Freitag, 23. April 2010

Ein Schlüssel zu wichtigen Lebensrätseln

„Vorläufig ist es nicht erlaubt, den Schleier, der über dieses Geheimnis gebreitet ist, hinwegzuheben...“ Den Schleier, den Rudolf Steiner (1861-1925) hier meint, ist der Schleier des Femininen und des Maskulinen. Rudolf Steiner bezeichnet ihn als „der Schlüssel zu wichtigen Lebensrätseln...und für alle Geheimwissenschaft von großer Bedeutung.“

Was damals nicht an der Zeit war, ist heute dringend notwendig. Wer bereit ist, sich dem Geheimnis des Femininen und des Maskulinen von einer neuen und manchmal erschütternden Perspektive zu stellen, wird mit ungeahnten Kräften gesegnet sein.

Die schlechte Nachricht: Die Not vieler Beziehungen, sozialer Prozesse und kultureller Missverständnisse wird nicht gewendet, wenn dieser Schlüssel zu den wichtigen Lebensrätseln achtlos liegen bleibt.

Die gute Nachricht: Es macht extrem viel Spaß sich diesem aufregenden Prozess zu stellen.

Das Problem: Du kannst nicht einfach darüber reden. Über „geistige Welten“ kann man Jahrzehnte schwadronieren – ohne jemals das Gewicht seiner eigenen Persönlichkeit in die Waagschale werfen zu müssen.

Sobald Du Dich aber mit wachem Geist und weitem Herz diesem Lebensrätsel zuwendest, spürst Du eine tiefe und persönliche Betroffenheit.

Du kannst versuchen sie durch schlaue Sprüche von Dir zu weisen. Du kannst sagen, „Ach, diese ganze Mann-Frau-Gerede...Hauptsache wir sind Menschen...“....aber Du spürst, dass Du eigentlich nur auf der Flucht bist.

Auf der Flucht vor Deinen besten Kräften. Auf der Flucht vor Deinem eigenen Lebensrätsel.

Ich bin sehr glücklich, mit Cordula Mears-Frei eine authentische und professionelle spirituelle Lehrerin an meiner Seite zu haben. Mit ihr werde ich auch in Zukunft Seminare und Workshops anbieten um diesen Schleier weiter zu heben.

Mit Euch. Als Frauen und als Männer.

Ich freu mich drauf.
...
...
Großes Herz - Großer Geist.
Große Liebe - Große Freiheit.
Das Leben ist schön.
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...
Alle Zitate Steiner aus: GA11

Kommentare:

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ach herrje, auf der Flucht vor dem eigenen Lebensrätsel... ja, wahrscheinlich ist es das. Hab selbst jahrezehntelang einige Anteile von mir nie zugelassen, auch aus Schutz vor neuen Verletzungen. Und nun komme ich an sie nicht mehr heran, selbst wenn ich es nun will.

Das ist wirklich zum Verzweifeln...

Anak hat gesagt…

danke sebastian dieser worte.
verbunden...anka

und nein kerstin, du bist dran...und du laesst es zu, stueck fuer stueck...pelle fuer pelle...das ist doch deutlich wahr zu nehmen!
liebe gruesse
anka

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ja, sag ich ja. Jetzt lasse ich es zu und dennoch ist mir der Zugang zu einigen wichtigen Anteilen verwehrt. Ey, das ist wirklich schlimm.

Aber was jahrelang vergraben war, kannst du nicht einfach so wieder ausgraben. Mitunter musst du erst einmal suchen, wo es ist. Das ist nunmal so - zumindest bei mir.

Danke für deine Sicht auf mich. Tut gut.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Witzig, Kerstin, was du schreibst, erinnert mich an etwas ganz anderes:
Ich hatte vor einigen Jahren ein Kinderbuch geschrieben (falls du Lust hast, mal reinzugucken:
http://einhausfuereuropa.blogspot.com/2010_03_01_archive.html), und das hat auch jahrelang "vergraben" in der Ecke gelegen. Und stell dir vor, jetzt ist mir zu Ohren gekommen, dass eine ehemalige Freundin behauptet, sie habe das Buch verfasst. Sie heißt Sascha Almut Schäfer, wohnt in Bochum und ist sone Art anthroposophische Geistesgröße.
Sie leidet unter einer Persönlichkeitsstörung, das heißt, ich vermute, für sie stellt es sich subjektiv so dar, dass sie in der Identifikation mit mir als Buchautorin auch auf der Suche nach eigenen Anteilen ist.
Wie soll ich dem Mädel bloß verklickern, dass sie selber auch was leisten kann, wenn sie ihr eigenes kreatives Potential nutzen würde, also wenn sie endlich versuchen würde, an ihre eigenen verschütteten Quellen zu kommen?
Wie machst du das denn gerade bei dir selber?
Wo sind Blockaden?
Und wo dringst du schon durch?

Werner (Thomas) hat gesagt…

Herr Gronbach,

Dieses Zitat von Rudolf Steiner hat nichts zu tun mit dem, was Sie hier als "Geheimnis des Femininen und des Maskulinen" bezeichnen.


In dem Kapitel "Die Trennung in Geschlechter", aus dem Buch "Aus der Akashachronik", geht es um ein Geheimnis, das in etwas liegt, das um die Mitte der lemurischen Zeit geschehen ist.

(Es wundert mich übrigens, dass Sie so etwas differenziert sich darstellendes wie die Akasha-Chronik anerkennen. Wo Sie sonst nur von einem ALLEINS und ganz allgemein von einem Liebegefühl sprechen)

Es wird da beschrieben, wie der Mensch einmal ein einheitliches Wesen war, das männlich und weiblich zugleich war. Der physische Leib war sozusagen ein reines Spiegelbild der Seele.
Dann kam eine Entwicklung, die das nicht mehr ermöglichte. Es kam zur Trennung in Geschlechter. Dabei hatte ein männlich-physischer Leib eine weibliche Seele und ein weiblich-physischer Leib hatte eine männliche Seele.

Dann kam die Befruchtung durch den Geist. Und diese Befruchtung führte wieder zu einer Gleichheit. Einer Gleichheit in der jeweiligen Seele.
Die Seele wurde wieder männlich-weiblich. Der physische Leib blieb aber entweder männlich oder weiblich.

Und diese Entwicklungsphase vor der Befruchtung durch den Geist, als ein Wesen da war, das NICHT einheitlich war, das ist da gemeint mit dem "Geheimnis", über das ein "Schleier" gebreitet ist, der vorläufig nicht hinweggehoben werden durfte.

So steht das in diesem Kapitel. Lesen Sie es nochmals ganz.

Wenn andere es auch lesen würden, könnte man das vielleicht hier zum Thema machen.



Übrigens steht in diesem Buch auch etwas von einer geistigen Wesenheit namens Luzifer. Und von höheren geistigen Individualitäten und Wesenheiten.

Das ist aber etwas, das Sie nicht sehen wollen. Das passt nicht in Ihr Weltbild. Das gibt es ja für Sie nicht.

Sie zerstören die Anthropsophie. Das hier ist wieder ein Beweis dafür.
Sie reißen willkürlich etwas heraus und biegen es so, dass es zu Ihren persönlichen Gedanken passt.

Und NIEMAND scheint es zu bemerken. Gibt es keine NIEMANDSROSE die das interessiert?


Am Ende des oben genannten Kapitels steht noch etwas von geistig-seelischer Vervollkommnung der einzelnen Seele. Von "innerer" Vollkommenheit des einzelnen Menschen und wie diese ereicht wird.

Lesen Sie doch das ganze Buch. Sie können damit Ihre Weisheitslehre selbst revolutionieren.

Red nicht so viel - tu es!
So oder ähnlich hat es doch Ihr Vater zu Ihnen gesagt.

Anak hat gesagt…

lieber werner,
ich weiss aus erfahrung das all diese dinge, die mich am anderen stoeren tief mit mir zu tun haben.
ihre auslegung der worte sebastians sind ihre ganz eigene pers. auslegung verbunden mit ihren pers anteilen des animus/anima (haben sie ja angesprochen...) und den noch anderen weseneinheiten (teilpers. in ihnen so wie auch in uns allen) und dazu noch verbunden mit dem kollektiven das uns umgibt.
es ist dann auch verdammt schwierig zu identifizieren was denn da in uns den anderen verurteilt/beurteilt. damit will ich nicht eine "lehre" eines anderen gutheissen, nein ich kann selber "denken" (aus dem herzen...).

es ist unser aller weg, diesen geist wieder ins leben zu rufen. das ungleichgewicht ist ja wohl entstanden durch den verlust des geistigen in dieser welt der unseren.
wir alle, die uns hier treffen setzen uns zutiefst mit diesen fragen auseinander um dann zu einem tiefen authentischen sein zu gelangen. jeder letztendlich fuer sich alleine.
wir haben alle dieses tiefe streben nach reiner liebe in uns und muessen uns in unser eigenes gebildetes leben stuerzen mit unserem ganzen sein.
diese fragen, die nun hier auftreten sind wichtig, haben essenz, bewirken etwas in der materie. aber in verurteilung kommen wir hier nicht weiter. wenn nun jeder in tiefer innerlicher spiegelung mit seiner argumentation weiterarbeitet und mit diesen ergebnissen sich in die diskussion schmeisst (sei es still in gedanken oder oeffentlich hier oder irgendwie anders) dann wird dies fruechte werfen.
bewerfen wir uns aber weiter gegenseitig mit "steinen" geht diese ganze gute kraft die wirken koennte verloren.
ihre "rufe" haben sicher einen kern, fuer diesen gilt es nach oben zu kommen und sich zu zeigen.
wenn moeglich in neutralitaet, dann erst kann eine sinnvolle auseinandersetzung stattfinden.
mit wahrlich freundlichen gruessen
anka

Werner (Thomas) hat gesagt…

Anka,

welche Fragen meinen Sie?

Mir geht es hier nicht um Fragen und deren Beantwortung. Mir geht es auch nicht um eine Verurteilung.

Mir geht es darum "wie" Herr Gronbach das tut.

Haben Sie das betreffende Kapitel in dem genannten Buch gelesen?

Hat man es gelesen, dann kann man das mit der Interpretation von Herrn Gronbach vergleichen.
Und dann können sie, selbst denkend, erkennen, ob seine Interpretation übereinstimmt mit dem, was in dem Kapitel steht.

Ich meine erkannt zu haben, dass es nicht übereinstimmt.

Sind Sie anderer Meinung, dann zeigen Sie mir, wo ich in diesem speziellen Fall nach Ihrer Meinung falsch gedacht habe.

Anak hat gesagt…

lieber herr werner,
ich weiss nicht ob sie meine worte wirklich wahrgenommen haben.
fuer mich eruebrigt sich auf dieser ebene jede diskussion.
eine ebene hoeher koennten wir das ganze aus anderen perspektiven begreifen und dort waere eine "auseinandersetzung" kraetiv.
herzlich
anka

Wibke hat gesagt…

Interessant...

lieber Sebastian, dass du gerade JETZT dieses Zitat bringst, wo es in meinem Buch 'Persönliche Lichtstrahlen' einen zentralen Kern hat und in dem Buch 'Nachfolger Rudolf Steiners' beim BOD-Verlag als Einleitung dient. Zum Lüften des Schleiers im geistigen Sinn, wie es - denke ich - auch Herr Werner meint, habe ich ja vor langer Zeit einiges beigetragen. Das ist dort beschrieben. Zu diesen Wahrheiten kommt man allerdings nicht mit Auskostung von Swinger-Clubs!
Herzliche Grüße, Wibke Reinstein

Anak hat gesagt…

wibke, sehr schoen.
wir muessen nun jedoch aufpassen, das nicht wieder trennende faktoren entstehen!
anders ist diese ganze arbeit fuer die katz (die sich wieder in den schwanz beisst :-))
wir koennen nur in gleichwert und vertrauen weitermachen, sonst lassen sich diese schleier nicht heben!
herzlich
anka

Wibke hat gesagt…

Liebe Anka,

ja, wo siehst du jetzt gerade Trennendes?

LG Wibke

Anak hat gesagt…

ich spuere grade, das sich aus den worten wieder trennendes entwickeln kann. und schon alleine dieses mitzuteilen ohne trennung hervorzurufen ist ein kunstueck...herzlich
anka

ps. ich denke es ist gerade eine besondere zeitqualitaet, das dieses thema in resonanz mit anderen aktuell geaeussert wird.
lasst uns diese qualitaet nutzen!

Wibke hat gesagt…

Nun, Anke, Trennendes kann auch Bildendes sein: bildend zu dem wirklich Verbindenden.

Anak hat gesagt…

so ist es im leben...aber haben wir denn unendlich zeit solche umwege zu begehen?

Wibke hat gesagt…

'solche' Umwege? Wovon sprichst du, Anke?

Anak hat gesagt…

liebe wibke, den umweg den ich gehe, wenn ich erst trenne und dann wieder verbinde.
ja klar sind trennungen/grenzen wichtig. aber dies haben wir doch als solches schon erkannt.
herzlich
anka

manroe hat gesagt…

Hallo Anka, wenn Du Werner wirklich offen und frei verständig auffassen würdest, dann würdest Du ihn nicht einschänken. Was er sagt ist doch richtig, lies doch mal und vor allem die entsprechenden Stellen Steinners. Auch ich wollte hier als ersten Beitrag Sebastian bitten, kurz zu schildern, worauf er seine Darstellung gründet, die er hier so! Darstellt. Im Ausgleich dazu bin ich Werner wirklich sehr dankbar, dass er dies hier so dargestellt hat.

Und wirklich unfruchtbar Trennendes Anka, entsteht doch nur dann, wenn man ... nimm doch nicht einfach anscheinend "blind" hin was Sebastian sagt, nur weil es ein wirklich gutes Thema ist und Deinen Intentionen entspricht.

Ansonsten ein wirklich wichtiger Erkenntnisschritt, den wir gemeinsam beschreiten sollten.

Anak hat gesagt…

1. habe ich werner nicht eingeschraenkt
2. nehme ich sebastians worte nicht "blind"
3. hab ich wirklich keinen bock auf dieses hin und her.
und tschuess...

manroe hat gesagt…

Das Leben ist aber "leider " noch ein Hin und Her, Anka, nu komm schon wieder, von der Pferdewiese :) , ich finds wirklich schön dass es Dich hier gibt - und hallo

Anak hat gesagt…

manfred,
ich versuche auf der naechsten ebene zurechtzukommen mit einer kreativen kommuniktation, und zwar die hinter all den persoehnlichkeiten die in uns sind und denen, die wir hier vertreten.
das ist kein beschraenken, das ist ein transformieren.
dieses ewige hin und her zwischen den geschlechtern (also im inneren und aeusseren) ist auf dieser ebene nicht zu loesen. da hilft auch keine bratpfanne, das hatten wir doch schon konstantiert nicht wahr? und auch nicht durch das so-da-sein-wollen in der liebe (oder wie du es so nett nennst mit deinen "auf der pferdewiese").
einfach nur hineinhorchen, wer oder was da in uns spricht wuerd doch schon helfen.

manroe hat gesagt…

Anka, ich versteh Dich schon, jetzt nicht besänftigend oder so, sondern ich denke schon wirklich. Und für die nächste Ebene bin auch ich wirklich zu haben und wollte dorthin gelangend nur darauf hinweisen, dass die Inhalte von Werner, die präzisierend und korrigierend gemeint sind und waren, so sehe ich es, nichts zu tun haben mit irgendwelchen persönlichen Darstellungen oder so. Sondern bildlich irgendwie so, als würde man sich für den Erhalt eines wirklich objektiven Massstabs einsetzen.

Aber was mich ganz nebenbei mal interessiert, könnte man sagen, dass Pferde irgendwie träumende Hunde sind? Ich kenne Pferde kaum, aber was ich so mitbekommen habe, hat bei mir diese Frage aufkommen lassen, zumindest scheinen sie mir auf der "Ebene der Hunde" zumindest nicht so "wach" zu sein.

manroe hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Fee hat gesagt…

"Das Problem: Du kannst nicht einfach darüber reden. Über "geistige Welten" kann man Jahrzehnte schwadronieren"

Warum hört denn niemand mal auf Sebastian gronbach? Es ist doch schließlich sein Blogg. Da gibt es nichts zu schwadronieren! All diese Ego-Gedanken. Macht euch doch mal davon frei.

Manfred, wir sind uns einig, du weißt es nur noch nicht. Alle Vorstellungen sind Maya, das sagt ja schon das Wort. VOR-stellungen. Die stehen im Weg. Aufräumen.

Heute hab ich aufgeräumt, das war schön!

manroe hat gesagt…

Mensch Fee, hör doch mal auf einfach nur rumzublubbern. Oder erzähl mal, ob Du was siehst, wenn Du aufgeräumt hast und wie Du das dann nennst. Ich weiss ja, was Du meinst, aber ich glaube, dass Du nicht weissst, was Du da erzählst.

Anak hat gesagt…

das pferd ist ein geeigenter spiegel der seele des menschen und absolut nicht zu vergleichen mit einem hund.
vielleicht hast du einem "gebrochenem" pferd in die augen geschaut manfred. dann koennte man in der tat zu dieser schlussfolgerung kommen.
und besaenftigen brauchst du mich nicht...wenn ich mal auf touren bin gelingt dir das eh nicht :-)...da kannst du dich nur noch retten vor rumfliegenden bratpfannen die dir an den kopf wollen...(ameli, nimms nicht bei worte...ist kein egoquark nur humor)...

Anak hat gesagt…

ach ne sorry...fee nicht ameli...

Rainer H hat gesagt…

Huch, Wibke Reinstein?? das ist doch die reinkarnierte Rudolf Steiner, meine Güte...

Wibke hat gesagt…

Liebe Anke,
erkennen heißt doch nicht, dass man es nicht mehr tut.
LG Wibke

Wibke hat gesagt…

@ Rainer: Hast du da eigene Erkenntnis darüber?

Anak hat gesagt…

liebe wibke,
wenn man es erkannt hat tut man es immer noch, ja: stimmt. wie war die geschichte mit dem loch in der strasse? ist ein langer weg...
aber ich meinte einfach in diesem falle uns hier, die dies schon erkannt haben. denn wie anders lassen sich schleier lueften ausser im geiste?

Wibke hat gesagt…

Anke, ok, der Punkt ist halt: Sebastian nimmt ausgerechnet DIESES Zitat, das zentral in meinen Büchern vorkommt, und aber mein Lüften des Schleiers bislang nicht an... ;-) Da hakt doch was. Dafür kann ich aber nix.

Anak hat gesagt…

liebe wibke,
ich habe mir deinen vortrag angehoert und bin nun hier gelandet:
http://www.institut-maitri.de/steinertexte.htm

habe selber diese fotos gemacht im letzten sommer mit eigenen inneren erkenntnissen:
http://missionwir.blogspot.com/2010/02/bad-wilsnack-wunderblutskirche-prignitz.html

himmel und erde? mann und frau...weltenherrscher und himmelsgoettin
(interessant die umkehrung und eigentlich so einfach: himmel=geist=mann aber himmelsgoettin + erde=materie=frau aber weltenherrscher, so gleichen sich die kraefte aus...) machtverahetlnisse zwischen den geschlechtern...

du beziehst es auf den willen...hmm...ist der schleier wirklich gelueftet?

Wibke hat gesagt…

Liebe Anke,
schönen Link hast du da geschickt. Werd ich noch studieren, aber nicht heut abend mehr. Die Verbindung zu dem Link mit deinen Bildern finde ich nicht. Kannst mir das erklären?
Ich beziehe 'das' auf den Willen?! Was? Hast du meine Lesung wirklich gehört und begriffen? Ich beziehe mich eben nicht allein auf den Willen! Dieser Tage ist NUR DER TEXT DER LESUNG auch als Buch erschienen in 'Nachfolger Rudolf Steiners' bei BOD.

Anak hat gesagt…

hui..."Ich beziehe mich eben nicht allein auf den Willen"
so war es nicht gemeint, vielleicht besser rund um den willen...aber werd es mir dann noch mal ein 2. mal anhoeren damit ich dir entgegenkommen kann.
ob ich es begriffen habe??? na ja, zumindest mit den mir zur verfuegung stehenden mitteln :-)
...
schoenen abend!
anka

Anak hat gesagt…

ach ja link:
http://missionwir.blogspot.com/2010/02/bad-wilsnack-wunderblutskirche-prignitz.html
muesste klappen...

Anak hat gesagt…

Vortrag vom 11.9.1916: Im jetzigen Zeitalter, wo die Menschheit Luziferisches und Ahrimanisches überwinden soll - und dieses muss voll erkannt werden -, in unserer Zeit muss eine klare Einsicht immer mehr und mehr Platz greifen über das, was da geworden ist durch das Auftun der Augen, durch das Verbinden der Göttersöhne mit den Töchtern der Menschen, das heißt, durch das Heruntersteigen der himmlischen Liebe zur irdischen Liebe.

Anak hat gesagt…

Vortrag vom 20.8.1916: Durch nichts konnte man sich so sehr zum Bewusstsein bringen das Verhältnis Luzifers zum Menschen, als indem man den Anfang der Bibel studierte, wie die Schlange herantritt an das Weib, das Weib an seinen Kräften fasst und dadurch die Verführung, die Versuchung der Welt begann. Dieses bedeutsame Symbolum war das wirksamste für diesen vierten nachatlantischen Kulturzeitraum ((d.h. bis 1413)), wenn es auch schon früher da gewesen ist. Das Geheimnis des Luzifer ist in diesem Symbolum enthalten.
Der fünfte nachatlantische Zeitraum musste den Menschen bewusst aufklären über das ahrimanisch-mephistophelische Geheimnis. Da musste ein anderes Symbolum hintreten. So wie in dem Religionsbuche, das sich auf die geistige Welt bezieht, das Symbolum des luziferischen Verführers des Weibes an der Spitze steht, und der Mann dadurch mitverführt wird durch die Künste, die Luzifer mit Hilfe des Weibes ausführt, so musste das Gegenbild im fünften nachatlantischen Zeitraum entstehen: Ahriman, der an den Mann herantritt, den Mann zunächst verführt, und mit Hilfe des Mannes die Frau. Wenn es auch vielleicht nicht so grandios gelungen ist im ersten Anhub der Faust-Dichtung, das tief Ergreifende der Gretchen-Tragödie beruht vielfach darauf, dass geradeso wie Adam auf dem Umwege durch Eva von Luzifer verführt wird, so das Gretchen auf dem Umwege durch Faust von Ahriman-Mephistopheles verführt wurde. Die innere Notwendigkeit der Sache trieb dazu, ein Weltbuch dem Theologiebuch gegenüberzustellen: den Verführten und die Verführerin; die Verführte und den Verführer; den Luzifer, den Ahriman. Das Verhältnis Luzifers zum Weibe auf der einen Seite, Ahrimans zum Manne auf der andern Seite. Dies ist ein tief bedeutungsvoller geistiger Zusammenhang.
Und deshalb entstand wirklich aus einem inneren geistigen Impulse heraus dieses Weltbuch des "Faust" im Gegensatze zu dem Theologiebuch.
Und die neuere Zeit ist dazu berufen, die Wege zu finden zwischen Ahriman und Luzifer. Denn alle Kräfte, durch die Luzifer in die Welt hereinwirkt, sind zwar nicht gleich, aber ähnlich den Kräften, durch die es Luzifer gelungen ist, die Frau zu verführen. Alle Kräfte, durch die Ahriman in die Welt hereinwirkt, sind ähnlich den Kräften, mit denen Ahriman den Mann verführt.

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anak hat gesagt…

soll ich es dir sagen?
kaputte kinderklamotten genaeht, da kann frau gut nebenbei lesen und auch mal schreiben...aber zwischendurch war ich sicher auch anderwertig beschaeftigt...und nun studiere ich steiner texte :-)

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anak hat gesagt…

na was denn? naehen? :-)
gute nacht...

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Hallo Anka, danke für die Ausschnitte aus dem Vortrag.
Soweit wie ich das mitbekomme, steht Luzifer ja für das Hinstreben zum Geistigen und Ahriman für das Verankern in der Materie.
In seiner Darstellung des Menschheitsrepräsentanten zeigt Steiner es ja auf ganz interessante Weise.
Wer dem Geistigen zu viel Bedeutung bemisst, verliert die Anbindung an die Materie, an die eigenen Wurzeln auf der Erde, an die anderen Menschen und ist wie ohne Unterleib - haltlos.
Und wer zu sehr in der Materie steckt, so gar keine Anbindung an die geistigen Welten hat, wird zu einem absterbenden, faulenden Gerippe, ohne Wissen um seine wahre Herkunft, ohne Wissen um den begrenzten Aufenthalt in der Materie (der Erde).

Beide Geschlechter tragen diese Anteile des luziferischen und ahrimanischen in sich. Deswegen können sie ja in beide Richtungen wirken. Unabhängig davon, wie die äußere Form ist, sind die Mechanismen des Verführens die gleichen, meiner Meinung nach.
So wie Steiner es am Ende des Vortragsausschnittes schreibt, scheint das materielle eher den Mann zu bewegen und das geistige eher die Frau oder sollte es zumindest.

Ich glaube, das gilt so nicht mehr.

Kerstin Zahariev hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Wibke hat gesagt…

Anka, ich gehe ja in vielen Beschreibungen mit dir überein, die du da über Mann und Frau schreibst. Finde allerdings hier dieses Forum recht ungeeignet zum Schreiben darüber. Der Link zu Deinen Bildern klappte, ich meinte in der einen Mail aber, dass ich auf den ersten Blick den Zusammenhang nicht sah.
Zu meiner Forschung nochmal hier so: Rudolf Steiner beschrieb in der Allgem. Menschenkunde den Menschen, benannte dabei die Ähnlichkeit von Gefühl und Wille und betonte dann nur noch im weitern Text den Willen. Das Gefühl als vorrangiger Lebensimpuls kam nicht zum Tragen. Ich erkannte darin sein Versäumnis und die notwendige Ergänzung zu ihm. Das führte noch viel weiter, da es nicht nur Mann und Frau betrifft, sondern auch Erkenntnis an sich, da wir beide Möglichkeiten offen haben und darüber hinaus auch noch Reinkarnation in diesem Zusammenhang erst verständlich wird... - nicht nur die von Rudolf Steiner, sondern JEDE. Dieses Wissen ist der Schlüssel zu den Tiefen des Lebens. Das hat Rudi nur angedeutet und in dem von Sebastian genannten Zitat mitgeteilt, dass er den Schleier noch nicht lüften kann.
Ja, ich habe den Schleier gelüftet. Aber es ist immer eine Frage von Schreiber und Leser: schreibe ich gut genug, liest der Leser richtig? Was nimmt er auf und was nicht. Was ist deutlich genug geschrieben von mir und was nicht... - es ist wirklich aber von allergrößter Bedeutung und bekommt auch eine Auflösung bezüglich Luzifer und Ahriman...wir haben ja schließlich auch noch die Asuras. Da muss man dann schon sicherer sein in seinem Denken, Fühlen und Wollen: und zwar in genau der Tiefe, von der ich in meinen zwei Büchern und der Lesung berichte!
Herzlich, Wibke

Anak hat gesagt…

aus GA 303 "Die gesunde Entwicklung des Menschenwesens", Vortrag vom 4.1.1922
In diesem Erleben der ganzen Menschheit, da tritt nun stark die Differenzierung nach Mann und Frau auf. Diese Differenzierung nach Mann und Frau tritt so auf, dass nur durch eine vollständige Verständigung durch das soziale Leben selber, durch die Realität des Austausches, auch im Seelisch-Geistigen, zwischen Mann und Frau die volle Menschheit auf der Erde sich verwirklichen kann.
…Wenn das im heutigen Leben nicht immer zugegeben wird, so rührt das lediglich davon her, dass unser heutiges Leben eben zunächst in der Außenwelt durchaus den Charakter einer Männerzivilisation trägt. Seit längerer Zeit ist die hauptsächlichste Kraft des Zivilisatorischen ein Männisches, ein von Männern Ausgehendes. …Und die Frauen haben eben ungeheuer viel Männisches aufgenommen und unterdrücken dadurch erst recht das spezifisch Frauenhafte.

…Die Liebe ist eben etwas ganz anderes bei dem Mann und bei der Frau. Bei der Frau geht durchaus die Liebe von der Phantasie aus und ist immer damit verknüpft, ein Bild zu formen. Die Frau liebt - verzeihen Sie, wenn ich das sage - niemals vollständig bloß einfach den realen Mann, der dasteht im Leben; die Männer sind ja auch gar nicht so, dass man sie, wie sie heute sind, mit einer gesunden Phantasie lieben könnte, sondern es ist immer etwas mehr darinnen, es ist das Bild darinnen, das aus jener Welt heraus ist, die eine Gabe des Himmels ist. Der Mann hingegen liebt mit Wunsch; die Liebe des Mannes trägt einen ausgesprochenen Wunschcharakter. Und dieser Unterschied muss gemacht werden, wie das auch in mehr ideellem, idealem oder realem Sinne dann zum Ausdruck kommt. Das höchste Ideal kann noch ideale Wünsche enthalten; das instinktiv Sinnlichste kann Produkt der Phantasie sein. Aber dieser radikale Unterschied ist zwischen Mannes- und Frauenliebe. Die Frauenliebe ist in Phantasie getaucht; die Männerliebe ist in Wunsch getaucht. Dadurch gerade bilden sie etwas, was im Leben in Harmonie tritt.

Anak hat gesagt…

aus GA 305 "Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst" Vortrag vom 25.8.1922
Und gerade wenn man das recht anstreben will, was mit Recht in der Gegenwart angestrebt wird, und was in der Zukunft kommen muss, die völlige Gleichheit, die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter für die Welt, dann muss man einen klaren, unbefangenen Blick haben für die Differenzierung. Nur dadurch kann die Gleichheit realisiert werden, dass man einen klaren unbefangenen Blick für die Differenzierung hat.

Wibke hat gesagt…

ein schönes Zitat von Steiner, ja - aber nimm nur noch meines dazu... sonst fehlt eben etwas für die Gegenwart...

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, wer Luzifer verführt hat?
War Luzifer denn selber ein freies Wesen?
Warum wurden der Menschheit denn die zehn Gebote gegeben?
Geschah dies nicht, um sie vor den schlimmsten Folgen der Verführung durch einen verführten Luzifer zu beschützen?
Und zwar solange zu beschützen, bis die Menschen erkennen, dass in der Einhaltung der Gebote ein Abwehren des asurischen Einflusses stattfindet. Hat man dieses erkannt, dann sind die Gebote für einen selbst gar keine Gebote mehr, sie sind nur noch ein Leitfaden, der einem die Einfallstore der Asuras immer wieder in Erinnerung ruft. Man wird dann frei vom Gesetz. Dies ist einzelnen im Laufe der Menschheitsgeschichte immer wieder gelungen. Für jeden, der dies nicht durchschaut, bleibt das Gesetz in voller Konsequenz bestehen, das heißt, wenn er dagegen verstößt, hat er unter den Angriffen und der Zerstörung seines Lebens durch asurische Kräfte zu leiden, je nach dem mal mehr mal weniger. Wer es hingegen durchschaut hat, für den wird die FREIE Anwendung der im Gesetz enthaltenen Gedanken möglich.

Aus meiner Sicht ist es jetzt an der Zeit, dass die Menschheit als Ganzes erkennen lernt, zu welchem Zweck das Gesetz geschaffen wurde und wie davon freizukommen ist.
Das hat eine Menge mit dem Verhältnis der Geschlechter zueinander zu tun.
"Und gerade wenn man das recht anstreben will, was mit Recht in der Gegenwart angestrebt wird, und was in der Zukunft kommen muss, die völlige Gleichheit, die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter für die Welt, dann muss man einen klaren, unbefangenen Blick haben für die Differenzierung."
Steiner ist hier sehr undifferenziert, denn er setzt die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichheit gleich. Erstaunlich für solch eine Geistesgröße, wie Steiner sie war, oder?
Vielleicht ist es nötig, ruhig auch mal Steiner und seine Intentionen zu hinterfragen. Vor allem auch sich zu fragen, ob wir das wirklich wollen, nicht nur die Gleichberechtigung, deren Verwirklichung ja bereits - mit Verlaub - in den illusionären Raum führt, sondern gar die Gleichheit???
Eine Gleichheit der Geschlechter?
Die Nivellierung aller Unterschiede?
Ist das nicht wie Betonverbundpflaster von Flensburg bis Freilassing, wie Philadelphia Frischkäse all over the world - nur auf geistigem Gebiete?

"Tu was du willst soll sein das ganze Gesetz. Liebe unter Willen/Willen unter Liebe..."

Schaun mer mal!

Werner (Thomas) hat gesagt…

Anka, Sie schreiben:

„ich weiss nicht ob sie meine worte wirklich wahrgenommen haben.
fuer mich eruebrigt sich auf dieser ebene jede diskussion.
eine ebene hoeher koennten wir das ganze aus anderen perspektiven begreifen und dort waere eine "auseinandersetzung" kraetiv.“

Anka, wir können doch nur auf dieser Ebene, auf der Gedankenebene diskutieren. Begreifen können wir die Dinge, die Probleme, die Unterschiede auf einer höheren Ebene. Ich meine jetzt das wirkliche Wahrnehmen im Übersinnlichen - wenn man das kann. (Wobei das Denken ja schon ein Übersinnliches ist)
Begreifen können wir das dort Wahrgenommene mit unserem Verstand. Mitteilen können wir die gefassten Gedanken mit Wort, mit Zeichen, mit Schrift.

Auseinandersetzten können wir uns jedoch nicht AUF dieser Ebene. Jedenfalls nicht hier am Bildschirm. Dazu müssen wir dann wieder auf die Bildschirmebene, auf die Verstandesdiskussionsebene.

Da können wir uns dann verständlich machen und auch verstehen oder auch nicht verstehen oder uns zumindest annähern im gegenseitigen Verständnis unserer Ego-Gedanken, um zu dem zu kommen, das überego ist.

Aber was ist über den Ego-Gedanken?

Es ist doch die Wahrheit die da drüber steht. Und eine Überego-Wahrheit ist für mich und für jeden anderen die selbe Wahrheit.

Haben wir als Gemeinsames ein STREBEN nach Wahrheit, dann finden wir uns gemeinsam in diesem Streben, in diesem „Über-Ego-Bereich“. Und wenn es ein „wahres“ Streben ist, dann finden die Menschen auch zueinander.

Und Sie schreiben:

„denn wie anders lassen sich schleier lueften ausser im geiste?“

Mit Hilfe des Denkens kann doch der Schleier zum Geistigen gelüftet werden.
Denn bin ich „IM“ Geiste, dann habe ich ja den Schleier bereits gelüftet und bin dann schon „hinter“ dem Schleier.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

bei Ihnen ist zu lesen:

„Steiner ist hier sehr undifferenziert, denn er setzt die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichheit gleich. Erstaunlich für solch eine Geistesgröße, wie Steiner sie war, oder?“

Sehen Sie es doch einmal als Verbindung an und nicht als Gleichsetzung.
Diese Begriffe haben zwar Unterschiedliches. Sie haben aber auch Gemeinsames. Und durch die Verbindung der beiden Begriffe wird der Inhalt von dem, was er ausdrücken möchte „erweitert“ und gleichzeitig auch „differenziert“. Klingt im ersten Moment paradox. Wenn man aber weiter überlegt, und verschiedene Standpunkte einnimmt, merkt man, dass es stimmt.

Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, was Rudolf Steiner doch für eine Geistesgröße war.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Für Kerstin

„Und die neuere Zeit ist dazu berufen, die Wege zu finden zwischen Ahriman und Luzifer. Denn alle Kräfte, durch die Luzifer in die Welt hereinwirkt, sind zwar nicht gleich, aber ähnlich den Kräften, durch die es Luzifer gelungen ist, die Frau zu verführen. Alle Kräfte, durch die Ahriman in die Welt hereinwirkt, sind ähnlich den Kräften, mit denen Ahriman den Mann verführt.“ (Ein Text von Rudolf Steiner. Oben zitiert von Anka)

Sehen Sie da nur „Kräfte“, „Energien“ beschrieben?
Wirklich keine realen Wesenheiten?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ja, Werner - den bevor wir in die Materie hineingehen, gibt es sie nicht. Es gibt keinen Ahriman und keinen Luzifer. All das wirkt nur in Verbindung mit den universalen Gesetzen.

Lassen Sie mich sehen, dass das anders ist, lieber Werner. Selbst Steiner schreibt in seinen Worten davon. Sie merken es, wenn Sie sich von diesen Kräften freimachen können - und sei es nur für einen Augenblick.

Herzlich

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

Hallo Wibke

"ein schönes Zitat von Steiner, ja - aber nimm nur noch meines dazu... sonst fehlt eben etwas für die Gegenwart..."

Könntest Du Dein "Zitat" mal selbst einfügen, täte mich eben interessieren, insbesondere auch dadurch, dass Du sagst: "Ja, ich habe den Schleier gelüftet." -- würde gern mal hinter selbigen schauen -- danke schon mal.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

wenn Sie die Augen öffnen und einmal nur diesen kurzen Text oben lesen, dann können Sie SEHEN, dass Rudolf Steiner da von ganz realen Wesen spricht.

Durch Luzifer und Ahriman sind wir doch erst immer mehr und mehr in die materielle Welt hineingekommen.
Also: erst waren Luzifer und Ahriman. Und dann die materielle Welt. Zumindest nach Rudolf Steiner.
Luzifer wirkt durch Kräfte in die Welt.

Ahriman wirkt durch Kräfte in die Welt.

Das können Sie da lesen.

Und es würde doch keinen Sinn machen zu sagen:

Kräfte wirken durch Kräfte in die Welt.

Nur wenn Sie Ihre denkenden Augen verschließen vor dem was da steht, dann bleiben Sie eben blind für diese Tatsache.

Ahriman und Luzifer gehören zur Welt, zum Ganzen. Aber Rudolf Steiner beschreibt sie als: sich gegen die Weltgesetze auflehnend.

Durch Luzifer und Ahriman ist für den Menschen die Freiheit und die Erkenntnis möglich geworden.

Sie wollen jedoch den Menschen auch dazu verführen sich gegen die Weltordnung und die Weltgesetze auzulehnen. Und der Mensch lässt sich verführen.

Ihre Ausführungen sind so ähnlich denen von Herrn Gronbach.
Sind Sie vielleicht bereits so sehr durch die Interpretationen von Herrn Gronbach beeinflusst, dass Sie nicht mehr offensichtliche Tatsachen anerkennen können?

manroe hat gesagt…

Diese beiden "Verführer" Luzifer und Ahriman sehe ich gar nicht so sehr als Verführer, denn mehr als Differenzierer. Und leider wird hier häufig jenes Differenzieren gar nicht so geliebt, weil von - in meinen Augen, dem wirklichen Verführer - das Differenzieren gemieden wird, weil es "Glückseligmachendes" verhindert, angeblich. Dies scheint mir die Ersatzdroge des wahren Verführers zu sein, die vielleicht wirkliche Verschleierung. Ich glaube, dass Mann und Frau als realisierte Gegenüberstellung zu sehen seien, gewissermassen als lebendige Erkenntnis, die nur durch Gegenüberstellung sich auflöst zu Erkenntnis, in diesem Falle des Menschen.

Erst trennen und dann verbinden, vorher gehts nicht. Und erst wenn man das nicht erkennt, dann wirken Luzifer und Ahriman als Verführer, denn die machen auch nicht alles umsonst, wer macht das schon ;)

manroe hat gesagt…

Kräfte sind Energien mit einer bestimmten Form und diese Form muss ihnen gegeben werden. Umhüllt man Benzin nicht mit der Form eines Motors, verpufft es ziemlich sinnlos. Aber die Form des Motors für das Benzin, kommt nicht vom Benzin.

MonikaMaria hat gesagt…

Und woher kommt die «Form» des Benzins?

«Diese beiden "Verführer" Luzifer und Ahriman sehe ich gar nicht so sehr als Verführer, denn mehr als Differenzierer.»

So sehe ich es auch.
Sogar ihre Namen verführen ....

Anak hat gesagt…

lieber werner und alle anderen...
mit dieser ebene meine ich die ebene der eigenen persoehnlichkeit. nicht die der gedankenebene. diese gedankenebenen bleibt aber es wird nicht mehr in persoehnlichen mustern gedacht sondern ueber die ego-belange hinaus.
diese hoehere ebene koennen wir auch leben, wenn unser wirken nicht mehr aus der kleinen beschraenkten welt des kleinen einzelnen menschen ensteht sondern aus dem wissen der verbundenheit mit allem.
dort koennen wir uns auch weiterhin auseinandersetzen, aber mit einer anderen basis, grundvorraussetzung (die auch sicher schon da ist aber noch nicht so deutlich durch uns wirkt, wir also noch nicht in der mitte der verschiedenen einwirkungen (luzifer+ahriman) uns befinden).
wir pendeln noch staendig hin und her zwischen den welten...wobei ich mit den begriffen luzifer und ahriman nicht soviel anfangen kann. aus meinem erlebnishintergrund kann ich beide einfluesse definieren als hochmut und minderwertigkeit (muss dies aber auch fuer mich nochmal genauer definieren! wenn ich die minderwertigkeit als das definiere, das mich an die erde bindet, an das kleine in der asche sich wendende und den hochmut als dasjenige, das gegen den himmel strebt und sich als erhaben ueber alles irdische sich stellt). beide faktoren (als kernbegriffe) behindern uns in der freien entfaltung unseres wahren sein, unserer werdung zum MENSCHEN.

bin ich im geiste, dann habe ich doch den schleier schon gelueftet: dies halte ich fuer einen gefaehrlichen trugschluss. unser weg der selbstenticklung steht staendig unter den oben genannten einfluessen. diese gilt es in staendiger wahrheitssuche wieder auf zu finden und zu reinigen. unsere entwicklung endet nie. unser leben bleibt ein prozess bis in die unendlichkeit.

Anak hat gesagt…

hmm, aus dem wikepedia:
Luzifer spielt auch in der Anthroposophie Rudolf Steiners eine bedeutende Rolle. Dort wird er als geistige Wesenheit beschrieben, die polar zur Wesenheit Ahriman steht. Luzifer wird charakterisiert mit den Kräften des Bewegten, aber auch Auflösenden, Ahriman mit denen des Strukturierenden, aber auch Verhärtenden. Sie werden dort also nicht per se negativ beschrieben, sondern als neutrale Wesen.

das ist doch ne gute basis...kommt den meinen empfunden dingen sehr nah.
jetzt ist ja auch von steiner erkannt, das sowohl die frau als auch der mann verfuehrt wurden...
die frau von luzifer, der mann von ahriman. verbindent soll der geist wirken.
reicht es schon aus, wenn der mensch, gleich welchen geschlechtes in die lage geraet, die volle verantwortlichkeit seines handelns in die eignen haende wieder zuruecknimmt? denn damit hoeren saemtliche projektionsflaechen auf.
oder muss nochetwas geschehen, damit ein gleichgewicht zwischen den geschlechtern hergestellt wird?
wibke bringt hier ihre lesung rein ueber die diferenzierung in de gefuehlswelt und der willenswelt.
reicht es aus, festzustellen, das eben die weibliche und maennliche welt vollkommen anders sind und jeweils anders wirken? (hier hoert ja zb. david deida auf...)
oder muessen wir noch tiefer rein in diesen spalt?

Anak hat gesagt…

noch ein auszug aus steiners werken:
aus GA 343 „Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, Band II" 23. Vortrag, 7.10.1921
Nun, ich glaube, dass in der Tat die Zeit gekommen ist, in welcher die Frau durchaus in Gleichberechtigung teilnehmen soll an allen Zweigen des öffentlichen Lebens. Also darüber dürfte wohl kein Zweifel sein, dass der Eingang der Frau in diese Bewegung ((d.h. als Priesterin der Christengemeinschaft)) ein gerechtfertigter ist, und dass die Frau so zu behandeln wäre wie die Männer. Nur, möchte ich sagen, wäre es notwendig, dass man dies auch bemerkt. Das ist nämlich bisher die große Enttäuschung gewesen, dass das Eintreten der Frau in die Bewegungen, in die einzutreten ihr gelungen ist, nicht eigentlich hat bemerkt werden können, höchstens bemerkt wurde in Bezug auf manche Äußerlichkeiten, auf untergeordnete Dinge, aber nicht eigentlich in Bezug auf das Kultur-Nuancieren, Sie werden ja wohl alle die tiefe Enttäuschung erlebt haben, als die Frau nun sogar in den deutschen Reichstag eingezogen ist und absolut keine irgendwie geartete Änderung durch die Teilnahme der Frau sich herausgestellt hat.
Ich habe schon gestern darauf aufmerksam gemacht, dass ich vor Jahren zu einer in gewissem Sinne gemäßigten, aber nach anderer Richtung sehr regen Frauenrechtlerin - Gabriele Reuter - gesagt habe, die Frau müsse gerade ihre Eigenart in die Bewegungen hineintragen und nicht sich hineinfinden in das, was schon gegeben ist durch die bisherige Kultur, die ja vor allen Dingen eine Männerkultur ist.

Anak hat gesagt…

mit diesem hintergrundwissen: was muss geschehen, das ein gleichwert sich entwickeln kann (und damit meine ich nicht das lieblich sich aufloesende wir sind alle eins...)?
wir sind ja noch nicht da in diesem gleichwert. im gegenteil: es besteht immer noch ein grosses ungleichgewicht und sogar schlimmer: die maenner sind keine maenner mehr und die frauen keine frauen. jedes geschlecht hat im grunde genommen seine grundnatur verleugnet.

Anak hat gesagt…

die emanzipation hat noch gar nicht wirklich stattgefunden und die sexuelle revolution auch nicht :-).
unsere gesamte menschheit ist in ihren grundbeduerfnissen erkrankt.
wie laesst sich diese krankheit beschreiben?
wieder steiner: hmm, kann es grad nicht finden, aber es ging um die vereinung der himmlischen liebe mit der irdischen liebe: also klartext agape und sex.
oder osho: sex muss zur liebe werden und liebe zu licht...

nochmal: ungleichgewicht frau/mann. wie komme ich zum gleichgewicht?
wenn die frau ja nicht mehr frau ist (also wahrlich frau) sondern tief im inneren gelenkt wird vom patriarchalen anteil ihres animus).
und wir das gleich spiel sehen beim mann.
diese schleier, die aufgrund dieser anteile ueber uns liegen, wie diese lueften?
wie an diese wahrheit kommen?
denn das umsetzen dieser dinge in unserem leben geht damit genau gegen das gesellschaftlich anerkannte/gewoehnte.
wir frauen verlassen damit saemtlich vor uns gegangenen wege und schlagen neue pfade ein schon fast gegen unsere natur (die ja eigentlich nur zur natur geworden ist, da die gesamte basis krank ist).

Anak hat gesagt…

das sind verdammt grosse gesellschaftliche fragen und wenn man diese als frau sich stellen muss, hat das schwerwiegende konsequenzen.
hier steht die "alte" welt der "neuen" welt gegenueber.
hier geht es um zwei verschieden aufgefasste begriffe der liebe:
die reine (bedingungslose) liebe und die liebe der anhaftund/beduerftigkeit.
hier geht es um das thema: liebe deinen naechsten wie dich selbst (und nicht umgekehrt). hier geht es um selbst-bewusstsein, selbstentfaltung im sinne der reinen liebe (und deren wege sind verdammt anders als alles was wir uns vorstellen koennen!).
und diese selbstentfaltung steht dann nicht unter dem schatten des reinen egos (obwohl ich das ego nicht negativieren will, es hat wichtige faktoren in unserem leben...)

Anak hat gesagt…

ach ich habs gefunden (wiederholung):
Vortrag vom 11.9.1916: Im jetzigen Zeitalter, wo die Menschheit Luziferisches und Ahrimanisches überwinden soll - und dieses muss voll erkannt werden -, in unserer Zeit muss eine klare Einsicht immer mehr und mehr Platz greifen über das, was da geworden ist durch das Auftun der Augen, durch das Verbinden der Göttersöhne mit den Töchtern der Menschen, das heißt, durch das Heruntersteigen der himmlischen Liebe zur irdischen Liebe.

was ist geworden durch das auftun der augen? was ist entstanden durch die verbindung von goettersoehnen mit den toechtern der menschen?
(fuer mich alles nur sinnbilder...)
was ist enstanden durch die verbindung der himmlischen liebe mit der irdischen?
wir menschen sind zu gotteskindern geworden. wir sind goettlich.
was hindert uns daran, dies zu leben?
unser hochmut und unsere minderwertigkeit.
wie ueberwinden wir diese?
durch das denken, durch einen klaren geist.
was erreiche ich?
die freiheit meines willens
(tue was du willst, sei das ganze gesetz. liebe ist das gesetz.)
warum ist unser leben manchmal schwer und von leiden gepraegt? diese einfluesse reinigen uns und bringen uns in die liebe und demut.

MonikaMaria hat gesagt…

Würde man sich die Mühe machen zu schauen, woher die Begriffe Ahriman und Luzifer abstammen und wie sie sich im Laufe der Zeit «verändert» haben, käme man zu erstaunlichen Offenbarungen.


«Im jetzigen Zeitalter, wo die Menschheit Luziferisches und Ahrimanisches überwinden soll - und dieses muss voll erkannt werden -, in unserer Zeit muss eine klare Einsicht immer mehr und mehr Platz greifen über das ....»

manroe hat gesagt…

"Und woher kommt die «Form» des Benzins?"

Monika, das ist ein Beispiel, beginnend beim Benzin:

MonikaMaria hat gesagt…

Ja, und?

Beispiel:
Wo wir schon bei(m) Spiel sind ...

...im jetzigen Zeitalter, wo die Menschheit Luziferisches und Ahrimanisches überwinden soll - und dieses muss voll erkannt werden -, in unserer Zeit ...

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

Was ja und??

MonikaMaria hat gesagt…

Barbarapapa
Mein Garten schreit nach einem kräftigen jungen Mann. Kannst Barbara ja mitnehmen. Danke. ;-)

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Und nochmal Steiner:
"Im jetzigen Zeitalter, wo die Menschheit Luziferisches und Ahrimanisches überwinden soll - und dieses muss voll erkannt werden -, in unserer Zeit muss eine klare Einsicht immer mehr und mehr Platz greifen über das, was da geworden ist durch das Auftun der Augen, durch das Verbinden der Göttersöhne mit den Töchtern der Menschen, das heißt, durch das Heruntersteigen der himmlischen Liebe zur irdischen Liebe."
Was ist denn die himmlische Liebe?
Was ist denn die irdische Liebe?
was ist denn die Götterliebe?
Was ist denn die Menschenliebe?
Was hat sich denn da miteinander verbunden?
Es klingt so erhöhend, wie Steiner das charakterisiert. Wer aber wurde erhöht? Der Gott durch die Menschliebe oder der Mensch durch die Götterliebe?

@werner
Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass Steiner hier sehr undifferenziert spricht, denn er erweitert quasi den Begriff der Gleichberechtigung um den die Gleichheit - umgekehrt würde ich es mir noch gefallen lassen. Aber ich verstehe dein Bedürfnis, den "großen Meister" vor Kritik zu schützen ;-)

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

eine Erweiterung eines Begriffes kann doch auch eine Differenzierung gegenüber anderen Begriffen sein.

Manchmal fehlen einem doch die passenden Worte, die passenden Bezeichnungen für etwas. Und dann kann ich mehrere verschieden Begriffe benutzen, um das zu beschreiben, was ich meine.
(wie hier gerade: Worte und Bezeichnungen)

Keiner der einzelnen Begriffe beschreibt genau das was ich meine.
Aber alle zusammen ergeben irgendwie ein Bild, das dem nahe kommt, was ich meine. Ich habe dann etwas Bestimmtes - zwar erweitert, jedoch dadurch - differenzierter dargestellt.

Bleiben Sie immer noch bei Ihrer Einschätzung?
(Ich habs halt nochmal probieren müssen)

Anak hat gesagt…

das wort asura ist nun 2 mal hineigeworfen.
was sind asuras?
schattenwesen, daemonen, ehrgeizige und eifersuechtige wesen...
sind asuras nicht einfach abgespaltene wesenanteile von uns?
die uns dann im aussen als "das boese" im anderen entgegenkommen oder als "schicksalsschlaege"?

sind asuras nicht einfach "nur" unsere aengste?
angst ist das gegenteil oder besser die andere seite der liebe.
angst oder schattenanteile koennen wir wieder in uns integrieren.

was bedeutet denn das ueberschreiten der sogenannten schwelle? habe ich dann nicht alle wesenanteile zu mir zurueckgenommen? loese ich damit nicht die asuras auf?

Anak hat gesagt…

hier noch das fazit eines artikels,
erschienen in Das Goetheanum 37/2000
Birgit Grube-Kersten
Auf dem Wege zum Allgemein-Menschlichen
Über die Notwendigkeit eines Verständnisses für Männliches und Weibliches

Zum Ende möchte ich noch einmal auf die Neutralisierung des Männlichen und Weiblichen zum Allgemein-Menschlichen zurückkommen. Meist wird angenommen, das Allgemein-Menschliche sei weder männlich noch weiblich, entstehe also quasi aus der Abwesenheit von Männlichem und Weiblichem. Dieses Denken hängt damit zusammen, dass wir weltweit noch in einer patriarchalischen Kultur leben, die durch lange Zeiträume hindurch die Unterschiede zwischen „Mann“ und „Mensch“ zu verwischen trachtete.

Ist es nicht eigentlich naheliegender, eine harmonische Verbindung zwischen Männlichem und Weiblichem als das Wesentliche zu sehen? Wenn sich, wie erläutert, im Hellsehen oder nach dem Tode das Weibliche ins Männliche hinein., das Männliche in das Weibliche hinein neutralisieren sollen, dann wäre als wahrhaft menschlich ein ausgewogenes Sowohl-Männlich-als-auch-Weiblich anzustreben, nicht ein Weder-Männlich-noch-Weiblich.

http://www.institut-maitri.de/verstaendnis_fuer_m_u_w.htm

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ameli Zieseniß hat gesagt…

Jetzt werde ich mal provokativ:
Asuras sind sicherlich neidische und eifersüchtige Wesen, aber sie müssen nicht zwangsläufig ein Anteil meines Wesens sein oder gar von mir erlöst werden.
Sie wollen wahrscheinlich gern erlöst werden und anderen Leuten damit Arbeit aufbürden.
Ich hatte zum Beispiel mal eine typisch "asurische" Freundin. Die starb fast vor Neid, Eifersucht und sogar Hass mir gegenüber, hat das aber immer mit aller Gewalt hinter LiebeLiebeLiebe vor mir verborgen solange bis es nicht mehr ging. Aber da hatte sie dann auch schon ein gewaltiges Zerstörungswerk in meinem Leben angerichtet.
Ich habe sie dann rausgeschmissen (sie hatte ne Wohnung von mir gemietet). Nach einer Weile fing sie an, mich mit Briefen zu bombardieren, in denen sie Kontakt FORDERTE, als dies nicht gelang, versuchte sie es mit Erpressung, indem sie den "zwölfschrittigen Weg der Vergebung" ausarbeitete und mir zusandte unter der Androhung, dass es meinem Mann genauso ergehen werde wie einer Reihe in den Jahren zuvor verstorbener Freunde von mir, falls ich ihr nicht vergebe.

Was sie nicht kapiert: Sie ist mir scheißegal, es geht überhaupt nicht um Vergeben oder Nichtvergeben, und von mir aus kann sie mir die Auslöschung der halben Weltbevölkerung androhen, davon wird es aber immer noch nicht um Vergeben gehen. Das Thema ist für mich erledigt.

Aber gehen wir noch einen Schritt weiter: Diese Freundin und ich sind in den Jahren unserer Freundschaft auf einige gemeinsame Vorinkarnationen gestoßen. Es hört sich wahrscheinlich ziemlich unglaublich an, aber da haben wir sozusagen gemeinsam in einem Körper gesteckt. Das war aber - aus meiner Sicht - nicht meine Schuld. Denn es war mein Körper, und sie als quasi aufgepfropfte Persönlichkeit hat sich mit reingeschlichen. Nun nervt sie rum, dass sie ein Anteil von mir sei, den ich integrieren soll. Ich finde so ein Verhalten ziemlich aufdringlich. Sie hat doch einen eigenen Körper und eine eigene Persönlichkeit! Ist sie vielleicht einfach zu faul, an sich selber zu arbeiten?

So ähnlich stelle ich mir das mit den Asuras vor. Sie wollen "erlöst und integriert" werden. Dazu besteht aber keinerlei Notwendigkeit oder gar Verpflichtung.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Klar, Werner, es geht um das, was Steiner sagen wollte. Aber was wollte er damit sagen, dass Männer und Frauen gleich werden sollen?
Denkt er an die Wiedervereinigung der Zwillingsseelen zur platonischen Kugel?
Denkt er an den androgynen Menschen?
Sollen Männer jetzt Penisverkleinerungskurse besuchen?
Und Frauen sich mit Klitorispumpen bewaffnen?
Ich meine, damit es schneller geht.
Oder habe ich das alles vollkommen falsch verstanden?

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Ich bin dann mal weg.

Wibke hat gesagt…

Ihr ward aber fleißig gestern, während wir unsere Radtour gemacht haben!

Hallo Manroe, hier für dich und für alle anderen zunächst der Link zu meiner Lesung, in der der Schleier gelüftet wurde, unabhängig von der eigenen Erfahrung, die Rainer ansprach, aber darin verborgen liegen könnte: www.vimeo.com/10029631.

Dann hier ein paar Zitate aus der Lesung und meinen Büchern 'Persönliche Lichtstrahlen' (Zwiebelzwerg-Verlag) und 'Nachfolger Rudolf Steiners' (BOD-Verlag).

Es geht dabei darum, die Kraft und Befäigung der Intuition in ihrer Einfachheit korrekt beim Namen zu nennen, wie sie unterschiedlich bei Mann und Frau in Verbindung mit dem reinen Denken (Fühlen und Wollen) in Erscheinung treten. Rudolf Steiner war das in dieser Präzision noch nicht gelungen. Er hat viel über Mann und Frau ausgesagt, wie ihr hier nun ja auch gesammelt habt, aber den Schritt konnte er noch nicht machen. Und das hat riesige Auswirkungen.

"Rudolf Steiner geht zunächst in der Philosophie der Freiheit davon aus, dass der Verstand der Weg zur Intuition ist, heutzutage und hier im Westen. Er selber beweist, dass Intuition das ruhende allumfassende Wissen der Welt im Inneren da ist, sonst wäre er auf den Weg gar nicht gekommen. Wenn er mit dem sinnlichen Wahrnehmen beginnt, geht er von der leiblichen Organisation aus. Stimmt’s? Er geht damit den Weg des Mannes."[...]

"Eine Frau erlebt erst, dann grenzt sie sich ab und denkt darüber, dann fasst sie einen Impuls daraus, von dem man sagen kann, dass sie es will.
Ein Mann will etwas in seinen Grenzen, denkt darüber und kann dann einen Gefühlsimpuls daraus machen."

‚Erst wenn man den Willen wirklich erkennt, kann man auch wenigstens einen Teil der anderen Gemütsbewegungen erkennen, einen Teil der Gefühle.’ (Rudolf Steiner, Allgemeine Menschenkunde) -
‚Was ist eigentlich ein Gefühl? Ein Gefühl ist mit dem Willen sehr verwandt. Wille ist, ich möchte sagen, nur das ausgeführte Gefühl, und das Gefühl ist der zurückgehaltene Wille.’ (Rudolf Steiner)

"Dementsprechend gehen ja auch Mann und Frau miteinander um, gerade wenn sie sich dessen nicht bewusst sind. Er spricht ungern von Gefühlen und sie setzt ihren eigenen Willen zurück."

"Diese Zeile wie einige wenige andere waren das Ziel, das ich auf meinem direkten geistigen Weg angepeilt habe. Es war einer der Knallpunkte, auf die ich stoßen musste und die mir klar gemacht hatten, worin das eigentliche Rätsel meiner Suche bestand."

"Nach diesen Sätzen, die Rudolf Steiner dazumal gesprochen hatte, unterließ er eine parallele Beschreibung beider Seiten und berichtete nur noch von der Willensseite, der männlicher geprägten… Dies hatte nicht nur Auswirkungen auf sein gesamtes Werk, sondern auch auf die nachfolgende Erscheinung der Anthroposophie heute."

Wibke hat gesagt…

[Fortsetzung... keine gute Kommunikationsplattform hier]

"Wir haben also vom objektiven Willen getränktes subjektives Gefühl (beim Mann) und vom objektiven Gefühl getränkten subjektiven Willen (bei der Frau) – das Denken färbt sich entsprechend, muss darum dennoch nicht der geisteswissenschaftlichen Fundierung entbehren."

"Dementsprechend sind die zu ergreifenden Aufgaben unterschiedlich, sowie der Weg zu und die Ausformulierung von Erkenntnissen, welche nicht dieser Welt, sondern der sogenannten übersinnlichen entsprechen. Das gilt für alle Menschen, auch für Rudolf Steiner, egal wie umfangreich auch immer ihr Blick in andere Welten ist."

"Diese feinen inneren Auswirkungen fallen jedoch nur dem geübten Betrachter auf, ansonsten sind sie höchst unauffällig bzw. fein gegliedert, so dass der eine Blick in höhere Welten wie der andere aussieht, oder man den einen verkennt, weil er nicht den Weg geht wie der andere.“

"Über die Freiheit zur Liebe oder über die Liebe zur Freiheit?! Mann und Frau.
Dieser Unterschied, diese Beobachtung lässt sich nicht wegrationalisieren damit, dass man(n) sich sagt, wir haben Männliches und Weibliches in uns. Mit dieser Wegzeichnung sind andere Qualitäten gemeint."

Wenn man das in seinem Inneren begreift, gelingt es, auf den Geist der Quelle zurückzugreifen, durch den die die Persönlichkeit angreifenden Asuras, sowieso Luzifer und Ahriman beherrscht werden können, aber eben auch die Schöpferkraft ganz individuell zum Ausdruck kommt. Da Rudolf Steiner das so weder benennen, aber leben konnte und es keiner wirklich verstand, musste er den Vorsitz der Anthrop. Ges. übernehmen... Er hat sich also auch sein eigenes Grab schaufeln müssen. Das Buch leitet sich deswegen u.a. hiermit ein:

"Vier Phänomene gehen auf das Erleben der Quelle zurück.
Das eine ist eine Bewegung, die wir im Laufe unseres Lebens vollziehen, indem wir uns vereinseitigen auf eher männliche oder eher weibliche Eigenschaften und den Gegenpol im Laufe von Jahren entwickeln.
Das zweite ist der Augenblick der Gegenwart, in dem es uns gelingt, wirklich sinnstiftend zu sein, da es sowohl im eigenen Sinn als auch im moralischen Sinn für die Gesellschaft geschieht.
Das dritte ist das Phänomen der Partnerschaft, in dem es uns gelingt, bewusst zurückgreifend auf diese Quelle, der Partnerschaft eine hohe Qualität zu geben.
Und das vierte ist, an die Bereiche zwischen Tod und neuer Geburt zu kommen, dadurch dass wir diese Quelle anzapfen können.
So muss ich Ihnen mitteilen: Das Geheimnis des Lebens ist sehr einfach. Man muss es nur begreifen in seiner kindlichen Einfachheit.
Lassen Sie sich nun einladen in mein ganz persönliches Abenteuer. Betrachten Sie meinen Weg und kommen Sie mit mir ins Gespräch und treten sie ein in den ‚Bund zur Förderung von Initiativkraft’."

Herzliche Grüße an alle,
Wibke

Anak hat gesagt…

liebe wibke,
"Dementsprechend gehen ja auch Mann und Frau miteinander um, gerade wenn sie sich dessen nicht bewusst sind. Er spricht ungern von Gefühlen und sie setzt ihren eigenen Willen zurück."
Steiner spricht selber davon, das die frau die maennlichen anteile in sich verwirklichen sollte und der mann die weiblichen. das haette zur folge: das der mann lernt seine gefuehle zu offenbaren (unter anderem) und das die frau ihren willen ausbildet und den klaren verstand.
von dieser position koennen wir weitergehen in der entwicklung. nicht eher.
also yin und yang in mir ausbilden. sozusagen das einmaleins bevor wir die wirkliche freiheit erlangen fuer eine partnerschaft. sonst muss der partner uns immer das erfuellen, was wir uns selber nicht geben koennen oder was wir selber nicht sind oder meinen sein zu koennen...

Anak hat gesagt…

aber du hast es ja im zweiten kommentar genannt...
"Das eine ist eine Bewegung, die wir im Laufe unseres Lebens vollziehen, indem wir uns vereinseitigen auf eher männliche oder eher weibliche Eigenschaften und den Gegenpol im Laufe von Jahren entwickeln."...

Anak hat gesagt…

hmm wibke,
ja alles klar...schleier gelueftet...und warum gibt es immer noch krieg auf erden?
warum ist immer noch kein friede zwischen den geschlechtern?
oder ist die urwurzel des uebels doch noch nicht gehoben?

Anak hat gesagt…

heute bekomme ich dieses aus dem ring der kraft von sabine lichtenfels:
An alle FriedensarbeiterInnen!

Die Ereignisse der letzten Woche ließen auch uns nicht unberührt.
Während wir uns in Nubien auf den Spuren der urgeschichtlichen Mythologie bewegten, spuckte die Erde ihre Lava in Island aus. Nichts wissend, was geschehen war, kamen wir zum Flughafen in Kairo und erfuhren, dass unser Flug storniert war.
Das brachte uns zu einem verlängertem Aufenthalt in Kairo, zu einer Gebetsmeditation an den Füßen der Sphinx und am Ufer des Nils.
An der Sphinx sah ich den Planeten Erde vor mir und tausend Orte, die sich wie ein Netz um diese Erde spinnen und ihn mit Liebe umfluten.
Wenn man länger auf diesen Spuren wandelt, ist es, als würde man ein Zeittor öffnen: Man schaut auf die Wurzeln einer Jahrtausende währenden Kriegsgeschichte, aber auch auf ihre mögliche Heilung.
Ein Text aus dem Buch Tempel der Liebe formuliert, was wir empfunden haben. Möge der Text eine Quelle der Inspiration sein für uns alle, die wir an unseren Orten mit der Friedensarbeit verbunden sind.


Krafttext: Verlasse die Angst – es ist eine Entscheidung
Aus "Tempel der Liebe" von Sabine Lichtenfels, 2009, Verlag Meiga


Wieder und wieder wirst du fragen: Und wie verlassen wir die Angst? Und wie erhalten wir die Macht, die auf der Erde Frieden erzeugen kann?
Und immer wieder lautet die Antwort:
Es ist eine Entscheidung, den Weg des Vertrauens zu gehen und damit auch für andere gehbar zu machen. Verlasse die Angst. Die Angst muss von der Erde verschwinden. Bleibe bei der Angstfreiheit. Tag um Tag. Stunde um Stunde. Indem du immer tiefer studierst, wodurch dies möglich wird, wirst du die Gesetze des Universums immer tiefer verstehen. Friede ist eine Frage der Ausgewogenheit von Energie.
Finde die Gedanken, die in dir und anderen Angst erzeugen, in ihrem Kern wieder und verwandle sie in Gedanken, aus denen Vertrauen entsteht. Dies ist eine geschichtliche Tat, die neue Wirklichkeiten schafft.
Dies führt zu einer neuen Weichenstellung in der Liebe. Dies führt zu einer neuen Weichenstellung in der Gemeinschaft und schließlich in der Religion. Das ist die Aufgabe der kulturschaffenden Feldbildung in dieser Zeit.
Durch umfassendes und existentielles Studium kommen die Antworten zu dir. Auf diesem Weg lassen sich die Erfüllung in der Partnerschaft, die Erfüllung in der Gemeinschaft und die Erfüllung in der anonymen Begegnung wiederfinden. Du wirst entdecken, dass sie alle zusammengehören und nicht getrennt voneinander gelebt werden können.
Sie alle erscheinen dir aus der Verbundenheit heraus in einem vollkommen anderen Licht.
Da das ganze Leben aus einer Kette von Entscheidungen besteht, ist es durchaus sinnvoll, irgendwann die tiefste aller Entscheidungen zu treffen. Es ist eine Grundentscheidung. Wenn die einmal getroffen ist, dann muss man für den Rest der Entscheidungen nicht mehr so viel Kraft aufbringen, weil sie nicht mehr durch Angst blockiert werden.
All dies geschieht nicht aus eigener Kraft. Aber das ist schon eine Folge der Grundentscheidung. Die Grundentscheidung heißt Vertrauen.
Gehe den Weg des Vertrauens. Verlasse die Angst. Es scheint die tiefste, die grundsätzlichste, die dringendste Entscheidung zu sein, die gebraucht wird.

Kraftsatz: Gehe den Weg des Vertrauens.



Mit herzlichen Grüßen
Sabine Lichtenfels

Anak hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
MonikaMaria hat gesagt…

Jetzt wird es interessant.
Ich spinne mal weiter.
Danke.

MonikaMaria hat gesagt…

Der Kommentar war für Wibke.

Anka
Neue Erkenntnis, neues Hamsterrad. Einfach weiter gehen ...

manroe hat gesagt…

Von Erkenntnis zu Erkenntnis, bis man stehen bleibt und sich wundert - und der nächste Schritt dann?

Was ist das eigentlich für eine Stimmung in einem, die wirklich meint über Gott zu reden oder zu schreiben, wenn man noch keiner ist.

MonikaMaria hat gesagt…

«Von Erkenntnis zu Erkenntnis, bis man stehen bleibt und sich wundert - und der nächste Schritt dann?»

Einfach sich weiter wundern auf dem Weg des Wund, Wunde, Wunder, Wunderns ...

manroe hat gesagt…

Ich denke auch, Monika.

Allerdings frage ich mich häufig, was das alles soll.

Die letzten Worte von Rembrandt auf die Frage, ob er denn noch..., sollen gewesen sein: "Wozu?"

MonikaMaria hat gesagt…

Wenn Du Dich fragst und stehen bleibst, kommt das große Loch. Eines der großen Geheimnisse ist der Abgrund, das Loch.

Wozu? Kann zu Depression führen oder zur Erkenntnis führen:

Aufstehen, weiter gehen ...

Anak hat gesagt…

lieber herr Werner, der "zufall" hat mich nochmal hierhergeleitet und ich möchte mich bedanken der hier geschriebenen worte! "Haben wir als Gemeinsames ein STREBEN nach Wahrheit, dann finden wir uns gemeinsam in diesem Streben, in diesem „Über-Ego-Bereich“. Und wenn es ein „wahres“ Streben ist, dann finden die Menschen auch zueinander" herzlich anka.