Dienstag, 19. Januar 2010

Das Göttliche in die Natur einpflanzen

Bereits nach gut zwei Januarwochen, schaue ich schon wieder sehnsüchtig auf die Bäume an meinem Fenster. Gestern roch es schon ein winziges bisschen nach Frühling – heute wieder nur Nebel. Ich warte darauf, dass die Natur ihr grünes Gesicht zeigt. Ich warte darauf, dass die Bäume mich wieder mit frischem Knospen beglücken, die Luft zur Gartenarbeit lockt und die Sonne meinem Leben neuen Glanz verleiht. Das erwarte ich irgendwie von der Natur.

Doch mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass die Natur etwas von mir erwartet. Und zwar mehr als Biodünger. Mehr als nachhaltige Landwirtschaft und mehr als ökologische Korrektheit. Die Natur will etwas von mir und von uns.

Was könnte das sein? Ausser, dass ich sie nicht quäle (was schon ein riesiger Schritt wäre).

Ich glaube, wir kommen nicht dahinter, wenn wir in der Schönheit der Natur das Höchste sehen. Ich fürchte, wir tun der Natur keinen Gefallen, wenn wir sie als die ewige und unsterbliche Kraftquelle missverstehen.

Vielleicht haben sie den großartigen Film „Avatar“ gesehen. Ein Teil der Botschaft dieses Filmes, deckt sich mit meinen spirituellen Erfahrungen: Die Natur ist ein lebendiger, heiliger, sensibler, kraftvoller und kommunizierender Organismus. Ein lebendiges Wesen - und wir sind die ersten Diener um sie zu schütze und zu pflegen.

Aber die andere subtile Botschaft kann ich nicht unterschreiben:

Natur ist nicht GEIST, sondern Ausdruck des GEISTES. Zwar können wir in der Natur und in der ätherischen und vitalen Sphäre immer mehr von der Idee, von Geist, Gott, Christus, oder kosmischer Energie (wie immer Sie es nennen wollen) erkennen und verstehen – aber die Idee, Geist, Gott, Christus, oder kosmischer Energie (wie immer Sie es nennen wollen), bleibt doch auf immer und ewig auch jenseits aller Dinge.

Geist ist immer auch in, aber immer mehr jenseits der Natur. Die Natur & und die Sonne, sind nicht die höchste Schönheit, sondern die sichtbare Schönheit einer unermesslich höheren und ewigen Schönheit – ungeboren und unsterblich.

Alles was ist, ist in Geist - aber nicht der ganze Geist ist in allem was ist. Weil Geist nicht nur das ist was ist, sondern auch das, was nicht ist.

"Möge die Erde und der Kosmos und alle Welten untergehen, der GEIST leuchtet dennoch in der Leere, nicht entstehend, nicht schwankend in den Welten der erschaffenen Zeit." (Ken Wilber)

Und diese ewige Schönheit, dieser göttliche Glanz – oder mit schlichten Worten – diese EINE Gegenwärtigkeit, sie kann nur durch den Menschen in Natur & und die Sonne fließen. Nur dort ist Geist wach.

Geist schläft im Stein. Geist lebt in der Pflanze. Geist fühlt im Tier - und GEIST erwacht im Menschen.

Der spirituelle Philosoph Ken Wilber berührt Rudolf Steiner, wenn er dazu sagt: „Die Natur ist nicht der Quell dieses Glanzes, sondern ihr Empfänger.“ Und er fordert, dass „dieser Glanz aus dem Einen durch mich strömen und der untergehenden Sonne neunen Glanz“ verleihen möge.

Rudolf Steiner antwortet Ken Wilber: „Das Göttliche, dessen die Naturdinge entbehren, muss ihnen der Mensch selbst einpflanzen, und darin liegt die hohe Aufgabe der Kunst“.

Wie könnte eine Kunst aussehen, die das Göttliche in die Natur einpflanzt?

Gerne nehme ich Ihre eigenen Erfahrungen und individuellen Antworten entgegen und dann können WIR sie teilen (und somit multiplizieren). Ein Teil meiner Antwort ist das obere Werk von Ubbo Enninga.

Das Zitat ist aus dem Vortragsband: Kunst und Kunsterkenntnis

Kommentare:

Dirk Burgardt hat gesagt…

ich denke die einfachste art und weise der einpflanzung des göttlichen in die natur ist schlicht und ergreifend das blumen gießen :)

http://poikilothron.blogspot.com/

manroe hat gesagt…

Ja dieses WIR könnte man ja wie den zwischenmenschlichen Natur-Kosmos bezeichnen, im Sinne von "Wie im Großen, so im Kleinen". Und in diesen Kosmos gehört hinein, fließt und entfaltet sich, zeigt und spiegelt sich, was wir sind und waren. Und weiterhin könnte man an jener "Natur" ablesen lernen, was wir werden sollten.

Und einen solchen "Frühling" sehn ich auch schon herbei, seit Jahren, er gehört zu meinen Basisimaginationen.

Wie kann ein solcher "Frühling" direkter "gezündet" werden?

Ein kleiner Beitrag würde sicherlich auch darin liegen, wenn Du, Sebastian, Dich hier öfter mal "sehen" liessest, das würde dann ein wenig direkter - noch. :))

In diesem Sinne
Manfred

manroe hat gesagt…

@Dirk

"ich denke die einfachste art und weise der einpflanzung des göttlichen in die natur ist schlicht und ergreifend das blumen gießen :)"

Wenn Du Dich da man nicht täuschst. Denn mit Deiner Giesskanne in der Hand verbliebest Du in der Welt da draussen.

Was ist der Unterschied zwischen dem "Werk" einer Giesskanne und einem echten Gespräch?

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ameli Zieseniß hat gesagt…

@ MM
hmmm Leere, was ist dann Leere ohne L aber mit h? Auch blabla?
Äh, meinst Du das ernst, dass die Leere das Gemeinsame und Unterschiedliche in Einem ist?
Nehmen wir mal ne Kanne. Nehmen wir an, da ist was zu Trinken drin. Du trinkst das. Du machst das vier Wochen lang.
Nun nehmen wir nochmal die Kanne. Jetzt nehmen wir an, die Kanne ist leer. Du kriegst vier Wochen lang nichts anderes als diese Kanne und sollst den Inhalt trinken.
Wenn Du jetzt beide Annahmen vergleichst, ist das beides das Gleiche?
Ist Leere tatsächlich weniger "interessant", oder kann sie u.U. lebensbedrohlich sein?
Oder bist Du auf dem Judith-von-Halle-Trip? Ich meine, dann ist es natürlich egal, ob die Kanne leer oder voll ist. Aber weniger interessant ist die Leere selbst dann bzw. gerade dann nicht.

Liebe Grüße

Ameli

Thomas hat gesagt…

"... aber die Idee, Geist, Gott, Christus, oder kosmischer Energie (wie immer Sie es nennen wollen), bleibt doch auf immer und ewig auch jenseits aller Dinge."

Das ist Dualismus.
Gott ist im Jenseits - die Dinge sind im Diesseits.
So findet man NIE eine Verbindung.
Ein ALLEINS ist so NICHT denkbar. Ein ALLEINS ist und bleibt in einer dualistischen Weltanschauung immer und ewig eine Illusion. Und zwar eine hartnäckige.

Thomas hat gesagt…

Wenn Herr Gronbach meine obige Antwort teilen will, dann wird da nichts multipliziert, sondern seine Meinung wird eliminiert.

Susanne hat gesagt…

Lieber Thomas, das All-Eins ist mit dem Verstand nicht denkbar.
Die Dualität lässt sich überwinden, wenn du dein Bewusstsein erweiterst.
Man denkt das All-Eins nicht.

Man ist darin und agiert trotzdem mit dem Ego in seinem alltäglichen Leben.

Gott ist nicht im Jenseits.

Nichts ist jenseits.

Alles ist diesseits.

Das ist keine Wortspielerei, sondern Bewusstsein.

Es ist.

Alles hier.

Es gibt keine Verbindung zu finden.

Es gibt nur ein Sich Wieder Erinnern.

Daran, dass es sie schon gibt.

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Thomas hat gesagt…

Liebe Susanne,

Sie schreiben:
"Man ist darin (im ALLEINS) und agiert trotzdem mit dem Ego in seinem alltäglichen Leben."

Bin ich bewusst in einem ALLEINS und bewusst mit meinem Ego im alltäglichen Leben, dann habe ich doch dadurch ein Diesseits und ein Jenseits.

Und wenn Sie sagen, "Gott ist nicht im Jenseits", "Nichts ist jenseits", "Alles ist diesseits", "Alles ist hier".
Dann müsste Gott JEDERZEIT im Diesseits, im Sinnlichen wahrnehmbar sein. Dann müßten Sie jederzeit Gott sehen können und Sie müßten mir Gott überall und jederzeit zeigen können.
Und das können Sie nicht.

Also ist die Sache mit dem ALLEINS nicht so einfach zu erklären. Und der Gedanke der Dualität nicht einfach zu überwinden.

Nehmen Sie nur das, was man die Dinge nennt und das, was man Gedanken nennt. Wie können Sie das verbinden?
Wodurch können Sie ein "Ding" Wolke, mit dem "Gedanken" Wolke verbinden?

Das ist jetzt auch keine Wortspielerei, sondern bewusstes Denken.

Nur nebenbei bemerkt: Für mich besteht die Welt nicht nur aus Gedanken. Aber nur denkend kann ich bewusst erfassen und verstehen, wie alles, was in der Welt ist miteinander zusammenhängt und wie es auch getrennt ist.

Und nur mit Hilfe des Denkens können wir Menschen uns hier im Sinnlichen füreinander verständlich machen.

Herzlichst

Susanne hat gesagt…

Lieber Thomas und alle, die es interessiert,

Das Diesseits ist ein Fokus, auf das ich gerichtet bin.
Mein Ego hat diesen Fokus geschaffen.
Das Jenseits ist meine Heimat.
Mein Ego macht einen Ausflug.
Mein Selbst wacht darüber.

Das Jenseits kennt keine Sinnlichkeit.
Es hat eine schöne Bühne erschaffen, auf der es sich wundervoll sinnlich leben lässt:
Das Diesseits.
Wer seine Rolle vorher kennt, bevor er sie bekommt und sie spielt nach seinem Herzen und nicht nach dem Drehbuch, der hat den Paradigmenwechsl, den Sprung geschafft.

Natürlich ist Gott jetzt hier.
Er will auch mal Sekt schmecken.
Durch Sie, durch mich, durch uns alle.

Er drückt sich durch unser Schauspiel LEBEN aus.

Was ich kann und was ich nicht kann, können Sie nicht beurteilen.

Gott ist nicht zu erklären.
Und Gottes Liebe nicht messbar.

Die Dualität lässt sich durch Liebe überwinden.
Durch die Liebe, die hier missverstanden wird.
Sonst wäre die Erde nicht so, wie sie jetzt ist.

Benannte Dinge sind Begriffe.
Gedanken Wesenheiten.

Ich denke keine Wolke.
Ich nehme sie wahr.
Was ich definiere, nehme ich nicht wahr.
Es bleibt ein toter Begriff.

Die Verbindung zwischen Ding und Gedanken ist ein Seelenflügelschlag.

Unbeseelte Gedanken sind tot.

Wenn ich meinen Gedanken mit meinen Herzenskräften erwärme, bekommt er Flügel, dockt ans Jenseits an, kehrt zurück und wird

LEBENDIG

FRUCHTBAR und

BEREICHERND

Wenn ich mit dem Herzen denke, erfasse ich Zusammenhänge, die in keinem Buch stehen.

Wenn wir den Blick mit Lichtbewusstsein auf den anderen richten würden, bräuchten wir keine Erklärungen mehr.

Verständlich machen will nur der Verstand.

Das Herz jedoch möchte

erreicht werden.

Einen herzlichen Gruß

Anak hat gesagt…

namaste susanne...schoen...lg. anka

JANET hat gesagt…

Wie könnte eine Kunst aussehen, die das Göttliche in die Natur einpflanzt?

http://www.demeter.de/index.php?id=1529&MP=9-1493

Präparate Wie Kuhmist im Kuhhorn für fruchtbare Böden sorgt.
Nur in vitalem Boden können Nahrungsmittel harmonisch wachsen. Deshalb wird der Boden in der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise gepflegt. Mit reifem Stallmist, konsequentem Fruchtwechsel, Gründüngung und bio-dynamischen Präparaten. Wie dem Hornmistpräparat: Kuhdung, der in einem Horn vergraben einen Winter Zeit bekommt, kosmische Kräfte zu sammeln, wird in Wasser verrührt. Das so „dynamisierte“ Wasser wird auf Wiesen, Feldern und Gärten fein versprüht, damit es wie in der Homöopathie energetisch auf Boden und Pflanzen wirkt. So werden die Böden fruchtbarer, gesünder, lebendiger. Die Humusschicht wächst. Demeter-Bauern geben der Natur also mehr zurück, als sie von ihr nehmen. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen das. Und in den Demeter-Lebensmitteln schmecken Sie den Unterschied. Denn in vitalem Boden reifen die Pflanzen harmonisch.

ich finde das ist eine Kunst! Oder andere Erkenntnisse, die der Natur dienen sich zu entfalten? Die Sekem Farm ist wohl ein schönes Beispiel! Mensch und Natur vereint..göttlich kunstvoll glücklich gelungen!

http://www.gls.de/unsere-angebote/beteiligungen/geschlossene-fonds/sekem-eine-erfolgsgeschichte.html

aber sicher kennt ihr das alle.
Ich persönlich weis nicht wie ich persönlich etwas göttliches in die Natur einpflanze..Vielleicht auch ganz einfach wenn ich Pflanzensamen von BeeGood vertreue
http://www.alnatura.de/de/alnatura-aktion-zum-mitmachen-bluehende-landschaften-schaffen

Thomas hat gesagt…

liebe Susanne

Sie schreiben:
"Ich denke keine Wolke.
Ich nehme sie wahr.
Was ich definiere, nehme ich nicht wahr.
Es bleibt ein toter Begriff."

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, denken Sie, dass Ihr Gedanke tot ist und von Ihnen beseelt werden muss. Dann wird er lebendig gemacht. Durch Herzenswärme.

Real ist also für Sie die Wahrnehmung der Wolke. Der Begriff dazu wird von Ihnen gemacht. Der ist tot. Und kann durch Ihr Tun lebendig werden.

Ihre toten Gedanken, das was Sie definieren, sagen Sie, nehmen Sie nicht wahr.

Wie kommen diese toten Gedanken in Ihr Bewusstsein, wenn nicht irgendwie durch eine Wahrnehmung.
Denn die Gedanken sind ja da. Sie sind.

Müssen Gedanke und Wahrnehmnung als solche nicht schon irgendwie zusammen gehören?

Denn wenn Sie nur durch einen Seelenschlag von mir verbunden werden, sind sie als solche doch nicht real und wirklich miteinander verbunden. Sondern nur in mir. In mir bleiben sie (Wahrnehmung Wolke und Gedanke Wolke) aber getrennt nebeneinander als solche bestehen.

"Sie schreiben:
"Verständlich machen will nur der Verstand.

Das Herz jedoch möchte

erreicht werden."

Liebe ganz ohne Verstand. Geht das?

Ohne egoistische Gedanken möchte ein Herz vielleicht erreicht werden.
Aber liebevolle Gedanken, die gehören doch dazu. Bei mir jedenfalls.

Nochmals herzlichst und Gute Nacht

Thomas hat gesagt…

Noch für Susanne

"Benannte Dinge sind Begriffe.
Gedanken Wesenheiten." Schreiben Sie.

Begriffe sind doch durch Gedanken gebildet. Und wenn Gedanken Wesenheiten sind, dann müssen doch auch Begriffe wesenhaft sein.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

@MonikaMaria
Nee, die Antwort, die liegt nun mal zufällig in Dir. Weil nämlich Judith von Halle mit ihrem Getue so ziemlich alle Anthroposophen verarscht, und Du, Du liegst genau auf ihrer Linie.
Was viele Leute nicht wissen, nicht mal ahnen, das ist die traurige Tatsache, dass Leute wie Judith von Halle BEWUSST UND MIT ABSICHT andere Leute in die Irre führen und täuschen. Es kann nämlich kein Mensch ohne Essen und Trinken leben. Und "Wundmale" würden verheilen, wenn man sie nicht künstlich offen halten würde. Und Dein Geschwafel, es liegt genau auf dieser Linie. Steh doch mal zu dem, was Du bist und was Du willst, statt immer nur mit "allgemeinen Redensarten" herumzunerven.

Liebe Grüße

Ameli

MonikaMaria hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

Hallo Ameli

könntest Du solche Anschuldigungen wie hier an MM zurücknehmen oder zumindest von Deiner Sicht aus mal so "begründen", dass hier NICHT obiger Eindruck hängen bleibt!?!! Wäre auch ganz gut fürs Karma ...

Gruß
Manfred

Nene hat gesagt…

Liebe MonikaMaria,
ich zieh den Hut und wasche dir die Füße. ♥

@Amelie
weisst du, ob DAS wirklich wahr ist? Liegt die Antwort vielleicht in dir selber? Nur in dir, ganz unzufällig?