Montag, 19. April 2010

Heute


Heute habe ich in der Sonne gelegen. Das war schön.

Kommentare:

Barbarapapa hat gesagt…

Ich war heute arbeien, das war auch sehr schön.

JANET hat gesagt…

WoW was für ein Tag! ..ihr beide.. ich erkenne mich in Euch!

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Ich habe heute Gardinen genäht und aufgehängt. Das war auch sehr schön.
Und jetzt bastele ich ein Fingerpüppchen. Ein Kasperle für Gutenachtgeschichten.
Das macht Spaß.

JANET hat gesagt…

Ich habe einen neuen Arbeitskollgen durch seinen ersten Tag begleitet.. Und diverse andere Aufgaben erledigt... die andere nicht können oder nicht können wollen..Spass? Naja! ;o) Bin halt im Dienst!

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Mensch, Janet, dann hoffe ich, dass du jetzt endlich Feierabend hast!
Ich hab erstmal ein bisschen geschlafen, denn jetzt kommt der Nachtspaß:
Papiere, Papiere, Papiere!
Erstmal gründlich durchsortieren und dann liegengebliebene Korrespondenzen erledigen. Das fängt an bei meinem Aufnahmeantrag für die Anthroposophische Gesellschaft bis hin zur Vervollständigung von Gerichtsakten.
Früher hätte ich gesagt:
DAS SOLL SPAß MACHEN?
Heute jedoch, wo ich mich endlich ein bisschen weiterentwickelt habe, kann ich selbst trockenen Papierbüscheln liebenswerte Seiten abgewinnen. Ich bin ausnahmsweise mal stolz auf mich!

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ameli Zieseniß hat gesagt…

@Christine und Fee
Bei manchen Kommentaren hier muss ich an die Mafia denken. Lieb formulierte Drohungen.
"Ich knall dich ab" heißt auf Mafidiotisch "Ich umarm dich".
"Wir verseuchen euch radioaktiv" heißt auf Mafidiotisch "Wir sehen eine strahlende Zukunft für Neapel und Umgebung".
Oder hat dieses Geschwafel sonst irgendeinen tieferen Sinn?

Fee hat gesagt…

Hab ich heute geschwafelt? Wenn ja, war das einfach schön.

manroe hat gesagt…

Ohje, facebook-Niveau vom Feinsten. Ich kaue grad mein Frühstücksbrot und tippe grad diese Zeilen hier, gleich kann jeder sie lesen ohne mein Freund zu sein ;)

Werner (Thomas) hat gesagt…

Mal etwas anderes, nur so zwischendurch:

Heute
"Heute habe ich in der Sonne gelegen. Das war schön."

Lange habe ich gegrübelt. Gedanken habe ich umhergeworfen, um herauszufinden:
Was will/soll mir das sagen.

Der Inhalt kommt mir schon irgendwie vertraut vor. Im unbewussten Unterbewusstsein regt sich etwas. Da rumort es.

Wollte der Schreiber damit etwa wirklich nur sagen, dass er gemütlich irgendwo an einem schönen Plätzchen auf Erden gelegen hat - vielleicht mit einem kühlen Drink - sich sonnte und dabei und eine Weile hinterher ein schönes Gefühl empfand.

Aber, so sagte ich mir, diese Sätze wollen mir etwas anderes zuflüstern.
Denn:
"In" der Sonne liegen, das kann ja kein Mensch. Er würde verbrennen, wenn er es versuchte.

Und auch das Wort "Heute" gab mir zu denken. Heute! Ist es vielleicht ein Synonym für das Hier und Jetzt. Ein Zeichen für die punktuelle Ewigkeit. Erlebt auf einem Ruhe spendenden Liegestuhl.

Mir war auf einmal klar: Ich muss weiter forschen. Vielleicht wollen diese weisen Worte in ihrer Weisheit auch darauf hinweisen, dass die Sonne nicht nur da oben am Himmel, im weiten Weltenraum an einem bestimmten Orte sich befindet und nur dort verortet ist, sondern dass die Sonne in Wahrheit bis zur Erde reicht und sogar darüber hinaus und durch alles hindurch.

Oder wollen sie gar in geheimnisvollen Worten uns zuraunen, dass hier beschrieben wird, wie hier ein Mensch im Alleins weilte und in erleuchtetem Zustand horizontal über dem Irdisch-Materiellen geschwebt ist. Und dass er dabei ein wunderbar erhebendes Erlebnis hatte.

Was mag es wohl mit diesen zauberhaft gefüllten Sätzen und dem freien Raum zwischen den Worten und Zeilen auf sich haben. Was steckt wohl da drinnen an esoterischen Geheimnissen.

Soll vielleicht auch auf den durch die materiellen Buchstaben gefangenen freien Geist ein Licht geworfen werden. Soll ich dazu aufgefordert werden, die Buchstaben zu töten und den Geist durch meine mutvolle Tat zu befreien.

Soll ich gar, mit diesen wunderbar, in ihrer Kürze kaum zu überbietenden Sätzen, dazu aufgefordert werden, diese Tat, die da beschrieben wird, nachzuahmen und mich ebenso den Strahlen der Sonne entgegenzulegen, um dieses Erlebnis selbst in meinem innersten Innern zu erleben.

Heute werde ich es wohl nicht erfahren.
Denn die Sonne ist ja bereits untergegangen.
Aber:
Was heute nicht wird, das kann morgen schon sein.

Ich werd es probieren.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Äh, Werner, meinst du das jetzt ernst?
Ich hatte gedacht, der Sebastian, der hat einfach in der Sonne gelegen, also der hat einfach das Einfachste von der Welt getan und genossen.
Und nichts weiter.
Verstehst du, so am Frühstückstisch sitzen, es schmeckt total lecker und davon glücklich sein.
Das Fenster aufmachen, die Morgenluft riechen und davon glücklich sein.

"Vöglein im hohen Baum
Klein ist´s, ihr seht es kaum
Singt doch so schön
Daß wohl von nah und fern
Alle die Leute gern
Horchen und stehn

Blümlein im Wiesengrund
blühen so lieb und bunt
tausend zugleich
Wenn ihr vorüber geht
wenn ihr die Farben seht
freuet ihr euch

Wässerlein fließt so fort
immer von Ort zu Ort
nieder ins Tal
Dürsten nun Mensch und Vieh
kommen zum Bächlein sie
trinken zumal

Habt ihr es auch bedacht
Wer euch so schön gemacht
Alle die drei
Gott, der Herr, machte sie
Daß sich nun spät und früh
Jedes dran freu"

Das hab ich mal ne zeitlang regelmäßig beim Geschirrspülen gesungen - und war glücklich davon.

Joy hat gesagt…

Das ist schön lieber Werner und liebe Ameli;-) hörst dich heute mal so entspannt an Werner, interessante Gedanken! Ameli hast du davon Noten oder nen Titel?, würd ich auch gern beim Wickeln, aufräumen, über Sonne und Erde freuen, Stillen, Wäsche waschen, lecker Kochen etc mit den Kindern singen! Danke! Manfred komm doch auch zu facebook, dann kannst du das Niveau mitbestimmen, hast ja auch überall mitsprache und Schweigerecht, wie jeder andere auch, würd mich freuen mehr von dir mitzubekommen und zu teilen, gott in mir und dir und allem hat nämlich lust alles zu genießen, ich glaub dafür brauchen wir aber auch einander ;-) liebe Grüße

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Joy, es liegt nicht am Lied...

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli,

ich denke auch, dass Herr Gronbach hier dieses Einfachste meinte.

Und manchmal ist das ja eine Kunst - oder vielleicht ein Geschenk - wenn man solche einfachen Erlebnisse genießen kann und sich dabei einfach nur zufrieden und glücklich fühlt.

Manchmal macht man das Fenster auf und man hätte gerne, dass etwas passiert, aber es passiert nichts.

Und manchmal öffnet man das Fenster - gedankenlos - und der Frühling kommt herein.

Es hat mich nur dazu gedrängt, diesen post einmal "etwas anders" als sonst zu kommentieren. Deshalb hab ich das ja auch so über meinen Text geschrieben.

Ihr Lied gefällt mir übrigens. Dazu fällt mir etwas ein.
Wir waren mal mit einer kleinen Gruppe im Schwarzwald wandern. Da haben die Frauen, so aus Spaß an der Freude, alte Lieder beim Wandern gesungen. Dabei wanderten wir durch ein schönes Tal und da sind wir an einem Haus vorbei gekommen, an dem eine ältere Frau mit einem kleinen Kind am Fenster saß. Als die Frauen fertig waren mit Singen, hat diese Frau geklatscht.
Das war auch schön.

Joy,

es freut mich, dass Ihnen mein Geschriebenes gefällt.

Fee hat gesagt…

Was euch da wieder alles an komplizierten Konstrukten einfällt...

Ich glaube, die Wahrheit ist einfach:

Einfach schön.

Deshalb bewundere ich Gronbach, weil er so einfache Wahrheiten ausspricht.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Werner,

ja, das ist auch schönes Lied. Ich habe es von einer Frau gelernt, die mich an früher erinnert hat, an eine Zeit, als ich ein glückliches kleines Kind war, ist aber schon ganz schön lange her, nicht in diesem Leben, aber schon in diesem Land...