Freitag, 8. Januar 2010

Augen zu. Mund zu. Glück auf: RUHR2010

Köln, Berlin, Wien, Frankfurt, Bremen, Bethlehem, Jerusalem...das sind ein paar der Städte, in denen sich Menschen zur öffentlichen Stille getroffen haben – zur Guerilla-Meditation. Zuletzt in Gelsenkirchen. Doch jetzt steht die vermutlich größte, öffentliche Meditation in Deutschland an: Zur Eröffnung der Ruhr2010 – mitten auf der Eröffnungsfeier in Essen.

Das Ruhrgebiet wird an diesem Tag der lauteste, bunteste, glücklichste und bewegenste Ort in Deutschland sein. Wir freuen und begrüßen das aus ganzem Herzen.

Mitten auf der größten Party Deutschlands werden wir für einige Minuten still sein. Still und regungslos.

Jenseits vom äusseren Feuerwerk, gibt es ein inneres Herzwerk.

Wir werden Stille und Innerlichkeit repräsentieren. Denn wir glauben: Jenseits von allen kulturellen Leistungen, gibt es eine immerwährende innere Würde des Menschen, die Ihren schönsten Ausdruck in der Meditation hat.

Wir glauben: Das Potential für alle kulturellen Leistungen kommt aus dem innersten Raum des Menschen. Aus der Mitte der Menschheit.

Diesen Raum wollen wir mit unserer öffentlichen Meditation feiern, würdigen, bewusst machen und repräsentieren.

Dieser Raum ist jenseits von falsch und richtig. Jenseits von Geschlechtern und jenseits von Religionen und Nationen – darum laden wir Dich und alle Menschen ein mitzumachen.

Meditieren ist die einfachste Sache der Welt:
Mund zu. Augen zu. Glück auf.


Wenn Du Lust hast, für einige Minuten Dein Herz weit für diesen Moment weit zu öffnen, für alle Geräusche, alle Bewegungen und alle Menschen, dann sei dabei und lade Deine Freunde ein.

Sei mit uns die Stille, in der alle Geräusche, Bewegungen und Menschen erscheinen, verweilen und wieder verschwinden.

Lass Dich auf das Abenteuer ein, die Stille dahin zu bringen, wo der meiste Lärm ist. Erlebe das einzigartige Gefühl, wirklich still zu sein.

Mit geschlossenen Augen einfach DA SEIN....wenn um Dich herum die größte Party Deutschlands gefeiert wird.

Treffpunkt & Intro: Am Haupteingang
pact Zollverein Essen (Link mit Wegbeschreibung).

Zeitpunkt: Samstag, 9. Januar 2010 um 18:00 Uhr

Dort gibt es alle weiteren Infos. Die Aktion wird im Gebäude stattfinden. Der Eintritt ist frei.
Kämpft Euch durch den Schnee in die Stille. Jeder Mensch zählt. Jede Minute zählt.

Eine Aktion von ÖKOMED und
POTTFICTION. Im Rahmen der RUHR1020. Mit freundlicher Unterstützung von: Stiftung Mercator.

Public meditation – Because your life is a public event.

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

(Kommentar vom 07.01.10 13:37 - da keine Reaktion, hier nochmals)

@ Herr Gronbach

"Wenn eine Vaterfigur fehlt, wenn wir nicht auf die innere Stimme des Rückrates hören können, oder diese Stimme schwach ist, dann brauchen wir ein Rückgratersatz.

Dieser Rückgratersatz ist dann oft eine Ideologie, eine Weltanschauung, eine Norm oder jemand, den man immer dann zitieren kann, wenn einem die eigenen Worte als zu riskant erscheinen."


Herr Gronbach, Sie meinen, dass Sie etwas eigenes haben. Eigene Worte vermeinen Sie zu haben.
Und das, was Sie da haben steht für Sie über allem.

Was ist es aber, was Sie da haben?

Inhalte von Ideologien, die Sie bei anderen gefunden haben. Da haben Sie willkürlich extrahiert, die Teile vermengt und einen Einheitsbrei daraus gemacht. Einen pürierten Einheitsbrei, den Sie "integral" nennen.

Da ist absolut nichts Eigenes.

Und wen haben Sie hier nicht schon alles zitiert: Cohen, Wilber, Krishnamurti, und, und, und ... .

Wenn Ihnen Ihre eigenen Worte da zu riskant erscheinen, dann kann man daraus schließen, dass Sie dann wohl zu feige sind eigene Worte zu benutzen.



Weiter haben Sie geschrieben:
"Es ist die Strategie des Revolutionärs, der um Erlaubnis bittet um nicht angreifbar zu sein."

Und weiter:
"Wenn Du die Welt wirklich verändern willst, wenn Du jemand sein möchtest, der die Welt einen Schritt nach vorne bringt, dann darfst Du eines niemals tun: Die Welt um Erlaubnis fragen."

Genau das haben Sie getan. Sie haben doch in Amerika nachgefragt und dort um den Segen für Ihr ÖKOMED gebeten.
Und wie glücklich waren Sie, als Sie diesen Segen bekamen.

Sie haben in der Welt um Erlaubnis gefragt. Weil Sie nicht alleine stehen können.
Sie brauchen ein WIR. Nicht weil Sie anderen Gutes tun wollen, sondern weil Sie andere brauchen, weil Sie nicht auf eigenen Füßen stehen können.

Herr Gronbach, was sagen Sie zu dieser Inspiration?

(@ Andere: Bevor Sie kommentieren, lassen Sie doch bitte Herrn Gronbach mit EIGENEN Worten antworten - ob er die wohl findet?)

Thomas hat gesagt…

@ Herr Gronbach

"Wir glauben: Das Potential für alle kulturellen Leistungen kommt aus dem innersten Raum des Menschen. Aus der Mitte der Menschheit."

"Wir glauben", schreiben Sie Herr Gronbach.

Ist das ein Satz für den Katechismus von Ihrem GlaubensNICHTS?

Ich dachte, Sie wissen bereits alles. Sie bezeichnen sich doch selbst als Gott. Was für ein Gott ist das, der glaubt?

Ein Tip: Achten Sie darauf, dass Sie sich mit Ihrem "Augen zu und durch!" nicht den Kopf einrennen.

Anonym hat gesagt…

Schön,wenn sich Menschen so freuen können,denke aber auch bitte an abertausende Menschen für die,die Party anders ist.Denn sie ist sehr leise,farblos und unglücklich.Wir können nicht alle Du sein.

Sebastian Gronbach hat gesagt…

@Anonym: Danke für den Hinweis.

Unsere Einladung zur Meditation, die ich um 18 Uhr aussprechen werde, wird genau diesen Aspekt enthalten. Das stille Herz zu sein, in dem alles, alles eine Heimat hat. Auch der Schmerz.

Jeder Augenblick taucht spontan auf und verschwindet wieder - sofort und für immer. Was bleibt ist die Stille. Was wir also tun ist, den Raum öffnen (der immer offen ist) um jedem Augenblick (auch dem Traurigen) eine Heimat zu geben.

Herzlich, Sebastian

Thomas hat gesagt…

@ Herr Gronbach

Jaa, er lebt noch, er lebt noch ...

und sie rennen weiter - mit Scheuklappen.

Nach dem Motto: Was ich nicht sehe, das gibt es nicht.

Vielen Dank für Ihre deutliche Antwort.

lametta hat gesagt…

Ich freue mich auf die Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres.
Dem Pott heute alle Ohren und Augen!Er zeigt sein neues Gesicht, ein gewaschenes und aufgeräumtes Gesicht. So will er gesehen werden.
Baustellen, besonders die sozialen, wird es immer noch geben.
"Außen hui - innen pfui" sagte meine Oma zu so etwas. Aber vielleicht bekommt das "Pfui" in den Strukturen in dieser Region ja von dem ganzen "Hui" irgendetwas ab?
Werde mich gleich mit meiner Bügelwäsche vor den Fernseher klemmen und sehen, ob Frau Holle ihren Teil dazu beiträgt, das alles bei den Menschen rein und friedlich wird.

Grüße aus Duisburg
Stefanie

Ahoi hat gesagt…

Getz geht im Pott die Post ab.
Mit Augen auf, Ohren auf und allet auf!
Wir sind der Mittelpunkt vonner Welt!

Stefan hat gesagt…

Ruhr 2010. Noch kann ich damit nichts anfangen. Die ewigen Baustellen, die runtergekommenen Bahnhöfe. ... Eine Kulturhauptstadt sieht anders aus.

lametta hat gesagt…

"Friedlichster Slum der Welt"...
das merke ich mir. Passt.
Ich stimm dir zu.

Anonym hat gesagt…

Sie haben gebrannt in der USA,wenn Sie Gott sind,warum haben Sie diese Menschen in de Tod geschickt

Anonym hat gesagt…

Oh Gott!? wie abgeschmackt, aber echt jetzt.

Anonym hat gesagt…

Lieber Sebastian Gronbach,du hast die tollsten Bilder der Welt,nur helfen sie keinem,du hast Gedanken,die ich nicht verstehe.Lasse bitte Menschen mit Glauben in ihren vier Wänden.Lasse ihnen das wenige,daß sie haben.Bitte!

Opium for the People hat gesagt…

Hab noch nie was von Pot gehört. Komisch, was das für ne Paty sein soll. Auf jedenfal irgendwas für Gottlose, oder?