Jeder Mensch hat solche Tag. Aber manchmal graut mir vor solchen Tagen. Besonders im Blick nach vorne. Was ich gelernt habe, das ist allerdings, dass eben nur dieser Blick nach vorne das Grauenhafte ist.
Der Augenblick selber ist frei.
Auf einer bestimmten Ebene gibt es dieses Morgen-Übermorgen-Zeit-Druck-Ding natürlich. Ich bin wie hineingepresst in diese Zeit. Ja, das kann ich als Wirklichkeit erleiden...
Alles was ich dort beschrieben habe, das kann kommen, oder kann nicht kommen, das ist völlig ungewiss. Das einzige was jetzt wirklich mit Gewissheit ist, dass ist JETZT.
Ich empfinde immer noch die "psychologische Zeit". Ich benutze auch immer noch die "Uhr-Zeit". Aber meine innere Mitte - mein seelischer Fokus, der geht über diesen Wahn der psychologischen Zeit hinaus.
Ich bin ein Bürger der Ewigkeit.
"Der Mensch ist ein Bürger der Ewigkeit, weil er in sich selbst etwas Ewiges trägt. Der Mensch würde nur das Vergängliche in der Welt erkennen, wenn er nicht selbst ein Bleibender wäre." Rudolf Steiner
In diesem Emfinde atme ich tief und anstregungslos aus.A
Ich atme aus und bin in Weltenweiten. Ich atme ein und weit ist das eigene Sein. Waren meine Nerven gerade noch zittrige Fäden die einen elektrischen Käfig des sorgenvollen Egoismus um mich bildeten, so fühle ich jetzt das dieses Nervenenden die Sterne im Kosmos zum leuchten bringen.
So will ich mir auch nichts VORnehmen. Ich habe in den Vorbereitungen schon mein Äusserstes getan...jetzt ist das Innerlichste dran. So verinnerliche ich einen kleinen Satz Rudolf Steiners.
In diesem Satz bin ich die Offenheit und die Erwartung. Diese Erwartung erwartet nicht Dieses oder Jenes. Und sie wartet auch nicht auf etwas. Sie ist seelenruhige ERWARTUNG.
Diese ERWARTUNG ist eine Blume, die der Sonne ihre schönsten Blüten entgegenstreckt.
Öffnet die Sonne die Blume? Oder öffnet die Blume die Sonne? Oder ist das eine ganz unsinnige Frage, weil beides der EINE TANZ ist?
Das ist meine Verinnerlichung:
"Erstreben NICHTS – nur friedsam sein,
Der Seele Innenwesen ganz Erwartung."
"Aus der Perspektive des Verstandes ist das menschliche Leben ein lineares, beschränktes Ereignis, das durch den Lauf der Zeit bestimmt wird.
Wenn du jedoch durch ernsthafte Meditationspraxis in den Bereich jenseits des Verstandes vorstößt, bekommst du Einblicke in ein Geheimnis, das sofort die Zeit transzendiert.
Du siehst, weißt und fühlst unmittelbar, dass der tiefste Teil in dir nicht der individuelle Körper, der Verstand und die Persönlichkeit ist, die geboren sind und die sterben werden, sondern der Urgrund des Seins, der niemals geboren wurde.
Das Maß, wie du erkannt hast, dass du auf der tiefsten Ebene dieser zeit- und raumlose Urgrund bist, wird sich darin zeigen, inwieweit du in der Lage bist, durch deine menschliche Persönlichkeit diese spontane Freiheit in Zeit und Raum zu manifestieren.
Wenn deine Meditation kraftvoll und tief ist, wird die Weise, in der du dich auf das Leben beziehst, ständig eine Freiheit zeigen, die weit über die Ängste und Wünsche deines Egos hinausgeht.
Dein eigenes Wesen wird ein Tor für diese unsterbliche Tiefe sein, die Leben und Tod transzendiert. Andrew Cohen










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