Samstag, 19. Dezember 2009

Herzwerk

Ich habe ein Herz das schlug, bevor meine Eltern geboren wurden. Dieses Herz schlug bereits vor 100 Jahren, vor 10000000 Jahren...und davor. Dieses Herz ist EINS mit Deinem Herz, welches schlug, bevor Deine Eltern geboren wurden und vor 100 Jahren und vor 10000000 Jahren und...Vielleicht sollten wir statt vom Urnkall, lieber von einem andauernden Herzwerk sprechen...

Wir sind in diesen Tagen eingeladen, das Herzwerk auch im Gerinsten zu erleben. Wir sind eingeladen, uns der einfachen Tatsache bewusst zu werden, dass wir niemals, niemals von diesem einen Herz getrennt sein können. Wir können es nicht! Selbst im Tod nicht. Auch nicht in diesem Augenblick. Was das für Dich bedeutet, das hängt von Deiner Entwicklung & Deiner Integrität ab.

Es ist ein Herzwerk...Es schläft im Stein, es wächst in der Pflanze, es fühlt im Tier und es erkennt seine eigenen Rythmus in Dir. Es ist ein Herzwerk.

Kommentare:

Backwerk hat gesagt…

meine Antwort auf Herzwerk!

starsign

Thomas hat gesagt…

Nene,

ich antworte Ihnen hier auf einen Kommentar zum letzten post. Es hat sich ergeben, dass mein Kommentar auch zum neuesten post von Herrn Gronbach passt.

Ich mache mich nicht lustig darüber, was hier geschrieben wird. Dafür ist mir die Sache viel zu ernst.
Ich versuche nur zu zeigen, was für ver-rückte, inhaltlose, hohle Gedanken hier am Werk sind.

Es gibt bei dem von Herrn Gronbach Beschreibenen keinen Kern. Da ist einfach NICHTS. Das ist der Kern.

EINFACH Nichts. Und es ist da auch nicht ein Nichts, das Alles ist.

Auch seine neueste Schöpfung, das "Herzwerk", ist doch auch wieder nichts als nur eine bunte Seifenblase.
Seine JüngerInnen sehen die schönen schillernden Farben, die Leichtigkeit mit der sie dahin schwebt. Die Freude, die sie erzeugt.
Sie erkennen nicht, wollen nicht erkennen, dass NICHTS mehr davon da ist, wenn die Seifenblase zerplatzt. NICHTS als ein gewesener schöner Schein, den man festhalten will. An dem man sich festhalten will.

Die Seifenblase darf nicht zerplatzen - weil man Angst hat vor der Wahrheit. Weil man meint, selbst zu zerplatzen mit ihr.
Und so wird die Seifenblase EINFACH zur spirituellen Erscheinung gemacht und es wird ihr ein Ewigkeitswert beigemessen.

BURGHARD hat gesagt…

Mit „Herzwerk“ ist erinnert
an „Kraftwerk Freiheit“
Se.Gro. 1o.11. o9
Mit Kraftwerk an Schiller.
Mit Schiller an das Spielen.

Wer will, spielt jetzt ein Spiel.

Ja, ich weiß, keine Zeit,
in der Glotze läuft,
Deutschland sucht einen
unbewohnten Stern.

Trotzdem, alle Sterne tragen
den Namen Nase. Alle Sterne
tragen eine Nase im Gesicht,
mehr nicht.

Jeder Mitspieler trägt so den
Namen Nase, wie jeder Stern
ihn trägt. Das Spiel spielt man
zu zweit.

Verbindet die Augen,
stopft die Ohren,
verschließt den Mund.

Das Spiel besteht darin,
Nase an die Nase zu fassen.


Nun, jene Nase, die Nase an
die Nase fasst, die ist Spielmacher.

Das Spiel, es geht zu Ende
bevor es anfängt. Wie das?
Es gibt ein Puppenspiel,
Kasperltheater.

Der Kasperl, der ist ein Spielverderber.
Warum? Der fasst sich immer
selber an die Nase.

Und, wenige Augenblicke später,
da kommt als Durchsage:

„Die Flughöhe ist 8ooo Meter.
Die Sicht ist klar.“

Er überzeugt sich mit einem Blick
aus dem Fenster.

Wie soll ich das verneinende
Nicken seines Kopfes
hier zur Sprache bringen?

Die Ansage, sie stimmt. Die Sicht
ist klar. Umso klarer wird ihm dabei,
bei aller Reichweite, alles wird
undeutlicher.

Es geht mehr und mehr in die
Höhe. Je höher, je undeutlicher
wird Alles.

Und höher und höher,
hoch bis in die unendliche
Undeutlichkeit.

Hoch bis dort, wo, ohne Ort,
Nichts Alles ist, das zu deuten bleibt.

Zu deuten bleibt mit Worten,
nun durch Worte ohne Orte.

Dort ist der Ort aller Orte,
der letzte Ort für Worte ohne Orte.

Der letzte Ort für das letzte Wort.

Letztes Wort wird einziges Wort.

Einziges Wort wird dort erstes
und letztes Wort zugleich. Ich.

Ich, der Heimatort aller Worte.

Der Ort, der Kasper in sich trägt,
ein Kasper, der durch Worte Orte trägt.

Anhang:

Kasper ist eine Gestalt aus
dem Morgenland und bedeutet Kaspar.
Das wiederum bedeutet,
„Der Schatzmeister.“
Das wiederum bedeutet,
„Kern.“

R. Steiner zu Schiller:
Einer seiner Kernsprüche ist:
Nur durch das Morgenrot
des Schönen dringt der
Mensch in der Erkenntnis Land.
So wird aus Schillers Weltbetrachtung
heraus der Kunst eine hohe
erzieherische Mission im
Evolutionsgange der Menschheit
zugeteilt. Man kann sagen:
Was Schiller hier darstellt,
ist die ästhetisch-künstlerisch
gewordene Mystik der älteren
Zeit des deutschen Geisteslebens.
R. Steiner, 4. Juni 1906

Kerstin Zahariev hat gesagt…

"...dass NICHTS mehr davon da ist, wenn die Seifenblase zerplatzt. NICHTS als ein gewesener schöner Schein,..."



Genau darum geht es.

Update hat gesagt…

Armseelig sind die seeligen Armen, die arm und selig sind. Fliehe die Armen und suche die Seeligen und wenn du Uns gefunden hast umarme Dich als die Seelige Armut. Dann wirst du in ewiger Umarmseligkeit verarmt im See des Post-Umarmtseins daherseelen.

Armen

Merci, Sebastian. Bleib wie Du bist - nur immer besser ;-)

Herzwerk ein Buch von Jelle van der Meulen hat gesagt…

ich glaube, es könnte doch auch das gemeint sein..

In diesem Buch fügt der Autor mehrere sehr persönliche Reportagen zu einem Mosaik verschiedenster Erlebnisse zusammen, die aufzeigen, wie die Liebe überwinden kann, was die Menschen voneinander trennt. Erst wenn man mit dem Herzen an allem so teilnimmt, dass man sich verwandeln lässt, kann die Begegnung mit dem anderen Menschen zur Begegnung mit dem Christus werden. aus amazon..


ich kenne es aber noch nicht..
Gute NACHT!

Janet hat gesagt…

Jetzt habe ich doch gleich ein Fusswaschangebot bekommen..sollte ich wohl mal nicht ausschlagenn...ic kommeeeee unglaublich das Leben!

Thomas hat gesagt…

@ Burghard (und andere)

"Einziges Wort wird dort erstes
und letztes Wort zugleich. Ich."

Das erste und das letzte Wort ist.
Aber in der Mitte entsteht etwas Neues, das BLEIBT.


"Weihe-Nacht-Stimmung

Ich fühle wie entzaubert
Das Geisteskind im Seelenschoß;
Es hat in Herzenshelligkeit
Gezeugt das heilige Weltenwort
Der Hoffnung Himmelsfrucht,
Die jubelnd wächst in Weltenfernen
Aus meines Wesens Gottesgrund."

(Der Spruch für Weihnachten aus dem Seelenkalender)


Den Inhalt der Worte kann man mit dem Verstand aufnehmen und verstandesmäßig erfassen. Anderes wird sich einstellen, wenn der Inhalt entsprechend erfasst ist. Nach meinem Verständnis kann man den Inhalt folgendermaßen verstehen:


Ich bin es, der das Kind des Geistes in seinem eigenen Seelenschoße fühlt.
Wie ENTzaubert.

In der Helligkeit MEINES Herzens hat das WeltenWORT die Himmelsfrucht der Hoffnung GEZEUGT.

Die WÄCHST jubelnd aus dem GottesGRUND, aus dem MEIN Wesen ist. In WeltenFERNEN wächst sie.



Das kann man nicht in ein NICHTS, in ein ALLEINS zwängen, das immer schon war, ist und sein wird.

In dem "ALLEINS", das sich auch entwickelt, entsteht in Freiheit etwas Neues, Eigenständiges, etwas, das nicht war, etwas, das wachsen kann und sich entwickeln kann - der freie Mensch - anstelle (des bleibenden) Gottes.

Der Hoffnung Himmelsfrucht ...


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen anderen

Frohe Weihnachten

manroe hat gesagt…

Lieber Thomas,

vielen Dank für Deine Worte und auch Dir einen erleuchtenden 4. Advent.

Uns ist ein Kind geboren und es ist NICHT dazu da, sogleich tötend vereinheitlicht zu werden.

Wirklich schade, dass es diesen Ausspruch gibt: "Da scheiden sich die Geister". Das habe ich immer mit am Schmerzlichsten empfunden, das konnte ich mir einfach nicht wirklich vorstellen. Wer davon wohl gut hat?

manroe hat gesagt…

19.12.09 23:34
Es gibt nichts was Du tun must hat gesagt... (gestern im vorigen blog)

"Gib alles auf, was nicht wahr ist. Schau immer wieder auf den Schrotthaufen der Unwahrheiten. Solange dort nicht jemand liegt, der Du bist, solange hast Du noch eine Aufgabe.

Es gibt nichts was Du tun must."

Prägnanter kann man die Arbeit an seiner egoistischen Hülle nicht formulieren.

JANET hat gesagt…

Ich hab ein Bild vor meinem Auge, dass aus Jedem, der dir begegnet die geistige Sonne entgegenstrahlen kann.. In jedem könnte man das EINE Licht finden.
Es hat nicht mit Vereinheitlichung und Gleichmachung zu tun was die Buntheit betrifft und die Menschheit die unsere Welt ausmacht sondern das Innere Licht, das ist ein und das Selbe!

Es war mal ein Mensch, der machte sich auf die Suche dieses EINE Licht in den Menschen zu finden.. In jedem Lebewesen fand dieser Mensch ein Licht aber nie dieses EINE Licht. Und weil dieser Mensch es doch so schön in Erinnerung hatte und wusste, dass es doch in einem Menschen diese EINE Licht gibt, wurde der Mensch nicht müde weiter zu suchen.. und fand so viele schöne Lichter, das er am Ende merkte das sie ja alle zusammen das EINE Licht sind. Der Mensch wart ab sofort nicht mehr traurig.. aber ab und zu leuchtet wieder ein Mensch mehr als der andere und der Mensch hat wieder die Ahnung, dass es doch wahr sein könnte das EINE Licht in EINEM Menschen zu finden.

ein kleines Märchen der Schwester J.

manroe hat gesagt…

Ken Wilber hat gesagt...19.12.09 20:46

"Fliehe die Vielen und suche das Eine, hast Du es gefunden, dann umarme die Vielen ALS das Eine.“

Merci, Sebastian. Bleib wie Du bist - nur immer besser ;-)

Fliehe die Vielen?!?

Wenn ich die Vielen geflohen habe, um sie nach dem Finden des Einen wieder als solche zu umarmen, dann vergewaltige ich sie mit meinen Errungenschaften.

Ich würde die Vielen aufsuchen, um sie erreichen zu können und mich mit ihnen darüber zu freuen, wenn sie was mit Licht anfangen können.

Natürlich verstehe ich auch, dass Wilber wohl meint, oder der Übersetzer, dass man die Flut dessen, was in einem so alles rumtobt, zur Ruhe bringt - aber flieht?? - damit man das einheitliche Feld findet, um von selbigem aus die anderen beschenken zu können, aber niemals als sie ALS das Eine zu vergewaltigen.
---

Ich bin kein Gott, ich werde Mensch, ich bemühe mich darum.

manroe hat gesagt…

Liebe Janet,

"...dass es doch in einem Menschen diese EINE Licht gibt,..."

Ja, sehe ich auch so.

"...das er am Ende merkte das sie ja alle zusammen das EINE Licht sind...."

nicht sind, sondern haben. Siehst Du den Unterschied? Kannst Du damit etwas anfangen?

Alle Menschen HABEN einen Leib, aber sie SIND nicht dieser Leib.

Das Wesen einer Vielfalt macht doch nur wirklich dann Sinn, wenn man das Gleiche zwar in sich trägt, sich aber dennoch unterscheidet von den Trägern des Einheitlichen. Alles andere ist doch absurd.

JANET hat gesagt…

Lieber Amnfred,

haben und sind, ist schon ein gewaltiger Unterschied.. bei Haben tuts mir gewaltig weh, bei Sein fühl ich mich wohl.. Wie ist es bei dir? Was hast Du auf der Haben-Seite der Jahrebilanzabrechnung?

Tut mir Leid, ich empfinde das so?
Du sollst das Licht haben..oder du wirst das Licht sein? Was klingt denn in deinen Ohren..

JANET hat gesagt…

ups, dein Name ist entstellt..

Anonym hat gesagt…

so schnell kanns passieren...

manroe hat gesagt…

Janet, was sagt denn Dein Wahrheitsempfinden?

BURGHARD hat gesagt…

Lieber Thomas,

Aus meiner Erfahrung ist es allein dann statthaft, R. Steiner zu zitieren, geht es darum, R.St. zu verstehen.

Verstand ist nicht dafür da, dass ein Verstandesträger Steiner versteht, sondern dafür, zu erfassen, wie Steiner sich selbst versteht.

“Ich“ findet Deine Zustimmung.

Falls „Ich“, dem Wesen nach, weder frei tätig, noch durch sich Selbst erzeugt ist, sondern stets „erlitten“ wird, dann wäre Freiheit eine Illusion.

Aber,"Ich" ist stehts dort, "wo" es, aus Freiheit, in Freiheit, zur Freiheit, um Freiheit geht.

Nene hat gesagt…

@janet
herzwerk ist ein wunderbares Buch, das ich verschlungen habe.
:))

JANET hat gesagt…

@Nene aha..na dann. ;o) Wäre es eine Schande wegen dem Inhalt, wenn ich dich fragen würde, ob du es mir zum Lesen ausleihst.. Jetzt ist die Frage was KLimatechnisch besser wäre..

99 Luftballons hat gesagt…

Thomas,
glaubst du denn, alles, was du für wahr hälst, wäre etwas anderes, als eine Seifenblase? Es ist immer NICHTS. Wenn du erwachst, siehst du, dass alles nur Seifenblasen waren und dass die Wirklichkeit so ungeheuer unvorstellbar anders und einfach ist.
Und wenn du stirbst, bevor du erwachst, was bleibt, Thomas, was bleibt?
Verwirf das Wissen sagt Lao Tse
das habe ich schon lange unterschrieben.
Nene

Nene hat gesagt…

Janet, ich leihe es dir gerne aus, habs grad letzte Woche wieder zurückbekommen, aber ich hab deine Adresse verloren, sorry schreib mir mal ne mail.

Anonym hat gesagt…

...toll, was du alles weißt, nene...

Nene hat gesagt…

tja, Anonymus
ich weiss eigentlich nix, ausser vielleicht, dass du ein ganz ironischer bist.
da ist das Leben doch gleich ein bißchen würziger. Eine Prise Ironie hier, ein Hauch Zynismus da, fein verrühren und mit einem kleinen Schluck Sarkasmus abgeschmeckt.
voila, ein wunderbares Dessert für die, die schon so sehr im Nichtsein sind, dass sogar der Name nicht mehr ist.
Namaste