Mittwoch, 24. März 2010

Der Angst-Elefant

Einmal klopfte die Wahrheit an meine Tür und fragte: „Darf ich reinkommen, oder störe ich?“ Ich antwortete: „Du störst nicht nur, du erschütterst meine gesamte Existenz. Sei herzlich willkommen.“ (Nach Eeva Kilipi)

Wenn Du zur Wahrheit erwachen willst, dann wird das zunächst kein aufbauender Vorgang sein, sondern die Erschütterung Deiner gesamten Existenz.

Etwas in Dir - nennen wir es Ego - ist niemals bereit dafür, der Wahrheit die Tür zu öffnen. Niemals. Angst hält die Tür zu.

Die Angst ist riesengroß. Sie ist so schwer und groß wie ein Elefant. Der Angst-Elefant drückt sich mit seiner ganzen Kraft an die Tür.
Elefanten kann man unmöglich schieben – aber Elefanten kann man locken. Was Du also tun kannst, dass ist Deinen Angst-Elefanten ein wenig zu locken.

Mein spiritueller Coach sagte es mir so: „Man lockt den Elefanten, in dem man ihm zu Fressen gibt. Das Fressen, das unser Unterbewusstsein liebt, sind schöne Bilder und Vorstellungen. Eine geniale schöne Vorstellung für den nächsten Tag vor dem Schlafengehen auf ein Blatt Papier geschrieben - und der Elefant bewegt sich ´über Nacht´ in die Richtung dieser Vorstellung.“

Im Grund funktionieren alle Religionen und viele spirituellen Traditionen nach diesem Muster. Sie locken den Elefanten von der Tür weg und irgendwann geht die Tür einfach so - klack- auf und die Wahrheit kann eintreten.

Wenn die Wahrheit dann bei Dir ist, dann blickst Du in Dein ursprüngliches Gesicht – das Gesicht welches war, bevor Du geboren wurdest.

Du blickst Dir zum ersten mal in Deinem ganzen Leben selber in die Augen – das war Dir sonst immer nur über Spiegelbilder möglich. Und dieser unmittelbare Anblick, erschüttert Deine gesamte Existenz....

....so viel Freiheit. So viel Liebe. So viel Leben.

Kommentare:

Stefanie hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Petra Linzbach hat gesagt…

Danke Dir für diesen wunderbaren Text und Anstoss! Herzliche Grüsse, Petra

manroe hat gesagt…

Thank You India

Werner (Thomas) hat gesagt…

(Janet: Du mußt es nicht lesen!)

"Im Grund funktionieren alle Religionen und viele spirituellen Traditionen nach diesem Muster. Sie locken den Elefanten von der Tür weg ..."
So schreibt Herr Gronbach hier.


In der Anthroposophie ist das nicht so. Da ist das genaue Gegenteil der Fall.

Da gibt es zuerst einen schwarzen großen Elefanten. Der wird da der "kleine" Hüter an der Schwelle genannt. Und der ist gruselig anzuschauen. Das ist man nämlich selber. Und zwar der Teil von einem, den man noch nicht zur Vollkommenheit entwickelt hat.
All das sieht man da, was man an sich noch umwandeln muss.
Und da MUSS man SICH SELBST in die Augen schauen.

Der "kleine" Hüter, der bleibt an seiner Stelle stehen. Und da muss man schon so stark sein, dass man ihm in die Augen blicken kann. Denn man sieht da alles, was noch "schlecht", was noch häßlich ist, was nocht nicht entwickelt ist an einem selbst.

Erst wenn man diesen Anblick ertragen kann, dann kann man auch die Schwelle übertreten und in die geistige Welt schauen und die Wahrheit erkennen.
Nach anthroposophischem Verständnis bleibt der "Elefant" also stehen. Ihn kann man nicht weglocken. Sondern man muss sich stark machen, dass man ihn besiegen kann um an ihm vorbei zu kommen.

Später kommt dann ein "weißer" Elefant. Der wird der "große" Hüter genannt. Er ist der vollkommene Mensch.
Da sieht man dann, zu was man sich selbst noch entwickeln muss, wenn man vollkommen werden will.
Um ihn anzuschauen, muss man noch stärker werden.

Das, was Herr Gronbach hier empfiehlt - den Elefanten wegzulocken - das ist nicht nur nicht anthroposophisch. Das ist Feigheit.
Da kann man erkennen, dass er Angst hat vor sich selbst. Dass er noch schwach ist und sein Ego noch nicht besiegen kann. Weglocken will er es. Weil er den Anblick der Wahrheit nicht ertragen kann. DAS ist SEIN Problem.

Und er will das einfach nicht erkennen und auch nicht darüber reden.


Herr Gronbach hat den anthroposophischen Weg zur Wahrheit nicht verstanden.

Aber er kann ja noch versuchen ihn zu erfassen, zu verstehen.
In "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" von Rudolf Steiner ist dieser Weg schön beschrieben. Er müsste dieses Buch halt nur mal richtig durcharbeiten. Und davor noch seine rosarote Elefantenbrille ausziehen.

Wie wär's Herr Gronbach?

Be a real man - do it!

Barbara, so sehe ich das. Die Vollkommenheit ist da. Aber als etwas, zu dem ich mich erst hin entwickeln muss/kann.
(Das Häßliche liegt da auf dem Weg)

Die Vervollkommnung von mir, die muss ich selbst erst erreichen. Und das ist nur in einem langen Entwicklungsprozess möglich. Und das geht nicht in einem Leben.

Avatar Devotee J. Namaste hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Nene hat gesagt…

Warum so neidisch? Da muss der kleine Hüter aber mächtig groß sein und der weisse Hüter hoffnungslos unerreichbar, wenn man so viel Gift und Galle spuckt. In den Spiegel sehn und nicht merken, dass man selber der Gegenüber ist, den man anspuckt muss hart sein.

manroe hat gesagt…

Aber Nene, Du hast da wirklich was nicht kapiert vor lauter östlichem Wissen wahrscheinlich. Denn sogar das Wissen entwickelt sich weiter, bzw. es spiegelt sich im Wissen wie Entwick-e-lung geschieht. Allerdings sollte man dafür dann auch sich öffnen wollen.

Stefanie hat gesagt…

Kann hier mal einer "Ich" sagen und bloß von sich sprechen?

Nene hat gesagt…

Manfred, ich hab kein östliches oder westliches Wissen. Alles Haarspalterei, obwohl manches schön klingt. Und ich hab auch kein Interesse daran, mich für diese kategorisierende Art von Entwick e lung zu öffnen. Ja, du bist erleuchtet, ja, du weisst Bescheid, ja, du kannst uns von den wahren universellen Dingen berichten.
Ja, wir sehen dich.
Nene

manroe hat gesagt…

Och man Nene -- )

Nene hat gesagt…

na was denn Manfred?? Sag mir einen Grund, warum du Sebastian immer wieder vors Schienbein treten musst?
Es gibt ein nebeneinander oder sogar ein miteinander. Kann man echt um Erleuchtung (bescheuertes Wort) streiten? Wenn ich lese "Gronbach dient, diene Gronbach" muss ich auch grinsen über die Formulierung. Aber ich muss das nicht angreifen. es ist eine von vielen Möglichkeiten mit der Leere im Spiegel umzugehen. Wir sitzen in einem Boot. Nenn mir einen, der nicht mit drin sitzt, egal ob ers weiss oder nicht. Wir sind Menschheit.
:)

manroe hat gesagt…

Nene, ich trete NICHT Sebastian vors Schienbein, sondern einiger seiner Darstellungen, die einfach zu ungenau und dadurch oft so "knapp daneben" sind, vorgetragen das Ganze dann mit einer "Sicherheit" etc. die dann wirklich SO nicht mehr stimmt. Je mehr man sich dem "Zentrum" nähert, desto genauer und präziser muss!! man sein. Und dann auch mal "verfügbar" durch Mitmachen, so wie er es in facebook macht, da ist er doch unheimlich gesprächig, an mangelnder Zeit kann das NICHT liegen, wenn er hier nur seine Bröckchen reinwirft. Und wenn überhaupt, dann hat ER MIR ans Schienbein getreten, 2x. Und das hat jetzt nichts mit Rache oder so zu tun, wenn ich in letzter Zeit vermehrt als gegen ihn erscheine, sondern mit, zumindest von meiner Seite, dem Bemühen präziser zu sein. Natürlich verstehe ich ihn, ich weiss ziemlich genau wovon er spricht, deswegen ja.

Und völlig unabhängig von ihm finde ich es absolut gruselig, wie die meisten Damen hier entzückt die Äuglein verdrehen, nur weil der "Meister" wieder ein paar Sätze formuliert hat. Und ER tut nichts dagegen, im Gegenteil.

Ich habe hier 2 oder 3x das hierzu passende Beispiel Steiners benannt, wo er sich auf einen Blumenstrauss gesetzt hat, die eine seiner "Verehrerinnen" ihm auf den Sitz im Auto gelegt hatte. Wenn man es wirklich aufrichtig mit dem meint, wovon er spricht, dann gehört absolut unabdingbar dazu, dass man sich gegen die Möglichkeit von Entzückungen und Faszination zur Wehr setzt, denen die Damenwelt allzu gern verfällt - aber das scheint in meinen Augen eher eine Nahrungsquelle für ihn zu sein die in meinen Augen wirklich ziemlich schlimm ist. Popstar auf der Esoschiene, boahh. Ich hör jetzt schon wieder, ahh, manroe, ertappt, Du bist neidisch etc. ... das nervt. Oder selbst bei Dir, wo Du doch ziemlich gut bist mit Deinen Beiträgen und Deiner Durchsicht, Du wirst so merkwürdig in Deiner Fähigkeit gelähmt, wenn er wieder gesprochen hat, was soll DAS DENN?? Sei doch auch mal bei ihm präzise, das wär mal was. Brauchst ja nicht zu schimpfen wie ich, ist ja Typbedingt. Würd gern mal sehen, was Dein Typ so bringen könnte, wenn es durch und durch aufrecht wäre. Ich fühle mich immer zurückversetzt ins alte Griechenland, wie bei der Heldenverehrung ...

Wenn es hier mehrere geben würde, die wirklich sich bemühten genau hinzuschauen, dann würde auch weniger "geschimpft" werden, ganz sicher und dann auch eine Beteiligung von Sebastian, damits dann auch wirklich echt glaubwürdiger würde. Aber genau dies "Leiden", was ihm so zugefügt wird, DAS macht ihn ja zum "Helden" vor obigen Damen - und - glaube mir, er weiss das ganz genau!

Barbara hat gesagt…

@ manroe
"Und völlig unabhängig von ihm finde ich es absolut gruselig, wie die meisten Damen hier entzückt die Äuglein verdrehen, nur weil der "Meister" wieder ein paar Sätze formuliert hat"

Und genau hier sind deine Komplexe verborgen, die Stricke mit denen du dich fesselst und über die du fällst, abwechselnd. Deine Verachtung des Weiblichen, deine unsichere Männlichkeit. Dein Spiegel, der dir die Welt in immer gleichen Farben und Formen zeigt, - über deren Einheitlichkeit du dich dann wunderst.

Denn: Vielleicht fällt es Frauen einfach leichter anzuerkennen, in Leichtigkeit. Ohne Rivalität, ohne Unterordnung. Einfach so, weil das Leben so reich ist. Danke, Leben!

Du kannst das nicht, anerkennen, weil für dich Zustimmung oder Anerkennung oder Dank Unterordnung bedeuten würde, weil du dir das nur in Verbindung mit naiv-entzücktem Äuglein-Verdrehen vorstellen kannst. Das macht dich arm, in meinen Augen. Du strahlst keinen Reichtum aus, keine Stärke, keine Freiheit.

Es fällt dir schwer, dich in deiner Verschiedenheit gleichwertig zu fühlen, in Gleichwertigkeit Verschiedenheit anzuerkennen. Du wähnst dich jenseits aller Geschlechterklischees und hängst doch so sehr fest darin, bist gefangen und unbefreit in deiner Männlichkeit.

Du verachtest den Mann dem nach deinem inneren Abbild "die Damen zujubeln". Aber anstatt einfach selber anders zu sein, ganz integer, willst du ihn dann doch irgendwie besiegen. Willst deinen Anspruch auf den Platz "da oben" kundtun, auch du möchtest anerkannt werden als wissend, erleuchtet. Möchtest bejubelt werden auf deine Art und bist beleidigt, wenn die anderen und besonders "die Damenwelt" nicht so reagiert, wie du es dir wünscht...

Und der Clou dabei: Du möchtest auch beachtet werden von "dem da oben". Oder sagen wir von dem, den du (!) da oben (!) wähnst (!). Nur du hast ihn dort für dich hingestellt, ist dir das klar? Schon witzig wie ihr beiden, Thomas und du da hin und her springt zwischen Machtkampf-Bashing und Beleidigtsein. Wie sehr ihr immer wieder giert nach Beachtung durch den Meister, den ihr damit indirekt für euch als solchen anerkennt, anstatt euch von ihm (oder seinem Bild) zu befreien, wie es richtig wäre. Ein Tropfen Anerkennung, Kenntnisnahme, Beachtung, danach lechzt ihr. Und doch würde es euch nicht zufrieden machen, sondern euch schlagartig eurer Unterordnung bewusst. Und damit würde alles genauso weitergehen, dieser ewige Kampf...gegen euch selbst.

manroe hat gesagt…

Wie nennt man eigentlich diesen Bericht, den der Doktor schreibt, bevor man eingewiesen wird?

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Delilah's Mystery hat gesagt…

Ja, ich fänd es auch sympathisch, wenn Gronbach mal ein Problem hätte.
Ich meine so ein richtiges, fettes, sone Vollkathastrophe mindestens. Der hat irgendwie gar keine Probleme, nur immer die anderen.

Komisch.

Nene hat gesagt…

Manfred und Barbapapa
eure Sprachlosigkeit spricht für sich.
Delilah, sieh genau und tief hin. Man muss seine Katastrophen nicht auf der Zunge tragen. Je größer sie waren und sind, desto nichtiger werden sie im Rückblick und desto wertvoller letztendlich auch. Wenn man das erlebt hat, breitet man sie einfach nicht mehr so aus, ist meine Erfahrung.
Bei Brecht ist es glaube ich, wo es so eine Geschichte über Glück und Unglück gibt, die sehr klar beschreibt wie wenig wir wirklich darüber sagen können.
nene

manroe hat gesagt…

Aber Nene muss ich mal wieder sagen. Es ist keine Sprachlosigkeit von meiner Seite her sondern eher ein Schutz ihr gegenüber, der guten Barbara, die hier, anscheinend unwissend, tief in sich reinblicken lässt. Und wenn Du das ebenso siehst wie sie, dann wirft es auch das entsprechende Licht auf Dich. Allerdings würde ich es Dir nicht glauben. Ich halte Dich da für tiefer blickend und daher eher parteiergreifend in diesem "Falle".

Und in dem wie Barbara mich hier darstellt und versucht zu analysieren kann ich nur erblicken, dass ich mit meinen Darstellungen genau richtig lag, also von mir selbst aus schauend und ich weiss ja, warum ich das gesagt habe. Hätte allerdings nicht (noch nicht) gedacht, dass Du bereits "mir gegenüber" sitzt, hallo, wink, wink.

Also abschliessend, wenn Du das wirklich auch so siehst wie die Barbara - wie gesagt ich glaubs Dir nicht - dann tätest Du mir aufrichtig leid, so ganz von Herzen. Das ist ja noch nicht einmal Grundschule Psychologie, sondern gefangene "Psychologie".

Nene hat gesagt…

Ich sags mal in Kurzfassung Manfred, weil eine solch lange Männerspezifische Ferndiagnose nicht meins ist. Ich entnehme Barbaras Posting, dass sie dir "Neid" attestiert. Der Eindruck drängt sich mir allerdings auch auf. Ich seh das weniger auf Verehrerinnen bezogen, als vielmehr auf den Punkt der "Meisterschaft".
Hier stellt sich einer hin und weiss deiner Meinung nach auch nicht mehr als du, sieht die Dinge in deinen Augen nicht tief genug und nicht ganz richtig und trotzdem wird er nach deiner Ansicht kritiklos bejubelt, während deine tiefen Kommentare anscheinend nicht genug Beachtung finden.
Und über Barbaras emotionale Reaktion musst du dich nicht wundern, und ich nehm dir die Verwunderung auch nicht ab. Das Sätzchen mit den verdrehten Augen der versammelten Weiblichkeit zielt doch exakt darauf ab und lässt in der Tat sehr tief blicken.
Ich sehe davon nämlich nichts.
Und jetzt bring mich bitte nicht zum Lachen, indem du mir sagst, dass Sebastian mein Guru wäre.
herzlich
Nene

manroe hat gesagt…

Deinen klaren Worten kann ich sehr gut folgen.

BETREFF:
"...den Punkt der "Meisterschaft"."

"...während deine tiefen Kommentare anscheinend nicht genug Beachtung finden."

Versteh ich auch, sogar dass Du mich hier wie von Dir beschrieben siehst, bzw. Dir sich da was aufdrängt. Ich mag Deine lichtvoll präzisen Darstellungen, aber "lange Männerspezifische Ferndiagnose" ist das nicht auch eine "Ferndiagnose"? Ich dachte Du wärest über diese geschlechtsspezifischen "Urteile" hinaus :) . Mir geht es darum, ob es stimmt oder nicht und das versuche ich gedanklich-sprachlich rüber zu bringen. Und weil wir Sprache nutzen müssen, ist´s von Haus aus fehlerbehaftet, weil ziemlich unzulänglich.
-

"während deine tiefen Kommentare anscheinend nicht genug Beachtung finden."

Tja, ist schon ein Drama dann, wenn man nicht gebührend beachtet wird, da neigt man dann schon mal dazu, zum Hammer zu greifen.

Warum ist es auf der psychologischen Ebene so schwierig, wenn man etwas "richtigstellen" möchte, aber diese psychologische Ebene gar nicht meint aber immer auf sie zurückgeworfen wird? Weil Psychologie ein Gefängnis ist? Was erlebe ich hier falsch?? Genau - auch - deshalb wäre es, wenn es einem WIRKLICH um "Wahrheiten" geht, wichtig und vonnöten, sich direkt einzubringen, statt lediglich immer nur Beiträge aus dem Fenster zu werfen. Das ist doch hier kein Laberblog, oder Fan-Erheischungs..., wenigstens nicht für mich, ich versuche es schon ernst zu sehen, eben weil es auch so gemeint ist von Sebastian.

Worauf sollte ich neidisch sein? Ich fände es sogar schlimm und lästig bejubelt zu werden, weil man es dann mit subjektiv-verzerrten Gebilden zu tun hätte. Ich bin sogar zu "faul", einen eigenen blog zu machen, weil ich von Selbstdarstellung absolut nichts halte, welch unnötige Energie da aufgebracht werden muss...

Ich sinne wirklich aufrichtig darüber nach, seit langer, langer Zeit, wie man aus diesem Neidgefängnis rauskommt, in das man sehr leicht geworfen wird. Wie überschreite ich den Strom ohne hineingestossen zu werden, wenn man von der anderen Seite oder für die andere Seite sprechen möchte? OHNE bewundert zu werden??! Denn sonst käme man nämlich ins nächste Gefängnis. Und arrogant möchte ich auch nicht werden, auch wenn ich vielleicht manchmal so erscheine.

Du siehst von den "verdrehten" Augen nichts?? HmmmH. Wer hat denn jetzt die Brille auf, meine darfst Du mir gerne abnehmen.

Nene hat gesagt…

Manfred,
es wundert mich nicht, dass du denkst ich hätte die rosarote Brille auf. Es wundert mich nicht, weil ich vorher gelesen habe, wie du der Weiblichkeit begegnest. Barbaras Kommentar war eine Folge davon. Sie hat dir auf einer psychologischen Ebene geantwortet, doch das, worum es geht geschieht im Grunde auf einer viel tieferen Ebene.
Ich bin zu sehr Mann, um als Frau von dem was in deinen Worten schwingt, persönlich getroffen zu sein.
Aber ich bin auch zu sehr Frau, um nicht zu sehen, wie du mit der Frau in dir selbst umgehst. Ich habe den Schmerz von Lilith, den Mut von Eva und die Hingabe von Maria durchlebt und erfahren. All diese Aspekte wirken in jedem weiblichen Atom im Universum. Ein Teil dieser Atome lebt auch in jedem Mann, und wenn er sie integriert, dann blickt er tiefer. Er sieht mit den Augen einer Frau aus den Augen des Mannes. Dann erlebt er das Weibliche und das Männliche in sich im vollkommenen Gleichgewicht und in Einheit. Dann erlebt er sie nicht getrennt. Ein einmaliges Erleuchtungserlebnis lässt uns die Einheit von allem wirklich erfahren. Zur Ganzheit wird es erst, wenn wir weiter gehen, wenn wir das Wesen Mensch, das wir selber sind erkennen und in allen und allem erleben, wenn wir die Welt begreifen als dasselbe Wesen in seinem Bestehen aus Frau und Mann, wenn wir Gott in Mensch und Welt sehen und erfahren und uns selber in Gott. Gott - Mann- und Gott -Frau-
Gibt es eine Äußerung Gottes in uns, die wertlos ist?
Gibt es irgendetwas in unserem Leben, dass nicht zur Erkenntnis Gottes dienen kann?
Und Gott verdrehte die Augen und sah, dass es gut war.
Und Gott sah sich die Augen verdrehen und befand, dass es gut war.
Und es war gut. Und es war nicht gut.
Und es war.

manroe hat gesagt…

Wie ich der Weiblichkeit begegne?? Könnte es auch sein, dass sie mir begegnet?
-

"Ich bin zu sehr Mann, um als Frau von dem was in deinen Worten schwingt, persönlich getroffen zu sein."

Genau das freut mich, das ist dann so schön ausgeglichen, wirklich, wesentlich neutraler im lebendigen Sinne...
-

Nene, siehst Du mich immer noch so verkopft, so vermannt, nur weil ich versuche möglichst nicht mich zu verschwärmen?

Und bei diesem ganzen Gott-Mann-Frau -- wenn ich versuche, mich bemühe, danach suche was ich ausdrücken möchte, dann versuche ich mich lediglich zu orientieren an dem was ich sehe, imaginierend und dann die Worte dazu suche, die passen könnten, kennst Du doch bei Deinen Texten. Und inhaltlich, also das, was HIER die Texte ausmacht, das sind ja keine Gedichte, oder Geschichten, sondern ein bemühendes sich Finden im Miteinander und sich dabei möglichst zu erkennen, so wahrhaftig und aufrichtig wie möglich. Denn NUR, so erlebe ich es, in einem wirk-lichen sich findenden Gespräch, diesem geistigen Warenverkehr den es zu tauschen und zu fördern gilt, da geschieht, kann, um was es geht, das ist wie stricken, so ähnlich ...

Man muss nur aufpaasen, dass man beim Verdrehen der Augen nicht anfängt auch noch zu schielen, das wäre dann wirklich schade, weil dann die Bilder nicht mehr übereinander liegen.

Nene hat gesagt…

Ob ich dich verkopft und vermannt sehe Manfred?
Du bist doch ein Mann und ich erkenne in deinen Beiträgen so wenig von dem weiblichen Anteil.
Ich nehme aus deinem wütenden posting über Augenverdrehende Weiblichkeit, eine Haltung gegenüber Frauen, die ich gelinde gesagt befremdlich, aber nicht fremd finde, ist sie doch vielen Männern zu eigen.
Und ich verstehe, wenn Frauen darauf zornig reagieren, weil es dem Weiblichen nicht gerecht wird.
Genauso zornig hast du auf Barbaras posting reagiert.
ich denke, weil sie den Spieß umgedreht hat. Sie hat dir nämlich klipp und klar Platzhirschgehabe bescheinigt. Solange dies oberflächliche Gewese zwischen Mann und Frau kein Ende findet, dreht sich das Rad der Geschlechtertrennung weiter, im Aussen wie im Innen.

manroe hat gesagt…

Augenverdreherei hat nun mit der wahren Wirklichkeit der Weiblickeit absolut nichts zu tun, sie enntspricht einem Überintellektuellen des Männlichen und beide Seiten sollte man meines Erachtens ganz bewusst einer Metamorphose zuführen, beginnend damit, sie zu benennen. Und meine Benennungen mache ich halt gerne aus der imaginativen Anschauung heraus. Und ich war nicht zornig, sondern lediglich beschreibend. Zorn sieht bei mir erheblich drastischer aus.