Dienstag, 15. Dezember 2009

Der Deal & der Weg

Warum hast Du heute meinen Blog besucht? Was auch immer Deine Gründe sind – es gibt hier einen unausgesprochenen Deal. Der Deal lautet: Ich, Sebastian, sag Dir hier, wie ich die Dinge sehe. Ich sage es Dir auf meine Weise und wenn Du hier aufschlägst, dann willst Du genau das. Du kommst hier her und sagst damit zu mir: „Sebastian Gronbach, erzähl mir mal, wie Du die Dinge siehst.“ Das ist der Deal. Wenn Du gleich auf eine andere Seite klickst, dann gibt es einen neuen Deal – doch immer in diesem Sinne.

Es ist im besten Sinne ein Deal der Moderne. Als MODERN bezeichnet Peter Sloterdijk eine Gesellschaft, wenn sie einen Pluralismus von Inspirationsquellen zugesteht.

Sloterdijk nennt es den „Konfessionen-Markt“. Auf ihm können sich Menschen begegnen, „die sich für Verschiedenes begeistern und von Verschiedenem inspiriert werden.“ Trotz aller dunklen Schatten der Moderne, ist das ihre größte Errungenschaft und hebt sie somit über das Mittelalter.

„MITTELALTERLICH“ nennt Sloterdijk eine Kultur, die sich durch einen Monismus der Inspiration definiert. In ihr gibt es einen einzigen Lieferanten, der ein Monopol darauf hat, „als Quelle legitimer Enthusiasmen zu wirken.“

Ich bin froh darüber, dass sich die Kultur der Anthroposophie, auf den weiten Weg in die Moderne machen will.

Dieser Blog ist meine Unterstützung für diesen langen Marsch. Er ist in Liebe geschrieben. Denn Liebe ist nicht das Ziel. Liebe ist der Weg.

Gehen wir einfach diesen vollkommenen Weg, so unvollkommen wir auch sind.

„Die Dinge werden schlechter
die Dinge werden besser
die Dinge sind immer schon perfekt.“

Mantra der Integralen Ökologie

Kommentare:

Kerstin Zahariev hat gesagt…

JA, ja und nochmals ja und danke!

JANET hat gesagt…

und der Leuchtturm zeigt dir den richtigen Weg..

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Manchmal ja. Warum auch nicht, dazu ist er schließlich da.

;)

MonikaMaria hat gesagt…

:-))))



Den Weg der Liebe gehen hat für mich so etwas wie von einem Seelsorger.

Die Posts und Kommentare sehe ich als eine Art moderne Beichte. Die eine ist öffentlich und die andere ist still. Der Lesende. Meine «Beichte» ist, Deine Beichte zu lesen und ob wir wollen oder nicht, sie wird uns verwandeln.

«Erzähle mir mal .... » ist so etwas wie eine Entlastung für eine Geschichte, die im Jetzt schon nicht mehr real ist. Und wenn wir beide DA sind, erkennen wir sie ... und gehen weiter ... verwandelt ... den Weg der Liebe ...

Die neue Dienstleistung am Menschen ist für mich Geschichten zu erzählen und Geschichten anzuhören. Ein Mittel, um zur absoluten Nicht-Identifikation mit irgendwelchen Geschichten gelangen.

Schön, dass es uns gibt.
Danke für Deine Dienstleistung, Sebastian.
Und ganz herzlichen Dank an alle für Eure Geschichten.

Dienstleistung hat gesagt…

"Für mich ist wichtig, dass wir uns am Goetheanum verstehen als eine Dienstleisung für eine kosmopolitische Gesellschaft. Es gibt immer auch eine Tendenz zu einer geschlossenen Gesellschaft, das ist ganz natürlich; aber dem müssen wir entgegensteuern. Wir sind hier Gastgeber für einen Impuls, der eine weltweite Relevanz haben soll."

Cormelius Pietzner, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft

MonikaMaria hat gesagt…

"Solange es bloß Menschen gibt, welche mit genialer Gescheitheit – ich will diese den Anthroposophen nicht absprechen – die Anthroposophie einsehen, sich zu ihr bekennen als zu Gedanken, so lange lebt Anthroposophie noch nicht. In dem Momente, wo bei besonders wichtigen Erkenntnissen die Seelen vor Entzücken zerspringen möchten und freudig erregt werden von dieser oder jener Einsicht, dann erst, wenn solche Menschen sich als Anthroposophen fühlen, dann ist die anthroposophische Bewegung entstanden. Sie entsteht eigentlich als anthroposophische Bewegung im ganzen Menschen." (Rudolf Steiner)

Danke Cornelius Pietzner für diesen Text, der über dem vorherigen Text-Kommentar steht.

Anonym hat gesagt…

Ich vertstehe nicht, worum es hier eigentlich geht. Habt ihr irgendein Problem? Habt ihr kein Problem? Kann man euch helfen?

Was soll das ganze?

Karen

Anonym hat gesagt…

@ Karen

Hast Recht, isn insider. Gronbach versucht die Anthros aus dem geistigen Mittelalter in die Moderne zu locken. Ob det juut jeht? Ob die det wolln? Wolln wa ma kiecken.

Klaus

Anonym hat gesagt…

Peter Sloterdijk- aha!

Na ja, der wirds wohl wissen. Oder?

Anonym hat gesagt…

Worum es hier geht?

Es geht darum, ob der Hund mit dem Schwanz wackelt oder der Schwanz mit dem Hund:

Herr Pietzer verweist darauf, dass jeder, der etwas berechtigtes in der Anthroposophie sieht, Mitglied sein kann, dass jeder frei, seinen Weg gehen kann mit der Anthroposophie, dass die Anthroposophie alle individuellen Wege integriert – vorausgesetzt eben, Anthroposophie wird gewollt. Nach dem Motto: wo ein Anthroposoph ist, ist auch ein Zweig.

Herr Gronbach dagegen meint, die Wahrheit erkannt zu haben, und Anthroposophie in die Moderne integrieren zu müssen, er erwartet von der Anthroposophie, dass sie sich ändert, und sieht seine Wahrheit als die einzig wahre Erleuchtung und sich selbst als heldenhaften Evolutionär.

Herr Gronbach ist der Schwanz, der mit dem Hund wackeln will, weil er nicht erkennt, dass er eben auch nur ein „Mitglied“, ein Zweig ist, oder eben schon lägst kein Anthroposoph mehr. Nichts neues also: Wenn die anthroposophische Bewegung als Gemeinschaft aus Selbstlosigkeit nicht leben kann, dann aus solchen Selbstüberschätzungen heraus.

Euer Herr Rossi

Nene hat gesagt…

ach Herr Rossi, der Zauberhund,
denk mal, vielleicht kann ein Mensch weit über die Antroposophie deines Verständnisses hinausgehen, vielleicht ist Sebastian gerade dabei und möglicherweise begegnet ihm Steiner auf dem Weg. Hm?
Nichts ist unmöglich.
:o)

Thomas hat gesagt…

"Kannst Du so sehr lieben - in jeder Art und Weise -
dass Götter davon satt werden?"

Welche Götter wollen Sie denn sättigen, Herr Gronbach?

Göttliche Wesenheiten gibt es doch in Ihrer Lehre überhaupt nicht.
(No angels & no Wesenszoo also auch keine göttlichen Wesenheiten)

Der Inhalt Ihrer Lehre ist ja recht simpel und deshalb einfach zu durchschauen. Es gibt bei Ihnen doch nur EIN ALLEINS. Alles einfach - keine komplizierte Götterwelt.

Und Menschen, wie ALLES andere, gibt es bei Ihnen doch nur, damit das ALLEINE sich erleben kann.
ALLES ist EINS - ganz einfach.

Weshalb soll das, was Sie Menschen nennen, in denen nach Ihrem Verständnis das göttliche ALLEINS ist, und immer schon war und sein wird, den Hunger der Götter (die es bei Ihnen ja gar nicht gibt) stillen.

Ihre Götter würden sich demnach also selbst füttern, würden sich selbst Liebe geben.

Folglich würde die Frage lauten: Kann das ALLEINS so sehr lieben - in jeder Art und Weise - dass das ALLEINS davon satt wird?

Oder auch: Kann Sebastian Gronbach so sehr lieben - in jeder Art und Weise - dass Sebastian Gronbach davon satt wird?

Lassen Sie sich inspirieren!

Hier und jetzt!

Kerstin Zahariev hat gesagt…

"Oder auch: Kann Sebastian Gronbach so sehr lieben - in jeder Art und Weise - dass Sebastian Gronbach davon satt wird?"

Ja, das kann er. So sehr, dass nicht nur er davon satt wird.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Anonym hat gesagt…

Selbstbefriedigung also.

Karen