Donnerstag, 25. März 2010

Entscheidung zum Paradies

Je tiefer Du in Deine Persönlichkeit einsteigst, desto mehr unpersönliches wirst Du finden. Ich kann es auch umdrehen: Je individueller Du Dich betrachtest, desto weniger dringst Du in Deine eigene Tiefe ein.

Dieses seltsame Phänomen ist im Moment des Erwachens eine zentrale und plötzliche Erfahrung. Je tiefer wir in unsere menschliche Seele einsteigen, umso weniger individuell wird sie.

„In der Tiefe beginnen Probleme einander immer stärker zu ähneln, bis sie schließlich überhaupt keine persönlichen Züge mehr haben.“ (Thorwald Dethlefsen).

Unsere Unterschiedlichkeit und unsere jeweilige Einzigartigkeit, ist eine Oberflächenerscheinung – und dort (an der Oberfläche) ist sie eine wunderschöne, herausragende und bewundernswerte Erscheinungsform.

Jeder von uns geht mit seiner jeweiligen Erscheinungsform seine eigenen Wege – als starke und wunderschöne Persönlichkeit. Zum Wohle des Fortschritts und zum Wohle aller Wesen.

Gleichzeitig beschränkt uns diese äussere Erscheinungsform auf bestimmte Rollen.

Wenn Du an Deinen jeweiligen Rollen (Du spielst immer mehrere gleichzeitig) interessiert bist und daran arbeitest, dann kannst Du ein wundervoller, liebenswürdiger und ethischer Mensch werden, der sich immer weiter entwickelt. Das ist die eine Sache und ich unterstütze diese Sache mit Freude.

Eine andere Sache ist es, dort zu erwachen, wo alle Rollen ausrollen. Dort, wo es weder Schöpfung gibt, noch Zerstörung. Dort, wo Dein freier Wille endet, weil ihm kein Schicksal gegenübersteht. Dort wo alle Wege enden, alle Worte, alle Gedanken.

Dort, wo reines Bewusstsein vom Bewusstsein vibriert – in regungsloser Bewegung und vollkommen entspannter Spannung.

Das Erwachen als diese Bewusstsein verlangt nichts mehr – keinerlei Drang oder Notwendigkeit zur Entwicklung oder zum Fortschritt. Aus dieser Freiheit heraus, erwacht die wahre Liebe zur Entwicklung und zum Fortschritt.
....
Die hingebungsvollste Liebe zur Welt und allen Wesen, wird in einer Seele geboren, die vollkommen frei von der Welt und unberührt von allen Wesen ist. Je freier Du von der Welt bist, desto mehr Liebe zur Welt kann in Dir erscheinen. (Und es geht auch genau umgekehrt – davon demnächst mehr)

Wenn Du immer tiefer in Deine einzigartige Seele lauschst, dann hörst Du in Dir immer mehr, was Du auch in mir hören kannst...und in Deinen Eltern, einem Elefanten und einer kleinen Frühlingsblume: Freiheit, die nach Liebe klingt...
...
Wage den Blick in Deine eigene Tiefe. Wage den Blick über den Rand Deiner Persönlichkeit hinaus. Das Land welches sich vor Dir öffnet, ist unser aller gemeinsames Land. Der Ort, der unsere eigene Essenz ist.

Manche nennen es Paradies – und wenn wir dort bewusst erwachen, dann muss uns keiner mehr zwangsweise von dort vertreiben.

Wir brechen dann jeden Tag freiwillig zur Erde auf, um diese Erde in ein Paradies für alle Wesen zu transformieren.
...
Warum? Es gibt dafür keinerlei Grund. Keine Ursache. Keine Notwendigkeit. Keine Erklärung. Wir haben uns einfach dafür entschieden.

Aus Liebe zur Tat. Das ist Macht.

Kommentare:

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Kerstin Zahariev hat gesagt…

Oje...

Lieber Sebastian, ich weiß, ich fragte dich das schon so oft. Leider weiß ich es immer noch nicht genau oder vielmehr ahne es nur.

Wie hältst du das aus?

All das, was von den Schreibern herüberkommt, die nicht wissen, wie sie mit dir und deinen Worten umgehen sollen, die sie als Provokation, als Bedrohung, als zerstörend oder alles zusammen empfinden.

Und was da rüberkommt, weiß ich nun, weil ich es sehen konnte.

Ich sende dir mal ganz viel Liebe und Kraft, weil ich weiß, dass auch das ankommt - immer zum richtigen Zeitpunkt, immer zum richtigen Menschen.

Hast wieder geanu die richtigen Worte gefunden und mir einen guten Start in den Tag gegeben.

Zitat Sebastian:
"Warum? Es gibt dafür keinerlei Grund. Keine Ursache. Keine Notwendigkeit. Keine Erklärung. Wir haben uns einfach dafür entschieden."

Von ganzem Herzen.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

Da müssen heute noch zwei neue Blog-Beiträge kommen, damit man noch schneller "ersäuft".

manroe hat gesagt…

Oje Kerstin, oje, ich verstehe schon worunter Du leidest, aber man sollte noch genauer hinfühlen, z.B. wie das Bild da oben spricht, Du kannst doch so gut wahrnehmen, oder? Aber nimm es bitte mal wirklich wahr und deute es nicht gleich wieder um in dem Sinne wie Du GLAUBST, wie Sebastian das MEINT.

Je tiefer Du hinabsteigst, desto genauer solltest Du unterscheiden lernen, am besten schon vorher, damit es dann da "unten" besser klappt. Und dieses Nicht-Unterscheidungs-Gefasel ist eine Versuchung, damit man Dich besser bestehlen kann.

"Unsere Unterschiedlichkeit und unsere jeweilige Einzigartigkeit, ist eine Oberflächenerscheinung – und dort (an der Oberfläche) ist sie eine wunderschöne, herausragende und bewundernswerte Erscheinungsform."

Genau DAS stimmt eben NICHT, es sei denn, da oben an der "Oberfläche" schaut man nicht tief genug.

Nene hat gesagt…

Manfred, auch du bist eine einzigartige Beule auf der Oberfläche des Seins, aber die Wurzeln reichen bis in den Kern, der Gott ist, Ursprung, Urquell, die Eins, das Unpersönliche.
Sind natürlich auch wieder nur Worte, die sich je nach Verstandesart toll aufsplittern lassen. So lassen wir uns immer wieder zum Narren halten, durch Aufsplitterung. "Teile und herrsche" ist die Prämisse der Scheinwelt und schon sind wir all diese Gegenüber, die Recht haben.

Was willst du? Schlammcatchen um die wahre Erleuchtung?

Dieselbe Frage geht an den Grinse-Guru Barbapapa.
Und ja, Barbapapa, es ist so easy, aber du darfst dich auch abstrampeln. Das Universum lässt dir in der Hinsicht freie Wahl. Und easy heisst nicht, dass es nicht weh tut. Da kann das Grinsen schon mal verfliegen.
Wenn ihr wirklich etwas zu sagen habt, eine Erfahrung, aus der ihr sprechen könnt, warum stellt ihr sie nicht gleichwertig hier rein, ohne Angriff?
Nene

JANET hat gesagt…

wenn man am Paradies auf Erden arbeitet, darf man sich doch nicht wundern, wenns mal schlammig wird..
und mensch ein paar Schlammspritzer und Hobelspäne ins Gesicht bekommt.. Das Abgehobelte fällt zu Boden, am Ende steht eine schöne rund gehobelte Erde da und die stelle ich mir auf den Schreibtisch..zum Ankucken. ..ach immer das Selbe langweilige Spiel!

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Manfred, mein erster Gedanke bei deinem Kommentar an mich war: Manfred ist ein Idiot, soll er doch "ersaufen" in dem, was er für das wahre Geist-Denk-Erkennen hält...

Der zweite Gedanke war: Manfred kann ES doch auch wahrnehmen, wo ist das Problem?

Beide Gedanken sind überflüssig und ablenkend.

Es ist vollommen egal, was ich glaube, wie Sebastian etwas meint. Das Bild über dem Text sah ich mir nur kurz an. Es hat nichts bei mir ausgelöst.
Aber das, was er schreibt, löst bei mir sehr wohl etwas aus. Es löst Erkennen aus, weil ich in Resonanz damit treten kann.

Zitat Sebastian: "Eine andere Sache ist es, dort zu erwachen, wo alle Rollen ausrollen. Dort, wo es weder Schöpfung gibt, noch Zerstörung. Dort, wo Dein freier Wille endet, weil ihm kein Schicksal gegenübersteht. Dort wo alle Wege enden, alle Worte, alle Gedanken."

Warst du schon dort, lieber Manfred?

Ich nicht. Bei allem, was mir mittlerweile begegnet, dort war ich noch nicht. Ich sah sehr wohl, wie eine Genesis abläuft, aber was davor kommt, blieb mir verborgen. Aus gutem Grund nehme ich an.

Ich erlebe es noch nicht so, dass wir völlig befreit vom Schicksal den Weg zur Erde antreten.
Vielmehr stellt es sich für mich so dar, dass nach einem bestimmten Zeitraum, wenn sozusagen alle Ampeln auf grün stehen, wieder etwas in Angriff genommen wird, was unvollendet blieb.

Wie bei einem Karussel bei dem warten muss, bis es steht, wenn man einsteigen will, so müssen sich auch die Gegebenheiten für ein neues Erdendasein ausrichten.

So erlebe ich es.

Doch was Sebastian schreibt, bedeutet für mich, dass es auch eine vollkommen befreite Variante gibt. Eine , die ich noch nicht wahrnehmen kann.
Eine, bei der es vollkommen egal ist, ob sich das Karusell dreht oder nicht. Eine, bei der man einfach einsteigen kann, einfach so, weil man es will.

Das gefällt mir. Gefällt mir außerordentlich gut.

Zitat Manfred: "Und dieses Nicht-Unterscheidungs-Gefasel ist eine Versuchung, damit man Dich besser bestehlen kann."

Nichts von dem, was wirklich wichtig ist, kann mir genommen werden.

:)

manroe hat gesagt…

"Warst du schon dort, lieber Manfred?"

JA, liebe Kerstin, deshalb schreibe ich das ja, ich philosophiere nicht.

"Doch was Sebastian schreibt, bedeutet für mich, dass es auch eine vollkommen befreite Variante gibt."

Und weil er das sagt nimmst Du es ihm sogleich ab!? Obgleich Du noch nicht da warst etc. ... Und warum glaubst Du mir nicht? Nicht dass ich es gerne möchte, aber ich finde diesen Glauben von Dir sehr bemerkenswert.

"Nichts von dem, was wirklich wichtig ist, kann mir genommen werden."

SO, meinst Du. Dein "Glaube" möge Dich beschützen.
Schon mal was von Widersachern gehört? Was meinst Du wohl warum die so heissen??

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Manfred, dann danke Gott für diese Einsichten, die du erhalten hast. Ich beneide dich darum, ehrlich. Ich bekomme alles immer nur häppchenweise und das macht mich mitunter ganz kirre.

Was mich an dam, was Sebastian schreibt so fasziniert, ist das vage Empfinden, dass das, was ich schon erleben durfte, noch nicht alles ist.
Den Ursprung gab es vor dem Menschen. Was auch immer der Anlass war, den Menschen zu erschaffen und mit ihm Schicksal, Tod und Teufel und was auch immer.

Es gab eine Zeit davor!

Und dort glaube ich, ist das angesiedelt, was Sebastian schreibt.
Und es erfüllt mich mit unendlicher Wärme und wirklich gutem Gefühl, wenn ich diesem Gedanken weiter folge.
Es kann nicht verkehrt sein.

Und was die Widersacher angeht, halte ich es wie die Herren Dahlke und Dethlefsen in vereinfachter Form schreiben und wie es schon mein ehemaliger Karatelehrer formulierte: Dasjenige, dem du dich entgegenstemmst, wird umso stärker werden, je mehr du dich dagegen stemmst.

Wasser bietet keinen Halt und Luft noch weniger. Da muss man schwimmen bzw. fliegen können.
Ist das nicht bemerkenswert?

LG

manroe hat gesagt…

Ja, das ist wirlich bemerkenswert, aber ich habe NICHT geschrieben, dass ich mich dagegenstemme, liebe Kerstin, ich habe etwas anderes geschrieben - und da geht es schon los. Ich würde da nochmal über Glauben und über "wirklich gute Gefühle" nachdenken.

"Was mich an dam, was Sebastian schreibt so fasziniert,..." -- tja, und da ist es schon wieder ...

Nene hat gesagt…

Kerstin, du hast nach meinem Verständnis mehr erlebt, als du jetzt sagst. Es fühlt sich eben nicht für jeden ganz gleich an. Mir ist bisher nur eine Bescheibung begegnet, die bei allen gleich ist. Ansonsten ist es eine Typensache und eine Frage der eigenen Sprache, ob da ein Widersacher ist,oder ob man manchmal einfach raus fällt aus dem Erleben, ob es Depression ist, ein Ego, das im Hintergrund zugreift und und und.......

Barbara hat gesagt…

" Je freier Du von der Welt bist, desto mehr Liebe zur Welt kann in Dir erscheinen. (Und es geht auch genau umgekehrt – davon demnächst mehr)"

Das ist schön ... und wahr.
Und beides schließt sich nicht gegenseitig aus, sondern befruchtet sich vielmehr. Das ist der eigentliche Zauber dabei, die tiefe Wahrheit, die immer nur schemenhaft zu erhaschen ist. Ein Umklappen der Ebenen, manchmal eh man sichs versieht. Ein Pendeln zwischen zwei (scheinbaren) Polen, welches mit seiner Energie, seinem Luftzug wie ein Blasebalg den ganzen Raum entzündet.

Beide Wahrheiten sind wahr, ganz und vollkommen. Und doch ist die eigentliche Wahrheit noch dahinter, mit Worten (und Gedanken) nicht mehr zu fassen.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Herr Gronbach:

Sie schreiben:
"Aus Liebe zur Tat. Das ist Macht."


??????????


Mehr an Kommentar ist dieser ganze post von Ihnen nicht wert.

Kerstin Zahariev hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Kerstin Zahariev hat gesagt…

Barbarapapa - was soll ich dir darauf antworten? Ehrlich, ich weiß es nicht.
Ich versuche es dennoch mal.

Ich muss mir nichts suggerieren. Doch es gibt ein Abkommen zwischen MIR und mich, das besagt, dass ich zu gegebener Zeit, Dinge sehen werde, die mir ermöglichen, Antworten zu erhalten, auf all die Fragen, die sich automatisch einstellen, wenn man sich mit dem Sinn des Lebens und allem anderen beschäftigt.

Nun ist diese Zeit erreicht und zuerst war es weder easy, noch nett, noch paradiesisch - es war einfach nur grauenvoll, die Hölle auf Erden. Niemals, nie und nimmer konnte ich mir davor vorstellen, was ich eigentlich wirklich bin.
Nun weiß ich es und nun ist es wunderbar, genial, fantastisch, unglaublich berührend und bewegend - Evolution in Reinform!!!

Und nur durch die reine Kraft des Geistes. Du willst Blinde sehend machen? Tu es einfach. Es funktioniert. Ganz einfach.
Es ist das Göttliche, was wir alle in uns tragen, was uns zu allem befähigen kann.

Rudolf Steiner beschrieb es in all den Werken, die nicht einfach so zu bekommen sind, die nicht Standardwerke in den Lesekreisen sind. Allen voran die esoterischen Klassenstunden, als erste Grundlage sozusagen.

Sebastian hat seine Art, diese Dinge zu beschreiben. Ein anderer findet andere Worte. Sie alle sind weder Atheisten, noch geistlos. Ganz im Gegenteil, mein Lieber, ganz im Gegenteil.
Vor soviel Demut und Achtung dessen, was ist, verneige ich mich - tief.

Herzlichst

Kerstin Zahariev.

Nene hat gesagt…

ach Kerstin ♥