Mittwoch, 3. Februar 2010

Wo endet Willi Wiberg?


"Hier steht Willi Wiberg, sieben Jahre alt. Willi denkt nach. ´Bist Du da, Willi?´ hat Papa eben gerufen. Das hat Willi auch gerade überlegt. BIN ich hier? Na klar! Das sieht doch jeder, der ihn kennt. Das ist Willi!...ABER IST DAS ALLES?"

"Willi überlegt noch weiter, ob er nicht auch ein Teil von Leuten ist, die an ihn denken." Willis Freund heisst Benni. "Ich bin ein Teil von Bennis Gedanken".
Ich bin ein Teil von Ihren Gedanken.

"Papa klopft Willi freundschaftlich auf die Schulter" Kurz darauf merkt Willi, "dass er immer noch die Stelle spürt, wo Papa ihm auf die Schulter geklopft hat. Sie ist ganz warm.
Willi
An meiner Schulter – da ist noch ein bisschen Papa! Mann kann wirklich nicht sagen, wo ein Mensch zu Ende ist...Und wenn einer alleine schon so weit reicht, dann stell dir mal die anderen vor!"

Willi streckt seine Arme aus: "Sooo weit reiche ich und noch viel weiter."

Wenn Du die Arme ausstreckst, bist Du dann am Ende der Arme zu Ende? Wann bist Du zu Ende? Und was bedeuten dann Begriffe wie "Innen" und "Aussen"?

"Willi ist nie zu Ende."

Wie weit geht der Mensch, Herr Steiner?

"Seine Gedanken sind so weit wie das Licht, seine Gefühle sind so weit wie die Wärme, sein Wollen ist so weit wie die Luft."

Erst wenn wir uns bewusst werden, dass wir so groß wie das Weltenall sind und unsere Verantwortung für das ganze Weltenall und sein Erwachen annehmen, erst dann erwacht die Erde als ein Stern.

Erst dann wird der Himmel wieder bewohnt werden. Erst dann sind wir wahrhaft Mensch.