Freitag, 22. Januar 2010

Menschenklang


In der Schule lernte ich den Satz von Eichendorf: "Schläft ein Lied in allen Dingen,die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort."....Wie klingt ein Mensch der schweigt? Welches Lied singt der Friede, der aus dem Menschen tönt? Wie tönt Bewusstsein? Welchen Sound trägt die Evolution nach vorne? Was ist Dein einzigartiger Klang? Und wie klingt eine ganze Menschheit?

Ich stelle diese Fragen, weil Patrick Blaser aus der Schweiz mich dazu animiert hat. Er und seine Frau Angelika betreiben die Seite MENSCHENKLANG mit vielseitigen Angeboten und Dienstleistungen - und es ist kein Wunder, dass "Mission Mensch" und "Menschenklang" jetzt auch gemeinsam musizieren.

Ich mag den einladenden, seriösen und sehr liebenswürdigen Klang, der aus diesen Menschen kommt. Ich freue mich, Patrick Blaser ein kurzes Interview über meinen Ansichten zur Anthroposophie geben zu können. Hier zu lesen.

Viel Spaß damit.

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

Herr Gronbach schreibt in dem Interview auf der Seite Menschenklang:

"Wir (Anthroposophen) haben total vergessen, dass es auch etwas gibt, was sich nicht entwickelt, sondern immer schon war und immer sein wird."

Es ist beeindruckend, wie hartnäckig und überzeugt Herr Gronbach immer wieder von einer Vielfalt spricht und deren Entwicklung. Und von einem ALLEINS, das sich NICHT entwickelt.

Das ALLEINS ist für ihn in allem, durchdringt alles. Und die Vielfalt ist nur da, damit sich das ALLEINS in der Vielfalt erleben kann. Der Mensch, den es als Individualität, mit einem individuellen Geist bei Herrn Gronbach nicht wirklich gibt, ist nur dazu da, damit das ALLEINS SICH erkennen, erleben kann. So wie auch alles andere nur durch das ALLEINS und für das ALLEINS existiert.
Die Individualität, der individuelle Mensch, mit einem ewigen individuell erlebenden Geist wird von ihm geleugnet.

Für ihn ist ALLES EINS.

Die Entwicklung der Vielfalt ist also nicht wirklich eine Entwickung. Sie ist lediglich eine Entfaltung des ALLEINS. Und diese Entfaltung entwickelt sich wieder zu dem ALLEINS. AM Ende IST wiederum nur, was vorher bereits war. NICHTS hat sich entwickelt. Nur die Entfaltung hat sich aufgelöst. Und es ist das, was schon immer war und immer sein wird: Das ALLEINS des Herrn Gronbach.

Und MENSCHENKLANG ist für ihn nur ein Glockenspiel, das von dem EINEN Gott geschaffen wurde, damit er mit den Glocken spielen kann.

Das Glockenspiel der Anthroposophie geht jedoch so, dass jede individuelle Glocke ihren eigenen Klang erkennt und kennenlernt und diesen Klang in Harmonie mit den anderen individuellen Glocken erklingen läßt. Und dies selbständig und in absoluter Freiheit. Und nicht als untertänigster Diener eines Gottes.

Muss Herr Gronbach noch deutlicher sagen, dass er kein Anthroposoph ist?

Rudolf Steiner ist für ihn der große Inspirator. Sagt er.
Aber Andrew Cohen ist das "glühende Eisen" in seinem Herzen.

Das glühende Eisen, das die Anthroposophie bei ihm verbrannt hat.

Thomas hat gesagt…

"Sebastian Gronbach ist Anthroposophe mit Herz, Seele und Körper und diese drei Aspekte versucht er in seiner Arbeit zu integrieren."

So zu lesen auf "Menschenklang".

Herr Gronbach: Ein Anthroposoph - ohne Geist.

Thomas hat gesagt…

Von wem läßt sich Herr Gronbach inspirieren:

Er schreibt:

"Natürlich immer und immer wieder Rudolf Steiner."


Dann: "Ken Wilber. Er zeigt mir, frei nach Douglas Adams, „was der Zusammenhang von Leben, Universum und dem ganzen Rest“ ist.

Andrew Cohen diszipliniert meinen Willen, wirklich das Beste zu geben – er ist das glühende Eisen in meinem Herz.

Eckart Tolle öffnet mir die Pforten zu dem was immer und überall die friedliche Stille der Gegenwart ist.

Peter Sloterdijk lehrt mich das Intellektualität ein Segen ist.

Amma lässt mich fühlen, dass die Liebe alles, wirklich alles ist.

David Deida bricht meinen maskulinen Kern auf.

Und Thomas D liefert den Soundtrack für meine Mission."


So deutlich ist hier die Lüge (in dem von ihm als ersten Satz Geschriebenen) zu erkennen:

"Natürlich immer und immer wieder Rudolf Steiner."

Was bleibt da noch für Rudolf Steiner übrig,

wenn Ken Wilber ihm zeigt, „was der ZUSAMMENHANG von Leben, Universum und dem ganzen Rest“ ist. (Welcher ganze Rest?)

wenn Andrew Cohen seinen WILLEN diszipliniert.

wenn Eckart Tolle ihm die friedliche STILLE gegenwärtig macht.

wenn Peter Sloterdijk ihm zeigt, was INTELLEKTUALITÄT ist.


wenn Amma ihn FÜHLEN läßt, dass die LIEBE wirklich alles ist.

wenn David Deida seinen MASKULINEN Kern aufbricht. (was kommt denn da raus?)

und wenn Thomas D zu seiner Mission die MUSIK macht.

Was bleibt da noch übrig um sich von Rudolf Steiner inspirieren zu lassen?

Natürlich:

Die Inhalte der Geheimwissenschaft, die geisteswissenschaftlich errungenen Erkenntnisse.

Aber von denen will Herr Gronbach ja NICHTS wissen.

Christian Grauer hat gesagt…

Und wieder einmal bestätigt sich mein Urteil: Anthroposophie ist Philosophie für Dumme! Du kritisierst, dass Sebastian gebildet ist und sich von vielen Seiten inspirieren lässt? Wow! Willkommen im anthroposophischen Paralleluniversum der Ignoranz...

Thomas hat gesagt…

@ Herr Grauer

Sie schreiben:
"Und wieder einmal bestätigt sich mein Urteil: Anthroposophie ist Philosophie für Dumme!"

Das sagen die, die Anthroposophie nicht verstehen.
Anthroposophie ist KEINE Philosophie.
(Auch die "Philosophie der Freiheit" ist noch keine Anthroposophie, obwohl sie doch, als Basis, dazugehört.)

Anthroposophie ist GeistesWISSENSCHAFT.
Philosophie ist DenkWISSENSCHAFT.


Und Herr Grauer, vielleicht versuchen wir ohne persönliche Beleidigen zu kommunizieren. Das wäre der Sache sicherlich förderlich.

Sagen Sie mir, wo Sie Denkfehler bei meinen Gedanken finden. Sagen Sie mir, wo Gronbachs Sophie mit Anthroposophie übereinstimmt.

Ich kritisiere auch nicht, dass Herr Gronbach gebildet ist. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob er das ist. In esoterischer Literatur ist er ja anscheinend bewandert. Was er in anderen Bereichen weiß, kann ich nicht beurteilen. Das tut auch nichts zur Sache hier.

Auch kritisiere ich nicht, dass er sich von vielen Seiten inspirieren läßt. Ich kritisiere aber, dass er sich Anthroposoph nennt, obgleich er anthroposophische Inhalte nicht in seine Lehre aufgenommen hat. Er sagt es nur immer wieder.

Aber wenn Sie es besser wissen, zeigen Sie mir, wo bei ihm die Welt- und Menschenbildung, wie Rudolf Steiner sie beschrieben hat bei ihm zu finden ist. Zeigen Sie mir, wo er den Weg in geistige Welten weist, wie er von Rudolf Steiner beschrieben ist.
Zeigen Sie mir Parallelen der Gronbachschen Meditation zu der von Rudolf Steiner beschriebenen.

Und wenn Sie seine Weltanschauung für eine Weiterentwicklung der Anthropsophie halten, dann zeigen Sie bitte, wie er den jeweiligen Übergang gefunden hat.
Anthroposophie ist da und Gronbachs Sophie ist da. So wie das Ei da ist und das Küken. Und so, wie beim Ei zu sehen ist, wie aus ihm ein Küken wird, so müsste man auch zeigen können, wie aus Anthroposophie Gronbachs Weltbild entstanden ist.

Ich bin gespannt.

Übrigens habe ich hier schon oft und oft mein Verständnis, meine Interpretation von Herrn Gronbachs Anschauungen Vorstellungen niedergeschrieben. Jedoch nie kommentiert oder richtig gestellt.
Es hätte ihn bestimmt nicht viel Zeit gekostet. Aber er hat es nicht getan.

Das ist für mich Ignoranz. Keine dumme., Eine bequeme.
Man kann dann stets bei seinen Vorstellungen bleiben, dreht sich dabei aber immer im Kreis -um sich selbst.

manroe hat gesagt…

Das eigentliche Paralleluniversum Herr Grauer, spielt sich auf "facebook" ab, der Litfasssäule für eigene Belange, dem Trieb nach Werden oder einfach nur sinnlosem Geplapper. Ansonsten sind die Ausführungen von Thomas doch einfach nur richtig, allerdings nur für ein klares, unvoreingenommenes Denken und dem wachsamen Auge, es auch dabei zu belassen, beim Unvoreingenommensein.

Thomas, Sie sollten sich mal bei facebook anmelden, (falls Sie es noch nicht kennen sollten), da gibt es auch massenhaft Kommentare von Sebastian, hier, keine (mehr). WARUM NUR??

Wer sich ein wenig in Werbung, Marketing oder Arbeit an seiner eigenen Marke auskennt oder sich da hineinzufühlen vermag, wird schnellstens erleuchtet, warum dem so ist.

Als gut gemeinter Tip, Thomas, das erklärt dann Vieles.

Bei facebook kann man mit einem Mausklick Freund sein!!! Genial, was?

UND, da gibt es auch die von Sebastian Gronbach NEU!! "gegründete", einfach so gesetzte sogenannte FAG (facebook-anthroposophische Gesellschaft). SO macht man das heute!! Überzeugungsdiktatur! Ahriman lässt grüssen. Große Blasen OHNE Inhalt.

Mich schüttelts schon seit Tagen.

manroe hat gesagt…

@ Christian Grauer

"Und wieder einmal bestätigt sich →mein← Urteil: Anthroposophie ist Philosophie für Dumme!"

Ich SEHE WIRK-lich, dass man eher zu den Dummen gehört, wenn man in der Anthroposophie (nur) eine Philosophie zu erblicken vermag. Und wenn überhaupt, dann ist Philosophie etwas für Dumme, heute.

Christian Grauer hat gesagt…

Lasst Euch von mir bitte nicht beim Dilettieren stören...

manroe hat gesagt…

Das ist genau die richtige Antwort, vielen Dank für diese Selbsteinschätzung!

Thomas hat gesagt…

Danke, Manfred!

Nene hat gesagt…

Was ist denn hier los??
Ahab jagt weiter seinen Wal und Manfred liebt zwar seinen Rechner, aber schüttelt sich bei Face Book.
Face Book ist auch nur ein teil dieser Welt wie dein Rechner.
und Sebastian ist mal wieder kein Antroposoph, der die Lehre Steiners vertreten dürfte, die reine Lehre versteht sich.
Geht gleich einer mit dem Hut herum?

manroe hat gesagt…

Aber Nene, wir sprachen hier von unvoreingenommenem Denken. Und bezüglich facebook meinerseits darüber WIE man mit dem "Rechner" facebook umgeht und nicht über den "Rechner" daselbst. Und was den Grauer anbelangt, das spricht doch für sich selbst, wenn man unvoreigenommen ist und bleibt.

Thomas hat gesagt…

Liebe Nene,

Herr Gronbach darf die Anthroposophie vertreten.
Aber er tut es nicht.

Das Gegenteil tut er. (Er zer-tritt sie)

Lesen Sie doch (noch) einmal, was ich oben am 24.1. für Herrn Grauer geschrieben habe.

Thomas hat gesagt…

Ja Herr Grauer, was sagen Sie zu meinen Argumenten?

Von "dilletieren" sprechen Sie. Sie kommen ja noch nicht einmal dazu.

Sie verabschieden sich und ziehen einfach den Schwanz ein.

Ich weiß, dass ich mit meinen Argumenten Recht habe und dass Sie nicht das Gegenteil beweisen können.

Und Sie bestätigen mir das, indem Sie das von mir Geschriebene einfach ignorieren. Sie tun das aus dem selben Grund, aus dem Herr Gronbach es tut:

Ihr schönes selbstgebautes Kartenhaus würde zusammenfallen.

Und es zeigt, dass von Ihrer Seite überhaupt kein Interesse an einem wirklichen Dialog besteht.

manroe hat gesagt…

Tja Thomas, so scheint es wohl zu sein, wenn man die Nase zu hoch hält, dann sieht man nicht mehr alles. :)

Christian Grauer hat gesagt…

@Thomas:
> Ich weiß, dass ich mit meinen Argumenten
> Recht habe und dass Sie nicht das Gegenteil
> beweisen können

Dass ich nicht antworte, hat nichts mit meinem Schwanz zu tun, sondern damit, dass ich keine Lust auf diese Art Gespräch habe. Sie sind es, der ein Problem mit Gronbach hat, nicht ich. Welchen Sinn sollte denn auch ein Dialog mit so einer festgefahrenen Position haben? Also. Sie haben doch manroe, mit dem Sie sich weiter in Ihrer Selbstgerechtigkeit auf die Schulter klopfen und den Katechismus der wahren Anthroposophie predigen können. Genießen sie das noch so lange, bis Sie bemerken, wie idiotisch es ist...

Thomas hat gesagt…

Herr Grauer,

ich habe Argumente vorgebracht. Beziehen Sie sich doch nur darauf.
Entkräften Sie diese doch.

Überzeugen Sie mich vom Gegenteil.

Treten wir in einen Dialog darüber. Gehen wir doch Punkt für Punkt durch.
So wie vernunftbegabte Menschen das machen können.

(So lange bleibe ich jedoch bei meiner Meinung (und das doch mit Recht), die ich mir durch eigenes Denken erarbeitet habe.)

Ich würde mich wirklich vom Gegenteil überzeugen lassen. Gleichwohl ich der Meinung bin, dass Sie es nicht können. Ich werde mich wirklich bemühen Ihre Argumente unbefangen aufzunehmen.

Vielleicht wäre es eine gute Basis, wenn wir beide davon ausgehen würden, dass die jeweils eigene Position, die persönliche Meinung als "idiotisch" (wie Sie schreiben) erkannt werden könnte/müßte.

Wenn Sie sich nicht darauf einlassen, dann ist doch der Vorwurf gerechtfertigt, dass Sie den Schwanz eingezogen haben.
Oder?

Christian Grauer hat gesagt…

@Thomas:
> Überzeugen Sie mich vom Gegenteil.

Wozu? Ich will Sie überhaupt nicht überzeugen. Überzeugen Sie sich doch selbst. Diese Erwartung, man könne darüber diskutieren, ob Sebastian Gronbach (oder irgend jemand anderes) von der Anthroposophie inspieriert ist oder nicht, ist doch schon Teil des Problems. Und nebenbei völlig uninteressant. Anthroposophie ist doch kein Zertifikat, das man sich durch Linientreue erwirbt.

Sie glauben, dass ich irgend etwas zu verteidigen oder zu rechtfertigen hätte, wozu ich meinen Schwanz ausfahren müsste. Das ist aber nicht so. Ich habe nur festgestellt, dass Sie eine vielseitige Bildung und Inspiration für unanthroposophisch halten. Und ich dachte mir spontan dazu: vielleicht ist es das ja in der Tat! Deswegen schrieb ich: Anthroposophie sei Philosophie für Dumme. Ich habe damit nur eine (etwas pauschal und polemisch verkürzte) Schlussfolgerung aus Ihrer Argumentation gezogen. Wovon sollte ich Sie also überzeugen? Von Ihren eigenen Argumenten?

Deswegen sagte ich doch schon: genießen Sie Ihren Fundamentalismus, dann ist er wenigstens für irgend etwas gut! Ich habe meinen Schwanz nicht eingezogen. Es gibt für ihn nur schönere Orte als Ihren anthroposophischen Setzkasten...

Von mir aus betrachten Sie sich aber gerne als Sieger: Sie haben ja Recht: Sebastian ist viel zu gut für die Anthroposophie.

Dann hätten wir das auch erledigt :-)

Thomas hat gesagt…

Für Herrn Grauer (zur Klarstellung)


"Ich habe nur festgestellt, dass Sie eine vielseitige Bildung und Inspiration für unanthroposophisch halten."

Das habe ich nie gesagt. Der Meinung bin ich auch nicht.
Das haben Sie lediglich so interpretiert. Also, eine falsche Schlußfolgerung gezogen.

Sie wissen, wie gebildet in diesem Sinne Rudolf Steiner war?

Können Sie sich dann vorstellen, dass ich Bildung für unanthroposophisch halte?

Auch sehe ich mich nicht als Fundamentalisten. Ich habe lediglich eine eigene Meinung. Und ich bin bereit, diese zu verändern, wenn andere Argumente da sind.

Auch geht es mir nicht darum Sieger zu sein.
Ich suche Wahrheit. Und so gesehen, kann ich dabei selbst Verlierer werden.