Samstag, 20. Februar 2010

Die Tür

Wenn Du einmal begriffen hast, dass weder Reichtum noch Armut, weder Siege noch Niederlagen, weder Gesundheit noch Krankheit und weder die Liebe Deines Partners, noch die Bosheit Deiner Feinde von Dauer ist; wenn Du begriffen hast, das gar nichts – auch nicht weise Worte und spirituelle Lehren – von Dauer sind, dann stehst Du kurz vor der Depression. Oder dem Erwachen.

Wenn Du zutiefst begriffen hast, dass auch Du irgendwann einfach verschwunden bist – folgenlos – dann kommt die Verzweiflung. Oder die Erleuchtung.

Erleuchtung bedeutet hier nichts anderes, als eins mit dem tiefen & stillen Frieden zu sein, der jenseits aller Formen lebt. (Es gibt noch eine zweite Erleuchtung, aber das ist eine andere Geschichte.)

Dein Glück wird dann kein Glück mehr sein, was im Unglück einen Gegenpol hat.

Dein Glück wird dann eins sein mit Unglück, aber beide heben schlichtweg ihre Bedeutung verloren. Es sind bloß noch Worte – aber Du lebst jetzt jenseits der Worte.


Denn Du hast Deinen Frieden gefunden, der weiter ist als Glück und umfassender als Unglück. Ich könnte auch sagen: Du hast mit Glück und Unglück Frieden geschlossen.

Alles, wirklich alles, wird einmal verschwunden sein. An einem Tag, wird sich die Evolution in sich selber aufheben. Gott hat sich in uns ausgelebt.

Die Energie, aus der vor Milliarden Jahren alles hervorgekommen ist und die Du jetzt in Dir als leidenschaftlichen Drang zur Höherentwicklung fühlen kannst – sie wird sich erfolgreiche verwirklicht haben. Auch durch Dich. Das ist im Grunde die "zweite Erleuchtung."
wach
Dann wird sein, was immer war: Der tiefe & stille Frieden. Bis Gott wieder Lust auf ein neues Abenteuer hat...

In der Depression bist Du einen Schritt vor dem Tor zu diesem Frieden. Noch kannst Du nur lesen was als Schild darauf steht: „Hinter dieser Tür ist NICHTS. Komm herein und werde NICHTS. Es ist sinnlos.“ Diese Tür wirkt abschreckend und verspricht doch alles, wonach Du Dich je gesehnt hast. Dieses Paradox macht Dich wütend, traurig und depressiv.

Aber wenn Du wirklich diese Tür öffnest, dann wirst Du in dem unbeschreibliche Nicht-Zustand sein und erfahren können, dass es ein NICHTS ist, welches jenseits von Glück oder Unglück lebt.

Jenseits dieser Tür bist Du nicht länger zufrieden oder unzufrieden. Sinn und Unsinn heben sich auf. Du bist einfach der FRIEDEN selbst.

Wie man durch diese Tür geht?
Welche Tür?

Kommentare:

Thomas hat gesagt…

"Wenn Du zutiefst begriffen hast, dass auch Du irgendwann

einfach

verschwunden bist

– folgenlos –

dann kommt die Verzweiflung. Oder die Erleuchtung."

Nämlich die Erleuchtung von Herrn Gronbach:
Dann laßt uns so lange noch leben, so wie die oberen Zehntausend es tun.

Und mit MÄrcedes und MasArati fahren die Erleuchteten zu ihren Gläubige(r)n.


Gel für alle!

Maurulam hat gesagt…

Wie auch immer: meine Liebe währt ewiglich. Jedenfalls solange es mich oder meine Folgen gibt.

Hat nichts mit dem Partner zu tun, der muss es selbst wissen.

manroe hat gesagt…

"Ich habe ein Herz für Reiche"

Zu diesen Ansichten aus dem vorigen blog wollte ich nochmal was nachreichen, nämlich: Dass GENAU wegen einer SOLCHEN Ansicht es hier auf und um diesem(n) Planeten so schlecht bestellt ist. und NICHT umgekehrt, nach dieser amerikanischen Wildwest-Manier.

Denn es gibt nur diesen einen "Topf" in den man greifen kann und die mit obiger Gesinnung, getrieben von einer solchen, nutzen ihre "Intelligenz" und halten sie auch noch für eine solche, dafür, so schnell und so tief als möglich in selbigen hineinzugrapschen.

Was Sebastian "versteckt" auch sagen wollte, hat mit diesen "Reichen" aber nichts zu tun, zu 95% gar nichts. Und ich glaube NICHT, dass er es NICHT bemerkt hat.

manroe hat gesagt…

Und jetzt anschliessend diese Wischiwaschi-TÜr hinterherzuschieben...

Und warum ein Gewischiwaschi hinterher? Nach so viel klarem Bekenntnis wieder alles zu relativieren? Man sollte Zucker und Salz auseinanderhalten und nicht miteinander vermischen. Weil: BEIDE "Gewürze" sind wahrhaftig, aber von unterschiedlichster Wirkung und somit getrennt voneinander zu benutzen.

manroe hat gesagt…

" „Hinter dieser Tür ist NICHTS. Komm herein und werde NICHTS. Es ist sinnlos.“"

Ein wirkliches absolutes NICHTS gibt es nicht und auch eine wirkliche absolute Leere gibt es nicht. Man darf die in meinem Bewusstsein erlangte oder anzustrebende Stille nicht verwechseln mit einer absoluten. Denn jene Stille entsprcht lediglich der, als würde ich für ein neues Gedicht den zuvor beschriebenen Zettel abreissen zugunsten eines neuen leeren Zettels, damit ich kreieren kann, was mir vorschwebt, was ich vorhabe, VOR!
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STEINER Zitatbeleg!

"Außer derjenigen Welt, in die der Mensch hineinsieht mit seinen physischen Sinnen, und der Welt, die er empfindet als die zweite, als die ätherische Welt, außer diesen beiden Weltensphären, Weltenterritorien, der physisch-sinnlichen und der ätherischen Welt, ist eben dasjenige, was uns umgibt, auch rein geistige Welt, in der sich geistige Wesen, die niemals auf die Erde heruntersteigen, lebend bewegen, in der solche Wesen lebend tätig sind. Aber diese Wesenheiten, die in der rein geistigen Welt lebend tätig sind, die müssen eingreifen in das Erdenleben. Deshalb müssen sie das, was
sie in der rein geistigen Welt tun, dem Erdenäther mitteilen. ... die Welt der geistig tätigen Wesenheiten. Diese Welt der geistig tätigen Wesenheiten, die geht herein in das irdische Gebiet. Die Erde ist das, was sie ist, nur durch die Tätigkeit der geistig tätigen Wesenheiten.

Jasna Caluk hat gesagt…

Nur, weil man das NICHTS nicht denken kann, heißt das nicht, dass es das Nichts nicht gibt.

Die Unendlichkeit ist schließlich auch WAHR, auch wenn ich sie nicht denken kann, oder?

manroe hat gesagt…

@ Jasna

Eben weil ich es denken kann Jasna, habe ich geschrieben was ich geschrieben habe. DIE Stille bzw. DAS NICHTS ist ein individueller Zustand der lediglich insofern universell ist, als das er als Prinzip jedem zur Verfügung steht, nach entsprechender Übung und als ein Ziel, welches zugleich Ausgangspunkt für wirklich Neues sein kann/sollte, dient. Oder einfach mal unvoreingenommen lesen, was ich ebenfalls durch Steiner zu belegen mich bemühte. Ich spreche hier nicht aus einer theoretischen Anschauung heraus, Jasna --

Jasna Caluk hat gesagt…

"Ein wirkliches absolutes NICHTS gibt es nicht und auch eine wirkliche absolute Leere gibt es nicht."

Ich bin auf diesen obigen Satz eingegangen und hiermit

"Eben weil ich es denken kann Jasna, habe ich geschrieben was ich geschrieben habe."

hast Du Deinen Satz doch auch wieder relativiert.
Is ja auch ok.

Und diesen Satz würde ich so schreiben:

"DIE Stille bzw. DAS allgegenwärtige NICHTS (manche sagen auch GOTT dazu) ist etwas, das insofern universell ist, als dass er/sie/es jedem zur Verfügung steht und nach entsprechender Übung zugleich Ausgangspunkt für wirklich Neues IST und dient"

Und by the way:
In jedem "süßen" Kuchen IST auch eine prise Salz.

JANET hat gesagt…

Macht Nichts!