Montag, 22. Februar 2010

Steiners Erben

5000 Schweizer haben den Anthroposophen-Film bereits gesehen. Auch einige deutsche Zuschauer und Kritiker haben bereits „Zwischen Himmel und Erde“ geblickt. Nächste Woche feiert Christian Labharts Film in Köln Deutschlandpremiere - mit einem Podiumsgespräch. Als einer der Protagonisten ist es ein lustiges Gefühl, dass Kritiker u.a. meinen Auftritt benoten und ich den Film noch gar nicht kenne.

Wenn ich daran denke, dass von den drei Tagen, die wir gedreht haben, nur zwanzig Minuten zu sehen sind, dann ist das komisch. Sofort gibt es eine Stimme in mir die rufen will: „Hei – das bin ich gar nicht. Ich hab viel mehr gesagt. Ich habe noch andere Seiten, ihr seht mich gar nicht ganz – das sind nur lächerlich begrenzte Ausschnitte“. Stimmt – aber ist das nicht etwas, was jeder von uns kennt? Niemand wird ganz und vollkommen wahr genommen.

Immer sehen wir nur kleine Ausschnitte, Zitate und das was wir im inneren Schneidetisch sehen wollen.
STEINER
Immer machen sich Menschen ein bestimmtes Bild, oder nehmen nur einen Teil von uns wahr. Das Leben eines Menschen ist ein ewiges „Aus-dem-Zusammenhang-gerissen-sein.“

Ein Film macht dies nur auch brachiale und auch schöne Weise deutlich, was jeder Mensch erlebt. Jeden Tag. Das ist ok, normal und egal. Und wer guten Willens ist, sieht durch dieses kleine Fenster, was wirklich zählt. Das Wesentliche liegt eh hinter unseren Worten und jenseits von unserer Person.


Regisseur Christian Labhart stellte mir ein paar Fragen –
ich habe geantwortet:

Sebastian, Was ist dein ganz persönlicher Ansatz in der Anthroposophie?
Ich will mein Herz dabei spüren. Und mein Rückgrat - und ich will dieses zeitlose Gefühl von Lebendigkeit auch in anderen anderen Menschen ansprechen.
STEINER
Und ich will, dass Anthroposophie der ganzen Evolution dient. Ich will meinen Beitrag dazu geben, dass wir die besten Teile integrieren (und wir haben großartige Teile) und auf den nächsten Level heben – dabei muss man auch Dinge aussortieren.

Gemeinsam mit vielen inspirierenden Menschen, will ich Anthroposophie auf dem neusten Stand haben – und der neuste Stand, ist zur Zeit jenseits der Anthroposophie. Das gelernt zu haben, war eine bittere Speise für mich.

Im Vergleich zu dem geistigen Riesen Rudolf Steiner mögen wir Zwerge sein. Aber wir stehen auf seinen Schultern und können also weiter sehen als er. Wir verfügen über sein Wissen PLUS dem Wissen von 85 Jahren.
STEINER
Stell Dir vor, Du willst mit einem Menschen die Zukunft gestalten und dieser Mensch hat noch nie etwas von Joseph Beuys, Peter Sloterijk, Jacques Derrida, Heinrich Böll oder Michel Foucault gehört. Er würde nicht wissen wer Jonny Cash, Bob Dylan, Jimi Hendrix, John Lennon, Michael Jackson oder Stanley Kubrick ist.
STEINER
Wie würdest Du Dialoge mit jemand über Gott und den Menschen führen, der bei den Namen Ken Wilber, Eckart Tolle, Andrew Cohen, Martin Luther, Mutter Teresa, Nelson Mandela oder dem Dalei Lama, ahnungslos mit den Schultern zuckt? Dieser Mensch hätte noch nie vom Holocaust, nie von Hiroshima, nie vom Sowjet-Gulag, nie vom 11. September, der Berliner Mauer und auch nie etwas vom Internet gehört....Die (inneren) Dialoge mit diesem Menschen wären nur sehr eingeschränkt möglich - dieser Mensch ist Rudolf Steiner.
STEINER
Was ist in Deinen Augen ein Erbe Rudolf Steiners?
Ein Erbe Steiners, das ist jemand, der dieses Erbe als Kapital investiert. Dort wo er es investieren will. Gewinnbringend und zum Wohle aller Wesen. Es liegt in der Natur der Investition, dass das Erbe, als investiertes Kapital, nicht mehr so ausschaut wie als Erbe.

Was bedeutet dir Steiner?
Rudolf Steiner ist in einem bestimmten Sinne der wichtigste Mensch in meinem Leben. Rudolf Steiner ist mein spirituelles Gravitationsfeld und mein Schlüsselmeister zur Welt des Geistes – andere haben andere Schlüsselmeister. Es gibt verschiedene Türen, aber alle führen zum einen Geist.

Was wünschst du dem Film auf seinem Weg zum Publikum?
Ich habe ja keine Ahnung wie der Film geworden ist. Trotzdem wünsche ich dem Film großen Erfolg – auch kommerziell. Ich wünsche dem Film, dass er einen Beitrag dazu leisten kann, dass Anthroposophen als Menschen gesehen werden, die Ihr Leben als eine Mission leben.

Jeder Mensch ist eine Mission – und der Film kann zeigen, dass Anthroposophen Menschen sind, die sich entschieden haben, die „Mission Mensch“ erfüllt zu leben – in ihrer ART und im Chor von ALLEN.
STEINER
Mit allen Irrungen und Wirrungen und doch zum Wohle aller Wesen und des ganzen Universums. Man könnte fragen: „Ist das nicht ein bisschen zu viel des Guten?“ Ja, genau: Ein Anthroposoph ist jemand, der immer zuviel des Guten will – er wird sein Ziel nie erreichen. Das lässt ihn gleichzeitig etwas lächerlich und ebenso heroisch erscheinen.

Wie siehst Du Deine Rolle in der Anthroposophie, Sebastian?
Es ist eben eine bestimmte Rolle im endlichen Drama zwischen Himmel und Erde. Stell Dir vor, Christian, alle Anthroposophen wären so "feinsinnige Denker" wie unser Chef Bodo von Plato? Ach Du lieber Himmel! Diese Vorstellung ist fast so gruselig wie die Vorstellung, dass wir alle solche Lautsprecher wie Gronbach wären. Wir sind verschiedene Instrumente in einem Orchester - man sollte die Trompete nicht gegen die Geige ausspielen.

Deutschland Premiere:
Zwischen Himmel und Erde - Anthroposophie heute


Datum: Mittwoch, 3. März 2010
Zeit: 19:30 - 22:30
Ort: Köln - Filmforum NRW im Museum Ludwig
Straße: Bischofsgartenstr. 1

Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch in Anwesenheit des Regisseurs Christian Labhart, Sebastian Gronbach (Journalist info3), Claudine Nierth (Vorstandssprecherin des Vereins Mehr Demokratie), Michael Schmock (Vorstand Anthroposophische Gesellschaft), Susanne Wende (Waldorf Lehrerin), Prof. Dr. Marcelo da Veiga (Rektor Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, angefragt) und Nils Zehnpfennig (Vorstand Alive AG, ehem. Waldorf Schüler) statt. Moderation: Andreas Rothkegel (Heilpraktiker und Gestalttherapeut).

Reservierungen über Kino Gesellschaft Köln Tel: 0221 - 469 42 40 oder info@kinogesellschaftkoeln.de

Kommentare:

Stefanie hat gesagt…

"Gemeinsam mit vielen inspirierenden Menschen, will ich Anthroposophie auf dem neusten Stand haben – und der neuste Stand, ist zur Zeit jenseits der Anthroposophie. Das gelernt zu haben, war eine bittere Speise für mich."

Anthroposophie ist!!! der neuste Stand, nur hieß und heißt sie nicht immer Anthroposophie. Nicht überall, wo Anthroposophie draufsteht, ist auch Anthroposophie drin. Und umgekehrt findet sich Anthroposophie "haufenweise", ohne sich so zu nennen. Es kommt mir darauf an, Anthroposophie zu erkennen, wo sie ist und wenn sie nicht ist, sie zu provozieren.

Herzlicher Gruß!
Stefanie

Stefanie hat gesagt…

Ich bin's nochmal, Sebastian:

"Stell Dir vor, Du willst mit einem Menschen die Zukunft gestalten und dieser Mensch hat noch nie etwas von Joseph Beuys, Peter Sloterijk, Jacques Derrida, Heinrich Böll oder Michel Foucault gehört. Er würde nicht wissen wer Jonny Cash, Bob Dylan, Jimi Hendrix, John Lennon, Michael Jackson oder Stanley Kubrick ist.
STEINER
Wie würdest Du Dialoge mit jemand über Gott und den Menschen führen, der bei den Namen Ken Wilber, Eckart Tolle, Andrew Cohen, Martin Luther, Mutter Teresa, Nelson Mandela oder dem Dalei Lama, ahnungslos mit den Schultern zuckt? Dieser Mensch hätte noch nie vom Holocaust, nie von Hiroshima, nie vom Sowjet-Gulag, nie vom 11. September, der Berliner Mauer und auch nie etwas vom Internet gehört....Die Dialoge mit diesem Menschen wären nur sehr eingeschränkt möglich - dieser Mensch ist Rudolf Steiner."

Woher weißt du, dass Rudolf Steiner von all diesen Menschen und Ereignissen nichts gehört hat?
Ich möchte zumindest die Denkmöglichkeit offen lassen, dass sich Rudolf Steiner auch durchaus schon wieder auf der Erde befinden kann.

Stefanie

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Stefanie hat gesagt…

@Barbarapapa, was meinst du mit "hier"? Diesen blog, die Erde, bei dir zu Hause? Die kleine Stelle auf meinem Computerbildschirm, wo ich deine Worte lese?

Nene hat gesagt…

@sebastian
"Ich sehe dich"

Barbara hat gesagt…

"..Joseph Beuys, Peter Sloterijk, Jacques Derrida, Heinrich Böll Michel Foucault .. Jonny Cash, Bob Dylan, Jimi Hendrix, John Lennon, Michael Jackson oder Stanley Kubrick .. Ken Wilber, Eckart Tolle, Andrew Cohen, Martin Luther, Mutter Teresa, Nelson Mandela .. Dalei Lama.."

Darf ich kurz darauf aufmerksam meachen, dass unter diesen 16 Namen gerade mal eine Frau ist!?
Und dann noch diese unsägliche Theresanonne, immer wieder gern genommen, die nur sehr zweischneidig Gutes getan hat (ist zweischneidig Gutes gut?), die das Leben in seiner Gänze verachtet hat und "Gott" dabei so fern war wie es nur geht? Neeneenee...

Mit dieser verzerrten Sicht durch Männerbrille kann man keine Zukunft gestalten, ganz sicher nicht!

findet Barbara

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Hallo Barbara,

"Darf ich kurz darauf aufmerksam meachen, dass unter diesen 16 Namen gerade mal eine Frau ist!?"

Sehr guter Hinweis. Vielen Dank!

Darf ich um Vorschläge bitten: Frauen die nach 1925 geboren wurden und ohne die man die Welt nicht mehr verstehen kann.

Herzlich, Sebastian Gronbach

Barbara hat gesagt…

..einfach mal angefangen:
Maria Mies und Vandana Shiva

Barbara hat gesagt…

Alice Schwarzer

Barbara hat gesagt…

Margarete Mitscherlich (okay, nicht ganz nach 1925)

Barbara hat gesagt…

Necla Kelek, Seyran Ates, Irshad Manji ....

Barbara hat gesagt…

Pema Chödrön, June Campbell, Sylvia Wetzel, Sylvia Kolk, Miranda Shaw..

Barbara hat gesagt…

und was wäre Ken Wilber ohne Treya ??

Barbara hat gesagt…

Janis Joplin, Miriam Makeba, Mercedes Sosa, Ella Fitzgerald (fast..) Maria Callas (fast.., Tina Turner, ...

Barbara hat gesagt…

Pina Bausch

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Wow! Thanx! Da kann ich echt Nachhilfe nehmen. Lust auf einen Gastbeitrag?

..."was wäre Ken Wilber ohne Treya ??"

Amen.

Herzlich, Sebastian

Barbara hat gesagt…

Heide Göttner-Abendroth, Marie König, Marija Gimbutas,

Barbara hat gesagt…

bin in Fahrt, also weiter ;-):
Jane Goodall

Barbara hat gesagt…

Nina Hagen

Barbara hat gesagt…

Simone de Beauvoir (großzügig gerechnet..)

Barbara hat gesagt…

Yoko Ono

Barbara hat gesagt…

und auch ohne Birgit Prinz (stellvertretend) ist weder Gegenwart noch Zukunft zu verstehen

Stefanie hat gesagt…

Aung San Suu Kyi;
Miriam Makeba;
Benazir Bhutto;

Barbara hat gesagt…

Sophie Scholl

Barbara hat gesagt…

Hillary Rodham Clinton

Barbara hat gesagt…

elfriede jelinek, ingeborg bachmann, benoite groult, astrid lindgren

Barbara hat gesagt…

wangari maathai

Barbara hat gesagt…

Ulrike Marie Meinhof

Barbara hat gesagt…

Susan Sontag

Barbara hat gesagt…

Romy Schneider, Marilyn Monroe

Barbara hat gesagt…

Senta Trömel-Plötz

Barbara hat gesagt…

Ayya Khema, Joan Halifax

Barbara hat gesagt…

Dian Fossey

Barbara hat gesagt…

nicht wegzudenken: Amy Whinehouse

Stefanie hat gesagt…

...und weitere Milliarden.

Barbara hat gesagt…

Niki de Saint Phalle

Barbara hat gesagt…

..nicht so schnell aufgeben Stefanie, jede hat ihren Raum / Rahmen verdient und soll eben nicht wieder in der Menge untergehen...
Oder?!

Stefanie hat gesagt…

Inger Christensen;
Barbara;
Stefanie

Barbara hat gesagt…

Julia Butterfly Hill

Barbara hat gesagt…

Anne-Sophie Mutter

JANET hat gesagt…

vielleicht auch Babara Schöneberger ;o) oder Ina Müller oder Lady Gaga...Sind so meine Frauenvorbilder.

was soll denn der Quatsch?

Barbara hat gesagt…

Aufatmen: Florence Griffith Joyner, Martina Navratilova, Serena und Venus Williams, Steffi Graf ... und nicht zuletzt Caster Semenya
Danke euch allen!

Barbara hat gesagt…

Grace Jones

Barbara hat gesagt…

@ Janet
..weil's eben kein "Quatsch" ist und nicht immer verschämt unter "ferner liefen" verbucht werden sollte..!

Stefanie hat gesagt…

Hallo Janet, es ging nicht um Vorbilder, sondern um:
"Frauen die nach 1925 geboren wurden und ohne die man die Welt nicht mehr verstehen kann".

Barbara hat gesagt…

Susanne Wiest

Barbara hat gesagt…

Luise Pusch

Barbara hat gesagt…

Barbie! ;-)
(Teil der Ganzheit und gehört daher zum Dialog über Gott und die Welt unbedingt dazu)

Barbara hat gesagt…

..so, hab noch was anderes vor heute...
-> weitermachen Mädels!
;-)

JANET hat gesagt…

@Stefanie Ich hätte ja jetzt einen ganz unverschämten Namen parat. *lacht*

Jasna Caluk hat gesagt…

Beate Uhse, geb. 1919

manroe hat gesagt…

Hilfe, die Büchse der Emanzen ist aufgegangen, rette sich wer kann

JANET hat gesagt…

oh Jasna naaahaach 1925
Renate Buhse scheidet aus... obwohl Mutter Theresa ja auch 1910 geboren ist..mmh warum eigentlich nach 1925, versteh ich jetzt auch nicht...weil der persönliche Kontakt zu Steiner dann 100% ausgeschlossen ist?

JANET hat gesagt…

Manfred bei Büchse der Emanzen, da wird mir übel..

JANET hat gesagt…

..."was wäre Ken Wilber ohne Treya ??"

Amen.

Herzlich, Sebastian


..hinter jeden starken Mann steckt eine starke Frau.. allerdings weis ich nicht wie das beim Dalai Lama aussieht.

Jasna Caluk hat gesagt…

"Büchse der Emanzen"??
Ja, in einem gewissen Tonfall klingt das echt übel.

Wie wär es denn mit der Emanzipation des MENSCHEN.

Hab grad mal "Emanzipation" gegooglt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Emanzipation

Ist doch ok...

Barbara hat gesagt…

@manroe
Solange du noch so einen Kommentar

"Hilfe, die Büchse der Emanzen ist aufgegangen, rette sich wer kann"

gegenüber Frauen nötig hast, egal wie "spaßig" gemeint, bist du als Mann nicht wirklich befreit...und von der Hälfte der Welt aus-/abgeschlossen.
Kleiner Hinweis von mir..

manroe hat gesagt…

Hallo Barbara

"@manroe
Solange du noch so einen Kommentar

"Hilfe, die Büchse der Emanzen ist aufgegangen, rette sich wer kann"

gegenüber Frauen nötig hast, egal wie "spaßig" gemeint, bist du als Mann nicht wirklich befreit...und von der Hälfte der Welt aus-/abgeschlossen.
Kleiner Hinweis von mir.."


Ich habs nicht nötig, deswegen hatte ichs ja geschrieben mit der Ansicht dass die "anderen" SO nicht richtig befreit sind, wenn man da einen derartigen Wert drauf legt, zumindest erlebe ich das so. -- Mal ein kleiner Tipp von Mir :))

Barbara hat gesagt…

Der altväterliche, so herablassende aber wohlmeinend sich gebärdende männliche Rat gegenüber den Frauen sich jetzt aber mal nicht so unnötig zu echauffieren, weil schlecht für Liebreiz und Teint und weil es doch überhaupt keinen Grund dazu gibt, schließlich sind die Frauen doch eh immer mitgemeint und überhaupt, die Buddhanatur ist jenseits von männlich und weiblich uswusw...

Blablabla...: Wie altbacken das ist und wie verblendet, wie gefangen, verwirrt, verirrt, unerleuchtet! Es ist doch so: Wenn du die Welt und die Wahrheit in ihr erkennen willst, musst du dich der Ganzheit stellen. Bedeutet zuerst, die Ganzheit in ihren Teilbestandteilen wahrzunehmen und diese Teilbestandteile auch als solche zu relativieren. Das ist der nötige Erkenntnisschritt um dann vielleicht zu dem Erkennen der Einzelfragmente zu kommen, viele kleine Spiegelbruchstückchen die aber doch das Ganze bergen und widerspiegeln.

Der Test ist der: Tausch es doch mal um, nur als Gedankenspiel also keine Angst, all die Männer gegen Frauen, hier und woanders. Nur weibliche Sprache, nur spirituelle LehrerINNEN, nur KünsterINNEN, MeinungsmacherINNEN. Na, fällt dir was auf? Behagt dir das? Ach komm, ist doch alles nicht so wichtig, nicht der Rede wert, Oberflächlichkeiten....!

Du als Mann bist nur ein Teil der Menschheit, der Wirklichkeit und der Wahrheit. Mann ist nicht dasselbe wie Mensch, wenn das auch lange Zeit (und immer noch) so gesehen wurde. Und du kannst auch immer nur diesen Teil und dich in diesem Teil wahrnehmen, wenn du alles außerhalb von "Mann" immer nur durch dein Fernglas wahrnimmst, auf dem Seziertisch, unter dem Mikroskop. Das ist Pseudoerkennen und dreht sich im Kreis. Außen bleibt Außen, kein Durchdringen, kein Transzendere möglich. Dass "Mann" auch nur ein Teil von dir ist, erkennst du so nicht. Dass "Frau" auch ein Teil von Welt und damit von dir ist auch nicht.

Es ist ein mutiger Schritt, der eigenen Relativität ins Auge zu blicken. Allerdings: Nur daraus wächst auch wahrer Stolz! "Die Frauen" haben sich diesem Erkenntnisschritt wie mir scheint schon viel weitreichender gestellt, sind "emanzipiert", ja, haben begonnen, sich zu befreien, sich auferlegter Fesseln zu entledigen. "Ihr Männer" habt zum Teil noch nicht mal die Notwendigkeit dazu erkannt, und damit schadet ihr euch selbst am Meisten. Auch das erkennt ihr nicht, und so leidet ihr weiter vor euch hin.

Regt mich das auf? Nein, es dauert mich immer mehr. Ich sehe das absurde Schauspiel, diese besondere Form des Leides, welche keiner Hilfe von Außen zugänglich ist. Das erschüttert mich. Ich bedauere, dass es so nichts wird mit einem neuen, erwachsenen, wirklich reifen, erfüllenden (auch sexuell reifem und erfüllendem) Miteinander, nach dem ich mich sehne als Mensch und als Frau. Und ich rege mich da auf, wo dieses individuelle Leid sich ausweitet und übertragen wird auf die Umwelt, wenn andere darunter leiden müssen, wenn unsere Lebensbedingungen vergiftet werden. Dagegen kämpfe ich, - alte Emanze die ich bin!

Barbara

Barbara hat gesagt…

@ Sebastian
..ich glaub, das war jetzt so was wie "mein Gastbeitrag" ;-)

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

Ja, Janet, da wird mir auch übel ~ und der Dalai Lama hat das mit den Geschlechtern wohl begriffen.

Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Stefanie hat gesagt…

Hallo Barbarapapa,
ich hatte gesagt:
"Es kommt mir darauf an, Anthroposophie zu erkennen, wo sie ist."

Du hast darauf geantwortet:

"Wenn Du das ernst meinst, bist Du hier falsch.

Hier ist Nichts."

Darauf ich:
"@Barbarapapa, was meinst du mit "hier"? Diesen blog, die Erde, bei dir zu Hause? Die kleine Stelle auf meinem Computerbildschirm, wo ich deine Worte lese?"


Daruf du:
"Siehst Du, Stefanie, ich meinte diesen Blog hier. Die Evolution wird die Geschlechtlichkeit irgendwann dann mal überwinden.


Für einen Teil der Menschen. Die, die das brauchen, werden sich weiter daran ergötzen können."

Heute sage ich:
Bei deiner letzten Antwort verstehe ich nicht, was sie mit meiner Frage zu tun hat.

manroe hat gesagt…

@Fee

"Also ich versteh die Welt ohne Ken nicht."

In den Werken von Ken erlebe ich soetwas wie eine Grammatik und dann hat man noch keine Sprache. Und bei genauer Betrachtung stellt sich mir die Frage welcher Sprache jene Grammatik dient. -!_ Mal ganz davon abgesehen, dass bei mir immer die Alarmglocken losgehen, wenn jemand auf Grammatik abfährt.

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Barbara

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Dass bei Ihrer Power dem einen oder anderen Mann hier schwindelig wird ist doch schön. Solange er dies noch konstatieren kann, wenn auch in einem abweisenden Ton, lebt er irgendwo noch.
Hui, "lebt er irgendwo noch", ich höre vorauseilend einige Männer hier schon pfeifend ausatmen. Empörung überflüssig!
Die Welt kann nicht nur von einem kosmologisch - erkenntnishaften Gesichtspunkt aus betrachtet und verstanden werden. Diese Art der Betrachtung muss durch eine innere Umstülpung gehen und dazu sind die Frauen helfende Provokateure und Hebammen.
Männer hier, wenn Ihr innerlich nicht viele Male an den Klippen weiblichen Sagens zerschellt seid, Euch innerlich überschlagen habt in Euren Selbstvernagelungen, dann müsst Ihr Euch nicht wundern, wenn Ihr Euch in den Puzzleteilchen Eures Weltverständnisses immer wiederum auf neue verirrt. Das ist einfach lebensverneinende Arroganz.Es geht doch einfach nur darum eigene Einseitigkeiten aus der Innenschau handelnd ins Lot zu bringen. Dies zu tun wäre eine Haltung des praktischen Respektes vor dem jeweils anderen Geschlecht.

Bernhard Albrecht

manroe hat gesagt…

Aber Herr Albrecht,

warum gehen auch Sie eigentlich (fast) immer davon aus, dass man sich noch, ohne es zu bemerken, in irgendwelchen Fängen verstrickt hat und dann Menschen wie Sie anscheinend immer zu meinen glauben, einem dann heraushelfen zu können. Um was für eine Verstrickung handelt es sich da dann? Wäre auch mal interessant darüber zu schreiben, aber geht wohl nicht, wel man immer gleich wieder zurückgestuft wird. Was liegt DA eigentlich vor!?? Ansonsten, unterstützen Sie die Damen man ruhig nach Kräften, ich hoffe es wird förderlich sein.

Thomas hat gesagt…

Für mich gibt es wiederholte Erdenleben, also Reinkarnation.
Und ich habe die Vorstellung, dass man einmal als Mann, ein anderes Mal als Frau inkarniert wird. Also mal ein Leben als Frau gelebt hat und mal als Mann, um dabei jeweils entsprechende, unterschiedliche Erahrungen zu sammeln - der Ganzheitlichkeit wegen.

Da bekommt man eine ganz andere Einstellung dem eigenen und dem anderen Geschlecht gegenüber. Und auch so manche Problematik (im eigenen Fühlen und Denken) gibt es da nicht mehr.

Da kann zum Beispiel viel mehr den Menschen in der Frau/in dem Mann sehen. Neben dem Mann/der Frau natürlich.

Nur trifft man eine solche Sichtweise so selten bei Zeitgenossen an.
Da bleibt der eine doch lieber Macho und die andere Emanze. Das kennt man/frau ja schließlich und da fühlt frau/man sich ja auch wohl.

In der Anthroposophie gibt es da recht interessante Sachen zu lesen.

Ist aber leider kein Thema für den blogmaster hier.

Simone hat gesagt…

@Bernhard Albrecht

"Es geht doch einfach nur darum eigene Einseitigkeiten aus der Innenschau handelnd ins Lot zu bringen. Dies zu tun wäre eine Haltung des praktischen Respektes vor dem jeweils anderen ..."

Das unterschreibe ich Ihnen heute 100%-ig.
Besonders das "handelnd" und das "praktischer Respekt" und "dem jeweils anderen".

Thomas hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Thomas hat gesagt…

Das hier in diesem post von Herrn Gronbach Geschriebene übertrifft einiges, von dem ich dachte, dass es nicht mehr zu toppen sei. Es geht aber doch noch.

„Das Wesentliche liegt eh hinter unseren Worten und jenseits von unserer Person.“ So schreibt er hier.

Dann könnte Herr Gronbach ja auf seine vielen Worte verzichten. Das tut er aber nicht. Nein – einen unsinnigen Wortschwall nach dem anderen gießt er aus sich heraus.


Wie ein kleines Kind, so wie sein kleiner Freund Will-i Wiberg spricht er laufend aus: Ich will! Ich will! Ich will!

Dabei hat er sein „Ich“ doch schon längst begraben. Immer wieder lässt er es aber auferstehen. Wobei er doch gar nicht an Auferstehung glaubt.

SEIN Herz, SEIN Rückgrat will er spüren. Anderen will er ein zeitloses Gefühl von Lebendigkeit vermitteln.
Der Tod ist diese SEINE Lebendigkeit. Denn, wenn man die von Herrn Gronbachs propagierte Lebendigkeit erlebt, dann IST man nicht mehr. Dann spürt nur noch der EINE Gott und man selbst ist NICHTS mehr.

Auf den nächsten Level will er seine besten Teile heben. Er hat doch nur dieses ALLEINE, das NICHTS. Woher kommt jetzt plötzlich ein „nächster“ level.

Die Anthroposophie will er auf den neuesten Stand heben. Und der ist „jenseits“ der Anthroposophie. Das hat er gelernt, als „bittere Speise“. Raus aus der Anthropsophie will er. Jenseits von ihr sucht er sein „Glück“. Nicht in ihr und nicht mit ihr. Muss er es noch deutlicher sagen dass er von Anthroposophie nichts wissen will?

Der „Zwerg“ Sebastian Gronbach meint, sich auf die Schultern von dem „Riesen“ Rudolf Steiner geschlichen zu haben. Da meint er jetzt zu stehen und sich von „oben“ die Welt anzuschauen. Weiter zu sehen als Rudolf Steiner. Dabei steht Herr Gronbach lediglich in seinem selbst gegrabenen Loch und steht da auf seinen gesammelten Werken. Er schaut noch nicht einmal über seine Gartenzwerg in seinem Schrebergarten hinweg.

Und er behauptet dreist, dass man mit Rudolf Steiner nicht über Gott und den Menschen sprechen könnte. Nur ein eingeschränkter Dialog wäre da möglich. Nur weil Rudolf Steiner noch nie von Johnny Cash oder Michael Jackson gehört hat.
Nichts, aber auch gar nichts hat Herr Gronbach von Rudolf Steiner und der Anthroposophie in seiner Lehre – NICHTS.
Würde Rudolf Steiner vor Herrn Gronbach stehen, Herr Gronbach würde ihn Anthropsophie lehren - da bin ich mir sicher.

„Es liegt in der Natur der Investition, dass das Erbe, als investiertes Kapital, nicht mehr so ausschaut wie als Erbe.“ Das ist seine Antwort auf die Frage: Was ist in Deinen Augen ein Erbe Rudolf Steiners?
Unkenntlich gemacht hat er die Anthroposophie. Und das empfindet er auch noch als richtig, als zukunftsweisend, als post-post-modern.

In einem „bestimmten“ Sinne ist Rudolf Steiner der wichtigste Mensch in seinem Leben. Sein „spirituelles Gravitationsfeld“, sein „Schlüsselmeister“ zur Welt des Geistes. Das ist doch gelogen. Ken Wilber und Andrew Cohen sind es doch, auf die er sich immer wieder beruft. Ken Wilber „integral“. Nicht Rudolf Steiner integral.

Ein Anthroposoph will immer zuviel des Guten. Er wird sein Ziel nie erreichen. Meint Herr Gronbach. In diesem Sinne hoffe ich, dass Herr Gronbach doch Anthroposoph ist. In seinem, wie hier beschriebenen Sinne: Lächerlich - heroisch.

Als verschiedene Instrumente eines Orchesters sieht er die einzelnen Anthroposophen. Und sich dabei natürlich auch. Nur bedenkt er nicht, dass das Orchester schon längst keinen Dirigenten mehr hat. Und die wenigen Musiker das Üben erheblich vernachlässigt haben. Jeder macht SEINS. Sonst würde keine solche Katzenmusik aus Lautsprechern ertönen, wie man sie immer wieder zu hören bekommt.


Viel Spaß wünsche ich mit dieser Inspiration von mir.

Barbara hat gesagt…

@"Barbarapapa"

"Die Evolution wird die Geschlechtlichkeit irgendwann dann mal überwinden. .. Die, die das brauchen, werden sich weiter daran ergötzen können."

Direkte Frage: Hast du dich denn schon genügend an deiner Geschlechtlichkeit ergötzt? Halte ich für wichtig, ehe man den nächsten Schritt tut. Du bist Mann, nehme ich an. Wenn du eine Frau (nehme ich an) körperlich liebst (oder ist das für dich in deinem Verständnis als Anthroposoph nicht vorgesehen?), tust du das dann nicht ganz als Mann, ganz in deiner Männlichkeit stehend? Enthältst du ihr, der Frau das Beste an dir vor?

Und wenn "die Evolution die Geschlechtlichkeit überwunden hat", dann gibt es nur noch Zweiteilung oder Reagenzglaszeugung? Oder gar keine Fortpflanzung mehr, weil Endzustand erreicht? Oder ganz abgehobenes, gefühlsgesäubertes, mechanisches Beisammensein? Abspaltung also, immer noch und schon wieder? Dissoziation statt Integration?

Seltsame Vorstellung von "Erleuchtung", nein, da möchte ich nicht hin! Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir deshalb auch nicht auf Erden sind. Mein Körper, meine Energien, Kräfte, mein Ich, auch meine Seele sind mir anvertraut um was draus zu machen. Wegwerfen ist Sünde.

Warum sollte ich auch: Solange ich als Körper auf dieser Welt lebe, möchte ich diesen Körper auch spüren, erleben, ausleben. Solange ich als Frau hier lebe, möchte ich mich auch ins Frau sein hinein fallen lassen dürfen. Auch, aber eben nicht nur. Und dann doch ganz. Aber das ist wohl wieder ein Widerspruch zuviel für linear denkende Punktesammler, die die Ebenen verwechseln (und nicht ehren).


@manroe

" und der Dalai Lama hat das mit den Geschlechtern wohl begriffen."

Soll ich dir was sagen? Ich glaube, der Dalai Lama hat ganz vieles überhaupt nicht begriffen. Der hat nämlich keine Ahnung vom wirklichen Leben (woher auch?) Der kann bestimmt außergewöhnliche Bewusstseinszustände erzeugen (das ist mit etwas Disziplin und Übung ja wirklich keine Kunst), wirkliche lebenserprobte Weisheit erkenne ich da nicht. Und von Geschlechtern hat er eben auch keine Ahnung. Hat weder sich als Mann je hinterfragt, noch sich auf Weiblichkeit und weibliche Perspektive eingelassen. Stelle ich hier mal so forsch in den Raum..

Dazu besteht ja auch keine Notwendigkeit, die Rollen (seine und allgemein die der Männer und Frauen) sind im tibetischen Buddhismus ja ganz klar verteilt. Auch ne Art Wesenszoo. Bis heute z.B. keine gleichwertige Nonnenordination soweit ich weiß. Frau kann (und sollte da gefälligst) schon "stolz" sein, wenn sie es zur Dakini schafft, wenn sie ihre Weiblichkeit, ihren weiblichen Reichtum, ihren weiblichen Zugang einem großen männlichen Meister zur Komplettierung zur Verfügung stellen kann. Auch durch "Sex", eine ganz besonders perfide Form von Missbrauch (der Frau und der Sexualität) - bäh!

Barbara hat gesagt…

@Bernhard Albrecht

Danke! Schön, das von einem Mann so zu lesen. Nur das

"und dazu sind die Frauen helfende Provokateure und Hebammen"

löst dann aus o.g. Grund doch sehr zwiespältige Gefühle in mir aus. In der Welt die ich kenne sind Frauen nicht nur Hebammen (des Mannes) sondern auch und vor allem Gebärende. Selbst-Gebärende und Welt-Gebärende, zumindest könnten sie es vom Potential her sein, - leider machen die Meisten sich dann doch meistens verschämt klein, entschuldigen sich für ihre geahnte Größe, bleiben bei der Rolle der Dakini und Liebenden (des Mannes). Hingabe missverstanden, Abkürzung gesucht, so ist es leichter. Harmonieseliger, zahnloser, formloser Einheitsbrei.

Hingabe ist weiblich, ja. Direkter Zugang zum Großen Dahinter. Aber eben auch nur ein Weg, Fingerzeig zur Sonne und nicht die Sonne selbst. Manchmal leicht zu verwechseln. Zwischenstufe, die immer wieder ganz bewusste Abwendung erfordert (und ich weiß nicht, ob "ihr Männer" ein Pendant dazu erlebt).

Nicht für immer liegen bleiben, so seligtrunken dies auch gerade ist, alleins, aufgegangen im Leuchten und Strahlen, sondern wieder Form gewinnen durch den Schmerz hindurch. Aufstehen, das Leben weiter leben, der eigenen Fährte weiter folgen. Auf das eigene Rückgrat vertrauen, selber als Frau "den eigenen Mann" stehen. Nur so kann die ganz große Bewusstheit gelingen. Das Hindurchschreiten, - nicht um weg zu kommen, aber eben weiter. Alleine, einsam auch, stolz aufgerichtet, den Blick nach vorn.


Ja, es ist wahr: Der Geist kennt kein Geschlecht. Er kann sich aber nur darin erfahren.

Barbara hat gesagt…

@Janet

"..hinter jeden starken Mann steckt eine starke Frau.. "

Darum geht es, ja. Denn das stimmt und ist doch nicht richtig.

Treya war/ist nicht einfach die Frau hinter Ken Wilber, die die ihm den Rücken stärkt(e), - nein, sie strahlt (immer noch) aus ihm heraus. Treya war auch Wilbers spirituelle Lehrerin. Ganz ohne Vorträge und Seminare, schlaue Bücher, ausgefeilte Konzepte, Welterklärungsbrimborium.

Treya War. Ganz Einfach. Das ist "typisch weiblich", ja, und das ist ja auch stimmig so und daher gut. Einerseits. Andererseits wird die Welt und das Menschenbewusstsein auf diese Weise wohl nie wirklich zur Ganzheit kommen.

Diese Weise (jetzt mal allgemein, unabhängig von Wilbers)geht so: Männer ernähren sich von Frauen, auch spirituell. Entwickeln sich, gerne mit später dazu gehörigem Konzept, kleben ihr Etikett und ihren Namen drauf. Frauen werden bestenfalls mitgenannt, mitgemeint, oder durch diese spezielle Art männlicher Ehrerbietung (die die männliche Perspektive nicht verlässt, im männlichen Zentrum bleibt) "positiv diskriminiert".

Frauen bekommen nicht den Respekt den sie verdienen. Sie treten nicht ins Licht der Öffentlichkeit, werden nicht sichtbar. Wie können andere, nachfolgende Frauen sich so in ihrem Besten anerkannt und gerufen sehen, sich selbst respektieren lernen, Inspirationen bekommen, Stolz entwickeln? Nein, so geht das nicht weiter!

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

@Barbara

Deine kleinen Vorträge hier wurden ja angestossen ob meiner humorvoll gemeinten Bemerkung mit "der Büchse der Emanzen". Aus Deinen Ausführungen geht nun für mich hervor, dass Du noch voll in den Geschlechter-Modellen zu hängen scheinst und daher eben auch Deine Reaktionen erklärlich und verständlich sind.

Hast Du mal wirklich darüber nachgedacht WER da in einem solchen Körper steckt!? UND, dass da jemand drinnen steckt? UND Dich gefragt, WIEE MAN mit DEEEM redet?

Deine ganzen physischen Freuden will Dir doch niemand wegnehmen oder gar ausreden, sondern lediglich der Versuch wurde angestossen, doch mal zu differenzieren. Und solange man immer noch emanzipatorisch denkt und fühlt, da hat man doch WIRKLICH nichts verstanden. Das sind doch einfach nur ganz typische Auseinandersetzungen, genau so wie sie auch unter Gleichgeschlechtlichen vorkommen oder unterschiedlichen Temperamenten, mit ihrer jeweiligen typischen Färbung. Und hinter all diesen Färbungen steht "Der Mensch". WIE soll man jemals ihn erreichen, wenn man sich in körperabhängigen Vorstellungen verrent?!? WIEEEE??? -- Und in diesem Sinne hat der Dalai Lama ganz sicherlich erheblich mehr begriffen als es bei Dir der Fall zu sein scheint, mit Sicherheit!!
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"Frauen bekommen nicht den Respekt den sie verdienen. Sie treten nicht ins Licht der Öffentlichkeit, werden nicht sichtbar. Wie können andere, nachfolgende Frauen sich so in ihrem Besten anerkannt und gerufen sehen, sich selbst respektieren lernen, Inspirationen bekommen, Stolz entwickeln? Nein, so geht das nicht weiter!"

Na eben dadurch kann es weitergehen, indem man sich befreit aus den eingeprägten und "geliebten" Vorstellugen in denen man gefangen ist, wenn man das "Ding" mit der Physis, dem Körper und wer da so drinnen sitzt, nicht versteht.

Diese Geschlechter da sind doch nur ein göttlicher Kunstgriff - bis in die Physis hinein ersichtlich - über eine solche Aus-einander-Setzung oder "Spaltung" gar, den wahren Menschen entdecken lernen zu können. Und solange man den Falschen liebt, wird man das NIE begreifen. Wie denn??!!??

Und, vielleicht weisst Du das auch, die Sache mit der Fortpflanzung wird sich eh ganz erheblich ändern, das könnte man doch schon mal anvisieren --

manroe hat gesagt…

Zum Thema strategische Psychologie:

"Stell Dir vor, Christian, alle Anthroposophen wären so "feinsinnige Denker" wie unser Chef Bodo von Plato? Ach Du lieber Himmel! Diese Vorstellung ist fast so gruselig wie die Vorstellung, dass wir alle solche Lautsprecher wie Gronbach wären. Wir sind verschiedene Instrumente in einem Orchester - man sollte die Trompete nicht gegen die Geige ausspielen. "

Das hört sich richtig toll an, so freilassend, der grosse Überblick.
ABER, was bedeutet ein solches Sprachbild!?
Da werden Werte nivelliert, da wird Werten der Geist entzogen und der Beliebigkeit preisgegeben. Und ich meine das jetzt NICHT personenbezogen, also die, die hier genannt werden, sondern einzig und allein die diesem "Bild" innewohnende strategische Psychologie. Denn die Psyche muss man zuerst erreichen und daher auch ansprechen, passt sie nicht richtig auf, dann reicht sie es an den lenkenden Geist durch, tja und dann geht man zumeist unnötige Wege, wenn nicht sogar entscheidende andere (...) Wege.

manroe hat gesagt…

Zum Thema strategische Psychologie:

"Ein Anthroposoph ist jemand, der immer zuviel des Guten will – er wird sein Ziel nie erreichen. Das lässt ihn gleichzeitig etwas lächerlich und ebenso heroisch erscheinen."

Tja, der arme Depp, oder? Da haben wir dann doch wieder einmal einen solchen Irrläufer entdeckt und benannt. Anthroposophen nennen die sich, oder? --- Oh Hybris, wer hat Dich inspiriert?! Welchen Geist atmest Du?

manroe hat gesagt…

"Was ist in Deinen Augen ein Erbe Rudolf Steiners?"

Die Frage ist falsch gestellt!

Erben kann man leider auch OHNE Erkenntnis.

ABER, Anthroposophie ist eben NICHT vererbbar. Und das "Erbe" Rudolf Steiners ist ja nun mal die Anthroposophie. Und wer behauptet sie sei vererbbar ist unwissend oder bildet sich was ein - fragt sich dann nur: warum nur??

Das oder ein Erbe in obigem Sinne wird hier gehandelt wie ein x-beliebiges "Objekt", das man in seine eigenen Pläne einbaut, also ihrem Wesen nach vergewaltigt. SO verwechselt man Objekt und Vermögen, das geistige, tauscht deren innewohnende Bedeutungen einfach aus, unterwirft sie eigenen "Vorhaben".

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Barbara

... "sondern wieder Form gewinnen durch den Schmerz hindurch." ...
Ja, das ist es. Dass Männer sehr wehleidig sein können, was ihnen sehr schwer fällt sich selber einzugestehen und noch schwerer einer Frau gegenüber, das stelle ich hier einfach einmal so hin. Noch schwerer ist es für Männer die Stärke einer Frau, nicht nur verschleiert bewundernd, sondern ganz offen und direkt anzuerkennen, ohne wenn und aber.
Zu viele Konditionierungen stehen dem entgegen, woran die "Dakini" in der Frau durchaus auch ihren Anteil hat. Denn auf ihrer Suche nach Sicherheit den Mann zum Gotte zu erheben, verrät sie sich und die in ihr schlummernde Kraft ein gut Stück selber und muss sich dann eigentlich nicht wundern, wenn die Erhöhung des Mannes durch sie mit dazu beiträgt zu Fehlbildungen, die wiederum auf sie zurückschlagen. Umgekehrt könnte auch so mancher Mann alarmiert sein, wenn er von einer Frau über die Massen angehimmelt wird, denn das macht ihn blind für sich selber und faul gegenüber der eigentlichen Herausforderung, für die er in dieses Leben getreten ist. Und das ist kein leichter Weg, in die Form zu kommen, indem ich, im Bilde gesprochen, in die Drachenhaut schlüpfe und ganz irdisch "mit den Drachenkräften umzugehen lernen muss und nicht gegen sie anzugehen."
Können Sie das, Barbara, von Herzen eine Anerkennung Ihrer Kraft annehmen, ohne die leise Empfindung, es könnte von oben herab kommen?!
Ich weiss, es hat in der Vergangenheit zu viele Verletzungen des Mannes gegenüber der Frau gegeben und sie geschehen immer noch, sodass dieses mein Sagen sich auf ein schwieriges Gelände hinaus bewegt. Dennoch: Ich sage es, ich spüre Ihre Kraft und das belebt, lässt mich genau das sagen, was ich hier sage.
Ich will meine Kraft nicht weiter verbergen und nehme in Kauf, dass nicht alles gefällt, was ich sage und, wer weiss, noch sagen werde. Und Sie, das hoffe ich, behalten Ihren Kopf oben und machen aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, allen offenen oder indirekten Anpöbelungen von Wegen Emanze zum Trotze, denn die Vorstellung, die sich von Mannes Seite aus hinter diesem Begriff verbirgt, hat aus meiner Sicht die physisch/psychisch/spirituelle weibliche Kraft nicht verstanden.
Die Welt, so denke ich, braucht mehr als alles andere das Stehen Können zu der je ureigenen Kraft von Mann/Frau, von Frau/Mann und dem aus ihrer Entfaltung hervortreten könnenden Evolutionsschub auf allen Ebenen des Seins.

Bernhard Albrecht

manroe hat gesagt…

Zum Thema strategische Psychologie:

"Und ich →will←, dass Anthroposophie der ganzen Evolution dient. Ich →will← meinen Beitrag dazu geben, dass wir die besten Teile integrieren (und wir haben großartige Teile) und auf den nächsten Level heben – dabei muss man auch Dinge aussortieren."

Also wenn überhaupt, hätte ich gesagt, "ich würde gern...", aber will??!
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"und →wir← haben großartige Teile"

Ja, den Eindruck habe ich auch, da WOLLEN eine ganze Schar, ja was wollen die denn, was haben die denn vor??
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"auf den nächsten Level heben" -

...wie bei einem Computerspiel.

Und ich meine das von mir hier Benannte jetzt nicht im Sinne von "alles auseinander zu nehmen" - sieht vielleicht so aus - sondern rein sprachlich, wie es auf die Psyche wirkt, was man damit so ansteuert und es anschliessend dann an den Geist durchgereicht wird. Ein zielgerichteter wollender Wille, gespeist von einer Energie, die aus Reichen jenseits der Anthroposophie stammt, entscheidende "Dinge" von ihr aussortiert(?), aussortiert -- "dabei muss man auch Dinge aussortieren."

-- aussortiert -- Sperrmüll des Geistes - ein neuer Geist zieht ein? Welcher??!

Ingrid hat gesagt…

Lieber Manfred,
ich antworte jetzt auf Dein posting um 10.08 Uhr.
Eigentlich will ich hier ja gar nicht mehr kommentieren - aber nun scheint es mir doch wichtig, daß sichtbar wird: es gibt tatsächlich auch Frauen, die Dir da vollständig recht geben. Ich bin eine davon. Auch ich möchte mit dem Menschen kommunizieren, in welchem Körper auch immer er stecken mag.
Und ich habe herzlich gelacht über Deine "Büchse der Emanzen"...
Herzlichen Gruß!
Ingrid

manroe hat gesagt…

Zum Thema strategische Psychologie:

"Gemeinsam mit vielen inspirierenden Menschen, →will ich← Anthroposophie auf dem neusten Stand →haben← – und der neuste Stand, ist zur Zeit jenseits der Anthroposophie. Das gelernt zu haben, war eine bittere Speise für mich."

"jenseits der Anthroposophie" - ?? -- "...will ich haben.."

ANTHROPOSOPHIE auf dem neuesten Stand!! Anthroposophie!! Nicht einen anderen Weg im Sinne von "alle Wege führen..." dazustellen, was ja ok wäre, NEIN, ANTHROPOSOPHIE auf dem neuesten Stand!! →will← er haben!

Jenseits der Anthroposophie, WO sollte das ein?? Bzw. welche Ansicht von Anthroposophie wird denn hier vertreten??

DAS geht doch NUR dann, wenn man in der Anthroposophie lediglich ein Lehrgebäude zu sehen vermag oder partout sehen WILL, (ich entscheide mich für die zweite Variante).

Aber ANTHROPOSOPHIE ist eben KEIN Lehrgebäude, selbst wenn man an ihr etwas lernen kann, aber das ist doch etwas erheblich anderes dann.

Vielleicht gibt es ja auch Menschen, die irgendetwas "jenseits von Gott..." oder so? --

Ja, genau, ich erblicke in der Anthroposophie den bislang besten, klarsten (analog) Weg zu Gott (im Gegensatz zum digitalen Weg Ken´s) - und der hat hier nicht irgendeiner Willkür preisgegeben zu werden, der "analoge"!

manroe hat gesagt…

@Bernhard Albrecht

"...allen offenen oder indirekten Anpöbelungen von Wegen Emanze zum Trotze, denn die Vorstellung, die sich von Mannes Seite aus hinter diesem Begriff verbirgt, hat aus meiner Sicht die physisch/psychisch/spirituelle weibliche Kraft nicht verstanden."

Also erstmal, es waren KEINE Anpöbelungen! Wenn Sie das so sehen ok, aber ich weiss, was ich gesagt habe.

Und was, aus diesem Zitat hier, bezüglich der "Emanze", spricht, zeigt eben auf, dass die "Emanzen" etwas NICHT verstanden haben, und nicht die Männer, zumindest in diesem hier gemeinten und beschriebenen Kontext. Und weiterhin bediene ich mich hier eines Begriffes, den ICH nicht ersonnen habe, der aber auf etwas verweist, was ich hier ansprechen wollte, und zwar in einem wirklich förderlichen Sinne. Ich weiss, was ich sagen wollte und gesagt habe.

Und, lieber Herr Albrecht, halten Sie den Damen man weiterhin "die Türe auf", anstatt ihnen zu zeigen, wie es geht. :)

Auf in den Psychodschungel --

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Ich kannte mal ne Extrem-Emanze, die hat tatsächlich immer zu "Göttin" gebetet...
Dabei weiß doch jeder, dass Gott ein Mann ist! Und auf Englisch heißt Mensch man, und Frau heißt woman.
Wolltich nur mal sagen. Achso: Wer ist Luise Pusch?

manroe hat gesagt…

Hallo Ingrid, vielen Dank für die "Schützenhilfe", ist doch eine ganz andere Luft da draussen, jenseits von ...

Das Ganze hier, ich meine das wirklich nicht überheblich, aber es ist extrem schade, dass man das nicht einmal hier ansprechen kann.

Ohh Frauen dieses Planeten, bekennt euch zu eurer wirklichen Kraft, denn auch Frauen sind Menschen, ja, das ist so, da stehe ich wirklich zu. ;))

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Manroe

Zurückstufen, Manroe, das tun sie selber, leider!
Was sie da sagen, das sind Spiegelungen Ihrer selbst, die in Ihrem Denken aufscheinen. Warum tun sie das, sich selber so klein machen?! Warum!!!
Vielleicht schreiben Sie wirklich einmal über das sogenannte Helfersyndrom in MW, denn das meinten Sie doch, oder? Wer weiss, vielleicht klärt es einiges auf.
Freundlich gestimmt,

Bernhard Albrecht

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Manroe

Müssen Sie ein Gesagtes auf sich beziehen, wenn Sie gar nicht angesprochen sind? Warum?
Wenn ich Sie meine, dann kann ich das direkt tun.
Hier habe ich eine grundsätzliche Aussage gemacht. Warum?
Und über Ihre Aufforderung: Auf in den Psychodschungel kann ich leider nicht lachen, denn bei offensichtlichen Kränkungen, da hört der Spass auf. Ich meine mit Kränkungen nicht eine Kränkung gegen mich, sondern eine kränkende Weiterverbreitung von alten Vorurteilen durch Sie. Dass Sie gewisse Frauen anscheinend nur in den Wirrnissen eines Psychodschungels verstrickt sehen können und Ihre immer wieder so ins Licht gehängte Differenzierung dabei vergessen, ... warum?
Anthroposophie will Leben werden! Geht das so, Manroe?!

Bernhard Albrecht

manroe hat gesagt…

@ Bernhard

Oh ja, schlagartig hat mich eine Erkenntnis ereilt, wie vom Blitz getroffen, ich bin wirklich so klein, da habe ich mich doch glatt übersehen. Wie konnte das passieren!? Ob das noch zu richten ist? Bei etwas gutem Willen vielleicht? Das ist aber auch schlimm mit diesen Spiegelungen, manchmal sind die auch noch ziemlich verzerrt, obgleich, der Vorteil dann, man könnte oder sollte dann eher stutzig werden. Ich werde demnächst mal verstärkt drauf achten. Es ist allerdings dennoch ziemlich schwierig im Angesicht einer Spiegelung sie als eine solche zu erkennen. Wie machen Sie das?

manroe hat gesagt…

@ Bernhard

"Müssen Sie ein Gesagtes auf sich beziehen, wenn Sie gar nicht angesprochen sind? Warum?"

Sorry, ich habe wohl übersehen, dass ich mit dieser ganzen Auseinandersetzung überhaupt nichts zu tun habe, wer hat sie eigentlich begonnen? Wahrscheinlich bin ich da wieder einer Spiegelung aufgesessen.

Jaja, Anthroposophie will Leben werden, das verstehe ich halt immer noch nicht. Leben? Was ist das eigentlich?

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ Manroe

... Wie machen sie das? ...
Hinschauen, ohne die Sicht vernebelnden Zynismus!

Bernhard Albrecht

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ingrid hat gesagt…

Lieber Manfred,

ja schau.
Siehst Du, genau deshalb will ich hier eigentlich nicht mehr kommentieren - und verabschiede mich mit diesem posting auch schon wieder, bis auf weiteres.

Denn es ist hier eine Stimmung, die auf jede wirklich sachlich oder auch humorvoll gemeinte Aussage mit einem "Gegenschlag" reagieren zu müssen meint.
Dieser "Geist", den Du (wie auch ich) hier immer wieder erkennst, scheint es unermüdlich zu versuchen, uns dazu zu bewegen, mit seinen Mitteln und auf seiner Ebene zu "kämpfen". Auf solche Gefechte (und Du sprichst ja schließlich selbst von "Schützenhilfe" ;) ) hab ich wirklich keine Lust, damit möchte ich meine Zeit nicht verschwenden.
"Love it, change it or leave it!" - das ist hier mein "Motto". Nun - daß es hier auf diesem Blog noch Veränderung geben wird, erwarte ich inzwischen nicht mehr. Also: ade!

Übrigens: "Love it, change it or leave it!" - Sebastian scheint es mit der Anthroposophie ebenso machen zu wollen. Wir werden sehen, ob sie sich tatsächlich in seinem Sinne verändern lassen wird. Ich glaube es nicht.
Dazu wäre es aber wohl wichtig, daß diejenigen, denen sie etwas wert ist, sich im positiven Sinn an ihre Substanz halten, statt sich ausschließlich mit ihrer "Verteidigung" bzw der Erwiderung von gewissen "Nadelstichen" zu befassen - meinst Du nicht auch?

Ich habe Vertrauen dazu, daß das Fruchtbare sich durchsetzen wird.
Ich denke an eine Stelle aus der "Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde", erster Vortrag; da ist davon die Rede, daß auf dem astralischen Plan, im Gegensatz zum physischen Plan, durchaus am selben Ort zwei "Kirchen" gebaut werden können... diejenige, die sich bewährt, wird sich schon durchsetzen...
Ja. Dazu ist es aber natürlich notwendig, daß an der Anthroposophie, so wie Du und ich sie begreifen, in positivem Sinne "weitergebaut" (ich meine nicht: umgebaut, upgedatet, aussortiert, auf den Müll geschmissen!!!) wird, statt daß wir uns nur mehr abwehrend um das kümmern, was andere aus ihr machen wollen...

In diesem Sinne: herzlichen Gruß!
Ingrid

manroe hat gesagt…

@ Bernhard

Ich antworte mal, ohne gefragt worden zu sein.

Also das mit dem "Zynismus" ist lediglich ein Trick, eigentlich bin ich gar kein Zyniker. Und meine Sicht vernebeln tut mein "Zynismus" absolut nicht, wie gesagt, ist lediglich ein bewusster Trick, ein Schalter.

Ich habe so ziemlich immer versucht auch zu erklären, wie ich was meinte. Aber wenn ich das tue, dann zieht man mich hinein in einen Strudel, der nicht mehr er-klär-bar ist, weil hier Vorurteile oder Abneigungen sprechen statt fragendem Interesse. Und wenn ich dann genauer werde, bezichtigt man mich unablässig irgendwelcher Hirnigkeiten etc. Versuche ich dann wiederum solche zu erklären ... tja, dann beginnt eine Endlosschleife, habe ich alles ausgetestet.

Barbara hat gesagt…

Wie glaubhaft ist eine Befreiungsbewegung, politisch oder spirituell, die den Befreiungsdrang eines Teiles der Menschheit ignoriert? Wie wirklich befreit von allen Fesseln und Verblendungen sind Männer, die das Befreiungsstreben der Frauen verhöhnen? Wie befreit Frauen, die ihre eigene Befreiungsbedürftigkeit verleugnen und zur Bestätigung (und wohl auch, um ja keine Zweifel aufkommen zu lassen) vorschnell mit eben diesen Männern den Schulterschluss suchen?

Und solange dieses kleine Wörtchen "Emanze" noch so viele Irritationen, Aufschreie, Abwehrbewegungen hervorruft, werde ich diesen Weckruf mit Freude munter weiter benutzen. Mein Dienst zum Wohl der Gemeinschaft, so lange, bis wir endlich alle als Emanzen, als emanzipierte Wesen frei nebeneinander stehen, aufatmend lachend..

@manroe
Ganz eng an der eigentlichen Bedeutung bleibend, ohne über deine eigenen Assoziationsstricke zu fallen: Was genau ist deiner Meinung nach an "Emanzipation" verachtenswert, verhöhnenswert, erschreckend, Abscheu hervorrufend? Ist nicht jeder spirituelle Weg zwangsläufig ein Befreiungsweg, ein Weg der Emanzipation also? Bist nicht auch du auf diesem Weg, -ernsthaft? Befreien kann man sich nur von etwas, was man sich vorher gewagt hat mit jeder Faser zu spüren. Mein Gratmesser für Ent-wicklung.

"Auf in den Psychodschungel"

Ja, manchmal muss man sich auch ins Dunkle, Verschlungene, Unübersichtliche wagen, da hast du Recht. Voller wuchernder Lebendigkeit, unlogisch und bodenlos. Auf dass einem Hören und Sehen vergeht und man endlich wieder beginnt zu spüren. Manchmal muss man sich verlieren um sich zu finden...

Und dann, von wegen "Zynismus als Trick": Mit "Tricks" verweigern wir uns dem Leben oder dem Gegenüber. Wie denn soll fruchtbare Auseinandersetzung gelingen, wenn wir uns nicht spüren und uns nicht zum Spüren anbieten? Da bevorzuge ich den rauen Wind der Wirklichkeit, an dem ich mich reiben und erfahren kann. Und wirklich starke Gegenüber. Die gibt's aber nur sehr selten, leider...

Barbara hat gesagt…

@Bernhard Albrecht
(ok, ich probier's mal mit Siezen, auch wenn ich das im Internet immer etwas seltsam finde..;-))

Ihre Anwort bewegt etwas in mir, - einen anderen Teil als den, der in die Auseinandersetzung geht. Etwas in mir fängt an aufzuhorchen, schön.

Ja, ich kann Ihre Anerkennung annehmen (und meinerseits anerkennen) - danke! Ich genieße was Sie sagen und das, was für mich darin anklingt, weil ich nicht sehr oft so eine Resonanz erlebe. Und so muss ich wohl noch ein wenig sacken lassen und schweigen ehe ich (möglicherweise, wer weiß das schon..) noch einmal "richtig" antworte. Ist das okay?

"Ich will meine Kraft nicht weiter verbergen und nehme in Kauf, dass nicht alles gefällt, was ich sage und, wer weiss, noch sagen werde. "
Ja.

manroe hat gesagt…

Also Barbara, ich habe NICHTS gegen Emanzipation, denn darum geht es doch, aber der Begriff Emanze bezieht sich doch auf was anderes. Und ich finde es ebenso betitelnswert im Sinne Deiner Schreiben und derer von Bernhard gegen mich, wenn man es mir gegenüber derart verdreht, was ich zum Ausdruck gebracht habe. Darin kann ich denn nun wirklich nichts anderes als eine gewisse Verbohrtheit erblicken, mindestens.

Barbara hat gesagt…

@manroe
Schon witzig, letzter Versuch: Auf was bezieht sich der Begriff "Emanze" denn, deiner Meinung nach? Und dann überleg mal, ob das der Begriff an sich wirklich hergibt, oder ob das Assoziationen sind, Schattenprojektionen von dir und den anderen, die ihn benutzen. Und dann überleg mal warum, - genau da wird's spannend! ;-)

manroe hat gesagt…

@Barbara

Merkst Du nicht in Deiner ganzen Art, wie Du zu mir sprichst, dass Du davon ausgehst, ich würde nicht verstanden haben? Schon allein das.

Du versuchst mich auf eine Spur zu bringen, die mir Deiner Ansicht nach fehlt, oder abhanden gekommen ist. Es zeigt sich in dem, wie Du auf mich reagierst.

Meinst Du nicht, wenn ich mit meinen Worten hier recht habe, das sich daran was und das zeigt, was ich habe ansprechen wollen?

Meinst Du wirklich, dass sich da bei Dir nicht, wenn auch vom Ansatz her richtig, etwas, zumindest ein wenig, festgebissen hat?

Und dann bin ich da vor den Toren, auf denen "Emanze" steht. Bei mir sind das keine Projektionen, sondern Resultate genauer Wahrnehmungen, die ich gemacht habe.

Emanzen sind für mich Frauen, die sich zu sehr in einen richtigen Ansatz verbissen haben und das auch weitterhin gerne tun. Ich würde mir die Eckzähne ein wenig abschleifen lassen, sieht auch noch besser aus dann.

Bei mir entspringt dieser Humor nicht einer Blindheit. Und ein wirklich ganz wichtiger Schlüssel ist das Verständnis für DEN Menschen, der sich hinter den Geschlechtern verbirgt oder darauf wartet durch Erkenntnis wachgeküsst zu werden - denn Frauen sind auch Menschen (ist wieder wahrhaftiger Humor jetzt) :))

Barbara hat gesagt…

@manroe
"Merkst Du nicht in Deiner ganzen Art, wie Du zu mir sprichst, dass Du davon ausgehst, ich würde nicht verstanden haben? Schon allein das."

Ich weiß, dass du mich nicht verstanden hast! Meine Worte nicht und mein Anliegen nicht. Das lese ich aus deinen Worten, aus dem, wie du inhaltlich an mir vorbei antwortest. "Meine Art" kannst du nicht lesen, die musst du interpretieren oder intuitiv verstehen. "Intuitiv verstehen" geht gut bei ähnlicher Wellenlänge, interpretieren bei ähnlichem Hintergrund. Beides ist bei uns nicht gegeben.

Und das ist die Schwierigkeit bei jeder Art von Kommunikation, im Internet jedoch besonders. Vielleicht aber mag ich Internet genau deshalb: Man wird sosehr mit sich selbst konfrontiert. Mit der Art, in der man Texte liest, welche Stimmung man beim Gegenüber vermutet (weil man selbst einen ähnlichen Text in eben der vermuteten Stimmung geschrieben hätte), wie automatisch man reagiert. Das ist spannend .. und anstrengend ... und lehrreich wenn man will.

-> Lassen wir die inhaltliche Klärung, das bringt nix. Geh deinen Weg!

Anak hat gesagt…

@barbara,
hab grad in den kommentaren gelesen...ja, den punkt hatte ich auch mehrmals mit manfred.
darum faende ich es interessant, zusammen an diesen blockaden weiter zu arbeiten. auf verstandesebene kommt man da nicht ran.
da ist der wurm drin. wie ihn fassen? ein virus wie ken wilber ihn nennt.
aber genau dieses problem kommt uns ueberall im aussen entgegen.
wie ueber diese schwelle kommen gemeinsam? von gruen sozusagen ins gelb. hier kommen wir an den kern der geschlechter. an die "ursuende" oder "urschuld".
ueberheblichkeit/minderwertigkeit, hingabe der liebe an die weisheit? erst die weisheit an die liebe? wie die richtigen verhaeltnisse hinkriegen?
das geht letztendlich nur dadurch, das die weiblichkeit einen neuen status bekommt. dazu muessen sich aber erst starke frauen wieder in die macht der liebe begeben, also weiter gehen als nur in das sein der liebe. bis das verhaeltnis zwischen yin/yang wieder rein ist. also die energien wieder sauber fliessen.
dann erst entsteht der gleichwert, den die emanzipation erreichen wollte aber nicht erreicht hat bis heute.
wir sind also noch mitten drin sozusagen in der emazipation! sowohl fuer die maenner als auch fuer die frauen.

Barbara hat gesagt…

Hi Anak,
du kannst dich nur selber entwickeln, emanzipieren, über die Schwelle heben. Das kann niemand Anderes für dich tun und du kannst es für niemand Anderen tun. Alles andere ist Selbstbetrug und selbst auferlegter Heiligenschein. Warum sollte ich überzeugen wollen? Nein, ich trete für das ein, was in mir ist, weil ich keine andere Wahl habe.

Ich lehne jede Art von Missionierung ab, jeden Glauben, der sich selbst im Dienst einer höheren Macht stehend sieht, jede Art von Selbstverliebtheit und Selbstbeweihräucherung, die überzeugt ist, im Autrag des Guten für das Gute zu kämpfen. Gegen das Böse selbstverständlich, welches selbstverständlich im Außen ist. Das führt zu nichts und ist selber "böse". Selbstbeweihräucherung, Ego-Blendwerk, spiritueller Kreuzzug.

Ich glaube nicht, dass Frauen "heiliger" sind, spiritueller, besser von Natur aus oder sonst was. Ja, ich empfinde Verbundenheit mit anderen Frauen und schöpfe Kraft daraus. Und doch ist alles, was ich tue und sage (naja, oder zumindest das Meiste, oder sagen wir das Wichtige..) ganz allein nur in mir gegründet. In dem, was ich drängend in mir spüre, als Ahnen, als Kraft, als Drängen, als Vision. Ganz alleine mich verpflichtend, mir verpflichtet. Da gibt es kein "wir Frauen" dem ich mich angeschlossen sehe oder dem ich mich anschließen möchte um darin aufzugehen, schmerzerzeugende Konturen zu verlieren, Individualität durch gemeinsame Identität zu ersetzen. Ich halte das für eine große Gefahr und neue Verblendung. Lagerdenken.

Ja, meine Seele erhält Erlösung, wenn sie sich ganz in das Frausein hineinfallen lassen kann, hingeben in Gegenwart starker Männlichkeit. Das ist ein Tor, durch welches sich Größeres erschließt. Aber: Die Instanz, die über all dem steht, die "managt", beobachtet, den Weg bestimmt, die Richtung vorgibt, die ist nicht weiblich, sondern Mensch. Ganz eindeutig. Das ist die eigentliche Quelle, hier liegt meine Kraft, auch meine Eigenartigkeit.

Ich lehne auch jede Art von Konzepten ab, so sie denn mehr als vorübergehende Denkhilfen sein sollen. Yin/Yang, Grün/Gelb, Weltrettungsphantasien, das ist nicht mein Ding. Das wähnt sich neutral, objektiv, und ist es meist doch nicht. Find ich nicht hilfreich, für mich nicht und nicht in der Kommunikation.
So, mal eben so runtergeschrieben, keine Ahnung ob's verständlich ist...

Anak hat gesagt…

liebe barbara,
kann ich alles vollends unterschreiben.
hier geht es weiter:
"Ja, meine Seele erhält Erlösung, wenn sie sich ganz in das Frausein hineinfallen lassen kann, hingeben in Gegenwart starker Männlichkeit."
also bleibt nur die selbstentfaltung/selbstverwirklichung im vollendesten sinne.
diese hilfen sind in der tat voruebergehende denkhilfen. aber sie helfen! dann laesst man sie wieder fallen...
und nein: frauen sind nicht heiliger: es geht sich um den gleichwert. aber den haben wir nun mal noch nicht erreicht.
es bleibt ein einsamer weg...denn die starke maennlichkeit traegt immer noch einen gram an frauenhass in sich, traegt angst in sich (hier auch absolut ohne wertung, denn es geht um urerfahrungen der menschheit, und die frauen tragen dergleichen verletzungen in sich), die es gilt zu ueberwinden.
wieder die schwelle...gut und boese...innen und aussen...bleibt es ewig?
oder erreichen wir dort doch den frieden?

Schwester hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anak hat gesagt…

und mal ganz nebenbei, was hier so alles mal nebenbei geschrieben wird ist schon echt dolle...herzlich in die runde...

Anak hat gesagt…

oh liebe schwester...danke dir der guten ratschlaege...aber auf sex will auch ich nicht verzichten :-)
was machen wir denn jetzt???
doch wieder zu bekleidung von adam und eva?
huch, da muss die kirche ja wieder von vorne anfangen...und ewig dreht sich der kreis...

Nene hat gesagt…

Ja, die Welt ist weiblich. :o)

Anak hat gesagt…

Die Erde...
http://www.hypersoil.uni-muenster.de/0/02/01/06.htm

Thomas hat gesagt…

Mal so nebenbei ...

Und das ALL?

Ist das männlich oder weiblich?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Thomas, welches All?

Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Thomas hat gesagt…

Kerstin,

das All ist ein schönes Wort, finde ich, das ALL-es einschließt.

Aber hier kam es mir hauptsächlich auf den Artikel an.
"Das" All, ist das männlich oder weiblich?
Denn darum geht es ja hier bei der Frage um Mann und Frau und um Emanzipation.
Und ich wollte nur damit sagen, dass es noch etwas anderes gibt, das weder männlich noch weiblich ist oder das beides in höherer Weise vereint.
Und der Mensch muss meiner Ansicht nach in Wahrheit so etwas "Höheres" sein. Denn er kann ja, zumindest durch sein Denken, differenzieren und trennen und wieder verbinden.

manroe hat gesagt…

Ach, eins habe ich noch vergessen, die hardcore-Emanzen.

Um deretwillen würde ich gern
die "Welt" in zwei Teile spalten, um mit denen nicht in deren Welt leben zu müssen. So wie Nena neulich bei Stefan Raab, gruselig.

Anak hat gesagt…

die welt ist gespalten, das wollten wir doch eigentlich aufheben...wo ist der urspalt?
wo ist der tiefe frauenhass verborgen? der verneint wird und nach aussen verlagert wird.
welches ist die ursache unsere aengste? warum kann kein vertrauen entstehen?
wie ensteht missbrauchte macht?
warum gibt es krieg auf dieser welt?

manroe hat gesagt…

Die Erde wurde geschaffen über mehrere Inkarnationen von Planeten bevor der Mensch sich auf ihr niederliess, zu ihr hinunterstieg.

Dort, oder besser hier auf der Erde dann teilte sich die menschliche aber unbewusste Einheit in die Zweiheit der Geschlechter.

DIES ist der Urspalt, der aber KEine Spaltung ist, sondern eine Zwieheit um der Erkenntnis willen, die NUR durch Gegenüberstellung oder Auseinandersetzung möglich ist.

DER Mensch erwacht zu einem solchen daher dadurch, dass er die Geschlechter als Erknntnis-"Trick" verstehen lernt, um über ein solches Verständnis dann wiederum BEWUSST erwacht zum Menschen.

DAS WIEDERUM geht NUR dann, wenn man NICHT - auf welche Art auch immer - irgendwie auf irgendeine Geschlechtlichkeit pocht wie es diese von mir benannten hardcore-Emanzen tun.

In ihnen erblicke ich im Keim DEN wahren Spalt, der durch den Menschen geht, wenngleich ich sehen kann, dass sie etwas gutes (vielleicht) wollen, es aber SO nie werden erreichen können.

Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anak hat gesagt…

tja manfred, aber es geht immer nur ein schritt nach dem anderen...ins androgyne kann ich nur gelangen wenn ich vorher komplett eingesunken bin ins geschlechtliche...es haben ja nun schon mehrere damen dir dies vermittelt oder versucht zu vermitteln, daraufhin wurden sie (un d ich) als emanzen betitelt...
hier entdecke ich wiederum einen spalt: "In ihnen erblicke ich im Keim DEN wahren Spalt"
solange ich anteile meines seins nach aussen verlager, komme ich eh nie in eine einheit. bedenke: auch du enthaelst sowohl maennlich als auch weibliche anteile.

Anak hat gesagt…

ja liebe fee, die lilith...sehr interessant nicht wahr?
die vefuehrerische frau als daemon...

Thomas hat gesagt…

"Dem Verhältnis von Ätherleib und physischem Leibe liegt ein großes Geheimnis zugrunde, das tief hineinleuchtet in die Menschennatur: der Ätherleib des Mannes ist weiblich, derjenige des Weibes ist männlich. Dadurch wird die Tatsache erklärt, daß wir in jeder Mannesnatur viel Weibliches, und in jeder Frauennatur viel Männliches finden."

Das Zitat ist von Rudolf Steiner und ist zu finden bei:
http://raphael-santi.blogspot.com/
zum Thema "Pentagramm"

manroe hat gesagt…

tja Anka, das geht mir ebenfalls NICHT um Androgynität, weil das auch eine ins Physische "verlagerte" Geschlechtsgeschichte ist. Einfach die Haltung, die Ausrichtung des/derjenigen Gestalt, Person, Individualität, Wesen, die in einem Leibe steckt, so zu denken, zu fühlen, zu handeln, wie ein Mensch, der zwar in einem Körper steckt, ihn aber einfach nur nimmt wie ein "Werkzeug". Und wir uns dann mit den Fähigkeiten, die die Werkzeuge so bieten, gegenseitig helfen, den Menschen zu gebären. Und eben NICHT kämpfen, sondern helfen, NICHT wir... aber ihr... die Männer... -- mal ganz ehrlich, die Frauen sind auch nicht besser, bloss anders.

Anak hat gesagt…

hat hier eine von uns "frauen" gesagt wir waeren besser?
wo kommt denn diese bewertung her?

manroe hat gesagt…

Zitat von "Schwester", wurde NICHT korrigiert von den sonst so aufmerksamen Damen hier (25.02.10 23:15) - Da wurde halt auch NUR das typische Männerbild gezeichnet.

". Die haben nichts anderes im Kopf als Sex Sex Sex.." ...

Thomas hat gesagt…

@ Anak

"wo ist der tiefe frauenhass verborgen?"

Ist da vielleicht irgendwo auch Männerhass tief verborgen?

Und wo ist die Menschenliebe verborgen?

Die muss nämlich da noch tiefer unten zu suchen sein.

Anak hat gesagt…

lieber thomas,
du hast recht. ich habe auch irgendwo geschrieben: das die frauen tief verletzt sind. urwunden.
leider geben die kommentare ja nur kleine einblicke in den kommentator (ups, ist die weibliche form kompliziert, werd sie damit fallen lassen.im gleichmut ist die erhebung nicht mehr noetig...)
manfred, meine antwort auf die gute schwester war: auf sex will ich aber nicht verzichten. ich dachte, das waere korrektur genug gewesen. im uebrigen nehme ich diesen kommentar nicht als wirklich ernst gemeint.
wo ist die wahre menschenliebe?
ich zitiere hier noch mal meinen aktuellen lieblings-song:
Wer die Rose ehrt
(Text: Kurt Demmler, Musik: Peter Gläser)

Wer die Rose ehrt, wer die Rose ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Dorn
Der zur Rose noch dazu gehört
Noch so lang, so lang man sie bedroht

Einmal wirft sie ihn ab

Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Haß
Der zur Liebe noch dazu gehört
Noch so lang, noch so lang man sie bedroht

Einmal wirft sie ihn ab...

Das wird sein, wenns sein wird
Und Mensch ehrt den Menschen

herzlich
anka

manroe hat gesagt…

@anka

"manfred, meine antwort auf die gute schwester war: auf sex will ich aber nicht verzichten. ich dachte, das waere korrektur genug gewesen."

Es ging da ja nicht um Sex ja oder nein, sondern darum, wie Männer einseitig auf dieses Thema reduziert wurden in und durch seine/ihre (weiss nicht so genau) (Schwester)Darstellung und dadurch wir Männer in ein zementiertes Vorurteilslicht gesetzt wurden.

Anak hat gesagt…

ach lieber manfred, mit vorurteilen wird hier doch ueberall rumgeschmissen, nicht wahr?
tatsache ist: das wir alle, alle menschen nach liebe streben, nach beruehrung, nach hingabe. sex und erotik sind nur ein teil davon. da waere es sicher falsch, dies so zu stellen: die maenner wollen nur sex und die frauen haben immer kopfschmerzen...ich denke, das in dem falle beide seiten unter enormen blockaden leiden.
osho drueckt sich so aus: sex soll zur liebe werden und liebe zu licht.

Barbara hat gesagt…

Männerhasserin? Nein.
Ich verachte das, was Männer, Menschen in einem männlichen Körper, Menschen mit einem auf männlich unerleuchtete, verblendete Art der Erde antun, dem Leben, dem Lebendigen.

Ich verehre (!) hingegen "das Männliche", wahre, entwickelte, befreite, erstarkte Männlichkeit, das Göttliche im Mann. Das hat meinen allergrößten Respekt, meine absolute Hingabe, dem stehe ich mit offenem Herzen in all meiner Liebe stehend gegenüber. Ich sehne mich nach dieser Männlichkeit, ..genauso wie nach dem Göttlichen in mir, dessen Verwirklichung mir allererste Prioriät hat.

Was ist "Männlichkeit"? Nichts, was mit Adjektiven zu definieren, mit Attributen zu belegen wäre. Das führt in die Irre, diese meist tiefer Angst entspringende Kategorisierungssucht. Das haben die Männer umgekehrt mit den Frauen ja auch schon versucht, -so geht das nicht. "Stark, machtvoll, durchsetzungsfähig, energisch, standhaft" z.B.... all das bin ich selber, all das habe ich selber als zu entwickelnde Qualitäten in mir.

Wahre "Männlichkeit", das hat eine andere Frequenz, eine andere Schwingungsqualität, Verwirklichungsqualität. Und das ist so erschütternd anders, so beglückend... In Gegenwart dieser Männlichkeit, dieser mächtigen Präsenz hört das Kämpfen auf, kann ich ablegen, mich sinken lassen. Absoluter, umfassender gegenseitiger Respekt. Erkanntwerden und Erkennen. Erlösung. Ja, mir würden dann doch viele Worte einfallen "Männlichkeit" zu beschreiben. Worte allerdings führen in die Irre, gaukeln Sicherheiten vor, schaffen neue Konzepte.

Ich durfte "wahre Männlichkeit" erfahren, das hat mein Leben (und mich) verändert. Ich weiß jetzt noch mehr und noch sicherer als zuvor, was wahr ist und was ich will. Verwirklichte Männlichkeit, das ist so komplett anders als dieses aufgeblasene Männchengehabe überall um uns herum, so mächtige Strahlung - keine Chance daran vorbei zu gehen, das nicht zu erkennen. Ich verlasse mich da ganz auf mich.

Starke Männlichkeit ist allerdings sehr selten, oft haben sich die Männer, auch wenn sie sich und anderen anderes vormachen wollen, ja noch nicht mal aufrichtig auf den Weg gemacht. Dabei braucht die Welt göttliche, verwirklichte, zu sich selbst befreite Männlichkeit so dringend wie nur irgend was. Die Welt braucht auch verwirklichte Frauen, solche, die ohne Scham und Schuld in ihrer eigenen Kraft stehen. Und ja, auch starke, selbstbewusste, in sich ruhende Weiblichkeit, ist bisher nur sehr selten zu finden. Und darin sind die Frauen nicht Opfer des Mannes, sondern tragen ganz alleine die Verantwortung. Auch Frauen sind sich ihrer Verantwortung, für sich selbst und für die Welt, nicht genügend bewusst.

Wir haben unterschiedliche Potentiale, die Männer und die Frauen. Verbunden damit aber auch spezielle Fallstricke, Verführungen, Verwicklungsgefährdungen, Selbsttäuschungen. Das, was uns helfen soll uns zu befreien, kann uns bei nicht ausreichender Klarheit, nicht ausreichender Disziplin (was will ich? wirklich? was bin ich bereit dafür zu opfern?) immer wieder fest halten und zu Fall bringen. Wir halten dann Abbilder, Spiegelungen unseres Potentials für die Wahrheit selbst, anstatt sie als "Appetizer" zu sehen, als Sehnsuchtsentwickler, Richtungsbestimmer. Wir leben in Zerrbildern, wähnen uns am Ziel. Und wundern uns, warum wir immer noch leiden. Das ist so traurig..
Und es könnte so anders sein...!

Anak hat gesagt…

danke barbara
namaste
anka

Anak hat gesagt…

noch als kleinen zusatz: auch ich verspuere keinen maennerhass (mehr).
aber ich weiss um dessen bestehen tief in den herzen.
hier ist der ansatz fuer uns alle: bewusst werden der dinge in uns und uns einander helfen in vertrauen.
nicht im formen von bildern, urteilen, bewertungen...

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Thomas,

danke für Ihre Antwort zum All-es.

Und weil sie es so treffend formulierten, dass der Mensch so etwas "Höheres" sein muss, jenseits von männlich und weiblich oder eben als Vereinigung von beiden, stelle ich hier noch einmal meine Frage:

Was kommt hinter dem Schwarz, was sie nächtens am Himmel sehen?

Wieso kann die Sonne uns den Tag bescheren, während sie draußen nur ein helles Licht ist - eines von vielen?

Im Weltenall gibt es keinen Tag und keine Nacht. Es gibt nur Dunkelheit und helle Lichtpunkte.

Warum ist das wohl so?

Herzlich

Kerstin Zahariev.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Liebe Kerstin, ich habe hier versucht, Ihre Fragen ein wenig zu beantworten. Ich hoffe, ich kann Ihnen damit weiterhelfen.

"Was kommt hinter dem Schwarz, was sie nächtens am Himmel sehen?"

Es gibt nichts hinter dem Schwarz.

Das Schwarz ist einfach, was es ist. Eine sinnliche Wahrnehmung.
IN dem Schwarz kann man noch etwas suchen, aber nicht HINTER dem Schwarz.
Sie können nie hinter das Schwarz kommen, so wenig wie Sie hinter das Weiß der Schneeglöckchen kommen können. Nur IN dem Weiß können Sie etwas finden.
Versuchen Sie es doch einmal bei den Schneeglöckchen, ob Sie da hinter das Weiß kommen können.

(Das Wort "hinter" kann irreführend sein, wenn man damit das Räumliche meint. Wenn man das Übersinnliche meint mit "hinter" dem Schwarz oder dem Weiß, dann hat das ja nichts mit dem Räumlichen zu tun und es ist nicht "wirklich" "hinter" dem, was ich mit den Sinnen wahrnehme)


"Wieso kann die Sonne uns den Tag bescheren, während sie draußen nur ein helles Licht ist - eines von vielen?"

Weil die Sonne unserer Erde am nächsten ist und die anderen Sterne so weit weg sind.

"Im Weltenall gibt es keinen Tag und keine Nacht. Es gibt nur Dunkelheit und helle Lichtpunkte.

Warum ist das wohl so?"

Im Weltenall gibt es für alle Planeten oder Weltenkörper die um eine Sonne kreisen Tag und Nacht. Überall im Weltenraum ist also Nacht und Tag.

Also, ist es wohl gar nicht so!

Herzlichst

Werner

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Werner,

hmmm... wie soll ich mich nun ausdrücken?

Ich wollte eigentlich keinen physikalisch-astronomischen Diskurs führen, sondern auf etwas hinweisen, was meiner Meinung nach weiterführend in Ihrer Aussage zum All-es sein könnte.

Ist das All männlich oder weiblich?

Hab ich vermutlich falsch gedeutet. All kann ja auch All-es bedeuten, nicht unbedingt Welt-All.

Nun ja, ich danke Ihnen für Ihre Antwort. Doch sie hilft mir wenig, weil ich weder von Farben noch Materie schrieb, sondern von dem Dahinter. Es gibt für mich auch ein Dahinter dem Weiß von Schneeglöckchen und dem Schwarz im Weltall und nicht jeder Planet, der eine Sonne umkreist, erlebt das Licht als Tag und die Dunkelheit als Nacht, so wie wir sie hier auf der Erde erleben.

Schon unserem Begleiter dem Mond ist dies verwehrt, denn er sieht nur das Licht der Sonne, aber keinen Tag, wie ihn die Erde hervorbringt.

Ist auch nicht so wichtig.

Herzlich

Kerstin Zahariev.