Sonntag, 26. Dezember 2010

Eine erregende Verantwortung

Liebe Leserinnen und liebe Leser, ich verabschiede mich für eine Weile von diesem Mission-Mensch-Blog. Zunächst zu einem Retreat. Stunden der Stille, der Meditation. Altes ausatmen. Frisches einatmen. Atem sein – ungetrennt und in Liebe und Kraft. Viel Zeit in der Natur, Teaching und direkte, tiefe Begegnungen. Auch im nächsten Jahre, werde ich über Silvester diesen Retreat anbieten.

Danach wartet intensive Arbeit – lassen Sie sich überraschen. Ich werde auch immer wieder bei Seminaren, Vorträgen und Lesungen sein, wo wir uns begegnen können.

Wir, dass sind Menschen, die sich entschieden haben, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Einige sind dabei Seminarpartner, andere Organisatoren, dann sind es Freunde, oder Menschen, denen ich mich als spiritueller Dienstleister verpflichtet habe.

Menschen, die durch ihre kreativen Talente dass sichtbar machen, was sonst nur einem kleinen Kreis vorbehalten bleibt- und es sind Menschen, die Fähigkeiten und Geschenke in sich entwickelt haben, welche sie Dir- und mir- weitergeben möchten.

Dazu bin ich dankbar, einige der modernsten und aufregendsten Tools anzubieten, welche einen direkten, unmissverständlichen Weg in das Erwachen möglich macht: Voice Dialogue und Spiral Dynamics, integrale Aspekte, anthroposophische Herzenskräfte und ein radikales, direktes Aufdecken der Wirkungsweise des Egos im Sinne von Andrew Cohen.


Rechts auf dieser Seite finden Sie bereits einige Termine. Schauen Sie einfach immer wieder rein oder fragen Sie uns direkt an, wenn Sie diese Arbeit an ihrem Wirkungskreis mit uns weiter entwickeln möchten. Gespräch, Begegnung, Seminare und Fortbildungen möchten wir so konzipiert anbieten, dass es Ihnen das Geschenk macht, ihre persönlichsten und unmittelbaren Fragen zu beantworten.

Nach einer guten Zeit, in der ich Sie immer wieder über diesen Blog inspirieren durfte, beginnt für mich und uns damit verstärkt eine Periode der unmittelbaren Begegnung. Ohne Umweg. Sofort fühlen und erkennen, was wirklich zählt.

Ich freue mich, dass Sie uns somit inspirieren- und wir wechselwirksam das tun, was wir am Besten tun können: „Das Sakrament der Zukunft ist die Begegnung zwischen zwei, drei oder mehr Menschen“.

Denn unsere Erfahrung ist: Die wirkliche Transformation ereignet sich aus einer unmittelbaren Begegnung. Die echte Heilung ereignet sich dann, wenn wir uns gemeinsam Zeit nehmen.

Auch Zeit für Auszeiten in der wirklichen Stille. Eine Eingehen und Aufgehen in unserem ungeborenen und ungetrennten Herz. Ein Ende des Suchens im Frieden. Ein Ausdehnen in die Freiheit jenseits aller Kompromisse. Gemeinsam das EINE erleben. Einatmen. Ausatmen. Sein. Wo immer ich arbeite – dies wird ein Teil meiner Einladung an Sie sein.  

Und dann: Schatten verwandelt sich in Licht und die Evolution erwacht in uns, wenn wir das Wagnis eingehen, uns in die Augen zu schauen - an Orten, die ganz darauf ausgerichtet sind. Ich werde Sie im nächsten Jahr darum immer wieder an kraftvolle Veranstaltungsorte einladen, die uns auf natürliche Weise in unserem Anliegen stärken und dem dienen, wozu wir uns verpflichtet haben.


Dazu bin ich da. Dazu lade ich Sie ein. Und darüber will ich mit Ihnen hinaus gehen. Immer wieder. In das niemals Dagewesene. In das Neue.

Das Universum dreht sich nicht um ums. Das Universum entwickelt sich in uns.

Ich will mich gemeinsam mit Menschen entwickeln, welche die Verantwortung für das Universum nicht wie eine Last auf den Schultern empfinden, sondern wie eine erregende und integre Verantwortung in ihrer ganzen Seele - bis in den Körper hinein. Das ist das neue sexy.

Und dieses Universum ist so nah, so konkret: Wir fühlen es als Eltern mit unseren Kindern. Wir fühlen es als Frauen und Männer in Beziehungen: Es dringt in uns ein, es öffnet und erfüllt uns und es entspannt sich in uns zu einer unfassbaren Freiheit. Jeder Tag unserer Biografie ist ein Tag für die lebendigen Fülle – aus einer unberührten Leere heraus.

Manchmal denken wir diese evolutionäre Erregung sei ein blöder Stress – wir müssen lernen mit dem neuen Bewusstein in uns zu leben, denn in Wahrheit ist es die Sehnsucht des Universums nach Entwicklung.

Unser Herzschlag ist das Pochen Gottes. Es hämmert von innen. Jeder Herzschlag ist ein Weckruf. Erst wenn wir aufwachen, kann das Göttliche aufstehen. Leg die Hand an Dein Herz und höre den Ruf - er meint Dich. Bumm, bumm. Bumm, bumm. Bumm, bumm...

Und „Wir“, dass sind Menschen die nicht länger so tun, als würden sie das nicht hören.

Das Universum dreht sich nicht um ums. Das Universum entwickelt sich in uns. Wohin wollen wir uns entwickeln?

Um eine lebendige Antwort zu sein, bin Ich ein Wir geworden, welches in einer tiefen Verbundenheit mit einer Vielzahl von Menschen und geistigen Strömungen das konzentriert, was Ich bin.

Aufrichtig und mit weitem Herzen! Sebastian Gronbach

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Sesam-öffne-dich-Meditation

Alles hat seine Zeit – jetzt ist die Zeit der Sesam-öffne-dich-Meditation: Wenn in diesen Tagen Gedanken und Gefühle in Dir aufsteigen, die Dich einengen und den Brustkorb zuschnüren – dann gib dieser Enge in Dir weiten Raum.

Lade Deine Angst ein, öffne Deinem Zorn die Tür und mach Dich weit für Deine Beklemmung. Bereite der Traurigkeit in Dir eine Oase. Verbiete Deinem Herz nicht, dass es zerbricht. Es wäre, als würdest Du dem Samen verbieten aufzubrechen. Lasse zu, dass Dir Dein Herz gebrochen wird. Es ist ein Aufbruch.

Entspanne Dich in Deine Verspannung. Löse Dich tief in Deine Unerlöstheit. Beruhige Dich tief in Deinen Stress hinein. Anerkenne, dass Du nicht alles an Dir anerkennen kannst. Vergib Dir selbst Deine Unfähigkeit, Dir nicht vollkommen vergeben zu können. 

Wirf ein mildes Licht auf Deine Schatten. Sei Dir Deiner Unbewusstheit bewusst. Erkenne in großer geistiger Klarheit Deinen Selennebel. Betrachte mit zartem Schweigen Dein Geschwätz.

Atme ein was erscheint. Atme aus was vergeht. Dasjenige, was in Dir atmet – ist atemlose Gegenwärtigkeit.

Ein anderes Wort für diese Sesam-öffne-dich-Meditation ist „Lieben“. Was Du liebst, ist ohne Gegensatz. Diese Tage sind Tage voller Gegensätze. Du weißt wie ich das meine.

Sei Du der Ort der Öffnung, an dem alle Gegensätze bewusst leben. Dieses Öffnen ist ein natürliches Lieben jenseits aller Mythen. Entscheide Dich immer wieder zu handeln - aus dem bewussten Raum der Gegensätze heraus. Ein Handeln aus natürlicher Liebe.

Was Du liebst, ist ohne Gegensatz.

Erlaube Deinem Herz, dass es beim Öffnen immer weiter zerbricht. Erlebe, wie sanft und unwiderstehlich Du Dich öffnen lässt. Lass Dich davon überraschen, was hinter dem zerbrochenen Herz erscheint.

Sesam - öffne Dich.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Das Wunder Deiner Existenz

Die ganze Adventzeit ist eine Zeit, die vor allem eines von uns fordert: Bleib wach! In der ersten Adventwoche bezog sich diese Wachheit auf den Körper. In der zweiten Adventwoche auf die Äther-, und Vitalkräfte. In der dritten Adventwoche wurde unsere emotionale Seite von Bewusstlosigkeit bedroht. In der vierten Adventwoche wird Dein wahres Selbst bedroht - Deine absolute Wahrheit.  

Es gibt eine absolute Wahrheit in Dir. Es macht keinen Sinn sie zu suchen – denn Du wirst sie niemals finden. Einfach darum, weil Du selber diese Wahrheit bist. Es ist eine absolute Wahrheit, die ungetrennt vom Kosmos ist. Wenn Du ganz Du selbst bist, dann bist Du ganz Kosmos.

Um dies zu erfahren, braucht es keine spezielle Erfahrung. Es ist einfach ein tiefes „spirituelles Selbstvertrauen“ (Andrew Cohen), welches sich gerade nicht aus dieser oder jener Erfahrung speist.

Die nächste Woche wird die Woche sein, in der dieses „spirituelle Selbstvertrauen“ von allen Seiten angegriffen wird. Gleichzeitig kann die nächste Woche eine Zeit sein, in der Du auf noch tiefere Weise dieses spirituelle Selbstvertrauen fühlst.

Nicht weil eine toll leuchtende Weihnachtserfahrung über Dich kommt. Kein Christus wird Dich an der Stirn berühren und kein Engel mit seinem Flügeln umarmen. Es wird nichts kommen, was dieses spirituelle Selbstvertrauen erschaffen könnte.

Nichts wird über Dich kommen. Nichts wirst Du unter Dir fühlen und nichts stärkt Dir den Rücken. Nichts hält Dich von innen. Du wirst vielleicht sehr einsam sein (trotz oder wegen Jubel-Trubel). Aber as auch immer sein wird: Du bist Du da. Das ist das ganze Wunder.

Du bist berechtig – weil Du da bist.

Und alleine das macht alles es richtig - darauf alleine gründe sich Dein spirituelles Selbstvertrauen. Es braucht keinen Grund für Deine Existenz. Es braucht keine wundersame karmischer Erklärung, es braucht nichts ausser den erstaunlichen Fakt, dass Du da bist. Das Wunder Deiner Existenz bedarf keiner weiteren Begründung.
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Das Wunder liegt nicht in der Krippe und nicht in Heu und nicht in Stroh. Das was in der Krippe, in Heu und in Stroh lag – das ist eine wunderbare alte Geschichte. Das neue Wunder, das sitzt jetzt vor dem Computer und liest diese Zeilen.
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Weinachten kann eine schöne Zeit sein – und gleichzeitig der größte Angriff auf unser spirituelles Selbstvertrauen. Es ist eine schöne Zeit, wenn der Blick auf das Jesuskind auch ein Blick auf das Wunder Deiner Existenz umfasst.
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Weihnachten ist ein Angriff auf die absolute Wahrheit und unser spirituelles Selbstvertrauen, wenn es auch nur einen Augenblick von dem wahren Wunder im Dezember 2010 ablenkt: Du bist da!

Lenke Deine Aufmerksamkeit in der jetzigen Woche auf diesen erstaunlichen Fakt: Du bist da. Das ist das Wunder. Vielleicht magst Du in alten Kinderbildern stöbern (ich habe es getan und es oben abgebildet). Vielleicht gehst Du durch den Schnee und betrachtest Deine Spuren. Was immer Du tust: Lenke Deine Aufmerksamkeit in der jetzigen Woche immer wieder sanft auf diesen erstaunlichen Fakt: Du bist da.

Konstruiere keine Geschichte, kein KarmaDrama und keine Mythologie darum.  Denke nicht darüber nach. Verliere Dich nicht in emotionale Wehmut.

Es geht nicht darum, dass Du so, oder so bist. Es geht nicht um Biografiearbeit und nicht um Schmerz oder Freude. Es geht nicht um Deine Einzigartigkeit und nicht um das was Dich von mir unterscheidet.

Kehre immer wieder wach in das Wunder Deiner eigenen Existenz zurück.

Schau Dich einfach an. 
Bleib wach im Wunder.
Du wunderbarer Mensch, Du.

Freitag, 17. Dezember 2010

Die kosmozentrische Perspektive

Wie siehst Du Dich jetzt? Jetzt, wenn Du diese Zeilen liest? Ich meine nicht, welche Meinung Du von Dir hast. Ich meine Deine Perspektive. Siehst Du Dich von hinten? Von oben? Von der Seite? Oder siehst Du Dich gar nicht? Fühlst Du Dich eher von innen? Oder beides zusammen?

Kannst Du Dich – wie in einem Film – von aussen sehen und kannst Du Dich dabei gleichzeitig von innen fühlen? Wie nah steht die Kamera? Welche Perspektive hast Du auf Dich?

Anthroposophie ist einer von verschiedenen spirituellen Bewegungen, die mit solchen Fragen nicht nur temporär und theoretisch umgehen, sondern nachhaltig und praktisch.

Ich stelle mir jetzt vor es wäre ein Kameramann bei mir und ich stünde mit ihm über Funk in Verbindung. Ich hätte einen Bildschirm und könnte sehen, was er filmt. Ich würde ihm sagen, er solle mich mit einem Meter Abstand filmen – von allen Seiten. Nur ich wäre auf dem Bildschirm zu sehen. Nennen wir es mit einem integralen Wort die egozentrische Perspektive.

Und dann stelle ich mir vor, ich würde ihn bitten, soviel Abstand zu nehmen, dass (ausser mir) auch meine Familie, meine Freunde, meine Stadt und mein Land filmen würde. Ich stehe immer noch hier, aber auf meinem Bildschirm erscheinen alle die anderen Mitmenschen. Nennen wir es integral die ethnozentrische Perspektive.

Tritt der Kameramann jetzt (auf mein Geheiss) noch weiter zurück, nimmt er (ausser mir, meiner Familie, meinen Freunden, meiner Stadt und mein Land) zusätzlich auch noch alle anderen Länder, Völker und lebendige Wesen auf seine Kamera auf. Ich bin immer noch ganz bei mir, aber ich habe den ganzen Globus im Bewusstsein. Es ist eine globale Perspektive. Können wir noch einen Schritt weitergehen?

Schicken wir unseren Kameramann in das Weltall. Die Erde, die Planeten, Sonne, Mond und Sterne – alle sind auf unserem Schirm und in unserem Bewusstsein – ohne dass wir uns selbst und unsere Nächsten verlieren müssen. Wir sind gleichermaßen ausgedehnt und konzentriert. Wir entspannen uns in die Konzentration. Wir konzentrieren uns auf die Unendlichkeit. Nennen wir es die kosmozentrische Perspektive.

Die kosmozentrische Perspektive ist eine Perspektive der Gleichzeitigkeit von Weltenall und Seelengrund.

Sie hört das Pochen unseres eigene Herzens. Sie hört das Pochen des Herzens unserer Kinder, Freunde, Mitbürger und  Weltbürger. Die kosmozentrische Perspektive hört das pochende Herz jedes lebendigen Wesens und wenn Sterne so etwas wie ein Herz haben, dann hören wir aus dieser Perspektive auch dieses Herz. (Wie es wohl klingt?)

Wir fühlen in uns das ganze Universum. Und das Universum fühlt uns. Und wenn wir uns aus dieser kosmozentrischen Perspektive wahrnehmen, dann erwacht in uns eine spirituelles Selbstvertrauen: ES ist ICH. Und es ist richtig, dass ich hier bin. 

Wie handelst Du aus dieser Perspektive? Wie ernährst Du Dich? Wie hast Du Sex? Wie denkst Du? Wie bist Du Mutter oder Vater? Was ist Deine Ethik? Was ist Dir wirklich wichtig - aus kosmozentrischer Perspektive? 


ICH BIN in Weltenweiten -
und weit ist das eigene Sein -
Mein Auge ist der Himmelsraum -
Und der Lebensfäden(Nerven)Ende -
das sind die Sterne -
Die Sterne in meinem Weltenauge -
und meine Pupille ist der Mond -
Ich sehe - Ich sehe das Firmament -
Und ein Punkt -
ist das Firmament
Das Firmament ist meine Seele -
Meine Ich-tragende Seele.
Rudolf Steiner

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Evolutionäre Spiritualität in Frau und Mann

Gerne stelle ich Euch mit dem zweiten Teil des Films die Arbeit näher vor, die ich gemeinsam mit Cordula Mears-Frei mache. In dem kleinen Film erzähle ich nicht nur von Cordulas Impuls, sondern ebenfalls davon, was für mich zeitgemäße Spiritualität ist und warum das Thema Mann & Frau uns so bewegt.

Gemeinsam freuen wir uns auf das kommende Jahr. Über jede Persönlichkeit und über das, was über jede Persönlichkeit hinaus geht. Enjoy!

Sein & Werden (Teil 2) - Die evolutionären Seminare von Sebastian Gronbach & Cordula Mears-Frei from ego/ego Aaron Bolte on Vimeo.

Der Weg des Detektivs

Der Weg des Erwachens ist der Weg des Detektivs.
Der Detektiv findet nicht gut oder schlecht –
sondern heraus...(Klick).

Montag, 13. Dezember 2010

Die Kraft der Tugend

Ich habe dieses Büchlein geschrieben, weil mir die Entwicklung jedes einzelnen Menschen am Herzen liegt – damit wir alle gemeinsam wachsen. Ich habe mich gefragt: Wie wachse ich über mich hinaus – auf eine gesunde Weise? Wie finde ich zu dem, was meine Mission ist? Wie kann ich als einzelner Mensche meinen wesentlicher Beitrag zur Evolution des ganzen Kosmos leisten? Und: Wie nutze ich dabei die natürlichen Kräfte des Jahres?

Ausgehend von den gleichermaßen lebenspraktischen wie auch meditativen „Monatstugenden“ Rudolf Steiners, habe ich für jeden Monat des Jahres Worte gefunden, die Dich bei Deiner ganz persönlichen Entwicklung unterstützen sollen. Diese Tugenden sind keine starren moralische Vorgaben, sondern konkrete Schritte unseres seelisch-geistigen Werdens.

Meine Erfahrung ist, dass es wichtig ist, nicht immer alles auf einmal zu wollen. Jeder Monat hält besondere Türen für uns offen und es wäre ein bisschen dumm, diese Türen nicht zu nutzen und dafür an Türen zu rütteln, die in diesem Monat eher schwer zu öffnen sind.

Mit diesem Büchlein weise ich Dich - Monat für Monat – auf bestimmte innere Türen hin, die Dich in dieser Zeit einfach und mühelos einladen. So erleben wir das evolutionäre Glück, ein besserer Mensch zu werden – zum Wohle aller Wesen.

Ich habe dieses Büchlein so geschrieben, dass Dein Alltag zum Tor für wirkliche Tiefe, wirkliche Freude, wirklichen Spiritualität und wirkliche Menschlichkeit werden kann. So wird Dein Alltag zum All-Tag.

Ich glaube daran, dass es jeder von uns dazu berufen ist, ein liebevoller und freier Mensch zu werden. Noch liebevoller und noch freier, als es unsere Natur ist. “So wie jeder Rosenkeim berufen ist, Rose zu werden." (Rudolf Steiner)



Sonntag, 12. Dezember 2010

Mutworte zur Angstwoche

Die ganze Adventzeit ist eine Zeit, die vor allem eines von uns fordert: Bleib wach! In der ersten Adventwoche bezog sich diese Wachheit auf den Körper. In der zweiten Adventwoche auf die Äther-, und Vitalkräfte. Jetzt in der dritten Adventwoche wird unsere emotionale Seite von Bewusstlosigkeit bedroht. Der Astralleib, die ganze Seele, bekommt es jetzt mit der Angst zu tun.

Je näher wir zum Eigentlichen kommen, desto größer kann die Angst werden. Ich will Dich darum zweifach ermutigen.

Der erste Mut betrifft Dein persönliches Leben. Gehe Deinen eigenen Weg. Lebe in allen Bereichen das Leben, was sich für Dich gut anfühlt und stehe mutig zu Dir selbst: Ob es Deine politische Orientierung, Deine sexuellen Wünsche, oder Deine spirituelle Wahrheit ist. Was auch immer Du geworden bist - sag jetzt einmal JA dazu.  

Sag Ja zu Deinem einzigartigen So-Sein. Nicht als trotziges Kind und nicht als rebellischer Jugendlicher. Sag als Erwachsener JA – das bedeutet ein JA zu Dir, ohne sich gleichzeitig gegen andere abzugrenzen. Dieses JA ist kein Stillstand. Es ist der Mut, die Sache so zu sehen wie sie ist. Mut wird zur Erlöserkraft - so nennt Rudolf Steiner diese Tugend.   

Erlaube Dir mutig alleine in der Wahrheit zu stehen. "Alleine in der Wahrheit stehen" oder zu denken, "Ich bin ja mal wieder der Einzige hier, der die Wahrheit kennt", ist ein Unterschied. Wenn Du die Wahrheit als einziger zu kennen glaubst, fühlst Du Dich von "den Anderen" umzingelt.  Oder Du denkst, alle anderen Menschen hätten Dich verlassen. In beiden Fällen entsteht Angst.

Wenn Du alleine in der Wahrheit stehst, gibt es keinen Anderen. Es ist ein Gefühl von unermesslicher Stärke - ohne Feinde.

Der zweite Mut betrifft das, was über Dich hinaus geht – ich nenne es Deine Mission. Mut, das bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut, das bedeutet, durch die Angst zu gehen. Wenn Du eine Mission kennst, dann gibt immer einen Grund mehr, weiter zu gehen, als die Angst es zulassen will.

Wenn Du diesem Mut Raum gibst, wird in Dir eine Erlöserkraft befreit. Das ist die Kraft des ewigen Lebens. Jenseits von Angst und Tod. Ich wünsche Dir, dass Du mutig Deine Mission lebst. Zur Erlösung aller Wesen. 

Der erste Mut-Wunsch ermutigt Dich, JA zu dem Menschen zu sagen, der Du heute bist. Der zweit Mut-Wunsch ermutigt Dich, JA zu dem Menschen zu sagen, zu dem Du morgen werden willst.
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Diese Erlöserkraft befreit Deine Seele aus der Angst. Ich wünsche Dir, dass Deine Gefühle sich nicht vor Angst zusammenziehen, sondern von Mut erfüllt werden und sich erlöst ausdehnen. Achte in der nächsten Woche wachsam und seelenruhig auf die Angst - und gib dem Mut in Dir Raum. Falle nicht in Bewusstlosigkeit, sondern bleib auch emotional wach. Bleibe wach – so wie Du bist. Bleib wach - so wie Du werden willst.  

Ich wünsche Deiner Seelen den Mut zu erwachen.

Freitag, 10. Dezember 2010

JA

Sicherlich kennen Sie den wunderbaren Satz Rudolf Steiners über die wirksamen Erziehungsmittel: "Es gibt nur drei wirksame Erziehungsmittel: Furcht, Ehrgeiz und Liebe. Wir verzichten auf die ersten beiden." Und wenn Sie anthroposophische Einrichtungen kennen, dann werden Sie wissen, dass man - bei allen Schwierigkeiten - immer wieder neu bemüht ist, den Kindern diese Liebe zu schenken.

Die Betonung in diesem Satz liegt auf "den Kindern". Ich habe im vergangenen Jahr in keiner einzigen anthroposophischen Einrichtung diese Liebe zu den Kindern vermisst. Und wieder liegt die Betonung auf "den Kindern."

Auf eine seltsame Weise nämlich scheinen sich die LehrerInnen die ich kennen lernte, untereinander mit angezogener Handbremse zu lieben. Und wer mit angezogener Handbremse fährt, kommt nicht nur langsamer vorwärts, er verbraucht auch mehr Energie.

Und genau das schilderten mir die KollegInnen an vielen Schulen. Wenn wir mit den Gesprächen anfingen, gab es oft Klagen, es gab Wut, Frust und nicht selten das Gefühl, dass es an einer tiefen Verbundenheit fehlt. Auch die gemeinsamen, inneren Ziele schienen aus den Augen verloren zu sein. Nach einer längeren Zeit des Gesprächs kam hinter diesen Schilderungen etwas hervor, was ganz anders klang.

Der enorme Kraft- und Energieverlust sei oft mit dem Gefühl verbunden, dass man "sich den Brustkorb aufreißen möchte, um endliche frei lieben zu können."

Jeder dieser Menschen war schon einmal von Eltern (im Stress) oder von KollegInnen (im Stress) verletzt worden. Und so begannen sie sich zu schützen - nur zu verständlich. Aber was sie nun allmählich fühlten, war, dass wir uns nicht gleichzeitig schützen und lieben können. Das geht einfach nicht. Wir können nicht ein bisschen lieben und uns dabei ein bisschen vor Verletzungen schützen. Wir fühlen uns immer enger, stumpfer und immer weniger lebendig.


Wenn Rudolf Steiner auf die Erziehungsmittel Furcht und Ehrgeiz verzichten wollte und alleine auf die Liebe setzte - könnte das nicht auch für uns Erwachsene gelten? Aber wie soll das gehen? Natürlich ist das kompliziert - aber es ist auch einfach.

Einfach ist es, wenn wir uns erlauben dies zu fühlen:
Das, was die Zusammengezogenheit unseres Herzens fühlt, ist frei von Zusammengezogenheit. Das was Wut und Verzweiflung fühlt, ist frei von Wut und Verzweifelung. Das, was Schmerz und Frust fühlt, ist frei von Schmerz und Frust. Das, was Angst fühlt, ist frei von Angst. Und das, was frei ist, kann einfach und bewusst JA sagen. Auch zu der Wut, der Angst und dem Schmerz. In diesem bewussten JA findet alles seinen Platz.

Leben mit offenem Herzen ist nicht leicht - aber es ist die einzige Art wirklich lebendig zu sein.

Und das bedeutet letztlich zu lieben. Und das ist für uns das einzige Mittel, auf welches wir in unserer Selbst-Erziehung niemals verzichten dürfen - bei allen Verletzungsrisiken: Das offene Herz. Die Liebe. Das bewusste JA.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

The Invisible Face of God

Von Cordula Mears-Frei

When Andrew Cohen speaks of the “Impulse of Evolution” we face a postmodern metaphor for “the invisible face of God”; the state of being, were we become so emptied of our conditioned human socialisation, that we may enable ourselves the direct empowerment to allow co-creation of All that we are and what we are to become. 

Becoming empty, however, does not imply negating or turning away from the many possible faces of humanity within. Rather, its a direct invitation to acknowledge and awaken into the very reality we are shaped from as described with the many inner selves in the Voice Dialogue approach.

Weiter im Text...hier klicken...

Einatmen bitte

Oft sagt man, der Mensch habe die Wahlfreiheit.
Ja, bis zu einem gewissen (Hitze)Grad stimmt das.
Aber wenn Du Dich einmal entschieden hast
in das Feuer zu gehen,
dann hast Du keine Wahl mehr.

In ihrer engeren Seele wissen das alle Menschen,
darum bleiben viele Menschen diesem Feuer fern.
Weil sie ahnen, dass Rückzug unmöglich ist.

Aber diesem Feuer kann niemand fern bleiben.
Weil es in uns selber brennt.
 Wohin wir auch rennen -
das Brennen bleibt bei uns.
Und je schneller wir rennen, desto mehr brennt es.
Aua.

Wegrennen geht nicht.
Aber es geht auch nicht darum,
sein Leben mit einem Kerzchen ein wenig heller zu machen.

Es geht darum, ins Feuer zu gehen. 
In der Flamme zu stehen und dann tief einzuatmen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Mut zur Demut

Heute vor 40 Jahren ging Bundeskanzler Willy Brandt in die Knie. Dieser Kniefall ermöglichte einen Wandel in der Versöhnungsgeschichte unseres Landes. Demut öffnete das Potential für eine neue Entwicklung. Was immer Demut sein mag – es gibt sie nur in einer Ich-Du-Beziehung. 

Es ist gut, dass viele Menschen das Göttliche, den Geist, das große kosmische Ganze, als EINS mit ihrem tiefsten Wesen erfahren.


Die Ich-Du-Beziehung kennen wir vor allem als Verhältnis von Mensch zu Mensch. Dort leben u.a. Werte wie Höflichkeit, Respekt, Achtsamkeit und Interesse. Wir sind dabei meist um eine dialogische Haltung auf Augenhöhe bemüht.

Vielleicht gibt es auch Menschen, vor denen Du ganz besonders viel Respekt und Verehrung empfindest. Manche Menschen folgen dann mit ihrem Körper diesen seelischen Verehrungskräften und verneigen sich vor bestimmten Menschen. Wer so seine Verehrungskräfte aktiviert, öffnet sich selber für die nächste große Wachstumsphase. Nichts schließt mehr Potential auf, als Verehrungskräfte.

Dies ist bereits von Mensche zu Mensch so - was aber, wenn wir eine Ich-Du-Beziehung zum GEIST selber aufnehmen? Was, wenn wir das Göttliche einmal als das große DU betrachten. Das Andere, was ich nicht bin? Wenn wir das Universum und alles was dieses Universum aus sich heraus hervorgebracht hat, einmal als ein Gegenüber würdigen? Was passiert, wenn wir zu der unermesslichen Erhabenheit Gottes und des nicht begreiflichen Mysteriums des Lebens eine Ich-Du-Beziehung aufnehmen?

Wenn Du der Göttin in die Augen blickst – wirklich und wahrhaftig – wird das eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe sein?

„Wenn wir eine Ich-Du-Beziehung mit dem Geist eingehen, hat das Ego plötzlich keine andere Wahl als auf die Knie zu fallen.“ (Andrew Cohen)

Und hier beginnt der Wandel: Denn das größte Wachstumspotenzial liegt da, wo Dein Ego in die geht. Das Ego wird dies niemals freiwillig oder auch nur zähneknirschend tun – es wird passieren, wenn es keine Wahl hat. Und das ist genau dann, wenn wir eine ehrliche Ich-Du-Beziehung mit dem Geist eingehen.

Wie könnte das für Dich aussehen? Wo und wie könntest Du so eine Wachstumshierarchie praktisch finden - jenseits der üblichen Unterdrückungshierarchien?

„Höhe des Geistes kann nur erklommen werden, wenn durch das Tor der Demut geschritten wird.“ Rudolf Steiner

Wenn Du auch nur ahnungsvoll an Dein Potential jenseits des Stolzes, des Schutzes und der Sicherheitsmaßnahmen glaubst – dann erlaube Dir, Dich vor der Größe anderer Menschen zu verneigen. (Was in Dir hinderte Dich bis jetzt daran?)

Wenn Du auch nur ahnungsvoll daran glaubst, dass es ein Potential in Dir und in Allem gibt, was Dein Leben sofort ergreifen und transformieren kann – dann erlaube Dir, vor diesem Höchsten & Tiefsten in die Knie zu gehen.  (Was in Dir hinderte Dich bis jetzt daran?)

Du wirst wissen, wann Du das Höchste & Tiefste gefunden hast. Es wird der Moment sein, wo Du keine andere Wahl hast, als in die Knie zu gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes.  

Demut aktiviert eine der wirksamsten Kräfte in uns: Die Verehrungskräfte. Nichts schließt mehr Potential auf, als Verehrungskräfte. Erlaube Dir den Mut zur Demut. Erlaube Dir in die Knie zu gehen - damit wachsen die Verehrungskräften und so beginnt ein Wandel von neuer Qualität. Jenseits des Egos.
Wie damals in Warschau. Danke, Willy Brandt.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Harmonie der Einsamkeit

Wenn Du in der Adventzeit das Gefühl hast, dass der Fahrstuhl des Lebens nach unten fährt, dann ist dies nicht nur Dein persönliches Gefühl. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Körper, Deine Seele und Dein Geist in diesen Tagen ihre Vitalität verlieren, dann bist Du in Harmonie mit der Welt.

Die Sonne hat sich zurückgezogen. Licht und Wärme sinken immer tiefer. In der ganzen Natur weicht diese Vitalität nach unten und innen aus.

Der Rückzug der Sonnenkräfte hast Du vielleicht in der ersten Adventwoche im Körper bemerkt. In der ersten Adventwoche haben viele Menschen mit kleineren oder größeren körperlichen Beschwerden zu tun – und erstaunlich oft verschwinden diese am zweiten Advent.

Nun, in der zweiten Adventwoche, wirkt sich der Rückzug von Licht & Wärme  besonders auf unsere subtilen Vitalkräfte aus. Im anthroposophischen Sprachgebrauch nennt man dies die ätherische Energie. Die Freunde der Integralen Spiritualität Ken Wilbers, nennen es den „Subtilen Körper“. Es ist der Bereich in uns, den man auch als „Aura“ beschreiben kann – der vibrierende Energiekörper

Wenn sich Licht & Wärme aus diesen subtilen Vitalkräften zurückziehen, wenn dadurch die Einsamkeit zunimmt und unsere Aura an Farbe verliert, versuchen wir dies unbewusst auszugleichen. Und genau diese Unbewusstheit führt zu den Problemen, die diese zweite Adventwoche prägen werden.

Wir versuchen den Mangel an Licht & Wärme durch heftige energetische Reibung auszugleichen.

Wenn unbewusste Menschen unter innerem Wärmeverlus leiden, dann fangen sie an zu streiten. Damit diese Streit-Reibung Wärme erzeugt – damit die Funken schlagen. Das ist der Versuch die Einsamkeit durch Streit zu überwinden.

Du wirst das in dieser zweiten Adventswoche vielleicht dadurch bemerken, dass in Deinem Denken & Sprechen der Zynismus und die scharfer Kritik aufsteigen.

Du wirst in diesen Tagen möglicherweise nicht vermeiden können, dass Du schneller Urteile fällst als sonst. Du kannst aber dies tun: Übe Dich in diesem Urteilen in Besonnenheit. Und erlebe in Deinem Gegenüber den gleichen Mangel an Licht & Wärme.

Halte in allen Wünschen, Gedanken und vor allem Worten das Maß. Dies bringt Dich zu einer umfassenderen und nüchterneren Harmonie als zu jeder anderen Jahreszeit.

Wer diese Erfahrungen im Laufe des Advent mit anderen Menschen austauscht, wird eine Potenzierung der Energien auf allen Ebenen erfahren – das Ego hat dann weniger Chancen sich der Einsamkeit zu bemächtigen und daraus Zynismus oder Selbstmitleid zu konstruieren.

Bewusst gemeinsam einsam zu sein, ist keine Flucht vor der Einsamkeit. Die Einsamkeit wird dadurch nicht weniger. Im Gegenteil: Sie wird intensiver – in einem guten Sinne.

Je bewusster, je intensiver. Erlebe und erfahre die Einsamkeit, den Rückzug von Licht & Wärme, nicht nur in Dir – erlebe und erfahre dies in Deinen Mitmenschen.

Erlebe auch in Deinen Beziehungen den Verlust von Licht & Wärme. Erlebe gemeinsam die objektive Einsamkeit jenseits des Egos.

Dies ganz wach zu fühlen, bringt uns in eine neue und tiefere Harmonie.

Freitag, 3. Dezember 2010

Dunkle Zeiten. Wache Zeiten.

Die Adventzeit ist für viele Menschen eine Zeit, in der ihr Fahrstuhl des Lebens nach unten geht. Ins Dunke. Ins Tiefe. Ins Schmerzvolle. Und das betrifft Körper, Seele und Geist. Was ich Dir da wünsche, ist dies: Lenk Dich nicht ab. Schau genau hin. Bleib wach.

Was auch geschieht: Gehe bewusst durch die Einsamkeit, gehe bewusst durch den Schmerz, gehe bewusst durch jeden Moment des Sterbens. Schmecke die Einsamkeit.

Kaue die Einsamkeit. Schlucke die Einsamkeit. Fühle, wie Einsamkeit in Dir wächst. Verdaue Einsamkeit. Scheide aus, was selbstverliebte, tote Einsamkeit ist und lass fruchtbar in Dir werden, was gut ist an Einsamkeit:

Erkenne in dieser seelischen Nacktheit Dein wahres Selbst.
Weiche der Einsamkeit nicht aus.

Lass Dich von der Einsamkeit bewusst herabziehen – auf den Grund von allem.

Wenn Du die letzte Einsamkeit kennst, kennst Du die letzten Dinge.

Bleib wach. Bleib wach. Bleib wach.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Amen



Vater, der du warst, bist und sein wirst in unser aller innerstem Wesen.

Dein Wesen wird in uns allen verherrlicht und hochgepriesen.

Dein Reich erweitert sich in unseren Taten und in unserem Lebenswandel.

Deinen Willen führen wir in der Betätigung unseres Lebens so aus, wie du, o Vater, ihn in unser innerstes Gemüt gelegt hast.

Die Nahrung des Geistes, das Brot des Lebens, bietest du uns in Überfülle in den wechselnden Zuständen unseres Lebens.

Laß Ausgleich sein unser Erbarmen an anderen für die Sünden an unserem Wesen begangen.

Den Versucher, lässest du nicht über das Vermögen unserer Kräfte in uns wirken, da in deinem Wesen keine Versuchung bestehen kann.

Denn der Versucher ist nur Schein und Täuschung, aus der du, o Vater, uns durch das Licht deiner Erkenntnis herausführst.

Deine Kraft und Herrlichkeit wirke in uns in die Zeitläufe der Zeitläufe.

Rudolf Steiner

Dienstag, 30. November 2010

Ausrede Nr. 1

Was ist die beliebteste Ausrede des Ego um nicht zu erwachen? Unangefochten auf Platz Nummer 1 steht: „Ich bin noch nicht soweit!“ Doch Erwachen wird mit der Zeit nicht leichter, sondern schwerer. Die einfache Wahrheit ist: Die wache Stimme in Dir ist immer bereit und braucht keine Zeit!

Die einfache Wahrheit ist, dass Du Dich nicht auf den Augenblick vorbereiten kannst, dem Göttlichen in die Augen zu blicken.

Dieser Blick, wird alles zerschneiden, alles zerstören, verbrennen und vernichten, was Du für das Reale gehalten hast. Je mehr Vorstellungen Du aufbaust, je länger Du Dir Zeit nimmst, je größer die Illusionen werden, desto schmerzhafter wird dieser Blick sein.

Du kannst es Dir weiter in der Finsternis gemütlich machen, aber das wird es Dir nur schwerer machen, das Licht zu ertragen.

Wende Dich dem zu, was immer schon Licht ist. Öffne Dich dem, was keine Zeit braucht und keine Zeit hat. Jenseits der Zeit liegt Deine Erlösung.

Alles hängt davon ab, ob Du Dich dafür entscheidest dieser Wachheit in Dir, mehr Raum zu geben, als allem anderen.

Die einfache Wahrheit ist: Das Göttliche in Dir ist bereits völlig perfekt, schön und wach. Du brauchst keine weitere Minute. Das, was unbedingt mehr Zeit haben will, ist unser Ego: Weil unser Ego die Zeit ausnutzt, in der Du Dich mit den Weisheiten der Spiritualität beschäftigst:

„Das Ego ist dazu in der Lage, alles, selbst die Spiritualität, zu seinem Nutzen umzuwerten. Es unternimmt ständig den Versuch, sich die geistigen Lehren zu einem eigenen Vorteil anzueignen. Wir werden zu versierten Schauspielern, und während wir dem wahren Sinn der spirituellen Lehren gegenüber den Taubstummen spielen, empfinden wir eine gewisse Zufriedenheit unter dem Vorwand, auf dem Weg zu sein.“ (Chögyam Trunga)

Eines wird niemals passieren. Es wird niemals der Morgen kommen, an dem unser Ego sagt: „Ok. Fertig. Ich bin soweit. Wir können erwachen.“

Was bedeutet das für Dich? Für die Sehnsucht jenseits des Egos? Die Sehnsucht, endlich vor den Vorhang der Träume zu treten? In die Wirklichkeit. Dort, wo es endlich ernst wird & richtig, richtig Spaß macht? Was bedeutet das alles für Dich?

Freitag, 26. November 2010

Sein & Werden - Die evolutionären Seminare

Die evolutionären Seminare
von Sebastian Gronbach & Cordula Mears-Frei

 Evolutionäre Spiritualität. 
Ganz Mann-, ganz Frau-, ganz Mensch-sein.
Das Bewusste Ich, Anteile & Stimmen in uns.

Mittwoch, 24. November 2010

Kind der Sehnsucht

Ich unterhielt mich neulich mit meinem spiritueller Coach über die Bereitschaft etwas für die eigene Veränderung zu tun. Er fragte: „Wie wichtig ist Dir Deine Veränderung?“ Ich erzählte ihm von meinem Einsatz und davon welchen Preis ich bisher bezahlt habe und noch bereit sei zu zahlen und das ich spürte, dass Gewinn und Einsatz tatsächlich in einem Zusammenhang stünden. „Ja“, sagte mein Coach, „eine Sache ist am Ende so viel wert wie die Energie, die ich in sie hineinstecke. Je weniger ich bereit bin zu investieren, desto weniger Gewinn kann ich erwarten“.

Dein Tag hat 24 Stunden. Wie viel Energie bist Du bereit zu investieren, um die Veränderung zu erreichen, die Du Dir so sehr wünschst? 1/24 der Tagesenergie wäre 1 Stunde. 1/48 wären 30 Minuten. 1/96 15 Minuten.

Welchen Preis hast Du bisher bezahlt? Welchen Preis bist Du bereit im neuen Jahr zu zahlen? Und ist Dir bewusst, dass alles seinen Preis hat?

Oder denkst Du, dass die große Veränderung umsonst kommt?

Oder wartest Du solange, bis das Schicksal seinen Preis verlangt? Der Preis, den das unerbittliche Schicksal verlangt, ist immer höher, als der Preis, den wir aus freiem Willen zu bezahlen bereit sind.

Die Bereitschaft, etwas für die eigene Entwicklung zu tun, wächst in dem Maße, in dem wir auf radikale Weise erfahren, dass sich die Zukunft alleine durch uns entfalten kann.

Wenn wir das verstehen, dann verstehen wir, dass nicht nur wir um Veränderung bitten und beten – der Kosmos selber bittet und betet um Veränderung und er bittet UNS. Frage nicht was der Kosmos für Dich tun kann, frage was Du für den Kosmos tun kannst.

Unsere Veränderung ist nicht alleine unsere Sache: „Beim alten Modell der Erleuchtung transformierte sich der Einzelne, aber die Welt blieb die alte. Beim neuen Modell geht es nicht mehr um die Transformation des Einzelnen allein; es geht um die Evolution des Selbst, der Kultur und des Kosmos durch den Einzelnen.“ (Andrew Cohen)

Deine Sehnsüchte werden auf der Erde und von der Erde nie gestillt. Niemals wirst Du 100% Befriedigung auf und von der Erde erfahren. Warum? Weil Du es bist, der die Sehnsucht der Erde stillen soll.

Deine Geburt ist das Resultat der irdischen Sehnsucht. Du bist hier, weil Du diesen Ruf gehört hast. Dein Hier-Sein ist Ausdruck eines Versprechens. Das Versprechen dieser Erde zu dienen.

Kannst Du fühlen, dass Du ein Kind der Sehnsucht bist? Dass dieses unglaublich tiefe Gefühl, welches sich in Dir nach Erfüllung sehnt, gar nicht Dein Gefühl ist - sondern das Gefühl der Erde selbst?

Das Wohl der Erde liegt in unserer Entwicklung. Unsere eigene Entwicklung zieht konzentrische Kreise...es werden kosmische Kreise...Im Mittelpunkt der Mensch.

Doch was ist der Mensch? Etwas, das nicht getrennt ist vom Kosmos: „Seine Gedanken sind so weit wie das Licht, seine Gefühle sind so weit wie die Wärme, sein Wollen ist so weit wie die Luft." (Rudolf Steiner)

Wie viel Energie bist Du bereit zu investieren, um die Veränderung zu erreichen, die Du so sehr in Dir fühlst - Du Kind der Sehnsucht?

Dienstag, 23. November 2010

Meditation

Lerne Dein unerschaffenes Gesicht kennen.
Lass Dich von dem überraschen was sich zeigt,
wenn Du verschwindest.
Und wenn Du dann in das Gesicht blickst,
welches Du hattest bevor Deine Eltern geboren wurden,
dann sag mir: Wer Bist Du?

Höre auf das Pochen Deines ungeborenen Herzens.
Wenn Du Dein ungeborenes Herz pochen hörst,
dann hörst Du mein ungeborenes Herz pochen.
Sag: Erkennst Du mich?

Lasse Dich in Deine eigene Biografie fallen -
bis zum Zeitpunkt Deiner Geburt.
Dann tiefer - mehr als 9 Monate tiefer.

Lass Dich hinter die Geburt Deiner
Eltern, Großältern, Urgroßältern fallen,
hinter die Geburt aller Vorfahren.

Lass Dich am Ende hinter alle Zeiten fallen,
bevor die Welt erschaffen wurde.
Und dann sag mir  - ohne Zahlen -
Wann war das?

Donnerstag, 18. November 2010

Vorbild & Nachhamung


In der Waldorfpädagogik nennen wir das, was in
diesem TV-Spot zu sehen ist,  
"Vorbild und Nachhamung."
Es ist in den ersten 7 Lebensjahren
das einzige pädagogische Gesetz.

„Es gibt nur drei wirksame Erziehungsmittel:
Furcht, Ehrgeiz und Liebe.

Wir verzichten auf die ersten beiden.

Das Kind in Ehrfurcht empfangen,
in Liebe erziehen
und in Freiheit entlassen."

Rudolf Steiner

Mittwoch, 17. November 2010

Party for the vertical lift of!


Ich bin gespannt. Auf eine gute Weise: Gemeinsam mit Stefan Stark werde ich Gast bei der Jubiläumsparty 5-Jahre EnlightenNext Frankfurt sein.

Die gute Gespanntheit kommt auch daher, dass wir - in tiefer Dankbarkeit - unseren Freunden und vor allem Andrew Cohen selbst, unsere "Be and Become" Live-Performance schenken werden. 

Als spiritueller Aktivist in der Tradition Rudolf Steiners, fühle ich mich der Arbeit Cohens verbunden. Beiden, Steiner und Cohen, geht es immer um die spirituelle Bedeutung des Menschen für die Evolution. 

Im Gegensatz zu Fröschen, Pilzen und Wellen (die einfach sind, wie sie sind), ist der Mensche ein werdendes Wesen, welches sich bewusst für seine eigene Höherentwicklung entscheiden kann. Zum Wohle das ganzen Kosmos.

Eine Entwicklung, die keine Unterdrückungshierarchie erschaffen soll, sondern eine Wachstumshierarchie. Der Mensch ist darin das evolutionäre Leitmedium. Gehen wir abwärts, geht die Welt abwärts. Gehen wir aufwärts, ziehen wir die ganze Schöpfung in einen höheren Zustand hinein.

Dadurch, dass man selber diesen universellen Impuls zur Höherentwicklung in sich spürt, entsteht eine neue, aufregende und gespannte Lebensfreude - eine Lebensfreude, die über alle nur persönlichen Empfindungen hinausgeht.

Das Göttliche hat sich als Welt manifestiert. Durch den Menschen nimmt die Entwicklung der Welt diese, oder jene Richtung.

Somit ist der Mensch verantwortlich für die Biografie Gottes.

Der Mensch ist der Ort, wo das Göttliche zu sich selbst erwacht. Bewusstsein vom Bewusstsein.

Darum findet auch Meditation - sowohl bei Steiner, als auch bei Cohen - in einem evolutionären Kontext statt:

"Wenn der Mensch heute meditiert, so ist es gerade das Wesentliche, dass der Mensch nicht herausgerissen wird aus der Tätigkeit, die sein Karma auf der Erde von ihm verlangt."

Ein Satz, den Rudolf Steiner gesagt hat und Andrew Cohen unterschreiben könnte....(und natürlich auch die Guerilla-Meditierer von PublicMeditation)

Diese Idee wird gefeiert. Und was ich jetzt aber richtig schön finde: Ihr könnt auch dabei sei. Die neue Internetseite von EnlightenNext Germany hat alle Infos & Daten dazu. Ich würde mich freuen! 

Ausserdem ist diese neue Internetseite pickepackevoll mit spannenden Geschichten und erhellenden Bildern. Auch mit einem ausführlichen Radio-Gespräch zwischen leitenden Redakteur von EnlightenNext, Dr. Tom Steininger und dem Anthroposophen Dr. Ibrahim Abouleish.

Let´s celebrate the evolutionary enlightenment.
Ready for the vertical lift of!