Auflösen festgelegter Schubladen, "das ist ein Intergraler, weil er vom Großen Bewusstsein spricht" und eine anderer ist ein Antroposoh, weil er über die Elementalwesen spricht, und alle, die vom Egosprung reden sind dann Enlighten next Typen und Anhänger von Cohen und wenn sich einer auf den achtfachen Pfad bezieht ist er Buddhist und wer über die Veden spricht ist Hinduist und was weiss ich nicht alles. Ganz schön eng in den Schubladen, deshalb geh ich da nicht rein.

Wie leuchtest du und was ist für dich der Weltwille?

Nene die Schubladenflüchterin

Nene hat gesagt…

@Manfred
dann haben wir verschiedene Definitionen von Ego. Für mich ist das Ego eine Wesenheit, die sich gebildet hat aus ,meinem Begehren, Wollen, Wünschen, aus meinen Abneigungen und meinen Vorlieben, meinen Entäuschungen und meinen Erfolgserlebnissen, dem Stolz auf ideellen und materiellen Besitz, dem Neid, der Eitelkeit, der Gier, der Freundlichkeit und Höflichkeit und der Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit und und und.......

Aus all dem wächst von Kindheit an eine Wesenheit, die "ich" sagt, aber im Grunde nur Schein ist und wie eine Art Wolke das Selbst, die Seele, ( ja die Worte fehlen dauernd) umwabert und überlagert.
Der Nebel des Ego verstellt die Sicht.
Diese Wesenheit hängt an dir und sagt sie wäre du.
Wenn sie sich auflöst kommt das einem frei atmenden Selbst zu Gute. Aber sie löst sich nicht einfach so freiwillig auf. Sie will bestehen bleiben.
Was tun mit diesen gegenüberstehenden Definitionen?
Stehen lassen nä.
von Herzen
Nene

MonikaMaria hat gesagt…

@ Nene
Und dazu kommen die ganzen Erfahrungen der Ahnen, die mit da sind, wenn die Seele sich inkarniert. Jede Zelle weiß über alles Bescheid. Nebst anderem ....

:-)

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
ja das ist auch ein sehr starkes Feld, das man spüren kann, wenn z.B. ein Elternteil stirbt.

manroe hat gesagt…

Nene, ich sehe in Deinen Darstellungen lediglich einen graduellen Unterschied, aber grundsätzlich und schon gar keine Definition!

Nene hat gesagt…

@Manfred
sorry, aber das finde ich nicht graduell, wenn du es so siehst wie im Folgenden beschrieben:
"Und wenn ich dann mit jenem Licht in meinen Augen, meinem inneren Auge, das Ego anschaue, dann erkennt auch das Ego seinen Meister und lügt nicht, es freut sich, endlich wirklich angeschaut zu werden, damit es sich hingeben kann, seiner Bestimmung gemäss. Religion in sich selbst. Licht-Erkenntnis löst das Ego, bitte erschlagt es nicht, köpft es nicht, vertreibt es nicht, liebe Deinen Nächsten!! wie Dich selbst, denn die Wahrheit liegt so nah, wenn Du zu unterscheiden Dich bemühst"

und ich es so beschreibe:
Wenn man sein Ego noch ein bißchen streicheln will, kann man das tun. Es führt nicht zum Erwachen, aber da muss ja auch keiner hin.
Aber mein Nächster ist dieses Ego definitiv nicht. Es ist mein Feind, beziehungsweise es ist der Feind meines Nächsten, des göttlichen Urprinzips im Menschen.
Da hilft kein Kuschelkurs. Es wird dich vielleicht erlöst anschmusen, aber dabei hat es dich beinhart im Griff.
Was für dich nun eine Definition wäre weiss ich nicht.

Nene

MonikaMaria hat gesagt…

Ach Nene
Hab herzlich gelacht, Danke. :-)

Feind? :-)
Also mein «Fahrzeug» braucht Liebe und gute Pflege und das draußen Sprit und auch gute Pflege, dann kann ich voll Gas geben ...... oooooder auch nicht.
:-)))))

Anonym hat gesagt…

Ich meine euch, die ihr alle so viel Denkt - und meditiert. Naja, wenns euer Weg ist. Wenn ihr denkend einen Weg sucht, dann könnt ihr nicht so abstrakt bleiben. Lebendiges Denken wird ausgebildet an Märchenbildern und Legenden und Bibelgeschichten, Das kommt hier aber nicht vor.
Ich halt mich lieber ans wirkliche Leben. Ich denke gerade an Narziss und Goldmund.

Gute Nacht

Paula

manroe hat gesagt…

Tja Nene, oder besser nenenene Nene.

Wenn Du das so beschreibst bzw. deutest, dann sind da natürlich erhebliche, ja anscheinend polare "Ansichten" am Werke. Aber Du bemerkst ja sicherlich, dass Du hier nicht Wahrheiten, Tatsachen beschreibst, sondern sie deutest, nach einem von Dir genutzten "Grundmodell". Gott oder Dein wahres Wesen sind dann ja wohl doch perverse Sadisten, wenn sie Dich dazu anstacheln ein Wesen in Dir entstehen zu lassen, dass Du so: "Aber mein Nächster ist dieses Ego definitiv nicht. Es ist mein Feind, beziehungsweise es ist der Feind meines Nächsten." bezeichnest.

Welche Feinde könnte dann der Christus noch gemeint haben, als er seinen bekannten Ausspruch tat? Liebe Deine Feinde, LIEBE L I E B E sie, nur so wirst Du sie erlösen. Das Verhalten der Essener ist Dir ja sicherlich auch bekannt und die Reaktion des Christus? Bleibt dann nur och die Frage, wie Liebe beginnt.

Vernichtet eure Feinde, ja, vernichtet sie -- und wohin dann mit dem ganzen Müll??? Oder andersrum, wie stellst Du Dir Deine Handlungen aufgrund Deiner Äusserungen so vor?: "Das beschriebene dreifache Ego ist
der größte Feind. Es muss nicht nur paralysiert werden, sondern enthauptet."
.

Da frage ich mich dann doch eher wer hier was von einem beinhart im Griff hat, denn das Ego ist ja doch nicht immer nur lieb und kuschelt einen an, sondern ist bemüht, Dich so lange als möglich als seinen Wirt zu nutzen, je nach Wesen des jeweiligen Trägers.

Also ich liebe sogar meinen Computer, er hat sogar einen Namen von mir bekommen. Wahrlich, ich sage euch, die Erkenntnis wird euch frei machen - und Erkenntnis ist die rechte Hand der Liebe und die Liebe "isst" mit der rechten Hand. Liebe ohne Erkenntnis ist nicht möglich, ansonsten kann man nur kuscheln.

Ich wünsche Dir zumindest viel Erfolg bei der Vernichtung Deines Egos ::))

Ich schaus mir an
Manfred

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria und Manfred

Da sitze ich nun in meinen kargen Räumen vor meinem namenlosen Notebook, das mich täglich mit "hau ab du Arsch" begrüßt, statt mit "Willkommen". Es ist kalt hier drinnen und die Sackleinenklamotten wärmen auch nicht wirklich. Gut so! Wir riechen alle nicht so gut, wir Egovernichter, weil wir unsere Körper für überflüssig halten. Na ja man gewöhnt sich an den Geruch und die verfilzten Haare. Manchmal werd ich krank, aber das beachte ich nicht, ist nur Egokram.
Erst wollte ich übrigens auch lachen, ist aber verboten, war klar nä?
so nu geh ich erst mal zur Morgengeißelung.

Ist schon eigenartig, aber nicht neu für mich, man ist schnell die Lachnummer und die Närrin, wenn man davon spricht, dass das Ego der Feind ist. Hab ich mir selbst zuzuschreiben, weil ich versuche es zu erklären, obwohl ich weiss, dass es einer eben versteht oder nicht.
Mehr Worte bringen nicht zwangsläufig mehr Verstehen.
Als ich das erste Mal einem davon erzählt habe, hat der Angst gehabt ich würde mich umbringen, ist Jahre her, der hatte irgendwie nicht verstanden, dass man freier lebt "ohne".

habt einen schönen Tag

manroe hat gesagt…

Also Nene, ich habe soeben auch meine Morgengeisselung beendet und grüsse Dich ein wenig erfrischt(er). Es war heute morgen eigentlich ganz angenehm, Naaa, ja doch, bin sogar eingenickt, wer war das wohl, damit ich nichts mitbekomme? Aber jetzt bin ich wieder ganz munter und werd ihn wieder jagen!! Versprochen :))

Aber mal im Ernst, ich verstehe Dich schon, ich weiss ja auch dass man im Nebel schlechter sieht und mir permanent jemand etwas einzureden versucht. Und eine Lachnummer bist Du nun wahrlich nicht, wenigstens nicht für mich.

Ich sehe die Leiter, also ich jetzt, so, erst mal identifizieren, im Sinne von bemerken, genau hinschauen, ansprechen, zuhören, bedenken - und ihn/es kenennlernen, muss doch, wie sonst kann ich es "vernichten"? Wie? Ich sehe gar keine andere Möglichkeit. Und wenn ich ihn dann Stück für Stück kennengelernt habe -- der lebt doch durch mich!! Wenn ich "Werbung" durchschaue, dann bin ich eine uneinnehmbare Festung, ich meine durchaus auch die Werbung hier durchs Wirtschaftsleben, die mit ihrem optischen Lärm etc. Also wenn ich ihn/sie/es durchschaue, nicht durchbohre, welche Kraft bleibt da dann noch?

Und man lebt freier ohen, unterschreibe ich sofort!!!

Ich wünsche Dir einen schönen Tag und freu mich, dass Du da bist.

Nene hat gesagt…

@Paula
Ja, du hast Recht, wenn du dich ans wirkliche Leben halten willst.

manroe hat gesagt…

@Paula

Ich denke, dass das, was hier geschieht, auch Arbeit ist, Paula, vielleicht sogar eine eigentliche?

Ich persönlich erlebe es als eine Art Quellenarbeit, aus dem das Wasser rinnt und alles Kommende bewässert. Und je weiter man vordringt in Richtung Urbeginne, desto fruchtbarer für jegliche Produkte.

MonikaMaria hat gesagt…

Huch Nene, was hab ich wieder angerichtet!

Ganz und gar habe ich Dich NICHT ausgelacht. Nur das Bild verlebendigt, das Du über das Ego gegeben hast. Ich fand das toll beschrieben. ..... Und dann konnte ich nicht zusammenbringen, weswegen Du Feind schreibst. Deswegen habe ich das herausgepickt.

Meine Wahrnehmung ist, ich picke mir immer das heraus, worüber ich mir noch klarer werden will – ohne zu werten.

***

Ihr seid mir zwei schöne Witzbolde. :-)
Meine Morgengeisselung ist mein Frühstück. Nicht etwa, dass es mir nicht schmeckt. Nein, es schmeckt immer noch. (.....)

Ansonsten verspüre ich Dankbarkeit und Glück. Der Lack ist zwar schon etwas ab und die Farbe ausgebleicht, das Polster etwas schlaff, aber ein gepflegter Oldtimer mit Originalteilen hat ja auch was .....









:-)))))))

Nene hat gesagt…

@Manfred
"Also wenn ich ihn/sie/es durchschaue, nicht durchbohre, welche Kraft bleibt da dann noch?"

Durchschauen ist schon mal gut, und dann kannst du ja wie versprochen ein bißchen jagen gehn. Meinen Segen hast du, weisste ja. Aber nicht so doll jagen, wir wolln ihm ja nicht weh tun. Nicht wahr? Viel Kraft hat das arme Ding ja eh nicht mehr.

Welche Kraft da noch bleibt?
Keine Ahnung, aber ich weiss, dass Alles da ist, wenn es weg ist und dass nichts Wesentliches verloren geht dabei.
Das ist ein Paradoxon
;o)

MonikaMaria hat gesagt…

Apropos Morgengeisselung ....

Die Blogarbeit hier ist mein tägliches Selbstverwirklichungs-Krafttraining, andere mögen das Geisselung nennen.

Im übrigen vermisse ich die Nachtschwester, die hat hier so nette Geschichten erzählt und manchmal Öl ins Nachtlämpchen nachgegossen, damit die Flamme wieder etwas besser brennt. Ein paar Motten wurden darob schneller ins Jenseits befördert. Aber die wollten das ja so haben, sonst wären sie ja nicht reingeflogen. ....

manroe hat gesagt…

@Nene

"Welche Kraft da noch bleibt?
Keine Ahnung, aber ich weiss, dass Alles da ist, wenn es weg ist und dass nichts Wesentliches verloren geht dabei.
Das ist ein Paradoxon."


Das unterschreibe ich auch!! Es bleibt, der durchschaut. Und dadurch, dass er das im Schauen Geschaffene erkennt, dadurch erkennt er sich selbst. In diesem Sinne verneige ich mich vor der MISSION des Ego. Ego ist Brennmaterial, schreibt Sebastian grade im neuen "Licht und Wärme" - das würde ich auch unterschreiben, Brennmaterial zur/für Selbsterkenntnis - und die "führendeHand" ist der der bleibt und schon immer war, aber er lernt dazu, obgleich er schon immer war. Ich möchte das hier nicht als Behauptung hinstellen, das mag ich nicht so, aber als mein Bekenntnis.

MonikaMaria hat gesagt…

Wer lernt dazu?
Wie meinst Du das?

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
um Himmels Willen!
ausspucken und den Mund mit Sagrotan spülen. Es hat "ihm" geschmeckt!??

Du hast nichts angerichtet.
Ich nenne es Feind, weil es das wird, wenn es in Frage gestellt wird und losgelassen werden soll. Ohne mich kanns ja nicht weiter leben. Da wird es sauer und feindlich. Bis dahin macht es aber so auf Freund.

Die Nachtschwester hat sich entweder irgendeinen Schlafcocktail aus dem Giftschrank geholt oder ist ganz unspektakulär über ihrem Kreuzworträtsel eingeschlafen, oder sonst etwas.

Meine Liebe gilt den Motten,weil sie unaufhörlich in das Licht der Lampe fliegen, obwohl sie erleben wie andere darin schon verbrannt sind.

:o)))

Nene hat gesagt…

@Manfred
da haben wir das nächste Paradoxon
Er, der alles ist und in allem ist und um alles weiss,lernt dazu.
Er muss eben in jedem Menschen immer wieder neu geweckt werden und heranwachsen.

MonikaMaria hat gesagt…

Damit das klarer wird, meine Morgengeißelung ist nicht etwa die Meditation, sondern mein Frühstück, das ich esse ....

Ja, ja, diese M(ar)otten, wollen eben dahin wo sie herkommen. .....

MonikaMaria hat gesagt…

Wer ER?

Nene hat gesagt…

@MonikaMaria
Wer ER? Nein ES! :D

Thomas hat gesagt…

Herr Hau,

ich knüpfe einmal an verschiedene Aussagen von Ihnen an, die Sie hier gemacht haben.

Freiheit macht für Sie nur Sinn, wenn es einen innersten Kern beim Menschen gibt, der von nichts als sich selbst geleitet wird. Dieser innerste Kern, dieses wahre Ich, ist der Grund der Habndlungen des wirklich freien Menschen.

Handlungen aus anderen Impulsen heraus sidn nur wie unfreie Räder in einem großen Räderwerk. Ist Gefangensein in einem von Ursachen abhängigen System.

Und das wahre Ich des Menschen, diesen innersten kern, sehen Sie als INDIVIDUUM, unteilbar und einzig, existierend als "Der Mensch".
Es gibt da also nur einen einzigen wahren Menschen in der übergeistigen Welt. Dieser ist zugleich der "innerste Kern" eines jeden Menschen.

Aus disem innersten kern heraus erfolgen Taten der Menschen, die Sie als freie Taten erkennen. Von nichts bestimmt, als von diesem Kern. Dieser Kern, das wahre Ich, das unteilbare INDIVIDUUM. Es ist in jedem Menschen, jedoch nicht als Einzelglied. Alle Menschen werden folglich von diesem INDIVIDUUM bestimmt. Dieses INDIVIDUUM ist frei.

Das bedeutet gleichzeitig, dass die einzelnen Menschen als solche niemals frei sein können. Denn sie werden bestimmt von diesem einen INDIVIDUUM.

Unter diesen Annahmen, werdend die einzelnen Menschen zu Rädern in einem riesigen Räderwerk, zu unfreien, niemals zur Freiheit gelangen könnende Wesen.
Sobald ein Mensch durch Erleuchtung die Wahrheit erlebt, weiß er, dass seine Individualität eine Illusion ist und dass Freiheit nur für dieses eine INDIVIDUUM in der übergeistigen Welt existiert.

Gerade dadurch wird doch der Mensch frei gesprochen von jeder Verantwortung. Das INDIVIDUUM ist es, das durch ihn wirkt und nicht er als Individualität.
Freiheit des einzelnen Menschen ist so lediglich Illusion.

Was meinen Sie zu diesen Gedankengängen?

Freundlichst denkend

Thomas

Thomas hat gesagt…

@ Herr Hau

Übrigens habe ich einen echt katholischen Satz bei Ihnen gefunden.
„Das Interessante ist nicht, wer oder was Christus "tatsächlich" ist, sondern wie und als was "Christus" im Bewusstsein der Menschheit in den vergangenen 2000 Jahren aufgenommen worden ist und wie es dieses Bewusstsein verändert hat.“

Das ist das gleiche, wie mit dem „Heiligen Rock“ in Trier. Für den Katholiken ist nicht wichtig, ob das wirklich das Kleidungsstück war, das Jesus Christus an sich hatte, oder nicht. Wichtig ist nur der Glaube daran.

Interessant ist sicherlich das, was im Bewusstsein der Menschheit, der Menschen vorhanden war als christlicher Glaubensinhalt in den vergangen Jahrhunderten. Aber viel interessanter ist doch, ob dieser Glaube auf einer Tatsache beruht, die tatsächliche stattgefunden hat, oder nur auf einem illusionären Phantasieprodukt.
Denn was ist schon der Glaube an eine Illusion.

Anonym hat gesagt…

Ja,ja,..

das ist für mich auch eine wesemtliche Frage an die Integralisten: Was bedeutet Glaube für sie, wenn das Denken ja wohl nicht sehr hoch im Kurs steht. Denken wird ja angeblich nicht benötigt, um Erleuchtung zu erfahren. Ist Glaube ebenso überflüssig? Was ist Glaube für euch?

Gundula

MonikaMaria hat gesagt…

Nein, Denken wird nicht benötigt um Erleuchtung zu erfahren, das ist meine Erfahrung. Ich brauche aber das Denken, um nachher zu wissen, wo ich stehe, sonst bin ich nur noch verwirrt.

Was ist Glaube?
Vertrauen und Liebe, dass ES SO IST.
Das kann ich mit und ohne Erleuchtung.