Freitag, 18. Dezember 2009

Wer liest diesen Text?

Wenn wir etwas fühlen, denken, oder aussprechen, dann stellen wir uns oft die entscheidende Frage nicht: „WER fühlt, denkt und spricht da?“ Die spirituelle Persönlichkeitsbildung unterschiedet sich von der herkömmlichen Persönlichkeitsbildung darin, dass Spiritualität immer dies fragt: „Wer HAT denn diese Persönlichkeit? WER ist der, der sie bildet?“ Sobald man das Ohr nach innen richtet, hört man einen Chor von Stimmen. Wer sind diese Stimmen? Wer hört den Chor?

Es gibt viele Stimmen aber auch viele Ohren in uns. Unterschiedlichste Absender-Stimmen und Adress-Ohren. Das sind alles unsere Teil-Selbste: Der Beschützer, der Skeptiker, das Opfer, das Verlangen, der Kritiker, das verletzte Kind, der Clown, die Angst, die Sicherheit, die Helferin.....zahlreiche andere innere Stimmen und Ohren.

Sind wir uns dessen nicht bewusst, dann gerät alles durcheinander. Stell Dir einmal dieses seltsame Szenario vor: Gott würde in seinem zeitlos-formlosen So-Sein zu Dir sprechen. Ihre universelle Stimme tönte zu Dir und Dir wäre nicht bewusst, dass Du das universell Göttliche mit dem Ohr des Skeptikers hörst.

Was für ein Drama würde das geben. Solche Dramen erleben wir alle. Um diese Dramen zu einer glücklichen Wendung zu führen, gibt es verschiedene Methoden. Allen Methoden ist eines gemeinsam: Sie sollen uns dabei helfen, die verschiedenen Adressen und Absender in uns identifizieren.

Das Bewusstsein für den Absender und den Empfänger, macht uns transparenter für das zeitlos-formlose Geheimnis, welches hinter allen Adressen, Absendern und hinter dem Kosmos auf uns wartet. "Hinter dem Kosmos", das ist ein anderes Wort für Deine eigene Mitte. Deine eigene Mitte, ist jenseits der Sehnsucht.
MITTE
Rudolf Steiner griff den Gedanken der Teil-Selbste, der Absender und Empfänger auf: Er zeigt, in der würdigen Sprache der Engels-Mythologie, wie wir uns selber zu transparenten Wesen machen können.
WESEN
Wir hören dann (in dieser mythologischen Sprache der Engel), wie aus den „Archangeloi“ das Denken spricht, aus den „Archai“ die Erinnerung oder, dass die "Seraphine" aus der Gegenwart reden. „Kyriotetes“ und „Exusiai“ sprechen bei Steiner unmittelbar als Gefühls-, und als Seelesprache.

Die Stimme der „Angst“, die jede Herzbewegung auf ein mechanisches Rattern reduziert, spricht im Kontext der Anthroposophie im kühl-maskulinen „Ahriman“. Die feurigen Regungen des „Verlangens“, sprechen in den Texten Steiners aus dem hitzig-femininen „Luzifer“.
Heilung
In einem anderen spirituellen Kontext, nennt man diese Methode "Big Mind - Big Heart Prozess" oder auch "Voice Dialog". Es sind Wege zur inneren Heilung und Befreiung.
Heilung
In meinem eigenen Heilungsprozess, gab es zwei Sätze, die den Schlüssel zur Selbstheilung bildeten:

1. Alle Stimmen haben ein Recht zu sprechen – ich bin alle diese Stimmen. 2. Ich bin das Bewusstsein selbst, in dem diese Stimmen sprechen – ich gehe über alle Stimmen hinaus.

Und daraus ergibt sich etwas Drittes - eigentlich ein Wunder, das immer gegenwärtig ist: Dasjenige, was über alle meine Stimmen hinaus geht, vereint sich mit dem, was über Deine Stimmen hinausgeht. Dort, jenseits der Stimmen, jenseits von falsch und richtig, dort ist der Ort, den wir nie verließen.

Stille.

Wenn wir – wie in der MATRIX-Meditation – den inneren Telefonhörer auflegen, dann erleben wir eine Welt ohne Stimmen. Eine Welt ohne Absender und ohne Adressen. Eine Welt ohne Regeln, ohne Kontrolle und ohne Grenzen. Eine Welt ohne Angst. Eine Welt, in der alles möglich ist.

Die letzten Tage haben mir wierder gezeigt, wie bedeutsam es ist, dass wir uns mit wachsamer Liebe den unterschiedlichen Stimmen in uns zuwenden und die Instanz stärken, die keiner Stärke bedarf. Ich habe die Hoffnung, dass wir das gemeinsam schaffen.

Das Ende dieses Textes, ist einer Erinnerung meiner Kindheit gewidmet: Jedes Jahr, seit ich sechs Jahre alt war, saß ich in dem Weihnachts-Theaterstück, welches im anthroposophischen Kontext gerne aufgeführt wird. Heute wie damals, sah und hörte ich alles auch als Kritiker.

Doch es gab eine Stelle in diesem Stück, da öffnete ich mein Herz so sehr, wie es nur einmal im Jahr ging. Es war dieser Moment, wenn der Engel zur Maria die Worte spricht, mit denen ich Euch einen schönen Tag wünsche:
„Denn bei Gott, sind alle Dinge möglich.“

Kommentare:

BURGHARD hat gesagt…

SELBSTBILDNIS

Grundierung:

Ein Selbstbildnis ist ein Gebilde,
dessen Bildner selbst,
nicht Bild wird.


Bildner ist das Selbst,
dass,
von einem Bildträger
getragen,
Selbstbildnis wird.


Einerseits ist es,
von Anbeginn an,
ein sich selbst
Tragendes.
Andererseits bedarf
es eines Bildträgers.

Das Tun von Trägern ist,
sie übertragen.

Aus Sprache,
jenseits jeglichen Bildes,
entspringt Bildsprache,
indem die Sprache
einem Träger
Mitsprache zuträgt.
Hier,einer „Leinwand“


Leinwand wird Bildträger.
Bis hier Geschriebenes ist
deren Grundierung.

Ein paar Schritte zurück,
in einen anderen
Augenblick.

Getragen sich selbst
erschaffen?
Das ist hier die Frage.

Ich übertrage nun die Frage
auf die grundierte Leinwand.

Bei Bedarf folgt der
Farbauftrag.

Helge hat gesagt…

Wieso müssen denn immer die anderen ausgelöscht werden und der EINE überbleiben? Das ist doch ne langweilige Einbahnstraße.
Es geht auch umgekehrt.
EINER für ALLE und ALLE für EINEN. Oder die Einheit in der Vielheit und die Vielheit in der Einheit.

Anonym hat gesagt…

fragt wer, Helge?

Thomas hat gesagt…

"Es gibt — im Gegensatz zu Dir — Andere, aber sowohl Du, als auch alle Anderen erscheinen in dem Bewusstsein, welches diese Seite liest, und das Bewusstsein, dieses Selbst, kennt keine Anderen, weil alle Anderen in ihm erscheinen. Eines ohne ein Zweites ist dasjenige, was diese Seite liest. Es gibt nichts außerhalb dieses EINEN."

Das EINE liest diese Seite durch ALLE Anderen. Die Anderen sind nur die Augen des EINEN.

Die Anderen gibt es NICHT.

Es gibt nur das EINE.



"Erkennst Du, zutiefst, zutiefst, zutiefst, dass derjenige, der diese Seite liest, auch derjenige ist, der sie geschrieben hat?"


Das ALLEINS hat diese Seite durch Sebastian geschrieben.
Das ALLEINS hat diese Seite durch Thomas gelesen.
Das ALLEINS hat diese Seite durch Robert kommentiert.
Das ALLEINS hat sich durch Otto über diese Seite geärgert.
Das ALLEINS hat sich durch Aline über diesen Text gefreut.
Das ALLEINS ...

ES GIBT NICHTS AUßERHALB DIESES EINEN. - Sagt Herr Gott Gronbach.

Anonym hat gesagt…

Ja - und? Sehen sie das anders?

Nene hat gesagt…

du machst dich zwar lustig darüber Thomas, aber es stimmt, wenn man es auf seinen kern reduziert.

Der stille Beobachter hat gesagt…

Ich meinen hier haben wir einen deutlichen Ansatzpunkt, zu erkennen, dass Herr Gronbach von etwas ganz anderem Spricht, als das, was in dr Anthroposophie gemeint ist.

"Sobald man das Ohr nach innen richtet, hört man einen Chor von Stimmen. Wer sind diese Stimmen? Wer hört den Chor?"

Herr Gronbach versenkt sich also meditativ und nimmt Stimmen wahr in seiner Seele. Und die vermischt er mit astralen stimmungen und hält sie für Engel, oder Geistwesen. es gibt zahlreiche Anthroposophen, die durch "Meditation" glauben Stimmen wahrzunehmen, oder KArmische Geschichten oder so.

Diese Wege halte ich für sehr gefährlich, sie enden möglicherweise bei tragischen Figuren wie Keymeier. Besonders halte ich alle Personen für hochgefährdet, die meinen ihre Erlebnisse in diesem bereich veröffentlichen oder zu müssen.

Die wahren Spirituellen Lehrer besonders in der Anthroposophie vermögen es die Engel im sozialen real erlebbar zu machen. Der Weg, sie wahrzunehmen ist grundlegend anders als das was hier so lapidar beschrieben wird. Wenn wahre spirituelle Lehrer die geistige Welt transparent werden lassen, sprechen sie darüber kein Wort. Sie tun es. Und wer so weit ist, es zu erkennen, der erkennt es.

Spiritualität ist eine sehr strenge, ernste Sache (Michael), bevor sie zu einem stillen Jubel wird. Ein entglittener Gedake, ein unbeherrschtes Bild, ein Fleck im Seelenkleid kann die Geistwelt verscheuchen.

Die Spiritualität, die hier beschrieben wird, hat meiner Erfahrung nach rein gar nichts mit wahrer Geisterkenntnis zu tun. Es scheint auch so, als wenn Herr Gronbach zu keiner selbstkritischen Beobachtung mehr in der Lage ist.

Bitte prüfen Sie vor ihren tiefsten Gewissen, ob der Weg, der hier gewiesen wird, sie in die richtige Richtung voran bringt.

JANET hat gesagt…

ich sag jetzt nicht "Ich".. naja schon passiert und schon parr mal mehr gesagt als geschrieben.

je mehr man sich aber in dieses Bewusstsein reinsteigert um so mehr fühlt man sich All-Ein. Man denkt dann, der andere ist nicht real.. nur ein Bild, nur Illusion wie ich selbst, wenn ich in den Spiegel schaue.. Das ist dann ganz schön erschreckend, diesen Zustand möchte ich nicht auf Dauer.

In diesem Zustand hab ich gelacht wenn es was zum Freuen gab, geweint, wenn mir zum heulen war..geheult weil ich dieses All-Ein dann nicht mehr ertragen habe. Es ist Hölle und Himmel...und worüber ich mich feue, ist ja nicht wirklich. Mir wird etwas vors Auge geschoben zum Freuen und dann wieder dieses Bewusstsein All-Ein zu sein und es macht mich dann so einsam, dass ich unendlich traurig werde..gepaart mit Angst, lebe ich überhaupt und ich kneife mir ins Fleisch und ich spüre nichts und ich suche wieder nach Freude und es ist wieder da im selben Augenblick..Freude und Leid so eng zusammen.
Ist es das, was den Satz meint.. ich weis nicht ob ich lachen oder weinen soll?

Sprach da jetzt durch mich ein Clown oder ein Kind, eine Helferin oder was .. oder war das einfach ICH? Dann ist das ICH doch ganz schön traurig...

Wer liest diesen Text?

JANET hat gesagt…

Lieber stiller Beobachter..davon kannst Du ausgehen, dass ich nicht blind vorgetrampelte Wege hinterherrenne. Es ist immer ein nachfühlen ob sich etwas richtig oder falsch anfühlt.

JANET hat gesagt…

Wer liesst diesen Text?

nicht Ich? einLeser..

irre, Mensch!

JANET hat gesagt…

und in Selbstgespräche führen bin ich auch ganz gut..

manroe hat gesagt…

@Sebastian

"Gott würde in seinem zeitlos-formlosen So-Sein zu Dir sprechen. Ihre universelle Stimme tönte zu Dir" --- Ja, was denn nun???

Wenn Du hier immer vom Alleins sprichst, ist es allein schon in einem solchen Sinne vollkommen absurd GOTT jetzt als "sie" anzusprechen.

Weiterhin MUSS ein Schöpfer absolut unidentifiziert sein, um überhaupt nur ansatzweise auf die "Ebene" freien Schöpfertums gelangen zu können.

"Er" kann also demnach weder ein "Er" noch eine "Sie" sein!! Wenn Du dann dennoch hier partout eine geschlechtliche Variante installieren möchtest, um dadurch etwas zum Ausdruck zu bringen, bastelst Du an einem "Weltbild", das vielleicht als postmodern zu bezeichnen wäre, aber was soll das, wenn es um Wahrheit geht??!!

Und wenn es um SCHÖPFER-ISCH geht, was bei GOTT ja zutreffen sollte, dann sollte man auch "isch" und "ung" auseinander halten.

"isch" ist er selbst, unmanifestiert und "ung" sind seine Werke, manifestiert. Und wenn wir auf die oder DAS "ung" schauen, dann mag Gott, also sein Werk, weiblich sein, wenn man es dann partout so möchte, um an alte, my(s)tische Geschichten anzuknüpfen.

Aber was soll das??

Manfred

manroe hat gesagt…

"Es gibt — im Gegensatz zu Dir — Andere, aber sowohl Du, als auch alle Anderen erscheinen in dem Bewusstsein, welches diese Seite liest, und das Bewusstsein, dieses Selbst, kennt keine Anderen, weil alle Anderen in ihm erscheinen. Eines ohne ein Zweites ist dasjenige, was diese Seite liest. Es gibt nichts außerhalb dieses EINEN."

Die letzten beiden Sätze erlebe ich als ungenau beschrieben, lieber Sebastian.

"Eines ohne ein Zweites ist dasjenige, was diese Seite liest."

Aber dies tut es IN einem(er) "Hülle" oder Persönlichkeit. Und dieses in einer solchen "Hülle" agierende Wesen greift zu auf jenen Bereich, den Du hier beschreibst, kreativiert vermittels oder aus diesem, jenen Bereich!! Und genau dadurch wird es sogenannt individualisiert. Die "Grundsubstanz", der "Pool" aus dem man schöpft, ist so, so sehe ich das auch, "the same". Es muss!! doch agierende Wesen geben, sonst läuft "das" nicht! Wie denn??

"Es gibt nichts ausserhalb dieses EINEN".

DOCH!! UNS!! und WIR greifen zu (sollten zugreifen lernen) auf das EINE!! Da wird ein Schuh draus.

Selbst GOTT, also der richtige, hat sein Tun herausgesetzt und erscheint uns als sogenannte Schöpf-ung. Man MUSS doch diese beiden "Reiche" auseinanderhalten.

All die ganzen Tassen - z.B. - die wir geschaffen haben entspringen der gleichen Substanz, Ton, aber die TASSEN sind doch dennoch Tassen! Und die unterscheiden sich doch erheblich, zumindest in ihrer Unterschiedlichkeit, um dessentwillen wir in den Matsch des Tones gegriffen haben.

Frans Neugebauer hat gesagt…

Ich falle zutiefst in die Tiefe Ihres Textes. Ich bewege mich ganz hingebungsvoll in den Windungen Ihres Denkapparates, ich bewege mich in Ihrer Seele wie ein Schmetterling, der von Ihren seelischen farblichen Nuancen Ihres Innenlebens Nektar schlürft und von Ihnen als Tatmensch und Lichtkrieger zutiefst in den Grundfesten seines Willenslebens geerdet wird. Leider bin ich zu alt mich freiwillig an den Hindukusch zu melden um auch das Innenleben Ihrer Seele in die Herzen aller deutschen Soldaten zu tragen, gerade an Weihnachten wäre das wichtig diesen Impuls der Mission Mensch ^nach Zentralasien zu tragen um dort ein Lichtlein der Hoffnung anzuzünden.
Mensch Herr Gronbach Sie sind ein Teufelskerl. Danke aus tiefem Herzen an Ihre unverwechselbare Seele, die hier in den Untiefen des Netzes wie ein Wels am meeresgrund gründelt. Ein frohe Weihnacht!
Namaste
Ihr Frans Neugebauer

Anonym hat gesagt…

ach, manroe :-) Du existierst also AUSSERHALB des EINEN? Lies nochmal, bitte.

manroe hat gesagt…

Ach Anonym - und Du solltest mal denken. Denk nochmal, bitte, was ich geschrieben habe.

Es gibt sogar eine Drei-Einigkeit, schon mal drüber nachgedacht, selbst, statt denken zu lassen? Und in der Drei-Einigkeit, da ist ein Auge in der Mitte - und da hat man "Anteil" dran, prinzipiell, wenngleich es, auch als "Anteilseigner", the same ist, prinzipiell, ohne den VOLLEN ZUGRIFF darauf zu haben, oder von Innen heraus es voll "nutzen" zu können. Und wer hat Zugriff? GOTT allein?? Weil wir alle Gott sind? Das ist doch alles ein Problem ungenauen Denkens, wenn man so "denkt", -- auch wenn sehr viele nicht wissen oder wissen wollen, dass es DENKEN gibt.

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred :-)

Das Dreieck mit dem Auge drin. Vielen Dank, dass Du es erwähnst.

Mensch, habe ich da früher ehrfurchtsvoll auf dieses Zeichen geschaut und heute weiß ich, dass ich dieses Zeichen selber bin. Dieses Auge, bin ich selber, als Beobachterin, Zeugin des Ganzen in ständiger Präsenz.


@Sebastian
In der Astrologie werden die Planetenkräfte, als diese Teilpersönlichkeiten detailliert beschrieben. Sie haben sich bei der Geburt eingegraben in unserem Astralleib. Rudolf Steiner beschreibt das wunderbar.

Auch die Asteroiden und die Fixsterne der Tierkreiszeichen haben ganz bestimmte Wirkungen, die wir studieren können – wer will. Wirken tun sie so oder so.

Diese Wirkungen kann ich beobachten.

Ich bin,
Zeuge und Zeuger
zu gleichen Teilen.

Das Auge in der Mitte des Dreiecks.
Hermes, Trismegistos

ICH BIN Beobachterin von Raum und Zeit.

Das, was oben ist, ist so, wie das,
was unten ist, und das, was unten ist,
ist so, wie das, was oben ist.

Und, ich kann es beobachten, erkennen und bezeugen.

manroe hat gesagt…

@Monika

Jaaa Monika, genau! Du hast es auch und "bist" es auch, natürlich, wer denn sonst?!? ABER NUR in dem Masse Deines "zur Zeit" vorhandenen "Vermögens" und das unterscheidet sich bezüglich des Vermögens damit "umzugehen", als Mensch,,, und NICHT als Gott, ich glaube, der kann noch ein wenig mehr aufgrund seines "Vermögens".

Was gibt es hier bloss für merkwürdige Auffassungen der kleinen Wörtchen "sein", "bist", "Gott"?? Diese Wörtchen sind dazu da, GENAU verwendet zu werden. Und genau deshalb, damit man nicht in die Irre läuft. Und wer hier glaubt in seinem Stadium des Menschseins nicht mehr unterscheiden zu müssen, weil er eine solche Unterscheidung bereits aufgegeben hat zugunsten eines verlockenden Bekenntnisses namens ich bin All-Eins und sogar Gott, tja, dem gnade dann Gott, kann ich nur hoffen.

Monika, Du liest nicht genau ;-(

manroe hat gesagt…

Kerstin und Stefanie Rabenschlag haben sich vor ein paar Tagen dazu bekannt, Gott zu sein. Sebastian zwar nicht ausdrücklich, aber es sei zu vermuten, dass er als Vorlagengeber jenes Bekenntnisses selbiges auch vollzogen hat.

Ich hätte ja noch ein Auge zugedrückt, schmunzelnd, wenn sie sich dazu bekannt hätten, AUCH EIN gott zu sein, aber GOTT?

Ist es jetzt an der Zeit überhaupt nicht mehr zu unterscheiden? Ist es jetzt an der Zeit, dass, wenn man zu unterscheiden sich bemüht, sich sogleich als ein Dummbatz outet, weil es chic ist Gott zu sein?

Gibt es hier keine Unterschiede mehr? Und warum sind jene drei "Menschen"?? - sorry, wenn dies falsch ist - dann doch unterschiedlich?

Das sind jetzt aus innerer Betrachtung heraus bei rechtem Gebrauch der Sprache, so erlebe ich es zumindest, beschriebene Ansichten.

Es gibt im postmodernen Europa nur eine Währung, den Euro. Bin ich deshalb ein Euro, nur weil ich damit arbeite?

Ich habe leider inzwischen den Eindruck, dass hier zumeist nicht mehr gedacht wird, sondern mit vorgegebenen Textbausteinen gefühlt und gewünscht und sich bekannt.

Anonym hat gesagt…

Ich glaube zu unterscheiden ist hier die Interpretation von "Gott", die vielleicht doch noch sehr geprägt ist von anerlernten Vorstellungen.

"An Gottes Stelle den freien Menschen" (Rudolf Steiner) meint meinem Empfinden nach nichts Narzistisches, so wie es hier scheinbar von Lesern manchmal aufgefasst wird, sondern die Anerkennung oder das Bekenntnis zu der Unendlichkeit der Möglichkeiten IN VERBINDUNG mit der Selbstverantwortung für jedes TUN und LASSEN für alles LEBEN.

VonHerzen
Jasna

manroe hat gesagt…

"An Gottes Stelle den freien Menschen"

In diesem Sinne heisst es da dann ja auch "Anthroposophie" und nicht mehr Theosophie" und in der Christengemeinschaft "Menschen-Weihehandlung" und nicht mehr "Gottes-Dienst".

Aber, und das ist mir wichtig, es geht um den sich entwickelnden Menschen. Daher auch so wichtig, dass er lernt auf sich zu schauen, im förderlichen Sinne. In diesem Sinne sind obige Bezeichnungen dem Werden des Menschen förderlich.

Aber selbst das, nämlich wirklich Mensch, ist er auch noch nicht, geschweige denn Gott - und den gibt es für mich immer noch - denn ansonsten könnte der MENSCH sich nicht entwickeln. Er ist auf dem Wege dahin, MENSCH ist sein Leitbild im göttlichen Sinne.

Dem Menschen wird bei seinem Werden geholfen! Und nur weil inzwischen Götter mit uns sprechen, sollte man nicht überheblich werden.

--------
Jasna, hast Du auch einen Siddhi-Kurs gemacht?

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred :-)

Das Dreieck mit dem Auge drin. Vielen Dank, dass Du es erwähnst.

Mensch, habe ich da früher ehrfurchtsvoll auf dieses Zeichen geschaut und heute weiß ich, dass ich dieses Zeichen selber bin. Dieses Auge, bin ich selber, als Beobachterin, Zeugin des Ganzen in ständiger Präsenz. ....


Habe ich damit gesagt, dass ich Gott bin?
Sachte Anfrage an Deine «wachsame Liebe».

Du kannst selbstverständlich auch mit einem «Stern» antworten ...... ;-)

Noch wirken die Astralkräfte in dieser Woche ....

>M*M<

manroe hat gesagt…

@Monika,

.. das ist aber das Auge Gottes und für uns das göttliche und wenn Du schreibst dass Du es bist, dann könnte es naheliegen dass Du auch ... insbesondere dann, wie in den letzten Tagen hier viel gezogen und gezerrt wird, dann wäre mir eine ein-deutige Antwort lieber statt einer solchen, die sich interpretieren lässt. Ansonsten versuche ich es weiter mit der wachsamen Liebe.

"Du kannst selbstverständlich auch mit einem «Stern» antworten ...... ;-)"

das verstehe ich z.B. wieder nicht ---

Mehrdeutige Möglickeiten mag ich nicht, weil man da interpretieren kann und muss. (natürlich in obigem Sinne und nicht im echten, wo es wirklich mehrere gibt), aber hier wolltest Du doch was sagen, was bestimmtes. ...

Ja, und in 5 Tagen wird mir ein Kindlein geboren, oder war es für uns??

(:)(:)

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred :-)

Das meine ich. Wenn etwas «im Gange» ist, interpretiere «ich» «etwas» hinein. ..... das Loch ist «verstopft» .... der Durchblick ... da liegt was ....

Sobald ich aber «etwas» interpretiere, beschreibe ich nicht das Ganze, sondern beschreibe einen Teil. Geht ja auch gar nicht anders. In der Stille verweilend hörst Du keinen Ton von mir. :-)

Nun, wenn ich mit den «Astralkräften» antworte, antworte ich mit einer Teilpersönlichkeit in mir.

Als Astrologin kann ich ziemlich genau aus dem Text, den ich lese, die Teilpersönlichkeit, aus der heraus beschrieben wird, wahrnehmen (auch mich!). Die Art wie «ich» nämlich lese, zeigt sich mir auch ..... Beschreibt jemand aus den ICH BIN Kräften heraus, kann ich keine einzelne, herausragende Teilpersönichkeit mehr wahrnehmen. Dazu braucht man aber nicht Astrologe zu sein, selbstverständlich geht das auch anders.

Das ist die Rubedo-Stufe, die ich in meinem Post vom 5. Dezember auf Mission Ich bin beschrieben habe. It is finished, when the seven are one. In der Albedo-Stufe I+II lerne ich die «Chemie» wahrzunehmen, indem ich durch die verschiedenen «Fegefeuer der Reinigung» gehe, bis «ich» geläutert aus dem Prozess herausgeht. Albedo heißt «weiß machen». Rubedo (Rötung) fließt, wenn das geläuterte Herzblut fließt.

Mit anderen Worten: mit jedem Urteil, das ich ausspreche, spricht eine Teilpersönlichkeit aus mir – eine Astralkraft. Sie hat trennenden oder zusammenfügenden Charakter. Dies kann ich beobachten (Dreieck mit Auge). Ich erlebe, sehe, höre, fühle ... dann «beide Seiten», weil ich den «Überblick» habe. Spitze des gleichseitigen Dreiecks.

manroe hat gesagt…

So, und was willst Du mir nun sagen?
Du kannst mich ruhig beleidigen oder blossstellen, wenn es Deiner Ansicht nach nötig ist, aber ich verstehe immer noch nicht, WAS Du mir sagen willst/wolltetst.

MonikaMaria hat gesagt…

NICHTS! :-)

In der Stille verweilend hörst Du keinen Ton von mir. :-)
Das war der einzige Satz mit Du. Fühlst Du Dich da betroffen?

Beim Rest habe ich über «ich» geschrieben. Bist Du das jetzt auch?

Mannomann ich sag nichts mehr. Wenn ich auch noch zu Du werde, wird es kompliziert ..... Mannomann ich lach mich schlapp.

Bitte entschuldige, ich lache nicht über Dich ..... viel lieber würde ich mit Dir lachen, sachte Anfrage an Deine «wachsame Liebe» ....

>M+M<

manroe hat gesagt…

Du hast mit: @Manfred :-) geschrieben und sagst auf meine Nachfrage was Du mir sagen willst: NICHTS!:-)

Oh Monnni Monnni - Mit Orakeln habe ich mich in früheren Leben befasst und sie abgehakt, diese Sprache ist mir inzwischen fremd geworden und soll es auch weiterhin bleiben.

-----------

"In der Stille verweilend hörst Du keinen Ton von mir. :-)
Das war der einzige Satz mit Du. Fühlst Du Dich da betroffen?"

Nö, aber warum schreibst Du es?
------------------

"Beim Rest habe ich über «ich» geschrieben. Bist Du das jetzt auch?"

Nö, aber warum schreibst Du es?

Und beginnend mit @Manfred!!

Da hör ich dann doch lieber Blondinenwitze Ω

MonikaMaria hat gesagt…

Die höhere Oktave davon ist weißhaarig ..... :-))))))))

MonikaMaria hat gesagt…

Jetzt ist auch noch das Lachen zweigeteilt:
:-)))))))))

manroe hat gesagt…

Hast Du Dich schon mal zu trauen gewagt Dir folgendes vorzustellen?

Dass der klassische östliche Weg ein Ende darstellt und in dem, was von Steiner kam, ein Tor aufgeht? «In der Zeitenwende trat das Welten-Geisteslicht in den irdischen Wesensstrom...»

Gibt es ein Tor im Nichts?

Kann man das Tor erkennen ohne das Nichts zu kennen?

Wie lebt man im/aus/durch das Nichts?

MonikaMaria hat gesagt…

@Manfred :-)
Hast Du auf MissionWir Simones Post gelesen?

"Von dem «wahren Ich» des Menschen"

" ... Die Seele muss in der Tat sich vor einen geistigen Abgrund stellen, und an demselben den Willensimpuls fassen, ihr Wollen, Fühlen und Denken zu vergessen. Sie muss auf ihre Vergangenheit in ihrem Bewusstsein verzichten. Man könnte diesen Entschluss, der hier notwendig ist, ein Herbeiführen des vollständigen Bewusstseinsschlafes durch den eigenen Willen, nicht durch Verhältnisse des physischen oder des ätherischen Leibes, nennen. Nur muss man diesen Entschluss so denken, dass er nicht das Ziel hat, nach einer Pause der Bewusstlosigkeit dasselbe Bewusstsein wieder herbeizuführen, das vorher da war, sondern so, dass durch ihn dieses Bewusstsein wirklich sich zunächst durch den eigenen Willensentschluss in das Vergessen eintaucht. Man muss bedenken, dass dieser Vorgang weder in der physischen noch in der elementarischen Welt, sondern nur in der geistigen Welt möglich ist. In der physischen Welt ist die Vernichtung möglich, welche als Tod auftritt; in der elementarischen Welt gibt es keinen Tod. Der Mensch, insoferne er der elementarischen Welt angehört, kann nicht sterben; er kann sich nur in eine andere Wesenheit verwandeln. In der geistigen Welt ist im strengen Sinn des Wortes auch keine entschiedene Verwandlung möglich; denn in was immer sich das Menschenwesen auch verwandeln mag, in der geistigen Welt offenbart sich die erlebte Vergangenheit als eigenes bewusstes Dasein. Soll dieses Erinnerungsdasein innerhalb der geistigen Welt hinschwinden, so muss es von der Seele durch einen Willensentschluss selbst in die Vergessenheit versenkt werden. Das übersinnliche Bewusstsein kann zu diesem Willensentschluss kommen, wenn es sich die nötige Seelenstärke erobert hat. Kommt es dazu, dann taucht ihm aus dem selbst hervorgerufenen Vergessen die wahre Wesenheit des «Ich» auf. ..."

manroe hat gesagt…

Ja, vorhin, sehr schön dieser Bericht von ihr, meinen Dank auch.

Ausgelöscht ist es zumindest nicht und soll es auch nicht! Daher meine Frage(n) aus meinem vorigen post (19.12.09 18:31)

Ich wiederhole hier meine These noch einmal: der klassische östliche Weg endet, wo Anthroposophie beginnt.!!(?) Und ich meine hier NICHT die sogenannte transzendierte Variante, 176% fortgeschrittenere eines Wilber oder so. Und auch nicht die jener "klassischen" Anthroposophen.

In diesem Sinne?

Ich lebe damit schon ein Weilchen und lasse immer wieder Fragendes dieser Art von meiner Seele "saugen".

manroe hat gesagt…

Die höhere Oktave davon ist weißhaarig ..... :-))))))))

DER IST GUT!!!

manroe hat gesagt…

Lege mal versuchsweise obige "Schablone" über die von Dir so verehrten Texte des Ashtavakra. Sie verlieren ja dadurch nicht ihre Bedeutung, aber, so geht es mir, es tauchen fast immer die Fragen danach auf, wie es denn nun ab dorten weitergeht!!?! Die meisten, die ich so kennengelernt habe allerdings, sehen da oder ab hier bereits ihr Paradies als eröffnet an.

Z.B.:
"Gib alle Unterscheidungen auf wie „Ich bin dies“ und „Ich bin dies nicht“. Sei überzeugt, daß alles, was es gibt, Bewußtsein ist. Frei von allen Konzepten, sei glücklich!"

Sei glücklich, das wars?? Das Glück dann reflektiert sich in mir selbst und glückt mich? In permanenter Extase zu leben, sehe ich nicht als ein mögliches Ziel an. Ja ich weiß, da fragt dann wieder der Verstand... NeNe, das ist kein Verstand, sondern ein Zustand der sich fragt, wozu??

"Wer aus tiefster Überzeugung verstanden hat, daß das Universum nur eine Illusion ist, wird frei vom Verlangen. Durch die Überzeugung, daß es nichts anderes als Bewußtsein gibt, tritt Friede und Gelassenheit ein."

Wozu und wofür? Einfach so? Beine hoch und Hund ausführen, wie die Nachtschwester?

Ken Wilber hat gesagt…

"Fliehe die Vielen und suche das Eine, hast Du es gefunden, dann umarme die Vielen ALS das Eine.“

Merci, Sebastian. Bleib wie Du bist - nur immer besser ;-)

MonikaMaria hat gesagt…

Lieber Manfred :-)

«Ich wiederhole hier meine These noch einmal: der klassische östliche Weg endet, wo Anthroposophie beginnt.!!(?) »

Von Buddha zu Christus zum freien Menschen. Der Weg führt über Start ..... :-)
der geht eben nicht von Buddha zum freien Menschen. Ich höre den Aufschrei ....... er geht über Christus ..... für MICH. Und jeder darf seinen Weg anders gehen. Für mich geht er da durch. Dafür lass ich mich auch hauen. Er geht für mich trotzdem da durch. Punkt. Das ist meine tiefste Erfahrung.

***

Ashtavakra beschreibt den «freien Menschen». Der räumt auch mit Erleuchtung auf.

Den habe ich auch erst so verstanden, wie Du das beschreibst.

Nun könnte ich ja sagen, Ashtavakra war ja noch um Jahrhunderte vor Buddha. Mir egal. Ich lese Ashtavakra – NACHDEM ich durch das Mysterium des Todes gegangen bin. Das ist für mich ein mächtiger Unterschied. Der Freiheitsbegriff ist für mich erst «nach dem persönlichen Tod» nachzuvollziehen.

Natürlich kann ich Teile aus Ashtavakra zitieren – dann bleiben es Teile.

«Wer sich an samsara gebunden fühlt, will es aufgeben, um sich selbst vom Elend zu befreien. Aber der, der ungebunden ist, fährt fort, in samsara zu sein und lebt doch glücklich.(154)»

Was verstehst Du denn darunter? Beine hochlegen?
Ich verstehe darunter, egal welches Leid mir widerfährt – ich kann es wahrnehmen – ICH BIN aber nicht das Leid, sondern ICH BIN ist frei davon. ICH BIN ist nie krank sondern pure Gesundheit, weil heil. Krankheit definiert mein «gewordener» Verstand, genauso wie dieser Leid interpretiert.

Durftest Du schon mal dieses Geschenk erfahren, einen sterbenden Menschen zu begleiten? Der Körper ist völlig zerstört und der Mensch strahlt «Seeligkeit» und eine tiefe Ruhe aus. Ich habe diesen Prozess als «heilig» empfunden, das war etwas vom berührendsten in meinem Leben – herzinniglich berührend.

.....Wozu und wofür? Einfach so? Beine hoch und Hund ausführen, wie die Nachtschwester? ....

Kommt darauf an .... :-)

Wozu und wofür?
Am Anfang war das Wort .....
das sollte beim Dia-Logos wieder ankommen. Dann wird keiner mehr gehauen, weil er ein anderes Wort verwendet.

Der Dialogos hat die Mitte eingenommen. Von da strahlt er aus. Der ist keine Glühbirne .....

Namaste!

Es gibt nichts was Du tun must hat gesagt…

Gib alles auf, was nicht wahr ist. Schau immer wieder auf den Schrotthaufen der Unwahrheiten. Solange dort nicht jemand liegt, der Du bist, solange hast Du noch eine Aufgabe.

Es gibt nichts was Du tun must.

manroe hat gesagt…

Er geht über Christus, sehe ich natürlich auch so, denn Anthroposophie ist für mich ein christlicher Pfad oder Weg. "In der Zeitenwende..." ist doch eingeleitet durch den Christus, sein Eintreten hier für uns, den Menschen.

Und natürlich darf jeder seinen Weg gehen, bloss darum ging es hier doch eigentlich gar nicht(?)

Und ich wollte Dir "Deinen" Ashtavakra überhaüpt nicht irgendwie angreifen, sondern ihn, weil Du ihn so gut kennst, als ein Beispiel dafür nehmen, was ich sagen wollte und das geht am einfachsten über das, was man selbst gut kennt.

Und das Hochlegen der Beine habe ich zitiert, das waren Worte von Felix Hau, als eine Haltung, die ich nicht gerade gut finde.

Ich danke Dir zumindest dafür, dass Du mir zugehört hast. Obgleich, ich denke so ganz haben wir uns noch nicht vestanden.

"...trat das Weltengeisteslicht in den irdischen Wesensstrom. Nachtdunkel hatte ausgewaltet... " Da hat sich etwas ganz Entscheidendes im Werden des Menschen ereignet, gegeben, eröffnet. Und die Anthroposophie macht es uns klar und hebt es ins Bewusstsein.

MonikaMaria hat gesagt…

... Obgleich, ich denke so ganz haben wir uns noch nicht vestanden ...

Nein?
Vielleicht bin ich mit dem Verstand nicht zu verstehen. ¿
Vielleicht nehmen wir einfach das Herz statt dem Verstand.

.... Nachtdunkel hatte ausgewaltet ...



Das verstehe ich unter Nachtdunkel hatte ausgewaltet:

Angelus Silesius:
In dir muß Gott geboren werden

Wird Christus tausendmal
zu Bethlehem geboren

Und nicht in dir, du bleibst
noch ewiglich verloren.


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Die Anthroposophie hebt es ins Bewusstsein und es geht noch darüber hinaus, respektive hinein, in den Herzinnenraum:

«Die Seele muss in der Tat sich vor einen geistigen Abgrund stellen, und an demselben den Willensimpuls fassen, ihr Wollen, Fühlen und Denken zu vergessen. Sie muss auf ihre Vergangenheit in ihrem Bewusstsein verzichten. Man könnte diesen Entschluss, der hier notwendig ist, ein Herbeiführen des vollständigen Bewusstseinsschlafes durch den eigenen Willen, nicht durch Verhältnisse des physischen oder des ätherischen Leibes, nennen. Nur muss man diesen Entschluss so denken, dass er nicht das Ziel hat, nach einer Pause der Bewusstlosigkeit dasselbe Bewusstsein wieder herbeizuführen, das vorher da war, sondern so, dass durch ihn dieses Bewusstsein wirklich sich zunächst durch den eigenen Willensentschluss in das Vergessen eintaucht. Man muss bedenken, dass dieser Vorgang weder in der physischen noch in der elementarischen Welt, sondern nur in der geistigen Welt möglich ist. In der physischen Welt ist die Vernichtung möglich, welche als Tod auftritt; in der elementarischen Welt gibt es keinen Tod. Der Mensch, insoferne er der elementarischen Welt angehört, kann nicht sterben; er kann sich nur in eine andere Wesenheit verwandeln. In der geistigen Welt ist im strengen Sinn des Wortes auch keine entschiedene Verwandlung möglich; denn in was immer sich das Menschenwesen auch verwandeln mag, in der geistigen Welt offenbart sich die erlebte Vergangenheit als eigenes bewusstes Dasein. Soll dieses Erinnerungsdasein innerhalb der geistigen Welt hinschwinden, so muss es von der Seele durch einen Willensentschluss selbst in die Vergessenheit versenkt werden. Das übersinnliche Bewusstsein kann zu diesem Willensentschluss kommen, wenn es sich die nötige Seelenstärke erobert hat. Kommt es dazu, dann taucht ihm aus dem selbst hervorgerufenen Vergessen die wahre Wesenheit des «Ich» auf.»

Das umschreibt für mich Weihnachten.

Unter Steiners «übersinnlichen Bewusstsein» verstehe ich die Beobachterin, die Zeugin, die Wahrnehmende in mir.

Aus dem selbst hervorgerufenen Vergessen öffnet sich ein «Zeitloser Raum», den einige als «Nichts und Alles bezeichnen».

4 Lichter brennen nun ....
Die Kräfte des Ichs sind nun angesprochen ...

Um geboren zu werden, muss zugleich etwas sterben oder beendet werden.

manroe hat gesagt…

Ja hätte ich denn sagen sollen, so ganz haben wir uns wohl noch nicht geherzelt?

Aber mal ehrlich, allmählich bin ich aber ein wenig "beleidigt", wenn Du mich immer noch so ansiehst, so höre ich es raus, als mit und aus dem Verstande heraus mich hier zu äussern. Monika, ist es immer Verstand, wenn man exakt ist, oder sich darum bemüht? Ich persönlich erlebe es bei und aus mir heraus so, dass ich innere Bildbeschreibungen mache, die sich beim Hinsehen schlüssig zeigen. So.

Unter "Nachtdunkel hatte..." verstehe ich auch noch - intensiver - den eigentlichen potentiellen Freiheitskeim dadurch, dass man in sich dieses Licht erlebt und hat, was es einem ermöglicht echte Selbsterkenntnis zu aktivieren. Aber das Wichtigste hierbei ist mir -- um wessentwillen? Um Mich, mein Ich und eben es dadurch in sich zum Leben zu erwecken, zu gebären, statt es zu vernichten und derlei Gewilber mehr, dieser große Vereinheitlichungs-Wahn der bedenkliche Bekenntnisse nach sich zieht etc.

Unter jener Einheit, jenem All-Eins scheint mir das Wesentliche NICHT gesehen werden zu wollen, weil hier häufig ein merkwürdiger "Todestrieb", Vernichtungstrieb, eine Auflösungssucht waltet. Das finde ich in jeglicher Hinsicht wirklich bedenklich.
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Was feiert die Christenheit seit 2000 Jahren? Und ich meine hier nicht die Kirche, sondern das, was man dem Menschen zu sagen sich bemüht, über Wahr-Bilder.

Und womit beginnt das Christentum -- es ist uns ein Kind geboren, unser Ich und es ist NICHT dazu da getötet oder überwunden zu werden!!!!! Überwunden muss werden, was in uns dieses Kind nicht erkennen und erleben lässt! Und, das hat absolut und überhaupt nichts zu tun mit dieser Vernichtungs-Gleichmacherei. Und wenn dem so nicht sein sollte, ist, dann hat!!! man es deutlicher, präziser, unzweideutiger auch darzustellen und zu beschreiben, dass es eben KEINE undifferenzierende Gleichmacherei ist.

Das schöne Wahr-Bild - und es ist eines - "Wir sitzen alle in einem Boot. Klarer gehts doch gar nicht. Natürlich gibt es ein einheitliches Feld, ein Grundprinzip, eine für alle gleiche Grundsubstanz, ABER, wir haben sie, SIND sie aber nicht!! Mit ein wenig eigenem Denken kann es doch nicht so schwierig sein, das erkennen zu können!?! Ich habe einen Leib, wie alle anderen auch, ABER ich BIN NICHT dieser Leib!

Ich muss jetzt natürlich dazu sagen, dass ich Dich hier jetzt nicht persönlich meine, sondern mit Dir persönlich spreche, das ist für mich unterschiedlich. Und ich unterscheide nach wie vor sehr gern, auch wenn manche darin den Verhinderer erblicken wollen zu müssen glauben.

Schwesterchen, sich in die Augen sehen, und nicht blinzeln ---

Enlightment so easy hat gesagt…

„Im spirituellen Kontext werden diese harten und maskulinen Wörter allesamt mit einem einzigen Begriff gleichgesetzt:

Ego. Stolz, Ehre, Zorn = Ahriman

weiche und egofreie Wörter : Mitgefühl, Gemeinsamkeit, Zärtlichkeit, Herzdenken und natürlich Liebe = Luzifer

Oh was für eine Heuchelei! Was für eine Ego-Falle! Als wären diese Werte und Wörter davor gefeit vom Ego vereinnahmt zu werden.