Donnerstag, 25. Februar 2010

Wer bin ich?

Welches ist das tiefste Bedürfnis des Egos? Das tiefste Bedürfnis des Egos ist es, sich selbst als etwas Einzigartiges zu betrachten. Das Ego kennt letztlich nur ein Gefühl, ein Bedürfnis, eine Gier und alles mündet immer in diesen Fragen: „Bin ich etwas besonderes? Was ist das Spezielle an mir? Was an mir ist einzigartig? Wer bin ich, im Vergleich zu anderen?“

Es ist wichtig, dass Du den Unterschied siehst, zwischen Deiner tatsächlichen Einzigartigkeit und dem Bedürfnis danach, einzigartig sein zu wollen.

Ja – Du bist einzigartig. Aber das ganze Potential Deiner Einzigartigkeit, wirst Du erst voll ausschöpfen können, wenn das Bedürfnis nach Einzigartigkeit vollkommen abgestorben ist.

Deine Spezialität wird sich erst voll entfalten können, wenn Du jegliches Interesse an dem Mysterium Deiner Person verloren hast.

Das Ego wird immer wieder Wege suchen, sein Bedürfnis nach Einzigartigkeit zu befriedigen.
......
Das gewitzte Ego im Wassermannzeitalter, hat zum Beispiel das Feld der Spiritualität entdeckt. Ich habe nichts dagegen, dass Menschen sich mit dem Gedanken von Reinkarnation und Karma beschäftigen – aber frage Dich selber: Inwiefern ist das Interesse an karmischer Forschung das Bedürfnis nach Einzigartigkeit? Will ich nicht ständig wissen, was meine Besonderheit ist?

Nochmal: Es geht nicht um die Leugnung von Unterschieden. Es geht um das Bedürfnis unterschiedlich sein zu wollen.

Darum frage ich nicht: Wer bist Du? Sondern: Wie lebst Du? Ja, Du bist eine Mission. Ja, Du bist göttlich. Ja, Du bist einzigartig. Und wie lebst Du jetzt Deine Mission? Benimmst Du Dich göttlich? Was ist Dein einzigartiger Beitrag?

Wenn Deine Seele erwachen soll, dann musst Du bereit sein, alle Frage nach Deiner Einzigartigkeit zu begraben. Wenn Du zu dem Mysterium Deines wahren Selbst vordringen willst, dann musst Du bereit sein, die Fragen und die Antworten nach Deiner Einzigartigkeit loszulassen.

Wenn Du Dich erkennen willst, dann musst Du auf eine Antwort bereit sein, die Dir absolut NICHTS sagt. Oder wie Andrew Cohen es ausdrücken würde: Genau der Teil von Dir, der die Antwort wissen will, wird die Antwort nie erfahren.

Dem, was Du wirklich bist, kannst Du nie begegnen. Das, was Dein wirkliches Wesen ist, kannst Du nie berühren.

Alles, was an Dir gierig wissen will – alles, was an Dir Bedürfnis nach Einzigartigkeit ist – alles, was getrennter Individualität sein will – das alles muss „in das unbegreifliche Geheimnis hineinsterben“. (So nennt es Andrew Cohen. In einer mythologischen Tradition bezeichnet Rudolf Steiner dies als „In Christo morimur“).

Wenn Du vor dem Spiegel stehst und dieses „Wer-bin-ich-Bedürfnis“ auftaucht, dann musst Du bereit sein, zu töten...und zu sterben. „Denn wer das Ego abtötet, der lebt ein ewiges Sein.“ (Rudolf Steiner*)

Du erwachst dann in einem Zustand des Nicht-Wissens. Du blickst in den Spiegel und diese eine Frage ist einfach so verschwunden: „Wer bin ich?“

Was bleibt, ist Freiheit.
EINFACH FREIHEIT
* Das Zitat stammt aus Steiners "Credo". Dort benutzt er statt "Ego" das Wort "Selbstheit", in diesem Sinne von Ich-Bezogenheit.

Kommentare:

Screech hat gesagt…

hi Sebastian,

danke für deinen text -

was ist nochmal genau "ego töten" ?

was "genau" soll da getötet werden ?

wer tötet da genau was ?

mit lieben gruß,
dein EGO ;)

Thomas hat gesagt…

Was Herr Gronbach hier schreibt, widerspricht vollkommen dem, was in dem „credo“ von Rudolf Steiner, das unten in dem post verlinkt ist, zu lesen ist und aus dem er zitiert hat. Herr Gronbach schreibt:

„… – alles, was getrennter Individualität sein will – das alles muss „in das unbegreifliche Geheimnis hineinsterben“.“


Rudolf Steiner schreibt:
Das EINZELNE muß den Geist IN SICH haben,
sonst fällt es ab, wie ein dürres Blatt von jenem Baume, und war umsonst da.“

Das Einzelne bleibt, das Einzelne lebt weiter. Aber es muss den Geist in sich haben. Wenn das Einzelne den Geist nicht in sich hat, dann war es eben umsonst da.
Herr Gronbach will das Einzelne töten, will die getrennte Individualität sterben lassen. Außerdem benutzt er hier Begriffe wie Ego, Individualität und Selbstheit, ohne zu differenzieren. Es ist für ihn alles das Selbe: ALLESEINS.

Herr Gronbach bleibt nach seiner Lehre nicht als Einzelner bestehen. Ihn gibt es nach „seiner“ Wahrheit nicht. Nach dem, was Rudolf Steiner oben schreibt, fällt er ab, wie ein dürres Blatt vom Baum und er war umsonst da.

Wer möchte ihm folgen?

Thomas hat gesagt…

Rudolf Steiner schreibt:
„Das Sein, das sie (die Ideenwelt) mit ihrem Lichte nicht beleuchtete, wäre ein totes, wesenloses, das keinen Teil hätte an dem Leben des Weltganzen.“

Herr Gronbach schreibt:
“Du erwachst dann in einem Zustand des Nicht-Wissens“

Als ein höchstes sieht Herr Gronbach es an, in einem Zustand des Nichtwissens zu erwachen.

Rudolf Steiner schreibt das genaue Gegenteil. Die Ideenwelt muss das Sein mit ihrem Licht beleuchten, wenn es nicht ein totes, wesenloses Sein bleiben soll.
Die Ideenwelt erfassen wir mit dem Denken und nehmen sie in unser Wissen auf. Das steht hier.

Nicht in ein "unbegreifliches Geheimnis" hinein sollen wir sterben, wie bei Sebastian Gronbach.

Gerade das Geheimnis soll begreiflich werden und nicht unbegreiflich bleiben.
Gerade das Geheimnis ist es, das Sein, das beleuchtet werden soll durch das Licht der Ideenwelt. So schreibt Rudolf Steiner.


Herr Gronbach schreibt:
"Dem, was Du wirklich bist, kannst Du nie begegnen. Das, was Dein wirkliches Wesen ist, kannst Du nie berühren."

Ein armes hoffnungsloses Wesen ist es, das mit einem solchen "Wissen" leben muss. Sinnlos.

Und wie sinnvoll ist das Bild, das von Rudolf Steiner gezeichnet wird.

Und Herr Gronbach versteht es einfach nicht.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

"Nichtwissen wissen
ist höchstes Wissen,
es nicht zu wissen ist wie krank sein,
daran leiden heißt gesunden.
Der Weise leidet nicht,
denn der heilte die Krankheit,
indem er sie erkannte."

Lao Tse


Liebe Monika, danke für dieses Zitat.



Lieber Thomas,

an dieser Stelle einmal meinen aufrichtigsten Dank für Ihr Dasein und Ihre Worte, die in mir den allerhöchsten Unmut und sogar ansatzweise Hochmut hervorrufen, denn ich spüre, wie ich sie eines Besseren belehren will. Ich spüre, wie ich Sie dazu bringen will, zu schweigen.

Rudolf Steiner hieß uns, genau das mit aller Macht zu unterdrücken und so übe ich mich in all den Tugenden, die Rudolf Steiner uns aufgab - da wäre für mich an erster Stelle: Gelassenheit.

Thomas hat gesagt…

"Das Ego wird immer wieder Wege suchen, sein Bedürfnis nach Einzigartigkeit zu befriedigen.
......
Das gewitzte Ego im Wassermannzeitalter, hat zum Beispiel das Feld der Spiritualität entdeckt. Ich habe nichts dagegen, dass Menschen sich mit dem Gedanken von Reinkarnation und Karma beschäftigen – aber frage Dich selber: Inwiefern ist das Interesse an karmischer Forschung das Bedürfnis nach Einzigartigkeit? Will ich nicht ständig wissen, was meine Besonderheit ist?"

Ja, das "gewitzte" Ego von Herrn Gronbach hat die Spiritualität für sich entdeckt.
Und es tobt sich so richtig aus. Schleier um Schleier webt es. Und es wird immer mehr unmöglich, dass diese Schleier entwoben, entwirrt werden.

Karma und Reinkarnation zieht er in den Bereich von egoistischem einzigartig sein wollen. Gerade diese beiden Begriffe, die so wictig sind für das Verständnis der Evolution des Menschen, gerade die schiebt er durch seine Art der Formulierung ins Nebulose.

So offensichtlich ist sein Egoismus hier am Werk. Und er kann es nicht erkennen.
Bei anderen sieht er ein Staubkörnchen im Auge. Vor seinem Kopf sieht er nicht die Bretter, mit denen er seine Sicht vernagelt hat.

Thomas hat gesagt…

Für Kerstin


Gefühle
sie wühlen
- auf


beherrschen
wollen Sie
mein Wollen
und Tun

-

Denken
lass klären
das wühlende
Fühlen

-

bis Ruhe
erscheint
und gelassen
ich bin

-

und tun kann
was tun
ich
will

Detlef Troststätter hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Kerstin Zahariev hat gesagt…

Danke, lieber Thomas. Genau zum richtigen Zeitpunkt.

Herzlich

Kerstin Zahariev.

Nene hat gesagt…

@Kerstin, geht mir so ähnlich mit Thomas. Ist ein Spiegeleffekt. Jeder denkt, dass ers weiss. Jesus sagt: "Was nennst du mich guter Meister? Keiner ist gut, nicht einer.
oder Laotse:
Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.
Wer selber sein will, wird nicht herrlich.
Wer sich selber rühmt, vollbringt keine Werke.
Wer sich selber hervortut, wird nicht erhoben.

gilt das nicht für jeden Meinungsstreit?

@detlef
Nö, die Frage "wer bin ich " ist doch erst der Anfang, weil sie dazu führt, alles zu entfernen, was man nicht ist. Das rockt irgendwie nicht so richtig. Das tut weh. Ego rockt.
Sein ist ohne Gegensatz. Das rockt nicht.
go on. :o)

Thomas hat gesagt…

Zur Inspiration:

Herr Gronbach schreibt:
"Was bleibt, ist Freiheit."

Was ist das für eine Freiheit die da bei ihm bleiben soll?

Wer soll da frei sein?

Wenn nur das NICHTS, das ALLEINS, das EINE ICH ist und war und bleibt, dann ist doch Freiheit für dieses EINE kein Thema. Denn wie sollte dieses EINE unfrei sein. ES IST doch ohnehin ALLES.

Freiheit könnte dieses Gronbachsche ALLEINS nie wirklich erleben.
Denn wie sollte EINE Einheit in sich unfrei und gleichzeitig frei sein können.
Und etwas anderes als dieses ALLEINS gibt es bei Herrn Gronbach NICHT.

Also kann Freiheit kein Teil seines Weltbildes sein.
Nur ein leeres Wort ist bei ihm der Begriff "Freiheit".

Bei ihm gibt es auch keine Individualität, die Freiheit erleben könnte.
Und nur ein Wesen, das sich als ein Selbst, als frei von jeglicher Autorität, von jeglichem Gott erleben kann und sich diesem Anderen gegenüberstellen kann, nur ein solches Wesen könnte Freiheit erleben.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Thomas, vielleicht hilft es Ihnen, das, was Sebastian Gronbach beschreibt, einmal mit anderen Worten bei Rudolf Steiner zu lesen.

GA 230 Der Mensch als Zusammenklang
des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes - Der Zusammenhang der Welten-verhältnisse, der Erden-verhältnisse und der Tierwelt mit dem Menschen - Erster Vortrag 19.Oktober 1923

"Nun, die Raupe — ich deute diese Dinge nur aphoristisch an, wir werden sie morgen und übermorgen etwas genauer betrachten - kann nicht zur Lichtquelle hinauf, um sich hineinzustürzen, zur Sonne nämlich, aber sie möchte es; sie möchte es ebenso stark, wie es die Motte will, die sich in die Flamme neben Ihrem Bette wirft und darinnen umkommt. Die Motte wirft sich in die Flamme und findet den Tod im physischen Feuer.
Die Raupe sucht ebenso die Flamme, jene Flamme, die ihr entgegenkommt von der Sonne. Aber sie kann sich nicht in die Sonne werfen; der Übergang ins Licht und in die Wärme bleibt bei ihr etwas Geistiges. Die ganze Sonnenwirkung geht auf sie über als eine
geistige. Sie verfolgt jeden Sonnenstrahl, diese Raupe, sie geht bei Tag mit dem Sonnenstrahl mit. Geradeso wie sich die Motte einmal ins Licht stürzt und ihre ganze Mottenmaterie hingibt dem Lichte, so webt die Raupe ihre Raupenmaterie langsam in das Licht hinein, setzt bei Nacht ab, webt bei Tag weiter, und spinnt und webt um sich herum den ganzen Kokon. Und im Kokon, in den Kokonfäden haben wir darinnen dasjenige, was aus ihrer eigenen Materie die Raupe, indem sie
fortspinnt im strömenden Sonnenlicht, aus sich heraus webt.

Jetzt hat die Raupe, die zur Puppe geworden ist, sich die Sonnenstrahlen, die sie nur verkörperlicht hat, aus ihrer eigenen Raupensubstanz um sich her-
umgewoben..."


Das ist nur ein kleiner Ausschnit, doch schon hier klingt es an - die Raupe schafft sich ihren Kokon aus sich selbst heraus - erschaffen, schöpfen aus sich selbst heraus.
So entsteht auch der Mensch - aus sich selbst heraus, aus NICHTS anderem.
Und die Sonnenstrahlen als Bildnis für das Bewusstsein, das hier wirkt.

Lieber Thomas, Rudolf Steiner beschreibt es sehr spannend.

Thomas hat gesagt…

Liebe Kerstin,

ich kann hier keine Parallelen ziehen zwischen dem was Herr Gronbach schreibt und dem, was in oben erwähntem Vortrag steht.
Meinen Sie einen bestimmten Satz von ihm?

Sehen Sie, es ist gerade das, was ich bei Sebastian Gronbach vermisse, Beschreibungen der physischen Welt und der geistigen Welten und ihren Beziehungen, so wie sie von Rudolf Steiner, unter anderem in diesem von Ihnen erwähnten Band, so klar beschrieben wurden.

Herr Gronbach lehnt ja das alles ab, was von Rudolf Steiner in diesen Vorträgen beschrieben wird. Er macht sich lustig über Wesenheiten der Hierarchien, über Wesen wie die, die Rudolf Steiner (und nicht nur er) in dem erwähnten Buch als Gnome, Undinen usw. bezeichnet.
Das sind für ihn nur UNREALE mythologische Figuren, Fabelwesen. NICHTS Reales.

Und um auf ihr Zitat zu kommen, die Raupe schafft ja nicht etwas aus NICHTS. Es geht doch hier um Metamorphosen.
Irdisches wird vergeistigt und Geist wird "verirdischt". So schön ist das in diesen Vorträgen beschrieben. So etwas finden bei Herrn Gronbach nicht. Weil es das für ihn ÜBERHAUPT NICHT gibt.

Die geistige Welt ist von der irdischen Welt aus, mit den Sinnen betrachtet, ein Nichts. Denn sie kann mit Sinnen nicht wahrgenommen werden.
Genau so kann die physische Welt ein Nichts genannt werden, wenn sie von der geistigen Welt aus betrachtet wird.

Aber sie können doch nicht wirklich sagen, dass der Mensch aus einem NICHTS entstanden ist.
Der Mensch ist, so beschreibt ja auch Rudolf Steiner das, aus dem Geistigen heraus erstanden. Er arbeitet an sich, zusammen mit anderen geistigen Wesen, zusammen mit anderen Menschen. So ist das auch zu lesen in den Vorträgen in GA 230.

Und nur, wenn Sie mit dem NICHTS das Geistige meinen, macht die Sache einen Sinn.

Aus einem NICHTS, kann nichts entstehen. Das NICHTS muss einen Inhalt haben. Wenn er auch im Moment nicht wahrgenommen werden kann.

Sehen Sie, liebe Kerstin, weiter die guten Seiten des Sebastian Gronbach an.
Aber schauen Sie sich auch der Vollständigkeit halber die anderen Seiten an. Denn Beides ist bei ihm da. Wie bei jedem Menschen.

Ich denke, Sie interpretieren vieles in Herrn Gronbachs Worte hinein, das einfach nicht bei ihm, sondern bei Ihnen da ist.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Thomas, na um so besser, wenn es bei mir schon da ist. Ich sehe das gar nicht immer so. Und wenn Sebastian mir mit seinen Worten und Bildern dabei hilft, macht er seine Aufgabe sehr gut.
Als etwas anderes sieht er sich gar nicht - einfach ein spiritueller Dienstleister (und ein guter obendrein).

Gut, wenn sie das Geistige nicht als Nichts ansehen, haben Sie sogar recht. Aber es ist nicht in dem Sinne erfahrbar, wie sie beispielsweise einen Duft erfahren, also nicht nur wahrnehmen mit Ihren sinnlichen Werkzeugen, sondern erfahren mit jeder Faser Ihres Seins.

Sehen Sie, wenn ich diese Passage mit der Raupe wählte, dann deshalb, weil eine Raupe bspw. den Faden für ihren Kokon aus sich selbst heraus bildet. Er ist ja vorher nicht da.
Und nun stellen Sie sich vor, auch so eine geistige Wesenheit schafft etwas aus sich selbst heraus, was dann erst zur Materie im Sinne eines Sichtbaren wird.

Das können Sie bei Rudolf Steiner nachlesen. Und wenn Sie in die geistigen Welten schauen können, sehen Sie es auch.

Ist das nicht wundervoll?

Und nun stellen Sie sich vor, Elfen, Undinen, Gnome stehen für bestimmte Anteile der Wesenheit, die sich nur so Verkörpern können und nur so wirken können, bis der Mensch erkennen kann, dass alles zu ihm selbst gehört.

Denn für was stehen denn Gnome, Undinen, Elfen - all das, was Steiner beschreibt?

Und um den Bogen zu Sebastian Gronbach wieder zu spannen - hinter all dem, was Sie, lieber Thomas, sehen, hören, schmecken, fühlen, atmen, berühren, denken, träumen können - ist NICHTS. Nichts im Sinne dessen, dass Sie etwas in irgendeiner Weise erfassen könnten mit dem, was Sie kennen.

Was glauben Sie, kommt hinter den Wolken und was hinter den Sternen und was, lieber Thomas, kommt hinter dem Schwarz, was Sie nächtens am Himmel sehen?

Danke für Ihre so ausführliche obige Antwort. Ich fühle mich von Ihnen sehr ernst genommen. Danke dafür.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

Hallo Thomas, vielen Dank für Deine Worte und differenzierten Betrachtungen.

Thomas hat gesagt…

Für Kerstin

"Denn für was stehen denn Gnome, Undinen, Elfen - all das, was Steiner beschreibt?"

Die stehen für Wesenheiten, neben denen Sie stehen können, wenn Sie in der geistigen Welt sind. So wie Sie jetzt neben Ihren Mitmenschen stehen können.

"... hinter all dem, was Sie, lieber Thomas, sehen, hören, schmecken, fühlen, atmen, berühren, denken, träumen können - ist NICHTS."

Hinter all dem, was Sie, liebe Kerstin, sehen, hören, schmecken, fühlen, atmen, berühren, denken, träumen können - ist Geistiges.

Wenn ich Ihnen die Hand gebe, dann spüre ich bewusst Ihren Körper und Sie den meinen.

Unsere geistig-seelischen Wesenheiten, Ihre individuelle und meine, die sind da auch zusammen. Das ist dann nur nicht in unserem Bewusstsein. Bewusst spüren wir uns nur an den Händen.

Haben Sie sich schon mal gefragt, was aus den Augen Ihres Gegenüber herauschaut, wenn Sie diesem Gegenüber in die Augen blicken?

Das Auge ist es nicht. Und das Gehirn auch nicht. Aber schauen tut etwas. Und sehen tut auch etwas.

Einen schönen Abend wünsch ich noch.