Sonntag, 4. April 2010

Kollektives Leid & Erwachen

Muss man durch das Leid gehen um zu Licht zu kommen? Oft ist es tatsächlich so, dass Leid ein Teil des Weges zum Erwachen ist. Doch heute ist der Leidensweg ein Weg, den immer weniger Menschen gehen müssen. Das ist die vielleicht größte evolutionäre Leistung der Menschheit.

Betrachte einmal die letzten Tausend Jahre, dann wirst Du leicht erkennen, dass die Menschheit an einem Punkt angelangt ist, an dem sie als Kollektiv unfassbar viel und unfassbar tief gelitten hat.

Das Grauen und der Horror, das nackte Leid hat unendlich viele Namen. Ich brauche Dir keine Namen, Bilder, Kriege, Keller, Orte und Lager zu nennen, denn Du wirst selber – in diesem Moment, sofort und unmittelbar – Orte, Namen, Lager, Keller oder Kriege vor Deinem geistigen Auge auftauchen sehen.

Ich nenne kein konkretes Leid der Menschheit und dennoch erscheint sofort ein Teil der menschlichen Leidensgeschichte in Dir.

Das ist das kollektive Leid. Wir sind als Menschheit durch das Leid gegangen. Wir sind verbrannt, gesteinigt, vergast und gefoltert worden. Wir sind in Keller gesperrt, vergewaltigt und missbraucht worden.

Je bewusster und mitfühlender wir sind, desto stärker lebt in uns auch das Kollektive.

Wenn Du bewusst die Leidengeschichte der Menschheit mitleidest, kannst Du ganz individuell an der vielleicht größte evolutionäre Leistung der Menschheit teilhaben: Du erkennst zunächst in einem absolut individuellen und innerlichen Prozess den Sinn dieses Leides.

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Und dann ereignet sich etwas, was ein Akt der Gnade, fast ein Wunder ist: Das Leid hat seinen Sinn erfüllt und erkennst, dass es somit keinen Sinn mehr hat - Du kannst die Vergangenheit loslassen.
...
Die Vergangenheit loszulassen – nicht vergeben, nicht bereuen, nicht verzeihen – einfach loszulassen, das ist der Punkt, wo Freiheit in Dir erscheint. Und ein tiefer Friede.

Anstelle von Vergangenheit erscheint ein Moment ohne Namen.

Anstelle Deiner alten Identität, die mit einer Story, mit Karma, mit Etiketten und Identifikationen zu tun hatte, erscheint ein unbenennbarer Moment von Freiheit – ein Augenblick ewiger Liebe.

Das Ich-Gebäude aus Vergangenheit und Zukunft bricht zusammen und jenseits aller Manifestationen erscheint ein fundamental einfaches Gefühl von Befreiung und Erlösung.

Und „von dem Moment an, in dem du wirklich etwas davon erlebst, was im Buddhismus Befreiung und im Christentum Erlösung genannt wird, hast Du kein Interesse mehr an Ideologien, Konzepten, Schlagwörtern. Auch nicht an deinen eigenen, denn du bist über dich selbst hinaus gewachsen. Befreiung und Erlösung bedeuten in erster Linier Befreiung und Erlösung von dir selbst.“ (Frank Meyer)
....
Auch weil die Menschheit den Weg des Leidens gegangen ist, können sich immer mehr Menschen bewusst werden, dass für sie der Weg des Leidens nicht mehr notwendig ist. Nötigt uns das nicht eine tiefe Dankbarkeit und ein Ehrfurchtsgefühl ab?

Wenn wir uns als einzelne Menschen, mitfühlend und helfend dem kollektiven Leid aus Vergangenheit und Gegenwart zuwenden, öffnen wir uns als einzelne Menschen für die Gnade der Befreiung und Erlösung.

„Mitleid wird zu Freiheit“ (Steiner) und Freiheit ist in erster Linie die Freiheit von uns selbst. Nur aus Freiheit von uns selbst, kann die freie Freude erwachsen, auch andere Menschen zu befreien.

So lange, bis wir als Kollektiv erkennen, dass wir immer frei waren. Ohne Leid.

Kommentare:

Susanne Wiest hat gesagt…

Ja! Frohe Ostern!

Nene hat gesagt…

oh ja und das Paradoxe ist, es ist auch die Freiheit zu uns selbst.

MonikaMaria hat gesagt…

Viele Wege führen zum Osterereignis – Zeit unabhängig ...

Frohe Ostern!

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ja, jeder kann eine Leidensgeschichte erzählen. Ich bin davon überzeugt, dass es keinen Menschen auf Erden gibt, der nicht mindestens eine Leidensgeschichte zu erzählen weiß.

Selbst Menschen, bei denen man das Gefühl hat, sie sind wahrhaft gesegnet und die Liebe in Person finden sich Leidensgeschichten.

Und da sie so oft und in solcher Anzahl erscheinen, haben sie ihre Berechtigung - immer noch.
Und loslassen will gelernt sein. Viele können es erst, wenn sie bereit sind, ihr Leidenswesen dankbar zu verabschieden, wie einen guten Freud, der einen über jahrzehnte begleitet hat und den man nun begraben muss.

Da ist Trauerarbeit angesagt. So lange und so intensiv wie es jeder braucht. Erst dann kann man über das Loslassen ohne Reue, ohne Vergebung, ohne Verzeihen reden.

Doch der innere Frieden, der sich dann einstellt, ist goldwert, unvergleichlich und unbezahlbar.

Herzlich

Kerstin Zahariev.

Anak hat gesagt…

namaste, frohe ostern und taegliches ersterben und loslassen (damit auferstehung) gewuenscht. auf das wir die kraft haben den sinn des schmerzes und leides in uns zu transformieren und damit das leid der welt zu loesen.
herzlich
anka

Detlef Troststätter hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

Folgender Text von Rudolf Steiner, kann als Vergrößerungsglas benutzt werden, um zu erkennen, dass die Grundgedanken, die Grundlagen von Herrn Gronbachs Lehre NICHTS mit den Gedanken zu tun haben, die in der Anthroposophie zu finden sind.

Herr Gronbach, mit den folgenden Gedanken können Sie sich selbst beweisen, wenn Sie Ihr Denken benutzen, dass Ihre Lehre nichts zu tun hat mit Anthroposophie.

Und der Gedanke des kollektiven Leides, wie sie es in Ihrem neuen post beschrieben haben, wird damit auch deutlich von der Anthroposophie abgetrennt.

Aus GA 97; Die Verheissung des Geistes der Wahrheit, Köln, 8.März 1907
Im Zusammenhang nachzulesen unter:
http://www.anthroposophieonline.net/

"Jesus spricht : «Wir werden Wohnung machen beim Vater.» Das war das Wichtigste bei der Ausgießung des Geistes, die begann mit den Worten: «Euer Herz bleibe ruhig.» Für seine intimen Jünger geht Christus hin, die Wohnung zu bereiten :

« In des Vaters Hause sind viele Wohnungen. »
Diese Worte wollen wir uns klarmachen.

Den Grad von Bewußt­sein, den der Mensch einmal erlangt hat, kann er nie mehr verlieren. Abgewöhnen muß man sich jede andere Vorstellung.

Im «Aufgehen im Allbewußtsein» schwelgen die Menschen so oft und meinen, das sei eine Erlösung. Solches Allbewußtsein gibt es gar nicht und wird es niemals geben.

Die Fähigkeit, «Ich» zu sagen, erringt sich ja jetzt der Mensch. Und je mehr er «Ich» sagt und vom Ich aus an der Läu­terung seiner drei niederen Leiber, an dem Astralleib, Ätherleib und dem physischen Leib, arbeitet, um so stärker entwickelt er sein Ich und entwickelt sich in die Zukunft hinein.

So kann der Mensch be­wußt selbstlos werden, weil er will.

Einmal werden alle Menschen auf dem Gipfel der Ich-Entwickelung angekommen sein. Dennoch können sie selbstlos den Geist der Gemeinschaft erfassen."

Das Allbewusstsein, das ALLEINS von Herrn Gronbach ist nicht zu vereinbaren mit der Anthroposophie.

Und ebenso die Auflösung des "Ich", wie sie von Herrn Gronbach vertreten wird.

Herr Gronbach, was sagen Sie hierzu?

Fehlen Ihnen jetzt wieder die Worte?

Und lassen Sie doch nicht wieder, nur Kerstin oder Nene für Sie sprechen.

Klare Worte von Ihnen wären hier doch angebracht.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Zwei ganz wichtige Sätze des obigen Textes hier noch einmal für sich:


"Im «Aufgehen im Allbewußtsein» schwelgen die Menschen so oft und meinen, das sei eine Erlösung. Solches Allbewußtsein gibt es gar nicht und wird es niemals geben."

Rudolf Steiner

Anak hat gesagt…

also viel von steiner hab ich nicht gelesen, aber vielleicht kann das ja helfen: im allbewusstsein finden wir keine erloesung sondern hier fangen wir erst richtig an zu loesen...
insofern hat steiner vollkommen recht. solches allbewusstsein gibt es nicht das eine erloesung bieten wuerde und in dieses man schwelgen koenne...da gibt es sicher immer ein boeses erwachen, solch ein "allbewusstsein" ist ein trugschluss. aber von diesem spricht sebastian sicher nicht.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Anka,

wie kommen Sie darauf, dass er von diesem Allbewusstsein "sicher nicht" spricht?

Lassen Sie Herrn Gronbach doch antworten.
Er könnte seine Meinung erklären und dadurch zur Klärung beitragen.

Was würde es bringen, wenn wir uns darum streiten würden?

Er antwortet nicht, weil er erstens Sie dadurch in dem Glauben läßt, das Sie ihn richtig interpretieren. Und - Sie fühlen sich daduch bestätigt in Ihrer Meinung. (und andere ebenso)

Und zweitens sagt er für die, die die Materie nicht kennen und sich nicht die Mühe machen selbst zu denken und sich selbst die Sache zu erarbeiten um vergleichen zu können und sich vielleicht noch zu ihm und seiner Lehre durch irgendwelche Sympathien hingezogen fühlen, durch sein Stillsein, dass ich ihn falsch interpretiere.

So einfach ist das.

Kennen Sie das Kinderbuch: Die kleine Spinne spinnt und schweigt?

So kommt mir Herr Gronbach vor. Am Ende hat er das, was er will. Er hat die Fliege, die von nichts weiß, in seinem Netz gefangen. Und, so wie die Spinne, bestimmt nicht, um dieser Fliege wieder ihre Freiheit zu geben.

Die Fliege muss das Netz kennen. Anders wird es ihr zum Verderben und sie wird den Tod finden und ihr Inneres wird aufgelöst und ausgesaugt werden. Nur eine leere Hülle wird zurückbleiben.

Lassen wir doch Herrn Gronbach die Sache klären.

Herr Gronbach, nochmals die Bitte um klare klärende Worte; um falsche Interpretationen zu vermeiden.

Es geht Ihnen doch auch um Wahrheit.
Oder?

Und Anka, lesen Sie doch mehr von Rudolf Steiner.
Es ist wirklich nötig, um vergleichen zu können und um zu verstehen, ob Herrn Gronbachs Lehre etwas mit Anthroposophie zu tun hat oder nicht.

Denn, wenn Herrn Gronbachs Lehre weit entfernt ist von der Anthroposophie, so wie ich es behaupte, dann ist er ein Lügner.
Anders wäre ich es.

Und die Wahrheit diesbezüglich, die können Sie selbst herausfinden.

Anak hat gesagt…

lieber werner,
insofern interessiert es mich nicht, ob sebastian die anthroposophie richtig auslegt oder nicht.
ich brauche auch nicht seine bestaetigung fuer das von mir erfahrene. mein bewusstsein laesst mich seine worte verstehen und gibt mir an: das wir uns im rahmen des allbewussten bewegen und zwar dem ohne trugschluss...die auslegung der worte steiners und die auslegung der worte sebastians haengt eng mit unsereiner bewusstein zusammen. ein jeder kann die worte auslegen nach dem grad des erreichten bewusstseins. lassen wir nicht streiten darueber, wer erleuchtet/erwacht oder dergleichen ist. diese frage ist fuer mich unwichtig.
wichtiger ist das resultat, das aus unserem wirken ensteht. unstimmigkeiten kann man haben auch mit sebastian. jedoch sollten sie gesaeubert sein von unseren eigenen emotionen. dort auf dieser ebene wird auch sebastian sich der diskussion stellen, da dies fruchtbar waere.
lieber werner, vielleicht sind wir alle luegner? wer von uns kennt die wahrheit? sind wir nicht auf erden um unsere eigene wahrheit zu leben, zu sein? warum muss ich andere verurteilen? damit ich selber nicht entbloesst da stehe? was in uns spricht denn da?
ist es nicht einfach sinnvoller unsere energie hineinzustecken ins sein? ins leben, in die liebe?
dort wird sich alle wahrheit zeigen.
herzlich
anka

Avatar Devotee J. N. hat gesagt…
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Anak hat gesagt…

hmm, Avatar Devotee J. N.
du hast vollkommen recht...sebastian hat das irgendwo mal sehr schoen verwortet...

manroe hat gesagt…

"So lange, bis wir als Kollektiv erkennen, dass wir immer frei waren. Ohne Leid. "

Welch ein Schwachsinn! Und dann auch noch WIR, als Kollektiv!! Ohne Unterschied!!?? Grauenvoll, dies zu denken.

Gemeint kann nur sein, dass der/diejenige der/die sich so häufig inkarniert und noch häufig sich inkarnieren wird vom PRINZIP her gleich sind, aber doch nicht der oder die oder gar ein WIR als aktuelle Menschen. Selbst dann nicht, wenn man dies in seinem Bewusstsein meint entschattet zu haben.

Bei nur ein wenig Denkleistung müsste es einem geradezu ins Auge springen, was der erste "Satz" ganz oben aussagt. Durchdenken würde noch nicht einmal vonnöten sein, allerdings eine Unvoreingenommenheit, die nicht aus irgendwelcher Sympathie heraus herumplappert.

Anak hat gesagt…

papperlapap...wie war das noch?
wenn man den balken aus den eigenen augen hat, kann man den splinter beim anderen ziehen...oder so...

Sieben Zwerge hat gesagt…

Schnick Schnack

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

Anka,

ich denke es wäre wichtig hier zu unterscheiden zwischen Bewusstsein und Wissen.
Beim Bewusstsein kann man z.B. verschiedene Stufen unterscheiden.
Das Tagesbewusstsein. Da sind wir wach.
Das Traumbewusstsein. Da träumen wir. Wir sind so zwischen Wachen und Schlafen.
Und das Schlafbewusstsein. Da sind wir ja auch da. Aber wir haben keine bewussten Wahrnehmungen mehr. Im Normalfall.

Das Wissen, das bleibt immer auf einer Ebene. Wir können unser Wissen nur immer mehr erweitern. Unser Bewusstsein erweitert sich dadurch nicht. Nur im wachen Tagesbewusstsein können wir unser Wissen erweitern. Selbst wenn wir Erlebnisse haben in einem Traum oder im Tiefschlaf, müssen wir die Erlebnisse in unser bewusstes Wissen im Tagesbewusstsein verarbeiten und in unser bewusstes Wissen aufnehmen.

So gesehen, lässt mich also nicht mein erweitertes Bewusstsein die Worte von Herrn Gronbach verstehen, sondern mein bewusstes Wissen.
So ist hier dann in Ihrem Sinne von einem Allwissensbereich zu sprechen und nicht von einem allbewussten Bereich.

Mein Wissen und mein Denken genügt, um mir über Herrn Gronbachs Worte klar zu werden. Da brauche ich kein anderes oder ein erweitertes Bewusstsein.

So hängt die Auslegung und das Verständnis der Worte nur zusammen mit unserem Wissen. Mit dem, was ich weiß und was sich jeder als Wissen aneignen kann, der denken kann. Ich muss wissen, was Rudolf Steiner gesagt hat und ich muss wissen, was Herr Gronbach gesagt hat.
Dann kann ich, bleibend in diesem, ich sage mal Allgemein-wissensbereich, vergleichen und urteilen. Jeder kann das. Und dadurch können wir uns ja auch verständigen und vergleichen, was wir meinen.

In diesem "Wissensbereich" bewegen sich alle Menschen gleich. Denkend bewegen sie sich da. Alle Menschen.
Der Grad des Wissens ist es, der uns ermöglicht, mehr oder weniger zu irgendetwas sagen zu können.
Der Grad oder die Stufe des Bewusstseins hat damit erst mal nichts zu tun. Nur das Wissen und das Denken spielen hier eine Rolle.

Ich möchte mich auch nicht darüber streiten, ob jemand erleuchtet ist oder nicht. Diese Frage und die Antwort halte ich zwar für wichtig, aber hier, bei diesem Punkt, spielt das für mich keine Rolle.

Dass das Resultat unseres Wirkens wichtig ist, das denke ich auch.
Wenn jemand lügt, dann ist das aber doch ein Resultat seines Wirkens.
Also wäre es doch wichtig, zu wissen, ob das Resultat von Herrn Gronbachs Wirken Lüge ist.

Gerne würde ich einmal versuchen, mit Herrn Gronbach, emotionslos, seine Lehre mit der Anthroposophie auf der Wissensebene zu vergleichen.
Aber er gibt mir nicht die Gelegenheit dazu.

Sie fragen hier: Sind wir nicht auf Erden um unsere eigene Wahrheit zu leben, zu sein?

Anka, können Sie sich vorstellen, dass jeder Mensch seine Wahrheit hat?
Ist es nicht so, dass es Wahrheiten gibt, nach denen sich jeder Mensch richten muss?
Streit und Krieg gibt es doch nur, weil jeder auf seiner Wahrheit, auf seiner Meinung stehen bleiben will. Die egoistische Wahrheit ist es doch, die die Menschen trennt und auseinander treibt.

Eine überpersönliche Wahrheit, die vereint die Menschen und die führt auch zur Liebe unter den Menschen. Ohne Wahrheit, die für alle Menschen gleich gilt, ohne eine solche Wahrheit gibt es auch keine wahre Liebe die wirklich wahr ist.

Denn nur eine Liebe, die für alle eine Wahrheit ist, kann auch nur eine wahre Liebe sein.

Und hierfür unsere Energie einzusetzen, das halte ich auch für sinnvoll.

Dazu ist es aber nötig, dass wir unser Wissen, unsere Wissensebene erweitern.
Denn nur dadurch können wir, kann jeder einzelne, erfahren, ob die wahre Liebe eine wahre Liebe ist oder eine Illusion, eine Lüge.

Liebe gibt es natürlich auch ohne Wissen.
Wir brauchen aber das Wissen, um die Wahrheit der Liebe zu erkennen.

Barbarapapa hat gesagt…
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Anak hat gesagt…

werner, dieses wissen liegt hinter dem bereich des denkens. und damit ist es im kopf nicht mehr zu erfassen.
das thema bewusstsein ist ein grosses und es ist sicher wichtig sich mit der frage auseinander zu setzen: was ist bewusstsein, welche zustaende gibt es...
ich denke das reines wissen und denken aus dem verstand nicht genuegt um den inhalt der worte deuten zu koennen.
meine frage nach der wahrheit sollte deutlich machen, das jeder mensch seine eigene wahrheit hat und diese damit auch grade zu diesem zeitpunkt in dieser situation richtig ist. das ist oft schwer zu verstehen, aber es ist so. und es ist so, das daraus streit und krieg ensteht.
hier im denkenden feld koennen wir dem auch nichts entgegensetzen.
erst wenn wir das feld der urteile und des vergleiches hinter uns gelassen haben, hoert der streit auf. dort beginnt diese von ihnen "ueberpersoehnliche" wahrheit. diese wahrheit ist fuer alle gleich.
sie sprechen von wahrer liebe, wenn ich es richtig verstehe ist dies die alles annehmende umarmende liebe (oder bedingungslose, alleseinenede liebe).
ein umfassendes thema. ich frage mich zb. oft: was wuerde diese liebe nun machen? annehmen? aufnehmen? vereinen? trennen?
" Denn nur eine Liebe, die für alle eine Wahrheit ist, kann auch nur eine wahre Liebe sein." das ist richtig, aber wir sind alle auf dem wege, alle auf der suche und jeder sucht seinen ganz pers. ausdruck dieser einen wahrheit und liebe. hier sollen und muessen wir unsere energie hineinstecken. aber nicht gegeneinander! nicht auf energieraubender manier. dies verfestigt nur die abstaende zwischen den menschen, als diese zu transformieren.
inwiefern sebastian dabei ist, "luegen" zu manifestieren oder wir eben damit beschaeftigt sind unsere "luegen" zu manifestieren, sollte jeder in absoluter selbstverantwortung pruefen, und zwar immer wieder aufs neue. denn unsere gedanken setzen wir in die welt und sie haben folgen.

Sieben Zwerge hat gesagt…

papperlapap...wie war das noch?

Warum leidest Du unter Lügen?

Können sich immer mehr Menschen bewusst werden, dass für sie der Weg des Leidens unter Lügen nicht mehr notwendig ist?

manroe hat gesagt…

Anka -- wer ist denn hinter dem Denken? Ist man Deiner Ansicht nach dort sogleich wissend? Wenn ja, wie soll das gehen? Durch reine Wahrnehmung? Muss eine solche dann nicht mehr bearbeitet werden? Wenn ja, wie?

Ruth Jäger hat gesagt…

"Leiden ist eine Begleiterscheinung der höheren Entwickelung. Es ist das, was man nicht entbehren kann zur Erkenntnis. Der Mensch wird sich einst sagen: Was mir die Welt an Freude gibt, dafür bin ich dankbar. Wenn ich aber vor die Wahl gestellt werde, ob ich meine Freuden oder meine Leiden behalten will, so werde ich die Leiden behalten wollen; ich kann sie nicht entbehren zur Erkenntnis. Jedes Leiden stellt sich nach einer gewissen Zeit so dar, daß man es nicht entbehren kann, denn wir haben es als etwas in der Entwickelung Enthaltenes aufzufassen. Es gibt keine Entwickelung ohne Leiden."
Rudolf Steiner, GA 110

Daß das Leiden durch Christus einmal überwunden werden kann, ist sicher auch ein wichtiger Aspekt der Anthroposophie / des Christentums! Da würd ich Sebastian recht geben, ich denke aber, das ist kein reiner Vorgang des "kollektiven Erkennens", sondern des ehrlichen Willens zum Karma. Dazu müssen wir wohl noch einige Jahrtausende Geduld haben.

Anak hat gesagt…

"das ist kein reiner Vorgang des "kollektiven Erkennens", sondern des ehrlichen Willens zum Karma."
das kollektive koennen wir in uns erkennen! jeder einzelne, der dazu bereit und willens ist kann an der neuformierung der matrix/des energiemusters mitwirken.
manfred, wir koennen ewig hin und her gehen...wissen praegt uns durch erfahrene werte und wird zum sein. spielt das dneken dort eine grosse rolle? manchmal "denke" ich, dass das denken, das der verstand unser grosser oder besser groesster widersacher ist. im sein, im er-leben ist alles so einfach, das denken erschwert es uns. oft koennen wir es einfach nicht erfassen, weil wir "denken": so einfach kann es ja wohl nicht sein...

manroe hat gesagt…

Anka, das DENKEN, hat mit einer Kopplung an den Verstand, wie Du es immer wieder zu deuten scheinst, absolut nichts zu tun, wenngleich ein Verstand oder verständiges Vorgehen wichtig ist und dem DENKEN ein wertvoller Helfer.

Und wenn man in dem Verstand keinen helfenden Diener erkennen kann und ihn daher flieht, weil man ansonsten sich durch ihn geknechtet fühlt, dann hat man nicht genau hingesehen.

Der Verstand ist ein Werkzeug des DENKENS. Vermagst Du ohne "Werkzeuge" auszukommen und gleichzeitig Dich entwickeln können? Wenn ja, was sind denn dann für Dich "Werkzeuge"? Die Liebe?? Nur? Und wenn, wie erlangst Du sie ohne Dir was einzubilden? Was die oder eine wirkliche Liebe Dir zeigt, wird ebenfalls von Dir "gedeutet" werden müssen, um sie "richtig" und "sinnvoll" und vor allem "gezielt" wirken lassen zu können. Wie machst Du DAS??

Sie wirkt einfach so? Erhellend und Dich richtig führend? Wenn ja, WO kommt dann dieses richtige führen her? Aus dem Alles-Eins-Pool?? Wer hat ihn gefüllt? War es und er - so wie Sebastian das hier immer verkündet - schon immer da? Wir bräuchten da also nur hinzugehen und alles ist gelöst?? Siehst Du das so??

Anak hat gesagt…

lieber manfred,
das denken sollte aus dem herzen geschehen...insofern sind wir also einer meinung, nur bevor wir soweit sind, muessen wir allerlei irrwege gehen und auch den weg des ansammelns von wissen, das wir dann hinterher wieder ueber bord schmeissen koennen.
hmm, wie soll ich das erklaeren?
fuer mich ist dieses wissen irgendwo ueber uns, anhand der losloesung meiner innerlichen blockaden (die sich natuerlich auch in koerperlichen blockaden zeigen) bekomme ich anschluss an dieses eine wissen dort ueber mir. ein bild: meine antennen wachsen stetig tiefer in dieses wissen hinein und werden dicker und belastbarer. je weniger blockaden, desto besser fliesst diese info durch dies antennen/fuehlhoerner oder egal, jeder kann ja das bild ja ausfuellen. dieses wissen, diese wahrheit und liebe ist da, wir muessen uns nur anschliessen/ankoppeln an diese kraft.
blockaden verhindern das durchfliessen meines koerpers und meines geistes mit dieser energie/kraft.
chakrensysteme, meridiane sind schaltstellen/fliessbahnen. mache ich diese bahnen und schaltstellen frei bekomme ich stets mehr anschluss an das WISSEN. dieses wissen hat nichts mit denken zu tun als handlung. aber es kommt via gedanken zu uns. die besten einfaelle kommen zb. wenn wir unseren denkapparat ausschalten, kreativitaet ensteht im energiefluss, wenn wir sind, also reines sein im moment. inspiration entsteht durch ein gefuehl des verbundenseins...reicht das? ich bin jetzt nicht durch dein fragensystem hindurchgegangen, moechte auch gerne diese ebene wieder verlassen. denn dort ist keine vebundenheit moeglich.

ach noch was: diese gedanken kommen zu uns, jetzt wird es aber fuer uns schwierig zu trennen zwischen den dingen. also der frage: WAS KOMMT AUS DEM REINEN WISSEN UND WAS (ups wollte gross sein)kommt aus meinem eigenen noch verstopften system und damit unsauber/unklarem denken (der sogenannte schleier...oder manchmal auch das sogenannte brett vorm kopf :-))...
hier haben wir werkzeuge noetig...richtig...flucht wuerde bedeuten, die augen zu verschliessen und sich letztendlich selber vor die wand zu setzen in form von krankheiten/schicksalschlaegen usw.

Conny hat gesagt…

Ein Weg ohne Leiden ist eine Illusion, ist letztlich auch ein Weg ohme Mitleid. Selbst die reinste Seele des Kosmos der Gottessohn musste durch unendliches Leid gehen um die Evolution voran zu treiben. Ich würde sagen:

"Heute ist der Leidensweg ein Weg, den immer weniger Menschen gehen wollen. Das ist die vielleicht größte evolutionäre Versagen der Menschheit."

Conny hat gesagt…
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Conny hat gesagt…
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Conny hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Liebe Anka, verstehe ich sehr gut, was Du beschreibst, weiss und kenne auch, was Du hier sagst. Die Energiebahnen sind frei, das "Wissen" kann fliessen, es kommt als Gedanken, wir sehen klarer, direkter, bis hin zu verzögerungsfrei, im wahrsten Sinne des Wortes un-mittel-bar. Gefüllte Gegenwart. Ein Verstehen wandelt sich in ein Erfassen, ein verstandesmässiges Bemühen um ein Ergebnis geschieht praktisch mühelos. Man sieht, dass der Verstand ziemlich holprig im Dunkeln um sich greift und "buchstabiert" was er erreichen möchte.

Man agiert aus dem Lichte des Herzens, man sieht, statt verstehend zu denken. Man "isst" gewissermassen die Geistesspeise und begreift als würde man Wissen inhalieren, es bleibt so auch lebendig, weil dessen nicht mehr bedürfen, so etwas wie einen "Übersetzer" dazwischen zu schalten.

So, jetzt sind wir nun hier, auf dem Balkon des Herzens, schauen auf den Marktplatz des Lebens, alles schaut eigentlich genauso aus wie zuvor, aber dennoch anders. Zuvor erlebten wir nicht unmittelbar, aber jetzt erleben wir uns nicht mehr getrennt, sondern teilhaftig, saftiger, intensiver, lebendiger.

Meinst Du jetzt wir sind angekommen, oder wie Sebastian sagt, "...dass wir immer frei waren, ohne Leid". Oder ist es nicht doch eher so, dass ein hier Angekommensein der eigentliche Startpunkt ist ab dem wir ziemlich rein und mit recht karmafreier Sicht überhaupt erst so richtig recht unvorbelastet angehen können, um was es geht, nämlich unsere schlummernden, latenten Fähigkeiten einsetzen können, um unser eigentliches Wesen und Sein voll zur Entfaltung bringen zu können? Und das, was man dann tun muss, damiit es weitergehen kann, das, wodurch überhaupt ein Weiterkommen geht, DAS wäre für mich das DENKEN, diese Energien leitende, richtende Tätigkeit, die dies vermag, weil DIESES Denken, eigentlich aber ein jeglichees Denken, von Haus aus völlig frei ist, in jeglicher Hinsicht und daher auch der Garant dafür, die wirkliche Freiheit einer denkenden Individualität zu schaffen in der Lage ist.

Und deshalb sind wir NICHT angekommen, sondern beginnen wahrhaft ab hier! Durch das DENKEN.

Anak hat gesagt…

lieber manfred,
dann sind wir uns insofern eins. ich verstehe sebastian nicht so, das er sagt: angekommen...leidfrei...seelig schlafend auf der roten (oder blauen bank) sondern eher wie in deinen worten: hier faengt der spass erst richtig an und auf keinen fall: leidfrei. leid und das entwickeln von mitgefuehl sind vorbedingungen fuer ein weiteres wachstum. jedoch dieses leid ist nicht mehr das alte leid. wir sind drin und zwar voll und trotzdem lassen wir uns von diesem leid nicht befangen, es hindert uns nicht an weitere taten des schoepfens.
dazu kommt natuerlich auch da gegengewicht: die freude und das glueck. in der tiefsten tiefe und hoechsten hoehe ensteht dann der gleichmut, der nicht zu verwechseln ist mit gleichgueltigkeit oder leidenschaftslosikeit.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

@Anak
Bitte erklär doch mal genau, was du mit Chakren meinst. Ich habe nämlich keine. Würdest du mir in diesem Fall die Fähigkeit zu intuitiver Erkenntnis absprechen?
Welchen Weg müsste deiner Ansicht nach ein Mensch gehen, der diese "Schaltstellen" und auch keine "Antennen" oder "Fühlhörner" hat? Ich meine, wenn ich sowas nicht habe, kann es auch nicht blockiert sein.
Und wie ist die Beziehung zwischen "Leiden müssen" und Chakren. Gibt es da eine?
Also, ich gestehe, dass ich fast alle meiner Erkenntnisse durch die Beobachtung anderer Menschen und durch die Interaktion mit ihnen gewonnen habe. Dafür war aber kein Leiden nötig, sondern eher Zuhören, Hingabe, Sich-selbst-überwinden und ähnliches.

Anak hat gesagt…

na liebe ameli, dann ist doch alles butterweich und fliesst. gratuliere dir. und noch weiterhin viel erfolg bei der interaktion mit deinen mitmenschen gewuenscht (da gehoere ich natuerlich auch dazu. hm, wolltest du mich jetzt umarmen oder war auch ich ausgeschlossen?...egal...wir bleiben im mitgefuehl...)
herzlich gruesst das einhorn...gleich beginnt die maerchenstunde...

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Ja, aber Anak, wo kommen denn deine Chakren her? Ist das genetisch bedingt, also muss man da eine Veranlagung für haben?
Woher hast du denn deine?
Vielleicht sind Chakren gar nicht so gut?
Vielleicht reduzieren sie die Selbstkontrolle, weil dadurch ungehindert unreflektierte Gedanken ins Bewusstsein fließen können? Ich meine, weil du schon wieder am Umarmen bist, statt nachzudenken ;-)
Wenn jetzt zum Beispiel Chakren nichts weiter sind als Andockstellen für so einen Matrix-Computer, ich meine, dann wärst du faktisch digitalisiert. Und da weiß ich jetzt nicht, ob ich dir dazu umgekehrt auch gratulieren sollte...

Werner (Thomas) hat gesagt…

Anka, wer oder was ist für Sie bei dem Erleben, das Sie beschreiben alles beteiligt?

Wie stellt sich das in Ihrem Bewusstsein dar?

Dieses WISSEN, der Inhalt dieses Wissens, von dem Sie schreiben. Können Sie das nicht in Worte fassen?

Wenn dieses Wissen da ist, wenn es existiert und nur in Sie einfließt (in was von Ihnen?), ohne dass Sie aktiv dabei sind, ohne dass Sie aktiv dabei diese Gedanken ergreifen, dann muss doch eine andere Macht außerhalb von Ihnen da sein, die das tut.
Sie wären dann sozusagen das Werkzeug dieser Macht. Sie würden benutzt werden. Denn Sie selbst tun dabei ja nichts. Sie öffenen nur sozusagen die Tür und lassen passiv von außen einfließen, was ein anderer fließen lässt.

Verstehen Sie das bitte nicht als Kritik. Ich möchte nur Ihr persönliches Erleben von diesem Wissen irgendwie einordnen können.

Ich denke, anders als Sie, dass alles vom Menschen Erlebte in Gedanken gefasst werden kann. Denn nur so ist doch ein wirkliches Verstehen der Menschen untereinander möglich.

Denn, wenn jeder Mensch irgendwelche persönlichen Erlebnisse hätte, die er nicht anderen mitteilen könnte(wenn er wollte) dann wären wir doch dadurch getrennt und eine wirklich Verbindung wäre dann für diese Dinge nie möglich.

Es gäbe also etwas konkretes, das die Menschen voneinander trennen würde.
Die Idee der Vereinigung der Menschen wäre dann eine Illusion.

Anak hat gesagt…

werner und ameli, nur kurz:
ihr sprecht beide sehr wichtige themen an! eine schoene resonanz, und nein: ich fasse das nicht als kritik auf!
im widerspruch liegt die wahrheit! irgendwo liegt die mitte! sozusagen heisser brei...lasst uns doch was ruehren...im geiste/gedanken/denken...