Samstag, 27. März 2010

Es ist nur eine Einladung


Rudolf Steiner schrieb einmal: „Anstelle Gottes den freien Menschen!!!“ Anschließend packte er den Hammer aus und hämmerte keine Christusstatue aus dem Holz, sondern den Menschheitsrepräsentanten, und auf die Bitte der Pfarrer und Priester entwarf er nicht einen neuen Gottesdienst, sondern eine Menschenweihehandlung, und schließlich schrieb er Das Fünfte Evangelium.

Ein Mensch schreibt ein Evangelium? Hallo! Der Inhalt ist die eine Sache, die Tat eine viel bedeutsamere. Wenn das nicht rockt, dann weiss ich´s nicht...

Sein Handeln war auch Gleichnis. Nicht was er alles Neues macht, war das Gleichnis, sondern dass er alles, was er machte, neu, anders und auf seine Art machte.

Rudolf Steiner: Eine „exotische One-Man-Show“, wie es der Anthroposoph Taja Gut in seinem neusten Buch nennt.
Wer die Vielzahl der geschaffenen Produkte (Landwirtschaft, Kunst, Eurythmie, Kirche usw.) für das Werk hält, hat das Wesentliche verpasst, das Werk ist der Mensch im Prozess, der tut, was er liebt, der Jeder-ist-ein-Künstler-Mensch. Der Mensch, der sich entschieden hat, nicht nur zu kommentieren, sondern zu agieren.
...
Wer Anthroposophie als Quelle nutzt, schöpft fraglos aus einem unfassbar tiefen und reichhaltigen Brunnen, der wie eine unversiegbare Quelle wirkt.

Aber Anthroposophie ist von ihrem Wesen her gar keine Quelle, sondern nur eine von vielen, vielen, vielen Möglichkeiten, um selbst zur einen Quelle vorzustoßen, um selbst zur Quelle zu werden, aus der alles Leben strömt. Die Quelle, die das Leben ist...

Wenn Du die Quelle bist, dann strömst, sprudelst und erfrischst Du - einfach so. Da ist kein Drama, kein Ziel und keine Strategie - da ist nur überfließen.
....
Wer dann von Dir trinken will der muss sich nur ein wenig beugen, die leeren Hände zu einer Schale öffnen, sie füllen lassen und dann trinken...Es ist eine Einladung. Nicht mehr. Und nicht weniger....
Das Vaterunser – nach Rudolf Steiner - einfach mal locker meditieren:

Vater, der du warst, bist und sein wirst in unser aller innerstem Wesen.
....
Dein Wesen wird in uns allen verherrlicht und hochgepriesen.
:::
Dein Reich erweitert sich in unseren Taten und in unserem Lebenswandel.
....
Deinen Willen führen wir in der Betätigung unseres Lebens so aus, wie du, o Vater, ihn in unser innerstes Gemüt gelegt hast.


Die Nahrung des Geistes, das Brot des Lebens, bietest du uns in Überfülle in den wechselnden Zuständen unseres Lebens.
....
Laß Ausgleich sein unser Erbarmen an anderen für die Sünden an unserem Wesen begangen.
....
Den Versucher, lässest du nicht über das Vermögen unserer Kräfte in uns wirken, da in deinem Wesen keine Versuchung bestehen kann.
....
Denn der Versucher ist nur Schein und Täuschung, aus der du, o Vater, uns durch das Licht deiner Erkenntnis herausführst.
....
Amen

Kommentare:

Frank Meyer hat gesagt…

Aber Hallo! Er hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht, das 5. Evang. zu schreiben, sondern einfach nur Vorträge gehalten. Das kommt noch viel geiler rüber ;-) Und der Inhalt ist nun auch alles andere als uncool ... ... ...

Werner (Thomas) hat gesagt…

Herr Gronbach,

warum schreiben Sie hier von dem Christus?

Den gibt es für Sie doch überhaupt nicht. Das ist doch in Ihrem Weltbild nur eine mythische Figur.

Bei Rudolf Steiner aber ein REALES Wesen. Ein in Entwicklung befindliches geistiges Wesen. Und der Menschheitsrepräsentant, das IST der Christus. Und der hat doch in IHREM ALLESEINS gar keinen Platz. Sie lügen sich selbst und andere mit solchen Aussagen, wie Sie sie hier machen, doch nur an.

Und dann erwähnen SIE, gerade SIE, das fünfte Evangelium.
Den Inhalt lassen SIE ja überhaupt nicht gelten. Das schreiben SIE ja selbst hier.
"Der Inhalt ist die eine Sache, die Tat eine viel bedeutsamere."
Der Inhalt ist Ihnen VÖLLIG egal. Aber die Tat, die lassen SIE gelten. Die Tat ist doch die Mitteillung des Inhaltes. Des Inhaltes, der hier das WICHTIGE ist. Und den erkennen SIE überhaupt nicht an.

HALLO! WACH WERDEN!

Werner (Thomas) hat gesagt…

Und die Anthroposophie nennen SIE hier zuerst EINE Quelle und dann wieder KEINE Quelle. Denn für SIE ist sie nur ein Weg zu IHRER EINEN Quelle, die SIE ja wohl als Erleuchteter bereits sind.

Mit IHREN Worten:
Die Quelle Sebastian Gronbach strömt, sprudelt und erfrischt - einfach so - da ist nur überfließen.

Wer dann von IHM trinken will der muss sich nur ein wenig vor IHM beugen, die leeren Hände zu einer Schale öffnen, sie füllen lassen und dann trinken...
Dazu lädt ER ein. Nicht mehr. Und nicht weniger.

Danke für die Einladung zu dieser trüben Brühe, aber ich suche lieber weiter in einem klaren
Wasser.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Sebastian Gronbach:
Eine „profane One-Man-Ego-Show“.

Werner (Thomas) hat gesagt…
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Stefanie hat gesagt…

Hallo, Werner(Thomas),
warum lieben Sie Sebastian Gronbach nicht einfach?
Dann verstehen Sie ihn.

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Werner (Thomas) hat gesagt…

Ja, Christine,

da kann man sehen, dass jeder seine eigene Vorstellung hat von dem, was ein Baum ist.
Daher kommt dann ja der Streit und das Unverständnis.
Die Menschen streiten sich um ihre persönlichen Vorstellungen.

Sie haben in Ihrem Beispiel die Menschen ihre jeweilige Vorstellung malen lassen. Das war, denke ich der Fehler. Versuchen Sie doch einmal, die Sache so anzuschauen:

Diese vielen Menschen schauen sich jetzt gemeinsam einen echten Baum an. Dann hat jeder am Ende seine eigene Vorstellung von dem Baum. Jeder wird auch ein anderes Bild malen.

Den echten "wahren" Baum, den gibt es aber nur einmal. Da stimmen Sie mir doch sicher zu.

Und um den kann man sich doch nicht streiten. Den gibt es eben in Wahrheit nur einmal. Den kann man doch nur immer mehr erkennen wollen.

Und in dem gemeinsamen Anschauen dieses "wahren" Baumes und in dem immer mehr erkennen, da können sich dann die individuellen Menschen auch immer mehr näher kommen und immer mehr verstehen.

Nur, wenn die einzelnen Vorstellungen sich immer mehr dem echten, dem "wahren" Baum nähern wollen, nur dadurch kann man doch friedlich nebeneinander sein.

Beharren auf den egoistischen Vorstellungen bewirkt doch nur Trennung und Streit.

Und so wie es mit dem Baum ist, so ist es auch mit dem Christus.

Und nur durch dieses Hinschauen auf dieses eine Wesen, auf das, was man gemeinhin Christus nennt, nur das kann doch wirklich verbinden.

Und nicht das Beharren auf der Wahrheit der eigenen Vorstellung von diesem Wesen.

Da kann man dann weiter machen - wenn man will.

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Werner (Thomas) hat gesagt…
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Werner (Thomas) hat gesagt…

Für Christine

Ich sehe, wie Herr Gronbach seine Vorstellung von Anthroposophie als moderne verwandelte Anthroposophie hinstellt.
Das ist eine Lüge. Und da kann ich nicht tatenlos zuschauen.

Und dass es eine Lüge ist, das ist ganz einfach mit Fakten zu belegen. Wirklich ganz einfach. Aber Herr Gronbach ignoriert das einfach. Das ist seine Lösung der Sache.

Er schaut nicht auf den Baum, also nicht auf die Anthroposophie.
Er läßt nur seine Vorstellung gelten. Und die verbreitet er unter den Menschen als Anthroposophie.
Und viele glauben ihm einfach. Ohne selbst nachzuschauen. Ohne zu hinterfragen.

Und zu diesem Hinterfragen möchte ich ein wenig anregen. Auch Herrn Gronbach selbst.

Sehen Sie, wir sagen zwar beide, Herr Gronbach und ich: Anthroposophie. Aber es steht jeweils eine ganz andere Vorstellung hinter dem Wort. Und es ist eben ganz einfach und einleuchtend zu zeigen, dass seine Vorstellung von Anthroposophie weit entfernt ist von dem, was Anthroposophie ist.

Und das liegt nicht an meiner Vorstellung davon. Das liegt an der Diskrepanz zwischen dem, was Rudolf Steiner beschrieben hat und dem, was Sebastian Gronbach beschreibt.
Und dass das so ist, das kann JEDER mit seinem eigenen Denken nachvollziehen und prüfen.
Es muss nur selbst GETAN werden.


Nehmen Sie die geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse, die in der anthroposophischen Literatur zu finden sind.
Bei Herrn Gronbach finden Sie nichts davon.

Keine realen geistigen Wesenheiten.
Kein Wort einer Weltenentwickelung von Saturn über Erde bis hin zum Jupiter. Keine Beschreibung einer mehrgliedrigen Menschenwesenheit. Nicht das, was dort als Meditation beschrieben ist. Nicht das, was als Weg in die geistigen Welten beschrieben ist. All das ist bei ihm nicht da.

Wenn auch jetzt jemand sagen würde: Ja, wer sagt denn, dass das alles überhaupt stimmt?

Das hat mit dem, was ich sagen möchte erst mal nichts zu tun.

Ich möchte nur zeigen, dass Herr Gronbach eben die Inhalte der Anthroposophie nicht berücksichtigt.
Das tut er nicht. Das ist eine Tatsache.
Also lügt er, wenn er behauptet Anthropsophie in seiner Lehre integriert zu haben.
Selbst Zitate von Rudolf Steiner hat er schon völlig verzerrt dargestellt. Er hat sie so verbogen, dass sie zu seiner Lehre passten.

Und dieses hemmungslose Lügen, das trägt schon seine Früchte. Und das weiß Herr Gronbach wohl auch. Das müßte er zumindest wissen.

Ich hoffe, ich habe hiermit Ihre Fragen deutlich und ausreichend beantwortet.

Schwester hat gesagt…
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Conny hat gesagt…
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Detlef Troststätter hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Fee hat gesagt…
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Detlef Troststätter hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Fee hat gesagt…
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Kerstin Zahariev hat gesagt…

Zitat Sebastian Gronbach:
"Aber Anthroposophie ist von ihrem Wesen her gar keine Quelle, sondern nur eine von vielen, vielen, vielen Möglichkeiten, um selbst zur einen Quelle vorzustoßen, um selbst zur Quelle zu werden, aus der alles Leben strömt. Die Quelle, die das Leben ist..."


Ist das eine Lüge?


Zitat Sebastian Gronbach:
"Wenn Du die Quelle bist, dann strömst, sprudelst und erfrischst Du - einfach so. Da ist kein Drama, kein Ziel und keine Strategie - da ist nur überfließen."


Oder ist das eine Lüge?

Ist noch niemand hier einem solchen Menschen begegnet, der einfach zur Quelle für andere wurde?



Nur mal so als Anregung...


Herzlich

Kerstin Zahariev.

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Delilah's Mystery hat gesagt…
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