Sonntag, 11. April 2010

Ist die Welle getrennt vom Meer?

Wenn Du kapierst, dass sich tief in Deiner Persönlichkeit, großartige überpersönliche Rätsel verbergen, die ganz viele Menschen betreffen, dann kann das Dein Bewusstsein enorm weiten.

Eigentlich gibt es gar keine singulären, persönlichen Probleme – wenn Du das erfahren kannst entspannt sich unglaublich viel und gleichzeitig erlebst Du eine machtvolle Verantwortung für wirklich alles.

Dein persönlichen Probleme werden leiser und plötzlich hörst Du wie die Kuh, der Baum, Dein Partner und der Kosmos in Dir ihre Stimmen erheben.

Sie meinen Dich ganz persönlich – Du bist gefragt: Wie lebst Du Deine Mission Mensch?

Es gibt auch kein persönliches Erwachen - wenn Du erwachst, dann verschwindet einfach die Getrenntheit von den Anderen.

"Die Anderen", das ist dann einfach ein weiteres Wunder, einer entstehenden und vergehenden Welle im Meer der Ewigkeit.

Ist die Welle getrennt vom Meer? Ist die eine Welle von der anderen Welle getrennt? Die sprudelnde Schaumkrone ist so völlig anders als der tiefe, ruhende Meeresgrund! Jeder einzelne Tropfen ein Universum für sich...Und doch: Sind Schaumkrone und Meeresgrund getrennt?

Die Antworten geben Dir ein erstes Gefühl von Erwachen zum Einen.

Kommentare:

manroe hat gesagt…

"Deine persönlichen Probleme werden leiser und plötzlich hörst Du wie die Kuh, der Baum, Dein Partner und der Kosmos in Dir ihre Stimmen erheben."

Die innere äussere Umgebung für mich, teilweise werde ich richtig angestaunt bis hin dazu, bedrängt zu werden. Und ich meine hier nicht die persönlichen Gestalten, das wären dann nur ihre Kleider, die die "Wesen" umhüllen.

Ich erlebe es so, dass man sich "dort" eben nicht gleich versteht und erkennt, man erlebt nur, dass wir alle der gleichen "Familie" entstammen... Und einem Architekten sagt man andere Dinge als einem Schuhmacher. Und daher dann sind wir nicht gleich, sondern ähnlich obgleich gleich -- so ähnlich mit/aus unserer Sprache dargestellt.

Was mich stört, oder weil es so ist, mit Luzifer, Ahriman und Christus und überhaupt und weiterhin, wenn man ob dieser "Welten", nicht berücksichtigt, dass es jene "Welten" gibt und sie eben keine privaten Einbildungen sind, wenngleich sie sich im Persönlichen darstellen, sondern nach bestimmten "Gesetzmässigkeiten" verlaufen. Und ein befreiender "Ausweg" kann doch nicht darin liegen, sogleich eine ununterscheidbare Gleichheit aufzusuchen. Wenngleich eine solche durchaus besteht, aber NICHT aus Gleichheit "gewoben", sondern irgendwie "bestehend" aus einer "Substanz" wie der Mutterboden, in den man jeglichen Samen versenkt. Und will man "säen", wirklich säen, dann NUR in diesen "Boden". DARIN erblicke ich das Gleiche, das Alleins, aber als "Boden" für Individualitäten.

Natürlich ist die Welle nicht getrennt vom Meer, wäre es so, wäre sie keine Welle. Aber spricht man mit den Schaumkronen, wie spricht man dann? Sogleich und immer nur vom Gemeinsamen?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Hmmm... Manfred. Und wie ist es, wenn du nicht weißt, dass die Schaumkrone zum Meer gehört? Wenn du sie oder die Welle völlig losgelöst betrachtest?

Dann sprichst du immer noch mit ihr, in ihrer Sprache und mit den Wellen in ihrer Sprache - als etwas ganz Individuelles.

Aber kann es nicht auch eine Sprache geben, die das Meer an sich spricht, mit allen dazugehörigen Anteilen, sprich: Wellen, Tiefe, Schaumkrone, Tropfen - was auch immer sich lösen kann, um einzelnes Objekt zu sein?

Herzlich Kerstin.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Mission Mensch nach Herrn Gronbach:

Es gibt kein persönliches Erwachen.

Erwachen heißt:
Die Getrenntheit von den Anderen wird aufgehoben.

"Die Anderen" sind eine entstehende und vergehende Welle im Meer der Ewigkeit.

Die Antworten auf die von Herrn Gronbach hier aufgeworfenen Fragen geben jedem ein erstes Gefühl vom Erwachen zum Einen.

Erwachen zum Einen. Das heißt: Auflösung im Einen.

Begründung:
"Ist die Welle getrennt vom Meer? Ist die eine Welle von der anderen Welle getrennt? Die sprudelnde Schaumkrone ist so völlig anders als der tiefe, ruhende Meeresgrund? Doch sind Schaumkrone und Meeresgrund getrennt?Ist die Welle getrennt vom Meer?"

Natürlich soll die Antwort sein: Nein!
Diese Antwort ist aber nicht ganz richtig.

Herr Gronbach, stellen Sie sich einmal an einen träge dahinfließenden kleinen Fluss. Sie können einen scheinbar gleichmäßig dahinfließende Wasserlauf beobachten. Ruhig und träge.

Dann nehmen Sie einmal eine Handvoll ganz feinen Sand. Werfen Sie den ins Wasser und beobachten Sie dann was passiert.
Sie werden Bewegungen und Formen im Wasser sehen, die sie vorher nicht vermutet hätten. Eine interessante Sache ist das.

Und so ist es auch mit einer Welle. Könnten Sie die Wasserbewegungen der Welle - denn die sind ja da - sehen, dann könnten Sie genau erkennen, wo die Welle im Meer beginnt, wo sie vom Meer getrennt ist.
Sie bleibt von einem Standpunkt aus gesehen so als ungetrennter Teil des Meeres zu erkennen.
Aber sie ist auch als eigenständige Welle zu erkennen. Nur eben nicht auf den ersten Blick.

Und so sehe ich das auch mit dem Menschen.
Lesen Sie doch, wie der Mensch in der Anthroposophie ganz konkret gegliedert beschrieben wird.
Und wie er dort NICHT irgendein Unbestimmtes in einem ALLEINS sich Auflösendes ist.

Wieder fehlt Ihnen hier die Anthroposophie.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ein interessantes Bild:

Die Strichmännchen vereint in einem Denken.

THINK!

manroe hat gesagt…

"Hmmm... Manfred. Und wie ist es, wenn du nicht weißt, dass die Schaumkrone zum Meer gehört? Wenn du sie oder die Welle völlig losgelöst betrachtest?"

Das ist ja gerade das Prinzip "Schaumkrone", Kerstin, lediglich ein Ausdruck des Ganzen, in das und auch in dem man sich möglichst nicht verlieren sollte.

Und daher ja immer das Differenzieren in allen Schilderungen mit berücksichtigen, damit man die Frage nach dem Meer nicht vergisst. Ich möchte nicht losgelöst sprechen, sondern differenziert, so wie wenn ein Arzt mit einem Maler spräche, das täten sie doch auch auf Grundlage des "Meeres", oder?


"Aber kann es nicht auch eine Sprache geben, die das Meer an sich spricht,..."

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine solche Sprache gibt, Kerstin, die Du hier ansprichst, habe ich davon oben nicht gesprochen? Und nähme man alle Sprachen zusammen, dann würden sie klingen wie ein mittleres Raunen. Lauscht man sich jenes Raunen weg, lebt man in der Stille.

Und dann wiederum beginnt man eine neue kleine Schöpfung, die aber NUR dann eine ist und sein kann, wenn man sie differenziert oder unterscheidbar kreiert.

manroe hat gesagt…

Warum ist es eigentlich so schwer zu verstehen und seinen "Schwur" darauf abzulegen, dass auf Basis der Stille, die einem jeden zur "Verfügung" steht, eine solche NUR DANN einen schöpferischen Sinn ergibt, wenn man sie "nutzt", aus und von ihr schöpft, gestaltet, kreiert, dies aber NUR dann "funktioniert", wenn man dies individuell tut, anders geht es doch überhaupt nicht.

Das Eine ist der Weg dahin, ABER das Andere ist eine Tat von DA.

manroe hat gesagt…

Man ist doch nicht eine Mohrrübe, nur weil man sie selbst gepflanzt hat. Warum sollte es im Geistigen anders sein? Man verschwindet doch nicht als Gärtner(?) Und als Gärtner wirds besser klappen, denn als Tischler.

Es lebe das Individuum!

Wenn ich pflanze, dann pflanze ich und wenn ich säge, dann säge ich.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Das sehe ich aber anders. Hier mag es so sein, dass wenn ich pflanze, dann pflanze ich usw... hier kann ich nicht Gärtner und Pflanze zugleich sein.

Aber dort ist es anders.
Dort bin ich Erschaffer und Erschafftes zugleich. Ich konnte es sehen, Manfred.
Aus dem Nichts heraus gerät alles ins Wallen und Wogen und dann wird geformt, um sich dann selbst dort hineinzubegeben. Man ist Töpfer und Gefäß zugleich.

Was ich nur nicht verstehe, ist die Tatsache, dass wir uns daran überhaupt nicht erinnern können. Und wenn, dann nur in solch Ausnahmemomenten, wie ich sie erlebt habe.
Wobei es mir nicht einmal wie ein Erinnern erschient, weil ich nur Zuschauerin war. Mir wurde etwas gezeigt und nicht ich erinnerte mich daran.

Das ist merkwürdig.

Gut, zumindest mit dem Satz hier, kann ich konform gehen, weil ich genauso "sehen" konnte.

"...wenn man sie "nutzt", aus und von ihr schöpft, gestaltet, kreiert, dies aber NUR dann "funktioniert", wenn man dies individuell tut, anders geht es doch überhaupt nicht."

Genau, aus dem großen Feld schöpfen und gestalten macht jeder für sich selbst.
Aber was ist das große Feld?

Das Meer? Und ich Tropfen, der mit Hilfe der Sonne zu Wasserdampf wird, aufsteigt, um sich mit anderen Tropfen zu einer Wolke zu formieren und dann irgendwann abzuregnen und in einen kleinen Bach zu fallen und dort die Reise zum Meer zurück anzutreten?

Sieben Zwerge hat gesagt…

Am Ende, nach der Vorstellung, gehst Du wieder an den Strand des Lebens....und Du hinterlässt keine Fussspuren im lockeren Sand.

manroe hat gesagt…

Hallo Sieben Zwerge, hast Du das aus der Erinnerung zitiert oder abgeschrieben?

manroe hat gesagt…

Hallo Kerstin, ich denke, dass es nichts mit erinnern zu tun hat, sondern mit einer zu erwerbenden Fähigkeit, wenngleich sich Wirklichkeiten durchaus auch kurzzeitig wie ein "Geschenk" darstellen, aber wo nichts ist, da kann man auch nichts "sehen". Vielleicht so ähnlich, wie wenn Du Dich für irgendetwas Neues interessierst, dann sieht man plötzlich auf einmal sehr viele solcher Dinge. Aber dennoch, um sie dann wirklich erfassen zu können, muss man das entsprechende Organ schon schulen. Und sicher gibt es all das, was man sehen kann, bloss das Organ ist noch nicht vollständig entwickelt und daher meine ich, dass es nicht unbedingt lediglich damit etwas zu tun hat, ob ich mich "wieder" daran erinnere.

Fee hat gesagt…
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Sieben Zwerge hat gesagt…

Die Hintertür des Willens ist der Verzicht. Anstatt etwas zu tun, verzichte ich auf etwas. Anstatt mich zu einer Handlung zu zwingen, enthalte ich mich einer Handlung.

Das nur mal so, als kleine Dienstleistung. Kostenlos – und hoffentlich nicht umsonst.

Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Delilah's Mystery hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ameli Zieseniß hat gesagt…

If you think that you are free, it may be an illusion. If you think you know that yor are free it may be even a bigger illusion. If you know that you are bound you are free to make a first step out of your illusions. This is knowledge, knowledge of bondage and freedom. Bondage is the goal of all nature. Freedom is the goal of spirit and gospel.

Regards

manroe hat gesagt…

Hallo Fee


... mal ein Versuch was zu Deinen Fragen zu sagen, wie ich das erlebe.

Ist das dann ein Zustand der immer bleibt?

So ähnlich dem, wie wenn Du was begriffen hast, so dass Du es sehen kannst, wie aus dem Gedächtnis, aber dann so, dass es anwendbar ist, wenn Du dann im "Gedächtnis" dort hin "gehst". Und der Zustand bleibt sicherlich, wenngleich er selten genutzt wird, es wieder ein wenig schwieriger ist, dort wieder hinzukommen, aber man findet den "Weg", allerdings vielleicht mit ein wenig mehr Bemühen dann.
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Muss man gar nichts tun, um dieses Level halten zu können?

S.o. Und so ein "level" wäre in meinen Augen so etwas wie ein durchlichteter Ort, eine Art "Werkstatt", die einem etwas ermöglicht, da lichtvoller, es besser tun zu können und shneller und richtiger. Aber der "Ort" an sich ist völlig wertfrei, da rührt sich auch nichts, allerdings ermöglicht er - wenn ICH dort "hingehe", hat auch was mit Ausrichtung meines Geistes zu tun, denn ich kann ja auch ausblenden, was allerdings prinzipiell nichts ändert, da man ja weiss, dass ich ausgeblendet habe. Man kann schlechter lügen, weil man sich selbst durchschaut in dem was man da so macht. Und einfach nur einen level zu halten, bringt nun ja auch nichts, wenn man dort nicht tätig wird. Dann steht man sehend im Licht...
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Kann man sich wirklich ins Sofa legen, ohne das All-Eins-Sein zu verlieren? Muss man nichtmal mehr meditieren?

Auch wieder s.o. Wenn ich nichts tue, nachdem ich mal da war, dann bekomme ich mein Echo bezüglich meines NichtsTuns und das kann dann auch ganz schön weh tun, weil man dann irgendwie "vergammelt". Man durchschaut sich halt selbst. Das Wörtchen "faul" ist da schon ganz gut gewählt. Adel verpflichtet, passt hier allerdings auch ganz gut. Oder nur, wenn man sich betätigt entsteht auch was, hört sich irgendwie völlig banal an, ist aber so - und das gilt auch dort, weil eigentlich hier alles beginnt, bzw. gesät wird. Ist dann wohl auch eine Frage der Intensität und zwar MEINER, der von MIR und dann DORT.

Bringt das ein wenig? Fee?

Barbara hat gesagt…

@manroe

Nur zum besseren Verständnis: Würdest du, Manfred, dich als "erwacht" bezeichnen? Erlebst du dich so? Falls ja, an was machst du das für dich fest?

manroe hat gesagt…

@Barbara

Nein, würde ich nicht, habe nur versucht nicht in diesen typischen "vergoldeten" Worten zu sprechen. Ausserdem ist "erwacht" ein reichlich schwammiges Wort, in das man so ziemlich alle Illusionen und Träume verpacken kann. Mach Dir doch selbst ein Bild von mir und vergleiche es dann mit dem, wenn ich Deine Frage mit ja beantwortet hätte.

Ich finde die Fragen von Fee zumindest auch mutig und vor allem offen und direkt und sehe durch sie die Chance und Möglichkeit mal wirklich die Pfade "grosser" Vokabeln zu verlassen und Begriffe zu Bildern werden zu lassen, zu beschreiben, was man so sieht, vom inneren Bild zum Film.

Fee hat gesagt…
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Fee hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Du musst mal das Individuum hinzunehmen in Deinen Betrachtungen und Dich bei "Sprüngen" mal fragen, was ein Sprung wäre und von wo in was und vor allem WER da dann springt. Und dann, WO das alles stattfindet.

MonikaMaria hat gesagt…

Wann ist der Mensch ein Individuum und wann Persönlichkeit, respektive, wann ist er Mensch?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Manfred, danke für deine guten und wirklich nachvollziehbaren Antworten. Damit kann ich gut mitgehen und sie lesen sich für mich nicht so verworren, wie es mir sonst immer mit deinen Antworten geht.

Wirklich, von Herzen danke dafür.

Herzlich Kerstin.

Ja Monika, gute Frage. Wann bin ich meiner SELBST bewusst und weiß, dass ich MENSCH bin und nicht Wesenheit?

Klasse!!!


:)

manroe hat gesagt…

Hallo Monika,

... ich denke der "Mensch" ist immer Individuum, wenn zumeist auch unbewusst und schlafend, von seiner Anlage her und eine "Persönlichkeit", (also die echte und nicht eine solche, wie sie im Wirtschaftsleben per Kurs oder Einbildung "selbstbewusst" geworden wurde), wenn er davon weiss und damit umzugehen vermag, wenn er erkennt, dass er auf oder in der Basis des Universellen einzigartig ist und ein MENSCH, wenn er aus seinen Anlagen zur freien Würde, der moralischen Selbständigkeit im Sinne von - ich bin nicht allein - handelt, mit vollem Bewusstsein hilft und sein kreatives Schöpferpotential immer mehr und erweitert und erweiternd selbständig entfaltet, oder besser entwickelt, ich glaube mehr an ein schöpferisches Entwickeln, denn ein Entfalten.

Bei Entfaltung sehe ich bereits den "Inhalt" auf mich zukommen und da glaube ich nicht dran, sehe ich auch anders, ich denke man schafft sich selbst, aber NEU im Sinne von Erweiterung.

Ich glaube dass dieses "Wiedererkennen" und dass wir es schon immer wären oder gewesen sind auf einer Anschaung beruht, die man nicht genau genug sich angeschaut hat. An dieser Stelle käme dann die Frage worin denn der Unterschied zwischen einem im obigen Sinne Angekommensein (...schon immer gewesen...) und einer wirklichen Erkennung, Erkenntnis besteht. Für mich wäre das dann nämlich das Entdecken meiner göttlichen Schöpferkraft, ein Erwachen zu mir selbst in dem Sinne, dass es dann eigentlich erst beginnen kann. Und DAS wäre etwas erheblich Anderes!!

WIEDERerkennen, w i e d e r!! NEIN, sondern ein Entdecken von Anlagen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und sie dann auch anwenden können, als ein freier Mensch. Persönlichkeit scheint mir so ein Zwischenglied zu sein, aus der heraus man einerseits in "seine" Vergangenheit und zugleich auch projektiv in eine/seine Zukunft zu schauen vermag. Für eine wirklich zum Menschen erwachte Persönlichkeit fällt jene dann als "Werkzeug" ab, weil man dann einer solchen Hülle nicht mehr bedarf. Der Schmetterling ist geschlüpft. Ein geistiger "Flieger" sozusagen.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Oh Manfred, endlich, endlich verstehe ich deine Antworten. Ey, du machst mich richtig glücklich damit. Danke dir.

:)

manroe hat gesagt…

Liebe Kerstin, das freut mich sehr, dass ich jetzt ein wenig entwirrter bin :))

MonikaMaria hat gesagt…

«Persönlichkeit scheint mir so ein Zwischenglied zu sein, aus der heraus man einerseits in "seine" Vergangenheit und zugleich auch projektiv in eine/seine Zukunft zu schauen vermag.»

Hier liegt meine Frage Manfred. Kann ich als Persönlichkeit diesen Überblick haben oder ist es die Individualität?
Wer ist der Doppelgänger?


***

Lieber Sebastian
Das Bild umschreibt für mich eigentlich viel mehr. Interessant wird es, wenn nicht jeder vor sich «hindenkt», sondern den anderen ganz einfach mal auf das, was selber gedacht wird, angesprochen wird und damit in BEZIEHUNG zum Anderen tritt. Erstaunlich, was dann solche «Schafe» von sich geben.

Kein Mensch lernt «abstrakt» und «gemeinschaftlich» zu denken, wenn er nicht von klein auf mit Menschen in Beziehung war.

T.C. Boyle hat einen interessanten Einblick gegeben mit seinem neuesten Buch: Das wilde Kind.

Und danke für Deinen «bewegenden» Beitrag.

Herzlich
MonikaMaria

manroe hat gesagt…

"Hier liegt meine Frage Manfred. Kann ich als Persönlichkeit diesen Überblick haben oder ist es die Individualität?
Wer ist der Doppelgänger?"


Ich bin ja nun nicht Gott, aber auf der Suche und dem Weg zum Mensch-Sein und da sieht es für mich so aus:

Also mein Doppelgänger ist ein "Produkt", entstanden aus irgendwelchen Handlungen die sich, weil sie nicht gerade der Wahrheit entsprachen, sich bei mir angesiedelt haben, weil ich halt so gehandelt habe wie ich gehandelt habe, so "Karma-Klamotten" an die ich mich gewöhnt habe und daher meinen "Geruch" tragen, mit der entsprechenden Wirkung. Wie Steiner das umfassender dargestelt hat, habe ich grad nicht parat, sondern befrage mich hier selbst. Und da werden dann auch je nach meinem "Zustand" die entsprechenden Einflüsterungen an mich herangetreten sein und mich beeinflusst haben, auch als verzerrende "Ratgeber".

Und den wirklichen Überblick kann ich nur durch meine Individualität haben, weil sie rein ist, bzw. ich orientiere mich an ihr, (an mir Selbst oder dem göttlichen Licht) erforderlich wegen des Zustandes, durch den ich den Zugang zu ihr nicht immer habe, wegen meiner Persönlichkeit nebst Doppelgänger etc.... Zu spüren so als Vexierbilder, die nicht, eigentlich nicht gerade deckungsgleich sind.

Und als Persönlichkeit habe ich natürlich auch einen Überblick, aber halt eben den, den man gerade "besitzt" aufgrund des Standes auf seiner "Reise". Und diese Zwiegespräche zwischen diesen "Erscheinungen", meiner Persönlichkeit und meiner Individualität, also MIR, unter Beobachtung des DENKENS durch MICH, reinigen meine Erfahrungen, so eine Art "Bildbearbeitung" wie Photoshop, jetzt mal ganz banal. Und DIESES DENKEN dann ist für mich DAS DENKEN und hat mit jenem vielzitierten Kopf NICHTS gemein, weil nicht aus Objekten bestehend sondern aus Objektkreierenden Energien, es ist das Wahrheitslicht, würde ich sagen, das aber von mir gelenkt werden kann, daher besser zu bezeichen als DENKEN.

Und das Ganze dann scheint mir dann auch noch verpackt in dem oder durch das, was wir so als Schattenarbeit bezeichnen. Also wenn die gefruchtet hat, dringe ich zu dem vor, was ich da oben versuche zu beschreiben.

Alles in Kladde jetzt.

MonikaMaria hat gesagt…

«... ich denke der "Mensch" ist immer Individuum, wenn zumeist auch unbewusst und schlafend, von seiner Anlage her und eine "Persönlichkeit", (also die echte und nicht eine solche ... »

Aus dieser Aussage von Dir, kamen meine Fragen. Mit Bezug zu Deinem letzten Kommentar scheint es wohl eher umgekehrt zu sein. Dies würde sich mit dem decken, was für mich stimmig wäre.



Diesen Abschnitt über das DENKEN kann ich nur teilweise nachvollziehen:

«Und DIESES DENKEN dann ist für mich DAS DENKEN und hat mit jenem vielzitierten Kopf NICHTS gemein, weil nicht aus Objekten bestehend sondern aus Objektkreierenden Energien, es ist das Wahrheitslicht, würde ich sagen, das aber von mir gelenkt werden kann, daher besser zu bezeichen als DENKEN.»

Kannst Du das noch anders umschreiben, bitte?

manroe hat gesagt…

Mit Bezug zu Deinem letzten Kommentar scheint es wohl eher umgekehrt zu sein.

... könntest Du DAS etwas deutlicher ausführen, das "umgekehrt"?
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DAS DENKEN: Für mich gibt es ein "kleines" und ein "grosses" Denken, wenngleich das Denken von seiner "Substanz" her natürlich immer das gleiche ist, allerdings wird es ja von uns angewendet und da dann liegt der Unterschied. Das uns bekannte Denken geschieht, bzw. wird von uns ja als "Datensammler", Wissens- und Informationsaufbereiter genutzt. Es handelt also mit "Objekten", für "Objekte", Wahrnehmungen mit dem Ziel sie zu Begriffen gerinnen zu lassen. Das "normale" Denken also wäre so gesehen objektorientiert. Es ist für mich auch ein Zubringer als Suchender, es leitet meinen Weg, weil völlig neutral und universell, daher auch objektiv, im wahrsten Sinne jetzt, von gereinigten Denkprodukten kann und sollte man sich leiten lassen.

Aber es gibt ja auch den schöpferischen "Ort", "Bereich"..., den Seinsbereich, da wo ich bei mir bin oder Selbst, im Zentrum, im Kern, halt dort, wo alles hinführt, allerdings auch alles beginnt.

Bin ich jetzt in einem beginner-Sein, in der Mitte wie man so sagt, die dann ja allerdings dann SO nicht mehr ist, weil dann solche Worte nicht mehr fassen, dann bin ich im kreierenden "Zustand", dort, wo meine Handlungen urständen, wo ICH es bin, der Impulse setzt, einen Anfang, einen einen ... -- Und solche Handlungen dann müsen ja wie im umgekehrten Sinne ↑ leitend und lenkend sein, damit mich kein nonsense verlässt. Ich lenke und richte von da aus selbst, mit, durch eine(r) Energie, DEM DENKEN. Es ist ein lediglich umgekehrter Vorgang wie der erkenntnissuchende Weg, weil man ja auch aus einer Erkenntnis heraus tätig sein kann.

Der Laser im DVD-Brenner, einerseits liest er, auch mit einer Fehlerkorrektur, andererseits beschreibt er aber auch. OK, das ist jetzt ein technisches Beispiel, aber ...Zumindest muss er gelenkt und gerichtet werden, bzw. richtig gefüttert, wenn der Strahl der Handelnde ist. Beim Lesen findet er Gegebens vor, beim Schreiben erzeugt er.

Fee hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
MonikaMaria hat gesagt…

«... ich denke der "Mensch" ist immer Individuum, wenn zumeist auch unbewusst und schlafend, von seiner Anlage her und eine "Persönlichkeit", (also die echte und nicht eine solche ... »

«....Und den wirklichen Überblick kann ich nur durch meine Individualität haben, weil sie rein ist, bzw. ich orientiere mich an ihr ...»

Das meinte ich ...

Wann ist der «Mensch» MENSCH?

manroe hat gesagt…

Wann ist der «Mensch» MENSCH?

Wenn er das in ihn gesetzte "Vertrauen", seine Anlagen, seine eigene wirkliche Freiheit zur Entfaltung gebracht hat (?)

manroe hat gesagt…

Hallo Fee

Das ist so kompliziert, dass ich es nicht vertsehe. Ich glaube Erwachen ist viel einfacher.

Wenn es so "kompliziert" ist, was meinst Du dann bekommst Du mit, wenn Du in einer Einfachheit aufwachst, einfach? Meinst Du dann gibt es nichts mehr zu verstehen? Ohne ein jegliches Zutun von Dir würde Dir alles in umfassender Wahrheit geoffenbart? Einfach so als Geschenk? Da geht jemand rum und gibt mal dem und dann mal dem, huch, den habe ich vergessen, naja, das Erwachen? Wenn der Groschen gefallen ist, dann ist der Moment sicher ein ganz simpler, aber was ging dem voraus??!

MonikaMaria hat gesagt…

Wenn er das in ihn gesetzte "Vertrauen", seine Anlagen, seine eigene wirkliche Freiheit zur Entfaltung gebracht hat (?)

???

manroe hat gesagt…

Weil sich der Mensch entwickelt zum MENSCHEN. Und das in ihn gesetzte "Vertrauen" sehe ich deshalb so, weil er sich ja nicht selbst erschaffen hat, also seinen eigenen Keim. Und von dort in "Richtung" "Ziel", seiner "Bestimmung", ist er auf dem Wege zum MENSCHEN, der dann, ist er MENSCH, ein wirklich freies Wesen ist, selbsterschaffenes freies Wesen.

Der Mensch ist ja doch NICHT wirklich frei schon und MENSCH ist er eben noch nicht, selbst wenn manche meinen, man sei bereits Gott, oder es verwechseln mit göttlich.