"Es gibt zwei Möglichkeiten, das Ego zu töten. Die eine ist, es völlig zusammenzuziehen, solange, bis es verschwindet. Die andere ist, es soweit auszudehnen, bis es mit dem Ego des Atman verschmilzt."Donnerstag, 30. Juli 2009
Der Tod und das Leben
"Es gibt zwei Möglichkeiten, das Ego zu töten. Die eine ist, es völlig zusammenzuziehen, solange, bis es verschwindet. Die andere ist, es soweit auszudehnen, bis es mit dem Ego des Atman verschmilzt."Montag, 27. Juli 2009
Utopia
Tiefer, umfassender und nicht zu beschreibender Friede dehnt sich dann aus – in alle Richtungen. Man steht dann in der Erfüllung aller Sehnsüchte. Das ist die zweite Station – manche bleiben dort, denn es ist im wirklichen Sinne das Paradies.
Samstag, 25. Juli 2009
Ich liebe es
So ist McDonald der Leib Christi - Ich bin Vegetarierer und finde bei McDonald´s kaum genießbares. Und doch stillt Mc Donald´s einen Hunger, den wir spirituellen Dienstleiter offenbar nicht stillen können...Und das ist UNSER Problem, nicht das von Mc Donald´s.
Vater Rhein
Und dasjenige, wovon du sprichst, das scheint mir nicht die bloße Ausgrabung und Ausbauung der Erde zu sein zwischen den schweizerischen Bergen und der Nordsee.
Also was ist der Vater Rhein, der alte Rhein, von dem man oftmals spricht?
Substanziell ist da gar nichts, es bleibt nichts Substanzielles übrig, wenn Sie den Begriff Vater Rhein nehmen.
Ebensowenig bleibt in Wahrheit etwas Substanzielles übrig, wenn Sie die eigene Leiblichkeit nehmen. Diese eigene Leiblichkeit ist ein fortgehender Strom:
Alles ist ein konstanter Fluss. Niemals dieselben Atome, immer derselbe Fluss. Eine permanente Reinkarnation. Und das „Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit ist die wahre Kommunion des Menschen“ (Steiner).
So wird in jedem Menschen immer die eine IDEE Wirklichkeit.
Die in Ewigkeit geborene Geist-Idee ist immer und immer ein ungeteilter Geist.
Wenn wir dieser Geist-Idee in uns gewahr werden, dann sind wir eins mit dieser Geist-Idee. Dies ist das Erwachen zum einen GEIST, der im christlichen Mythos als Moment des "Nicht ich, sondern Christus in mir" beschrieben wird.
Es ist diese eine Geist-Idee, die „eine Gattung“, diese eine ungeteilte Idee die immer und überall lebt.
Deine innerste Konstante - jenseits des Egos - Dein tiefstes Ich-Bin-Ich-Gefühl, welches Du kennst, hat nichts mit Dir als Person zu tun. Es ist ein und dasselbe Ich-Bin-Ich-Gefühl, welches ich kenne.
Samstag, 18. Juli 2009
Persönlichkeitsentwicklung & Narzissmus
Wer an Narzissmus leidet, findet sich total spannend. Seine Biografie erscheint ihm erregend, sein Karma fasziniert ihn und seine Psyche steckt voller ergreifender Begegnungen und Lösungen.
Von aussen ist das Täuschungsmanöver des Egos schwer zu erkennen und es braucht schon ein geschultes Auge, ein liebendes Herz, eine weises Wissen und eine mutige Persönlichkeit, um angemessen auf die teuflischen Täuschungen zu reagieren.
Erwachende Selbsterfahrung macht scheinbar nichts anderes als narzisstische Selbsterfahrung. Es scheint alles gleich. Auch erwachende Selbsterfahrung beschäftigt sich mit ihrem Schatten, ihrem Karma, ihren psychologischen Geheimnissen und biografischen Ereignissen.
Hinter allem Interesse für das eigene Leben, steht nämlich die größte Langeweile die man sich überhaupt vorstellen kann. Jede Faszination mit Deinem Selbst, wird von einem Gefühl der restlosen Selbst-Übersättigung begleitet. Es ist kein Ekel und nichts was Dich abstößt – diese Phase ist bereits hinter Dir.
Du bist Dir selbst einfach nur belanglos – selbst wenn Du weißt, dass Du objektiv so spannend bist wie jeder Mensch.
Restlose Ruhe vor mir selbst – das ist mein Zustand. Und nur aus diesem Zustand heraus, kann und muss ich mich für meine Persönlichkeit interessieren.
Energische Schattenarbeit bleibt immer wichtig – aber sie geht nur dann über Narzissmus hinaus, wenn Du Dich während der gesamten Arbeit immer in einem latenten Zustand der Desinteresse für Dich selber befindest.
Restlose Langeweile für Deine eigene Persönlichkeit sollte der Modus sein, aus dem Du Deine spannenden Selbsterforschungen startest.
Der Kontext für meine Persönlichkeitsanalyse, Schattenarbeit und biografischen Forschungen, das ist der Kontext der Nicht-Existenz meines individuellen Ichs.
„Ich“ bin ohne „Ich-Gefühl“. Und das Gefühl ein „Niemand“ zu sein, ist so allgegenwärtig und präsent, dass ich es einfach immer wieder vergesse, wie es sich angefühlt hat, als ich mich noch wie ein „Jemand“ anfühlte und es ist verdammt schwer das zu beschreiben...
Ich bin ein Subjekt mit allen Gefühlen die es nur gibt und sie werden immer kräftiger und reiner und freier und erotischer...nur ein Gefühl fehlt einfach und konstant: Das Selbstgefühl. Ich könnte es eher so beschreiben: Ich bin Freiheit, die als Ich erscheint.
Ich bin ein vergängliches Projekt der Evolution. Aus diesem Empfinden heraus starte ich auch meine spirituellen Projekte, in denen ich selber die Hauptrolle spiele.
Das „Projekt Starke Persönlichkeit Sebastian - PSPS“ (mit allen gelungenen und weniger gelungenen Happenings) ist erst möglich, seitdem ich aufgehörte habe, an diesem „Sebastian“ etwas substantielles zu sehen.
Weil das PSPS ohne „Ich-Identität“ ist, ist es ein Motor der Evolution – zum erstenmal nämlich treibt der Motor etwas nach vorne, anstatt immer nur um sich selbst. Und darum lautet das Mantram:
Es kommt alles auf Dich an – aber es dreht sich nicht alles um Dich.
Schattenarbeit und Persönlichkeitsentwicklung im Narzissmus-Kontext ist ein geschlossener Kreis. Schattenarbeit und Persönlichkeitsentwicklung im erwachenden Kontext geht über das Ego hinaus und wird Evolution. Die Evolution der Freiheit.
Ich bin nicht ich. Ich bin ALLES und NICHTS in EINEM.
Wer ist wie Gott?

"Nachdem im Frühjahr 1990 der linke Flügel des Engels durch einen Selbstmörder, der sich von dem für die Turmreparatur angebrachten Baugerüst gestürzt hatte, stark beschädigt worden war, ergaben die weiteren Untersuchungen, daß die Figur auch starke Korrisionsschäden aufwies und ihre Standfestigkeit nicht mehr gegeben war."
"Das Michaelzeitalter ist angebrochen. Die Herzen beginnen, Gedanken zu haben; die Begeisterung entströmt nicht mehr bloß mystischem Dunkel, sondern gedankengetragener Seelenklarheit.
Dies verstehen, heißt, Michael in sein Gemüt aufnehmen. Gedanken, die heute nach dem Erfassen des Geistigen trachten, müssen Herzen entstammen, die für Michael als den feurigen Gedankenfürsten des Weltalls schlagen." (Rudolf Steiner)
...linke Flügel des Engels durch einen Selbstmörder...stark beschädigt....starke Korrisionsschäden....Standfestigkeit nicht mehr gegeben...Dies verstehen, heißt, Michael in sein Gemüt aufnehmen...
Freitag, 17. Juli 2009
Mittwoch, 15. Juli 2009
Nimm alle Frauen - aber richtig
Deine Entscheidung für eine einzige Frau wird Dich absolut glücklich machen – und immer in Schwierigkeiten bringen. So lange, bis Du Dich entscheidest alle Frauen zu nehmen – aber richtig.
„Richtig“ geht ganz einfach: Deiner festen Partnerin, der Du Treue geschworen hast, der gibst Du alles, wirklich alles. Du liebst sie und trägst sie auf Händen. Du bist ihr treu, weil sie Deine Frau ist und weil Du sie so sehr liebst. Vor allem gib Ihr Sicherheit in jeder erdenklichen Form (wenn Du wenig Geld hast, muss Deine emotionale und spirituelle Sicherheit um so größer sein).
Eure Beziehung ist ein wilder, heiliger, wollüstiger, sicherer und friedlicher Raum, der von der tiefen und einzigartigen Liebe durchwoben, die nur IHR BEIDEN seid. Gib ihr alles und nimm alles an - auch allen Schmerz. Liebt Euch aus ganzem Herzen.
Und die anderen Frauen? Nimm alle – aber richtig. Nur das garantiert, dass Du treu bist.
Wenn Du Dich davor fürchtest, eine andere Frau könnte eine Versuchung sein – dann wende Dich nicht ab. Egal wohin Du Dich wendest, die nächste Schönheit wartet schon. Wende Dich der Frau zu und achte darauf, dass Du in Deiner maskulinen Energie bleibst. Maskuline Energie ist Entschiedenheit, Willensstärke, Integrität und die leere Weite der Ewigkeit. Entschiedenheit, Willensstärke, Integrität und die leere Weite der Ewigkeit können niemals verführt werden.
In der maskulinen Energie kannst Du Dich öffnen.
Öffne Dich - ohne Dich physisch der Frau zu nähern, ohne sie zu berühren oder auch nur richtig anzuschauen - dieser kraftvollen und einzigartigen Botschafterin des femininen Universums.
Mit der Zeit wirst Du merken, dass dasjenige was Du Dir nimmst nicht diese oder jene Frau ist – es ist ihre Essenz. Du bist nicht länger hinter dieser oder jener Frau her – Du bist einfach der maskuline Fels, im Strom der femininen Wellen.
Mit der Zeit verstehst Du den Unterschied zwischen der Essenz des Femininen und der Essenz des Maskulinen. Und Du verstehst auch, warum Du nur wenige männliche Freunde brauchst aber alle Frauen haben willst: Weil die Essens des Femininen die Fülle des Lebens selber ist und die Essenz des Maskulinen ist die Leerheit des Ewigen.
Die Leerheit des Ewigen ist einfach Das. Das genügt.
Die Fülle des Lebens ist dies und das und jenes und dieses und auch das andere und noch das eine und das Gegenteil und die Träne und das Lachen und die goldenen Schuhe da hinten im Schuhregal...und wenn ich doch die roten im anderen Laden nehme? Nimm doch beide?! Es genügt nie!
Darum sind Männer einfach und Frauen kompliziert.
Also, Mann! Wenn Du die Frau Deines Lebens gefunden hast, dann entscheide Dich dafür, dass dies so ist. Liebe nur diese eine Frau und nimm Dir alle – aber nimm sie richtig. Nimm sie, ohne sie zu nehmen.
Das Richtige, das ist die Essenz des Femininen. Die Essenz, das ist das ganze Leben. Und das ganze Leben wirst Du nur erhalten, wenn Du diesem einen Leben treu bist...Du kannst nur alle haben, wenn Du einer treu bist.
Du kannst nur ALLES haben, wenn Du EINEM treu bist.
Montag, 13. Juli 2009
Liebe zur Tat - ohne Rücksicht auf Verluste
Im Grunde hat Matthias das angesprochen, was ich in allen Seminaren, Vorträgen und sonstigen Veranstaltungen versuche zu tun: Meinem Mitmenschen in die Augen zu schauen und ihm - mit oder ohne Worte - die einzige Wahrheit zu sagen, die ich immer sagen will: Ja – Du bist es...Verschenke Dich auf Deine Art & Weise – ohne Rücksicht auf Verluste. Du bist das EINE. Umarme DICH in den Vielen. Ohne Angst vor Verlusten.
Denn dasjenige was verlustig gehen kann, war nie wirklich da und dasjenige was am Ende bleibt ist die einfache und eine Ewigkeit - Einfach Das.
Nun ist es ja nicht nur so, dass ich mich in meinen Veranstaltungen verschenke – gerade in Berlin wurde ich selber wieder überaus reichhaltig beschenkt.
Danke dafür, dass im Integralen Forum in Berlin, Anthroposophie aufleben durfte. Dafür, dass Rudolf Steiner in Berlin mit wachem Sinn und weiter Seele begrüßt wurde (Steiner liebte & lebte & trank in Berlin). Danke dafür, dass die Integrale Bewegung das Beste aus meiner Tradition annimmt und wir es transformieren.
Berlin war für mich eine Zusammenfassung vieler Veranstaltungen im vergangnen halben Jahr. Alle waren sie da.
Ken Wilber, Rudolf Steiner, Willigis Jäger, Eckhart Tolle, Peter Sloterdijk, Helge Schneider, Osho, Joseph Beuys, Andrew Cohen, Thomas Hübl & und die Meister des Yoga....wir haben sie nicht zitiert. Sie waren da. Als Geschenk. Geschenke wollen verschenkt werden und sie wollen angenommen werden.
Geschenke annehmen ist einatmen. Geschenke hingeben ist ausatmen. Alles ist atmende Bewegung - und dasjenige was atmet, ist atemlose Stille.
Wir haben die Geschenke angenommen und unseren bescheidenen Teil dazugeschenkt.
Der Himmel über Berlin war offen. So haben wir unser Wort dem Weltenwort gewidmet. Unsere Bewegung der Weltenbewegung und unsere Stille der Weltenstille.
und weit ist das eigene Sein - = einatmen
Und der Lebensfäden(Nerven)Ende - = Atem anhalten
Die Sterne in meinem Weltenauge - = langsam ausatmen
und meine Pupille ist der Mond - = Atem anhalten
Ich sehe das Firmament -
Das Firmament ist meine Seele - = Atem anhalten
Stumm ausatmen
Freitag, 10. Juli 2009
Seelenübungen am Morgen
Donnerstag, 9. Juli 2009
"Du musst Dein Leben ändern"
Gott hat den Drang, sich in uns zu einer Erfahrung zu verwandeln. Gott kann sich nur durch uns selbst erfahren. Das ist die wirkliche Selbst-Erfahrung. Er will nicht nur die Stille und Harmonie erfahren (die ist ja bereits ist) – er sehnt sich auch nach diesem Willen.
„Nicht nur fort sollst Du Dich pflanzen, sondern hinauf“ (Nietzsche)
Gott will sich in Gedanken und im hohen Denken erfahren – jedoch auch im Zupacken, Festbeissen & im unwiderstehlichen Eindringen und Vordringen. Gott will Deine Hitze sein, Deine Faust und Deine eisenharte Entscheidung.
Du bist der Wille Gottes. Deine Mission ist identisch mit Gottes Mission. Jeder Mensch hat seine eigene Mission – und jeder Mensch IST bereits SEINE Mission. Wie lebst Du Deine?
„Der Weltengrund hat sich in die Welt vollständig ausgegossen; er hat sich nicht von der Welt zurückgezogen, um sie von außen zu lenken; er hat sich ihr nicht vorenthalten...Hat somit der Weltengrund Ziele, so sind sie identisch mit den Zielen, die sich der Mensch setzt, indem er sich darlebt.
Du kennst dieses kribbelige Gefühl in Dir, diese Unruhe und dieses Gewissen, welches ganz nah aus der Weite des Universums spricht: „...Du musst Dein Leben ändern“. (Rilke) Und manchmal kannst Du Dich einige Zeit davor verstecken und doch kommt es aus einer Sphäre, in der keine Einwände erhoben werden können...die Stimme dringt auch durch den Nebel der Betäubung.
Du kannst nicht sagen, von wo aus dieser Satz gesprochen wird „...Du musst Dein Leben ändern“....alleine seine „absolute Vertikalität steht ausser Zweifel....Es ist der absolute Imperativ. Er gibt das Stichwort zur Revolution. Er bestimmt das Leben als ein Gefälle zwischen seinen höheren und niederen Formen. Ich leben zwar schon, aber etwas sagt mir mit unwiderstehlicher Autorität: Du lebst noch nicht richtig. Es ist die Autorität eines anderen Lebens in diesem Leben“. (Peter Sloterdijk)
Und warum kannst Du diesem anderen Leben, dieser autoritären Stimme niemals ausweichen – auch nicht mit Witz und Ironie? Weil DU selber zu Dir sprichst. Dein bester Wille. Gottes Wille.
„Änderst Du daraufhin Dein Leben wirklich, tust Du nichts anderes als was DU selber mit Deinem besten Willen willst, sobald Du spürst, wie eine für Dich gültige Vertikalspannung Dein Leben aus den Angeln hebt“. (Peter Sloterdijk)
Hebe Dein Leben aus den Angeln – grabe in die Feldern der Gewohnheit, balle die Faust, zerschmetter die Treppen nach unten und erkenne Dich selbst als EINS mit dem heiligen GEIST der Ewigkeit, der sich selber daran erinnert: Dein Wille geschehe!
Mittwoch, 8. Juli 2009
Stille - ich liebe Dich
Annehmen ist einatmen.
Loslassen ist ausatmen.
Nimm einfach alles an.
Selbst das Unannehmbare.
Lass einfach alles los.
Selbst das Loslassen.
Meditation ist die Stille hinter allen Geräuschen.
Diese Stille ist Dein wahres Wesen.
In dieser Stille erscheinen Geräusche.
Geräusche erscheinen als Gedanken.
Geräusche erscheinen als Gefühle.
Alle Geräusche sind wie die Wolken am Himmel.
Sie erscheinen, sie verweilen, sie verschwinden...
Sei wie der Himmel:
Nimm alles an.
Lass alles los.
Was bleibt ist die der klare Himmel, die reine Stille.
Diese Stille ist Dein wahres Wesen.
Erkenne zutiefst, dass alles: Du, ich Dein Nachbar, dieser Raum und die ganze Welt, in Deiner eigenen Stille erscheinen.
Erkenne, dass es nur eine Stille gibt.
Erkenne: Ich bin in dieser Stille. Diese Stille ist in mir.
Alles erscheint und vergeht in dieser einen Stille.
Die Stille kommt nicht. Die Stille geht nicht. Die Stille ist.
Lebe aus dieser Stille, die Du bereits immer schon bist.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Montag, 6. Juli 2009
Evolution und Grundeinkommen
ABER, ABER, ABER: Ohne diesen Ausgangspunkt ist jede Entwicklung nur Verwirrung. Wenn Du kein Empfinden für den zeitlosen Geist hast, wenn Du Dich der Erfahrung der höchsten und formlosen Nichts verweigerst, wenn Du niemals auch nur einen Geschmack davon haben willst, dass in absoluter Fülle bereits alles vorhanden ist, bevor Du angefangen hast etwas zu erschaffen, wenn Dir der göttlichen Urgrund des Seins nichts sagt, dann führt Deine Evolution zur Stagnation und schließlich zur Dekadenz.
Warum?
Weil Dir die Richtung fehlt.
Evolution, ist das Zu-sich-selbst-Kommen des Weltgeistes. Das „göttliche Bewusstsein“, so Steiner, „gönnt einer unermesslich großen Anzahl von Wesen denselben Inhalt, den es selber hat...In großer Zahl erscheint dann, was in Einheit war im Beginne der Weltenentwicklung.“.
Die Einheit im Beginne der Weltentwicklung ist also sowohl Ausgangspunkt als auch Zielpunkt der Evolution – in ihr erscheint der „Inhalt des göttlichen Bewusstseins“...doch nun – am Ziel – in allen lebendigen Wesen.
Das Urselbst, wird im Ziel zu sich selber aufgehoben.
Wenn Dir jedoch jegliche Erfahrung für den Ausgangspunkt, für die „Einheit im Beginne der Weltenentwicklung“ fehlt, dann weisst Du nicht wo´s lang geht. Du hast kein authentisches Empfinden dafür, ob Du über Dich hinauswächst, oder hinter Dich zurückfällst.
Ohne den Zugang zu dieser göttlichen Dimension, fehlen die klaren Referenzpunkte der Vertikalen. Den höchsten Punkt haben wir noch längst nicht erreicht, aber wenn wir den Urgrund aller Vertikalität kennen, dann kennen wir auch die grundsätzliche Qualität des höchsten Punktes.
Nur dann hat Deine Evolution hat eine Zielrichtung – sonst sie bleibt Verwicklung statt Entwicklung.
Ohne die nachhaltige Erfahrung des Urgrundes, gibt es keine gesunde vertikale Entwicklung.
Und diese Erfahrung, dass immer schon für mich gesorgt ist und ich immer schon gerettet bin, macht mich nicht faul. Im Gegenteil: Nur sie setzt die neuen, positiven, überquellenden, vitalen und heilsam fließenden, kreativen Kräfte frei, die zu einer gesunde Evolution führen.
Gerettet sein im Letzten, das verleiht mir das Feuer für das Engagement im Vorletzten. Die Erfahrung von tiefstem Glück führt zu Realisierung höchstem Glück.
Wo das fehlt, fehlt sowohl die Richtung als auch die gesunde Quelle. Ich fürchte, dass ist das große Drama der Anthroposophie.
Jetzt kommt der Witz: Neulich sprach ich bei einem Podiumsgespräch über diese Dinge und musste mich wieder mit der Kritik beschäftigen, dass die Erfahrung des sicheren Seins nur dazu führe, dass man sich in diesem Buddha-Modus ausruhe.
„Wer soll sich noch entwickeln wollen, wenn im Grunde bedingungslos für ihn gesorgt ist?“
Bei dieser Frage fiel mein Blick auf Götz Werner, der im Zuschauerraum saß. Götz Werner ist der populärste Verfechter des Grundeinkommens. Und plötzlich war da dieser Witz.
Denn wer argumentiert, demonstriert und petitiert ganz vorne für das bedingungslose Grundeinkommen? Genau: Anthroposophen.
Und was wird ihnen als Gegenargument erwidert? Genau: „Wer soll sich noch entwickeln wollen, wenn im Grunde bedingungslos für ihn gesorgt ist?“
Und was sagen alle Anthroposophen im Chor mit Götz Werner? Genau:
Diese Erfahrung, dass immer schon für mich gesorgt ist und ich immer schon gerettet bin, macht mich nicht faul. Im Gegenteil: Sie setzt die neuen, positiven, überquellenden, vitalen und heilsam fließenden, kreativen Kräfte frei, die zu einer gesunde Evolution führen. Grundeinkommen wird zum Turbo für Entwicklung.
Grundeinkommen ist deshalb nicht nur eine Befreiung von etwas, sondern eine Befreiung für etwas.
Das bedingungslose Grundeinkommen fasziniert auch deshalb so viele Menschen, weil es ein finanzielles Gegenstück zur spirituellen Erfahrung des bedingungslosen Urgrund ist.
Meditation und die Erfahrung des ungetrennten Seins, führt zum spirituellen Grundeinkommen.
Dann geh vom Gas. Steig aus. Es gibt nichts zu tun. Alles ist perfekte, einfache und glänzende Schönheit. Makellos und ewig leuchtend.
Und dann: Einsteigen - Turbo an...Sag Der Evolution, dass wir kommen.
Von dem alles ausgegangen,
Urselbst
Zu dem alles zurückgekehrt,
Urselbst
Das in mir lebt –
zu dir strebe ich hin.
(Rudolf Steiner)
Freitag, 3. Juli 2009
Meditation meets Evolution
Donnerstag, 2. Juli 2009
Die Anthroposophen Prüfung
Wenn Rudolf Steiners Anthroposophie zu irgendetwas gut ist, dann dazu: Frei zu werden. Frei von Leid und frei für Glück. Wachsendes Glück. Quantitativ und qualitativ. Anthroposophie ist GlücksEvolution. Leid hat seine Ursache in der zwanghaften Identifizierung mit dieser Welt. Glück hat seine Ursache in der freien Identifizierung mit dieser Welt. 2) Nimmt dieser Mensch frei & willig die Beziehung zu diesem Leben auf? Übernimmt er Verantwortung für dieses Leben? Erfüllt er Vorstellungen, Begriffe und Namen mit neuem Leben? Beginnt er ein aktiver und autonomer Mensch zu werden? Strahlt er Glück aus?
Oder anders gefragt: Wird er immer lebendiger, oder immer toter?