Montag, 21. Dezember 2009

Die Sache mit Gott

Schauen wir uns Gott mal genauer an. Denn Gott ist überall – aber überall anders.

ICH - Gott als erste Person
Gott ist das wahre Selbst. Gott ist das einfache Gewahrsein dieses Moments. Jetzt. Es ist die Präsenz jedes Augenblicks. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gott als eine ICH-Bin-heit, jenseits von Zeit und Raum und dennoch in jedem Augenblick, in jedem Menschen, in jedem Universum gleich und gegenwärtig. Immerdar. Perfekt. ICH-BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Nicht nur in diesem oder jenen Mensch, sondern in allen Menschen, ist der eine Christus, die eine Buddha-Natur, das eine ICH BIN. Der Zeuge aller Dinge.

Sowenig die Welle das Meer finden kann, sowenig kann das ICH-BIN gesucht oder gefunden werden - weil das ICH-BIN niemals ausserhalb von uns ist.

Oder in Rudolf Steiners Worten aus der Esoterischen Stunde von 1908: „Alle Bezeichnungen für den Christus, die anders sind als das «Ich bin», sind nicht richtig. Wir können nie von «Er» sprechen."
Gott als ICH-BIN ist kein Objekt, sondern eine Leerheit, ein So-Sein. Eine klare und einfache Gegenwärtigkeit dessen was ist – was immer auch ist.

Bevor Abraham war ICH-BIN. Das ist unsere Mitte. Ungeboren. Unsterblich. Unsere natürliche, gottgebetene Schönheit und stille Würde. Einfach so.


Es ist uns in die Wiege gelegt. Nichts ist mehr ich, als dieser Gott der ersten Person. Er ist uns nicht nahe – ICH-BIN ich. ICH-BIN in jedem Menschen das INDIVIDUUM – das Ungeteilte. Es gibt nur EIN Ungeteiltes in ALLEM.
GOTT
Unser Job: Lebe Dein sterbliches Selbst aus der Unsterblichkeit dieses ICH-BIN. Lebe die Fülle aus der Leerheit. Höre die Musik als die Stille. Bekenne: ICH BIN Gott.



DU – Gott als zweite PersonGott als das allmächtige Andere, das mystische DU. Der Erlöser und das Göttliche, vor dem sich das Ego neigt. Die absolute Dimension an dessen Erhabenheit, Unendlichkeit, Fülle, Macht, Kraft und Herrlichkeit, wir selbst in unseren wildesten Träumen nicht annähernd heranreichen.
TT
Der Schöpfer des Himmels und der Erde. Gott als ewiger Horizont der Verehrung, der Dankbarkeit und Anbetung.

Das Ego kann nicht anders als zu Boden gehen, vor diesem DU. Es ist der Vater-Gott, die Spitze der Hierarchie. Ein „allmächtig-geistig-physisches Gotteswesen, das seinen Geschöpfen auf vorangeht“ (Steiner) und zu dem wir nur ein einziges Verhältnis haben können: Unterwerfung.

GOTT
Niemals sind wir dieser Gott. Nichts ist größer als die Distanz zwischen uns und diesem Gott. Die Flammenaugen dieses Gottes verbrennen unseren narzisstischen Kern.

Gnadenlos erkennt die zweite Person Gottes unsere Sündhaftigkeit. Selbst in den letzten Winkeln spürt er das Ego auf. Vater unser – geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe.

Unser Job: Knie nieder Mensch! Töte dein Ego, bete, danke, unterwerfe Dich, ohne wenn und aber, dem großen DU.


ES – Gott als dritte Person
Gott als der kosmische, evolutionäre Prozess. Gott als Gewebe des Lebens. In jedem Kristall erblicken wir die wunderbare Anwesenheit dieses Gottes.


In jeder Rose wächst diese lebendige Kraft, jedes Reh fühlt in sich diese unbändige Lust zu leben, zu lieben und sich fortzupflanzen und jeder Mensch fühlt die Wärme des Blutes, die Kraft des Atems, die Lebendigkeit seines Wesens, die wachsende Bewusstheit seines Denkens und den Fortschritt seiner werdenden Moralität.

Gott ist als ES - der heilige Geist, der vor nichts halt macht. Der Geist Gottes, der im Brot, im Bier, in jedem Apfel, in jedem Fluss seine nicht enden wollende Dynamik entfaltet. Gott als Natur, die zur Kultur evolviert. Die inspirierende Quelle des neuen WIR.

Gott ist in der dritten Person der evolutionäre Prozess selbst, den wir in der extaktischen Lust eines Orgasmus ebenso fühlen, wie in einem hellen, klaren und nüchternen Gedanken.


Der Geist, mit dem vor milliarden Jahren das großen Tohuwabohu begann. Der Geist, der seinen vorläufiges Höhepunkt mit Dir, vor diesem Laptop, erreicht hat.
Gott ist der Geist der Evolution und wir sind untrennbar mit diesem Geist verbunden. ES fordert, fördert und inspiriert uns zum Wachstum und zur Höherentwicklung. ES spornt uns dazu an, eine neue Kultur zu erschaffen. "Evolution ist, was wir tun" (Andrew Cohen)

Unser Job: Entdecke und verstehe den Geist Gottes im ganzen ätherischen Gewebe des Lebens. Und vor allem: Werde selber die evolutionäre, ispirierende Kraft, die alles verändert. In dem Bewusstsein, dass Du nie vollendet, aber immer werdend bist. ES wird durch uns.



Erkenne, lebe und liebe also die mystische Tatsache, die von diesem Gott ausgeht, der Du immer bist, nie sein kannst und stetig wirst.
Inspired by und zum weiterlesen empfohlen: EnlightenNext, info3, Kamphausen, Integrales Forum, Rudolf Steiner

Kommentare:

manroe hat gesagt…

Lieber Sebastian, ich danke Dir aufrichtig für diese differenzierte Betrachtung und Darstellung. So wie jetzt von Dir vernommen erhebe ich meinen Stift und unterschreibe. :-))

Frohe und weiterhin erleuchtende Festtage wünsche ich Dir.

Gruß
Manfred

Die Vier hat gesagt…

GOTT ist nicht mehr dreieinig, Gott ist viereinig: Vater, Sohn, Heiliger Geist und Sebastian.

That was then, this is now hat gesagt…

Ich kreuzige mich selber
und trage die Drei
mein ganzes Sein durchwebend
und durchwesend in mir.

Weihnachten ist Golgotha
ist Geburt und Tod zugleich.

In ihrem Namen
mit meinem Namen
MonikaMaria



Danke Sebastian

lameta hat gesagt…

das sind so viele Worte...Gott kapieren...kann man das? Muss man?
Braucht man das? Still sitzen können, scheint das Zentrum für Worte in hohem Maße anzukurbeln ;)
Vorhin schenkte mir vor Aldi ein alter Herr einen Einkaufchip, als ich in die Runde der anderen Kunden fragte, ob mir jemand zwei Euro kleinwechseln kann. Er drückte ihn mit herzlich in die Hand und sagte:
Ich soll jeden Tag eine gute Tat tun. Ich bin Christ.
Mir ist egal warum...aber gute Taten mag ich.
Das Leben selbst ist und bleibt mein Gott. Bildung vielleicht auch noch...aber die des Herzens.

Anonym hat gesagt…

@lametta

...und darum wohl auch schließt Sebastian seinen Text mit diesen Worten: "Life is for living and living is free"

:-)
:-)

IMAGINE hat gesagt…

Peace...

MonikaMaria hat gesagt…

Der Aldi-Effekt:

War vorhin auch gerade da.
Sagte ein älterer Mann zu einer etwas jüngeren Frau:
Bitte schön, gehen sie vor. Man soll jeden Tag was gutes Tun.

:-)))

manroe hat gesagt…

Ich war heute noch nicht bei Aldi, geht das bei Lidl auch?? Was meint ihr?

JANET hat gesagt…

♥ lieber Manfred, eigentlich überALLdi.. ich geh trotzdem lieber in den AlnaturAdi..

JANET hat gesagt…

ich geh jetzt in die Stadt mal sehen, was sich für wundersame Dinge erreignen!

Thomas hat gesagt…

Hoppla Manfred,

seien Sie doch nicht so schnell mit dem Unterschreiben!

Spätestens seit Faust weiß man doch, dass es wohlüblerlegt sein sollte, wenn man seine Unterschrift irgendwo, irgendwem geben will.

Thomas hat gesagt…

Herr Gronbach,

das was hier zu lesen ist widerspricht dem, was Sie bisher geschrieben haben (wie z.B.: "ALLEINS", "alles einfach") und:
es hat absolut nichts mit dem zu tun, was in der Anthroposophie als Erkenntniss der geistigen Welten zu finden ist.

Wenn Sie, Herr Gronbach, DIES lehren wollen und DIESES Inhalt Ihrer Weltanschauung ist, dann geben Sie DEM endlich einen eigenen Namen.

(Bevor Kommentare hierzu abgegeben werden: vergleiche man bitte zuerst das, was hier zu lesen ist mit dem, was in der Anthroposophie zu finden
ist.
Aber bitte nicht mit irgendwelchen Interpretationen von irgendjemandem vergleichen. Das Original ist ja zum Glück noch verfügbar und ES kann SELBST durchdacht, überdacht, gedacht und SELBST mit Anderem denkend verglichen werden.)

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas
Steiner hat mit den Fragen und «inneren Widersprüchen» der Menschen und auch mit seinen eigenen «gelebt».

Darf es uns nicht auch so gehen?



***


«Das Original ist ja zum Glück noch verfügbar und ES kann SELBST durchdacht, überdacht, gedacht und SELBST mit Anderem denkend verglichen werden.»

Das sagten die Pharisäer auch, lieber Thomas. Danach kreuzigten sie Jesus.

MonikaMaria hat gesagt…

Der folgende Text ist für mich die «moderne Kreuzigung» nach Steiner mit nachfolgender «Geburt» des wahren Ichs.

" ... Die Seele muss in der Tat sich vor einen geistigen Abgrund stellen, und an demselben den Willensimpuls fassen, ihr Wollen, Fühlen und Denken zu vergessen. Sie muss auf ihre Vergangenheit in ihrem Bewusstsein verzichten. Man könnte diesen Entschluss, der hier notwendig ist, ein Herbeiführen des vollständigen Bewusstseinsschlafes durch den eigenen Willen, nicht durch Verhältnisse des physischen oder des ätherischen Leibes, nennen. Nur muss man diesen Entschluss so denken, dass er nicht das Ziel hat, nach einer Pause der Bewusstlosigkeit dasselbe Bewusstsein wieder herbeizuführen, das vorher da war, sondern so, dass durch ihn dieses Bewusstsein wirklich sich zunächst durch den eigenen Willensentschluss in das Vergessen eintaucht. Man muss bedenken, dass dieser Vorgang weder in der physischen noch in der elementarischen Welt, sondern nur in der geistigen Welt möglich ist. In der physischen Welt ist die Vernichtung möglich, welche als Tod auftritt; in der elementarischen Welt gibt es keinen Tod. Der Mensch, insoferne er der elementarischen Welt angehört, kann nicht sterben; er kann sich nur in eine andere Wesenheit verwandeln. In der geistigen Welt ist im strengen Sinn des Wortes auch keine entschiedene Verwandlung möglich; denn in was immer sich das Menschenwesen auch verwandeln mag, in der geistigen Welt offenbart sich die erlebte Vergangenheit als eigenes bewusstes Dasein. Soll dieses Erinnerungsdasein innerhalb der geistigen Welt hinschwinden, so muss es von der Seele durch einen Willensentschluss selbst in die Vergessenheit versenkt werden. Das übersinnliche Bewusstsein kann zu diesem Willensentschluss kommen, wenn es sich die nötige Seelenstärke erobert hat. Kommt es dazu, dann taucht ihm aus dem selbst hervorgerufenen Vergessen die wahre Wesenheit des «Ich» auf. ..."

Nene hat gesagt…

Thomas, Thomas,
der Name ist Programm oder?
Warum sollte Sebastian den Millionen Lehren und ismen und sophien und und und noch eine hinzufügen. Reicht es denn noch nicht?
Natürlich ist das, was er schreibt nicht die Antroposophie, wie du sie verstehst, aber das liegt nicht an ihm, nicht an der Antroposophie und nicht daran, dass er etwas falsches erzählt.
Es liegt einfach an dir und deiner Denkschablone. Solange du die nicht aufgeben kannst, kannst du nicht erkennen, dass in ALLEM Wahrheit ist. Du musst aber erst selber wahr werden. also wach werden, um es zu sehen.
Ist so.

Anonym hat gesagt…

Ist doch scheiße.

Thomas hat gesagt…

Herr Gronbach schreibt:
"Schauen wir uns Gott mal genauer an."

Hat er sich Gott genauer angeschaut?

Kann er Gott sehen?

Herr Gronbach, haben Sie Gott gesehen?

Gibt es jemanden, der das glaubt?

Was hat Herr Gronbach getan? Er hat Bruchstücke und Begriffe aus verschiedenen Anschauungen, Philosophien vermischt.
Es sind nicht Worte aus seinem eigenem Erleben.
Es ist nichts anderes als das, was Sie, MonikaMaria, bei den Pharisäern und bei mir zu sehen meinen. Nichts anderes. Bei mir kritisieren Sie es und verwerfen es. Bei Herrn Gronbach akzeptieren Sie es und verteidigen es.


Nene, ER HAT bereits eine neue Lehre. Er hat ihr nur keinen eigenen Namen gegeben. Dazu fehlt ihm der Mut.
Sie schreiben, dass in allem Wahrheit sei.
Dann sagen Sie mir, wo die Wahrheit in der Lüge zu finden ist.

MonikaMaria, Sie zitieren meinen Text:
«Das Original ist ja zum Glück noch verfügbar und ES kann SELBST durchdacht, überdacht, gedacht und SELBST mit Anderem denkend verglichen werden.»

Was ist an diesem Satz verkehrt?

Sie schreiben darunter:
"Das sagten die Pharisäer auch, lieber Thomas. Danach kreuzigten sie Jesus."

Das sagten sie nicht. Sie sagten: "WIR HABEN die Wahrheit."
Sie wußten es nicht: sie hatten recht.
Die Wahrheit war bei ihnen und dann nagelten sie die Wahrheit ans Kreuz.

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas
Habe ich Sebastian verteidigt???
Da muss mir was entgangen sein.

«Das Original ist ja zum Glück noch verfügbar und ES kann SELBST durchdacht, überdacht, gedacht und SELBST mit Anderem denkend verglichen werden.»

So ist es. Aber es reicht nicht, es reicht ganz und gar nicht, lieber Thomas. Nicht, um das zu verstehen, was ich zum dritten Mal von Steiner zitiert habe. Aber genau auf diesen Text gehst Du nicht ein. Schmerzt es Dich zu sehr?

Das, was hier Steiner schreibt, kann nicht mehr durchdacht werden. Hier ist Ende der Fahnenstange, nicht nur mit dem Verstand, auch mit dem klaren Denken. Dass Du DANACH das klare Denken brauchst, ja, dass sollte geübt sein. Denn «die nötige Seelenstärke sollte vorher erobert worden sein.» Es gibt genügend Menschen, die danach zerschellen.

«Sie sagten: "WIR HABEN die Wahrheit."
Sie wußten es nicht: sie hatten recht.
Die Wahrheit war bei ihnen und dann nagelten sie die Wahrheit ans Kreuz.»

Ja, so ist es .........................................Thomas.
Sie hielten sich an die Schrift. Wort für Wort.

DU HAST die Bücher von Steiner und studierst sie. Um aber das nachzuvollziehen, was Steiner da oben schreibt, musst Du ALLES beiseite legen. Vergessen.

«Kommt es dazu, dann taucht ihm aus dem selbst hervorgerufenen Vergessen die wahre Wesenheit des «Ich» auf.»

Es walten die Übel hat gesagt…

Das ist ja jetzt wirklich nur noch peinlich, was sich da für ein Durcheinander von Begriffen auftürmt.
Echt schade, ich hatte im Stillen gehofft, Herr Gronbach würde die Kurve nochmal kriegen. Da ist wohl nichts mehr zu machen.

Es geht alles kreuz und quer durcheinander - geschredderte Begriffsfetzen:

IchBinBuddahDuGottDreieinigkeitheiligereistevolutionärekraftStilleJetzt...

Da wird leider "nichts" transparent.

Der Heilige Geist im Bier ist ja wohl der Abschuss. Meine Güte ist das eine schlimme Krankheit. Haben Sie mal Drogen genommen? Verdrehter kann man Anthroposophie schon gar nicht mehr denken.

Fassen Sie sich mal an die eigene Nase, vielleicht kommen SIE SELBST dann nochmal in eine ENTWICKLUNG herein:

"Das Entscheidende ist, dass wir uns ein lebendiges, aufgeklärtes, transparentes, kreatives und verantwortungsvolles Verhältnis zu diesem GOTT erarbeiten.

Das wäre vielleicht ein Strohalm in der himmelschreienden Güllegrube.

Ich hab mal frei von der Leber weg geschrieben, weiß ja, dass Sie als Mann hart im nehmen sind...

Nene hat gesagt…

Thomas, das ist ein Paradoxon, das sich nicht mit dem Verstand erfassen lässt.
Es ist keine Lüge in der Wahrheit, aber in der Lüge ist immer Wahrheit.

Es gibt nichts, in dem nicht Wahrheit ist.
MonikaMaria hat es geschrieben. Das Festklammern am reinen Buchstaben, an den Worten Steiners, ist Pharisäertum.

Es ist nichts Verwerfliches, wenn Philosophien und Weisheitslehren das eigene Erleben bestätigen, verwerflich ist, wenn sie das eigene Erleben ersetzen.
herzlich
Nene

manroe hat gesagt…

Hallo Thomas, also wirklich unterschreiben werde ich natürlich gar nichts, ich hatte ja auch einen smilie hintendran gesetzt. Aber, so wie Sebastian das in diesem Beitrag dargestellt hat, das finde ich wirklich gut und wenn ich das gut finde, sage ich das auch. Und natürlich hat er Gott nicht gesehen, weils da auch nichts zu sehen gibt, so denke ich.

Wenn man so differenziert, wie hier beschrieben, das Thema ansieht und AUCH denkt, um entsprechende Bezüge richtig herzustellen und zuordnen zu können, dann erlebe ich das als wirklich hilfreich und gut.

Ich finde, weil ich es so sehe, es absolut notwendig!!!!! differenzierend und unterscheidend an Lebensinhalte heranzugehen, weil andernfalls eine echte Freiheit erst gar nicht erwachen kann. Und wenn man die "Bestandteile" erlebter Freiheit wieder "zusammensetzen" will und muss, sollte man mit Benennungen und Behauptungen wirklich seeehhr vorsichtig umgehen, weil dann das "land" ersteht das da für mich heisst: "Es kommt immer darauf an", denn dieses dann gibt vor, wie man zuordnen muss, nicht mehr ich!

Deinen Verstand, den man Dir vorwirft, sehe ich anders. Ich erlebe ihn als von Dir geführt und eingesetzt und Du verteidigst mit ihm Deine von Dir erkannten, gemeinten, erlebten ... Werte, indem Du zu verweisen versuchst, wo man doch mal hinsehen sollte mit seinem Denken, das Du auch verteidigst, damit es nicht untergeht. Es gab nicht umsonst den ersten Thomas, die Welt kann AUCH dankbar sein, dass es einen solchen Thomas gibt -- und, ich hoffe Du verstehst es richtig, ich werde meine geistige Hand über den Thomas halten. Wer Haue bekommt, der hat zumeist auch was zu sagen, das gilt auch für Dich! :))

Der ganze Erdenplanet dient der Geburt des ICH!! Verwechselt es NICHT mit dem Ego und seit dankbar, dass es dieses Ich gibt, als Freiheitskeim für das bewusste Erfassen des Göttlichen im Menschen.

In den nächsten Tagen geht es wieder los, empfangt das Kind in euch, den Keim der Wahrheit.

Manfred

Thomas hat gesagt…

Liebe Monika,

Sie haben sich hier im dritten Kommentar (vom 21.12.) bei Herrn Gronbach für den Inhalt des aktuellen posts bedankt.
Aus dieser Zustimmung und auch durch manches, was Sie in anderen Kommentaren geschrieben haben, bin ich zu dem Gedanken gekommen, dass Sie Herrn Gronbach und seine Ideen unterstützen und ihn und seine Ideen auch verteidigen.

Ist das nicht so?

Wenn es nicht so ist, dann muss ich meine Meinung verändern.



"«Das Original ist ja zum Glück noch verfügbar und ES kann SELBST durchdacht, überdacht, gedacht und SELBST mit Anderem denkend verglichen werden.»

So ist es. Aber es reicht nicht, es reicht ganz und gar nicht,..."

Da stimme ich Ihnen nicht zu.
Es reicht durchaus, um zu erkennen, wes Geistes Kind einer ist.
____________________

"... So ist es. Aber es reicht nicht, es reicht ganz und gar nicht,..."

Da stimme ich Ihnen zu.
Aber es ist für mich die wichtigste Stufe, das Fundament, von wo aus es weiter geht, von wo aus es weiter gehen kann.

Thomas hat gesagt…

Nene,

Lüge ist doch Abwesenheit von Wahrheit. Sie ist die Gegenseite.
Die Wahrheit läßt die Lüge erkennen.
In der Lüge kann doch nie Wahrheit sein.

Zeigen Sie mir doch bitte die Wahrheit in dem Satz:

Ein Dreieck hat vier Ecken.
________________

"Es ist nichts Verwerfliches, wenn Philosophien und Weisheitslehren das eigene Erleben bestätigen, verwerflich ist, wenn sie das eigene Erleben ersetzen."

Das alleine würde ich nicht unbedingt als verwerflich bezeichnen. Aber ich stimme Ihnen da im grunde zu.

Es ist aber ganz sicher nichts verwerfliches daran, wenn man Weisheitslehren als Grundlage benutzt um zum eigenen Erleben zu kommen.

Mit dem Buchstaben hört bei mir die Welt nicht auf. Den Buchstaben kann man aber gut benutzen, um Ideen, Weltanschauungen, die Welt zu erklären zu verstehen und verständlich zu machen. Um sich selbst verständlich zu machen und Andere und Anderes zu verstehen. Auch, um Unwahrheiten zu entdecken.
Und (so denke ich) um dadurch den Schlüssel zu bekommen für Türen zu ganz anderen Reichen ...

Herzlichst

Arbeitende Seele hat gesagt…

@MM

*****“so muss es von der Seele durch einen Willensentschluss selbst in die Vergessenheit versenkt werden. Das übersinnliche Bewusstsein kann zu diesem Willensentschluss kommen, wenn es sich die nötige Seelenstärke erobert hat.“*****

wenn es sich die nötige Seelenstärke erobert hat.“*****
es sich die nötige Seelenstärke erobert hat.“*****
sich die nötige Seelenstärke erobert hat.“*****
die nötige Seelenstärke erobert hat.“*****
nötige Seelenstärke erobert hat.“*****
Seelenstärke erobert hat.“*****
erobert hat.“*****
erobert hat.“*****
erobert hat.“*****

Es grüßen Übungen

Nene hat gesagt…

Lieber Thomas,
ich spreche nicht von der dualistischen Wahrheit, die als Gegenstück die Lüge hat, sondern von DER Wahrheit, der nondualen Wahrheit, die in allem ist und in der keine Lüge sein kann, die aber in der Lüge ist, wie sie eben in allem ist.

"Es ist aber ganz sicher nichts verwerfliches daran, wenn man Weisheitslehren als Grundlage benutzt um zum eigenen Erleben zu kommen"

natürlich nicht, aber irgendwann werden die Weisheitslehren durch das "JETZT", das Erleben DER Wahrheit abgelöst.

"Mit dem Buchstaben hört bei mir die Welt nicht auf. Den Buchstaben kann man aber gut benutzen, um Ideen, Weltanschauungen, die Welt zu erklären zu verstehen und verständlich zu machen. Um sich selbst verständlich zu machen und Andere und Anderes zu verstehen. Auch, um Unwahrheiten zu entdecken.
Und (so denke ich) um dadurch den Schlüssel zu bekommen für Türen zu ganz anderen Reichen ..."


Thomas für mich klingt es, als würdest du träumen, als hättest du dir mit deinem Verstandesvermögen auf der Basis von Steiners Lehren eine feste, unverrückbare Idee geschaffen, von der du nicht mehr weg gehen willst, aus Angst, die sogenannten höheren Welten zu verlieren. Damit wird man für mein Verständnis zum Opfer seines eigenen Hirngottes. Das Denken muss ver- rückt werden.
Wahres Denken ist aus dem Herzen entflammt.
Ich denke, wir könnten uns noch Jahre so mit Debattieren beschäftigen, ohne ein nenneswertes Ergebnis. Du kannst noch Jahre lang an Sebastians blog mäkeln, ohne einen Schritt weiter zu gehen.
Warum lässt du das nicht los?
Ich verstehe sehr gut, dass es in der Antroposophie einen leuchtenden Kern gibt, den du bewahren willst. Aber wenn es DAS Licht ist, was dort leuchtet, dann kann es nicht beschädigt werden.
Ist dein Glaube so klein?
Was willst du erreichen?

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Thomas ♥
Herzlichen Dank für Deine Kommentare.

MonikaMaria hat gesagt…

@Arbeitende Seele
Moin!
:-)

Seid endlich mal still jetzt hat gesagt…

Mich schmerzt es wirklich sehr, derartig verzerrte Begriffe im Kontext von „Anthroposophischer Gravitation“ zur Kenntnis nehmen zu müssen. Herr Gronbach und die meisten anderen hier haben trotz jahrelanger Auseinandersetzung mit Anthroposophie anscheinend nichts begriffen. Nichts von der Realität der geistigen Hintergründe aller Erscheinungen, nichts von deren Gliederung, nichts vom wahren Bild des Menschen, nichts von der Größe der Persönlichkeit Steiners.

Ich spare mir jetzt, dies Stück für Stück anhand des Textes zu zeigen. Doch frage ich mich ernsthaft, wie so etwas passieren kann? Wie kann man nur derart oberflächlich Anthrophie aufnehmen? Woher der Trieb Anthroposophie mit allen möglichen weitaus oberflächlicheren oder veralteten Blickwinkeln auf den Geist vermischen zu wollen, verdünnen zu müssen? ihr seid einfach nur besessen von eurem Egoismus, dass ihr glaubt, euch ein Weltbild aus allen möglichen Bruchstücken zusammenbasteln zu müssen. Der erste Schritt auf dem Weg der Erkenntnis ist Devotion. Ohne dies erkennt ihr gar nichts, Devotion bedeutet all die Basteleien mal sein zu lassen und zuzulassen, dass es vielleicht auch noch fortgeschriottenere Persönlichkeiten in der Geschichte der Menschheit gab als Euch. Dann werdet Ihr vielleicht erkennen, dass die Anthroposophie eine Offenbarung ist, und vor allem WAS eine Offenbarung überhaupt ist.

Meint ihr wirklich, es gibt etwas tieferes, klareres, reineres, zeitgemäßeres als Anthroposophie? Wie kann man nur so verblendet sein und einen Wilber in die gleiche Schublade stecken zu wollen mit Steiner? Unfassbar, wie hilflos und alleingelassen ihr seid, hat denn keiner von den Anthroposophen euch den Weg gewiesen? Ihr zappelt wie Fische im trockenen in einem Gravitationsfeld, das bestenfalls wie ein Asteroidengurtel voll Trümmer und Staub ist und ihr haltet es in eurer Eitelkeit für „Enlightmen - so easy“.

Merkt niemand, dass dabei nichts besseres herauskommt, wenn ihr ständig versucht, selbst eure Heile-Heile-Krieger-Welt (oder wie auch immer eure Überschriften heißen) zu erschaffen, selbst euren Götzen konstruiert? Erwachen ist Erkennen ist Ofenbarung ist reine Gnade. Euer Egoismus verhindert gerade das, was ihr eigentlich sucht. Hier wird von Stille gesprochen und für die geistige Welt seid ihr permanent an Produzieren von Lärm. Ihr habt keine Idee davon, dass die Geistige Welt sich euch mitteilen möchte. Seid endlich mal still jetzt, verdammt!

BURGHARD hat gesagt…

„Mission Mensch“, so
überschreibt der „Deutsche Blogger“
Sebastian Gronbach diese Internetseite.

Und so lautet das Motto der Seite:

„Spiritueller Dienstleister und Aktivist
in der Tradition Rudolf Steiners.“

Es ist nicht so, das der Blog
„Mission Mensch“ das
Motto trägt.

Es ist so, das Motto, es trägt
den „Blog“

Lese ich das Wort Tradition,
zugleich kommt die mir schönste
Deutung in den Sinn, die Deutung,
wie sie herstammt von Thomas Morus
* 07. 02. 1478 † 06. 07. 1535 London
„Tradition ist nicht das Halten
der Asche, sondern das Weitergeben
der Flamme.“

Bei Friedrich Schiller lese ich,
"Die Quelle aller Geschichte
ist Tradition und das Organ
der Tradition ist die Sprache."


Bei Rudolf Steiner lese ich:
„….. das, was man gewöhnlich
Philosophie nennt. Für sie scheint
unsere klassische Zeit geradezu
nicht vorhanden zu sein….
Unsere zentrale Wissenschaft,
…. muss ihre Quellen dort suchen,
wo sie die letzteren gefunden haben.
Sie muss sich mit unseren
Klassikern nicht nur
auseinandersetzen; sie muss
bei ihnen auch die Keime
zu ihrer Entwickelung suchen; “

S. 18 > Grundlinien einer
Erkenntnistheorie der Goetheschen
Weltanschauung <

Bei Joseph Beuys lese ich,
hier aus seiner letzten Rede,
am 12.1.86, 11 Tage vor seinem
Tode; > Dank an Wilhelm Lehmbruck <
„Schütze die Flamme“.

Bei Sebastian Gronbach lese ich,
hier aus seinem Text: „Brennst Du?“
Mission Mensch – Blog
DONNERSTAG,
28. MAI 2009
„Kannst Du alleine in diesem
Leuchten, als dieses Leuchten
da stehen, absolut alleine und
ohne zu wanken...In dieser
Flamme und als diese Flamme?
Kannst Du glücklich und
gleichgültig verbrennen?
(das „ver“ täte ich allerdings weglassen, B.)

Kannst Du das? Oder tust Du nur so?
Das will ich wissen –
alles andere ist mir gleichgültig.

?-? hat gesagt…

@Burghard

Ich verstehe ohne zu raten Deine Aussage nicht. Ich bleibe so im Schwebezustand.

Malo hat gesagt: "Vorwärts komme ich nur auf festem Boden."

Ja und Nein hat gesagt…

@ seid endlich mal still jetzt,
Es tat gut Deinen Beitrag zu lesen, ich danke Dir!

Thomas hat gesagt…

Von ?-? ist zitiert:

"Vorwärts komme ich nur auf festem Boden."

Diesen festen Boden suche ich durch die "Philosophie der Freiheit" zu finden.

Thomas hat gesagt…

@ "Seid endlich mal still jetzt",

"

."


"Doch frage ich mich ernsthaft, wie so etwas passieren kann? "

Es walten die Übel ...

Nicht das Ich, Ahriman im Menschen.

MonikaMaria hat gesagt…

Thomas ♥
Ist auch eines von den Ichs, wenn´s noch mehrere sind.

Thomas hat gesagt…

Liebe Nene,

das Verstandesdenken ist für mich Ausgangspunkt und Mittel für das Verstehen und Erkennen der sinnlichen Welt.

Und es ist das Mittel, mit dem hellsehende Menschen die übersinnlichen Welten für Menschen, die diese Welten nicht bewusst selbst wahrnehmen können,
beschreiben und so verständlich machen können.

Und das Verstandesdenken bildet so gesehen, die Basis, oder die Startrampe für eigenes übersinnliches Erkennen.

Durch das Verstandesdenken kann ich auch dazu kommen, zu erkennen, was "Denken" in Wahrheit ist. Das kann mein Herz alleine nicht. Das kann nur mein klares Denken.

Ich möchte nicht beim "Verstandesdenken" stehen bleiben.
Aber immer wieder dahin zurück kommen. Denn auch das Denken kann nur durch das Denken, also durch sich selbst, verstanden werden.

Und auch die Rolle, die mein Herz, die mein Gefühl spielt, kann ich nur durch mein Denken erkennen.

Und auch was Wahrheit und was Lüge sind, kann ich nur mit meinem klaren Denken erfassen.
(Ich kann eine Lüge auch "fühlen". Klar erfassen kann ich sie aber nur mit dem Verstandesdenken.)

Eine Lüge und ihre Wirkungen kann auch im übersinnlichen wahrgenommen werden. Zum entsprechenden einordenen des dort Wahrgenommenen, dient mir wiederum mein Denken.

Meine Basis ist also so gesehen nicht die Lehre Rudolf Steiners, wie Sie meinen, sondern mein eigenes Denken (das ich übrigens nicht als Produkt meines "Hirns" ansehe).

Zum "träumen" noch:
Träumen kann ich ja nur dann, wenn mein Denken ausgeschaltet ist.
Um das Träumen zu verstehen, muss ich nach dem Traum darüber nach-"denken". Mein Gefühl würde mir da wenig hilfreich sein.

Zum "Licht" noch:
Auch das, was als wahres "Licht" in den Dingen und Lehren zu finden ist, lässt sich nur in Verbindung mit dem Denken wirklich erkennen und verstehen.
Was nützt das schönste, herzlichste, gefühlteste Licht, wenn ich nichts davon weiß. Und wissen kann ich davon nur durch mein Denken.

Herzlichst

Thomas hat gesagt…

Liebe MonikaMaria!

Wohl das Mächtigste, das zur Zeit in unserer Welt, in uns wirkt, wirken kann.

Hoffen und vertrauen wir auf den wahren Lichtträger, der bei uns ist, bis ans Ende des Erdenzeitalters.

Von Herzen

manroe hat gesagt…

Gebt mir einen festen Punkt und ich werde die Welt aus den Angeln heben."

Gibt es einen solchen auch im menschlichen Bewusstsein?

MonikaMaria hat gesagt…

Ja, vergiss ihn :-)

Thomas hat gesagt…

MonikaMaria, vergessen - Ja!

Aber nur jeweils im rechten Moment, für die entsprechende Dauer.
(Und bis dahin ist es vielleicht noch ein langer, weiter Weg.)

manroe hat gesagt…

Aha!! Jetzt wird auch ersichtlich, deutlich und klar, warum teilweise so aneinander vorbei sich bekehrt wird. Ich denke der Punkt geht an Thomas :-) -- denn das, wenn man ihn weglässt, macht keinen Sinn, wenn man nicht kennt, was man "dort" weglassen sollte.

Nicht vorhanden sein wenn es sein muss, aber zusätzlich weglassen können, was einen Ausgangspunkt setzt, ich denke darum gehts!!

Thomas hat gesagt…

Ich denke!

DARUM gehts jetzt!

Denke ich!

...

(Dann geht es weiter!)

Nene hat gesagt…

Ja, Thomas,
so muss es wohl für dich sein bis es anders wird. Wie auch immer, viel Freude weiterhin bei deinem Denken und beim Erfahren der übersinnlichen Welten. Wir benutzen dieselben Worte, aber meinen verschiedene Dinge. Kommt Zeit, kommt vielleicht Verstehen.
Herzlich
Nene

Anonym hat gesagt…

Euch allen eine besinnliche Weihnacht:

Worte

Worte sind wie Rettungsringe,
die dem Leben dienen;
auf den tiefen Grund der Dinge
kommst du schwer mit ihnen.

Christian Morgenstern

Herzlich Ulrich

Anonym hat gesagt…

Wenn Menschen sich einreden könnten,sie selbst seien Gott,wo bliebe da die Hoffnung einer ganzen Welt.Sehr schwierig,was Du schreibst,aber Fakt ist eins,auch wenn 80 % unserer Menschheit meinten es gäbe keinen Gott.Glaube mir,diese 80% denken an Gott,wenn es ihnen schlecht geht.So ist das Leben.Verurteilen tuhe ich eigendlich nur Menschen,die in schlimmster Not diesen Gedanken haben und den haben sie.Jeden Tag,an dem wir uns gesund aus dem Bett erheben,sollte jeder Gott dafür danken.Wenn es zu spät ist,braucht man nicht zu rufen.Er hat davor gewartet und kein Wort gehört.Mal darüber nachdenken.Nicht betteln wenn wir leiden,sondern loben und danken wenn es uns gut geht.Schöne Weihnachten.

Anonym hat gesagt…

Gott ist nie anders,Gott ist immer gleich.Gott wird sich auch nie verändern,weil er es nicht als Notwendigkeit sieht und auch nicht wollte.Die ganze Welt ruft nach ihm.Bitte sage nicht,ich nicht,würde Dir keiner glauben.
Schöne Weihnachten !

Knapp daneben ist auch vorbei hat gesagt…

Man sagt heute leicht: Die Theosophie soll den einheitlichen Wahrheitskern in allen Religionen suchen, denn alle Religionen enthalten ja ganz das gleiche. - Die Menschen, die so sagen, die die Religionen nur vergleichen, um das abstrakt Gleiche zu suchen, verstehen nichts vom Entwickelungsprinzip. Nicht umsonst entwickelt sich die Welt. Wahr ist es, in jeder Religion ist die Wahrheit enthalten, aber indem sie sich von Form zu Form entwickelt, entwickelt sie sich zu höheren Formen. Der Wahrheit nach können Sie allerdings, wenn Sie tief genug forschen wollen, das, was das Christentum an Lehren enthält, in den anderen Religionen auch finden. Neue Lehren hat das Christentum nicht gebracht. Aber das Wesentliche im Christentum liegt nicht in den Lehren. Nehmen Sie die vorchtistlichen Religionsstifter. Bei ihnen kommt es darauf an, was sie gelehrt haben. Denken Sie sich, diese Religionsstifter wären unbekannt geblieben; was sie gelehrt haben, das wäre geblieben. Damit hätte die Menschheit genug. Beim Christus Jesus aber kommt es nicht darauf an. Bei ihm kommt es darauf an, daß er da war, daß er im physischen Leibe hier auf dieser Erde gelebt hat. Nicht der Glaube an seine Lehre, sondern an seine Persönlichkeit ist das Ausschlaggebende, daß man hingeschaut hat darauf, daß er der Erstgeborene unter denen war, die da sterben können, bei dem man fragt: Würdest auch du in der Lage, in der ich mich befinde, so fühlen wie ich? Würdest auch du so denken, wie ich nun denke, so wollen, wie ich will? - Das ist das Wichtige, daß er das größte Vorbild als Persönlichkeit ist, bei dem es nicht darauf ankommt, hinzuhören auf seine Lehren, sondern darauf, ihn selbst anzuschauen, wie er es getan hat. Daher sagen die intimen Schüler des Christus Jesus etwas ganz anderes als die Schüler und Jünger anderer Religionsstifter. Diese sagen: Der Herr hat dieses, hat jenes gelehrt. Die Schüler des Christus Jesus aber sagen: Nicht ausgeklügelte Mythen etwa und Lehren sagen wir euch, sondern das sagen wir euch, was unsere Augen selbst gesehen, unsere Ohren selbst gehört haben. Wir haben die Stimme gehört, unsere Hände haben berührt den Quell des Lebens, damit wir Gemeinschaft haben mit euch. - Und Christus Jesus selber sprach: Zeugen sollt ihr mir sein in Jerusalem, in Judäa, bis ans Ende der Welt. - Damit ist etwas sehr Wichtiges gesagt: Zeugen sollt ihr mir sein bis ans Ende der Welt. Das heißt: Es werden immer solche da sein jederzeit, die ebenso wie jene in Judäa und Galiläa aus dem unmittelbaren Wissen heraus sagen können. wer Christus war im Sinne des Evangeliums.

Knapp daneben ist auch vorbei hat gesagt…

Im Sinne des Evangeliums, was bedeutet das? Nichts anderes, als daß er von Anfang an das Prinzip war, das in allem Schaffen lebte. Er sagt es: Glaubt ihr nicht an mich, so glaubt wenigstens an Moses, denn wenn ihr an Moses glaubt, so glaubt ihr an mich, denn Moses hat von mir gesprochen. - Wir haben es heute schon gesehen, von ihm hat Moses gesprochen, als er hingewiesen hat darauf: Der «Ich-bin» hat es mir gesagt - der «Ich-bin», der aber nur geistig wahrnehmbar war bis dahin. Daß der Christus sichtbar in die Erscheinung, sichtbar in die Welt getreten ist als Mensch unter Menschen, das ist es, was den Unterschied des Christus-Evangeliums ausmacht gegenüber der göttlichen Verkündigung von anderen Religionen. Denn bei diesen war alle geistige Weisheit auf etwas gerichtet, was außerhalb der Welt war. Jetzt, mit Christus Jesus, kam etwas in die Welt, was als Sinneserscheinung selbst begriffen werden sollte. Was empfanden die ersten Jünger als das Ideal ihrer Weisheit? Nicht mehr bloß zu begreifen, wie die Geister im Geisterlande leben, sondern wie das höchste Prinzip in dieser geschichtlichen Persönlichkeit des Christus Jesus hat auf Erden vorhanden sein können.

Es ist viel leichter, dieser Persönlichkeit die Gottheit abzuleugnen, als so zu empfinden. Darin besteht der Unterschied einer gewissen Lehre der ersten Zeit des Christentums von dem, was man inneres Christentum nennt, der Unterschied zwischen Gnosis und esoterischem Christentum. Die Gnosis erkennt Christus in seiner Göttlichkeit zwar an, aber sie hatte sich nie aufschwingen können bis zu der Anschauung, daß das «Wort» Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat, so wie es der Schreiber des Johannes-Evangeliums betont. Er sagt: Nicht nur als etwas, was bloß im Unsichtbaren zu begreifen ist, sollt ihr den Christus Jesus ansehen, sondern als das Wort, das Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat. Ihr sollt wissen, daß mit dieser menschlichen Persönlichkeit eine Kraft erschienen ist, die in fernste Zukunft hinein wirken wird, die die wirkliche, geistige Liebe als eine Kraft um den Erdkreis herumspinnen wird, die das wirkt und lebt in allem, das in die Zukunft hinein lebt. - Und übergibt sich der Mensch dieser Kraft, dann wächst er in die geistige Welt hinein, aus der er heruntergestiegen ist. Wieder hinaufsteigen wird er bis dahin, wohinein der Eingeweihte heute schon schauen kann. Abstreifen wird der Mensch das Sinnliche, wenn er in die geistige Welt eindringt.

Knapp daneben ist auch vorbei hat gesagt…

Wie der Schüler, der in alten Zeiten eingeweiht wurde, einen Rückblick haben konnte auf die alten, auf die vergangenen Zeiten des Geisteslebens, so erhalten diejenigen, welche im christlichen Sinne eingeweiht werden, durch die Teilnahme an den Impulsen des Christus Jesus die Fähigkeit zu sehen, was aus dieser unserer Erdenwelt wird, wenn die Menschen im Sinne des Christus-Impulses wirken. Wie man zurückblicken kann auf die früheren Zustände, so kann man, von dem Anfangspunkte der Erscheinung des Christus ausgehend, hinblicken in die fernste Zukunft. Man kann sagen: So wird das Bewußtsein sich wieder verändern, so wird der Mensch stehen im Verhältnis der geistigen zur Sinnenwelt. - Während so die frühere Einweihung eine Einweihung in die Vergangenheit, in uralte Weisheit ist, geht die christliche Einweihung dahin, dem Einzuweihenden die Zukunft zu enthüllen. Das ist das Notwendige, daß der Mensch nicht nur eingeweiht wird für seine Weisheit, für sein Gemüt, sondern daß er eingeweiht wird für seinen Willen. Denn dadurch weiß er, was er tun soll, daß er sich Ziele setzen kann für die Zukunft. Der sinnliche Alltagsmensch setzt sich Ziele für den Nachmittag, für den Abend, den Morgen. Der geistige Mensch vermag aus den geistigen Prinzipien heraus ferne Ziele sich zu setzen, die seinen Willen durchpulsen, seine Kräfte lebendig machen. So der Menschheit Ziele setzen, das heißt im wahren höchsten Sinn, im Sinn des ursprünglichen christlichen Prinzips, das Christentum esoterisch erfassen.

Anonym hat gesagt…

In der schlimmsten Situation Deines Lebens denkst auch Du an Gott,bitte glaube mir,denn was hast noch,nichts,nur Deine Hoffnung.Du denkst noch an mich,irgendwann!100%,weil ich Recht hatte.

Anonym hat gesagt…

in irgendeiner Situation wirst Du ihn rufen,ich weiß das,Du bist auch nur ein Mensch.Wass willst Du?

Thomas hat gesagt…

Lieber Ulrich!

Gedanken -
Sind wie Vögel

Sie fliegen
Zum Himmel

Sie fliegen
Zur Erde

Ich
Fliege mit

Frei!

Johannes hat gesagt…

"Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott und ein Gott war das Wort.
Dieses war im Urbeginne bei Gott.
Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden.
In diesem war das leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen.
Es ward ein Mensch; gesandt war er von Gott, mit seinem Namen Johannes.
Dieser kam zum Zeugnis, auf dass er Zeugnis ablege von dem Lichte, und dass durch ihn alle glauben sollten.
Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes.
Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.
Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt.
In die einzelnen Menschen kam es (bis zu den Ich-Menschen kam es); aber die einzelnen Menschen (die Ich-Menschen) nahmen es nicht auf.
Die es aber aufnahmen, die konnten sich durch es als Gottes Kinder offenbaren.
Die seinem Namen vertrauten, sind nicht aus Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, und nicht aus menschlichem Willen, sondern aus Gott geworden.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnet, und wir haben seine Lehre gehöret, die Lehre von dem einigen Sohn des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit.
Johannes leget Zeugnis von ihm ab und verkündet deutlich: Dieser war es, von dem ich sage: Nach mir wird derjenige kommen, der vor mir gewesen ist. Denn er ist mein Vorgänger.
Denn aus dessen Fülle haben wir alle genommen Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben, die Gnade und die Wahrheit aber ist durch Jesus Christus entstanden.
Gott hat niemand bisher mit Augen geschaut. Der eingeborene Sohn, welcher im Inneren des Weltenvaters war, er ist der Führer in diesem Schauen geworden." (1,1-18)

Frohe Weihnachten

(Rudolf Steiner, "Das Johannes-Evangelium")

Anonym hat gesagt…

Lieber Thomas,

Gedanken -
Sind wie Vögel

Sie fliegen....

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Herzlich Ulrich

Belinda hat gesagt…

Lieber „Seid endlich mal still jetzt“,


…………“Meint ihr wirklich, es gibt etwas tieferes, klareres, reineres, zeitgemäßeres als Anthroposophie? Wie kann man nur so verblendet sein“………

jaaaaaa, aus meiner Seele gefragt…

Einerseits stelle ich mir die obige Frage auch immer wieder, andererseits war ich auch sieben Jahre lang von der „hellleuchtenden“ Eso-Szene (habe auch verschiedene Erleuchteten kennengelernt) verblendet bis ich der Anthroposophie begegnete und sie erkannte…
Jemand sagte zu mir dass Anthroposophie nur aus der Freiheit heraus ergriffen werden kann, d.h. dass nur ein innerlich freier Mensch sie ergreifen kann…

Vielleicht braucht jeder seine eigene Verblendung um den Unterschied kennen zu lernen und wenn man Glück hat (so wie Ich damals) wird man von Luzifer fallengelassen und von Engel aufgefangen und auf den richtigen Weg gebracht.

Herzlichst Belinda

Belinda hat gesagt…

Lieber Anonym, von 23.12.09 22:58

….“Jeden Tag, an dem wir uns gesund aus dem Bett erheben, sollte jeder Gott dafür danken“……. ….“Schöne Weihnachten“…..

Ja, genau! Ich tat es und tue es (auch als ich noch keinen Grund hatte)…

Ich wünsche Dir (Ihnen) auch schöne Weihnachten

Herzlichst Belinda :):)

Ursula die Schreckliche hat gesagt…

"vielleicht kommen SIE SELBST dann nochmal in eine ENTWICKLUNG herein"

*ROTFL*
Das ist so unglaublich blöd - ich kann nicht mehr.

Ursula die Schreckliche hat gesagt…

"Diesen festen Boden suche ich durch die "Philosophie der Freiheit" zu finden"

Ja, man merkt's.
Versuchen Sie es mal mit Auftreten.

Anonym hat gesagt…

So sehr viele Menschen spechen,ich glaube nicht an Gott.Sind sie jedoch in der schlimmsten Situation ihres Lebens,rufen sie ihn.Wenn die Gesellschaft schon so schlecht mit uns ist,sollten wir doch bitte ehrlich mit uns selbst sein.Einfach nur ehrlich,weil wir doch bitte ein gutes Herz in uns tragen.

Warnung vor gottlosen Irrlehrern hat gesagt…

Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen. Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

Ich will euch aber, obwohl ihr alles wißt, erinnern, daß der Herr, nachdem er das Volk einmal aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum zweitenmal die vertilgte, die nicht geglaubt haben; und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln in Finsternis verwahrt, wie [auch] Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden. Ebenso aber beflecken auch diese als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie, Herrlichkeiten aber lästern sie. Michael aber, der Erzengel, wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen; alles, was sie aber von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich. Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch Korahs sind sie umgekommen. Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen, indem sie ohne Furcht Festessen mit [euch] halten und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. Es hat aber auch Henoch, der siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt: `Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Tausenden, Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten [Worten], die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben. Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen.

Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte! Denn sie sagten euch, daß am Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren Begierden der Gottlosigkeit wandeln. Diese sind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte [Menschen], die den Geist nicht haben. Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben. Und erbarmt euch der einen, die zweifeln, rettet sie, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, der anderen aber erbarmt euch mit Furcht, indem ihr sogar das vom Fleisch befleckte Kleid haßt.

Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Frohlocken hinzustellen vermag, dem alleinigen Gott, unserem Heiland durch Jesus Christus, unseren Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Gewalt und Macht vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

AUI hat gesagt…

An sich war es hier doch ein Artikel zum Thema Gott. Natürlich kann man eine Menge sagen. Das Thema Leibeshüllen z.B. und anderes hat Sebastian doch an anderer Stelle bearbeitet. Seit einigen jahren lese ich jetzt über ihn und von ihm. Ich verstehe die Kritik nicht. In Sebastians Kosmos ist alles drin. Auch auf redliche Weise, nur nicht auf die immer gleiche Art, die man von manchen Anthroposophen liest. Auch die mag ich übrigens gern. Bewege ich mich allerdings nur in Klassiker-Kreisen, kann es passieren dass ich eine Sehnsucht entwickle zur normalen New Age Szene mit ihren Lebensweisheiten, und sogar dem Konsum-Shopping. Einfach, weil einem das auch fehlen kann. Hätte ich aber nur das, würde ich immer wieder gern eine ernste Auseinandersetzung bevorzugen... Entweder-oder gibt es hier nicht. Die Aufregung verstehe ich nicht, wirklich. Es gibt auch Lebenslagen, da kann man nicht so diesen völlig in sich zurückgezogenen Extremanthro-Stil leben, einfach weil man als Mensch unter anderen Menschen steht. Ich traue das nach wie vor den Gronbach-Leuten mehr zu als den anderen, warum, sieht man ja sehr gut, wenn man den Thread verfolgt.

AUI hat gesagt…

Bisschen sehr oft kommt das Thema Sexualität dran. Da fühle ich mich immer ausgeschlossen, als ob ich mit dem eigenen Schicksal nicht zufrieden sein dürfte.