Sonntag, 15. November 2009

Volkstrauertag

Auf dem Bild kannst Du eine Erkennunsmarke der Bundeswehr sehen, auf der die Dienstnummer, Blutgruppe und persönliche Angaben des Soldaten eingeprägt sind. Soldaten nennen sie "Hundemarke". Beim Tod eines Soldaten, wird der untere Teil abgetrennt und einer der Kameraden nimmt diesen Teil an sich. Der obere Teil der Marke verbleibt am Hals des gestorbenen Soldaten.
trauer
Zum heutigen Volkstrauertag veröffentliche ich den Ausschnitt eines Textes von Rudolf Steiner. Geschrieben für eine Mutter, deren Sohn im Krieg gefallenen war.
TRauer
Dein Geist wachet über das Meine,
Denn es ist auch das Deine:
So will ich wachen mit Dir,
Durch dich, in dir,
Was du beschlossen mit dem Deinen.
Ich will stark sein, zu erkennen,
Dass es Weisheit sei.

trauer
In einem weiteren kleinen Text, kannst Du Dich meditativ in einen Toten hineinversetzen. Rudolf Steiner schrieb diesen kleinen Text und nannte ihn "Der Tote spricht".
trauer
Wenn Du magst, kannst Du den Text stehend sprechen. Fühle dabei, wie Dein ganzer Körper angenehm warm und leicht ist. Spüre, das dasjenige was Du in Dir fühlst das LEBEN ist. In jeder Stelle Deines Körpers. Und nimm an, das dieses LEBEN kein Gegenteil hat. Nur verschiedene Formen. Manche Formen kannst Du jetzt sehen, manche fühlen und andere sind Dir noch verborgen.
Trauer
Wenn Du mit der Stimme des Totes sprichst, dann stell Dir vor, dass Du jetzt JENSEITS der Formen bist. Dort, wo das LEBEN ohne Form ist. Auch Du bist dort keine Form mehr, sondern reines LEBEN.
Trauer
Irgendwann stirbt etwas von dem formlosen LEBEN in eine einzigartige Form hinein...wir nennen das Geburt.
trauer
Und wenn auf der Erde etwas stirbt, dann wird es wieder in das eine LEBEN hineingeboren.
trauer
In früheren Zeiten sagte man es so - nutze ruhig dieses Bild für Deine kleine Meditation:
trauer
"Wenn ein Mensch stirbt, wird er Engel.
Wenn ein Engel stirbt, wird er Mensch."
trauer
DER TOTE SPRICHT:
trauer
Im Leuchtenden,
Da fühle ich
Die Lebenskraft.
Der Tod hat mich
Vom Schlaf erweckt,
Vom Geistesschlaf.

Ich werde sein,
Und aus mir tun,
Was Leuchtekraft
In mir erstrahlt.
Liebe
Wenn Du um einen Toten weinst, dann fühle die Trauer in ihrer ganzen Tiefe. Verschiebe nicht die Trauer. Gib ihr Luft. Nimm sie an. Lass sie leben, die Trauer.
Lass zu, dass das Skalpell der Trauer, aus Dir eine tiefe Weisheit herausschält.
Was ist der Grund für diese Trauer? Und: Wo ist der Tod?
trauer
Wie tief reicht Deine Antwort?
Tod
Zu dem oberen Satz mit der Geburt und dem Tod und den Engeln, gibt es auch einen schönen Sinnspruch des großen Romantikers NOVALIS, der dieses klassische Bild aufgreift:
LEBEN
"Sollte es nicht auch drüben einen Tod geben,
dessen Resultat irdische Geburt wäre?
Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch,
Wenn der Mensch stirbt wird er Geist."

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach

"DER TOTE SPRICHT:

Im Leuchtenden,
Da fühle ich
Die Lebenskraft.
Der Tod hat mich
Vom Schlaf erweckt,
Vom Geistesschlaf.

Ich werde sein,
Und aus mir tun,
Was Leuchtekraft
In mir erstrahlt."

Der Tote spricht als Toter im Totenreich, im Übersinnlichen.
Das heißt: ER LEBT dort. Ganz konkret. Erweckt aus Geistesschlaf, den er im Sinnlichen erlebte. Wachen hier im Irdischen ist Schlaf im Geistigen.

Er spricht: ICH WERDE SEIN
UND AUS MIR TUN

Er ist nicht NICHTS. Er ist nícht aufgelöst. Er kann sogar "TUN". Und nicht nur er, sondern ALLE Toten.

Dass hiermit Ihr ALLEINS aufgelöst wird, ergibt sich von selbst.

Denke ich. Und Sie?

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach

Aus dem folgenden bitte nicht den Schluß ziehen, dass ich diesen heutigen Feiertag, auf den Herr Gronbach sich bezieht, nicht ernst nehme. Es ist traurig, dass heute Soldaten so weit weg sind von zu Hause. Und dass getötete Soldaten wieder zu unserem Leben gehören. Ich habe gerade eine Frau mit einem kleinen Kind kennen gelernt, deren Mann zur Zeit in Afghanistan stationiert ist. Ich sehe und erlebe durchaus den Ernst der Sache.

Und den Ernst der Sache, den kann ich bei Ihnen Herr Gronbach nicht sehen. So wie Sie es hier tun, erscheint es mir wie ein Spiel.

Da ist der Spruch zu lesen:

"Wenn ein Mensch stirbt, wird er Engel.
Wenn ein Engel stirbt, wird er Menschen."

Es folgt ein kleines Zahlenspiel. Die zwei Sätze sind da mal konkret mit realen Zahlen gefüllt:

Ein Mensch stirbt.
Ein Engel wird geboren.
Ein Engel stirbt.
10 Menschen werden geboren.
10 Menschen sterben.
10 Engel werden geboren.
10 Engel sterben.
100 Menschen werden geboren.
100 Menschen sterben.
100 Engel werden geboren.
100 Engel sterben.
1000 Menschen werden geboren.
1000 Menschen sterben.
1000 Engel werden geboren.
1000 Engel sterben.
10000 Menschen werden geboren.

Wieviel Engel gibt es eigentlich?

Und überhaupt: Können Engel sterben?

Das stellt natürlich die ganze Rechnung wieder in Frage.

Oder war das nur ein Druckfehler mit den "Menschen"?
(Dann stimmt natürlich obige Rechnung nicht)
Oder war es etwa nur symbolisch gemeint?
Hat man das nur gesagt, um die Menschen mit dem "Glauben" zu beruhigen, dass der Verstorbene noch da ist?
Zu welcher Zeit hat man das so gesagt?

Anonym hat gesagt…

Ach Thomas, nehm den Sebastian doch nicht ernst. Viel interessanter ist es doch mit Leuten im Dialog zu sein, oder. Aber danke, dass Du dir das alles durchgelesen hast, was er da wieder schreibt, und dass Du diesen absurden Satz aufgeriffen hast:

"Wenn ein Mensch stirbt, wird er Engel.
Wenn ein Engel stirbt, wird er Menschen."

Hier zeigt sich doch deutlich, dass Herr Gronbach absolut keinen Plan hat, was ein Engel ist und was ein Mensch ist. Und so eine Unwahrheit soll dann auch noch meditiert werden? Wenn, dann meditiere ich lieber Inhalte, die Wahrheit enthalten. Und Du?

Wenn er wüsste, was ein Engel ist, würde er auch nicht so verächtlich über "Wesen" denken.

Vielleicht können wir ihm ja etwas Nachhilfe geben? Kannst Du beschreiben, was ein Engel ist?

Matze L.

Anonym hat gesagt…

Noch nichteinmal bei einem solchen Beitrag, können sie ihre Schmieraden unterlassen. Da werde ich ja gleich nochmal trauriger.
Danke, Sebastian für diese Bewegungen. Und Nimms nicht übel, was dir angetan wird. Ich fürchte bei manchen Menschen könntest du auch ausschließlich Steiner zitieren, sie bekommen einfach eine Hasskappe, wenn sie dich sehen. woarn das auch immer liegen mag, in erster Linie ist es (passend zum Tag) traurig.

Mein Beileid.

Thomas hat gesagt…

@ Mein Beileid

Sie sollten als Türsteher nicht immer vor der Tür stehen bleiben.
Gehen Sie auch einmal zum Hausherrn hinein und schauen Sie sich die Sache von innen an. Dann werden Sie vielleicht wirklich traurig.

Nene hat gesagt…

@Thomas
über den Satz mit dem Engel bin ich auch gestolpert, weil meine Idee von "Engel" etwas anders zu sein scheint. Ich glaube, dass die Seele, wenn ein Mensch stirbt einen Prozess durchlebt, in dessen Verlauf sie bis auf den Kern und die Essenz aller Inkarnationen gereinigt wird bis sie erneut inkarniert. Eigentlich setzt sich Leben in verschiedenen Phasen fort, ein Teil davon auf dieser Seite der Welt, ein Teil auf der anderen Seite der Welt in einem unendlichen Kreislauf.

Der wichtigste Teil des Textes von Sebastian ist für mich folgender:

"Wenn Du um einen Toten weinst, dann fühle die Trauer in ihrer ganzen Tiefe. Verschiebe nicht die Trauer. Gib ihr Luft. Nimm sie an. Lass sie leben, die Trauer.
Lass zu, dass das Skalpell der Trauer, aus Dir eine tiefe Weisheit herausschält.
Was ist der Grund für diese Trauer? Und: Wo ist der Tod?
trauer
Wie tief reicht Deine Antwort?"

Diese Frage berührt mein Wesen deshalb, weil es auf die Gespaltenheit eingeht, die ich als Zwitterwesen "Mensch" dem Tod gegenüber verspüre. Jede Zelle meines Körpers, jedes winzige biologische Microteilchen will leben, "immer" und niemals damit aufhören. Doch wirklich leben im ewigen Sinn kann nur das,was Licht ist in mir, nicht das Biologische. Der Sinn meines biologischen Lebens erfüllt sich im Licht werden, im Erlangen eines Seins, in dem keine Inkarnation mehr stattfindet, sondern die Seele in ein anderes Bewusstsein übergeht, in das Bewusstsein, das eigentlich das Ziel und die Aufgabe jedes Menschen ist. Das berührt die Frage, ob der biologische Tod für eine Seele, die sich bereits im Körper mit dem Licht verbunden weiss, anders, wohlmöglich befreiend ist, was den paulinischen Ausspruch: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg" mit Sinn erfüllt. An diesem Punkt wandelt sich Trauer. Ich weine, weil ein Mensch für mich biologisch nicht mehr erreichbar, nicht mehr greifbar ist und ich kann Freude empfinden für diese Seele, die neuen Möglichkeiten gegenüber steht. Ich kann jubeln, wenn diese Seele bereits im biologischen Körper in bewusster und erlebter Einheit mit dem Licht, mit dem Allbewussten stand, denn sie muss nicht mehr in den Erdzustand, es sei denn, dass sie es zu ihrer Aufgabe macht, vom Licht zu zeugen in der Finsternis.

herzlich
Nene immer noch keine Antroposophin

Thomas hat gesagt…

@ Sebastian Gronbach

Sie könnten sich wenigstens bedanken, dass Sie durch mich auf den Tippfehler aufmerksam wurden.
Passen Sie das nächste Mal doch besser auf, dann kann ich mir das Rechnen sparen.

Und woher stammt der Spruch?

Schön, dass Sie Novalis hier zitieren. Er führt ja auf direktem Weg zu Christus.
Rudolf Steiner hat übrigens auch einiges Interessantes über Novalis geschrieben. Lesen Sie es doch einmal.

"Sollte es nicht auch drüben einen Tod geben,
dessen Resultat irdische Geburt wäre?
Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch,
Wenn der Mensch stirbt wird er Geist."

Sag ich doch auch.

Vielleicht kommen Sie mir ja doch noch näher.

Thomas hat gesagt…

@ nene

"Nene immer noch keine Antroposophin" - vielleicht weiß sie es nur noch nicht ;) - wäre das schlimm?

Der Kreislauf kann doch nicht unendlich sein.
Die physische Erde wird es einmal nicht mehr geben.
Aber das Geistige wird bleiben.

Die Reihe der Inkarnationen hat einmal begonnen und wird einmal enden. Bis dahin sollten wir wohl einiges hier auf der Erde gelernt haben.



Drum weint auch keiner mehr allhie,
wenn eins die Augen schließt
vom Wiedersehn spät oder früh
wird dieser Schmerz versüßt.

(Auch von Novalis; aus seinen "Geistlichen Liedern";frei zitiert)

Und eine gute Nacht wünsche ich ...

Nene hat gesagt…

@Thomas
ja, was weiss eine schon, was sie alles ist?

Der Kreislauf wird enden, wenn jede Seele den nächsten Schritt, den Schritt ins Licht gemacht hat. Das heisst nicht, dass die Erde endet.
Trotzdem ist der Kreislauf der Inkarnationen für mich nur unendlich im Vergleich zum ewigen Sein.
Mir fehlen mal wieder ein paar Worte.
auch einen schönen Abend
Nene

JANET hat gesagt…

Hat jemand schon mal erlebt wie das ist, nicht zu wissen ob man lebt oder tod ist? Man nimmt alles wahr was alltäglich und gewöhnlich um dich rum ist aber man hat das Gefühl abgeschnitten davon zu sein. . . Wenn der Tod die Geburt in ein anderes Leben ist, so wie man eine Tür öffnet hindurch geht und die Tür schliesst dann war das was ich erlebt habe ein Zwischenstadium bei vollem Bewusstsein mit ziemlich großer Angst im Türrahmen stecken zu bleiben. ..klingt nach Geburtstrauma. Wenn es so einfach ist durch die Tür zu gehen, Tür auf, Tür zu. Warum machen wir es dann nicht einfach? Wieso hat man immer Angst vor dem Unbekannten.

Soldaten gehen in den Krieg und sie müssen mit den Gedanken leben ihre Lieben und ihr Zuhause nicht mehr wiederzusehen. Im Krieg hängen sie im Türrahmen. Gehts durch die Tür oder bleiben sie vor der Tür.. Und weil sie im schmalen Türrahmen kämpfen haben sie meine Hochachtung.

Ist Robert Enke auch im Türrahmen stecken geblieben? Ich gaube er steckte zu lange drin, dass er einen Richtung wählen musste.. er wählte wahrscheinlicht den Raum der größer war.


aus dem Leben nach dem Tode:

Ich will euch heute einen Spruch geben, der euch bei Angst- und Furchtgedanken helfen wird. nehmt das kleine Kreuz, das ihr zu meinen Andenken machen ließet, legt es euch auf die Stirn und sagt laut:

Kreuz aus Jesu Christi,
Dir ist eigen alle Macht
Auf Erden und im Himmel.
Kreuz, dein eigen bin ich,
Dein eigen, Jesu Christ,
Dir einverleibe ich mich,
auf daß ich
Eins bin mit Dir, Kreuz!

Durch diese Vereinigungsäußerungen werden Schwingungen hervorgerufen, die so abwehrend und abschreckend auf alles nicht ganz Lautere und Hehre wirken, daß ihr von dem Augenblick an vollste Ruhe empfinden werdet.

Sigwart

wenn nicht mehr Zahlen und Figuren hat gesagt…

das bekannteste und mein liebstes von Novalis

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die so singen, oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die freye Welt wird zurück begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu ächter Klarheit wieder gatten,
Und man in Mährchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.

JANET hat gesagt…

schön.. Herr Novalis!

Anonym hat gesagt…

Thomas:

Die physische Erde wird es einmal nicht mehr geben.
Aber das Geistige wird bleiben.


Bist Du Dir sicher?

Christus sagte: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte bleiben.

Wenn im Anfang Alpha war Gottes Wort, dann wird am Ende Omega bleiben: was soll das anderes sein als ein Wort!

Der Geist wird genauso vernichtet werden wie die Materie!

Nene hat gesagt…

sowas hab ich früher gern gehört
Gnä Frau
Nene Novalis
;)

Nene hat gesagt…

@anonym
bist DU dir sicher?
definiere "der Geist" und erklär den Schluss des Ziates
"aber meine Worte bleiben"

JANET hat gesagt…

schön..Frau Novalis!
hab was Bekanntes rausgehört.. :)

Nenes cat hat gesagt…

Guten abend Janet.
und hier ein Gruß von meiner Katze.
:)
Nene

JANET hat gesagt…

? ? ?

witzige Katze..dann grüß zurück! *sprachlos*

JANET hat gesagt…

Nene fütterst du jetzt deine Katze oder was? manchmal denke ich, ich bin im falschen Film..

Gute Nacht
vielleicht rutscht dir die Katze auch den Buckel runter.. ;)

lametta hat gesagt…

Tod macht Sinn! Wer ihn so richtig wahrnimmt, fürchtet, vergeudet sein Leben nicht länger.
Also ruhig mal hinfühlen.
Und so leben, dass man auch vermisst wird, niemand erleichtert über´s Ableben sein braucht...that´s it.
Mal einfach gesagt.

Engelswerk soll jeder tun.

MonikaMaria hat gesagt…

Einfache Worte und der Wahrheit entsprechend.

Was immer Du unter Engelswerk verstehst..... :-)

lametta hat gesagt…

siehe meinen Link, liebe MonikaMaria

JANET hat gesagt…

liebes Lametta..ist das nicht leichter gesagt als getan?

aber sehr schönes kleines Gedicht.

Guten Morgen
grauer Montag!

JANET hat gesagt…

..obwohl! es ist mitunter auch oft leichter getan als gesagt...

meine gebastelte Sonne strahlt und lacht vor dem grauen Himmel.

einen sonnigen Tag Euch flirrende Lamettastreifen... :)

lametta hat gesagt…

Dankeschön, Janet. Dir auch einen glänzenden Tag!
Und ja: TUN ist leicht...wenn man nicht zu viel darüber nachdenkt :)
...finde ich jedenfalls...

MonikaMaria hat gesagt…

Liebe Lametta
Noch einmal klein verpackt mit großen Inhalt .... :-)

Anonym hat gesagt…

Na toll.
Das hohle Geschwätz tut "unserer Sache" ja total gut!!!!

MonikaMaria hat gesagt…

Ein hohler Kopf wertet.
Ein toter Kopf nicht.

lametta hat gesagt…

@anonym: Was genau meinst du mit hohl? Und warum? Genauer bitte, dann lern ich was.

Anonym hat gesagt…

Der Mensch ist weder Tier noch Engel, aber das Schicksal will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.

- Blaise Pascal

lametta hat gesagt…

@anonym: aber ein bisschen am Engel versuchen kann man sich doch...ohne das "Tierische" in sich zu leugnen.
Bin sehr dafür Tier UND Engel zu sein. Überhaupt will ich wohl immer alles zusammen haben und sein.

Verbindliche Grüße

Thomas hat gesagt…

Ist Matze L. noch da?

Wegen dem Engel und dem Dialog.

Anonym hat gesagt…

Ja, wie ich sehe (ich habs auch gelesen...), hat Herr Gronbach wieder in der "Kalmottenkiste der Mythologie" gekramt und die "Wesen" symphthisierednd in sein System eingegliedert:

"Jeder Mensch ist, im tiefsten Sinne, diese eine und einzige Individualität. In einer bestimmten Konditionierung kann man das „den Christus“ nennen. Darum spreche ich davon, dass die Summe aller Iche EINS ist. Wir sind ein einziges Wesen."

Er wird immer besser im integrieren von Anthroposophie in die New-Age-Philosophie, finde ich. Er hält sich jetzt auch mal wieder eher bedeckt, was sein Wilbertum angeht.

Was mir an seinem Denken nicht behagt, ist, dass er vieles so vereinfachen will, dass es einfach nicht mehr stimmt. Der Mensch ist nach dem Tode noch lange kein Engel. Je mehr er wirklich erwacht, und lernt zu opfern (wie es die Engel von Beginn der Evolution an taten) desto mehr wird er Engel. Das geht aber über viele Inkarnationen. Und mitgedacht werden muss dann auch, was dies wieder für Engel bedeutet und für Gott, denn auch die anderen Wesen sind wie der Mensch in Entwicklung, im Prozess, schaffend, mitschöpfend. der Mensch ist nicht einfach gleich Gott, und vor allem nicht "einfach so", er ist auf dem Wege zum Mitschöpfer - in der Nachahmungsphase zum Vater, sogar noch in der Nachahmungsphase zum Sohn.

Das prozesshafte fehlt mir bei Gronbach, das auf dem Weg sein. Denn dieses Schaffende, ewig ringende zwischen Polaritäten Vermittelnde, ist der Mensch. Gronbach weicht diesem wirklich Evolutionären einfach aus. Und dann erscheint alles eben als einfache Wahrheit. Er ist, wie ein Künstler aus alten zeiten, einer, der nur im Schönen sein will. Das Schöne siegt bei ihm über die polarität. Und der Prozess der Schöpferische Moment, die werden so herausgeschnitten. Eigentlich geradezu anitevolutionär.

"Ich – die Individualität. Das fühlen wir im neuen WIR. WIR sind EINS. Darin steckt so viel Hoffnung, dass sie Angst macht."

Da geht doch nichts, bei solchen Banalitäten!

Oder wo könnt ihr bei Gronbach das Ringen, Schaffen, Schwitzen eines Schöpfers erkennen? Widerlegt mich, wenn ihr könnt!

Mich würde mal interessieren, ob Herr Gronbach sich selbst noch als in Entwicklung begriffen sieht, oder ob es sich mit seiner Erleuchtung nun so verhält, dass nur noch die "Armen" und die "Ünglücklichen" missioniert werden müssen, Entwicklungshilfe brauchen? Und wenn Entwicklung, wohin will er sich als Erwachter noch entwickeln? Als Post-Post-Modernist?

Im Türrahmen feststecken, finde ich auch ein schreckliches Bild. Für mich ist Christus die Türe. Und da gibt es keine Erstarrung, da gibt es nur strömendes Leben. Die Türe ist die Brücke die zwei Gebiete verbindet. Und wer diese Türe kennt, der kann doch nicht da stecken bleiben! Ein Steckengebliebener steckt woanders fest, vermute ich.

Ich finds einfach nur schrecklich diese willkürlichen, flachen Bilder. Verantwortungslos, eigentlich das so sorglos in die Welt zu streuen.

Aber letztlich auch eine Prüfung für jeden, dies einordnen zu können.

Matze L.

Nene hat gesagt…

@Matze
"Je mehr er wirklich erwacht, und lernt zu opfern (wie es die Engel von Beginn der Evolution an taten) desto mehr wird er Engel. Das geht aber über viele Inkarnationen. Und mitgedacht werden muss dann auch, was dies wieder für Engel bedeutet und für Gott, denn auch die anderen Wesen sind wie der Mensch in Entwicklung, im Prozess, schaffend, mitschöpfend. der Mensch ist nicht einfach gleich Gott, und vor allem nicht "einfach so", er ist auf dem Wege zum Mitschöpfer - in der Nachahmungsphase zum Vater, sogar noch in der Nachahmungsphase zum Sohn."

weisst du, ob das unumstößlich wahr ist?
Weisst du, was ein Engel ist und ob es überhaupt so etwas wie Engel gibt?
Weisst du es aus dir heraus, aus deinem Erleben oder nimmst du es an, weil Steiner und andere es gesagt haben?

Anonym hat gesagt…

Ich weiß das aus eigenem Erfahren. Besonders in Gemeinschaften habe ich engelhaftes erleben dürfen. Aber auch am eigenen Leib, denn dieser ist auch durch Engelkräfte miterschaffen worden. Ich habe einen Geschmack ein Gehör für die Engelwirkungsqualität. Und für das, was sie tun. Man kann das an verschiedensen Stellen beschrieben finden. Und es fügt sich mein Erleben nahtlos an, an bestimmte Mitteilungen, die über mein Eigenerleben hinausgehen.

Es gibt natürlich auch viel Kommerz-Quatsch über Engel.

Matze L.

Nene hat gesagt…

@Matze
was ist für dich engelhaft und was sind Engelkräfte. Klar, ich hab schon gelesen, dass Steiner von Engelhierarchien spricht, dass es Erzengel geben soll, dass es Schutzengel geben soll usw. Ich habe auch über die Elohim gelesen, die Wesenheiten sind, die in der Schöpfung über den Menschen stehen. Aber was verstehst du unter all dem? Wie drückst du es in den Worten unserer Zeit aus, so dass es eine wie ich versteht, eine, die Steiner nicht studiert hat. Was passiert da in dir, wie fühlt es sich an?
Ich möchte es verstehen und an meinem eigenen Erleben messen.
herzlich
Nene