Mittwoch, 14. April 2010

Das Feminine

Heute will ich - nach einer weiteren tiefen Begegnung mit David Deida und meiner Frau - nur wenig sagen. Über das Feminine. Wenn Du ein maskuliner Mann bist und Du bist mit einer femininen Frau zusammen, dann solltest Du folgendes wissen: 90 Prozent der Gefühlsprobleme einer femininen Frau bewegen sie daher, dass sie sich nicht geliebt fühlt.

Wenn Du mit einer feminnen Frau streitest, stress und Ärger hast, dann stelle ihr (still und für Dich) folgende Frage: "Möchtest Du jetzt noch tiefer geliebt, oder noch besser analysiert werden?"

Du wirst die Antwort bekommen. Unmissverständlich.

Und wenn Du Dich fragst, wann die unaufhörlichen Forderungen, Proben und emotionalen Auf-und Abs Deiner femininen Frauen aufhören. Wenn Du Dich fragst, wann sie endliche zufrieden ist, dann kommt hier ein Geheimnis:

Es hört nie auf. Sie sind nie zufrieden. Das ist das Geheimnis. Und wenn Du mit ganzem Herzen vor allem anderen ein freier Mann sein willst, dann bist Du genau dafür unendlich dankbar.

Alles was Du tun kannst, ist in Deiner grundlosen Freiheit zu stehen. Unerschütterlich. Als ein Mysterium der Liebe.

Kommentare:

Conny hat gesagt…
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. hat gesagt…

was meinst du mit femininer frau und mit maskulinem mann?

Barbarapapa hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Barbara hat gesagt…
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Barbara hat gesagt…

David Deida ist Barry Long für Feiglinge, ist das Plagiat vom Original. David Deida bleibt in den Phänomenen hängen, wo Barry Long radikal ist. David Deida will modern sein, verwurstet dabei Barry Longs Lehren: Knapp daneben ist auch vorbei.

David Deida schmückt sich mit spirituellem Touch, verführt mit Wahrheitssplittern und geht doch nicht bis zum Kern, hinterfragt nicht genug. David Deida hängt zu sehr an dem wie es ist, um sich auf den Weg zu machen zu dem, wie es sein könnte. Er lässt der Frau ihre "emotionalen Probleme", verklärt sie zu ihrem wahren Wesen, er lässt dem Mann seine männlichen Spleens. Auch den, eine Frau, das Weibliche zu beherrschen, in den Griff zu bekommen, und sei es auch nur durch Verstehen. Und sei es auch durch eine neue geschickte Methode, die sich als Nicht- Methode, als Methode des Nicht-Verstehen-Könnens tarnt.

David Deida ist sexistisch, auch wenn er viel Wahres sagt, - er fügt es nicht richtig zusammen. Die Frau, nach DD, kann ihre Erfüllung nur im Mann finden, während der Mann zwar lernen kann durch die Frau, sie genießen darf und soll, auch möglichst "anständig" bitte, aber seine wahre Erlösung nur (in einer Leere) außerhalb finden wird.

Für Barry Long ist das andersherum: Die Frau ist 100 Prozent Liebe auch ohne den Mann, ist vollständig, findet Gott in sich selbst. Der Mann ist 90 Prozent Liebe und 10 Prozent "something to do". Das sind nun genau die 10 Prozent, die David Deida verherrlicht, in denen er die männliche Freiheit und Mission sieht. Ja, sagt BL, aber nur dann, wenn er sie in den Dienst der Liebe stellt... In den Dienst der Frau, die Liebe ist. Das ist die wahre Mission: Hier, im Verhältnis zwischen Mann und Frau, manifestiert sich das größte Leid der Welt, hier muss es gelöst werden.

Barry Long will den wahren Krieger, den, der wirklich alles zu opfern bereit ist, - für die Liebe. Er zwingt den Mann auf die Knie, zu seiner Wahrheit, reißt alle Masken herunter. (Nix mit Playboy also und Swingerclub). Und er fordert Frauen auf, zum Kern zu dringen, nicht im Emotionalen hängen zu bleiben, - welches er - Achtung!- als vom Mann in die Frau hineingebrachten "Sex" identifiziert. Das ist provozierend und radikal. Das ist befreiend. Das erkennt die Frau ganz in ihrem Potential und den Mann ganz in seinem Potential, fordert sie heraus, befreit von allen falschen Identifikationen und führt so zu dem was immer schon größer war und ist.

Mein Fazit, ganz persönlich: Barry Long ist cool, David Deida ein Hampelmann (man sehe sich nur einmal die Youtube-Videos an...).

So, und jetzt bin ich auf Reaktionen gespannt..
;-)

manroe hat gesagt…

Liebe Barbara, ich habe die beiden zwar nicht gelesen, erlebe aber in dem was Du hier sagst etwas, dem ich spontan zustimmen kann und möchte. In diesem anderen Seichttum scheint man mir nicht hinüber zu kommen, es vielleicht auch gar nicht will, in den Bereich, wo man nicht mehr sich irgendwie "therapeutisch" aus dem Weg geht, indem man "falsch" aufeinander zugeht, sondern sich ganz klar zu sehen versucht und bemüht. Von Mensch zu Mensch halt.

Barbara hat gesagt…

Vorsicht mit der Zustimmung Manfred, du würdest dich noch wundern. Ja, Barry Long sieht das Emotionale als Verschmutzung (das gefällt dir, klar) aber ebenso das Denken. Es hängt für ihn sogar zusammen: "The more you think, the more emotional you are. The more emotional you are, the more you think." "Intelligenz", das ist das Ziel. Es hat für ihn nur überhaupt nichts mit Denken zu tun, im Gegenteil.

Und weisste was? Ich glaub, der hat Recht!

Barbarapapa hat gesagt…
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Kerstin Zahariev hat gesagt…

"...Und er fordert Frauen auf, zum Kern zu dringen, nicht im Emotionalen hängen zu bleiben, - welches er - Achtung!- als vom Mann in die Frau hineingebrachten "Sex" identifiziert...."

@Barbara - wie ist das möglich? Wie kann ein Mann "Sex" in eine Frau hineinbringen?

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Geht es hier nicht wiederum um die Frage, inwieweit Liebe und Freiheit einander (eventuell) ausschließen?
Ist es nicht so, dass zwischen zwei Liebenden, mal ganz unabhängig davon ob sie nun maskulin oder feminin sind, ein drittes Wesen entsteht, nämlich das Wesen ihrer Liebe?
Hat dieses Wesen nicht eine eigene Existenz und entwickelt sich sogar eigenständig, ohne seine Erzeuger dafür um Erlaubnis zu bitten?
Was aber kann besser sein, als diesem Wesen alle Liebe zu schenken und es immer weiter und schöner wachsen zu sehen, diesem Wesen, das zugleich Teil von einem selber, aber auch Teil des geliebten Menschen ist?
Ist es doch dieses Wesen, das es uns ermöglicht, uns miteinander eins zu fühlen und gleichzeitig uns nicht vollständig im anderen aufzulösen(wie schon Goethe einst schrieb in seiner Ode an den Gingko biloba), also unsere Freiheit und Autonomie zu erhalten und dennoch in der Liebe ganz zu werden.

Es ist natürlich nochmal eine besondere Herausforderung, wenn in einer Beziehung das Maskuline und das Feminine gemeinsam ein neues Wesen erzeugen, denn aufgrund der besonders großen Gegensätze wird dieses Wesen über eine besonders große Spannweite verfügen und die Tendenz haben, seine Erzeuger in sich aufzusaugen.
Insofern verstehe ich Sebastians Bemerkung, dass er als maskuliner Mann für gewisse "Störfälle" sehr dankbar ist, weil sie ihn immer wieder auf seine Freiheit zurückwerfen, sehr gut. Es bedeutet ja auch, sich immer wieder aus FREIEN STÜCKEN für die Beziehung zu entscheiden, und nicht etwa, weil man durch irgendeinen Ödipuskomplex dazu verurteilt ist.
So gesehen schließen sich Freiheit und Liebe gegenseitig aus, andererseits bedingen sie einander.

Barbarapapa hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Barbara - Es gibt Denken und Denken. UND wir lesen immer noch zu viel und lassen in uns rein, was andere so sagen, statt selbst...

manroe hat gesagt…

Ich würde mal sagen, dass man dadurch, dass man zu viel liest, vielleicht einen Komplex erstickt? Und vor allem, wenn mir jemand etwas sagt, von jemandem den er gelesen hat und dadurch auch noch was zu belegen versucht, was wille er, sie mir damit sagen?

MonikaMaria hat gesagt…

Ist denn Steiner alles, was Du liest, Manfred?
Und warum hat Steiner zu seiner Zeit so viel über ANDERE gelesen? Wozu brauchte er das?

Kann man zu viel lesen und wer beurteilt das?

Barbara hat gesagt…

@ Kerstin
"@Barbara - wie ist das möglich? Wie kann ein Mann "Sex" in eine Frau hineinbringen?"

Hm, schwierig zu erklären, einfacher, es intuitiv zu erfassen, wenn man sich etwas damit beschäftigt. BL definiert Sex anders als gewöhnlich. Er unterscheidet zwischen "Sex" und "Liebe / machen". Und beschränkt "Sex" nicht auf den geschlechtlichen Austausch. "Liebe" ist stillness, das, was immer schon ist, Reinheit, Leere, Weite, Schönheit, so was vielleicht. "Sex" ist das Gegenteil: Getriebenheit, Aufgewühltheit, Emotionen, Ego, Denken, Abgespaltensein, Unzufriedenheit etc.

Fahr mal mit der Straßenbahn oder dem Bus, möglichst zu Schulende und dann setz dich mitten in eine Gruppe von Jugendlichen, höre ihren Gesprächen zu, nimm ihre Energien wahr, die coolen, egoberauschten Machogebärden, die mit hysterischer Stimme vorgetragenen Tussi-Dramen (sorry): Das ist Sex.

"Sex" kommt, nach BL, vom Mann, aus seiner Getriebenheit und distraction. Er "trägt ihn in die Frau hinein", steckt sie damit an. Auch ganz direkt über körperlichen Sex. Jede Frau kennt den Unterschied. Was haben die Männer, die Sex mit dir gemacht haben in dir hinterlassen an "moods", Stimmungen, Frustrationen, Unausgeglichenheit, (sie haben sich in dir dessen erledigt)? Das lagert sich ab in den Zellen, schwer, dran zu kommen. Und wie anders, wenn ein Mann "Liebe mit dir macht", alle Zellen öffnend, "stillness", Weite, Frieden, Licht. Neuer Horizont, Erlösung.

Und eh ich da beim Erklären jetzt zu sehr meine Dinge mit hineinbringe: Kannst ja mal hier schauen, ein gutes Interview, einen umfassenden Einblick bietend http://www.youtube.com/watch?v=GBMl0HKM7X0 (2 Teile) oder auch ganz kurz hier zu "Love or Sex?" http://www.youtube.com/watch?v=dv1e3xJY9sg

Okay?

Werner (Thomas) hat gesagt…

Immer wieder wird Denken hier zum Thema. Wir tun es alle. Aber wohl keiner kann sagen, dass er von dem Denken die selbe Vorstellung hat wie ein anderer.
Oder?
Jeder kann sagen: Das ist Denken!
Aber jeder hat, denke ich, eine eigene Vorstellung von dem, was Denken ist.
Oder?
Wenn es das Denken als solches wirklich gibt, dann kann es über das Denken nur eine Wahrheit geben.
Oder?

Was kann zu folgenden Gedanken gesagt werden:

Das heutige Denken ist überhaupt kein Denken, es ist ein willenloser Sklave einer Macht, die wir Intellekt nenne - was aber auch nichts weiter besagt, denn wir kennen nur ihre Wirkungen. Sie verwandelt die Welt in etwas Totes, Fahles, Sinnloses. Unser Denken besteht aus blassen Vorstellungen, in Gang gesetzt durch äußere Ereignisse oder aufsteigend aus dem Innern - meist beides in Kombination.

Das Denken - der Mensch selbst - ist aber zu ganz anderem berufen. Es kann sich in die Weltengeheimnisse einleben. Es kann beginnen, sich selbst ernst zu nehmen - nicht die subjektive Seele, sondern sich als Vermögen zu erkennen. Dann durchstößt es langsam den Schleier, die Mauer, die Herrschaft des Intellekts, der ihm seine wahre Natur verbergen wollte. Dann beginnt es zu sehen, dass alles Geheimnis ist und immer tiefer erkannt, verstanden, erlebt, empfunden werden kann. Dass Erkennen ein unendlicher Weg ist, der immer mehr in die Liebe hineinführt.

(Ich meine, dass dies aus einem Vortrag von Rudolf Steiner ist, den er einmal zu Weihnachten gehalten hat. Die Quelle hab ich mir leider nicht aufgeschrieben. Der Inhalt kann aber ja auch nur für sich genommen werden.)

Das Erkennen trennt, wenn es in dem Bereich bleibt, der hier als Intellekt - als eine Macht - bezeichnet wird.
Und auch esoterische Gedanken, natürlich auch anthroposophische Gedanken, können rein egoistisch sein. Können rein intellektuell sein.

Das Denken erkennt, dass Erkennen verbindet und immer mehr in die Liebe führt. Wenn das Denken selbst als "ein Vermögen", als etwas, das nicht nur subjektiv ist, erkannt wird.

Was will ich damit jetzt sagen?
Und:
Was kann zu diesen Gedanken gesagt werden?

manroe hat gesagt…

Monika, das war natürlich zunächst einmal eine dicke Provokatio, aus dem Kontext. Und das hat was zu tun mit einer Autorität, der man in dieser Informationsfülle in gedruckter Form hinterherjagt im gefühlten Glauben dort vielleicht etwas Entscheidendes mit zu bekommen oder umgekehrt zu versäumen. Würde man versuchen mal mit zu bekommen, was die Beweg-Gründe der meisten Schreiber sind, dann würde man ziemlich schnell verstehen, warum die Meister gern die Einsamkeit aufsuchen oder zur Findung derer Früchte eine Höhle aufsuchen.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Barbara,

ist "Sex" nicht etwas, das in Mann und Frau gleichermaßen drinnen ist.
Das vom Menschen, als Mann und als Frau, beherrscht (nicht unterdrückt!!)werden muss. Weil der Mensch anders nicht frei sein kann. Da er sonst von diesem "Sex" beherrscht und gelenkt wird.

Ich sehe "Sex", wie er von Ihnen (von BL) beschrieben wird sogar als etwas eigenständiges, das über Mann und Frau steht. Außerhalb von ihnen. Und sie so vom "Sex" fern-gelenkt werden.

So lange nicht ich den "Sex" beherrsche, beherrscht er mich.

Anak hat gesagt…

wow, super barbara! ich beneide dich um deine kllaren worte...
dieter duhm nennt es so: der gral des mannes ist die frau.
osho: sex muss zur liebe werden und liebe zu licht...
schattenreiche lichtgruesse...
anka

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

kann es nicht so sein, dass die Liebe IST. Dass sie nichts mit Entstehen und Vergehen zu tun hat.

Dass nur der Mensch als Individualität - in Freiheit - mit Hilfe von Macht und Weisheit den Weg zur Liebe gehen kann. Und DIESE Liebe immer mehr und mehr aufnehmen kann. Damit er am Ende seiner Entwicklung diese Liebe IST. Neu erschaffen. Als etwas, das zuvor nicht da war.

Eine neue Wesenheit, die Liebe IST. Neben der Wesenheit, die Liebe IST.

manroe hat gesagt…

Ich habe mal was von Klaus Fahm gelesen, der beschrieb allerdings, dass der Gral der Frau die Erkenntnis des Mannes ist, was machen wir jetzt? Oder geht das doch zusammen? Oder warten wir da mal auf die nächste Buchmesse?

manroe hat gesagt…

Um aber mal aufrichtig im Geiste zu sein, das, was Sebastian hier beschrieben hat, kenne ich auch und zwar nur zu gut. Quälend war für mich allerdings, dass das, was "Liebe" dann ist oder sei "vorgeschrieben" wurde durch die entsprechende subjektive Verfasstheit in einer jeweiligen Situation und dann aber auch immer wieder in eine solche hineingetragen oder zu einer soclhen "umtapeziert" wird/wurde. Da dann rauszukommen aus jenem "Paradies" ist mit eine der schwierigsten Wege, denke ich. Da bleibt einem allerdings wirklich kaum etwas anderes übrig als der Weg, den Sebastian da angedeutet hat. Allerdings für mich nicht der "Königsweg".

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Anak hat gesagt…

manfred: liebe und weisheit, ying und yang. das eine greift in das andere. beide haben einander noetig.
problem: das verhaeltnis ist krank!
frage: wie kann man dieses heilen?
egotod. doch wie?
die liebe kann nur sein, wenn sie vollkommen frei ist. alles andere ist angst.
alles nur kurz punkte...heile ich in mir, heile ich die welt...heile ich den geschlechterkampf in der beziehung heile ich die welt (krieg)...uahhhhhhhhhhhhh bin mitten drin...
und dann immer der vorwurf: du hast ein problem...(von mann an die frau...ist doch so ein typischer vorwurf..., diese ewige angst vor der liebe (die frau, denn der mann ist die weisheit...).
tschuess...klinke mich wieder aus...hab zu tun...
herzlich...

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Liebe Barbara, deine Antwort ist sehr ok. Danke dafür. Das kann ich alles so unterschreiben. ich würde dennoch etwas hinzufügen wollen.

"Sex" als körperliche Begierde, als etwas, was im Astralischen zu Hause ist, davon genährt wird und über das Ätherische in den Körper zieht, wird sicher nicht nur vom Mann in die Frau "hineingebracht".
Das mag bei vielen der Fall sein, beruht aber immer auf dem Prinzip der gegenseitigen Resonanz.

Es kann nur das "hineingebracht" werden, für das der andere vorher den Boden bereitet hat.
Anders würde schon der Impuls verlöschen, gerade so, wie ein Samen in der Wüste verdorrt.
Der Ursprung der zweigeschlechtlichen Vermehrung liegt in der Pflanzen welt und hat dort seine Berechtigung, weil um ein Vielfaches erfolgreicher als die eingeschlechtliche fortpflanzung, die ja immer nur Klone von sich selbst erzeugt.

Und wenn ich mir die Welt heute so anschaue, sehe ich gleichermaßen empfangsbereite Frauen, die solch ein "Hineinbringen", wie du es beschrieben hast, geradezu erwarten.. Schon um ihre eigenen Anteile dem Mann zu geben - ein gegenseitiger Austausch sozusagen.
Um so wichtiger ist Sexualität als Akt der hingebungsvollen Liebe, auf beiden Seiten - feminin empfangend, maskulin gebend. Das können Frauen wie Männer gleichermaßen, wenn sie sich in Liebe einander zuwenden. Da gebe ich euch freudig recht.

Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass so eine Art Liebe genau dazu führt, auf körperliche Sexualität zu verzichten, weil sie nicht mehr notwendig erscheint.

Danke für eure Antworten.

Steiner schreibt z. B. etwas ganz Entscheidenes, etwas was mir selbst im sozialpädagogischen Studium anders gelehrt wurde.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Zitat Steiner: "...Mag sein; aber das Bedeutsame für uns ist nunmehr, einzusehen, daß die abscheuliche Weltanschauung der Psychoanalyse sich dieser Tatsache, die ich eben ausgesprochen habe, nicht hat bewußt werden können. Denn was tut die Psychoanalyse? Sie sagt: Alles, was der Mensch tut, selbst die Erlebnisse des Mystikers, sind umgewandelte sexuelle Kräfte. - Das heißt, der Psychoanalytiker oder der Materialist überhaupt, können wir in diesem Falle sagen, geht von der Sexualität aus und erklärt alles, was sonst am Menschen ist, als umgewandelte, umgeformte Sexualität.
...
Zum Beispiel, daß die Kinder einen Schnuller lutschen, wird erklärt dadurch, da darin eine etwas infantile Sexualität zum Ausdruck kommt und so weiter.

Was ist aber die Wahrheit? Die Wahrheit, meine lieben Freunde, ist, daß alle Verrichtungen, die sich am Menschen finden, geistiger sind als das Sexualleben und daß, um zu richtigen Gesichtspunkten zu kommen, der umgekehrte Weg eingeschlagen werden muß. So daß man also sagen muß: Jedes Heranbringen der Sexualität, der Erotik, an irgendwelche Betätigungen des Menschen, um sie zu erklären, ist der ganz verkehrte Weg.

Der richtige ist allein der, die Sexualität aus der Umwandlung der höheren Verrichtungen des Menschen in das Niedrigste auf Erden zu erklären. Nehmen wir, weil wir uns schon einmal mit diesen Dingen beschäftigen müssen, eine der grauenhaftesten Behauptungen des Psychoanalytikers, nämlich die Behauptung - man muß eben schon solche grauenhafte Dinge erwähnen, meine lieben Freunde, man muß es, weil sie eben in unserer heutigen Zeit auftreten -, also die Behauptung, daß das Verhältnis des Sohnes zur Mutter, der Tochter zum Vater, wie es in der Kindheit als Liebe zur Mutter, als Liebe zum Vater auftritt, ein sexuelles Verhältnis sei.

Denn der Psychoanalytiker sagt, das, was das Töchterchen für den Vater, das Söhnlein für die Mutter empfindet, ist ein sexuelles Verhältnis, denn der Vater wird vom Sohn immer eigentlich als der Konkurrent betrachtet; er sei auf ihn unbewußt eifersüchtig; ebenso ist die Tochter auf die Mutter eifersüchtig. - Das ist sozusagen einer der grauenhaftesten Auswüchse der Psychoanalyse. Sie wissen, daß solche Dichtungen wie die Ödipus-Dichtung in den Schriften der Psychoanalytiker auf Grundlage dieser psychoanalytischen Voraussetzungen so erklärt werden."

Quelle: Lexikon Anthroposophie

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Diese Aussage von Rudolf Steiner kann ich absolut bejahen, weil ich sie an meinen beiden Söhnen und ihr Verhältnis zu ihrem Vater überprüfen kann.

Dafür verehre ich Steiner, genau für solche Aussagen.

Conny hat gesagt…

Zehn Freunde bei dem Social Network Facebook sind so viel wert wie ein Burger. Dieser Schluss lässt sich zumindest aus einer aktuellen Werbeaktion der Fastfoodkette Burger King ziehen. Um eine neue Version des "Angry Whopper" zu promoten, verspricht der Fastfoodriese den Facebook-Nutzern einen Gratis-Burger, wenn sie sich von zehn ihrer Netzwerk-Kontakte trennen.

Die User müssen dazu die "Whopper Sacrifice"-Applikation herunterladen und zehn Personen aus ihrer Freundesliste löschen. Nach Angabe der persönlichen Wohnadresse schickt Burger King dann einen Gutschein für den Gratis-Imbiss per Post ins Haus.

Gleichzeitig erhalten die "ungeliebten" Bekanntschaften über die Applikation eine Benachrichtigung, die sie darüber aufklärt, dass ihnen die Freundschaft für einen Gratis-Burger aufgekündigt wurde. Was Facebook von der provokanten Werbeaktion hält, ist laut pressetext.austria bislang unklar. Burger King selbst macht sich jedenfalls keine Sorgen darüber, irgendjemandem mit der Kampagne auf die Füße zu treten. "Vor der Aktion gab es eigentlich keinen höflichen Weg, um sich von jemandem zu 'ent-freunden'. Und schließlich gibt es einen Whopper als Belohnung", sagt Brian Gries, Vice President Marketing bei Burger King. Allerdings ist die Aktion den Konsumenten in den USA vorbehalten.

Conny hat gesagt…
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Avatar Devotee J. N. hat gesagt…
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Ameli Zieseniß hat gesagt…

Lieber Thomas (Werner) oder meinetwegen auch "Sebastian"

So wie wir Menschen einst wie Tropfen miteinander vereint waren im großen Geistesmeereswesen und uns im Laufe unserer Entwicklung individualisiert haben zu unverwechselbaren "Einzeltropfen" (der Volksmund sagt ja gern: Ich armer Tropf!) - so kann es doch auch mit der Liebe sein, also dass wir sie einst alle gleich und einheitlich empfunden haben, als wir alle noch Tropfen im großen Liebesmeereswesen waren. Heute aber, da sind wir armen Tropfe dazu verdammt, uns der Liebe individuell anzunähern. Das kann ein "Erarbeiten" sein, das kann ein Mitten-rein-fallen sein, es kann aber auch nur ein Abglanz sein. Einer geht da hin mit Weisheit und Macht. Ich zum Beispiel nicht. Aber du? Kann ja sein.

Ich habe schon manchmal gesagt, Liebe ist die größte Kraft auf Erden. Ich empfinde die Liebe selbst als eine Macht, deshalb wüsste ich jetzt nicht, wie ich mich ihr "mit Macht" annähern sollte, es sei denn, ich hätte sie schon.
Ich denke auch, dass die Liebe sehend machen kann, also wenn du so willst, weise. Da dann wieder die Frage: Brauche ich Weisheit, um mich der Liebe anzunähern, wenn doch die Weisheit erst aus der Liebe erwächst?

Was aber sagt Salomo, der berühmt war für seine Weisheit, dazu:

"...stark wie der Tod ist die Liebe,
Leidenschaft, hart wie die Unterwelt;
ihre Gluten sind Feuersgluten,
ihre Flammen wie Flammen des Herrn.
Große Wasser können die Liebe nicht löschen,
Ströme sie nicht überfluten.
Gäbe einer auch all sein Gut um die Liebe,
würde man ihn verachten?"

Hat Salomo da eventuell Liebe und Sex miteinander verwechselt? Ist das eine "typisch männliche" Sicht?
Oder ist es ein Beispiel dafür, wie sich Liebe individualisieren kann? Ich neige zu letzterer Annahme.

Deshalb würde ich auch niemals ein Buch schreiben und irgendwem erklären, wie es ist, "in der Liebe anzukommen", also dieser Allgemeingültigkeitsanspruch, der liegt mir nicht. Auch zu beschreiben, wie es bei mir individuell genau ist, käme mir nicht in den Sinn. Das bleibt mein Geheimnis.

Wenn aber jemand zu mir sagen würde: "Du bist die Liebe selber", dann würde ich schmunzeln, weil ich ja genau weiß, dass ich das niemals sein könnte. Aus meiner Sicht kann das niemand sein, weil wir doch alle so vieles gleichzeitig sind: Die Langeweile, die Mühe, die Wut, der Trotz, die Freude, die Traurigkeit, die Verzweiflung, die Angst, die Reue, das Glück, die Freiheit. Da schließt sich doch so manches gegenseitig aus, und dennoch sind wir all das gleichzeitig. Du würdest vielleicht sagen: Ja, aber in der Liebe. Das würde ich verneinen, weil ich das für eine Illusion halte = überhaupt nicht alltagstauglich.
Aber vielleicht irre ich mich?
Vielleicht muss ich noch was lernen?
Vielleicht von dir?

Barbarapapa hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Hallo Ameli, ich bin zwar nicht gefragt --

Mir stellt es sich so dar, dass es wie in diesem Falle, immer ein Prinzip gibt, irgendwie gesetzmässig und dieses dann individualisiert wird, so als würde man aus einem Batzen Ton eine Tasse formen. Die Substanz ist immer die gleiche, prinzipiell, aber das in die Taten Geflossene immer individuell, scheinbar abgesondert, getrennt aber dem gleichen Gott entnommen. Wäre jemand DIE Liebe, was wäre dann mit dem Anderen? Da wirds dannn doch offensichtlich -?

manroe hat gesagt…

@Barbara

"Intelligenz", das ist das Ziel. Es hat für ihn nur überhaupt nichts mit Denken zu tun, im Gegenteil."

... dann hat der BL eben auch immer noch nicht verstanden, was denn nun DENKEN überhaupt ist. Was zum Beispiel ist denn das für eine Kraft oder Energie oder Fähigkeit, die eine Intelligenz zielgerichtet, sinnvoll in Anwendung bringt, sie ins "Ziel" zu lenken imstande ist?? DENKEN lenkt alles, die Liebe gibt einer solchen Lenkung das "Kleid".

manroe hat gesagt…

"Und er (BL) fordert Frauen auf, zum Kern zu dringen, nicht im Emotionalen hängen zu bleiben, - welches er - Achtung!- als vom Mann in die Frau hineingebrachten "Sex" identifiziert."

... zum Kern zu dringen, das würde ich auch so sehen, aber den "in die Frau hineingebrachten SEX...", also das halte ich für erstens eine ungenaue Beobachtung mit anschliessend fehlgeleiteter Wahrnehmung zu weiteren Schlussfolgerungen, als auch eine schwachsinnige These. Das ist z.B. so ein Beispiel dafür, dass die meisten mit ihren schlauen Büchern sich auf den Lesemarkt begeben und andere Menschen in die Irre leiten. Da finde ich dann privaten Sex besser, als einen solchen intellektuellen Sex in Bücher zu drucken, das ist ja fast schon ein pornografischer Vorganng.

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, aus Zeiten, als ich noch wirklich "unschuldig" war, so 7 bis 10 Jahre ungefähr, wie ich da Mädchen erlebt habe und Jungs. Die Mädchen kamen mir vor wie von einem "anderen Stern", die hatten was anderes, etwas, das sie ausstrahlten, was sie von innen her aussendeten, unbewusst, etwas, in dem sie wie eingehüllt, in einer Leichtigkeit sich darlebten, etwas lebendig-Narürliches, Selbstverständliches. Hier liegt meines Erachtens auch der Quell der Schüchternheit.

In dem Maße wie sie es aussendeten, es strahlte eigentlich immer, unbewusst, zog es die Jungs an - der eine Stern besucht den anderen -. Wenn dann die Mädchen begannen zu "erwachen", dann haben sie es "benutzt", wenn auch unschuldig-wissend - und wenn überhaupt, dann haben die Mädchen den Jungs eine "Sexualität" einverpflanzt, sie damit gelockt, es benutzt, weil beide Welten miteinander "kommunizieren".

Von wegen die bösen Männer, die sind lediglich gröber und nicht so durchtrieben und feinsinnig, im Schnitt. Ich würde z.B., wenn überhaupt, eher dazu neigen, dass die Mädchen und Frauen die "bösen" sind und nicht die Männer!!!! Auf dieser Eben würde ich eher sagen, die schlimmen Frauen und nicht die schlimmen Männer, nur weil sie eher gröber dahertapsen. Ein Freund sagte mir mal in einem Museum, dass die Exponate dann gut seien, wenn man von den dortigen Frauen sich nicht ablenken liesse. Mal so als Anekdote.

Und die Sexualität ist für mich so eine Art Fluidum, von "Haus aus" für diese Ebene kommunikativ, so eine Art Kommunikation mit anderen Mitteln für dessen Fluidum beide "Parteien" zunächst einmal nichts können, weil es einfach anwesend ist. Kommt dann nur darauf an, wie man dieses Fluidum dann nutzt oder einsetzt, bis hin zur Agentin als Waffe, allerdings auch umgekehrt möglich.

So, und nun kommt für mich der Punkt, wenn man Sexualität auch als eine Art, vielleicht sogar eine vorbereitende, Kommunikation betrachtet und nicht nur als Energie verzehrenden Lustfaktor, dann betritt man hinterher, vielleicht neben der Zigarette danach, einen anderen gereinigtereren Raum, in dem es sich erheblich besser sich einander verständigen lässt, dann, von Stern zu Stern.

In der Sexualität, versteht man sie richtig, sehe ich eine Art Schnittselle, um mal eine Anleihe beim Computer zu machen. Überwuchert die persönliche Astralität eine klare Wahrnehmung des Ich solche Vorgänge, dann landet man, wenn man nicht aufpasst, in einer völlig verzerrten Lust-Umgebung, die man dann auch noch als eine oder gar die Freiheit identifiziert. Und dann stehen sich "Freiheit" und Freiheit gegenüber und versuchen sich gegenseitig zu überzeugen, ein Drama dies.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Manroe,
ja, dem Bild mit dem Ton stimme ich zu.

Du schreibst weiter:
"Von wegen die bösen Männer, die sind lediglich gröber und nicht so durchtrieben und feinsinnig, im Schnitt. Ich würde z.B., wenn überhaupt, eher dazu neigen, dass die Mädchen und Frauen die "bösen" sind und nicht die Männer!!!! Auf dieser Eben würde ich eher sagen, die schlimmen Frauen und nicht die schlimmen Männer, nur weil sie eher gröber dahertapsen."

Dem stimme ich ebenfalls zu. Ich bin zwar selber eine Frau, aber es hat mich immer gestört, wie sehr Frauen ihre "Waffen" einsetzen können, um damit dann vollständig an der Liebe vorbeizuzielen. Ich würde sogar sagen, dass sie es oft nicht mal selber merken. Aber dadurch wird es nicht besser oder einfacher. Ich habe mich gefragt, woran das liegen könnte. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich spreche jetzt von echten Menschenfrauen, nicht von den heute sehr beliebten "digitalen Plagiaten" ,-)

Mir ergab sich dann so ein inneres Bild, da sehe ich die Frau wie eine Art horizontal liegenden Kreis, der einen ellipsoiden Querschnitt hat (Wie son Smartie, grob gesagt, nur proportional flacher und natürlich viel größer und sehr weit ausgebreitet.
Den Mann sehe ich ebenfalls in einer ellipsoiden Form. Man stelle sich den "Querschnitt der Frau" senkrecht stehend vor und nun denke man sich dies wiederum dreidimensional wie eine Gestalt, die in der Mitte der stehenden Ellipse kreisförmig rund ist und nach oben und unten schmal zuläuft.
Klar? Hä?

Also, das kann man sehen. Würde man die beiden Gebilde sich als ineinanderliegend, sich durchdringend vorstellen, und zwar so, dass ihre jeweiligen Schwerpunkte in einem Punkt zusammenfallen, müsste die Fläche der gemeinsam gebildeten "Außenhaut" exakt der Oberfläche der Kugelgestalt entsprechen, deren Radius man aus dem Mittel der Maximaldurchmesser beider Gestalten gebildet wird.

Klar?

Also, das kann einleuchten, hä?

Wenn nun - so meine These - ein Mensch ehrlich und ernsthaft an seinen Schwächen arbeitet, und eine Schwäche kann es ja sein, in Beziehungen rumzuzicken und rumzuspielen, dann besinnt sich der Mensch auf sein Ich als beobachtende und kontrollierende Instanz. In diesem Moment des Zusammenziehens werden Ätherleib und Astralkörper gewissermaßen zur Mitte gezogen. Gleichzeitig findet so etwas wie ein Aufrichteprozess statt.
Vergleichst du jetzt die männliche und die weibliche Gestalt, dann wird dir sofort klar, wer von beiden es natürlicherweise ganz leicht hat, sich im Ich zu konzentrieren und wer es ungleich viel schwerer hat.

Diese Gestaltung von Mann und Frau hat ja einen tiefen Sinn. Die lässt sich letztlich nicht "kritisieren", aber es lässt sich lernen, damit umzugehen. Zum Beispiel indem sich beide gegenseitig ein wenig helfen - denn die männliche Gestalt hat auch nicht nur Vorteile...

Basti hat gesagt…

So schlagen sie sich die Köpfe,
um dann am Schopfe,
zupacken sich grotesk,
des Schoßes liebend Kraft,
erfahren,
wieder Eins zu werden,
unter Klagen.

Ich liebe Euch Menschen,
euch Kommentatoren,
Ich liebe Euch denken und reden,
Ihr drückt mich weg,
Ihr zieht mich an.

Ein Spiel,
Frau gegen Mann,
Mann gegen Frau,
ihr werft euch hinein,
um Euch am Ende,
unter Winden,
doch zu verbinden.

Von Innen schaut´s Ernst,
von Außen ist fein.

Ich liebe es,
dass Spiel zwischen Euch
zwischen uns,
zwischen den Geschlechterlein.

Liebe Grüße
Basti

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Guten Morgen.

@Basti - vom Feinsten! Klasse und danke dafür.

@Ameli - von deinem Kommentar bin ich schwer beeindruckt. Ich verneige mich vor dem, was da herüber kommt. Danke dafür. Das spricht mir sehr aus dem Herzen.

JANET hat gesagt…

hihi, jetzt versteh ich was du meinst Kerstin....schon gelesen bei MissionMensch..

Eigentlich wolle ich mal kucken wo der Sebastian steckt.. Grüße mal kurz..und hoffe aller Stress und Ärger ist abgezogen?

Liebe Grüße in die Runde

Barbarapapa hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Anak hat gesagt…

au man, das gehoert doch zum einmal eins...bevor wir hier ueberhaupt mal anfangen zu diskutieren sollte schon jeder in sich ein gleichgewicht der kraefte erreicht haben...sonst wuerde es schon stimmen barbarabarberpap. aber sprachen wir hier nicht von femininen frauen und maskulinen maennern? auah...stimmt..alles krank...und tschuess...

JANET hat gesagt…

ich sehe am liebsten gern nur Mensch..nicht Weiblein oder Männlein..Ausser wenn ich auf´s Klo muss, fange ich an Unterschiede zu machen..

;O)

Barbaraplappla ich kenne richtig weibische Männer und männliche Weiber..iiihh! Irgendwas gefällt mir daran nicht, üüüüberhaupt nicht. obwohl ich weibische Männer noch bevorzuge!

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

die Dinge, die Sie oben genannt haben: Langeweile, Mühe, Wut, Trotz, Freude und Traurigkeit, Verzweiflung und Angst, Reue und Glück. Das ist ja alles persönlich Seelisches.
Und nie können wir zwei dieser Gefühle, dieser seelischen Erlebnisse gleichzeitig erleben. Da schließt das eine das andere aus.
Das Ich erlebt es zwar jeweils. Aber nacheinander und nicht gleichzeitig.

Und Freiheit gehört da für mich gar nicht dazu.

Die Ersteren werden doch alle irgendwie von außen angeregt. Angst, Freude usw.

Freiheit ist etwas, wo die Anregung von mir selbst, von meinem Inneren kommt und das ich mir selbst erarbeiten muss. Wirkliche Freiheit kommt nicht von außen auf mich zu.

Und wenn ich jetzt doch sage:
Ja, aber in der Liebe. Schmunzeln Sie dann?

Wenn ich die Liebe habe, ich nehme jetzt nur einmal die Liebe für einen Menschen. Aber nicht die egoistische Liebe.
Wenn ich die habe, dann kann ich doch den Schmerz dieses Menschen mitfühlen und auch seine Freude. Seine Wut und seinen Trotz.
Ich habe dann die Liebe und ich verstehe in meinem Innern diesen Menschen.
Ich werde nicht mit Ablehnung reagieren, mit Wut auf Wut, mit Hass auf Hass, sondern mit Verständnis für den anderen.

Von den oben genannten Gefühlen schließt das eine, das andere jeweils aus.

So ist es aber nicht bei der Liebe.
Ich kann die Liebe haben und gleichzeitig Schmerz empfinden.
Ich kann die Liebe haben und gleichzeitig Freude empfinden.

Und diese Liebe, die sind wir zwar noch nicht. Aber wir können sie doch immer mehr erstreben und erarbeiten. Oder auch erbeten. Denn sie ist da.

Und warum sollte es nicht doch irgendwann in ferner Zukunft, nach vielen Leben, so sein, dass wir ganz von der Liebe erfüllt sind.

Wäre das keine schöne Vorstellung?
Kein erstrebenswertes Ziel?

Wenn es auch absolut utopisch-naiv klingen mag, wenn man sich umdreht und in die "wirkliche" Welt hinaus schaut.

Sie dürfen jetzt auch schmunzeln ...

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Thomas
was du schreibst, hört sich alles logisch an. Aber den Begriff Hass hatte ich nicht genannt in meiner Aufzählung. Der nimmt nämlich eine Sonderstellung ein genau wie die Liebe. Ja, und richtig, wie die Freiheit auch.
Einerseits ist das alles kompliziert, besonders wenn man die Begriffe exakt gegeneinander abgrenzen will.

Deshalb sage ich hier nochmal, was ich meine:
Ich meine diese Illusion der Liebe, in der sich viele Leute wähnen, die meinen, "alles in der Liebe zu tun". Man findet gerade unter den Meditationsbegeisterten der New-Age-Richtung viele Menschen, die sich in der Liebe wähnen, aber tatsächlich die meiste Zeit damit beschäftigt sind, ihre eigenen und die Gefühls- und Lebenszustände anderer zu nivellieren, was im konkreten Fall zu einer der Realität nicht angemessenen Gleichgültigkeit führen kann. Ich kenne unzählige Beispiele, wo es diesen Leuten an Unterscheidungsvermögen mangelt:
"Alles ist gut!"
"Obdachlose haben sich ihr Schicksal selber ausgesucht."
"Du, wenn dein Mann nicht versteht, dass du das Geld für die Reiki-Ausbildung dringend brauchst, dann trenn dich ruhig vom ihm. Er ist noch nicht soweit. Er ist einfach noch nicht in der Liebe angekommen."
Und das sind noch relativ harmlose Beispiele.

Aber wenn ich jetzt mal annehme, dass du genau diese Art von In-der-Liebe-sein nicht meinst, dann stimme ich dir gern zu - lächelnd...

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

dann lächle ich auch.

Übrigens heiße ich Werner.
Als Thomas habe ich hier kommentiert, wegen dem "ungläubigen Thomas", der es "wissen" wollte.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Woran merkt man eigentlich, dass man "in der Liebe" ist?
Ich meine, wenn man ständig, 24 Stunden am Tag in der Liebe ist, wie kann man das dann eigentlich noch feststellen, wenn sich das wie ein völlig gleichförmig dahinfließender Zustand gestaltet?
Müsste es nicht - nicht zuletzt zur Erholung - auch mal eine Pause geben, wo man einfach gar nichts ist außer´n Mensch, der was zu tun hat, der auf´s Klo muss, der´n Buch liest und der´n bisschen abwe(i)send oder gleichgültig oder streitlustig oder nüchtern und kritisch nach Fehlern rumsuchend vor sich hinwurschtelt?
Darf man so sein?
Darf ich so sein und bin ich dann immer noch "entwickelt"?
Ich bin mindestens 10 mal am Tag so.
Ist mit mir irgendwas schiefgelaufen?
Habt ihr nich´n Tipp für mich?
Muss ich jetzt an mir arbeiten?