Freitag, 20. November 2009

Sicher und frei

Heute feiern wir den „Internationalen Tag der Kinderrechte“. Als Kinderrechte werden die Rechte von Kindern und Jugendlichen bezeichnet. Weltweit festgeschrieben sind sie in der UN-Kinderrechtskonvention, die die Vollversammlung der Vereinten Nationen im November 1989 verabschiedet hat. Zu einem dieser grundlegenden Rechte gehört auch das Recht auf Freiheit – und damit ist eine umfassende Freiheit gemeint.

Es war keine Absicht, aber ich erlebe es doch als gutes Zeichen, dass wir uns an diesem Tag zum dritten mal mit Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet treffen, um die spirituelle Kulturtechnik der Meditation noch intensiver kennenzulernen. (Das Treffen ist offen und kann von allen Interessierten besucht werden.)

Meditation richtet sich an der innersten Freiheit aus und mündet in das absolute Recht, diese Innerlichkeit zu entfalten. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, einen weltanschaulich offenen Zugang zu dieser Kulturtechnik zu erlernen.

In der Meditation erfahren Jugendliche im gleichen Maße, dass sie bedingungslos vollkommen sind. Dass sie eins sind mit allen lebendigen Wesen, dass sie im tiefsten Sinne frei sind.

Und sie erfahren gleichzeitig, dass ihrer eigensten Anstrengung bedarf, um diese Freiheit jeden Tag neu zu leben. Sie erfahren: Die Freiheit ist da und ich kann sie mir nehmen.

Meditation ist ein Weg um zu erfahren, dass man immer in Beziehung zu einer ewigen Kraftquelle ist und vor allem, dass man mehr ist als Umwelt und Gene.
stille
Daraus erwächst eine sicheres Vermögen, für sein Leben und das Leben seiner Umwelt Verantwortung zu übernehmen. Nicht weil man muss, sondern weil man fühlt: Ich kann das. Weil ich es bin.

Von Gelsenkirchen fahre ich dann nach zum Kongress Männerleben nach Hannover. Dort werde ich zum Thema der „Mission maskuliner Spiritualität“ sprechen und einen Workshop anbieten.
Frei
Frei
Im Kontext des heutigen „Internationalen Tages der Kinderrechte“, fühle ich eine ganz besondere (bedrückende und freudige) Verantwortung, dieses Thema angemessen zu gestalten.
frei
Wie könnte es unseren Kindern gehen, wenn der ganze Mann erwacht?
mann
Nicht die hässliche oder lachhafte Karikatur eines Mannes. Sondern ein Mann mit Rückgrat und Herz.
Liebe
Ein Mensch, bei dem sich unsere Kinder zeitlos sicher und endlos frei fühlen dürfen.

Kommentare:

Janusz Korczak hat gesagt…

Die Seele des Kindes - ein Wald, in dem die Baumwipfel sich sanft wiegen, die Äste sich vermischen und die zitternden Blätter sich berühren. Manchmal streift ein Baum seinen Nachbarn und spürt die Vibrationen von hundert oder tausend Bäumen - vom ganzen Wald. Jedesmal, wenn von uns einer sagt "richtig - falsch - Paß auf - mach's noch einmal", ist es wie ein Windstoß mit verheerender Wirkung für das Kind."

„Ihr sagt: Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.
Ihr habt Recht.
Ihr sagt:
Denn wir müssen zu ihrer Begrifflichkeit hinuntersteigen, hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.
Ihr irrt euch!
Nicht das ermüdet uns. Sondern – dass wir zu ihren Gefühlen empor klimmen müssen.
Empor klimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen, um nicht zu verletzen"


ich konnte in vielen Begegnungen mit Kindern, im Leben mit Kindern immer wieder feststellen, dass diese Sätze wahr sind.
Nene

MonikaMaria hat gesagt…

Wer einen großen Garten besitzt und viele Bäume, der weiß, dass der Garten gepflegt, bepflanzt, gedüngt, das Unkraut ausgerupft, die Samen und Knollen am gedeihlichsten Standort gesetzt werden müssen.

Die Bäume müssen beschnitten werden, damit sie sich gegenseitig nicht verletzen oder sogar peitschen.

Die Natur kennt keine Grenzen. Sie strebt zum Licht, will mehr und Fülle. Gibt unendlich und will unendlich.

Der Herbst und der Winter gebietet ihrem Streben Einhalt.

Ich konnte in der Erziehung auch dieses erkennen: Dass die Kinder Erwachsene brauchen, die wissen, wie ein «Kindergarten» gepflegt sein will . Wo ein klares Nein ein Segen sein kann. Wo auch die vielfältigen Gefühle in eine heilsame Bahn gelenkt werden wollen und wo das Soziale miteinander gepflegt sein will.

Unkraut überwuchert ganz schnell das Kultivierte. Die stärkeren Pflanzen verdrängen die zarten – der Urwald und das Grobe hält Einzug.

Auch das bitte hinzugefügt verstehen.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Nene, wunderbar. Da kann ich zustimmen, ohne Wenn und Aber.

Monika - genau, klasse beschrieben und das wird dann verkauft als ein Sich-Durchboxen, als ein Sich-Wehren-Lernen, weil das Leben ja nun mal kein Zuckerschlecken ist...

*augenroll*

Sebastian, so sollte ein Mann sein. Es gibt sie, diese Männer, doch sie scheinen immer woanders zu sein, als da, wo man sie gerade bräuchte.

Nene hat gesagt…

@Kerstin
ich hab so die Idee, dass die Reihenfolge so ist, dass zuerst die ganze Frau erwachen muss und dann gibt es sie die Männer, je mehr Frauen aus dem Dämmerschlaf ihrer seltsamen Geschlechterrolle aufwachen. Dazu gehört Aufmerksamkeit, denn es geht ja nicht um all den äußeren Kram, sondern um jahrtausendealte, inkarnationenalte Muster.
es gibt viel zu tun.
;o)

Thomas hat gesagt…

@ Herrn Gronbach, zur Inspiration

"Wie könnte es unseren Kindern gehen, wenn der ganze Mann erwacht?
mann
Nicht die hässliche oder lachhafte Karikatur eines Mannes. Sondern ein Mann mit Rückgrat und Herz."

Na, dann arbeiten Sie mal da dran Herr Gronbach. Bis jetzt haben Sie ja nur davon berichtet, dass das ALLEINE NICHTS in Ihnen erwacht ist.
Der Mann, die Persönlichkeit Sebastian Gronbach hat sich in diesem ALLEINS aufgelöst und existiert seitdem nicht mehr.

So haben Sie hier geschrieben. Das ist nicht meine Interpretation.

Ich bin gespannt auf diesen Mann mit Rückgrat und Herz.

Thomas hat gesagt…

@ Kerstin Zahariev

Und die Frauen mit Herz und Rückgrat?
Was ist mit denen?
Brauchen Frauen das nicht?
Oder haben sie das schon?

Oder denken Sie, dass Frauen nur NEBEN sich ein Rückgrat mit Herz stehen haben wollen?

Thomas hat gesagt…

@ Nene

Ich hab die Vorstellung, dass Seele an Seele erwachen kann.

Und ich denke, dass Seele weder Mann noch Frau ist.

Das mit den Geschlerrollen sehe ich auch so - bei Frau UND Mann -

Aber bis zu diesem Erwachen, das sehe ich wie Sie, gibt es noch viel zu tun - packen wir es an (nur wer will natürlich).

Herz mit Rückrat hat gesagt…

Thomas kuck mal, könnte so ein Herz mit Rückrat aussehen? Ich glaube sowas hat auch Frau... auch wenn man es nicht sieht weil es so gewöhnlich ist...und könnte ein Mann so einen Wurm auf dem rechten Arm halten, wenn er kein Herz und kein Rückrat hätte und was ist nun mit der Frau die hat erst Recht Herz und Rückrat, wenn sie so ein süsses Kerlchen zur Welt bringt. Na und so weiter..

Kerstin Zahariev hat gesagt…

"Und die Frauen mit Herz und Rückgrat?
Was ist mit denen?
Brauchen Frauen das nicht?
Oder haben sie das schon?

Oder denken Sie, dass Frauen nur NEBEN sich ein Rückgrat mit Herz stehen haben wollen?"



Lieber Thomas,

im Beitrag von Sebastian ging es um die Männer (mit und ohne Rückgrat). Und ja, viele Frauen besitzen Herz und Rückgrat von Natur aus, spätestens jedoch, wenn sie Kindern das Leben schenken.

Wieso sollten Frauen nur neben sich ein Rückgrat mit Herz stehen haben wollen? Seltsame Frage.

Anonym hat gesagt…

Hallo, Herr Gronbach, Sie wollen doch ein Schüler Rudolf Steiners sein oder? Haben sie eigentlich mal davon gehört, für welches Lebensalter Steiner ein esoterisches Streben angedacht hat? Sie haben doch sicher mal von Jahriebten und biographischen Gesetzmäßigkeiten gehört, oder? Sie wissen doch sicher, dass die
Inkarnation nach Steiner erst zur Lebensmitte ihren tiefsten Punkt erreicht hat. Haben Sie überhaupt menschenkundliche Gesichtspunkte dafür, Jugendliche zur Meditation anzuleiten? Tun Sie das anders, als z.B. mit 40-Jährigen?

Abgesehen von ihren umstrittenen spirituellen Hintergründen - können Sie es wirklich, wirklich verantworten, Kinder zu unterweisen? Menschen, deren ICH noch gar nicht in die Leiblichkeit eingezogen ist? Bitte erläutern Sie Ihre Verantwortlichkeit, ansonsten werde ich Kontakt zu den Verantwortlichen in der Anthroposophengesellschaft aufnehmen - vielleicht tragen die die Verantwortung für Sie.

Sektenbeauftragter der Stadt Hamburg

Thomas hat gesagt…

@ Kerstin Z.

"Im Beitrag von Sebastian ging es um die Männer (mit und ohne Rückgrat). Und ja, viele Frauen besitzen Herz und Rückgrat von Natur aus, spätestens jedoch, wenn sie Kindern das Leben schenken."

Eben, weil es hier "nur" um die Männer geht. Was soll eine solche Abtrennung von Männern?
Und dass eine Frau sozusagen automatisch mit der Geburt eines Kindes Herz und Rückgrat bekommt wage ich zu bezweifeln.

"Wieso sollten Frauen nur neben sich ein Rückgrat mit Herz stehen haben wollen? Seltsame Frage."

Weil Herr Gronbach hier nur von einem "ganzen Mann" spricht und Sie sich darauf beziehen und Sie nicht auf eine entsprechende Entwicklung bei der Frau hingewiesen haben. Eine Solche anscheinend nicht für notwendig erachten. So kam das bei mir an.

Mann und Frau sind jeweils anders, aber beide sind "Mensch". Und hier heißt es doch "MISSION MENSCH".

Zur Vollständigkeit:

Wie könnte es unseren Kindern gehen, wenn die ganze Frau erwacht?

Nicht die hässliche oder lachhafte Karikatur einer Frau. Sondern eine Frau mit Rückgrat und Herz.

Ein MENSCH, bei dem sich unsere Kinder zeitlos sicher und endlos frei fühlen dürfen.

Thomas hat gesagt…

@ MonikaMaria

So könnte das aussehen.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Tja, lieber Thomas, schreiben Sie es meiner beschränkten Sichtweise zu und meiner noch beschränkteren Erfahrungen - ich kenne viele Frauen, die Herz und Rückgrat haben und noch mehr davon mit der Geburt ihres Kindes oder ihrer Kinder bekamen.

Und ich kenne auch wunderbare Männer, die es haben, dieses Herz und Rückgrat - vor wenigen Monaten arbeitete ich freiwillig und unentgeltlich für so einen Mann. Und ich würde noch mehr für ihn arbeiten, doch ich habe hier noch zwei kleine Kinder und kann und will deswegen nicht einfach so in der Weltgeschichte umherziehen.

Und ich kenne viele Männer, die eine Frau als Eigentum ansehen, sowie sie die Heiratsurkunde unterschrieben haben, über das sie jederzeit verfügen dürfen und die meinen, wenn sie das Geld nach Hause bringen, weil Frau in diesem Lande Kindererziehung unentgeltlich macht, dass sie auch da alle Befugnisse haben, Frau zu sagen, wie und wo sie das Geld auszugeben hat und die dennoch wie eine Haussklavin für das Wohlergehen der Familie zu sorgen hat...

Wir Frauen sind nun einmal von den Männern abgetrennt. Das fängt doch schon bei der Geburt an. Frauen und Mädchen sind in diesem Lande schlichtweg benachteiligt - nur wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Oder wie erklären Sie sich die Tatsache, dass jedes dritte Mädchen oder Frau mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle Missbrauchserfahrungen machen muss, von anderer Gewalt schreibe ich hier noch nicht einmal.

Und wenn Sie, lieber Thomas, nicht blind und taub sind, werden Sie dies bestätigen können. Und bevor Sie wieder aufstöhnen - ja, es gibt bereits gute Anfänge einer positiven Entwicklung weg von diesem kranken Weiblichkeitsbild.

Und bis wir wieder zusammen finden, als eine Kraft in unterschiedlicher Ausprägung, ist Auseinandersetzung angesagt. Sie dient keinem anderen Zweck, als eben beide Anteile dieser Einheit Männlich-Weiblich, Yin-Yang oder wie auch immer, zusammenzuführen.

Wie schrieb Sebastian einmal sinngemäß: der Mann soll dem Weiblichen in einer Frau dienen und die Frau dem Männlichen in einem Mann - das hat mir gut gefallen.

Doch wie schon erwähnt, schreiben Sie meine Antwort meiner beschränkten Sichtweise und Erfahrungen zu und kümmern Sie sich nicht weiter darum, lieber Thomas.

LG

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Steiner beschreibt in der Philosophie der Freiheit im Abschnitt Weltzweck und Lebenszweck, Absätze 3 und 4 sinngemäß, dass Naturgesetze auf die Entwicklung eines Menschen nicht anwendbar sind, weil nur der Mensch selbst, seine Bestimmung und seinen Zweck festlegen kann. Nichts ist vorherbestimmt, es sei denn der Mensch bestimmt es selbst.

Das sind wahre Aussagen, die ich aber erst einmal erkennen und dann auch für mich annehmen muss.
Wenn ich sie zwar erkennen und bejahen kann, aber nicht für mich annehmen bzw. auch leben kann, bin ich weiterhin gefangen im Kreislauf dessen, was hier Vorhersehung oder Schicksal oder Karma genennt wird.

Und so ist das auch mit dem Verhältnis Mann und Frau zueinander. Ich muss meine selbst gewählte Aufgabe erkennen und annehmen können, sonst ist und bleibt es ein Kampf - gegen sich selbst, gegen den anderen.

LG

manroe hat gesagt…

Wo hat denn die Menschlchkeit Platz, wenn wir
immer nur
in Geschlechts-Zwistigkeiten uns verfangen?

Siehe der Mensch, so hiess es doch, oder? Und nicht: Siehe ein Mensch

Anonym hat gesagt…

Manfred - das ist doch alles menschlich oder was meinst du? Von welcher Menschlichkeit schreibst du? Die Menschen (wir alle) denken, fühlen, handeln, erwachen oder auch nicht, fühlen sich als Frau oder Mann oder sind Kind und fühlen sich in ihrer Rolle wohl oder eben nicht - wir alle, so wie wir sind.

Man könnte fast meinen, du klammerst dich aus.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

Ja Kerstin, Du hast ja recht, es ist alles menschlich, wenn man aus guter Gesinnng handelt.

Aber ich denke, dass man, was immer man auch weiterbringen möchte, dies immer nur von der oder einer jeweils höheren "Ebene" aus geschehen kann. Und wenn es um unsere beiden Geschlechter geht, dann wird man sich verrennen, wenn man zu sehr das eine oder andere ins Augenmerk nimmt. Es entstehen unnötige "egobetonte" Grabenkämpfe.

Ich bin sogar der Ansicht dass sich dies auch auf Deine obigen "Anklagen" übertragen lässt - die bösen Männer und die armen Mädchen. Es gibt auch böse Mädchen, die machen das bloss anders.

Anonym hat gesagt…

D A N K E
A
N
K H
E E
L I E B E R
G R O N B A C H

für

H E U T E.
I
M A N N

Anonym hat gesagt…

Schade. Hat nicht so geklappt mit dem Wortkunstwerk oben. Dann eben anders:

1000 Dank für den Tag in Hannover, sehr geehrter, lieber Herr Sebastian Gronbach.

Jochen

Anonym hat gesagt…

Nun nochmal ich, der Jochen. Ich habe das hier jetzt mal durchgelesen und verstehe das nicht. Herr Gronbach sprach sehr klar von dem Unterschied des "maskulinen Herzens" zum "femininen Herz". Das war sehr eileuchtend und erhellend und mach mir ganz klar gezeigt, was in mir lebt. Herr Gronbach sprach auch immer davon, dass es beides in beiden Geschlechetrn gäbe, daß allerdings meißt im Mann ein masluniner Gravitationspunkt wäre. Was "Tomas" und dieser "hamburger" sagen verstehe ich nicht. Kann es sein, daß das nur Insider sind? Herrn Sebastian Gronbach habe ich sehr gut verstanden und ganz menschhaft erlebt, mhmm, das hier in den Kommentaren so gar nicht. Aber dank des Vortrags weiß ich nun damit umzugehen. Danke nochmal und grüße aus mittlerweile Bremen.

Jochen

Anonym hat gesagt…

Jochen, Sie haben völlig recht. Sebastian hat bereits alles gesagt, mehr braucht es nicht. Danke für Ihren Gedankenanstoß.

Manfred, ich fühle mich missverstanden. Doch ich muss mich hier auch nicht weiter beteiligen.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Transzendentale Meditation mit Kindern hat gesagt…

@Sektenbeauftragter
es wäre nicht schlecht, bevor man solche Fragen aufwirft, sich einmal mit der gängigen Praxis in vielen Kindertagesstätten zu befassen, städtische, konfessionelle, Elterninitiativen.... Dort wird sehr gerne mit 3-6 jährigen Kindern meditiert unter dem Motto: Kinder zur Stille führen, oder Träumen in der Mondschaukel oder oder oder. Es gibt Fachdidaktische Literatur dazu im Überfluss.

:o)

Nene hat gesagt…

@Kerstin und Manfred
es ist doch gerade heute noch viel komplizierter. Der Schatten des Feminismus treibt Frauen von sich und ihrer Weiblichkeit weg und hat auch viele Männer in Verwirrung gebracht. Was wir brauchen ist ein Selbstverständnis, dass an unseren jeweiligen geschlechtsspezifischen Wesenszügen und Qualitäten ansetzt und dabei gleichzeitig die latenten Züge des anderen Geschlechts integriert. Dafür muss jede/r in sich selbst gehen und sich kennenlernen durch alle Schichten hindurch. Der ursprüngliche Mensch ist androgyn. Kann man gut bei Plato lesen.

Augen auf beim Schlussverkauf! hat gesagt…

Heute Morgen im Bioladen:

Der Verkäufer im Gespräch mit einem Mitarbeiter über Blumenkohl in Demeterqualität für 2,99. "Das ist viel zu teuer, in Zukunft bestellen wir besser Bioqualität. Demeter, das war vor 20 Jahren."

Heute Mittag auf dem Weg in meiner Stadt: Großflächige Leuchtwerbungen von Weleda:"Gegen Erkältung ist kein Kraut gewachsen?" Mutter und Kind ringen um verklemmtes Lächeln ...

Heute Nachmittag: Ein anthroposophischer Arzt steht mit seinen Kindern auf dem Spielplatz, raucht eine Zigarre und guckt die aktuellen Fussballergebnisse auf seinem Handcomputer.

Heute Abend im Internet: Ein spiritueller Dienstleister , der Anthroposophie transzendiert hat, behauptet:"Das Geheimnis kannst Du nicht finden - denn Du hast es nie verloren.Es war die ganze Zeit in Dir. Einfach so. Es ist da. Es ist hell. Es ist warm.Es ist. Immer.
In diesem Augenblick. In diesem Augenblick. In diesem Augenblick..."

Liebe Leute! Das war der 21.11.2009! Willkommen auf der nächsten Stufe der Evolution!

Nene hat gesagt…

in diesem Augenblick lese ich, lache, schreibe,
ja es ist da immer jetzt, in diesem Augenblick, ewig, egal was sich wandelt. Das Geheimnis ist da, jetzt.
Die Welt ist Wandel. Das Geheimnis IST.
Ich bin in mir selber neu und alles ist egal, nicht gleichgültig, sondern gleichwertig. Du und jeder andere.
willkommen im Leben.

Thomas hat gesagt…

@ Jochen

Sie verstehen also Herrn Gronbach:

Meditation ist einfach.
Hinsetzen
Augen zu
und los gehts

Erleuchtung kommt einfach so.


Sie führt zur Erfahrung dass man selbst das NICHTS, das ALLEINS, das EIN WAHRE ICH ist.

Aber so, dass dieses ALLEINS, dieses EINE WAHRE ICH alles ist.

Sie sind nur sozusagen Durchgangskanal für dieses NICHTS.

Sie gibt es nicht, Sie hat es nie gegeben. Und das erkennen Sie in der Erleuchtung. Sie lösen sich auf in diesem NICHTS und sind verschwunden.
Nach der Erleuchtung ist nichts mehr da von Ihnen.

Sie erkennen noch sich selbst als nicht existierend und dann sind Sie verschwunden.

Übrig bleibt das ALLEINE NICHTS. Und Sie sind nur noch Werkzeug von diesem NICHTS.

Das ist das Ziel der Evolution nach Sebastian Gronbach.

So sagt er selbst es ganz deutlich.

Haben Sie das so verstanden?

Herr Gronbach, berichtigen Sie mich, wenn ich etwas falsches gesagt habe.



Und Meditation ist kein einfaches Spiel.
Von Rudolf Steiner, den ja Herr Gronbach als seinen ersten Inspirator bezeichnet, ist ganz deutlich und unmissverständlich beschrieben, was er unter Meditation versteht.
Und nicht nur er. Er weist auch auf Gefahren hin, die bei einer falsch praktizierten Meditation da sind. Und die für den Menschen erhebliche Schädigungen mit sich bringen können. Rudolf Steiner sagt auch, dass jeder wahrhaft Eingeweihte von diesen Gefahren weiß und seine Schüler darauf hinweist und die Unterweisung so durchführt, dass der Schüler diese Gefahren bewusst überwinden kann.

Davon hat Sebastian Gronbach keine Ahnung. Und er will es auch nicht wissen. Er meditiert wahrhaft mit geschlossenen Augen.
Meditieren ohne ein Wissen von diesen Dingen und ohne entsprechende Schulung ist eine Gefahr schon für Erwachsene.
Das mit Jugendlichen zu tun und damit zu rechnen, dass diese die selbe Erfahrung machen können wie Erwachsene zeigt, dass Herr Gronbach keine Ahnung vom Menschenbild in der Anthroposophie hat und von der dort beschriebenen Art der Meditation hat.

Und Jochen, ein Tip:
Wenn man etwas nicht versteht, dann hat man die Möglichkeit selber darüber nachzudenken.
(das ist allerdings etwas schwieriger, als einfach das zu übernehmen, was man versteht)

Das Sandmänchen hat gesagt…

"Erleuchtung kommt einfach so.


Sie führt zur Erfahrung dass man selbst das NICHTS, das ALLEINS, das EIN WAHRE ICH ist.

Aber so, dass dieses ALLEINS, dieses EINE WAHRE ICH alles ist.

Sie sind nur sozusagen Durchgangskanal für dieses NICHTS.

Sie gibt es nicht, Sie hat es nie gegeben. Und das erkennen Sie in der Erleuchtung. Sie lösen sich auf in diesem NICHTS und sind verschwunden.
Nach der Erleuchtung ist nichts mehr da von Ihnen.

Sie erkennen noch sich selbst als nicht existierend und dann sind Sie verschwunden.

Übrig bleibt das ALLEINE NICHTS. Und Sie sind nur noch Werkzeug von diesem NICHTS."


Thomas, du hast es nicht verstanden. So wie du es schreibst ist es nicht. Selbst, wenn du dieselben Worte benutzt wie einer, der es erlebt hat, sagst du nicht dasselbe, weil die lebendige Erfahrung fehlt. Das ist so, als ob einer vom Schwimmen oder Kuchenbacken in der Theorie erzählt.
Die Gefahren, die in einer Meditation liegen können hat nicht nur Steiner benannt. Selbst, wenn du sie alle kennst und aufschreiben kannst, kannst du im Zuckergussnirwana des falschen höheren Selbstes landen. Selbst, wenn du sie nicht kennst und ganz offen und arglos einfach meditierst, kannst du zu deinem inneren Wesen kommen. Was hast du denn schon wirklich unter Kontrolle, wenn du deinen Steiner oder wen auch immer gut gelesen hast?
Nichts.
Menschen denken nur, dass sie die Kontrolle hätten.
Wach auf, sieh dich um, die Welt ist da, um sie zu erfahren, um in ihr zu lernen und um in ihr zu erwachen.
Dabei können Bücher und Lehren wegweisend und hilfreich sein, aber du musst schon einen Fuß vor den anderen setzen, wenn du dich fortbewegen willst, bis du kein Buch und keine Lehre mehr brauchst, bis du selbst die Lehre bist. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst ist das,was uns an die Maya, an den großen Schlaf fesselt.
herzlich Nene

Der Sandmann hat gesagt…

Heute ist der Ostsandmann 50 Jahre alt geworden... Ich finde das ist ein sehr schönes Zeichen für alle Kinder und Erwachsene...

Ich spüre ganz stark den Wandel!

meine liebe Nene.. du kannst meine "Gedanken lesen"..? ..es ist erschreckend und schön. Aber vielleicht ist "es" auch Wissen und Liebe..

auch herzlich
JANET

Nene hat gesagt…

liebe Janet
es hat keinen Namen, das macht es so schwierig. Es ist erschreckend, es ist schön, es ist Liebe, es ist Wissen, es ist macht und Ohnmacht. Es ist Ruhe und Bewegung. Es ist Alles- es ist Nichts.
ja
das ist es und
doch nicht

Das Sandmännchen war in Ost und West das gleiche.
ich mochte das.

Thomas hat gesagt…

Nene, ich weiß nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.
Erklären Sie es mir doch bitte.

"Zuckergussnirwana", das gefällt mir. Genau so etwas sehe ich in Herrn Gronbachs Beschreibungen von seinem Endziel.
Glück und Liebe in Ewigkeit, und sonst nichts und das ganz einfach.

Thomas hat gesagt…

Und Nene, wenn ich jetzt hier ein Kuchenrezept von einem Obstkuchen hinschreiben würde, dann könnten Sie doch sicher damit etwas anfangen und einen Obstkuchen backen. Und es würde auch ein Obstkuchen werden, wenn Sie den Angaben in dem Rezept folgen.
Und da spielt es gar keine Rolle, ob ich selbst, der ich das Rezept aufgeschrieben habe, Kuchen backen kann oder nicht.

Bei Sebastian Gronbach ist es aber so, dass er das Rezept einer mehrstöckigen Hochzeitstorte vor sich hat und sagt, er folge diesem Rezept. Seltsamerweise kommt bei ihm aber ein Rührkuchen heraus.

Und ich sehe mich durchaus in der Lage eine Hochzeitstorte von einem Rührkuchen zu unterscheiden.
Auch wenn ich selbst noch nie eine Hochzeitstorte gebacken habe.






Das ist so, als ob einer vom Schwimmen oder Kuchenbacken in der Theorie erzählt.

Hochzeitstorte hat gesagt…

Lieber Thomas,
es gibt eine Menge zu begreifen bei vielem, was Sebastian vorstellt, ich sage bewusst zu begreifen, weil es nicht um rein verstandesmäßiges Aufnehmen geht, sondern um ein erfahren. Du kannst es erfahren und im Nachhinein sagen: " Jep, das war also das, davon hat der Gronbach doch auch schon mal erzählt". Oder du kannst es erkennen, weil du es auch schon erlebt hast. Aber es funktioniert eben nicht, wenn du nicht weisst, wovon er spricht.
Es ist sicher nicht das Zuckergussnirwana.

Wie kannst du wissen, ob dir ein Obstkuchen nach Rezept gelingt, wenn du es noch nie gemacht hast?
Nimm dir ein xbeliebiges Backrezept und unterhalte dich mit 2 oder 3 backbegeisterten Menschen darüber. Erzähle ihnen von deinem Rezept und beantworte eventuelle Fragen. Und dann lass dir von ihren Backerfahrungen berichten. Du wirst merken, dass ihr verschiedene Sprachen sprecht, obwohl ihr alle vom Kuchen backen redet.
Woher willst du im übrigen wissen, ob die Basis für eine gelungene Hochzeitstorte nicht einfach ein guter Rührkuchenteig ist?
Nene
:o)

Mann / Frau hat gesagt…

@MANROE

Unterschiede zu leugnen macht keinen Sinn. Sie sind zu transzendieren, aber erst mal muss man sie integrieren. Immer erst integrieren, dann transzendieren.

Darum geht es wohl hier. Die Unterschiede (sic!) von Maskulin und Feminin scharf herausarbeiten, dann integrieren und dann transzendieren.

Wenn Sie schon bei den Unterschieden (!) blind sind, dann werden Ihnen die nächsten Schritte garantiert nicht gelingen.

(Übrigens: Ich werde immer noch gerne von meinem Mann so genommen wie ich bin. Und er nimmt mich, wie das nur ein Mann kann. Androgyne Geschlechtsteile kennen ich jedenfalls noch nicht).
Cordula

manroe hat gesagt…

@Cordula

Ich habe hier von Ebenen gesprochen, von einer jeweils höheren, wenn man integrieren will, um anschliessend transzendieren zu können. Denn betritt man sie nicht, wird man auch nicht richtig zuordnen können . Richtig lesen kann sehr hilfreich sein, insbesondere dann, wenn man sich bemüht Voreingenommenheiten draussen vor zu lassen. Und die Ebene des Menschlichen hat für mich absolut nichts mit androgyn zu tun, gar nichts! Schon wieder so ein Geschlechtsbegriff, man sollte nicht in Abhängigkeiten denken!! Emanzen z.B. sind Abhängige, ihnen könnte sehr geholfen werden, begriffen sie es.

Nene hat gesagt…

@Manfred
Emanzen in " A. Schwarzer Tradition" ist leider nicht zu helfen. Die müssen sich da selbst wieder rausarbeiten. Is so.
Aber irgendwann schaffen die das.
:o)

Anonym hat gesagt…

Ach so.

JANET hat gesagt…

das Hochzeitstorten-Beispiel ist ja sooo lustig... die schöne aufgebaute Torte ist dann doch wieder zum REinstürzen verurteilt..weis man ja bekanntlich... ;o( *totlach* Da fragt man sich ist das alles für den schönen Schein? Und warum backen nach Rezept, wenn sowieso alles in einen Magen kommt.

Das ist wie Latte Machiatto mit Milchschaum und Karamelblume obendrauf also es sollt eine sein, die einen stellen dir den lieblos auf den Tisch mit dem Löffel drin und die Schichten sind weg und die andere gehen auf in Latte Machiatto machen, Schicht für Schicht Milch Milchespresso Espresso Milchschaum schön viel mit fester Konsistenz und goldige Blume aus Karamell..netten Keks an die Seite, brav den Löffel 45° auf dem Teller und ein kleiens Glas Wasser gereicht.. Perfekt. Alles wieder verrührt ist das Selbe Gemisch wie das Lieblose Glas Latte. Na, wo ist der UNTERSCHIED?

Die Torte da Nene, ist aber janz schön kitschig, du meine Nase!

Und wo ist jetz diesea OstWest Lied? ..ick find hier nüscht.

Nene hat gesagt…

han ick dir doch uff dein blog gepostet, jetze wirste aber unjeduldig.
:D

Eindruck vom Gronbach-Vortrag hat gesagt…

"Danach tauchte ich ganz in die Abteilung Spiritualität ein. Sebastian Gronbach hielt erst einen packenden - rhetorisch ausgefeilten und doch lockeren: wie schafft man das? - Vortrag und leitete danach einen Workshop mit gemeinsamer Meditation."